Feierliche Präsentation des Deutschen Historischen Städteatlas 5: DORTMUND

Atlaspraesentation Dortmund 2017
v.l.n.r.: Landesrätin Judith Pirscher (LWL), Prof. Dr. Werner Freitag (IStG), Prof. Dr. Thomas Schilp (Dortmund), Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund), Dr. Thomas Tippach (WWU), Dr. Daniel Stracke (IStG), Dr. Angelika Lampen (IStG), Benjamin Hamann (Kartographie d. IStG/Weluga)
© IStG

Nach einer Projektlaufzeit von insgesamt dreieinhalb Jahren ist aktuell mit dem fünften Band über die Stadt Dortmund die bislang umfangreichste Publikation der Reihe Deutscher Historischer Städteatlas erschienen. Der Atlas wurde am Dienstagabend, dem 14. Februar 2017, in der gut besuchten Dortmunder St. Reinoldi-Kirche feierlich der Öffentlichkeit präsentiert.

Prof. Dr. Werner Freitag, der wissenschaftliche Vorstand des IStG, sprach die Gruß- und Dankesworten  an alle beteiligten Institutionen und Kollegen. Anschließend führten die Autoren des Bandes in das Werk ein. Dr. Daniel Stracke (IStG) stellte das Gesamtwerk vor, das als Teil eines traditionsreichen europäischen Projektes fundierte Einblicke in die Geschichte der Stadt Dortmund auf Basis historischer Karten, Bilder und schriftlicher Quellen bietet. Prof. Dr. Thomas Schilp (Dortmund) beleuchtete anhand archäologischer Befunde die frühe „polyzentrische Stadtentstehung“ ebenso wie Fragen nach der Lage der ehemaligen Königspfalz oder Aspekte frühneuzeitlicher Sakraltopographie. Der Fokus auf die Moderne mit Industrialisierung bzw. Deindustrialisierung, NS-Topographie sowie den verheerenden Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges war Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund) vorbehalten. Diese und zahlreiche weitere historischen Entwicklungen können in dem jüngst erschienenen Atlas bis in die Gegenwart nachvollzogen werden, um die Stadt und ihr Umland neu zu entdecken.

Das Forschungsvorhaben „Europäische Städteatlanten“

Die Aufnahme in den Deutschen Historischen Städteatlas stellt Dortmund in den Kontext eines internationalen Forschungsvorhabens, das im historisch-geographischen Bereich einmalig ist: Gemeint ist der in den 1950er Jahren begründete Verbund „Europäische Städteatlanten“. Diesem Netzwerk, das sich von Island bis Italien und Irland bis Rumänien erstreckt, gehören mittlerweile 20 nationale und 3 regionale Teilprojekte an, die alle anhand gemeinsamer Richtlinien arbeiten. Ziel dieser Projekte ist es, mit den Städteatlanten der interdisziplinären Städteforschung vergleichbare Grundlagen und belastbare Informationen zur Geschichte von Städten zur Verfügung zu stellen. Diese Publikationen sind Puzzleteile, aus denen ein Bild des europäischen Städtewesens in seiner Gesamtheit entsteht, das typische Entwicklungen, regionale Ausprägungen und überregionale Verbindungslinien zeigt. Mit Dortmund, der mittelalterlichen Königspfalz, einzigen westfälischen Reichsstadt und industriellen Großstadt, wird dieses Bild um wichtige Aspekte bereichert.

Mittlerweile sind europaweit über 520 Städteatlanten erschienen. Da sie in fundierten Texten, Bildern und Karten über die Geschichte und räumliche Entwicklung der jeweiligen Stadt informieren, ist jede einzelne dieser Dokumentationen nicht nur für die vergleichende Forschung, sondern auch für interessierte Bürger, Bildungseinrichtungen, die städtische Verwaltung und die ortsgeschichtliche Spezialforschung eine lohnende Lektüre.

Der Dortmund-Atlas

Auf Grundlage der Richtlinien für die „Europäischen Städteatlanten“ ist nun der neue Dortmund-Atlas entstanden. Der Inhalt der Atlasmappe umfasst ein 52-seitiges Textheft und 18 großformatige Tafeln mit historischen Stadtansichten, Landkarten und Stadtplänen des 15. bis 21. Jahrhunderts sowie thematischen Karten einschließlich Kommentartexten.

