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Lehrpreis

Lehrpreis der Fachschaft Physik: Preisträger 2016

Prof. Dr. Nikos Doltsinis
Prof. Dr. Nikos Doltsinis (2. v. l.) mit den Fachschaftsmitgliedern René Henke, Miriam Neumann und Lukas Eschmann (v. l.)
© WWU/Fachschaft Physik

Die Auszeichnung der Fachschaft ging dieses Jahr an Herrn Prof. Dr. Nikos Doltsinis, welcher es im vergangenen Jahr verstand den Studierenden des vierten Semesters die Einführung in die Quantenmechanik, ein konzeptionell sehr schwer verständliches Thema, verständlich näherzubringen.

Da es am Fachbereich viele sehr gute Dozenten gibt, fiel die Entscheidung auch dieses Jahr wieder nicht leicht. Das Lehrpreiskomitee musste viele Kriterien gegeneinander abwiegen und hat sich dieses Jahr für eine große Einführungsveranstaltung entschieden. Zwar konnte die Veranstaltung in allen Kriterien absolut überzeugen, fiel aber besonders dadurch auf, dass sie von den Studierenden als die – mit großem Abstand – verständlichste Theorievorlesung des gesamten Bachelorstudiums bewertet wurde. Deswegen, und weil sie bei Studierenden eine besondere Begeisterung für ein bis dahin konzeptionell unbekanntes Thema auslösen konnte, war sie auch die meistbesuchte Veranstaltung des vierten Semesters. Für das Komitee war es auch besonders wichtig zu erfahren, dass die Ergebnisse der Evaluation, sowie sonstigen konstruktiven Kommentare und Rückmeldungen zur Vorlesung seitens der Studierenden, vom Lehrenden noch in der laufenden Veranstaltung aufgenommen und zur Verbesserung der Vorlesung verwendet wurden. Dies entspricht eben genau dem Zweck der Evaluation, die sich nicht „nur“ als Bewertung, sondern eben auch als konstruktive Rückmeldung – gerade für junge, aufstrebende, aber auch für gestandene Dozenten – versteht.

Für Herrn Prof. Dr. Nikos Doltsinis ist es die erste große Veranstaltung hier in Münster. Er ist seit 2011 am Institut für Festkörpertheorie beschäftigt und arbeitet auf dem Gebiet der Theorie funktionaler Nanostrukturen. Dazu forscht er an Computersimulationen der Dynamik von Molekülen in der kondensierten Phase, also in Flüssigkeiten, Clustern und Festkörpern. Dabei werden verschiedene Methoden mit unterschiedlicher Genauigkeit eingesetzt – von hochgenauen quantenmechanischen Verfahren bis hin zu klassischen semiempirischen Methoden. Damit wird die Simulation physikalischer Prozesse über mehrere Größenordnungen auf der Längen- und Zeitskalen ermöglicht.

Zum Hintergrund: Der Lehrpreis wurde bereits zum vierten Mal vergeben. Wie jedes Jahr beruht die Vergabe auf den Ergebnissen der Evaluation der Lehre am Fachbereich. Die Fachschaft hat sich Kriterien gesetzt, die eine gute Veranstaltung erfüllen muss. Dazu gehört unter anderem die Fähigkeit des Dozenten bei Studierenden Interesse zu wecken und ihnen die Inhalte möglichst begeisternd und verständlich nahezubringen. Daher ist es notwendig, dass sich der Lehrende gut auf die Vorlesung vorbereitet und auf Fragen angemessen eingeht.

Den Vergleich der Lehrveranstaltungen anhand dieser Kriterien nimmt das Lehrpreiskomitee, welches aus dem Vorsitzenden des Fachschaftsrats und zwei weiteren Mitgliedern – Lukas Eschmann, René Henke und Miriam Neumann – besteht. Berücksichtigt wurden jedoch nur Vorlesungen mit einer Mindestteilnehmerzahl, um so eine gewisse Vergleichbarkeit zu erhalten. Mit diesen Kriterien konnten fast alle Pflichtvorlesungen und die einführenden Vorlesungen für die fachlichen Vertiefungen berücksichtigt werden.

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