„Karriere im Nonprofit-Sektor? Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen von Frauen“ - Die neue Broschüre zum Projekt „FiA - Frauen in der Abseitsfalle?“ ist da!

© Zimmer / Priller / Paul

Das Forschungsprojekt FiA will die Spezifik des NPO-Sektors in Deutschland als Arbeitgeber für Frauen näher beleuchten und gleichzeitig erklären, warum sich die starke Repräsentanz von Frauen im operativen Bereich nicht auf der oberen Leitungs- und Führungsebene der Organisationen widerspiegelt. In der aktuellen Broschüre „Karriere im Nonprofit-Sektor? Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen von Frauen“ fasst die Ergebnisse zu der Studien zu den Arbeitsverhältnissen,  Karrierebedingungen, Chancen und Hindernisse im Nonprofit-Sektor zusammen und gibt Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen von Frauen im Nonprofit-Sektor für Verbände und Dachorganisationen des Sektors, für die Politik sowie für die Beschäftigten bzw. männlichen und weiblichen Professionellen in NPOs.

Hier können Sie die Broschüre herunterladen. Eine Kurzfassung finden Sie hier.

ZEUgs Aktiv - 2017

Politische partikularisierung und rechtspopulismus - Anmeldung geöffnet!

Dr.in Isabelle-Christine Panreck (assoziiertes ZEUGS-Mitglied) übernimmt im Rahmen des NRW-Dialogforums des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung die Leitung des Tracks "Politische Partikularisierung und Rechtspopulismus" am 23. und 24. November 2017 in Düsseldorf:

Gehen Demokratie und fixe gesellschaftliche Ordnungen in den 1950er und 1960er Jahren noch Hand in Hand, lösen sich gesellschaftliche Milieu- und Gruppenzugehörigkeiten seit den 1970ern zunehmend auf; Sehnsuchtsorte wie die Nation, die Religion, das Geschlecht oder die Klasse verlieren an integrierender Kraft – mit gravierenden Folgen für die Identität ganzer Gruppen, aber auch für die Identität des Einzelnen. Der ökonomische Wandel mit seiner Ausdifferenzierung von Lebensrealitäten und die Globalisierung, in der sich nationale Traditionen auflösen sind die Motoren dieser Entwicklung. Der Rechtspopulismus bedient den Wunsch nach Eindeutigkeit und Zugehörigkeit, indem er einfache Antworten gibt und klare Grenzen zieht: zwischen „Deutschen“ und „Ausländern“, „Christen“ und „Muslimen“, „Männern und Frauen“, kurz: dem „Wir“ und dem „Anderen“. Wie kann Demokratie in Zeiten sozioökonomischer Polarisierung und gesellschaftlicher Heterogenität integrierend wirken und dennoch auf die Herausforderung eines homogenisierenden Populismus reagieren? Der Track „Politische Partikularisierung und Rechtspopulismus“ sucht Antworten auf die vielfältigen Fragen einer Demokratie mit offenen Grenzen.

Die Anmeldungen für Interessierte sind nun geöffnet! Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

Kritischem Denken Raum zu geben -  20 Jahre Femina Politica

© ZEUGS

Kritischem Denken Raum zu geben – das ist der Anspruch der Femina Politica, der einzigen deutschsprachigen Fachzeitschrift für feministische Politikwissenschaft. Am 30. Juni 2017 feierte die Zeitschrift ihr zwanzigjähriges Jubiläum mit der Redaktion, mit vielen Autorinnen und Autoren, mit Freundinnen und Freunden und der Verlegerin im Wissenschaftszentrum Berlin.

Die Jubiläumsfeier wurde zum Anlass genommen, über Geschichte, Stand und Zukunft der feministischen Politikwissenschaft zu diskutieren und sich darüber zu verständigen, was feministisches Denken heute noch bedeutet: in den Politik- und Sozialwissenschaften, in der politischen Praxis, in gesellschaftlichen Debatten. Den Festvortrag hielt Professorin Birgit Sauer von der Universität Wien. In weiteren Beiträgen wurden eine Bilanz der Gleichstellung in der Wissenschaft gezogen und mit Blick auf das aktuelle Heft der Femina Politica Geschlechterverhältnisse als Machtverhältnisse diskutiert.

Den Flyer zur Veranstaltung sowie das Inhaltsverzeichnis der Jubiläumsausgabe können Sie hier herunterladen. Einen Bericht zur Veranstaltung finden Sie im Budrich-Blog (Barbara Budrich Verlag).

Interdisziplinäre ZEUGS-Ringvorlesung im sommersemester 2017!

Das ZEUGS veranstaltet auch in diesem Sommersemester wieder eine interdisziplinäre Ringvorlesung

Pegida-Aufmärsche in Deutschland, Proteste der Fünf-Sterne-Bewegung in Italien und Demonstrationen auf dem Taksim-Platz in der Türkei sind in den Medien derzeit allgegenwärtig. Im Mittelpunkt des Seminars stehen diese und andere widerständigen Praktiken im öffentlichen Raum, die vor dem Hintergrund derzeit beobachtbarer gesellschaftlicher Phänomene und Entwicklungen in (europäischen) Gesellschaften analysiert werden. Mit der Fokussierung widerständiger Praktiken in der öffentlichen Sphäre knüpfen wir an die vorangegangenen ZEUGS-Vorlesungsreihen an, die sich aus feministisch-kritischer Perspektive bereits mit dem Öffentlichkeitsbegriff bzw. –konzept unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen auseinandergesetzten.
 
Ziel dieses Seminares ist es, widerständige Praktiken aus unterschiedlichen disziplinären Zugängen zu beleuchten und insbesondere vor dem Hintergrund des Konzepts des Politischen sowie des Verständnisses von Demokratie zu diskutieren. Als Ausgangspunkt für die Vorträge im Seminar dient das neue Buch von Judith Butler "Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung", welches sich mit Dynamiken und Taktiken öffentlicher Versammlungen unter den aktuell herrschenden ökonomischen und politischen Bedingungen beschäftigt.
 

Das Plakat zur interdisziplinären ZEUGS-Ringvorlesung ist hier einsehbar.

Bachelorstudierende und Studierende der Allgemeinen Studien können sich hier über das elektronische Vorlesungsverzeichnis anmelden.