Das Textheft enthält einen mit über 80 Abbildungen illustrierten, facettenreichen Überblick über die „Grundzüge der historisch-topographischen Entwicklung“, der die Linien der Stadtentwicklung von den Anfängen bis heute chronologisch und sachthematisch gegliedert darlegt. Dabei gehen die Autoren sowohl auf das Werden und Wachsen der Stadt als auch auf die Faktoren und Akteure ein, die darauf Einfluss nahmen. Auch die wirtschafts- und sozialgeschichtliche Dimension des Stadtraumes wird thematisiert, ebenso wie die Umstände, die das Leben in Dortmund zu unterschiedlichen Zeiten prägten. Der Städteatlas stellt den stadtgeschichtlichen Stand der Forschung dar, bietet aber, indem die bisherigen Forschungsergebnisse gebündelt und hinterfragt werden, auch neue Erkenntnisse und neue Interpretationen im Hinblick auf bekannte Fragestellungen. Die Lage der im 10. Jahrhundert erstmals in Schriftquellen erwähnten Dortmunder Burg und die Frage nach der Lokalisierung der mittelalterlichen Königspfalz werden z. B. ebenso erörtert, wie nach den Dortmunder Aktivitäten zur Zeit der Hanse und die enge Verzahnung der Dortmunder Stadt- und Wirtschaftsgeschichte im Industriezeitalter, als sich die Konjunkturen der Montanindustrie unmittelbar in den Lebensverhältnissen der Bewohner spiegelten.

Die Aussagen des Textes beruhen auf der Interpretation historischer, archäologischer, bildlicher und kartographischer Quellen. Die wichtigsten Bildzeugnisse, Karten und Pläne werden der Forschung an die Hand gegeben. Das Herz des Dortmund-Atlas bilden dabei zwei neu gezeichnete parzellengenaue Pläne, die den Stadtgrundriss in der ersten bzw. der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zeigen, und ein detaillierter Innenstadtplan von 2016. Sie wurden von den Geoinformatikerinnen und -informatikern des IStG in mühevoller Kleinarbeit anhand von historischen Katasterplänen und aktuellen Geodaten eigens hergestellt.

Zum Material gehören weiterhin:

  • der Vogelschauplan des Detmar Mulher (1610) und der Brandhoff’sche Stadtbauplan (1857/58), die in großem Format und in hervorragender Qualität abgedruckt werden;
  • die bedeutende Überlieferung von Stadtansichten auf spätmittelalterlichen Altarbildern in der Propsteikirche sowie ihre Fortführung in der frühneuzeitlichen und neuzeitlichen Druckgraphik;
  • ein historisches und ein modernes Luftbild sowie
  • Karten aus der Preußischen Topographischen Landesaufnahme seit der ersten Vermessung. Während die übrigen Materialien historische Schlaglichter auf die Innenstadt werfen, zeigen die Karten aus der topographischen Landesaufnahme das Dortmunder Umland in Zeitschnitten zu 1839/40, 1892, 1927/35 und 2016.

Dieses reiche, quellenkritisch kommentierte Material regt die wissenschaftliche Forschung zur Stadtentwicklung und Urbanisierung an und lädt den Laien zum Neuentdecken seiner Heimatstadt mit einer historisch gewordenen Siedlungsstruktur ein.

Kooperation

Gemäß der Aufgabenstellung eines historischen Atlas werden die Aussagen, die im Atlastext gemacht werden, dem Leser durch Bilder, Diagramme und vor allem thematische Karten visuell vermittelt. Das gilt nicht nur für die Kartenreihe zum Stadtwachstum, die – angeregt von den neuesten Erkenntnissen der archäologischen Forschung – eine Neuinterpretation der mittelalterlichen Frühentwicklung bieten. Auch die Ausdehnung der alten Grafschaft Dortmund, die Umgestaltung des Innenstadtbereiches in der Urbanisierung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und die raumprägende Wirkung der Schwerindustrie werden in ganz neuer Form kartographisch erfasst und anschaulich gemacht. Das Werk entstand in Kooperation zwischen dem Institut für vergleichende Städtegeschichte – IStG in Münster, das die Reihe herausgibt, und dem Stadtarchiv Dortmund, unterstützt von der Dortmunder Stadtarchäologie und dem städtischen Vermessungsamt. Autoren sind die renommierten Kenner der Dortmunder Stadtgeschichte Prof. Dr. Thomas Schilp und Dr. Stefan Mühlhofer sowie Dr. Daniel Stracke vom Institut für vergleichende Städtegeschichte. Zur Realisierung des hochwertigen Druckes leistete die Stadtsparkasse Dortmund einen Druckkostenzuschuss.

