Forschungs-Centren
Mit dem Exzellenzcluster „Religion und Politik“ ist die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) zu einem in Größe und Vielfalt bundesweit einzigartigen Standort für interdisziplinäre Religionsforschung geworden: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten kultur- und epochenübergreifend, historisch und gegenwartsbezogen, bekenntnisneutral und bekenntnisgebunden. Das soll auf Dauer so bleiben. Daher schafft die WWU nachhaltige Strukturen, die über die Exzellenzinitiative hinaus Bestand haben. Das organisatorische Rückgrat der interdisziplinären Zusammenarbeit stellen drei epochenbezogene Forschungs-Centren dar, die der Entwicklung neuer Forschungsverbünde und als Forum für öffentliche Veranstaltungen, Publikationsreihen und Zeitschriftenredaktionen dienen:
Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums
Im Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM) sind insbesondere die altertumswissenschaftlichen Disziplinen des Exzellenzclusters organisiert, die bereits im Sonderforschungsbereich 493 „Funktionen von Religion in antiken Gesellschaften des Vorderen Orients“ zusammengearbeitet haben.
Centrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (CMF)
Das Centrum geht aus zwei Forschungsstellen hervor, dem Institut für Frühmittelalterforschung und der Arbeitsstelle für die neuere Geschichte Großbritanniens. Es knüpft an bewährte interdisziplinäre Kooperationsstrukturen an, die durch vier aufeinanderfolgende Sonderforschungsbereiche gewachsen sind. Hier ist auch die Redaktion der international renommierten Publikationsreihen „Frühmittelalterliche Studien“ und „Zeitschrift für Historische Forschung“ angesiedelt.
Centrum für Religion und Moderne
Das Centrum für Religion und Moderne ist im Rahmen des Exzellenzclusters entstanden, um dem neuen Schwerpunkt der Religionsforschung in den Rechts- und Sozialwissenschaften der WWU Rechnung zu tragen. Es bündelt und organisiert die rechts- und sozialwissenschaftlichen Forschungen über Religionen in der Moderne.
Weitere Einrichtungen der WWU
Eng vernetzt ist der Exzellenzcluster mit weiteren Einrichtungen der WWU wie dem neuen Zentrum für Islamische Theologie und dem Centrum für Religiöse Studien (CRS).
Zentrum für Islamische Theologie
Die Universität Münster errichtet als eine von drei Hochschulen in Deutschland ein Zentrum für Islamische Studien. Es entsteht in enger Kooperation mit der Universität Osnabrück. Ziel ist die Etablierung der islamischen Theologie als wissenschaftliches Fach an der WWU. Zusätzlich zur schon bestehenden Professur für Islamische Religionspädagogik entstehen folgende Professuren: „Kalam, islamische Philosophie und Mystik‘“(2011), „Islamisches Recht und islamische Ethik“ (2012), „Koran und Koranexegese“ (2013) sowie „Prophetische Tradition (Sunna)“ (2013). Gefördert wird das Zentrum durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Centrum für religiöse Studien (CRS)
Das 2003 errichtete Centrum für religiöse Studien (CRS) war ein wichtiger Kristallisationskern für den Exzellenzcluster. Es erfüllt drei Funktionen: Erstens dient es der organisatorischen Verankerung religionsbezogener Lehre und Forschung jenseits der Christlich-Theologischen Fakultäten; hier sind Studiengänge für Orthodox-Christliche Theologie, Islamische Religion und Religionspädagogik, Jüdische Studien und Religionswissenschaft angesiedelt. Zweitens stellt es eine Plattform für die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen religionsbezogenen Fächern und Fachbereichen dar. Drittens dient es als Kontaktstelle zwischen der Religionsforschung und Kirchen und Religionsgemeinschaften.
