Aktuelles

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  • Online-Tagung: Das Konzept der Bioökonomie im Dialog vom 20.-21.01.2022

    Am Donnerstag, dem 20. und Freitag, dem 21. Januar 2021 veranstalten das Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster und die Akademie Franz Hitze Haus eine Fachtagung mit dem Titel „Das Konzept der Bioökonomie im Dialog“. Die Ausrichtung der Tagung erfolgt im Rahmen des Projektes BIOCIVIS, das von ZIN-Sprecherin Prof’in Doris Fuchs und ZIN-Mitglied Prof. Bodo Philipp geleitet wird.

    Aufgrund der aktuellen Pandemielage findet die Tagung als Online-Seminar statt.

    In den Augen vieler Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen bietet die Bioökonomie eine Möglichkeit, eine Gesellschaft durch die Nutzung von biobasierten und wiederverwertbaren bzw. (erneuerbaren) Rohstoffen unabhängiger von endlichen, fossilen Grundstoffen und Energieträgern zu machen. So kann langfristig eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft entstehen. In der Debatte um die Bioökonomie und ihren möglichen Beitrag zur Nachhaltigkeit kommen häufig Expert:innen zu Wort – doch wie schätzen Bürger:innen diesen Ansatz ein? Wie bewerten sie unterschiedliche Vor- und Nachteile bio-ökonomischer und biotechnologischer Prozesse? Damit sich Bürger:innen mit dem komplexen Thema der Bioökonomie und seinen offenen Fragen auseinandersetzen und ein informiertes Urteil bilden können, müssen zunächst „Räume“ dafür geschaffen werden. Wie die Beteiligung von Bürger:innen zur Aushandlung komplexer Sachverhalte beschaffen und wie diese Räume idealerweise gestaltet sein sollten, sind sich daran anschließende zentralen Fragen für Forschung und Praxis. Um einen möglichst umfassenden Einblick in die Rolle der Partizipation in dem Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen Bioökonomie zu erlangen, möchten wir uns im Kontext dieser Tagung diesem Geflecht von Fragen und Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven nähern.

    Die Fachtagung richtet sich an Wissenschaftler:innen, Praktiker:innen der politischen Partizipation und Studierende einschlägiger Fachrichtungen. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns, den Expert:innen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Es wird neben Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen auch ein World Café geben.

    Wir freuen uns, die folgenden Referent*innen auf der Tagung begrüßen zu dürfen:

    • Carina Diedrich, Collaborating Centre on Sustainable Production and Consumption (CSCP), Wuppertal
    • Prof’in Doris Fuchs Ph.D., Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung & Institut für Politikwissenschaft, Universität Münster
    • Jana Holz, BMBF-Nachwuchsgruppe „Mentalitäten im Fluss. Vorstellungswelten in modernen bio-kreislaufbasierten Gesellschaften (flumen)“, Jena
    • Dr. Jan-Hendrik Kamlage, Kulturwissenschaftliches Institut (KWI), Essen
    • Sonja Knobbe, Stadt Gladbeck; ehem. Centrum für Umweltmanagement, Ressourcen und Energie, Universität Bochum
    • Dr’in Steffi Ober, Zivilgesellschaftliche Plattform Forschungswende, Berlin
    • Dr. Prof. Bodo Philipp, Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung & Institut für Molekulare Mikrobiologie und Biotechnologie, Universität Münster
    • Johannes Rupp, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung, Berlin
    • Marc Schäfer, wer denkt was GmbH, Darmstadt
    • Dr’in Pia-Johanna Schweizer, Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), Potsdam
    • Ariane Voglhuber-Slavinsky, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe

    Informationen zu Teilnahmegebühren, zur Anmeldung sowie das genau Programm finden Sie auf diesem Flyer.

    Die Anmeldung erfolgt über die Website der Akademie Franz-Hitze-Haus.

