



Frohe Weihnachten!
Freitags-Kolloquium am 18. Dezember 2020
Am Freitag, 18. Dezember spricht Dr. Lena Krull (Münster) zum Thema:
Inszenierung der Region in der Stadt. „Trachtenfeste“ in Münster und Straßburg um 1900
„Trachtenfeste“ waren um 1900 ein beliebtes Medium der sich formierenden Heimat- und Trachtenbewegung. Sie folgten dem Narrativ vom drohenden Verlust der überkommenen „Volkskultur“ und wollten die Menschen auf dem Land dazu animieren, ihre vermeintlich hergebrachte „Tracht“ ebenso wie ihre Lebensweise beizubehalten. Der Vortrag untersucht die Feste in Münster 1909 und in Straßburg 1907, die beide in einem städtisch-musealen Kontext stattfanden, und fragt danach, auf welche Weise Konzeptionen der Regionen Westfalen und Elsass in den Festen inszeniert wurden.
Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte wird im digitalen Format per Zoom mit anschließender Diskussion stattfinden und nicht, wie noch auf dem Programm angegeben, im Fürstenberghaus.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 16 Uhr c.t. teilzunehmen. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail oder telefonisch unter 0251-83 27514.
Disputatio von Anna Krabbe am 17. Dezember 2020
Die Disputatio von Anna Krabbe zum Thema „Inseln in der evangelischen Stadt? – Religiöse Gemeinschaften in Soest und Herford 1520–1609“ findet am 17. Dezember 2020 statt.
Klöster und Stifte waren mit der Einführung der Reformation in einer Stadt theologisch delegitimiert und – so die langläufige Forschungsmeinung – wurden aufgelöst oder evangelisch. Blieben sie in der konfessionalisierten Stadt bestehen, so nur als von ihrem Umfeld isolierte Inseln. Die Dissertation von Anna Krabbe kann diese Annahmen modifizieren. Sie zeigt, dass die religiösen Gemeinschaften nicht nur weiter existierten, sondern sogar noch sozial und funktional mit der Stadtgesellschaft verbunden blieben. Spätmittelalterliche Aufgaben und Beziehungen wurden adaptiert, Koexistenz statt Exklusion prägte das Verhältnis zueinander.
Alle Interessierten sind eingeladen, an der Zoom-Übertragung der Disputatio ab 10 Uhr c.t. teilzunehmen.
Die Zugangsdaten erfragen Sie bitte per E-Mail istg@uni-muenster.de.
Auswirkungen des "Lockdowns" auf den Bibliotheksbetrieb
Aufgrund des wegen der Corona-Pandemie verhängten "Lockdowns" dürfen die Arbeitsplätze der Bibliothek zunächst bis zum 10. Januar 2021 nicht genutzt werden. Bitte erledigen Sie Ihr Anliegen möglichst zügig und beachten Sie Maskenpflicht und Abstandsregeln - besonders auch im Bereich des Kopierers.
Vielen Dank und bleiben Sie gesund!
Bibliotheksschließung über Weihnachten und Neujahr
Die Bibliothek des IStG schließt ihre Türen zwischen dem 21. Dezember 2020 und dem 01. Januar 2021. Ab dem 04. Januar 2021 können die Bestände wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten genutzt werden.
Allen NutzerInnen wünschen wir trotz coronabedingter Einschränkungen fröhliche Weihnachtstage und einen guten Jahreswechsel.
Freitags-Kolloquium am 4. Dezember 2020
Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte wird im digitalen Format per Zoom mit anschließender Diskussion stattfinden und nicht, wie noch auf dem Programm angegeben, im Fürstenberghaus.
Am 4. Dezember spricht Dr. Ansgar Schanbacher, Göttingen zum Thema:
Zwischen Hochwasser, Stürmen und tollwütigen Hunden. Naturgefahren in der frühneuzeitlichen Stadt im deutsch-niederländischen Vergleich
Frühneuzeitliche Städte mussten sich nicht nur mit Kriegen, inneren Unruhen und Wirtschaftskrisen auseinander setzen, auch die Natur konnte für die städtischen Obrigkeiten und die Einwohnerschaft zu einer Herausforderung werden. Am Beispiel der Städte Braunschweig, Würzburg und Utrecht im späten 17. und 18. Jahrhundert wird dargestellt, wie nahe und ferne Naturgefahren wahrgenommen wurden, inwiefern sie überhaupt rein natürliche Phänomene waren und wie unterschiedliche Akteure – von Gelehrten und Monarchen bis zum einfachen Handwerken – darauf reagierten. Das Themenspektrum reicht dabei vom Großen zum Kleinen und umfasst die religiöse oder naturwissenschaftliche Bewältigung von Stürmen, aber auch den alltäglichen Umgang mit tollwütigen Hunden.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 16 Uhr c.t.teilzunehmen. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail oder telefonisch unter 0251-83 27514.
Freitags-Kolloquium am 20. November 2020
Der Vortrag von PD Dr. Ralf Dorn, Wiesbaden „Von Ebenezer Howard zu Jane Jacobs. Die städtebaulichen Leitbilder des hannoverschen Stadtplaners Rudolf Hillebrecht“ fällt am 20. November leider aus.
Der nächste Vortrag wird am 4. Dezember per Zoom stattfinden. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail oder telefonisch unter 0251-83 27514.

Pressekonferenz: Deutscher Historischer Städteatlas 6 - Mühlhausen/Th.

Digitaler Studientag: Stadtgeschichte des iberischen Mittelalters – Forschungsstand und Perspektiven


Neuerscheinung: Deutscher Historischer Städteatlas 6 - Mühlhausen/Th.
Nachruf auf Paul-Günter Schulte
Paul-Günter Schulte
(1944 – 2020)
In der Nacht zum 8.11.2020 ist der pensionierte Krefelder Stadtarchivar Paul-Günter Schulte im Alter von 76 Jahren verstorben. Mit Gründung des Instituts 1970 übernahm er die erste Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters, bevor er 1974 als Wissenschaftlicher Assistent in die Abteilung für Westfälische Landesgeschichte der WWU wechselte. Daran schloss sich 1977 seine Ausbildung als Archivar in Marburg, das Archiv in Viersen (ab 1979) und schließlich ab 1988 die Leitung des Krefelder Archivs an. In den schwierigen Anfangsjahren des Städteinstituts kümmerte er sich um die beiden Bände des Bayrischen Städtebuchs und so um den Abschluss der ersten Bearbeitung des Deutschen Städtebuchs. Unvergessen sollten aber ebenso seine weiterführenden Ideen bei der Konzeption des Deutschen und Westfälischen Städteatlas sein, die er bis zum Antritt des Archivdienstes redaktionell betreute.
Wilfried Ehbrecht
Nachruf auf Ehrenmitglied Prof. Dr. Karl Heinrich Kaufhold
Karl Heinrich Kaufhold
(1932 – 2020)
Am 16. Juli 2020 ist kurz vor seinem 88. Geburtstag Karl Heinrich Kaufhold gestorben, der dem Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte über lange Zeit hin eng verbunden gewesen ist.
Karl Heinrich Kaufhold wurde am 16. Juli 1932 in Hildesheim als Sohn eines Kunstschmieds geboren. Diese Herkunft aus dem städtischen Handwerk hat sicherlich zur Ausbildung seiner späteren wissenschaftlichen Interessen entscheidend beigetragen. Allerdings verlief der Weg in die akademische Laufbahn nicht geradlinig. Er trat nach dem Abitur zunächst in den städtischen Verwaltungsdienst in Hildesheim ein und stieg dort bis zum Stadtoberinspektor auf. 1960 jedoch begann er ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Hannover, das er 1964 an der Universität Göttingen fortsetzte.
Dort legte er 1965 das Examen zum Diplomvolkswirt ab und wurde anschließend wissenschaftlicher Assistent bei Wilhelm Abel, einem der bedeutendsten deutschen Wirtschaftshistoriker seiner Zeit, dem vor allem die Agrargeschichte entscheidende Impulse verdankt. Bei ihm wurde Kaufhold 1968 mit einer Arbeit zur Gewerbegeschichte Hildesheims im 18. Jahrhundert zum Dr. rer. pol. promoviert und 1973 habilitierte er sich mit der Schrift "Das Gewerbe in Preußen im 18. Jahrhundert" Anschließend vertrat er 1973/74 den Lehrstuhl Wilhelm Abels, auf den er 1974 berufen wurde und den er bis zu seiner Emeritierung 1999 innehatte.
... zum vollständigen Nachruf von Prof. Peter Johanek
Nachruf auf Prof. Dr. Rolf Kießling
Rolf Kießling
(1941 – 2020)
Mit Rolf Kießling ist am 22. Juni 2020 im Alter von 78 Jahren einer der profiliertesten deutschen Landeshistoriker gestorben. In Augsburg am 25. Juli 1941 geboren, studierte er in München und Erlangen die klassische Fächerkombination Geschichte, Germanistik und Geographie. Im Jahr 1966 legte er das Staatsexamen für das höhere Lehramt ab, war anschließend im Schuldienst tätig und wurde 1969 bei Karl Bosl mit der Arbeit "Bürgerliche Gesellschaft und Kirche im spätmittelalterlichen Augsburg" zum Dr. phil. promoviert. Er wählte damit ein Themenfeld, das in jener Zeit in den Mittelpunkt des Interesses der Stadtgeschichtsforschung und der mittelalterlichen Sozialgeschichte zu rücken begann. Der Stadtgeschichte ist er fortan treu geblieben und ebenso der Kirchengeschichte seiner Geburtsstadt.
... zum vollständigen Nachruf von Prof. Peter Johanek

Freitags-Kolloquium am 6. November 2020

Digitaler Studientag: Stadtgeschichte des iberischen Mittelalters – Forschungsstand und Perspektiven

Erschienen! – Band 2 der Stadtgeschichte Geseke
Öffnungsregelung des Instituts und der Institutsbibliothek ab dem 4. Juni
Das Institut bleibt vorerst weiterhin für die Öffentlichkeit geschlossen.
Ab Donnerstag, dem 4. Juni ist die Institutsbibliothek aber zu den normalen Öffnungszeiten wieder zugänglich. Das Einhalten der gängigen Abstands- und Hygieneregeln und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Kontakt zu andern Benutzern oder Mitarbeitern werden vorausgesetzt.
Stellenausschreibung Kartograph*in/Geomatiker*in
Das Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/einen
Kartograph*in/Geomatiker*in
in Vollzeit. Wir bieten Ihnen eine abwechslungsreiche Tätigkeit im interdisziplinären Umfeld eines renommierten Forschungsinstituts. Das IStG fördert die Erforschung der Städtegeschichte mit der Erarbeitung historischer Städteatlanten, der Betreuung städtegeschichtlicher Forschungsprojekte, Handbücher und Quelleneditionen sowie regelmäßigen Tagungen und Kolloquien. Die Visualisierung historischer Erkenntnisse in Karten und die Arbeit mit archivalischer Kartenüberlieferung sind zentrale Aspekte der Institutsarbeit.
Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie im PDF zur Ausschreibung
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 31.07.2020 an: istg@uni-muenster.de
Institut für vergleichende Städtegeschichte, Geschäftsführung, Königsstr. 46, 48143 Münster, Tel: 0251/83 27514,
www. uni-muenster.de/staedtegeschichte

Freitags-Kolloquium verschoben!

Neues Projekt am IStG: Sebastian Schröder untersucht „Akzisestädte“ im preußischen Westfalen
Hacking Mühlhausen – Digitale Sozialtopographie einer spätmittelalterlichen Stadt: Summer School im Oktober 2020 (mit Exkursion)
Module: Übung zur Mittelalterlichen Geschichte (BA/MA), Übung Historische Grundwissenschaften
Dozenten: Colin Arnaud, Daniel Stracke
Die Lehrveranstaltung stellt Fragen nach der Sozialtopographie der Stadt der spätmittelalterlichen Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen und verbindet dabei ‚klassische‘ und computergestützte Forschungsmethoden. Die Veranstaltung eröffnet interessierten Studierenden dieses städtegeschichtliche Arbeitsfeld und führt in Grundprobleme der Digital Humanities ein – die Möglichkeiten und Voraussetzungen digitaler Datenanalyse, Datenstrukturierung und vor allem die Benutzung des Geoinformationssystems QGIS.
Wichtiger Hinweis:
Planmäßig startet die Summer School mit einer bezuschussten Exkursion nach Mühlhausen zur Besichtigung des historischen Stadtkerns (zweitgrößtes Flächendenkmal in Thüringen) und der bemerkenswerten Bestände des Stadtarchivs. Die Durchführung der Exkursion ist derzeit aufgrund der mit der Coronakrise verbundenen Einschränkungen nicht gesichert. Die Lehrveranstaltung an sich wird – je nach Bedarf – gegebenenfalls auf entsprechende Online-Formate umgestellt.
Näheres dazu wird so bald wie möglich bekannt gegeben.
Termine 2020
10. Juli Vorbesprechung der Veranstaltung
11. Sept. Vortreffen zur Exkursion
13.-15. Sept. Exkursion nach Mühlhausen
1. Okt. Vortreffen zur Summer School
5.-7. Okt. Summer School
Teilnehmerzahl begrenzt!
Anmeldung per Mail: stracked@uni-muenster.de
Eine gemeinsame Lehrveranstaltung des Historischen Seminars und des Instituts für vergleichende Städtegeschichte.

Forschungsbericht 2019 und Auswahlbibliographie 2019 online verfügbar
IStG und Corona-Virus
Ab einschließlich Donnerstag, 19.3.2020, bleibt das Institut für vergleichende Städtegeschichte ebenso wie alle anderen Gebäude der WWU für die Öffentlichkeit geschlossen.
Telefonisch oder per Mail sind unsere Mitarbeiter weiterhin erreichbar.
Wir bitten um Ihr Verständnis und wünschen Ihnen alles Gute!

Neuerscheinung - Historischer Atlas westfälischer Städte Bd. 13: Horstmar

Neuerscheinung - Atlas "Horstmar"
Historischer Atlas der Städte und Gemeinden des Kreises Warendorf
Seit Anfang des Jahres wird am Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG) ein neues Atlasprojekt erarbeitet, das den Kreis Warendorf an der Schwelle zur Moderne in den Jahren zwischen 1850 und 1930 zum Gegenstand hat. Das Vorhaben will die Geschichte der Gemeinden und Städte im Bereich des heutigen Kreises in diesem Zeitabschnitt sowohl in gedruckter Form als auch mittels einer ergänzenden Internetpräsentation kartographisch darstellen. Eine erste interaktive Karte zur historischen Verwaltungsstruktur der Region ist jetzt online gestellt.
Weitere geschichtliche Themen werden sukzessive folgen, die mittels zuschaltbaren „Layern“ angezeigt werden können.
Die Ergebnisse des Atlasprojektes richten sich vor allem an heimat- und regionalgeschichtlich Interessierte, aber auch an Verwaltungsbehörden, die immer wieder mit historischen Anfragen zu tun haben. Sinnvoll können die Karten zudem im Unterricht der Schulen im Kreis Warendorf genutzt und eingesetzt werden.
Zur Karte

Konferenz und Workshop verschoben!
Institut und Bibliothek am 28.2.2020 geschlossen
Am Freitag, 28. Februar, wird der Innenstadtbereich um den Domplatz wegen möglicher Blindgängerfunde aus dem 2. Weltkrieg und deren Entschärfung evakuiert. Um Lehrende, Studierende und Beschäftigte bestmöglich zu schützen, hat die WWU sich dafür entschieden, einen Evakuierungsradius von 500 Metern um den Fundort am Domplatz zu ziehen und sämtliche Universitätsgebäude innerhalb dieser Zone zu schließen.
Auch das IStG liegt innerhalb dieser Evakuierungszone. Aus diesem Grund müssen Institut und Institutsbibliothek am 28. Februar ausnahmsweise geschlossen bleiben.
Wir bitten, etwaige Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.
Preisauslobung der Stiftung „Kleines Bürgerhaus“
Alle zwei Jahre verleiht die Stiftung „Kleines Bürgerhaus“ den Preis scheinbar unscheinbar. Mit einem Preisgeld von € 10.000,– ist er einer der höchstdotierten Preise in der deutschen Denkmallandschaft. Das Besondere an dem Preis ist zudem, dass er ausdrücklich wegweisende Nutzungs- und Vermittlungskonzepte für ein Denkmal prämiert.
Sie besitzen ein historisches kleines Bürgerhaus und haben eine innovative Strategie entwickelt, um es zu erhalten? Vielleicht dient es jetzt als Café, Begegnungsstätte, außerschulischer Lernort, Museums- oder Heimathaus, oder Sie haben die Instandsetzung zum Anlass für historische Forschungen genommen?
Bis zum 15. März 2020 können Sie sich – als Privatperson, Verein oder Bürgerinitiative – um den Preis scheinbar unscheinbar bewerben. Die Preisverleihung erfolgt am 17. Mai 2020 im Rahmen des Internationalen Museumstages im LWL-Freilichtmuseum Detmold.
Prämiert werden herausragende Konzepte in den Bereichen Grundlagenforschung, Dokumentation und Vermittlung, mit denen die Bedeutung der „Buden“, „Gademe“, „Kotten“, „Speicher“ oder „Häusgen“ in der Öffentlichkeit sichtbar gemacht wird. Denn obwohl diese Kleinbauten einen wesentlichen Teil des historischen Baubestandes ausmachen und wichtige Zeugen der Alltagskultur unserer Vorfahren darstellen, sind sie trotz
Denkmalschutz vielfach von Abriss, Verfall und undokumentiertem Verschwinden bedroht. Dieser Entwicklung will die Stiftung „Kleines Bürgerhaus“ mit dem Preis scheinbar unscheinbar entgegenwirken.
Informationen zur Preisauslobung und Teilnahme finden Sie hier
Weitere Informationen zur Stiftung „Kleines Bürgerhaus“ und den bisherigen Preisträgern erhalten Sie auf
www.stiftung-kleines-buergerhaus.de.
Freitags-Kolloquium am 24.01.2020
Den letzten Vortrag im Freitags-Kolloquium im Wintersemester 2019/2020 hält am 24. Januar 2020 Johanna Müser M. A. (Gießen) zum Thema:
Basel und die Eidgenossenschaft. Städtische Bedrohungsszenarien und ihre Bewältigung in einem System kollektiver Sicherheit (1501-1656)
Die Alte Eidgenossenschaft als Bündnissystem auf Basis des Landfriedens betrachtete die Herstellung von Sicherheit als kollektive Aufgabe. Der Vortrag geht den Fragen nach, welche Ereignisse in der Stadt Basel durch die städtische Obrigkeit und die Eidgenossenschaft als Sicherheitsbedrohung wahrgenommen wurden und welchen Stellenwert Sicherheit als Argument und Wert in der politischen Kommunikation zwischen den Eidgenossen einnahm. Die Wahrnehmung von Sicherheit und Bedrohung wird dabei als Produkt politischer Aushandlungsprozesse verstanden.
Alle Interessierten sind herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Interaktive Karte zu den Jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe freigeschaltet

Öffnungszeiten Weihnachten und Jahreswechsel - Frohe Weihnachten!
Freitags-Kolloquium am 6.12.2019
Im Freitags-Kolloquium am 6. Dezember spricht PD Dr. Christoph Volkmar vom Stadtarchiv Magdeburg über das Projekt
Magdeburger Spuren. Virtuelle Rekonstruktion des verlorenen Stadtarchivs.
Magdeburg bestand bereits mehr als 800 Jahre, als die Stadt am 10. Mai 1631 ihre dunkelste Stunde erlebte. Die vollständige Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg brachte nicht nur tausendfachen Tod, sondern nahm der Stadt auch ihre Geschichte. Der vollständige Verlust des mittelalterlich-frühneuzeitlichen Archivs, das im Rathaus verbrannte, war eine kulturelle Katastrophe ohne Beispiel. Seither leidet Magdeburg unter schwerstem Gedächtnisverlust. Das Projekt „Magdeburger Spuren“ will dieser Amnesie mit den modernen Möglichkeiten der Digital Humanities entgegenwirken, um die facettenreiche Vergangenheit der Stadt wiederzuentdecken.
Alle Interessierten sind herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Zusätzliche Informationen zum Projekt des Stadtarchivs Magdeburg finden sie hier

Institut für vergleichende Städtegeschichte bietet Kooperationsveranstaltung mit dem Kreisarchiv Warendorf an

Tagungsbericht "Westfälische Kleinstädte um 1900" veröffentlicht

Sebastian Schröder erhält den Mindener Geschichtspreis
Freitags-Kolloquium am 8.11.2019
im Freitags-Kolloquium am 8. November spricht Dr. Luise Czajkowski aus Leipzig zum Thema:
Stadtbücher als Zeugnis spätmittelalterlichen Sprachwandels
Stadtgeschichtliche Quellen sind für die Erforschung der historischen deutschen Sprache, insbesondere für die Erforschung von Sprachwandel sehr bedeutsam. So sind beispielsweise Stadtbücher bereits seit dem 13. Jahrhundert volkssprachlich überliefert und wurden über viele Jahrhunderte hinweg geführt. Sie legen Zeugnis ab über den Wandel der Sprache in einer Stadt oder auch in einer Region. Im Vortrag stehen ostmitteldeutsche Quellen aus der Zeit von 1265 bis 1490 im Mittelpunkt, in denen das Niederdeutsche allmählich von den ostmitteldeutschen Dialekten verdrängt wurde.
Alle Interessierten sind herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Stellenausschreibung für eine studentische Hilfskraft (EDV) am IStG
Im Institut für vergleichende Städtegeschichte – IStG GmbH – an der Universität Münster ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle zu besetzen als
studentische Hilfskraft im Bereich EDV / Projektarbeit Digital Humanities
im Umfang von 8 Wochenstunden.
Tätigkeitsbereiche und Anforderungen:
- Erstellung und Pflege von Forschungsdatenbanken (Datenmodellierung und Datenbankentwicklung, MySQL-Kenntnisse)
- First-Level-Support (EDV-Betreuung) in Zusammenarbeit mit IVV und ZIV der WWU
- Unterstützung bei der Pflege der Webseiten des Instituts (Imperia, HTML)
- Interesse an Themen der Digital Humanities
- Grundlegende Programmierkenntnisse sind von Vorteil (JavaScript, PHP)
Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte ab sofort an:
Dr. Angelika Lampen
Institut für vergleichende Städtegeschichte – IStG – gGmbH
Königsstraße 46
48143 Münster
E-Mail: istg@uni-muenster.de
PDF zur Ausschreibung

Band A 100 der Reihe Städteforschung erschienen
Lehrveranstaltung von Dr. Karsten Igel
Die Übung von Dr. Karsten Igel „Bäuerliches Wirtschaften im spätmittelalterlichen Westfalen im Spiegel der Gertrudenberger Überlieferung“ (Fr., 12-14 Uhr) beginnt am 25. Oktober 2019.

