SPEZIELLE VORLESUNGEN UND SEMINARE FÜR STUDIERENDE IM ALTER

  • Informationen und Regeln zum Anmeldeverfahren

    Für die speziellen Veranstaltungen ist neben der Anmeldung als Gasthörer/in eine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Die Anmeldefrist zu den speziellen Veranstaltungen im Wintersemester 2017/18 beginnt am 8. September 2017, 9 Uhr. Sie erfolgt elektronisch. Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind nicht möglich. (Telefonische Anmeldung für Personen ohne PC-Kenntnisse siehe unten.)

    Zur Anmeldung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

    1. Suchen Sie auf diesen Seiten oder unter den studieneinführenden Veranstaltungen, die Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.
    2. Klicken Sie auf den Anmeldebutton, den Sie unter dem Kommentar zur gewünschten Veranstaltung finden.
    3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein (Name, Vorname, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse) und schicken Sie die Anmeldung ab. Bitte achten Sie auf ein korrekte Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bei einer fehlerhaften Eingabe kann Ihnen keine Bestätigung der Anmeldung (siehe 5.) zugeschickt werden.
    4. Das System meldet, ob Sie einen Platz in der Veranstaltung oder auf der Nachrückerliste bekommen haben.
    5. Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem Link, mit dem Sie Ihre Anmeldung umgehend bestätigen müssen.
    6. Verbindlich ist die Anmeldung erst nach fristgerechter Zahlung der Gasthörergebühr. Sollte die Gasthörergebühr nicht rechtzeitig bei der Universität eingehen, werden Sie automatisch aus der Teilnehmerliste gelöscht.
    7. Wenn Sie auf der Nachrückerliste stehen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald ein Platz als Teilnehmer/in für Sie frei wird. Bitte rufen Sie daher regelmäßig Ihre E-Mails ab. Ohne Anmeldebestätigung (siehe 5.) werden Sie im Nachrückverfahren nicht berücksichtigt.
    8. Für die Anmeldung nutzen Sie am besten Ihre E-Mail-Adresse, die die Universität Ihnen zur Verfügung gestellt hat (Ihre Nutzerkennung@uni-muenster.de). Sie dürfen auch eine andere E-Mail-Adresse angeben, müssen allerdings beachten, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal pro Veranstaltung genutzt werden kann, d.h. Sie können nicht mehrere Personen mit derselben E-Mail-Adresse anmelden.


    Im Interesse der Gasthörer/innen, die nur einen Platz auf der Nachrückerliste bekommen haben, bitten wir dringend darum, dass Sie sich abmelden, wenn Sie eine gebuchte Veranstaltung wider Erwarten nicht besuchen können.

    Wenn Sie den ersten Termin einer zulassungsbeschränkten Veranstaltung nicht wahrnehmen können, melden Sie sich bitte in der Kontaktstelle ab.


    Test des elektronischen Anmeldesystems
    Personen, die das elektronische Anmeldesystem vor der eigentlichen Anmeldung kennenlernen möchten, können das Anmeldesystem mit einer fiktiven Testveranstaltung ausprobieren (s.u.).


    Für Personen ohne PC-Kenntnisse
    Personen ohne PC-Kenntnisse können sich ab dem 8. September 2017, 9 Uhr telefonisch in der Kontaktstelle zu den Veranstaltungen anmelden (Tel. 0251-8324241 oder Tel. 0251-8321319). An diesem Freitag (8. September 2017) finden zu diesem Zweck von 9-12.30 Uhr und von 13.30-15 Uhr telefonische Sprechzeiten statt. Eine persönliche Anmeldung ist an diesem Tag nicht möglich.
    Für Personen ohne PC-Kenntnisse halten wir bei zulassungsbeschränkten Veranstaltungen 20% der Plätze frei. Von der telefonischen Anmeldung sollten nur diejenigen Gebrauch machen, die keine Möglichkeit zur elektronischen Anmeldung haben. Eine Nachrückerliste wird für telefonische Anmeldungen nicht geführt.
    Personen, die sich doppelt anmelden (elektronisch und telefonisch), werden aus den Teilnehmerlisten gestrichen.

  • Testveranstaltung: Hier können Sie das elektronische Anmeldesystem ausprobieren

    Hier können Sie das Anmeldesystem vor dem Anmeldetermin für die Veranstaltungen ausprobieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button. Das System führt Sie danach durch das Programm. Vergessen Sie nicht, Ihre Anmeldung mit dem Link, der Ihnen in einer E-Mail geschickt wird, zu bestätigen.
    Bei Problemen wenden Sie sich gerne an die Kontaktstelle Studium im Alter (0251-8324241).

  • Studieneinführende Veranstaltungen

    Einführung in wissenschaftliches Arbeiten
    Da an der Universität wissenschaftlich gearbeitet wird, ist es für die Teilnahme am „Studium im Alter“ hilfreich, Methoden wissenschaftlichen Arbeitens zu kennen und anwenden zu können. In dieser semesterbegleitenden Übung werden zum einen „Spielregeln“ der Wissenschaft vorgestellt, zum anderen Techniken eingeübt, die den Umgang mit wissenschaftlichem Material erleichtern.
    Unter anderem werden folgende Themen behandelt: Unterscheidung von Alltagswissen und Wissenschaft, lesen und bearbeiten von Fachliteratur, referieren und präsentieren von Arbeitsergebnissen, anfertigen schriftlicher wissenschaftlicher Arbeiten. Die theoretische Einführung wird jeweils durch praktische Übungen vertieft.

    Anmerkung: Das Seminar fällt in diesem Semester aus.


    Learnweb-Nutzerschulung

    Viele Lehrende stellen Materialien zu ihren Veranstaltungen ins Internet und nutzen dazu die Lernplattform Learnweb. Diese Schulung richtet sich an Personen, die eine Einführung in die Nutzung der Lernplattform Learnweb aus Sicht der Studentenseite bekommen möchten.
    In der Schulung werden die grundlegenden Schritte von der Anmeldung und Einschreibung in einen Kurs über das Hochladen von Materi-l/Dateien/Aufgabenbearbeitung bis hin zur Nutzung der Foren und anderer üblicherweise in einem Learnweb Kurs angebotenen Aktivitäten vermittelt. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum, Probleme und Schwierigkeiten im Umgang mit der Plattform anzusprechen.
    Schulungsinhalte: Kurze Einführung in das Thema E Learning; Praxisbeispiele; Kurssuche und Einschreibung; Eigenes Profil; Material hochladen, Aufgaben bearbeiten; Aktivitäten wie Forum, Datenbank, Abstimmung, Feedback.
    Hinweis: Für die Schulung benötigen Sie Ihre EDV-Nutzerkennung und Ihr Passwort. Vor Nutzung des Learnweb müssen Sie das Anfangskennwort der EDV-Nutzerkennung geändert haben. Nutzerkennung und Anfangskennwort wurden Ihnen mit den Zulassungsunterlagen zugeschickt.

    Termin: Freitag, 13.10.2017, 10-12 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 121, SCH 121.501
    Leitung: Dr. Markus Marek
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl! Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Rechtswissenschaft

    Dr. Joachim Becker
    Einführung in das Öffentliche Recht
    Seminar
    Die Veranstaltung will einen Überblick über das für viele Bürgerinnen und Bürger fast unüberschaubar gewordene Öffentliche Recht vermitteln, das neben dem Bürgerlichen Recht und dem Strafrecht eines der großen klassischen Rechtsgebiete darstellt. Für die Rechtsbeziehungen der Bürgerinnen und Bürger zu den Behörden hat das Öffentliche Recht vielfältige Bedeutung, indem es z. B. einerseits dem Einzelnen Rechtsansprüche auf staatliche Leistungen gewährt, ihm andererseits aber auch mancherlei Pflichten auferlegt. Vor diesem Hintergrund soll die Veranstaltung das Verständnis für behördliche Verfahrensabläufe wecken, Rechtsschutzmöglichkeiten der Betroffenen aufzeigen und die Grundstrukturen ausgewählter Bereiche des Öffentlichen Rechts (wie etwa des Gemeinderechts, des Polizeirechts, des Baurechts oder des Asylrechts) und deren Bezüge zum deutschen Verfassungsrecht sowie zum Europarecht beleuchten. Dazu wird auch rechtshistorisch bedeutsame und ebenso aktuelle verfassungs- und verwaltungsrechtliche Rechtsprechung ausgewertet.
    Eine nähere Befassung mit dem Sozialrecht findet nicht statt.
    Als Textgrundlage für die Veranstaltung werden folgende Gesetzestexte zur Anschaffung empfohlen:
    In der jeweils aktuellen Auflage: dtv Basistexte Öffentliches Recht (ab der ers-ten Sitzung) und Erichsen/Wißmann, Staats- und Verwaltungsrecht NRW (im späteren Verlauf der Veranstaltung).

    Zeit: donnerstags, 10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 17
    Beginn: 12.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl! Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Dr. Rainer Kemper
    Familie einst und jetzt - die Entwicklung des Familienrechts seit Inkrafttreten des Grundgesetzes
    Seminar
    2017 ist das Jahr der Jubiläen im Familienrecht: 60 Jahre Gleichberechtigungsgesetz (Einführung des heutigen gesetzlichen Güterstandes der Zugewinnge-meinschaft), 40 Jahre erstes Eherechtsreformgesetz (Einführung der Zerrüttungsscheidung und des Versorgungsausgleichs von Rentenanwartschaften, Einführung des verschuldensunabhängigen Unterhaltsrechts), 25 Jahre Betreuungsrecht (Abschaffung der Entmündigung und Einführung der rechtlichen Betreuung) und 10 Jahre Unterhaltsrechtsreform (neue Rangfolge der Unterhaltsberechtigten, Betonung des Prinzips der Eigenverantwortung). Weitere Reformen des Familienrechts stehen gerade wieder an (Verbot der Minderjährigenehe, Reform des Abstammungsrechts und des Kindschaftsrechts). In der Veranstaltung soll deswegen umfassend auf die Entwicklung des Familienrechts seit Inkrafttreten des Grundgesetzes eingegangen werden. Dabei wird altes, geltendes und kommendes Familienrecht behandelt.

    Zeit:     dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.3
    Beginn: 10.10.2017

  • Medizin

    Prof. Dr. Dr.h.c. Rolf B. Dierichs
    "Wie's drinnen aussieht". Ein Exkurs durch die mikroskopische Struktur von Zellen, Geweben und Organen anhand der Online-Datenbank "Virtuelle Mikroskopie"
    Vorlesung

    Zeit: donnerstags, 16-18 Uhr
    Ort: Histologiesaal des Anatomischen Instituts, Vesaliusweg 2-4
    Treffpunkt: Foyer des Anatomischen Instituts
    Beginn: 12.10.2017


    Prof. Dr. Klaus Völker
    Sportmedizinische Aspekte verschiedener Sportarten
    Vorträge zu folgenden Themen:
    25.01.2018
    ─    Welcher Sport ist gesund?
    ─    Kraft- und/oder Ausdauer?
    01.02.2018
    ─    Walking/ Nordic Walking, Joggen / Laufen, Schwimmen, Radfahren, Golf, etc.

