14. Mai 2026,16:30 Uhr Podiumsgespräch mit Mouhanad Khorchide auf dem Katholikentag in Würzburg
Bei der Veranstaltung „Das Dokument von Abu Dhabi. Ein Meilenstein und seine politisch-religiösen Folgen“ im Rahmen des diesjährigen Katholikentages spricht Prof. Dr. Mouhanad Khorchide mit Vertreterinnen und Vertretern des Christentums und des Judentums über die Erklärung von 2019, die als wichtiger Impuls im Verhältnis der Kirche mit dem Islam gilt.
Teilnehmende:
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Direktor des Zentrums für Islamische Theologie, Münster
Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick, Religionswissenschaftlerin, ZdK-Mitglied, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Frederek Musall, Judaist, Würzburg
Nathanael Willi, Abraham Accords Institute, Berlin Gesprächsleitung:
Dr. Nora Kalbarczyk, Generalsekretärin des Kath. Akademischen Austauschdienstes, ZdK-Mitglied, Bonn
Im Rahmen der Reihe Monday Lectures der Universität Erfurt spricht Prof. Dr. Mouhanad Khorchide am 18. Mai 2026 zum Thema „Ohne Judentum kein Islam“.
Der Vortrag widmet sich den engen historischen, theologischen und spirituellen Verflechtungen zwischen Judentum und Islam und beleuchtet die Bedeutung jüdischer Traditionen für die Entstehung und Entwicklung islamischen Denkens.
Ort:
Universität Erfurt
Forschungsbau „Weltbeziehungen“
Max-Weber-Allee 3
99089 Erfurt
Veranstalter:
Universität Erfurt in Kooperation mit dem Katholischen Forum im Land Thüringen
„Ein Muslim auf dem Jakobsweg “ – Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide
20. Mai 2026, 19 Uhr | Ort: Kirche St. Agnes, Brüderstraße 45, 59065 Hamm
Am 20. Mai 2026 ist Mouhanad Khorchide auf Einladung der Kath. Erwachsenen- und Familienbildung Südwestwalen zu Gast in Hamm. In seinem Vortrag „Ein Muslim auf dem Jakobsweg“ berichtet er von persönlichen Erfahrungen und spirituellen Einsichten auf einer der bekanntesten Pilgerrouten Europas.
Dabei eröffnet er neue Perspektiven auf interreligiösen Dialog, gelebte Spiritualität und die verbindenden Elemente zwischen den Religionen. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Unter dem Titel „I could have been a terrorist and antisemite“ hat am 27. April 2026 ein Vortrag mit anschließendem Gespräch mit dem Journalisten Luai Ahmed stattgefunden.
Fortbildung | 15. April 2026, 09:00 Uhr bis 16. April 2026, 13:00 Uhr | Hotel Collegium Leoninum, Noeggerathstraße 34, 53111 Bonn
Auch in diesem Jahr richtete die Forschungsstelle „Verfassungsrechtsbildung – Religion im säkularen Rechtsstaat“ der Universität Münster in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen eine zweitägige Fortbildung für Menschen im Polizeidienst aus.
Die Stärkung eines verfassungsethischen Gemeinsinns durch eine verstärkte Verfassungsrechtsbildung stand erneut im Fokus.
Professor Dr. Ahmad Milad Karimi legt mit „Der kleine Derwisch und die sieben Fragen des Lebens“ einen poetischen Essay vor, der grundlegende Fragen des Menschseins in einer zugleich zugänglichen und geistig dichten Sprache entfaltet. Das im Kösel-Verlag erscheinende Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die nach Orientierung, Sinn und einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Leben suchen.
Großes Interesse und hochrangige Beteiligung bei der Fachtagung zum islamischen Religionsunterricht in NRW: Schulministerin Dorothee Feller würdigte in ihrem Grußwort die Arbeit des Zentrums für Islamische Theologie und hob die Bedeutung der Ergebnisse der aktuellen Evaluationsstudie für die bildungspolitische Weiterentwicklung in Nordrhein-Westfalen hervor. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik, schulischer Praxis und Zivilgesellschaft nutzten die Tagung für einen intensiven Austausch über Gegenwart und Zukunft religiöser Bildung.
