Archiv der Kategorie: UKM

„Big Data“ in der Medizinischen Forschung

Das Deutsche Ärzteblatt meldete, dass das Karlsruher Institut für Technologie, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Universität Heidelberg wollen mit der neugegründeten Helmholtz Information & Data Science School for Health (HIDSS4Health) ärztliche Nachwuchswissenschaftler in einem Promotionsprogramm im Umgang mit großen Datenmengen ausbilden.

Die Verfügbarmachung und Auswertung riesiger medizinischer Datenmengen für die medizinische Forschung steht im Mittelpunkt der Ausbildung, um aus den Erkenntnissen Ansätze für neue Methoden der Diagnose und Therapie zu entwickeln. Ein Beispiel für künftige Anwendungen sind maschinelle Lernverfahren und andere datengetriebene Methoden für die Interpretation von Bildern aus der Computer­tomografie oder Kernspintomografie.

In der HIDSS4Health sollen Stellen für 35 bis 40 Promovierende entstehen, die gruppenübergreifend an drei Standorten in Heidelberg und Karlsruhe arbeiten. Über drei Millionen Euro investiert das KIT in das HIDSS4Health. DKFZ und Universität Heidelberg investieren zusammen noch einmal in etwa dieselbe Summe, knapp sechs Millionen Euro kommen von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungs­zentren.

Grafik © Helmholtz

 

 

„Paper of the Month“ September 2018: Prof. Rainer Dziewas aus der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat September 2018 wurde Prof. Rainer Dziewas aus der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie für die Publikation: Pharyngeal electrical stimulation for early decannulation in tracheotomised patients with neurogenic dysphagia after stroke (PHAST-TRAC): a prospective, single-blinded, randomised trial in der Zeitschrift Lancet Neurology 17(10).2018: 849-59 [PubMed] ausgezeichnet.

1-2% aller Schlaganfallpatienten und 25% aller auf ICUs behandelten Schlaganfallpatienten werden im Behandlungsverlauf tracheotomiert. Zur Zeit gibt es kaum Behandlungsoptionen, um diese Patienten von der Trachealkanüle zu entwöhnen. Die Pharyngeale Elektrische Stimulation (PES) regt die Reorganisation des Schlucknetzwerkes an, aktiviert kortikobulbäre Bahnen und führt zu einer verstärkten Ausschüttung spezifischer Neurotransmitter.

In der multizentrischen, randomisierten Studie an tracheotomierten Schlaganfallpatienten mit persistenter schwerer Dysphagie (PHAST-TRAC) konnten 17 (49%) von 35 Patienten der PES-Gruppe gegenüber 3 (9%) von 34 Patienten der Scheinbehandlungsgruppe nach der Intervention (10 Minuten PES an drei aufeinanderfolgenden Tagen) dekanüliert werden (OR 7,00 [95% CI 2,41–19,88]; p=0·0008). Eine Subgruppenanalyse zeigte, dass ein Ansprechen auf die PES mit einer kürzeren Latenz zum Therapiebeginn und einer kürzeren Beatmungsepisode assoziiert war. Darüber hinaus war der Krankenhausaufenthalt der Patienten, die auf die PES-Behandlung ansprachen, durchschnittlich 22 Tage kürzer als bei Patienten, die kein Therapieansprechen zeigten. Es traten keine schwerwiegenden PES-assoziierten Nebenwirkungen auf.

Im Kollektiv der schwerbetroffenen, tracheotomierten Schlaganfallpatienten unterstützt die PES die Rehabilitation der Dysphagie und ermöglicht so eine raschere Entwöhnung von der Trachealkanüle. Die in PHAST-TRAC gefundene Effektstärke dieser Therapie lässt erwarten, dass die PES auch außerhalb von Studien im klinischen Alltag Anwendung findet.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

ZB Med erweitert probeweise Öffnungszeiten am Wochenende

Nach den Öffnungszeiten befragt, sind die ZB Med-Nutzer zwar ganz zufrieden, am Wochenende aber erst um 10 Uhr anfangen zu können, empfand mancher Nutzer aber als unbefriedigend. Viele würden gerne früher anfangen zu lernen. Deshalb kommt die Zweigbibliothek Medizin zum Start des Wintersemesters dem vielfach geäußerten Wunsch ihrer Nutzerinnen und Nutzer nach und öffnet nun probeweise auch an Samstagen und Sonntagen bereits um 8:00 Uhr ihre Türen. Damit folgt die ZB Med dem Vorbild der Universitätsabibliothek, die ebenfalls mit einer frühen Wochenendeöffnung experimentiert, allerdings nur in Prüfungsphasen. Sollte die frühe Öffnungszeit von den Nutzern gut angenommen werden, stünde einer Verstetigung nichts im Wege.

