Gunnar Folke Schuppert, Governance of Diversity

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© Campus/Shutterstock

Man kann daher heute den Umgang mit kulturellen und religiösen Minderheiten als das zentrale Governance-Problem säkularer Gesellschaften bezeichnen. Dieses Buch zeigt auf, welche Strategien für einen säkularen Verfassungsstaat dafür in Betracht kommen und welche Teile der Religionsverfassung einer pluralistischen Gesellschaft unverzichtbar sind.

Working Paper: Burka-Verbote

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Ulrike Spohn diskutiert im aktuellen Working Paper die Problematik gesetzlicher Burka-Verbote im Kontext europäischer Demokratien. Sie rekonstruiert die politik- und rechtswissenschaftliche Kritik an den geläufigsten Begründungen solcher Verbote und wirft die Frage auf, wie sich der politische Erfolg entsprechender Verbotsinitiativen erklären lässt. Download als PDF

Sarah Thieme, Nationalsozialistischer Märtyrerkult

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© Campus/Stadtarchiv Gelsenkirchen (H. Werland)

Das Ruhrgebiet war für die Nationalsozialisten in den Jahren vor 1933 ein schwieriges Terrain. Sarah Thieme zeigt eindrücklich auf, wie sich die regionale NS-Bewegung im Märtyrerkult als eigenständiger Glaubensanbieter positionierte und die Aktivisten mit Formen "sakralisierter Politik" ansprach. Zugleich belegt die Studie, dass die NS-Bewegung im Ruhrgebiet christlich geprägt blieb.

Heike Bungert/Jana Weiß (Hg.), "God Bless America"

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© wikicommons / Campus Verlag

In den USA ist das Religiöse in der Politik allgegenwärtig - während der Präsidentschaftswahlen oder bei wichtigen Reden des Präsidenten zur Außenpolitik wird regelmäßig Gott erwähnt. Aus europäischer Sicht wirkt diese religiöse Aufladung der politischen Botschaft meist befremdlich. Die enge Verbindung von Religion und Politik, die sogenannte Zivilreligion, nimmt dieser Band für das 20. Jahrhundert in den Blick.

Publikation: You Jae Lee, Koloniale Zivilgemeinschaft

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© Campus/Archiv der Erzabtei St. Ottilien

Zwischen den 1890er-und den 1940er-Jahren wuchs die Zahl der Christen in Korea rapide an. Das koreanische Christentum - so die These des Buches von You Jae Lee - stellte eine erfolgreiche Verbindung zwischen einem modernen Image des Christentums und einer spezifischen Gemeinschaftsform her, die in der Lage war, die alltäglichen Bedürfnisse der Einheimischen zu befriedigen.

Working Paper: Pierre Bourdieu

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Im aktuellen Preprint rekonstruiert Astrid Reuter den zwischen Struktur- und Handlungssoziologie oszillierenden religionssoziologischen Ansatz Pierre Bourdieus. Sie stellt diesen vor als potentielles Korrektiv von Praxistheorien, die Handeln vereinseitigend als rational gesteuert oder strikt wertgebunden konzeptualisieren, aber auch als Korrektiv einer einseitig strukturalistischen Hermeneutik sozialer Praktiken. Die Darstellung schließt mit Überlegungen zu den ‚Grenzarbeiten‘ zwischen Religion und Politik, Wissenschaft, Medizin usw. Download als PDF

Publikation: Antje Schnoor, Gehorchen und Gestalten

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© Campus/Archivo Curia Provincial SJ, Santiago de Chile

Antje Schnoor beleuchtet in ihrem Buch die Rolle der Jesuiten in Chile während der christdemokratischen Regierung unter Eduardo Frei, der sozialistischen Regierung unter Salvador Allende und der Militärdiktatur unter Augusto Pinochet. Ihre Studie belegt, wie der Orden die politische Haltung der katholischen Kirche mitbestimmte und zugleich als eigenständige politische Kraft in Erscheinung trat.

Grundlagenwerk 'Religion in der Moderne' ausgezeichnet

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© Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

Das Grundlagenwerk 'Religion in der Moderne' von Detlef Pollack und Gergely Rosta, das zuerst in der CRM-Schriftenreihe 'Religion und Moderne' publiziert wurde, ist als kostengünstige Sonderausgabe bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen. Außerdem erhalten die Forscher den Übersetzungspreis 'Geisteswissenschaften international' zur weiteren Verbreitung des Buches in englischer Sprache. weiter...

Neue Publikation: Ulrich Willems u.a. (Hg.), Ordnungen religiöser Pluralität

U. Willems u.a. Ordnungen religiöser PluralitätU. Willems u.a. Ordnungen religiöser Pluralität
© Daniel Gerster

Die Debatten zur "religiösen Pluralität" sind meist von der Annahme getragen, dass die Vielfalt von Religionen ein spezifisch modernes Phänomen ist. Der neuste Band der interdisziplinären Schriftenreihe 'Religion und Moderne' differenziert diesen Befund, indem er Sondierungen nach Ordnungen religiöser Pluralität in verschiedenen Epochen und Religionskulturen unternimmt.

Working Paper: "Amerika, Du hast es besser"

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Der Religionsphilosoph Hermann Lübbe unternimmt im aktuellen Working Paper des CRM einen Vergleich zwischen den religionspolitischen Traditionen in Deutschland und den USA. Er warnt davor, hierzulande gegenüber Religionen wie dem Islam als "Religionsaufklärer" aufzutreten. Der Beitrag geht auf einen Vortrag in der Ringvorlesung "Religionspolitik heute" aus dem Sommersemester 2016 zurück. Download als PDF