Erziehungswissenschaft im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang / Bachelor Berufskolleg nach LABG (Für Studierende mit Studienbeginn vor dem WS 18/19)

Liebe Studentinnen und Studenten,

die nachfolgenden Informationen wenden sich an Studierende, die den Abschluss des Zwei-Fach-Bachelors mit dem Fach Erziehungswissenschaft auf der Basis des Lehrerausbildungsgesetzes 2009 anstreben. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Studiengangs können Sie darauf aufbauend entweder ein Master-of-Education-Studium mit dem Unterrichtsfach Pädagogik an Gymnasien/Gesamtschulen (MEd Gym/Ges) beginnen. Das abgeschlossene Studium des Faches Erziehungswissenschaft berechtigt aber auch dazu, sich an der WWU für den fachwissenschaftlichen Masterstudiengang Erziehungswissenschaft (Master of Arts) zu bewerben. Schließlich ist es zudem möglich, nach dem erfolgreichen Bachelorabschluss eine qualifizierte Berufstätigkeit im Bereich des Erziehungs- und Sozialwesens aufzunehmen.

Informationsstand: 31.08.2018

  • Struktur BA/MA

    Ba2f Labg2009
  • EW-Studium

    5.-6.
    Sem.


    Pflichtmodul B7

    Forschungsmethoden
    10 LP
    ein Wahlpflichtmodul aus B8 bis B10


    Bachelorarbeit
    10 LP

    Modul B8
    Einführung in die Fachrichtung Weiterbildung/ Erwachsenenbildung
    5 LP

    Modul B9
    Einführung in die Fachrichtung Sozialpädagogig
    5 LP

    Modul B10
    Einführung in die Fachdidaktik Pädagogik
    5 LP
    drei Wahlpflichtmodule
    aus B3 bis B6
    2.-5.
    Sem.
    Modul B3
    Päd. Institutionen und Professionen
    15 LP
    Modul B4
    Gesellschaft
    und Kultur
    15 LP
    Modul B5
    Entwicklung
    und Lebenslauf
    15 LP
    Modul B6
    Erziehung
    und Bildung
    15 LP
    1.-2.
    Sem.
    Pflichtmodul B1
    Einführung in die Erziehungswissenschaft
    5 LP
    Pflichtmodul B2
    Unterrichten und Lernen
    10 LP

    Der Teilstudiengang Erziehungswissenschaft im Zwei-Fach-Bachelorstudiengang hat eine dreiphasige Struktur:

    Erste Studienphase

    In der ersten Studienphase absolvieren die Studierenden die Pflichtmodule B1 (Einführung in die Erziehungswissenschaft) und B2 (Unterrichten und Lernen). Das Modul B1 klärt die Grundstruktur pädagogischer Prozesse und soll von dort aus die Studierenden in die Erziehungswissenschaft als Fachdisziplin einführen und deren Relevanz für die berufliche und außerberufliche pädagogischen Praxis aufzeigen. Die Studierenden sollen einen ersten Überblick der Teildisziplinen und pädagogische Praxisfelder erhalten sowie mit Studien- und Profilierungs- bzw. Vertiefungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Potentiale des IfE vertraut gemacht werden. Das Modul B2 stellt eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Fähigkeit zur Gestaltung außerschulischer und schulischer Bildungsprozesse dar, es bildet sowohl ein Fundament für die lehramtsbezogene Orientierung als auch für die Wahloptionen „Einführung in die Fachrichtung Weiterbildung/ Erwachsenenbildung“ (B8) oder „Einführung in die Fachrichtung Sozialpädagogik“ (B9) sowie „Fachdidaktik Pädagogik“ (B10).

    Zweite Studienphase

    Die zweite Studienphase (1.-5. Semester) umfasst den ersten Wahlpflichtbereich. Er setzt sich zusammen aus den vier Wahlpflichtmodulen B3 (Institutionen und Professionen), B4 (Gesellschaft und Kultur), B5 (Entwicklung und Lebenslauf) und B6 (Erziehung und Bildung). Die Studierenden sollen drei dieser vier Module zum Studium wählen. Die zweite Studienphase dient einerseits dazu, Grundlagen im Bereich der Erziehungswissenschaft zu vermitteln. Sie lässt andererseits bereits eine erste, wenngleich – wegen der Wahrung des Anliegens zum breiten Grundlagenstudium – eine geringfügige Eingrenzung der Interessen und eine gewisse Konzentration im Sinne individueller, perspektivisch angelegter Profilierung zu. Das Modul B3 dient der Berufsorientierung, indem es die Studierenden über verschiedene pädagogische Einsatzfelder, deren Professionalisierungsgrad und Anforderungen grundlegend informiert, sie zur kritischen Introspektion im Hinblick auf diese Felder anhält und Phasen der Entwicklung des beruflichen Selbstkonzeptes aufzeigt. Das Modul B5 widmet sich vor allem den entwicklungsspezifischen Voraussetzungen verschiedener Zielgruppen, pädagogischer Berufe im Allgemeinen und den Voraussetzungen der Schülerzielgruppen des Lehrerberufs. Das Modul B4 und teilweise auch das Modul B6 rücken kulturelle, gesellschaftliche, d.h. vor allem politische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte pädagogischer Prozesse in das Blickfeld des Studiums. Das Modul B4 trägt bereits inhaltlich den aktuellen und zukunftsrelevanten Herausforderungen internationaler Migrationsprozesse und der Wahrung sozialer Gerechtigkeit in nationalen Erziehungs-, Sozial- und Bildungssystemen Rechnung. Im erziehungs- und bildungstheoretisch angelegten Modul B6 werden Studierende in Theorie, Geschichte und Systematik der Erziehungswissenschaft eingeführt

