Herzlich Willkommen am Historischen Seminar der Universität Münster
Warum sollte man Geschichte studieren? Was fängt man im Berufsleben mit einem abgeschlossenen Geschichtsstudium an? Diese Fragen werden vielen angehenden Historiker*innen wiederholt gestellt. Vermutlich haben Sie sich selbst bereits mit diesen Fragen beschäftigt. Vorab: Das Studium der Geschichte bietet ein weites Spektrum an Möglichkeiten in der Arbeitswelt. Nicht nur das theoretische Wissen, sondern auch die praktischen Fähigkeiten, die Sie erwerben, haben einen hohen Wert. Aber was bedeutet es konkret, Geschichte zu studieren?
Im wissenschaftlichen Diskurs werden schon lange nicht mehr ausschließlich politische und ökonomische Systeme und Zusammenhänge untersucht. Vielmehr fragen Historiker*innen heute auch nach historischen Veränderungen von Körpern, Gefühlen und sozialen Normen. Vieles, was in der heutigen Zeit als selbstverständlich angenommen wird, erweist sich bei genauerer Betrachtung als prozesshafte Veränderung. Wer also Geschichte studiert, lernt unter anderem, dass nahezu alles, was uns umgibt, historischen Veränderungen unterlag und sich auch in Zukunft verändern kann. Außerdem vermittelt das Geschichtsstudium ganz praktische Fähigkeiten wie kritisches Denken, methodische Recherche, präzises Argumentieren und wissenschaftliches Schreiben, kurzum, Fähigkeiten die auch außerhalb des Faches sehr gefragt sind.
Die Universität Münster hat beim internationalen Fächer-Ranking 2023 des Magazins „Times Higher Education“ (Zum THE-Fächer-Ranking [en]) unter anderem besonders erfolgreich in der Fächergruppe „Kunst und Geisteswissenschaften“ abgeschnitten. In dieser die Geschichte umfassenden Gruppe rangiert die Universität Münster auf den Plätzen 101 – 125 - und damit im deutschen Hochschulvergleich auf Rang neun.
Das Historische Seminar der Uni Münster bietet durch seine Größe und die Vielfalt seiner Forschungsfelder für Studierende und Interessierte ein breites Angebot an Veranstaltungen über alle Epochen und Kontinente hinweg. Den Studierenden wird damit ein weit überdurchschnittliches Spektrum an Entfaltungsmöglichkeiten und individuellen Schwerpunktsetzungen geboten.
Wenn Sie sich für ein Studium der Geschichte am Historischen Seminar interessieren, so können Sie sowohl im Bachelor als auch im Master außerschulisch und auch auf Lehramt (Haupt-, Real- und Gesamtschule und Gymnasium/Gesamtschule) studieren. Dabei haben Sie in Ihrer individuellen Schwerpunktsetzung viel Freiraum. Einen Überblick über unser Studienangebot finden Sie hier.
Wir freuen uns, dass Sie sich für unser Angebot interessieren und hoffen Sie bald bei uns willkommen heißen zu dürfen!
Berufsrelevante Kompetenzen im 2-Fach Bachelor Geschichte
Der Zwei-Fach-Bachelor Geschichte vermittelt relevante Kompetenzen für Tätigkeits- und Berufsfelder innerhalb wie außerhalb der Wissenschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Stärken, die Sie durch dieses Studium erwerben bzw. vertiefen können:
Geschichtswissenschaftliches WissenSie erwerben in den Vorlesungen und Seminaren sowohl Überblickswissen als auch an Einzelbeispielen vertiefte wissenschaftliche Kenntnisse über einzelne Bereiche menschlichen Handelns in der Vergangenheit. Sie entwickeln ein Verständnis für Entwicklungen und Strukturprobleme verschiedener Epochen der Geschichte.
