

Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung
Der Tagungsband zur Frühjahrstagung 2013 ist nun als Band A 94 in der Reihe Städteforschung unter folgendem Titel erschienen:
Gedachte Stadt - Gebaute Stadt. Urbanität in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz 1945-1990, hg. v. Thomas Großbölting und Rüdiger Schmidt, Köln/Wien/Weimar 2015.
Vier Jahrzehnte lang waren die Bundesrepublik Deutschland und die DDR einander in höchst ambivalenter Weise verbunden, denn beide Halbnationen waren zugleich Vorposten in der Systemkonkurrenz des Kalten Krieges. Im deutsch-deutschen Städtebau - in der geplanten wie in der gebauten Stadt – realisierten sich sowohl die unterschiedlichen politischen Ordnungsvorstellungen wie auch die verbindenden architektonischen Traditionen besonders markant. Der Band leuchtet dieses Spannungsfeld umfassend aus: Er analysiert die leitenden Paradigmen des Städtebaus, fragt nach der symbolischen Rolle der Regierungssitze in Bonn und Ost-Berlin und zeigt, welche Funktion die Stadt als Modell und Imageträger im Systemwettstreit übernahm.
Institutsbibliothek über Weihnachtsfeiertage und Jahreswechsel geschlossen
Vom 21. Dezember 2015 bis zum 1. Januar 2016 bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Ab dem 4. Januar 2016 gelten wieder die regulären Öffnungszeiten im Wintersemester.
Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Homepage des IStG in neuem Design
Die Internetseiten des IStG wurden in den vergangenen Monaten mit Unterstützung von ZIV und Online-Redaktion der WWU auf „responsive design“ umgestellt, so dass sie nun auch über Tablet und Smartphone bequem abrufbar sind.
Bei den Arbeiten wurden Anpassungen in Layout und Struktur vorgenommen: Währen die Kontaktdaten und das Archiv nun unter der Rubrik „Das IStG“ zu finden sind, haben die Publikationen – zur Ergebnissicherung von Forschung und Veranstaltungen des IStG – eine eigene Rubrik erhalten. Die Seiten unter „Forschung“ und „Publikationen“ liefern jeweils für die Kategorien „Einzelprojekte“ bzw. „Einzelpublikationen“, „Städteatlanten“, „Stadtgeschichten“, „Handbücher“ und „Quelleneditionen“ – im ersten Fall liegt der Fokus auf Informationen zu den Projekten und im zweiten Fall auf Informationen über bibliographische Angaben oder Inhaltsverzeichnisse. Darüber hinaus führt die erste Unterrubrik unter „Publikationen“ zur „Reihe Städteforschung“, die u.a. Angaben zu den bereits im Böhlau Verlag erschienenen Bänden, aber auch wichtige Hinweise für Autoren bereithält.
Unter dem zum Wissenschaftsservice des IStG gehörenden Stichwort „Bibliographie“ wurden zudem die Bezeichnungen angepasst. Hier finden Sie neben der Bibliographischen Datenbank die „Aktuelle städtegeschichtliche Literatur“ (Neuerscheinungslisten), „Themenbezogene Literatur“ als Begleitangebot zu den Frühjahrstagungen („Literatur in Auswahl“), Rezensionen sowie die bereits abgeschlossenen Angebote „Forschungsrückblicke“ (Sammelbesprechungen 1975–2000) und „Bibliographie zur deutschen historischen Städteforschung“, die heute in der Bibliographischen Datenbank fortgeführt wird.
Wir hoffen, allen Nutzern den Zugang zu wichtigen Informationen rund um die Arbeiten am IStG zu erleichtern und bedanken uns ganz herzlich bei allen Unterstützern des „Relaunch 2015“. Im kommenden Jahr wird in ähnlicher Weise auch das „Portal Städtegeschichte.de“ auf „responsive design“ umgestellt werden.
Freitagskolloquium am 11.12. - Vortrag von Dr. Olivier Richard
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält am 11.12.2015 Dr. Olivier Richard (Mulhouse) zum Thema "Eid und Regierung in oberrheinischen Städten im Spätmittelalter".
Alle Interessierten sind dazu herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
War der Eid in der spätmittelalterlichen Stadt nur noch ein Instrument des Zwangs bzw. der Herrschaft oder im Gegenteil ein wichtiges Element des politischen Austausches? Dieser Frage soll nachgegangen werden, indem die Vereidigungsrituale, aber auch die verschiedenen Einflüsse der städtischen Eideskultur sowie die Folgen der wachsenden Verschriftlichung auf die Eidespraktiken untersucht werden.
IStG unterstützt die Kantonale Denkmalpflege des Kantons Basel-Stadt
Auf Anfrage der Baseler Kantonalen Denkmalpflege entsandte das IStG am 24./25.11.2015 Dr. Daniel Stracke, um im Rahmen eines Workshops über die kartographischen Arbeiten des Instituts zu berichten. Anlass für das Treffen von Denkmalpflegern, Bauhistorikern, Archäologen und Stadthistorikern aus der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und Deutschland war die Erarbeitung eines Konzeptes für den Band 11 der Reihe „Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt“. Dieser soll das umfangreiche, den Einzeldenkmälern gewidmete Inventarwerk als Syntheseband mit dem Schwerpunkt Stadtentwicklung und Stadtmorphologie abrunden.
Anhand von Beispielen aus dem Deutschen Historischen Städteatlas und dem Historischen Atlas westfälischer Städte präsentierte Daniel Stracke Möglichkeiten und Probleme der thematischen Kartografie. Der Fokus lag auf den Herausforderungen, die dynamische Prozesse der Stadtentwicklung und die Behandlung von historischen Baubefunden an eine Bearbeitung in Karten stellen.
Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung
Der Tagungsband zur Frühjahrstagung 2010 ist nun als Band A 93 in der Reihe Städteforschung unter folgendem Titel erschienen:
Die Vergnügungskultur der Großstadt. Orte - Inszenierungen - Netzwerke (1880-1930), hg. v. Paul Nolte, Köln/Wien/Weimar 2016.
Die Wahrnehmung der Großstädte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist lange Zeit geprägt gewesen durch Industrialisierung, soziale Frage und politische Krisen. Die europäischen und globalen Metropolen der „Klassischen Moderne“ waren jedoch zugleich Pioniere von Freizeit, Massenkultur und populären Vergnügungen. Der Band erhellt diese andere Seite der modernen Großstadt zwischen Elitenkultur und Volkskultur, zwischen lokalen Milieus und globaler Verflechtung, von der Kiezkneipe bis zur Oper, vom Zirkus bis zu neuem Tanzvergnügen. Es geht um Orte und Akteure, Handlungsformen und Wissenstransfer. Berlin steht im Mittelpunkt, doch europäische Vergleiche und Verflechtungen treten ebenso hervor wie globale Netzwerke.
Freitagskolloquium am 27.11.2015 - Vortrag von Dr. Philipp Hahn
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium wird am 27.11.2015 Dr. Philipp Hahn (Tübingen) zum Thema "Gemein-Sinn. Sinnliche Wahrnehmung, Ordnung und Vergemeinschaftung in Ulm, ca. 1470–1850" halten.
Alle Interessierten sind dazu herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.
Stadtleben prägt die Sinne, und zwar jede Stadt auf ihre Weise; zugleich basiert Teilhabe an der städtischen Gesellschaft in hohem Maße auf sinnlicher Wahrnehmung. Welche Auswirkungen längerfristiger Wandel der Sinneswahrnehmung auf eine Stadtgesellschaft hat, beleuchtet der Vortrag an einem Beispiel aus der 'langen' Frühen Neuzeit.
ACHTUNG: Vortrag von Dr. Gabriel Zeilinger am 20.11. FÄLLT AUS!
Der für den 20.11. angekündigte Vortrag im Freitagskolloquium von Dr. Gabriel Zeilinger (Kiel) zum Thema "Wie wird Stadt im Mittelalter? Überlegungen zwischen 'Stadtgründung' und 'Urbanisierung' (nicht allein) am Beispiel des Oberelsass" FÄLLT AUS!
Ein möglicher Ersatztermin wird hier zu gegebener Zeit bekannt gegeben.
Freitagskolloquium - Vortrag von Dr. Gabriel Zeilinger
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium wird am 20.11.2015 Dr. Gabriel Zeilinger (Kiel) zum Thema "Wie wird Stadt im Mittelalter? Überlegungen zwischen 'Stadtgründung' und 'Urbanisierung' (nicht allein) am Beispiel des Oberelsass" halten.
Das ‚klassische‘ Bild von Stadtentstehung und -entwicklung im Hoch- und Spätmittelalter zeigt – bei allen Differenzierungen – einen adligen oder kirchlichen Herrn, der eine Siedlung mit städtischen Freiheiten und
Rechten ausstattet. Der Ort wächst in der Folge, entwickelt sich wirtschaftlich und seine Gemeinde erringt dann weitreichendere Autonomie vom Stadtherrn – so weit die von ‚Stadtgründung‘ ausgehende, lineare
Vorstellung von mittelalterlicher Stadtgeschichte. Der Vortrag argumentiert v.a. am Beispiel des Oberelsass vom 12. bis 14. Jahrhundert, dass der Begriff ‚Urbanisierung‘ – verstanden als Verbreitung von
bestimmten Lebens- und Politikformen nicht nur in ent- bzw. bestehenden Städten – die vielschichtigen, mehrere Akteursgruppen aufweisenden Prozesse um Stadtwerdung(en) in jener Zeit, die Europa so nachhaltig veränderten, präziser erfassen kann.
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr ct. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
PRO CIVITATE AUSTRIAE - Ausschreibung für 2016
Für das Jahr 2016 ist erneut durch die Stiftung PRO CIVITATE AUSTRIAE ein Preis ausgeschrieben worden, um eine "hervorrgende wissenschaftliche Arbeit über ein Thema der vergleichenden Städtegeschichte aus dem Bereich Mitteleuropas" auszuzeichnen. Die Arbeiten müssen bis 31.März 2016 beim Kuratorium der Stiftung eingegangen sein.
Mehr Informationen können der Ausschreibung entnommen werden.
Newsletter
Der Newsletter 3/2015 zu den aktuellen Arbeiten am IStG kann hier eingesehen werden.
Freitagskolloquium - Vortrag von Dr. Ian Peter Grohse
Den ersten Vortrag im Freitagskolloquium des Wintersemesters 2015/16 wird am 13.11.2015 Dr. Ian Peter Grohse (Trondheim/Münster) über das "Verhältnis der Städte Bergen, Trondheim und Kopenhagen zu den Hansestädten" halten.
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr ct. im Sitzungszimmer des IStG. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Stellenausschreibungen beim Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde Marburg
Das Hessische Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg hat 2016 zwei Stellen zu besetzen:
1. Akademische Rätin / Akademischer Rat (Nachfolge Prof. Dr. Otto Volk)
2. Volontär/in
Weitere Informationen zu den Stellenausschreibungen sind den Anlagen zu entnehmen.
Veranstaltungshinweis
Die Lektüreübung von Dr. Karsten Igel zum Thema "Die Osnabrücker Stadtrechnungen" beginnt am 30.10.2015 (14 Uhr) im Sitzungszimmer des IStG.
Herbsttagung der Historischen Kommission für Westfalen - "Die Reformation in Westfalen"
Am 30./31. Oktober 2015 findet im Kulturraum der Jakobikirche in Lippstadt die Herbsttagung der Historischen Kommission für Westfalen statt. Diese beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten der Reformation in Westfalen - "Langes" 15. Jahrhundert und Zäsur. Vom IStG werden Prof. Dr. Werner Freitag zum Thema "Überkommene Konfliktfelder, neue Forderungen und die Stellung des Rates - die Stadtreformation" sowie Dr. Christof Spannhoff über "Die Einführung der Reformation in der Grafschaft Tecklenburg" sprechen.
Das vollständige Programm mit Anmeldeformular können Sie hier abrufen.
Buchankündigung "Lords and Towns"
Nachdem bereits 2011 und 2013 Publikationen erschienen sind, die sich mit dem Thema der „Europäischen Städteatlanten“ beschäftigen, liegt nun ein aktueller Forschungsband vor, der das im Rahmen des europäischen Atlasprojektes publizierte Karten- und Planmaterial im Hinblick auf eine weitere Fragestellung der vergleichenden Städteforschung analysiert. Während 2013 ein Resümee der aus 40 Jahren geleisteten europäischen Atlasarbeit gezogen wurde, strebte der 2011 von Ferdinand Opll herausgegebene Band anhand des Begriffspaars ‚Stadtgründung und Stadtwerdung‘ eine Synthese aus Stadtplanforschung und Archäologie an. In der jüngst erschienenen Publikation Lords and Towns in Medieval Europe. The European Historic Towns Atlas Project steht nun das Verhältnis von Stadtherrschaft und Stadtraum im Mittelpunkt.
Darin bilanzieren die Herausgeber, Anngret Simms und Howard B. Clarke, zunächst die vergleichende Forschung (Part I), um die Beiträge in ihren forschungsgeschichtlichen Kontext einzuordnen, und sie ziehen bereits Lehren, die sich aus der Zusammenschau der Einzelbeiträge ergeben. Es folgt sodann eine eindrucksvolle Reihe von Fallstudien einerseits zum Kerngebiet des mittelalterlichen Europa (Part II, betreffend Italien, Frankreich, England und das Reichsgebiet) und zu seinen peripheren Regionen im Norden, Osten und Westen (Part III: Polen, Ungarn, Kroatien, Irland, Skandinavien). Die Fallstudien stellen die Frage nach herrscherlichem Eingriff, Präsenz und Planung in den Mittelpunkt ihrer Untersuchungen zur Stadttopographie. Der vierte Teil verbindet mit der Fragen nach symbolischer Bedeutung im Stadtplan die Forschung an den Städteatlanten mit aktuellen kulturwissenschaftlichen Ansätzen (Part IV). Der letzte Teil beleuchtet noch einmal explizit das methodische Vorgehen bei der Stadtplananalyse, wobei auch die archäologische Forschung entsprechend gewürdigt wird (Part V).
Der umfangreiche Band ist Ferdinand Opll gewidmet, dem langjährigen Herausgeber des Österreichischen Städteatlas, engagierten Koordinator der Atlas Working Group in der Internationalen Kommission für Städtegeschichte und ehemaligen Mitglied im Beirat des IStG. Mit Peter Johanek, Thomas Tippach und Daniel Stracke haben drei als Herausgeber bzw. Autoren für den Deutschen Historischen Städteatlas tätige Angehörige des IStG zu diesem Band beigetragen.
Mit der Verwendung des Katasterplans von Münster auf dem Titel wollen die Herausgeber der zentralen Rolle des IStG für die Arbeit am Europäischen Städteatlas Rechnung tragen.
Ansichtskartensammlung des IStG wächst stetig an
Dank einer Spende der Familie Menke aus Münster ist die Ansichtskartensammlung des IStG um 300 Exemplare angewachsen. Unter den Sammlerstücken befinden sich sowohl zahlreiche Orts- und Stadtansichten aus Deutschland und dem Ausland der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und noch einmal so viele Feldpostkarten aus Frankreich der Zeit des Ersten Weltkrieges.
Die stadtgeschichtlich relevanten Ansichten - wie die nebenstehende Darstellung des Alten Marktes in Dortmund mit dem Bläserbrunnen (undatiert, ohne Verlagsangabe) - werden sukzessiv inventarisiert und in die Datenbank Sammlung Ansichtskarten & Fotografien sowie in die Mediensuche des Portals Städtegeschichte.de eingepflegt, so dass sie für Forschungszwecke zur Verfügung stehen.
Sollten Sie bei Haushaltsauflösungen oder anderen Gelegenheiten historisch wertvolle Ansichtskarten und Fotografien von Städten des In- und Auslandes finden, für die Sie keine Verwendung mehr haben, freuen wir uns über eine Nachricht an: istg@uni-muenster.de und nehmen gerne Ihre Spende entgegen.
Netzwerk Vormoderne Stadtgeschichte - Workshop am IStG
Vom 5. bis 7. Oktober 2015 kommt am IStG das "Netzwerk Vormoderne Stadtgeschichte" zusammen, um sich mit dem Thema Politik und Gesellschaft in der vormodernen Stadt in kommunikations- und entscheidungstheoretischer Perspektive auseinanderzusetzen. Dieser Workshop wird in Zusammenarbeit mit dem SFB 1150 "Kulturen des Entscheidens" der WWU Münster organisiert.
Programm für das Freitagskolloquium im Wintersemester 2015/16
Mit dem Wintersemester 2015/16 beginnt wieder das Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte. Den ersten Vortrag wird am 13.11.2015 Dr. Ian Peter Grohse halten zu dem Thema: "Verhältnis der Städte Bergen, Trondheim und Kopenhagen zu den Hansestädten".
Die Vorträge beginnen im Wintersemester um 16 Uhr im Sitzungszimmer des IStG.
... zum Programm
Workshop zur digitalen Kartographie in Leicester
Die digitale Umsetzung und Online-Präsentation von Historischen Städteatlanten wird derzeit in vielen Atlasprojekten diskutiert und war auch das Thema eines Workshops der Kollegen des Britischen Städteatlas, der am 12. September 2015 im Centre for Urban History an der University of Leicester abgehalten wurde. Als Mitglied der von der Internationalen Kommission für Städtegeschichte ins Leben gerufenen 'Digital Initiative Group', deren Kommunikationszentrum das IStG ist, nahm Daniel Stracke daran Teil. Er referierte über die Koordination in dieser Frage auf europäischer Ebene, präsentierte die neue Interaktive Verbreitungskarte für das Internetportal www.staedtegeschichte.de, die digitale Inhalte der Städteatlasprojekte vernetzt, gab Einblicke in die Funktionalität der für den Deutschen Historischen Städteatlas erarbeiteten Online-Module und stellte den derzeit in Arbeit befindlichen Antrag für ein EU-Forschernetzwerk im COST-Programm vor. Das vielleicht wichtigste Ergebnis der Vorträge und Diskussionen war, dass Geoinformationssysteme eine zukunftsträchtige und leistungsstarke Basis bieten, um die historischen Stadtpläne in Zukunft zu erarbeiten und sowohl für eine breite Öffentlichkeit als auch für die Forschung nützliche Daten präsentieren zu können
Tagung "Kommunale Selbstinszenierung"
Prof. Dr. Werner Freitag, Prof. em. Dr. Dr. h.c. Peter Johanek, und Dr. Daniel Stracke vertraten das IStG auf der am 3.-5. September 2015 an der Universität Zürich abgehaltenen Tagung "Kommunale Selbstinszenierung" der Internationalen Kommission für Städtegeschichte, die in Verbindung mit dem Schweizerischen Arbeitskreis für Stadtgeschichte und dem NCCR-Kompetenzzentrum "Mediality. Historical Perspectives" organisiert worden war.
Die interdisziplinäre Tagung thematisierte die unterschiedlichen Formen und Kontexte, in denen Stadtgemeinden und andere städtische Akteure die Stadt als Bühne nutzen, um in öffentlichen Ritualen und Medien wie Bild und Karte Identität herzustellen und Herrschaft zu legitimieren. Das Kommissionsmitglied Werner Freitag referierte unter dem Titel "Inszenierte Stadtwirtschaft" zur sozialen Praxis von Märkten und Marktplätzen als Kommunikationsorten. Daniel Stracke präsentierte die am IStG erarbeiteten Internetanwendungen und Antragspläne für die Vernetzung digitaler Kartenmodule in der Atlas Working Group.
Rezension zu Roland Linde - Lemgo in der Zeit der Hanse
Die 2015 erschienene Publikation von Roland Linde "Lemgo in der Zeit der Hanse" wurde von Dr. Christof Spannhoff rezensiert. Das Ergebnis kann auf diesen Seiten unter Wissenschaftsservice eingesehen werden:
... zur Rezension
Freitagskolloquium
Den letzten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte des Sommersemesters 2015 hält am 10.07.2015 um 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG Dr. Antje Schloms, M.A. (Mühlhausen) zum Thema:
Institutionelle Waisenfürsorge im Alten Reich von 1648 bis 1806. Vergleichende Analyse und Fallbeispiele
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Berühmte und große Anstalten der Waisenpflege haben vielfach das Interesse der Forschung gefunden, genauso wie es für lokale Institute oftmals Einzelstudien gibt. Eine vergleichende Analyse aller frühneuzeitlichen Waiseninstitute des Heiligen Römischen Reiches gab es bislang jedoch nicht und bringt neue Einsichten, die im Rahmen der Dissertation von Dr. Antje Schloms erarbeitet worden sind und im Freitagskolloquium vorgestellt werden sollen.
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte hält am 26.06.2015 um 15 Uhr c.t. (!!!) im Sitzungszimmer des IStG Mathias Irlinger, M.A. (München) zum Thema:
Lebensadern einer Stadt. Infrastrukturen im nationalsozialistischen München.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen, die „Lebensadern einer Stadt“, bieten einen Schlüssel, um die Angebotsseite des „Dritten Reichs“ in ihrer alltäglichen Dimension zu untersuchen. Der Betrieb der technischen Systeme unterlag vielschichtigen Aushandlungsprozessen und folgte politischen sowie ideologischen Zielsetzungen der nationalsozialistischen Stadtverwaltung.