Spiritualität als Frage des Lebens. Neues Buch von Professor Dr. Ahmad Milad Karimi erschienen
Mit „Wenn dein Leben eine Frage wäre, wie würde sie lauten?“ ist ein neues Buch von Professor Dr. Ahmad Milad Karimi erschienen. Der Band, veröffentlicht im Vier-Türme-Verlag, widmet sich grundlegenden Fragen nach Sinn, geistlicher Orientierung und einer Sprache der Spiritualität, die über enge konfessionelle Grenzen hinaus verständlich bleibt. Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die nach einer existenziellen Vertiefung ihrer Lebensfragen suchen, und zeigt erneut, wie gegenwartsnah und anschlussfähig theologische Reflexion sein kann.
Auf Einladung des Zentrums für Islamische Theologie in Kooperation mit der zentralen Beratungsstelle zu Antisemitismus an Hochschulen in NRW (ZeBA NRW) und dem Beauftragten gegen Antisemitismus der Universität Münster hält Luai Ahmed einen Vortrag zum Thema
„I could have been a terrorist and antisemite“
Montag, 27.04.2026 | 18 Uhr im JO 1 (Johannisstr. 4)
Am Freitag, 24. April 2026, um 18:00 Uhr, findet in der „Krawatte“ in Wuppertal ein Vortrag mit Prof. Mouhanad Khorchide statt. Unter dem Titel „Begegnung der Religionen“ widmet er sich einem hochaktuellen Thema: dem Dialog zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen und der Entwicklung von gegenseitigem Verständnis und Toleranz.
2026 | Karl-Alber-Verlag | ca. 250 Seiten | ISBN 978-3-495-99822-9
Mit „Hingabe. Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie“ liegt ein zentrales Werk von Professor Dr. Ahmad Milad Karimi nun in dritter, aktualisierter und erweiterter Auflage vor. Das Buch ist im Karl-Alber-Verlag erschienen und entfaltet grundlegende Fragen des Kalām im Horizont gegenwärtiger theologischer Reflexion. Dass dieses Werk in neuer Auflage vorliegt, unterstreicht die anhaltende Relevanz systematisch-islamischer Theologie und zeigt zugleich, dass die in Münster geleistete theologische Arbeit weit über den unmittelbaren universitären Kontext hinaus wahrgenommen wird.
16. April 2026, 20 Uhr | Ort: Werkstattbühne (in der Oper), Rheingasse 1, 53111 Bonn
Im Rahmen der Reihe „Versöhnung – eine Utopie? Kunst und Wissenschaft im Gespräch“, veranstaltet vom Theater Bonn in Kooperation mit dem Bonner Zentrum
für Versöhnungsforschung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, diskutiert Prof. Dr. Mouhanad Khorchide mit Prof. Dr. Hans-Georg Soeffner und Sarah Tzscheppan über sein Buch „Ohne Judentum kein Islam“. In seinem Buch geht er zum einen der Frage nach, warum Antisemitismus unter Teilen der Muslime einen ausgeprägten Anklang findet und auf welchen Quellen er beruht. Zum anderen zeigt er Wege auf, wie dieser Antisemitismus überwunden werden kann, wenn man das Judentum als Ursprung des Islams anerkennt. Im Rahmen von VERSÖHNUNG – EINE UTOPIE? werden die Aspekte der Versöhnung in diesem interreligiösen Verhältnis diskutiert.
Am 23. April 2026 ist Mouhanad Khorchide auf Einladung der Volkshochschule Warendorf zu Gast in Telgte. In seinem Vortrag „Ein Muslim auf dem Jakobsweg“ berichtet er von persönlichen Erfahrungen und spirituellen Einsichten auf einer der bekanntesten Pilgerrouten Europas.