    Zeit: donnerstags, 14-18 Uhr
    Termine: 25.01.2018 und 01.02.2018
    Ort: Schloss, S 2

  • Erziehungs- und Sozialwissenschaft

    Prof. Dr. Gerhard Breloer, Dipl.-Päd. Anni Breloer
    Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben!
    Seminar
    Altersforschung und vielfältige eigene gegenwärtige Erfahrungen belegen eine quantitative Erweiterung der Lebenszeit des Menschen, mit der nicht automatisch bei allen Fortschritten auch eine qualitative Verbesserung des Lebens einhergeht. Das Seminar beschäftigt sich mit der Klärung der Frage, was der Mensch jenseits der situativen Gegebenheiten und biographischen Erfahrungen aus dem Leben machen kann, um sich nachhaltig als zufrieden erleben zu können. Die Bestimmung des „Mehr des Lebens“ spielt in vielen „Lehren“, Weltanschauungen, philosophischen Traktaten, wissenschaftlichen Untersuchungen (z. B. Entwicklungspsychologie der Lebensspanne; Lebensstilforschung) und neuerdings in sog. „Coachingangeboten“ inhaltlich und methodisch eine wichtige Rolle. Eine kritische Sichtung könnte Anhaltspunkte für eine selbstbestimmte Arbeit am eigenen „Mehr des Lebens“ eröffnen. Es erscheint wissenschaftlich begründet nie zu spät, „aus seinem Leben etwas zu machen“.

    Zeit: montags, 10-12 Uhr (Am 4.12.2017 fällt das Seminar aus!)
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Beginn: 16.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Karin Gövert, MSc.
    Forschendes Lernen: 10 Jahre Zertifikatsstudium – Erfahrungen, Entwicklun-gen und Perspektiven
    Das Thema „Bürgerschaftliches Engagement“ hat in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und wird dies wohl auch in Zukunft tun. 2007 trug das Studium im Alter dieser Entwicklung Rechnung und hob das „Zertifikatsstudium Bürgerschaftliches Engagement in Wissenschaft und Praxis“ aus der Taufe. Erwachsen war es aus einem Vorläuferangebot mit dem Schwerpunkt „Soziale Kompetenz“. Seither hat eine Reihe von Absolventinnen das Studium abgeschlossen und ist in der Regel im Heimatort bürgerschaftlich aktiv geworden.
    In diesem Seminar sollen die Erfahrungen, die Zertifikatsstudierende und Absolventinnen in und mit dem Zertifikatsstudium in den vergangenen zehn Jahre gesammelt haben, systematisiert und ausgewertet werden, nicht zuletzt, um ggf. Anregungen für eine zukünftige Gestaltung des Zertifikatsstudiums zu gewinnen. Denkbar wäre ebenfalls die Außenwirkung des Zertifikatsstudiums zu untersuchen, z.B. im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad unter Gasthö-rer*innen des Studiums im Alter.
    Das Seminar ist als Forschendes Lernen konzipiert. Das bedeutet, dass die Teilnehmer*innen neben der Auseinandersetzung mit inhaltlichen Aspekten des Bürgerschaftlichen Engagements vor allem Methoden der empirischen Sozialforschung kennenlernen und selbst anwenden. Eine aktive Mitarbeit in allen Phasen des Forschungsvorhabens ist hier gefragt und verpflichtet zur kontinuierlichen Teilnahme. Bedenken Sie das bitte bei Ihrer Anmeldung.

    Zeit: dienstags, 10-12 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G32
    Beginn: 17.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
    Über die menschliche Trauer. Nachdenken über den Umgang mit Trauererfahrungen
    Blockseminar
    Die Trauer ist ein ganzheitlich-existenzieller Schmerz. Er umfasst Verlusterlebnisse, die das gesamte Selbst des Menschen betreffen, weil sie unzählige persönliche Aspekte berühren, wie z.B. Erinnerungen Zukunftserwartungen, Bedürfnisse oder das Identitätserleben. Deshalb ist die Trauer auch eine höchst individuelle Erfahrung, auf die jeder in seiner je eigenen Weise reagiert. Trauer ist eine Lebenserfahrung, die irritiert und die Frage provoziert, wie man auf „brüchigem Boden Land gewinnen“ (Annelie Keil) kann.
    Trauer kann auch ein „Spiegel des Reichtums“ sein, den man nun als Wert besonders wahrnimmt, verbunden mit der allmählichen Verwandlung der Trauer in Dankbarkeit. Man hat in liebenden Bezügen gelebt und diese Kraft wirkt weiter. In jedem Fall ist Trauer eine Herausforderung und Aufgabe. Das Weiterleben in einer bejahenswerten Beziehung zum Leben braucht auch die Erfahrungen, den Trost und die Unterstützung von anderen Menschen, eine spirituelle Einbindung und vor allem Selbstkompetenzen (Ressourcen, Resilienz).
    Die dreiteilige Seminarreihe nähert sich dem Thema Trauer unter verschiedenen Gesichtspunkten an. Die Frage nach dem Sinn wird aus der Perspektive der Logotherapie Viktor E. Frankls behandelt und die Frage nach den Selbstkompetenzen besonders aus der Perspektive der PSI-Theorie nach Julius Kuhl. Außerdem werden Übungen beschrieben, die hilfreich in der Trauerbewältigung sind.
    Weitere Informationen: www.hillmann-logotherapie.de

    Zeit: mittwochs 10-13 Uhr
    Termine: 18.10.; 15.11. und 06.12.2017
    Ort: Schlossplatz 34, vom Stein Haus - VSH 219 (Aula)


    Dr. Jutta Hollander
    Demenzielle und depressive Erkrankungen im Alter
    Seminar
    Das Wissen um gerontopsychiatrische Erkrankungen hat sich stark erweitert. So können beispielsweise eine Reihe neuer Formen, Untergruppen und Ausprägungen demenzieller Erkrankungen beschrieben und diagnostiziert werden. Diese Differenzierung ist für den betroffenen Menschen selbst und die Angehörigen sowie im professionellen Pflege- und Betreuungsalltag von hoher Bedeutung. Im Seminar werden grundlegende Informationen zu demenziellen und der depressiven Erkrankungen sowie zu möglichen Ko-Morbiditäten vermittelt und die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den jeweiligen therapeutischen Behandlungsansätzen und deren Relevanz für den Umgang mit erkrankten Menschen im Alltag.

    Zeit: freitags, 9.00-12.30 Uhr
    Termine:  8.12., 15.12.2017, 12.1., 19.1., 26.1.2018
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Mechthild Kaiser
    Mehr (Frei-)Zeit, weniger (Lebens-)Zeit. Zur Bedeutung von Zeit im Alter
    Seminar
    Das Thema „Zeit“ erlangt im Alter in mehrfacher Hinsicht an Bedeutung:
    Das Alter macht heute etwa ein Viertel, wenn nicht gar ein Drittel der gesamten Lebenszeit aus. Und wir können immer sicherer mit dieser verlängerten Lebensphase rechnen. Aber was fangen wir mit der „geschenkten Zeit“ (Imhof) an?
    Mit dem Wegfall der Erwerbsarbeit steht relativ viel Zeit zur freien Verfügung, die gestaltet sein will. Der Lebensrhythmus, der bisher von der Erwerbsarbeit dominiert wurde, muss neu gefunden werden. Wie gestalten ältere Menschen ihre Zeit im Alltag, wie strukturieren sie die Zeit, wie lässt sich Zeit mit Inhalt und Sinn füllen?
    Und schließlich rückt mit zunehmendem Alter das Lebensende unweigerlich näher, die Lebenszeit wird geringer. Wie erleben ältere Menschen das Verrinnen der Zeit? Vergeht die Zeit im Alter tatsächlich schneller und wenn ja, wie ist dieser Eindruck zu erklären? Was bedeutet das Bewusstsein um die Begrenztheit der Lebenszeit für das Leben?
    In diesem Seminar wollen wir uns mit dem Paradox der Zeit im Alternsprozess beschäftigen: Der Erfahrung, angesichts eines erwartbaren längeren Lebens und des Endes der Erwerbsarbeit über beinahe unendlich viel Zeit verfügen zu können, und dem gleichzeitigen Wissen, angesichts der Begrenztheit des Lebens immer weniger Zeit zur Verfügung zu haben.

    Zeit: dienstags, 10-12 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 101
    Beginn: 07.11.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Psychologie

    Prof. Dr. Heike M. Buhl
    Die Beziehung zwischen Erwachsenen und ihren Eltern
    Vortrag
    Mit dem Auszug und der finanziellen Selbstständigkeit der Kinder geht die Eltern-Kind-Beziehung keineswegs zu Ende. In der Mehrzahl der Familien gibt es regen Austausch: Die Eltern unterstützen die Kinder z.B. bei der Betreuung ihrer Kinder, Kinder ihre Eltern z.B. beim Umgang mit neuen Medien. Zugleich fühlen sich beide Seiten oft auch emotional weiterhin eng verbunden. Der Vortrag beleuchtet, wie die Beziehung gestaltet wird, worin sich Familien unterscheiden und wie es zu Veränderungen kommt.

    Termin:: Donnerstag, 12.10.2017, 16-18 Uhr
    Ort:    Schlossplatz 34, vom Stein Haus, VSH 219 (Aula)


    Dr. Ludger Kotthoff , Monika Kotthoff, KiJu Psych. Ther.
    Mädchen – Frau: Der weibliche Blick ins Leben
    Seminar
    Die Weichen für ein Selbstverständnis des Weiblichen wie des Männlichen werden schon früh gestellt: Elterliche Entwürfe des künftigen Kindes, familiäre Voraussetzungen und gesellschaftliche Vorstellungen der Geschlechtsrolle prägen die individuelle Auseinandersetzung des Kindes mit sich, seinem Körper, seiner Entwicklung und seiner Persönlichkeit. Das kleine Kind kommt zur Welt und findet sich eingebettet in eine vorbereitete Szenerie, die es sich als eigene Welt allmählich aneignen, an der es sich abarbeiten muss und die es kreativ verändern wird.  Die biologischen Voraussetzungen, die frühen Erfahrungen in der Familie, die Entwicklung der Geschlechtsrolle von Mädchen und Jungen sind unterschiedlich. In diesem Semester soll es um die Entwicklungsbedingungen, die Rollenerwartungen und die kulturellen Vorstellungen von Weiblichkeit gehen, die die Persönlichkeit des Mädchens und der Frau prägen. Im Seminar soll mit Hilfe von Vorträgen, Texten und persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer das Thema bearbeitet werden.

