SPEZIELLE VORLESUNGEN UND SEMINARE FÜR STUDIERENDE IM ALTER

Dringende Empfehlung: Nutzen Sie Ihre Uni-E-Mailadresse zur Anmeldung

Bei der Anmeldung können Sie jede E-Mailadresse angeben. Wir empfehlen jedoch dringend, Ihre Uni-E-Mail-Adresse zu nutzen, da im Sommersemester E-Mails an verschiedene Nicht-Uni-Adressen als unzustellbar zurückgeschickt wurden. Die betroffenen Personen haben so keine Anmeldebestätigung oder Nachricht, dass sie auf einen frei gewordenen Platz nachgerückt sind, erhalten.  Hilfen zur Nutzung Ihrer Uni-E-Mailadresse finden Sie hier.

  • Informationen und Regeln zum Anmeldeverfahren

    Für die speziellen Veranstaltungen ist neben der Anmeldung als Gasthörer*in eine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Speicherung Ihrer Daten gemäß unten stehender Datenschutzerklärung einverstanden.
    Die Anmeldefrist zu den speziellen Veranstaltungen im Sommersemester 2024 beginnt am 15. März 2024, 9 Uhr. Sie erfolgt elektronisch. Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind nicht möglich.

    Zur Anmeldung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

    1. Suchen Sie auf diesen Seiten die Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.
    2. Klicken Sie auf den Anmeldebutton unter dem Kommentar zur gewünschten Veranstaltung.
    3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein (Name, Vorname, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse) und schicken Sie die Anmeldung ab. Bitte achten Sie auf ein korrekte Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bei einer fehlerhaften Eingabe kann Ihnen keine Bestätigung der Anmeldung (siehe 5.) zugeschickt werden.
    4. Das System meldet, ob Sie einen Platz in der Veranstaltung oder auf der Nachrückerliste bekommen haben.
    5. Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem Link, mit dem Sie Ihre Anmeldung bestätigen müssen. Sollten Sie diese Mail nicht bekommen, melden Sie sich bitte unbedingt in der Kontakstelle Studium im Alter.
    6. Verbindlich ist die Anmeldung erst nach fristgerechter Zahlung der Gasthörergebühr. Sollte die Gasthörergebühr nicht rechtzeitig bei der Universität eingehen, werden Sie automatisch aus der Teilnehmerliste gelöscht.
    7. Wenn Sie auf der Nachrückerliste stehen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald ein Platz als Teilnehmer*in für Sie frei wird. Bitte rufen Sie daher regelmäßig Ihre E-Mails ab. Ohne Anmeldebestätigung (siehe 5.) werden Sie im Nachrückverfahren nicht berücksichtigt.
    8. Für die Anmeldung nutzen Sie am besten Ihre E-Mail-Adresse, die die Universität Ihnen zur Verfügung gestellt hat (Ihre Nutzerkennung@uni-muenster.de). Sie dürfen auch eine andere E-Mail-Adresse angeben, müssen allerdings beachten, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal pro Veranstaltung genutzt werden kann, d.h. Sie können nicht mehrere Personen mit derselben E-Mail-Adresse anmelden.

      Im Interesse der Gasthörer/innen, die nur einen Platz auf der Nachrückerliste bekommen haben, bitten wir dringend darum, dass Sie sich abmelden, wenn Sie eine gebuchte Veranstaltung wider Erwarten nicht besuchen können.

      Wenn Sie den ersten Termin einer zulassungsbeschränkten Veranstaltung nicht wahrnehmen können, melden Sie sich bitte in der Kontaktstelle ab.


      Test des elektronischen Anmeldesystems
      Personen, die das elektronische Anmeldesystem vor der eigentlichen Anmeldung kennenlernen möchten, können das Anmeldesystem mit einer fiktiven Testveranstaltung ausprobieren (s.u.). Dies funktioniert ab sofort.

     

  • Datenschutzerklärung zur Anmeldung von speziellen Veranstaltungen im Rahmen des "Studium im Alter"

    Neben der allgemeinen Datenschutzerklärung  der Universität Münster gelten für die Datenverarbeitung bei der Anmeldung zu Veranstaltungen im Rahmen des „Studium im Alter“ folgende Besonderheiten:

    Umfang der Datenverarbeitung
    Bei der Anmeldung werden folgende personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet:
    (1)    Name, Vorname
    (2)    Matrikelnummer
    (3)    Bei elektronischer Anmeldung: E-Mail-Adresse
    (4)    Bei telefonischer Anmeldung: Telefonnummer

    Zweck der Verarbeitung
    Die Verarbeitung der oben genannten personenbezogenen Daten dient zur Organisation der Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl. Diese Daten werden an die für die jeweilige Veranstaltung Verantwortlichen weitergegeben.

    Rechtsgrundlage der Verarbeitung
    Da die Datenverarbeitung auf Ihrer Einwilligung beruht, ist Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DSGVO.

    Dauer der Speicherung personenbezogener Daten
    Ihre personenbezogenen Daten werden von uns nur solange gespeichert, wie wir sie für die Verwaltung Ihrer Teilnahme an den Veranstaltungen benötigen, in der Regel ein Semester. Ihre Daten werden auch dann gelöscht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur weiteren Datenverarbeitung gegenüber der Kontaktstelle „Studium im Alter“ widerrufen.

     

  • Testveranstaltung: Hier können Sie das elektronische Anmeldesystem ausprobieren

    Hier können Sie das Anmeldesystem vor dem Anmeldetermin für die Veranstaltungen ausprobieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button. Das System führt Sie danach durch das Programm. Vergessen Sie nicht, Ihre Anmeldung mit dem Link, der Ihnen in einer E-Mail geschickt wird, zu bestätigen.
    Bei Problemen wenden Sie sich gerne an die Kontaktstelle Studium im Alter (0251-8324004).

     

  • Die digitale Anmeldung zum Studium im Alter – Ein Schulungsangebot für neue Studierende

    Das Studium im Alter an der Universität Münster aufzunehmen, bedeutet auch, sich mit digitalen Fragestellungen zu beschäftigen. Damit Sie wichtige Uni-Emails erhalten, sich zurückmelden oder Passwörter ändern können, benötigen Sie Zugang zu einer wichtigen Internet-Plattform, dem IT-Portal.

    In einem Brief, dem Account-Anschreiben, teilt die Universität Ihnen nach Ihrer Anmeldung zum Studium im Alter einen Link zu einem Internet-Einrichtungsassistenten mit, der Sie durch die weiteren Schritte des Anmeldeprozesses leitet. Unterstützung und eine Übersicht über alle Schritte des Prozesses finden Sie auch hier im Digitalen Leitfaden.

    Zu beachten ist, dass Sie die Anmeldung in einem Zug vornehmen müssen, da sonst Ihr Anfangspasswort die Gültigkeit verliert und Sie sich ein neues besorgen müssen.

    Für Personen, die das Studium im Alter erstmals aufnehmen und sich unsicher fühlen, den Anmeldeprozess alleine durchzuführen, bieten wir an verschiedenen Terminen die jeweils gleiche, zweistündige Schulung an. 

    Wichtig! Während der Schulung werden Sie unter Anleitung die Anmeldung für das IT-Portal durchführen. Bringen Sie also unbedingt Ihr Account-Anschreiben der Uni-versität mit (oder Benutzerkennung und Anfangspasswort) sowie ein Handy und/oder Tablet.

    Gruppe 1: Di, 27.02.2024, 14.00 – 16.00 Uhr, Orléansring 12, SRZ 102  

     

    Gruppe 2: Di, 05.03.2024, 11.00 – 13.00 Uhr, Orléansring 12, SRZ 102 

     

    Gruppe 3: Di, 12.03.2024, 11.00 – 13.00 Uhr, Orléansring 12, SRZ 103

     

    Gruppe 4: Di, 19.03.2024, 14.00 – 16.00 Uhr, Orléansring 12, SRZ 103 

     

    Gruppe 5: Di, 02.04.2024, 11.00 – 13.00 Uhr, Orléansring 12, SRZ 102 

     

    Gruppe 6:  Di, 09.04.2024, 11.00 – 13.00 Uhr, Orléansring 12, SRZ 102 

     

  • Learnweb-Nutzer-Schulung

    Viele Lehrende stellen Materialien zu ihren Veranstaltungen ins Internet und nutzen dazu die Lernplattform Learnweb. Diese Schulung richtet sich an Personen, die eine Einführung in die Nutzung der Lernplattform Learnweb aus Sicht der Studierendenseite bekommen möchten.
    In der Schulung werden die grundlegenden Schritte von der Anmeldung und Einschreibung in einen Kurs über das Hochladen von Material/Dateien/Aufgabenbearbeitung bis hin zur Nutzung der Foren und anderer üblicherweise in einem Learnweb Kurs angebotenen Aktivitäten vermittelt.
    Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum, Probleme und Schwierigkeiten im Umgang mit der Plattform anzusprechen.
    Schulungsinhalte: Kurze Einführung in das Thema E Learning; Praxisbeispiele; Kurssuche und Einschreibung; Eigenes Profil; Material hochladen, Aufgaben bearbeiten; Aktivitäten wie Forum, Datenbank, Abstimmung, Feedback.
    Hinweis: Für die Schulung benötigen Sie Ihre EDV-Nutzerkennung und Ihr Passwort. Vor Nutzung des Learnweb müssen Sie das Anfangskennwort der EDV-Nutzerkennung geändert haben (Anleitung im Digitalen Leitfaden). Nutzerkennung und Anfangskennwort wurden Ihnen mit den Zulassungsunterlagen zugeschickt.

    Termin: Di, 26.03.2024, 10-12 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 121, SCH 121.501
    Leitung: Dr. Markus Marek
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzung!)

  • StudiA-Tutor*innengruppe

    Dieses Seminarangebot richtet sich an Studierende, die schon länger zum Studium im Alter angemeldet sind. Es hat sich gezeigt, dass neue Studierende häufig Ansprechpartner:innen oder Hilfestellung suchen, um sich im Universi-tätsalltag zurecht zu finden. Im Rahmen des Seminars erarbeiten wir Konzepte, nach denen erfahrene Studierende Neueinsteiger:innen Unterstützung anbieten können, sei es im Rahmen von Orientierungsführungen an der Uni-versität, Einführung in digitale Studienangebote, Unterstützung bei der Orga-nisation des Studiums oder einfach zum Erfahrungsaustausch. So läuft das Projekt „Digi-Coach“ bereits seit drei Semestern erfolgreich und in diesem Semester werden Studierende erstmals die Uni-Erkundung für neue Studierende durchführen. Die Konzepte zur Umsetzung der Unterstützungsangebote sowie inhaltliche Fragestellungen werden gemeinsam in der Gruppe besprochen und in Abstimmung mit der Kontaktstelle Studium im Alter (weiter-)entwickelt. Wer Interesse an der Mitarbeit an dieser spannenden und durch-aus anspruchsvollen Aufgabe besitzt, ist herzlich eingeladen, sich zu der Gruppe anzumelden. Die Treffen finden während der Vorlesungszeit mit einer Ausnahme an jedem zweiten Mittwoch im Monat statt. Bei Bedarf können sie um weitere Treffen – ggf. per Zoom - ergänzt werden. Eine aktive Teilnahme und die Übernahme von Aufgaben werden vorausgesetzt. Für Fokusstudieren-de kann die Mitarbeit im Seminar und die spätere Tutorentätigkeit als Praxisfeld des bürgerschaftlichen Engagements anerkannt werden.

    Zeit: Mittwoch 10.00-13.00 Uhr
    Termine: 10.04., 15.05., 12.06.,10.07.2024
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 113
    Leitung:  Karin Gövert, MSc.
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr (teilnahmerbegrenzt)

  • Öffentliche Ringvorlesung: Künstliche Intelligenz?! Eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme

    Termine und Themen

    Als Nicht-Gasthörer*in beachten Sie bitte die Information unterhalb des Anmeldebuttons.

    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr   

    Wichtige Informationen für Personen, die keine Gasthörer*innen sind:
    1) Personen, die nicht als Gasthörer*in angemeldet sind, geben im Anmeldeformular unter Matrikelnummer bitte eine beliebige sechsstellige Zahl ein, die mit 9 beginnt. Sollte die Zahl nicht vom System akzeptiert werden, hat bereits eine andere Person diese Zahl gewählt und Sie müssen eine neue wählen.
    2) Die Teilnahmebestätigung, die Sie unmittelbar nach der Anmeldung erhalten, wird vom System automatisch generiert und enthält den Satz, dass die Anmeldung nur nach Zahlung der Teilnehmergebühr gültig ist. Dies gilt für die Ringvorlesung ausdrücklich nicht.

  • DIE BRÜDER HIMMLER
    Eine deutsche Familiengeschichte oder: Warum wurden meine Großeltern Nationalsozialisten?

    Katrin Himmler

    Warum waren der Nationalsozialismus und seine „Herrenmenschen“-Ideologie so attraktiv? Dieser Frage geht Katrin Himmler nach – mit Blick auf ihre eigenen Großeltern und so viele andere Deutsche.
    Wie ging man in der Himmlerfamilie, aber auch in anderen deutschen Familien nach 1945 mit der (Mit-)Verantwortung an den NS-Verbrechen um? Inwiefern wurde diese Verantwortung verschwiegen, verharmlost und zum Teil noch bis heute geleugnet? Und welche Auswirkungen hat dieses familiäre Schweigen auf die nachkommenden Generationen?
    Katrin Himmler ist Politikwissenschaftlerin, Autorin und Großnichte Heinrich Himmlers. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit familiären Überlieferun-gen über die NS-Zeit. Deren kritische Hinterfragung versteht sie als eine wich-tige Form der gesellschaftlichen Auseinandersetzung sowohl mit dem Natio-nalsozialismus als auch mit der heutigen Neuen Rechten. So veröffentlichte sie u.a. "Die Brüder Himmler. Eine deutsche Familiengeschichte" (2005) und, gemeinsam mit dem Historiker Prof. Dr. Michael Wildt, "Himmler privat. Briefe eines Massenmörders" (2014).
    In Kooperation mit: Villa ten Hompel; Evangelisches Forum Münster e.V., Ge-gen Vergessen – Für Demokratie Regionalgruppe Münsterland e.V., Gesell-schaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V., LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Westfalen-Lippe

    Ort: Domplatz 20-22, F2
    Termin: Mi 06.03.2024, 19-21 Uhr
    Anmeldung: Keine Anmeldung erforderlich. Die Veranstaltung ist öffentlich, das heißt, Sie müssen nicht als Gasthörer*in angemeldet sein um teilzunehmen.

     

  • ALTERnativ: Wissen erleben - Freiheit!

