SPEZIELLE VORLESUNGEN UND SEMINARE FÜR STUDIERENDE IM ALTER

  • Informationen und Regeln zum Anmeldeverfahren

    Für die speziellen Veranstaltungen ist neben der Anmeldung als Gasthörer*in eine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Speicherung Ihrer Daten gemäß unten stehender Datenschutzerklärung einverstanden.
    Die Anmeldefrist zu den speziellen Veranstaltungen im Sommersemester 2019 beginnt am 8. März 2019, 9 Uhr. Sie erfolgt elektronisch. Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind nicht möglich. (Telefonische Anmeldung für Personen ohne PC-Kenntnisse siehe unten.)

    Zur Anmeldung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

    1. Suchen Sie auf diesen Seiten oder unter den studieneinführenden Veranstaltungen, die Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.
    2. Klicken Sie auf den Anmeldebutton, den Sie unter dem Kommentar zur gewünschten Veranstaltung finden.
    3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein (Name, Vorname, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse) und schicken Sie die Anmeldung ab. Bitte achten Sie auf ein korrekte Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bei einer fehlerhaften Eingabe kann Ihnen keine Bestätigung der Anmeldung (siehe 5.) zugeschickt werden.
    4. Das System meldet, ob Sie einen Platz in der Veranstaltung oder auf der Nachrückerliste bekommen haben.
    5. Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem Link, mit dem Sie Ihre Anmeldung umgehend bestätigen müssen.
    6. Verbindlich ist die Anmeldung erst nach fristgerechter Zahlung der Gasthörergebühr. Sollte die Gasthörergebühr nicht rechtzeitig bei der Universität eingehen, werden Sie automatisch aus der Teilnehmerliste gelöscht.
    7. Wenn Sie auf der Nachrückerliste stehen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald ein Platz als Teilnehmer*in für Sie frei wird. Bitte rufen Sie daher regelmäßig Ihre E-Mails ab. Ohne Anmeldebestätigung (siehe 5.) werden Sie im Nachrückverfahren nicht berücksichtigt.
    8. Für die Anmeldung nutzen Sie am besten Ihre E-Mail-Adresse, die die Universität Ihnen zur Verfügung gestellt hat (Ihre Nutzerkennung@uni-muenster.de). Sie dürfen auch eine andere E-Mail-Adresse angeben, müssen allerdings beachten, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal pro Veranstaltung genutzt werden kann, d.h. Sie können nicht mehrere Personen mit derselben E-Mail-Adresse anmelden.


    Im Interesse der Gasthörer/innen, die nur einen Platz auf der Nachrückerliste bekommen haben, bitten wir dringend darum, dass Sie sich abmelden, wenn Sie eine gebuchte Veranstaltung wider Erwarten nicht besuchen können.

    Wenn Sie den ersten Termin einer zulassungsbeschränkten Veranstaltung nicht wahrnehmen können, melden Sie sich bitte in der Kontaktstelle ab.


    Test des elektronischen Anmeldesystems
    Personen, die das elektronische Anmeldesystem vor der eigentlichen Anmeldung kennenlernen möchten, können das Anmeldesystem mit einer fiktiven Testveranstaltung ausprobieren (s.u.).


    Für Personen ohne PC-Kenntnisse
    Personen ohne PC-Kenntnisse können sich ab dem 8. März 2019, 9 Uhr telefonisch in der Kontaktstelle zu den Veranstaltungen anmelden (Tel. 0251-8324241 oder Tel. 0251-8321309). An diesem Freitag (8. März 2019) finden zu diesem Zweck von 9-12.30 Uhr und von 13.30-15 Uhr telefonische Sprechzeiten statt. Eine persönliche Anmeldung ist an diesem Tag nicht möglich.
    Für Personen ohne PC-Kenntnisse halten wir bei zulassungsbeschränkten Veranstaltungen 20% der Plätze frei. Von der telefonischen Anmeldung sollten nur diejenigen Gebrauch machen, die keine Möglichkeit zur elektronischen Anmeldung haben. Eine Nachrückerliste wird für telefonische Anmeldungen nicht geführt.
    Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Speicherung Ihrer Daten gemäß unten stehender Datenschutzerklärung einverstanden.
    Personen, die sich doppelt anmelden (elektronisch und telefonisch), werden aus den Teilnehmerlisten gestrichen.

  • Datenschutzerklärung zur Anmeldung von speziellen Veranstaltungen im Rahmen des "Studium im Alter"

    Neben der allgemeinen Datenschutzerklärung der WWU gelten für die Datenverarbeitung bei der Anmeldung zu Veranstaltungen im Rahmen des „Studium im Alter“ folgende Besonderheiten:

    Umfang der Datenverarbeitung
    Bei der Anmeldung werden folgende personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet:
    (1)    Name, Vorname
    (2)    Matrikelnummer
    (3)    Bei elektronischer Anmeldung: E-Mail-Adresse
    (4)    Bei telefonischer Anmeldung: Telefonnummer

    Zweck der Verarbeitung
    Die Verarbeitung der oben genannten personenbezogenen Daten dient zur Organisation der Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl. Diese Daten werden an die für die jeweilige Veranstaltung Verantwortlichen weitergegeben.

    Rechtsgrundlage der Verarbeitung
    Da die Datenverarbeitung auf Ihrer Einwilligung beruht, ist Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DSGVO.

    Dauer der Speicherung personenbezogener Daten
    Ihre personenbezogenen Daten werden von uns nur solange gespeichert, wie wir sie für die Verwaltung Ihrer Teilnahme an den Veranstaltungen benötigen, in der Regel ein Semester. Ihre Daten werden auch dann gelöscht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur weiteren Datenverarbeitung gegenüber der Kontaktstelle „Studium im Alter“ widerrufen.

  • Testveranstaltung: Hier können Sie das elektronische Anmeldesystem ausprobieren

    Hier können Sie das Anmeldesystem vor dem Anmeldetermin für die Veranstaltungen ausprobieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button. Das System führt Sie danach durch das Programm. Vergessen Sie nicht, Ihre Anmeldung mit dem Link, der Ihnen in einer E-Mail geschickt wird, zu bestätigen.
    Bei Problemen wenden Sie sich gerne an die Kontaktstelle Studium im Alter (0251-8324241).

  • Studieneinführende Veranstaltungen

    Learnweb-Nutzerschulung
    Viele Lehrende stellen Materialien zu ihren Veranstaltungen ins Internet und nutzen dazu die Lernplattform Learnweb. Diese Schulung richtet sich an Personen, die eine Einführung in die Nutzung der Lernplattform Learnweb aus Sicht der Studentenseite bekommen möchten.
    In der Schulung werden die grundlegenden Schritte von der Anmeldung und Einschreibung in einen Kurs über das Hochladen von Materi-l/Dateien/Aufgabenbearbeitung bis hin zur Nutzung der Foren und anderer üblicherweise in einem Learnweb Kurs angebotenen Aktivitäten vermittelt. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum, Probleme und Schwierigkeiten im Umgang mit der Plattform anzusprechen.
    Schulungsinhalte: Kurze Einführung in das Thema E Learning; Praxisbeispiele; Kurssuche und Einschreibung; Eigenes Profil; Material hochladen, Aufgaben bearbeiten; Aktivitäten wie Forum, Datenbank, Abstimmung, Feedback.
    Hinweis: Für die Schulung benötigen Sie Ihre EDV-Nutzerkennung und Ihr Passwort. Vor Nutzung des Learnweb müssen Sie das Anfangskennwort der EDV-Nutzerkennung geändert haben. Nutzerkennung und Anfangskennwort wurden Ihnen mit den Zulassungsunterlagen zugeschickt.

    Termin: Freitag, 29.03.2019 10-12 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 121, SCH 121.501
    Leitung: Dr. Markus Marek
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl! Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Rechtswissenschaft

    Dr. Rainer Kemper
    Autonomie am Lebensende
    Seminar
    Das Seminar umfasst zwei große Themenkomplexe: zum einen die Autonomie, über das Ende des eigenen Lebens zu bestimmen, zum anderen die Autono-mie, die eigenen Vermögensverhältnisse für die Zeit nach dem Tod zu regeln.
    1. Das Betreuungsrecht hat sich in den letzten Jahren unter dem Druck der Rechtsprechung des BVerfG, das auch die Rechtssubjektivität und Autonomie des Betreuten bzw. Betroffenen immer wieder betont, ganz wesentlich verän-dert. Der vorläufige Endpunkt war die Neuregelung der Zwangsbehandlungen durch das Gesetz zur Änderung der materiellen Zulässigkeitsvoraussetzungen von ärztlichen Zwangsmaßnahmen und zur Stärkung des Selbstbestimmungs-rechts von Betreuten v. 17.07.2017 (BGBl I 2017, 2426). Als Exkurs (und im Zusammenhang mit der Behandlung der Freiheitsentziehung durch Betreuer und Vorsorgebevollmächtigte soll auch auf Gesetz zur Einführung eines fami-liengerichtlichen Genehmigungsvorbehaltes für freiheitsentziehende Maß-nahmen bei Kindern v. 17.07.2017 (BGBl I 2017, 2424) eingegangen werden. Im Übrigen sind Gegenstand des Seminars die gerade durch den BGH konkre-tisierten Anforderungen an Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, die Rechtsprechung des BVerwG (Urt. v. 2.3.2017 – 3 C 19.15) zur Beschaf-fung von zur Selbsttötung benötigten Medikamenten und das System der Re-gelungen zur Sterbehilfe.
    Im Einzelnen:
    ─    Patientenverfügung (Zustandekommen, Form, Bestimmtheitsgrundsatz, Bindungswirkung)
    ─    Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung (Zustandekommen, Form, Bestimmtheitsgrundsatz, Verhältnis zur Patientenverfügung),
    ─    Betreuungsnotwendigkeit neben Vorsorgevollmacht,
    ─    Betreuungsverfügung,
    ─    Organspendeverfügung,
    ─    Bestattungsverfügung,
    ─    Freiheitsentzug, freiheitsbeschränkende Maßnahmen und Zwangsbe-handlungen bei Betreuten,
    ─    Sterbehilfe zwischen Verbot und Rechtsanspruch auf staatliche Unter-stützung bei der Medikamentenbeschaffung,
    ─    Finanzierungsaspekte bei Betreuung und Pflege.

    2. Regelungen für die Vermögensnachfolge setzen voraus, dass Kenntnisse über
    ─    die gesetzliche Erbfolge,
    ─    den Zusammenhang zwischen Güterrecht und Erbrecht,
    ─    das Pflichtteilsrecht,
    ─    die Arten und die Anforderungen an Verfügungen von Todes wegen,
    ─    die Unterschiede zwischen Erbeinsetzung und Vermächtnis und
    ─    die Ausschlagung
    bestehen. Derartige Grundkenntnisse sollen im zweiten Teil des Seminars vermittelt werden.

