Neuerscheinung und Einladung zur Buchpräsentation

Handbuch Der Juedischen Gemeinschaften
© LWL/Beyer

Der vierte und letzte Band des "Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe", der die Gemeinden im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg in den Blick nimmt, ist erschienen. Damit wird ein mehr als 15 Jahre währendes Projekt abgeschlossen, das in Kooperation mit der Historischen Kommission für Westfalen entstanden ist und die Geschichte jüdischen Lebens in Westfalen und Lippe von ersten Erwähnungen im Hochmittelalter bis in die Gegenwart darstellt.

Zum Abschluss des Projektes findet am 26.11.2016 ab 11 Uhr im Stadtarchiv Dortmund die Präsentation des aktuellen Bandes statt. Hier werden der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Matthias Löb (Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe) sowie Prof. Dr. Werner Freitag (Institut für vergleichende Städtegeschichte) Grußworte sprechen. Eine Einführung in das Werk geben anschließend Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Erster Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen) und Prof. Dr. Frank Göttmann (Universität Paderborn, Herausgeber).

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Heute Freitagskolloquium: Vortrag von Dr. Ulla Kypta

Am 25.11. um 16 Uhr c.t. hält Dr. Ulla Kypta im Rahmen des Freitagskolloquiums einen Vortrag zum Thema Vernetzte Menschen, vernetzte Städte. Die Vertretungsbeziehungen ober- und niederdeutscher Kaufleute ins spätmittelalterliche Antwerpen. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

Im Antwerpen des frühen 16. Jahrhunderts kamen Vertreter von Kaufleuten aus den unterschiedlichen Regionen des Heiligen Römischen Reiches zusammen. Der Vortrag beschreibt verschiedene Formen, wie dieser Handel über Vertreter organisiert werden konnte, und diskutiert mögliche Gründe, warum Kaufleute zu verschiedenen Lösungsmodellen griffen. Wer schickte Bekannte aus der Heimatstadt, wer engagierte Antwerpener? Unterschieden sich Oberdeutsche von Niederdeutschen oder Gesellschaften von Einzelkaufleuten?

Stellenausschreibung: Kartograph(in)/Geomatiker(in)

Das Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/einen

Kartographin / Kartograph
Geomatikerin / Geomatiker (B.Sc. o. B.Eng.)


in Vollzeit. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet und grundsätzlich teilbar. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an Entgeltgruppe 10 TVöD VKA.
Wir bieten Ihnen eine abwechslungsreiche Tätigkeit im interdisziplinären Umfeld eines renommierten Forschungsinstituts. Das IStG fördert die Erforschung der Städtegeschichte mit der Erarbeitung des Deutschen Historischen Städteatlas und des Historischen Atlas westfälischer Städte, der Herausgabe städtegeschichtlicher Inventarwerke, Quelleneditionen, Forschungsprojekten, bibliographischen Hilfsmitteln, einem städtegeschichtlichen Internetportal sowie regelmäßigen Tagungen. Die Visualisierung historischer Erkenntnisse in Karten und die Arbeit mit archivalischer Kartenüberlieferung sind zentrale Aspekte der Institutsarbeit.

Ihre Aufgaben

  • Kartographische Betreuung der Publikationen des IStG, insbesondere der Reihe Deutscher Historischer Städteatlas
  • Kartographische Auswertung und Aufbereitung von historischen Rasterkartengrundlagen und weiterer Quellen
  • Erarbeitung und Gestaltung von Karten basierend auf historischen Grundlagen
  • Entwicklung und Umsetzung von Entwürfen thematischer Karten zur Stadtgeschichte
  • Erstellung interaktiver Karten für die Webangebote des IStG

Ihr Profil

  • abgeschlossene Hochschulausbildung als Kartographin/Kartograph bzw. Geomatikerin/ Geomatiker
  • gutes räumliches Vorstellungsvermögen, hohes Verständnis für geographisch-historische Zusammenhänge und deren Umsetzung in Karten
  • Kenntnisse über Methoden der analogen und digitalen Kartographie sowie der technischen Zusammenhänge zwischen GIS und Kartographie
  • Erfahrung und fundierte Kenntnisse im Umgang mit den Programmen ESRI ArcMap (ab Version 10.0 oder höher), Adobe Illustrator (Version CS 6.0) mit den Produkten der Firma Avenza Systems Inc. (insbesondere MAPublisher), Adobe Photoshop und Adobe InDesign
  • Kenntnisse in der Erstellung von interaktiven Karten mittels HTML5/CSS und JavaScript (z.B. leaflet oder OpenLayer)

Die Befähigung, komplexe Arbeitsabläufe zu koordinieren und die wissenschaftliche Arbeit des Instituts durch problemlösendes Denken zu bereichern, wird vorausgesetzt.