    Besonderer Aktionstag am 22. Mai 2024
     

    In den Pfingstferien der Universität laden die Kontaktstelle Studium im Alter und Münster Marketing alle älteren Wissensdurstigen aus der gesamten Regi-on ein. Sie können die Angebote eines Studium im Alter an diesem Tag genau-so ausprobieren wie die kulturellen Highlights der Stadt. Thema des Tages ist die Freiheit.

    Das Programm umfasst unter anderem:

    • „Wahre Freiheit – Die Niederlande zwischen Bürgerbeteiligung und Po-pulismus“, Festvortrag von Prof. Jacco Pekelder
    • Showdebatte des Debattierclubs der Universität Münster
    •  Musik von Studierenden der Musikhochschule Münster
    • Stadtführungen auf den Spuren der Freiheit

    Der ALTERnativ-Tag möchte so auf verschiedene Art und Weisen zum gemeinsamen Nachdenken über Freiheit anregen und zur Freiheit ermutigen. Denn das Grundgesetz als Garant und Grundlage unserer Freiheit feiert zwar in die-sem Jahr seinen 75. Geburtstag. Doch gleichzeitig merken wir gerade deutlich, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu verhan-delt und auch verteidigt werden muss. Was bedeutet Freiheit heute? Und wo liegen ihre Grenzen?

    Eingeladen sind alle älteren Studierenden sowie alle, die sich für ein Studium im Alter interessieren.

    Ein genaues Programm mit Anmeldeformular ist es ab sofort in der Kontaktstelle Studium im Alter, Georgskommende 14, in der Münster Information, Heinrich-Brüning-Straße 7 sowie in ausgewählten Buchhandlungen im gesamten Münsterland erhältlich.

     

  • Rechtswissenschaft

    Dr. Rainer Kemper
    Autonomie am Lebensende - von Sterbehilfe, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Rechtsnachfolge von Todes wegen
    Seminar mit Livestream aus dem Hörsaal

    Das Seminar umfasst zwei große Themenkomplexe: zum einen die Autonomie, über das Ende des eigenen Lebens zu bestimmen, zum anderen die Autonomie, die eigenen Vermögensverhältnisse für die Zeit nach dem Tod zu regeln.

    1. Das Betreuungsrecht hat sich in den letzten Jahren unter dem Druck der Rechtsprechung des BVerfG, das auch die Rechtssubjektivität und Autonomie des Betreuten bzw. Betroffenen immer wieder betont, ganz wesentlich verän-dert. Der vorläufige Endpunkt war die Neuregelung der Zwangsbehandlungen durch das Gesetz zur Änderung der materiellen Zulässigkeitsvoraussetzungen von ärztlichen Zwangsmaßnahmen und zur Stärkung des Selbstbestimmungs-rechts von Betreuten v. 17.07.2017 (BGBl I 2017, 2426). Als Exkurs (und im Zusammenhang mit der Behandlung der Freiheitsentziehung durch Betreuer und Vorsorgebevollmächtigte soll auch auf Gesetz zur Einführung eines fami-liengerichtlichen Genehmigungsvorbehaltes für freiheitsentziehende Maß-nahmen bei Kindern v. 17.07.2017 (BGBl I 2017, 2424) eingegangen werden. Im Übrigen sind Gegenstand des Seminars die gerade durch den BGH konkre-tisierten Anforderungen an Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten, die Rechtsprechung des BVerwG (Urt. v. 2.3.2017 – 3 C 19.15) zur Beschaf-fung von zur Selbsttötung benötigten Medikamenten und das System der Re-gelungen zur Sterbehilfe.

    2. Regelungen für die Vermögensnachfolge setzen voraus, dass Kenntnisse über
    -    die gesetzliche Erbfolge,
    -    den Zusammenhang zwischen Güterrecht und Erbrecht,
    -    das Pflichtteilsrecht,
    -    die Arten und die Anforderungen an Verfügungen von Todes wegen,
    -    die Unterschiede zwischen Erbeinsetzung und Vermächtnis und
    -    die Ausschlagung
    bestehen. Derartige Grundkenntnisse sollen im zweiten Teil des Seminars vermittelt werden.

    Zeit: Di, 16-18 Uhr
    Ort: Johannisstr. 4, JO 1
    Beginn: 09.04.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr   

     

  • Medizin

    Katrin Kreilinger
    Medizin des Alterns
    In fünf Themenblöcken erhalten Sie einen Einblick in zentrale medizinische Handlungsfelder. Die einzelnen Blöcke werden von Lehrenden der Medizinischen Fakultät der Universität Münster gemeinsam mit klinischen Fachvertre-ter:innen des UKM gestaltet, sodass die Teilnehmenden angeregt werden, das vermittelte naturwissenschaftliche Grundlagenwissen unmittelbar mit ausgewählten Anwendungsgebieten der Medizin zu verknüpfen. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

    Block 1: Zentrales Nervensystem,  13.06.2024, 14:00 – 18:00 Uhr
    •    Das alternde Gehirn – anatomische Grundlagen
    N.N., Institut für Anatomie Molekulare Neurobiologie – Anatomie I
    •    Neurologische Volkskrankheiten
    Priv.-Doz. Dr. Dr. Matthias Pawlowski, Klinik und Poliklinik für Neurologie
    •    Medikamentöse Therapie der Parkinson-Krankheit
    Dr. Edda Fehrmann, Institut für Pharmakologie und Toxikologie
    •    Depression im Alter
    Dipl. Psychologe Helmut Berndt, Klinik für Psychische Gesundheit

    Block 2: Bewegungsapparat ,  20.06.2024, 14:00 – 18:00 Uhr
    •    Physiologische Grundlagen der Funktion der Skelettmuskulatur
    Dr. Peter Blaesse, Institut für Physiologie I
    •    Osteoporose
    Dr. Nadine Al-Azem, Medizinische Klinik und Poliklinik D – Allg. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten
    •   Verschleißbedingte Erkrankungen des Kniegelenkes
    Dr. Carolin Rickert, Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Tumororthopädie
    •    Degeneration und Regeneration des Muskel-Skelett-Systems im Alter
    Univ.-Prof. Dr. Richard Stange, Zentrum für Muskuloskelettale Medizin

    Block 3: Viszerale Medizin,  27.06.2024, 14:00 – 18:00 Uhr
    •    Kohlenhydrate wozu... und ist Zucker wirklich böse? Was Sie darüber schon immer wissen wollten und auch sollten (evidenzbasiert)
    Dr. André Dennes, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten
    •    Wo kommen die Bauchschmerzen her? Wissenswertes zu Selbsthilfe und Prävention
    Alberta Ajani, Institut für Allgemeinmedizin
    •    Aktuelle Entwicklungen und Perspektiven in der Viszeralchirurgie
    Dr. Hedda Wollbold, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
    •    Kleine Tumore mit großer Wirkung. Hormonproduzierte Neoplasien
    Prof. Dr. Peter Barth, Gerhard Domagk Institut für Pathologie

    Block 4: Herz-Kreislauf,  04.07.2024, 14:00 – 15:45 Uhr
    •    Das alternde Herz – anatomische Grundlagen
    N.N., Institut für Anatomie Molekulare Neurobiologie - Anatomie I
    •    Wenn das Herz aus dem Takt kommt – Einblicke in die Behandlung von Herzrhythmusstörungen
    Prof. Dr. med. Lars Eckardt, Klinik für Kardiologie II: Rhythmologie

    Block 5: Gender,  11.07.2024, 14:00 – 16:00 Uhr
    •    Andrologische Aspekte des Alterns
    Prof. Dr. med. Michael Zitzmann, Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie
    •    Geschlechteraspekte in der Geburtshilfe
    Dr. med. Daniela Willy, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Prof. Dr. Dr. Rolf Dierichs
    Zur funktionellen Anatomie des Menschen, Teil 4
    Vorlesung
    Themen: Zentralnervensystem, Gehirn, Sinnesorgane

    Zeit: Do 16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F4
    Beginn: 18.04.2023
    Anmeldung:    Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr

     

    Prof. Dr. Klaus Völker
    Der Bewegungsapparat im Sport

    • Anatomische und physiologische Grundlagen Knochen /Gelenke / Muskeln
    • Sport bei Rheuma und Arthrose
    • Sport mit künstlichen Gelenken

    Termine: Do, 04.07. und 11.07.2024, jeweils 14-18 Uhr
    Orte: Schlossgarten 3, SG 3 Hörsaal
    Anmeldung:  Ab dem 15.09.2023, 9 Uhr

     

  • Erziehungs- und Sozialwissenschaft

    Karin Gövert, MSc
    "Mitgestalten!"
    Basisseminar I für das Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung im Alter“

    Psychische und seelische Gesundheit im Alter sind maßgeblich davon beeinflusst, wie selbstwirksam ein älterer Mensch leben und agieren kann. Dazu zählt auch das Gefühl hat, noch etwas bewegen zu können, also, bedeutsam zu sein. Wir werden uns in diesem Seminar den Fragen widmen, wie gesellschaftliche und politische Teilhabe im Alter aussehen kann und welche Formen der Mitbestimmung und Einflussnahme es für ältere Menschen in Deutschland gibt. Exemplarisch soll an einem Projekt gearbeitet werden.
    Studierende, die sich für das zertifikatsorientierte Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung“ angemeldet haben, werden bei der Platzvergabe bevorzugt. Melden Sie sich bitte nur an, wenn Sie verlässlich an allen Terminen teilnehmen können.

    Zeit: Mo 12-14 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgskommende 14, G32
    Beginn: 15.04.2024
    Anmeldung:    Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzung!)  

    Bitte beachten: In diesem Seminar haben Teilnehmer*innen des Fokusstudiums Vorrang. Sollten noch Plätze frei bleiben, sind auch andere Interessierte willkommen. Bei der Anmeldung stehen zunächst alle auf der Warteliste. Die Platzvergabe erfolgt am 28.03.2024.


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
    Über die Freude und ihre Bedeutung für das Leben
    Vortragsreihe
    In dieser Vortragsreihe geht es um die Freude, warum sie so wichtig für das menschliche Leben ist und auf welchen Wegen man sich ihr nähern kann. Das Thema soll im weitesten Sinn und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Aus psychologischer Sicht braucht der Mensch ein gewisses Maß an Positivität, um als Persönlichkeit gut funktionieren zu können. In der Philoso-phie und Theologie wird die Freude ausführlich thematisiert. In der Literatur gibt es schöne und inspirierende Beschreibungen der Freude. Wenn Freudlo-sigkeit angesichts von Leiderfahrungen (z.B. in der Trauer) herrscht, gibt es dann dennoch Wege zur Freude? Gibt es Freude im Leid? Welche Bedeutung kommt der Freude zu, wenn die weltgeschichtliche Lage gerade keinen Grund zu Freude gibt? Wichtig sind auch Differenzierungen, z.B. der Unterschied zwischen Spaß und Freude als tiefe innere Stimmung. In dieser Weise erkun-den wir das Phänomen der Freude und beschreiben Übungen, die helfen kön-nen, sich der Freude zu öffnen. Das Phänomen der Freude wollen wir im Re-flektieren lebendig werden lassen, denn schließlich sollten wir der Aussage des Philosophen Friedrich Nietzsche: „Seit es Menschen gibt, hat der Mensch sich zu wenig gefreut“ etwas entgegensetzen.
    Zeit: Fr 13-16 Uhr
    Termine: 12.04., 19.04., 17.05., 14.06., 28.06, 05.07.2024
    Ort:  Domplatz 20, F5
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr 


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Persönlichkeit im Alltag – Vom denkenden Ich und dem fühlenden Selbst
    Einführungseminar (Online über Zoom)
    Dieses Seminar ist eine Einführung in die Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen (PSI-Theorie) nach Julius Kuhl. Es geht um die Unterscheidung von Ich- und Selbstsystemen, die eine Zuordnung zur linken und rechten Hirnhälfte haben und um das Bewusstmachen von vier Teil-Systemen der Persönlichkeit: Denken - Fühlen - Handeln - Wahrnehmen (von Einzelheiten). Jedes System stellt spezielle Kompetenzen für die Alltags- und Lebensbewältigung zur Verfügung. Angesteuert werden die Systeme durch die Fähigkeit, Gefühle verändern zu können. Dabei geht es um die Beruhigung von negativen Gefühlen, das Herstellen von positiven Gefühlen, das Aushalten von Frustrationen und die Aufrechterhaltung von Gelassenheit. Mithilfe der „PSI-Brille“ können wir die Wirklichkeit sowohl detailliert als auch ganzheitlich erfassen. Wir können objektiver auf uns selbst schauen und auch gerechter und liebevoller mit uns selbst und anderen Menschen umgehen. Systematisch und anschaulich erarbeiten wir uns einen Zugang zu der Persönlichkeitstheorie: 1. Einführung, 2. Die vier Systeme, 3. Selbstwachstum, 4. Selbstmotivation, 5. Selbstkompetenzen durch Beziehung lernen, 6. Anwendungsbeispiele, 7. Verschiedenes

    Zeit: Do 13-16 Uhr
    Termine: 11.04., 18.04., 16.05., 06.06., 13.06.,27.06., 04.07.2024
    Ort: Orléansring 12, SRZ 113
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)  

     

    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Persönlichkeit im Alltag – PSI-Theorie für Fortgeschrittene
    Aufbaukurs für Fortgeschrittene (Online über Zoom)
    Dieses Seminar eignet sich für alle, die an dem Basisseminar „Persönlichkeit im Alltag“ schon einmal teilgenommen haben oder für Teilnehmer/innen, die sich in die Grundlagen der PSI-Theorie eingelesen haben. Ausgehend von dem Basiswissen der Persönlichkeitstheorie werden wir Themen vertiefen und ergänzen. Inhaltlich stehen die sieben Funktionsmerkmale des Selbst im Mittelpunkt: Innere Sicherheit, Körper- und Gefühlseinbindung, Parallelverarbeitung, Feedbackverwertung, unbewusste Steuerung, Wachsamkeit, Affektregulation. Diese sollen so veranschaulicht werden, dass ihre Bedeutung für den praktischen Lebensalltag dem psychologischen Laien verständlich wird. Buchempfehlung: Maja Storch/Julius Kuhl: Die Kraft aus dem Selbst. Huber-Verlag.