    Zeit: montags, 9-13 Uhr (14-tgl.)
    Gruppe 1: 09.10., 23.10., 06.11., 20.11., 04.12., 18.12., 15.01.
    Gruppe 2: 16.10., 30.10., 13.11., 27.11., 11.12., 08.01., 22.01.
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 5
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Klicken Sie bitte den Anmeldebutton der Gruppe, an der Sie teilnehmen möchten.

    Dipl. Psych. Hiltrud Luthe
    Ehe und Familie im Wandel
    Blockseminar
    Im Prozess des Wandels in allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens hat sich auch der Bereich der privaten Lebensführung – in Ehe und Familie – grundlegend verändert. Ehe und Elternschaft werden heute nicht mehr als selbstverständliche Lebensperspektiven angestrebt, sondern sind Optionen unter vielen. Es gibt ganz unterschiedliche Lebenssituationen und Lebensformen, aus denen neben einem Zuwachs an Freiheit und Chancen auch Verunsicherungen und Konflikte entstehen.
    In diesem Seminar geht es um die Veränderung von Ehe und Familie, um die Familie im sozialen Umbruch, um eine Darstellung verschiedener Lebens- und Beziehungsformen mit ihren jeweiligen Auswirkungen und Folgen für alle Beteiligten. Ebenso werden wir uns beschäftigen mit kritischen Phasen und Ereignissen im Leben einer Familie und ihren jeweiligen Bedeutungen. Übungen und Reflexionen verknüpfen das Gelernte mit eigenen Erfahrungen der Teilnehmenden.

    Termine: Freitag, 13.10.2017, 14-18 Uhr
    Samstag, 14.10.2017, 10-16 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 204
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dipl. Psych. Hiltrud Luthe
    Auswirkungen von Trennung und Scheidung der Eltern auf das Familiensystem
    Tagesseminar
    Trennen sich Eltern, dann stehen das ganze System „Familie" und alle Familienmitglieder vor einer besonderen Entwicklungsaufgabe: sie müssen die Trennung realisieren, sich damit auseinandersetzen und schließlich neue Formen familiärer Beziehungen finden. Dieser Prozess ist für alle Beteiligten schmerzhaft und benötigt Zeit.
    Das Trennungsgeschehen ist kein punktuelles Ereignis, sondern beginnt lange vor der Trennung und wirkt weit in die Zeit nach Trennung und Scheidung hinein. In diesem Seminar werden unterschiedliche Trennungsphasen vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Erleben der Kinder bei der Trennung ihrer Eltern. Es wird erarbeitet, was in den verschiedenen Phasen für Kinder und Eltern hilfreich sein kann.
    Übungen und Reflexionen verknüpfen das Gelernte mit eigenen Erfahrungen der Teilnehmenden.

    Anmerkung: Fällt aus. Wird im Sommersemester 2018 noch einmal angeboten.


    Dipl. Psych. Hiltrud Luthe; Dipl. Soz.Päd Silke Röhrs
    Mediation – Ein konstruktiver Weg, Konflikte zu lösen
    Blockseminar
    In sozialen Gruppen, in Familien, in Teams ist es normal, dass auch Konflikte auftreten. Diese führen, wenn sie bewältigt werden, oft zur Klärung und Weiterentwicklung. Manchmal jedoch scheinen die Diskussionen festgefahren, die Konflikte unlösbar mit den bislang vertrauten Strategien.
    Hier kann Mediation ein sinnvolles Verfahren sein. Mit Hilfe und Moderation einer neutralen dritten Person erarbeiten die Konfliktparteien freiwillig und selbstverantwortlich faire und verbindliche Lösungen. Über den Weg des Verhandelns können sie zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren jeweiligen Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator unterstützt die Parteien auf der Suche nach gerechten und zufriedenstellenden Lösungen für alle Beteiligten.
    Mediation ist eine Alternative zu einem gerichtlichen Verfahren. Sie kann sinnvoll sein bei unterschiedlichen Themen und in unterschiedlichen Bereichen: wie z.B. bei der Erarbeitung von eigenverantwortlichen Regelungen nach einer Trennung oder Scheidung, bei Problemen in der Familie und zwischen den Generationen, bei einer Erbschaft, bei einer Nachfolgeregelung, in Schule, Freizeitgruppen, Nachbarschaften. Dabei geht es weniger um die Entstehungsgeschichte von Problemen und Konflikten als vielmehr um zukünftige Lösungsmöglichkeiten.
    Neben theoretischen Inputs lernen die Teilnehmenden in diesem Seminar das Verfahren der Familienmediation an einem vorgegebenen Fallbeispiel konkret und praxisbezogen kennen.

    Zeit: samstags, 10-16 Uhr
    Termine: 13.05.2017; 20.05.2017
    Ort: Bispinghof 2, BB 204
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Geschichte

    Prof. Dr. Peter Burg
    Zoll und Schmuggel als Motoren der deutschen (Wirtschafts-)Einheit?
    Vorlesung
    Die Vorlesung bezieht sich auf die Zeit der Kleinstaaterei im Deutschen Bund nach dem Wiener Kongress 1814/15. Zoll und Schmuggel stellten zunächst einmal Hindernisse für die zwischenstaatlichen Beziehungen dar. Die Einsicht in die Notwendigkeit, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, führte dann zu einer näheren Verbindung und schließlich zum Zusammenschluss der deutschen Staaten. In der Vorlesung wird der Weg zu diesem Ziel unter allen Aspekten beschrieben, die dabei eine Rolle spielten. Dazu gehörte der Partikularismus im Konflikt mit der Einheitsidee und eine Außenhandelspolitik, in der Freihandel und Schutzzoll als Leitlinien konkurrierten. Außerdem gab es einen Streit um die Verteilung der Abgabenlasten im Land, etwa um die Frage einer höheren Belastung von Handel, Industrie oder Landwirtschaft. Die Kontroversen fanden Eingang in die Debatten der süddeutschen Landtage, die als Quellen im Mittelpunkt der Forschungsvorlesung stehen. Hier wurden Interes-sen artikuliert und Argumente aus Theorie und Praxis ausgetauscht.
    Literatur: Peter Burg, ungedruckte Aufsätze in:  http://peter-burg.de/zollverein-zoll-schmuggel/zoll-und-schmuggel-vor-1834; http://peter-burg.de/zollverein-zoll-schmuggel/zoll-und-schmuggel-vor-1834/zollchaos-in-hessen-kassel; Hans-Werner Hahn, Geschichte des Deutschen Zollvereins (= Kleine Vandenhoeck-Reihe. Bd. 1502). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1984.

    Zeit: dienstags und mittwochs,  10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 17
    Beginn: 10.10.2017
    Ende: 20.12.2017


    Prof. Dr. Horst Gründer
    Kulturbegegnung und koloniale Herrschaft in internationalen Spielfilmen der Gegenwart
    Vorlesung
    Die Vorlesung will sich der Begegnung Europas mit der außereuropäischen Welt im Medium aktueller Spielfilme widmen, wobei historischer „Befund“ (Faktizität) und filmische Realisierung (Fiktionalität) konfrontiert und die Unterschiede von quellenkritisch-literarischer und medial-filmischer „Vergan-genheitskonstruktion“ deutlich werden sollen. Als Beispiele dienen mehrfach preisgekrönte Filme wie „Cabeza de Vaca“, Mexiko 1990; „The Mission“, GB 1986; „Black Robe – im Land der Irokesen“, Kan./Austr. 1990; „The New World“, USA 2005; „Indochine“, Frk. 1991; „Der Opiumkrieg“, VR China 1997; „Sarraounia“, Frk./Burkina Faso 1986 (alles deutschsprachige Versionen). Methodisch ist ein dreigliedriger Zugang geplant: Vorlesung zum historischen Hintergrund, Filmpräsentation, Diskussion und Bewertung.

    Zeit: freitags, 10-12 Uhr
    Ort: am 20.10.2017: Domplatz 20, F 5. Wo die Vorlesung ab dem 27.10. stattfindet sehen Sie später an dieser Stelle.
    Beginn: 13.10.2017
    Anmerkung: Am 03.11.2017 fällt die Vorlesung aus.


    Prof. Dr. Hein Hoebink
    Immer größer, immer stärker. Europäischer Imperialismus im Kontext eines europäischen Nationalismus vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts
    Seminar
    Gefördert durch die Französische Revolution und ihre politischen oder auch rechtlichen Folgen sollte das 19. Jahrhundert in Europa zu einem Jahrhundert wachsender Bedeutung individueller Freiheit werden, aber auch zu einem Jahrhundert waschender Bedeutung freier, selbstbewusster Nationalstaaten.
    Die auf die Gründung oder Förderung dieser Nationalstaaten ausgerichteten gesellschaftlichen, nationalistischen Bewegungen suchten bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Anerkennung des Nationalitätenprinzips durch den Staat zu erreichen. Danach nutzte der nach Weltgeltung strebende Staat die nationalistischen Bewegungen, um jeweils nach innen die Gesellschaft im je eigenen Sinn zu homogenisieren und um sich nach außen abzugrenzen, um seine jeweiligen „Weltgeltung“ zu behaupten.
    Wo immer es möglich war, forcierten die sich jeweils auf eine Nation berufenden europäischen Nationalstaaten ihre imperialen Ansprüche und gründeten außereuropäische Kolonialreiche, ohne deshalb im Wettbewerb miteinander ihren europäischen Kern aufzugeben.
    Das führte - im Übrigen trotz der langen Friedenszeit, die wenigstens Westeuropa zwischen 1871 und 1914 erlebte - zu einer „fortschreitenden Militarisierung der Politik“ (Theodor Schieder), zudem zu einem durch technische Neuerungen und Erfindungen verschärften Wettrüsten, das sich am Ende unter den Vorzeichen einer besonderen politischen Konstellation im „Höllensturz“ (Ian Kershaw) des Ersten Weltkriegs entladen könnte.
    Diese Entwicklung war umso weniger zwangsläufig, als sich schon vor dem Ersten Weltkrieg Ansätze zu einer europäischen Integration abzeichneten, die durch wirtschaftliche und technische Verflechtungen vor allem geprägt wurden.
    Diese ersten Konturen eines nationalstaatlichen Miteinanders, einer grenzüberschreitenden Verständigung in Europa konnten nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wieder aufgenommen werden. Sie blieben blass und haben auf der politischen Bühne der politischen Akteure kaum eine Rolle gespielt. Die 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts waren für ein Vereintes Europa offensichtlich noch nicht reif.
    Das Seminar möchte also einen Bogen schlagen vom beginnenden 19. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert und sich dabei erhellend und verdeutlichend in gemeinsamer Arbeit und Diskussion zwischen Nation und Nationalismus, Imperium und Imperialismus, europäischen Absprachen und europäischem Bürgerkrieg bewegen.
    Literatur: Lutz Raphael, Imperiale Gewalt und mobilisierte Nation. Europa 1914-1945, Bonn 2014 (Bundeszentrale für politische Bildung); Gregor Schöllgen, Das Zeitalter des Imperialismus, München 5. Auflage 2009; Christoph Nonn, Das deutsche Kaiserreich, München 2017 Landeszentrale für politische Bildung NRW).

    Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr
    Ort: Orleansring 12, SRZ 114
    Beginn: 12.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Peter Johanek
    "Revolutionen" und Transformationen in der Geschichte. Von der "Neolithischen Revolution" bis zum digitalen Zeitalter.
    Blockveranstaltung mit Exkursionen

    Termine: FÄLLT AUS


    Prof. Dr. Peter Johanek
    Großstädte des Mittelalters und der frühen Neuzeit
    Blockveranstaltung mit Exkursion

    Termine: FÄLLT AUS


    Dr. Veronika Jüttemann
    Geschlechtergeschichte(n) des 20. Jahrhunderts
    Übung
    „Hatten Frauen eine Renaissance?“, fragt 1977 die amerikanische Historikerin Joan Kelly und fordert damit die sogenannte „allgemeine Geschichtsschreibung“ heraus: Können die bisherigen Thesen, Erzählungen und Periodisierungen der Geschichtswissenschaft wirklich die behauptete allgemeine Gültigkeit beanspruchen oder beziehen sie sich nur auf die männliche Hälfte der Menschheit? Wie ändert sich der Blick auf die Geschichte, wenn nicht nur Unterschiede und Beziehungen zwischen Ständen und Klassen, sondern auch zwischen Männern und Frauen in der Analyse berücksichtigt werden? Und wie beeinflussen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit die Art und Weise, wie Menschen vergangener Jahrhunderte die Welt sahen und in ihr handelten?
    Am Beispiel der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts haben wir im vergangenen Sommersemester begonnen, mit diesem historischen Ansatz zu arbeiten. Bei der gemeinsamen Lektüre von Quellen und wissenschaftlichen Texten setzt das Seminar diesen Ansatz mit Blick auf die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts fort: Was bedeutet es jeweils in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus, in der DDR und BRD ein Mann oder eine Frau zu sein? Und wirft dieser geschlechtergeschichtliche Blick vielleicht auch ein anderes Licht auf die vier deutschen Staaten, die es im 20. Jahrhundert gegeben hat? Auch Neueinsteiger sind herzlich willkommen!

    Anmerkung: Das Seminar fällt im WS 17/18 aus!


    Dr. Veronika Jüttemann
    Forschendes Lernen – Geschlechtergeschichte(n) in Westfalen 1800 bis 2000
    Forschungsseminar
    In gut anderthalb Jahren, am 19. Januar 2019, ist es genau 100 Jahre her, dass Frauen in Deutschland zum ersten Mal wählen durften. Trotzdem hat es danach noch einmal 86 Jahre gedauert, bis mit Angela Merkel eine Frau Regierungschefin wurde. Diese Langsamkeit ist typisch für den geschlechtergeschichtlichen Wandel – nicht nur in der Politik. Gleichwohl hat dieser Wandel das Leben aller Frauen und Männer in den vergangenen 200 Jahren tiefgreifend verändert: Wie Männer und Frauen sich die anfallenden Aufgaben in Familie, Beruf und Gesellschaft geteilt haben, was sie für typisch männlich oder für eine Frau nicht schicklich hielten, ob ein Mann „gedient haben“ musste, um anerkannt zu sein, und ob die Fähigkeit, Windeln zu wechseln, mit echter Männlichkeit vereinbar war, wie Mädchen und Jungen erzogen wurden, welche Bildung sie genießen und welchen Beruf sie ergreifen sollten, ob Frauen Fußball spielen dürfen, und was überhaupt als angemessene Freizeitbeschäftigungen für Männer und für Frauen galt – all diese Fragen haben unsere Großeltern noch ganz anders beantwortet als unsere Eltern und erst recht als wir selbst.
    Es ist Ziel dieses Seminars, diesem Wandel nachzuspüren und in der Gruppe ein Forschungsprojekt zum Thema Geschlechtergeschichte(n) in Westfalen in den vergangenen 200 Jahren zu entwickeln. Das Projekt soll über mindestens zwei Semester durchgeführt und die Ergebnisse der Forschungen abschließend in Form einer Veröffentlichung, Ausstellung etc. der Öffentlichkeit präsentiert werden.

    Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 19.10.2017


    PD Dr. Ernst Laubach
    Opposition und Widerstand gegen das Dritte Reich
    Vorlesung mit Quellenlektüre
    Eine geschlossene Organisation von Opposition und Widerstand gegen das nationalsozialistische “Dritte Reich” hat es nicht gegeben - nicht geben können. Während einige Teile der deutschen Bevölkerung sofort in Konfrontation zum nationalsozialistischen Regime standen, brauchten andere Kreise, die später führend im Widerstand gewesen sind, mehrere Jahre, bis sie zu Gegnern des Regimes wurden.
    Die Vorlesung möchte einen Überblick über Gruppen, Aktionen und Facetten von Opposition und Widerstand gegen das Dritte Reich geben. Beabsichtigt ist eine Kombination von Vortrag und gemeinsamer Lektüre exemplarischer Quellentexte.

    Zeit: montags, 10-12 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 4
    Beginn: 09.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Paul Leidinger
    Migrationen – Wanderungen, Flucht, Zwangsumsiedlungen, Vertreibung – in Geschichte und Gegenwart
    Vorlesung
    Die historische Migrationsforschung beschäftigt sich mit den verschiedenen Arten von Wanderungen von Menschen und Völkern in der Geschichte. Vor der Sesshaftwerdung des Menschen war der permanente räumliche Wechsel eine existenzielle Notwendigkeit. Danach traten immer wieder Völkerwanderungen ein, die oft eine Folge ökologischer Veränderungen waren und oft über weite kontinentale Strecken in neue Länder führten. Mehr individueller Art waren Wanderungen und Reisen von Kaufleuten, Händlern und Forschungsreisenden, die Länder und Kontinente der Erde erschlossen, oder Auswanderungen und Einwanderungen, die zu verschiedenen Zeiten aus vorwiegend existentiellen Gründen erfolgten. Politische Machtbildungen, die mit ethnischen und religiösen Konflikten und Kriegen einhergingen, hatten vielfach Flucht, Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen im Gefolge. Dies ist ein Phänomen seit den Reichsbildungen der Antike, vor allem aber seit der Ausprägung nationalistischer und imperialistischer staatlicher Strukturen in der modernen Welt seit dem 19. Jahrhundert und auch noch in unserer aktuellen Gegenwart. Die Vorlesung behandelt Grundzüge der vorgestellten Wanderungen in der Geschichte an verschiedenen Beispielen und legt dabei den besonderen Schwerpunkt auf aktuelle Erscheinungen der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs dabei ist, dem verschiedenartigen Migrationsgeschehen in einer inzwischen global strukturierten Welt durch internationale menschenrechtliche Kodifikationen Maßstäbe und Grenzen zu setzen sowie Sicherheit insbesondere für Minderheiten zu geben.
    Literaturhinweise: Jochen Oltmer, Migration. Geschichte und Zukunft der Gegenwart, Darmstadt 2017; K. J. Bade, P. C. Emmer, L. Lucassen, J. Oltmer (Hg.), Enzyklopädie Migration in Europa vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Paderborn u.a. 2. Auflage 2008; A. Segal, An Atlas of Migration, London 1993; D. Brandes, H. Sundhausen, St. Troebst (Hg.), Lexikon der Vertreibungen (im Europa des 20. Jahrhunderts), Wien u.a. 2010; D. Blumenwitz (Hg.), Flucht und Vertreibung (Völkerrechtliche Übersichten), Köln u.a. 1987; O. Kimmenich, Das Recht auf die Heimat, Bonn 3. Aufl. 1989

    Zeit: mittwochs, 12.00-13.30 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.3
    Beginn: 11.10.2017


    Dr. Heike Petermann
    Leben in Deutschland in den 1920er und 1930er Jahren
    Vorlesung
    Seminar
    Das Seminar beschäftigt sich mit der Zeit zwischen den zwei Weltkriegen, der Zeit der Weimarer Republik, anhand der folgenden Themen und Fragen:
    Die politische Situation nach dem verlorenen Krieg wird innenpolitisch bestimmt durch die „Demokratie von oben“. Das Parteiensystem und das Parlament etablieren sich neu. Der Aufstieg der NSDAP bestimmt dann die 1930er Jahre und der Niedergang der anderen Parteien wie SPD und Zentrum. Außenpolitisch muss das Verhältnis zu den europäischen Nachbarn neu definiert werden. Hat die politische Situation das Leben der Menschen allgemein beeinflusst?
    Wirtschaftlich charakterisieren nach den Reparationszahlungen die so genannten „Goldenen Zwanziger“ und die Weltwirtschaftskrise diese Jahre. Diese Situation hat das Leben in Deutschland bestimmt wie Diskussion zur Frage der Abtreibung zeigt. Welche Auswirkungen hatte die (schlechte) wirtschaftliche Situation auf das Leben der Menschen?
    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten sich Bestrebungen, das Leben im Einklang mit der Natur zu gestalten, zur Gründung der Gartenstädte und Stärkung des Sports geführt. Diese Ideen wurden dann vor allem in den 1930er Jahren wieder aufgegriffen. Welche Ideen fanden Anhänger und konnten sich etablieren?
    Zur gesellschaftlichen Situation äußerten sich Literaten wie Gerhard Hauptmann, Kurt Tucholsky und Alfred Döblin. Was haben Sie beschrieben oder kritisiert?
    Ziel des Seminars ist es, ein Bild vom Leben in Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen zu entwickeln.