Dabei eröffnet er neue Perspektiven auf interreligiösen Dialog, gelebte Spiritualität und die verbindenden Elemente zwischen den Religionen. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Am 25. April 2026 wird Professor Dr. Ahmad Milad Karimi im College of Interreligious Studies St. Bonifaz in München ein Halbtagsseminar unter dem Titel „Auf den Spuren der islamischen Gelehrsamkeit“ leiten. Im Mittelpunkt steht der Philosoph und Mystiker Šihāb ad-Dīn Yaḥyā as-Suhrawardī, dessen Denken zu den markanten Stimmen der islamischen Geistesgeschichte zählt. Das Seminar eröffnet die Möglichkeit, zentrale Texte und Motive der islamischen Tradition in einem interreligiösen Bildungszusammenhang zu erschließen.
Das gemeinsam mit Pater Anselm Grün verfasste Buch von Professor Dr. Ahmad Milad Karimi ist im Dar El Machreq Verlag in arabischer Übersetzung erschienen. Die Veröffentlichung greift zentrale Fragen des christlich-muslimischen Gesprächs auf und führt sie in einer Sprache weiter, die auf Verständigung, geistige Tiefe und wechselseitigen Respekt zielt. Die arabische Ausgabe macht diesen Dialog nun auch für einen weiteren Leserkreis zugänglich. Zugleich zeigt sie in erfreulicher Weise, dass die Arbeit der Islamischen Theologie in Münster auch über den deutschsprachigen Raum hinaus Ausstrahlung entfaltet.
Heilsversprechen KI? Künstliche Intelligenz in islamischer Perspektive
Am 24. März 2026 hielt Professor Dr. Ahmad Milad Karimi im Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg einen Vortrag zum Thema „Heilsversprechen KI? Künstliche Intelligenz in islamischer Perspektive“. Im Zentrum standen aktuelle Fragen nach dem Verständnis des Menschen im Horizont neuer technologischer Entwicklungen sowie Einblicke in die Arbeit der Forschungsstelle für Theologie der Künstlichen Intelligenz an der Universität Münster.
Die letzte Fiktion: Eröffnungsvortrag von Professor Dr. Ahmad Milad Karimi
Professor Dr. Ahmad Milad Karimi hielt am 25. März 2026 in der Kaserne Basel den Eröffnungsvortrag der Basler Dokumentartage unter dem Titel „Die letzte Fiktion“. Der Vortrag nahm grundlegende Fragen nach Wirklichkeit, Glauben und Deutung auf und stellte sie in einen weiteren kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhang. Die internationale Veranstaltung fand im Rahmen von „It’s The Real Thing. Basler Dokumentartage 5“ statt.
Am Donnerstag, dem 19. März 2026, war Prof. Dr. Mouhanad Khorchide zu Gast bei der CONSTANTIN SCHREIBER LATE NIGHT zum Thema „Der Islam in Deutschland“ in der Urania in Berlin. Der bekannte Journalist Constantin Schreiber diskutierte mit Sineb El Masrar, Mouhanad Khorchide, Scharjil Khalid (Ahmadiyya Muslim Jamaat), Lars Castellucci (SPD) sowie Stimmen von der al-Azhar-Universität über das Spannungsfeld von Islam, Islamismus und Integration in Deutschland. Im Zentrum stand die Frage: Wird Islam in Politik und Medien verzerrt dargestellt – oder werden Probleme zu lange relativiert?
"Die Polizei als Visitenkarte des demokratischen Rechtsstaates"
Am 30. März 2026 hielt Prof. Dr. Çefli Ademi im Polizeipräsidium Wuppertal einen Vortrag zum Thema „Die Polizei als Visitenkarte des demokratischen Rechtsstaates“. Die Veranstaltung fand im Rahmen der politischen Bildungsarbeit der Polizei Wuppertal als interne Fortbildungsveranstaltung statt.
Rund 150 Polizistinnen und Polizisten nahmen an der Veranstaltung teil und setzten sich mit der Rolle der Polizei im Gefüge des demokratischen Rechtsstaates auseinander. Im Mittelpunkt des Vortrags standen verfassungsrechtliche und rechtsethische Fragestellungen im Kontext polizeilichen Handelns.