    Zeit:  Mi 10-13 Uhr
    Termine: 10.04., 17.04., 15.0., 05.06.,12.06., 26.06., 03.07.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)  


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Logotherapie für die soziale Praxis
    Sinnvolles Leben – haltgebendes Leben
    Seminar
    In diesem Seminar ist die sinnorientierte Psychologie (Logotherapie) nach Viktor E. Frankl für die Anwendung in der sozialen Praxis aufbereitet. Im Mittelpunkt steht Veranschaulichung einer sinn- und ermutigungsorientierten Sichtweise, die sich auf die Herausforderungen des Lebensalltags bezieht. „»Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie« - Diese von Frankl häufig zitierten Worten des Philosophen Nietzsche bezeichnen die Kraft, die lebendig werden kann, wenn wir uns an ein sinnvolles Ziel bzw. eine sinnvolle Aufgabe anbinden. Im Seminar werden zentrale logotherapeutische Themen reflektiert, z. B. der Mensch als geistige Person, Sinnwahrnehmung, Wege zum Sinn, innere Einstellungen zur Bewältigung von Lebensaufgaben. Die Seminarreihe ist eine systematische Einführung in die Logotherapie Frankls u.a. mit dem Ziel, sich auf dieser Grundlage auch durch Lektüre selbstständig weiterzubilden zu können.

    Zeit:  Do 10-13 Uhr
    Termine: 11.04., 18.04., 16.0., 06.06., 13.06.,27.06., 04.07.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Dr. Jutta Hollander
    Sterben?....müssen wir doch alle! Wissenschaftliche Grundlagen, Impulse und Gedanken zum Sterben, zum Tod und zur Trauer
    Seminar
    Sich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer intensiv auseinanderzusetzen, ist eine Art der Vorbereitung auf das Ereignis, das uns alle betreffen wird. Vielen Menschen ist es ein persönliches Anliegen, frühzeitig Fragen stellen zu können, Unsicherheiten auszuräumen und die „Dinge in Ordnung“ zu bringen, die sonst An- und Zughörige klären müssten. Dieses Seminar ist eine An-näherung auf verschiedenen Ebenen. Es soll dabei ein Überblick entstehen, der die verschiedenen Aspekte des Sterbens, des Todes und der Trauer zusammenträgt und wissenschaftlich einordnet. Die Teilnehmer*innen sollen dabei Gelegenheiten haben, sich intensiv auszutauschen, eigene Erfahrungen und Kenntnisse einzubringen, so z.B. auch darüber, wie das Sterben begleitet werden kann oder auch, wie der Tod Kindern erklärt werden kann. An dem Termin am 12.07. findet eine Exkursion statt. Informationen dazu werden im Seminar bekannt gegeben.

    Zeit:  Fr 9.00-12.30 Uhr
    Termine: 21.6., 28.06., 05.07.,12.07. und 19.07.2024
    Ort: Bispinghof 2, BB 3
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmebegrenzt) 

     

    Dr. Jutta Hollander
    Resilienz II: Die Kraft der eigenen Stärke. Vertiefung.
    Seminar
    Hinweis: Dieses Seminar vertieft die Inhalte aus dem Seminar Resilienz I im vergangenen Wintersemester. Zu wissen, was Resilienz ist, welche Inhalte sich hinter diesem Begriff verber-gen und worum im Wesentlichen geht, heißt jedoch noch nicht, dass diese Kraft für jede/n einfach anzuwenden ist. Was braucht es tatsächlich, um mit dem Konzept Resilienz ganz persönlich gut umgehen zu können und die Kernbotschaften im eigenen Leben nachhaltig zu verankern? Das Seminar baut hier auf den Grundlagen des Seminars „Resilienz I“ auf und vertieft das Wissen auf der Basis von Anwendungen, anhand von Beispielen, Programmen und Übungen auf dem Portfolio der aktuellen Resilienzforschung und – litera-tur. Dabei wird nicht nur die Frage nach den individuellen Bewältigungsstrategien und -ressourcen thematisiert, sondern insbesondere auch im Kontext der gesellschaftlichen Sicht auf das Alter(n) von Menschen diskutiert. Literatur: Staats; Steinhaußen (Hrsg.) (2021): Resilienz im Alter. Weinheim, Basel: Beltz Verlag.

    Zeit:  08.04., 14.00-17.30 Uhr, ansonsten 9.00-12.30 Uhr
    Termine: Mo, 08.04., Fr, 12.04., 19.04., 26.04., 17.05
    Ort:  08.04.2024 Bispinghof 2, BB 301,
            12.04.-26-04., Domplatz 20, F 040
            17.05., Domplatz 20, F030
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr  (teilnehmerbegrenzt)

     

    Sigrid Mathia-Noreikat
    Außergewöhnlich – unverwechselbar – einzigartig! Wenn das Besondere zum Maßstab wird: Gesellschaft in der Spätmoderne
    Seminar
    Außergewöhnlich – unverwechselbar – einzigartig! Früher waren das die Mat-rosen – mit dem tätowierten Anker auf dem Arm oder mit dem Namen der Ge-liebten – die raue, ungezähmte Existenz, ganz anders, als sie die bürgerlichen Zeitgenossen führten. Das Tattoo-Experiment ist gescheitert, die Individuali-tät, die es einst sichern sollte, ging unter in der Masse der Vielen, die es tru-gen.
    Dieser Wunsch nach Einzigartigkeit, wurzelnd in der romantischen Bewegung des 19. Jahrhunderts, zieht sich bis heute durch. Auf diese Tradition gehen auch die heutigen Tendenzen zur Selbstinszenierung oder Singularität (A. Reckwitz, s. Literatur) zurück. Der Maßstab des Besonderen wird dabei nicht nur an Individuen angelegt, sondern auch an Dinge, an Orte und Ereignisse und auch an Kollektive.
    Nur das Einzigartige wird prämiert. Damit unterscheidet sich die heutige Spätmoderne fundamental von der ‚alten‘ Industriegesellschaft, von der „Gesellschaft der Gleichen“.
    In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit dem tiefgreifenden Wandel der Gesellschaft, der in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts einsetzte und bis heute anhält. Wir wollen u. a. die Fragen klären, welche Ursachen der Transformation von der „Gesellschaft der Gleichen“ zur „Gesellschaft der Sin-gularitäten“ zugrunde liegen sowie die Treiber des Wandels vertiefend be-leuchten. Wir erfahren, dass die ‚singularisierte‘ Gesellschaft nicht nur Ge-winner, sondern auch Verlierer produziert und untersuchen die Folgen dieser Entwicklung für die spätmoderne Gesellschaft. Wie wird sich die Entwicklung der Klassenstruktur in den westlichen Gesellschaften nun fortsetzen? Auch dieser Fragestellung gehen wir nach.
    Durch eine gemeinsame Auseinandersetzung mit Texten, Fallbeispielen und Erfahrungen im Seminar soll ein vertiefendes Verständnis für die Thematik gewonnen werden. Die Bereitschaft zur gemeinsamen Arbeit in Gruppen wird vorausgesetzt. Literatur: Ausführliche Literaturliste im HIS LSF
    Zeit: Mi 10-12 Uhr
    Ort:  Orléans-Ring 12, SRZ 104
    Beginn: 10.04.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr  (teilnehmerbegrenzt)

     

  • Psychologie

    Monika Kotthoff, KiJu Psych. Ther., 
    Märchen - Ein Zugang zur eigenen Geschichte
    Seminar

    Märchen haben viel mit unserer Wirklichkeit zu tun. Sie greifen auf, was uns Menschen bewegt: Wünsche, Hoffnungen und Mut, aber auch Gefühle wie Ängste, Eifersucht und Ohnmacht. Die Themen im Märchen bieten Lösungs-möglichkeiten für zwischenmenschliche Probleme an. Sie vereinfachen Schwierigkeiten, machen Konflikte anschaulich und regen zur Identifikation mit den Protagonisten an. Mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden (Malen, Schreiben, Rollenspiel) soll eine Auseinandersetzung mit der eigenen Le-bensgeschichte angeregt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, sich aktiv auf diesen Prozess einzulassen.
    Aufgrund der Teilnahmebegrenzung melden Sie sich bitte nur dann an, wenn sie verbindlich an allen drei Terminen von 10 bis 16 Uhr teilnehmen können.

    Zeit: Sa 10-16 Uhr
    Termine:29.06., 06.07. und 13.07.2024
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr

     

     

    Dipl. Psych. Heike Winke
    Emotionen und Emotionsregulierung im Alter – guter Umgang mit Gefühlen
    Seminar

    Wie entstehen Emotionen? Wie entwickeln sich unsere Gefühle, wie entwickeln sich Emotionsregulation und emotionale Kompetenz im Alter? Und wie sieht ein guter Umgang mit Gefühlen aus? Wie können wir unsere sozioemotionale Kompetenz weiter stärken im Alter? Zur Klärung dieser Fragen lernen die Seminarteilnehmer*innen Forschungsergebnisse und ressourcenorientierte Konzepte aus der Emotionspsychologie, der Gerontopsychologie sowie der klinischen Psychologie in Theorie und Praxis kennen. Spezieller wird auf den guten Umgang mit Ängsten (z.B. vor fortschreitenden Erkrankungen) sowie auf die Prävention von Einsamkeit und Depressionen im Alter eingegangen. Der Austausch in Kleingruppen und die gemeinsame Reflexion von Theorie und (Lebens-)Praxis sind wieder ein zentraler Bestandteil des Seminars.

    Zeit:    Mi 10-13 Uhr
    Ort (für beide Gruppen): Orléansring 12, SRZ 17

    Termine (beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt):
    Gruppe 1: 17.04., 08.05., 29.05., 12.06., 26.06.2024
     

    Gruppe 2: 24.04., 15.05., 05.06., 19.06., 03.07.2024

     

  • Geschichte

    Annina Hofferberth
    NS-Familiengeschichten. Ein praktisches Rechercheseminar
    Seminar
    Geschichte findet nicht nur auf nationaler und internationaler Bühne statt, sie ist auch Teil jeder einzelnen Familie. In den Bielefelder MEMO-Studien sieht knapp die Hälfte der Befragten die Familiengeschichte als Teil der deutschen Erinnerungskultur. Doch nur wenige von ihnen haben sich eingehend mit ihr beschäftigt. Dabei kann eine Auseinandersetzung mit der eigenen Familien-geschichte einen individuellen Zugang zur NS-Zeit und dessen Vor- wie Nach-geschichte bieten.
    Im Rechercheseminar erkunden Teilnehmende daher gemeinsam Potentiale und Fallstricke von familiengeschichtlichen Zugängen zur NS-Geschichte, werden bei den eigenen Recherchen angeleitet und gestalten gemeinsam ei-nen abschließenden erinnerungskulturellen Beitrag. Weil Anfragen bei Archi-ven und die eigenen Recherchen Zeit brauchen, findet das Seminar in der vor-lesungsfreien Zeit seine Fortsetzung.
    Das Seminar besteht aus drei Teilen: In einem ersten Themenblock lernen Teilnehmende mögliche Recherchewege und das Arbeiten in Archiven ken-nen. Danach geht es in vertieften Quellenübungen um das Lesen von histori-schen Quellengruppen, die bei familiengeschichtlichen Recherchen zur NS-Zeit häufig eine Rolle spielen. In einem dritten Teil erarbeiten die Teilnehmenden, die ihre Familiengeschichten präsentieren möchten, gemeinsam Beiträge für eine Abschlusspräsentation. In jeder Phase gibt es Gelegenheit zur Rück-sprache und Klärung offener Fragen, Wünsche zum Ablauf und der Gestaltung des Seminars und der abschließenden Präsentation sind ausdrücklich erwünscht.

    Zeit: Mo 10-12 Uhr
    Termine: 08.04., 15.04., 22.04., 29.04., 06.05., 20.05., 03.06., 17.06., 01.07., 15.07., 29.07., 05.08., 12.08., 26.08., 09.09.2024
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt) 


    Prof. Dr. Franz-Werner Kersting
    Von Nürnberg nach Den Haag: Kriegsverbrechen, Völkermord und Völkerstrafrecht im 20. Jahrhundert
    Online-Vorlesung (über Zoom und Learnweb)
    Mit Blick auf die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts haben Ortsnamen wie Babij Jar, Katyn, Dresden, Hiroshima, My Lai oder Srebrenica eine bedrückende faktische wie symbolische Relevanz. Sie stehen – ähnlich wie in jüngster Zeit  Butscha oder die Kibbuzzim in der Nähe von Gaza – für Verbrechen im Kriege, die gegen das Kriegsrecht bzw. das humanitäre Völkerrecht verstoßen haben. Dagegen verweisen gleichermaßen bekannte Namen wie Nürnberg oder Den Haag auf rechtlich-kulturelle Errungenschaften zur Verhinderung (oder wenigstens Eindämmung) und Ahndung solcher Taten. Sie haben in der Diskussion über den Umgang mit Kriegsverbrechen durch den Ukraine-Konflikt ebenfalls in erschreckender Weise an Aktualität gewonnen.
    Ausgehend von definitorischen/begriffsgeschichtlichen Vorüberlegungen und Abgrenzungen („Kriegsrecht“, „Völkerrecht“, „Völkerstrafrecht“, „Kriegsverbrechen“, „Völkermord“/„Genozid“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“) möchte die Vorlesung in einem international vergleichenden Überblick anhand ausgewählter Beispiele drei Dimensionen des Themas beleuchten: 1. die konkreten Entstehungsbedingungen, Praktiken, Täter und Opfer von Kriegsverbrechen, 2. die ersten Jahrzehnte des diskursiven und strafrechtli-chen Umgangs von Staatengemeinschaft, Politik, Justiz und Gesellschaft mit diesem Phänomen, und 3. die Rolle von Kriegsverbrechen und Völkermord in der nationalen wie internationalen Erinnerungskultur.
    In jeder Sitzung soll der thematische Überblick durch die gemeinsame Lektüre und Diskussion eines ausgewählten Quellentextes vertieft werden. Ferner wird regelmäßig auch Film- und Fotomaterial zur Analyse und Veranschaulichung der Einzelthemen eingesetzt (Stichwort „Visual History“).
    Einführende Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung genannt.

