Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften (Foto: R. Schlautmann-Overmeyer)

Das Institut für vergleichende Städtegeschichte erarbeitet in Kooperation mit der Historischen Kommission für Westfalen das "Historische Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe". Es entsteht ein vierbändiges lexikalisches Nachschlagewerk für die Regierungsbezirke Arnsberg, Detmold und Münster. Ein selbständiger Band "Grundlagen - Erträge - Perspektiven" ordnet die Forschungsergebnisse der drei Teilbände auf überregionaler Ebene in die allgemeine Geschichte ein.
Ziel des Handbuchs ist es, allen Interessierten in überschaubarer Form einen Überblick über die Geschichte und das Wirken der Juden in Westfalen und Lippe zu bieten. Auf diese Weise soll die Möglichkeit eröffnet werden, das Wissen über die historische Leistung und Bedeutung der Juden und ihrer Gemeinschaften dauerhaft in das kulturelle Gedächtnis zu integrieren und durch Einsicht in die gesellschaftliche Komplexität der Vergangenheit Offenheit und Toleranz in der Gesellschaft von heute zu fördern.
Der Teilband Münster ist im Jahr 2008 erschienen, die Bände Detmold sowie "Grundlagen - Erträge - Perspektiven" folgten 2013. Der Band für den Regierungsbezirk Arnsberg wurde 2016 publiziert.

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Organisation
Das "Historische Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe" steht unter der Schirmherrschaft des Zentralrats der Juden in Deutschland und wird von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte herausgegeben. Die Projektleiter und Herausgeber rekrutieren sich aus dem Kreis der Kommissionsmitglieder. Verantwortlich sind Prof. Dr. Susanne Freund, Prof. Dr. Frank Göttmann, Prof. Dr. Karl Hengst, Prof. Dr. Franz-Josef Jakobi, Prof. Dr. Peter Johanek und Prof. Dr. Wilfried Reininghaus. Die Koordination liegt bei Rita Schlautmann-Overmeyer.

Gliederung der Ortsartikel

Erfasst sind alle Orte der jeweiligen Regierungsbezirke, für die ein eigenständiges jüdisches Leben nachgewiesen ist. Inhaltlich reicht das Spektrum vom ersten Nachweis bis zur heutigen Erinnerungskultur bzw. zur Entwicklung der wenigen nach dem Zweiten Weltkrieg wiedererstandenen jüdischen Gemeinden. Für die heutige politische Gliederung der Orte wurde die kommunale Gebietsreform mit den Eingemeindungen bis 1975 zugrunde gelegt. Die Vergabe der Ortsartikel orientiert sich an Kriterien innerjüdischen Lebens, insbesondere an der Existenz einer eigenen Betstube bzw. einer Synagoge und/oder eines eigenen Begräbnisplatzes.

Gliederung der Ortsartikel

Verzeichnis der Ortsartikel des Gesamtwerks

Kooperationspartner

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Das "Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe" entsteht in Kooperation mit der Historischen Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Förderer

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