Aufbauend auf einer Auswahl der für den gedruckten Atlas angefertigten Karten entstehen im IStG derzeit zusätzlich interaktive Onlinemodule, die im Rahmen des Informationsportals www.staedtegeschichte.de veröffentlicht werden.

Stefan Mühlhofer, Thomas Schilp & Daniel Stracke: Dortmund – Deutscher Historischer Städteatlas Nr. 5, hg. v. Peter  Johanek, Jürgen  Lafrenz & Thomas Tippach am Institut für vergleichende Städtegeschichte, Münster (Ardey-Verlag) 2017. ISBN 978-3-87023-277-1. Preis € 39,90

Nachruf auf Prof. Dr. Volker Honemann

Das Kuratorium und das Institut für vergleichende Städtegeschichte trauern um Volker Honemann, der am 28. Januar 2017 ganz plötzlich und unerwartet gestorben ist.
Im unterfränkischen Stadelschwarzach 1943 geboren, studierte er in Würzburg, Heidelberg und Paris Germanistik, Geschichte und Geographie und wurde 1972 bei Kurt Ruh zum Dr. phil. promoviert. Dessen Assistent war er von 1971 bis 1978, unterbrochen durch eine zweijährige Tätigkeit als Lektor am King's College, London. Von 1979 an folgte eine zweite Assistentenzeit an der Freien Universität Berlin, wo er sich 1983 habilitierte. Bereits 1984 folgte er einem Ruf an die Universität Göttingen, wo er über die deutsche Literatur des Spätmittelalters und des Humanismus lehrte, bis er schließlich 1992 auf den Lehrstuhl für deutsche Literatur des Mittelalters unter Einbeziehung der mediävistischen Komparatistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster berufen wurde. Gastprofessuren führten ihn nach Urbana Champaign (Illinois) und Wien. Im Jahr 2008 trat er in den Ruhestand und lebte und forschte fortan in Berlin. Der Tod traf ihn, der voller Pläne war, auf einem Höhepunkt seiner Schaffenskraft.
Volker Honemann war von Beginn seiner wissenschaftlichen Tätigkeit auch ein Grenzgänger zwischen Literaturgeschichte und Geschichtswissenschaft. Sehr früh begann er sich Phänomenen der Literatur in der mittelalterlichen Stadt zuzuwenden, beginnend mit seinem grundlegenden Aufsatz zur literarischen Tätigkeit der Stadtschreiber (1981). Zahlreiche Arbeiten betrafen die Tätigkeit der städtischen Kanzleien, das Wallfahrtswesen der Städte, besonders die Pilgerschaft nach Santiago de Compostella, die Literatur und ganz allgemein die Tätigkeit der Franziskaner, das geistliche Schauspiel in der Stadt und vor allem auch die städtische Geschichtsschreibung.
Das alles war der Grund, ihn 1997 als Mitglied in das Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte zu berufen. Zu einem schwierigen Zeitpunkt übernahm er 2007/08 das Amt des Schatzmeisters im Kuratorium, und von 1999 bis 2013 war er Mitglied des Beirats des Instituts.
Kuratorium und Institut haben ihm für vieles zu danken und werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.
(P. Johanek)