    Zeit: Mi 10-12 Uhr
    Beginn: 10.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)  

     

    Dr. Wolfgang Schulte
    Wessen Freund und wessen Helfer? – Ein Überblick zur Geschichte der deutschen Polizei im 20. Jahrhundert
    Hybrid-Seminar
    „Wessen Freund und wessen Helfer?“ so lautete vor gut 20 Jahren der Titel einer Ausstellung zur Kölner Polizei im NS-Staat. Diese erkenntnisleitende Fragestellung soll auf alle Epochen deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert übertragen werden. Dabei wird es darum gehen, das Verhältnis der Polizei zur Politik aber auch die Frage nach ihrem Selbstverständnis näher zu beleuchten. Diese Untersuchung kann nur und muss im Kontext der allgemeinen geschichtlichen Entwicklung im Deutschland des 20. Jahrhunderts erfolgen.  
    Im 20. Jahrhundert hat die Polizei in Deutschland fünf sehr unterschiedlichen politischen Systemen gedient. Mit der vorliegenden Veranstaltung sollen die wesentlichen Entwicklungsprozesse der Polizei in vier dieser Epochen deutscher Geschichte vorgestellt werden:
    1.    Polizei in der Weimarer Republik – zwischen militärischen Wurzeln und Anforderungen an eine moderne, republikanische Polizei
    2.    Die Polizei des NS-Staats – vom „Freund und Helfer“ der Weimarer Zeit zum willfährigen Terrorinstrument des NS-Regimes
    3.    Die Polizei(en) der Bundesrepublik – von der Nachkriegspolizei zum heutigen föderalen Polizeisystem
    4.    Die Volkspolizei der DDR von 1949 – 1989 als Schild und Schwert des SED-Staates
    Je nach Interesse und Bedarf ist es möglich auch die vormodernen Ursprünge der deutschen Polizei im ausgehenden 18. und vor allem im 19. Jahrhundert bis zum Ende des Kaiserreichs zu betrachten. Darüber hinaus lassen sich nach einem allgemeinen Überblick über die oben genannten vier Epochen weitere Themenfelder aus diesen Bereichen identifizieren, die dann näher un-tersucht werden können. So z. B. die Frage nach der Kriminalität im National-sozialismus („das hat es bei Hitler nicht gegeben“ – doch hat es!!); die Beteiligung der NS-Polizei am Holocaust; die „68er“- Bewegung als Herausforde-rung für die Polizei; die Transformation der Volkspolizei in die fünf neuen Länderpolizeien ab 1990; „Alte Kameraden und neue Kollegen“ – über die personellen Kontinuitäten in der Polizei nach 1945; „Weiße Mäuse“ – die Verkehrs-polizei entsteht etc., etc..
    Es ist geplant, für interessierte Teilnehmer gemeinsame Besuche und Exkursionen zu polizeigeschichtlich relevanten Orten und Ausstellungen in der näheren Umgebung anzubieten; Näheres dazu in der Veranstaltung, die hybrid (also sowohl Online als auch in Präsenz) angeboten wird.

    Zeit: Di 10-12 Uhr
    Ort:  Schlossplatz 3b, Cont SP3b 1
    Beginn: 09.04.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegenzt)  


    Dr. Wolfgang Schulte
    Geschichte im Dienst der Politik? – Zwischen konstruktivem Geschichtsbewusstsein und Geschichtsklitterung
    Hybrid-Seminar
    Nicht erst Wladimir Putin hat mit seinen nationalistisch aufmunitionierten Geschichtsklitterungen die Annexion der Krim und seinen Angriffskrieg auf die Ukraine gerechtfertigt. Für die politische Instrumentalisierung von Geschichte gibt es eine Fülle von Beispielen. Sowohl Hitler als auch Mussolini rechtfertigten ihre aggressiven militärischen Expansionsziele unter Rückgriff auf vermeintliche historische Traditionen. Bis heute instrumentalisieren Diktaturen Geschichte einseitig, unliebsame Fakten und Interpretationen werden per Gesetz verboten. Demgegenüber wird in parlamentarischen Demokratien, in denen die Freiheit der Wissenschaft garantiert ist, Geschichtspolitik (so ein von Edgar Wolfrum eingeführter Begriff) genutzt, um zu einem differenzierten Blick auf die Vergangenheit beizutragen.  
    Allerdings ist dies in Deutschland ein schwieriger und langwieriger Prozess. Nach der „Schlussstrichmentalität“ der 1950er und 1960er Jahre setzte eine wissenschaftlich redliche Bearbeitung der Zeit des Nationalsozialismus erst sehr zaghaft in den 1980er Jahren und dann verstärkt nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten ein. Mit der Rede des damaligen Bundespräsidenten v. Weizsäcker zum vierzigsten Jahrestag des Kriegsendes 1985 (Tenor: Befreiung statt Kapitulation) setzten zum Teil sehr heftige Auseinandersetzungen ein. Der Historikerstreit ab Mitte der 1980er Jahre oder auch die Wehrmachtausstellungen der 1990er Jahre führten die Kontroversen um eine angemessene Sichtweise auf die Zeit des Nationalsozialismus fort.
    Aber auch im bundesdeutschen Alltag auf lokaler Ebene führt der Umgang mit Geschichte immer wieder zu emotional heftigen politischen Debatten und Auseinandersetzungen, wie z. B. vor gut 10 Jahren in Münster die Diskussion um die Umbenennung des damaligen Hindenburgplatzes in Schlossplatz. Auch aktuell gibt es in der Stadt derartige Diskussionen um die Namensgebung diverser Straßen oder auch der Westfälischen-Wilhelms-Universität.
    In der vorliegenden Veranstaltung wird es darum gehen, sich z. B. mit der Vergangenheitspolitik bezogen auf den Nationalsozialismus in den unterschiedlichen Epochen der bundesrepublikanischen Geschichte zu beschäftigen. Je nach Bedarf und Interesse können und sollen auch die aktuellen geschichtspolitischen Ereignisse (von den „Putin-Texten“ bis zur Debatte um den Hindenburg-/Schlossplatz) angesprochen werden. Die Veranstaltung wird hybrid (online und in Präsenz) angeboten.

    Zeit:  Di 12-14 Uhr
    Ort:  Orléans-Ring 12, SRZ 117
    Beginn: 09.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)


    Dr. Armin Schulz
    Griechische Heiligtümer
    Hybrid-Vorträge mit Diskussion
    „Auf den heiligen Dreifuß setzt sich die delphische Frau. Sie bringt den Grie-chen die Rufe, die Apollon ihr zusingt.“ Euripides Ion 82ff.
    Seit Beginn der Menschheit gibt es abseits der Wohnorte Begegnungsplätze mit einer besonderen sakralen Bedeutung. Bergheiligtümer, Totenstädte, Orakel, Tempel und Versammlungsplätze waren für die Menschen zugängli-che Orte, die ihr Leben bestimmten. Darüber hinaus gab es auch unnahbare, gleichfalls allen Menschen bekannte Orte. Der Olymp und der Hades waren allgegenwärtig und doch für die Lebenden so fern. Sie blieben im Verborgenen und galten als heilige Orte.
    In der Vorlesung sollen einige zentrale Orte der griechischen Antike aus archäologischer, althistorischer und religionswissenschaftlicher Sicht betrachtet und ihre Bedeutung für das Leben der damaligen Menschen aufgezeigt werden. Literatur: Ausführliche Literaturhinweise im Online-Verzeichnis (HIS LSF).

    Zeit: Mi 14-16 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.03
    Beginn: 10.04.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr    

     

    Dr. Hildegard Wiegel
    Eine kleine Geschichte der Pogrome
    Online-Seminar (über Zoom)
    Als im Jahre 2021 „1700 Jahre jüdischen Lebens“ in Deutschland begangen wurde, gedachte man an vielen Orten auch daran, dass jüdisches Leben be-reits vor der Schoah immer wieder geprägt war von Ausgrenzung und Gewalt gegen Juden bis hin zum Mord. Nicht nur in Familien deutscher Juden hat zuletzt der Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 schlimmste Traumata wiederbelebt; die gesamt jüdische community weltweit erinnert sich an zahlreiche Pogrome. Dieser Begriff aus dem Russischen („Verwüstung“) wurde erstmals 1821 in Odessa für anti-jüdische Ausschreitungen geprägt, und ins-besondere seit den antisemitischen Gewaltexzessen im russischen Kaiser-reich in den Jahren 1881 bis 1884 hat sich „Pogrom“ in fast allen Sprachen etabliert. In diesem Kurs soll den Wurzeln dieses Hasses auf den Grund ge-gangen werden, und es soll einen ersten historischen Überblick dieses Phä-nomens in Deutschland und zahlreichen angrenzenden Ländern geben.

    Zeit:  Fr 10-12 Uhr
    Termine: 19.04., 26.04., 17.05., 24.05., 07.06., 14.06., 21.06., 28.06.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

  • Philosophie

    Dr. Melanie Bender
    Zorn und Vergebung
    Seminar
    „Der Sanftmütige ist nicht rachsüchtig, sondern versöhnlich“, schreibt Aristo-teles. Diesen Gedanken nimmt Martha Nussbaum als Ausgangspunkt, um über die Leidenschaft des Zorns nachzusinnen. In ihren Augen entbrennt der Zorn nicht nur aus dem Bewusstsein eines geschehenen Unrechts heraus, sondern wird gleichzeitig von dem Bedürfnis nach Vergeltung angestoßen. Da-rum setzt sie sich für Strategien ein, die auf die Verhinderung von Ungerech-tigkeit zielen. Sie problematisiert sowohl den modernen Strafvollzug als auch das im Judentum und Christentum wurzelnde Konzept der Vergebung. Dieses werde durch die magische Vorstellung der Wiederherstellung eines kosmi-schen Gleichgewichts angestoßen, was im Grunde nichts anderes als das Streben nach Vergeltung sei. Stattdessen betrachtet sie den Ansatz einer be-dingungslosen Liebe, sie durchdenkt die Gelassenheit der Stoiker und schaut sich mit Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Nelson Mandela drei Versuche revolutionärer Zornlosigkeit an. Dieses Seminar möchte Nussbaums Gedanken verstehen und diskutieren.

    Zeit: Di 16-18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 5
    Beginn: 09.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Dr. Birger Brinkmeier
    Toleranz - Kennzeichen einer humanen Gesellschaft
    Seminar
    „Was ist Toleranz? Sie ist Menschlichkeit überhaupt. Wir sind alle gemacht aus Schwächen und Fehlern; darum sei erstes Naturgesetz, daß wir uns wech-selseitig unsere Dummheiten verzeihen.“ – Das notierte im Jahr 1764 der französische Philosoph und Erzaufklärer Voltaire im Dictionnaire philosophique portatif, seinem „Philosophischen Wörterbuch“. Soweit so wahr, so schön, so gut – und so erbaulich? „Ohne Toleranz geht es nicht. Toleranz weist heute jede corporate identity aus: kein großes Unternehmen, das nicht mit aufwen-digen Konferenzen Toleranz verbreitete; keine Akademie und keine Stiftung, die ohne Toleranzprogramm auskäme, keine Werbung für Softdrinks oder Zigaretten, die sich der Weltversöhnung der Vereinten Farben entzöge, und inzwischen auch kein Stadttheater mehr, kein Literaturfestival, kein Musikfest, das sich nicht für interkulturelle Verständigung engagierte. Wohin man schaut: gute Menschen.“ – Über diese „Banalisierung und Industrialisierung der Toleranz“ und die damit einhergehende Sinnentleerung des Begriffs sprach im Jahr 2003 der Schriftsteller Navid Kermani, und zwar auf einer Tagung zu Lessings „Märchen vom Ring“.
    Und nun? Ein banaler und inflationärer Gebrauch eines Wortes wie ‚Toleranz‘ sollte uns nicht daran hindern, sich wieder um ein angemessenes und an-spruchsvolles Verständnis des Begriffs zu bemühen.
    Was also ist Toleranz? Fragen wir uns besser: Wann ist Toleranz gefragt? Um wen und um was geht es? Was spricht dafür, was spricht dagegen, jemanden oder etwas zu tolerieren, und vor allem warum? Und wo liegen die Grenzen der Toleranz? Das sind die Fragen, mit denen ich mich in diesem Seminar anhand einschlägiger historischer und zeitgenössischer Texte beschäftigen möchte.
    Es wird ein Learnwebkurs eingerichtet, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf kurzem Wege per Newsletter aktuelle Informationen erhalten sowie die zu besprechenden Texte sich herunterladen können.

    Zeit: Mi 12-14 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 104
    Beginn:  10.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr  (teilnehmerbegrenzt) 

     

    Dr. Norbert Herold
    Kritik der Unruhe
    Seminar
    Warum ist der Ruhestand erst dann legitim, wenn er „wohlverdient“ ist? Ist die Unruhe unser aller Schicksal, das wir zumindest in unserer westlichen Kultur längst verinnerlicht und als Normalzustand bejahen, auch wenn wir kulturkritisch über die Ruhelosigkeit der Zeit und die zunehmende Beschleunigung des modernen Lebens klagen? Wer von uns hält schon ein Leben aus, in dem nichts passiert, und wer sehnt sich ernsthaft nach einem Paradies, dessen Ruhe – wie schon Immanuel Kant formulierte - als unerträgliche Langeweile empfunden werden müsste? Dann schon lieber Arbeit oder wenigstens Zer-streuung, auf jeden Fall aber: Bewegung! Wir halten es wie Herr Keuner in Brechts Kalendergeschichten: als man ihm sagte, dass er sich gar nicht ver-ändert habe, erbleichte er.  
    Wann und warum wurden eigentlich Veränderung und Unruhe zum fraglosen Normalzustand in unserer Kultur? Mit dem Beginn der Neuzeit wurden Kräfte der Beunruhigung freigesetzt, die sich jetzt – in der Spätmoderne - zu verselb-ständigen scheinen. Wissen wird zum unaufhörlichen Prozess, die Welt zur immer größeren Herausforderung für den Veränderungswillen und das Han-deln des Menschen, der die Dinge nicht auf sich beruhen lassen konnte und wollte und jetzt einsehen muss, dass er von den Bewegungen mitgerissen wird, die er selber in Gangs setzte. Im Seminar sollen Texte interpretiert werden, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Unruhe in unserer Welt, die unsere eigene Unruhe spiegelt, auseinandersetzen. Literaturhinweise: Ralf Konersmann: Die Unruhe der Welt, Frankfurt a. M. 2015; Hartmut Ro-sa: Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstruktur in der Moderne, Frankfurt a.M. 2005.

    Zeit:  Do 14-16 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 104
    Beginn: 11.04.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt) 

     

    Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
    Gelassenheit, philosophisch
    Tagesseminar
    Wer wünscht sie sich nicht, vielleicht auch gerade im Moment: Gelassenheit. Einigen mag sie aus der Mystik bekannt sein. Was aber bedeutet sie philosophisch? Wie lässt sich Gelassenheit als Phänomen beschreiben? Was macht sie aus? Findet sie sich jenseits allen Wollens oder hat sie als innere Freiheit gerade doch eine besondere Verbindung zum Willen und dem eigenen Wollen? Wo und wann ist Gelassenheit als Haltung erstrebenswert, wo oder wann aber u.U. auch problematisch? Diesen und vielen weiteren Fragen widmet sich die Veranstaltung mit Blick auf Texte von Martin Heidegger, Robert Spaemann und ggf. anderen in gemeinsamen eingehenden Reflexionen und kritischen Diskussionen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzudenken und zu diskutieren! Literatur: Martin Heidegger: Gelassenheit. Robert Spaemann: „Gelassenheit“. In: Ders.: Moralische Grundbegriffe. Die Texte sind wohlfeil zu erhalten, werden aber auch z.T. in Auszügen für die Veranstaltung als Kopie oder Scan bereitgestellt.