Karl-Zuhorn-Preis für Dr. Kirsten Bernhardt
Am 19.6.2015 findet um 18 Uhr im Festsaal des Erbdrostenhofes die Verleihung des Karl-Zuhorn-Preises an Dr. Kirsten Bernhardt statt, die für ihre Dissertation zum Thema "Die Armenhausstiftungen des münsterländischen Adels. Funktionen und Wandlungsprozesse zwischen Gründung und Auflösung (16.-20. Jahrhundert)" ausgezeichnet wird.
Kirsten Bernhardt war von März 2012 bis Juni 2013 am IStG angestellt und hier v.a. für das Portal Städtegeschichte.de und die damit eng verbundenen Sammlungen bzw. Datenbanken (Karten, Ansichtskarten, Stadtinformationen) zuständig.
... mehr zur Preisverleihung.
900 Jahre Marktrecht in Höxter - Festakt mit Vortrag von Dr. Wilfried Ehbrecht
Anlässlich des Jubiläums zur Ausstellung der "Brückenmarkturkunde", mit der im Jahr 1115 die Besteuerung der Stände auf dem Markt an der Weserbrücke in der "villa Hugseli" beschlossen wurde und somit ein wichtiger Schritt im Stadtbildungsprozess erfolgt war, veranstaltet die Stadt Höxter derzeit eine Vortragsreihe. Den Auftakt bildete am 11. Juni 2015 ein Festakt im alten Rathaus mit Vortrag von Dr. Wilfried Ehbrecht (ehemaliger wiss. Vorstand des IStG). Am 18. und 25. Juni 2015 folgen weitere Vorträge von Andreas König (Stadtarchäologe) und Michael Koch (Stadtarchiv Höxter) zum mittelalterlichen Leben in Höxter:
18. Juni 2015
Andreas König
"Der Marktort Höxter im frühen zwölften Jahrhundert"
25. Juni 2015
Michael Koch
"Höxters Weg von der frühen Bürgerbeteiligung zur Bürgergemeinde des Mittelalters"
Beide Vorträge finden um 19 Uhr in der Aula der Volkshochschule Höxter statt.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der "Neuen Westfälischen".
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte hält am 12.06.2015 um 15 Uhr c.t. (!!!) im Sitzungszimmer des IStG Prof. Dr. Wolfgang WÜST (Erlangen) zum Thema:
Reichsstädtische Policey. Zur Stadtgeschichte im 18. Jahrhundert.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Die Darstellung der Stadtgesellschaft im 18. Jahrhundert zählte leider nie zu den Schwerpunkten in der deutschsprachigen Urbanistik. Das gilt insbesondere für Editionsprojekte zum Ende dieses "tintenklecksenden Säkulums", das wir mit Quellen zur "guten" Policey in ein neues Licht tauchen wollen und werden.
Bibliothek des IStG
Am 15. Mai 2015 bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen.
Gastwissenschaftler am IStG
Vom 4. bis 8. Mai 2015 ist Patrick Starczewski vom Institut für Geschichte der Universität Breslau als Gastwissenschaftler am IStG, um für seine Dissertation zum Thema "Konfessionalisierung in Schlesien" (Fürstentum Schweidnitz-Jauer) zu forschen.
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte hält am 08.05.2015 um 15 Uhr c.t. (!!!) im Sitzungszimmer des IStG Dr. Gerold Bönnen (Worms) zum Thema:
Worms 1914-1918. Überlegungen zu den Folgewirkungen des 'Großen Krieges' auf eine Mittelstadt.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Der Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 markiert eine bis heute unterschätzte Zäsur für die innere und äußere Entwicklung der deutschen Städte. Gefragt wird (ausgehend vom so erfolgreichen Ausbau der Daseinsvorsorge vor 1914) am Beispiel der Mittelstadt Worms und vor dem Hintergrund eines vielerorts aktuellen Forschungsschwerpunkts nach den Folgewirkungen der Katastrophe auf die Städte im Hinblick auf kommunale Verwaltung und Politik der Weimarer Jahre.
Ausschreibung studentisches Volontariat - LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte sucht zum 1.7.2015 eine(n) studentische(n) Volontär(in) zur Betreuung des Internetportals "Westfälische Geschichte". Bewerbungsschluss ist der 27. Mai 2015. Die vollständige Ausschreibung mit Angaben zu gewünschten Voraussetzungen, Arbeitsbereichen und Kontaktadresse finden Sie hier:
Ausschreibung LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte
Institutskatalog wieder ohne Einschränkungen nutzbar
Nach umfangreichen technischen Umstellungsarbeiten am ULB-Katalog kann nun wieder ohne Einschränkungen in den Institutskatalogen, darunter auch der IStG-OPAC, recherchiert werden.
Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung
Band 92 der Reihe Städteforschung ist erschienen. Die Dissertation von Marcin Starzyński wurde im Auftrag des DHI Warschau in gekürzter Fassung ins Deutsche übertragen und nun unter dem Titel: Das mittelalterliche Krakau. Der Stadtrat im Herrschaftsgefüge der polnischen Metropole am IStG publiziert.
Ein Rat der Stadt Krakau wird erstmals im Jahre 1264 urkundlich erwähnt. Zwischen 1313 und 1500 vollzog sich seine vollständige Ausdifferenzierung als Institution mit festem Personalbestand, klaren Mechanismen der Amtseinführung und konkreten Kompetenzen. Der Schwerpunkt dieser verfassungsgeschichtlichen Arbeit liegt auf der Entwicklung des Krakauer Stadtrats, seinem Aufbau und der Ausweitung seiner Befugnisse: und zwar sowohl jenen, die das Ziel hatten, Regeln aufzustellen für das Leben „intra muros“, als auch jenen, die zum Ausbau und zur Erhaltung ihrer Position „extra muros“ führten. Denn es waren diese Mauern, die die Grenze zwischen Rechtsprechung und Gerechtigkeit innerhalb und Chaos und Willkür außerhalb der Stadt zogen.
bibliographische Angaben
Marcin Starzyński, Das mittelalterliche Krakau. Der Stadtrat im Herrschaftsgefüge der polnischen Metropole (Reihe Städteforschung A 92), aus dem Polnischen übersetzt von Christian Prüfer und Kai Witzlack-Makarevich, Böhlau Köln/Weimar/Wien 2015.
Freitagskolloquium im Sommersemester
Das Programm für das Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte liegt für das Sommersemester 2015 vor und kann hier eingesehen werden. Die ersten beiden Vorträge finden am 24.4. um 15 Uhr zum Thema "Zwischen Stadt und Land: Neue Forschungen zur westfälischen Geschichte" statt, wobei es um das "Industriedorf" Lütgendortmund sowie um die Lübbecker Mark gehen wird.
Programm: Freitagskolloquium im Sommersemster 2015
Lehrveranstaltung Krull/Sieger
Die Übung von Dr. Lena Krull und Constanze Sieger (Do. 14-16 Uhr) zum Thema "Kriege, Affären, Unglücksfälle: Medienereignisse im 19. Jahrhundert" findet nicht, wie angekündigt, im IStG statt, sondern im F-Haus.
Institutskatalog vorübergehend nicht nutzbar
Aufgrund umfangreicher technischer Umstellungsarbeiten am ULB-Katalog sind die Institutskataloge derzeit nicht bzw. nur eingeschränkt nutzbar. Von diesen Maßnahmen ist auch der IStG-Opac betroffen.
Wir informieren Sie, sobald die Funktionalität wiederhergestellt ist.
Bei Rückfragen zum Bibliotheksbestand des IStG wenden Sie sich bitte an Bibliothek.IStG@uni-muenster.de
Die Homepage des IStG wird derzeit für das "responsive design" überarbeitet, weshalb es zwischenzeitlich zu Verschiebungen im Layout kommen kann. Wir bitten, dies zu entschuldigen. Mit Beginn des Sommersemesters 2015 wird die vollständige Umstellung erfolgt sein.
Literatur in Auswahl zum 44. Frühjahrskolloquium des Instituts für vergleichende Städtegeschichte
Zum 44. Frühjahrskolloquium des Instituts für vergleichende Städtegeschichte, das sich mit dem Thema "Konsumentenstadt - Konsumenten in der Stadt des Mittelalters" beschäftigen wird, wurde in der Bibliographie des IStG von Dr. Christof Spannhoff eine thematische Auswahlliste an Literatur zusammengestellt, die für einen ersten Einblick in das Thema relevant ist.
Literatur in Auswahl zum 44. Frühjahrskolloquium
Forschungsbericht des IStG 2014
Der Forschungsbericht des IStG für das Jahr 2014 liegt nun vor und kann hier eingesehen werden.
Eingeschränkte Nutzbarkeit der Bibliothek am Freitag, 20.02.2015
Am kommenden Freitag, 20.02.2015 muss die Bibliothek des IStG aufgrund dort stattfindender Veranstaltungen leider geschlossen bleiben. Kopieren und ggf. auch das Einsehen von Büchern ist aber zeitweise weiterhin möglich. Daher wenden Sie sich mit Ihren Wünschen bitte an das Bibliotheks-Personal (gern bereits im Vorfeld).
Schließung der Bibliothek am Rosenmontag
Am Rosenmontag (16.02.2015) bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Ab dem 17.02.2015 gelten wieder die normalen Öffnungszeiten in der vorlesungsfreien Zeit.
Freitagskolloquium
Den letzten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte im Wintersemester 2014/15 halten am 06.02.2015 um 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG Prof. Dr. Manfred Balzer (Münster) und Prof. Dr. Peter Johanek (Münster) zum Thema: Wege – Orte – Aufenthalte. Zum Abschluss des Westfalenbandes des Repertoriums der Deutschen Königspfalzen.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.
Im Zuge des Vortrages werden die Ergebnisse des mehrjährigen Projektes zur Erstellung des Westfalenbandes des Repertoriums der Deutschen Königspfalzen am Institut für vergleichende Städtegeschichte zusammengefasst und weiterführende Schlüsse gezogen. Vor allem wird dabei die Frage verfolgt, ob "Westfalen" lediglich ein "Durchgangsland" mittelalterlicher Königsherrschaft war oder ob sich bestimmte Phasen und Schwerpunkte verstärkter königlicher Präsenz und Pfalzenbildung ausmachen lassen.
Ausschreibung des Wiener Preises für Stadtgeschichtsforschung
Die Stadt Wien hat am 31. Mai 2010 aus Anlass der Pensionierung von Herrn Archivdirektor Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll im Wege des Österreichischen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung (www.stadtgeschichtsforschung.at) den "Wiener Preis für Stadtgeschichtsforschung" (WPS) eingerichtet, der alle zwei Jahre (bisher: 2011 und 2013) vergeben wird und auf der Grundlage einer Förderung durch die Kulturabteilung der Stadt Wien mit € 5.000,- dotiert ist.
Bis zum 31. März 2015 können von den jeweiligen Autorinnen und Autoren Veröffentlichungen bzw. Dissertationen sowie Habilitationsschriften auf dem Gebiet der vergleichenden Stadtgeschichtsforschung des europäischen Raumes in deutscher Sprache eingereicht werden, die in den Jahren 2012 bis 2014, gegebenenfalls auch noch 2015, erschienen sind. Beizufügen sind ein Lebenslauf sowie ein Verzeichnis der bisher publizierten Arbeiten der Autorin bzw. des Autors. Arbeiten, die jeweils im Jahr vor der Preisvergabe des WPS für den Preis der Stiftung „Pro civitate Austriae“ (siehe: www.stadtgeschichtsforschung.at) eingereicht wurden, können bei der Preisvergabe des WPS nicht berücksichtigt werden.
Die Einreichungen sind zu richten an: Institut für österreichische Geschichtsforschung (Universität Wien, Universitätsring 1, A-1010 Wien), z. H. von Archivdirektor i. R. Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll, E-Mail: ferdinand.opll@hotmail.com.
Die Entscheidung über die Zuerkennung des Preises erfolgt durch eine Jury und wird den Einreicherinnen bzw. Einreichern im Sommer 2015 bekannt gegeben.
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte hält am 23.01.2015 um 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG Prof. Dr. Michael Rothmann (Hannover) zum Thema:
Die Codifizierung der spätmittelalterlichen Kommunikation: Zwischen pragmatischer Mündlichkeit und ausgehandelter Schriftlichkeit.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Vortrag: 'Diebe und Mörder der Seelen?' - Soest und seine Klöster in der Reformationszeit
"Diebe und Mörder der Seelen" nannten die evangelischen Prediger die Klöster der Stadt Soest seit Einführung der Reformation 1531/32. Für die lutherische Bevölkerung und die Mehrheit des Rates waren sie eine Gefahr für das Seelenheil aller. Doch das St. Patrokli-Stift, Dominikaner und Minoriten wie auch die Frauenklöster St. Walburgis und Paradiese blieben in Soest. Der Vortrag von Anna Krabbe - Doktorandin am IStG - zeigt das spannungsreiche Zusammenleben der Konfessionen in den 1530er und 1540er Jahren in Soest. Einerseits waren die Klöster Zielscheibe lutherischen Spottes und zahlreicher Verbote. Zugleich handelten sie aber auch selbst aktiv, vor allem als Gegner, gelegentlich aber auch als Befürworter der Reformation.
Der Vortrag 'Diebe und Mörder der Seelen?' – Soest und seine Klöster in der Reformationszeit ist Teil der St. Patrokli-Festwoche.
Referentin: Anna Krabbe, M.A.
Zeit: 23. Januar 2015
19.30 Uhr
Ort: Patroklushaus Kardinal-Gropper-Saal
Thomästr.1
59494 Soest
Frühjahrstagung 2015 - Die Konsumentenstadt. Konsumenten in der Stadt des Mittelalters
Das Programm für das 44. Frühjahrskolloquium des Instituts für vergleichende Städtegeschichte und des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e.V. liegt nun vor. Thema der in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Selzer (Hamburg) am 16./17. März 2015 stattfindenden Tagung lautet: Die Konsumentenstadt. Konsumenten in der Stadt des Mittelalters.
Anmeldungen werden bis zum 20. Februar 2015 erbeten und können per Mail (istg@uni-muenster.de), per Fax (0251-83275-35) oder per Telefon (0251-83275-14) übermittelt werden.
Freitagskolloquium
Den ersten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte im neuen Jahr hält am 09.01.2015 um 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG Lukas Weichert M.A. (Göttingen) zum Thema:
Das St. Michaelis-Kloster zu Lüneburg und die Herausforderungen der Reformation im 16. Jahrhundert.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Bibliothek des IStG über Weihnachten und Neujahr geschlossen
Zwischen dem 22. Dezember 2014 und dem 2. Januar 2015 bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Ab dem 5. Januar 2015 können Buchbestände und Lesesaal wieder wie gewohnt genutzt werden.
Ausfall d. Lehre v. K. Igel
Die Lehrveranstaltung von Dr. Karsten Igel zum Thema “Konsumentenstadt” (Fr. 14–16 Uhr) fällt heute, am 19.12.2014, aus!
Vorankündigung: Frühjahrstagung 2015
Den öffentlichen Abendvortrag der Frühjahrstagung des IStG im Jahr 2015 wird Prof. Dr. Arnold Esch am 16. März um 20.15 Uhr über: Das Rom der Frührenaissance als Konsumentenstadt halten. Veranstaltungsort ist der Vortragssaal des LWL-Museums für Kunst und Kultur, Domplatz 10, 48143 Münster.
Das 44. Frühjahrskolloquium des Instituts für vergleichende Städtegeschichte und des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e.V. wird am 16./17. März 2015 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephan Selzer (Hamburg) zum Thema "Die Konsumentenstadt – Konsumenten in der Stadt des Mittelalters" veranstaltet werden. Das vollständige Programm wird im Januar 2015 hier veröffentlicht.
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte hält am 12.12.2014 um 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG Nina Kühnle, M.A. (Kiel) zum Thema: Wir, Vogt, Richter und Gemeinde. Städtewesen, städtische Führungsgruppen und Landesherrschaft im spätmittelalterlichen Württemberg (1250–1534). Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Präsentationen des "Historischen Atlas westfälischer Städte" in Ramsdorf (Velen) und Gütersloh
Die beiden jüngst erschienenen Bände des "Historischen Atlas westfälischer Städte" wurden in der vergangenen Woche in den Orten Ramsdorf (Velen) und in Gütersloh erfolgreich präsentiert und dem interessierten Publikum vorgestellt.
Weitere Informationen zur Präsentation in Ramsdorf können Sie dem Bericht der Borkener Zeitung vom 26. November 2014 entnehmen.
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte hält am 28.11.2014 um 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG Dr. Helge Wittmann (Stadtarchiv Mühlhausen) zum Thema:
Als Heiliger unter Protestanten – Der Franziskanerbruder Hermann in Mühlhausen.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Freitagskolloquium
Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte halten am 14.11.2014 um 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG Eva Manz und Dr. Sven Spiong (Stadtarchäologie Paderborn/LWL) über Paderborner Stadtplanung im 12. Jahrhundert aus archäologischer Sicht.
Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Historischer Atlas westfälischer Städte Band 6 erschienen
Bibliographische Angaben
Volker Tschuschke/Ingrid Beiring (Mitarb.), Ramsdorf (Velen) (Historischer Atlas westfälischer Städte, Band 6), hg. v. d. Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Mechthild Siekmann und Thomas Tippach, Münster 2014.
Kurinformation
Ramsdorf (Velen) entwickelte sich um eine vom Stift Vreden gegründete Kirche auf einem bischöflichen Hof. Die Verleihung städtischer Rechte verdankt es seiner Bedeutung während der Territorienbildung im 14./15. Jahrundert. Wahrzeichen des Ortes ist bis heute die 1912/14 erweiterte Pfarrkirche (15. Jh.), die von der mittelalterlichen Blüte Ramsdorfs ebenso kündet wie von seiner dynamischen Entwicklung am Beginn des 20. Jahrhunderts.
Historischer Atlas westfälischer Städte Band 5 erschienen
Mit Gütersloh und Ramsdorf (Velen) sind nun in der Reihe "Historischer Atlas westfälischer Städte" die Bände 5 und 6 erschienen und können über den Ardey-Verlag bezogen werden. Die öffentlichen Buchvorstellungen finden am 24. November (Ramsdorf) sowie am 25. November (Gütersloh) jeweils vor Ort statt und werden in Kürze hier detailliert angekündigt.
Bibliographische Angaben
Friedrich Bernward Fahlbusch, Gütersloh (Historischer Atlas westfälischer Städte, Band 5), hg. v. d. Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Mechthild Siekmann und Thomas Tippach, Münster 2014.
Kurzinformation
Das ins 10./11. Jahrhundert zurückreichende Dorf Gütersloh – infolge konkurrierender Herrschaftsansprüche im konfessionellen Zeitalter ein interessanter Sonderfall – wird 1825 rechtlich Stadt, obwohl nur in Einwohnerzahl und Wirschaftsstärke urbane Voraussetzungen vorliegen: Dies spiegelt sich bis heute im Grund- und Aufriss der inzwischen fast 100.000 Einwohner zählenden Kommune mit erheblich zentralörtlichen Funktionen.
Vortrag im Freitagskolloquium
Am 7.11.2014 findet der erste Vortrag des Freitagskolloquiums im Wintersemester 2014 statt. Ab 16 Uhr c.t. sprechen im Sitzungszimmer des IStG Dr. Axel Metz und Dr. Antje Diener-Staeckling über: "Öffentlichkeitsarbeit von Kommunalarchiven im digitalen Zeitalter". Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!
Vorlesung von Dr. A. Rutz
Die von Herrn Dr. A. Rutz im Wintersemester 2014/15 jeweils am Donnerstag (10-12 Uhr) angebotene Vorlesung "Die zwei Hüte des Fürstbischofs. Verfassung, Politik und Kultur der geistlichen Territorien im Nordwesten des Alten Reiches" findet nicht im Sitzungszimmer des IStG statt, sondern im Schloss S2!
Arbeitskreis Historische Kartographie
Am 30. Oktober 2014 findet am IStG von 10 bis 18 Uhr der Arbeitskreis Historische Kartographie statt. Neben Berichten aus den verschiedenen Atlasprojekten wird es v.a. um Digitalisierung und Arbeiten mit GIS-Systemen gehen.
Interessierte sind dazu herzlich eingeladen, wobei um eine Anmeldung über istg@uni-muenster.de gebeten wird.
Zum Programm des Arbeitskreises Historische Kartographie 2014
Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens
Am 27. Oktober 2014 um 19 Uhr wird Prof. Dr. Peter Johanek mit folgendem Vortrag den Auftakt zur Vortragsreihe des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens machen:
Hermann der Jude und die Erzählung seiner Bekehrung zum Christentum. „Roman“ oder Faktenbericht?