Die neuen einheitlichen Öffnungszeiten sind: Montag – Sonntag: 8:00 – 24:00 Uhr.

Foto: Alex at Photocase

Bitte denken Sie daran: Am 3. Oktober ist die Bibliothek geschlossen

Der kommende Mittwoch, 3. Oktober, ist ein gesetzlicher Feiertag (Tag der Deutschen Einheit). Die Zweigbibliothek Medizin als auch die anderen Zweigbibliotheken und die ULB bleiben an diesem Tag geschlossen.

Am Donnerstag, den 4.10., sind wir ab 8:00 Uhr wieder für Sie da.

„Paper of the Month“ August 2018: Marie Liebmann aus der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat August 2018 wurde Marie Liebmann aus der Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie für die Publikation: Nur77 serves as a molecular brake of the metabolic switch during T cell activation to restrict autoimmunity in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) [Volltext] ausgezeichnet.

T-Zellen sind für Entzündungsprozesse im zentralen Nervensystem verantwortlich. Um den Energiebedarf für Zellteilung und Effektorfunktion zu decken, müssen aktivierte T-Zellen ihren Stoffwechsel neu programmieren. Dabei können Störungen des Metabolismus auftreten. Sie beeinträchtigen die Zellfunktion so, dass sie autoimmune Prozesse vorantreiben. Ein intrinsischer Faktor, der die metabolische Funktion in T-Zellen reguliert, war bisher unbekannt.

Gezeigt werden konnte, dass der nukleäre Rezeptor Nur77 die Aktivierung von T-Zellen sowohl im Mausmodell als auch beim Menschen hemmt. Zudem limitiert Nur77 zumindest im Mausmodell auch die Teilung der autoreaktiven Zellen. Dies geschieht, indem der Rezeptor während der Aktivierung der T-Zellen die mitochondriale Atmung und aerobe Glykolyse kontrolliert. Interessanterweise steuert Nur77 im Organismus zudem die Entzündung bei Autoimmunerkrankungen, wie in Tiermodellen für Multiple Sklerose, Arthritis und Kontaktdermatitis gezeigt werden konnte.

Damit konnte erstmals belegt werden, dass Nur77 den T-Zell-Metabolismus beeinflusst und so auf die T-Zell-vermittelte Autoimmunität wirkt. Würde Nur77 durch ein Medikament gezielt aktiviert, könnte dies die lokale Aktivierung von autoreaktiven T-Zellen begrenzen. Damit wäre der zentrale Mechanismus vieler Autoimmunkrankheiten gehemmt.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

Lange Nacht der Universitätsmedizin: Überwältigende Resonanz

Bei den Mitarbeitern und Besuchern ist die Lange Nacht auf eine überwältigende Resonanz gestossen, was auch in der Lokalpresse entsprechend gewürdigt wurde. Dankenswerterweise berichtete die WN bereits am Samstag über den Digitalen Klassenraum für Anatomie, den die Zweigbibliothek aufgeboten hatte:

Nicht weit davon entfernt stehen Tomas Brngal (26) und Milos Svrcek (25). Die beiden haben gemeinsam vor zwei Jahren die Firma „virtual medicine“ gegründet, die per virtueller Realität ein digitales Klassenzimmer für Anatomie verspricht. Wie gebannt schauen die Besucher bei der ersten Präsentation einer Multi-Anwender-Version auf eine Leinwand, auf der sich ein genaues Abbild des menschlichen Körpers per Handbewegung in seine Einzelteile zerlegen lässt.