Melanie Althage (SCDH) und Philipp Schneider (IStG) gewinnen Interdisziplinären Corpus Contest
Nachruf - Prof. Dr. Thomas Schilp
Am 28. September 2019 verstarb im Alter von 65 Jahren unser geschätzter Kollege und Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Thomas Schilp. Die vergleichende Städtegeschichte hat ihm viel zu verdanken. Er war 1981 bei Walter Heinemeyer mit einer Arbeit über die Reichsburg Friedberg im Mittelalter promoviert worden. Ab 1987 war Schilp Mitarbeiter des Stadtarchivs Dortmund, von 2011 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2014 Direktor des Archivs. In dieser Funktion hat er eine Vielzahl grundlegender Beiträge zur Dortmunder Stadtgeschichte vorgelegt, zuletzt 2017 gemeinsam mit Stefan Mühlhofer und dem IStG den "Deutschen Historischen Städteatlas: Dortmund". Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten – er fehlt.
Ausschreibung für eine Promotionsstelle an der Christian-Albrechts Universität Kiel
An der Christian-Albrechts Universität Kiel ist eine Promotionsstelle für ein stadtgeschichtliches Thema ausgeschrieben (Urban Agency and Perception / Geschichte des Mittelalters).
Nähere Informationen hierzu können abgerufen werden unter H/SOZ/KULT
Bibliothek des IStG
Am Freitag, dem 4. Oktober 2019, bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Ab 7. Oktober stehen wir Ihnen wieder wie gewohnt mit unserem Wissenschaftsservice zur Verfügung.
Gastwissenschaftlerin Prof. Dr. Gabriela Wąs am IStG
Am 1. Oktober 2019 wird Prof. Dr. Gabriela Wąs von der Universität Wrocław für zwei Monate als DAAD-Stipendiatin ans Institut für vergleichende Städtegeschichte kommen, um das Thema "Frauen in den narrativen und visuellen Quellen der Frühen Neuzeit in Schlesien" zu erforschen.

IStG-Mitarbeiter in der Leitung der internationalen Atlasarbeitsgruppe

Freitags-Kolloquium im Wintersemester 2019/20 - erster Vortrag am 18.10.2019

Städteatlas Versmold
Freitags-Kolloquium am 12. Juli 2019
Zum Abschluss des Freitags-Kolloquiums im Sommersemester 2019 spricht Prof. Dr. Clemens Zimmermann aus Saarbrücken zum Thema:
Land-Stadt-Beziehungen und die Debatte über "Rurbanität"
Stadt und Land, Urbanität und Ruralität - Die Beziehungen zwischen Stadt und Land sowie Land und Stadt unterliegen starken historischen Wandlungen, die im Vortrag für das 20. Jahrhundert beleuchtet werden sollen. Verschiedene historische Faktoren wirkten auf diese Beziehungen ein: Fortschreitende Urbanisierung und Industrialisierung, der Rückgang der agrarischen Bevölkerung, die Transformation der alten Landgemeinden in suburbane Wohnorte sowie die mediale Durchdringung auch des Landes. Die allgemeine Geschichtswissenschaft hat sich mit dem Thema bislang nur wenig beschäftigt, jedoch stehen Erkenntnisse und Konzepte aus den Nachbardisziplinen zur Verfügung, insbesondere aus der Soziologie und Geographie. Auch das Fach der Mediengeschichte hat sich neuerdings dörflicher Kommunikation, der Bedeutung moderner Massenmedien und den Eigenarten des Mediengebrauchs in ländlichen Räumen zugewandt. In dem Vortrag wird auf diese Prozesse eingegangen und es werden zwei Konzepte vorgestellt, die aus der US-amerikanischen Rural Sociology stammen: Auf „Rurbanität" als Mischtypus, der fast schon zum Regelfall von Siedlungsentwicklung wurde, und auf „Ruralität“, - das, was als „ländlich“ gilt und was in den Medien ständig aktualisiert und inszeniert wird.
Alle Interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Eröffnung der Ausstellung "300 Jahre Stadtrechte in Ravensberg" (30.06.2019 - 09.08.2019)
Am 30. Juni 2019 eröffnet die Stadt Borgholzhausen eine Ausstellung mit dem Titel "300 Jahre Stadtrechte in Ravensberg" - 300 Jahre gemeinsame Geschichte.
1719 wurden die früheren Dörfer, Flecken oder Weichbilder Borgholzhausen, Bünde, Enger, Halle (Westf.), Preußisch Oldendorf, Versmold, Vlotho und Werther (Westf.) durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I. zu Städten erhoben. Die Ausstellung schildert die Ausgangslage und beschreibt die Auswirkungen und Folgen der Stadtrechtsverleihungen und der gleichzeitig durchgeführten Steuerreform. Sie skizziert auch die unterschiedlichen Entwicklungen, die die neuen Städte fortan nahmen. Erstmals widmet sich eine Ausstellung dieser Zeit, der gemeinsamen Geschichte der Orte im Ravensberger Land und den unterschiedlichen historischen Profilen der heutigen Städte in den Kreisen Gütersloh, Herford und Minden-Lübbecke.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 30. Juni 2019, um 11:15 Uhr in der Rathausgalerie, Schulstraße 5, statt. Der Eintritt ist frei.
Begrüßung: Bürgermeister Dirk Speckmann
Einführung in die Ausstellung: Dr. Rolf Westheider
Vortrag von Sebastian Schröder M. A., Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster: "Des Königs neue Stadt: Borgholzhausen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts"

Dr. Mechthild Black-Veldtrup erhält den Titel einer Honorarprofessorin im Fachbereich 8 Geschichte/Philosophie
Freitags-Kolloquium am 28. Juni 2019
Im Freitags-Kolloquium am 28. Juni spricht Frau apl. Prof. Dr. Michaela Schmölz-Häberlein aus Bamberg zum Thema:
Judentum und Urbanität im frühneuzeitlichen Franken – ein Widerspruch? Beobachtungen zu den jüdischen Gemeinden im Hochstift Bamberg
Forschungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass sich Existenzbedingungen und Selbstverständnis mitteleuropäischer Juden nicht mit einheitlichen Raum- und Regionsbegriffen fassen lassen. Bis vor kurzem hat sich die Diskussion vor allem auf die Dichotomie von Stadt- und Landjuden beschränkt. Ausgehend von der These Ernst Schuberts, dass es „keine Urbanität in der Welt des fränkischen Judentums im 18. Jahrhundert“ gegeben habe, soll am Beispiel der Residenzstadt Bamberg, zweier Festungsstädte (Kronach und Forchheim), der Amtsstadt Lichtenfels sowie der Landgemeinde Zeckendorf der Frage nachgegangen werden, welche Rolle „Urbanität“ in der Lebenswelt fränkischer Juden des 17. und 18. Jahrhunderts gespielt haben könnte.
Alle Interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung - A 91 Extra Muros

LWL-Preis für westfälische Landeskunde an Dr. Christof Spannhoff verliehen
Das Freitagskolloquium am 7. Juni 2019 fällt aus!
Das Freitags-Kolloquium am 7. Juni zum Thema:
Basel und die Eidgenossenschaft. Städtische Bedrohungsszenarien und ihre Bewältigung in einem System kollektiver Sicherheit.
fällt leider krankheitsbedingt aus. Ein Nachholtermin wird im Wintersemester stattfinden.

Publikation "Tatort Domplatz" jetzt wieder erhältlich
Freitagskolloquium am 24. Mai 2019
Im Freitags-Kolloquium am 24. Mai sprechen Simon Schneider M.A. und Dr. Martin Uhrmacher aus Luxemburg zum Thema:
Die Sozialtopographische Entwicklung der Stadt Luxemburg im 19. und 20. Jahrhundert. Vorstellung erster Forschungsergebnisse und Einbindung in den digitalen historischen Stadtatlas Luxemburgs.
Luxemburg war als Festungsstadt jahrhundertelang in ein militärisches Korsett eingeschlossen. Erst nach 1867 setzte mit der Schleifung der Festung ein Wachstum ein, das die Entwicklung zu einer modernen Hauptstadt ermöglichte. Vor diesem Hintergrund nimmt Simon Schneider Veränderungen in der Sozialtopographie der städtischen Gesellschaft in den Blick. Auf Grundlage sozioökonomischer Quellen untersucht er, wie sich die Sozialstruktur aufschlüsseln und in langer Dauer vergleichen lässt.
Martin Uhrmacher geht im zweiten Teil des Vortrags auf die Einbindung der Forschungsergebnisse in den historischen Stadtatlas Luxemburgs ein, der sich gerade im Aufbau befindet. Dieser wird die städtische Entwicklung seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Form von digitalen und interaktiven Karten im Internet darstellen. Fünf Zeitschnitte sind vorgesehen, um die tiefgreifenden Wandlungsprozesse Luxemburgs zu analysieren und zugleich auch spannend und anschaulich zu präsentieren.
Alle Interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Präsentation des „Historischen Atlas westfälischer Städte. Bd. 12: Versmold“

Neuerscheinung - Atlas "Versmold"

Conference: Interpreting 20th Century European Urbanism
Freitagskolloquium am 3. Mai 2019
Im Freitags-Kolloquium am 3. Mai spricht Dr. Norbert Fasse vom Stadtarchiv Borken zum Thema:
Systemwechsel für Herzensmonarchisten - Die revolutionäre Demokratisierung 1918-1919 in Borken, Bocholt und Coesfeld
Alle interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Bibliothek des IStG bleibt am 31.5.2019 geschlossen
Am 31. Mai 2019 bleiben die Bibliothek wie auch das Institut für vergleichende Städtegeschichte geschlossen. Ab 3. Juni 2019 stehen wir Ihnen mit unserem Wissenschaftsservice wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.
Freitagskolloquium am 26. April 2019
Im Rahmen des Freitag-Kolloquiums am 26. April 2019 spricht Nadja Thiessen aus Darmstadt zum Thema:
Hochwasser und die Gefährdung städtischer Infrastruktur im besetzten Deutschland. Mannheim und Dresden im Vergleich
Hochwasserschutz ist bis heute eine herausfordernde Aufgabe für Städte. Besonders jedoch in der direkten Nachkriegszeit (1945-49) gestaltete sich seine Organisation äußerst schwierig. In den Untersuchungsstädten Dresden und Mannheim wurden die Stadtverwaltungen unter den Augen der Besatzungskräfte re-organisiert oder gänzlich neu aufgebaut. Zugleich waren die Innenstädte noch deutlich vom Krieg gezeichnet und Debatten rund um Wiederaufbau- und Enttrümmerungsmethoden dominierten. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich der Hochwasserschutz vor dem Hintergrund dieser außergewöhnlichen Situation vollziehen ließ.
Alle Interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Freitagskolloquium am 12. April 2019
Das Freitags-Kolloquium im Sommersemester 2019 beginnt am 12. April mit einem Vortrag von Sebastian Schröder, M.A. aus Münster zum Thema:
Des Königs neue Steuer: Die preußischen Akzisereformen in Minden-Ravensberg am Beginn des 18. Jahrhunderts
Der preußische König Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) verkündete zu Beginn seiner Amtszeit ehrgeizige Pläne. Insbesondere wollte er die staatlichen Einnahmen erhöhen. Die Einführung der Akzise (einer indirekten Steuer, die bei Kauf- und Eigentumsübertragungen entrichtet werden musste) versprach ein Erfolgskonzept zu sein. Bemerkenswert war in diesem Zusammenhang die Erhebung einiger Orte zu Städten - eigens zu dem Zweck, um dort die Akzise einführen zu können. Diese neuen Städte wurden als "Akzisestädte" bekannt. In dem Vortrag sollen die preußischen Stadt- und Akzisereformen und ihre Auswirkungen in der Grafschaft Ravensberg sowie im Fürstentum Minden vorgestellt werden.
Alle Interessierten sind um 15 Uhr c.t. herzlich ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Mitarbeiter des IStG identifiziert das seit über 100 Jahren verschollene „Banner von Péronne“

Forschungsbericht 2018

Frühjahrstagung 2019
Nachruf auf Prof. Dr. Wilhelm Rausch
Wilhelm Rausch
(1927 – 2019)
Am 14. Februar ist in Groß Gerungs im niederösterreichischen Waldviertel Wilhelm Rausch gestorben, ein Ehrenmitglied des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte.
Er wurde am 14. Jänner 1927 in Wien geboren. Dort wuchs er auf, besuchte die Volksschule, wechselte 1939 auf das Gymnasium, bis er 1944 zum Reichsarbeitsdienst und dann zur Luftwaffe eingezogen wurde. Nach der Matura begann er 1946 ein Studium der Rechtswissenschaften und der Geschichte an der Universität, das ihn schließlich in den 46. Ausbildungskurs des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, der Ausbildungsstätte für Archivare in Österreich, führte (1951–1953). Das war eine entscheidende Station. Dort begann seine Mitarbeit an dem großen Quellenwerk der Linzer Regesten, das damals vom Institut mitgetragen wurde. Damit begründete er eine Basis für seine Berufung an das Stadtarchiv Linz 1954. Dort ist er dann geblieben bis zu seiner Pensionierung 1987.
In dieser Zeit hat er die Grundlagen für die Erforschung der Geschichte der Landeshauptstadt Oberösterreichs auf neue Grundlagen gestellt und ihr vielfältige neue Möglichkeiten eröffnet. Dabei blieb es nicht. Er blickte über Linz hinaus, er wurde zu einem der bewegenden Kräfte in der Geschichtswissenschaft Österreichs und man darf mit Fug und Recht behaupten, dass er es war, der die moderne Stadtgeschichtsforschung in Österreich etabliert hat. Das geschah in verschiedenen Anläufen.
... zum vollständigen Nachruf von Prof. Peter Johanek

Boden. Wirtschaft. Gesellschaft - Anmeldung bis 15.04.2019 möglich
Ausschreibung des Wiener Preises für Stadtgeschichtsforschung
Die Stadt Wien hat am 31. Mai 2010 aus Anlass der Pensionierung von Herrn Archivdirektor Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll im Wege des Österreichischen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung (siehe: www.stadtgeschichtsforschung.at) den „Wiener Preis für Stadtgeschichtsforschung“ (WPS) eingerichtet, der in den Jahren 2011, 2013, 2015 und 2017 vergeben wurde und für 2019 von neuem zur Ausschreibung gelangt. Der Preis ist auf der Grundlage einer Förderung durch die Kulturabteilung der Stadt Wien mit € 5.000,- dotiert.
Bis zum 30. April 2019 können von den jeweiligen Autor/innen Veröffentlichungen bzw. Dissertationen sowie Habilitationsschriften auf dem Gebiet der vergleichenden Stadtgeschichtsforschung des europäischen Raumes in deutscher Sprache eingereicht werden, die in den Jahren 2016 bis 2018, gegebenenfalls auch noch 2019, erschienen sind.
Die eingereichten Arbeiten sind nach Möglichkeit (auch) in elektronischer Form zu übermitteln. Beizufügen sind ein Lebenslauf sowie ein Verzeichnis der bisher publizierten Arbeiten der Autorin/des Autors.
Arbeiten, die jeweils im Jahr vor der Preisvergabe des WPS für den Preis der Stiftung „Pro civitate Austriae“ (siehe: www.stadtgeschichtsforschung.at) eingereicht wurden, können bei der Preisvergabe des WPS nicht berücksichtigt werden.
Die Einreichungen sind zu richten an:
Institut für österreichische Geschichtsforschung
Universität Wien
z. H. von Archivdirektor i. R. ao. Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll
Universitätsring 1
A-1010 Wien
PDFs per Email an: ferdinand.opll@hotmail.com
Die Entscheidung über die Zuerkennung des Preises erfolgt durch eine Jury und wird den Einreicher/innen im Sommer 2019 bekanntgegeben werden.
Nach der Entscheidung der Jury werden sämtliche eingereichten Arbeiten der Bibliothek des Instituts für österreichische Geschichtsforschung übergeben, um damit für die Forschung zur Verfügung zu stehen.

Dritter Workshop für Doktoranden zur Geschichte Westfalens
Redaktionsrichtlinien - Reihe Städteforschung
Die Richtlinien der Redaktion zur Gestaltung von Texten in der Reihe Städteforschung sind geringfügig angepasst worden und können hier von Autoren und Herausgebern abgerufen werden:
Redaktionsrichtlinien - Reihe Städteforschung
Freitagskolloquium am 25. Januar 2019
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält am 25. Januar 2019 Anne Südbeck M.A. (Osnabrück) zum Thema:
Die weltliche Elite im hochmittelalterlichen Hildesheim
Die weltliche Elite Hildesheims des 13. Jahrhunderts setzte sich aus bischöflichen Ministerialen und (Rats-)Familien zusammen. Neben geschäftlichen Beziehungen bestanden zwischen ihnen auch verwandtschaftliche Verbindungen, die bis ins Hildesheimer Kanonikat hinein nachzuvollziehen sind. Das Selbstverständnis der Hildesheimer Elite sowie ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten lassen sich insbesondere durch Stiftungen an geistliche Institutionen in Hildesheim ablesen, wie an ausgewählten Beispielen verdeutlicht werden wird.
Alle Interessierten sind zu diesem Vortrag herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Freitagskolloquium am 11. Januar 2019
Freitags-Kolloquium am 22.11.2019
Im Freitags-Kolloquium am 22. November spricht Dr. Niels Petersen aus Göttingen zum Thema:
Zwischen Stadt und Land: Gestalt und Nutzen vorstädtischer Gartenanlagen (14.-16. Jh.)
Historische Stadtansichten zeigen oft Gartengrundstücke, die sich unmittelbar vor den Toren und unterhalb der Mauern erstrecken. Ihre Nutzung vom Spätmittelalter bis in das frühe 17. Jahrhundert hinein war vielfältig und reichte von der Selbstversorgung über den Anbau von Spezialpflanzen bis zur Nutzung als repräsentativer Freizeitort. Anhand verschiedener Beispiele aus dem Reich sollen die Gestalt, die Lage und das Recht der Gärten ebenso diskutiert werden, wie die Personen, die mit ihnen verbunden waren und welche ökonomische Bedeutung diese Gärten als Teil der Stadt besaßen.
Alle Interessierten sind herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Neuerscheinung zur Städtegeschichte


Neuerscheinung - Atlas "Lengerich"
Freitagskolloquium am 7. Dezember 2018
Dr. Fred Kaspar aus Telgte hält den nächsten Vortrag im Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte am 7. Dezember zum Thema:
„Lebensraum der Unterschichten westfälischer Städte in vorindustrieller Zeit – aus Gebäuden und Archiven“
Der Anteil der Einwohner, Armer und Mieter an der Gesamtbevölkerung einer Stadt und ihre soziale Zusammensetzung als Nutzer der Mietwohnungen dürfte deutlicher Indikator für die Situation der Stadtwirtschaft sein. In den Städten, in denen ein differenziertes Gewerbe bestand, nahm der Umfang der Unterschichten zu, was sich insbesondere in der zunehmenden Zahl von Mietwohnungen spiegelte. Der Bestand an Mietwohnungen war daher weniger von der Größe einer Stadt, sondern von ihrer wirtschaftlichen Struktur abhängig.
Es gab eine breite Abstufung in Größe und Qualität städtischer Wohnhäuser und / oder Wohnungen in Nordwestdeutschland: „Haus“ blieb hierbei der Begriff, der dem Bürger als Besitzer eines eigenen Anwesens zugeordnet wurde. Bürgerhaus ist damit im eigentlichen Sinn des Wortes ein rechtlich definierter Begriff. Daneben gab es als deutlich reduzierte Form des Bürgerhauses nicht nur das "Kleine (Bürger-) haus" (auch Häuslein oder halbes Haus), sondern auch das Miethaus, als Gadem, Bude oder Speicher bezeichnet.
Das „normale“ Bürgerhaus ist zumindest bis in das 18. Jahrhundert ein großes giebelständiges Haus. Es befand sich im Besitz eines Bürgers und ist die Bauform, die bis heute unsere allgemeine Vorstellung von Altstadt prägt. Daneben gab es aber auch deutlich kleinere, ebenfalls giebelständige Häuser der Handwerker, die wirtschaftlich in bescheidenem Rahmen lebten, aber ebenfalls Bürgerrecht besaßen. Als Privatbesitz konnten sie eine wesentliche Voraussetzung zur Erlangung des Bürgerrechtes erfüllen, so dass der Gestalt dieser Bauten in Giebelstellung wohl auch Symbolcharakter zukommt.
Eine Sonderform des Kleinen Bürgerhauses wurde in der Neuzeit zunehmend das Mauerhaus (im Unterschied zu den anderen Quellen entnommenen Bezeichnungen ein wissenschaftlicher Begriff), das allerdings in der Regel trotzdem traufenständig war. Mietwohnungen wurden nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen in Nordwestdeutschland hingegen stets so konzipiert, dass eine eigenständige Wohneinheit mit einem eigenen Zugang vom öffentlichen Verkehrsraum bestand. Wurden – was das Normale war – mehrere Mietwohnungen im Verbund errichtet, geschah dies daher fast ohne Ausnahme in der Form von Reihenhäusern und nicht in der Form von Etagenwohnungen mit gemeinsamer Erschließung. Da die gängige Bauform also über Jahrhunderte das Reihenhaus mit mehreren nebeneinander geschaffenen Wohnungen unter einem Dach blieb, muss auch von der „Mietwohnung“ und nicht vom „Miethaus“ gesprochen werden.
Alle Interessierten sind herzlich um 16 Uhr c.t. ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Stellenausschreibung / Call for Applications
The Max Weber Centre for Advanced Cultural and Social Studies (Max-Weber-Kolleg) at the University of Erfurt is an Institute for Advanced Studies and permanent graduate school. Within its Weberian research programme, it hosts several interdisciplinary research projects. It currently invites applications for up to
2 doctoral positions for Ph.D. projects in the fields of History and History of Religion
Pay category E 13 TV-L (65 %)
and
1 post-doctoral position for a habilitation project in the field of History of Urbanisation or Religion of South Asia
Pay category E 13 TV-L (100 %)
within the framework of the research project “Religion and Urbanity: reciprocal formations”, directed by Prof. Dr. Susanne Rau and Prof. Dr. Jörg Rüpke.
Positions are to be filled by 1 April 2019 for a period of 36 months (further extension possible, depending on personal requirements and institutional settings.).
The project examines the long-term relationships between urbanity and religion in cities of very different types from the first millennium BC onwards. Successful candidates will work on a project that connects problems of the history of urbanisation and urbanity with problems of the history of religion for cities or regions in Europe, the circum-Mediterranean area, West or South Asia from Antiquity onwards.
Successful candidates will participate in the project’s research programme, engage in joint research and (in the case of the postdoctoral positions) take over administrative duties related to the project.
Requirements
• Excellent degree (MA for doctoral, Doctorate/PhD for postdoctoral positions) in History or History of Religion, Anthropology or a closely related discipline
• Knowledge of English, German (at least reading skills; candidates without knowledge of German are requested to take courses), and other languages relevant for the research planned
• Willingness to cooperate within the research project and to take part in the study programme within the interdisciplinary research environment of the Max-Weber-Kolleg
• Willingness to pursue a doctorate or habilitation at the University of Erfurt, preferentially in History or History of Religion/Religious Studies
The research programme is outlined on the project’s website https://www.uni-erfurt.de/go/urbrel. For more information about the Max-Weber-Kolleg see: https://www.uni-erfurt.de/max-weber-kolleg/. The call for applications is directed at applicants who fulfil the requirements of the Act of Academic Fixed-Term Contract (Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, WissZeitVG). The general conditions of employment of the Thuringian University Act (Thüringer Hochschulgesetz, ThürHG) §91 pass. 5 apply.
Comments/Remarks
The University of Erfurt is an equal opportunity employer in compliance with the Thuringian Equal Opportunities Act (Thüringer Gleichstellungsgesetz). Equal opportunity issues are addressed throughout the application and selection process. Handicapped applicants are given preference in cases of equal qualification.
Please address informal enquiries to Dr. Asuman Lätzer-Lasar (asuman.laetzer-lasar@uni-erfurt.de).
Application Deadline
Please submit your application with CV, copies of your final school and university degrees, a copy of your MA or diploma resp. dissertation thesis, one recent letter of recommendation and an outline of the project you would like to pursue (2,500-5,000 words) with a stringent discussion of your research questions, the state of research on the topic, your methodological approach and the leading hypotheses as well as a working schedule and projected date of completion as pdf-files (maximum of 10 MB) and up to five publications (if applicable) by 06 January 2019 to:
University of Erfurt • Max-Weber-Kolleg • mwk.bewerbungen@uni-erfurt.de
Data Protection
For the electronic submission of your application, please find the necessary encrypting certificate with the public key for secure transmissions to the e-mail address given below under https://www.uni-erfurt.de/personal-und-recht/ausschreibungen, listed under the respective Call for Applications. Secure transmission of your data cannot be warranted if you do not make use of this encrypting method.
In sending your application files in electronic form, you agree to having your e-mail scanned for harmful coding, viruses and spam, to the temporary saving of the necessary data of your correspondence and to the conducting of further correspondence via e-mail without further encryption.
By submitting your application, you also agree to the further processing of the submitted personal data within the application process. This agreement can be withdrawn at any point in written or electronic form, without specifying your reasons. Please note that withdrawal of your agreement may lead to your application not being further considered for the position applied for.
All further regulations regarding data protection according to §13 of the General Data Protection Regulation (EU) 2016/679 may be found under https://www.uni-erfurt.de/personal-und-recht/ausschreibungen/ (download Data Protection Information for Applicants).
Notice
The University of Erfurt does not refund any costs incurred in the application process.
Ausfall des Proseminars
Das Proseminar von Prof. Dr. Werner Freitag zum Thema "Die Stadt in der Frühen Neuzeit" fällt am Montag, dem 26.11.2018 (14–18 Uhr), aus!