    Zeit:     dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.2
    Beginn: 02.04.2019

  • Medizin

    wissen. gesundheit  – Eine akademisch-medizinische Vortragsreihe
    In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der WWU Münster setzt die Kontaktstelle Studium im Alter die akademisch-medizinische Vortragsreihe „wissen.gesundheit“ fort. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter-schiedlicher Disziplinen der Medizinischen Fakultät und des UKM werden von ihren Forschungen und praktischen Betätigungsfeldern berichten und so ei-nen Beitrag zum Wissenschaftstransfer im Rahmen des „Studium im Alter“ leisten. Unterstützt wird das Angebot durch das Dekanat der Medizinischen Fakultät, insbesondere von Herrn Prof. Dr. Marschall, dem Studiendekan und Geschäftsführer des Instituts für Ausbildung und Studienangelegenheiten der Medizinischen Fakultät.

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A6, Hörsaal L 30 (Lageplan)
    Termine und Refent*innen
    09.04.2019 Fortschritte im Verständnis und der Behandlung von Lymphdrüsenkrebs
    Prof. Dr. med Norbert Schmitz, Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Pneumologie
    16.04.2019 Aktuelle Diagnostik und Therapie entzündlich rheumatischer Erkrankungen
    Prof’in Dr. med. Heidemarie Becker, Medizinische Klinik D, Sek-tion für Rheumatologie und Klinische Immunologie
    30.04.2019 Bildgebungstechniken in Forschung und Klinik - von der Maus zum Menschen
    Dr. med. Max Masthoff, Institut für Klinische Radiologie
    07.05.2019 Chancen und Grenzen der Palliativmedizin
    Priv.-Doz. Dr. med. Philipp Lenz, Stabsstelle Palliativmedizin
    14.05.2019 Funktion der Schilddrüse, ihre Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten
    Univ.-Prof. Dr. med. Burkhard Riemann, Klinik für Nuklearmedizin
    21.05.2019 Demenzerkrankungen
    Prof. Dr. med. Thomas Duning, Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie
    28.05.2019 Ethische Probleme der modernen Medizin
    Priv.-Doz. Dr. Johann Stefan Ach, Geschäftsführer Centrum für
    Bioethik
    04.06.2019 Risikoadaptierte Brustkrebsfrüherkennung
    Priv.-Doz.in Dr. Stefanie Weigel, Institut für Klinische Radiologie und Referenzzentrum Mammographie
    (ausnahmsweise Hörsaal L 20)
    18.06.2019 Medizinstudium heute
    Prof. Dr. med. Bernhard Marschall, Studiendekan und Ge-schäftsführer IfAS (Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten)
    (ausnahmsweise Hörsaal L 20)


    Prof. Dr. Klaus Völker
    Sport im Alternsgang
    Vortrag
    Kinder und Jugendliche – Erwachsenen – Senioren

    Termin: Donnerstag, 27.06.2019, 14-18 Uhr
    Ort: Schloss, S 8


    Prof. Dr. Klaus Völker
    Sport und Psyche
    Vortrag
    - Sport und Stress
    - Sport bei psychischen Erkrankungen
    - Sport und Demenz

    Termin: Donnerstag, 04.07.2019, 14-18 Uhr
    Ort: Schloss, S 8

  • Erziehungs- und Sozialwissenschaft

    Karin Gövert, MSc.
    Resilienz – Was uns gesund erhält
    Blockseminar
    Spätestens seit der Diskussion um den salutogenetischen Ansatzes von Aaron Antonovsky (1997) erhält der Begriff „Resilienz“ zunehmend Bedeutung. Im Deutschen wird er synonym zu „Widerstandsfähigkeit“ „Belastbarkeit“ oder auch „Flexibilität“ verwendet. Gemeint ist die Fähigkeit des Menschen, auch mit belastenden Situationen und Erfahrungen konstruktiv umzugehen und sie ohne tiefgreifende Störungen gut zu bestehen. Wir werden in diesem Seminar das salutogenetische Konzept Antonovskys kennen- sowie den Begriff „Resilienz“ verstehen lernen. Darüber hinaus werden Faktoren vorgestellt, die für eine Gesunderhaltung in Krisen sorgen sowie Ansätze und Methoden besprochen und angewendet, die eine resiliente Haltung stärken. Erfahrungen der Teilnehmenden werden hierbei miteinbezogen.
    Da die Zahl der Teilnehmer/innen beschränkt ist, melden Sie sich zu diesem Seminar bitte nur an, wenn Sie an allen drei Tagen verbindlich teilnehmen können. Teilnehmende, die das Seminar im letzten Semester besucht haben, werden dieses Mal nicht berücksichtigt.

    Termin: 25.-27.03.2019
    Zeit: Mo, Di jeweils 10.00-16.00 Uhr, Mi 10.00-13.00 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G32
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Karin Gövert, MSc.
    Zeit für Zivilcourage?!
    fällt aus


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Kommunikation und Begegnung - über die Freude am Umgang mit anderen Menschen
    Vorträge
    Paul Watzlawicks bekannte Aussage „Man kann nicht nicht kommunizieren“ erinnert daran, dass Kommunikation in der Mitte des Lebensvollzugs steht. Und es lässt sich erahnen, dass Kommunikation ein hochkomplexes intuitives Geschehen ist, das aus vielfältigen Perspektiven betrachtet und bedacht werden kann. In dieser Vortragsreihe geht es sowohl um theoretische Grundlagen als auch um praxisbezogene Anwendungsbeispiele und Übungen. Fragestellungen sind z. B.: Worum geht es grundsätzlich in der Kommunikation? Was bedeutet es, sich mit dem Anderen in der anderen Person auseinanderzusetzen? Was sind die Bedingungen einer guten Begegnung? Wann ist Kommunikation entmutigend, wann ist sie ermutigend? Was sind die Voraussetzungen, damit Trost, Ermutigung und Vergebung gelingen können? Warum ist das Zuhören gar nicht so leicht? Was bedeutet es, den anderen zu verstehen? Wie gehe ich mit „schwierigen“ Mitmenschen um? Was ist das Schöne und Bereichernde an der Kommunikation? Wie kann ich mit mir selbst in einer guten Kommunikation sein? Die Vortragsreihe soll dazu anregen, das eigene Kommunikationsverhalten zu reflektieren und die Freude am lebendigen Umgang mit anderen Menschen zu entdecken.
    Zeit: mittwochs 10-13 Uhr
    Termine: 10.04., 08.05., 19.06.2019
    Ort: Leonardo-Campus 17, Leo 17.21
    Anmeldung: Entgegen der Ankündigung im gedruckten Verzeichnis ist eine besondere
    Anmeldung nicht erforderlich.


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Trauer und Leben - Die Erfahrung der Trauer im Lebensalltag
    Blockseminar
    Jeder Mensch macht Trauererfahrungen und erlebt, wie durch den Verlust das eigene Leben in existenzieller Weise betroffen ist. Und es ist auf vielfältige Weise
    betroffen. Trauer hat mehr Implikationen als man denkt, und jeder wird den Weg  mit und durch die Trauer auf seine je eigene Weise gehen. In dieser Seminarreihe wollen wir das Phänomen Trauer von verschiedenen Seiten betrachten.
    Impulsreferate, Texte, Austausch im Gespräch und das gemeinsame Suchen nach hilfreichen Antworten sind die formalen Inhalte des Seminars.

    Zeit: mittwochs, 14-17 Uhr
    Termine/Orte: 10.04./08.05./22.05./19.06.2019: Georgskommende 14, G 120
    03.07.2019: Schloss, S 062
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Mechthild Kaiser
    Mehr (Frei-)Zeit, weniger (Lebens-)Zeit. Zur Bedeutung von Zeit im Alter
    Seminar
    Das Thema „Zeit“ erlangt im Alter in mehrfacher Hinsicht an Bedeutung:
    Das Alter macht heute etwa ein Viertel, wenn nicht gar ein Drittel der gesamten Lebenszeit aus. Und wir können immer sicherer mit dieser verlängerten Le-bensphase rechnen. Aber was fangen wir mit der „geschenkten Zeit“ (Imhof) an?
    Mit dem Wegfall der Erwerbsarbeit steht relativ viel Zeit zur freien Verfügung, die gestaltet sein will. Der Lebensrhythmus, der bisher von der Erwerbsarbeit dominiert wurde, muss neu gefunden werden. Wie gestalten ältere Menschen ihre Zeit im Alltag, wie strukturieren sie die Zeit, wie lässt sich Zeit mit Inhalt und Sinn füllen?
    Und schließlich rückt mit zunehmendem Alter das Lebensende unweigerlich näher, die Lebenszeit wird geringer. Wie erleben ältere Menschen das Verrin-nen der Zeit? Vergeht die Zeit im Alter tatsächlich schneller und wenn ja, wie ist dieser Eindruck zu erklären? Was bedeutet das Bewusstsein um die Be-grenztheit der Lebenszeit für das Leben?
    In diesem Seminar wollen wir uns mit dem Paradox der Zeit im Alternsprozess beschäftigen: Der Erfahrung, angesichts eines erwartbaren längeren Lebens und des Endes der Erwerbsarbeit über beinahe unendlich viel Zeit verfügen zu können, und dem gleichzeitigen Wissen, angesichts der Begrenztheit des Le-bens immer weniger Zeit zur Verfügung zu haben.
    Aufgrund vielfacher Anfragen wird dieses Seminar wiederholt. Diejenigen, die zuvor schon daran teilgenommen haben, sollten sich nicht wieder dazu an-melden.

