
Für den Monat März 2026 geht das „Paper of the Month“ der Medizinischen Fakultät der Universität Münster an: Dominik Koesling und Prof. Claudia Bozzaro aus dem Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin: Chronic pain and unrecognized grief: epistemic barriers to personal and social recognition . Med Health Care and Philos 29, 371–382 (2026): [Volltext]
Betroffene von chronischen Schmerzen erleben im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung vielfältige Verlusterfahrungen – vom Arbeitsplatz über soziale Beziehungen bis hin zu Lebensplänen. Die mit derartigen Verlusterfahrungen einhergehende Trauer wird in der Behandlung chronischer Schmerzpatientinnen und -patienten bislang nur unzureichend berücksichtigt.
Gegenstand der Untersuchung ist die komplexe Verbindung von Trauerprozessen und chronischen Schmerzen. In der Analyse wurden vier epistemische Barrieren identifiziert, welche das Erkennen von Trauer bei chronischen Schmerzen behindern. Einige dieser Barrieren betreffen gängige Annahmen darüber, was typische Fälle von Trauer und Schmerz sind. Die getroffenen Annahmen erweisen sich als einseitig und unterschätzen die Komplexität dieser Erfahrungen. Darüber hinaus bestehen weitere Barrieren aufgrund falscher Vorstellungen über die zeitlichen Verläufe von Trauer und chronischen Schmerzen. Zudem ist die fehlerhafte Einordnung von Trauer bei chronischen Schmerzen als Depression zu nennen.
Um die Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzen zu verbessern, kann es hilfreich sein, ihre Trauer anzuerkennen und als solche zu adressieren. Aus diesem Grund wird empfohlen, chronisch Schmerzkranken angemessene psychologische Unterstützung anzubieten, die auch auf ihre Trauerbedürfnisse ausgerichtet ist.
Die bisherigen ausgezeichneten „Paper of the Month“ finden Sie hier.
Foto: MFM/Christian Albiker

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Aufgrund deutlich gestiegener Kosten für die Campuslizenz und der angespannten finanziellen Lage der Universität Münster wird die Citavi-Campuslizenz nicht verlängert.
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Trotz effektiver Therapieoptionen bei Migräne werden viele Patientinnen und Patienten nicht leitliniengerecht behandelt. In dieser Folge der ZFA TALKS erklärt Migräneforscher Dr. med. Lukas Becker, wie Betroffene bestmöglich beraten und betreut werden können. Die Aufklärung spielt dabei für ihn eine zentrale Rolle und auch eine Erstlinien-Prophylaxe kann bereits in der Hausarztpraxis gestartet werden.
Bei den Studierenden ist der Kaffee-, Mate- und Energy-Konsum, besonders in der heißen Phase der Prüfungsvorbereitung, offensichtlich. Doch welche Suchtgefahren lauern im zukünftigen beruflichen Alltag mit einem potentiell leichten Zugang zu härteren Aufputsch- oder Betäubungmitteln? Welche Wege gibt es aus einem missbräuchlichem Konsum heraus?