  • Comic zum Thema Bioökonomie unter Mitwirkung des Projektes BIOCIVS veröffentlicht

    In der letzten Woche erschien ein neuer Comic der Reihe „Frag Sophie!“, der von der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO, WWU Münster), den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (AWM) und dem Projekt BIOCIVIS entworfen wurde, in den Westfälischen Nachrichten und auf der Website des Projektes „Frag Sophie!“. Der Comic beantwortet auf niedrigeschwellige und ansprechende Art und Weise die Frage „Was hat unser Bioabfall mit unserer Zukunft zu tun?“ und geht dabei u.a. auf die Themen Bioökonomie und Biogasbildung ein.

    Das Projekt „Frag Sophie!“ der AFO möchte den Austausch zwischen Gesellschaft und Wissenschaft durch den Transfer wissenschaftlichen Wissens fördern und lädt Bürger*innen dazu ein, Fragen an Wissenschaftler*innen zu stellen. Stellvertretend für Wissenschaftler*innen der Universität Münster sucht die titelgebende Comicfigur Sophie zusammen mit ihrer Eule nach den Antworten auf diese Fragen. Diese Suche nach Antworten wird in einem regelmäßig erscheinenden Wissenschaftscomic dargestellt, der von Gianluca Scigliano illustriert wird und analog (in den Westfälischen Nachrichten) sowie digital (auf der Website des Projektes) publiziert wird.

    Im aktuellen Comic zur Frage „Was hat Bioabfall mit unserer Zukunft zu tun?“, beschäftigen Sophie und ihre Eule sich mit der Verwertung von Bioabfällen und besuchen den Deponie-Erlebnispfad der Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) Münster. Sie erklären, was es mit dem Begriff der Kreislaufwirtschaft auf sich hat und wie in einer Bioabfallverwertungsanlage aus Müll Strom und Wärme gewonnen werden. Sie kommen zu einer Schlussfolgerung, die – ganz im Sinne des BIOCIVIS-Projektes - die Relevanz des Themas Bürger*innenbeteiligung verdeutlich: Eine nachhaltige Bioökonomie braucht aktive Mitwirkung, „[d]abei sind wir übrigens nicht nur als gewissenhafte Verbraucherinnen und Verbraucher gefragt, sondern auch als den politischen Rahmen mitgestaltende Bürgerinnen und Bürger!“ (Comic, letztes Bild).

    Übrigens: Vom 01. – 31. Dezember 2021 verlosen AFO und AWM eine Führung über den Deponie-Erlebnispfad der AWM. Gewinnen kann jede*r, der im Dezember 2021 auf www.frag-sophie.de an der Abstimmung darüber teilnimmt, welche Frage Sophie als nächste in einem Comic beantworten soll.

    Quellen:

    • https://www.frag-sophie.de/datenbank/beitrag/was-hat-unser-bioabfall-mit-unserer-zukunft-zu-tun
    • https://www.frag-sophie.de/
    • https://www.frag-sophie.de/ueber-uns
    • https://www.uni-muenster.de/Kowi/mitteilungen/frag-sophie-neues-verbundprojekt.html
    • https://www.frag-sophie.de/gewinnspiel-frag-sophie-teilnahmebedingungen

  • Rückschau: Zweite Dialogveranstaltung des Projektes BIOCIVIS

    Angeregte Diskussionen zwischen Bürger*innen und Praxispartner*innen beim „Biodialog“ im August

    Am 20. und 21. August fand in diesem Jahr bereits die zweite Dialogveranstaltung des Projektes BIOCIVIS zum Thema Bioökonomie im Botanischen Garten der WWU Münster statt. An diesem sogenannten „Biodialog“, der in Kooperation mit der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) der WWU Münster organisiert wurde, nahmen 16 Bürger*innen und 9 Praxispartner*innen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen teil. Sie diskutierten gemeinsam Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie im Hinblick auf die Transformation zur Nachhaltigkeit.