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung: Band A99
Freitagskolloquium am 16. November 2018
Dr. Colin Arnaud aus Münster hält den nächsten Vortrag im Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte zum Thema:
„Markt – Dom – Rat. Konstituierung und Erfahrung zentraler Räume in den spätmittelalterlichen Städten am Beispiel von Bologna und Straßburg“
Das Stadtzentrum ist heute wie damals von zwei konträren Dynamiken geprägt: Einerseits ist es der Treff- und Sammelpunkt für eine breite Bevölkerung, anderseits ist es so gefragt und umkämpft, dass nur die Reichsten und die Mächtigsten dort ein Gebäude besitzen konnten. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, ob in den spätmittelalterlichen Städten die horizontale oder die vertikale Zentralität überwog. Anhand der Fallbeispiele Bologna und Straßburg werden drei Arten von Zentren berücksichtigt: das wirtschaftliche (zentraler Marktplatz), das religiöse (Kathedral- oder Hauptkirche) und das politische Zentrum (Rathäuser).
Alle Interessierten sind am 16.11.2018 herzlich um 16 Uhr c.t. ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Bibliothek des IStG an Allerheiligen geschlossen
Die Bibliothek des IStG bleibt an Allerheiligen, dem 01.11.2018, geschlossen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Vortragsreihe über Architekten und Entwürfe für Münster
Am Mittwoch, dem 24.10.2018, beginnt in Münster eine dreiteilige Vortragsreihe über Architekten, die das Stadtbild Münsters im 20. Jahrhundert - durch realisierte Projekte wie durch ihre Entwürfe - maßgeblich geprägt haben. So werden u.a. Carl Schirmeyer und die Anlage des Aasees (1920er Jahre), Peter Poelzig und Pläne für den Ausbau Münsters zur Gauhauptstadt in den 1930er/40er Jahren sowie Dieter und Ulrike Kälberer mit dem Bau des Aegidiimarktes (1976-1979) thematisiert.
Weitere Informationen zu den Vorträgen über Stadtbauräte/Architekten und deren Projekte finden Sie in der Münsterischen Zeitung vom 22. Oktober 2018.
THEMEN & TERMINE
Regierungsbaumeister Carl Schirmeyer (1869-1956)
Mittwoch, 24.10.2018
19 Uhr, A2, Aaseeterrassen
Stadtbaurat Peter Poelzig (1906-1981)
Mittwoch, 14.11.2018
19 Uhr, Villa ten Hompel
Dieter und Ulrike Kälberer (*1935/*1936)
Mittwoch, 5.12.2018
19 Uhr, VHS-Forum, Aegidiimarkt
Freitagskolloquium am 26. Oktober 2018
Den nächsten Vortrag im Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte hält PD Dr. Lars Behrisch aus Utrecht am 26.10.2018 zum Thema:
„Städtische Verfassungen im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts - Überlegungen im Rahmen einer allgemeinen Geschichte der Demokratie“
Im Vortrag soll zum einen ein aktuelles Buchprojekt und die ihm zugrunde liegenden Thesen zu den Wurzeln der Demokratie im frühneuzeitlichen Europa vorgestellt werden. Die städtische Verfassungsgeschichte spielt hierbei naturgemäß eine wichtige Rolle; daher werden zum zweiten einige vergleichende Überlegungen zu korporativer Machtteilhabe in Städten des 17. und 18. Jahrhunderts angestellt, wobei es neben der deutschen um die englische, französische und niederländische Stadtgeschichte gehen wird. Drittens setzt sich PD Dr. Lars Behrisch in diesem Zusammenhang mit der eben erschienenen vergleichenden Geschichte des vormodernen Bürgertums von Maarten Prak kritisch auseinander ('Citizens without nations. Urban Citizenship in Europe and the World, c.1000-1789', Cambridge University Press 2018).
Alle Interessierten sind herzlich um 16 Uhr c.t. ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Freitagskolloquium am 12. Oktober 2018
Den Auftakt des Freitags-Kolloquiums zu Problemen vergleichender Städtegeschichte im Wintersemester 2018/2019 macht Dr. Rolf Westheider, Stadtarchivar der Stadt Versmold, am Freitag, 12. Oktober 2018.
Dr. Westheider spricht in seinem Vortrag zum Thema:
Grenzfall Versmold. Der mühsame Weg vom Dorf zur Stadt
Versmolds extreme Grenzlage im äußersten Westen der Grafschaft Ravensberg hat sich für die Entwicklung des Ortes vom Dorf zur Stadt über Jahrhunderte hinweg entwicklungshemmend ausgewirkt. Der Vortrag zeichnet die mühsame Stadtwerdung nach und richtet den Blick auf einzelne Stationen dieses Weges. Wichtig dabei ist auch der Übergang vom wirtschaftlichen Leitsektor Leinen und Segeltuch zum bis heute dominanten Sektor der Fleischverarbeitung am Übergang zum 20. Jahrhundert. Heute ist Versmold mit mehr als 20.000 Einwohnern das ostwestfälische Tor zum Münsterland.
Alle Interessierten sind herzlich zum Vortrag um 16 Uhr c.t.(!!!) ins Sitzungszimmer des Instituts für vergleichende Städtegeschichte eingeladen.
STELLENAUSSCHREIBUNG - Promotionsstelle an der MLU in Halle (Saale)
An der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale) ist ab dem 1.2.2019 die Stelle für eine(n) wissenschaftliche(n) Mitarbeiter/in im DFG-Projekt "Index Librorum Civitatum. Verzeichnis der Stadtbücher des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, ein Instrument der historischen Grundlagenforschung" in Teilzeitbeschäftigung (65%) zu besetzen.
Weitere Informationen zur Ausschreibung, auf die sich Interessierte bis zum 30.11.2018 bewerben können, finden Sie unter folgendem Link:
Stellenausschreibung - „Index Librorum Civitatum. Verzeichnis der Stadtbücher des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, ein Instrument der historischen Grundlagenforschung“

Programm des Freitagskolloquiums im Wintersemester 2018/19
Bibliotheksschließung am Tag der Deutschen Einheit
Am Tag der Deutschen Einheit, 03.10.2018, bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis

Neuerscheinung: Handbuch Landesgeschichte

Vortragsreihe "Zur westfälischen Geschichte"

Neuerscheinung zur Städtegeschichte

Summerschool: „Urbanität und Industrialisierung in Kleinstädten in Westfalen in Topographie und Kartographie“ - 6.-8. September 2018

Neuerscheinung zur Stadtgeschichte

LAGIS-Hessen - Tagungsankündigung

Neuer Band zur Stadtbuchforschung - Tagungsankündigung
Freitagskolloquium
Zum Abschluss der Reihe Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte im Sommersemester 2018 spricht Prof. Dr. Werner Freitag (Münster) am 20.07.2018 zum Thema:
Entscheidungsgesellschaften? Dörfer und Kleinstädte um 1900 in Westfalen
Dörfer und Kleinstädte standen um 1900 vor ähnlich großen Herausforderungen wie die großen Städte. Der Vortrag beleuchtet, wie in den Gemeindeversammlungen über Krankenhausbauten, E-Werke, Parkanlagen, Schulneubau und Gemeindegrenzen beraten und entschieden wurde. Welche Mittel nutzten die Gemeindeverordneten, um den „Graben der Ungewissheit“ zu überspringen? Hielten sie sich an das von der Landgemeindeordnung von 1856 vorgegebene Verfahren? Welche Rolle spielten Informationen? Kam es zu Vertagungen oder zur Verlagerung von Entscheidungen in Kommissionen? Diese Fragen, die im Kontext des münsterischen SFB „Kulturen des Entscheidens“ stehen, werden am Beispiel westfälischer Landgemeinden und Titularstädte (Eickel, Liesborn, Neubeckum, Versmold, Wanne) thematisiert.
Alle Interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Städtegeschichte auf dem Historikertag
Vom 25. bis 28. September 2018 findet in Münster der 52. Deutsche Historikertag statt. Unter dem Thema ‚Gespaltene Gesellschaften‘ gibt es auch dieses Mal wieder viele Sektionen, Vorträge, Veranstaltungen und Exkursionen, die für Städtehistoriker interessant sind. Das IStG (Werner Freitag) und die Internationale Kommission für Städtegeschichte (Martin Scheutz) organisieren am Mittwoch, dem 26.09.2018, die Sektion „Ein bürgerliches Pulverfass? Waffenbesitz und Waffenkontrolle in der alteuropäischen Stadt“. Regula Schmid (Bern), Holger Gräfe (Marburg), Jean-Dominique Delle Luche (Paris) und Enno Bünz (Leipzig) behandeln die Themen, Waffengebrauch und Waffenbesitz sowie die Orte der Aufbewahrung in Mittelalter und früher Neuzeit. Werner Freitag (IStG) referiert in der Sektion „Man kennt sich“ – Verflechtungen und Verwerfungen zwischen Niederländern und Westfalen im 19. und 20. Jahrhundert anhand des jüngsten Historischen Atlas westfälischer Städte zu Gronau über Niederländische Unternehmer und Arbeiter in der westmünsterländischen Baumwollindustrie um 1900.
Besonders hinweisen möchten wir Sie zudem auf den „Abend der Landesgeschichte“ am 26.09.2018 im Erbdrostenhof, auf dem das neue „Handbuch Landesgeschichte“ präsentiert werden wird.
Weitere Veranstaltungen mit städtegeschichtlichem Bezug
Summer School: „Urbanität und Industrialisierung in Kleinstädten in Westfalen in Topographie und Kartographie“ - 6.-8. September 2018
Das dreitägige Blockseminar führt anhand des Forschungsthemas ‚Urbanität und Industrialisierung in Kleinstädten‘ in die historische Geographie/Kartographie ein. In dem Seminar werden digitale Techniken zur Aufbereitung und Präsentation raumbezogener, wissenschaftlicher Befunde und Daten vermittelt (QGIS). Die Studierenden sollen lernen, historische Pläne durch Georeferenzierung mit den aktuellen Kartenangeboten (OpenStreetMap, Google Maps) in Beziehung zu setzen und auf diese Weise Wandlungen und Kontinuitäten städtischer Räume sichtbar zu machen. Ziel ist die Aneignung neuer fachlicher und methodischer Kenntnisse im Bereich der Digital Humanities, die als Zusatzqualifikation bewerbungsrelevant sein können.
Die Summer School richtet sich an Studierende der Geschichtswissenschaft wie auch anderer Geisteswissenschaften. Das Seminar kann im Rahmen der Studiengänge der Lehreinheit Geschichte in den Modulen zu den Historischen Grundwissenschaften im Wintersemester 2018/19 angemeldet und angerechnet werden.
Im Vorfeld des Seminars erhalten die Teilnehmer eine Literaturliste zur Vorbereitung sowie eine Liste der zu installierenden Software.
Lehrende: Prof. Dr. Werner Freitag; Dr. Thomas Tippach; Dr. Daniel Stracke; Tobias Kniep, B.Eng.
Anmeldung: bis zum 18.07.2018 bei istg@uni-muenster.de.
Datum: 06.-08. September 2018 (Vorbesprechung am 19.07.2018 um 10:30 Uhr)
Ort: Institut für vergleichende Städtegeschichte, Königsstr. 46, 48143 Münster
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält Dr. Dominik Kuhn (Lübeck) am 29.06.2018 über
Diplomatische Aspekte hansestädtischer Urkunden
Rangstreitigkeiten unter den Hansestädten gehörten fast zur Tagesordnung der Hansetage. Was können von mehreren Hansestädten besiegelte Urkunden über die Hierarchie unter den Hansestädten verraten, da doch die Anordnung von Siegeln einer bestimmten Etiquette folgte? Dominik Kuhn widmet sich dieser Frage, indem er den Kanzleigebräuchen, der Ausfertigung und insbesondere der Besiegelungspraxis hansestädtischer Urkunden nachgeht.
Alle Interessierten sind dazu ab 15 Uhr c.t. herzlich ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Dr. Dominik Kuhn ist Archivrat im Archiv der Hansestadt Lübeck.
Gastwissenschaftler am IStG
Vom 4.6. bis 30.9.2018 forscht Marcin Sumowski aus Toruń als Gastwissenschaftler am IStG zu seinem Dissertationsthema: "Clerus et cives. Die Niedergeistlichkeit im städtischen Sozialraum des spätmittelalterlichen Preußens".

International Workshop: The 1:2.500 base map of Historic Towns Atlases and the prospects of digital editing
Freitagskolloquium am 6. Juli 2018
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält Dr. Nina Gallion (Kiel) am 06.07.2018 zum Thema
Wenn Städte sterben. Prozesse der Deurbanisierung in ausgewählten Regionen Mitteleuropas (1250–1650) – eine Projektvorstellung
Bislang gilt die Stadt als Erfolgsmodell des späten Mittelalters, doch gab es am Übergang zur Frühen Neuzeit de facto weitaus weniger Städte, als einstmals entstanden waren. Ein nicht geringer Teil verlor seinen Status und existierte fortan nur noch als Dorf. Dieser Prozess der Deurbanisierung steht im Mittelpunkt des kommenden Vortrags, der das Gesamtphänomen beleuchtet und nach den Möglichkeiten seiner Erforschung fragt. Beispielhaft werden dafür die Regionen Württemberg, das Weserbergland und die Uckermark sowie der Großraum Schleswig-Holstein und Dänemark herangezogen.
Alle Interessierten sind dazu ab 15 Uhr c.t. herzlich ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Freitagskolloquium
Im Freitags-Kolloquium am 8. Juni 2018 (15 Uhr c.t.) spricht Marcin Sumowski, Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń, zum Thema:
„Clerus et cives. Die Niedergeistlichkeit im städtischen Sozialraum des spätmittelalterlichen Preußens”
Der Vortrag handelt von der Präsenz des Klerus in der spätmittelalterlichen Stadt, wobei prosopographische sowie sozialwissenschaftliche Aspekte berücksichtigt werden und Fragen nach Netzwerken, nach der sozialen Rolle von einzelnen Geistlichen wie auch der Gruppe und nach den Beziehungen zwischen Weltklerus und Stadtbürgertum gestellt werden:
Welche Bedeutung kommt dem Priester in der Stadtgemeinschaft zu? Welche Funktionen übernehmen die Geistlichen in der Stadt? Bilden sie tatsächlich eine soziale Gruppe? Wie beeinflusst das Rollenverständnis die Interaktion mit dem Bürgertum?
Marcin Sumowski ist als wissenschaftlicher Assistent an der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruń beschäftigt. In Münster absolviert er ein 4-monatiges Praktikum am Institut für vergleichende Städtegeschichte. Im Vortrag werden die wichtigsten Thesen seiner Doktorarbeit vorgestellt.
Bibliotheksschließung an Fronleichnam
An Fronleichnam, 31.05.2018, bleibt die Institutsbibliothek geschlossen. Am Freitag, dem 01.06.2018, können Sie die Bestände zu den regulären Öffnungszeiten (freitags zwischen 09:00 und 14:00 Uhr) wieder nutzen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Bibliotheksschließung über Pfingsten
Über die Pfingsttage bleibt die Institutsbibliothek geschlossen. Ab Dienstag, 22.05.2018 können Sie die Bestände wieder zu den regulären Öffnungszeiten nutzen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Stellenausschreibung - Universität Regensburg - Wissenschaftliche(r) Mitarbeiter/in
Am Graduiertenkolleg Metropolität in der Vormoderne der Universität Regensburg ist eine Teilzeitstelle (65% / 26,07 Wochenstunden) mit dem Ziel der Promotion und befristet für eine Dauer von drei Jahren zu besetzen. Bewerbungen bitte in einer pdf-Datei (max. 10 MB) bis zum 15. Juni 2018 an folgende E-mailadresse senden: joerg.oberste@geschichte.uni-regensburg.de.
... zur vollständigen Ausschreibung
Bibliotheksschließung an Christi Himmelfahrt
An Christi Himmelfahrt 10.05.2018 bleibt die Institutsbibliothek geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Freitagskolloquium
Im Freitags-Kolloquium am 18. Mai spricht Niklas Alt zum Thema:
„Geschichtswissenschaft, Geoinformationssysteme und das Web. Herausforderungen und Chancen einer digitalen historischen Geographie.“
Moderne Webentwicklung bietet ein enormes Potential zur Entwicklung modularer und hoch spezialisierter historischer, webbasierter GeoInformationssysteme. Im Vortrag werden anhand zweier Fallbeispiele allgemein verständlich etablierte Open Source Lösungen und aktuelle Entwicklungen im Bereich des Web-Mapping vorgestellt.
Es wird aufgezeigt, wie sich diese sowohl für Wissensvermittlung als auch für Forschungsumgebungen einsetzen lassen und welche spezifischen fachlich-historischen Herausforderungen es zu meistern gilt. Zudem wird für eine stärkere Etablierung digitaler geographischer Methoden innerhalb der Geschichtswissenschaft geworben.
Niklas Alt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum Europa (FZE) und promoviert zur Migrationsgeschichte in Stuttgart und München bei Prof. Dr. Lutz Raphael. Er betreut historische Projekte mit geographischen Schwerpunkt aus unterschiedlichen Epochen und ist aktives Mitglied der FOSS-GIS Community (Free and Open Source Software - Geographic Information Systems).
Alle Interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Bibliotheksschließung am 1. Mai
Am 01.05.2018 bleibt die Institutsbibliothek geschlossen. Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Freitagskolloquium
Im Freitags-Kolloquium am 4. Mai spricht Dr. Daniel Schmidt vom Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen zum Thema:
"Gelsenkirchen – Stadt der Arbeit und Erholung“. Eine Industriestadt als NS-Musterkommune: Anspruch und Wirklichkeit
Um bei der mehrheitlich NS-skeptischen Arbeiterbevölkerung Gelsenkirchens zu punkten, präsentierten die neuen nationalsozialistischen Machthaber nach 1933 umfangreiche Planungen, um die Urbanisierungsdefizite der jungen Industriestadt abzubauen und die lokalen Wohnraum-, Verkehrs- und Umweltprobleme zu lösen. Insbesondere nachdem sich 1938 die „Deutsche Arbeitsfront“ in die Stadterneuerung Gelsenkirchens eingeschaltet hatte, entstanden ambitionierte Zukunftspläne für eine „Arbeitermusterstadt“. Mit der grundlegenden Umgestaltung der Stadt, die letztlich im Ansatz stecken blieb, beabsichtigte das NS-Regime, die Belastbarkeit seiner „Volksgemeinschafts“-Vision vor Ort zu demonstrieren. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe dieser Planungen und die Ursachen ihres Scheiterns.
Alle Interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung - A 98

Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung - A 97
Freitagskolloquium
Am 20. April um 15 Uhr c.t. hält Marie-Paule Jungblut aus Luxemburg den ersten Vortrag im Freitags-Kolloquium des Sommersemesters 2018 zum Thema:
Digitale historische Führungen und Spiele am Beispiel der Stadt Luxemburg
Alle Interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Anhand von einigen rezenten digitalen Projekten, die sich mit der Geschichte der Stadt Luxemburg befassen, zeigt der Vortrag Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Medien für die Geschichtsvermittlung. Darüber hinaus geht er darauf ein, welche Berufsfelder sich durch derartige Projekte für angehende Historikerinnen und Historiker öffnen und wie die Universität sie darauf vorbereiten kann.
Tagung der Internationalen Kommission für Städtegeschichte in Salzburg - 19.-21. September 2018
Programm zur Tagung der Internationalen Kommission für Städtegeschichte in Salzburg

Präsentation des Historischen Atlas westfälischer Städte. Band 10: GRONAU

Rezension zu: Schweikl, Die Stadt Passau in der Weimarer Republik (D. Gruttmann, IStG)
Die Wissenschaftler des Instituts für vergleichende Städtegeschichte besprechen in unregelmäßigen Abständen aktuelle einschlägige Buchpublikationen. Zuletzt verfasste Dörthe Gruttmann eine Rezension zu Michael Schweikls Dissertation zur Stadt Passau in der Weimarer Republik (veröffentlicht 2016 im Klinger-Verlag, Passau). Die pdf-Version der Buchbesprechung finden Sie hier und auf der Internetseite des IStG.
Bibliographische Daten der besprochenen Publikation:
Michael Schweikl: Die Stadt Passau in der Weimarer Republik (1919-1933). Städtische Strukturpolitik, Partizipation der Bürger und städtische Institutionen in der Zeit der ersten deutschen Demokratie (Veröffentlichungen des Instituts für Kulturraumforschung Ostbaierns und der Nachbarregionen der Universität Passau, 71), Passau: Dietmar Klinger Verlag, 2016, zugleich: Dissertation, Universität Passau, 2013/14, XVII, 565 Seiten : Illustrationen, ISBN 978-3-86328-144-1