In der Schrift „Opusculum de conversione sua“ (vermutlich zwischen 1145 und 1150 entstanden) eines Hermann, „der einst ein Jude war“ über seine Bekehrung zum Christentum besitzt Westfalen ein einzigartiges literarisches Denkmal zur Geschichte des Judentums im hohen Mittelalter. Dieser Bericht in autobiographischer Form verknüpft die Bekehrung eng mit der Stadt Münster und ist von jeher als authentische Quelle für die Geschichte Westfalens und der Stadt Münster genutzt worden. In den letzten Jahrzehnten haben sich Zweifel an der Authentizität des Berichts erhoben und das „Opusculum“ wurde von einigen Forschern als Fiktion oder sogar als „Roman“ bezeichnet. Insbesondere seine Angaben zur Rolle Münsters in Hermanns Bekehrungsgeschichte wurden dabei weitgehend als wertlos erklärt. Der Vortrag wird diese Fragen noch einmal aufgreifen und zu zeigen versuchen, dass der Text in der Tat wichtige Zeugnisse zur westfälischen Geschichte enthält.
Der Vortrag findet im Plenarsaal des Landeshauses, Freiherr-vom-Stein-Platz 1, 48143 Münster, statt. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Erinnerung
Der Vortrag im Freitagskolloquium (s.u.) fällt heute aus und ist auf den 7.11.2014, 16 Uhr c.t., verschoben!
Einladung zur Buchvorstellung
Am 29. Oktober 2014 um 18 Uhr wird mit Westerholt (Herten) Band 4 des "Historischen Atlas Westfälischer Städte" im Rittersaal des Schlosses Westerholt, Schloßstraße 1, 45701 Herten, vorgestellt. Das Institut für vergleichende Städtegeschichte sowie die Historische Kommission für Westfalen als gemeinsame Herausgeber der Reihe laden alle Interessierten dazu herzlich ein.
Nach einer Begrüßung durch Dr. Uli Paetzel (Bürgermeister der Stadt Herten) werden Joachim Poß (MdB) und Prof. Dr. Werner Freitag (Institut für vergleichende Städtegeschichte) weitere Grußworte sprechen. Die Autorin des Bandes, Dr. Cornelia Kneppe, hält hierauf einen Vortrag zum Thema "Ein Gang durch die Geschichte von Westerholt und Herten".
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Gespräch und zum Erwerb der Publikation.
Einladung
Jahrestagung der Internationalen Kommission für Städtegeschichte in Clermont-Ferrand
Die Jahrestagung der Internationalen Kommission für Städtegeschichte, die am 2./3. Oktober 2014 in Clermont-Ferrand stattfand, stand unter dem Thema "Die komplexe Stadt". Die offene Fragestellung wurde von den Vortragenden mit Beiträgen zur Topographie und ihrer bildlichen Repräsentation sowie zur städtischen Sozialgeschichte beantwortet. Überwiegend auf der Grundlage der europaweit etwa 500 bereits gedruckten Städteatlanten wurden Fallbeispiele und vergleichende Studien von Spanien bis nach Lettland vorgestellt und erörtert. Thematisiert wurde das Zusammenleben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und Minderheiten in der Stadt, der herrschaftliche Einfluss auf die Entstehung von Gruppenstädten, die Wahrnehmung unterschiedlicher Stadtbezirke und auch jene tiefgreifenden Wandlungsprozesse, die Stadtgestalt bis heute geprägt haben.
Für das IStG sprach Daniel Stracke (s. Foto) über die Entstehung der aus fünf Teilstädten bestehenden mittelalterlichen Metropole Braunschweig und das Ringen ihrer Einwohner um eine gemeinsame Identität angesichts innerer Konflikte und äußerer Bedrohung.
In der Sitzung der Atlas Group, welche die Arbeit der nationalen Städteatlasprojekte koordiniert, stand die Frage nach der Vergleichbarkeit und Kompatibilität der atlasbasierten Internet-Angebote im Vordergrund, die derzeit in vielen Atlasprojekten entstehen. Hierbei wurde deutlich, dass das IStG-Portal www.staedtegeschichte.de eine wichtige Funktion übernimmt, um die digitalen Atlasarbeiten miteinander zu vernetzen.
Das Programm wurde mit einer Exkursion durch die historischen Städte Clermont und Montferrand abgeschlossen, die zusammen die historischen Wurzeln des heutigen Clermont-Ferrand bilden.
Alle Beiträge werden gemeinsam mit den Vorträgen der Konferenz des kommenden Jahres in Zürich in einem weiteren Band der Reihe Städteforschung A publiziert, wie dies auch im Falle des jüngst erschienenen Bandes A88 "Cities and their spaces" geschehen war.
Freitagskolloquium - VORTRAG am 17. Oktober FÄLLT AUS!
Der für den 17. Oktober angekündigte Vortrag von Dr. Axel Metz und Dr. Antje Diener-Staeckling über: "Öffentlichkeitsarbeit von Kommunalarchiven im digitalen Zeitalter" MUSS LEIDER AUSFALLEN und wird am 7. November 2014 um 16 Uhr c.t. nachgeholt!
Lehre - Dr. Karsten Igel
Die Übung von Dr. Karsten Igel zum Thema: "Konsum in der Kathedralstadt" (Fr. 14–16 Uhr) beginnt am 7.11.! Nachmeldungen sind möglich und werden von Dr. Karsten Igel gern per Mail entgegengenommen.
Freitagskolloquium - erster Vortrag im WS am 17. Oktober 2014
Am 17. Oktober um 16 Uhr c.t. werden Dr. Axel Metz und Dr. Antje Diener-Staeckling (Münster) im Sitzungszimmer des IStG den ersten Vortrag des Freitagskolloquiums im Wintersemster 2014/15 halten. Das Thema lautet: "Öffentlichkeitsarbeit von Kommunalarchiven im digitalen Zeitalter". Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Das vollständige Programm des Freitagskolloquiums im WS 2014/15 kann hier eingesehen werden!
Historikertag 2014 in Göttingen - Diskurs zum Thema "Digitale Geschichtswissenschaft"/"digital humanities"
Dass sich die Wissenschaftswelt in einer Phase des medialen Umbruchs befindet, wurde auf dem 50. Deutschen Historikertag in Göttingen vom 23.–26.09.2014 sowohl hinsichtlich des Programms als auch durch Formen der Wissenschaftskommunikation deutlich. Fünf Sektionen waren mit dem Kürzel für „Digitale Geschichtswissenschaft“– für die es auch eine Arbeitsgruppe beim Historikerverband gibt – versehen, ...
Zum vollständigen Bericht
Publikation "Leben ohne die Toten" erschienen
Im Zentrum dieser Studie, die als Dissertation bei Prof. Dr. Werner Freitag im Projekt C6 des SFB 496 „Profan und heilig: Kirchhöfe als Orte und Räume symbolischer Kommunikation in der ländlichen Gesellschaft Westfalens“ von Dr. Christof Spannhoff (IStG) erstellt wurde, steht die Analyse von Konflikten, die sich um die Verlegungen von Bestattungsplätzen entsponnen. Im westfälischen Kreis Tecklenburg lagen die Gräberfelder im ländlichen Bereich noch bis weit in das 19. Jahrhundert hinein um die Dorfkirche herum. Der Grund dafür bestand darin, dass sich die Verlegungsvorgänge, die bereits im ausgehenden 18. Jahrhunderts begonnen hatten, oftmals Jahrzehnte lang hinziehen konnten. Auslöser dieser konfliktreichen Prozesse waren aus der Aufklärung erwachsene sanitätspolizeiliche Vorgaben, die allerdings vielfach in Konkurrenz zu den Begräbnispraktiken der örtlichen Bevölkerung und den dahinterstehenden Ideen traten.
Weitere Informationen finden Sie beim Aschendorff Verlag.
Band A88 der Reihe Städteforschung erschienen
Cities and their spaces. Concepts and their use in Europe (Reihe Städteforschung A88), hg. v. Michel Pauly/Martin Scheutz, Köln - Weimar - Wien 2014.
In der Stadtgeschichtsforschung spielen der Raum, die Nutzung von Raum und die Erinnerungskulturen im Kontext des Raumes seit einigen Jahren eine große Rolle. Die überwiegend englischsprachigen Beiträge des Bandes thematisieren diesen „spatial turn“, wobei vor allem die Funktionen der Stadt - etwa Markt, Handel und Stadtentwicklung -, der Stadtraum und seine Repräsentation, die Stadt und ihr „Hinterland“ sowie die Entwicklung von Stadtvierteln am Beispiel europäischer Städte in Mittelalter und Neuzeit vorgestellt werden.
For several years, space has been developing into an issue of growing importance in the field of urban history. The uses of space as well as memorial cultures in a spatial context have attracted a particular interest. The contributions to the present volume, predominantly written in English, engage with this ‘spatial turn’. They focus especially on the functions of the city (e.g. market, commerce) and city development, on the city space and its representation, on the city and its ‘hinterland’, and on the development of urban districts. These topics will be discussed with reference to European cities in the medieval and the modern periods.
Band A87 der Reihe Städteforschung erschienen
Breslau und Krakau im Hoch- und Spätmittelalter Stadtgestalt - Wohnraum - Lebensstil (Reihe Städteforschung A87), hg. v. Eduard Mühle, Köln - Weimar - Wien 2014.
Breslau und Krakau hatten eine lange Geschichte als politische und kirchliche Zentren hinter sich, als sie im 13. Jahrhundert zu "Rechtsstädten" umgestaltet wurden. Die damit verbundene Adaptierung sächsisch-magdeburgischer Rechtsgewohnheiten, Ansiedlung deutschsprachiger Zuwanderer, Intensivierung städtischen Handels und Handwerks und Einrichtung einer kommunalen Selbstverwaltung bedeuteten einen Entwicklungsschub, der sich auch in der Stadtgestalt, im Wohnraum und Lebensstil niederschlug. Der vorliegende Band greift diese Phänomene für das 13. bis 16. Jh. aus historischer, archäologischer und architekturhistorischer Perspektive auf und eröffnet in 14 Beiträgen polnischer Stadthistoriker einen neuen Blick auf die mittelalterlichen Verhältnisse in zwei herausragenden Städten Ostmitteleuropas.
Stellenausschreibung Kartograph/Geomatiker
Das IStG sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n) Kartographen/Kartographin bzw. Geomatiker(in). Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet.
Weitere Informationen zu Aufgabenbereichen und Vergütung können Sie der folgenden Stellenausschreibung entnehmen:
Stellenausschreibung Kartograph/Geomatiker
Neuer Verwaltungsvorstand am IStG
Seit 1. September 2014 hat das IStG mit Frau Judith Pirscher einen neuen Verwaltungsvorstand.
Der bisherige Verwaltungsvorstand Matthias Löb ist seit 1. Juli 2014 LWL-Direktor und hat aus diesem Grund sein Amt als Geschäftsführer des IStG niedergelegt. Für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen sieben Jahren bedanken sich die Mitarbeiter des IStG ganz herzlich bei Herrn Löb und wünschen ihm für den weiteren Weg alles Gute sowie viel Schaffenskraft für die neuen Aufgaben.
Judith Pirscher ist seit 2011 Landesrätin für den LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb und Geschäftsführerin der Kommunalen Versorgungskassen. Zuvor war die Juristin u.a. als Rechtsanwältin und später im Innenministerium sowie danach als ständige Vertreterin des Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit des Landes NRW tätig. Wir heißen Frau Pirscher herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Portal Städtegeschichte.de
Pressemitteilung der WWU
Flyer zum Portal Städtegeschichte.de
Freitagskolloquium - letzter Vortrag im Sommersemester am 18.7.2014
Am 18.7., um 15 Uhr c.t., wird eine Projektgruppe des Historischen Seminars der WWU ihre Ergebnisse im Freitagskolloquium vorstellen, die in einem Hauptseminar von Prof. Dr. Werner Freitag (Wintersemester 2013/14) zum Thema "Kirche, Kneipe, Straße und Gewerkschaftshaus. Topographie des Religiösen und Politischen in Dortmund um 1900" erarbeitet worden sind.
Diese Ergebnisse flossen zudem in interaktive Karten ein, die von Benjamin Hamann (Kartograph am IStG), unter Mitwirkung von Dr. Daniel Stracke (Mitarbeiter des Clusters; C2 -23) erstellt wurden. Diese werden nun unter folgendem Thema präsentiert: "Topographie des Multireligiösen: Ein Projektseminar zu Dortmund um 1900".
Industrialisierung und Migration führten um 1900 zu neuartiger konfessioneller Durchmischung in den entstehenden Großstädten. Der Werkstattbericht präsentiert erste Ergebnisse für ein interaktives Online-Angebot zur Dortmunder Nordstadt, das zeigen soll, wie Katholiken und Protestanten mit der Herausforderung der Urbanisierung umgingen und darin religiöse Koexistenz gestalteten.
Grundlagenforschung für bedeutsames westfälisches Kulturerbe am IStG "Karolingisches Westwerk und Civitas Corvey" sind als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen
Am 21. Juni 2014 entschied das Welterbekomitee in Katar, das „karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“ (Höxter) als 39. Stätte Deutschlands in die Weltkulturerbe-Liste aufzunehmen. Die Benediktinerabtei war 822 von Ludwig dem Frommen zur Christianisierung der Sachsen am nordöstlichen Rande des Fränkischen Reiches gegründet worden. Die frühmittelalterliche Klosterkirche fiel im 17. Jahrhundert einem Brand zum Opfer und wurde in barocken Formen wieder aufgebaut. Das in den Jahren 873 bis 885 errichtete Westwerk blieb aber unversehrt und stellt heute das einzig erhaltene seiner Art aus der Karolingerzeit dar. Die imposante Doppelturmanlage birgt u.a. Fragmente karolingischer Fresken mit mythologischen Motiven.
Weniger bekannt als das berühmte Westwerk ist jedoch die heute verschwundene Civitas Corvey. Die Stadt, die im 12./13. Jahrhundert aufblühte (1190 „nova villa“; 1255 Rat), wurde 1265 im Zuge einer Fehde durch den Bischof von Paderborn und die Bewohner des knapp 3 km benachbarten Ortes Höxter zerstört. Die wechselvolle Geschichte von Kloster und Stadt wurde im „Westfälischen Städteatlas – Höxter und Corvey“ auf Grundlage neuester Forschungen umfassend aufgearbeitet.
In die erfolgreiche Bewerbung als UNESCO-Weltkulturerbe sind diese Ergebnisse in neu erstellten Karten und Plänen eingeflossen. Die Kulturlandschaft, in der sich die „civitas Corbeia“ entwickelte, war „eine der größten Siedlungsagglomerationen Mitteleuropas in der späten Karolingerzeit“ (Michael Koch u.a., in: Höxter und Corvey, Westfälischer Städteatlas). Die unterschiedlichen Entwicklungsstufen sowie die archäologischen Fundstellen des 7. bis 13. Jarhunderts rund um den Klosterbezirk „nova Corbeia“ lassen sich anhand der Karten des Atlaswerkes, der von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte herausgegeben wird, eindrücklich nachvollziehen.
Publikation: Höxter und Corvey, bearbeitet von Michael Koch, Andreas König u. Hans-Georg Stephan (Westfälischer Städteatlas, Lfg. 9,4), Altenbeken 2006.
Freitagskolloquium - nächster Vortrag am 4.7.2014
Am 4.7. um 15 Uhr c.t. wird Alexandra Kaar, MMag. (Wien) im Freitagskolloquium einen Vortrag halten zum Thema: "Eine Frage des Seelenheils – Das Handelsverbot gegen die Hussiten in Böhmen aus stadtgeschichtlicher Perspektive". Alle Interessierten sind hierzu in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen!
Das vorzustellende Dissertationsprojekt untersucht das 1420 verhängte Handelsverbot gegen die böhmischen Hussiten unter einem zweifachen Blickwinkel: Einerseits als Quelle für die Wirtschafts- und Handelsgeschichte der betroffenen katholischen Städte, andererseits als Mittel der symbolischen Kommunikation im Kampf gegen den hussitischen Feind.
IStG läuft beim Leonardo-Campus-Run 2014
Beim 14. Leonardo-Campus-Run in Münster startete am 25. Juni 2014 auch ein Team des "Instituts für vergleichende Städtegeschichte", für das sowohl Mitarbeiter und Studenten des IStG als auch der "Abteilung für Westfälische Landesgeschichte" des Historischen Seminars (WWU) am "LVM-Run" über 5 km teilnahmen.
Als erster des Teams lief André Schnepper mit einer hervorragenden Zeit von 23,03 Minuten ins Ziel. Alle Ergebnisse können unter "Hochschulsport Münster" der WWU eingesehen werden.
Ein herzlicher Dank gilt den Veranstaltern und allen Mitwirkenden des Leonardo-Campus-Runs und v.a. Herrn Prof. Dr. W. Freitag für die freundliche Unterstützung seiner Mitarbeiter.
Fachtagung des Exzellenzclusters "Religion und Politik" am 20./21. Juni 2014
Am 20. und 21. Juni 2014 veranstaltet der Exzellenzcluster "Religion und Politik" der WWU eine Tagung zum Thema "Oppositionelle Märtyrer. Konstruktionen und Instrumentalisierung von Märtyrern von der Antike bis ins 20. Jahrhundert". Die Projektgruppe "Martyrium und Märtyrerkult" wird hier die Bedeutung von Märtyrern für Oppositionelle Gruppen und deren politische oder religiöse 'Umdeutung' anhand von epochenübergreifenden Fallbeispielen untersuchen.
Sarah Thieme - am IStG mit ihrem Dissertationsprojekt angesiedelt - ist für die Tagungsorganisation im Bereich der Westfälischen Landesgeschichte verantwortlich und wird am 21. Juni um 11 Uhr im Liudgerhaus in Münster einen Vortrag halten über: "Instrumentalisierung in Fundamentalopposition? Beisetzung nationalsozialistischer Märtyrer in Dortmund".
Freitagskolloquium - nächster Vortrag am 6.6.2014
Am 6.6. um 15 Uhr c.t. wird Dr. Dennis Hormuth (Kiel) im Freitagskolloquium einen Vortrag halten zum Thema: "Kontrollierte Obrigkeit. Stadtrat und Bürgergemeinde in Städten des 17. Jahrhunderts". Alle Interessierten sind hierzu in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen!
Das vorzustellende Habilitationsprojekt fragt nach Formen und Funktionen der bürgergemeindlichen Politikbeteiligung im frühneuzeitlichen Stadtalltag und kennzeichnet die Stellung der Stadträte als von den Bürgerschaften kontrollierte Obrigkeiten.
Historischer Atlas westfälischer Städte - zwei weitere Präsentationen
Nach Eversberg sind nun auch in Olfen (15.5.) und in Grevenstein (20.5.) die gleichnamigen Bände der Reihe "Historischer Atlas westfälischer Städte" der Öffentlichkeit vorgestellt worden, die die Geschichte des jeweiligen Ortes in Karten, Ansichten und erläuterndem Text nachvollziehen.
Zur Präsentation des Bandes in Grevenstein können folgende Pressemitteilungen eingesehen werden:
Westfalenpost v. 24. Mai 2014
Westdeutsche Allgemeine Zeitung v. 26. Mai 2014
Bestellungen der Bände werden vom Ardey Verlag entgegengenommen.
Freitagskolloquium - nächster Vortrag am 23. Mai 2014
Am 23. Mai um 15 Uhr c.t. wird Franziska Neumann, M.A. (Dresden) im Sitzungszimmer des IStG den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium halten über das Thema: "Die politische Kultur erzgebirgischer Bergstädte in der Frühen Neuzeit". Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Die Besonderheiten des Typus ‚Bergstadt‘ beschränken sich nicht allein auf ökonomische, soziale und rechtliche Dimensionen, sondern sind auch oder vielleicht gerade auf der politischen Ebene zu verorten. Am Beispiel der Knappschaft versucht Frau Neumann zu zeigen, dass sich in Bergstädten eine spezifische politische Kultur entwickelte, die maßgeblich durch das Spannungsfeld von Stadt, Bergbau und Landesherrschaft geprägt war.
Irish Historic Towns Atlas Seminar - Dublin
Die Herausgeber des Irish Historic Towns Atlas (IHTA) veranstalten am 22. Mai 2014 im Council Room der RIA einen Workshop zum Thema "Developing historic towns atlases for the future", auf dem Dr. Daniel Stracke für das IStG über die Arbeiten am "Deutschen Historischen Städteatlas" und die interaktiven Online-Module berichten wird.
Am 23. Mai 2014 folgt dann ein IHTA-Seminar zum Thema "Maps & Texts. Using the Irish Historic Towns Atlas". Der Fokus liegt in diesem Jahr auf dem 18. und 19. Jahrhundert, wobei u.a. öffentliche Gebäude, Kanalbauprojekte, Kasernen oder die Entwicklung der Eisenbahn beleuchtet werden. Das Programm zum Atlas-Seminar kann hier eingesehen werden.
Freitagskolloquium - nächster Vortrag am 16. Mai 2014
Am 16. Mai um 15 Uhr c.t. wird Dr. Gerrit Deutschländer (Hamburg) im Sitzungszimmer des IStG den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium halten über das Thema: "Die Schlüssel zum Tor. Beobachtungen zur Kulturgeschichte des Stadttores". Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
"Ausgehend von der symbolischen Übergabe der Stadtschlüssel an den Stadtherrn oder einen siegreichen Eroberer wird gefragt, wer im Alltag die Schlüsselgewalt über die Tore einer Stadt ausübte, um dann weitere Beobachtungen zur Kulturgeschichte des Stadttores vorzustellen."