    Zeit: donnerstags, 10-12 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 04.04.2019
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
  • Psychologie

    Prof. Dr. Norbert Erlemeier
    Gelingendes Altern im Spannungsfeld von Gewinnen und Verlusten
    Seminar
    Alter ist zeitlich und inhaltlich schwer festzulegen, Altern ein vielschichtiger Prozess. Jede vorschnelle und einseitige Beurteilung kann in die Irre gehen. Weder die Überbetonung negativer, noch die positiver Seiten ist zielführend, sondern führt zu falschen Schlüssen und problematischen Entscheidungen für die eigene Lebensplanung und Alternsvorsorge. Auch für die Alternspolitik werden dadurch falsche Weichen gestellt.
    Altern ist nicht nur biologisches “Schicksal“ angesichts des Lebensendes, sondern in seinem Verlauf auch Ergebnis eigener Anstrengungen und Ent-wicklungsbemühungen. Altern bietet Chancen für geistig und sozial vertiefte Entwicklungen und „neue Freiheiten“. Sie können genutzt werden und zur Stärkung von Widerstandsfähigkeit, Produktivität und Engagement beitragen. Altern bringt aber auch Risiken und Verluste mit sich, die wir kennen, annahmen und möglichst verringern sollten, z. B. durch Gesundheitsvorsorge und Kontaktpflege. Nicht zu übersehen ist die Zunahme von Krankheiten und alltäglichen Behinderungen, die zu mehr Abhängigkeit und Hilfebedarf führen können. Verwoben mit diesen körperlichen Vorgängen sind soziale Verände-rungen, die immer schwieriger durch eigene Anstrengung und äußere Unter-stützung kompensiert werden können. Sie verlaufen abhängig von Lebensumständen und Gesundheitszustand individuell unterschiedlich, meistens aber miteinander verwoben. Dafür wird der Begriff des differentiellen Alterns verwendet.
    Chancen und Risiken sind als Wirkkräfte des Alterns wahrzunehmen und indi-viduell wie gesellschaftlich so zu gewichten, dass Risiken und Alternsproble-me möglichst nicht überwiegen. Philosophen sprechen deshalb auch von der „Kunst des Alterns“, die sich von einer Balance zwischen Gewinnen und Ver-lusten ableitet.
    Literaturempfehlung: Höffe, Otfried (2018). Die hohe Kunst des Alterns. Kleine Philosophie des guten Lebens. München. Beck-Verlag. Rensch, Thomas & Vollmann, Moris (Hrsg.) (2015). Gutes Leben im Alter. Die philosophischen Grundlagen. Stuttgart: Reclam-Verlag. Wahl, Hans-Werner (2017). Die neue Psychologie des Alterns. Überraschende Erkenntnisse über unsere längste Le-bensphase. München: Kösel-Verlag.

    Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr
    Termine: 04.04., 11.04., 25.04., 09.05., 23.05., 06.06., 27.06., 04.07.2019
    Ort: Bispinghof 2, BB4
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ludger Kotthoff , Monika Kotthoff, KiJu Psych. Ther.
    Märchen - Ein Zugang zur eigenen Geschichte
    Bockseminar
    Märchen haben viel mit unserer Wirklichkeit zu tun. Sie greifen das auf, was uns Menschen bewegt: Wünsche, Hoffnungen und Mut, aber auch Gefühle wie Ängste, Eifersucht und Ohnmacht. Die Themen im Märchen bieten Lösungsmöglichkeiten für zwischenmenschliche Probleme, indem sie Schwierigkeiten vereinfachen, anschaulich machen und zur Identifikation anregen. Mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden (Schreiben, Malen, Rollenspiel) soll eine Auseinanderstzung mit der eigenen Lebensgeschichte angeregt werden, um persönliche Erlebens- und Verhaltensmuster besser zu verstehen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist die aktive Bereischaft, sich auf diesen Prozess einzulassen.  
    Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir Sie, sich nur dann anzumelden, wenn Sie verbindlich an allen drei Terminen teilnehmen können.

    Zeit: samstags, 10-16 Uhr
    Termine/Orte: 27.04.2019: Krummer Timpen 5, ULB 1
    04.05.2019: Krummer Timpen 5, ULB 101
    11.05.2019: Krummer Timpen 5, ULB 1

    Anmeldung:

    Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dipl. Psych. Hiltrud Luthe
    Konflikte verstehen
    Blockseminar
    Wir alle kennen es, dass Dinge vom Gegenüber völlig anders aufgenommen werden, als sie ursprünglich gemeint waren. Und nicht selten entstehen aus solchen Situationen Konflikte. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Entstehung von Konflikten, deren Verlauf und auch mit möglichen Lösungen. Heftige Konflikte entstehen nicht aus heiterem Himmel, sie bahnen sich an und werden schrittweise intensiver. Weil aber viele Menschen Konflikten lieber ausweichen, übergehen sie oft die ersten Signale und stellen sich der Situation erst, wenn schon einiges passiert ist. Theoretische Inputs zu Kommu-nikations- und Konfliktkonzepten wechseln sich ab mit Übungen und Reflexionen; so entsteht eine Verknüpfung von Gelerntem mit eigenen Erfahrungen.

    Termin: Freitag, 03.05.2019, 13-19 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 107
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dipl. Psych. Hiltrud Luthe; Dipl. Soz.Päd Silke Röhrs
    Mediation – Ein konstruktiver Weg, Konflikte zu lösen
    Blockseminar

    Fällt aus!

  • Geschichte

    Prof. Dr. Peter Burg
    Das Zeitalter des Feudalismus
    Vorlesung
    Die Vorlesung stellt die Grundzüge der alteuropäischen Gesellschaft dar, deren Zusammenbruch nach einer jahrhundertelangen Geltung von der Franzö-sischen Revolution eingeleitet wurde. Feudalismus (Lehnswesen) bezeichnet die vom Mittelalter bis zum Zeitalter der Französischen Revolution in Europa vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsform, auf die im 19. Jahrhundert der Aufstieg der bürgerlichen Gesellschaft folgte. In der feudalen Gesell-schaft überließ ein Landesherr seinen Gefolgsleuten die Nutzung von Land und Leuten. Aus dem landesherrlichen Privileg entwickelten sich herrschaftliche und wirtschaftliche Strukturen, die zu einer politischen und sozialen Glie-derung in Ständen führten. Auf der unteren Ebene, an der Basis, gab es den zur Landbewirtschaftung bestimmten Stand der Bauern. Eigentümer des von ihnen bestellten Landes waren die Grundherren, die Bauern befanden sich im Zustand der Hörigkeit. Die städtischen Bürger erhielten eine relative Eigenständigkeit. Den Herrschaftsverhältnissen nach unten stand eine Bindung des Lehnsmannes an übergeordnete Instanzen bis hin zum obersten Landesherrn gegenüber. Der Landesherr umgab sich im Feudalismus mit einem Stand, der ihm zur Gefolgschaftstreue verpflichtet war. Die Kette der Vasallen reichte bis zum König, dessen hoheitliche Domäne in vielfältigen Formen das gesamte Land umfasste. Die Kirche bildete einen wichtigen Bestandteil des Feudalsys-tems.
    Literatur: Otto Hintze, Wesen und Verbreitung des Feudalismus (= Sitzungs-berichte der Preußischen Akademie der Wissenschaften), Berlin 1929; Marc Bloch: Die Feudalgesellschaft (Originaltitel: La societé féodale). Klett-Cotta, Stuttgart 1999; Georges Duby: Die drei Ordnungen. Das Weltbild des Feudalismus (Originaltitel: Les trois ordres ou l’imaginaire du féodalisme). Suhr-kamp, Frankfurt/M. 1993.

    Zeit: dienstags und mittwochs,  10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 117
    Beginn: 02.04.2019
    Ende: 05.06.2019


    Prof. Dr. Horst Gründer
    Lateinamerika im kolonialen Zeitalter
    Vorlesung
    Die Vorlesung befasst sich zunächst mit den altamerikanischen Kulturen, da-nach mit Voraussetzungen, Verlauf und Folgen der Entdeckung und Eroberung Amerikas. Dargestellt werden die Durchsetzung kolonialstaatlicher Machtmit-tel, die europäische Missionierung, Indianersklaverei und afrikanische Zwangsmigration sowie die Entstehung einer kolonialen Gesellschaft und ei-ner kolonialen Wirtschaft. Leitfragen werden Aspekte der Kulturbegegnung, der Kulturzerstörung und der Kultursynthese sein.
    Im Zusammenhang mit der Vorlesung steht eine Exkursion nach Nord-Peru und Ecuador (optional Galapagos-Inseln).
    Empfohlene Literatur: Hans-Joachim König, Kleine Geschichte Lateinamerikas, Reclam Ditzingen 2009 (15,80 €).

    Zeit: freitags, 10-12 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 05.04.2019


    Prof. Dr. Hein Hoebink
    Europa. Idee und Wirklichkeit
    Seminar
    Bekanntlich wurde die Französische Revolution am Ende des 18. Jahrhunderts zum großen, einschneidenden Ereignis der europäischen Geschichte. Es brachte die Verkündung von Menschenrechten mit sich und den Austritt der Menschen aus der vorgeblich selbstverschuldeten Unmündigkeit. Vielerorts beförderte es zudem die Entwicklung von Nationalismen, die in Europa das gesellschaftlich und staatlich Trennende gegenüber dem europäisch Gemeinsamen betonten. Zu diesem gehörte in besonderer Weise das Christentum - auch wenn daneben der Islam und das Judentum deutliche Spuren gelegt hatten.
    Im 19. Jahrhundert trat neben die Ausprägung von Nationalstaaten zugleich die Notwendigkeit, die Beziehung dieser Staaten in Europa neu zu ordnen. Das war nach dem 1815 abgeschlossenen Wiener Kongress in erster Linie eine politische Aufgabe, aber immerhin sahen wenigstens gelegentlich auch Intel-lektuelle und vor allem auch Literaten Anlass genug, sich mit ihrer jeweiligen „Europa-Idee“ zu Wort zu melden.
    Der Erste Weltkrieg hat die Niederschrift von „Europa-Ideen“ zweifellos belebt - nicht nur im Kontext des Schöngeistigen, sondern auch in der Politik. Aber erst der Zweite Weltkrieg ließ die Erkenntnis reifen, dass die in Europa verant-wortlichen politischen Akteure auf der politischen Bühne auch die Gemein-samkeiten europäischer Staaten und Gesellschaften zum erstrangigen politischen Programm würden erheben müssen: zur Überwindung der materiellen und immateriellen Zerstörungen des Krieges, für den Wiederaufbau, zur Gründung eines Bollwerks gegen den Ostblock im Zeichen des Kalten Krieges oder etwa auch zur Kompensation verloren gegangener Kolonien.
    Die Europa-Ideen der ersten Nachkriegsjahrzehnte und die mit ihnen verbundenen Umsetzungen in europäischen, gemeinschaftsorientierten Institutionen gerieten mit der europäischen Wende der Jahre 1989/90 in ein grundlegend neues Fahrwasser.
    War die europäische Integration auch weiterhin ein Gewinn, und wenn sie es war, bedeutete dies auch, im Prozess der europäischen Integration nachhaltig und intensiv fortschreiten zu sollen?
    Diese Frage stellte und stellt sich angesichts der neuen Herausforderungen einer globalisierten Welt umso mehr, als sich auf dem politischen Parkett eine bevorzugte Verfolgung nationaler Interessen und nationaler Eigenheiten Bahn zu brechen wusste.
    Gern wird das Seminar im Rahmen einer Auseinandersetzung mit der Europa-Idee und einer ihr folgenden Umsetzung auf dem Feld der Politik auch auf die-se aktuelle Frage mit Ihnen als Teilnehmerin oder Teilnehmer Antworten erörtern.

    Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr
    Ort: Wilhelm-Klemm-Str. 10, IG1 88d
    Beginn: 04.04.2019
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!



