Archiv der Kategorie: UKM

Studierfähigkeitstest an der Medizinischen Fakultät

Donnerstag und Freitag diese Woche findet wieder das Auswahlverfahren für die Studierenden des Sommersemesters 2019 statt. Die Schlußbewertung des Studierfähigkeitstests (s.u.) wird in der Zweigbibliothek Medizin durchgeführt. Der Multimedia-Raum im 1.OG bietet durch seine 40 PCs ideale Möglichkeiten für diese computergestützte Evaluierung. Bitte haben Sie Verständnis für die Schließung des Raumes von 8:00 – 16:30 Uhr am 21. Februar 2019 und von 8:00 – 13:00 Uhr am 22. Februar 2019. Bitte beachten Sie, dass der kleine Gruppenarbeitsraum (im 1.OG) und insbesondere die Schließfächer im 1.OG in der angegebenen Zeit nicht benutzt werden können.


Gemäß den Erkenntnissen aus nationalen wie internationalen Studien wird in Münster ein eigener, dreigliedriger Studierfähigkeitstest angewendet, der insbesondere auch non-kognitive Merkmale in einem reliablen Setting in die Bewertung einbezieht. Dieser wurde gemäß der vom Fachbereichsrat hierzu verabschiedeten Satzung zum Wintersemester 2012/13 eingeführt und besteht aus folgenden drei Komponenten:

Nähere Informationen über die konkrete Umsetzung, sowie Tipps und Hinweise sind hier zu finden.

Grafik: pixabay

 

Fachhochschule für Finanzen (FHF) NRW informiert sich über digitale Lehre

 

 

 

 

 

 

Die Poliklinik für Kieferorthopädie folgte am 17. Januar einer Einladung der Fachhochschule für Finanzen NRW und des Ministeriums NRW (Einkauf und IT) nach Nordkirchen. Am Beispiel des digitalen Lehr-Konzepts der Kieferorthopädie wurden Implementierungsstrategien für die Fachhochschule Nordkirchen diskutiert. Obwohl die Art der Daten einer Zahnklinik nicht mit denen einer Finanzverwaltung vergleichbar sind, stellten sich doch ähnliche Fragen in der Lehre: Ab wann lohnt sich ein MDM mit einheitlicher Verwaltung? Macht eine Trennung von privater und institutioneller Nutzung Sinn? Private Apple ID oder Managed Apple ID? Wie lassen sich Leistungsnachweise über iPads abbilden? Weiterverkauf der iPads an Studierende am Ende des Studiums? Derzeit werden 3000 iPads an der Fachhochschule für Finanzen in der Lehre eingesetzt, weitere 1500 werden dieses Jahr folgen. Wir sind gespannt auf das Feedback der FHF.

Ein Kuchen sagt mehr als EVALuna

 

 

 

 

 

Zahnspangen sind in aller Munde. Durch eine vom BMG in Auftrag gegebene Studie ist dieser Satz in seiner Bedeutung so aktuell wie nie zuvor. Eine besondere Form der Zahnspange wurde nun vom Evans-Semester der Zahnmedizin konstruiert, denn trotz guter Evaluationen gab es für Frau Univ.-Prof. Dr. Ariane Hohoff als Dankeschön für drei Semester exzellente Lehre, einen Blumenstrauss und einen Kuchen in Form einer kieferorthopädischen Apparatur. Die “Aktive Platte” aus Schokoladenmasse war nicht nur technisch in allen Einzelheiten perfekt konstruiert, sondern schmeckte auch vorzüglich! Die Studierenden haben damit eine Art der Zahnspange ins Leben gerufen, die wohl auch dem Bundesrechnungshof schmecken dürfte.

Ehemaliger Leiter der Bibliothekskommission, Prof. Toellner, verstorben


Prof. Richard Toellner signiert sein Buch „Medizingeschichte als Aufklärungswissenschaft“ (LIT-Verlag 2016), in der Zweigbibliothek Medizin im Monografiebreich unter der Signatur WZ 40 16/1 zu finden.