Historischer Atlas westfälischer Städte - Vorstellung des 3. Bandes: Olfen
Die Historische Kommission für Westfalen und das Institut für vergleichende Städtegeschichte laden ein zur Vorstellung des dritten Bandes in der Reihe "Historischer Atlas westfälischer Städte", der sich der Stadt Olfen widmet. Am Donnerstag, dem 15. Mai, um 18.30 Uhr werden im Bürgerhaus Olfen (Kirchstraße 22, 59399 Olfen) Josef Himmelmann (Bürgermeister) und Prof. Dr. Werner Freitag (IStG) Grußworte sprechen. Im Anschluss stellt der Autor des Bandes Dr. Peter Ilisch die Publikation vor.
Alle Interessierten sind dazu eingeladen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!
Nach der Buchvorstellung besteht die Möglichkeit zum Gespräch sowie zum Erwerb des Bandes, der ebenso beim Ardey-Verlag bezogen werden kann!
Freitagskolloquium - erster Vortrag im Sommersemester am 25. April 2014
Den ersten Vortrag des Freitagskolloquiums im Sommersemester 2014 wird am 25. April um 15 Uhr c.t. Dr. Simone Egger (München) im Sitzungszimmer des IStG halten. Das Thema lautet: "'Was wäre München ohne sein Schwabing?' Von der Traumstadt der Jugend und ihrer Gentrifizierung". Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Der Stadtteil Schwabing ist in den 1960er Jahren nicht nur Erinnerungsort, sondern wird wiederholt zum Schauplatz des gesellschaftlichen und kulturellen Zeitgeschehens. Das Künstlerviertel der Jahrhundertwende wandelt sich zur Traumstadt der Studierenden, Hippies und Gammler/innen und findet weltweit Beachtung als Motiv von Filmen und Fotografien. Am Englischen Garten und der Leopoldstraße lassen sich Momente der Liberalisierung nachzeichnen. Schwabing wird aber auch zum Ort einer nachhaltigen Gentrifizierung. Am Beispiel dieses besonderen Quartiers stellt Simone Egger ihre Untersuchungen zur Entwicklung der Stadt in den Jahrzehnten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor. Die Studie ist 2013 unter dem Titel "München wird moderner. Stadt und Atmosphäre in den langen 1960er Jahren" erschienen.
Eversberg (Meschede) - Erster Band des "Historischen Atlas westfälischer Städte" der Öffentlichkeit vorgestellt
Am 9. April 2014 ist in Eversberg der erste Band der neuen Reihe „Historischer Atlas westfälischer Städte“ der Öffentlichkeit vorgestellt worden und fand bei den Einwohnern wie bei der Presse großes Interesse. Nachdem der Ortsvorsteher Willi Raulff begrüßende Worte gesprochen hatte, informierte Frau Dr. Lampen (IStG) über dieses Kooperationsprojekt, das vom Institut für vergleichende Städtegeschichte gemeinsam mit der Historischen Kommission für Westfalen herausgegeben wird. Als deren Erster Vorsitzender sprach anschließend Prof. Dr. Wilfried Reininghaus über die v.a. durch das Montanwesen geprägte Geschichte des im Sauerland gelegenen Eversberg, die nun von ihren Anfängen bis heute im neu erschienenen „Historischen Atlas westfälischer Städte“ sehr eindrucksvoll nachvollzogen werden kann. Das Werk, bestehend aus einem 16-seitigen Textheft, zahlreichen historischen wie neu gezeichneten Karten, verschiedenen Bildquellen und thematischen Tafeln – u.a. einem umfangreichen Hausstättenverzeichnis – kann ab sofort beim Ardey-Verlag erworben werden.
Bericht im Sauerlandkurier am 16. April 2014
Bericht in der Westfalenpost am 12. April 2014
Programm für das Freitagskolloquium im Sommersemester 2014
Im Sommersemester 2014 bietet das IStG im Rahmen des Freitagskolloquiums sechs Vorträge an, die ausgewählte Historiker zu unterschiedlichen stadtgeschichtlichen Themen halten werden. Das Spektrum reicht von Stadtteilsanierungen in München über die Kulturgeschichte des Tores, hin zur politischen Kultur erzgebirgischer Bergstädte in der Frühen Neuzeit; Obrigkeitsvorstellungen im 17. Jahrhundert; Handelsverbote gegen Hussiten aus Sicht böhmischer Städte sowie einem "Werkstattbericht" aus dem Seminar über "Dortmund um 1900", das durch das am IStG angesiedelte Projekt zum Thema: "Topografie des Multireligiösen" initiiert wurde.
Die Veranstaltungen finden jeweils freitags, um 15 Uhr c.t., im Sitzungszimmer des IStG statt. Alle Interessierten sind hierzu eingeladen!
Programm des Freitagskolloquiums im Sommersemester 2014
Pressemitteilung zur Publikationsreihe "Historischer Atlas westfälischer Städte"
Über die neue Publikationsreihe, die in Kooperation der Historischen Kommission für Westfalen (LWL) mit dem IStG herausgegeben wird und in der kürzlich die ersten vier Bände zu Eversberg, Grevenstein, Olfen sowie Westerholt erschienen sind, kann unter folgendem Link die Pressemitteilung der WWU eingesehen werden:
Neue Reihe "Historischer Atlas westfälischer Städte"
Forschungsbericht 2013
Der Forschungsbericht 2013 des IStG liegt nun vor und kann hier als PDF abgerufen werden:
Forschungsbericht 2013
Vortragsankündigung: "Juden in Münster von den Anfängen bis zur Gegenwart"
Am 13. März, um 20 Uhr, wird Rita Schlautmann-Overmeyer, M.A., zusammen mit Gisela Möllenhoff im Haus der Niederlande in Münster einen Vortrag halten zum Thema: "Juden in Münster von den Anfängen bis zur Gegenwart". Dieser findet im Rahmen der Tagung "Geschichte der Juden in den Niederlanden" statt, die durch das Zentrum für Niederlande-Studien und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster organisiert wird.
Rita Schlautmann-Overmeyer ist am IStG für die Koordination und die wissenschaftliche Beratung im Bereich des "Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe" zuständig, für das 2008 der Band über den "Regierungsbezirk Münster" sowie 2013 die Bände über den "Regierungsbezirk Detmold" und über "Grundlagen - Erträge - Perspektiven" erschienen sind.
Öffnungszeiten der Bibliothek
Wärend der vorlesungsfreien Zeit ist die Bibliothek des IStG bis zum 4. April 2014 von Montag bis Freitag jeweils zwischen 10 und 14 Uhr geöffnet! Anschließend gelten wieder die regulären Zeiten!
Bibliothek am Rosenmontag geschlossen
Die Bibliothek des IStG bleibt am 3.3.2014 geschlossen!
Auswahlliste von Neuerscheinungen zur Städtegeschichte 2013
Als ein Wissenschaftsservice des IStG wird in jedem Jahr eine Auswahlliste an Publikationen zur vergleichenden Städtegeschichte zusammengestellt, die den Wissenschaftlern einen Überblick über die aktuelle Forschungslandschaft sowie Anregungen für weitere Arbeiten bieten soll.
Die Auswahlliste von Neuerscheinungen zur Städtegeschichte 2013 liegt nun vor und kann hier als PDF eingesehen werden.
Historischer Atlas Westfälischer Städte
Die ersten vier Bände einer neuen Publikationsreihe, die unter dem Titel "Historischer Atlas Westfälischer Städte" durch das IStG zusammen mit der Historischen Kommission für Westfalen herausgegeben wird, sind erschienen. Darin werden auf der Grundlage neuester Forschungsergebnisse Regionalgeschichte erlebbar sowie Ortsentwicklungen vergleichbar gemacht und durch Karten, Schriftquellen, Ansichten, Fotografien und andere historische Dokumente dargestellt.
Die ersten Atlaswerke in dieser Reihe behandeln die Städte Eversberg (Meschede), Grevenstein (Meschede), Olfen und Westerholt (Herten). Um deren Entstehung von den Anfängen und das weitere räumliche Wachstum bis zur Gegenwart sichtbar zu machen, hat das IStG verschiedene Karten unter Einbeziehung unterschiedlicher Quellen neu gezeichnet.
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Nächster Vortrag im Freitagskolloquium
Den letzten Vortrag des Freitagskolloquiums im Wintersemester 2013/14 wird Thomas S. Carhart (Hamburg) am 24.01. ab 16 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG halten zum Thema: "Die Auswirkung des DDR-Verstaatlichungsprozesses auf die Privatisierung nach 1990 in Mittelstädten Thüringens und Sachsens". Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Der Vortrag wird die Grundeigentumsverstaatlichung bis 1990 und die Reprivatisierung auf dem Gebiet der ehemaligen DDR bzw. dem Beitrittsgebiet thematisieren. Die exemplarisch untersuchten Städte Mitteldeutschlands sind: Mühlhausen/Th., Gotha, Altenburg, Freiberg/Sa., Pirna und Görlitz. Insbesondere werden Art und Folgen der Verstaatlichung für den späteren Prozess der Reprivatisierung und Restituierung erläutert werden.
Forschung über Sammel-Molkerei Billerbeck mit "Jodocus-Hermann-Nünning-Preis 2013" ausgezeichnet
Die Magisterarbeit von Katja Rösler zum Thema „Die Sammel-Molkerei in Billerbeck im Kontext kleinstädtischer Entwicklung und Agrarmodernisierung um 1900“ wurde am 08.01.2014 in Vreden mit dem „Jodocus-Hermann-Nünning-Preis 2013“ ausgezeichnet. Katja Rösler studierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität u.a. Neuere und Neueste Geschichte. Ihre Arbeit entstand bei Prof. Dr. Werner Freitag (Abteilung für Westfälische Landesgeschichte) in enger Zusammenarbeit mit dem IStG, das 2012 die Geschichte der Stadt Billerbeck herausgegeben hat.
Der „Jodocus-Hermann-Nünning-Preis“ wurde nunmehr zum sechsten Mal für sehr gute Forschungsleistungen über das Westmünsterland vergeben.
... zur Pressemitteilung
Nächster Vortrag im Freitagskolloquium
Den ersten Vortrag des Freitagskolloquiums im neuen Jahr wird Dr. Sascha Köhl aus Mainz am 10.01.2014 um 16 Uhr im Sitzungszimmer des IStG halten zum Thema: "Hauptstadtbildung unter Reiseherrschern. Überlegungen zur politischen Repräsentationsarchitektur und Monumentalkunst in den Residenzstädten der burgundischen Niederlande". Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Mediävist Prof. Dr. Heinrich Koller gestorben
Prof. Dr. Heinrich Koller, der von 1965 bis 1991 die Professur für mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Salzburg innehatte, ist am 21.12.2013 verstorben. Heinrich Koller war dem IStG als langjähriges Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates und als Ehrenmitglied des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte sowie durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zur Städteforschung eng verbunden. Seine stadtgeschichtlichen Forschungen umfassten u.a. folgende Themen: „Stadt und Universität im Spätmittelalter“ (1977), „Hochmittelalterliche Stadtgründungen als Ordnungsproblem“ (1982), „Königspfalzen und Reichsstädte im süddeutschen Raum“ (1984), „Die mittelalterliche Stadtmauer als Grundlage städtischen Selbstbewußtseins“ (1989) oder „Stadt und Staat“ (2004). Das Kuratorium und das Institut für vergleichende Städtegeschichte werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.
Öffnungszeiten der Institutsbibliothek
Die Bibliothek des IStG ist vom 23.12.2013 bis 03.01.2014 geschlossen!
Ab 06.01.2014 gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten:
Mo. + Fr. 9.00 bis 14.00 Uhr
Di. – Do. 9.00 bis 16.00 Uhr
Große Nachfrage: Deutscher Historischer Städteatlas - Braunschweig bereits vergriffen
Der Ende November 2013 erschienene Deutsche Historische Städteatlas – Braunschweig ist mit großem Interesse von der Öffentlichkeit aufgenommen worden, so dass die erste Auflage von 1000 Exemplaren bereits vergriffen ist. Eine weitere Auflage der Atlasmappe mit 40-seitigem Textheft sowie zahlreichen Karten, Grundrissen und historischen Abbildungen ist in Vorbereitung (Kosten inklusive Versand 37,95 €). Vormerkungen werden gerne beim IStG oder dem Ardey-Verlag entgegengenommen.
Nächster Vortrag im Freitagskolloquium
Am 20.12.2013 wird Prof. Dr. Stefan Laux (Trier) ab 16 Uhr im Sitzungszimmer des IStG einen Vortrag halten zum Thema: "Ratsbeiräte und Bürgerausschüsse in der Spätphase des Alten Reichs: Innerstädtische Partizipationsbestrebungen zwischen Gemeindeliberalismus und Klientelismus". Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Der Vortrag problematisiert die Funktion von Bürgerauschüssen in innerstädtischen Konflikten vor der Französischen Revolution. Da den Ausschüssen in der Forschung bislang nur mit Blick auf "Unruhen" im Spätmittelalter und in der Reformationszeit ein vertieftes Interesse entgegengebracht worden ist, verbindet sich mit der chronologischen Ausweitung der Perspektive ein systematischer Zugriff auf die Diversifizierung städtischer Repräsentationsstrukturen in der Frühen Neuzeit.
Nächster Vortrag im Freitagskolloquium
Am 29.11.2013 wird Dr. Andreas Eiynck (Lingen) ab 16 Uhr im Sitzungszimmer des IStG einen Vortrag halten zum Thema: "Stadtbrände im Emsland im Spiegel von Dendrochronologie, Hausforschung und historischen Quellen". Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Seit dem 16. Jahrhundert wurden die emsländischen Städte Lingen, Meppen und Haselünne mehrfach von verheerenden Stadtbränden heimgesucht. Die Wiederaufbauten nach diesen Bränden waren von großer Wirkung für die Stadttopographie. Doch in den Quellen des 16. und 17. Jahrhunderts finden sich darüber nur wenige Angaben. Wichtige Hinweise liefert hier die Historische Hausforschung mit den Methoden der Bauforschung und Dendrochronologie, aber auch viele Hausinschriften nehmen Bezug auf Brand und Wiederaufbau. Erst für das 19. Jahrhundert liegen dann ausführliche Berichte und Zeichnungen zur Wiederaufbauplanung vor, die möglicherweise auch Rückschlüsse auf die Vorgehensweise in früheren Jahrhunderten erlauben.
Deutscher Historischer Städteatlas Nr. 4 - Braunschweig - erschienen
Beim Aufbau der kriegszerstörten Innenstadt nach 1945 versuchten die Braunschweiger Stadtplaner zwei einander fast ausschließende Ideen zu verbinden: Braunschweig sollte neu erstehen, jung, dynamisch und in die Zukunft schauend – in den Anfang der 1950er Jahre modernen Bauformen und geleitet von den damals bevorzugten städtebaulichen Leitlinien. Andererseits sollte auch den Nachkriegsgenerationen ein Bild von „Alt-Braunschweig“ vermittelt werden, das den Reichtum an Geschichte und Tradition der vor dem Krieg weitgehend aus Fachwerkbauten errichteten mittelalterlichen Hansestadt spiegelte. In diesem Spannungsfeld entstand ein Innenstadtbild, das sich zusammensetzt einerseits aus den sog. Traditionsinseln, Bereichen mit historischen oder historisierenden Bauten rund um die Kirchen, und andererseits einer „autogerechten“ Verkehrsinfrastruktur sowie modernen Gebäuden in „aufgelockerter“ Anordnung. Die so geschaffenen Strukturen prägen Braunschweig bis heute. ...
Diese und viele weitere interessante Aspekte der Stadtgeschichte Braunschweigs können nun im neu erschienenen "Deutschen Historischen Städteatlas - Braunschweig" nachvollzogen werden. Die vollständige Pressemitteilung können Sie hier einsehen!
Präsentation des Deutschen Historischen Städteatlas - Braunschweig
Am 26. November 2013 wird mit Braunschweig der vierte Band des Deutschen Historischen Städteatlas der Öffentlichkeit präsentiert. Diese in Kooperation mit dem Stadtarchiv Braunschweig herausgegebene Atlasmappe wurde am Institut für vergleichende Städtegeschichte erarbeitet und durch die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz gefördert.
Die Präsentation beginnt am 26.11.2013 um 16 Uhr im Haus der Wissenschaften (Aula), Pockelsstraße 11, 38106 Braunschweig.
Den Festvortrag hält Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll aus Wien.
Weitere Hinweise zum Programm können Sie der Einladung entnehmen.
Neuer Band des Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe erschienen
Der dritte Band des Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe ist nun erschienen und wurde am 8.11. im Landeshaus des LWL feierlich der Öffentlichkeit vorgestellt.
Diese Publikation mit dem Titel „Grundlagen – Ergebnisse – Perspektiven“ fasst die zentralen Einzelergebnisse der Teilbände zu den Regierungsbezirken Münster, Detmold und Arnsberg zusammen und veranschaulicht sie differenziert in verschiedenen Karten. Damit sollen eine Zwischenbilanz zur bisherigen, nunmehr zwölf Jahre währenden Forschung zur Geschichte jüdischen Lebens in Westfalen und Lippe vorgelegt sowie weiterführende Fragen für künftige Untersuchungen aufgeworfen werden.
Die vollständige Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Grundlagen-Bandes können Sie hier einsehen.
Bericht in den Westfälischen Nachrichten am 8.11.2013
Nächster Vortrag im Freitagskolloquium
Den zweiten Vortrag des Freitagskolloquiums im Wintersemester wird am 8.11.2013 Thomas Ruppenstein (Dipl. Hist.) aus Bamberg über "Die Bamberger Immunitäten der Frühen Neuzeit aus stadt- und herrschaftsgeschichtlicher Perspektive" halten. Beginn ist 16 Uhr im Sitzungszimmer des IStG! Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Gastwissenschaftlerin am IStG
Die Doktorandin Karolina Szlęzak, die bei Prof. Noga an der Pädagogischen Universität Krakau ihre Dissertation zum Thema: "Geschenke in der Außenpolitik der Stadt Krakau seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 17. Jahrhunderts" schreibt, wird vom 4. November bis 31. Dezember 2013 als Gastwissenschaftlerin am IStG forschen.
Semesterbeginn: Öffnungszeiten Bibliothek
Mit Beginn des Wintersemesters gelten ab 14. Oktober 2013 für die Bibliothek des IStG wieder folgende Öffnungszeiten:
Mo.+Fr. 9.00 bis 14.00 Uhr
Di.-Do. 9.00 bis 16.00 Uhr
Programm des Freitagskolloquiums im Wintersemester 2013/14
Den ersten Vortrag des Freitagskolloquiums im Wintersemester wird am 18.10.2013 Anna Krabbe (Münster) über: "Religiöse Gemeinschaften in lutherischen Städten. Soest und Herford 1517-1617" halten. Beginn ist 16 Uhr c.t.
Das vollständige Programm können Sie hier einsehen:
Freitagskolloquium im Wintersemester 2013/14
STADTPROZESSIONEN: Dissertation aus dem Projekt B4 des Exzellenzclusters "Religion und Politik" erschienen
Die Dissertation von Dr. Lena Krull, ehemalige Mitarbeiterin am IStG im Teilprojekt B4 ("Segen für die Mächtigen...") des Exzellenzclusters 212 "Religion und Politik", ist nun erschienen:
Lena Krull, Prozessionen in Preußen. Katholisches Leben in Berlin, Breslau, Essen und Münster im 19. Jahrhundert (Religion und Politik 5), Würzburg 2013.
Katholische Prozessionen im evangelischen Königreich Preußen? Diese Kombination stellt nur auf den ersten Blick einen Gegensatz dar: Am Beginn des 19. Jahrhunderts hatte sich die konfessionelle Geschlossenheit Preußens durch neue, überwiegend katholische Gebiete aufgelöst. Besonders in Schlesien, im Rheinland und in Westfalen bekannte die katholische Bevölkerung ihren Glauben an Feiertagen wie dem Fronleichnamsfest durch Prozessionen auch im öffentlichen Raum.
Die Studie untersucht die Bedeutung dieser Feiern exemplarisch in den Städten Berlin, Breslau, Essen und Münster zwischen Säkularisation und Erstem Weltkrieg. Besonders die Auseinandersetzung zwischen dem preußischen Staat und dem Katholizismus im Kulturkampf hatte Konsequenzen für die Bewertung der Prozessionen: Von staatlicher Seite stufte man die Umgänge zunehmend als Bekenntnis zum politischen Katholizismus oder als Provokation von Andersgläubigen ein. Prozessionen waren damit prädestiniert, Konflikte auszulösen und galten sogar als „Straßen-Terrorismus“.
Die vorliegende Dissertation versucht, durch eine lokale Betrachtung diese Vorstellungen über Prozessionen auszudifferenzieren. Sie entwirft damit ein breites Panorama der Beziehungen von katholischer Kirche und preußischem Staat im 19. Jahrhundert.