Behandelt wurden insbesondere folgende Aspekte:
• Verfassungsrechtsbildung zur Stärkung eines ethischen Gemeinsinns
• Demokratische Resilienz durch rechtsstaatliche Praxis: Warum die Polizei eine Schlüsselrolle für die Stabilität der freiheitlichen Ordnung spielt
• Sensibilisierung für die ethische Dimension des Verfassungsauftrags und Stärkung des professionellen Selbstverständnisses als Trägerin der freiheitlich-demokratischen Grundordnung
Die Veranstaltung bildete einen weiteren Baustein in der Zusammenarbeit zwischen Forschung, Verfassungsrechtsbildung und polizeilicher Praxis. Weitere Veranstaltungen sind geplant.
Am 10. März 2026 fand im Alexander-von-Humboldt-Haus ein gemeinsames Fastenbrechen für Studentinnen und Mitarbeiterinnen des Zentrums für Islamische Theologie (ZIT) der Universität Münster statt.
Mit der Reihe „Karimi trifft …“ ist am 10. März 2026 im Haus am Dom eine neue Gesprächsreihe gestartet. Zur Premiere sprach Ahmad Milad Karimi mit dem Philosophen und Bewusstseinsforscher Thomas Metzinger über reines Gewahrsein, Meditation, das Selbstmodell des Menschen und die Frage, wie eine Bewusstseinskultur heute gedacht werden kann. Das Gespräch eröffnet einen konzentrierten Zugang zu einem der drängendsten Themen der Gegenwart: dem Verhältnis von innerer Erfahrung, philosophischer Reflexion und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Aufzeichnung des Gesprächs ist auf YouTube abrufbar.
Dienstag, 24. März 2026, 19 Uhr, mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (in Präsenz und online)
Auf Einladung der Katholischen Akademie und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Freiburg e. V. spricht Prof. Dr. Mouhanad Khorchide über die grundlegende Bedeutung des Judentums für das islamische Selbstverständnis. Ausgehend von seinem aktuellen Buch beleuchtet er die theologischen und historischen Verflechtungen beider Religionen und plädiert für eine Neubesinnung, die den interreligiösen Dialog als wesentlichen Bestandteil islamischer Denktraditionen begreift.
Ort: Collegium Borromaeum
Schoferstraße 1, Freiburg
Montag, 23. März 2026, 19:30 Uhr, mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide
Eine Veranstaltung von Hegau-Bodensee-Seminar, Deutsch-Israelische Gesellschaft Bodensee-Region, Gesellschaft für Christlich – Jüdische Zusammenarbeit Konstanz e.V., Jüdische Gemeinde Konstanz e.V. und der vhs Landkreis Konstanz e.V.
Spätestens mit dem 7. Oktober wurde deutlich, wie verbreitet der Antisemitismus unter Muslimen weltweit, aber auch in Deutschland ist. Der muslimische Theologe Mouhanad Khorchide geht in seinem neuen Buch u.a. den Fragen nach, warum der Antisemitismus unter Muslimen so viel Anklang findet, welche koranischen und theologischen Quellen als Grundlage des muslimischen Antisemitismus dienen, welche Allianzen ein radikalisierter islamischer Antisemitismus eingeht. Doch Khorchide bleibt nicht bei dieser Bestandsaufnahme stehen. Er versteht das Judentum als Grundlage des Islams und legt dar, wie das Judentum von Beginn an dem Propheten Mohammed als Grundlage und Legitimation für seine Verkündigung diente.
Moderation: Dr. Norina Procopan
Ort:
Alexander v. Humboldt Gymnasium
Schottenpl. 2, 78462 Konstanz
Workshop und öffentliche Podiumsdiskussion zu christlich-muslimischer Verantwortung und zum Libanon
26. Februar 2026 | Podiumsdiskussion | Katholisch-Theologischen Fakultät
Wie können Christen und Muslime gemeinsam Verantwortung für die Welt übernehmen? Unter dieser Leitfrage hat am 26. Februar 2026 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster ein wissenschaftlicher Workshop stattgefunden. Am Abend folgte eine öffentliche Podiumsdiskussion auf Englisch mit dem Titel „Between Faith and Politics: Christian–Muslim Relations in Lebanon“.