Pressetermin und Präsentation des Deutschen Historischen Atlas Dortmund

Cover Staedteatlas Dortmund Hp
© IStG

Im Februar 2017 erscheint mit Dortmund der fünfte Band des Deutschen Historischen Städteatlas. In einem 50-seitigen Textheft mit zahlreichen Abbildung und Karten sowie 8 Tafeln mit topographischen und thematischen Karten wird die Geschichte Dortmunds von den ersten Siedlungsspuren bis in die Gegenwart nachgezeichnet. Das Werk ist basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Forschungen in Kooperation des IStG mit dem Stadtarchiv Dortmund entstanden und wurde durch die Stadtarchäologie und das Vermessungsamt unterstützt.
Um den Atlas und somit die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Reichsstadt der Öffentlichkeit vorzustellen, lädt die Stadt Dortmund zu folgenden Terminen ein:

Pressetermin zu Dortmunds Aufnahme in den Städteatlas
8. Februar 2017
11.30 Uhr
Rathaus, Friedensplatz 1, Saal Rote Erde (1. Etage)

Präsentation des Städteatlas Dortmund
14. Februar 2017
19.30 Uhr
Reinoldikirche


Relaunch des Portals Städtegeschichte.de

Relaunch Portal Staedtegeschichte De
© IStG

Nachdem im Jahr 2015 bereits die Homepage des IStG auf "responsive design" umgestellt worden war, ist nun der Relaunch des Portals Städtegeschichte.de abgeschlossen, um die Seiten flexibel mit Tablet oder Smartphone abrufen zu können. Hierfür wurde das Layout vollständig überarbeitet und mit weiteren Modulen, wie Slideshows aber auch neuen Seiten für die Bildergalerien, versehen. Zudem wurden Stichworte der Texte mit den entsprechenden Abbildungen verlinkt.
Insbesondere im Bereich der "News" zu aktuellen Veranstaltungen, Publikationen oder Ausstellungen sowie im Tutorial "Einführung in die Städtegeschichte" bietet der Relaunch die Möglichkeit, sich auch unterwegs schnell und unkompliziert informieren zu können. Ebenso lassen sich die interaktiven Stadtkarten und die Verbreitungskarten sehr gut über mobile Endgeräte abrufen. Für die Arbeit mit diesen Karten und das Eintauchen in eine konkrete Stadttopographie sowie deren Entwicklung wird jedoch auch weiterhin der PC ein sinnvolles Medium bleiben.

Neuerscheinung im "Historischen Atlas westfälischer Städte" - Band 8: Menden

Menden
© IStG/HIKO

Im Projekt "Historischer Atlas westfälischer Städte" sind nun die Bände 8 und 9 zu den Städten Menden (Sauerland) und Metelen erschienen. In den Atlanten wird für diese Orte jeweils anhand neuester Forschungsergebnisse in Text, Bild und Karten die Geschichte der Stadtentwicklung und deren Besonderheiten von den frühesten Siedlungsspuren bis in die Gegenwart nachgezeichnet.


Wilfried Reininghaus, Menden (Sauerland) (Historischer Atlas westfälischer Städte, Band 8), hg. v. d. Historischen Kommission für Westfalen und d. Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Ardey-Verlag Münster 2017.
(Textheft, 27 S., 6 thematische Tafeln und zahlreiche weitere Abbildungen und Karten, ISBN 978-3-87023-390-7)

Menden sicherte im Mittelalter die kölnische Herrschaft im mittleren Westfalen zwischen Hellweg und Sauerland. Mauern und Türme bezeugen dies bis heute. Im 19. Jahrhundert legten mehrere Metallwerke die Basis für industrielle Schwerpunkte. Der Städteatlas dokumentiert Mendens räumliche Strukturen vom 10./11. Jahrhundert bis in die Gegenwart.


Neuerscheinung im "Historischen Atlas westfälischer Städte" - Band 9: Metelen

Metelen
© IStG/HIKO

Peter Ilisch, Metelen (Historischer Atlas westfälischer Städte, Band 9), hg. v. d. Historischen Kommission für Westfalen und d. Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Ardey-Verlag Münster 2017.
(Textheft, 19 S., 7 thematische Tafeln und zahlreiche weitere Abbildungen und Karten, ISBN 978-3-87023-391-4)

Schon früh entwickelte sich im Anschluss an das bereits im Jahr 889 gegründete Damenstift Metelen ein Markt, der wohl schon vor 1400 Freiheitsrechte erhielt. Die Freiheit stand in starker Abhängigkeit vom Stift und sank im Gefolge der Säkularisation zur Titularstadt herab. Einen Aufschwung erlebte Metelen im 19. Jahrhundert durch die Textilindustrie. Nach ihrem Niedergang prägen die Lebensmittelindustrie und der Tourismus die Gemeinde. Der Städteatlas dokumentiert die Besitzgeschichte des Stifts und die industrielle und touristische Entwicklung in der Moderne.

