Über Chancen der Digital Humanities

Kirchenhistoriker Hubert Wolf über digitale Methoden in den Geisteswissenschaften

Über Chancen und Möglichkeiten der Digital Humanities (DH) spricht der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hubert Wolf vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ in einem Interview der WWU-Videoreihe „Digitalisierung“. Der katholische Theologe vertritt den Exzellenzcluster im Vorstand des „Center for Digital Humanities“ (CDH) der WWU. Die Einrichtung soll Forschenden aus den Geisteswissenschaften der WWU künftig in DH-Fragen unterstützend zur Seite stehen. Wichtig sind nach seinen Worten Beratungen für Geisteswissenschaftler, die mit digitalen Arbeitsinstrumenten wie der Layer-Methode zur Textedition noch nicht vertraut sind.

Am Exzellenzcluster wollen sich künftig vier Forschungsprojekte mit der digitalen Edition autoritativer religiöser Texte befassen, die dabei teils erstmals rekonstruiert werden. Die normativen Texte aus unterschiedlichen Religionen sollen über eine gemeinsame Online-Plattform „Digital Theologies“ öffentlich zugänglich gemacht werden. Voraussetzung für den Start der Projekte ist, dass der Exzellenzcluster im derzeitigen Antragsverfahren erfolgreich begutachtet und nach 2018 weitergefördert wird. Die „Digital Theologies“ seien nicht zuletzt mit Blick auf den kommenden Campus der Religionen wünschenswert, so Hubert Wolf im Interview, dessen Team am Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der WWU bereits große DH-Projekte betreut. (vvm/maz)