Zuvor hatte unter dem Titel Echt wahr, oder? Virtual Reality in Anwendung und Praxis: Bibliotheksdirektor Dr. Oliver Obst den zahlreichen Besuchern die vielfältigen Möglichkeiten der Virtual Reality im medizinischen Bereich erläutert.

Insgesamt stürmten wohl über 10.000 Neugierige den Medizin-Campus, wie das UKM titelte, und nicht wenige verirrten sich auch in die Bibliothek, um die folgenden Veranstaltungen zu goutieren:

  • Weiße Kittel, weiße Türme. Mit diesem Titel berichteten Prof. Hofer und Dr. Freis vom Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin über die Entwicklung der modernen Universitätsmedizin in Münster. Einen Schwerpunkt bildete u.a. die interessante Baugeschichte des Klinikums.
  • Unter dem Motto Pflege schafft Wissen am UKM konnte man sich an Hand von ausgewählten Praxisentwicklungsprojekten ein Bild von der wissenschaftlichen Seite der Pflege machen. Hierzu gab es verschiedene Vorträge der beteiligten Pflegewissenschaftlerinnen und im Foyer der ZB Med eine Dauerpräsentation von pflegerischen Praxisentwicklungsprojekten.

Rund sechs Stunden boten das Universitätsklinikum Münster und die Medizinische Fakultät der Universität Münster unter dem Motto „Vielfalt entdecken und erleben“ gemeinsam ein Programm der Superlative. Das umfasste genau 172 Programmpunkte von Apotheke bis Zellbiologie. Mindestens 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren dafür im Einsatz

Lange Nacht der Universitätsmedizin: ZB Med ist Hotspot des Wissens

Die ZB Med ist der Hotspot Wege zum Wissen bei der Langen Nacht der Universitätsmedizin. Folgende Vorträge und Demonstrationen werden im Foyer der Bibliothek stattfinden:

16:00 – 16:15 Virtual Reality in der Medizin von Dr. Oliver Obst, Zweigbibliothek Medizin (anschließend Demonstration eines virtuellen Anatomie-Klassenraum)

17:00 – 17:30 Weiße Kittel, weiße Türme: Wie die moderne Universitätsmedizin nach Münster kam von Prof. Dr. Hans-Georg Hofer und Dr. David Freis, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin

17:00 – 18:00 Pflege schafft Wissen am UKM – Ein bunter Strauß an Erkenntnissen I (Sitzungszimmer)
Begrüßung und Einführung durch Nina Kolbe und Niklas Frücht, Nebenwirkungsmanagement bei Cortisontherapie – Was sollte ich als Patient wissen? von Mara Beckhuis, Postoperative Verwirrtheit von Patienten nach aortocoronarem venösem Bypass – Wie können wir die Begleitung optimieren? von Tim Eichmeyer, Mangelernährung bei onkologischen Patienten – Wie können wir das Risiko vermindern? von Carolin Höckelmann

18:00 – 18:15 Virtual Reality in der Medizin
von Dr. Oliver Obst, Zweigbibliothek Medizin (anschließend Demonstration eines virtuellen Anatomie-Klassenraum)

19:00 – 19:30 Weiße Kittel, weiße Türme: Wie die moderne Universitätsmedizin nach Münster kam
von Prof. Dr. Hans-Georg Hofer und Dr. David Freis, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin

20:00 – 20:15 Virtual Reality in der Medizin von Dr. Oliver Obst, Zweigbibliothek Medizin (anschließend Demonstration eines virtuellen Anatomie-Klassenraum)

21:00 – 21:30 Pflege schafft Wissen am UKM – Ein bunter Strauß an Erkenntnissen II
Begrüßung und Einführung durch Nina Kolbe und Niklas Frücht, Selbstständiger Umgang mit der Trachealkanüle – Entwicklung und Umsetzung eines Edukationsprogramms für Patienten und Angehörige von Anik Holle, Chemotherapie-induzierte Entzündungen der Mundschleimhaut – Welche Interventionen zur Prävention und Behandlung zeigen sich als effektiv? von Lisa Hoffmann

Praktische Demonstrationen und Dauerausstellung

  • Dauerausstellung von Praxisentwicklungsprojekten der Pflege
  • In einem virtuellen Anatomie-Klassenraum der Firma Virtual Medicine können Sie selbst einen menschlichen Körper sezieren.
  • Virtual Reality-Anwendungen ausprobieren und 360 Grad-Videos selber drehen.

