Forschungen am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ im Video
In der Videoreihe „Forschungen am Exzellenzcluster ‚Religion und Politik‘“ sprechen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über ihre Arbeit am Exzellenzcluster „Religion und Politik“.
„Auftraggeber, Kopisten, Besitzer und Leser prägten die Übersetzungen und machten die Abschriften zu einem „lebenden“ Werk“
Mit den arabisch-osmanischen Übersetzungen von Werken der Koranexegese (arab. tafsīr), befasst sich Islamwissenschaftler Philip Bockholt in seinem Forschungsprojekt „Arabisch-osmanische Übersetzungen von Werken der Koranexegese (Tafsīr) als Ausdruck des innerislamischen Wissenstransfers im östlichen Mittelmeerraum zwischen 1400–1750“ am Exzellenzcluster „Religion und Politik“. Warum die Übersetzungen vom Arabischen ins Türkische so wichtig waren, welche Anpassungen während der Übersetzungen am Text festzustellen sind und welche Rolle die Übersetzungen bei der Vermittlung religiösen Wissens spielten, darüber spricht er im Interview. Weiterlesen
Interview mit Historiker Hans Beck: „Die Lakonienforschung kommt gerade richtig in Bewegung“
Wie entstanden Formen der Zugehörigkeit im antiken Griechenland und welche Rolle spielte dabei das Amyklaion Heiligtum als zentraler Knotenpunkt in Lakonien? Dieser Frage geht das Forschungsprojekt von Historiker Hans Beck, „Belonging in/to Lakonia. An archaeohistorical study on the Sanctuary of Apollo at Amyklai and its surroundings“, am Exzellenzcluster „Religion und Politik“ nach. Untersuchungsgegenstand ist der Hügel Agia Kyriaki, 5 km südlich von Sparta, der seit langem mit dem antiken Kultzentrum des Apollon Amyklaios in Verbindung gebracht wird. Die Forschungen ergänzen die bereits seit mehr als 20 Jahren vor Ort stattfindenden Ausgrabungen. Weiterlesen
Interview mit der politischen Philosophin Franziska Dübgen: Zwischen fluiden Identitäten und politischen Lernpotenzialen
Mit innovativen Konzepten des Politischen befasst sich die politische Philosophin Franziska Dübgen, Leiterin des Projekts „Artikulationen des ‚Politischen‘ in gegenwärtigen postkolonialen Kontexten Nord- und Subsahara-Afrikas“, in ihrer Forschung am Exzellenzcluster. Sie richtet den Blick vor allem auf Konzepte, die in der Politischen Philosophie und Politischen Theorie der vergangenen Jahrzehnte in und mit Blick auf Afrika entwickelt wurden. Im Interview spricht sie über ihr Forschungsprojekt am Exzellenzcluster, mögliche Lernpotenziale zwischen Nord und Süd im Umgang mit globalen Herausforderungen und die Debatte um Postkolonialismus. Weiterlesen
Koptologin Gesa Schenke über ihre Forschung an den zwei ältesten bekannten Handschriften des „Testament des Abraham“
Die Koptologin Gesa Schenke spricht in der Videoreihe „Forschungen am Exzellenzcluster ‚Religion und Politik‘“ über ihre wissenschaftliche Arbeit an den zwei ältesten bekannten Handschriften des jüdisch-christlichen Testament des Abraham, die aus dem 4. und 10. Jahrhundert nach Christus stammen. Abraham berichtet darin von seiner Reise in den Himmel und gibt Einblicke in das, was die Menschen nach ihrem Tod erwartet.
In ihrem Forschungsprojekt arbeitet Gesa Schenke an der Edition dieser beiden in koptischer Sprache erhaltenen Handschriften. Weiterlesen
Ikonen – Merkmal russischer Identität zwischen Tradition, Religion und Politik
In der Videoreihe „Forschungen am Exzellenzcluster ‚Religion und Politik“ spricht die Slavistin Irina Wutsdorff über ihre wissenschaftliche Arbeit zur Bezugnahme russischer Kunst und Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts auf die traditionelle Ikonenmalerei. Ikonen sind ursprünglich Kult- und Heiligenbilder der Ostkirchen. Sie wurden jedoch von den sogenannten Slavophilen, Anhänger einer russischen philosophisch-politischen Ideologie im 19. Jahrhundert, die die Eigenständigkeit Russlands gegenüber Westeuropa betont, zu Sinnbildern eben dieser eigenen Tradition erhoben. Somit unterschieden sich die Ikonen von der westeuropäischen und westkirchlichen Bildtradition.
In Ihrem Forschungsprojekt „Zwischen religiöser Tradition und ästhetischer Innovation. Die A-Mimetik der Ikone in der russischen Kunst und Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts“ untersuchen die Slavistinnen Irina Wutsdorff und Daniela Amodio das Spannungsfeld der Bezugnahme auf die Ikonen-Tradition. Weiterlesen
Erinnerungskulturen an das vorchristliche skandinavische Heidentum vom Mittelalter bis heute
Die Skandinavisten Roland Scheel und Simon Hauke sprechen in der Videoreihe „Forschungen am Exzellenzcluster ‚Religion und Politik‘“ über ihre wissenschaftliche Arbeit. Im Forschungsprojekt „Paganisierungen: Erinnertes Heidentum als Element skandinavischer und europäischer Identitäten“ untersuchen sie, wie das heutige Bild von der „heidnischen Wikingerzeit“ im Mittelalter entstand und sich über die Zeit entwickelte. Weiterlesen
Die Bergsiedlungen in Edom – Neue Perspektiven auf ein eisenzeitliches Stammeskönigtum
Die Archäologin Katharina Schmidt spricht in der Videoreihe „Forschungen am Exzellenzcluster ‚Religion und Politik‘“ über ihre wissenschaftliche Arbeit zu den Bergsiedlungen im eisenzeitlichen Königreich Edom (ca. 700 – 500 v. Chr.), das im heutigen südlichen Jordanien lag. Die Bergsiedlungen Edoms werden auf Grund ihrer abgelegenen Lage und der schlechten Wasserversorgung heute meist als temporäre Zufluchtsorte für Hirtenvölker interpretiert. Jüngste Untersuchungen im Rahmen eines Surveyprojektes, das zwölf dieser Siedlungen näher untersucht hat, deuten jedoch darauf hin, dass es sich dabei um dauerhafte, landwirtschaftlich selbstständige Siedlungen handelte Diese wurden über Generationen hinweg nachhaltig bewirtschaftet. Im Projekt „Mountain-top sites in Edom: Disentangling politics, religion and economy in an Iron Age tribal kingdom“ untersucht Katharina Schmidt die religiöse, politische und wirtschaftliche Ver- und Entflechtung der Bergsiedlungen mit dem Rest von Edom. Weiterlesen
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