Unter dem Titel „Profunder Kenner der Geschichte, Ethik und Theorie der Medizin: Prof. Richard Toellner verstorben“ veröffentlichte die Westfälische Wilhelms-Universität Münster einen Nachruf auf den emeritierten Universitätsprofessor für Geschichte der Medizin, der am 2. Januar 2019 verstorben ist.

Mit Wirkung vom 14. April 1974 wurde Richard Toellner zum ordentlichen Professor für das Fach Geschichte und Theorie der Medizin und zum Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin an der Universität Münster ernannt, das er bis zu seiner Emeritierung 1995 leitete. Vom 1. Oktober 1977 bis zum 30. September 1978 war er Dekan des damaligen Fachbereiches 5 – Vorklinische und theoretische Medizin. Richard Toellner war Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften und seit 1987 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Seine breitgefächerten Forschungsschwerpunkte in der Medizingeschichte reichen von der Antike bis zur Medizin im Nationalsozialismus. Zudem arbeitete er intensiv zu Fragen der Medizintheorie und -ethik. Nicht zuletzt war er Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender der gemeinsamen Ethikkommission der WWU und der Ärztekammer Westfalen-Lippe, die eine Vorreiterrolle in Deutschland spielte.

Den MitarbeiterInnen der Zweigbibliothek Medizin ist Toellner in bester Erinnerung, da er als Vorsitzender der Bibliothekskommission in den Gründungsjahren der Zweigbibliothek maßgeblichen Anteil an der Verwirklichung einer zentralen Medizinbibliothek auf dem Campus hatte. Später sorgte die Kommission durch die Entscheidung, den Literaturetat der Klinik- und Institutsbibliotheken zur Hälfte in die ZB Med umzuleiten, für die wichtige finanzielle Starthilfe. In den Anfangsjahren war er (zusammen mit Prof. Nieschlag) entscheidend daran beteiligt, das Schiff „Zweigbibliothek“ durch die aufkommenden Stürme zu steuern. Seine Verbundenheit mit der Bibliothek drückte sich auch dadruch aus, dass er zum 10jährigen Jubiläum der Bibliothek einen bemerkenswerten Vortrag zum Thema Der Arzt, das Buch und das Bild hielt.

So schrieb er kurz vor Eröffnung der Bibliothek an die Direktorinnen und Direktoren der Kliniken und Institute der Medizinischen Fakultät einen Brief. In diesem wies er auf drei Bedingungen hin, damit eine Medizinischen Bibliothek ihre Leistungsfähigkeit optimal erfüllen könnte:

Am Ende dieses Jahres soll die Zweigbibliothek für die Medizinische Fakultät eröffnet werden. Damit wird nach 18jährigen Bemühungen ein für die Forschung und Lehre an unserer Fakultät gravierender Mangel behoben und Münster endlich gegenüber vergleichbaren Fakultäten nicht mehr im Hintertreffen sein. Die vom Fachbereichsrat des Fachbereichs 5 – Medizinische Fakultät – eingesetzte Kommission „Zweigbibliothek“ versucht in enger Zusammenarbeit mit der Leitung der Universitätsbibliothek die Bedingungen für eine leistungsfähige Medizinische Bibliothek zu schaffen, die den Erwartungen der Forscher, Dozenten und Studenten entspricht und von den Benutzern gleich voll angenommen wird. Dazu sind noch einige Anstrengungen von uns allen notwendig. Vor Vielen von Ihnen hatte ich schon einmal, am 16. Dezember 1992 im Humboldt-Haus, Gelegenheit davon zu sprechen. Drei Bedingungen sind es vornehmlich, von deren optimaler Erfüllung die Leistungsfähigkeit einer Medizinischen Bibliothek abhängt: 1. Eine schnelle, zuverlässige und gezielte Literaturrecherche. Dazu bedarf es qualifizierter, kompetenter Bibliothekare, eines guten bibliographischen Apperates und moderner EDV-Technik. 2. Eine möglichst vollständige Präsentation der Forschungsliteratur vor Ort. Das bedeutet in erster Linie einen hervorragenden Zeitschriftenbestand. Die neueste Handbuchliteratur und die aktuellen Monographien müssen ebenfalls greifbar sein. 3. Günstige, den Erfordernissen an einer Medizinischen Fakultät angepaßte Öffnungszeiten. Das Ideal wäre Offnung an sieben Tagen der Woche 24 Stunden, wie in Amerika an einigen Stellen realisiert.