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 202
    Beginn: 07.11.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Armin Schulz
    Alexander der Große. Aufbruch in eine neue Welt.
    Vorlesung
    Seminar
    Als Alexander 344 v. Chr. als Hegemon des Panhellenischen Bundes nach Kleinasien übersetzte, schien keineswegs klar, ob die Eroberung des Perserreiches als Ziel feststand.
    Am Ende des Feldzuges erstreckte sich das Reich Alexanders von Makedonien bis zum indischen Subkontinent und im Süden bis nach Ägypten. Bis heute stehen die Fragen um seine Person, um seine Nachfolge und damit um die Verwaltung seines Reiches wie auch die Suche nach dem Grab des makedonischen Herrschers im Focus der Forschung.  
    Unsere Beurteilungen Alexanders sind dabei äußerst kontrovers. Als genialer Feldherr und brillanter Stratege, aber auch als unberechenbarer Egomane ist er der Nachwelt überliefert. Doch dies beruht wesentlich auf den erhaltenen, literarischen Überlieferungen, die erst etwa 300 Jahre nach seinem Tod einsetzen und für uns der Ausgangspunkt der Beschäftigung mit dem makedonischen Herrscher sind.
    Im Verlaufe des Seminars werden die entscheidenden Stationen des Alexanderzugs und deren Bedeutung und geopolitische Dimension analysiert.
    Der Aufstieg Makedoniens zur Hegemonialmacht in Griechenland sowie der Untergang des Achämenidenreiches kam für die Zeitgenossen letztlich überraschend, und so wird ein zentraler Aspekt auch auf den Ursachen der Expansion liegen. Abschließend sollen die Auswirkungen auf die in Abhängigkeit gebrachten bzw. eroberten Gebiete sowie die Folgen für Makedonien selbst analysiert werden.
    Literatur in Auswahl:  R.M. Errington, Geschichte Makedoniens, München 1986; J. Engels, Philipp II. und Alexander der Große, Darmstadt 2006; H.-J. Gehrke, Alexander der Große, 6., aktualisierte Auflage. Beck, München 2013; S. Laufer,  Alexander der Große. 4. Auflage München 2004; H.-U. Wiemer, Alexander der Große, 2. Auflage München 2005; Plutarch, Große Griechen und Römer: Alexander, übertragen von K. Ziegler, München 1980

    Zeit: mittwochs, 14-16 Uhr (Die Veranstaltung fällt am 25.10.2017 aus)
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 202
    Beginn: 11.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Philosophie

    Dr. Melanie Bender
    Schuld
    Seminar
    Der Mensch gerät in seinem Leben jeden Tag unvermeidlich in Schuld. In seinen Entscheidungen ist er zwischen dem eigenen Lebensplan und dem Lebensplan anderer Menschen, zwischen seinem Gewissen und dem staatlichen Recht gefangen und kann niemals allem gerecht werden. Das Seminar möchte sich mit philosophischen Gedanken zur Schuld, ihrem evolutionsbiologischen Nutzen, den Schuldgefühlen und der Frage, inwiefern Schuld ein gesellschaftliches Konstrukt ist, auseinandersetzen. Hierbei sollen auch der Zusammenhang zwischen Willensfreiheit, Verantwortung und Schuld, das Gewissen, Reue und Verzeihung zur Sprache kommen. Literarische Beispiele von Walter Jens, Amos Oz, Fjodor Dostojewski, Franz Kafka und Siegfried Lenz werden das Seminar abrunden. (Das Seminar richtet sich ausschließlich an Studenten, die regelmäßig teilnehmen möchten. Der Seminarreader kann verbindlich bis zum 25.09.2017 in der Kontaktstelle bestellt werden.)

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 214
    Beginn: 10.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Franz Gniffke
    Mythos – Orientierung in Erzählungen
    Seminar
    „Stimmt das oder ist das ein Mythos?“ fragte ein Journalist in einer Talk-Runde einen Gast, als er sich nach den kolportierten Aktionen in dessen Jugend erkundigen wollte. Mit der Frage wurde wie selbstverständlich unterstellt, Mythos stehe in Opposition zu Wahrheit. Das ist eine durchaus gängige Unter-stellung, die nicht erst in der neuzeitlichen Aufklärung aufgekommen ist, sondern zurückreicht bis zur Mythenkritik der Vorsokratiker des 6. Jahrhunderts v. Chr. Mythen gelten als unwahr, entweder weil sie historischer oder naturwissenschaftlicher Überprüfung nicht zugänglich sind oder, falls doch, einer solchen Überprüfung nicht standhalten, aber auch deswegen nicht stimmen können, weil sie widersprüchliche Vorstellungen (z.B. Götter als Betrüger) enthalten. Auf der anderen Seite gibt es Positionen, die eine Wahrheit von Mythen nicht ausschließen wollen, zwar eine theoretische, nicht aber eine praktische. Sie hat sich als solche gerade aufgrund der theoretischen Kritik abgehoben. So falsch können Mythen doch nicht sein, wenn die Menschen viele hunderttausend Jahre vor dem Auftreten von Philosophie und Wissenschaft mit Mythen und von Mythen her – offenkundig erfolgreich – ihr Leben geführt haben. Berücksichtigt man, dass das altgriechische Wort mythos Erzählung heißt und Erzählungen von Handlungen berichten, welche Intentionen verfolgende Subjekte vollziehen, dann wird deutlich, dass mythische Geschichten keine wissenschaftlichen Erklärungen sind, vielmehr einen Handlungszusammenhang entwerfen, dessen Ergebnis eben das verständlich werden lässt und deutet, worin und woher die Menschen handelnd leben, sei es die Welt im Ganzen mit ihrer Ordnung und ihren Spannungen, sei es die Existenz der Menschen selbst mit ihren Fähigkeiten und Abgründen, sei es die Kultur einer Ethnie, eine Stadt oder Institution. Immer handelt es sich in mythischen Geschichten um etwas, was für ein Kollektiv von geringerer oder größerer Wichtigkeit, ja was ihm heilig ist. Und weil es so wichtig ist, wird es immer weitererzählt, was in vorschriftlicher Zeit Gegenwart im Gedächtnis voraussetzte. Im Gedächtnis sind Mythen dann Hintergrundgeschichten, von denen aus das verständlich wird, was sich im Vordergrund der Handlungswelt abspielt, und so Orientierung verschafft.  Die Wahrheitsfrage ist damit nicht ausgeblendet, denn es ist nicht auszuschließen, dass es falsche Orientierung gibt. Was verstehen wir heute unter Mythen im Spielraum zwischen wahr und falsch? Wo sind Mythen heute gegenwärtig und wirksam?
    Literatur: Christoph Jamme/Stefan Matuschek: Handbuch der Mythologie, Darmstadt 2017 (2., unveränderte Aufl.).

    Zeit: donnerstags, 10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 18
    Beginn: 19.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Norbert Herold
    Gerechtigkeit
    Seminar
    Die Forderung nach mehr Gerechtigkeit wird heute von vielen erhoben. Aber auch wenn das Anliegen geteilt wird, gehen die Vorstellung von Gerechtigkeit weit auseinander. Der Kampf um Gerechtigkeit hat nicht nur eine lange Tradition, sondern scheint auch nie enden zu wollen. In Abwandlung der Formulierung aus der Bergpredigt ist man geneigt zu sagen: „Selig, die da hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, denn sie werden nie satt sein!“ (André Comte-Sponville). Bevor allerdings Skepsis oder Resignation überhandnehmen, sollte man versuchen, sich mit dem Begriff und der Geschichte der Gerechtigkeit eingehender zu befassen. Das müssen wir auch schon deshalb, weil es sich bei der Gerechtigkeit um die zentrale Vorstellung handelt, ohne die ein vernünftiges und friedliches Zusammenleben der Menschen gar nicht möglich ist. Das Thema 'Gerechtigkeit' führt daher einerseits in die Sozialphilosophie und die politische Philosophie, andererseits zur Ethik; denn die Gerechtigkeit ist seit alters her auch eine der Kardinaltugenden, insofern eine ganz persönliche Sache und das Ideal des Gerechten entsprechend Maßstab und Richtmaß für jeden Einzelnen.
    Im Verlauf des Seminars sollen anhand einschlägiger philosophischer Texte zentrale Vorstellungen von Gerechtigkeit erarbeitet und gegeneinander abgewogen werden.
    Literatur zur Einführung:  Otfried Höffe, Gerechtigkeit. Eine philosophische Einführung, München (C.H.Beck-Wissen) 2007³; Norbert Herold, Staats- und Sozialphilosophie, in: Gniffke/ Herold (Hrsg.): Philosophie. Problemfelder und Disziplinen, Münster 1996, S. 61-89.

    Zeit: dienstags, 14-16 Uhr (Am 28.11.2017 fällt das Seminar aus!)
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Beginn: 10.10.2017


    Dr. Bodo Kensmann
    Selbstgenügsamkeit – überholte Tugend oder ethisch wie politisch dringend gebotenes Leitziel?
    Seminar
    Dieses Seminar wird aus philosophischer Perspektive an die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Diskussionen um „Postwachstum“ anknüpfen und danach fragen, wie wir als einzelne Bürger angesichts der ökologischen Krise uns überlegt und begründet verhalten können.
    In den gegenwärtigen Diskussionen wird die Forderung nach einer Postwachstumsgesellschaft (auch: „Degrowth“) aus den ökologischen wie sozialen Grenzen des kapitalistischen Wachstumszwangs der Wirtschaft abgeleitet. Dabei kommen alte philosophische Tugenden im neuen Gewand in den Blick, z. B. neben Selbstgenügsamkeit auch Muße als Entschleunigung. Ebenso werden philosophische Fragen nach dem guten wie glücklichen oder nicht-entfremdeten Leben aktualisiert und neu akzentuiert. Interessant ist diesbezüglich auch, dass neuartige Gebote in die Alltagsmoral eingesickert sind: „Refuse! Reduce! Reuse! Recycle!“ Unnötigen Konsum zu vermeiden, den Güterverbrauch zu verringern, Güter wieder zu verwenden und Güter wieder zu verwerten, solche alltagsmoralischen Gebote sind aber durchaus umstritten, werden oft als zu lustfeindlich und die Lebensfreude einschränkend zurückgewiesen. Sie bedürfen auch deshalb einer differenzierten rationalen Begründung.
    Es wird auf verschiedene Klassiker-Texte der Philosophie eingegangen, zur Problemeröffnung ist geeignet: Niko Paech, Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie, München 2014.