    Dr. Veronika Jüttemann
    „Angst und Schrecken zu verbreiten”.  Zur Geschichte des Terrorismus in der Moderne
    Semiar
    Die Bilder der in Flammen stehenden Türme des World Trade Centers haben sich in das kollektive Gedächtnis gebrannt. Seit 9/11 stehen der Terrorismus beziehungsweise seine Bekämpfung wieder weit oben auf der politischen Agenda der westlichen Welt. „Unsicherheit und Schrecken zu verbreiten“ – laut dem Politologen Peter Waldmann eines der Hauptziele aller Terroristen –  hat al-Quaida sicherlich erreicht. Doch warum gelingt dies Terroristen so viel besser als politischen Attentätern, Guerilla-Kämpfern oder Putschisten? Was unterscheidet Terrorismus von anderen Formen politischer Gewalt? Und ist der Terrorismus wirklich innerhalb der acht Jahre von 1858 bis 1866 erfunden worden, wie die Historikerin Carola Dietze in ihrer kürzlich aufgestellten, viel beachteten These argumentiert hat?
    Bei der gemeinsamen Lektüre von Quellen und wissenschaftlichen Texten su-chen wir im Seminar nach Antworten auf diese Fragen.  Anhand verschiedener Fallbeispiele aus der deutschen Geschichte der letzten 160 Jahre wollen wir versuchen, das Phänomen „Terrorismus“ und seine historische Entwicklung besser zu verstehen. Dahinter steht die offene Frage, ob sich aus der Ge-schichte des Terrorismus Lehren für unseren Umgang mit Terrorismus heute ziehen lassen.

    Zeit: dienstags, 14-16 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 114
    Beginn: 02.04.2019
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Veronika Jüttemann
    Forschendes Lernen – Geschlechtergeschichte(n) in Westfalen 1800 bis 2000
    Forschungsseminar
    Der geschlechtergeschichtliche Wandel hat das Leben aller Frauen und Män-ner in den vergangenen 200 Jahren tiefgreifend verändert: Wie Männer und Frauen sich die anfallenden Aufgaben in Familie, Beruf und Gesellschaft ge-teilt haben, wie sehr Frauen an Entscheidungen in Politik und Wirtschaft betei-ligt waren, was sie für typisch männlich oder für eine Frau nicht schicklich hiel-ten, ob ein Mann „gedient haben“ musste, um anerkannt zu sein, und ob die Fähigkeit, Windeln zu wechseln, mit echter Männlichkeit vereinbar war, wie Mädchen und Jungen erzogen wurden, welche Bildung sie genießen und welchen Beruf sie ergreifen sollten, ob Frauen Fußball spielen dürfen, und was überhaupt als angemessene Freizeitbeschäftigungen für Männer und für Frauen galt – all diese Fragen haben unsere Großeltern noch ganz anders beantwortet als unsere Eltern und erst recht als wir selbst.
    Vor zwei Semestern haben Studierende begonnen, selbstständig Forschungs-projekte zu einzelnen Aspekten des geschlechtergeschichtlichen Wandels zu konzipieren und durchzuführen.  In diesem Semester soll es nun darum gehen, die Ergebnisse zu verschriftlichen. Ein Einstieg in das Seminar ist daher nicht mehr möglich.

    Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 11.04.2019


    Prof. Dr. Paul Leidinger
    Deutschland, die Türkei und der Nahe Osten im Jahrhundert zwischen Erstem Weltkrieg und Gegenwart
    Vorlesung
    Das deutsch-türkische Beziehungsverhältnis, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts sich trotz Kriegszeiten und NS-Diktatur sowie im Zeitalter europäi-scher Einigung nach 1945 zu einem kooperativen und freundschaftlichen Miteinander entwickelt hatte, ist durch die Politik des Ministerpräsidenten Erdogan seit 2002, die die Türkei als neue Regionalmacht im Nahen Osten durch nationale und religiös muslimische Zielsetzungen stärker betont, in eine Krise geraten, die auch das Verhältnis der ca. 3,5 Millionen Türken betrifft, die in Deutschland leben und zu einem großen Teil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Inzwischen wächst bereits die vierte und fünfte Generation der türkischstämmigen Deutschen in unserem Land heran, ohne dass sie im Schulsystem der Bundesrepublik die Geschichte ihres Mutterlandes genauer kennen gelernt hätten, die auch den meisten Deutschen nicht näher bekannt ist, da der Geschichtsunterricht in der Bundesrepublik darauf gegenüber früheren Zeiten vor 1939 kaum eingeht.
    Die Vorlesung setzt hier an und behandelt die türkisch-deutsche Geschichte seit dem Ersten Weltkrieg, in dem Deutschland und das Osmanische Reich Bündnispartner waren, sodann die Besonderheiten der Gründung der säkularen Republik Türkei 1923, die die deutsch-türkischen Beziehungen in wirt-schaftlicher und kultureller Beziehung wieder aufgenommen und trotz der NS-Diktatur seit 1933 und des Zweiten Weltkriegs 1939-1945 bis fast zum Ende durchgehalten hat. Nach dem für Deutschland verlorenen Zweiten Weltkrieg knüpfte vor allem die Türkei schon bald freundschaftliche Beziehungen zu der 1949 begründeten westdeutschen Bundesrepublik, zur NTAO und auch zu den sich bildenden europäischen Institutionen an. Nicht zuletzt wirkten daran deutsche Emigraten mit, die in der NS-Zeit in der Türkei Asyl gefunden hatten. Sie waren zugleich durch ihre fachliche Kompetenz wichtige Förderer des Ent-wicklungslandes Türkei.
    In einer dritten und abschließenden Phase geht die Vorlesung auf die Entwicklung der Republik Türkei nach 1945 in der Zeit der Militärherrschaft in der Türkei ein, die durch Erdogan seit 2002 abgelöst worden ist, ferner auf die Stellung des Islam in der heutigen Türkei und die politisch-nationalen Zielsetzungen der Erdogan-Regierung mit ihren verfassungsrechtlichen Fragen, dem Kurdenproblem und der Rolle der Türkei als erstarkter Regionalmacht im instabilen und konfliktreichen Nahen und Mittleren Osten zwischen den Großmächten, dem Iran, Israel und der arabischen Welt. Hier ist auch ein abschließender Blick auf die Lage der Christen in ihrer Ursprungsregion heute zu richten.
    Literaturhinweise (bpb = Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn)
    Douglas A. Howard, Das Osmanische Reich 1300-1024, Darmstadt 1918; Udo Steinbach, Geschichte der Türkei, München 2010; Udo Steinbach, Länderbericht Türkei, Bonn 2012 (bpb); Faruk Sen (u.a.), Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998; Klaus Kreiser, Atatürk – eine Biographie, München 2. Aufl. 2008; Sabine Mangold-Will: Begrenzte Freundschaft. Deutschland und die Türkei 1918-1933, Göttingen 2013; Rainer Möckelmann, Wartesaal Ankara. Ernst Reuter – Exil und Rückkehr nach Berlin, Berlin 2013; Rainer Möckelmann, Franz von Papen, Hitlers ewiger Vasall, Darmstadt 2016; Eckhard Lisec, Die Türkische Armee. Von Mete Han (209 v. Chr.) über Atatürk zur Gegenwart, Berlin 2018; Rainer Hermann, Wohin geht die türkische Gesellschaft? Kulturkampf in der Türkei, DTV München 2008; Klaus Kreiser (u.a.), Hg.), Junge Perspektiven der Türkeiforschung in Deutschland, Bd. 1, Springer Verlag, Hamburg 2014; M. Strohmeier, L. Yalcin-Heckmann, Die Kurden, München, 2. Aufl. 2003; Türkei – Schlüsselmacht einer Krisenregion, Die politische Meinung, 61. Jg., Heft Nr. 357 (März/April 2016); Paul Leidinger, Ulrich Hillebrand, Deutsch-Türkische Beziehungen im Jahrhundert zwischen Erstem Weltkrieg und Gegenwart. Grundlagen zur Geschichte und zum Verständnis beider Länder, Münster 2017; Wolfgang Gieler u.a. (Hg.), Deutsch-Türkische Beziehungen. Historische, sektorale und migrationsspezifische Aspekte, Frankfurt 2017; Kersten Knipp, Nervöser Orient. Die arabische Welt und die Moderne, Darmstadt 2016; Udo Steinbach, Die arabische Welt im 20. Jahrhundert. Aufbruch – Umbruch – Perspektiven,, Stuttgart 2016; David Gardener, Letzte Chance – Der Nahe und Mittlere Osten am Scheideweg, Darmstadt 2010 (engl. 2009); Marcel Pott, Der Kampf um die arabische Seele. Der steinige Weg zur islamischen Demokratie, Köln 2012; Rita Breuer, Im Namen Allahs? Christenverfolgung im Islam, Freiburg 2. Aufl. 2015; Berthold Pelster (Bearb.), Christen in großer Bedrängnis (Dokumentation 2013), München 3. Aufl. 2014

    Zeit: mittwochs, 12.00-13.30 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 4
    Beginn: 03.04.2019


    Dr. Armin Schulz
    Athen und Sparta -  Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut
    Seminar
    „Denn wenn Sparta verödete und nur die Tempel und Grundmauern der Bau-ten blieben, würden gewiss die Späteren nach Verlauf langer Zeit voller Un-glauben seine Macht im Vergleich zu seinem Ruhm bezweifeln…  Wenn es aber Athen ebenso erginge, so würde seine Macht nach der sichtbaren Er-scheinung der Stadt doppelt so hoch geschätzt werden, als sie ist. Also ist kein Grund zu zweifeln und auf die Pracht einer Stadt mehr zu geben als auf ihre Macht, ...“ 
    So beschreibt Thukydides 1, 10f. kontrovers das Wesen beider Städte für den späteren Betrachter. Athen verbinden wir heute mit den Anfängen der Demo-kratie sowie mit seinen prachtvollen Bauwerken auf und um die Akropolis, das schon damals die volle Bewunderung der Zeitgenossen auf sich zog. Auf der anderen Seite Sparta im Süden der Peloponnes, im Flusstal des Eurotas gele-gen, dessen Name bis heute untrennbar mit kriegerischen Auseinanderset-zungen verbunden ist und dessen Ruf der Unbesiegbarkeit dieser Stadt bis heute anhaftet.
    Doch es gab etwas, das beide Städte im Kampf vereinte und mutig gegen ei-nen schier übermächtigen Gegner Position beziehen ließ. Gemeinsames und Gegensätzliches der beiden Mächte soll in diesem Seminar herausgearbeitet werden.
    Literatur: Baltrusch, E., Sparta. Geschichte, Gesellschaft, Kultur. München 1998; Bleckmann, B., Der Peloponnesische Krieg. München 2007; Bleicken, J., Die athenische Demokratie, Stuttgart 1995; Clauss, M., Sparta. Eine Einführung in seine Geschichte und Zivilisation, München 1983; Fischer, J., Die Perserkriege, Darmstadt 2012; Funke, P., Athen in klassischer Zeit, München 1999; Murray, O., Das frühe Griechenland, 5. Auflage München 1998; Schulz, R., Athen und Sparta. 4. Auflage, Darmstadt 2011; Sinn, U., Athen. Geschichte und Archäologie. München 2004; Welwei, K.-W., Sparta. Aufstieg und Nieder-gang einer antiken Großmacht, Stuttgart 2005; Will, W., Die Perserkriege, München 2010.

