Die Grenzen der Anpassung - Über das Schicksal der Tiere im Zeitalter des Menschen

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft

Prof. Dr. Norbert Sacher

Tiere sehen sich im Zeitalter des Menschen, dem Anthropozän, großen Herausforderungen gegenüber. Dabei können sie sich überraschend gut und schnell an anthropogene Veränderungen ihrer Umwelt anpassen, wie zahlreiche Studien an Wild- und Haustieren zeigen. Wildtieren gelingt dies vor allem durch Mikroevolution und phänotypische Plastizität. Haustiere sind aufgrund genetischer Veränderungen im Laufe der Domestikation für ein Leben in menschlicher Obhut gut geeignet. Doch die Anpassungsfähigkeit aller Tiere hat ihre Grenzen – und diese werden immer häufiger erreicht. Der Lebensraum von Wildtieren verändert sich dramatisch, ihre Bestände schrumpfen und Arten sterben aus. Tiere in der Landwirtschaft erfahren extreme Haltungsbedingungen und leiden. Und auch Heimtiere sind häufig durch Vermenschlichung und fragwürdige Zuchtziele in ihrer Anpassungsfähigkeit überfordert. In dem Vortrag wird auf dem aktuellen Stand der zoologischen Forschung thematisiert, was es für Wild- und Haustiere heißt, im Zeitalter des Menschen zu leben, und kurz skizziert, welche Lösungswege es für die hieraus resultierenden Probleme gibt.

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Rubrik
Vorträge, Vorlesungen
Zeitraum
Mi 09.09.2026, 17:30 Uhr (Ende offen)
Reihe
Ort
Fürstenberghaus, Domplatz 20–22, 48149 Münster
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