    Zeit: montags, 16-18 Uhr
    Ort:    Orléans-Ring 12, SRZ 202
    Beginn:    16.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
    „Bekenntnis und Verleugnung“ – Kritische Gedanken zu philosophischen Autobiographien
    Blockseminar
    Anhebend mit Augustinus lässt sich eine Folge von Confessiones – Bekenntnissen in der Philosophie ausmachen, die nicht nur einen Typus philosophischer Autobiographien initiieren, sondern ‚Selbst-Auseinandersetzungen’ vorführen, denen ebenso wie Bekenntnisse auch Verleugnungen eingeschrieben sind. Dergestalt hebt das abendländische Denken von Individualität in eigenartigen folgenreichen Figuren der Negierung an, die es zu betrachten und kritisch zu bedenken gilt. Ihrer Erörterung und gemeinsamen Diskussion widmet sich das Seminar anhand der Schriften von Augustinus, Rousseau, Derrida und Flusser. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
    Literaturgrundlagen: Augustinus, Aurelius: Bekenntnisse. Lat. u. dt. Aus dem Lateinischen v. Joseph Bernhart, Vorwort v. Ernst Ludwig Grasmück. Frankf. a.M. 1987; Derrida, Jacques: Zirkumfession. In: Geoffrey Bennington/Jacques Derrida: Jacques Derrida. Ein Portrait. Aus d. Frz. v. Stefan Lorenzer. Frankf. a. M. 1994; Rousseau, Jean-Jacques: Die Bekenntnisse. Übers. v. Alfred Se-merau, durchges. v. Dietrich Leube. Mit einem Nachwort u. Anm. v. Christoph Kunze. München 2011; Ders.: Schriften in zwei Bänden. Hrsg. v. Henning Rit-ter. Nach alten Übers. bearb. u. z.T. neu übers. v. Henning Ritter u. Dietrich Feldhausen. München 1978; Flusser, Vilém: Bodenlos. Eine philosophische Autobiographie. Bensheim 1992.
    Weitere Literatur: Galle, Roland: Geständnis und Subjektivität. Untersuchungen zum französischen Roman zwischen Klassik und Romantik. München 1986; Kurbacher, Frauke A.: „Das ‚sündige‘ Selbst. Zu einer gravierenden Ambivalenz des christlichen Liebesbegriffs in Reflexion auf Augustinus, Hannah Arendt und Christian Thomasius.“ In: www.theomag.de. Hrsg. v. Andreas Mertin, Karin Wendt u. Horst Schwebel. Heft 66, August 2010; Starobinski, Jean: Rousseau. Eine Welt von Widerständen. Aus dem Frz. v. Ulrich Raulff. Frankf. a. M. 2012.

    Termine/Orte: Freitag, 03.11.2017, 13-18 Uhr, Bispinghof 2, BB 301
    Samstag, 04.11.2017, 10-16 Uhr, Bispinghof 2, BB 208
    Freitag, 26.01.2018, 13-18 Uhr; Bispinghof 2, BB 3
    Samstag, 27.01.2018, 10-16 Uhr, Bispinghof 2, BB 208
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beschten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Kunst und Kunstgeschichte

    Prof. Dr. Erich Franz
    EINZELN - Porträts im 19. und 20. Jahrhundert
    Vorlesung
    Die Goethezeit und das 19. Jahrhundert waren Blütezeiten des repräsentati-ven fürstlichen und vor allem bürgerlichen Porträts. Zugleich lösten einige Künstler das Bildnis aus den überlieferten Kontexten. Jacques-Louis David isolierte einzelne Personen vor neutralem Hintergrund. Der Realist Gustave Courbet inszenierte seine eigene Person innerhalb einer „realen Allegorie“ – ei-gentlich ein Widerspruch in sich selbst. Edouard Manets Bildnisse changieren auf faszinierende wie irritierende Weise zwischen Modell und Person und zwischen Moment und Allegorie. Die Vorlesung bietet damit auch eine vertiefende Einführung in die Ausstellungen „Edouard Manet“ im Wuppertaler Von der Heydt-Museum (24.10-25.2.) und „Der böse Expressionismus. Trauma und Tabu“ in der Kunsthalle Bielefeld (11.11.-11.3.).
    Einige Künstler vor und nach 1900 wie Vincent van Gogh, Edvard Munch, Egon Schiele oder Ernst Ludwig Kirchner blicken weniger auf die Oberfläche der Person als in ihr bewegtes und zerrissenes Inneres. Paul Cézanne, Pablo Picasso und Henri Matisse errichten mit Linien, Farben und Formen eine „Harmonie parallel zur Natur“ (Cézanne) oder eine Übersetzung von „Gegebenheiten der Natur in den Eigenbereich der Kunst“ (Matisse). Bei Max Beckmann oder Otto Dix wird die individuelle Person nicht als Einheit aufgefasst, sondern als Konglomerat von Widersprüchen. Wir gehen der Frage nach, ob Spuren des Individuums auch im Surrealismus und in der europäischen und amerikanischen Abstraktion zu finden sind. Alberto Giacometti hat Porträtbüsten modelliert, nah und doch vom Blick unerreichbar. Porträts tauchen auch im Werk von Francis Bacon, Andy Warhol, Gerhard Richter und Luc Tuymans auf – ohne den traditionellen Erwartungen zu entsprechen. Die Frage nach dem Porträt im 19. und 20. Jahrhundert wird damit zur Frage nach dem wechselnden und unabgesicherten Selbstverständnis des Individuums.

    Zeit: donnerstags,  16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 12.10.2017


    Dr. Norbert Humburg
    Mensch und Umwelt – Mittelalter, Gegenwart, Zukunft
    Themenführungen im LWL-Museum
    Die Teilnehmerzahl ist pro Gruppe auf 20 beschränkt.
    Neben den Semestergebühren ist das Eintrittsgeld zu entrichten. Es wird empfohlen, eine Museums-Card zu 35 Euro zu erwerben; sie gilt für zwei Personen und erlaubt bei einjähriger Gültigkeit, das münstersche Museum so oft wie gewünscht zu besuchen. Die Card-Inhaber müssen sich vor jeder Führung an der Kasse melden und bekommen eine Tageskarte (keine zusätzlichen Kosten).
    Bei den Besuchen muss strikt darauf geachtet werden, dass der gebuchte Termin (Wochentag) eingehalten wird! Ein Wechsel zwischen den Gruppen ist nicht möglich! Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Beleg für die gebuchte Gruppe, der zur Veranstaltung mitgebracht werden muss. Ohne diesen Beleg ist eine Teilnahme nicht möglich.

    Zeit: jeweils ab 10.15 Uhr
    Treffpunkt: Foyer des  Landesmuseums
    Gruppe A: dienstags 17.10.; 24.10.; 07.11.; 14.11.2017
    Gruppe B: mittwochs  18.10.; 25.10.; 08.11.; 15.11.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Klicken Sie bitte den Anmeldebutton der Gruppe, an der Sie teilnehmen möchten.


    Johannes Vincent Knecht, M.A.
    Bilder vom Menschen – Meisterwerke der Klassischen Moderne im Essener Museum Folkwang
    Tagesseminar
    Das Essener Museum Folkwang besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Malerei, mit herausragenden Gemälden etwa von Manet, Cézanne, van Gogh, Gauguin und Picasso. Auch die Malerei des Expressionismus ist mit einer hochqualitativen Auswahl vertreten. In einem intensiven Tageskurs wollen wir wesentliche Werke der Sammlung in gemeinsamen Bildbetrachtungen beschreibend und deutend erarbeiten. Als thematischer Fokus dienen uns dabei die vielfältigen künstlerischen Haltungen in der Schilderung der menschlichen Gestalt, in der sich die thematischen und ästhetischen Paradigmen der Moderne ebenso ausdrücken wie weltanschauliche oder politische Konzepte. Der Eintritt in die Sammlung ist frei.

    Termin: Sonntag,  04.02.2018
    Zeit: 10.30-13.00 Uhr und 14.30-16.30 Uhr
    Ort: Museum Folkwang, Museumsplatz 1, 45128 Essen
    (Navigationsinformation: Bismarckstraße 60)
    Treffpunkt: 10.15 Uhr, Foyer des Museums
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Johannes Vincent Knecht, M.A.
    Raum und Perspektive in der europäischen Malerei
    Vortrag und Seminar
    Das vielfältige Hervorrufen dreidimensionaler Erfahrungen auf Grundlage zweidimensionaler Bildflächen ist eine der entscheidenden Gestaltungsfra-gen der europäischen Kunstgeschichte von der ägyptischen und griechischen Antike bis zur Klassischen Moderne. Andere Elemente des bildlichen –Licht, Körper, Bewegung oder Zeitlichkeit – hängen von ihr ab oder stehen mit ihr in Wechselwirkung. Entgegen allgemeiner Vorstellungen lassen sich die Formen der Raumillusionierung kaum nach historischen Kriterien ordnen. Insbesondere der Mythos der geometrisierten Zentralperspektive, die im Italien des 15. Jahrhunderts plötzlich die Wiedergabe vermeintlich richtiger Räume ermöglichte, ist zu hinterfragen. Im Kurs soll daher nicht chronologisch, sondern anhand gestalterischer und bildphilosophischer Grundgedanken vorgegangen werden, die sich aus der konkreten Werkbetrachtung über die Epochengrenzen hinweg ergeben: Welche Konzeption von Raum wird im Bild behauptet? Wozu dient er, wie ist er handwerklich umgesetzt? Und welche Art von Wirklichkeitsvorstellung ist es, die sich Raum verschafft? Der Schwerpunkt unserer Bildbetrachtungen liegt auf der Malerei, mit Exkursen zu graphischen Techniken, Photographie und Architektur.

    Termine: Freitag, 05.01.2018, 13.00-16.00 Uhr und 17.00-18.30 Uhr
    Samstag, 06.01.2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.00-15.30 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 101
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ira Oppermann
    Michelangelo Buonarroti
    Seminar
    Bei kaum einem Künstler vor der Moderne des 20. Jahrhunderts bildet das Unvollendete, das non-finito, einen derart präsenten Werkanteil wie bei Michelangelo Buonarroti (1475-1564). Dieses Fragmentarische steht im starken Kontrast zum allgemeinen Kanon seiner „Göttlichkeit“, universellen Genialität und Vorbildlichkeit, die ihm Vasari schon zu seinen Lebzeiten attestierte.  
    Innerhalb dieses Spannungsbogens soll Michelangelo in allen seinen Facetten beleuchtet werden: Über exemplarische sowie enigmatische Arbeiten aus Skulptur, Architektur, Malerei und Zeichnung – also dem die drei ersten Küns-te umfassenden disegno – wird versucht diesem Ausnahmekünstler nahezu-kommen.
    Vorbereitend sollte Vasaris „Michelangelo“ gelesen worden sein: Giorgio Vasari, Das Leben des Michelangelo, hg. v. Alessandro Nova, bearb. von Caroline Gabbert, neu ins Deutsche übers. von Victoria Lorini, Berlin: Wagenbach, 2009 (ISBN 978-3-8031-5045-5)

    Termin: 06.-10.02.2018, jeweils 10.30-12.45 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB204
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ira Oppermann
    Amerikas Ursprünge der Moderne
    Seminar
    Action Painting eines Jackson Pollock oder die Farbfeldmalerei eines Marc Rothko werden dem sogenannten Abstrakten Expressionismus zugeordnet. Weithin bekannt ist, dass diese Form der Malerei sich ab zirka 1940 auch in Auseinandersetzung mit der europäischen Moderne entwickelte, was insbesondere durch den Zuzug von Kriegsimmigranten gefördert wurde. Weniger bekannt sind die sich seit dem 20. Jahrhundert deutlich entfaltenden Kunstrichtungen in den Vereinigten Staaten, die bewusst ein eigenes amerikanisches Potential zu generieren suchten, was besonders im American Scene (Amerikanischen Realismus) deutlich wird, wie ihn Charles Sheeler, Charles Demuth, Georgia O’Keeffe oder Ralston Crawford (Präzisionismus) vertreten. Alfred Stieglitz, Fotograf und Galerist, war ihr größter Promotor, der sich (und sie) auch immer stärker von der europäischen Avantgarde abgrenzte. Auf den tieferliegenden Spuren dieser eigen-amerikanischen Richtung stößt man mit Vehemenz auf die Landschaft, die in ihrer Urgewalt für die junge Nation identitätsstiftend wurde (Winslow Homer, Rockwell Kent) und so von Beginn an einen bedeutenden Stellenwert innehat (Albert Pikham Ryder).