    Termin: Freitag, 05.07.2024, 10.00-16.00 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 303
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerberenzt)

     

    Dr. Ulrich Sonderfeld
    Altwerden - neue Chancen, neue Herausforderungen, neue Tiefen, neue Höhen
    Philosophinnen und Philosophen zum Wesen einer zentralen, endgültigen Lebensphase
    Seminar
    Trotz des Klischees, dass betagtere Menschen über nichts so ungerne nachdenken wie eben über das Altern, kann dieses Seminar mit der Hilfe bedeutender Philosophen von der Antike bis heute zeigen, dass ein solches Nachdenken über jene letzte Phase des Lebens ab dem 60. Lebensjahr anregend, aufregend, ernüchternd und ermutigend sein kann. Ist im menschlichen Dasein insgesamt „Lebenskunst“ gefragt, so erfordert vielleicht das Altern besondere Kunstfertigkeit. Die Themen, die die vorgestellten Autoren ansprechen, können zu einer vertieften Sicht dieser Lebensphase verhelfen: das Alter als Zeit des Loslassens und Verzichtens, aber auch der neuen Chancen und Perspektiven; als unerwartete existenzielle Sensibilisierung im Schönen wie Bedrückenden; als Zuspitzung der Sinnfrage; als neues inneres Wachstum im Kontext des Schwindens; als Erleben neuer Freiheiten und neuer Zwänge; als Erfahren bisher unbekannter Grenzen und Sich-Öffnen weiterer Horizonte. Dies sind nur einige der von den Autorinnen und Autoren angesprochenen vielfältigen Aspekte dieser Lebensphase, die nach ihrer aller Auffassung spezifische, unaustauschbare Wesenszüge in sich trägt. Ihre teilweise sehr unterschiedlichen Analysen und Bewertungen des Alters, zu denen wir Stellung beziehen müssen, begründen sie erfahrungsgesättigt und begrifflich differenziert, nehmen den Lesenden dabei in der Konkretion der selbst erlebten Wirklichkeit mit in eine gemeinsame, nachvollziehbare Reflexion. Für alle Teilnehmenden bleibt ihr eigenes Dasein ein immer noch offenes, unbekanntes, zu erforschendes und weiterhin zu erlebendes Leben, zu dessen Verständnis die vorgestellten Philosophinnen und Philosophen beitragen mögen. In den Seminarstunden werden Positionen und Argumente relevanter Denkerinnen und Denker vorgestellt: Cicero, Seneca, Boethius, Goethe, Schopenhauer, Ernst Bloch, Simone de Beauvoir, Jean Amery, Odo Marquardt, Norberto Bobbio u.a.
    Es liegt nahe, im Gespräch zwischen den Teilnehmenden die Erkenntnisse, Erfahrungen und Wertungen der „Fachphilosophen“ mit den eigenen zu vergleichen. Sind wir doch beim Thema „Altern“ gewissermaßen alle Experten!

    Zeit:  Mo 16-18 Uhr
    Termine: 15.04.; 22.04.; 29.04.; 06.05.2024
    Ort: Bispinghof 2, BB 303
    Anmeldung: 
    Ab dem 15.03.24, 9 Uhr  (teilnehmerbegrenzt)

     

  • Kunst und Kunstgeschichte

    Angela Borgmann, Dipl. Päd. Rupert König
    Last Exit Kunst III. Künstler reden über ihre Kunst
    Vorträge

    10.04.24     
    Kunst im öffentlichen Raum
    Martina Lückener, Bildende Künstlerin

    17.04.24     
    Weshalb malte Leonardo da Vinci (fast) nur Frauen und wer waren Sie?
    Prof. Dr. Claudia Echinger-Maurach, Kunstgeschichte

    24.04.24     
    Das zeichenvolle Zeichen
    Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann, Neurophysiologe/Künstler

    08.05.24     
    „Think out of the box” – Ein Plädoyer für Kreativität in den Kirchen
    Rupert König, Konzeptkünstler/Pastoralreferent

    15.05.24     
    Gott und Mensch. Eine Einführung in die Welt der Ikonen
    Dr. Lutz Rickelt, Leiter des Ikonenmuseums Recklinghausen

    29.05.24     
    Das zeichenlose Zeichen       
    Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann, Neurophysiologe/Künstler

    05.06.24    
    Materialität und Handwerk
    Young-Jae Lee, Keramik-Künstlerin

    12.06.24     
    Die Sperlinge des Zeuxis, malende Cowboys und warum realistische Kunst nicht vom Aussterben bedroht ist. Ein Einblick in meine aktuelle malerische Arbeit vor dem Hintergrund realistischer Traditionen.
    Jan Homeyer, Bildender Künstler  
         
    19.06.24     
    Verteidigung des Geheimnisses
     Prof. Dr. Michael Höffner, Theologe/Philosoph

    26.06.24     
    15 Jahre Katzenaugenprojekte
    Luzia-Maria Derks, Künstlerin

    03.07.24     
    Das immer gleiche Haus
    Marvin Wunderlich, Künstler

    10.07.24     
    Last Exit – Depot?
    Dr. Thomas Fusenig, Kunsthistoriker

    Zeit:    Mi 14-16 Uhr
    Ort:     Domplatz 20, F 5
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr

     

    Prof. Dr. Erich Franz
    Hauptwerke der Kunstgeschichte 1: Frühchristliche bis karolingische Kunst
    Vorlesung mit Livestream aus dem Hörsaal
    Wir betrachten ausgewählte Kunstwerke, die sich bis heute weitgehend in ihrem originalen Aussehen erhalten haben. Sie erfahren, was über die Entstehung bekannt ist und auch, was an den Werken im Laufe der Jahrhunderte verändert wurde. Vor allem gehen wir auf die Merkmale und Zusammenhänge künstlerischer Gestaltung ein, die diese Gebäude, Bilder und Skulpturen zu etwas Besonderem machen. Wir beginnen in Rom mit frühchristlichen Kirchen, Sarkophagen und Mosaiken aus dem 4. bis 9. Jahrhundert, wenden uns dann der Hagia Sophia in Konstantinopel (Istanbul) aus dem 6. Jahrhundert zu und betrachten weitere byzantinische Kirchen in dieser Stadt und im heutigen Kroatien. Einen Höhepunkt der Vorlesung bietet Ravenna: Wir sehen uns die dortigen spätrömischen, ostgotischen und byzantinischen Gebäude und Mo-saiken an und dazu einen Thronsitz mit Reliefs aus Elfenbein - alles aus dem 5. und 6. Jahrhundert. In Norditalien und dem südlichen Alpenraum sind ein-drucksvolle Zeugnisse aus dem 8. und 9. Jahrhundert erhalten, in denen anti-ke Traditionen weiterleben. In der gleichen Zeit haben irische und angelsäch-sische Mönche erstaunliche Buchmalereien geschaffen, die ganz neue künst-lerische Traditionen begründen. Den Abschluss der Vorlesung bildet die Pa-lastkirche Karls des Großen in Aachen und Buchmalereien aus seiner Zeit, in denen beide Traditionen - die antike und die irisch-insulare - zusammentref-fen.
    Die Vorlesung dieses Semesters ist als erste einer mehrteiligen Reihe geplant, in der es nicht um kunsthistorische Entwicklungen und Gruppierungen geht, sondern um die genaue Betrachtung einzelner Werke in Europa - stets auf der Grundlage kunsthistorischer Forschung. Im darauffolgenden Semester werden Werke behandelt, die als romanisch gelten, dann gotische - bis in die neuere Zeit.

    Zeit:  Do 16-18 Uhr
    Ort:  Domplatz 20, F2
    Beginn:  11.04.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr   


    Dr. Barbara Hofmann
    Im Streit um die Moderne. Themen und Tendenzen der Kunst zwischen 1850 und 1900
    Online-Seminar
    Historismus, Impressionismus, Symbolismus und Jugendstil: die Bandbreite der künstlerischen Ausdrucksformen der Zeit um 1900 ist vielfältig. Doch das, was sich aus heutiger Sicht als Facettenreichtum des Fin de siècle darbietet, gestaltete sich in Wahrheit als ein erbitterter Kampf um künstlerische Positionen. Noch nie hatten sich Künstler untereinander so heftig attackiert wie zu dieser Zeit; und während die einen verbissen längst ins Wanken geratene Kunst- und Schönheitsvorstellungen verteidigten, wagten die anderen in Inhalt und Form neue Wege zu gehen. Sie entsagten damit nicht nur den Akademien, sondern verloren Schritt für Schritt auch das finanzkräftige Kunstpublikum, das diesen Aufbruch nicht immer mittragen wollte oder konnte. Die spannende Frage ist warum?  Sie zu beantworten ist das Ziel des Kurses, wobei es gilt, zunächst die Polarisierung der Kunst in der Zeit von 1850-1900 näher zu beleuchten.

    Zeit:  Fr, 10.00-13.00 Uhr, einmalig Di, 28.05.2024, 10.00-13.00 Uhr
    Termine:  12.04.; 19.04.;26.04.; 03.05.; 10.05.;17.05.; 29.05; 31.05.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)


    Dr. Barbara Hofmann
    "Ich wollte wirken in meiner Zeit". Leben und Werk der Käthe-Kollwitz
    Online-Vortrag
    Die 1867 in Königsberg geborene Künstlerin Käthe Kollwitz gehört zu den sen-sibelsten und engagiertesten Künstlern des Expressionismus. Als Gattin eines Berliner Armenarztes hatte sie das Elend der Menschen ihrer Zeit aus unmit-telbarer Nähe kennen gelernt und ihm mit ihrer Kunst eine ebenso zarte wie ausdrucksstarke Sprache verliehen. Dennoch hat sich die Künstlerin nicht nur den Schattenseiten des Lebens zugewandt, wie sie in ihren großen Themen Not und Tod, Hunger, Krieg und Armut Ausdruck gewinnen. Auch die heiteren Bereiche des Lebens sind Teil ihres Schaffens. Die Vorlesung möchte mit beiden Komponenten des Werkes dieser außergewöhnlichen  Künstlerin bekannt machen und so zu einem vollständigeren Bild ihrer schöpferischen Vielseitig-keit beitragen.

    Termin:  Do, 02.05.2024, 15.00-17.15 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr  


    Dr. Barbara Hofmann
    Einführung in die großen Themen der Malerei
    Online-Seminar
    Der Kurs führt in die Hauptthemen der europäischen Malerei ein und macht an ausgewählten Werken mit dem großen Motivschatz von Historie, Akt, Porträt, Genre, Stillleben und Landschaft bekannt. Im gemeinsamen Diskurs wird der Frage nachgegangen, welche spezifischen Anforderungen die künstlerische Bewältigung dieser Themen an die Maler stellten und welche Lösungen hierfür in der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts gefunden wurden. Auch gilt es der Entwicklungsgeschichte der einzelnen Themen nachzuspü-ren, die, sich erst allmählich aus größeren Zusammenhängen emanzipiert haben.

    Zeit:  Mo, Mi 10.00-13.00 Uhr
    Termine:  08.05.; 13.05.;15.05.; 27.05.; 29.05.;03.06.; 05.06.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)


    Dr. Barbara Hofmann
    Jeder Mensch ein Künstler!? Joseph Beuys und der erweiterte Kunstbegriff
    Online-Seminar
    „Jeder Mensch ist ein Künstler!“ Wohl kaum eine Verlautbarung eines moder-nen Künstlers ist so viel zitiert worden, wie dieser Satz von Joseph Beuys. Zu einem besseren Verständnis seiner Kunst hat dies jedoch nicht beigetragen. Im Gegenteil. Auch heute noch stellt sein Schaffen für Viele ein großes Frage-zeichen dar, und manch einer schreckt auch nicht davor zurück, seinen Arbei-ten jede Form der Kunstfertigkeit abzusprechen. Tatsächlich ist der künstleri-sche Wert von Beuys Arbeiten nicht immer einfach zu verstehen. Mit seinen bewusst ausgewählten und mithin geschickt inszenierten Materialien suchte Beuys nach einer spirituell - konkreten Ausdrucksform, die dem „Verkümmern der Sinne“ ebenso entgegenwirken sollte, wie und dem „Verlust von Sinn“ in der deutschen Nachkriegskunst. Durch die „soziale Plastik“ sollte die Sensibilität und das Bewusstsein der Menschen geweckt und damit letztlich ein erweiterter Kunstbegriff definiert werden, der bis ins praktische Leben hineinreicht.

    Termin: Mo 06.05.2024, 10.00-13.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt) 


    Dr. Barbara Hofmann
    „Das Innenbild malen“. Leben und Werk des Edvard Munch
    Online-Vortrag
    Der norwegische Maler Edvard Munch gilt heute neben Paul Gauguin und Vincent van Gogh als einer der bedeutendsten Vertreter der europäischen Moderne. Seine formvereinfachende und farbenreiche Kunst mit ihrer Fokussierung auf existentielle Themen wie Liebe, Angst und Tod vermag aufgrund ihrer un-gebrochenen Aktualität nicht nur bis heute zu faszinieren und zu berühren. Vielmehr spiegelt sie auch die Innenwelt eines Malers wider, dessen Leben und seelisches Befinden von persönlichen Tragödien und Schicksalsschlägen bestimmt war. Munch selbst hat diesen Ansatz seiner Kunst mit dem Satz „Ich male nicht das was ich sehe, sondern das was ich sah“ auch einmal klar zum Ausdruck gebracht. In dieser Individualität und Subjektivität war sein Schaf-fen der eigenen Zeit aber weit voraus, weshalb seine Kunst nicht selten als „Phantasien eines wildgewordenen Farbenkastens“ missverstanden oder dif-famiert wurde. Im Rahmen der Vorlesung soll Munchs künstlerischer Innovati-on in all ihren Facetten nachgespürt und an ausgewählten Werken dargelegt werden, worin seine Rolle als Wegbereiter der Moderne begründet liegt.

    Termin:  Di 09.07.2024, 10.30-12.45 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr  


    Dr. Barbara Hofmann
    Ist das Kunst oder kann das weg? Annäherungen an die Kunst der Gegenwart
    Workshop
    „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Mit diesem ebenso provokanten wie hin-tergründigen Motto hatte der deutsche Entertainer Mike Krüger vor einigen Jahren nicht nur sehr erfolgreich ein ganzes Showprogramm bestritten, son-dern zugleich eine Frage aufgeworfen, die Viele umtreibt. Denn die Definition dessen, was Kunst ausmacht, nie so unklar gewesen zu sein wie heute. Einher damit geht die Irritation des Kunstpublikums, das dem Kunstschaffen unserer Tage mehr und mehr mit Verunsicherung oder Unverständnis gegenübertritt. Das gilt umso mehr, je weniger das erschaffene Objekt für das Auge des Laien eine tiefgründige Gestaltungsabsicht erkennen läßt. Gemeinsam sollen daher einige dieser auf den ersten Blick sinnlos erscheinenden Arbeiten der Gegen-wartskunst einer kritischen Prüfung unterzogen und zur Diskussion gestellt werden, inwieweit sie als überbewertete Artefakte narzistischer Künstler oder als ideeller Gewinn für uns alle zu werten sind.