    Als Grundlage der Diskussion dienten verschiedene Informationselemente, darunter durch das Projektteam produzierte Erklärvideos, eine Ausstellung verschiedener bioökonomischer Produkte sowie Gastvorträge von externen Referent*innen. Im Rahmen verschiedener Gesprächsformate erarbeiteten die Teilnehmer*innen Meinungsbilder zum Nachhaltigkeitspotenzial der Bioökonomie (s.o.) und zur Frage, auf welche Art und Weise Bürger*innen an Entscheidungen an Entscheidungen zu komplexen Zukunftsthemen beteiligt werden möchten bzw. sollten.

    Diese Meinungsbilder sind nur ein Element des vielfältigen und umfangreichen Datenmaterials, das im Nachgang der Dialogveranstaltungen nun durch das Projektteam analysiert wird, um Antworten auf die zentrale Frage des Projektes BIOCIVIS zu erarbeiten: Mittels welcher partizipativer Verfahren kann der Nutzen bioökonomischer Technologien gesellschaftlich gesichert und gleichzeitig eine Stärkung demokratischer Teilhabe realisiert werden? Sobald erste Antworten vorliegen, werden Sie Informationen dazu auch auf dieser Website finden.

    Einen ausführlicheren bebilderten Bericht über den Biodialog im August 2021 finden Sie hier auf der Website der Biodialoge.

  • BIOCIVIS Mitarbeiter*in zu Gast bei 2. Ausgabe der Science Slams im Haus der Wissenschaft Braunschweig

    Präsentation der Kurzvorträge im öffentlichen Youtube Livestream am 14. Juli ab 19 Uhr.
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    Im Zuge des Wissenschaftsjahres 2020/21 zum Thema Bioökonomie organisiert das Haus der Wissenschaft Braunschweig eine Reihe von Science Slam-Talks, in denen unterschiedliche Forschungsfelder und -projekte aus dem Bereich Bioökonomie vorgestellt werden.

    Bei Ausgabe #2 am Mittwoch, den 14. Juli 2021 ab 19 Uhr ist mit Wiebke Walleck eine Mitarbeiter*in des Projektes BIOCIVIS vertreten. In einem Kurzvortrag mit dem Titel "Von Bioökonomie und Nachhaltigkeit, Wissenschaft und Gesellschaft – wie können Bürger*innen mitentscheiden?" wird sie das Forschungsprojekt vorstellen, bevor sie – im Anschluss an die Inputs der anderen Gäste – mit diesen und dem Publikum ins Gespräch kommt.

    Die Science Slam-Talks Bioökonomie finden digital statt. Interessierte können den Science Slam, bei dem Wiebke Walleck zu Gast ist, über diesen Youtube-Livestream sehen. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zu den anderen Gästen der Ausgabe #2 finden sich hier. Am Ende der Veranstaltung entscheiden die Zuschauer*innen per Abstimmung, welcher Slam der beste des Tages war und gewonnen hat. Interessierte sind herzlich eingeladen!


  • BIOCIVIS Mitarbeiter*in zu Gast beim 1. Citizen Science Tag der WWU

    BIOCIVIS und andere Citizen Science Projekte der WWU werden im öffentlichen digitalen Austausch am 11. Juni ab 14:35 Uhr vorgestellt.

    Die Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) der WWU organisiert einen Citizen Science Tag, auf dem Vorträge zum Verhältnis von Citizen Science zu Wissenschaft, Gesellschaft und Politik gehalten, die Sieger Projekte eines Citizen Science Wettbewerbs geehrt und Citizen Science Projekte der WWU vorgestellt werden.

    Mit Victoria Hasenkamp ist auch eine Mitarbeiter*in des Projektes BIOCIVIS vertreten. In einer Posterpräsentation im Plenum wird sie ab 14.35 Uhr das Forschungsprojekt kurz vorstellen, bevor sie – im Anschluss an die Inputs der anderen Gäste – ab 15.00 Uhr im separaten Breakout Raum Nr. 13 mit Interessierten ins Gespräch kommt und Fragen zum Projekt beantworten wird.