Vor zwei Wochen wurde die Kooperation zwischen dem SC Preußen Münster und dem Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) offiziell besiegelt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Austausch zwischen Sport und Religion zu fördern und dadurch neue Brücken zwischen den unterschiedlichen Kulturen zu schlagen, die im Vereinsalltag des Adlerclubs zusammenkommen. Ole Kittner, Geschäftsführer für Sport, Strategie und Kommunikation, hebt hervorr, dass diese Partnerschaft aktiv mit Leben gefüllt werden soll. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits erfolgreich umgesetzt: Beim gemeinsamen Iftar – dem abendlichen Fastenbrechen im Ramadan nach Sonnenuntergang – kamen rund 120 Funktionäre, Spieler, Trainer, Eltern aus dem Leistungszentrum sowie ihre Familien zusammen.
Wer im Dezember durch Sarajevo spaziert, erlebt eine Stadt, in der religiöse Vielfalt sichtbar zum Alltag gehört. Vor der katholischen Kathedrale steht ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum und nur wenige Schritte entfernt laden die Stände eines Weihnachtsmarktes zum Verweilen ein. Lichter, Musik und der Duft von Gewürzen prägen die Atmosphäre der Adventszeit. Gleichzeitig ist Sarajevo eine Stadt, in der sich unterschiedliche religiöse Traditionen begegnen: Neben dem Klang der Kirchenglocken gehört auch der Ruf des Muezzins zur akustischen Kulisse des öffentlichen Lebens. Auffällig ist zudem, dass religiöse Orte – etwa die Synagoge – ohne besondere Sicherheitsvorkehrungen auskommen. Absperrungen oder stark sichtbare Polizeipräsenz fehlen. Jüdisches Leben erscheint hier nicht als Ausnahme, die besonderer Sicherung bedarf, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des städtischen Miteinanders. Ludger Hiepel, Amina Kišić und Mouhanad Khorchide waren gemeinsam in Sarajevo unterwegs und haben die Stadt unter einer interreligiösen Perspektive erkundet. Hier berichten sie von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen.
Rathausfestsaal, Prinzipalmarkt (Eingang Stadtweinhaus), 48143 Münster
Auf Einladung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster (CJZ) spricht Mouhanad Khorchide bei der Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“, die in diesem Jahr unter dem Thema „Schulter an Schulter miteinander“ steht.
Im Gespräch mit Prof. Dr. Johannes Schnocks stellt Mouhanad Khorchide sein Buch „Ohne Judentum kein Islam“ vor und beleuchtet die theologischen Verbindungen zwischen Judentum und Islam sowie deren Bedeutung für das heutige Zusammenleben.
Das ausführliche Programm des Abends finden Sie hier.
Bibel und Koran, Christentum und Islam – da geht mehr gegeneinander als miteinander. Größer könnten die Gegensätze nicht sein, lautet die landläufige Meinung. Diese ist kritisch zu überprüfen, sowohl aus gesellschaftspolitischer wie aus bildungs-politischer Sicht, denn Tatsache ist: Es leben Millionen Muslime in Deutschland. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede ergeben sich in den Fragen des (Zusammen-)Lebens vor dem Hintergrund der jeweiligen Religionszugehörigkeit? Und wie sieht es mit der religiösen Bildung aus? Ab dem Schuljahr 2025/26 soll es sukzessive flächendeckend islamischen Religionsunterricht in rheinland-pfälzischen Schulen geben; in anderen Bundesländern ist dies bereits der Fall.
Unter dem Titel „Between Faith and Politics: Lebanon and Germany as Contexts of Christian–Muslim Relations“ nimmt die Veranstaltung den Libanon und Deutschland vergleichend in den Blick. Der Libanon wird dabei häufig als „religiöse Konfliktzone“ wahrgenommen – eine Perspektive, die diese Diskussion bewusst hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen interreligiöse Hermeneutik, gelebte soziale Wirklichkeiten sowie die Frage, wie religiöse Traditionen gesellschaftliche Institutionen prägen, ethische Ressourcen für Vertrauen bereitstellen, aber auch politisch instrumentalisiert werden können. Diskutiert wird, inwiefern verantwortungsvolle religiöse Deutungen und eine öffentliche theologische Sprache zur Würde des Menschen, zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zu geteilter Verantwortung in pluralen Gesellschaften beitragen können.