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht.

Bei gleicher Qualifikation und Eignung werden Schwerbehinderte bevorzugt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bis zum 30.11.2016 an:

Institut für vergleichende Städtegeschichte, Geschäftsführung, Königsstr. 46, 48143 Münster,
Tel: 0251/83 27514, Fax: 0251/83 27535, istg@uni-muenster.de
www.uni-muenster.de/staedtegeschichte

Programm für das Freitagskolloquium im WS 2016/17

Freitagskolloquium Ws 2016-17 Hp
© IStG

Das neue Semester kann beginnen. Das Programm für das Freitagskolloquium im Wintersemester 2016/17 steht. Die ersten Vorträge finden im Rahmen der internationalen Tagung "Städtische Wettkampfkulturen in der europäischen Vormoderne" (organisiert von Dr. C. Jaser u.a.) am 21. Oktober 2016 statt. Hier werden in einer Sektion über Fechtschulen zwei Vorträge zu hören sein: Daniel Jaquet spricht über "For Blood, Entertainment, and Money: Fencing Schools in Swiss Towns in the Late Middle Ages", und Olivier Dupuis wird zum Thema "For a Local History of the Fencing Schools in Strasbourg from 1540 to 1665" referieren.
Die Vorträge beginnen wie gewohnt (im Winter) um 16 Uhr c.t. (!!!) im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

Das Programm für das Freitagskolloquium im Wintersemester 2016/17 (PDF)

Neuerscheinung: Reformation in Westfalen

Reformation In Westfalen Cover 2
© Aschendorff

Pünktlich zum Historikertag 2016, der sich in diesem Jahr in Hamburg mit Glaubensfragen beschäftigt hat, legte Prof. Dr. Werner Freitag seine neue Publikation zum Thema „Reformation in Westfalen“ vor. Diese läutet das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ ein und fragt nach den Anfängen, Initiatoren, Verlaufsformen und Wirkungen der Reformationsbestrebungen im Bereich der historisch gewachsenen Region Westfalen. Letztere stellte im 16. Jahrhundert noch einen „Flickenteppich“ unterschiedlicher geistlicher und weltlicher Herrschaftsbereiche dar, in denen gemäß der Regel „cuius regio, eius religio“ individuell entschieden wurde, wie mit dem „neuen Glauben“ und dessen Anhängern umzugehen sei. Im Hinblick auf die verschiedenen Akteure und deren Handlungsmuster ergeben sich folgende größere Themenkomplexe:

• „Stadtreformation“ (Herford, Höxter, Lemgo, Lippstadt, Minden, Münster, Soest)
• „Landesherrliche Reformation“ (Fürstbistum Osnabrück, Herzogtum Westfalen, Grafschaften Bentheim, Lippe, Rietberg, Steinfurt, Tecklenburg-Lingen)
• die sog. „Humanistische Reform“ (Grafschaften Mark und Ravensberg, Dortmund, Essen)
• „Reformation auf dem Land“ (Adel, Pfarrer, Landgemeinden)

Gefragt wird, wo sich – zu welchem Zeitpunkt und aus welchen Beweggründen – die Reformation durchsetzen konnte bzw. wo diese scheiterte und wie der Alltag nach erfolgtem oder revidiertem Bekenntniswechsel in den Gemeinden aussah. Dabei werden auch kulturelle Zeugnisse, die Hinweis auf ein neues Bekenntnis geben können, in den Blick genommen: Kirchen- und Gottesdienstordnungen, Gravamina, Predigten, Wandlung der liturgischen Form, Inschriften an Fassaden oder Grabmälern und Dokumente gelebter Frömmigkeitspraxis.

Die vorliegende Publikation stellt die erste wissenschaftliche Gesamtschau zum Thema „Reformation in Westfalen“ dar und lädt Historiker wie historisch Interessierte gleichermaßen zur Suche nach den Ursprüngen verschiedener konfessioneller Identitäten ein, von denen die Region auch heute noch geprägt ist.

Bibliographische Angaben
Werner Freitag, Die Reformation in Westfalen. Regionale Vielfalt, Bekenntniskonflikt und Koexistenz, Aschendorff Münster 2016. (383 S.; ISBN 978-3-402-13167-1)

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