Deutsches Städtebuch - Neubearbeitung der neumärkischen Städte
Freitagskolloquium
Den letzten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte im Wintersemester 2017/18 hält am 26. Januar 2018 Antje Reppe M.A. aus Dresden zum Thema:
"Inszenierte Heimat – Heimatfeste in der mitteldeutschen Industrieregion zwischen Traditionsbewusstsein und Fortschrittsoptimismus (1898 bis 1933)"
Alle Interessierten sind dazu herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Ende des 19. Jahrhunderts waren die zunehmende Urbanisierung und die damit verbundene Mobilisierung der ländlichen Bevölkerung in den industriellen Ballungszentren bereits zum Alltag geworden, die damit einhergehenden ökonomischen, sozialen und auch mentalen Folgeerscheinungen allerdings weniger. Die vielschichtige Heimatbewegung – und die in diesem Kontext anzusiedelnden Heimatfeste – waren eine Antwort auf diese „Ambivalenz der Moderne“. Der Festtypus und das ihm zugrunde liegende Heimatverständnis resultierten zwar aus den Veränderungen der Moderne, zielten aber nicht darauf, diese per se abzulehnen. Vielmehr ist der Anspruch erkennbar, eine sinnstiftende Verbindung gegenwärtiger gesellschaftlicher und ökonomischer Entwicklungen mit der Bewahrung von Traditionen einzugehen.
Bibliothek bleibt am 18.1.2018 geschlossen
Aufgrund der Sturmschäden bleibt die Bibliothek des IStG am 18.1.2018 geschlossen.
Freitags-Kolloquium fällt am 19.1.2018 aus
Der Vortrag im Rahmen des Freitags-Kolloquiums von Dr. Dominik Kuhn (Lübeck) zum Thema: Diplomatische Aspekte hansestädtischer Urkunden fällt am 19.1.2018 aus.
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält Dr. Dominik Kuhn (Lübeck) am 19.1.2018 über
Diplomatische Aspekte hansestädtischer Urkunden
Alle Interessierten sind dazu ab 16 Uhr c.t. herzlich ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Rangstreitigkeiten unter den Hansestädten gehörten fast zur Tagesordnung der Hansetage. Was können von mehreren Hansestädten besiegelte Urkunden über die Hierarchie unter den Hansestädten verraten, da doch die Anordnung von Siegeln einer bestimmten Etiquette folgte? Dominik Kuhn widmet sich dieser Frage, indem er den Kanzleigebräuchen, der Ausfertigung und insbesondere der Besiegelungspraxis hansestädtischer Urkunden nachgeht.
Freitagskolloquium
Den ersten Vortrag des Freitagskolloquiums im neuen Jahr hält am 12. Januar 2018 Dr. Sönke Friedreich vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV) Dresden zum Thema:
Eine vaterländisch getreue, geistesstarke, sittenernste Stadt." Stadtentwicklung und städtische Selbstbilder in Plauen (1880-1933).
Alle Interessierten sind dazu herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Zwischen der Gründung des Kaiserreichs und dem Ende der Weimarer Republik erlebte die Textilstadt Plauen im sächsischen Vogtland einen spektakulären Aufstieg zur industriellen Großstadt, gefolgt von einem tiefen Fall in die Dauerkrise. Angetrieben durch die Expansion der Spitzen- und Stickereiherstellung und die Einbindung in den Welthandel entfaltete Plauen ein urbanes Leben, das sich zwischen großstädtischem Anspruch und provinzieller Beharrung bewegte. Der Vortrag beleuchtet Sichtweisen der Einwohnerschaft auf den Großstadtwerdungsprozess und die sich dabei herauskristallisierende Identität der Stadt, und er fragt nach der Krise dieser Selbstbilder nach dem Ende des Ersten Weltkrieges.
Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2018!
Bibliothek über die Weihnachtsfeiertage/Jahreswechsel geschlossen
Über Weihnachtsfeiertage und Jahreswechsel bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Ab dem 8. Januar 2018 können Sie unsere Bestände wieder zu den regulären Öffnungszeiten nutzen.
Zweite Auflage für Deutschen Historischen Städteatlas Dortmund – viele historische Infos jetzt auch online
Was war wann in Dortmund – und wo? Ob es um die mittelalterliche Königsburg vor den Mauern der Stadt geht oder um das „Theater lebender Photographien“, wie das erste Dortmunder Kino von 1906 genannt wurde – ein Werk gibt Auskunft: der Dortmund-Band in der Reihe „Deutscher Historischer Städteatlas“, herausgegeben vom Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster in enger Kooperation mit dem Dortmunder Stadtarchiv. Nachdem der Städteatlas Dortmund 2017 innerhalb kurzer Zeit vergriffen war, erscheint er jetzt in zweiter, noch einmal verbesserter Auflage.
Obwohl der Städteatlas voller spannender Detailinformationen steckt, ist er vor allem eine Sammlung historischer Karten, Bilddokumente und Texte, die im reich illustrierten Textheft von 52 Seiten und auf 22 großformatigen Farbtafeln untergebracht sind. Nicht nur für Dortmunderinnen und Dortmunder wird dadurch die Geschichte der eigenen Stadt mittels Fotografien, Stadtplänen und Landkarten anschaulich und nachvollziehbar erklärt.
Als Teil eines internationalen Forschungsverbundes, des Europäischen Städteatlas, stellt die Publikation die ehemalige Reichsstadt und Industriemetropole Dortmund in den Zusammenhang anderer, für die Vielgestalt des Europäischen Städtewesens repräsentativer Beispiele.
Interaktive Stadtkarten auf www.staedtegeschichte.de
Auf Grundlage des Städteatlas entwickelte das IStG ein Online-Angebot von vier unabhängigen, interaktiven Modulen zur Dortmunder Stadtgeschichte. Es ist ab sofort frei zugänglich und über www.staedtegeschichte.de abrufbar. Das Portal bündelt vielfältige Informationen und wissenschaftliche Ressourcen zur europäischen Städtegeschichte. Dortmund hat im Bereich „Interaktive Stadtkarten“ neben Braunschweig, das als Prototyp bearbeitet wurde, einen prominenten Platz.
Die interaktiven Stadtkarten bieten die Möglichkeit, durch Aus- und Einblenden Informationen zu sortieren, getrennte Aspekte miteinander in Beziehung zu setzen und thematische Schwerpunkte selbst zu bestimmen. Anhand intuitiver Steuerung mit Ebenenauswahl, Zoom und Begriffssuche kann der Benutzer durch vier Kartenanwendungen navigieren und über interaktive Schaltflächen zusätzliche Infos abrufen:
- Die bauliche Gestalt Dortmunds in historischen Stadtplänen enthält Innenstadtpläne der Jahre 1826/27, 1870/71 und 2014, welche die Stadt jeweils in vielen Details zeigen und auch den Vergleich der Dortmunder Innenstadt in der Vormoderne, in der Zeit der Industrialisierung und heute ermöglichen.
- Siedlungsentwicklung I: Von den Anfängen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zeigt die Karte das Flächenwachstum Dortmunds von den ersten Siedlungsansätzen im Frühmittelalter anhand dynamisch zuschaltbarer Entwicklungsphasen mit erläuternden Kommentaren. Interaktive Schaltflächen erschließen historische Daten zu besonderen Gebäuden und zeigen die Bedeutung archäologischer Fundstellen.
- Siedlungsentwicklung II: Die Straßen- und Gebäudeentwicklung seit Beginn des 19. Jahrhunderts macht in drei Zeitschnitten die Transformation des Dortmunder Stadtkerns durch die Verdichtung der Bebauung und die Veränderung des Straßennetzes im Lauf der Zeit nachvollziehbar.
- Die Karte „Dortmund im Nationalsozialismus“ geht zurück auf die Projektarbeit des Dortmunder Stadtarchivs und macht deutlich, wie sehr der Stadtraum der Industriemetropole zwischen 1933 und 1945 von den Unterorganisationen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), aber auch von Zwangsarbeiterlagern und (weiteren) Orten des NS-Terrors durchdrungen war.
Bibliografische Angaben:
Stefan Mühlhofer, Thomas Schilp & Daniel Stracke: Dortmund – Deutscher Historischer Städteatlas Nr. 5, hg. v. Peter Johanek, Jürgen Lafrenz & Thomas Tippach am Institut für vergleichende Städtegeschichte, 2. Aufl. Münster (Ardey-Verlag) 2018. ISBN 978-3-87023-277-1. Preis € 39,90
Neuerscheinung - Reihe Städteforschung
Band A 96 der Reihe Städteforschung ist erschienen:
Eva Jullien, Die Handwerker und Zünfte der Stadt Luxemburg im Spätmittelalter, Köln u.a. 2017.
Handwerker und deren Organisationen übernahmen im Mittelalter vielfältige Funktionen für das städtische Gemeinwesen. Am Beispiel der Stadt Luxemburg, in der am Ende des 14. Jahrhunderts zwischen 5.000 und 7.000 Einwohner lebten, werden in dieser Studie die Handlungsräume der Zünfte sowie die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der einzelnen Gewerbe nachgezeichnet. Mit der Untersuchung der handwerklichen Netzwerke leistet das Buch ferner einen grundlegenden Beitrag zum Verständnis mittelalterlicher Gesellschaften und zur Erforschung der Mechanismen, die in einer mittelgroßen Stadt gesellschaftlich strukturierend wirkten.
Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte
Den nächsten Vortrag im Freitags-Kolloquium hält am 08.12.2017, um 16 Uhr c.t., Prof. Dr. Andreas Dix (Bamberg) zum Thema:
FNZ GIS - Ein historisches Informationssystem zu den Staatenwelten Mitteleuropas in der Frühen Neuzeit.
Alle Interessierten sind dazu herzlich in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Als politisches Gebilde war das Heilige Römische Reich Deutscher Nation bereits für die Zeitgenossen schwer zu überschauen und zu verstehen. Gesamtüberblicke verschafften die Matrikel und die kleinmaßstäbigen Atlaskarten mit ihrer Darstellung der Reichskreise. Neuere historische Atlanten geben oft nur einen groben Überblick oder decken nur Teilregionen ab. Mithilfe eines historischen Informationssystems soll versucht werden, über die Gesamtfläche des Alten Reiches und eines großen Teiles seiner Nachbargebiete ein Bild der territorialen Struktur mit einer höheren Auflösung zu erzeugen. Dazu werden für ca. 300 Territorialeinheiten von 1648 bis 1820 für einzelne zeitliche Querschnitte jeweils Grenzgeometrien und spezifische Attribute verwendet. Perspektivisch wird hiermit ein Werkzeug entwickelt, mit dessen Hilfe ein „reicheres Modell“ des Alten Reiches erzeugt werden kann. Der Vortrag berichtet über das seit 2016 von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung geförderte und zusammen mit Dr. Andreas Kunz (früher Institut für Europäische Geschichte in Mainz) durchgeführte Projekt.
Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte
Den nächsten Vortrag im Freitags-Kolloquium hält am 24.10.2017, um 16 Uhr c.t., Dr. Bastian Walter-Bogedain (Essen) zum Thema: "Und nennt meinen Namen mit keinem Wort!" Spionage und Gegenspionage im Kontext der Burgunderkriege (1468–1477).
Alle Interessierten sind dazu herzlich in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
„Und nennt meinen Namen mit keinem Wort!“
Spionage und Gegenspionage im Kontext der Burgunderkriege (1468-1477)
Es verwundert, dass sich die Mittelalterforschung bisher nur vereinzelt mit dem Phänomen der Spionage und Informationsbeschaffung beschäftigt hat. Schließlich enthalten Briefe, Berichte von Gesandten sowie Chroniken und zahlreiche andere Quellen zahlreiche Hinweise darauf, dass auch im Mittelalter Informationen auf geheimen Wegen beschafft, also „spioniert“ wurden. Am Beispiel der drei gegen den burgundischen Herzog verbündeten Städte Straßburg, Basel und Bern wird in dem Vortrag zunächst der Blick auf die Träger der Spionage gerichtet und versucht, Personen- und Berufsgruppen auszumachen, denen es besonders leichtfiel, Informationen zu eruieren, die für sie selbst oder aber auch ihre Führungsgruppen eine gesteigerte Brisanz besaßen. Sodann werden die Orte der Informationsbeschaffung in Augenschein genommen und gefragt werden, ob sich bestimmte Orte ausmachen lassen, an denen es einfach war, an Informationen und Nachrichten zu gelangen. Da es überdies häufig nicht klar ist, ob Informationen zufällig gehört wurden oder sich professionelle Wege der Beschaffung ausmachen lassen, sollen in dem Vortrag zuletzt die Formen und Funktionen der Spionage betrachtet werden.
10. November 2017 -– Festvortrag zu Ehren von Prof. Dr. Johanek
Prof. Dr. Peter Johanek, einer der bekanntesten deutschen Landes- und Stadthistoriker, feierte am 28. August 2017 seinen 80. Geburtstag. Ihm zu Ehren findet am 10.11.2017, um 16 Uhr c.t., ein Festvortrag im Hörsaal F2 (Fürstenberghaus, Domplatz 20–22) statt, zu dem interessierte Zuhörer herzlich eingeladen sind.
Peter Johanek kam 1981 als Professor für Mittelalterliche Geschichte an die Universität Münster. 1985 wechselte er auf die Professur für Westfälische Landesgeschichte, die er bis 2002 innehatte. 1984 wurde Peter Johanek zum Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen berufen, die er von 1990 bis 2003 als 1. Vorsitzender leitete. Als wissenschaftlicher Vorstand prägte er zudem über mehr als 23 Jahre ganz maßgeblich die Arbeit und Ausrichtung des Instituts für vergleichende Städtegeschichte.
Einen besonderen Fokus legte Johanek sowohl in seiner aktiven Zeit wie auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und den Austausch über Ländergrenzen hinweg. Dabei lagen ihm die europäische Perspektive und insbesondere die Förderung von Kontakten nach Südost- und Mitteleuropa besonders am Herzen. Peter Johanek verstand sich immer ausdrücklich als Landeshistoriker, der vom Raum und seiner kulturellen Prägung ausgeht, wobei er es stets verstand, Mikrogeschichte und Globalgeschichte zu verbinden.
Den Festvortrag zu Ehren seines 80. Geburtstages hält seine Schülerin Prof. Dr. Birgit Studt, Universität Freiburg, zum Thema „Gutes Regiment durch gelehrtes Wissen? Universitätsabsolventen in städtischen Diensten“.
Bibliothek über Feiertage und Brückentag geschlossen
Vom 30. Oktober bis 1. November 2017 bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Ab dem 2. November 2017 können Sie unsere Bestände wieder wie gewohnt zu den üblichen Öffnungszeiten nutzen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
„Routen der Reformation“ erweitert
Gestartet mit den Orten Minden, Münster und Osnabrück erfuhren die „Routen der Reformation“ in den ersten beiden Wochen nach der Freischaltung eine umfassende Erweiterung. Neben den nördlichen Kathedralstädten Westfalens können Sie sich jetzt auch in Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg auf die spannende Suche nach Zeugnissen der Reformation begeben. Wie steht der Marktplatz in Tecklenburg mit der Reformation in Verbindung? Warum ist eine Kanone auf der Burg Bentheim ein Zeugnis des neuen Glaubens oder wussten Sie, dass es in Steinfurt einst eine Universität gab, die als Gegenstück zu den katholischen Gründungen der Jesuiten in Westfalen angelegt war? Weiter wurden Ortschaften des Lübbecker Landes in die Routen der Reformation aufgenommen: Kennen Sie schon den Altar in der Kirche von Stift Quernheim oder die prunkvollen Epitaphe der Reformationszeit in der Kirche von Bad Holzhausen? Auch in den Orten Alswede, Börninghausen und Lübbecke hat die Reformation Spuren hinterlassen.
Diesen Spuren und den oben gestellten Fragen kann mit den Routen der Reformationen nachgegangen werden.
Die „Routen der Reformation“ sind Teil des durch die LWL-Kulturstiftung geförderten historischen Informationsportals Reformation in Westfalen, das vom Institut für vergleichende Städteschichte in Münster erarbeitet wurde. Neben Informationen zur Reformationsgeschichte der Territorien und größeren Städte Westfalens informiert das Portal mit einem Kalender über Veranstaltungen in der Region, die sich mit der Reformation beschäftigen. Ergänzung findet der Veranstaltungskalender durch den Twitterauftritt des Portals Reformation in Westfalen @RefInWestfalen.
Workshop: TOWNS AS LIVING SPACES
Die im Rahmen einer europäischen Initiative der Internationalen Kommission für Städtegeschichte arbeitenden nationalen und regionalen Städteatlasprojekte haben in 20 europäischen Ländern über 520 Publikationen hervorgebracht, die der Forschung vergleichbares Quellenmaterial zur Verfügung stellen, insbesondere historische Stadtansichten, Karten und Pläne. Diese vielfältigen Quellenkorpra aus der Editionsarbeit der Städteatlanten standen im Mittelpunkt eines von Dr. Judit Majorossy (Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Universität Wien) und Dr. Elisabeth Gruber (Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg) organisierten Workshops, der vom 4. bis 6. Oktober 2017 in Wien abgehalten wurde. Entlang thematischer Querschnitte zu den Bereichen Religion, Soziales, Macht, Wirtschaft und Verteidigung in der Stadt präsentierten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den Bereichen Archäologie, Geographie, Kunst- und Stadtgeschichte die Ergebnisse ihrer vergleichenden Forschungen zur Stadttopographie und belegten dabei eindrücklich deren Nutzen. Die interdisziplinäre Besetzung der Sektionen und die Kommentierung der Vorträge durch Kollegen aus der Atlasarbeit, u.a. des IStG, führte zu produktiven Diskussionen, die die Möglichkeiten und Grenzen der Städteatlanten intensiv ausloteten.
... zum Programm des Workshops
Beginn der Seminare von Prof. W. Freitag im Wintersemester
Die Seminare von Prof. W. Freitag beginnen in der zweiten Vorlesungswoche:
Proseminar: Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte; Beginn: 16.10.2017
Übung: Lateinische und niederdeutsche Quellen zur Geschichte der lutherischen Reformation und des Täuferreiches in Münster, Beginn 18.10.2017
Hauptseminar: das preußische Westfalen, Beginn: 20.10.2017
Freitagskolloquium - Wintersemester 2017/18
Das Programm für das Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte im Wintersemester 2017/18 liegt nun vor.
Den Beginn der Vortragsreihe macht am 20.10.2017, um 16 Uhr c.t., Olof Blomqvist (Stockholm) zum Thema: Integration and Exclusion - prisoners of war in early 18th century Sweden, Denmark and the Holy Roman Empire.
Alle Interessierten sind dazu herzlich in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Skulptur Projekte 2017 - Eine Bilanz
Bevor an einem warmen Herbstsonntag die Skulptur Projekte 2017 ein letztes Mal zahlreiche Besucher anlockten, wurde für diese große Münster‘sche Kunstschau am Abend des 30.09.2017 im LWL-Museum für Kunst und Kultur Bilanz gezogen. Vertreter aller Initiatoren und Veranstalter – LWL, Stadt Münster, Westfälische Provinzial, die Sparkassen-Finanzgruppe und die Kulturstiftung des Bundes – sowie das Kuratorenteam um Kasper König waren gekommen, um mit weiteren Kunstexperten der Frage nachzugehen, wem die Skulptur Projekte eigentlich gehören. Diese Frage wirkt auf den ersten Blick ebenso banal wie die Frage, wem die Stadt, das Land oder die Welt gehören – sie scheint aber ebenso wenig eindeutig beantwortet zu sein wie letztere. Darum lohnt es sich, hinzuschauen und hinzuhören. Bei allem Lob für die fünfte Ausgabe der Skulptur Projekte, für die über 8 Mio. Euro in die Hand genommen und über 600 000 Besucher angelockt worden waren, scheint auch an diesem Abend immer wieder die aus der Presse zitierte Kritik auf, die Skulptur Projekte seien – insbesondere auch im Vergleich zur dokumenta – zu unpolitisch, geradezu beschaulich, irgendwie nett, gefällig und sehr selbstreferenziell. Insbesondere letzteres liegt vor allem im Ursprungskonzept der Skulptur Projekte begründet, Kunst in Münster sowie Kunst für Münter(aner) zu schaffen und hier öffentliche Räume mit modernen Akzenten zu versehen, um sich künstlerisch mit dem Stadtraum auseinanderzusetzen. Zum ersten Mal wurde nun der Blick auch nach außen geöffnet und ein „heißer Draht“ nach Marl gespannt, wodurch das Thema des Strukturwandels in dieser Region offengelegt und eine interessante Vergleichsperspektive zwischen ‚blühender Universitätsstadt‘ und ‚im Niedergang begriffener Industriestadt‘ ermöglicht wird. Doch nicht das Nebeneinander, sondern das Miteinander habe hier – laut Marianne Wagner – im Mittelpunkt gestanden.
Dass die Einschätzung der Skulptur Projekte als Abbild einer spießbürgerlichen Beschaulichkeit den Werken wie dem Publikum nur oberflächlich betrachtet gerecht wird, konnte in den vergangenen Wochen jedem Besucher deutlich werden – gesetzt den Fall er brachte ein wertvolles Gut mit, nämlich Zeit. Schon lange gilt die Lessing‘sche Einteilung von Kunst in Raumkünste (Malerei, Plastik, Grafik etc.) und Zeitkünste (Theater, Musik, Literatur) nicht mehr. Die Grenzen haben sich verschoben. Und sicherlich greift eine Reduktion von plastischen Werken auf den Raum, den diese benötigen, um ihre Wirkung zu entfalten, während es den performativen Künsten vorbehalten sei Zeit zu beanspruchen, um ihren wahren Gehalt erfahren zu können, nicht erst seit dem Aufkommen von Happenings zu kurz. Kunst bedarf eines Publikums, das sich einlässt, das den Dialog nicht scheut und neugierig ist, Unbekanntes zu erfahren. Kunst ist Spiegel der Gesellschaft und sie gehört jedem, der in diesen Spiegel schaut. Auf den ersten Blick ist alles ebenso beschaulich wie die Stadt Münster, die nach nahezu vollständiger Zerstörung im Zweiten Weltkrieg als Zitat ihrer selbst wiederaufgebaut worden ist; während Marl in den Fünfzigerjahren ein modernes Antlitz erhielt. Bei genauerem Hinsehen scheinen jedoch andere, weit über Münster und Marl hinausweisende Themen immer wieder durch, nämlich die Veränderungen der Lebenswirklichkeit in einer zunehmend globalisierten, digitalisierten und rasant beschleunigten Welt. So lässt sich zu fast jeder der Skulpturen auf die Frage: „Was soll das?“ eine besänftigende Antwort finden und ebenso immer auch mindestens eine Antwort, die Wunden offenlegt – Wunden einer Stadt wie auch Wunden einer im Aufbruch befindlichen Gesellschaft.
So ist Lara Favarettos Werk „Momentary Monument“ auf den ersten Blick ein hübsch in der Sonne funkelnder Monolith an Münsters Promenade; bei genauerem Hinsehen ist es eine gehaltvolle Plastik, eine gigantische Spardose, deren Erlös dem Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren“ zugutekommt. Kunst wirft neue Fragen auf: Was geschieht mit Menschen in „Abschiebehaft“? Was tut dieser Verein? Warum in Büren?