Im Rückblick hat die Zweigbibliothek in diesem Sinne viele, wenn nicht alle Erwartungen der Fakultät erfüllen können. Lediglich bei den Öffnungszeiten musste die Bibliothek erst einmal klein anfangen. Statt 24/7 (wie u.a. die Profs. Dierichs und Schmitz gewünscht hatten) wurde Mo-Fr 8-22 Uhr, Sa 9-18 Uhr und So 10-18 Uhr geöffnet. Die steigende Attraktivität der Bibliothek führte dann über die Jahre zu steigenden Öffnungszeiten (oder war es andersrum? 😉 ) von aktuell 8-24 Uhr durchgehend.

Foto: © LIT Verlag

„Paper of the Month“ Dezember 2018 geht an 2 Publikationen aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat Dezember 2018 wurden gleichberechtigt 2 Publikationen  aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ausgezeichnet.

Zum einen PD Dr. Karl Peter Schlingmann für die Publikation: Germline de novo mutations in ATP1A1 cause renal hypomagnesemia, refractory seizures, and intellectual disability in der Zeitschrift American Journal of Human Genetics 103(5): 808-816 [Abstract]:

Berichtet wird von drei Patienten, die trotz adäquater Magnesiumsubstitution prolongierte Krampfanfälle zeigten und eine schwere geistige Behinderung entwickelten. Bei diesen Patienten konnten heterozygote de novo Mutationen in ATP1A1 identifiziert werden, das für die Alpha1-Untereinheit der Na-K-ATPase kodiert. Die Na-K-ATPase generiert das zelluläre Membranpotential als Grundlage essentieller Zellfunktionen wie neuronale Aktivität, Muskelkontraktion oder epithelialen Ionentransport. Alpha1 stellt die dominierende Isoform in der Niere dar und ist in allen Zellen des zentralen Nervensystems exprimiert. Funktionelle Studien konnten zeigen, dass die hier identifizierten Mutationen zu einer deutlich gestörten Funktion der Na-K-ATPase führen.

Beschrieben wird ein neues Krankheitsbild, das einen Magnesiummangel, zerebrale Krampfanfälle und eine geistige Behinderung umfasst, verursacht durch de novo ATP1A1-Mutationen. Diese Beobachtungen unterstreichen die essentielle Rolle der Na-K-ATPase für die renale Magnesiumkonservierung und die physiologische neuronale Aktivität im ZNS.

Zum anderen Dr. Niki Tomas Loges für die Publikation: Recessive DNAH9 Loss-of-Function Mutations Cause Laterality Defects and Subtle Respiratory Ciliary-Beating Defects ebenfalls in der Zeitschrift American Journal of Human Genetics 103(6): 995-1008 [Volltext].

In dieser Arbeit wurde ein neues Gen für Herzdefekte identifiziert. Hierbei wurden Mutationen in dem Gen DNAH9 in fünf Patienten gefunden. Alle fünf Patienten haben eine seitenverkehrte Anlage der inneren Organe. Zwei Patienten wiesen zusätzlich schwere Herzdefekte auf. Zudem konnte gezeigt werden, dass DNAH9 ein Motorprotein ist, welches im oberen Teil der Flimmerhärchen lokalisiert ist. Ein Fehlen von DNAH9 führt zu einem Verlust weiterer Motorproteine im oberen Teil der Flimmerhärchen. DNAH9 ist demnach essentiell für den korrekten Zusammenbau des oberen Teils der Flimmerhärchen.