    Der Citizen Science Tag findet digital statt. Interessierte können den Tag per Zoom (Meeting-ID: 627 0052 1248, Kenncode: 1107) verfolgen. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Zugangsdaten finden sich hier.

  • Mit Bioökonomie in eine nachhaltige Zukunft? – Erklärungen, Möglichkeiten, Herausforderungen

    Das erfahren Leser*innen im vierten Blogartikel zum Projekt BIOCIVIS
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    © Pixabay

    Am 18.05.21 erschien auf dem Blog „Nach(haltig)gedacht“ des Zentrums für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der WWU Münster der vierte Blogartikel, der im Rahmen des Projektes BIOCIVIS als Teil einer Reihe von Beiträge zum Thema Bioökonomie verfasst wurde.

    Die Autorin des Beitrages, Projektmitarbeiterin Victoria Hasenkamp, erklärt in dem Beitrag mit dem Titel „Mit Bioökonomie in eine nachhaltige Zukunft? – Erklärungen, Möglichkeiten, Herausforderungen“ zunächst, wie Bioökonomie und Biotechnologie im Kontext des Wandels hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise definiert werden. Anschließend werden Chancen und Herausforderungen der Bioökonomie im Nachhaltigkeitskontext anhand verschiedener Beispiele aufgezeigt. Zum Schluss wird die besondere Bedeutung einer möglichst diversen, öffentlichen Debatte rund um die Themen (nachhaltige) Bioökonomie und -technologie deutlich gemacht, in die auch Bevölkerung und Zivilgesellschaft einbezogen wird. Diese kann dazu beitragen viele offene Fragen rund um die Themen Bioökonomie und Nachhaltigkeit zu adressieren und kritsch zu diskutieren, etwa wie Bioökonomie praktisch umgesetzt werden kann oder welche Ziele dabei verfolgt werden sollten.

    Quelle: Hasenkamp, Victoria (2021): Mit Bioökonomie in eine nachhaltige Zukunft? – Erklärungen, Möglichkeiten und Herausforderungen, IN: nach(haltig)gedacht. Blog des Zentrums für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der WWU Münster, 18.05.2021.

  • Gastbeitrag zum BIOCIVIS-Projekt auf der Website des Berlin Institut für Partizipation

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    © WWU Münster - BIOCIVIS

    Am 26.01. veröffentlichten die BIOCIVIS-Projektmitarbeiterinnen Carolin Bohn und Victoria Hasenkamp einen Gastbeitrag unter dem Titel „Partizipative Bioökonomie. Wie können Partizipationsverfahren den Nutzen bioökonomischer Technologien sichern und demokratische Teilhabe stärken?“ in der Rubrik „Praxis“ der Website des Berlin Institut für Partizipation.

    Das Institut koordiniert die Allianz Vielfältige Demokratie, in der die beiden Projektmitarbeiterinnen Mitglied sind. In ihrem Gastbeitrag, der hier online abrufbar ist, geben Carolin Bohn und Victoria Hasenkamp einen kurzen Einblick ins Thema „Bioökonomie in der Diskussion“ bevor sie näher auf das Erkenntnisinteresse des Projekts BIOCIVIS und die für Sommer 2021 geplanten Dialogveranstaltungen, die Biodialoge, eingehen.

  • Participation - Key to transformational Change?

    Vortrag zur Participation in der Bioökonomie auf der internationalen ICEC Konferenz 2020
    Icon of research project BIOCIVIS
    © WWU Münster - BIOCIVIS

    Die Universität Freiburg veranstaltet vom 30. November bis zum 3. Dezember 2020 eine interdisziplinäre, internationale Fachkonferenz zum Thema Kreislaufwirtschaft, die Interdisciplinary Circular Economy Conference ICEC 2020.