Die „Matrix“ von Camp am Theater: Ist es eine hübsche Inszenierung von Alt und Neu mit witzigem Überraschungseffekt auf Knopfdruck oder Verweis auf den Wahnsinn des Nationalsozialismus – Zitat des in Auschwitz ermordeten Kabarettisten Leo Straus „Die Stadt als ob“ – gepaart mit Motiven einer fortlaufenden Entwicklung zur totalen Überwachung?
Ayşe Erkmen’s „On Water“: Kunst als Event einer gesättigten Spaßgesellschaft oder gekonnte Inszenierung getrennter und sich unterschiedlich entwickelnder Stadträume, die sich übertragen lassen durch das Bild des Wassers als Grenze zwischen „uns“ und „den anderen“, die im Mittelmeer ihr Leben lassen, während wir uns den Luxus der Kunst leisten können.
„Hell Yeah We Fuck Die“ von Hito Steyerl in der LBS: ästhetisch wirkungsvolle Bilder einer fragilen künstlichen Intelligenz, die mehr und mehr unseren Alltag bestimmt oder Blick auf Schauplätze aktueller Konflikte in der Welt, nämlich auf die kurdische Stadt Cizre, die von der türkischen Armee zerstört worden ist.
Nicole Eisenmanns „Sketch for a Fountain“: Publikumsmagnet als idyllische Raumkunst, die scheinbar ausschließlich Zeit zur Entspannung kostet oder „Work in Progress“, um über Veränderungen im Allgemeinen und Wandel der Gesellschaft in Richtung einer tatsächlich offenen und pluralen – auch im Hinblick auf Definition von Geschlechtern und den ihnen zugewiesenen Rollen – im Besonderen nachzudenken.
Pierre Huyghe „After ALife Ahead“ in der ehemaligen Eissporthalle: Letzte Chance, einen früheren münsteraner Ort des Vergnügens zu besichtigen, bevor er dem Erdboden gleichgemacht wird oder Inszenierung einer dystopischen Zukunftsvision, die mancherorts nach Naturkatastrophen schon Wirklichkeit ist oder noch werden kann, wenn eine ökologische Wende nur Illusion bleibt.
Koki Tanaka „How to live together and sharing the Unknown“: Ein „Das ist mir zu hoch!“ für alle, die wie die Besucherin, von der dieses Zitat stammt, in weniger als zwei Minuten durch die Räume laufen und sich wundern ohne sich zu wundern. Oder ist es eine interessante Erfahrung für alle, die diesen Ort nicht nur als Ruhe-Oase in einer ruhelosen Zeit nutzen, sondern sich auf ein spannendes Sozialexperiment und tiefgründige Gespräche einlassen: Wege des Zusammenlebens, „Gleichheit“ und Privilegien, Emanzipation, Was ist Würde? Was ist Stolz? Existiert die Würde des Menschen – die laut Grundgesetz unantastbar ist – auch dann, wenn sie aufgrund von Ungerechtigkeiten nicht offen zutage treten kann oder untergraben wird?
Die Comicfiguren von Sany („Marginal Frieze: Fallende ting“) oder das Bier „Quiet Storm“ von Emeka Ogboh – sind sie Träger einer (von den Initiatoren nicht ursprünglich intendierten) Kunst-Vermarktungs-Strategie? – Ja, vermutlich. Aber auch das gehört zum Spiel dazu. Ohne Betrachter, der angelockt werden muss, verliert die Kunst ihren Sinn, weil ohne Publikum keine Kommunikation stattfinden kann! Eine Kommunikation, die vor allem auch durch die „lebenden Skulpturen“ von Xavier Le Roy und Scarlet Yu angeregt wurde und den Stadtraum füllte.
Und schließlich das Werk von Gregor Schneider im LWL-Museum. Wer sich dafür Zeit genommen hat – ca. 2 bis 3 Stunden Wartezeit, da immer nur zwei Personen die Wohnung von N. Schmidt betreten durften – konnte eine befremdliche Raumerfahrung machen. Wer auf Details geachtet hat, konnte erkennen, dass das, was auf einen flüchtigen Blick gleich zu sein scheint, nicht gleich ist. Ebenso wie der Spiegel namens Kunst, in den wir 116 Tage in Münsters Stadtraum schauen konnten, niemals die „Realität“ eins zu eins abbildet, sondern immer das, was der Betrachter auf dieser Reflexionsfläche sehen möchte. Geht es nach Kasper König, so sollte letztere bestenfalls ein „Rückspiegel“ sein, durch den die Kunstwerke betrachtet werden. Erst in der Rückschau – nach 10, wenn nicht gar zukünftig nach 11 Jahren – sind die Skulpturen tatsächlich zu erfassen, die an die Fassaden einer beschaulichen Stadt denkwürdige Themen ihrer eigenen Geschichte, gesamtgesellschaftliche Fragen und düstere ebenso wie heiter hoffnungsfrohe Zukunftsvisionen herangetragen hat – zum ersten Mal auch für die Kunstpartnerstadt Marl und einen interessanten Skulpturentausch.
(Ria Hänisch)
Gastwissenschaftler am IStG
Vom 02.10. bis 15.12.2017 wird Olof Blomqvist, PhD student der Stockholms universitet, am IStG zum Thema: "Life in Captivity: perceptions of inclusion and collective identity in early 18th century Europe” forschen.
Tag der Deutschen Einheit und Brückentag
Am 2. und 3. Oktober 2017 bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Am Montag können Sie sich mit dringenden Anliegen direkt im Institut melden.
Ab Mittwoch steht Ihnen unsere Bibliothek dann während der erweiterten Semester-Öffnungszeiten zur Verfügung.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
„Routen der Reformation“ - erste Orte freigeschaltet!
Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen des Jubiläums „500 Jahre Reformation“. Diese kirchliche und gesellschaftliche Erneuerungsbewegung gelangte im Lauf des 16. Jahrhunderts auch nach Westfalen. Und sie hinterließ hier nicht nur geistige, sondern auch deutliche materielle Spuren...
Die vollständige Pressemitteilung kann hier abgerufen werden.
Zur Pressemitteilung der WWU gelangen Sie hier.
Freitagskolloquium am 21.07.2017
Im Rahmen des letzten Freitags-Kolloquiums in diesem Sommer-Semester spricht André Stappert, M.A., am 21.07.2017 ab 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG zum Thema:
'Alle Ambition, Praevision, Collusion, Freßen, Sauffen und Bundtniße gantzlich amputirt und vermitten' – Zur Rolle und Funktion des Losens im Rahmen der städtischen Ratswahlen in Unna um 1600
Im Jahr 1593 erließ der Rat der Stadt Unna unter Aufsicht und Mitwirkung des landesherrlichen Drosten ein Ordnungsstatut, das für die jährliche Erneuerung des Rates ein komplexes mehrstufiges Wahlverfahren vorsah, in dessen Programm mehrere, verschiedenförmige Losmodi eingebettet waren. Dieser „Beßerung“ der „bißanhero gehaltenen Ordnung“ waren zahlreiche Beschwerden und Konflikte anlässlich der Umstände zurückliegender Wahlen vorausgegangen, die durch eine konfessionelle wie ökonomische Fragmentierung führender Teile der Bürgerschaft begleitet wurden. Im Rahmen des Vortrages soll, ausgehend von kommunikations- und verfahrenstheoretischen Prämissen, das Unnaer Ratswahlverfahren mikroskopisch in den Blick genommen und seine spezifische Funktionslogik unter besonderer Berücksichtigung der Loselemente analysiert werden.
Alle Interessierten sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen.
Freitagskolloquium am 7.7.2017
Den nächsten Vortrag im Freitags-Kolloquium hält am 7.7.2017 Ina Serif (Freiburg) zum Thema Städtische Chronistik und ihre Reichweite am Beispiel der Straßburger Chronik Jakob Twingers von Königshofen. Das Kolloquium beginnt um 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Präsentation der Stadtgeschichte Geseke – Band 1
v.l.n.r.: Prof. Dr. W. Reininghaus, Dr. R. van der Velden, E. Richter, M.A., Dr. D. Grothmann
Pünktlich zum Stadtjubiläum „800 Jahre Geseke“ wurde am Abend des 22. Juni 2017 der erste Band der Stadtgeschichte Geseke feierlich der Öffentlichkeit präsentiert. In diesem 800-seitigen, von Dr. Detlef Grothmann und Evelyn Richter herausgegebenen Werk mit dem Titel „Geseke. Geschichte einer westfälischen Stadt“ werden durch namhafte Vertreter der Städteforschung die „großen Linien“ der Ortsentwicklung nachgezeichnet:
I. Naturräumliche, vor- und frühgeschichtliche Grundlagen
II. Epochen der Stadtgeschichte (8. Jh.–Anf. 21. Jh.)
III. Die historische Entwicklung der Ortsteile
In einem zweiten, im kommenden Jahr erscheinenden Band werden unter den Kategorien
IV. Kirche und Religion sowie
V. Kultur und Gesellschaft
weitere kultur-, religions- sowie wirtschafts- und sozialgeschichtlich relevante, aber auch bildungspolitische und rechtliche Einzelaspekte der Stadtentwicklung in den Blick genommen.
Zur feierlichen Präsentation waren Vertreter der Stadt Geseke und des Aschendorff-Verlages, zahlreiche Autoren und Gäste aus Geseke und Umgebung in das Alte Rathaus gekommen, um Bürgermeister Dr. Remco van der Velden, Dr. Dirk F. Paßmann (Verlagsleitung, Aschendorff) und Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen) zum Werdegang des Publikationsprojektes sowie zur Tradition stadtgeschichtlicher Forschung in Geseke sprechen zu hören. Ein besonderer Dank galt dabei wiederholt den beiden Herausgebern für ihr großes Engagement sowie dem Aschendorff Verlag für einen reibungslosen Ablauf auf dem Weg zur Publikation, die in diesen Wochen des Stadtjubiläums einen gelungenen Akzent setzt.
Bibliographische Angaben
Geseke. Geschichte einer westfälischen Stadt, Bd. 1, hg. v. Detlef Grothmann und Evelyn Richter, Aschendorff Verlag Münster 2017.
Freitagskolloquium am 23.6.2017
Den letzten Vortrag im Freitagskolloquium hielten Sebastian Schröder, M.A. und Dr. Christof Spannhoff am 23.6.2017 zum Thema: Aus Dörfern werden Städte: Die preußischen Akzisereformen in Westfalen am Beispiel Lengerichs.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts erhob der preußische König in seinen westfälischen Provinzen mehrere Dörfer, Flecken und Weichbilder zu Städten. Diese Städte wurden unter dem Titel "Akzisestädte" bekannt, denn die Orte erhielten nicht nur die Stadtgerechtigkeit, sondern in ihnen wurde auch die Akzise - eine indirekte Steuer - eingeführt. Die Referenten gaben einen Überblick über die Akzisereformen, um anschließend die aufgeworfenen Fragen am Beispiel des tecklenburgischen Lengerich näher zu erläutern.
Mapping Townscapes Seminar. Comparative Perspectives through the Irish and British Historic Towns Atlases
Am 18./19. Mai 2017 fand in der Royal Irish Academy, Dublin, als Teil einer an Forscher und die Öffentlichkeit gerichteten Reihe eine Tagung unter dem Titel "Mapping Townscapes Seminar. Comparative Perspectives through the Irish and British Historic Towns Atlases" statt. Dabei stand in diesem Jahr die historische Kartenüberlieferung als Geschichtsquelle und die Kartenedition der Städteatlanten für die vergleichende Städteforschung im Mittelpunkt. Die Veranstaltung wurde von einem öffentlichen Abendvortrag zur Kartografiegeschichte von Prof. Roger Kain, London, eröffnet. In der ersten Sektion wurden zunächst die sich anhand historischer Karten ergebenden Forschungsperspektiven erläutert, wobei die Städteatlaspublikationen auf den Prüfstand gestellt wurden. Es folgten Vorträge zur Stadtgestalt von Galway und Oxford im Kartenbild, anschließend wurden die Konzepte und Methoden des Britischen und des Irischen Städteatlas vorgestellt und, mit einem Ausblick auf die digitalen Arbeiten, miteinander verglichen. In der abschließenden Sektion diskutierten Prof. Keith Lilley, Queen's (University Belfast), Colin Bray (Ordnance Survey Ireland), Eamonn Doyle (ESRI Ireland), Prof. Anngret Simms (University College Dublin) und Dr. Daniel Stracke (Institut für vergleichende Städtegeschichte, Münster) als Panel zum Thema noch einmal die vergleichenden Perspektiven historischer Kartografie, vor allem im Digitalen Zeitalter.
Freitagskolloquium am 2. Juni 2017
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält am 2. Juni 2017 Dr. Andrea Pühringer (Grünberg) zum Thema Vom „fürstlichen Drecksnest“ zum „great spa of Europe“. Die Auswirkungen des Kurwesens auf die Stadtentwicklung von Bad Homburg vor der Höhe.
Die Entwicklung Bad Homburgs kann als prototypisch für eine Kurstadt des 19. Jahrhunderts gelten. Anhand der Stadtgestalt bzw. der Stadterweiterungen lässt sich eine geradezu idealtypische Zweiteilung in mittelalterliche Altstadt und modernes klassizistisches Kurviertel mit den entsprechenden Einrichtungen festmachen, die nicht nur Auswirkungen auf die weitere Expansion, sondern auch auf das Sozialgefüge und die Kommunikationsstrukturen im städtischen Raum zeitigte.
Der Vortrag beginnt um 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Nachruf auf Helmut Jäger
Das Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte hat sein ältestes Mitglied und mit ihm einen wichtigen und tatkräftigen Helfer der frühen Jahre verloren. Nicht lange vor seinem 94. Geburtstag ist Helmut Jäger am 16. April 2017 in Würzburg gestorben.
In Biedenkopf am 26. Juni 1923 geboren, begann er 1945 nach Kriegsdienst und Verwundung als Zweiundzwanzigjähriger ein Studium der Geographie und Geschichte sowie der Germanistik und Ethnologie in Göttingen. Nach Promotion und Staatsexamen (1950/51) wurde er Assistent in Göttingen, dann in Würzburg bei Julius Büdel, wo er sich 1956 habilitierte. In diese Zeit fällt auch ein längerer Aufenthalt in London am University College bei H.C. Darby (1955/56), der eine lebenslange Affinität zur insularen Welt, zu den britischen Inseln und Irland begründete und seine wissenschaftliche Arbeit nachhaltig beeinflusste. Im Jahr 1958 kehrte er nach Göttingen zurück, wo er als Geschäftsführer und außerplanmäßiger Professor die Leitung des neugegründeten Instituts für historische Landesforschung übernahm, bis er 1963 auf den neugegründeten Lehrstuhl für Kultur- und Wirtschaftsgeographie in Würzburg berufen wurde. Hier in Würzburg blieb er fortan bis zu seiner Emeritierung 1991; einen Ruf auf den Lehrstuhl für Historische Geographie in Bonn hat er 1971 abgelehnt. Auch im Ruhestand blieb er noch lange Zeit rastlos wissenschaftlich tätig.
Die Dissertation des jungen Geographen hatte der Entwicklung der Kulturlandschaft im Kreis Hofgeismar gegolten, und 1958 war seine umfassende Arbeit zu den Entwicklungsperioden agrarischer Siedlungsgebiete im mittleren Westdeutschland seit dem 13. Jahrhundert erschienen. Bereits in diesen frühen Publikationen werden die Prinzipien sichtbar, die die Leitlinien seiner wissenschaftlichen Arbeit bestimmt haben: die genetische Betrachtung, d.h. die Herausarbeitung historischer Elemente und Prozesse in der Kulturlandschaftsentwicklung. Nur so – so lautete seine Grundüberzeugung – war ein Verständnis der gegenwärtigen Zustände möglich, das einen erfolgreichen Weiterbau in die Zukunft erlaubte. Auch die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit, insbesondere mit Geschichtswissenschaft und Archäologie, aber auch mit naturwissenschaftlichen Disziplinen, hat er früh erkannt und bereits in Göttingen, dann aber besonders stark in Würzburg gepflegt. Hierher gehört die von ihm besonders stark betriebene Wüstungsforschung, die Waldgeschichte und die Umweltgeschichte, der er nach seiner Emeritierung ein grundlegendes Einführungswerk widmete (1994). Sein Untersuchungsgebiet war dabei vor allem Mainfranken, wo er grundlegende Befunde erarbeitete. Seine Interessen aber reichten weit darüber hinaus, das belegen seine Länderkunden von Großbritannien (1976) und Irland (1990) sowie sein Grundlagenwerk "Historische Geographie“ (1969). Bereits seit den ausgehenden Sechzigerjahren konnte er als einer der führenden Vertreter der Historischen Geographie in Deutschland gelten.
Es blieb nicht aus, dass Helmut Jäger in interdisziplinäre Forschungsverbünde hineingezogen wurde, die breite Forschungsfelder innovativ zu erschließen suchten. Dazu gehörten die "Kommission für Altertumskunde Mittel- und Nordeuropas" an der Göttinger Akademie der Wissenschaften und ebenfalls das "Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte" sowie das von ihm getragene Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster. Blickt man auf das Oeuvre Helmut Jägers, so wird man zunächst versucht sein, ihn als Erforscher der Agrarlandschaft anzusehen. Doch stand die Stadtentwicklung, insbesondere mit ihrer Überschneidung urbaner und agrarischer Phänomene bereits früh im Blickfeld seiner Interessen. So stieß er bereits während der Gründungsphase zum Umkreis des Instituts. Er wurde bald Mitglied des Kuratoriums, gehörte lange Jahre dem Beirat des Instituts an, war ein regelmäßiger Besucher seiner Frühjahrstagungen und hat in der Reihe "Städteforschung" drei Bände als Herausgeber betreut. Er gehörte stets zu den verlässlichsten und gern gehörten Beratern des Instituts.
Um die Jahrhundertwende wurden seine Besuche seltener, dann auch die Telefonate. Das hohe Alter forderte seinen Zoll. Sein Tod erfüllt mit Trauer. Im Gedächtnis wird er bleiben, auch für diejenigen, die ihn nicht mehr in seiner aktiven Zeit erlebt haben, als glänzender Vertreter einer Forschungsperiode, die das ausgehende 20. Jahrhundert stark geprägt hat. Das Institut für vergleichende Städtegeschichte wird dieses Gedächtnis bewahren.
Peter Johanek
Von Helmut Jäger herausgegebene Bände in der Reihe Städteforschung:
Probleme des Städtewesens im industriellen Zeitalter, hg. von Helmut Jäger (Städteforschung A 5), Köln – Weimar – Wien: Böhlau 1978.
Stadtkernforschung, hg. von Helmut Jäger (Städteforschung A 27), Köln – Weimar – Wien: Böhlau 1987.
[als Mitherausgeber]:
Civitatum Communitas. Studien zum europäischen Städtewesen. Festschrift Heinz Stoob zum 65. Geburtstag. In Verbindung mit Friedrich Bernward Fahlbusch und Bernd-Ulrich Hergemöller, hg. von Helmut Jäger, Franz Petri, Heinz Quirin (Städteforschung A 21), 2 Bde., Köln –Weimar – Wien: Böhlau 1984.
Freitagskolloquium
Am Freitag, 19. Mai 2017 spricht Frau Dr. Evelien Timpener (Hannover) im Rahmen des Freitagskolloquiums zum Thema: Zwischen Recht und Ritual. Augsburger Strategien und Maßnahmen zur Bewältigung regionaler Konflikte im 15. Jahrhundert.
Reichsstädte wie Augsburg beherrschten die diplomatische Kunst bestens und wandten sich bei regionalen Konflikten gerne an den König und/oder wichtige Handlungsträger am Hof. Im Vortrag analysiert Evelien Timpener anhand von drei größeren Konflikten die politischen und diplomatischen Maßnahmen im Spielraum zwischen Recht und Ritual.
Das vollständige Programm für das Freitagskolloquium im Sommersemester 2017 finden Sie hier.
Stellenausschreibung - Stockholm
An der Universität in Stockholm ist die Stelle für eine Professur im Bereich "Geschichte Stockholms" ausgeschrieben.
Job offer from Stockholm university: a professor in Stockholm’s history.
Professor i historia med inriktning på Stockholms historia.
Freitagskolloquium
Den ersten Vortrag im Freitagskolloquium des Sommersemesters 2017 hält am 28.4.2017 Frau Dr. Constanze Sieger (Münster) zum Thema: 'Hände weg von Buer-Scholven!' Gelsenkirchener Eingemeindungen im Kaiserreich und der Weimarer Republik.
Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Eingemeindungsentscheidungen im Raum Gelsenkirchen um 1900 und in den 1920er Jahren. Die Handlungs- und Ermessensspielräume der beteiligten Städte und Gemeinden im Prozess des Entscheidens über die kommunalen Grenzänderungen werden dabei besonders berücksichtigt. Anhand der herausgearbeiteten unterschiedlichen Verfahrensweisen wird exemplarisch die Frage diskutiert, welchen Einfluss der Wechsel des politischen Systems auf die Kulturen des Entscheidens hatte.
Das vollständige Programm für das Freitagskolloquium im Sommersemster 2017 finden Sie hier.
Stellenausschreibung der Universität Regensburg
Zum 1.8.2017 sind am Graduiertenkolleg 2337/1 "Metropolität in der Vormoderne" an der Universität Regensburg vier Stellen als wissenschaftliche(r) Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen mit dem Ziel der Promotion (Teilzeit; Höchstdauer: 3 Jahre) zu besetzen.
Anforderungsprofil
• ein qualifizierter Abschluss eines Hochschulstudiums (Master oder Äquivalent) mit überdurch-schnittlichem Ergebnis, vorzugsweise in einem der am Graduiertenkolleg beteiligten Fächer
• hohe Motivation und Befähigung, in einem Team von Nachwuchswissenschaftler/-innen und Hochschullehrer/-innen innovative Methoden des historischen Arbeitens zu entwickeln, die so-wohl der jeweiligen Fachdisziplin neue Impulse vermitteln als auch Offenheit für transdisziplinä-re und epochenübergreifende Ansätze aufweisen
• für die Bewerbung ein 3-4 Seiten umfassendes Exposé zu einem einschlägigen und innovativen Dissertationsprojekt, das eine intensive Auseinandersetzung mit dem Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs erkennen lässt, ein auf 3 Jahre ausgelegter Zeitplan und eine kurze Arbeits-bibliographie (jew. max. 1 Seite)
• Lebenslauf und Hochschulzeugnisse
Aussagekräftige Bewerbungen sind bis zum 15. Juni 2017 in einer PDF-Datei (max. 10 MB) per E-Mail zu richten an den Sprecher des Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Jörg Oberste
(joerg.oberste@geschichte.uni-regensburg.de).
Die vollständige Ausschreibung kann hier abgerufen werden.
Neuerscheinung - Reihe Städteforschung Bd. A 95
Die Dissertation von Evelien Timpener zum Thema "Diplomatische Strategien der Reichsstadt Augsburg. Eine Studie zur Bewältigung regionaler Konflikte im 15. Jahrhundert" ist als Band A 95 der Reihe Städteforschung erschienen.
Nachdem die Bischofsstadt Augsburg im späten Mittelalter zur Reichsstadt aufgestiegen war, entstanden im Zuge des Ausbaus der städtischen Herrschaft regionale Konflikte mit den Herzögen von Bayern sowie dem Augsburger Hochstift. Die mächtige Reichsstadt suchte diese mittels einer geschickten Diplomatie zu bewältigen. In diesem Band geht Evelien Timpener den verschiedenen diplomatischen Strategien des Augsburger Stadtrates anhand von sechs Konfliktfällen des 15. Jahrhunderts nach. Bei der Analyse dieser Konflikte und deren Beilegung werden verschiedene Forschungsansätze miteinander verknüpft. Politische Freunde und Förderer, Interventionsformen sowie juristische Einflusssphären werden nachgezeichnet und mit der Relevanz der symbolischen Kommunikation abgeglichen.
Bibliographische Angaben