Die Ergebnisse stellen einen wichtigen Beitrag für das Verständnis des Aufbaus des oberen Teils von Flimmerhärchen im Menschen und für die Ursachen von Herzdefekten und Herzfehlbildungen dar.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month–Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month–Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

Vertragsabschluss zwischen Projekt DEAL und Wiley

In einer Pressemitteilung der Hochschulrektorenkonferenz wird folgendes mitgeteilt:

  • Wiley und Projekt DEAL schließen zukunftsorientierte Partnerschaft für Deutschland zur Erprobung neuer Publikationsmodelle
  • Forscher sollen bessere Möglichkeiten haben, Forschungsergebnisse über die Zeitschriften von Wiley zu verbreiten
  • Teilnehmenden deutschen Institutionen wird weiterhin Zugang zu Wileys Portfolio an wissenschaftlichen Journals ermöglicht

Wiley gab „eine bundesweite Partnerschaftsvereinbarung mit dem Projekt DEAL bekannt, das fast 700 akademische Einrichtungen in Deutschland als Konsortium repräsentiert. Gegen eine jährliche Gebühr ermöglicht diese richtungsweisende geschlossene Dreijahresvereinbarung allen Projekt DEAL-Institutionen den Zugang zu den wissenschaftlichen Journals von Wiley zurück bis ins Jahr 1997. Forscher an Projekt DEAL-Institutionen können Artikel als „Open Access“ in Wiley Zeitschriften veröffentlichen. Die Partnerschaft wird Institutionen und Forschern helfen, Open Science zu fördern, Entdeckungen zu machen sowie Wissen zu entwickeln und zu verbreiten.

Um die allgemeine Förderung der wissenschaftlichen Forschung zu unterstützen, starten Wiley und Projekt DEAL im Rahmen der Partnerschaft gemeinsam drei wichtige neue Initiativen.

  • Erstens ein neues Flaggschiff unter den Open-Access-Journals: Eine interdisziplinäre Zeitschrift wird führende Wissenschaftserkenntnisse aus der globalen Forschungsgemeinschaft veröffentlichen und als einzigartiges Forum für die Entwicklung neuer Open-Access-Publikationsmodelle dienen.
  • Zweitens werden Wiley und Projekt DEAL eine Gruppe zu Open-Science and Author Service Development einrichten, die sich auf die Innovation und Beschleunigung neuer Publikationskonzepte konzentriert.
  • Drittens werden die Partner ein neues jährliches Symposium für deutsche Nachwuchswissenschaftler ins Leben rufen, das zukunftsweisende Ideen für die Forschungskommunikation erarbeiten soll.“

Ebenfalls in besagter Pressemitteilung findet sich eine kurze Beschreibung des Projekt Deal:

„Das Projekt DEAL wurde von der Allianz der deutschen Wissenschafts­organisationen ins Leben gerufen, die die überwiegende Mehrheit der wichtigsten Wissenschafts- und Forschungsorganisationen in Deutschland repräsentiert. Das Konsortium umfasst fast 700 überwiegend öffentlich finanzierte, akademische Einrichtungen in Deutschland, wie Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Staats- und Regionalbibliotheken. Im Rahmen des Projekts sollen nationale Lizenzvereinbarungen für das gesamte Portfolio an elektronischen Zeitschriften großer akademischer Verlage umgesetzt werden. Weitere Informationen unter www.projekt-deal.de

 

Logo © Projekt DEAL c/o Universitätsbibliothek Freiburg i. Br.

„Paper of the Month“ November 2018: Prof. Frank Rutsch aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat November 2018 wurde Prof. Frank Rutsch aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin für die Publikation: ENPP1-Fc prevents neointima formation in generalized arterial calcification of infancy through the generation of AMP in der Zeitschrift Experimental and Molecular Medicine 50(10).2018: 139 [Volltext]  ausgezeichnet.

Die generalisierte infantile Arterienkalzifikation (GACI) ist eine seltene angeborene Erkrankung, bei der es bereits bei Säuglingen zu ausgedehnten arteriellen Kalzifikationen und Gefäßstenosen kommt. Die Erkrankung wird durch Mutationen im ENPP1-Gen hervorgerufen. ENPP1 codiert für ein Enyzm, das ATP zu AMP und anorganischem Pyrophosphat, einem Kalzifikationshemmer, umwandelt. Bisher existiert keine effektive Therapie für die GACI-Erkrankung.