    Dritte Studienphase

    In der dritten Studienphase (5.-6. Semester) werden die Studierenden im Pflichtmodul B7 (Forschungsmethoden) auf das wissenschaftliche Arbeiten in der Erziehungswissenschaft vorbereitet, können u. a. unter Nutzung ihrer im Modul B7 erworbenen methodischen Kompetenzen eine BA-Arbeit anfertigen.

    Die dritte Studienphase umfasst den zweiten Wahlpflichtbereich. Er beinhaltet die Module B8 (Einführung in die Fachrichtung Weiterbildung/Erwachsenenbildung), B9 (Einführung in die Fachrichtung Sozialpädagogik) und B10 (Einführung in die Fachdidaktik Pädagogik). Die Studierenden sollen eines dieser Module wählen, können aber auch zwei Module wählen, wobei aber nur das zeitlich zuerst abgeschlossene Modul in die BA-Note einfließt. Zum einen bietet der zweite Wahlpflichtbereich mit den Modulen B8 und B9 Profilierungsmöglichkeiten im Hinblick auf Fachrichtungen des nicht lehramtsbezogenen Masterstudienganges Erziehungswissenschaft. Zum anderen bietet er mit dem Modul B10 eine fachdidaktische Profilierungsmöglichkeit im Hinblick auf lehramtsbezogene Masterstudiengänge mit dem Unterrichtsfach Pädagogik. Studierende, welche ein Lehramt mit dem Unterrichtsfach Pädagogik anstreben, müssen das Modul B10 wählen, das Voraussetzung für das entsprechende MEd-Studium ist.

    Im Modul B8 geht es um die Vermittlung eines grundlegenden Verständnisses für die Weiterbildung als gesellschaftlichem Handlungsbereich und erziehungswissenschaftlichem Untersuchungsgegenstand. Das Modul B9 vermittelt den Studierenden grundlegende Vorstellungen über den Bereich der sozialen Arbeit als Disziplin und Profession und führt sie in wichtige sozialpädagogische Theorien, Methoden und Handlungsfelder ein. Das Modul B10 macht die Studierenden mit pädagogischen Bildungsprozessen, ihrer Relevanz, Legitimation, ihren Zielen und Gegenständen sowie mit methodischen Gestaltungsmöglichkeiten bekannt.

  • Leistungen

    Anmeldung zu den Veranstaltungen

    Die Veranstaltungen des Teilstudiengangs Erziehungswissenschaft eines Semesters finden Sie in einer eigenen Rubrik im elektronischen Vorlesungsverzeichnis der WWU ab Ende der Vorlesungszeit des vorangehenden Semesters. Zu allen Veranstaltungen der Erziehungswissenschaft müssen Sie sich im elektronischen Vorlesungsverzeichnis HIS-LSF vor Beginn der Vorlesungszeit anmelden. Dazu benötigen Sie Ihre persönliche Kennung und Ihre Matrikelnummer.

    Prüfungs- und Studienleistungen

    Im Studium müssen Sie die in den Modulbeschreibungen angeführten Studien- und Prüfungsleistungen erbringen. Prüfungsleistungen müssen benotet werden. Studienleistungen können, müssen aber nicht benotet werden. Zum Bestehen von Prüfungsleistungen gibt es insgesamt drei Versuche (1. Versuch + 2 Wiederholungsversuche). Freiversuche oder Versuche zur Verbesserung der Prüfungsleistung gibt es nicht. Studienleistungen können beliebig oft wiederholt werden bis sie bestanden sind. Ein Lehrender muss dem Studierenden allerdings insgesamt nur zwei Versuche für Studienleistungen einräumen. Lehnt er nach dem zweiten Versuch weitere Versuche ab, kann der Studierende diese Versuche für das Bestehen der Studienleistungen bei einem anderen Lehrenden und ggf. in einer anderen Lehrveranstaltung erbringen.
    Wird im Wahlpflichtbereich 1 (B3 bis B6) ein Modul endgültig nicht bestanden, so darf der betreffende Studierende versuchen, in einem anderen Modul des jeweiligen Wahlbereiches die Leistungen zu erbringen und zu bestehen. Allerdings darf er/sie mit dem Studium in diesem „Ersatzmodul“ erst dann beginnen, wenn er/sie in einem anderen Modul des jeweiligen Wahlbereiches endgültig nicht bestanden hat. Etwaige vorher erbrachte Leistungen im „Ersatzmodul“ können nicht angerechnet werden.