    Termin: Montag, 19.08.2024, 14.30-18.00 Uhr
    Ort:  Bispinghof 2, BB 103
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)


    Dr. Barbara Hofmann
    Einführung in die Welt der Symbole. Sinn und Zeichen in der Bildenden Kunst
    Blockveranstaltung
    Wie so manch andere Disziplin hat die europäische Malerei im Verlaufe der Jahrhunderte eine ihre eigene Zeichensprache ausgebildet. Sie dient dazu, komplexe und nicht selten auch abstrakte Sachverhalte anschaulich darzustellen und offenbart sich nur demjenigen, der ihren Sinngehalt kennt. Doch selbst dann, wenn wir um die Bedeutung des einzelnen Symbols wissen, lässt sich das nicht immer eins zu eins auf die im Bild wiedergegebenen Dinge übertragen: Warum weist der Apfel in einem Fall auf den Sündenfall hin, und ist im anderen doch nur ganz simpel als ein Stück Obst zu lesen? Wann über-haupt sind die im Bild erfassten Dinge als Symbol zu deuten? Auf diese und andere Fragen gilt es gemeinsam eine Antwort zu finden. Ziel soll es dabei sein, ein Basiswissen zu erarbeiten, anhand dessen sich die Bildaussagen der europäischen Malerei besser verstehen lassen.

    Termine: Di-Fr, 20.08.-23.08.2024, 10-13 Uhr und 14.30-17.30 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 103
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Dr. Barbara Hofmann
    Kunst als Lebensentwurf.  Das Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin
    Online-Vortrag
    Mit der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar unternahm der Architekt Walter Gropius 1919 einen der folgenreichsten Schritte des 20. Jahrhunderts. Sein visionäres Ziel: durch die Erschaffung einer ebenso funktionalen wie ästhetisch ansprechenden modernen Wohnkultur sollte eine lebenswerte-re und sozial gerechtere Welt entstehen. Was aus dieser Idee hervorging, hat nicht nur Kunstgeschichte geschrieben, sondern bestimmt bis heute unser Leben.
    Der anstehende 100. Gründungstag bietet Anlass, die Erfolgsgeschichte die-ser so bedeutenden Institution näher zu beleuchten und deren wichtigsten Stationen nachzuzeichnen; beginnend bei den Anfängen in Weimar bis hin zur Auflösung in Berlin und den Nachwirkungen in Form des New Bauhaus in Amerika. Im Fokus stehen dabei auch die spezifischen Grundlagen des für die damalige Zeit revolutionären Ausbildungskonzepts sowie die Bedeutung, die das Bauhaus für die Entwicklung und Globalisierung der Moderne gehabt hat.

    Termin: Do, 29.08.2024, 15-17.15 Uhr und Fr, 30.08.2024, 10-12.15 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr 


    Dr. Norbert Humburg
    Führung durch das LWL-Museum für Kunst und Kultur
    Führung
    Neben der Semestergebühr ist das Eintrittsgeld zu entrichten. Es wird empfohlen, die Museums-Card zu erwerben; sie gilt für zwei Personen und erlaubt bei einjähriger Gültigkeit, das Landesmuseum so oft zu besuchen, wie gewünscht. Die Card-Inhaber müssen sich vor jeder Führung an der Kasse melden und erhalten eine Tageskarte. Bei den Besuchen muss strikt darauf geachtet werden, dass der gebuchte Termin (Wochentag) eingehalten wird. Ein Wechsel zwischen den Gruppen ist nicht möglich. Beim ersten Museumsbesuch erhalten Sie einen Beleg für die gebuchte Gruppe, der zu jeder Veranstaltung mitgebracht werden muss. Ohne diesen Beleg ist eine Teilnahme nicht möglich. Sollten Sie beim ersten Termin verhindert sein, ist eine Abmeldung bei der Kontaktstelle zwingend erforderlich, sonst wird Ihr Platz umgehend und ohne weitere Benachrichtigung an die nächste Person auf der Warteliste weitergegeben.

    Zeit: 10.00 -11.30 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt.

    Termine:
    Gruppe 1: Di, 09.04., 16.04., 23.04., 30.04., 07.05.


    Gruppe 2: Mi, 10.04., 17.04., 24.04., 08.05., 15.05


    Dr. Ira Oppermann
    Der Spanische Barock
    Online-Seminar
    Spaniens Barockkultur ist einzigartig: In der Bildenden Kunst zählen ein extremer Naturalismus verbunden mit mystischen Elementen zu den hervorstechendsten Merkmalen. Der Beginn der spanischen Blüteperiode des Siglo de Oro ist allerdings schon vor dem Barock anzusetzen – um 1550 – und ihr Ende 1681 (Tod von Calderón) oder 1700 mit dem Tod des letzten Habsburgers Karl II. – die Datierung dazu ist nicht festgeschrieben. Das Seminar befasst sich primär mit Porträt, religiöser Historie und bodegón (Stillleben) in Skulptur und Malerei (neben anderen Gattungen), mit bekannten wie unbekannteren Künstlern und Künstlerinnen (Diego de Siloé, Luis de Morales, Diego Velázqu-ez, José Ribera, Alonso Cano, Bartolomé E. Murillo, José Antolínez, Pedro de Mena, Luisa Ignacia Roldán u.a.) sowie mit unterschiedlichen Kunstzentren. Es soll ein umfassender, auch kritischer Blick auf diese faszinierende Kunstepoche geworfen werden.

    Zeit: 17.00-18.30 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr. Beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt.

    Termine:     
    Gruppe 1: 09.04., 16.04., 23.04., 30.04.2024


    Gruppe 2: 12.04., 19.04., 26.04., 03.05.2024  

     

    Dr. Ira Oppermann
    Modigliani
    Online-Seminar
    Der Italiener Amedeo Modigliani (1884-1920) lebte seit 1906 im Pariser Bohème-Viertel und stand im Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt. In Paris schuf er zahlreiche einzigartige Körperbilder: Porträts und Akte in seinen typisch länglichen Formen. Ungewöhnlich für seine Zeit stellte Modigliani selbstbewusste Frauen dar, beispielsweise die androgynen Frauen-typen einer Garçonne oder emanzipierte Künstlerinnen, die zu seinem Freundeskreis gehörten. Schließlich wird Modiglianis bildhauerisches Werk die Spannbreite und Modernität seiner Kunst einmal mehr untermauern. Das Se-minar basiert auf der Ausstellung „Modigliani. Moderne Blicke“ im Museum Barberini.

    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr. Beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt.
    Termine:     
    Gruppe 1: 04. und 11.06.2024, 11.30 -13.00 Uhr


    Gruppe 2: 04. und 11.06.2024, 17.00 -18.30 Uhr


    Dr. Ira Oppermann
    Édouard Manet
    Online-Seminar
    Dieses online-aktiv-Seminar zu Édouard Manet, einem der großen Maler der Moderne, richtet sich an Kunstbegeisterte, die sich intensiv und mit aktiver Teilnahme dem Thema widmen möchten. Geplant ist ein vorbereitender Teil, eine kleine Hausarbeit und die Erstellung von Chat-Gruppen während des Seminars. Ich verstehe die Veranstaltung als Pilotprojekt und bin schon sehr neugierig.
    Manet, Provokateur des 19. Jahrhunderts, Vorbild moderner Künstler:innen, Freund der Impressionisten und zahlreicher Künstler, soll anhand ausgewählten Werken beleuchtet werden. Literaturempfehlung: Oskar Bätschmann, Edouard Manet, München: Beck Verlag, 2015 (C.H.Beck-Wissen)

    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr. Beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt.
    Termine:   
    Gruppe 1: 18. und 25.06.2024, 11.00 -13.15 Uhr


    Gruppe 2: 18. und 25.06.2024, 16.30 -18.45 Uhr

     

    Szameitat, Beatrice
    Der Architekt Hans Poelzig und der Schrei nach dem Turmhaus
    Online-Vorlesung
    Hans Poelzig (1869 – 1936) zählt zu den bedeutenden Architekten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Schaffen erstreckt sich von Industriebauten bis hin zu großen Verwaltungsgebäuden, wobei er eine Entwicklung von ex-pressionistischer Architektur bis zu Formen der Neuen Sachlichkeit durchläuft. Im Fokus dieser Vorlesung steht nicht nur eine genaue Betrachtung der Hauptwerke, des Hauses des Rundfunks in Berlin und des I.G.-Farben-Gebäudes in Frankfurt am Main, sondern auch ein Blick auf weniger bekannte-re erhaltene Bauten. Den Wettbewerb um das Grundstück neben dem Bahn-hof Friedrichstraße in Berlin – hier sollte das erste Hochhaus Berlins entstehen – beantwortete Poelzig ganz anders als Ludwig Mies van der Rohe, wobei bei-de Entwürfe Einfluss auf die Formensprache der Zeit hatten.

    Termin:    Do, 06.06.2024, 9.30-11.00 und 11.30-13.00 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr

     

    Szameitat, Beatrice
    Kunst nach 1945 – ein Überblick
    Vorträge mit Livestream aus dem Hörsaal
    Seit dem Zweiten Weltkrieg verzeichnet die Kunstgeschichte zahllose Kunst-strömungen, jedes Jahrzehnt wartet mit neuen Ideen auf und stellt die Frage nach dem Wesen der Kunst, dem Kunstbetrieb und dem Verhältnis zum Geld immer wieder auf andere Weise. Der Kunst der 1950er Jahre wie dem Abstrak-ten Expressionismus und dem Colour Field Painting folgt die Herausforderung der Pop Art. Mit Environment und Happening verlässt die Kunst endgültig alte Pfade und fordert das Publikum zur Konfrontation heraus. Minimal Art redu-ziert auf das Wesentliche, Land Art begibt sich in die Ferne. Seit den 1990erJahren steht der Kunstmarkt und die Globalisierung im Fokus, heutige Künstler spiegeln Politik, Wissenschaft und die Herausforderungen des Daseins auf immer neue Weise.

    Termine: 04.-06.09.2024, 9.30-11.00 und 11.30-13.00 Uhr
    Ort: Schlossgarten 3, SG 3
    Anmeldung:   Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Gustave Courbet und die Suche nach der künstlerischen Wahrheit
    Online-Seminar über „Zoom“
    Gustave Courbet wird zu Recht als bedeutendster Vertreter des Realismus und Vorkämpfer einer sozial engagierten, lebensnahen Malerei gesehen.
    Doch in seinen Porträts, Landschaftsbildern, Selbstporträts und Stillleben schildert er auch eine Welt der Introspektive, der Versunkenheit und der Zer-rissenheit, die in einem spannungsvollen Verhältnis zur forcierten Industriali-sierung seiner Zeit, zwischen dem Glanz der Bürgerwelt und dem Elend des Proletariats, zu stehen scheint. Im Kurs soll Courbets Auseinandersetzung mit den inneren Kräften seiner Persönlichkeit und seine unkonventionelle Behandlung des Materiellen als ein mutiges Streben nach künstlerischer Wahrheit unter der Vorherrschaft des Sehens vorgestellt werden.

    Termine:  Di, 09.04. und 16.04.2024, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)


    Dr. Matthias Vollmer
    Perspektiven auf Goya - Annäherungen an einen Giganten
    Online-Seminar über „Zoom“
    Francisco de Goya gilt als der letzte bedeutende Hofkünstler Europas und frü-her Wegbereiter der Moderne. Sein facettenreiches Werk wandelte sich von Gemälden im Rokoko-Stil zu dunklen Bildern nach dem Spanischen Bürger-krieg gegen die Napoleonische Besatzung, von barocken Kirchenausstattun-gen zu aufgeklärten Druckgrafiken (Caprichos) und von repräsentativen Adel-sporträts zur schonungslosen Bespiegelung seiner Selbst.
    Ähnlich wie die etwas späteren "Romantiker" entfesselt er die Fantasie, feiert die Schöpferkraft des Künstlers und blickt so tief in den Abgrund der menschlichen Seele, wie es nur wenige zuvor gewagt hatten. Das von persönlichen und historisch-politischen Veränderungen und Umwälzungen geprägte Werk soll im Kurs genauer betrachtet werden.

    Termine: 10.04. und 12.04.2024, 10-13 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Die Kathedrale von Monreale
    Online-Seminar über „Zoom“
    Die arabisch-normannische Kathedrale Santa Maria Nuova steht nur fünf Kilometer von Palermo entfernt, in Monreale. Ihre Gründung geht auf eine Legende zurück. Nachdem König Wilhelm II. im Traum Maria erschienen war und ihn um die Errichtung einer Kirche bat, begann der Bau der ursprünglichen Klosterkirche wohl ab 1172. Von dem ursprünglichen Klosterkomplex sind al-lein die Kirche und der zugehörige Kreuzgang erhalten geblieben. Die Vorle-sung will die normannisch-arabisch-byzantinische Architektur des Domes, die originalen Bronzetüren des Bonannus von Pisa und den atemberaubenden byzantinischen Mosaikenzyklus mit einer Fläche von 6.340 m² vorstellen.  Größtenteils biblischen Geschehnissen aus dem Alten und Neuen Testament sind hier in einzigartiger Pracht ausgebreitet.

    Termin:  Mo 15.04.2024, 10.00-11.30 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Oskar Kokoschka und der moderne Prometheus
    Online-Seminar über „Zoom“
    Der in Niederösterreich geborene Oskar Kokoschka (1886-1980) gilt als einer der wichtigsten Künstler des Expressionismus. Er hielt nichts von Stil- und Genre-Schubladen. „Meinen Schülern halte ich immer vor Augen, dass weder Dogmen noch Theorien zum Wesen der bildenden Kunst gehören.“ Früh fiel er als außergewöhnlich begabter aber wenig anpassungsfähiger Student auf, der ab 1908/9 die Wiener Moderne um verstörende Porträts, mit denen er sich vom Jugendstil abwandte, bereicherte und mit seinem expressionistischen Stil für einige Aufregung sorgte. Seine Porträts nehmen in der psychologischen Durchdringung der Dargestellten keine Rücksicht auf Schönheit oder bloße äußere Ähnlichkeit. Nach dem 2. Weltkrieg zählte Kokoschka, der sich in der Schweiz niederließ, zu den profiliertesten Porträtisten und Malern von Stadt-ansichten. Mit seiner farbintensiven, expressiven Malweise interpretierte Ko-koschka auch Allegorien und monumentale Spätwerke. Der Kurs möchte in das Werk dieses eigenwilligen Malers einführen.