Es konnte zunächst gezeigt werden, dass arterielle Stenosen wesentlich zur hohen Mortalität der GACI-Erkrankung beitragen. In der Studie wurde der Effekt von rekombinantem Fc-gekoppeltem ENPP1-Protein auf die Proliferation von glatten Gefäßmuskelzellen und auf durch Carotis-Ligatur induzierte Gefäßstenosen im GACI-Mausmodell untersucht. ENPP1-defiziente Gefäßmuskelzellen wiesen eine im Vergleich zu Kontrollzellen zehnfach erhöhte Proliferationsrate auf. Diese erhöhte Proliferation konnte durch das rekombinante ENPP1-Enzym und auch durch Zugabe von Adenosinmonophosphat (AMP) oder Adenosin erfolgreich inhibiert werden. Die subcutane Applikation von rekombinantem ENPP1-Protein im Mausmodell führte zu einem erfolgreichen Rückgang der durch die Ligatur hervorgerufenen Gefäßstenosierung.

Die Forschungsergebnisse belegen eine neue Rolle des ENPP1-Enzyms als Generator von Adenosinmonophosphat in der Gefäßwand zur Hemmung der Proliferation von glatten Gefäßmuskelzellen. Rekombinantes ENPP1-Enzym hat ein hohes Potential für die erfolgreiche Behandlung der GACI-Erkrankung.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

Öffnungszeiten: Weihnachten und Jahreswechsel 2018/19

Bis einschließlich Donnerstag, 20.12.2018 und ab Mittwoch, 2.1.2019 gelten die normalen Öffnungszeiten. Von Freitag, 21.12.2018 bis Dienstag, 1.1.2019 gelten die folgenden eingeschränkten Öffnungszeiten:

21.12.:                  8-19 Uhr

22.-23-12.:          10-19 Uhr

24.-26.12.:          geschlossen

27.-28.12.:          8-19 Uhr

29.12.-1.1.:         geschlossen

Die abweichenden Öffnungszeiten von Zentralbibliothek, Handschriften-Lesesaal, Zeitungs- und Pressearchiv, Zweigbibliothek Sozialwissenschaft, Haus der Niederlande und Erziehungswissenschaften finden Sie hier.

Grafik: ZB Medizin

 

Startschuss für eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur

In einer Pressemitteilung teilt die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) mit, sich darauf geeinigt zu haben, eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) aufzubauen und gemeinsam zu fördern. Dieses Programm ist Teil eines für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wichtigen Förderpakets, auf das sich die GWK geeinigt hat. Hierzu gehören außerdem:

  • Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen
  • Förderung der angewandten Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen
  • Förderung von Forschungsbauten, Großgeräten und Nationalem  Hochleistungsrechnen an Hochschulen

Für Aufbau und Förderung der NFDI wollen Bund und Länder bis 2028 jährlich bis zu 90 Mio. Euro im Endausbau bereitstellen, hiervon bringt der Bund 90 Prozent auf, 10 Prozent der Kosten tragen die Länder. Das Programm startet am 1. Januar 2019.

Derzeit oft dezentral, projektförmig und temporär gelagerte Datenbestände von Wissenschaft und Forschung sollen im Rahmen der NFDI für das gesamte deutsche Wissenschaftssystem systematisch erschlossen werden. Die NFDI soll Standards im Datenmanagement setzen und als digitaler, regional verteilter und vernetzter Wissensspeicher Forschungsdaten nachhaltig sichern und nutzbar machen. Auf diese Weise wird eine unverzichtbare Voraussetzung dafür geschaffen, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und Innovationen in Forschung und Gesellschaft zu ermöglichen.

Die NFDI soll von Nutzern und von Anbietern von Forschungsdaten im Zusammenwirken mit Einrichtungen der wissenschaftlichen Infrastruktur – wie z.B. Fachinformationszentren – ausgestaltet werden. Sie werden zu diesem Zweck in Konsortien zusammenarbeiten, die im Rahmen des Programms eine finanzielle Förderung erhalten können. Der Förderbeginn der Konsortien ist für Sommer 2020 vorgesehen. Das wissenschaftsgeleitete Verfahren zur Begutachtung der Förderanträge von Konsortien führt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) durch; die Entscheidungen über die Förderung trifft die GWK auf der Grundlage der Begutachtungsergebnisse der DFG.

