Das akademische Gericht in Münster

„Mehrere Beschwerden und Klagen, welche in dem verflossenen Semester gegen Studierende der hiesigen Akademie eingegangen sind, machen die schleunige Einrichtung eines akademischen Carcers im eigentlichen Sinne nothwendig“, schreibt der Rektor der Akademie Münster, Wilhelm Esser, Anfang April 1834 an den Kurator. Bei einem Karzer handelt es sich um einen Arrestraum eines Gymnasiums oder einer Universität. In Münster befand er sich im nordwestlichen Flügel des Gebäudes der Alten Akademie im ehemaligen Jesuitenkolleg. Die Räumlichkeiten wurden spätestens im Zweiten Weltkrieg zerstört, lediglich die im Universitätsarchiv bewahrten Akten sind Relikte der akademischen Gerichtsbarkeit in Münster haben überdauert.

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Weitere Informationen: 

... gibt es in der Ausgabe des Sommersemesters 2026 des Uni Kunst Kultur Magazins ab Seite 25.

Das Magazin finden Sie hier zum Download oder auf der Seite der Zentralen Kustodie und des Kulturbüros.

Außerdem in Form von zwei Blogbeiträgen auf dem Blog Alltagskultur: 

„Nach meiner Absicht bei Abgabe des Schußes, wollte ich keine Tödtung, sondern nur eine Verletzung am linken Arm des Gegners herbeigeführt sehen.“ Duelle vor dem akademischen Gericht in Münster

Student Schlinck gegen Gaststättenbesitzer Abrahamssohn. Antisemitismus vor dem akademischen Gericht in Münster

Literatur:
Schulte, Kathrin: „Bestochene Nachtwächter, ‚Sittlichkeitsdelikte‘ und gelöschte Laternen. Das akademische Gericht in Münster seit dem 18. Jahrhundert“, in: Graugold. Magazin für Alltagskultur, Bd. 5, Münster 2025, S. 140 – 155.

 

Für die Planung und Evaluation der Veranstaltung kooperieren wir mit Dr. Pamela Nölleke-Przybylski (Institut für Kommunikationswissenschaft).