    Zeit: mittwochs, 14-16 Uhr
    Ort: Bispinghof 3, BA 015
    Beginn: 03.04.2019
    Anmerkung: Am 17.04. und 24.04.2019 fällt die Veranstaltung aus.
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Philosophie

    Dr. Melanie Bender
    Über das Schweigen II
    Seminar
    Wann ist eigentlich endlich Frieden? Der 2. Weltkrieg liegt lange hinter uns und doch scheint der Friede weiterhin eine Illusion zu sein. So beobachtet Carolin Emcke einen stetig ansteigenden Hass in der Gesellschaft, der Züge und Mechanismen der damaligen Zeit aufnimmt. Nachdem im Winter vor allem nach den Ursachen dieser Abwege geforscht wurde, möchte das Seminar sich nun mit den Schwierigkeiten der Vergangenheitsbewältigung der Opfer und Täter beschäftigen, die bis heute anhalten. Gewalterfahrung zeugt Verwirrung und Scham, kollektiver Hass befreit verführerisch aus Einsamkeit und Schwäche. Es bleibt ein Leben lang “unser Auschwitz”, stellt Martin Walser fest. Absichtsvolles Schweigen läge so nahe, meint Aleida Assmann; ein Schlussstrich unter der Erinnerung täte so wohl, erkennt Theodor Adorno, weil es sich sonst nicht mehr leben lasse. Philosophische und literarische Texte sollen aber zeigen, dass sich Menschlichkeit nicht nur in finsteren Zeiten lohnt und dass es daher des Aufbaus einer klugen Erinnerungskultur bedarf. (Das Seminar rich-tet sich nur an Studenten, die regelmäßig teilnehmen wollen. Neueinsteiger sind willkommen. Der Seminarreader kann bis zum 13.03.2019 unter der Ad-resse philo.reader@web.de bestellt werden.)

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Beginn: 02.04.2019
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Birger Brinkmeier
    Was bedeutet das alles?
    Seminar
    Sie ist eine der besten überhaupt, wenn nicht sogar die beste, die „sehr kurze Einführung in die Philosophie“ mit dem Titel Was bedeutet das alles?
    Auf knapp 100 Seiten ohne Anmerkungen, Fußnoten oder Literaturhinweise erörtert der amerikanische Philosoph Thomas Nagel neun Fragen, die in der Philosophie eine prominente Rolle spielen, einschließlich der Frage nach der Philosophie selbst. Zum Beispiel die Frage danach, wie es kommt, dass wir überhaupt etwas wissen, oder die Frage nach dem Verhältnis von Körper und Geist ebenso wie die Frage, ob wir einen freien Willen haben, oder die Fragen nach dem Tod und dem Sinn des Lebens.
    Was macht nun diese Einführung in die Philosophie so besonders, dass man sie unbedingt gelesen haben sollte? Zum einen behandelt Nagel diese Fragen nicht aus rein akademischer Perspektive, sondern als Fragen, die sich den meisten von uns irgendwann im Laufe des Lebens gleichsam von selbst stel-len, unabhängig davon, ob man darüber etwas Kluges gelesen hat oder nicht. Zum anderen geht es ihm vor allem darum, die hinter diesen Fragen sich ver-bergenden Probleme herauszuarbeiten, auf die es bisher mehr oder weniger überzeugende, aber keine endgültigen Antworten gibt. Und schließlich ist der Text bei aller Tiefe in einer ausgesprochen klaren und einfachen Sprache ge-schrieben.
    Das Seminar ist der Lektüre und Diskussion ausgewählter Kapitel dieses Büchleins gewidmet.
    Literatur: Die deutsche Übersetzung des englischen Originals What does it all mean? A Very Short Introduction to Philosophy ist bei Reclam für € 5,00 erhält-lich.

    Zeit: mittwochs, 12-14 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 204
    Beginn: 03.04.2019
    Anmedung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Norbert Herold, Sigird Mathia-Noreikat
    Anerkennung, Freundschaft, Liebe. Grundbegriffe der Sozialphilosophie
    Blockseminar

    Fällt aus


    Dr. Norbert Herold, Sigird Mathia-Noreikat
    Zorn und Vergebung
    Seminar
    Der Umgang mit Schuld und tiefen Verletzungen ist ein Thema, das seit alters her das Denken der Menschen beschäftigt hat. Ist es möglich, sich zu lösen aus der Fixierung auf das, was gewesen ist, was die Zukunft verstellt und doch nicht mehr zu ändern ist? Denker wie Friedrich Nietzsche, Hannah Arend und Paul Ricoeur haben über das Verzeihen nachgedacht als einen Weg, neu zu beginnen und die Zukunft zurückzugewinnen. Ist aber der Verzicht auf Vergeltung mit den Prinzipien der Gerechtigkeit zu vereinbaren? Die Frage stellt sich nicht nur Individuen, denen Unrecht widerfahren ist, sondern ist auch eine Herausforderung an eine Gesellschaft, in der es gerecht zugehen soll und in der gleichwohl immer wieder schweres, nicht wieder gut zu machendes Un-recht geschieht. Können Völkermorde, Kolonialismus und Kriegsverbrechen vergeben werden?
    In der aktuellen Gemengelage, in der Volkszorn und Wut wieder hoffähig sind, die Vergebung als falsche Unterwürfigkeit abgelehnt wird, aber auch als Mittel der Disziplinierung und Schuldzuweisung in den zwischenmenschlichen Be-ziehungen dienen kann, plädiert die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum für eine Kultur der Gelassenheit. Auf den Spuren ihres vor zwei Jah-ren erschienenen Buches soll das Spannungsfeld von Zorn und Vergeltung, von Gefühlsaufwallung und vernünftiger Mäßigung, von Gerechtigkeit und Milde untersucht werden.
    Literatur zur Einführung: Dossier: Verzeihen – Gibt es einen Neuanfang? im PhilosophieMagazin 01/2019, S. 42-63. Nussbaum, Martha: Zorn und Verge-bung. Plädoyer für eine Kultur der Gelassenheit, Darmstadt 2017.

    Zeit: dienstags, 14-16 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Beginn: 30.04.2019
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Dr. Bodo Kensmann
    Über Glück und dessen Trugbilder
    Seminar
    „Alle Menschen wollen glücklich sein.“ Findet dieser Satz gelegentlich keine Zustimmung, hat man bereits zu philosophieren begonnen über den Sinn und die Bedeutung des Wortes Glück. Meint oder verspricht Glück nicht zu viel? Geht es nicht auch bescheidener: Zufriedenheit? Es gibt trügerische Glücks-versprechen, (über-)lebensnotwendige Hoffnungen auf dessen Eintreten, ge-lungene wie misslungene Wege zum Glück. Glück ist nicht alleine eine Frage individueller Klugheit: Unter politischen und sozialen Rahmenbedingen dro-henden Unglücks lässt sich das private Glück kaum retten. Und sieht man im Alter – und im Rückblick – nicht auch in besonderer Weise auf das Glück?  
    Die Thematik dieses Seminars befindet sich in der Schnittfläche von (Tugend-) Ethik, Sozialphilosophie und politischer Philosophie. Glück - es gibt so vieles und unterschiedliches zu bedenken. Fangen wir in diesem Seminar gemein-sam damit an…

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort:    Bispinghof 2, BB 208
    Beginn:    02.04.2019
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
    Fragilität – oder auf dem Weg zu einer ‚Philosophie des Gartens‘
    Tagesseminar
    Die Verletzlichkeit des Menschen zeigt sich nicht nur an ihm selbst, sondern als interaktives und vielfältig verbundenes Geschöpf auch an seiner Umgebung und Mitwelt. Angesichts eines klimatischen Wandels, des flächendeckenden Einsatzes von Insekten vernichtenden Pestiziden und anderweitig fragwürdigen Umgangs mit unserer Umwelt gilt es, diese Verbundenheit und Angewiesenheit verstärkt zu bedenken. Was läge hier näher, als diese Gedanken an der Stelle zu beginnen, wo wir ein Stück ‚Natur‘ gestalten: beim Garten (aber natürlich auch Parks, Balkone, Blumenkästen oder öffentliche Grünan-lagen). Ein Blick in die Geschichte des Gartens zeigt ihn immer auch als Refle-xionsmedium des Menschen. Anhand zweier historischer Etappen, dem mit-telalterlichen und dem barocken Garten, will sich diese Veranstaltung einer ‚Philosophie des Gartens‘, die es so nicht gibt, nähern – im Versuch dabei auch zu ergründen, was sich an unseren gegenwärtigen Gestaltungen auch über uns ablesen läßt. Mehr als sonst noch versteht sich die Veranstaltung daher als Forschungsseminar. Aktuelle Bildbeispiele können gerne mitgebracht werden. Kopiervorlagen mit Textauszügen werden in der Kontaktstelle bereitgestellt. Alle Interessierten sind – wie immer – herzlich eingeladen.
    Literatur: Bredekamp, Horst: Leibniz und die Revolution der Gartenkunst. Herrenhausen, Versailles und die Philosophie der Blätter. Berlin 2006. Mayer-Tasch, Peter Cornelius u. Bernd Mayerhofer (Hrsg.): Hinter Mauern ein Paradies. Der mittelalterliche Garten. Frankfurt a. M./Leipzig 1998.

    Termin: Freitag, 28.06.2019, 10-16 Uhr
    Ort: Schloss, S 055
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beschten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Kunst und Kunstgeschichte

    Prof. Dr. Erich Franz
    Expressionismus        
    Vorlesung
    Zu Anfang des 20. Jahrhunderts strebten viele junge Künstler in ganz Europa nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Sie wollten – so kann man vielleicht verallgemeinern – die Darstellung eines Zustandes überwinden, und sei er noch so momenthaft. Nichts in der Welt erwies sich als dauerhaft. So suchten sie nach Möglichkeiten, die fest stehende Bildfläche ganz und gar in unfixierbare Bewegung zu verwandeln. Das Bild drückt etwas aus, was es in seiner Unveränderlichkeit eigentlich nicht darstellen kann: Plötzlichkeit und Verflüchtigung, Wachsen und Zerstörung, widersprüchliche simultane Prozesse. Die vom Bild angeregten subjektiven Vorstellungen werden wichtiger als die Formen, die es objektiv zeigt.
    Wir lernen die europäischen Ansätze zu solchen prozessualen Bildwirkungen kennen (van Gogh, Matisse, Picasso, Boccioni) und analysieren Bilder und Texte unter anderem von Modersohn-Becker, Kirchner, Kandinsky, Marc und Morgner. Dabei geht es weniger um Bestätigung von verbreiteten Ansichten über den Expressionismus als um den Nachvollzug von sehr verschiedenen Zusammenhängen – innerhalb eines einzelnen Bildes wie auch zwischen unterschiedlichen Bildern, Theorien und Künstlern.

