Politik im Film - Memento



In Memento versucht der Held Leonard, den Mord an seiner Frau aufzuklären. Leonards Problem: er kann keine langfristigen Erinnerungen behalten. Regisseur Christopher Nolan erzählt diese ungewöhnliche Detektivgeschichte rückwärts sowie aus der Perspektive des Protagonisten. Der Film war aufgrund dieser ungewöhnlichen Erzählstruktur bereits mehrfach Gegenstand sozialwissenschaftlicher Analysen – mit sehr unterschiedlichen Deutungen. Stephan Engelkamp und Ulrich Hamenstädt präsentieren eine konstruktivistische sowie eine kritische Deutung des Films und stellen diese beiden Sichtweisen gegenüber.


Zum Vorverkauf geht es hier. Bitte beachten Sie, dass ein Preisnachlass nur gewährt wird, wenn die Karten mindestens einen Tag vor Aufführung abgeholt werden.

Die Vorführungen beginnen jeweils um 18 Uhr im Kino an der Warendorfer Straße
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Die weiteren Filme und Referierenden werden in Kürze bekanntgegeben. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Kinos.

Memento-poster


Zur Filmreihe


Wie lässt sich die Invasion der Außerirdischen in Mars Attacks aus der Perspektive der Internationalen Beziehungen deuten? Was lässt sich von den Näherinnen aus Made in Dagenham über die Entwicklung der britischen Gleichstellungspolitik lernen? Und wie wird die große amerikanische Depression in Ein Zug für zwei Halunken thematisiert? Solchen und ähnlichen Fragen geht die Reihe „Politik im Film“ nach, die die Linse zu Beginn des Wintersemesters mit dem Förderverein des Instituts für Politikwissenschaft auflegt. Über elf Wochen hinweg werden Dozentinnen und Dozenten des Münsteraner Instituts einen ausgesuchten Film in einem etwa halbstündigen Vortrag einführen und dabei diskutieren, inwiefern der Film auch aus politikwissenschaftlicher Perspektive interpretiert werden kann. Dabei werden gerade nicht dezidiert „politische“ Filme gezeigt, sondern vielmehr Beiträge ausgewählt, in denen das Politische erst auf den zweiten Blick sichtbar wird. Im Anschluss an die Vorführungen stehen die Vortragenden für eine Diskussion des Filmes zur Verfügung. Die Reihe steht ausdrücklich auch Interessierten außerhalb der Universität offen.

Nächste Veranstaltung, Mo, 26.1., 18 Uhr:
Snowpiercer

Klimawandel und Kapitalismus werden im politischen Diskurs regelmäßig als unaufhaltsame Kräfte imaginiert, welche die Selbststeuerungsfähigkeit menschlicher Gesellschaften außer Kraft setzen. Auch Snowpiercer zeichnet diesbezüglich ein düsteres Bild der globalen Gesellschaft im Jahr 2031, determiniert von ökologischer Krise und einem von Eliten dominierten, hierarchisch gegliederten Klassensystem. Tobias Gumbert greift diese Zukunftsvision auf und thematisiert anhand von Snowpiercer die gegenwärtige politische Imaginationsschwäche und damit das Unvermögen, Utopien alternativer Entwicklungspfade zu entwerfen.