[sic!] Jülich 2018: Literaturversorgung ohne Elsevier-Zugang

Die Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich veranstaltet regelmäßig wissenschaftliche Tagungen, Workshops und Konferenzen, darunter einen seit 2013 jährlich wiederkehrenden Workshop unter dem Titel „[sic!] Jülich“. Die Ziele von „[sic!] Jülich“ sind Erfahrungen auszutauschen, bewährte Verfahren kennenzulernen und für eine weiterhin gute Literaturversorgung vorbereitet zu sein.

In diesem Jahr findet dieser Workshop am 9. Oktober 2018 von 11 bis 15.30 Uhr unter dem Titel „[sic!] Jülich – Literaturversorgung ohne Elsevier-Zugang“ statt.

Dieser Workshop zu Änderungen in der Dokumentlieferung in Zusammenhang mit den DEAL-Verhandlungen richtet sich an alle Beteiligten und insbesondere an die Leitungen der Fernleihe/Dokumentlieferung von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Die Veranstaltung wird für und mit den Teilnehmern gestaltet. Unabhängig von der Organisationsstruktur und den persönlichen Erfahrungen können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer inhaltlich einbringen.

Anmeldungen zum kostenfreien Workshop sind bis zum 5.10.2018 möglich: Webformular

Logo © Forschungszentrum Jülich

Lange Nacht: Mit Beeinträchtigungen in der ZB Med muß gerechnet werden

Die Lange Nacht der Universitätsmedizin 2018 auf dem Campus der Universitätsmedizin Münster findet am Freitag 7. September unter Beteiligung der Zweigbibliothek Medizin statt. Auf einer eigens erstellten Webseite ist das interessante und umfangreiche Programm von Führungen, Vorträgen, Vorführungen und Gewinnspiel aufgeführt.

  • Die Veranstaltungen in der Zweigbibliothek Medizin an diesem Tag finden Sie hier und hier.

Während der einzelnen Programmpunkte in der Bibliothek ist der Zugang zum Wintergarten, dem Lesesaal und der Lehrbuchsammlug ab 15 Uhr nur durch den Monographiensaal möglich. Die PC im ersten Obergeschoss stehen zur Verfügung, die Computerarbeitsplätze als auch die Druck- und Kopierstation im Foyer sind während dieser Zeit nicht nutzbar. Und es könnte etwas lauter werden als Sie es gewohnt sind. Wir bitten um Verständnis.

Grafik © 2018 UKM/MFM

UKM-Autoren überlassen Bibliothek Belegexemplar


E.Rijcken, O.Obst, D.Bettenworth(r.)

Heute überreichten Prof. Dr. med. Dominik Bettenworth, Bereichsleiter für Chronisch entzündliche Darmerkrankungen der Medizinischen Klinik B für Gastroenterologie und Hepatologie, und Dr. Emile Rijcken, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, dem Leiter der Zweigbibliothek, Dr. Oliver Obst, ihr neues Lehrbuch Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen. Das Buch hat 551 Seiten und wurde herausgegeben von ihnen und den beiden Autoren Norbert Senninger, Münster, und Torsten Kucharzik, Lüneburg.

„In diesem Buch stellen führende Internisten und Chirurgen die Therapie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa umfassend und handlungsorientiert dar. Sie beschreiben die jeweils spezifischen Aspekte der Behandlung, aber insbesondere auch die Schnittstellen der interdisziplinären Zusammenarbeit, die eine enge Abstimmung zwischen Internisten und Chirurgen erfordert. Die primäre, medikamentöse Therapie wird dem operativen, möglichst darmerhaltenden Vorgehen gegenüber gestellt. Diagnostik, Sondersituationen (z.B. Pouchitis), extraintestinalen Manifestationen und therapieassoziierten Komplikationen sind eigene Kapitel gewidmet. Abgerundet wird das Buch durch Pathogenese und Epidemiologie, Besonderheiten der CED in unterschiedlichen Lebensabschnitten sowie Begleittherapien.“ (de Gruyter)

Das Buch steht unter der Adresse https://www.degruyter.com/view/product/474185?format=EPUB auch online im epub-Format zur Verfügung.


