Die digitale Lernplattform KI-Campus bietet Online-Kurse zum Thema “Künstliche Intelligenz”. Programm-Manager Mike Bernd vom Stifterverband erklärt, was Mediziner:innen dort lernen können.
AMBOSS: Was wollen Sie mit dem KI-Campus erreichen?
Mike Bernd: Ob es um Medizin, Industrie 4.0 oder Schule und Universität geht – über allem steht das Ziel einer KI-mündigen Gesellschaft. Wir wollen KI-Kompetenzen stärken. Wer sich beispielsweise mit Sprachassistenten wie Alexa oder Siri auseinandersetzt, soll verstehen, was für Prozesse dahinter ablaufen. Es geht uns nicht darum, dass jeder programmieren können muss, sondern dass wir ein grundlegendes Verständnis dafür vermitteln: Was passiert da?
AMBOSS: Warum sollten wir Ärzt:innen uns damit auseinandersetzen?
Mike Bernd: Im Alltag werden Sie ja zunehmend mit der Situation konfrontiert, dass jemand mit dem Handy in der Hand in die Praxis kommt und die eigene Diagnose schon von einem Chatbot zu kennen glaubt. Darauf sollten Sie vorbereitet sein und bestenfalls nicht nur die eine Symptomchecker-App kennen, die in Deutschland entwickelt wurde und am weitesten verbreitet ist.
AMBOSS: Neben den Kursformaten bietet KI-Campus auch eine Online-Community mit Diskussionsforen. Was bewegt Menschen aus dem medizinischen Umfeld außerdem? Warum melden sie sich bei Ihnen an?
Mike Bernd: Ein entscheidender Aspekt ist bei vielen das Bedürfnis, die Algorithmen und einzelnen Anwendungen bewusst und kompetent in ihre Entscheidungsprozesse einzubeziehen, beispielsweise im Rahmen der Diagnostik. Um zu wissen, welche Rolle KI zu spielen hat und welche Rolle ich als Arzt oder Ärztin einnehmen sollte. Und von Studierenden erhalten wir oft die Rückmeldung: “Wir wollen uns mit dem Thema auseinandersetzen, aber im Studium haben wir keine Möglichkeit dazu.” Wir wissen ja, dass es lange dauert, bis etwas im medizinischen Curriculum verankert wird.
… weiter
- Dr. med. Roland Wiest: Künstliche Intelligenz in der Medizin – Ein Einstieg (Amboss Podcast)
- med. KI – Basics (basierend auf einem Podcast von Kerstin Ritter, Juniorprofessorin für Computational Neuroscience an der Charité – Universitätsmedizin Berlin)
- KI-Campus – (Der Stifterverband, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), das Hasso-Plattner-Institut (HPI), NEOCOSMO und das mmb Institut entwickeln den KI-Campus gemeinsam seit Oktober 2019. Der KI-Campus ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Pilotprojekt und wurde Mitte 2020 als Beta-Version veröffentlicht. Im Zentrum steht der prototypische Aufbau einer auf das Thema KI spezialisierten, digitalen Lernplattform.)
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Das Lernkarten- und IMPP-Fragenprogramm Amboss von Amboss GmbH für die Vorklinik und Klinik, steht allen Medizinstudierenden für unbegrenztes Kreuzen per Browser bzw. App (iOS und Android) zur Verfügung.
Grafik © Amboss GmbH

Im jüngsten Beitrag des Amboss Blog schreibt Jannis Ulke: „Weltweit leiden etwa 350 Millionen Menschen an einer Depression. Laut WHO gehören Depressionen zu den Erkrankungen, die die Betroffenen am stärksten einschränken, und stellen so eine enorme Belastung für die individuelle und öffentliche Gesundheit dar. Die schlimmste Auswirkung einer Depression ist der Suizid – weltweit die zweithäufigste Todesursache von Menschen zwischen 15 und 29 Jahren.
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