Working Paper über Rechtsvielfalt im (vor-)kolonialen Indien sowie Übersetzung des Abschlussberichts erschienen

In der Open-Access-Reihe der EViR Working Papers sind zwei neue Bände erschienen. Das Working Paper 19, das den Titel „Mughal and Post-Mughal Legal Unity and Pluralism – Some Primary Sources” trägt, betrachtet Quellen zur Rechtseinheit und Rechtsvielfalt im (vor)kolonialen Indien. Bei dem Working Paper 23.2 handelt es sich um die englische Übersetzung des Abschlussberichts der ersten Förderphase des Kollegs.
In „Mughal and Post-Mughal Legal Unity and Pluralism – Some Primary Sources” widmet sich Kaveh Yazdani zentralen Dimensionen von Rechtseinheit und Rechtsvielfalt im (vor-)kolonialen Indien. Anhand ausgewählter Quellen aus dem 17. und frühen 19. Jahrhundert zeigt er erstens die hanafitische Kodifizierung sozialer Ungleichheit unter Aurangzeb, zweitens die Koexistenz religionsgebundener Rechtsordnungen im Mogulreich sowie drittens die Regelung gemeinschaftlicher Angelegenheiten nach gruppenspezifischen Normen auf – auch über Südasien hinaus.
Beim Working Paper 23.2 handelt es sich um den nun in englischer Übersetzung erschienenen Abschlussbericht der ersten Förderphase des Käte Hamburger Kollegs (1. Juni 2021 bis 31. Mai 2025). Die von Ulrike Ludwig und Peter Oestman herausgegebene Publikation thematisiert die Forschungsdiskussionen und -ergebnisse sowie Wissenschaftskommunikation und Outreach des Kollegs während der ersten Förderphase.
Die EViR Working Papers
In der digital und im Druck erscheinenden Serie EViR Working Papers werden aktuelle Forschungsberichte, Tagungsbeiträge und gemeinsame Arbeitspapiere veröffentlicht. Die Reihe ist interdisziplinär und interepochal angelegt und bietet damit einen guten Einblick in die vielfältigen Forschungsthemen des Kollegs. Als Open Access-Publikation ist sie über den Publikationsserver miami der Universität Münster sowie über die Webseite des Kollegs zu erreichen.