Die Überlassung von Belegexemplaren wird von UKM-Autoren gerne genutzt, da die Bibliothek für die Archivierung und dauerhafte Zugänglichkeit für Studenten und Mitarbeitern sorgt. Die Bibliothek freut sich wiederum, dass sie das Buch nicht kaufen muss, und die eingesparten Mittel in andere Bücher investieren kann.

Foto: de Gruyter

„Paper of the Month“ Juli 2018: das Institut für Zelldynamik und Bildgebung

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt  eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat Juli 2018 wurde das Institut für Zelldynamik und Bildgebung für die Publikation: Lateral plasma membrane compartmentalization links protein function and turnover in der Zeitschrift The Embo Journal [Volltext] ausgezeichnet.

Die Plasmamembran (PM) ist ein Knotenpunkt für Signalverarbeitung, Zell-Zell-Interaktion und selektiven Austausch von Molekülen. Eine Herausforderung ist es zu verstehen, wie die Vielzahl der von der PM ausgeübten Funktionen effizient in Zeit und Raum gesteuert werden. Viele Protein- und Lipidbestandteile des PM sind lateral in Nano- oder Mikrodomänen segregiert. Wie diese Segregation zu den biologischen Funktionen der PM beiträgt, ist unklar.

Wir haben mittels quantitativer Mikroskopie und präzisen molekularen Manipulationen von Zellen gefunden, dass Funktion und Turnover von PM-Proteinen durch laterale Segregation koordiniert werden. Anhand der Hefe Methioninpermease Mup1 zeigen wir, dass stabile PM-Domänen eine schützende Umgebung bieten, in der Mup1-Turnover in Abwesenheit seines Substrats verhindert wird. Nach Zugabe von Methionin unterläuft Mup1 eine strukturelle Änderung, die den Austritt aus der schützenden Domäne vermittelt. Nach der lateralen Verlagerung in eine definierte Netzwerkdomäne, rekrutiert Mup1 die endozytische Maschinerie, um seine eigene Internalisierung zu bewirken. Unsere Ergebnisse zeigen ein komplexes Wechselspiel zwischen Proteinaktivität und Turnover durch laterale Segregation innerhalb der PM auf.

Laterale Segregation ist eine grundlegende Eigenschaft aller biologischen Membranen. Unsere Ergebnisse beleuchten nicht nur den Mechanismus für die laterale Segregation in der PM, sondern legen auch spezifische Funktionen für diesen Prozess nahe. Unsere Ergebnisse sind daher für ein breites Publikum in der biomedizinischen Forschung von Interesse.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month – Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month – Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

UpToDate Advanced: Webinar am 21.08.2018

UpToDate®Advanced ist eine evidenzbasierte Lösung  zur Unterstützung der klinischen Entscheidungsfindung mit dynamischen und interaktiven Algorithmen sowie Labor-Monografien.  Ärzte können so interaktiv und auf den jeweiligen Patienten abgestimmt ihre klinischen Entscheidungen am Point-of-Care  treffen.

UpToDate Advanced umfasst:

  • UpToDate® Pathways – Behandlungspfade als interaktive Algorithmen, die Ärzte unterstützen, die besten Entscheidungen für ihre Patienten zu treffen – unter Berücksichtigung der aktuellen Evidenz, klinischer Erfahrung und patientenspezifischer Faktoren..
  • Lab Interpretation – Monografien und Algorithmen, die eine schnelle und präzise  Auswertung abnormaler Laborergebnisse ermöglichen.

Das Webinar zu UpToDate Advanced findet am Dienstag, den 21.August um 13.00 – 13.30 Uhr in deutscher Sprache statt.
Sollten Sie aus terminlichen Gründen nicht an dem Webinar teilnehmen können, so registrieren Sie sich trotzdem, so erhalten Sie den Link zum Webinar und können das aufgezeichnete Webinar zu einem beliebigen Zeitpunkt ansehen.

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