    Termine: 14.05. und 15.05.2024, 10-13 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)


    Dr. Matthias Vollmer
    Lucian Freud - der „paintaholic“
    Online-Seminar über „Zoom“
    Lucian Freuds konsequenter, von großzügiger Verwendung von Farbe und ausdruckstarker Pinselführung geprägter Realismus brachte ihm den Ruf ein, der „besessenste Maler des Fleisches“ zu sein. Die Porträts von Freunden und Familienmitgliedern zeichnen sich durch eine ganz besondere Intimität aus. «Mein Werk ist rein biografisch. Es geht darin um mich selbst und das, was mich umgibt.» In einem kompromisslosen, konfrontativen Stil stellt er seine Akte in ungeschönt und unmittelbar dar, ob fettleibig oder faltig; der Mensch interessiert ihn und nicht ästhetische Konventionen. Seine Porträts und Akt-bilder stehen im Zeichen der Vergänglichkeit und eben das macht sie umso lebensnaher und berührender. Der Kurs möchte einen Überblick über das Werk dieses Malers geben.

    Termin:  Fr, 21.06. und 28.06.2024, 9.30-12.30 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)



    Dr. Matthias Vollmer
    Barock - eine ganz besondere Perle
    Blockseminar
    Die Epoche des Barocks dauerte von etwa 1600 bis 1720 an. Der Begriff ‚Ba-rock‘ leitet sich möglicherweise vom portugiesischen Wort ‚barocco‘ ab, was so viel heißt wie ’seltsam geformte Perle‘. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde "barock" ganz allgemein abwertend für das Skurrile und Absonderliche gebraucht, erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts generierte sich aus dem Adjektiv eine Stilbezeichnung, die den von einem beliebten Barockorna-ment herrührenden Begriff "Akanthusstil" ablöste. Formelemente der Renais-sance und des Manierismus werden übernommen, jedoch übersteigert, dy-namisiert und multipliziert. Es entsteht eine bewegte und raumgreifende, sinnliche und pathetisch-repräsentative Kunstform, die Gattungsgrenzen sprengt und von Italien ausgehend in ganz Europa in unterschiedlicher Aus-prägung vorherrscht. Der Kurs will die Hauptvarianten dieses dynamischen und nicht zuletzt auch politisch-religiös motivierten Kunst-Stils einführen.
    Termine:  Mo 16.09.2024, 14.00-17.00 Uhr, und Di 17.09.2024, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort:  Mo, Schlossplatz 46, H3; Di, Schlossgarten 3, SG 3 Hörsaal
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr


    Dr. Matthias Vollmer
    Caravaggio und der Caravaggismus
    Tagesseminar
    Michelangelo Merisi da Caravaggio (1571-1610), gilt als einer der Begründer der Barockmalerei. Zwischen 1590 und 1592 kam er nach Rom, wo er bald die Malerei revolutionieren sollte. Schon 1606 musste er jedoch aus der ewigen Stadt fliehen - im Streit um Spielschulden war Ranuccio Tomassoni durch sei-ne Schuld zu Tode gekommen. In Abwesenheit verurteilt, reiste er nach Nea-pel, Malta und Sizilien und starb 1610 auf dem Rückweg nach Rom. Ausgehend von den Meistern der Renaissance wie Giorgione oder Lorenzo Lotto entwickelt er bald einen neuen Stil. Das Hell-Dunkel seiner Werke, die schlag-lichtartige Beleuchtung der Figuren, die Unbestimmtheit des verdunkelten Hintergrundes, erzielte eine dramatische Zuspitzung der Szenen, die die Zeit-genossen in ganz Europa faszinierte und die Künstler von Spanien bis in die Niederlande zur Nachfolge und Auseinandersetzung anregte. Der Kurs möchte diesen eigenwilligen Künstler und seinen Einfluß auf die Malerei des Barocks vorstellen.

    Termine: Mi 18.09.2024, 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort:  Schlossgarten 3, SG 3 Hörsaal
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr 


    Dr. Matthias Vollmer
    Der Realismus im 19. Jahrhundert
    Blockseminar
    Auf das Gefühlsbetonte, das Emotionale, das Persönliche der Romantik folgt im Realismus nun die Betonung einer Wahrheit, die sich aus Objektivität und einer Erfassung der Wirklichkeit wie sie ist, speist. Bilder sollen nach Ansicht der Realisten nicht einfach schön sein, sondern „wahr“ im Sinn von real, echt, wirklich und auch politisch. Keine Allegorien, sondern ganz wirkliche Men-schen wollen die Künstler des Realismus in der Mitte des Jahrhunderts darstel-len, Menschen bei der täglichen schweren Arbeit auf den Feldern oder in den neuen Industrieanlagen. So unterschiedliche Künstler wie Adolf von Menzel, Gustave Courbet, Honoré Daumier und Jean-Francois Millet werden dieser einflussreichen Kunstrichtung zusammengefasst, deren leidenschaftlicher Zugriff auf die Welt von Courbet so formuliert wurde: „Ich will in meinen Bildern die Erde der Felder mit Fäusten packen, sie beriechen, küssen und beißen, die Stämme der Bäume beklopfen, Steine in Wasserlöcher werfen und die Natur in mich hineinfressen und verschlingen.“

    Termine:  Mo 23.09.2024, 14.00-17.00 Uhr und Di 24.09.2024, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort:  Mo, Schlossgarten 3, H3; Di Schloss, S8
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.24, 9 Uhr  

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Jacques-Louis David – Ein Maler in revolutionären Zeiten
    Tageseminar
    Jacques Louis David war nicht nur ein Maler verzwickter Liebesbeziehungen und heroisch-asketischer Römer, sondern auch ein Maler der französischen Revolution. In seinem Hauptwerk „Der Tod des Marat“ präsentiert er uns den Revolutionär als unnahbaren Märtyrer, und Baudelaire erkennt im „Marat“ den Ursprung der Moderne. Hofmaler, Erzklassizist, politisch engagierter Re-volutionsmaler und Porträtist Napoleons – im Kurs sollen diese unterschiedlichen Facetten der Kunst Davids vorgestellt und im Kontext von Romantik und Moderne untersucht werden.

    Termin: Mi, 25.09.2024, 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort:  Schlossgarten 3, SG 3 Hörsaal
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr 

     

    Dr. Hildegard Wiegel
    Einführung in antike griechische Malerei: Techniken - Werke - Künstler
    Online-Seminar (über Zoom)
    Gegenstand dieses Kurses ist die überraschend abwechslungsreiche antike griechische Malerei, die uns zunächst vor allem in schriftlichen Quellen ent-gegentritt. Rekonstruiert werden können ihre Bildgegenstände, Technik und Komposition oftmals anhand anderer Bildgattungen wie beispielsweise Kie-selmosaiken und Vasenbildern, aber auch anhand von Kunstwerken der Nachantike, geschaffen von Künstlern, die sich mit den antiken Autoren aus-einandergesetzt hatten. In der Gesamtschau ergibt sich mit den wenigen aber vorhandenen Originalen vor allem aus den Randgebieten der griechischen Welt und aus römischen Kopien eine Malereigeschichte, die einige Aussagen ermöglicht über individuelle Œuvres und über mannigfaltige Informationen über Genres, Kompositionsprinzipien und Farbgebung.

    Termine: Mo – Do: 08.-11.04.2024, jeweils 10.15-12.30 Uhr und 13.30-15.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr  (teilnehmerbegrenzt)

     

    Dr. Hildegard Wiegel
    Einführung in die antike griechische Kunst und Kultur I: Archaik
    Blockseminar
    Die Akropolis, das Orakel von Delphi und die olympischen Spiele: mit dem Be-griff der klassischen griechischen Kunst treten einem unwillkürlich die mit un-zähligen Kunstwerken bestückten Kultstätten des klassischen Griechenlands vor Augen. In diesem Kurs sollen die Grundlagen dieser für die Ausbildung der europäischen Kultur so bedeutenden Kunst vermittelt werden, ein Prozess, der sich durch Kontakte mit den Hochkulturen des erweiterten Mittelmeerrau-mes vollzog und durch Kulturaustausch und Konflikte gekennzeichnet war. Gerade die sogenannte archaische Zeit in Griechenland (circa 700 bs 480 v. Chr.) war geprägt von der Auseinandersetzung mit den Hochkulturen im Osten wie etwa dem Perserreich. Anhand zahlreicher Denkmäler, die wir im Kurs betrachten, wird dieses wichtige Kapitel europäischer Kunst- und Kulturgeschichte beleuchtet werden.

    Termine: Mo – Do: 22.-25.07.2024, jeweils 10.15-12.30 Uhr und 13.30-15.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr 

     

  • Musikgeschichte

    Szameitat, Beatrice
    Die Komponistin Ethel Smyth
    Online-Vorlesung
    Die englische Komponistin Ethel Smyth (1858 – 1944) erreichte ihr Ziel: sie setzte sich als Frau gegen den männlich dominierten Musikbetrieb durch und hatte zu Lebzeiten Erfolg mit ihren Opern und sinfonischen Werken. Gegen alle Widerstände studierte sie Komposition in Leipzig und machte sich da-raufhin im internationalen Opernbetrieb einen Namen – ihre Oper „Der Wald“ wurde zum Beispiel 1902 mit großem Erfolg an der New Yorker Met aufgeführt. Nun wird Smyth endlich wiederentdeckt, das DSO führte im Herbst 2022 unter Robin Ticciati ihre Oper „The Wreckers“ auf und öffnete die Ohren der Berliner Zuhörer:innen für die gewaltigen intensiven Klangwelten der Komponistin. Smyth engagierte sich außerdem für die Frauenbewegung der englischen Suff-ragetten und kämpfte an der Seite von Emmeline Pankhurst für das Frauen-wahlrecht. Ihr „March oft the Women“ fand als Hymne der Frauenbewegung Eingang in die Geschichte. All dies ist Grund genug, sich mit dem Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Frau auseinander zu setzen.

    Termin: Di, 04.06.2024, 10.00-12.30 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9  

     

    Szameitat, Beatrice
    Zwei Mal gehört – große Werke der Musikgeschichte im Fokus
    Vorlesung
    Wir wollen es genau wissen: Warum sind manche Musikstücke so berühmt, wie sind sie aufgebaut, was macht ihre Wirkung aus? Um dies herauszufinden, werden wir vier Werke quer durch die Musikgeschichte aus Barock, Klassik, Romantik und der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts genau studieren. Dafür hören wir das Stück ein erstes Mal unvoreingenommen und sprechen über unsere Eindrücke. Es folgt eine Analyse des Werkes: wie ist seine Architektur, wo gibt es Wiederholungen, welcher Dramaturgie folgt es, welche Instrumente spielen, was zeichnet den Komponisten aus? Ausgestattet mit die-sen Kenntnissen werden wir das Werk ein zweites Mal hören – hoffentlich mit anderen Ohren. Literatur: Johann Sebastian Bach Fuge d-moll, BWV 851; Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 41 (Jupiter) 4. Satz; Johannes Brahms 2. Sinfonie, 4. Satz und Claude Debussy, La Mer.

    Termine:  02.-03.09.2024, 9.30-11.00 und 11.30-13.00 Uhr
    Ort:  Schlossgarten 3, SG 3 Hörsaal
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr

  • Ethnologie

    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen - ein Training zur Vermittlung von Interkultureller Kompetenz
    Tagesseminar
    Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden.
    Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?
    Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der interkulturellen Begegnung zu erfassen.

    Termin: Fr 26.04.2024, 9.00-16.00 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 120
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

  • Arabistik und Islamwissenschaft

    Dr. Monika Springberg  
    Führungen durch die Sammlung des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft
    Führungen
    Das Institut für Arabistik und Islamwissenschaft verfügt über eine kleine Sammlung historischer Handschriften, Grabsteine und Metallobjekte von mu-sealem Rang – die Objekte repräsentieren einen großen Teil der islamisch geprägten Welt vom Maghreb bis nach Indien. Darunter sind einige vollständige, sehr schön gestaltete Korancodices, aber auch einzelne Koranblätter – die ältesten entstanden vermutlich im 9. oder 10. Jahrhundert.
    Bei dieser Vorstellung der Sammlung wird es zunächst kurz darum gehen, auf welchen Wegen die Objekte ins Münsteraner Institut gelangt sind. Anschlie-ßend werden wir uns einige ausgewählte Exponate genauer anschauen und dabei folgende Fragen thematisieren: Wie kann man arabische und persische Manuskripte und Inschriften anhand ihrer Materialien, Schriftarten und Deko-relemente datieren und einem bestimmten geographischen Raum zuordnen? Von wem und wie wurden sie angefertigt? Und wer benutzte sie zu welchem Zweck? Bitte beachten Sie, dass Sie nur an einer Gruppe teilnehmen können. Sämtliche Nachrückerplätze verfallen, sobald Sie einen Teilnehmerplatz erhal-ten haben.

    Ort:    
    Foyer des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft, Schlaunstraße 2, 2. Etage. Die Sammlungsräume liegen im Gebäudeteil Rosenstr.9 in der 3. Etage und sind über den Aufzug in der Rosenstr. 9 barrierefrei zugänglich. Wer Hilfe beim Zugang benötigt, möge sich bitte im Sekretariat des Instituts yasar@uni-Muenster.de / Tel. 83 24571 melden.

    Zeit: Mo, 12:00 - 14:00 Uhr

    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr. Alle Gruppen sind teilnehmerbegrenzt.