Wertvoll ist diese Vergangenheitskompetenz zum Beispiel immer dann, wenn es um das Einschätzen und Bewerten menschlicher Entscheidungen und Handlungen geht. Denn der Rückgriff auf die wissenschaftlich analysierte Vergangenheit hilft sehr beim Einschätzen heutiger Situationen und letztlich beim Ziehen von Konsequenzen.
RecherchekompetenzBei der Erstellung von Hausarbeiten, Referaten und der Bachelorarbeit lernen Sie, effizient und zielgerichtet Informationen zu unterschiedlichen Thematiken zu beschaffen.
In einer Arbeitswelt der überbordenden Informationsmöglichkeiten sind Recherchefähigkeiten sowohl für eigenständige wie auch zuarbeitende Tätigkeiten notwendig, um reflektierte Entscheidungen vorzubereiten. Außerdem ermöglicht Ihnen diese Kompetenz, sich auf wissenschaftlichem Niveau weitere Kenntnisse anzueignen – ob im eigenen oder in einem fremden Sachgebiet.
Analysekompetenz und QuellenkritikDas in Seminaren und Übungen erworbene und angewandte quellenkritische Instrumentarium der Geschichtswissenschaft befähigt Sie, Aussagen gemäß ihrer Entstehungssituation, der Interessen der Verfasser und jener der Adressaten einzuordnen. Sie können somit ihre analytischen Methodenkenntnisse einsetzen, um Sachverhalte differenziert beurteilen, aus- und bewerten zu können.
Zusammen mit der Recherchekompetenz entsteht so bspw. die wichtige Fähigkeit, im beruflichen Kontext vorhandene Informationen auszuwerten, darauf begründet Entscheidungen zu fällen und Konsequenzen abzuleiten – für das Team, für ihre Vorgesetzten, oder für sich selbst.
Geschichtskulturelle KompetenzIm Modul 7 (Einführung in die Geschichtsdidaktik bzw. Geschichtskultur) erwerben Sie die Grundlagen, um außerwissenschaftlich und öffentlich Geschichte zu vermitteln.
Das Wissen und die Methoden im Bereich der Geschichtskultur erleichtern den Einstieg in typische Berufsfelder der außerschulischen Geschichtsvermittlung, bspw. in Museen, Kulturinstitutionen und Fachverlagen, aber auch in Agenturen und Anstalten, die sich dem „Histotainment“ in Ausstellungen, Fernsehen, Internet und anderen Medien widmen.Präsentationskompetenz
Referate, Hausarbeiten sowie die Bachelorarbeit schulen Sie darin, sich adressatengerecht mündlich und schriftlich auszudrücken, indem Sie Informationen aufarbeiten und verständlich darstellen.
Dies sind wichtige Qualifikationen in fast allen Tätigkeitsfeldern, in denen Sie andere gewinnen und überzeugen müssen. Besonders für kommunikative Berufsfelder ist diese Kompetenz zentral, z.B. im Journalismus, in der Öffentlichkeitsarbeit und Pressearbeit, aber bspw. auch für den musealen Bereich (z.B. für die Erstellung von Katalogtexten) und ebenso für den Lektoratsbereich.
Organisations- und ZeitmanagementSie lernen, Ihre eigene Arbeitszeit für die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen und Prüfungen zu organisieren und Ihre Hausarbeiten fristgerecht fertigzustellen. Für Gruppenreferate in Seminaren üben Sie sich darin, Teamabläufe effizient zu gestalten. Und schließlich beweisen Sie durch die Bachelorarbeit, dass Sie ein kleines wissenschaftliches Projekt selbständig managen können.
Eigenständiges Arbeiten wie auch eine effiziente Teamkoordination sind sehr geschätzte Eigenschaften in jenen Tätigkeitsfeldern, die von großer Autonomie geprägt sind, sowie besonders für Projektaufgaben und auch erste Führungsaufgaben (z.B. Betreuung von Praktikanten).(Erarbeitet mit fachlicher Unterstützung des Career Service der Universität Münster | Stand: 29. April 2016 )