    Am Dienstag, 1. Dezember 2020, werden die Projektmitarbeiterinnen Carolin Bohn und Victoria Hasenkamp von 12.10-12.30 Uhr im Rahmen der Session „Circular Bioeconomy and Policy“ einen englisch sprachigen Vortrag mit dem Titel „Participation – Key driver to a democratic transition into a circular bio-economy? A critical reflection using the example of processes for the production of biogas through biowaste“ halten. Daran anschließend findet eine kurze Diskussion statt.

    Die gesamte Konferenz kann kostenfrei im Livestream über Zoom verfolgt werden. Dazu ist eine Anmeldung nötig.

  • Auf dem Weg zur (Bio)Ökonomie: Was wir dabei von der Biologie lernen können

    Das erfahren Leser*innen im dritten Blogartikel zum Projekt BIOCIVIS
    Industriepalast Mensch
    © Kosmos

    Am 24.11. erschien auf dem Blog „Nach(haltig)gedacht“ des Zentrums für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der WWU Münster der dritte Blogartikel, der im Rahmen des Projektes BIOCIVIS als Teil einer Reihe von Beiträge zum Thema Bioökonomie verfasst wurde.

    Der Autor des Beitrages, Projektleiter Prof. Bodo Philipp, erklärt in dem Beitrag mit dem Titel „Auf dem Weg zur (Bio)Ökonomie: Von der Biologie lernen“ zunächst, wie unterschiedliche wissenschaftliche Forschungsdisziplinen dazu beitragen können, dass die Bioökonomie ihren bestmöglichen Beitrag zu einem nachhaltigen Wandel leisten kann. Der Schwerpunkt wird hierbei auf die Biologie gelegt. In verschiedenen Beispielen wird gezeigt, wie der in sich geschlossene Kohlenstoffkreislauf, die Primärproduktion und Fixierung von CO² sowie die Mineralisierung und den Abbau von CO² zu einer nachhaltigen Ökonomie beitragen können. Darüber hinaus kann die zelluläre Ökonomie mit ihrem Management von Stoffströmen zeigen, wie es gelingt, stabil und krisensicher auf wechselnde Bedingungen und Lebenssituationen zu reagieren - eine Eigenschaft, die nicht nur für die (Bio)Ökonomie überlebenswichtig ist.

    Quelle: Philipp, Bodo (2020):
    Auf dem Weg zur (Bio)Ökonomie: Von der Biologie lernen? IN: nach(haltig)gedacht. Blog des Zentrums für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der WWU Münster, 24.11.2020.


  • BIOCIVIS-Mitarbeiter*innen zu Gast beim Bioökonomie Science Slam-Talk

    BIOCIVIS und andere Bioökonomie-Projekte werden im öffentlichen digitalen Talk am 12. November ab 18 Uhr vorgestellt
    Projektmitarbeitende Bohn und Schmidt
    © WWU Münster - Peter Leßmann

    Im Zuge des Wissenschaftsjahres 2020/21 zum Thema Bioökonomie organisiert das Haus der Wissenschaft Braunschweig eine Reihe von Science Slam-Talks, in denen unterschiedliche Forschungsfelder und -projekte aus dem Bereich Bioökonomie vorgestellt werden.

    Beim Talk #4 am Donnerstag, den 12. November 2020 von 18 – 19 Uhr sind mit Carolin Bohn und Dr. Florentin J. Schmidt zwei Mitarbeiter*innen des Projektes BIOCIVIS vertreten. In einem Kurzvortrag werden die beiden das Forschungsprojekt vorstellen, bevor sie – im Anschluss an die Inputs der anderen Gäste – mit diesen und dem Publikum ins Gespräch kommen.