    Zeit: donnerstags,  16-18 Uhr
    Ort: ab dem 18.04.2019: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 04.04.2019


    Dr. Norbert Humburg
    Kunst im öffentlichen Raum – Münster und die Skulptur Projekte
    Stadtrundgänge zu ausgewählten Skulpturen
    Von 1977 bis 2017 wurde Münster alle zehn Jahre zum Ort der Kunstschau Skulptur Projekte Münster.  In fünfzig Jahren ist durch Ankäufe und Stiftungen aus dem reichen Angebot der aktuell ausgestellten Arbeiten ein beachtlicher Bestand an Kunst im öffentlichen Raum entstanden, mitunter noch im Bewusstsein, mitunter vergessen. In jeweils fünf Führungen geht es darum, eine kritische Übersicht über Altbestände und Neuzugänge zu erleben.
    Die Teilnehmerzahl ist pro Gruppe auf 20 beschränkt.
    Bei den Besuchen muss strikt darauf geachtet werden, dass der gebuchte Termin (Wochentag) eingehalten wird! Ein Wechsel zwischen den Gruppen ist nicht möglich! Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Beleg für die gebuchte Gruppe, der zur Veranstaltung mitgebracht werden muss. Ohne diesen Beleg ist eine Teilnahme nicht möglich.

    Zeit: 10-12 Uhr
    Treffpunkt: Das erste Treffen jeder Gruppe findet im LWL-Landesmuseum statt.  Die nächsten Treffen werden rechtzeitig abgesprochen.
    Gruppe A: dienstags,  02.04, 09.04, 16.04., 23.04., 30.04.2019
    Gruppe B: mittwochs, 03.04., 10.04., 17.04., 24.04, Donnerstag 2.05.2019(!)
    Gruppe C: dienstags, 07.05., 14.05., 21.05., 28.05., 04.06.2019
    Gruppe D:  mittwochs, 08.05., 15.05., 22.05., 29.05., 05.06.2019
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Klicken Sie bitte auf den Anmeldebutton der Gruppe, an der Sie teilnehmen möchten.


    Johannes Vincent Knecht, M.A
    Von Ruisdael bis Kandinsky – Einführung in die Landschaftsmalerei
    Blockseminar
    In der traditionellen Rangfolge der Malereigattungen hat die Kunst des Land-schaftsbildes keine hohe Reputation erlangt. Noch heute gilt sie manchem als langweilig oder rein dekorativ, während andere von den atmosphärischen Naturpanoramen etwa Caspar David Friedrichs oder Claude Monets fast magisch angezogen sind. Unser Kurs erarbeitet einen exemplarischen Überblick über die historische Entwicklung dieser oft unterschätzten Gattung, ausgehend von der Emanzipation der Landschaft vom Historienbild im 16. Jahrhundert über die ›Weltlandschaften‹ in Manierismus und Barock, den neuen Realismus der Niederländer, Romantik, Naturalismus und Impressionismus bis zu den Grenzen der Abstraktion bei Vincent van Gogh, Klee und Kandinsky. Stets ist das Landschaftsbild dabei mehr als nur die Schilderung von Natur: Es artikuliert Weltbilder und künstlerische Haltungen und steht somit auf vielfache Weise im Spannungsfeld von Wirklichkeitswiedergabe und Sinnbildhaftigkeit.

    Termine: Freitag, 26.04.2019, 13.00-16.00 Uhr und 17.00-18.30 Uhr
    Samstag, 27.04.2019, 10-13 Uhr und 14-15.30 Uh
    Ort: Freitag: Bispinghof 2, BB 107; Samstag: Bispinghof 2, BB 102
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ira Oppermann
    Pablo Picasso
    Ein Seminar mit Exkursion nach Berlin-Potsdam
    Der große Künstler des 20. Jahrhunderts soll in seinen unterschiedlichen Werkepochen (Anfänge in Barcelona, Rosa/Blaue Periode, Kubismus, surrealistische Phase, „klassizistische“ Phase etc.) dargestellt werden. Das beinhaltet gleichzeitig eine Betrachtung diverser Kunstgattungen, da Picasso fast alles bespielte: Malerei, Skulptur, Grafik, Papierarbeiten, Assemblage oder Keramik. Dieser Überblick wird durch kompakte Analysen einzelner Werke vertieft, zu denen etliche Inkunabeln der Kunst gehören wie „Demoiselles d‘Avignon“ von 1907 oder „Guernica“ von 1937.
    Die Exkursion gliedert sich in einen Gesamtüberblick (Museum Berggruen) und in eine Fokussierung auf das Spätwerk (Museum Barberini). In Potsdam werden auch bisher unveröffentlichte Bilder bzw. selten gezeigte Werke zu sehen sein. Bei Picassos surrealistischer Phase (Museum Scharf Gerstenberg) steht vor allem sein Freundes- und Künstlerkreis im Mittelpunkt.

    Gruppe 1
    Termine: Seminar: 27.-29. März 2019, jeweils 10.30-12.45 Uhr / Georgskommende 14, G 1
    Exkursion: 17.-19. April 2019
    Programm: 17. April: 14.30-16.00 Uhr und 16.30-18.00 Uhr Museum Berggruen
    18. April: 11-16.30 Uhr (mit 1 St. Mittagspause und 2 kleinen Pausen) Museum Barberini
    19. April: 11.00-13.30 Uhr Museum Scharf Gerstenberg
    Anmeldung: Ab dem08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Anmerkung: Anfahrt nach Berlin und Unterkunft müssen die Teilnehmer*innen selbst organisieren.
    Es besteht kein Versicherungsschutz durch die WWU Münster.
    Gruppe 2
    Termine/Ort: fällt aus


    Dr. Ira Oppermann
    Italien in Potsdam. Caravaggio, Barock und Barberini
    Ein Seminar mit Exkursion nach Potsdam und Berlin
    Hauptthema des Seminars: Caravaggio und der römische und neapolitanische Barock
    Im Sommer 2019 blickt die Stadt Potsdam auf ihre italienischen Seiten – ins-besondere beschworen von Friedrich d. Gr. und Wilhelm IV. Die Initialzündung geht dabei vom Museum Barberini aus, das mit seiner Ausstellung „Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom“ 54 Werke des römischen Barock präsentiert. Neben Gemälden von Caravaggio, Gentileschi, Reni u.a. sollen dort auch ausgewählte Skulpturen zu sehen sein. Zusätzlich wer-den ein umfangreiches Begleitprogramm und ein Wanderweg entwickelt, der zu den architektonischen und skulpturalen Monumenten der Italienrezeption führt.
    Ausgehend vom Besuch der prominenten römischen Sammlungen und einem Rundgang zu ausgewählten „Italo“-Werken in Potsdam, spannt die Exkursion die Sicht auf die Gemälde des italienischen Barock mit der Einbeziehung der Berliner Gemäldegalerie weiter: Caravaggios gefeierter „Amor als Sieger“ oder Bilder der Carraccis werden ebenso betrachtet wie Werke des neapolitanischen Barock, etwa von Lucca Giordano oder Francesco Solimena. Abschlie-ßend soll Friedrichs II. bedeutende Bildergalerie (1764) von Sanssouci be-sucht werden, die neben Caravaggios berühmten „Ungläubigen Thomas“ Gemälde von Carlo Maratta, Ciro Ferri u.a. zeigt. Vorab im Seminar in Münster wird in die Thematik eingeführt.

    Gruppe 1

    Termine:

    Seminar: 29. Juli – 1. August 2019, jeweils 10.30-12.45 Uhr / Georgskommende 14, G 32
     Exkursion: 14.-16. August 2019   
    Programm: 14. August 14.30-16.00Uhr und 16.30-18.00 Uhr Gemäldegalerie
    15. August: 11-13.15 Uhr und 14.30-16.00 Uhr Potsdam Barberini (mittags: Pause)
    16. August: 11.-16.00 Uhr Potsdam, Sanssouci, Bildergalerie und Skulpturen-Rundgang (inkl. 1 Stunde Mittagspause)
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Gruppe 2
    Termine: Seminar: 29. Juli – 1. August 2019, jeweils 14.15-16.30 Uhr
    Exkursion: 28.-30. August 201
    Programm: 28. August: 14.30-16.00 Uhr und 16.30-18.00 Uhr Gemäldegalerie
    29. August: 11-13.15 Uhr und 14.30-16.00 Uhr Potsdam Bar-berini (mittags: Pause)
    30. August: 11.-16.00 Uhr Potsdam, Sanssouci, Bildergalerie und Skulpturen-Rundgang (inkl. 1 Stunde Mittagspause)   
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Anmerkung:  Anfahrt nach Berlin und Unterkunft müssen die Teilnehmer*innen selbst organisieren.
    Es besteht kein Versicherungsschutz durch die WWU Münster.


    Dr. Matthias Vollmer
    Was ist Gotik?
    Blockseminar
    „Der Ausdruck ‚Gotische Kathedrale’ ruft in uns ein so klares und bestimmtes Vorstellungsbild herauf, wie kaum ein anderer Gebäudetyp.“ (Otto von Simson) Das ist wohl wahr, doch wie sieht es mit der Kenntnis der gotischen Male-rei und Bildhauerkunst aus? Da sind die Vorstellungen meist nicht mehr so deutlich. Seit dem 19. Jahrhundert bemüht sich die Kunstgeschichte, den Entwicklungsweg der Merkmale eines gotischen Stil-Begriffs zu erweitern und zu interpretieren. Aufbauend auf einer begriffsgeschichtlichen Bestimmung des „Gotischen“ möchte der Kurs die europäischen Entwicklungen dieses Stils unter Berücksichtigung der sakralen und der profanen Kunst in den Medien Architektur, Malerei und Skulptur von ihren Anfängen auf der Ile de France bis hin zum ‚Internationalen-’ oder ‚Weichen Stil’ aufzeigen.