Evelien Timpener, Diplomatische Strategien der Reichsstadt Augsburg. Eine Studie zur Bewältigung regionaler Konflikte im 15. Jahrhundert, Köln u.a. 2017.
(245 S.; 1 s-w Abb.)
Schließung der Institutsbibliothek
Aufgrund der aktuell stattfindenden Frühjahrstagung wird die Bibliothek des IStG am 27.3.2017 ab 12.30 Uhr geschlossen sein.
Programm für das 45. Frühjahrskolloquium des IStG am 27. und 28. März 2017
Auswahlliste von Neuerscheinungen zur Städtegeschichte 2016 ist online!
Präsentation des "Historischen Atlas westfälischer Städte - Menden" am 23.3.2017
International Workshop 22-25 March: GIS-based cartography
Der Workshop GIS-based cartography – A change of media or a change of paradigms for Historic Towns Atlases? wird vom Institut für vergleichende Städtegeschichte – IStG in Kooperation mit der Abteilung für Westfälische Landesgeschichte der WWU von Dr. Daniel Stracke organisiert.
Zu Gast im Städteinstitut sind Wissenschaftler aus zehn Ländern: Großbritannien, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn und Deutschland. Vertreten sind die Fachdisziplinen Geschichte, Kartographie, Geographie, Kunstgeschichte, Informatik und Geoinformatik und Denkmalpflege.
Thema des Workshops ist die „Digitale Wende“ in der Kartenproduktion im Gefolge der jüngsten Medienrevolution und die Auswirkungen dieser Wende auf das Projekt Europäische Städteatlanten. Die Bedeutung dieser Entwicklung, besonders die Verwendung neuer Software, der Geoinformationsysteme (GIS), und ihre Auswirkungen auf die Grundlagenforschung der Projekte werden erörtert. Dabei geht es auch um die Erarbeitung gemeinsamer Zielvorstellungen, optimierter Arbeitsabläufe und kompatibler Datenstandards unserer Projekte. So wird gewährleistet, dass die Atlasarbeit auch in Zukunft vergleichbare Daten erzeugt, die von der Forschung, aber auch von Denkmalpflegern und Stadtplanern in den Kommunen genutzt werden können.
Das seit 1970 bestehende Institut erarbeitet Grundlagen zur Erforschung des deutschen Städtewesens, vor allem in Form der Städteatlanten, die der Forschung historische Karten zu je einzelnen Städten bereitstellen. Zu den am Institut seit über 40 Jahren laufenden und vom Institutsgründer Prof. Heinz Stoob initiierten Städteatlasprojekten kommen Partnerprojekte in mittlerweile 19 weiteren europäischen Ländern, die nach denselben Grundsätzen arbeiten. Bisher gibt es Städteatlanten für über 520 Städte in ganz Europa, anhand deren sich die Entwicklung des europäischen Städtewesens erforschen lässt. Als Teil der Reihe Westfälischer Städteatlas wurde 1993 auch die Stadt Münster bearbeitet.
Bibliothek des IStG geschlossen
Aufgrund des internationalen Workshops "GIS-based cartography" wird die Bibliothek des IStG vom 22. bis 24. März 2017 geschlossen sein.
Ausschreibung des Wiener Preises für Stadtgeschichtsforschung
Die Stadt Wien hat am 31. Mai 2010 aus Anlass der Pensionierung von Herrn Archivdirektor Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll im Wege des Österreichischen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung den „Wiener Preis für Stadtgeschichtsforschung“ (WPS) eingerichtet, der in den Jahren 2011, 2013 und 2015 vergeben wurde und für 2017 von neuem zur Ausschreibung gelangt. Der Preis ist auf der Grundlage einer Förderung durch die Kulturabteilung der Stadt Wien mit € 5.000,- dotiert.
Bis zum 31. März 2017 können von den jeweiligen Autor/innen Veröffentlichungen bzw. Dissertationen sowie Habilitationsschriften auf dem Gebiet der vergleichenden Stadtgeschichtsforschung des europäischen Raumes in deutscher Sprache eingereicht werden, die in den Jahren 2014 bis 2016, gegebenenfalls auch noch 2017, erschienen sind. Die eingereichten Arbeiten sind nach Möglichkeit (auch) in elektronischer Form zu übermitteln. Beizufügen sind ein Lebenslauf sowie ein Verzeichnis der bisher publizierten Arbeiten der Autorin/des Autors. Arbeiten, die jeweils im Jahr vor der Preisvergabe des WPS für den Preis der Stiftung „Pro civitate Austriae“ eingereicht wurden, können bei der Preisvergabe des WPS nicht berücksichtigt werden.
Die Einreichungen sind zu richten an: Institut für österreichische Geschichtsforschung (Universität Wien, Universitätsring 1, A-1010 Wien), z. H. von Archivdirektor i. R. ao. Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll; PDFs bitte per Email an: ferdinand.opll@hotmail.com.
Die Entscheidung über die Zuerkennung des Preises erfolgt durch eine Jury und wird den Einreicher/innen im Sommer 2017 bekannt gegeben. Nach der Entscheidung der Jury werden sämtliche eingereichten Arbeiten der Bibliothek des Instituts für österreichische Geschichtsforschung übergeben, um damit für die Forschung zur Verfügung zu stehen.
Feierliche Präsentation des Deutschen Historischen Städteatlas 5: DORTMUND
Nach einer Projektlaufzeit von insgesamt dreieinhalb Jahren ist aktuell mit dem fünften Band über die Stadt Dortmund die bislang umfangreichste Publikation der Reihe Deutscher Historischer Städteatlas erschienen. Der Atlas wurde am Dienstagabend, dem 14. Februar 2017, in der gut besuchten Dortmunder St. Reinoldi-Kirche feierlich der Öffentlichkeit präsentiert.
Prof. Dr. Werner Freitag, der wissenschaftliche Vorstand des IStG, sprach die Gruß- und Dankesworten an alle beteiligten Institutionen und Kollegen. Anschließend führten die Autoren des Bandes in das Werk ein. Dr. Daniel Stracke (IStG) stellte das Gesamtwerk vor, das als Teil eines traditionsreichen europäischen Projektes fundierte Einblicke in die Geschichte der Stadt Dortmund auf Basis historischer Karten, Bilder und schriftlicher Quellen bietet. Prof. Dr. Thomas Schilp (Dortmund) beleuchtete anhand archäologischer Befunde die frühe „polyzentrische Stadtentstehung“ ebenso wie Fragen nach der Lage der ehemaligen Königspfalz oder Aspekte frühneuzeitlicher Sakraltopographie. Der Fokus auf die Moderne mit Industrialisierung bzw. Deindustrialisierung, NS-Topographie sowie den verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges war Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund) vorbehalten. Diese und zahlreiche weitere historischen Entwicklungen können in dem jüngst erschienenen Atlas bis in die Gegenwart nachvollzogen werden, um die Stadt und ihr Umland neu zu entdecken.
Das Forschungsvorhaben „Europäische Städteatlanten“
Die Aufnahme in den Deutschen Historischen Städteatlas stellt Dortmund in den Kontext eines internationalen Forschungsvorhabens, das im historisch-geographischen Bereich einmalig ist: Gemeint ist der in den 1950er Jahren begründete Verbund „Europäische Städteatlanten“. Diesem Netzwerk, das sich von Island bis Italien und Irland bis Rumänien erstreckt, gehören mittlerweile 20 nationale und 3 regionale Teilprojekte an, die alle anhand gemeinsamer Richtlinien arbeiten. Ziel dieser Projekte ist es, mit den Städteatlanten der interdisziplinären Städteforschung vergleichbare Grundlagen und belastbare Informationen zur Geschichte von Städten zur Verfügung zu stellen. Diese Publikationen sind Puzzleteile, aus denen ein Bild des europäischen Städtewesens in seiner Gesamtheit entsteht, das typische Entwicklungen, regionale Ausprägungen und überregionale Verbindungslinien zeigt. Mit Dortmund, der mittelalterlichen Königspfalz, einzigen westfälischen Reichsstadt und industriellen Großstadt, wird dieses Bild um wichtige Aspekte bereichert.
Mittlerweile sind europaweit über 520 Städteatlanten erschienen. Da sie in fundierten Texten, Bildern und Karten über die Geschichte und räumliche Entwicklung der jeweiligen Stadt informieren, ist jede einzelne dieser Dokumentationen nicht nur für die vergleichende Forschung, sondern auch für interessierte Bürger, Bildungseinrichtungen, die städtische Verwaltung und die ortsgeschichtliche Spezialforschung eine lohnende Lektüre.
Der Dortmund-Atlas
Auf Grundlage der Richtlinien für die „Europäischen Städteatlanten“ ist nun der neue Dortmund-Atlas entstanden. Der Inhalt der Atlasmappe umfasst ein 52-seitiges Textheft und 18 großformatige Tafeln mit historischen Stadtansichten, Landkarten und Stadtplänen des 15. bis 21. Jahrhunderts sowie thematischen Karten einschließlich Kommentartexten.
Das Textheft enthält einen mit über 80 Abbildungen illustrierten, facettenreichen Überblick über die „Grundzüge der historisch-topographischen Entwicklung“, der die Linien der Stadtentwicklung von den Anfängen bis heute chronologisch und sachthematisch gegliedert darlegt. Dabei gehen die Autoren sowohl auf das Werden und Wachsen der Stadt als auch auf die Faktoren und Akteure ein, die darauf Einfluss nahmen. Auch die wirtschafts- und sozialgeschichtliche Dimension des Stadtraumes wird thematisiert, ebenso wie die Umstände, die das Leben in Dortmund zu unterschiedlichen Zeiten prägten. Der Städteatlas stellt den stadtgeschichtlichen Stand der Forschung dar, bietet aber, indem die bisherigen Forschungsergebnisse gebündelt und hinterfragt werden, auch neue Erkenntnisse und neue Interpretationen im Hinblick auf bekannte Fragestellungen. Die Lage der im 10. Jahrhundert erstmals in Schriftquellen erwähnten Dortmunder Burg und die Frage nach der Lokalisierung der mittelalterlichen Königspfalz werden z. B. ebenso erörtert, wie nach den Dortmunder Aktivitäten zur Zeit der Hanse und die enge Verzahnung der Dortmunder Stadt- und Wirtschaftsgeschichte im Industriezeitalter, als sich die Konjunkturen der Montanindustrie unmittelbar in den Lebensverhältnissen der Bewohner spiegelten.
Die Aussagen des Textes beruhen auf der Interpretation historischer, archäologischer, bildlicher und kartographischer Quellen. Die wichtigsten Bildzeugnisse, Karten und Pläne werden der Forschung an die Hand gegeben. Das Herz des Dortmund-Atlas bilden dabei zwei neu gezeichnete parzellengenaue Pläne, die den Stadtgrundriss in der ersten bzw. der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigen, und ein detaillierter Innenstadtplan von 2016. Sie wurden von den Geoinformatikerinnen und -informatikern des IStG in mühevoller Kleinarbeit anhand von historischen Katasterplänen und aktuellen Geodaten eigens hergestellt.
Zum Material gehören weiterhin:
- der Vogelschauplan des Detmar Mulher (1610) und der Brandhoff’sche Stadtbauplan (1857/58), die in großem Format und in hervorragender Qualität abgedruckt werden;
- die bedeutende Überlieferung von Stadtansichten auf spätmittelalterlichen Altarbildern in der Propsteikirche sowie ihre Fortführung in der frühneuzeitlichen und neuzeitlichen Druckgraphik;
- ein historisches und ein modernes Luftbild sowie
- Karten aus der Preußischen Topographischen Landesaufnahme seit der ersten Vermessung. Während die übrigen Materialien historische Schlaglichter auf die Innenstadt werfen, zeigen die Karten aus der topographischen Landesaufnahme das Dortmunder Umland in Zeitschnitten zu 1839/40, 1892, 1927/35 und 2016.
Dieses reiche, quellenkritisch kommentierte Material regt die wissenschaftliche Forschung zur Stadtentwicklung und Urbanisierung an und lädt den Laien zum Neuentdecken seiner Heimatstadt mit einer historisch gewordenen Siedlungsstruktur ein.
Kooperation
Gemäß der Aufgabenstellung eines historischen Atlas werden die Aussagen, die im Atlastext gemacht werden, dem Leser durch Bilder, Diagramme und vor allem thematische Karten visuell vermittelt. Das gilt nicht nur für die Kartenreihe zum Stadtwachstum, die – angeregt von den neuesten Erkenntnissen der archäologischen Forschung – eine Neuinterpretation der mittelalterlichen Frühentwicklung bieten. Auch die Ausdehnung der alten Grafschaft Dortmund, die Umgestaltung des Innenstadtbereiches in der Urbanisierung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und die raumprägende Wirkung der Schwerindustrie werden in ganz neuer Form kartographisch erfasst und anschaulich gemacht. Das Werk entstand in Kooperation zwischen dem Institut für vergleichende Städtegeschichte – IStG in Münster, das die Reihe herausgibt, und dem Stadtarchiv Dortmund, unterstützt von der Dortmunder Stadtarchäologie und dem städtischen Vermessungsamt. Autoren sind die renommierten Kenner der Dortmunder Stadtgeschichte Prof. Dr. Thomas Schilp und Dr. Stefan Mühlhofer sowie Dr. Daniel Stracke vom Institut für vergleichende Städtegeschichte. Zur Realisierung des hochwertigen Druckes leistete die Stadtsparkasse Dortmund einen Druckkostenzuschuss.
Aufbauend auf einer Auswahl der für den gedruckten Atlas angefertigten Karten entstehen im IStG derzeit zusätzlich interaktive Onlinemodule, die im Rahmen des Informationsportals www.staedtegeschichte.de veröffentlicht werden.
Nachruf auf Prof. Dr. Volker Honemann
Das Kuratorium und das Institut für vergleichende Städtegeschichte trauern um Volker Honemann, der am 28. Januar 2017 ganz plötzlich und unerwartet gestorben ist.
Im unterfränkischen Stadelschwarzach 1943 geboren, studierte er in Würzburg, Heidelberg und Paris Germanistik, Geschichte und Geographie und wurde 1972 bei Kurt Ruh zum Dr. phil. promoviert. Dessen Assistent war er von 1971 bis 1978, unterbrochen durch eine zweijährige Tätigkeit als Lektor am King's College, London. Von 1979 an folgte eine zweite Assistentenzeit an der Freien Universität Berlin, wo er sich 1983 habilitierte. Bereits 1984 folgte er einem Ruf an die Universität Göttingen, wo er über die deutsche Literatur des Spätmittelalters und des Humanismus lehrte, bis er schließlich 1992 auf den Lehrstuhl für deutsche Literatur des Mittelalters unter Einbeziehung der mediävistischen Komparatistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster berufen wurde. Gastprofessuren führten ihn nach Urbana Champaign (Illinois) und Wien. Im Jahr 2008 trat er in den Ruhestand und lebte und forschte fortan in Berlin. Der Tod traf ihn, der voller Pläne war, auf einem Höhepunkt seiner Schaffenskraft.
Volker Honemann war von Beginn seiner wissenschaftlichen Tätigkeit auch ein Grenzgänger zwischen Literaturgeschichte und Geschichtswissenschaft. Sehr früh begann er sich Phänomenen der Literatur in der mittelalterlichen Stadt zuzuwenden, beginnend mit seinem grundlegenden Aufsatz zur literarischen Tätigkeit der Stadtschreiber (1981). Zahlreiche Arbeiten betrafen die Tätigkeit der städtischen Kanzleien, das Wallfahrtswesen der Städte, besonders die Pilgerschaft nach Santiago de Compostella, die Literatur und ganz allgemein die Tätigkeit der Franziskaner, das geistliche Schauspiel in der Stadt und vor allem auch die städtische Geschichtsschreibung.
Das alles war der Grund, ihn 1997 als Mitglied in das Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte zu berufen. Zu einem schwierigen Zeitpunkt übernahm er 2007/08 das Amt des Schatzmeisters im Kuratorium, und von 1999 bis 2013 war er Mitglied des Beirats des Instituts.
Kuratorium und Institut haben ihm für vieles zu danken und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.
(P. Johanek)
Freitagskolloquium am 10.2.2017
Zum Abschluss des Wintersemesters 2016/17 hält im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte am 10.2.2017 Prof. Dr. Oliver Auge (Kiel) einen Vortrag zum Thema: Hansegeschichte als Regionalgeschichte? Vorteile und Probleme eines neuen alten Forschungsansatzes.
Alle Interessierten sind ab 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Seit 2009 macht sich die Kieler Abteilung für Regionalgeschichte für eine regionalhistorische Annäherung an das Thema Hanse stark. Die Betrachtung der Hanse in ihrer regionalen Verankerung, so lautet die These, muss komplementär zur Untersuchung der globalhistorischen Aspekte der Hansegeschichte erfolgen. Erst so kann man überhaupt den Schlüssel zu ihrem Verständnis finden. Der Vortrag führt anhand neuer Forschungsergebnisse die Vorteile einer regionalgeschichtlichen Beschäftigung mit der Hansethematik vor Augen, benennt aber auch die Probleme und Nachteile derselben.
Pressetermin und Präsentation des Deutschen Historischen Atlas Dortmund
Im Februar 2017 erscheint mit Dortmund der fünfte Band des Deutschen Historischen Städteatlas. In einem 50-seitigen Textheft mit zahlreichen Abbildung und Karten sowie 8 Tafeln mit topographischen und thematischen Karten wird die Geschichte Dortmunds von den ersten Siedlungsspuren bis in die Gegenwart nachgezeichnet. Das Werk ist basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Forschungen in Kooperation des IStG mit dem Stadtarchiv Dortmund entstanden und wurde durch die Stadtarchäologie und das Vermessungsamt unterstützt.
Um den Atlas und somit die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Reichsstadt der Öffentlichkeit vorzustellen, lädt die Stadt Dortmund zu folgenden Terminen ein:
Pressetermin zu Dortmunds Aufnahme in den Städteatlas
8. Februar 2017
11.30 Uhr
Rathaus, Friedensplatz 1, Saal Rote Erde (1. Etage)
Präsentation des Städteatlas Dortmund
14. Februar 2017
19.30 Uhr
Reinoldikirche
Graduiertenkolleg "Metropolität in der Vormoderne" (Regensburg) verlängert die Bewerbungsfrist
Für das von der DFG geförderte interdisziplinäre Graduiertenkolleg "Metropolität in der Vormoderne" in Regensburg sind zum 1. April 2017 10 Stellen für wissenschaftliche MitarbeiterInnen und 1 Postdoc-Stelle ausgeschrieben.
Hierfür ist nun die BERWERBUNGSFRIST auf den 09. FEBRUAR 2017 VERLÄNGERT worden.
Weitere Informationen:
... zum Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs unter www.metropolitaet.ur.de
... und zur Ausschreibung.
Aussagefähige Bewerbungen sind bis zum 9. Februar 2017 per Mail an den Sprecher des Graduiertenkollegs, Prof. Dr. Jörg Oberste (Joerg.Oberste@geschichte.uni-regensburg.de), zu richten.
Freitagskolloquium am 27. Januar 2017
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält Dr. Alexander Kraus (Wolfsburg) am 27. Januar ab 16 Uhr ct. im Sitzungszimmer des IStG. Das Thema lautet:
Gebaute Demokratie aus dem Geist des Totalitarismus? Das Wolfsburger Rathaus und der braune Schatten seines Architekten Titus Taeschner (1905–1997)
Der 1958 eingeweihte Wolfsburger Rathausneubau galt für rund zwei Jahrzehnte des bundesrepublikanischen Rathausbaus, der in den 1960er und 1970er Jahren einen regelrechten Boom erfuhr, als „stilbildend“. Gemeinsam mit dem zeitgleich geplanten städtischen Verwaltungsbau in Lünen gilt er, so Till Schraven in seiner bautypologischen Kulturgeschichte 'Demokratie als Bauherr', als „Inbegriff“ des demokratischen Rathausbaus schlechthin. Aus zeitgenössischer städtischer Perspektive bildete das Rathaus einen markanten Schlussstein des Stadt-Aufbaus, der mit dem im gleichen Jahr begrüßten 50.000. Einwohner und dem zwanzigjährigen Stadtjubiläum einen harmonischen Dreiklang formte. Doch fügt sich das Rathaus auch aus einer anderen Perspektive in die Stadtgeschichte ein, zeichnet doch mit Titus Taeschner ein Architekt für den gefeierten Entwurf verantwortlich, der bereits im Nationalsozialismus und insbesondere in der „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ Karriere machte. Im Vortrag wird daher auch der Frage nachgegangen, wie Taeschner mit einem Mal zum Repräsentanten demokratischen Bauens par excellence aufsteigen konnte.
Alle Interessierten sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen.
Relaunch des Portals Städtegeschichte.de
Nachdem im Jahr 2015 bereits die Homepage des IStG auf "responsive design" umgestellt worden war, ist nun der Relaunch des Portals Städtegeschichte.de abgeschlossen, um die Seiten flexibel mit Tablet oder Smartphone abrufen zu können. Hierfür wurde das Layout vollständig überarbeitet und mit weiteren Modulen, wie Slideshows aber auch neuen Seiten für die Bildergalerien, versehen. Zudem wurden Stichworte der Texte mit den entsprechenden Abbildungen verlinkt.
Insbesondere im Bereich der "News" zu aktuellen Veranstaltungen, Publikationen oder Ausstellungen sowie im Tutorial "Einführung in die Städtegeschichte" bietet der Relaunch die Möglichkeit, sich auch unterwegs schnell und unkompliziert informieren zu können. Ebenso lassen sich die interaktiven Stadtkarten und die Verbreitungskarten sehr gut über mobile Endgeräte abrufen. Für die Arbeit mit diesen Karten und das Eintauchen in eine konkrete Stadttopographie sowie deren Entwicklung wird jedoch auch weiterhin der PC ein sinnvolles Medium bleiben.
Freitagskolloquium am 13.1.2017
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält Univ.-Prof. Dr. Matthias MÜLLER (Mainz) am 13.1.2017 zum Thema: Die Verflechtung sozialer Räume in der barocken Residenzstadt am Beispiel des Schlosskirchen-Rathaus-Komplexes im nassauischen Weilburg.
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Für kleine Residenzstädte konnte die fürstliche Standeserhebung des Stadtherrn in der Frühen Neuzeit zu weitreichenden und einschneidenden Umbaumaßnahmen führen. Hierfür ist Weilburg an der Lahn, nicht weit von Limburg gelegen, ein bemerkenswertes und aufschlussreiches Beispiel. Im Zuge der Erhebung der Grafschaft Nassau-Weilburg zum Fürstentum ließ Graf Johann Ernst von Nassau nicht nur das alte Schloss zum modernen barocken Residenzschloss ausbauen, sondern ab 1707 die mittelalterliche Stadtkirche abreißen und durch den Neubau einer Stadtpfarr- und Schlosskirche ersetzen. Auffälligerweise wurde sie unmittelbar mit dem ebenfalls neuen Rathaus verbunden. Diese Symbiose aus höfisch-städtischem Gotteshaus und städtischem Verwaltungsgebäude ist nicht nur für das 18. Jahrhundert einzigartig. Im Vortrag soll dieses Ensemble genauer analysiert und als eine besondere Form der ‚städtisch-höfischen Integrationsarchitektur‘ in einem lutherischen Fürstentum vorgestellt werden.
Neuerscheinung im "Historischen Atlas westfälischer Städte" - Band 8: Menden