    Die Science Slam-Talks Bioökonomie finden digital statt. Interessierte können den Talk #4, bei dem Carolin Bohn und Dr. Florentin J. Schmidt zu Gast sind, über diesen Youtube-Livestream sehen. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zu den anderen Gästen des Talk #4 finden sich hier, über den Reiter „Veranstaltungsarchiv“ sind auch die vorangegangenen Talks abrufbar.

  • Was haben Mikroorganismen mit einer nachhaltigeren Zukunft zu tun?

    Das erfahren LeserInnen im zweiten Blogartikel aus dem Projekt BIOCIVIS
    Regenbogenkolonie
    © WWU Münster - Yannick Teschke

    Am 21.07. erschien auf dem Blog „Nach(haltig)gedacht“ des Zentrums für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der WWU Münster der zweite Blogartikel, der im Rahmen des Projektes BIOCIVIS als Teil einer Reihe von Beiträge zum Thema Bioökonomie verfasst wurde.

    Der Autor des Beitrages, Projektmitarbeiter Dr. Florentin J. Schmidt, erklärt in dem Beitrag mit dem Titel „Mikroskopisch klein und faszinierend facettenreich – Was Mikroorganismen mit einer nachhaltigen Zukunft zu tun haben“ zunächst, was genau „Mikroorganismen“ eigentlich sind. Er illustriert anschaulich wie einfallsreich diese Kleinstlebewesen sich an unterschiedlichste Lebensräume anpassen und zeigt auf, dass sie gerade aufgrund ihrer Vielseitigkeit von Menschen auf verschiedene Arten und Weisen genutzt werden können (und bereits werden). Anschließend fragt er konkret nach den Nutzungspotenzialen von Mikroben für die Verwirklichung einer nachhaltigen Bioökonomie und zeigt auf, wo solche Potenziale liegen, geht aber gleichzeitig auch auf Herausforderungen in diesem Bereich ein. Vor diesem Hintergrund zieht er den Schluss, dass die Nutzung von Mikroorganismen einer von vielen Bausteinen zur Lösung von Nachhaltigkeitsproblemen sei. Gleichzeitig betont er, dass die Entscheidung über den Einsatz von Mikroorganismen als Teil biotechnologischer Prozesse gemeinsam von ExpertInnen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen sowie BürgerInnen entschieden werden müsse.

    Quelle: Schmidt, Florentin (2020): Mikroskopisch klein und faszinierend facettenreich – Was Mikroorganismen mit einer nachhaltigen Zukunft zu tun haben. IN: nach(haltig)gedacht. Blog des Zentrums für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der WWU Münster, 21.07.2020.


  • "Participation – Key to transformational change?"

    Vortrag zu Partizipation in der Bioökonomie auf der SCORAI International Conference 2020
    Logo des Forschungsprojekts BIOCIVIS
    © WWU Münster - BIOCIVIS

    BIOCIVIS-Projektmitarbeiterin Carolin Bohn präsentiert am 12. Juni auf der dreitägigen SCORAI International Conference 2020, der diesjährigen Tagung der "Sustainable Consumption Research and Action Initiative", einen Vortrag zum Thema Partizipation in der Bioökonomie.

    Der gemeinsam von Carolin Bohn und Prof'in Doris Fuchs (Teil der BIOCIVIS-Projektleitung) ausgearbeitete Vortrag trägt den Titel "Participation – Key to transformational change? A critical reflection using the example of bioeconomic processes in the circular economy". Die beiden Politikwissenschaftlerinnen widmen sich in diesem Vortrag mit der Frage nach zentralen Anforderungen von Beteiligungsprozessen im Kontext Bioökonomie einer der zentralen Fragen des Projektes BIOCIVIS. Sie begründen, warum entsprechende Prozesse aus ihrer Sicht möglichst unterschiedliche BürgerInnen mit ihren vielfältigen Wissensformen und Wertvorstellungen einbeziehen sollten und nicht unweigerlich zu einer konsensualen Entscheidung führen müssen. Darüber hinaus skizzieren sie erste Ideen dazu, welche praktischen Rahmenbedingungen zur Erfüllung dieser Bedingungen in Partizipationsprozessen zur Bioökonomie beitragen könnten.