    Termine: Montag, 22.07.2019, 14.15-17.15 Uhr
    Dienstag, 23.07.2019, 10.00-13.00 Uhr (Seminarraum) und 14.15-17.15 Uhr (LWL-Museum)
    Ort: Bispinghof 2, BB 4
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Matthias Vollmer
    Italienische Freskenmalerei der Hochrenaissance – Von Raffael bis zu den Carraccis
    Tagesseminar
    Das reiche Panorama der Wandmalerei Italiens im 16. Jahrhundert soll in die-sem Kurs anhand von Bildzyklen und vielen weiteren Hauptwerken vorgestellt und in historischen, thematischen und künstlerischen Zusammenhängen in-terpretiert werden. Neben Kirchen, Oratorien und Kapellen erhielten nun auch Profanräume immer aufwendigere Freskenzyklen. Wandmalerei gewann eine neue Funktion: sie sollte die Lebenswelt der führenden Gesellschaftsschicht festlich rahmen und machtvoll überhöhen. Besonders Raffaels und Michelan-gelos Figurenerfindungen beeinflussten besonders die Künstler der »manie-ra«, raffinierten Posen wurden zu höchster Eleganz gesteigert. Humanistische Bildung und literarische Moden förderten neue Themen, antiker Mythos trat neben christliche Bilderwelt. Auch die eigene Zeit- und Familiengeschichte wurde in Historienszenen verklärend gefeiert. Mit Raffaels Ausmalung der Stanzen im Vatikan einerseits und Carraccis Fresken der Galleria Farnese an-dererseits sollen die zeitlichen Eckpunkte dieses Kurses bis an die Schwelle des Barock markiert werden.

    Termin: Mittwoch, 24.07.2019, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schloss, S 8


    Dr. Matthias Vollmer
    Kunst und Kunstliteratur der italienischen Renaissance
    Tagesseminar
    Die zahlreichen Kunstabhandlungen der italienischen Renaissance reflektie-ren nicht nur die Auffassung vom Künstler und die Entwicklung der Kunst selbst, sondern sie sind oft auch auch lokalpolitisch motiviert, was besonders deutlich wird an der Gegenüberstellung von Rom/Florenz, die gemeinsam für das disegno stehen, und Venedig, das mit dem colore verbunden wird. Auch Veränderungen in der Einschätzung der Künstler, der künstlerischen Techniken und der Wandel ästhetischer Werturteile lassen sich verfolgen. Der Kurs möchte einen Überblick geben über einige der wichtigsten Traktate von Cennino Cennini über Leonardo, Vasari und Benedetto Varchi bis zu Lodovico Dolce und Giovanni Paolo Lomazzo. Blicke auf die unterschiedlichsten Kunstwerke sollen die vorgestellten Überlegungen veranschaulichen.

    Termin: Donnerstag, 25.07.2019, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schloss, S 8


    Dr. Matthias Vollmer
    Joan Miró – ein verspielter Künstler in dunklem Anzug
    Tagesseminar
    "Das Unbewegliche beeindruckt mich. Diese Flasche, dieses Glas, ein großer Stein an einem verlassenen Strand, diese Dinge bewegen sich nicht, aber meine Phantasie bewegen sie sehr." (Miró)
    Bezeichnend für Joan Mirós Werke sind Bilder mit rätselhaften und teils ironischen Zügen. Er verwendet Tiergestalten (z.B. Vogelmensch) und verdrehte, organische und geometrische Formen. In der Auseinandersetzung mit den un-terschiedlichen Kunstrichtungen seiner Zeit schuf er, zunächst ausgehend vom Gegenständlichen, einen eignen, ganz unverkennbaren Stil, eine eigene, höchst abstrakte und zugleich naiv anmutende Bildsprache, die auf Linien, den Grundfarben und Zeichen und Symbolen beruht. Der Kurs möchte diese Entwicklung nachzeichnen und versuchen, die visuelle Sprache Mirós zu entziffern.

    Termin: Freitag, 26.07.2019, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schloss, S 8


    Dr. Hildegard Wiegel
    Das Humboldt-Jahr 2019
    Tagesseminar in Münster und Exkursion nach Berlin
    Im Jahre 2019 wird der 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt (1769-1859) mit zahlreichen Veranstaltungen vor allem in Berlin begangen werden. In den letzten Jahren sind besonders seine Expeditionen nach den beiden Amerikas und seine naturhistorischen Forschungen erneut in den Blick von Wissenschaftlern der verschiedensten Disziplinen geraten. Doch auch sein Bildungsideal sowie das seines zwei Jahre älteren Bruders Wilhelm (1767-1835) haben die Kulturgeschichte zunächst in Preußen und später in ganz Deutschland nachhaltig geprägt. Nach einer grundlegenden Einführung zu Leben und Werk der beiden Brüder in Münster begeben wir uns an ihre Berliner Lebensstationen, wobei wir auch aktuelle Projekte wie das Humboldt-Forum berücksichtigen.   

    Tagesseminar: 5. Juli 2019, 10.00-11.30 Uhr und 11.45-13.15 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 2
    Exkursion: 8./9. Juli 2019
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Anmerkung: Anfahrt nach Berlin und Unterkunft müssen die Teilnehmer*innen selbst organisieren.
    Es besteht kein Versicherungsschutz durch die WWU.



    Matthias Zölle, Anke Gollup
    Last Exit Kunst II. Künstler reden über ihre Kunst
    Vorträge

    Zeit: mittwochs, 14-16 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.3
    Themen und Referent*innen
    10.04.2019 Töne, Texte, Tiere
     Markus Passlik, Musik – Literatur – Zoologie
    17.04.2019 Flamenco, wenn das Herz tanzt!
    Carmen Lopez, Tanz
    24.04.2019 …versetzt Steine
    Sandra Silbernagel, Skulptur
    08.05.2019 Körper - Choreographie - Interpretation
     Daniel Goldin, Tanz
    15.05.2019 Die Gartenwelt des Wilm Weppelmann
    Wilm Weppelmann, Installation
    22.05.2019 Falsche Wimpern - Echte Musik
    Zucchini Sistaz, Musik
    29.05.2019 Der Geist aus der Kunst - Erfahrungen aus Atelier und Labor
     E.J. Speckmann
    05.06.2019 In die Kunst gefallen – der Quereinsteiger
    Christof Tiemann, Kabarett, Schauspiel, Literatur
    19.06.2019 Last Exit Musik – Karriere oder Kleinkunst?
    Hanna Meyerholz, Musik
    26.06.2019 Die Zeit flieht - Über Kunst im öffentlichen Raum und anderes Vergängliches
     Anke Gollub, Skulptur und Installation
    03.07.2019 Niederdeutsche Bretter mit hochdeutschen Astlöchern
    Hannes Demming, Schauspiel
    10.07.2019 Endliches im Unendlichen - Autodidakten leben länger!
    Matthias Zölle, Photographie

  • Musikpädagogik

    Prof. Dr. Joachim Dorfmüller
    Musikalische Gedenktage: Georg Friedrich Händel, Clara Schumann, Claude Debussy, Leonard Bernstein und Kjell Mørk Karlsen
    Seminar
    Der Zahl 5 kommt in der Musik bekanntlich keine besondere Symbolik zu; wir finden sie aber in der Quinte als Intervall und damit im System des Quinten-zirkels, im Quintett als Kammermusikformation, im fünfsaitigen Kontrabass, im Orgelregister Quintade und in der „Gruppe der (russischen) Fünf“, zu denen u. a. Modest Mussorgsky gehört. Und sie ist mehrfach in dieser Vorlesung präsent: In fünf Doppelstunden, denen sich ein konzertantes Resummée am Flügel anschließt, werden eine Komponistin und vier Komponisten vorgestellt. Diese fünf Komponisten repräsentieren einerseits die fünf Stilrichtungen Barock, Romantik, Impressionismus, Moderne à la USA und Moderne à la Norwe-gen und andererseits die fünf Länder Deutschland, Großbritannien, Frank-reich, die USA und Norwegen. Gehen wir ins Detail: Den Reigen eröffnet Georg Friedrich Händel, in Halle an der Saale 1685 geboren und 1759 in London ver-storben. Seit 1727 englischer Staatsbürger (George Frideric Handel), wurde er durch seine Werke (40 Opern, 25 Oratorien, 16 Orgelkonzerte, Kammer- und Cembalomusik sowie vieles mehr) neben Johann Sebastian Bach zum Meister des Barock schlechthin. – Spricht man von Komponistinnen, fällt einem meist sofort Clara Schumann ein, vor 200 Jahren in Leipzig geboren und 1896 in Frankfurt/Main verstorben. Als pianistisches Wunderkind wurde sie in den Musikzentren ihrer Zeit gefeiert, schenkte bei allen Tournee- und Komponier-Aktivitäten acht Kindern das Leben, war geniale Interpretin der Klavierwerke ihres Mannes Robert, den sie um vier Jahrzehnte überleben sollte. – Der gro-ßen Romantikerin folgt Claude Debussy, geboren 1862 in Saint-Germain-en-Laye bei Paris und dort 1918 verstorben. Er ließ sich während der Pariser Welt-ausstellung 1889 von javanischer Gamelanmusik inspirieren und wurde zum wahren Impressionisten, dessen von Pentatonik und Ganztonleiter charakterisiertes Œuvre den Weg ins 20. Jahrhundert weist. – Einer der ganz großen Mu-siker dieses Jahrhunderts ist Leonard Bernstein, der im Todesjahr Debussys das Licht der Welt in Lawrence (Massachusets) erblickte und in New York 1990 starb. Keineswegs nur Komponist, war er auch Dirigent, Pianist, Hochschulleh-rer und Schriftsteller – fünf (!) Professionen. Ungezählte Aufnahmen spielte er mit den New Yorker und den Wiener Philharmonikern ein, ließ nach dem Fall der Mauer „Freiheit…“ statt „Freude, schöner Götterfunken“ singen. Und wer kennt nicht seine „West Side Story“? – Im Kontext des 24. Edvard-Grieg-Festivals, das am 7.5.2019 (Bitte vormerken!) eröffnet wird, steht Kjell Mørk Karlsen, einer der bedeutendsten Komponisten Norwegens. Geboren in Oslo 1947, hat er zumeist gedruckte (!) Werke geschrieben: Sinfonien, Oratorien, Konzerte, Kantaten und Motetten, Klavier-, Orgel- und Kammermusik. (Joachim Dorfmüller spielte die Uraufführung der ihm gewidmeten 3. Orgelsinfonie 1995 in St. Lamberti.) Stilistisch ist er der Gemäßigten Moderne zuzuordnen, lässt sich wie Grieg auch von Folklore seiner Heimat inspirieren und ist nichts-destoweniger aufgeschlossen gegenüber neueren Strömungen. 

    Zeit: mittwochs 14-16 Uhr
    Termine: 08.05., 22.5., 5.6., 19.6., 3.7. und 17.7.2019
    Ort: Hör- und Konzertsaal "Musikkapelle", Philippistr. 2
  • Ethnologie

    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen - ein Training zur Vermittlung von Interkultureller Kompetenz
    Tagesseminar
    Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden.
    Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?
    Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der inter-kulturellen Begegnung zu erfassen.