Zweiter Band zum jüdischen Leben in Westfalen erschienen
Mit dem Titel "Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold" ist nun der zweite Teilband des "Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe" erschienen. Behandelt wird das jüdische Leben in mehr als 100 Orten von Bad Driburg bis Willebadessen-Peckelsheim. Anhand der ausführlichen Belege kann der Alltag der jüdischen Mitbürger von den ersten Nachweisen bis hin zu den wenigen, nach dem Holocaust wieder entstandenen Gemeinden nachvollzogen werden. Neben diesen Mikrostudien werden in sechs chronologischen Überblicksartikeln die politischen, wirtschaftlichen und religiösen Rahmenbedingungen des übergeordneten Territoriums in den Blick genommen, um so die Bedingungen jüdischen Lebens in Westfalen in den verschiedenen Epochen deutlich werden zu lassen. Der Band enthält zudem ein Glossar, das Gesamtverzeichnis der Ortsartikel sowie eine farbige Karte zu den jüdischen Gemeinschaften im heutigen Regierungsbezirk Detmold.
Der Teilband wurde am 8. September 2013 im Freilichtmuseum Detmold von Michael Pavlicic (stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe), Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen), Prof. Dr. Werner Freitag (wissenschaftlicher Vorstand des IStG) und Prof. Dr. Karl Hengst (Paderborn) vorgestellt. Nach dem Band zum Regierungsbezirk Münster, der 2008 erschienen ist, liegt nunmehr die zweite Publikation dieses einzigartigen Kooperationsprojekts von Historischer Kommission für Westfalen und IStG vor. Es folgt der Band zum Regierungsbezirk Arnsberg und der Auswertungsband, der die Ergebnisse der Ortsartikel zusammenfasst.
Bibliographische Angaben
Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, hg. v. Karl Hengst in Zusammenarbeit mit Ursula Olschewski (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen Neue Folge 10), Münster: Ardey-Verlag 2013, ISBN: 978-3-87023-283-2.
Bilanz der europäischen Städteatlanten - Reihe Städteforschung A 80 erschienen
Die Stadt als Forschungsprojekt verschiedener Disziplinen ist seit langem etabliert. Die vergleichende Städteforschung mit multidisziplinärem Ansatz dagegen ist im Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG) in Münster als eine der wenigen Forschungseinrichtungen institutionalisiert. Mit seiner Atlasarbeit ist das IStG seit seiner Gründung 1970 Teil des von der Commission Internationale pour l'Histoire des Villes (CIHV) 1965 ins Leben gerufenen Europäischen Städteatlas – einem Großprojekt, dessen konkrete Arbeit in Teilprojekten auf nationaler oder regionaler Ebene geleistet wird. Die Beiträge des aktuell erschienenen, von Wilfried Ehbrecht herausgegebenen Bandes A 80 der Reihe Städteforschung: "Städteatlanten. Vier Jahrzehnte Atlasarbeit in Europa" sind als eine Bilanz der bisherigen Atlasarbeit zu verstehen.
Stellenausschreibung - studentische Hilfskraft EDV
Das IStG sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine studentische Hilfskraft im Bereich EDV-Administration zur Betreuung der Server und Pflege der institutseigenen Datenbanken (Karten, Ansichtskarten, Stadtinformationen).
Die vollständige Ausschreibung kann hier als PDF eingesehen werden.
Bewerbungen senden Sie bitte an die Instititsleitung, Frau Dr. Lampen: lampen@uni-muenster.de!
Abschließende Sitzung "Stadtführer Osnabrück um 1500"
Für die Übung von Dr. Karsten Igel zum Thema "Stadtführer Osnabrück um 1500" wird am 07.09.2013 von 10 bis 15 Uhr im Sitzungssaal des IStG eine abschließende Blocksitzung stattfinden.
Einladung zur Buchvorstellung Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften – Regierungsbezirk Detmold
Anfang September wird als zweiter Band in der Reihe des „Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe“ der Teilband über „Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold“ feierlich präsentiert. Die Historische Kommission für Westfalen und das Institut für vergleichende Städtegeschichte, die dieses Handbuch in Kooperation erstellen, laden alle Interessierten zur Buchvorstellung ein:
Am 8. September um 11 Uhr im LWL-Freilichtmuseum „Krummes Haus“. Begrüßende und einführende Worte werden halten: Prof. Dr. Jan Carstensen (Begrüßung), Prof. Dr. Werner Freitag vom IStG (Grußwort), Prof. Dr. Wilfried Reininghaus (Jüdisches Leben in Westfalen: Ergebnisse des Handbuchs) sowie Prof. Dr. Karl Hengst (Bericht des Herausgebers).
... zum Programm
Tagungsbericht des 43. Frühjahrskolloquiums
Der Bericht zur Tagung "Gedachte Stadt – Gebaute Stadt. Urbanität in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz 1945 – 1990", die am 11. und 12. März 2013 am IStG in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Großbölting (Münster) stattfand, liegt nun vor und kann hier abgerufen werden:
Tagungsbericht Frühjahrskolloquium 2013
Speicherstadt lockt zahlreiche Besucher
Die ehemalige Mitarbeiterin des IStG, Angelika Oelgeklaus, hat am 25.07. im Stadtarchiv Münster in der Reihe "Themenabende" einen Vortrag über die Geschichte der Speicherstadt gehalten und in den Kontext von Entstehung als Heeresverpflegungshauptamt und erfolgreicher Konversion zu einem modernen Dienstleistungszentrum gestellt. Auch der Vergleich zu anderen in den 1930er Jahren errichteten Heeresverpflegungsämtern des ehemaligen Deutschen Reiches und deren Umnutzungs- oder Rückbauverfahren wurde sehr anschaulich nachvollzogen.
Den Bericht über den Vortragsabend aus den Westfälischen Nachrichten vom 27. Juli 2013 können Sie hier einsehen.
Angelika Oelgeklaus ist als Bauhistorikerin und durch ihre Projektarbeit am IStG zur Erforschung der Speicherstadt, die im Jahr 2008 mit einer Publikation und einer Ausstellung abgeschlossen wurde, Expertin für diesen interessanten Teil der Geschichte, welcher militärhistorische, architekturwissenschaftliche wie stadtentwicklungspolitische Elemente vereint.
Das Forschungsvorhaben ist zwar formal beendet, wird aber kontinuierlich auf den Internetseiten zur Speicherstadt Münster gepflegt, wofür auch gerne Hinweise aus der Bevölkerung entgegengenommen werden zu möglichen weiteren, noch nicht in der Überblickskarte verzeichneten Heeresverpflegungs(haupt)ämtern. Auf den genannten Seiten ist die Geschichte der Speicherstadt zusammengefasst und in der Publikation "Die Speicherstadt Münster. Heeresverpflegungsamt und Reichstypenspeicher – Konversion und Denkmalschutz" ausführlich beschrieben.
Öffnungszeiten der Bibliothek
In der vorlesungsfreien Zeit, vom 22.07. bis 11.10.2013, ist die Bibliothek des IStG von 10 bis 14 Uhr geöffnet!
Freitagskolloquium
Am kommenden Freitag, dem 12.7., wird Daniela Schulte, B.A. (Münster) ab 15 Uhr c.t. im Freitagskolloquium einen Vortrag halten zu dem Thema: "Stadtbrände im 15. und 16. Jahrhundert. Städtische Identität und Katastrophenbewältigung". Alle Interessierten sind hierzu eingeladen!
Freitagskolloquium
Am kommenden Freitag, dem 28.6., wird Florian Dirks, M.A. (Erfurt) ab 15 Uhr c.t. im Freitagskolloquium einen Vortrag halten zu dem Thema: "Sühnen, tagen, Frieden schließen. Die Beilegung von Konflikten zwischen Weser und Elbe auf Tagfahrten 1380–1480". Alle Interessierten sind hierzu eingeladen!
Freitagskolloquium
Am kommenden Freitag, dem 14.6., wird Dörthe Gruttmann (Doktorandin am IStG) ab 15 Uhr c.t. im Freitagskolloquium ihr Dissertationsvorhaben vorstellen, das in Weiterführung ihrer Forschungen zur Geschichte der Stadt Billerbeck entsteht. Das Thema des Vortrages lautet: "Das Ende des Dornröschenschlafs? Image- und Identitätskonstruktionen der Kleinstädte Billerbeck und Telgte im 20. Jahrhundert"! Alle Interessierten sind hierzu eingeladen!
Öffnungszeiten der Bibliothek
Am 23. und 24. Mai ist die Bibliothek des IStG nur von 10 bis 14 Uhr geöffnet!
Freitagskolloquium
Am kommenden Freitag, dem 17.5., wird Pia Eckhart aus Freiburg ab 15 Uhr c.t. im Freitagskolloquium des IStG einen Vortrag halten zum Thema: "Zwischen Handschrift und Druck. Die Chronik des Konstanzer Notars Beatus Widmer"! Alle Interessierten sind hierzu eingeladen!
Website des IStG am kommenden Donnerstag nicht verfügbar
ACHTUNG!: Wegen Arbeiten an den Datenbanken des IStG-Wissenschaftsservice wird unsere Homepage am Donnertstag (16.5.) ab 15 Uhr bis voraussichtlich Freitag (17.5.) 10 Uhr nicht zugänglich sein! Wir bitten dies zu entschuldigen!
Freitagskolloquium
Das nächste Freitagskolloquium findet am 03.05.2013 um 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG statt. Dr. Christian SPEER aus Halle (Saale) wird zum Thema "Der Index Librorum Civitatum als Instrument der historischen Grundlagenforschung" sprechen. Alle Interessierten sind hierzu eingeladen!
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2013
Neben dem Programm für das Freitagskolloquium und den Lehrveranstaltungen am IStG können auf den Seiten der Instituts-Homepage auch Informationen zu Veranstaltungen an der WWU und der FH Münster eingesehen werden, die sich mit Themen der vergleichenden Städteforschung beschäftigen.
Programm des Freitagskolloquiums im Sommersemester 2013
Den ersten Vortrag des Freitagskolloquiums im Sommersemester wird am 19.04.2013 Cordula Obergassel (Münster) zum Thema: "Das ist doch keine Kunst! Kulturpolitik und kultureller Wandel in Dortmund und Münster (1960-1985)" halten. Beginn ist 15 Uhr c.t.
Das vollständige Programm können Sie hier einsehen:
Freitagskolloquium SS 2013
Pressemitteilung zur Frühjahrstagung des IStG
Deutsch-deutsche Urbanität 1945–1990. Frappierende Ost-West-Ähnlichkeit im Städtebau / Jahrestagung des Instituts für vergleichende Städtegeschichte mit öffentlichem Vortrag am 11. März ...
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Literaturliste zum Thema "Städtebau in Ost und West 1945-1990" anlässlich der Frühjahrstagung 2013
Für die Frühjahrstagung 2013 des IStG zum Thema „Gedachte Stadt – Gebaute Stadt. Urbanität in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz 1945–1990“ hat Sabina Ruwe (Bibliographie d. IStG) eine Auswahlliste an Literatur zusammengestellt, die Anregungen für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Städtebau der beiden deutschen Staaten in der Nachkriegszeit bietet.
Literatur in Auswahl zum Thema "Städtebau in Ost und West 1945–1990"
Frühjahrstagung des IStG 2013
Das Stadttheater Münster in der Neubrückenstraße 63 wird in diesem Jahr den Tagungsort für das Frühjahrskolloquium des IStG bieten und steht als vielbeachtete Architektur der Nachkriegsmoderne (1952–1956) ganz im Zeichen des Tagungsthemas. Unter dem Motto „Gedachte Stadt – Gebaute Stadt. Urbanität in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz 1945–1990“ werden am 11. und 12. März unterschiedliche, am jeweiligen politischen System orientierte Stadtplanungskonzepte des geteilten Deutschland und deren Umsetzung bzw. Modifizierung erörtert.
Das Tagungsprogramm kann hier als PDF eingesehen werden.
Forschungsbericht 2012 des IStG
Neben der „Geschichte der Stadt Billerbeck“, die nach dreijähriger Arbeit abgeschlossen und im Dezember 2012 feierlich präsentiert wurde, konnten im vergangenen Jahr vier Bände der Reihe Städteforschung (A 63, A 84–86) publiziert sowie zwei Bände des „Historischen Handbuchs der jüdischen Gemeinschaften“ für den Druck vorbereitet werden. Auch die Arbeiten am „Deutschen Historischen Städteatlas – Braunschweig“ sind inzwischen abgeschlossen. Einige Projekte fanden mit Dissertationen ihren Abschluss (Stadtprozessionen); an neuen Forschungsvorhaben wurde die Arbeit aufgenommen (Deutsche Königspfalzen); und weitere Projekte konnten eingeworben werden („Topographie des Multireligiösen“/EXC). Auch der Wissenschaftsservice des IStG wurde v.a. durch die Optimierung der Datenbanken und die Vorbereitungen für das Internetportal „Städtegeschichte.de“ ausgebaut.
Die ausführlichen Beschreibungen der Arbeiten am IStG können Sie im Forschungsbericht 2012 einsehen.
Rosenmontag - Bibliothek geschlossen
Am 11.2. (Rosenmontag) ist die Bibliothek des IStG geschlossen! Ab 12.2. gelten wieder die regulären Öffnungszeiten der vorlesungsfreien Zeit: Mo-Fr: 10-14 Uhr!
Gastwissenschaftlerin am IStG
Im Februar 2013 begrüßt das IStG Frau Eva Chodějovská, M.A., von der Universität Pardubice zu einem einmonatigen Forschungsaufenthalt in Münster. Sie ist Mitarbeiterin des Historischen Instituts an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag (HÚ AV ČR, v.v.i.), wo sie in der Redaktion und für das Kartenportal des Tschechischen Städteatlas tätig ist. Am IStG arbeitet Eva Chodějovská an ihrem Dissertationsprojekt zur Darstellung der Stadt Prag in historischen Stadtansichten der Frühen Neuzeit.
Öffnungszeiten Bibliothek
!!!Achtung!!! Geänderte Öffnungszeiten während der vorlesungsfreien Zeit:
Mo - Fr: 10.00 - 14.00 Uhr
Auswahlliste von Neuerscheinungen zur Städtegeschichte 2011/12
Als ein Wissenschaftsservice des IStG wird in jedem Jahr eine Auswahlliste an Publikationen zur vergleichenden Städtegeschichte zusammengestellt, die den Wissenschaftlern einen Überblick über die aktuelle Forschungslandschaft sowie Anregungen für weitere Arbeiten bieten soll.
Die Auswahlliste von Neuerscheinungen zur Städtegeschichte 2011/12 liegt nun vor und kann hier als PDF eingesehen werden.
Ausschreibung des Wiener Preises für Stadtgeschichtsforschung
Die Stadt Wien hat am 31. Mai 2010 aus Anlass der Pensionierung von Herrn Archivdirektor Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll im Wege des Österreichischen Arbeitskreises für Stadtgeschichtsforschung den „Wiener Preis für Stadtgeschichtsforschung“ (WPS) eingerichtet, der erstmals im Jahr 2011 vergeben wurde und auf der Grundlage einer Förderung durch die Kulturabteilung der Stadt Wien mit € 5.000,- dotiert ist.
Bis zum 31. März 2013 können von den jeweiligen Autor/innen Veröffentlichungen bzw. Dissertationen sowie Habilitationsschriften auf dem Gebiet der vergleichenden Stadtgeschichtsforschung des europäischen Raumes in deutscher Sprache eingereicht werden, die in den Jahren 2010 bis 2012, gegebenenfalls auch noch 2013, erschienen sind. Beizufügen sind ein Lebenslauf sowie ein Verzeichnis der bisher publizierten Arbeiten der Autorin/des Autors. Arbeiten, die jeweils im Jahr vor der Preisvergabe des WPS für den Preis der Stiftung „Pro civitate Austriae“ (siehe: www.stadtgeschichtsforschung.at) eingereicht wurden, können bei der Preisvergabe des WPS nicht berücksichtigt werden.
Die Einreichungen sind zu richten an: Institut für österreichische Geschichtsforschung (Universität Wien, Universitätsring 1, A-1010 Wien), z. H. von Archivdirektor i. R. Univ.-Prof. Dr. Ferdinand Opll, E-Mail: ferdinand.opll@hotmail.com.
Die Entscheidung über die Zuerkennung des Preises erfolgt durch eine Jury und wird den Einreicher/innen im Sommer 2013 bekannt gegeben.
Programm Frühjahrstagung 2013
Für die am 11. und 12. März 2013 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Großbölting (Münster) zum Thema "Gedachte Stadt - Gebaute Stadt. Urbanität in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz 1945–1990" stattfindende Frühjahrstagung des IStG kann nun unter folgendem Link das Programm als PDF heruntergeladen werden:
Programm für die Frühjahrstagung 2013
Hinzuweisen ist auf den neuen Veranstaltungsort für die Tagung: Theatertreff, Neubrückenstraße 63, 48143 Münster. Lediglich der öffentliche Abendvortrag, am 11. März um 20.15 Uhr, findet wie gehabt im Fürstenberghaus, Hörsaal F2, statt.
Freitagskolloquium
Am 11.01.2013 wird Prof. Dr. Stephan SELZER aus Hamburg einen Vortrag im Freitagskolloquium zu folgendem Thema halten: "Von Städten im Hanseraum zu Menschen in Netzwerken: Konzepte der Hanseforschung 1871–2011." Alle Interessierten sind dazu ab 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen!
Neues im Bereich Wissenschaftsservice - IStG Bibliotheks-OPAC jetzt online
Im Bereich Wissenschaftsservice steht allen Interessierten seit heute die bibliographische Datenbank zur vergleichenden Städteforschung zur Verfügung.
Mit ihren derzeit rund 150.000 Einträgen ist sie nicht nur für Wissenschaftler und Studierende, sondern für jeden, der sich für historische Städteforschung interessiert, ein umfassendes Hilfsmittel. Um dies auch in Zukunft leisten zu können, wird sie laufend ergänzt und aktualisiert.
Darüber hinaus bietet das Institut für vergleichende Städtegeschichte nun auch einen Newsletter für all jene an, die aus erster Hand über aktuelle Veranstaltungen und Publikationen des Instituts unterrichtet werden möchten. Zusätzlich erhalten die Abonnenten durch Neuerscheinungslisten und Buchbesprechungen Informationen über aktuelle Publikationen zur historischen Stadtgeschichtsforschung und werden mit thematischen Auswahlbibliographien zu den Schwerpunkten der Frühjahrstagungen des IStG versorgt.
geänderte Öffnungszeiten der Bibliothek zu Weihnachten
24.12.2012–02.01.2013: Bibliothek geschlossen!
03.01.2013 und 04.01.2013: Bibliothek von 10 bis 14 Uhr geöffnet!
Ab 07.01.2013 gelten wieder die üblichen Öffnungszeiten!
Ausfall des Forschungskolloquiums "Familie und Verwandtschaft" am 20.12.2012
Der für den 20.12.2012 (16–18 Uhr) vorgesehene Vortrag von Till van Rahden über "Families beyond Patriarchy" im Forschungskolloquium "Familie und Verwandtschaft: historische und aktuelle Zugänge"
muss aus Krankheitsgründen leider ausfallen!
Freitagskolloquium
Am 14.12.2012 wird Stefan Rethfeld, Dipl.-Ing., (Münster), ab 16 Uhr c.t. einen Vortrag im Freitagskolloquium halten. Das Thema lautet: "Bauen für den Bürger: Moderne Rathausbauten des Architekten Harald Deilmann (1920-2008)." Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Projekt "Stadtgeschichte Billerbeck" mit Publikation erfolgreich abgeschlossen
Vom Wigbold zur modernen Kleinstadt.
Institut für vergleichende Städtegeschichte erarbeitet „Geschichte der Stadt Billerbeck“ / Projekt von Wolfgang Suwelack finanziert
Unter Leitung des Historikers Prof. Dr. Werner Freitag sowie unter Mitarbeit von Dörthe Gruttmann und Constanze Sieger vom Institut für vergleichende Städtegeschichte der Universität Münster ist die „Geschichte der Stadt Billerbeck“ jetzt als Buch erschienen. Das reich illustrierte Werk wurde am Donnerstagabend in Billerbeck (Kreis Coesfeld) bei einem öffentlichen Festakt im dortigen Dom vor 800 interessierten Bürgern vorgestellt. Die Präsentation bildete den Abschluss des vom Stifter, Unternehmer und gebürtigen Billerbecker Wolfgang Suwelack finanzierten dreijährigen Projektes an der Uni Münster zur Erforschung der Geschichte der Stadt.
Stadtgeschichte Billerbeck CoverBillerbeck ist als Sterbeort des heiligen Ludgerus eine zentrale religiöse Erinnerungsstätte. Als „Perle der Baumberge“ ist der Ort mit rund 11.500 Einwohnern auch ein beliebter Erholungsort. Die „Geschichte der Stadt Billerbeck“ ist reich mit Bildern und Karten versehen und soll zur Neuentdeckung der Geschichte Billerbecks beitragen. Das Buch stellt erstmals die Entwicklung Billerbecks vom mittelalterlichen Wigbold (Ort mit minderen Stadtrechten) zur modernen Kleinstadt umfassend dar. Die Autoren arbeiteten dabei die Vergangenheit Billerbecks sowohl chronologisch als auch thematisch auf: Von der Siedlungsgeschichte über die Ludgerusstadt im 19. Jahrhundert bis zur Kleinstadt in der Moderne ab 1918.