    Termin: 06./07.02.2018 und 09./10.02.2018, jeweils 14.30-16.15 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB204
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ira Oppermann
    Beckmann und die Moderne
    Seminar in Münster und Potsdam mit Museumsbesuch
    Max Beckmann (1884-1950) zählt zu den bedeutendsten Künstlern der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Obschon sein Œuvre auch hervorragende Landschaften enthält, ist es durch Stadt und Mensch geprägt. Beckmann, der sich selbst nicht als Expressionist verstand, folgte immer dem Figurativen, dem er in zahlreichen Porträts und Selbstbildnissen, Kriegsdarstellungen oder Zirkus-, Varieté- und Theaterbildern ein (bewusst) zweidimensionales Denkmal setzte. Letztes Themenspektrum soll ausgiebig vor den Originalen in der Barberini-Ausstellung „Max Beckmann. Welttheater“ erörtert werden, während bei der ersten Seminarsitzung einzelne Lebensstationen und Werke im Zentrum stehen.
    Hinsichtlich der Anfangszeit der Klassischen Moderne wird Beckmann in der Berlinischen Galerie besprochen, ergänzt durch Kolleginnen und Kollegen der Berliner Secession, Zeitgenossen des Dada-Kreises (Hannah Höch u.a.), der Neuen Sachlichkeit (Christian Schad u.a.) oder der (osteuropäischen) Avantgarde (Naum Gabo, George Grosz, Otto Dix u.a.). Abschließend werden im Bröhan Museum neben den Secessionsmitgliedern die Künstler des „Berliner Realismus“ (Hans Baluschek u.a.) betrachtet und damit eine andere Seite der Moderne aufgeschlagen.

    Berliner Realismus (Bröhan-Museum)
    Im Frühjahr 2018 zeigt das Bröhan-Museum dann „Berliner Realismus. Von Hans Baluschek bis Otto Dix“. Diese Ausstellung spannt einen zeitlichen Bogen von den 1890er bis zu 1930er Jahren und verfolgt das Ziel, die sozialkritische Ausrichtung innerhalb der Berliner Kunst in diesem Zeitraum herauszustellen. Als erste Sezession in Deutschland widmen sich Berliner Künstler wie Heinrich Zille, Hans Baluschek und Käthe Kollwitz in ihrer Kunst konsequent sozialkritischen Themen. Die prekären Lebens- und Wohnverhältnisse der durch die Industrialisierung stark angewachsenen Arbeiterschaft sind zentrale Themen ihrer Werke. Einen drastischen Einschnitt stellt der Erste Weltkrieg dar. Die zweite Generation von Künstlern, die in der Ausstellung gezeigt wird – darunter Otto Dix, George Grosz und Max Beckmann – ergreift nicht Partei für „den kleinen Mann“, sondern kritisiert in ihrem Werk ganz allgemein die gesellschaftlichen Missstände der Weimarer Republik. Neue Techniken wie die Collage werden angewendet, um – in Text und Bild – vor politischen Entwicklungen zu warnen.

    Max Beckmann. Welttheater (Museum Barberini Potsdam)
    Viele Gemälde Max Beckmanns (1884–1950) zeigen die Welt des Theaters, Zirkus und Varietés. Er inszeniert das Bild als Bühne. Das Zurschaustellen trieb ihn an. Im Welttheater sah er ein Modell menschlicher Grunderfahrungen.
    In Kooperation mit der Kunsthalle Bremen, die die Ausstellung vom 30. September 2017 bis zum 4. Februar 2018 zeigt.

    Ständige Sammlung der Berlinischen Galerie
    Die Berlinische Galerie ist eines der jüngsten Museen der Hauptstadt und sammelt in Berlin entstandene Kunst von 1870 bis heute – mit lokalem Fokus und internationalem Anspruch zugleich.
    1975 als privater Verein gegründet, eröffnete das Landesmuseum 2004 in Nachbarschaft zum Jüdischen Museum sein eigenes Haus in einer großzügig umgebauten Industriehalle mit 4.600 qm Ausstellungsfläche. Bildende Kunst – Malerei, Grafik, Skulptur, Multimedia – Fotografie, Architektur und Künstler-Archive formen einen Fundus, aus dem durch interdisziplinäre Verschränkungen spannungsvolle Dialoge entstehen.
    Herausragende Sammlungsbereiche sind Dada Berlin, die Neue Sachlichkeit und Osteuropäische Avantgarde. Die Kunst des geteilten Berlin und der wiedervereinten Metropole bildet einen weiteren Schwerpunkt.

    Termin:

    Vorbesprechung in Münster:
    Mittwoch, 07.02.2018, 17.15-18.45 Uhr; Bispinghof 2, BB204

    Seminar in Berlin und Potsdam:

    13. März 2018:
    10.30-12.45 Uhr Berlin, Bröhan Museum („Berliner Realismus. Von Hans Baluschek bis Otto Dix“)

    14. März 2018:
    10.15-11.45 Uhr Museum Barberini, Potsdam („Max Beckmann. Welttheater“), kurze Café-Pause (ca. halbe Stunde), anschließend kleiner Stadtrundgang von 45 Min. und Mittagspause.
    15.15-16.45 Uhr Museum Barberini, Potsdam („Max Beckmann. Welttheater“)

    15. März 2018:
    10.30-12.00 Uhr Berlinische Galerie, Berlin (Ständige Sammlung); Café-Pause
    13.00-14.30 Uhr Berlinische Galerie, Berlin (Ständige Sammlung)

    Anmerkung: Es besteht kein Versicherungsschutz durch die Universität.
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Matthias Vollmer
    Malerei und Philosophie in der Renaissance
    Blockseminar mit Museumsbesuch
    Cennino Cennini bestimmte um 1400 den Rang der Malerei neu und distanzierte sich vom platonischen Argwohn gegenüber den Bildern. Die Malerei soll nach ihm als arte eine Abteilung der Philosophie sein. Nun ist gerade die Philosophie der Renaissance in beträchtlichem Maße platonisch und neuplatonisch geprägt, so dass man erwarten möchte, dass die neuen wissenschaftlichen Ansprüche der Malerei auf Misstrauen oder Ablehnung stoßen sollten. Der Kurs möchte diese so überaus wichtige Formierungsphase der Malerei als Kunst und Wissenschaft im philosophischen Kontext der italienischen Renaissance in Bild und Text genauer betrachten. Leon Battista Alberti, Leonardo da Vinci, Marsilio Ficino und Nikolaus von Kues sollen neben anderen gesehen und gelesen werden.

    Termine/Orte: Montag, 27.11.2017, 14.15-17.15 Uhr, Schloss S 055
    Dienstag, 28.11.2017, 10.00-13.00 Uhr, Schlossplatz 34, vom Stein-Haus, Aula
    Dienstag, 28.11.2017, 14.15-17.15 Uhr, LWL-Museum
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Matthias Vollmer
    Pierre-Auguste Renoir und das Spiel von Farbe und Form
    Tagesseminar
    Während in den Frühwerken noch die Wirkung der Malerei Gustave Courbets erkennbar ist, wandte sich Renoir um 1867 unter dem Einfluss der Maler von Barbizon der Freilichtmalerei zu; flirrendes Licht und heitere Farbigkeit kennzeichnen seine Gemälde. Reisen nach Algier, Italien und Südfrankreich beein-flussten sein künstlerisches Schaffen nachhaltig. Da Renoir zunehmend im Impressionismus die Gefahr der Formenauflösung zu sehen begann, wandte er sich zwischenzeitlich einem strengeren, zeichnerisch geprägten Stil zu, bevor er in späteren Jahren zurückfand zu der für ihn charakteristischen malerischen Gelöstheit, die sich auch wieder in einer kräftigen Farbigkeit ausdrückt. Im Zentrum des Kurses steht Renoirs Auseinandersetzung mit Licht und Farbe.

    Termin: Mittwoch, 29.11.2017, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schlossplatz 34, vom Stein Haus, Aula
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr´. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Dr. Matthias Vollmer
    Komplexe Bildkompositionen. Die Ikonografie des Barock.
    Blockseminar mit Museumsbesuch
    Die barocke Kunst und Ikonographie zeichnet sich durch ungemein komplexe Bildkompositionen aus, welche sie zu einem besonders interessanten Kapitel der abendländischen Kunst- und Kulturgeschichte macht. Aus der heutigen Perspektive ist die "Sprache" der Bilder dieser Zeit nicht eben leicht verständlich, insbesondere, wenn man die ausgefeilten Programme der Druckgraphik betrachtet. Emblematik, Deckenmalerei, Bibelillustrationen, Hagiographie und besonders die versteckten Botschaften der flämischen und niederländischen Malerei sollen genauer betrachtet und zum Sprechen gebracht werden.

    Termine/Orte: Mittwoch, 17.01.2018, 14.15-17.15 Uhr, Schloss S 2
    Donnerstag, 18.01.2018, 10.00-13.00 Uhr, Schloss S 055
    Donnerstag, 18.01.2018,14.15-17.15 Uhr, LWL-Museum
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr´. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Dr. Matthias Vollmer
    Henri Toulouse-Lautrec - der Künstler der Belle Époque
    Tagesseminar
    Jeder hat schon einmal eines der mondänen und manchmal auch etwas „lauten“ Plakate, die Toulouse-Lautrec für die Vergnügungslokale des Montmartre schuf, oder eine seiner so treffenden, eleganten Karikaturen gesehen. Daneben gibt es aber auch den stilleren Künstler, der sich an Degas und den derzeit so geschätzten japanischen Farbholzschnitten orientiert. Anfang 1890 entdeckt er die Lithografie und bringt es hier rasch zur Meisterschaft. Mit seinen Gemälden, die in gedeckten Farben einen Einblick in die menschliche Psyche zu erlauben scheinen, gewinnt er schließlich die Anerkennung Degas. Toulouse-Lautrecs virtuoser Umgang mit den diversen Medien, der zu ganz unterschiedlichen Ausdrucksweisen führt, das Oszillieren zwischen Alltags- und Hochkunst soll verfolgt und deutlich gemacht werden. Der Einfluss seiner Kunst auf die Moderne lässt sich noch bei Andy Warhol nachweisen.