Diese Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Zentrum für Islamische Theologie, der Katholisch-Theologischen Fakultät, dem Centrum für religionsbezogene Studien sowie dem Lehrstuhl für Orthodoxe Theologie der Universität Münster.
Die Tagung bietet Raum, aktuelle empirische Studien, methodische Zugänge sowie theoretisch anschlussfähige Beiträge zur Erforschung muslimischer Lebenswelten vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren.
Abstracts im Umfang von maximal 300 Wörtern können bis zum 31.05.2026 eingereicht werden (emre.ucar@uni-muenster.de).
Eine Teilnahme ohne eigenen Beitrag ist ebenfalls möglich; in diesem Fall bitten wir um Anmeldung bis zum 01.10.2026 unter derselben Adresse.
In ihrer Antrittsvorlesung „Wenn Kinder von ihrer Religion erzählen“ zeigte Prof.in Dr. Fahimah Ulfat, wie Kinder Religion eigenständig deuten und welche methodischen Konsequenzen sich daraus für die Religionspädagogik und Theologie ergeben. Sie betonte, dass direkte Fragen Kinder oft in einen erklärenden Modus versetzen, während narrative Zugänge tiefere Einblicke in ihre religiösen Orientierungen bieten. Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Spektrum kindlicher Religiosität, das Nähe, Distanz, Kritik und funktionale Nutzung umfasst. Prof.in Ulfat plädierte dafür, Kinder als ernstzunehmende Akteur:innen in der religiösen Sinnbildung anzuerkennen.
Am 8. Februar 2026 lädt das Jüdische Lehrhaus Göttingen zu einem Lernnachmittag mit Prof. Dr. Mouhanad Khorchide ein. Unter dem Titel „Judentum und Islam“ wird er die gemeinsamen Quellen beider Religionen vorstellen. Die Veranstaltung findet von 16:00 bis 18:00 Uhr in der Citykirche St. Michael statt.
Warum Christentum und Islam jüdisches Leben brauchen
Das Gedenken an den Holocaust macht deutlich, dass religiöse Verantwortung mehr sein muss als symbolische Erinnerung. Christentum und Islam sind historisch und theologisch eng mit dem Judentum verbunden und ohne dieses nicht denkbar. Antijüdische Einstellungen entstehen dabei weniger aus religiösen Lehren selbst als aus überlieferten Deutungsmustern, die bis heute fortwirken und kritisch reflektiert werden müssen.
Notwendig ist ein selbstkritischer interreligiöser Dialog „Schulter an Schulter“, der über bloßen Austausch hinausgeht und gemeinsames Lernen ermöglicht. Das Judentum wird dabei nicht nur erinnert, sondern als lebendiger und unverzichtbarer theologischer Bezugspunkt ernst genommen.
Am 15. Januar 2026 eröffnete Prof. Dr. Mouhanad Khorchide in Düsseldorf die Vortragsreihe „Zeichen setzen gegen Antisemitismus“. Im Mittelpunkt stand die Einordnung von Antisemitismus als gesamtgesellschaftliches Problem sowie eine islamisch-theologische Perspektive, die das Judentum als unverzichtbare Grundlage des Islams würdigt. Diese Sichtweise widerspricht antisemitischen Deutungen und betont gemeinsame religiöse Verantwortung.
Eine anschließende Podiumsdiskussion aus jüdischen, muslimischen, wissenschaftlichen und politischen Perspektiven vertiefte die Frage, wie antisemitischen Narrativen solidarisch begegnet werden kann.