Prof. Dr. Werner Freitag betonte, dass das Forschungsprojekt nur dank der großzügigen finanziellen Unterstützung durch Herrn Suwelack realisiert werden konnte, dessen privates Engagement er als „beispielhaft“ bezeichnete. Eine „herausragende Arbeit“ bescheinigte er dem Wissenschaftlerteam, dem es geglückt sei, nicht bloß eine Aufsatzsammlung zu erstellen, sondern eine Arbeit „aus einem Guss“ zu verfassen. Es sei gelungen, den Stadttypus ‚Kleinstadt‘ besonders für das 19. und 20. Jahrhundert zu profilieren, den Zusammenhang von Religion und Kleinstadtgesellschaft zu konturieren sowie die Bürger der Stadt Billerbeck durch Diskussionsabende in die Arbeit miteinzubeziehen.
Freitagskolloquium
Am 23.11.2012 wird Martin Barus, M.A., (Litomĕřice) ab 16 Uhr c. t. im Freitagskolloquium einen Vortrag halten. Das Thema lautet: "Der Görlitzer Stadtschreiber Johann Frauenburg und seine literarische Tätigkeit". Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis 2012
Für seine bei Prof. Dr. Werner Freitag in Münster entstandene Dissertation zum Thema „Pax et Concordia. Konzeption und Praxis religiösen Ausgleichs in westfälischen Städten im Reformationszeitalter“ wurde der Historiker Dr. Christian Helbich, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Münster, mit dem Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis ausgezeichnet. In seiner Begründung würdigte das Preisgericht die Verbindung von stadt-, sozial- und ideengeschichtlichen Zugriffen bei der Untersuchung der humanistischen Reform als ein besonders städtisches Phänomen in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Preisverleihung fand am Sonntag, den 11. November 2012, in der Ev. Stadtkirche Sankt Reinoldi in Dortmund statt.
Die Studie, die mit Unterstützung des münsterischen Exzellenzclusters „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne“ in diesem Jahr publiziert worden ist, untersucht die Rezeption erasmischer Reformkonzepte bei lokalen humanistisch geprägten Gelehrten und Versuche ihrer Umsetzung auf dem Gebiet des Bildungs- und des Kirchenwesens in den drei Städten Dortmund, Bielefeld und Essen.
Der seit 1991 verliehene Preis des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn, würdigt hervorragende Arbeiten junger Historiker und Historikerinnen zur Landesgeschichte Ost- und Südwestfalens.
Freitagskolloquium
Am 9.11.2012 wird Dr. Hans van Hall (Maastricht) ab 16 Uhr c. t. im Freitagskolloquium einen Vortrag halten. Das Thema lautet: "Der Siedlungskern des heutigen Eijsden im Süden der Niederlande. Ein idealtypisches Modell einer Minderstadt?" Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
"Europäische Stadtgeschichte" - Festschrift für Prof. Johanek erschienen
Landesgeschichte und Stadtgeschichte, Geschichte der Geschichtsschreibung und Urkundenlehre – das sind die großen Schwerpunkte im wissenschaftlichen Oeuvre von Peter Johanek. Der vorliegende Band stellt seine thematisch breiten und wegweisenden Forschungen zur Stadtgeschichte in den Mittelpunkt.
Er vereinigt Aufsätze zur Stadttypologie, zur Sozial-, Wirtschafts- und Verfassungsgeschichte sowie zur aktuellen Stadtgeschichtsforschung. Die Sammlung bündelt entlegene, im Ausland oder in großem zeitlichem Abstand publizierte Schriften und macht diese jetzt einem breiteren Leserkreis zugänglich. Damit sollen auch der vergleichenden Stadtgeschichtsforschung neue Impulse gegeben werden.
Freitagskolloquium im Wintersemester 2012/13
Das Programm für das Freitagskolloquium im Wintersemester 2012/13 liegt nun vor und kann hier als PDF abgerufen werden.
Geänderte Öffnungszeiten der Bibliothek
Ab dem 8. Oktober 2012 gelten folgende neue Öffnungszeiten für die Bibliothek:
Montag und Freitag 9:00 - 14:00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag 9:00 - 16:00 Uhr
Nach vorheriger telefonischer Absprache sind verlängerte Benutzungszeiten möglich.
Havixbecker Schüler erforschen am IStG ihre Stadtgeschichte
Im Rahmen der Projektwoche „Geoinformatik in Stadtgeschichte und Archäologie“ besuchten Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck am 11. September 2012 das Institut für vergleichende Städtegeschichte, um die Geschichte Havixbecks zu erforschen und sich in diesem Zusammenhang mit Fragen moderner historischer Kartographie auseinanderzusetzen. Ziel des Projektes ist es, ein historisches GIS zur Gemeinde Havixbeck – also ein auf geschichtlichen Daten basierendes Geoinformationssystem – zu erstellen und gleichzeitig ein Bewusstsein für die Berufswelt von Historikern, Geoinformatikern oder Kartographen zu entwickeln.
Die Arbeitsgruppe begann im LWL-Archivamt, wo sie geführt durch Dr. Gunnar Teske anhand verschiedener Archivalien zur Geschichte Havixbecks in die Archivarbeit eingeführt wurden. Am IStG erarbeiteten sie anschließend mit Hilfe des Kartographen Thomas Kaling verschiedene thematische Karten zu unterschiedlichen Zeitschnitten. Offene Fragen zur Entwicklung der Gemeinde Havixbeck konnten die Schüler unter Anleitung von Sabina Ruwe M. A. in der wissenschaftlichen Fach-Bibliothek des IStG recherchieren. Die Schüler wurden so an grundlegende Arbeitsweisen und Fragestellungen von Stadt-Historikern herangeführt, wobei anhand von Städteatlanten, Lexika und Stadtgeschichten historische Gebäude, Stadtentwicklung wie auch sozialtopographische Aspekte des Stadtraumes untersucht wurden. Die Ergebnisse der Projektwoche wurden am Freitag, den 14. September vor Ort präsentiert und im Wissenschaftscontainer der Universität Münster der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Initiator dieses Schulprojektes ist GI@school des Instituts für Geoinformatik der WWU Münster, das seit einigen Jahren sehr erfolgreich interdisziplinäre Workshops für junge Nachwuchswissenschaftler in Verbindung mit zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen organisiert. Neben dem IStG waren an der Gestaltung dieses Projekttages u.a. auch die LWL-Archäologie für Westfalen, das Baumberger-Sandstein-Museum Havixbeck sowie die Arbeitsstelle Forschungstransfer und die Pressestelle der WWU Münster beteiligt.
Freitagskolloquium
Am 13.07.2012 wird Nikola Möller, M.A. (Düsseldorf) ab 15 Uhr c. t. den Abschluss-Vortrag im Freitagskolloquium des Sommersemesters 2012 halten. Das Thema lautet: „Fürsorge für Leprakranke in Minden und Lemgo. Vergleich zweier Konzepte“. Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Geänderte Öffnungszeiten der Bibliothek
In der vorlesungsfreien Zeit ist die Bibliothek von montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
Freitagskolloquium
Am 29.06.2012 wird Dr. Sabine Mecking (Düsseldorf) ab 15 Uhr c.t. im Freitagskolloquium einen Vortrag halten über „Bürgerwille und Gebietsreform. Demokratieentwicklung und Reform von Stadt, Staat und Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen“. Alle Interessierten sind dazu eingeladen!
Viel Lob für den "Dehio Westfalen"
Der in Zusammenarbeit mit der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen und dem IStG herausgegebene Dehio NRW II - Westfalen ist von Wissenschaftlern und Feuilleton sehr positiv aufgenommen und besprochen worden. Die ersten Rezensionen können hier eingesehen werden:
FAZ vom 14. Juni 2012 - Rubrik "Neue Sachbücher"
Prof. Klaus Niehr (Osnabrück) - Journal für Kunstgeschichte 16 (2012), Heft 1, S. 30-36.
Freitagskolloquium
Am 15.06.2012 wird Niels Petersen (MA) aus Göttingen im Freitagskolloquium ab 15 Uhr c.t. einen Vortrag über "Städtische Räume außerhalb der Stadt. Das spätmittelalterliche Lüneburg" halten. Der Vortrag steht für alle Interessierten offen!
450 Jahre Laienkelch – 450 Jahre Reformation in Dortmund? Ausstellung vom 24. Mai bis 24. Juni 2012 in der Ev. Stadtkirche St. Reinoldi, Dortmund
Der am IStG beschäftigte Historiker Dr. Christian Helbich, der in seiner Dissertation verschiedene Einflussfaktoren und Stufen auf dem Weg zur Durchsetzung der Reformation in den Städten Dormund, Essen und Bielefeld im 16. Jahrhundert untersucht hat, ist Kurator der Ausstellung "450 Jahre Laienkelch – 450 Jahre Reformation in Dortmund?".
Im März dieses Jahres jährte sich die Zulassung des Laienkelches im Abendmahl in der vormaligen Reichsstadt Dortmund zum 450. Mal. Für die städtische Reformation war dieser Beschluss des Dortmunder Rates ein wichtiger Schritt. Die Ev. Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund hat dieses Ereignis zum Anlass genommen, in einer Ausstellung innerhalb des Kirchenraumes den sich über Jahrzehnte hinziehenden Reformationsprozess der ehemaligen Reichsstadt nachzuzeichnen.
Mit einer Einführung und einem musikalischen Programm wird die Ausstellung am Donnerstag, den 24. Mai um 19.30 Uhr in der Ev. Stadtkirche St. Reinoldi eröffnet. Sie kann zu den üblichen Öffnungszeiten der Kirche (Mo–Sa 10–18, So 13–20 Uhr) kostenfrei besichtigt werden. Führungen durch Dr. Christian Helbich werden am 29. Mai, 12. Juni und 19. Juni jeweils dienstags um 19.30 Uhr angeboten.
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten von St. Reinoldi.
Öffnungszeiten der Bibliothek
Am Freitag, den 18.05.2012 hat die Bibliothek des IStG nur von 9 bis 14 Uhr geöffnet!
Nächster Vortrag im Freitagskolloquium
Am 11.05.2012 wird die derzeitige Gastwissenschaftlerin des IStG Dr. Olga Kozubska-Andrusiv aus Lemberg/Lviv (Ukraine) im Freitagskolloquium ihr Forschungsthema vorstellen, das sie in diesem Jahr als Humboldt-Stipendiatin bearbeitet:
"Establishing Social Order in Multi-Religious Urban Centres of Eastern Europe (15.–16. Centuries)"
Beginn des Vortrages ist 15 Uhr c.t.
Tagungsbericht der Frühjahrstagung 2012 - Urbanität
Der Tagungsbericht der diesjährigen Frühjahrstagung zum Thema "Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern" (19.-20. März 2012) liegt nun vor und kann hier abgerufen werden:
Tagungsbericht Frühjahrstagung 2012
Freitagskolloquium im Sommersemester 2012 - TERMINVERSCHIEBUNG!
Der für den 27.04.2012 vorgesehene Vortrag von Sabine REICHERT, M.A. (Mainz) zum Thema: "Die Kathedrale der Bürger. Zum Verhältnis von Stadt und Kirche in mittelalterlichen Kathedralstädten" muss leider verschoben werden!
Neuer Termin: 25.05.2012.
Wissenschaftsservice des IStG – aktuelle Publikationen aus "Westfalen in der Vormoderne"
Unter der Herausgeberschaft von Prof. Dr. Werner Freitag (wissenschaftlicher Vorstand des IStG) sind aktuell zwei neue Bände der Reihe "Westfalen in der Vormoderne" erschienen, die am IStG durch Christian Helbich redigiert wurden und sowohl Themen der Stadtgeschichte Münsters wie der allgemeinen Stadtgeschichtsforschung beinhalten.
Band 11 der Reihe "Westfalen in der Vormoderne"
Thomas Flammer, Werner Freitag, Alwin Hanschmidt (Hg.), Franz von Fürstenberg. Aufklärer und Reformer im Fürstbistum Münster, Münster 2012.
Anlässlich seines 200. Todestages wurde in Münster im September 2010 eine Tagung zu Leben und Wirken des katholischen Aufklärers Franz von Fürstenberg veranstaltet, deren Beiträge nun in Band 11 der Reihe "Westfalen in der Vormoderne" gedruckt vorliegen. Hier steht der Aktionskreis Fürstenbergs in Westfalen im Mittelpunkt, der sich im Kontext seiner Funktion als Minister und Generalvikar auf Finanzen, Justizverwaltung, Militär- und Polizeiwesen sowie vor allem auf die Reformierung des Bildungswesens ausweitete.
Für die Stadt Münster war Fürstenberg u.a. durch seine Teilnahme am Salon der Fürstin von Gallitzin – dem Kreis von Münster – (Beitr. v. Irmgard Niehaus) oder durch die Gründung der Landesuniversität im Jahr 1780 von zentraler Bedeutung. Doch auch seine Bemühungen um die Große Prozession in Münster 1805 werden in einem Aufsatz von Lena Krull beschrieben, die sich in den vergangenen drei Jahren am IStG mit der vergleichenden Erforschung von Stadtprozessionen im 19. Jahrhundert beschäftigt hat. Ein abschließender Beitrag beleuchtet zudem die Spuren, die Franz von Fürstenberg in Münster hinterlassen hat (Beate Sophie Fleck/Mechthild Black-Veldrup).
Aktuelles Publikationsverzeichnis des IStG
Das Gesamtverzeichnis aller seit den 1970er Jahren am IStG erschienenen Publikationen wurde aktualisiert und kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden:
Publikationsverzeichnis des IStG
Freitagskolloquium im Sommersemester 2012
Am 13.04.2012 beginnt das Freitagskolloquium im Sommersemester 2012 mit einem Vortrag von Prof. Dr. Julika Griem aus Darmstadt zum Thema: "Tatort-Konkurrenzen. Städtische Eigenlogik im Modus der Kriminalerzählung", wozu alle Interessierten eingeladen sind.
Das vollständige Programm für das Freitagskolloquium im Sommersemester 2012 können Sie hier einsehen.
Beginn der Vorträge ist jeweils um 15 Uhr c.t.!!!
Forschungsbericht 2011
Der Forschungsbericht des IStG für das Jahr 2011 liegt nun online vor und hier abgerufen werden.
Literaturliste zur Frühjahrstagung 2012 zum Thema "Urbanität"
Für die Frühjahrstagung 2012 des IStG zum Thema "Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern" haben die Mitarbeiter des IStG wieder eine Auswahlliste an Literatur zusammengestellt, die hier als PDF abgerufen werden kann:
Literatur in Auswahl - Urbanität
Die diesjährige Frühjahrstagung findet vom 19. bis 20. März 2012 am IStG in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Martina Stercken (Universität Zürich) und Prof. Dr. Ute Schneider (Universität Duisburg-Essen) statt.
Tagungsband zur Frühjahrstagung 2011 zum Thema "Stadt und Medien" ist erschienen
Der Sammelband zur Frühjahrstagung 2011, die in Zusammenarbeit mit Clemens Zimmermann (Saarbrücken) am IStG veranstaltet worden war, liegt gedruckt vor. In elf Beiträgen werden unterschiedliche Medien in Beziehung zur Stadt auf zeittypische Phänomene untersucht:
Medien vernetzen nicht nur, sondern sie situieren sich selbst auf vielfältige Weise in Orten und verweisen auf diese. Der vorliegende Band widmet sich dem komplexen Wechselverhältnis von "Stadt und Medien". Die Beiträge diskutieren, was es über bestimmte Städte aussagt, wenn sie zu kontinuierlichen Standorten von Medieninstitutionen und -unternehmen werden. Zudem wird die Frage verfolgt, inwiefern sich epochen- und medienspezifische Repräsentationen von Stadträumen unterscheiden und wie diese auf die realen Räume zurückwirken. Das Buch bezieht zeitlich zum ersten Mal auch die Vormoderne ein.
Mit Beiträgen von: Nicole Huber, Carla Meyer, Katrin Minner, Jörg Requate, Rolf Sachsse, Adelheid von Saldern, Axel Schildt, Ute Schneider, Anna Schober, Martin Schreiber und Clemens Zimmermann.
Band 13 der Reihe Westfalen in der Vormoderne (Aschendorff) erschienen
Die Dissertation von Dr. Christian Helbich zum Thema "Pax et Concordia. Erasmische Reformkonzepte, humanistisches Bildungsideal und städtische Kirchenpolitik in Dortmund, Essen und Bielefeld im 16. Jahrhundert" ist erschienen. Dr. Christian Helbich ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des IStG im Projekt "Die deutschen Königspfalzen. Repertorium der Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters", in dem ein Band zu Westfalen erarbeitet wird.
Zum Inhalt des Buches: Unkonfessionelle und religiös indifferente Phänomene waren im konfessionellen Zeitalter nicht unüblich. So wurde etwa in den Vereinigten Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg über mehrere Jahrzehnte hinweg der humanistisch beeinflusste Versuch unternommen, eine eigenständige Reform des Kirchenwesens "zwischen Rom und Wittenberg" umzusetzen. Der Autor untersucht in seiner Studie, inwieweit eine solche landesherrliche Kirchenpolitik auf der einen und humanistische Frömmigkeits- und Bildungsvorstellungen auf der anderen Seite vor Ort in den Städten Dortmund, Essen und Bielefeld rezipiert worden sind. Gefragt wird etwa nach der Rolle der städtischen Schulen und der dortigen Lehrer sowie nach Möglichkeiten und Grenzen von Reformen im kommunalen Kirchen- und Gerichtswesen.
Das Inhaltsverzeichnis der Publikation können Sie hier einsehen.
Band A 84 der Reihe Städteforschung erschienen
Die Dissertation von Ruth Schilling zum Thema: "Stadtrepublik und Selbstbehauptung. Venedig, Bremen, Hamburg und Lübeck im 16. und 17. Jahrhundert" ist nun als Band 84 der Reihe Städteforschung A - Darstellungen erschienen.
Das gewandelte politische Umfeld der Frühen Neuzeit stellte die republikanischen Gemeinwesen in Europa vor neue Herausforderungen. Nach außen mussten sie ihre Gleichrangigkeit mit den adligen und fürstlichen Nachbarn demonstrieren und zugleich im Innern die republikanische Ordnung sichern sowie das Aufkommen dominanter Familien verhindern. Dies führte sowohl im republikanischen Selbstverständnis als auch in der rituellen Selbstdarstellung der Stadtrepubliken zu einem signifikanten Wandel. Die Autorin hat für ihre Untersuchung vier Städte mit einer ausgeprägten und langen Tradition der Selbstbehauptung und Autonomie ausgewählt und analysiert anhand von Text- und Bildquellen erstmals speziell die Konzeptionen von Gruppenbildung, die sich mit Ritualen, Zeremonien und Festen verbanden.
Freitagskolloquium am 27.01.2012 - Vortrag von Rebecca Saskia Knapp
Am kommenden Freitag, den 27.01.2012, wird Rebecca Saskia Knapp aus Bochum ab 16 Uhr c.t. im Rahmen des Freitagskolloqiums über "Feuersicherheit durch Wissen(schaft) – Die Stadt: vom Wissensspeicher zum Transfermedium?" sprechen.
Das Feuer stellt sich der Menschheit seit Urzeiten als ein janusköpfiges Element im Grenzbereich von Natur und Kultur dar. Solange es gezähmt ist, steht es wie kaum etwas anderes für menschliche Entwicklung und technischen Fortschritt. Außer Kontrolle geraten wird Feuer jedoch vom Beförderer der menschlichen Kultur zum Zerstörer aller lebensnotwendigen Grundlagen. Die Feuersicherheit urbaner Räume zu gewährleisten war die Grundlage für eine "sichere Gesellschaft".
Die frühneuzeitlichen Bemühungen um die Produktion von Feuersicherheit schlägt sich zunächst in Form von städtischen Feuerordnungen nieder. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts treten hierzu allerdings vermehrt Spezialwissensbestände einschlägiger handwerklicher Berufsgruppen über die Fertigung von Feuerlöschmaschinen. Dieses technologische Praxiswissen verbleibt zunächst als "Geheimwissen" in den Werkstätten selbst und die Artefakte werden als städische Kuriositäten betrachtet. Erst ein Transfer dieses "tacit knowledge" auf andere Trägerschichten, vornehmlich Gelehrte, führt zu einer intendierten Kommunikation dieser Wissensbestände, etwa durch Maschinenbücher. Auch die einsetzende Verbreitung der Artefakte selbst im 17. Jahrhundert - zunächst in Städten - trägt zu diesem Technologietransfer bei. Im 18. Jahrhundert finden sich innerhalb wissenschaftlicher Akademien Spezialdiskurse zu physikalischen und chemischen Löschmitteln, die auf den ursprünglich handwerklichen Wissensbeständen basieren. Dieser Wechsel der Akteursgruppe und die Verwissenschaftlichung des technischen Brandschutzes nimmt nicht nur Einfluss auf die Popularisierung von Wissen, sondern ebenso auf die Produktion von Feuersicherheit in Städten und Territorien. Ziel des Vortrags ist es, die Prozesse der Transformation von Wissen vorzustellen und ihre Effekte auf praktische Feuersicherheit zu untersuchen.
