

Forschungsprojekt: „Klassiker mystischer Spiritualität“
Von August 2026 – Juli 2028 leitet Perry Schmidt-Leukel, Senior Professor für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, im CRM das Projekt „Klassiker mystischer Spiritualität“. Es handelt sich um ein Teilprojekt von PRISM („Program in the Study of Mysticism“), einer weltweiten Studie zur Mystikforschung. PRISM ist auf insgesamt fünf Jahre ausgelegt (2025 bis 2029), wird koordiniert von der Universität Tampere, einer der größten Universitäten Finnlands, und gefördert vom Templeton Religion Trust. Die an PRISM beteiligten Wissenschaftler*innen befassen sich mit der Mystik unterschiedlicher religiöser Traditionen, um neue Entwicklungslinien in der heutigen Forschung aufzuzeigen und das allgemeine Interesse an Mystik zu fördern. Beteiligt sind Universitäten aus Deutschland, Spanien, Italien, Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland, England, Schweden, Finnland, Indien und den USA.

Im Hintergrund von PRISM stehen Fragen wie die nach dem informativen Wert mystischer Phänomene sowie ihrem Beitrag zum sozialen Zusammenhalt. Die unterschiedlichen Teil-Projekte sind empirisch gestützt, vorwiegend gegenwartsorientiert, global und religionsübergreifend ausgerichtet und multi-disziplinär angelegt.
In seinem Teilprojekt befasst sich Perry Schmidt-Leukel mit klassischen Texten mystischer Spiritualität aus China, Japan, Indien, Arabien und Europa. Dabei geht es nicht allein um den kultur- und religionsübergreifenden Vergleich. Ein besonderer Fokus der Studie liegt auch auf der Frage, inwieweit diese Klassiker eine Spiritualität von heute positiv beeinflussen können. Die Ergebnisse der Studie sollen als Monographie in englischer Sprache publiziert werden. Als Teil des Projekts wird Prof. Schmidt-Leukel im WS 2026-27 im Rahmen der Allgemeinen Studien eine deutschsprachige Vorlesung zu seinem Projekt anbieten.

Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel
Professor Schmidt-Leukel ist international renommiert für seine Forschungen zum religiösen Pluralismus, zu interreligiösen Beziehungen und zum christlich-buddhistischen Dialog. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. 2015 hielt er als erster Deutscher nach 25 Jahren die Gifford-Lectures. Sie gelten als eine der höchsten Auszeichnungen in religionsbezogenen Studien.