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| Altneu-Synagoge in Prag |
Forschen
Die am Lehrstuhl betriebene Forschung ist eng mit der Lehre verzahnt, so dass sich beides wechselseitig intensiv befruchtet. Fortgeschrittene Studierende und Examenskandidaten werden in Übungen, Oberseminaren und Kolloquia frühzeitig mit den am Lehrstuhl verfolgten konkreten Forschungsfragen und -praktiken konfrontiert, erhalten auf diese Weise einen unmittelbaren exemplarischen Einblick in aktuelle Forschungsentwicklungen und können nach erfolgreichem Studienabschluss, bei entsprechender Eignung und Neigung im Rahmen der am Lehrstuhl verfolgten Forschungsthemen in weiterführende Projekte einbezogen werden.
Einen ersten Forschungsschwerpunkt in der Abteilung für Osteuropäische Geschichte bildet die Zeitgeschichte des östlichen Mitteleuropa (das "kurze 20. Jahrhundert"). Dabei stehen in geographischer Hinsicht Polen und
die baltischen Staaten, in inhaltlicher Hinsicht Fragen der komplexen Beziehungs- und Konfliktgeschichte im Vordergrund des Interesses. Ein zweiter Forschungsbereich ist die Geschichte der Geschichtsschreibung
zum östlichen Mitteleuropa im ausgehenden 19. und 20. Jahrhundert mit besonderer Berücksichtigung der deutschen "Ostforschung" und der polnischen "Westforschung" sowie
die Geschichte der damit eng verknüpften Geschichtspolitik und
Erinnerungskultur. Schließlich bildet die früh- und hochmittelalterliche Geschichte
von West- und Ostslaven (9. bis Mitte 12. Jahrhundert) einen dritten thematischen
Schwerpunkt, bei dem geographisch das piastische Polen und die Kiever Rus', inhaltlich Aspekte der Herrschaftsbildung und Stadtwerdung im Mittelpunkt stehen.