    Die Anmeldung zu den einzelnen Studien- und Prüfungsleistungen im elektronischen Prüfungsverwaltungssystem QISPOS bis ca. 8 Wochen nach Veranstaltungsbeginn eines Semesters (im QISPOS-Anmeldezeitraum) ist Voraussetzung für die Teilnahme und die Verbuchung dieser Leistungen. Eine exemplarische Hilfestellung zur Anmeldung der Leistungen bietet Ihnen diese Übersicht der Modul-Leistungs-Verknüpung im QISPOS. Die Leistungen, welche Sie anmelden und erbringen wollen, müssen Sie vorab mit den Dozenten - in der Regel in den ersten Wochen des Semesters - abstimmen. Die mündlichen Modulabschlussprüfungen müssen zusätzlich über einem Formular beim Prüfungsamt 1 fristgerecht angemeldet werden. Die Ergebnisse der erbrachten Leistungen, mit Ausnahme der mündlichen Modulabschlussprüfung, werden vom Institut für Erziehungswissenschaft in QISPOS eingetragen. Darüber hinaus müssen die Leistungen der noch offenen Module, die vor dem WS 15/16 begonnen worden sind, auf einem speziellen "Laufzettel" dokumentiert werden. Diese sind im Service-Büro des Instituts für jeden Studierenden erhältlich. Für die Dokumentation ist jeder Studierende selbst verantwortlich. Lehrende leisten entsprechende Unterschriften für erbrachte Leistungen. Wird eine angemeldete Leistung, die nicht ordnungsgemäß abgemeldet wurde, nicht erbracht, dann wird sie als „nicht-bestanden“ vermerkt und dokumentiert. Ihr Bachelorzeugnis wird aus den Daten von QISPOS durch das Prüfungsamt I der WWU (Orléans-Ring 10) erstellt.

    Bachelor-Arbeit

    Es wird empfohlen, die Bachelorarbeit in Erziehungswissenschaft im Anschluss an die Vorlesungszeit des 5. Semesters zu schreiben. Ihr Umfang sollte ca. 30 bis 40 Seiten betragen.


    Außercurriculare Studien im Fach Erziehungswissenschaft:

    Wenn Sie im Rahmen eines Studiengangswechsels bzw. im Übergang zum Master außercurriculare Leistungen im Fach Erziehungswissenschaft absolvieren möchten, benötigen Sie folgende Dokumente: Zu Beginn der entsprechenden Veranstaltungen müssen Sie sich von der jeweiligen Lehrperson eine individuelle Kooperationsvereinbarung unterzeichnen lassen. Nur wenn der/die Lehrende zustimmt, dürfen Sie an der Veranstaltung teilnehmen. Nach erfolgreich absolvierter Veranstaltung (inkl. Leistung) müssen Sie sich diese auf einem gesonderten Formular bescheinigen lassen. Erst wenn beide Formulare vorliegen und alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann Ihnen die Leistung anerkannt werden. Bitte beachten Sie, dass eine Anerkennung nur gemäß der zum Zeitpunkt der Einschreibung gültigen Prüfungsordnung vorgenommen wird. Bei Fragen und Anerkennungsanliegen wenden Sie sich bezüglich des außercurricularen Studiums im Fach Erziehungswissenschaft gerne die zuständige Studienfachberaterin, Frau Judith Küper.
    Bescheinigung der außercurriculare Studien im Fach Erziehungswissenschaft:
    Wenn Sie Veranstaltungen aus dem Fach Erziehungswissenschaft im Rahmen des außercurricularen Studiums absolvieren möchten, benötigen Sie dieses Dokument. Bitte entnehmen Sie wichtige Informationen zur Regelung der Homepage des Prüfungsamtes 1.

  • Beratung

    Wenn Sie sich über die Inhalte und Anforderungen in anschließenden Masterprogrammen (Master of Education oder Master of Arts) informieren möchten, können Sie sich sowohl an die zuständigen Fachstudienberater/innen im IfE wenden als auch die Prüfungsordnungen und Studiengangsinfos einsehen.

  • Rechtsgrundlagen

    Die WWU hat für die Prüfungen im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang eine Rahmenordnung und auf deren Grundlage eine Fachprüfungsordnung für den Teilstudiengang Erziehungswissenschaft [Zwei-Fach-BA (Gym/Ges)] mit den dazugehörigen Modulbeschreibungen erlassen (Fachprüfungsordnung vom 14.02.2012 zuletzt geändert am 18.09.2012).

    Studierende, die im WS 2011/12 oder im SoSe 2012 das Modul B7 Forschungsmethoden schon begonnen haben, studieren es so wie in der Prüfungsordnung vom 14.02.2012 dargestellt. Studierende, die später mit dem Modul B7 Forschungsmethoden begonnen haben, studieren es so wie in der Änderungsordnung vom 18.09.2012 dargestellt.

    Dokumente

    Bitte lesen Sie sich diese Dokumente vor dem Studium unbedingt aufmerksam durch! Sie sind wesentliche rechtliche Grundlagen Ihres Studiums und Ihrer Prüfungen.