    Weitere Informationen zur Konferenz finden sich hier, weitere Informationen zur „Sustainable Consumption Research and Action Initiative“ hier.

  • Mit T-Shirts aus Kaffeesatz zur „nachhaltigen“ Wirtschaft?

    Veröffentlichung des ersten Blogartikels aus dem Projekt BIOCIVIS
    Pilz auf Waldboden
    © Pixabay

    Am 12.05. erschien auf dem Blog „Nach(haltig)gedacht“ des Zentrums für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der WWU Münster der erste Blogartikel, der im Rahmen des Projektes BIOCIVIS verfasst wurde.

    In dem Text mit dem Titel „Mit T-Shirts aus Kaffeesatz zur „nachhaltigen“ Wirtschaft? – Einblicke in die Bioökonomie“ gehen die Autorinnen Anja Steingrobe und Carolin Bohn (Mitarbeiterin im Projekt BIOCIVIS) darauf ein, was eigentlich unter „Biotechnologie“ und „Bioökonomie“ zu verstehen ist und verdeutlichen: Bioökonomie geht nicht ohne Biotechnologie, gleichzeitig ist Bioökonomie aber auch mehr als Biotechnologie. Die Bioökonomie hat viele Potenziale, birgt aber auch viele Herausforderungen – das macht der Artikel deutlich, und die Autorinnen schlussfolgern: Im Kontext Bioökonomie sind noch zahlreiche spannende und wichtige Fragen offen!

    Aus diesem Grund wird das BIOCIVIS-Projektteam in den nächsten Jahren in einer Themen-Reihe zur Bioökonomie auf dem Blog „Nach(haltig)gedacht“ noch weitere Artikel veröffentlichen, die sich schwerpunktmäßig mit bestimmten Facetten der Bioökonomie auseinandersetzen werden.

  • "Zukunftsvision Bioökonomie - Wegbereiter für die Transformation zur Nachhaltigkeit?"

    Öffentlicher Online-Vortrag zu Nachhaltigkeitspotenzialen der Bioökonomie am 14.05.2020
    Plakat des "ZIN-Brotzeitkolloquiums"
    © WWU Münster - ZIN

    Waschmittel mit hoher Waschkraft bei niedrigen Temperaturen, Biokraftstoffe oder Biokunststoffe – das sind nur drei von vielen Produkten, die mit sog. biotechnologischen Verfahren hergestellt werden können. Diesen Verfahren wird häufig das Potenzial zugesprochen, einen wichtigen Beitrag zur sozial-ökologischen Wende leisten zu können. Ihre BefürworterInnen argumentieren, biotechnologische Verfahren könnten Produktionsprozesse bzw. Produkte „nachhaltiger“ machen, da sie bspw. eine bessere Energieeffizienz oder einen verringerten Treibhausgasausstoß aufwiesen oder biologisch abbaubar seien. Viele politische Akteure (darunter die EU und die deutsche Bundesregierung) hoffen darauf, dass über den Einsatz biotechnologischer Verfahren der Weg zu einer neuen, zukunftsfähigen Wirtschaftsform geebnet werden kann: einer sog. Bioökonomie, die auf erneuerbaren Ressourcen anstatt auf fossilen Rohstoffen beruht und sich idealerweise im Sinne einer Kreislaufwirtschaft beständig selbst erneuert . Gleichzeitig gibt es andere Akteure, die das Potenzial biotechnologischer Verfahren bzw. die Vision einer Bioökonomie kritisch hinterfragen. Sie verweisen bspw. darauf, dass die tatsächliche „Nachhaltigkeit“ biotechnologischer Verfahren schwer zu ermitteln sei, eine grundsätzliche Hinterfragung der Wachstumsökonomie ausbliebe und BürgerInnen bei politischen Entscheidungen zur Bioökonomie nur unzureichend beteiligt würden. Welchen Beitrag kann die Bioökonomie also tatsächlich für eine Transformation zur Nachhaltigkeit leisten?

