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Untersuchungen zum Abbau der Mykotoxine T-2 Toxin und HT-2 Toxin bei der Lebensmittelverarbeitung

© Kuchenbuch

Schimmelpilzgifte (Mykotoxine), die in Rohgetreide vorkommen können, werden bei der Verarbeitung von Lebensmitteln zum Teil abgebaut und in ihrer Struktur verändert. Diese Tatsache ist zwar schon lange bekannt, jedoch sind die genauen Mechanismen und Reaktionsprodukte für viele Toxine bislang kaum oder unzureichend erforscht. Herr Henning Kuchenbuch, Doktorand in der Arbeitsgruppe von Herrn Prof. Dr. H.-U. Humpf, untersuchte gemeinsam mit zwei Masterstudierenden den thermischen Abbau der Mykotoxine T-2 Toxin und HT-2 Toxin beim Backen, Extrudieren und Rösten von Hafer. Im Rahmen dieses Forschungs¬projektes wurden in Kooperation mit Industriepartnern die bei der industriellen Herstellung von Müslis, Keksen und Frühstückscerealien verwendeten Verfahren im Detail studiert, um diese im Labormaßstab unter möglichst realistischen Bedingungen nachzustellen. Die in den Untersuchungen bestimmten Abbauraten und identifizierten Abbauprodukte sollen dazu beitragen, die Belastung von Lebensmitteln mit diesen Mykotoxinen weiter zu minimieren und die Abnahme des Mykotoxigehaltes während der Verarbeitung von Hafer bis zum fertigen Produkt besser zu verstehen. Ein Teil der Ergebnisse zu diesem Thema wurde nun in der Zeitschrift Food Additives and Contaminants veröffentlicht.
Das Projekt von Herrn Henning Kuchenbuch wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (via AiF) und den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) gefördert. Projekt AiF 18319 N. Den Projektbericht finden Sie hier.

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Ende einer Detektivgeschichte

Svetlana Kalinina
© WWU - Dziemba

Mit einer Publikation in der renomierten Zeitschrift "Journal of Natural Products" endete die umfangreiche Ermittlungsarbeit von Dr. Svetlana Kalinina und Kollegen. Im Rahmen ihrer Dissertation isolierte Dr. Kalinina die Verbindung Auranthin aus dem Schimmelpilz Penicillium auranthiogriseum. Bei nachfolgenden Experimenten zeigte sich dann, dass sich die Verbindung chemisch anders verhielt, als man es von ihr erwarten würde.
Diese Beobachtung weckte die Neugierde der Wissenschaftlerin aus dem Institut für Lebensmittelchemie. Zusammen mit Kollegen aus dem Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie sowie dem Organisch-Chemischen Institut gelang es den isolierten Naturstoff umfangreich mittels Röntgenstrukturanalyse, NMR-Spektroskopie, CD-Spektroskopie und Massenspektrometrie zu charakterisieren. Begleitet von theoretischen Berechnungen zu räumlichen Struktur konnte so die "richtige" chemische Struktur von Auranthin detailliert beschrieben werden.
Die Publikation finden Sie hier:  DOI: 10.1021/acs.jnatprod.8b00187