Im Projekt "Historischer Atlas westfälischer Städte" sind nun die Bände 8 und 9 zu den Städten Menden (Sauerland) und Metelen erschienen. In den Atlanten wird für diese Orte jeweils anhand neuester Forschungsergebnisse in Text, Bild und Karten die Geschichte der Stadtentwicklung und deren Besonderheiten von den frühesten Siedlungsspuren bis in die Gegenwart nachgezeichnet.
Wilfried Reininghaus, Menden (Sauerland) (Historischer Atlas westfälischer Städte, Band 8), hg. v. d. Historischen Kommission für Westfalen und d. Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Ardey-Verlag Münster 2017.
(Textheft, 27 S., 6 thematische Tafeln und zahlreiche weitere Abbildungen und Karten, ISBN 978-3-87023-390-7)
Menden sicherte im Mittelalter die kölnische Herrschaft im mittleren Westfalen zwischen Hellweg und Sauerland. Mauern und Türme bezeugen dies bis heute. Im 19. Jahrhundert legten mehrere Metallwerke die Basis für industrielle Schwerpunkte. Der Städteatlas dokumentiert Mendens räumliche Strukturen vom 10./11. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Neuerscheinung im "Historischen Atlas westfälischer Städte" - Band 9: Metelen
Peter Ilisch, Metelen (Historischer Atlas westfälischer Städte, Band 9), hg. v. d. Historischen Kommission für Westfalen und d. Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Ardey-Verlag Münster 2017.
(Textheft, 19 S., 7 thematische Tafeln und zahlreiche weitere Abbildungen und Karten, ISBN 978-3-87023-391-4)
Schon früh entwickelte sich im Anschluss an das bereits im Jahr 889 gegründete Damenstift Metelen ein Markt, der wohl schon vor 1400 Freiheitsrechte erhielt. Die Freiheit stand in starker Abhängigkeit vom Stift und sank im Gefolge der Säkularisation zur Titularstadt herab. Einen Aufschwung erlebte Metelen im 19. Jahrhundert durch die Textilindustrie. Nach ihrem Niedergang prägen die Lebensmittelindustrie und der Tourismus die Gemeinde. Der Städteatlas dokumentiert die Besitzgeschichte des Stifts und die industrielle und touristische Entwicklung in der Moderne.
Informationsportal „Reformation in Westfalen“ ist online
Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 wurde das digitale historische Informationsportal www.reformation-in-westfalen.de am 1. Januar freigeschaltet. Das durch die LWL-Kulturstiftung geförderte Projekt wird seit Januar 2016 am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster erarbeitet. Das Informationsportal erfasst die verschiedenen Orte und Regionen Westfalens, zeichnet den dortigen Verlauf der Reformation nach und dokumentiert die jeweils noch heute erkennbaren Zeugnisse.
Die Landkarte des 16. Jahrhunderts zeigt Westfalen als territorialen Flickenteppich: Geistliche Großterritorien, kleine Grafschaften, Territorien auswärtiger Herren und eine von wenigen großen, aber auch von vielen kleinen Städten geprägte Städtelandschaft. Diese Vielfalt bedeutet, dass es nicht zu der ‚einen‘ Reformation kam, sondern Westfalen eine spannende, weil in ihren Verläufen unterschiedliche Reformationslandschaft darstellt, welche in diesem Informationsportal in Karten und Texten nachgezeichnet wird.
Aktuell sind Informationen zur Geschichte und Wirkung der Reformation in den Territorien und Autonomiestädten Westfalens abrufbar: In fünf Zeitschnitten werden die Entwicklungsstränge dargestellt. Beginnend mit dem Jahr des Thesenanschlags, 1517, widmet sich das Portal den für Westfalen bedeutenden Wegmarken bis zur konfessionellen Neuordnung nach Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1650. Diese Kartenstände werden mit knappen, wissenschaftlichen Texten zu den einzelnen Territorien und Städten unterlegt. Ein zweiter Zugang erfolgt über die Ordnung der Reformation nach Typen – etwa der landesherrlichen Reformation oder der städtischen Reformation in einigen Autonomiestädten. Die reformkatholische via media der Herzöge von Jülich-Kleve-Berg stellt ebenfalls einen Reformationstyp dar.
Zusätzlich informiert das Portal über aktuelle Ausstellungen und Vorträge und stellt einen Veranstaltungskalender für die Region Westfalen zur Verfügung.
Mit den Routen der Reformation wird es dann im Laufe des Jahres 2017 möglich sein, sich auf eine Spurensuche nach den Relikten der Reformation in Westfalen zu begeben.
Ergänzung erfährt das Portal reformation-in-westfalen.de durch den Twitterauftritt @RefInWestfalen, der diese Informationen rund um das Reformationsjubiläum einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen möchte.
Weitere Informationen unter:
www.reformation-in-westfalen.de
www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/Forschung/Reformation_in_Westfalen
www.twitter.com/@RefInWestfalen
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitags-Kolloquium hält am 9.12.2016 Raoul Hippchen (Mainz) zum Thema Soziale Verflechtung und politische Ordnung in einer kleinen Stadt am Mittelrhein. Vergleichende Studien zu Bingen im Spätmittelalter. Das Kolloquium beginnt um 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Der Vortrag stellt in einem Werkstattbericht das Dissertationsprojekt zu den spätmittelalterlichen Funktionseliten der Stadt Bingen vor und thematisiert an ausgewählten Beispielen Fragestellung und Vorgehensweise bei dem wissenschaftlichen Blick auf Zusammenhänge von Personen und herrschaftlich-verfassungsmäßigen Zuständen in der Stadt.
Neuerscheinung und Einladung zur Buchpräsentation
Der vierte und letzte Band des "Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe", der die Gemeinden im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg in den Blick nimmt, ist erschienen. Damit wird ein mehr als 15 Jahre währendes Projekt abgeschlossen, das in Kooperation mit der Historischen Kommission für Westfalen entstanden ist und die Geschichte jüdischen Lebens in Westfalen und Lippe von ersten Erwähnungen im Hochmittelalter bis in die Gegenwart darstellt.
Zum Abschluss des Projektes findet am 26.11.2016 ab 11 Uhr im Stadtarchiv Dortmund die Präsentation des aktuellen Bandes statt. Hier werden der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Matthias Löb (Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe) sowie Prof. Dr. Werner Freitag (Institut für vergleichende Städtegeschichte) Grußworte sprechen. Eine Einführung in das Werk geben anschließend Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Erster Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen) und Prof. Dr. Frank Göttmann (Universität Paderborn, Herausgeber).
... zur Einladung
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Heute Freitagskolloquium: Vortrag von Dr. Ulla Kypta
Am 25.11. um 16 Uhr c.t. hält Dr. Ulla Kypta im Rahmen des Freitagskolloquiums einen Vortrag zum Thema Vernetzte Menschen, vernetzte Städte. Die Vertretungsbeziehungen ober- und niederdeutscher Kaufleute ins spätmittelalterliche Antwerpen. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Im Antwerpen des frühen 16. Jahrhunderts kamen Vertreter von Kaufleuten aus den unterschiedlichen Regionen des Heiligen Römischen Reiches zusammen. Der Vortrag beschreibt verschiedene Formen, wie dieser Handel über Vertreter organisiert werden konnte, und diskutiert mögliche Gründe, warum Kaufleute zu verschiedenen Lösungsmodellen griffen. Wer schickte Bekannte aus der Heimatstadt, wer engagierte Antwerpener? Unterschieden sich Oberdeutsche von Niederdeutschen oder Gesellschaften von Einzelkaufleuten?
Stellenausschreibung: Kartograph(in)/Geomatiker(in)
Das Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/einen
Kartographin / Kartograph
Geomatikerin / Geomatiker (B.Sc. o. B.Eng.)
in Vollzeit. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet und grundsätzlich teilbar. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an Entgeltgruppe 10 TVöD VKA.
Wir bieten Ihnen eine abwechslungsreiche Tätigkeit im interdisziplinären Umfeld eines renommierten Forschungsinstituts. Das IStG fördert die Erforschung der Städtegeschichte mit der Erarbeitung des Deutschen Historischen Städteatlas und des Historischen Atlas westfälischer Städte, der Herausgabe städtegeschichtlicher Inventarwerke, Quelleneditionen, Forschungsprojekten, bibliographischen Hilfsmitteln, einem städtegeschichtlichen Internetportal sowie regelmäßigen Tagungen. Die Visualisierung historischer Erkenntnisse in Karten und die Arbeit mit archivalischer Kartenüberlieferung sind zentrale Aspekte der Institutsarbeit.
Ihre Aufgaben
Kartographische Betreuung der Publikationen des IStG, insbesondere der Reihe Deutscher Historischer Städteatlas
Kartographische Auswertung und Aufbereitung von historischen Rasterkartengrundlagen und weiterer Quellen
Erarbeitung und Gestaltung von Karten basierend auf historischen Grundlagen
Entwicklung und Umsetzung von Entwürfen thematischer Karten zur Stadtgeschichte
Erstellung interaktiver Karten für die Webangebote des IStG
Ihr Profil
abgeschlossene Hochschulausbildung als Kartographin/Kartograph bzw. Geomatikerin/ Geomatiker
gutes räumliches Vorstellungsvermögen, hohes Verständnis für geographisch-historische Zusammenhänge und deren Umsetzung in Karten
Kenntnisse über Methoden der analogen und digitalen Kartographie sowie der technischen Zusammenhänge zwischen GIS und Kartographie
Erfahrung und fundierte Kenntnisse im Umgang mit den Programmen ESRI ArcMap (ab Version 10.0 oder höher), Adobe Illustrator (Version CS 6.0) mit den Produkten der Firma Avenza Systems Inc. (insbesondere MAPublisher), Adobe Photoshop und Adobe InDesign
Kenntnisse in der Erstellung von interaktiven Karten mittels HTML5/CSS und JavaScript (z.B. leaflet oder OpenLayer)
Die Befähigung, komplexe Arbeitsabläufe zu koordinieren und die wissenschaftliche Arbeit des Instituts durch problemlösendes Denken zu bereichern, wird vorausgesetzt.
Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht.
Bei gleicher Qualifikation und Eignung werden Schwerbehinderte bevorzugt.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 30.11.2016 an:
Institut für vergleichende Städtegeschichte, Geschäftsführung, Königsstr. 46, 48143 Münster,
Tel: 0251/83 27514, Fax: 0251/83 27535, istg@uni-muenster.de
www.uni-muenster.de/staedtegeschichte
Festvortrag anlässlich des 75. Geburtstages von Dr. W. Ehbrecht - 4.11.2016 im IStG
Anlässlich des 75. Geburtstages von Dr. Wilfried Ehbrecht lädt das Institut für vergleichende Städtegeschichte im Rahmen des Freitags-Kolloquiums zu Problemen vergleichender Städtegeschichte am 4. November um 16 Uhr c.t. zu einem Festvortrag ein.
Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll (Wien) spricht zum Thema Frühe Wiener Stadtpläne und -ansichten und ihre Stellung im internationalen Vergleich.
Wien gilt mit seiner frühen kartographischen Repräsentation auf dem sogenannten "Albertinischen Stadtplan" der 1420er Jahre als Stadt mit einem außerordentlich frühen geometrisch aufgefassten (d.h. mit Maßstab versehenen) Stadtplan. Stadtpläne ganz generell existierten in Europa freilich bereits viel früher, wobei - neben dem Sonderfall von Jerusalem - italienische Städte vorangehen. Ziel des Vortrags ist es, die Entwicklung des Stadtplans für Wien vor dem Hintergrund der Spezifika für andere europäische Städte darzulegen. Als Beobachtungszeitraum wird dabei die Epoche bis zum frühen 17. Jahrhundert gewählt.
Dr. Wilfried Ehbrecht war seit 1969 am Aufbau und der Leitung des Instituts für vergleichende Städtegeschichte beteiligt, zeitweilig Wissenschaftlicher Geschäftsführer und 1979 bis 1984 Wissenschaftlicher Vorstand des IStG. Hier war er, neben zahlreichen anderen Forschungsprojekten, lange Jahre als Herausgeber für den Westfälischen Städteatlas wie für den Deutschen (Historischen) Städteatlas tätig.
Internationale Tagung des Forums Mittelalter der Universität Regensburg
Vom 10. bis 12. November 2016 findet die Internationale Tagung des Forums Mittelalter der Universität Regensburg am Institut für Geschichte in Regensburg statt. Das diesjährige Thema lautet:
STADTGESCHICHTE(N). Erinnerungskulturen der vormnodernen Stadt
... zum Programm
Lehrveranstaltung von Prof. W. Freitag
Die Lehrveranstaltung von Prof. Dr. W. Freitag zum Thema: Die Reformation auf dem Land (Artikelserie LWB) findet am 19.10. nicht statt. Beginn ist am 26.10.2016, 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG.
Programm für das Freitagskolloquium im WS 2016/17
Das neue Semester kann beginnen. Das Programm für das Freitagskolloquium im Wintersemester 2016/17 steht. Die ersten Vorträge finden im Rahmen der internationalen Tagung "Städtische Wettkampfkulturen in der europäischen Vormoderne" (organisiert von Dr. C. Jaser u.a.) am 21. Oktober 2016 statt. Hier werden in einer Sektion über Fechtschulen zwei Vorträge zu hören sein: Daniel Jaquet spricht über "For Blood, Entertainment, and Money: Fencing Schools in Swiss Towns in the Late Middle Ages", und Olivier Dupuis wird zum Thema "For a Local History of the Fencing Schools in Strasbourg from 1540 to 1665" referieren.
Die Vorträge beginnen wie gewohnt (im Winter) um 16 Uhr c.t. (!!!) im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Das Programm für das Freitagskolloquium im Wintersemester 2016/17 (PDF)
Neuerscheinung: Reformation in Westfalen
Pünktlich zum Historikertag 2016, der sich in diesem Jahr in Hamburg mit Glaubensfragen beschäftigt hat, legte Prof. Dr. Werner Freitag seine neue Publikation zum Thema „Reformation in Westfalen“ vor. Diese läutet das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ ein und fragt nach den Anfängen, Initiatoren, Verlaufsformen und Wirkungen der Reformationsbestrebungen im Bereich der historisch gewachsenen Region Westfalen. Letztere stellte im 16. Jahrhundert noch einen „Flickenteppich“ unterschiedlicher geistlicher und weltlicher Herrschaftsbereiche dar, in denen gemäß der Regel „cuius regio, eius religio“ individuell entschieden wurde, wie mit dem „neuen Glauben“ und dessen Anhängern umzugehen sei. Im Hinblick auf die verschiedenen Akteure und deren Handlungsmuster ergeben sich folgende größere Themenkomplexe:
• „Stadtreformation“ (Herford, Höxter, Lemgo, Lippstadt, Minden, Münster, Soest)
• „Landesherrliche Reformation“ (Fürstbistum Osnabrück, Herzogtum Westfalen, Grafschaften Bentheim, Lippe, Rietberg, Steinfurt, Tecklenburg-Lingen)
• die sog. „Humanistische Reform“ (Grafschaften Mark und Ravensberg, Dortmund, Essen)
• „Reformation auf dem Land“ (Adel, Pfarrer, Landgemeinden)
Gefragt wird, wo sich – zu welchem Zeitpunkt und aus welchen Beweggründen – die Reformation durchsetzen konnte bzw. wo diese scheiterte und wie der Alltag nach erfolgtem oder revidiertem Bekenntniswechsel in den Gemeinden aussah. Dabei werden auch kulturelle Zeugnisse, die Hinweis auf ein neues Bekenntnis geben können, in den Blick genommen: Kirchen- und Gottesdienstordnungen, Gravamina, Predigten, Wandlung der liturgischen Form, Inschriften an Fassaden oder Grabmälern und Dokumente gelebter Frömmigkeitspraxis.
Die vorliegende Publikation stellt die erste wissenschaftliche Gesamtschau zum Thema „Reformation in Westfalen“ dar und lädt Historiker wie historisch Interessierte gleichermaßen zur Suche nach den Ursprüngen verschiedener konfessioneller Identitäten ein, von denen die Region auch heute noch geprägt ist.
Bibliographische Angaben
Werner Freitag, Die Reformation in Westfalen. Regionale Vielfalt, Bekenntniskonflikt und Koexistenz, Aschendorff Münster 2016. (383 S.; ISBN 978-3-402-13167-1)
Tagung "Städtische Wettkampfkulturen in der europäischen Vormoderne" am IStG
Vom 20. bis 22. Oktober 2016 findet am IStG eine internationale Tagung zum Thema „Städtische Wettkampfkulturen in der europäischen Vormoderne/Urban Cultures of Contest in Premodern Europe“ statt, die von Dr. Christian Jaser, Dr. Jean Dominique Delle Luche und Dr. Daniel Jaquet organisiert wird. Verschiedene Formen städtischer Wettkampfkulturen wie Wettrennen, Schießwettbewerbe, Turniere, Fechtschulen sowie akademische und künstlerische Wettbewerbe bilden die Schablone, auf der die kulturgeschichtliche Relevanz des Agonalen für die vormoderne Stadtgesellschaft im europäischen Vergleich beleuchtet wird. Dabei stehen Akteure und Funktionen der Wettkämpfe für diese, Wahrnehmungs- und Repräsentationsmuster sowie Entwicklungs- und Vergleichsdynamiken im Fokus, um traditionelle Geschichtsbilder neu zu bewerten.
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Tagung: Städtische Wettkampfkulturen in der europäischen Vormoderne
Zeit: 20. – 22. Oktober 2016
Ort: IStG, Königsstraße 46, 48143 Münster, Sitzungszimmer
Kontakt: Dr. Christian Jaser christian.jaser@geschichte.hu-berlin.de
Tagung der ICHT in Kiel
Tagung der Internationalen Kommission für Städtegeschichte (ICHT) 2016 in Kiel / Treffen der Atlas Working Group
Vom 15. bis 16. September 2016 fand in Kiel die Tagung Soziale Funktionalitäten städtischer Räume im Wandel statt, die von der Internationalen Kommission für Städtegeschichte in Kooperation mit dem Projekt „Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800)“ organisiert worden ist. Vom IStG nahmen hieran Prof. Dr. Werner Freitag als Mitglied der Internationalen Kommission für Städtegeschichte und Dr. Daniel Stracke als Mitglied der Atlas Working Group bzw. als Koordinator deren Digital Initiative Group teil. Aufgabe der Digital Initiative Group ist es, die „digitale Wende“ der Arbeit an den Städteatlanten beratend zu begleiten.
Tagung der European Association for Urban History (EAUH) 2016 in Helsinki
Die Konferenz der European Association for Urban History stand in diesem Jahr unter dem Motto Reinterpreting Cities und fand vom 24. bis 27. August 2016 in Helsinki statt. Für das IStG war Daniel Stracke von Susanne Rau (Universität Erfurt) und Richard Rodgers (University of Edinburgh) eingeladen worden, in ihrer Sektion zu sprechen. Diese widmete sich unter dem Titel "Reinterpreting Space and Spatial Relations" dem Forschungspotential neuerer digitaler Technologien für die Städtegeschichte.
In seinem Vortrag "Chances and Challenges: The European Historic Towns Atlas in the digital media revolution" skizzierte er, welchen Nutzen digitale Angebote aus der Städteatlasarbeit für eine zunehmend auf Geoinformationssystemen basierenden neueren Stadt(raum)forschung haben können.
Gastwissenschaftler am IStG
Vom 15.9. bis 16.12.2016 wird Michał Schmidt aus Krakau als Gastwissenschaftler am IStG für seine Dissertation zum Thema:
"Moneta in pretorio. Haushalt und Finanzpolitik in der Stadt des Spätmittelalters. Vergleichsstudie ausgewählter polnischer und deutscher städtischer Zentren"
forschen.
Freitagskolloquium am 15.7.2016
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium wird Prof. Dr. Thomas SCHILP (Bochum) zum Thema: Stadtgründung zum Totengedenken: Pienza (1459-1464) halten.
Beginn ist wie gewohnt 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Der Vortrag diskutiert die Erhebung Pienzas durch Papst Pius II. 1459-1464 zur Stadt. Pienza als "Planstadt" mit dem berühmten zentralen Frührenaissanceplatz dient der Sicherung von FAMA und MEMORIA des humanistischen Papstes - eine Dimension, die vor allem die bislang fast ausschließlich kunsthistorische Forschung zu Pienza übersehen hat.
Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung
Band A 89 der Reihe Städteforschung zum Thema Die Stadt im Raum. Vorstellungen, Entwürfe und Gestaltungen im vormodernen Europa ist erschienen. Die Publikation fasst Beiträge einer im Rahmen des "Netzwerks Vormoderner Stadtgeschichte" organisierten Tagung in Fribourg (Schweiz) aus dem Jahr 2012 zusammen und wurde von Karsten Igel und Thomas Lau herausgegeben.
Eine oft gestellte Forderung, die Stadt in ihrem vielgestaltigen Verhältnis zu den sie umgebenden und von ihr mitgenerierten Räumen historisch zu fassen, wird in den Beiträgen des vorliegenden Bandes von Mediävisten, Frühneuzeithistorikern und Kunsthistorikern thematisiert und eingelöst. Drei Themenbereiche stehen dabei im Mittelpunkt: die Entstehung des städtischen Raumes, das Ausgreifen des städtischen Raumes in das Umland und die Beteiligung städtischer Akteure bei der Konstruktion supralokaler Räume. Die Ansätze der jüngeren Stadtgeschichtsforschung, der Staatsbildungsforschung und Diplomatiegeschichte sowie der Umwelt- und Kunstgeschichte werden dabei zusammengeführt und wechselseitig fruchtbar gemacht.
Bibliographische Angaben
Die Stadt im Raum. Vorstellungen, Entwürfe und Gestaltungen im vormodernen Europa (Reihe Städteforschung A 89), hg. v. Karsten Igel und Thomas Lau, Böhlau: Köln/Wien/Weimar 2016.
(361 S., 11 s/w- u. 16 farb. Abb., ISBN 978-3-412-22128-7)
Freitagskolloquium am 1.7.2016
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium wird Jochen HERMEL M.A. (Bonn) zum Thema: Minderheit und Magistrat. Evangelische Gemeinden in Köln im 17. Jahrhundert halten.
Beginn ist wie gewohnt 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
In der frühen Neuzeit bemühte sich der Rat der Stadt Köln um ein betont katholisches Image und unterdrückte rigoros nichtkatholische Gruppierungen. Dennoch existierten in der Stadt mehrere evangelische Gemeinden, die in diesem Umfeld als „heimliche Gemeinden“ bestanden. Der Vortrag geht den Fragen nach, wie groß die konfessionelle Grauzone in Köln war und welcher Gestaltungshorizont sich den heimlichen Gemeinden bot. Wie erhält man eine funktionsfähige Gemeinde in Zeiten von Verfolgung und Krieg – verborgen vor der Obrigkeit und ohne Kirchenbau?
Die digitale Zukunft der Städteatlanten – Besuch von der Royal Irish Academy (Dublin) und der Maynooth University
Am 15. Juni 2016 besuchten Sarah Gearty, kartografische Redakteurin des Irischen Städteatlas (Irish Historic Towns Atlas), und Rachel Murphy, die derzeit an der Maynooth University für das Projekt kartografische Arbeiten in einem Geoinformationssystem umsetzt, das IStG. Das Ziel der Visite war nicht nur, das Institut und seine Ressourcen kennenzulernen, sondern vor allem der Austausch mit den deutschen KollegInnen, die die hier angesiedelten Atlasreihen Deutscher Historischer Städteatlas und Historischer Atlas westfälischer Städte erarbeiten.
