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Konzeptforum diskutiert „Normativitätswissen“

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Mit dem Konzeptforum führt das Kolleg ein neues Workshop-Format zur interdisziplinären Diskussion aktueller methodischer und theoretischer Anregungen für historisch-rechtshistorisches Arbeiten ein. Die erste Veranstaltung am 15. und 16. Dezember widmet sich dem von Thomas Duve beschriebenen Ansatz von Rechtsgeschichte als Geschichte von Normativitätswissen.

Das Angebot theoretisch-methodischer Ansätze ist groß auf dem Feld der interdisziplinären Erforschung des Rechts. Um hier nicht den Überblick zu verlieren, wurde das „Konzeptforum“ ins Leben gerufen. Auf Einladung des Kollegs stellen Expertinnen und Experten ihre jeweiligen Ansätze vor, um sie im Rahmen zweitägiger Workshops mit den Fellows und wissenschaftlichen Mitarbeitenden sowie externen Gästen ausgiebig zu diskutieren. Dabei geht es vor allem darum, aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven die Anwendbarkeit für bestimmte Fragestellungen sowie Möglichkeiten und Grenzen der jeweiligen Ansätze auszuloten.

Beim ersten Konzeptforum wird ein wissensgeschichtlicher Zugang auf dem Programm stehen. Prof. Dr. Thomas Duve, Direktor des Max-Planck-Instituts für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Kollegs, plädiert für ein Verständnis von Rechtsgeschichte als Geschichte der Produktion von „Normativitätswissen“. Dahinter verbirgt sich eine Erweiterung der Perspektive weg von (national)staatlichem Recht hin zu einem umfassenderen Normenbegriff, wodurch die Rechtsgeschichte Anschluss an die Globalgeschichte finden soll. Auch für die Erforschung von Rechtseinheit und Rechtsvielfalt bieten sich viele spannende Anknüpfungspunkte.

Ausführliche Informationen und die Anmeldemöglichkeit zum Workshop finden Sie hier.