    Termin: Freitag, 19.01.2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schlossplatz 34, vom Stein Haus, Aula
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr´. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Matthias Zölle, Anke Gollup
    Last Exit Kunst II. Künstler reden über ihre Kunst
    Vorträge

    Anmeldung: BITTE BEACHTEN: In diesem Semester ist eine Anmeldung erforderlich!
    Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr.  Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Zeit: mittwochs, 14-16 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Themen und Vortragende
    11.10.2017 Steffi´s Plauderstündchen…
    Steffi Stephan/Wilhelm Karkoska, Musik
    18.10.2017 Metaworlds
    Johanna K Becker, Malerei, Installation, Zeichnung
    08.11.2017 Weiß. Nicht weiter.10 Sackgassen in der Malerei
    Armin Weinbrenner
    15.11.2017 Arbeitsweise und Werdegang eines Zeichners
    Jörg Hartmann
    22.11.2017 Bewusstsein durch Irritation
    Thomas Nufer, Aktionskunst
    29.11.2017 Extrakte Kunst - Das japanische Haus -
     E. J. Speckmann, Malerei, Skulptur, Photographie
    06.12.2017 Persönlichkeit und Körpersprache – im Tanz und im Alltag
    Günther Rebel, Tanz
    13.12.2017 Tatort Mexiko
    Anja Jensen,  Photographie
    20.12.2017 Geliebte Gefährten
    Anne Kückelhaus, Skulptur, Installation
    10.01.2018 Im Wandel der Wirklichkeit
    Günther Malchow, Malerei
    17.01.2018 Töne, Texte, Tiere
    Markus Paßlick, Musik, Literatur, Zoologie
    24.01.2018 Sing your heart out
    Nikola Materne
    31.01.2018 da lang
    Thomas Gerhards/Werner Rückemann, Installation, Skulptur, Photographie

  • Ethnologie

    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen - ein Training zur Vermittlung von Interkultureller Kompetenz
    Tagesseminar
    Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden.
    Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?
    Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der inter-kulturellen Begegnung zu erfassen.

    Termin: Freitag, 03.11.2017, 9-16 Uhr
    Ort:    Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ursula Bertels
    Leben in einer multikulturellen Gesellschaft
    Tagesseminar
    Als Einwanderungsland steht Deutschland vor vielen Herausforderungen. Nicht nur jede Einzelne/jeder Einzelne erlebt im Alltag kulturelle Diversität, auch alle Institutionen (Behörden, Wohlfahrtsverbände, Schulen etc.) erfahren, wie interkulturelle Begegnungen den Berufsalltag verändern. Eine Möglichkeit, auf diese veränderte Situation zu reagieren, ist die Interkulturelle Öffnung.
    Das Seminar beschäftigt sich mit wichtigen Aspekten eines Einwanderungslandes und gibt Einblicke in die Chancen und Herausforderungen einer multi-kulturellen Gesellschaft.

    Termin: Freitag, 01.12.2017, 9-16 Uhr
    Ort:    Orléans-Ring 12, SRZ 5
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Germanistik/Literaturwissenschaft

    Prof. Dr. Karl Heinrich Hucke
    Lyrik der Romantik
    Vorlesung/Seminar
    VERANSTALTUNG FÄLLT AUS. SIE WIRD VORAUSSICHTLICH IM SOMMERSEMESTER 2018 NOCH EINMAL ANGEBOTEN.
    Romantik und Klassik sind polare Entsprechungen eines Verständnisses von Kunst, das aus dem Unbehagen an der Moderne entstanden ist, aus einer Entfremdung des Menschen von sich, der Natur und der Welt. Nur geben die Romantiker im Gegensatz zu den Klassikern eine andere Antwort auf die Frage, wie denn die Kunst sich dieser Entfremdung entgegenstellen könnte.
    Strebt das klassische Ideal nach Vollendung, Ruhe, fester Ordnung, Klarheit, Maß und Harmonie, so ist in der Romantik ein Drang nach Unendlichkeit, Leidenschaftlich-Bewegtem, Dunklem, maß- und regellosem Sprengen-Wollen aller Grenzen zu spüren.
    Meint die Klassik in ihrer Begrifflichkeit eine Tendenz zu Objektivität, Typisierung, Gesetz, Vernunft, Gleichgewicht, zu gültiger und geschlossener Form; zu genauer Unterscheidung zwischen Lyrik, Epik und Dramatik; so will romantisches Denken und Dichten Grenzen sprengen: Grenzen des Verstandes, Grenzen zwischen Wissenschaft und Poesie und zwischen den einzelnen Dichtungsgattungen. Romantik idealisiert sich in einer Universalpoesie, die gleichzeitig Wissenschaft, Religion und Dichtung und lyrisch, episch, dramatisch und musikalisch sein will; indem Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit niedergerissen werden und die ganze Welt romantisiert wird (Novalis). Sagen die Klassiker, es sei genug, das Erforschbare zu erforschen und das Unerforschliche auf sich beruhen zu lassen, so pochen die Romantiker auf die Einforderung des Unmöglichen, damit es einen Platz bekommt in der Realität. Romantik also fordert die absolute Subjektivität, Individualisierung, Freiheit und Unabhängigkeit und eine weltoffene, ewig unfertige Dichtungsform mit einer Vorliebe für das Traumhafte, Wunderbare, Unbewusste und Übersinnliche. So weit, so gut.
    So kann man sich die begriffliche Differenzqualität von Klassik und Romantik bewusstmachen. Nur wäre jetzt zu prüfen, wie denn die Lyrik der Romantik, ihr Prestige-Objekt, in dieser Bestimmung aufgeht oder aber in den Interpretationen ihre je spezifische Bedeutung jenseits aller Klassifikationen entfaltet.
    Literatur: Gedichte der Romantik, hg. von Wolfgang Frühwald (Reclams Universal-Bibliothek 8230); Albert Meier, Klassik – Romantik (Reclams Universal-Bibliothek 17674); Mathias Mayer, Geschichte der deutschen Lyrik, Band 3: Klassik und Romantik (Reclams Universal-Bibliothek 18890).

    Zeit: dienstags, 10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 117
    Beginn: 17.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Karl Heinrich Hucke
    Gedichte von Goethe
    Vorlesung/Seminar
    VERANSTALTUNG FÄLLT AUS. SIE WIRD VORAUSSICHTLICH IM SOMMERSEMESTER 2018 NOCH EINMAL ANGEBOTEN.
    „Goethe schrieb mehr als dreitausend Gedichte, in unterschiedlichsten Formen, Traditionen und zu den verschiedensten Themen. Mit diesem an Umfang und Bedeutung außergewöhnlichen Werk hat er das deutschsprachige Gedicht der Neuzeit erst eigentlich ermöglicht: Prometheus, Erlkönig oder die Sammlung West-oestlicher Divan sind Klassiker im besten Sinne des Wortes.“ (Bernd Witte) Im Kontext eines solchen Befundes darf darauf hingewiesen werden, dass nicht die Lyrik Goethes Gegenstand des Seminars sein kann. Vielmehr sollen an ausgewählten Beispielen Denkräume erschlossen werden, welche die literarische Evolution des Verschiedenen und Mannigfaltigen in Goethes Lyrik zur Anschauung bringen. Chronologisch gesehen unterscheidet Witte die Frühe Lyrik (1767-1769), die Lyrik des Sturms und Drangs (1770-1775), die Lyrik des ersten Weimarer Jahrzehnts (1776-1786), die Lyrik der klassischen Zeit (1787-1805) von den Sonetten zum West-oestlichen Divan (1806-1819) und der späten Lyrik (1820-1832).
    Literatur: Als Arbeitsbuch wird zur Anschaffung empfohlen: Johann Wolfgang Goethe, Gedichte. Studienausgabe, hg. von Bernd Witte, Stuttgart 2008 (Reclams Universal-Bibliothek 18519; die gebundene Ausgabe erschien 2001). Textgrundlage ist jeweils der Erstdruck. Der Kommentar berichtet über Entstehung und Druckgeschichte, bietet Varianten späterer Fassungen sowie Wort-, Sacherklärungen und Literaturhinweise.

    Zeit: donnerstags, 10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 117
    Beginn: 19.102017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Goethes Werther. Zur Rezeption eines Erfolgsromans in Literatur, Kunst, Mu-sik, Film und auf der Theaterbühne
    Blockseminar mit Aufführungsbesuch
    Es war der erste Bestseller der deutschen Literatur! Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ löste nach seinem Erscheinen 1774 unter Jugend-lichen ein wahres Fieber aus: Man kleidete sich wie die Romanfigur, entdeckte die Literatur als Spiegel seelischer Befindlichkeit, eine wahre Selbstmordwelle imitierte schließlich sogar das Schicksal des unglücklich Liebenden. In der Nachfolge des Werther erschienen unzählige Bücher, sei es als Kritik oder Satire, als Nach- oder Neubearbeitung des Themas. Die Veranstaltung folgt den Spuren des Romans in seiner mehr als 200jährigen Rezeptionsgeschichte mit Beispielen aus Literatur, Oper und Film bis hin zur jüngsten Bearbeitung für das Theater Münster, die im September 2017 zur Uraufführung kommt.
    Textausgaben: Johann Wolfgang Goethe: Die Leiden des jungen Werther (Reclam Universalbibliothek 67); Ulrich Plenzdorf: Die neuen Leiden des jungen W. (Suhrkamp TB 300)

    Termine: Dienstag, 24.10.2017, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
    Freitag, 03.11.2017, 16.00-20.00 Uhr
    Samstag, 04.11.2017, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 01.12.2017, 16.00-20.00 Uhr
    Samstag, 02.12.2017, 10.00-18.00 Uhr
    Ort: Stein Haus, Schlossplatz 34

    Anmeldung:

    Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Romanistik

    Prof. Dr. Christoph Miething
    Französische Gegenwartsliteratur
    Lektürekurs auf Französisch
    In diesem Kurs soll in gemeinsamer Lektüre ein Roman besprochen und Lyrik interpretiert werden. Was den Roman betrifft, so käme entweder Michel Houel-lebecq's Soumission oder Mathias Enard's Boussole in Frage. Beide Werke erschienen im Jahr 2015. Houellebecq's Roman gehörte in den beiden letzten Jahren zu den meistdiskutierten literarischen Werken in Frankreich. Enard erhielt für seinen Roman 2015 den renommiertesten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt. Ausgewählte Gedichte von Yves Bonnefoy werden die Romanlektüre ergänzen.

    Zeit: mittwochs, 18-20 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB2
    Beginn: 18.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 08.09.2017, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!