    Dieser Frage widmen sich Carolin Bohn und Victoria Hasenkamp (MitarbeiterInnen im BMBF-geförderten Forschungsprojekt BIOCIVIS) in ihrem öffentlichen Online-Vortrag "Zukunftsvision Bioökonomie - Wegbereiter für die Transformation zur Nachhaltigkeit?", der am 14. Mai 2020 von 12:15 Uhr bis 13:45 Uhr als Teil der Veranstaltungsreihe "ZIN-Brotzeitkolloquium" stattfindet.

    Die Referentinnen werden zunächst eine kurze Einführung in die Biotechnologie bzw. Bioökonomie geben, in der sie sowohl auf politische als auch auf technische Hintergründe des Themas eingehen. Anschließend nehmen sie eine differenzierte Abwägung der Potenziale und Grenzen biotechnologischer Verfahren für die Umsetzung ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit vor, sodass Zuhörer*innen dazu befähigt werden, sich ein eigenes Urteil über diesen Themenkomplex zu bilden.

    Der Online-Vortrag ist öffentlich und richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen und an die interessierte Öffentlichkeit; Vorwissen wird nicht vorausgesetzt. Der Vortrag findet über Zoom statt; der Link zur Teilnahme wird mit ausreichend Vorlauf hier veröffentlicht.

  • Unizeitung „wissen.leben“ berichtet über das Projekt BIOCIVIS

    Logo des Forschungsprojekts BIOCIVIS
    © WWU Münster - BIOCIVIS

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt im Wissenschaftsjahr 2020 das Thema Bioökonomie in den Fokus. Anlässlich des Auftakts des Wissenschaftsjahres widmet die Zeitung „wissen.leben“ der WWU Münster diesem Thema in ihrer aktuellen Ausgabe für Februar/März einen großen Artikel, in dem auch das Projekt BIOCIVIS vorgestellt wird.

    Prof. Bodo Philipp, der gemeinsam mit Prof’in Doris Fuchs das interdisziplinäre Forschungsprojekt leitet, erläutert anschaulich die Potenziale bioökonomischer Verfahren, in dem er u.a. auf ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft hinweist. Gleichzeitig, auch das verdeutlicht der Artikel, ist die Rolle der Bioökonomie keinesfalls unumstritten, was nicht zuletzt auf den Einsatz von Gentechnik in einzelnen bioökonomischen Verfahren zurückzuführen sei. Vor dem Hintergrund dieser kontroversen Diskussion der Bioökonomie hat es sich das Projekt BIOCIVIS zum Ziel gesetzt, einen gleichberechtigten Dialog über dieses Thema zwischen BürgerInnen und Akteuren aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu ermöglichen. Prof’in Doris Fuchs verdeutlicht, dass diese Dialoge dabei nicht darauf abzielen, zwingend Akzeptanz oder Konsens herzustellen: „Unser Anliegen ist, die Werte der Menschen zu akzeptieren und einzubeziehen, so dass man am Ende auch zu unterschiedlichen Positionen kommen kann.“. Insgesamt, so bringt es die Autorin des Artikels auf den Punkt, könnten die Erkenntnisse aus dem Projekt dazu beitragen, „den Weg zur biobasierten Wirtschaft zu erleichtern, aber auch ihre gesellschaftlichen Grenzen auf[zu]zeigen“.

    Quelle: Wedlich, Susanne (2019): „Bioökonomie hat viele Facetten“. Wissenschaftsjahr 2020: Große Herausforderungen für Politik, Gesellschaft und Forschung, IN: wissen.leben 14 (1), S. 4, online abrufbar unter: https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/wwu/muz/pdf-ausgaben/wl_01_2020.pdf .