Wie die Mehrzahl der europäischen Partnerprojekte nimmt derzeit auch der Irische Städteatlas den Übergang von der Arbeit mit Grafikprogrammen hin zur Verwendung eines GIS in Angriff, während das IStG diese technische Innovation schon seit 2013 in Teilaspekten zum Tragen bringt. So standen nach einer ausführlichen Besichtigung des Instituts, der Forschungsbibliothek und vor allem der Karten- und Atlantensammlung praktische Fragen der Arbeit bei der Katasteredition im Vordergrund. Auch der polnische Gastwissenschaftler am IStG Radosław Glinski, der am schlesischen Teilprojekt des polnischen Städteatlas (Historyczny atlas miast polskich) beteiligt ist, nahm an dem lebhaften und in alle Richtungen fruchtbaren Erfahrungsaustausch teil. Besonders ging es um das konkrete Vorgehen beim Georeferenzieren und Vektorisieren, also Arbeitsschritte, die immer wieder auch Überlegungen zu den theoretischen Implikationen für die Quellenkritik nach sich zogen.
Die diskutierten Probleme stellen sich so oder ähnlich bei allen europäischen Partnerprojekten, und die Erarbeitung von Best-Practice-Standards ist nicht nur eine Frage der Arbeitsökonomie, sondern von grundlegender Bedeutung für die Verwendbarkeit der Daten in vergleichenden Studien. Daher wurden auch Pläne für einen Workshop zum Thema „Städteatlanten und GIS“ gemacht, der die anderen Partnerprojekte des Europäischen Städteatlas mit einbeziehen soll und Finanzierungsperspektiven dafür diskutiert.
(Daniel Stracke)
Freitagskolloquium am 17.6.2016
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium wird Prof. Dr. Gabriel ZEILINGER (Kiel) zum Thema: Wie wird Stadt im Mittelalter? Überlegungen zwischen ‚Stadtgründung' und ‚Urbanisierung' (nicht allein) am Beispiel des Oberelsass halten.
Beginn ist wie gewohnt 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Das ,klassische' Bild von Stadtentstehung und -entwicklung im Hoch- und Spätmittelalter zeigt – bei allen Differenzierungen – einen adligen oder kirchlichen Herrn, der eine Siedlung mit städtischen Freiheiten und Rechten ausstattet. Der Ort wächst in der Folge, entwickelt sich wirtschaftlich und seine Gemeinde erringt dann weitreichendere Autonomie vom Stadtherrn – so weit die von ,Stadtgründung' ausgehende, lineare Vorstellung von mittelalterlicher Stadtgeschichte. Der Vortrag argumentiert v.a. am Beispiel des Oberelsass vom 12. bis 14. Jahrhundert, dass der Begriff ,Urbanisierung' – verstanden als Verbreitung von bestimmten Lebens- und Politikformen nicht nur in ent- bzw. bestehenden Städten – die vielschichtigen, mehrere Akteursgruppen aufweisenden Prozesse um Stadtwerdung(en) in jener Zeit, die Europa so nachhaltig veränderten, präziser erfassen kann.
Vergleichende Städtegeschichte an der Royal Irish Academy, Dublin
Die Städteatlas-Tagung der Royal Irish Academy in Dublin am 20. Mai 2016 wurde in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem British Historic Towns Atlas/Historic Towns Trust durchgeführt, denn sie widmete sich dem Thema Medieval Townscapes. Comparative Perspectives through the Irish and British Historic Towns Atlases. Nach dem Vergleich der irischen Städtelandschaft mit kontinentaleuropäischen Beispielen im letzten Jahr standen nun also Ähnlichkeiten, Unterschiede und Vernetzungen der auf den Britischen Inseln gelegenen Städte im Fokus, wobei in Koreferaten jeweils eine irische und eine britische Stadt vorgestellt wurden. Die Auswahl der Vergleichsbeispiele wurde typologisch begründet – Hafenstadt (Bristol und Galway), regionales Zentrum (Kilkenny und Norwich), Metropole (London und Dublin) –, wobei solche Vergleiche besonders fruchtbar wirkten, die zusätzlich thematische Schwerpunkte wie Sakraltopographie, planerisches Handeln und Herrschaft setzten. Die aufeinander abgestimmten Koreferate wurden jeweils von einem irischen und einem britischen Kollegen gehalten, die in den anschließenden Diskussionen weiter ins Gespräch kamen. In einem abschließenden Beitrag wies Terry Slater auf die Möglichkeiten und Grenzen für stadtplananalytische Ansätze in den beiden Atlasprojekten hin und gab damit auch für die übrigen europäischen Städteatlanten wichtige Impulse.
Beim abendlichen Empfang, zu dem der Generalsekretär des Department of Foreign Affairs and Trade, Niall Burgess, geladen hatte, wurde die Bedeutung der Kooperation auf wissenschaftlicher Ebene für die bilateralen Beziehungen hervorgehoben. Die Gespräche zwischen der irischen Atlasredaktion und den zahlreichen internationalen Gästen wurden bei einem formalen Dinner im nahe gelegenen Kildare Street and University Club fortgeführt. Das IStG war durch Daniel Stracke vertreten.
(Daniel Stracke)
Freitagskolloquium am 3.6.2016
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium wird Dr. Philip HOFFMANN-REHNITZ (Münster) zum Thema: Wirtschaftsgeschichte der frühneuzeitlichen Stadt in kulturgeschichtlicher Perspektive: Positionen der jüngeren Forschung halten.
Beginn ist wie gewohnt 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Der Vortrag diskutiert auf der Grundlage neuerer Forschungen und empirischer Beispiele, wie eine Wirtschaftsgeschichte der frühneuzeitlichen Stadt in kulturwissenschaftlicher Perspektive konzipiert werden könnte und welche Potentiale für zukünftige stadtgeschichtliche Untersuchungen mit einem solchen Ansatz verbunden sind.
Gastwissenschaftler am IStG
Vom 2. Mai bis 1. Juli 2016 forscht Radosław Gliński aus Breslau im Rahmen des Erasmusprogrammes als Gastwissenschaftler am IStG. Für sein Dissertationsprojekt zum Thema: "Medieval and early modern town house in middle-sized and small town in the Sudetes and their foothill" stehen ihm die Sammlungen des IStG, vor allem die umfangreiche Fachbibliothek, zur Verfügung.
Heute: Freitagskolloquium
Den heutigen Vortrag im Freitagskolloquium halten Andreas DIETMANN M. A. und Julia MANDRY M. A. aus Jena zum Thema: "Armenfürsorge und Schulwesen in Thüringen zwischen Spätmittelalter und Reformation".
Beginn ist wie gewohnt 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Im Spannungsfeld zwischen Spätmittelalter und Reformation sollen Fragen nach Kontinuität und Wandel des Schul- wie Armenwesens in thüringischen Städten nachgegangen und facettenreiche Einblicke in die Themenfelder gewährt werden.
Tagung der AG Regionalportale in Münster
Vom 10.-12.5.2016 findet im LWL-Landeshaus (Freiherr-vom-Stein-Platz 1) die Tagung der AG-Regionalportale statt, die in diesem Jahr durch das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Zusammenarbeit mit dem IStG ausgerichtet wird. Hier werden anhand ausgewählter Projektberichte der verschiedenen Themenportale - von Archiven, Bibliotheken und anderen historisch orientierten Institutionen - aktuelle Fragen der Wissensvermittlung im digitalen Zeitalter thematisiert.
... zum Programm
Übung v. Prof. Mühle am 10.5. nicht im IStG
Die Übung "Quellenlektüre zur mittelalterlichen Stadtgeschichte" von Prof. E. Mühle findet am 10.05.2016, um 16 Uhr, im CIP-Pool des F-Hauses statt.
Freitagskolloquium am 29.4.2016
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält am 29.4.2016 Dr. Julia A. SCHMIDT-FUNKE (Jena) zum Thema: Haben und Sein. Materielle Kultur und Konsum im frühneuzeitlichen Frankfurt am Main.
Alle Interessierten sind dazu ab 15 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Dr. Julia A. Schmidt-Funke präsentiert Überlegungen, wie materielle Kultur und Konsum als Konstituenten der vormodernen Stadt untersucht werden können.
Freitagskolloquium am 22.04.2016
An diesem Freitag startet das Freitagskolloquium im Sommersemester 2016 mit dem Vortrag von Dr. Markus KELLER (Berlin) zum Thema:
"Wer baut? Die Wohnungsfrage in Ungarn in vergleichender Perspektive (1945–1960)".
Freitag, 22.04.2016
15.00 Uhr c.t./ Sitzungszimmer des IStG
... zum Programm
Freitagskolloquium im SoSe 2016
Das Programm für das Freitagskolloquium im Sommersemester 2016 liegt nun vor und läd alle Interessierten zu unterschiedlichen Themen der vergleichenden Städteforschung ein. Es werden Vorträge mit kultur-, sozial-, wirtschafts- und religionswissenschaftlichen Schwerpunkten vom Mittelalter bis in die Moderne angeboten. Den ersten Vortrag hält am 22.4.2016 Dr. Markus Keller (Berlin) zum Thema: "Wer baut? Die Wohnungsfrage in Ungarn in vergleichender Perspektive (1945-1960)".
Beginn der Veranstaltungen im Sommersemester ist wie gewohnt um 15 Uhr c.t. (!!!) im Sitzungszimmer des IStG.
... zum Programm
Ausfall der Lehrveranstaltungen am 11.4.2016 v. Prof. Dr. W. Freitag
Die Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Werner Freitag:
Hauptseminar
„Humanistische Reform und Reformation. Die Grafschaft Mark und Ravensberg im 16. Jahrhundert“
Sprachübung Latein
„Tridentinische Visitationen in den Fürstbistümern Westfalens“
fallen am 11.4.2016 aus.
Die Lehre wird regulär ab 18.4. wieder aufgenommen.
Stellenausschreibung - Doktorandenstelle im Projekt “Histoire des villes luxembourgeoises X”
An der Philosophischen Fakultät der Universität Luxembourg ist bei Prof. Michel Pauly ab 1. Juli 2016 eine Doktorandenstelle zu besetzen. Inhalt der Qualifizierungsarbeit ist das Erstellen eines digitalen historischen Atlas zur Geschichte der Stadt Luxembourg, v.a. für die Zeit seit Schleifung der Stadtbefestigung bis ca. 1867.
Die vollständige Stellenbeschreibung mit allen Anforderungen und Möglichkeiten für die wissenschaftliche Arbeit in einem multikulturellen Umfeld finden Sie unter folgendem Link im Job-Portal der Universität Luxembourg:
Doktorandenstelle im Projekt “Histoire des villes luxembourgeoises X”
Aussagekräftige Bewerbungen sind bis zum 1. Mai 2016 zu richten an: michel.pauly@uni.lu
Stellenausschreibung: Büroangestelle(r)
Am Institut für vergleichende Städtegeschichte ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle:
einer/eines Büroangestellten
zunächst befristet für 1 Jahr zu besetzen. Eine Entfristung der Stelle wird angestrebt. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt zurzeit 3o Stunden. Die Eingruppierung erfolgt je nach Aufgabenübertragung und Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen bis zur Entgeltgruppe 8 TV-VKA.
... zur vollständigen Ausschreibung
Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen, gerne auch per E-Mail, richten Sie bitte bis zum 29.03.2016 an:
Institut für vergleichende Städtegeschichte
Dr. Angelika Lampen
Königsstr. 46
48143 Münster
Neuerscheinungen zu Themen vergleichender Städtegeschichte 2015
Die Mitarbeiter aus dem Bereich "Bibliographie" haben - wie gewohnt - eine Neuerscheinungsliste zu Themen der vergleichenden Städtegeschichte für das Jahr 2015 erstellt, die auch einige Nachträge zu 2014 enthält. Dieser 215 Seiten umfassende bibliographische Überblick über die Städteforschung des vergangenen Jahres ist an den NEWS-Seiten des Portals Städtegeschichte.de orientiert und bietet unter zahlreichen Kategorien - neben quellenkundlich methodischen v.a. Stadt & Politik, Stadt & Wirtschaft, Stadt & Gesellschaft, Stadt & Religion, Sadt & Kultur, Stadt & Konflikt, Stadt & Gesundheit, Stadt & Katastrophe, Stadt & Natur/Umwelt - Hinweise zu aktueller Forschungsliteratur.
Dies ist ein Angebot aus dem Wissenschaftsservice des IStG und läd alle Stadthistoriker zum Stöbern und Weiterforschen ein.
Personalwechsel im IStG
Zum 1.3.2016 hat das IStG drei neue Mitarbeiter: Im Bereich Bibliothek wird Conny Arens M.A. als Vertretung für Sabina Ruwe M.A. tätig sein. Für Dr. Christof Spannhoff, der nun das Projekt "Reformation in Westfalen" leitet, wird Dörthe Gruttmann M.A. die Arbeiten für die Bibliographie übernehmen. Darüber hinaus begrüßen die Mitarbeiter des IStG Heye Bookmeyer M.A., der hier ein zweijähriges wissenschaftliches Volontariat antritt.
Erfolgreiche Atlaspräsentation in Soest
Am Abend des 25.2.2016 ist im voll besetzten Saal des Burghofmuseums zu Soest der "Historische Atlas westfälischer Städte, Band 7: Soest" präsentiert worden. Zahlreiche interessierte Bürger waren gekommen, um sich über die Geschichte ihrer Stadt zu informieren, die in diesem umfangreichen Kartenwerk eindrucksvoll dargestellt ist. Zudem bot sich hier die Gelegenheit, allen Mitwirkenden aus Münster und Soest herzlich für ihre Arbeit zu danken (s.u.). Dies sind neben den Autoren v.a. Mitarbeiter des Stadtarchivs Soest, der LWL-Denkmalpflege, der LWL-Archäologie sowie der "Namenforschung" der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Inhalt des Atlaswerkes:
Textheft zur Geschichte der Stadt (32 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Karten und Plänen)
Tafel 1a Katasterkarte 1827/28 (Entwurf Th. Kaling)
Tafel 1b Hausnummern aus dem Kataster von 1827/28 (Entwurf Th. Kaling)
Tafel 2 Topographische Karte (1839 und 2015)
Tafel 3 Stadtkarte 2013
Tafel 4 Soest und seine topographische Entwicklung (Entwurf W. Ehbrecht)
Tafel 5 Archäologische Fundstellen (7.-13. Jh.; Entwurf W. Melzer)
Tafel 6 Historische Bausubstanz (Gebäude, Besitzverhältnisse, Veränderung der Mauern, Gademreihe; Entwurf D. Gropp, F. Kaspar, H. Michels)
Tafel 7 Soest im Bild (verschiedene Abbildungen von 1490 bis 1921; Kommentar v. W. Ehbrecht)
Tafel 8a Börde - Siedlung und Territorium (Entwurf W. Bockhorst, W. Ehbrecht, C. M. Korsmeier, Th. Tippach)
Tafel 8b Grundbesitzverhältnisse in der Börde 1685 (Entwurf Th. Tippach)
Tafel 9a Soest im hansischen Kommunikationsraum (mit Ausschnittvergrößerung zu Westfalen; Entwurf W. Ehbrecht)
Tafel 9b Textkommentar zu Soest im hansischen Kommunikationsraum von W. Ehbrecht
Diejenigen, die sich für dieses Werk interessieren aber bislang keinen Atlas erwerben konnten, haben die Möglichkeit, Bestellungen beim Ardey-Verlag aufzugeben.
Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung
Der Band der Frühjahrstagung 2012 zum Thema "Urbanität" ist erschienen.
Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern (Reihe Städteforschung A 90), hg. v. Ute Schneider und Martina Stercken, Böhlau: Köln/Wien/Weimar 2016.
Urbanität wird von den Autorinnen und Autoren dieses Bandes weniger im Sinne des schillernden Begriffs verstanden, der seit der Antike als Chiffre für kultivierte Lebensart und Rhetorik und in der Gegenwart vor allem für verdichtete Bebauung verwendet wird, sondern vielmehr für die medialen Formen und Strategien, in denen Urbanität inszeniert und Eigenarten des Urbanen akzentuiert werden. Ausgegangen wird von einem kulturgeschichtlichen Medienbegriff, der nach den kulturellen Bedingungen von Sinnstiftung fragt und auch Prozesse der Vermittlung in der Zeit vor dem Buchdruck und den Massenmedien einbezieht. Der Band enthält Beiträge aus den Bereichen Geschichte, Kunstgeschichte, Romanistik, Anglistik und Medienwissenschaft.
Der Band enthält 250 Seiten und zahlreiche Farb- sowie Schwarzweißabbildungen. Bestellungen können direkt beimBöhlau Verlag aufgegeben werden.
Inhaltsverzeichnis A 90
Einladung zur Buchvorstellung
Die Historische Kommission und das Institut für vergleichende Städtegeschichte laden ein zur Buchvorstellung:
Historischer Atlas westfälischer Städte - Soest
Datum: 25.02.2016
Zeit: 18.30 Uhr
Veranstaltungsort: Burghofmuseum, Burghofstraße 22, 59494 Soest
Neben Grußworten von Dr. Eckhard Ruthemeyer (Bürgermeister Soest), Dr. Barbara Rüschoff-Thale (Landesrätin LWL) und Prof. Dr. Werner Freitag (IStG) werden die Autoren Dr. Wilfried Ehbrecht und Dr. Thomas Tippach einen Vortrag halten zum Thema: "Soest und seine Geschichte im Spiegel des 'Historischen Atlas westfälischer Städte'".
Alle Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zum Gespräch und zum Erwerb des Bandes.
Forschungsbericht 2015
Der Forschungsbericht 2015 liegt nun vor und kann hier zur Information über Projekte, Publikatione und Veranstaltungen des IStG im vergangenen Jahr sowie über weitere geplante Aktivitäten für 2016 eingesehen werden.
Freitagskolloquium am 12.2. - Vortrag von Andrea Arens M.A.
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält am 12.2.2016 Andrea Arens M.A. (Mainz) zum Thema "Peter Sondermann (1888–1962) – ein Olper Architekt prägt das Bild seiner Heimatstadt".
Alle Interessierten sind dazu herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Bei der bauhistorischen Untersuchung der Kreisstadt Olpe zwischen 1880 und 1930 zeigte sich, dass Peter Sondermann eine wichtige Rolle spielte. Als erster heimischer Architekt einer alteingesessenen Familie führte er in Olpe ab 1907 zahlreiche Bauaufträge aus. Nach seinem Entwurf wurden Wohnhäuser, Fabrikanlagen, Schul- und Klostergebäude sowie Kirchen errichtet. Dabei entwickelte er sein gestalterisches Repertoire vom Historismus bis zum sachlichen Baustil der 1950er Jahre. Der Vortrag skizziert den beruflichen Werdegang Peter Sondermanns und legt dabei den Schwerpunkt auf die Zeit bis 1930.
Institutsbibliothek am Rosenmontag geschlossen
Am Rosenmontag, dem 08.02.2016, bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Ab Dienstag gelten wieder die regulären Öffnungszeiten.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Freitagskolloquium am 29.1. - Vortrag von Julia Ellermann M.A.
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält am 29.1.2016 Julia Ellermann M.A. (Kiel) zum Thema "Zwang zur Barmherzigkeit? Die politische Kultur in mecklenburgischen Residenzstädten am Beispiel der Armenpolitik".
Alle Interessierten sind dazu herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Präsentiert werden die zentralen Forschungsprämissen und Ergebnisse eines kulturgeschichtlichen Dissertationsprojekts, das – unter Anwendung der argumentationsgeschichtlichen Methode – nach dem Vokabular des armenpolitischen Diskurses zwischen Landesherrschaft und verschiedenen Gruppierungen innerhalb der sozialen Konfiguration (Residenz-)Stadt im Mecklenburg der Sattelzeit fragt.
Onlineportal zum Reformationsjubiläum – neues Projekt am IStG
Seit Januar 2016 besteht am IStG ein neues Projekt, das durch die LWL-Kulturstiftung gefördert wird und die Erforschung der Reformation in Westfalen zum Ziel hat. Geplant ist ein Informationsportal www.reformation-in-westfalen.de, das die verschiedenen Orte und Territorien der Reformation in Westfalen erfasst, ihren Verlauf nachzeichnet und die noch heute erkennbaren Spuren dokumentiert.
... zur Projektseite
18. Januar 2016: Vortrag von Dominique Adrian über "Verfassungsurkunden der deutschen Städte"
In der Vortragsreihe "Junge französische Mediävisten zu Gast in Münster" des interdisziplinären Frankreich-Forums (IFF) an der WWU wird am 18. Januar 2016 Dominique Adrian um 18 Uhr c.t. im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22 (Münster), Raum F 104, einen Vortrag mit dem Titel "Les 'Chartes constitutionelles' des villes allemandes"/"Die Verfassungsurkunden der deutschen Städte" halten.
Dabei wird es v.a. um eine kritische Analyse der Urkundentexte süddeutscher Städte vom Ende des 13. und des 14. Jahrhunderts gehen, die im Kontext der Bildung oder Modifizierung von Zünften entstanden sind und dabei deren Einfluss im bzw. auf den Rat offenlegen. Gefragt wird nach den handelnden Akteueren und deren handlungsleitenden Motiven, die in unterschiedlicher Form auf ein Ziel, nämlich die Sicherstellung des städtischen Gleichgewichts, hinwirkten. Die Untersuchung der Texte erlaube - so der Referent - Aussagen darüber, [...] welche Vorstellungen die süddeutschen Stadtbürger von der Stadt als politischem Gegenstand und von den sie begründenden sozialen Gleichgewichten hatten [...]".
Mehr zum Inhalt finden Sie in französischer und deutscher Sprache in folgendem Dokument (PDF-Download).
Freitagskolloquium am 15.1. - Vortrag von Dr. Klaus Wisotzky
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält am 15.1.2016 Dr. Klaus Wisotzky (Essen) zum Thema "Wie Essen größer wurde - Die Eingemeindungen 1901-1915".
Alle Interessierten sind dazu herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Dank der Eingemeindungen in den Jahren 1901 bis 1915 stieg Essen zur bedeutendsten Stadt des Ruhrgebiets auf. Die Entwicklung verlief keineswegs konfliktfrei, da alle Beteiligten ihre eigenen Interessen verfolgten. Im Vortrag wird der Gang der Verhandlungen untersucht. Vorgestellt werden die maßgebenden Akteure und ihre Handlungsmotive; gefragt wird aber auch nach den Reaktionen der betroffenen Einwohner.
Neuerscheinung: Historischer Atlas westfälischer Städte, Band 7 - Soest
Band 7 des Historischen Atlas westfälischer Städte ist nun erschienen und beleuchtet in einem umfangreichen Kartenwerk sowie 32-seitigem, reich illustrierten Textheft die Geschichte der Stadt Soest.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Bestellung des Bandes finden Sie auf den Seiten des Ardey-Verlages.
Bibliographische Angaben
Wilfried Ehbrecht/Mechthild Siekmann/Thomas Tippach, Soest. Historischer Atlas westfälischer Städte, Band 7 ((Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, NF 30), hg. v. d. Historischen Kommission für Westfalen und d. Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Mechthild Siekmann und Thomas Tippach, Ardey-Verlag Münster 2016.
Trauer um Ruth-E. Mohrmann
Prof. Dr. Ruth-E. Mohrmann ist am 29.12.2015 im Alter von 70 Jahren verstorben. Die renommierte Volkskundlerin war mit dem IStG v.a. als Vorstandsmitglied des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte sowie als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats eng verbunden. Die Mitarbeiter des IStG verbleiben in Dankbarkeit für ihre Unterstützung in wissenschaftlichen, organisatorischen und persönlichen Belangen.
… zur Pressemitteilung in der WN vom 5.1.2016