Die GWK-Vorsitzende, Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, sagte: „Mit der NFDI etablieren wir ein übergreifendes Forschungsdatenmanagement im deutschen Wissenschaftssystem. Wenn wir von Daten als dem Rohstoff der Zukunft sprechen, dann ist die NFDI quasi eine Raffinerie, in der Daten aufbereitet, für alle zugänglich und damit nutzbar werden. Dabei hat die NFDI einen entscheidenden Vorteil: Die Daten werden nicht verbraucht – sie sind auch weiterhin in ihrem Rohzustand vorhanden, können von anderen Wissenschaftlern nachgenutzt und für eigene, auch völlig andere Forschungsfragen herangezogen werden. Der Datenschatz in der NFDI wird durch seinen Gebrauch nicht verringert, er wächst dadurch vielmehr immer weiter.“

Die stellvertretende GWK-Vorsitzende, die Bremer Wissenschaftssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt betonte: „Mit der NFDI werden aus Forschungsdaten breit nutzbare Datenschätze. Hiervon profitieren nicht zuletzt unsere Hochschulen und außerhochschulischen Forschungsorganisationen, die wir einladen, sich an der Ausgestaltung der NFDI aktiv zu beteiligen. Dieser Wissensspeicher schafft zudem für Wissenschaft und Forschung in Deutschland einen Standortvorteil. Er macht es möglich, die weltweit besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen.“

Grafik © GWK

 

 

„Paper of the Month“ Oktober 2018: Dr. Maja Matis aus dem Institut für Zellbiologie

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat Oktober 2018 wurde Dr. Maja Matis aus dem Institut für Zellbiologie für die Publikation: Polarized Microtubule Dynamics Directs Cell Mechanics and Coordinates Forces during Epithelial Morphogenesis in der Zeitschrift Nature Cell Biology 20(10).2018: 1126-33 [Volltext]  ausgezeichnet.

Die genaue Ausformung eines Gewebes erfordert die Anwendung von mechanischen Kräften. Diese Kräfte werden innerhalb von Zellen durch das Zytoskelett erzeugt, und durch Adhäsionsmoleküle zwischen benachbarten Zellen übertragen. Obwohl bereits viele daran beteiligte Proteine und chemische Signalstoffe identifiziert worden sind, ist über die Rolle von Mikrotubuli während der Gewebeentwicklung bisher nur wenig bekannt.

Diese Studie beschreibt ein neues Prinzip zur Kopplung von Einzelzell- und Gewebemechanik. Gezeigt wurde, dass einzelne Zellen im Gewebe während der Entwicklung mechanisch autonom agieren. Hierfür richtet jede Zelle das nicht-zentrosomale Mikrotubuli-Zytoskelett entlang einer Achse aus. Diese Struktur ist dann in der Lage Druckkräfte entlang der Polarisationsachse aufzunehmen, wobei ein Verlust dieser Stützfunktion zur Zellverkürzung führt. Um diese auf Mikrotubuli basierenden Kräfte zellübergreifend zu koppeln, verwendet das Gewebe den Ft-PCP Signalweg. Gemeinsam decken diese Ergebnisse auf, wie globale Ft-PCP Signale via Mikrotubuli die Zell- und Gewebemechanik steuern.

Da der Ft-PCP-Signalweg bei vielen Entwicklungsprozessen eine zentrale Rolle spielt, liefern diese Ergebnisse neue Ansätze um solche Erkrankungen in Zukunft besser zu verstehen – zum Beispiel Defekte im Neuralrohrverschluss, sowie gewisse Nierenerkrankungen, und Formen der Taubheit oder Skelettanomalien.