Mit „Die Schönheit des Judentums. Eine muslimische Liebeserklärung“ legt Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi eine persönliche und zugleich theologisch reflektierte Annäherung an das Judentum vor. Ausgehend von den spirituellen Überlieferungen beider Religionen erinnert er an die Nähe von Judentum und Islam, die sich auf Abraham, Sara und Hagar sowie auf gemeinsame Propheten und Erzählungen beziehen. Das Buch versteht diese Verbindung als Brücke, die – recht verstanden – in den Konflikten unserer Zeit Teil der Lösung sein kann. Im Blick auf jüdische Spiritualität entfaltet Karimi die Perspektive, dass Friede möglich bleibt: „dass das, was uns verbindet, größer ist als das, was uns trennt“.
24. Januar 2026 | 10:00 - 16:00 Uhr | Geschäftsstelle des Philologenverbandes NRW
Auf Einladung des Referats Frauen, Familie und Gleichstellung des Philologenverbandes NRW.
Gleichstellungsarbeit wird an Schulen häufig reaktiv verstanden, statt als Teil einer proaktiven Schul- und Beziehungskultur. In einer vielfältigen Gesellschaft, in der Schüler:innen mit unterschiedlichen familiären, religiösen und kulturellen Prägungen aufwachsen, ist eine kultursensible Perspektive jedoch zentral.
Besonders traditionelle Rollenbilder – etwa zu Geschlechtertrennung, Scham oder Ehre – können das schulische Miteinander beeinflussen. Ein reflektierter Umgang damit eröffnet die Möglichkeit, Gleichberechtigung und religiöse Identität miteinander zu verbinden, ohne in stereotype Zuschreibungen zu verfallen.
Schulministerin Dorothee Feller und Professor Mouhanad Khorchide von der Universität Münster stellen im Landtag Abschlussbericht zum Islamischen Religionsunterricht vor
Der Abschlussbericht zum Islamischen Religionsunterricht (IRU), erstellt vom Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster im Auftrag des Schulministeriums NRW, bestätigt dessen positive Wirkung: Lehrkräfte und Schüler:innen erleben den IRU als wertschätzend, motivierend und orientierend.
Laut Schulministerin Dorothee Feller stärkt der IRU seit über zehn Jahren die gleichberechtigte Teilhabe muslimischer Schüler:innen und unterstützt sie besonders im kritischen Umgang mit polarisierenden Social-Media-Inhalten.
Prof. Mouhanad Khorchide betont, dass der IRU Religionsmündigkeit fördert und ein weltoffenes Islamverständnis vermittelt, das demokratische Werte stärkt und Identitätsbildung unterstützt. Den Abschlussbericht finden Sie hier.
Am 14. Januar diskutieren Mouhanad Khorchide, Franz-Josef Overbeck und Yitzchack Mendel Wagner zentrale Fragen interreligiöser Verständigung. Unter dem Titel „Konflikt, Austausch, Versöhnung – drei Religionen im Gespräch über Chancen für ein friedvolles Zusammenleben“ treten Vertreter von Islam, Christentum und Judentum in einen offenen Dialog über Verantwortung, Versöhnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland.
Die Moderation übernimmt Jochen Sautermeister, eröffnet wird die Veranstaltung von Volker Kronenberg. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Publikumsdiskussion.
Unter dem Titel Kritisches Journal der Islamischen Theologie (KJIT) wird ab Oktober 2026 die erste deutschsprachige Rezensionszeitschrift der Islamischen Theologie, herausgegeben von Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi, halbjährlich im Verlag Karl Alber erscheinen.
15. Januar 2026 | Beatrice-Strauss-Zentrum | Düsseldorf
Antisemitismus ist keine Randerscheinung, sondern eine ernste Gefahr für unsere offene Gesellschaft. In der Veranstaltungsreihe „Zeichen setzen gegen Antisemitismus“ beleuchtet Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Universität Münster) in einem Impulsvortrag, wie antisemitische Vorstellungen unter Muslim:innen entstehen und wie sie historisch und aktuell im gesamtgesellschaftlichen Kontext zu verorten sind – ohne sie als „importiertes Problem“ zu verallgemeinern.
Beteiligt sind Akteur:innen aus jüdischen und muslimischen Kontexten sowie aus Wissenschaft und öffentlichem Leben. Ziel ist ein respektvolles Miteinander, das Antisemitismus entschlossen entgegentritt.