Informationsportal „Reformation in Westfalen“ ist online

Reformation in Westfalen 2

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 wurde das digitale historische Informationsportal www.reformation-in-westfalen.de am 1. Januar freigeschaltet. Das durch die LWL-Kulturstiftung geförderte Projekt wird seit Januar 2016 am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster erarbeitet. Das Informationsportal erfasst die verschiedenen Orte und Regionen Westfalens, zeichnet den dortigen Verlauf der Reformation nach und dokumentiert die jeweils noch heute erkennbaren Zeugnisse.

Die Landkarte des 16. Jahrhunderts zeigt Westfalen als territorialen Flickenteppich: Geistliche Großterritorien, kleine Grafschaften, Territorien auswärtiger Herren und eine von wenigen großen, aber auch von vielen kleinen Städten geprägte Städtelandschaft. Diese Vielfalt bedeutet, dass es nicht zu der ‚einen‘ Reformation kam, sondern Westfalen eine spannende, weil in ihren Verläufen unterschiedliche Reformationslandschaft darstellt, welche in diesem Informationsportal in Karten und Texten nachgezeichnet wird.

Aktuell sind Informationen zur Geschichte und Wirkung der Reformation in den Territorien und Autonomiestädten Westfalens abrufbar: In fünf Zeitschnitten werden die Entwicklungsstränge dargestellt. Beginnend mit dem Jahr des Thesenanschlags, 1517, widmet sich das Portal den für Westfalen bedeutenden Wegmarken bis zur konfessionellen Neuordnung nach Ende des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1650. Diese Kartenstände werden mit knappen, wissenschaftlichen Texten zu den einzelnen Territorien und Städten unterlegt. Ein zweiter Zugang erfolgt über die Ordnung der Reformation nach Typen – etwa der landesherrlichen Reformation oder der städtischen Reformation in einigen Autonomiestädten. Die reformkatholische via media der Herzöge von Jülich-Kleve-Berg stellt ebenfalls einen Reformationstyp dar.

Zusätzlich informiert das Portal über aktuelle Ausstellungen und Vorträge und stellt einen Veranstaltungskalender für die Region Westfalen zur Verfügung.
Mit den Routen der Reformation wird es dann im Laufe des Jahres 2017 möglich sein, sich auf eine Spurensuche nach den Relikten der Reformation in Westfalen zu begeben.
Ergänzung erfährt das Portal reformation-in-westfalen.de durch den Twitterauftritt @RefInWestfalen, der diese Informationen rund um das Reformationsjubiläum einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen möchte.

Weitere Informationen unter:
www.reformation-in-westfalen.de
www.uni-muenster.de/Staedtegeschichte/Forschung/Reformation_in_Westfalen
www.twitter.com/@RefInWestfalen

Neuerscheinung und Einladung zur Buchpräsentation

Handbuch Der Juedischen Gemeinschaften
© LWL/Beyer

Der vierte und letzte Band des "Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe", der die Gemeinden im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg in den Blick nimmt, ist erschienen. Damit wird ein mehr als 15 Jahre währendes Projekt abgeschlossen, das in Kooperation mit der Historischen Kommission für Westfalen entstanden ist und die Geschichte jüdischen Lebens in Westfalen und Lippe von ersten Erwähnungen im Hochmittelalter bis in die Gegenwart darstellt.

Zum Abschluss des Projektes findet am 26.11.2016 ab 11 Uhr im Stadtarchiv Dortmund die Präsentation des aktuellen Bandes statt. Hier werden der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Matthias Löb (Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe) sowie Prof. Dr. Werner Freitag (Institut für vergleichende Städtegeschichte) Grußworte sprechen. Eine Einführung in das Werk geben anschließend Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Erster Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen) und Prof. Dr. Frank Göttmann (Universität Paderborn, Herausgeber).

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