Ausführlich wird diese Studie auf der Webseite desExzellenzclusters „Cells in Motion“ vorgestellt.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

[sic!] Jülich 2018: „Was tun, wenn der DEAL mit Elsevier scheitert?“

In dem am 9. Oktober stattgefundenen Workshop der Reihe „[sic!] Jülich“ der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich ging es um die Literaturversorgung ohne Elsevier-Zugang (s. hier).

Mehrere Impulsvorträge zur Situation von DEAL, der Situation einer zentralen Fachbibliothek, die zugleich SUBITO-Lieferbibliothek ist, zur aktiven Fernleihe einer außeruniversitären Forschungseinrichtung mit Elsevier-Zugang sowie zur passiven Fernleihe einer Universitätsbibliothek ohne Elsevier-Zugang, bildeten den Einstieg in den moderierten Fachaustausch.

Die einzelnen Vorträge im Folgenden:

  • Jochen Johannsen, Direktor der UB Siegen: Dokumentlieferung an der Uni Siegen [pdf]
  • Ursula Zängl, Gabriele Wollnik-Korn, ZB Medizin Köln: ZB MED-Informationszentrum Lebenswissenschaften – Literaturversorgung aus Sicht einer subito-Bibliothek [pdf]
  • Bernhard Mittermaier, Forschungszentrum Jülich: Das Projekt DEAL: Bundesweite Lizenzierung von Angeboten großer Wissenschaftsverlage [pdf]
  • Marina Kleikamp, Zentralbibliothek Jülich: Aktive Fernleihe – Zentralbibliothek Jülich [pdf]
  • Thomas Arndt, Zentralbibliothek Jülich: Workshopbericht [pdf]

Der Workshopbericht von Thomas Arndt fasst nicht nur die Impulsvorträge zusammen, sondern schildert den Umgang der Wissenschaft und Bibliotheken mit dem Wegfall von lizenzierten Artikeln und Zeitschriften. Überraschenderweise stellt Dr. Ursula Zängl fest: „Seit dem Wegfall des Elsevier-Zugangs im Juli sind bei der ZB MED weder Zunahmen von Fernleihen noch von Subito-Bestellungen zu verzeichnen.“ Für Dr. Jochen Johannsen besteht für den Fall, dass DEAL nicht erfolgreich ist, „keine Notwendigkeit einen eigenen Vertrag mit Elsevier abzuschließen.“

Vor dem Hintergrund des DEAL-Projektes wurden die Selbstorganisation der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch die möglichen Bezugswege von Artikeln thematisiert. Dr. Bernhard Mittermaier entwirft anhand der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich mehrere Szenarien „Was tun, wenn der DEAL mit Elsevier scheitert?“ [pdf].

Als Ergebnis wird skizziert:
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops [sic!] Jülich 2018: Literaturversorgung ohne Elsevier-Zugang unterstützen das Projekt DEAL. Sie stimmen mit seinen Argumenten und Zielen überein. Der Abschluss von DEAL-Verträgen bleibt nach wie vor die erste Priorität. Sollte mit einem der Verlage kein Vertrag abgeschlossen werden, wurden zwei alternative Modelle der Literaturversorgung diskutiert. Im „Modell Siegen“ wird die Literaturversorgung ausschließlich per Dokumentlieferung sichergestellt. Im „Modell Jülich“ wird die Dokumentlieferung um die Subskription der Zeitschriften mit dem besten Kosten/Download-Verhältnis ergänzt. Von keinem Teilnehmenden wurde die Fortsetzung der bisherigen Subskriptionsverträge als Alternative erachtet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschen sich jedoch eine Empfehlung der DEAL-Projektgruppe, falls keine Verträge mit den Verlagen abgeschlossen werden können.

Logo © Forschungszentrum Jülich

Serviceunterbrechnung 12.11.: Online-Fernleihe

Die Universität- und Landesbibliothek Münster meldet:

Aufgrund von Wartungsarbeiten am hbz-Verbundsystem (Hochschulbibliothekszentrum NRW) steht am Montag, den 12.11.2018, 17–18 Uhr die gesamte Online-Fernleihe nicht zur Verfügung.

Wir bitten um Ihr Verständnis.