Programm der Frühjahrstagung 2012
Das Programm der Frühjahrstagung 2012, die am 19. und 20. März unter dem Titel: "Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern" stattfinden wird, liegt nun als PDF vor und kann hier abgerufen werden.
Die Pressenotiz zur Tagung finden Sie hier.
Das IStG möchte auf folgende Tagung hinweisen, die vom 16.-18. Februar 2012 in Fribourg (Schweiz) stattfinden wird:
Die Stadt im Raum – Imaginationen, Interaktionen und Möblierungen
Die Veranstalter Prof. Thomas Lau (Fribourg) und Dr. Karsten Igel (Münster) werden gemeinsam mit Forschern zweier Nationalfondsprojekte und den Mitgliedern des vom IStG und dem Forum Mittelalter der Universität Regensburg initiierten Netzwerks „Junge Städteforschung“ folgende Fragen erörtern: Wie entstehen urbane Räume und in welchem Verhältnis stehen sie zu anderen – sie überwölbenden oder auf sie ausgerichteten - sozial generierten Räumen? Ziel der Tagung ist es zum einen, aktuelle Forschungen zu diesem Themenkomplex zusammenzuführen. Zum anderen sollen der Debatte zur Interdependenz urbaner und supraurbaner Raumimaginationen neue Impulse verliehen werden.
Kontakt: Prof. Thomas Lau - thomas.lau@unifr.ch
Feier zum erfolgreichen Abschluss der Arbeiten am "Dehio Westfalen" in Gelsenkirchen
Am 17. Januar 2012 wurde im Musiktheater im Revier (MiR) Gelsenkirchen feierlich die Publikation "Dehio – Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler" für Westfalen präsentiert. Das Standardwerk für bewahrenswerte Monumente wurde in den vergangenen sechs Jahren in Zusammenarbeit des IStG mit der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Ursula Quednau erstellt und erschien im Dezember 2011 beim Deutschen Kunstverlag. Diese Publikation stellt eine enorme inhaltliche Erweiterung der seit langem vergriffenen letzten Ausgabe des Dehio Westfalen von 1969 dar, indem u.a. bäuerliche und bürgerliche Privatarchitektur, Bauten des Historismus und des 20. Jahrhunderts, Hinterlassenschaften der Industrie sowie Gartendenkmale aufgenommen wurden.
Ein Autorenteam von 13 Wissenschaftlern erforschte Entwicklung und kulturellen Wert von knapp 5000 Objekten und ordnete diese in den kunsthistorischen wie bautypologischen Gesamtzusammenhang ein. Für die entwicklungsgeschichtliche Verortung der Denkmale im Stadtraum schrieben 3 Historikerinnen des IStG rund 260 Stadt- bzw. Ortseinleitungen. Zur Visualisierung der bedeutenden Standorte von Kunstdenkmalen enthält die Publikation einen umfangreichen Kartenanhang, der erstmals in einem "Dehio-Handbuch" farbig gedruckt ist. Dieser entstand zusammen mit den Grundrissen wichtiger Gebäude (insgesamt 96 Karten und Grundrisse) ebenfalls am IStG. 121 Objekte sind im Text mit einem Stern als besonders sehenswerte Monumente gekennzeichnet. Einer von diesen zeichnet auch das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen aus, das in den 1950er Jahren unter der Leitung des Architekten Werner Ruhnau entstanden war und als herausragendes Werk der Nachkriegsmoderne gilt. Hier, im lichtdurchfluteten Foyer unter den großformatigen blauen Reliefs von Yves Klein wurde das Dehio-Handbuch würdig präsentiert. Es sprachen namhafte Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft, wie z.B. Dr. Wolfgang Kirsch (Direktor des LWL), Dieter Gebhard (Vorsitzender der Landschaftsversammlung (LWL), Karl Jasper (Leitender Ministerialrat und stellvertretender Abteilungsleiter für die Abteilung Stadtentwicklung und Denkmalpflege im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW), Prof. Dr. Werner Freitag (Wissenschaftlicher Vorstand des IStG), Jan Nikolaus Viebrock (Schriftführer der Dehio-Vereinigung e.V.) sowie Rudolf Winterstein (Geschäftsführer im Deutschen Kunstverlag). Eine ausführliche inhaltliche Präsentation der Publikation war der wissenschaftlichen Projektleiterin Dr. Ursula Quednau vorbehalten, die besondere Themenkomplexe von neu aufgenommenen Bauwerken vorstellte und neugierig machte auf kulturelle Erkundungen der Region mit dem aktuellen Dehio-Handbuch. Musikalisch umrahmt wurden die Beiträge durch Gesang von Lars Oliver Rühl und Dirk Erdelkamp am Klavier mit Werken von Franz Schubert, Edmund Nick und Richard Strauss.
Eine ausführliche Pressemitteilung des LWL finden Sie unter folgendem Link.
Literaturhinweise für die Vorlesung von Prof. Johanek
Die Teilnehmer der Vorlesung von Prof. Johanek zu dem Thema: "Epochen der Papstgeschichte im Mittelalter" können ab sofort auf der Mitarbeiterseite von Prof. Johanek eine Informationsliste mit einschlägiger Literatur abrufen.
Die PDF mit Literaturnachweisen zur Vorlesung können Sie zudem hier einsehen.
Vortrag im Freitagskolloquium am 13.1.2012
Den ersten Vortrag des Freitagskolloquiums im neuen Jahr wird am 13.1.2012 um 16 Uhr c.t. Dr. Sven Rabeler aus Kiel halten. Er beschäftigt sich mit dem Thema: "Stadtgemeinden und Stadtherren. Städtische Führungsgruppen und welfische Herzöge im 12. und 13. Jahrhundert".
Vorgestellt wird ein Forschungsprojekt, das sich am Beispiel der welfischen Städte im 12. und 13. Jahrhundert mit der Beziehungsgeschichte zwischen städtischen Gemeinden und fürstlicher Herrschaft als vielfach miteinander verbundenen und vernetzten politisch-sozialen Systemen befasst. Im Mittelpunkt stehen Kommunikation und Interaktion zwischen den beteiligten Akteuren (Herzögen, Ratsherren, herrschaftlichen Funktionsträgern, Adligen, Ministerialen und geistlichen Gemeinschaften), wobei die städtischen Führungsgruppen in ihrer Genese, ihren Soziabilitäten und ihren Handlungsmöglichkeiten zwischen Herrschaft und Gemeinde besondere Berücksichtigung erfahren.
Neue Gastwissenschaftlerin am IStG
Ab 11. Januar 2012 wird Frau Dr. Olga Kozubska-Andrusiv von der Ukrainischen Katholischen Universität (Lviv) als Gastwissenschaftlerin am IStG im Rahmen eines Stipendiums der A. v. Humboldt-Stiftung zum Thema: "Establishing Social Order in Multi-Religious Urban Centres of Eastern Europe (Fifteenth – Seventeenth centuries)" forschen.
Auswahlliste: Neuerscheinungen zur Städteforschung 2010/11
Am IStG wird in regelmäßigen Abständen eine Publikationsliste mit Neuerscheinungen zur vergleichenden Städteforschung herausgegeben. Aktuell liegt dieses bibliographische Angebot mit zahlreichen Titeln aus unterschiedlichen Fachrichtungen der Jahre 2010/11 vor, die sich im engeren und weiteren Sinne mit dem Thema "Stadt" beschäftigen und interdisziplinäre wie vergleichende Stadtgeschichtsforschung ermöglichen.
Die PDF mit den Neuerscheinungen 2010/11 können Sie hier einsehen.
Programm Frühjahrstagung 2012
Das Programm für die Frühjahrstagung 2012 ist nun auf der Homepage des IStG unter Veranstaltungen/Frühjahrstagung abrufbar. Eine Druckversion wird in Kürze folgen.
Die Frühjahrstagung 2012 findet vom 19.-20. März kommenden Jahres unter dem Titel: "Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern" statt.
Öffnungszeiten der Bibliothek zu Weihnachten
Am Freitag, den 23.12.2011 hat die Bibliothek des IStG von 9.00 - 13.00 Uhr geöffnet.
Von Dienstag, 27.12.2011, bis einschließlich Dienstag, 03.01.2012, ist die Institutsbibliothek geschlossen! Bücherleihen sind in dieser Zeit möglich!
Vortrag im Freitagskolloquium am 16.12.2011
Im Rahmen des Freitagskolloquiums wird Dr. Marc von der Höh (Bochum) am 16.12.2011 ab 16 Uhr c.t. zum Thema: "Politische Verwandtschaft. Die Kölner Ratsgeschlechter im 14. Jahrhundert" referieren.
Bis 1396 wurde Köln von Familienverbänden beherrscht, die sich selbst als "Geschlechter" bezeichneten. Wenngleich sich die Forschung seit Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder mit der Geschichte dieser Geschlechter beschäftigt hat, ist die Frage nach der verwandtschaftlichen Struktur
dieser Gruppen sowie allgemein nach der politischen Relevanz von Verwandtschaft im hoch- und spätmittelalterlichen Köln bislang nicht beantwortet. Auf der Grundlage des für die Geschichte der Verwandtschaft besonders geeigneten Kölner Materials wird der Vortrag einige Thesen der
älteren Stadtgeschichtsforschung kritisch in den Blick nehmen und Ansätze zu einer Neubewertung des Verhältnisses von Verwandtschaft und Politik in der spätmittelalterlichen Stadt präsentieren.
Neuerscheinungen in der "Reihe Städteforschung"
Im vergangenen Monat sind die Bände A 82 und A 83 der "Reihe Städteforschung" erschienen, die die wissenschaftlichen Vorträge der Frühjahrstagungen zu den Themen "Pfarre in der Stadt" sowie "Stadt und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit" bündeln. Im Folgenden finden Sie eine kurze Beschreibung und das Inhaltsverzeichnis:
Die Pfarre in der Stadt. Siedlungskern – Bürgerkirche – Urbanes Zentrum
Der Zusammenhang von "Stadt und Pfarre" stellt in der historischen Forschung zur Vormoderne einen beliebten Untersuchungsgegenstand dar, während in modernen Stadtgeschichten der Fokus bislang seltener auf die Pfarre gelenkt worden ist. Erst allmählich wird die zentrale Meistererzählung von der zunehmenden Entkirchlichung in der Stadtgeschichtsforschung der Neuzeit modifiziert. Unumstritten aber bleibt, dass sich in der Moderne kirchliche Organisations- und Verwaltungsstrukturen sowie das Erscheinungsbild der Kirchengebäude in der Stadt verändert haben. Die Autoren dieses Bandes analysieren die wechselseitigen Beziehungen von Stadt und Pfarre mit Blick auf stadtbildprägende Elemente des kirchlichen Lebens und die Handlungsspielräume der Akteure.
Pfarre in der Stadt. Siedlungskern - Bürgerkirche - Urbanes Zentrum, hg. von Werner Freitag, Köln - Weimar - Wien: Böhlau 2011.
XVIII, 269 S., zahlr. Abb.
Freitagskolloquium am 02.12.2011
Am 02.12.2011 wird Dr. Miha KOSI (Ljubljana) ab 16 Uhr c.t. im Freitagskolloquium des IStG über "Stadtgründung und Stadtwerdung. Frühstädtische Entwicklung im Südosten des Reiches bis zum 13. Jahrhundert" sprechen.
Das heutige Slowenien umfasst das Territorium der ehemaligen spätmittelalterlichen Reichsgebiete Krain, Görz, südliche Teile der Steiermark und Kärntens sowie einen kleinen Grenzstreifen des Königreichs Ungarn. Im 12. und 13. Jahrhundert entfaltete sich hier ein lebendiger Urbanisierungsprozess und es entstanden einige Dutzend neuer städtischer Siedlungen (Städte und Märkte). Die Stadtherren und Förderer dieses Prozesses waren in erster Linie wichtige Reichsfürsten, die vor Ort begütert waren: die Andechs-Meranier, Babenberger, Spanheimer, Görzer sowie geistliche Fürsten, wie die Salzburger Erzbischöfe, die Patriarchen von Aquileja sowie die Bischöfe von Freising, Brixen und Bamberg. Die verschiedenen Typen der frühen Stadtentwicklung waren sehr vielfältig. Sie reichten von der reinen Neugründung einer Stadt "auf der grünen Wiese" über solche, bei denen eine neue urbane Siedlung neben einem alten Zentralort gegründet wurde, bis hin zu jenen seltenen Fällen, bei denen eine alte "vorurbane" Siedlung in einem längeren Prozess auf demselben Areal umstrukturiert und urbanisiert wurde. Insgesamt entstanden somit bis zum Ende des 15. Jahrhunderts im betrachteten Raum 78 urbane Siedlungen.
Forum "Billerbecker Stadtgeschichte(n)" am 24.11.2011
Am Donnerstag, den 24.11.2011 findet ab 19.30 Uhr im Kulturzentrum "Alte Landwirtschaftsschule" Billerbeck ein besonderer Vortragsabend aus der Reihe "Billerbecker Stadtgeschichte(n)" statt. Unter dem Motto "Billerbeck festgehalten: Ein Film- und Fotoabend zu Billerbecks Vergangenheit" wird Dörthe Gruttmann ausgewähltes historisches Bildmaterial von der Domstadt präsentieren. Anschließend können und sollen Fotobeiträge der Billerbecker Bürger mit ortsbezogenen, historisch relevanten Themen besprochen werden, die einen Platz in der "Stadtgeschichte Billerbeck" verdienen.
Dieser Abend dient also einmal der Präsentation kurzer Filmausschnitte über lokale Ereignisse oder Stadtansichten aus dem 20. Jahrhundert. Verbunden damit ist ein Aufruf an die Einwohner Billerbecks, eigene Fotos und Filme zu bestimmten Themengebieten mitzubringen. Speziell gesucht werden jegliche Fotographien aus dem 19. Jahrhundert sowie von Institutionen/Gebäuden, die nicht mehr existieren (z.B. Union-Theater, Sternburg, Wirtshäuser, Fabriken), von ehemaligen Vorstehern der Gemeinde- u. Amtsvertretungen und von Geistlichen, von Jubiläen und besonderen Anlässen (z.B. Ludgerusjubiläen, Bahnhofseröffnung 1908). Auch privat gedrehte Filme über Jubiläen oder für die Stadt besondere Ereignisse sind nachgefragt.
Freitagskolloquium am 18.11.2011
Am 18. November wird Claudia Esch (Bamberg) ab 16 Uhr c.t. im Freitagskolloquium des IStG einen Vortrag halten zum Thema: "Wenn eine Stadt (zu) viele Herren hat – Stadtgericht und Immunitäten im mittelalterlichen Bamberg".
Die mittelalterliche Stadt Bamberg ist durch das Neben- und Miteinander von Stadtgemeinde und Immunitätsgemeinden geprägt. Im Vortrag soll die Existenz räumlich eng verzahnter, rechtlich jedoch getrennter Gebiete nicht primär als hemmender Faktor für die Stadtentwicklung betrachtet werden, sondern vielmehr als Chance, die sich ergebenden Handlungsspielräume im komplexen Machtgefüge der Stadt zu untersuchen.
Neuerscheinungen in der "Reihe Städteforschung"
Stadt und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit"Öffentlichkeit" ist einer der zentralen neuzeitlichen Grundbegriffe, dessen Entstehung, Ausprägungen und Wandlungen die Geschichtswissenschaft seit einiger Zeit intensiv beschäftigt. Die Rolle der Stadt ist bislang in diesem Zusammenhang wenig gewürdigt worden. Der vorliegende Band möchte die moderne Stadtgeschichtsforschung an dieses Forschungsfeld heranführen. Seine Autorinnen und Autoren beschäftigen sich mit den Funktionen öffentlicher Orte, z. B. von Wirts- und Kaffeehäusern, und sie untersuchen die Medien und Träger der Öffentlichkeit. Dabei fragen sie nach dem spezifischen Charakter städtischer Öffentlichkeit und nach deren Beitrag für einen möglichen "Strukturwandel", wie er vor rund fünfzig Jahren von Jürgen Habermas postuliert wurde.
Stadt und Öffentlichkeit in der Frühen Neuzeit, hg. von Gerd Schwerhoff, Köln - Weimar - Wien: Böhlau 2011.
X, 219 S., 18 Abb.
Freitagskolloquium am 04.11.2011
Am kommenden Freitag, den 04.11.2011 um 16 Uhr wird Hermann Großevollmer aus Bad Driburg im Freitagskolloquium des IStG referieren zum Thema: "Dichtung als Quelle für Stadtgeschichtsschreibung – Lippstadt im Lippiflorium".
Die lateinische Versvita des lippischen Edelherrn Bernhard II., Lippiflorium genannt und unter der Autorschaft eines in Urkunden des 13. Jahrhunderts erwähnten Magister Justinus überliefert, ist Dreh- und Angelpunkt unterschiedlicher Auffassungen über die Frühgeschichte Lippstadts. Sie gilt bis dato als mittelalterliche und damit älteste selbstständige Geschichtsschreibung zum Haus Lippe und wird wie ein Steinbruch passagenweise als authentische zeitgenössische Geschichtsquelle ausgewertet. Erst neuerdings ziehen Geschichtswissenschaftler seine Glaubwürdigkeit aufgrund überwiegend textexterner Beobachtungen in Zweifel. Eine textimmanente Interpretation gab es hingegen bisher noch nicht. Hier nun setzt der Referent an. Ausgangspunkt seiner Untersuchung ist die Frage nach der „Gebrauchssituation“ der Lippiflorium-Überlieferung.
Kurs von Dr. K. Goda - ab 15. Nov. geänderter Veranstaltungsort!
ACHTUNG!!!!: Ab 15. November (12-14 Uhr) findet der Kurs von Dr. K. Goda: "Adventus, Extroitus and Processio: Ceremonial Culture in Late Medieval Western and Central Europe" im Seminarraum des IStG statt und nicht mehr wie bislang im S2!
Vorlesung von Prof. Johanek - geänderter Veranstaltungsort!
ACHTUNG!!!!: Die Vorlesung von Prof. Johanek im Wintersemester 2011/12 zum Thema "Epochen der Papstgeschichte im Mittelalter" findet ab 28.10.2011 von 10-12 Uhr im S1 statt!
Forum Billerbecker Stadtgeschichte(n) Nächster Vortrag am 20.10.2011 von Christoph Spannhoff
Unter dem Titel "Leben ohne die Toten. Die Konflikte um die Billerbecker Begräbnisplatzverlegung Anfang des 19. Jahrhunderts." wird Christoph Spannhoff am kommenden Donnerstag, den 20.10.2011, um 19.30 Uhr im Kulturzentrum "Alte Landwirtschaftsschule", Darfelder Str. 10 in Billerbeck das Forum "Billerbecker Stadtgeschichte(n)" fortsetzen.
Die Verlegung der Begräbnisplätze auch aus den ländlichen Ortschaften und Städten des Münsterlandes war die zentrale Forderung, die einem seit der Mitte des 18. Jahrhunderts verstärkt auftretenden aufgeklärten Diskurs folgte. Danach sollten aus gesundheitspolizeilichen Gründen die Verstorbenen nicht länger in bewohnten Gebieten bestattet werden. Doch die Umsetzung in die Praxis stellte sich oftmals schwierig dar, weil die aufgeklärten Vorstellungen von Hygiene sich nicht mit den Interessen der ansässigen Bevölkerung vertrugen. Im Vortrag sollen am konkreten Beispiel Billerbecks die Ursachen, die gesellschaftlichen Konflikte und die Folgen der Begräbnisplatzverlegung für das Ortsbild erläutert werden.
Lehrangebot der WWU zu Themen vergleichender Städteforschung
Neben den Lehrveranstaltungen, die im WS 2011/12 am IStG angeboten werden, finden an der Westfälischen Wilhelms-Universität zahlreiche Seminare und Vorlesungen anderer Institute zu verschiedenen Themen der Städteforschung statt. Eine Auswahl wurde von den Mitarbeitern des IStG zusammengestellt.
Programm für das Freitagskolloquium WS 2011/12
Das Programm für das Freitagskolloquium im Wintersemester 2011/12 liegt nun online vor. Den ersten Vortrag in diesem Semester hält Michael Zirbel am 21.10. um 16 Uhr (!!!) über städtebauliche Leitbilder 1945-1969 am Beispiel der Stadt Gütersloh.
Das vollständige Programm des Freitagskolloquiums WS 2011/12 können Sie hier abrufen.
Forum "Billerbecker Stadtgeschichten" Nächster Vortrag am 29.09.2011 von Dr. Ilisch: "Adelshäuser in der Frühen Neuzeit"
Am kommenden Donnerstag, den 29. September 2011, berichtet Dr. Peter Ilisch im Rahmen des Forums "Billerbecker Stadtgeschichte(n)" über die beiden konkurrierenden Billerbecker Adelshäuser Kolvenburg und Haus Hamern. Der Vortrag mit dem Titel "Adelshäuser in der Frühen Neuzeit" beginnt um 19:30 Uhr im Kulturzentrum "Alte Landwirtsschaftschule" in Billerbeck.