    Termin: Freitag, 05.04.2019, 9-16 Uhr
    Ort:    Bispinghof 2, BB3
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen –  Teil 2: Kommunikation und Konflikt im interkulturellen Kontext
    Tagesseminar
    Unterschiedliche Vorstellungen von Kommunikation sowie von angemessenen Konfliktlösungsstrategien führen in interkulturellen Begegnungen immer wie-der zu Missverständnissen.
    Aufbauend auf der interkulturellen Sensibilisierung im ersten Teil des Semi-nars Dialog der Kulturen haben die Teilnehmenden im zweiten Teil die Mög-lichkeit, sich mit den unterschiedlichen Arten zu kommunizieren und Konflik-te zu lösen auseinanderzusetzen und Lösungsansätze für ihren multikulturellen Alltag kennen zu lernen.
    An diesem Seminar können nur Personen teilnehmen, die in diesem oder einem früheren Semester Teil 1 der Veranstaltung besucht haben.

    Termin: Freitag, 12.07.2019, 9-16 Uhr
    Ort:  Bispinghof 2, BB3
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!



    Dr. Ursula Bertels
    Leben in einer multikulturellen Gesellschaft
    Tagesseminar
    Als Einwanderungsland steht Deutschland vor vielen Herausforderungen. Nicht nur jede Einzelne/jeder Einzelne erlebt im Alltag kulturelle Diversität, auch alle Institutionen (Behörden, Wohlfahrtsverbände, Schulen etc.) erfahren, wie interkulturelle Begegnungen den Berufsalltag verändern. Eine Möglichkeit, auf diese veränderte Situation zu reagieren, ist die Interkulturelle Öffnung.
    Das Seminar beschäftigt sich mit wichtigen Aspekten eines Einwanderungslandes und gibt Einblicke in die Chancen und Herausforderungen einer multi-kulturellen Gesellschaft.

    Termin: Freitag, 21.06.2019, 9-16 Uhr
    Ort:    Bispinghof 2, BB3
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Germanistik/Literaturwissenschaft


    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Das NRW-Theatertreffen 2019 in Münster (30. Mai bis 9. Juni 2019)
    Autoren – Stücke – Regisseure – Kritiker
    Blockseminar mit Aufführungsbesuch
    Mit dem NRW Theatertreffen wird das Theater Münster vom 30. Mai bis 9. Juni 2019 ein renommiertes und viel beachtetes, über die Grenzen des Bundes-landes hinausstrahlendes Bühnen-Festival ausrichten. In den verschiedenen Spielstätten stehen zehn von einem fachkundigen Gremium ausgewählte Schauspielproduktionen aus den aktuellen Spielplänen der öffentlich subventionierten Theater ganz Nordrhein-Westfalens auf dem Festival-Programm. Gastspiele anderer Sparten, ein ambitioniertes Rahmenprogramm mit Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen runden das Theatertreffen ab. Die Lehrveranstaltung lädt zur Vor- und Nachbereitung von insgesamt fünf Inszenierungen, darüber hinaus Gesprächen mit dem jeweiligen Produktionsteam und Vertretern der regionalen Theaterkritik ein. Um welche Stücke es sich dabei handelt, wird im Februar 2019 bekannt gegeben, da erst dann die Ergeb-nisse der Jury vorliegen. Exklusiv erhalten die Seminarteilnehmer für die fünf Inszenierungen Theaterkarten zum Preis von je 10,- € (unabhängig von der Spielstätte).

    Am 1. April hat das Theater Münster die 10 Inszenierungen bekannt gegeben, die zum NRW-Theatertreffen 2019 nach Münster eingeladen werden (siehe www.nrw-theatertreffen.de). Folgende 5 Stücke werden im Seminar behandelt:

    Donnerstag, 30. Mai, 19.30 Uhr, Großes Haus
    vom Schauspiel Dortmund:
    DER THEATERMACHER Komödie von Thomas Bernhard
    Regie: Kay Voges
    Text: Thomas Bernhard, Stücke IV, Suhrkamp Taschenbuch

    Dienstag, 4. Juni, 19.30 Uhr, Großes Haus
    vom Düsseldorfer Schauspielhaus:
    DER ZERBROCHNE KRUG  Komödie von Heinrich von Kleist
    Regie: Laura Linnenbaum
    Text: Heinrich von Kleist, Der zerbrochne Krug, Reclam-Universalbibliothek 91

    Mittwoch, 5. Juni, 19.30 Uhr, Kleines Haus
    vom Schauspiel Wuppertal:
    BILDER VON UNS von Thomas Melle
    Regie: Henri Hüster
    Der Text wird den Seminarteilnehmern als pdf-Datei zur Verfügung gestellt.

    Donnerstag, 6. Juni, 19.30 Uhr, Kleines Haus
    vom Schlosstheater Moers:
    ZUR SCHÖNEN AUSSICHT von Ödön von Horváth
    Regie: Ulrich Greb
    Text: Ödön von Horváth, Zur schönen Aussicht, Hofenberg Verlag

    Freitag, 7. Juni, 19.30 Uhr, Großes Haus
    vom Schauspielhaus Bochum:
    UNTERWERFUNG nach Michel Houellebecq
    Regie: Johan Simons
    Text: Michel Houellebecq, Unterwerfung, Dumont Buchverlag

    Termine/Orte: Dienstag, 23.04.2019, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung): Stein-Haus; Schlossplatz 34, Raum 19
    Freitag, 17.05.2019, 16.00-20.00 Uhr: Stein-Haus; Schlossplatz 34, Raum 19
    Samstag, 18.05.2019, 10.00-18.00 Uhr: Theatertreff, Neubrückenstr. 63
    Freitag, 14.06.2019, 16.00-20.00 Uhr: Theatertreff, Neubrückenstr. 63
    Samstag, 15.06.2019, 10.00-18.00 Uhr: Theatertreff, Neubrückenstr. 63
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Zurück in die Zukunft II: Aldous Huxley, Schöne neue Welt
    Blockseminar mit Aufführungsbesuch
    In seinem dystopischen Roman Schöne neue Welt (1932) beschreibt Aldous Huxley die Welt einer konsequent verwirklichten Wohlstandsgesellschaft, in der alle Menschen am Luxus teilhaben, in der Unruhe, Elend und Krankheit überwunden, in der aber Freiheit, Religion, Kunst und Humanität auf der Strecke geblieben sind und jede Form von Individualismus als »asozial« geahndet wird. Als ein sogenannter Wilder, ein faszinierender Fremder, die Schöne neue Welt betritt, und über Gefühle und Freiheit spricht, feiert ihn die gleichgeschaltete und formierte Gesellschaft wie einen Star – bis er zur Bedrohung für die selbsternannte Zivilisation wird ...
    Das Seminar lädt zur eingehenden Analyse des Romans, ausgewählter Essays von Aldous Huxley und dem Vorstellungsbesuch einer musikalischen (!) Fassung von Schöne neue Welt ins Theater Münster ein. (Texte: Aldous Huxley, Schöne neue Welt, Fischer TB; Aldous Huxley, Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt, Piper TB)

    Termine/Orte:

    Dienstag, 30.04.2019, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung): Stein-Haus; Schlossplatz 34, Raum 19
    Freitag, 28.06.2019, 16.00-20.00 Uhr: Stein-Haus; Schlossplatz 34, Raum 19
    Samstag, 29.06.2019, 10.00-18.00 Uhr: Stein-Haus; Schlossplatz 34, Raum 19
    Freitag, 12.07.2019, 16.00-20.00 Uhr: Stein-Haus; Schlossplatz 34, Raum 19
    Samstag, 13.07.2019, 10.00-18.00 Uhr: Stein-Haus; Schlossplatz 34, Raum 116
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Romanistik

    Prof. Dr. Christoph Miething
    Französische Gegenwartsliteratur
    Lektürekurs auf Französisch
    Achtung: Entgegen der Ankündigung im gedruckten Vorlesungsverzeichnis wird der Roman von Yasmina Khadra "L'attentat" gelesen. Weitere Literatur wird im Lektürekurs bekannt gegeben.

    Zeit: mittwochs, 12-14 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 03.04.2019
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2018, 9 Uhr.  Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
  • Anmeldepflichtige studentische Arbeitskreise

    Arbeitskreis Psychologie: Sein eigener Coach sein - wie geht das?
    Möglichkeiten und Grenzen des Selbstmanagements mithilfe methodischer Tools aus dem Coaching
    Zielgruppe: Der Arbeitskreis wendet sich an TeilnehmerInnen, die das Studi-um im Alter nutzen möchten, um ihre vielfältigen Lebenserfahrungen und ihr persönliches Interesse am Thema mit einem intensiven, lebendigen Austausch sowie gemeinsamer Arbeit zu verbinden. Die Veranstaltung ist einerseits als Fortführung der Arbeit der vergangenen Semester gedacht, andererseits eröffnet sie Möglichkeiten für Seiteneinsteiger, die idealerweise über Grundkenntnisse (in systemischer Beratung oder Coaching bzw. Mediation) verfügen, und sich auch persönlich einbringen wollen.
    Thema und Zielsetzung: Den Themenschwerpunkt in diesem Semester bildet das systemische Coaching unter dem Gesichtspunkt der Verwendbarkeit für ein gelungenes Selbstmanagement. Coaching verstehen wir als Verände-rungsarbeit. Das systemische Coaching berücksichtigt in besonderer Weise, dass Menschen in permanenter Wechselwirkung mit ihrem Umfeld stehen und so komplexe sich gegenseitig beeinflussende Wirkungsgefüge entstehen. Ziel ist es, die Arbeitsweisen im Coaching im Hinblick auf das Thema eingehender zu betrachten, zu strukturieren, sie anzuwenden und zu modifizieren. Zu Beginn werden wir die persönlichen Zielsetzungen klären, die die Anwendung und Nutzung bereits erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten betreffen.
    Organisation/Arbeitsweise: Der Arbeitskreis organisiert sich eigenverantwortlich in Gestaltung und Durchführung der Semesterveranstaltungen. Jede/r Teilnehmer*in bringt sich mit Wissen, Erfahrungen und Potenzialen ein. Das bezieht sich auf die Mitwirkung an den Themen und Inhalten sowie auf die ar-beitsteilige Gestaltung der Arbeitskreissitzungen. Methodisch bieten die Inputs / Impulsreferate die Möglichkeit, mit Übungen das Gelernte unmittelbar anzuwenden. In einem vertrauten Rahmen bieten sich Möglichkeiten für kol-legiale Beratungen. Neben der Vermittlung von neuen Inhalten greift der Ar-beitskreis auch auf Wissen und Materialien vorausgegangener Semesterveranstaltungen zurück.

    Zeit: dienstags, 14-17 Uhr
    Termine: 02.04., 09.04., 16.04., 14.05., 28.05., 04.06., 25.06., 02.07.2019
    Ort: Georgskommende 14, G 120
    Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!