Am Institut für vergleichende Städtegeschichte (IStG) wird bis Ende 2012 unter der Leitung von Prof. Dr. Werner Freitag eine neue Stadtgeschichte Billerbecks erstellt. Möglich gemacht wird dies durch die großzügige Unterstützung von Wolfgang Suwelack. Das Forum "Billerbecker Stadtgeschichte(n)", welches nun bereits zum vierten Mal stattfindet, dient einerseits der Präsentation der Forschungsergebnisse vor Ort. Andererseits eröffnet diese Veranstaltung den Billerbecker Bürgern die Möglichkeit, Anregungen, Hinweise und Ergänzungen zu formulieren.
Gastwissenschaftlerin: Dr. Anda-Lucia Spânu forscht am IStG
Vom 1.-31. Oktober wird die rumänische Historikerin Dr. Anda-Lucia Spânu (Humanities Research Institute of Sibiu/Hermannstadt) am IStG zum Thema "Peculiarities of Historical Images of Cities from Romania in the European Context" forschen.
Tagungsbericht "Stadt und Medien" in IMS erschienen
Der Tagungsbericht von Susanne Dengel und Lena Krull zum 41. Frühjahrskolloquium des IStG zum Thema "Stadt und Medien" ist in Heft 1/2011 der Informationen zur modernen Stadtgeschichte (IMS) erschienen. Die Reihe wird beim Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin publiziert.
IV. Interdisziplinäre Sommerakademie: Europäischer Adel zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit
Vom 29.08.2011 bis 02.09.2011 findet am IStG die IV. Interdisziplinäre Sommerakademie der Universität Münster zum Thema: "Europäischer Adel zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit" statt. Unter der Leitung von Dr. Martina Winkler (Münster) und Prof. Dr. Christoph Dartmann (Münster/Rostock) werden Historiker eine Woche zu verschiedenen Aspekten der Adelsforschung mit regionalen Schwerpunkten auf Westfalen, Polen, Italien, dem Heiligen Römischen Reich sowie dem Großfürstentum Moskau referieren und diskutieren.
Das Programm zur Tagung können Sie hier einsehen.
Stellenausschreibung am IStG: techn./wiss. Volontariat
Zum 1. Oktober 2011 ist am IStG die Stelle für ein techn./wiss. Volontariat zu besetzen, durch das die Arbeiten am Portal Staedtegeschichte.de des IStG unterstützt und begleitet werden sollen. Die vollständige Stellenausschreibung können Sie hier einsehen.
Freitagskolloquium am 15. Juli: Vortrag von Constanze Sieger - Billerbeck wird "Ludgerusstadt"
Am Freitag, den 15.7.2011, wird Constanze Sieger ihr Dissertationsprojekt vorstellen, das sie parallel zu der am IStG entstehenden "Stadtgeschichte Billerbeck" verfasst. Unter dem Titel: "Billerbeck wird "Ludgerusstadt“. Zentralitätsbestrebungen einer katholischen Kleinstadt im 19. Jahrhundert" spricht sie ab 15 Uhr c.t. im Sitzungszimmer des IStG.
Der Vortrag thematisiert den Einfluss von städtischem Selbstverständnis und Etablierung als Wallfahrtsort auf die Entwicklung der katholischen Kleinstadt Billerbeck im 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht der methodische Ansatz des Dissertationsprojektes, der die aktive Aneignung, Gestaltung und Herstellung des städtischen Raumes durch die Bewohner beschreiben wird.
Tagungsbericht der Frühjahrstagung 2011
Der Tagungsbericht zur Frühjahrstagung 2011, die am 4. und 5. April zum Thema "Stadt und Medien" durch das IStG in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte der Universität des Saarlandes veranstaltet worden ist, liegt nun vor und kann hier eingesehen werden.
Freitagskolloquium am 1. Juli: Vortrag von Simone Würz, M.A. über Augsburger Baumeisterbücher im späten Mittelalter
Am Freitag, den 1. Juli um 15 Uhr ct. wird Simone Würz aus Mainz im Freitagskolloquium über "Die Augsburger Baumeisterbücher im späten Mittelalter - Edition und Auswertungsperspektiven" referieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach dem städtischen Leben, das sich in diesen historisch wertvollen Quellen spiegelt, sowie nach Möglichkeiten, den reichen und nahezu lückenlosen Bestand des Stadtarchivs Augsburg in einer Online-Edition für weitere Forschungen zugänglich zu machen.
Forschungsbericht 2010 des IStG in neuem Layout erschienen
Der Forschungsbericht 2010 des IStG ist aktuell in neuem Layout erschienen und kann hier eingesehen werden.
Präsentation der Stadtmappe Borgholz/Borgentreich aus dem Westfälischen Städteatlas
Am Samstag, den 18. Juni 2011, wird in Borgholz die Stadtmappe Borgholz/Borgentreich aus der X. Lieferung des Westfälischen Städteatlas präsentiert. Es sprechen: der Bürgermeister Bernhard Temme (Begrüßung), der Vorsitzende der Historischen Kommission für Westfalen Prof. Dr. Wilfried Reininghaus über "Aufgaben, Ziele und Perspektiven des Westfälischen Städteatlas" sowie der Autor der Stadtmappe Dr. Otfried Ellger über "Borgholz — Stadt und Umland im Westfälischen Städteatlas". Die Präsentation findet um 11 Uhr in der Synagoge Borgholz (Kleine Straße 8) statt.
Die Einladung zur Präsentation können Sie hier einsehen.
Instituts-OPAC
Die Bestände der Bibliothek des IStG sind ab sofort in neuer Form über einen Instituts-OPAC erschlossen und können hier abgerufen werden.
Vortrag: Wallfahrten und Marienverehrung in Westfalen
Am Donnerstag, den 9.6.2011, hält Prof. Dr. Werner Freitag im Rahmen der Reihe "1000 Jahre Stift Berg" des Vereins für Herforder Geschichte einen Vortrag über Wallfahrten und Marienverehrung in Westfalen in Spätmittelalter und Neuzeit. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr in der St. Marienkirche Stift Berg in Herford.
Prof. J. Miller (Olmütz) am 10.6.2011 im Freitagskolloquium
Am kommenden Freitag, den 10.6. um 15 Uhr c.t., wird Prof. Dr. Jaroslav Miller (Olmütz) im Rahmen des Freitagskolloquiums zu Problemen vergleichender Städtegeschichte einen Vortrag halten mit dem Titel: "In Each Town I Find a Triple Harmony: Idealizing City and the Language of Community in Early Modern (East) Central European Urban Historiography".
Gastwissenschaftler Zsolt Simon forscht am IStG
Vom 1.6.-31.7.2011 forscht Zsolt Simon (Postdoc) vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa an der Universität Oldenburg (Romanian Academy) am IStG zum Thema: "The finances of the Transylvanian Saxon towns in the late Middle Ages".
Forum Billerbecker Stadtgeschichte(n): Nächster Vortrag am 26.5.2011 über Facetten kulturellen Lebens in Billerbeck nach 1945
Am Donnerstag, den 26.5.2011 wird das in Kooperation mit der VHS Coesfeld initiierte Forum "Billerbecker Stadtgeschichte(n)" fortgeführt. Um 19.30 Uhr werden Dörthe Gruttmann und Frank Scheele - im Billerbecker Rathaussaal!!! - Vorträge halten zum Thema: Kultur und Kleinstadt. Facetten kulturellen Lebens in Billerbeck nach 1945.
Die Widerbelebung von Freizeitmöglichkeiten nach dem zweiten Weltkrieg war vielfach dem Engagement einzelner Personen oder Personengruppen zu verdanken. Jedoch spielte die Stadt und mit ihr die städtische Elite eine wichtige Rolle im Bereich des Vereinssports (DJK) sowie kultureller Einrichtungen (Kino, Freilichtbühne). Aufzuzeigen ist dies, wenn es z.B. um Teilnahme, Organisation, Subvention, Verwaltung oder auch Vermarktung ging. Daher wird nicht nur die Geschichte und Entwicklung einzelner Kulturinstitutionen und Sportbereiche erläutert, sondern gerade auch deren Vernetzung mit und Bedeutung für die Kleinstadt hervorgehoben werden.
Beginn des Freitagskolloquiums im Sommersemester 2011
Am Freitag, den 13.5. um 15 Uhr c.t., beginnt für das Sommersemester 2011 das Freitagskolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte am IStG mit einem Vortrag von Prof. Dr. Zdzisław Noga aus Krakau über "Fronleichnams- und Heiligenprozessionen in Krakau 14.–18. Jahrhundert". Mitveranstalter ist das Projekt B4 "Segen für die Mächtigen" des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der WWU.
Die Ankündigung des Kolloquiums durch die Pressestelle der WWU können Sie hier einsehen.
Forschungen zu RECHTSSTADTGRÜNDUNGEN IM MITTELALTERLICHEN POLEN erstmals in deutscher Sprache publiziert
Mit dem 81. Band der "Reihe Städteforschung", der in Zusammenarbeit mit dem DHI Warschau entstanden ist, bietet das IStG zentrale Beiträge zur polnischen Stadtgeschichtsforschung erstmals in deutscher Sprache an. Die Publikation enthält 16 Aufsätze polnischer Wissenschaftler, die vornehmlich zwischen 2002 und 2008 erschienen sind und einen Blick auf den Prozess der Rechtsstadtbildung im Kontext des hochmittelalterlichen Landesausbaus in Polen bietet. In diesen Aufsätzen werden verschiedene "Lokationen", also zeittypische Handels- und Gewerbezentren beispielsweise von Breslau, Krakau, Posen oder Liegnitz, aus historischer, archäologischer, kunstwissenschaftlicher und geographischer Perspektive besprochen und in die kontroversen Debatten des vergangenen Jahrhunderts eingeordnet. Diese sind nun mit neuem methodischen Zugriff für deutschsprachige Forscher zugänglich und bieten eine wesentliche Grundlage für weitere überregional vergleichende Arbeiten auf dem Gebiet der Städtegeschichte. Zahlreiche Karten ergänzen das Material und visualisieren verschiedene Entwicklungsstufen im jeweiligen Stadtbildungsprozess im Hinblick auf topographische, rechtliche oder soziale Aspekte.
Forum Billerbecker Stadtgeschichte(n): Nächster Vortrag am 28.4.2011 über das Vereinswesen in Billerbeck
Am Donnerstag, den 28.4.2011 wird das in Kooperation mit der VHS Coesfeld initiierte Forum "Billerbecker Stadtgeschichte(n)" fortgeführt. Um 19.30 Uhr hält Ria Hänisch (IStG) in der "Alten Landwirtschaftsschule" in Billerbeck (Darfelder Str. 10) einen Vortrag zum Thema: Lokale Vereine in Billerbeck – Billerbecker Vereine in Lokalen. Geselligkeiten in der Kleinstadt Billerbeck um 1900.
In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Billerbeck ein reges Vereinsleben, das sowohl frühneuzeitliche Traditionen der katholischen Schützenbruderschaften fortführte als auch neue, v. a. der Geselligkeit gewidmete Vereine ins Leben rief. Um den Vereinen, wie der Theatergesellschaft "Fidelio", Raum für ihre (Fest-) Veranstaltungen zu bieten, stellten die Wirte der Kleinstadt ihre Schankstuben zur Verfügung und waren häufig selbst Initiatoren von Vereinsaktivitäten. Das Ineinandergreifen der Entwicklungen von Vereinswesen und Gasthausgewerbe wird Inhalt dieses Vortrages sein, wozu alle Interessierten eingeladen sind.
Programm für das Freitagskolloquium SS 2011 liegt vor
Das aktuelle Programm für das Freitagskolloquium SS 2011 liegt online vor und kann hier als PDF abgerufen werden.
ACHTUNG: geänderter Veranstaltungsort! - Öffentlicher Abendvortrag im Schloss!!!
Der öffentliche Abendvortrag im Rahmen des Frühjahrskolloquiums zum Thema "Vielfältige Modernen - Stadtgeschichte im 20. Jahrundert" von Prof. Dr. Clemens Zimmermann findet heute abend um 20 Uhr nicht wie ursprünglich geplant im Fürstenberghaus am Domplatz, sondern im Schloss, Hörsaal S8, Schlossplatz 2, statt.
Neues bibliographisches Angebot des IStG: Thematische Auswahlbibliographie
Das Institut für vergleichende Städtegeschichte legt als neues Angebot im Bereich Bibliographie eine Literaturliste in Auswahl zum Thema "Stadt und Medien" vor. Dieser Wissenschaftsservice ergänzt aktuell die am 4. und 5. April 2011 stattfindende Frühjahrstagung und wird zukünftig in regelmäßigen Abständen zu weiteren ausgewählten Themen der vergleichenden Städteforschung herausgegeben.
Die Literatur in Auswahl zum Thema "Stadt und Medien" können Sie hier einsehen.
41. Frühjahrskolloquiums des IStG am 4. und 5. April 2011
Am 4. und 5. April 2011 findet am IStG das 41. Frühjahrskolloquium für vergleichende Städtegeschichte statt, das in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Kultur- und Mediengeschichte der Universität des Saarlandes unter dem Titel: "Stadt und Medien. Stadt als Raum der Medieninstitutionen - Medialität des Urbanen" veranstaltet wird.
Das IStG läd alle Interessierten zum öffentlichen Abendvortrag am 4. April um 20 Uhr in den Hörsaal S8 im Schloss (Schlossplatz 2) ein. Hier wird Prof. Dr. Clemens Zimmermann (Saarbrücken) über "Vielfältige Modernen - Stadtgeschichte im 20. Jahrundert" sprechen.
Das Programm zur Tagung können Sie hier einsehen.
Die Pressenotiz zur Tagungsankündigung finden Sie hier.
"Forum Billerbecker Stadtgeschichte(n)" am 24. März 2011: Vortrag "Billerbeck wird Ludgerusstadt" und Präsentation einer bisher unbekannten Filmsequenz zum Kriegsende in Billerbeck
Am Donnerstag, den 24. März 2011, wird das vom IStG veranstaltete "Forum Billerbecker Stadtgeschichte(n)" mit einem Vortrag von Constanze Sieger mit dem Titel "Billerbeck wird Ludgerusstadt. Der Aufstieg zum Wallfahrtsort im Zusammenhang von Stadtentwicklung und Bistumspolitik" fortgeführt.
Im Anschluss an den Vortrag wird Dörthe Gruttmann M.A. einen kurzen Filmausschnitt vorstellen, der den Einmarsch alliierter Soldaten in Billerbeck am 30. März 1945 dokumentiert. Diese von einem britischen Soldaten gefilmte Sequenz schlummerte bis vor kurzem unbemerkt in einem Londoner Museumsarchiv und wird an diesem Abend zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.
Die in Kooperation mit der VHS Coesfeld organisierte Vortragsreihe findet jeweils um 19.30 Uhr im Kulturzentrum "Alte Landwirtschaftsschule" in Billerbeck statt und dient dem wissenschaftlichen Austausch in Vorbereitung auf die "Stadtgeschichte Billerbeck", die derzeit am IStG erarbeitet wird.
Präsentation der Stadtmappe "Preußisch Oldendorf" aus der XI. Lieferung des Westfälischen Städteatlas am 19. März 2011
Am 19.3.2011 wird im Haus des Gastes (Hudenbeck 2) in Preußisch Oldendorf die Stadtmappe "Preußisch Oldendorf" aus der XI. Lieferung des Westfälischen Städteatlas vorgestellt. Ab 11 Uhr sprechen der Bürgermeister Jost Egen (Begrüßung), der wissenschaftliche Leiter des IStG Prof. Dr. Werner Freitag über Aufgaben, Ziele und Perspektiven des Atlasprojektes sowie der Autor der Stadtmappe Dieter Besserer über die Entwicklung des Ortes von der Bauerschaft zur Akzisestadt.
Der Westfälische Städteatlas wird von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Cornelia Kneppe und Mechthild Siekmann beim GSV Städteatlas Verlag (Altenbeken) herausgegeben. Am 19.3.2011 besteht die Möglichkeit, die Stadtmappe "Preußisch Oldendorf" vergünstigt zu erwerben.
Das Programm zur Präsentation der Stadtmappe "Preußisch Oldendorf" können Sie hier einsehen.
GRUNDLAGENWERK ZUR BÖHMISCHEN STADTGESCHICHTE ERSTMALS IN DEUTSCHER SPRACHE - Band 78 der Reihe Städteforschung A -
Unter dem Titel "Die Mittelalterlichen Städte in den Böhmischen Ländern" liegt nun das von Jiří Kejř 1998 zunächst in tschechischer Sprache publizierte Werk erstmals in deutscher Übersetzung vor. Die vergleichend angelegte Arbeit behandelt die Gründung und Verfassung der böhmischen Städte im Mittelalter vor der Folie der westeuropäischen Städtegenese. Die nun vorliegende Übersetzung des Buches sichert die Rezeption der Thesen Kejřs auch im deutschsprachigen Forschungsraum. Jiří Kejř, der als Rechtshistoriker an den Universitäten Olmütz und Brünn lehrte, betrachtet hier insbesondere die Terminologie verschiedener städtischer Siedlungsformen bzw. deren Bewohner und beschreibt die Entwicklung städtischer Institutionen ─ wie Verwaltung, Gericht und Markt ─ im Zusammenhang mit den hier wirkenden Akteuren des aufstrebenden Bürgertums.
Die am IStG redigierte Übersetzung des Werkes durch Hildegard Boková und Václav Bok wurde durch Unterstützung der Westfälischen Wilhelms-Universität und des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds ermöglicht.
Langjähriger Mitarbeiter des IStG geht in den Ruhestand
Der Kartograph Dieter Overhageböck, der die Entwicklung des IStG von Beginn an begleitet und seit über 40 Jahren die Projekte des Deutschen (Historischen) Städteatlas erarbeitet hat, geht Ende Februar in den Ruhestand. Er pflegte die kartographische Grundlagenarbeit des IStG von der ersten Lieferung des Deutschen Städteatlas (u.a. Dortmund, 1973 erschienen) bis zur aktuellen Version einer Atlasmappe des Deutschen Historischen Städteatlas, die mit umfangreichen Kartenwerken zur Stadt Braunschweig auch in digitaler Form erscheinen wird.
Das IStG verabschiedet einen wichtigen und geschätzten Mitarbeiter, dem großer Dank gilt.
"Wiener Preis für Stadtgeschichtsforschung" ausgeschrieben
Der im vergangenen Jahr zu Ehren von Prof. Ferdinand Opll ins Leben gerufene "Wiener Preis für Stadtgeschichtsforschung" wird 2011 erstmals durch den Österreichischen Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung vergeben. Für den mit 5.000 Euro dotierten Preis können bis zum 31. März 2011 wissenschaftliche Publikationen der Jahre 2008-11 zu Themen der vergleichenden Stadtgeschichtsforschung eingereicht werden. Weitere Informationen zu den Bewerbungsmodalitäten finden Sie hier.
STELLENAUSSCHREIBUNG - stud. Hilfskraft (EDV)
Am IStG ist zum 1. März 2011 die Stelle für eine studentische Hilfskraft (EDV) zu besetzen. Genauere Informationen finden Sie in der folgenden PDF-Datei.
DFG bewillig Internet-Portal zur Städtegeschichte
Vier Jahrzehnte Kompetenz gebündelt. Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt Internet-Portal für vergleichende Stadtgeschichtsforschung
Das IStG wird in den kommenden zwei Jahren ein interdisziplinäres und epochenübergreifendes Internet-Themenportal für die vergleichende Stadtgeschichts-forschung aufbauen. Die positive Begutachtung der DFG bestärkt das Alleinstellungsmerkmal des IStG als Kompetenzzentrum auf dem Gebiet der deutschen Stadtgeschichtsforschung. Die vier Säulen des Portals sind fachwissenschaftlich-ortsgeschichtliche Überblicke, interaktive historisch-topographische Karten (s. Abb.), eine laufend aktualisierte Bibliographie sowie eine Informationsplattform zur wissenschaftlichen Kommunikation und Information. Damit werden die in vier Jahrzehnten erarbeiteten Forschungsergebnisse und Materialressourcen des Instituts gebündelt und vernetzt. Zugleich werden diese ergänzt durch neu zu erarbeitende Strukturen und Inhalte, die vor allem im Bereich der digitalen Kartographie sowie in der Bereitstellung von fachwissenschaftlichen Überblicksartikeln liegen. Der innovative Zugriff erfolgt über themenbezogene Verbreitungskarten.
Das Portal bietet dem IStG somit die Möglichkeit, den durch die international genutzte Schwerpunktbibliothek, durch Tagungen und Publikationen grundgelegten Wissenschaftstransfer weiter zu intensivieren und neue Impulse zu setzen.
Die aktuelle Pressemitteilung der Universität Münster zum von der DFG bewilligten Internet-Themenportal des IStG finden Sie hier.
Raumänderung: Übung Dr. Igel
Die Übung von Dr. Karsten Igel (Quellenlektüre, Mittwoch 14-16 Uhr) wird am 02.02.2011 nicht im Sitzungszimmer des IStG, sondern im F-Haus, Raum F 104 stattfinden.