    Termine:
    Gruppe 1: 22.04.2024


    Gruppe 2: 06.05.2024


    Gruppe 3: 10.06.2024


    Gruppe 4: 08.07.2024

  • Germanistik/Literaturwissenschaft

    Wolfgang Türk
    Die Frauengestalten im Werk Heinrich von Kleists (2)
    Blockseminar
    „Jetzt bin ich neugierig, was Sie zu dem Käthchen von Heilbronn sagen werden, denn das ist die Kehrseite der Penthesilea, ihr andrer Pol, ein Wesen, das ebenso mächtig ist durch gänzliche Hingebung, als jene durch Handeln,“ schreibt Heinrich von Kleist im Herbst 1807 aus Dresden an Marie von Kleist, die Ehefrau seines Cousins. Warum betrachtet Kleist die offenkundig entge-gengesetzten Frauengestalten als zwei Seiten ein und derselben Medaille? Seine Äußerung, "sie gehören ja wie das + und – der Algebra zusammen, und sind ein und dasselbe Wesen, nur unter entgegengesetzten Beziehungen ge-dacht“ lässt auf ein Konzept von Weiblichkeit schließen, das sich nur in zwei diametral widerstrebenden Charakteren dichterisch gestalten lässt: Während sich Pentheselia im Bewusstsein der Irrationalität ihres Handelns mit Achill das Objekt ihrer Leidenschaft eigenmächtig wählt und damit das neuzeitliche Ideal der individuierten Liebe darstellt, wartet Käthchen – in der Nachfolge der marianischen Tugenden von Demut und Reinheit – geduldig auf die Erwide-rung ihrer Zuneigung durch den Ritter vom Strahl.
    Das Seminar widmet sich Kleists Dramenfiguren Penthesilea und Käthchen und wirft einen Blick auf Alkmene, deren "Ach!" am Ende des Lustspiels „Am-phitryon“ wohl der berühmteste und rätselhafteste (weibliche) Seufzer der Li-teraturgeschichte ist: Ist Alkmene erleichtert, dass nunmehr endlich das Spiel um Identitäten und Rollen vorbei ist, wahre Liebe sich von vorgetäuschter scheidet? Ist sie froh, einen Halbgott zu gebären? Oder ist sie gar verzweifelt, weil ihre alte Welt in Trümmern liegt und sich vor ihr eine Wüste der Beliebig-keit ausbreitet?
    Textausgaben: Kleist, Heinrich von: Penthesilea. Ein Trauerspiel. (Reclams Universal-Bibliothek Band 1305), Das Käthchen von Heilbronn. Ein großes historisches Ritterschauspiel (Band 40), Amphitryon. Ein Lustspiel nach Molière (Band 7416).

    Ort: wird noch bekannt gegeben
    Termine:    
    Dienstag, 09.04.2024, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
    Freitag, 19.04.2024, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag,20.04.2024, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 07.06.2024, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 08.06.2024, 10.00-18.00 Uhr
     
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)  



    Wolfgang Türk
    Berlin – Hauptstadt der Moderne (6)
    Ein kulturhistorischer Rundgang durch die Metropole der Weimarer Republik
    Theater – Regisseure – Inszenierungen

    Lehrveranstaltung mit Filmvorführung
    Die erste deutsche Demokratie, die nach Ende des Ersten Weltkriegs das Wil-helminische Kaiserreich ablöste, zeitigte trotz oder gerade wegen wirtschaftli-cher, politischer und sozialer Krisen die Etablierung des Mediums Film als ge-sellschaftlich bedeutende Kunstform. Deutschland war der europäische Staat mit den meisten Kinos, deren Anzahl zwischen 1918 und 1930 von 2.300 auf 5.000 anwuchs. Mitte der 20er Jahre gingen auf der Suche nach Unterhaltung und Freizeitvergnügen täglich etwa zwei Millionen Menschen in die Kinos.
    Die in Potsdam-Babelsberg ansässige Universum-Film-AG (UFA) produzierte in den 1920er und 1930er Jahren mehr Filme als alle anderen europäischen Staaten zusammen. In der Weimarer Republik entwickelte sich die UFA nach Hollywood zum zweitgrößten Filmimperium der Welt und vereinte Produktions-stätten, Verleihorganisationen und Lichtspielhäuser in einem Unternehmen. Beliebte Filmstars der 1920er und 1930er Jahre wie Marlene Dietrich, Lilian Harvey, Heinz Rühmann, Emil Jannings oder Hans Albers standen ebenso un-ter Vertrag der UFA wie die Filmregisseure Ernst Lubitsch, Friedrich Wilhelm, Fritz Lang und Josef von Sternberg. Das Seminar beschließt den kulturge-schichtlichen Überblick über die Weimarer Republik in den vergangenen Se-mestern und schlägt – anhand von Meilensteinen der Filmgeschichte – einen Bogen vom Stummfilm zum Tonfilm zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Machtergreifung.

    Ort: wird noch bekannt gegeben
    Termine:    
    Dienstag, 07.05.2024, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
    Freitag, 17.05.2024, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 18.05.2024, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 12.07.2024, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 13.07.2024, 10.00-18.00 Uhr

    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)  


    Wolfgang Türk
    Aus Anlass des 100. Todestags - Literatur im Film: Franz Kafka, Der Prozess   
    Lehrveranstaltung mit Filmvorführung
    Josef K. wird verhaftet. Nicht nur, dass dies unter obskuren Umständen im Schlafzimmer seiner Wohnungsvermieterin geschieht; er kann sich auch überhaupt nicht erklären, welches Verbrechen er begangen haben soll. Doch hierüber bekommt er keine Auskunft, denn Josef K. befindet sich bereits mit-tendrin: im „Prozeß“. Je mehr er seine ungenannte Schuld zu ergründen und sich zu verteidigen sucht, desto tiefer gerät er in die alptraumhaften Labyrint-he einer undurchschaubaren Gesetzesmaschinerie. Ein Jahr seines Lebens verbringt er damit, vor Spionen zu fliehen, merkwürdige Richter und Anwälte aufzusuchen, bis er schließlich ohnmächtig sein Todesurteil erdulden muss. Franz Kafka schuf seinen Roman an der Schwelle zur literarischen Moderne: Aus Groteske, Surrealismus und Expressionismus kreierte er eine unheimliche Atmosphäre der Ohnmacht des Individuums, die als "kafkaesk" in den allge-meinen Sprachgebrauch eingegangen ist. Der Roman wurde von Kafka 1914 unvollendet liegen gelassen, sein Freund Max Brod veröffentlichte ihn jedoch posthum 1925. Kritiker feierten das Werk als Beispiel für die existenzialistische Not des modernen Individuums, das "schuldlos schuldig" ist und in einen Strudel unwirklich-irrationaler Ereignisse hineingezogen wird. Das Seminar analysiert Kafkas Roman und stellt seine Verfilmung durch Orson Welles aus dem Jahr 1962 vor. Textausgabe: Franz Kafka: Der Prozeß. Frankfurt/M: Fischer Taschenbuch Verlag 2011.

    Ort: wird noch bekannt gegeben
    Termine:     
    Dienstag, 18.06.2024, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
    Freitag, 19.07.2024, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 20.07.2024, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 16.08.2024, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 17.08.2024, 10.00-18.00 Uhr

    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Wolfgang Türk
    Der literarische Faust-Mythos im Wandel der Jahrhunderte (8)
    Thomas Mann, Doktor Faustus
    Lehrveranstaltung mit Filmvorführung
    In der Lebensgeschichte Adrian Leverkühns – der fiktiven Romanbiographie eines Komponisten, der sich dem Teufel verschreibt – fasst Thomas Mann alle Entwicklungsstufen der alten Faust-Sage zusammen und verknüpft sie mit der „drohenden Problematik unserer Zeit, dem katastrophalen Rückfall des hoch- und überentwickelten Geistes in archaische Primitivität“. Vor dem Hintergrund der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs und des zerfallenden Nazi-Deutschlands lässt Mann seinen Erzähler Serenus Zeitblom vom Leben des Tonsetzers Leverkühn berichten: von der frühen Syphilis-Erkrankung, dem Pakt mit dem Teufel, den großen kompositorischen Erfolgen, von einem Leben ohne Liebe und dem Ende in geistiger Umnachtung. Unter Verwendung einer virtuosen Montagetechnik baut Thomas Mann zahlreiche philosophische und kulturtheoretische Ansätze des frühen 20. Jahrhunderts in seinen Großroman ein, so etwa die Zwölftonmusik Schönbergs und deren Analyse durch Theodor W. Adorno. „Doktor Faustus“ ist zugleich Künstler- und Epochenroman, eine epische Parabel von der Verstrickung des Genies in die Katastrophe des Nati-onalsozialismus. Das Seminar widmet sich einer eingehenden Analyse des Romans vor dem Hintergrund der Faust-Rezeption im 20. Jahrhundert und stellt die Verfilmung des Werks (Regie: Franz Seitz 1982) in der ungeschnitte-nen Fassung zur Diskussion. Textausgabe: Thomas Mann, Doktor Faustus, Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freun-de. In der Fassung der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe. Frank-furt/M: Fischer Taschenbuch Verlag 2012.

    Ort: wird noch bekannt gegeben
    Termine:     
    Dienstag, 16.07.2024, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
    Freitag, 30.08.2024, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 31.08.2024, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 27.09.2024, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 28.09.2024, 10.00-18.00 Uhr

    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)   

  • Romanistik

    Prof. Dr. Christoph Miething
    Französische Gegenwartsliteratur
    Lektürekurs auf Französisch
    Im Sommersemester soll der autobiographische Text von Emmanuel Carrère, /Yoga/ (P.O.L. éditeur, Paris: 2020) gelesen werden. Das Buch ist sowohl bei P.O.L. als auch in einer /folio/ Ausgabe erhältlich. Die Paginierung ist nicht identisch, die Orientierung im Text aufgrund sehr kurzer Kapiteleinteilung je-doch unproblematisch. Es handelt sich um ein eher umfangreiches Buch (/folio/ 438 S.), so dass für das Semester nur dieser Text zu Grunde gelegt wird. Der Inhalt ist komplex. Es geht tatsächlich um Yoga-Erfahrungen, darüber hinaus aber auch um existentielle Reflexion, literarische Themen, ethische Prinzipien und vor allem um eine Auseinandersetzung mit ganz persönlichen Problemen.

    Zeit:  Mi 12-14 Uhr
    Ort:  Georgskommende 14, G 120
    Beginn: 10.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

     

  • Geowissenschaften

    PD Dr. Patricia Göbel
    Hydrogeologische Verhältnisse (Grundwasser, Gewässerverläufe, Wehrgra-bensysteme) in der Stadt Münster im Mittelalter und beginnender Neuzeit
    Seminar
    Seit dem Mittelalter wurde in die Abflusssituation der Münsterschen Aa und damit auch die Situation des Grundwassers der Stadt Münster ständig eingegriffen. Die Münstersche Aa als Oberflächengewässer durchfließt Münster, wurde und wird aufgestaut und speist(e) die historischen Wehrgrabensysteme in Münster. Ein Zugang zum Grundwasser erfolgt über zahlreiche Brunnen im historischen Stadtbild. Im Rahmen des Seminars sollen nach einer hydrogeo-logischen Einführung punktuelle Daten aus stadtarchäologischen Untersu-chungen sowie aus alten Plänen und Karten in den (Online)Archiven durch die Seminarteilnehmer*innen selbstständig recherchiert und zusammentragen werden. Durch die wissenschaftliche Seminarbegleitung wird ein ganzheitli-cher Überblick über die hydrogeologischen Verhältnisse in der Stadt Münster für verschiedene Zeitschnitte gemeinsam erarbeitet. Literatur: Literatur und Recherchearbeit in Online-Archiven und Archiven in Präsenz.

    Zeit: Mo 14-16 Uhr
    Ort: Corrensstraße 24, SR 129
    Beginn: 15.04.2024
    Anmeldung: ab dem 15.03.24, 9 Uhr

     

  • Jüdische Studien

    Prof. Dr. Katrin Kogmann-Apel
    Jüdische (Kultur)geschichte in der Vormoderne
    Anmeldepflichtes Seminar des regulären Fachbereichs
    Theoretische Grundlagen und kulturwissenschaftliche Ansätze zur jüdischen Kulturgeschichte der Vormoderne

    Zeit: Di, 18-20 Uhr
    Beginn: 08.04.2024
    Ort: Georgskommende 14, G209
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr (teilnahmerbegrenzt)

     

  • Fokusstudium

    Karin Gövert, MSc.
    Auftaktseminar: Begegnung und Vernetzung für zertifikatsorientierte Studierende innerhalb des Fokusstudiums
    Als Auftakt zum Sommersemester wird dieses Seminar im Rahmen des Fokusstudiums angeboten. Für Neu-Einsteiger*innen bietet es die Möglichkeit, Informationen zum Fokusstudium zu vertiefen und einen besseren Überblick über Struktur und Inhalte des Fokusstudiums zu erhalten. Für diejenigen, die schon länger dabei sind, bietet das Seminar die Gelegenheit, alte Kontakte wieder aufleben zu lassen und neue zu knüpfen, insbesondere aber sich selbst und andere über die persönlichen Fortschritte innerhalb des Fokusstu-diums zu informieren sowie Erfahrungen auszutauschen. Das Seminar dient dazu,
    •    Fragen zum Fokusstudium klären,
    •    Menschen kennenzulernen, die sich für die gleiche Themenstellung interessieren wie Sie selbst,
    •    sich über persönliche Erfahrungen mit dem Fokusstudium auszutau-schen,
    •    gegenseitige Hilfestellung und Unterstützung bei der Erstellung von Ar-beitsnachweisen zu besprechen und/oder zu organisieren,
    •    sich gegenseitig zu motivieren, „am Ball zu bleiben“,
    •    gemeinsam Ideen und/oder Projekte zu entwickeln, die Sie interessie-ren,
    •    Wünsche in Bezug auf das Fokusstudium zu äußern.

    Termin: Fr, 12.04.2024, 9:00 -13.00 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G120
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr

     

    Karin Gövert, MSc
    "Mitgestalten!"
    Basisseminar I für das Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung im Alter“
    Psychische und seelische Gesundheit im Alter sind maßgeblich davon beeinflusst, wie selbstwirksam ein älterer Mensch leben und agieren kann. Dazu zählt auch das Gefühl hat, noch etwas bewegen zu können, also, bedeutsam zu sein. Wir werden uns in diesem Seminar den Fragen widmen, wie gesell-schaftliche und politische Teilhabe im Alter aussehen kann und welche For-men der Mitbestimmung und Einflussnahme es für ältere Menschen in Deutschland gibt. Exemplarisch soll an einem Projekt gearbeitet werden.
    Studierende, die sich für das zertifikatsorientierte Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung“ angemeldet haben, werden bei der Platzvergabe bevorzugt. Melden Sie sich bitte nur an, wenn Sie verlässlich an allen Terminen teilnehmen können.

    Zeit: Mo 12-14 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgskommende 15 - G32
    Beginn: 15.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr(teilnehmerbegrenzt)
    Bitte beachten: In diesem Seminar haben Teilnehmer*innen des Fokusstudiums Vorrang. Sollten noch Plätze frei bleiben, sind auch andere Interessierte willkommen. Bei der Anmeldung stehen zunächst alle auf der Warteliste. Die Platzvergabe erfolgt am 28.03.2024.

     

    Karin Gövert, M.Sc.
    Wissenschaftliches Arbeiten (Begleitseminar 2)
    (nur für zertifikatsorientierte Studierende)
    Dieses Seminar vermittelt Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens an-hand von Impulsen und Übungen. Wir werden uns mit den Merkmalen und Kennzeichen des wissenschaftlichen Arbeitens als Vorbereitung für die Erstel-lung schriftlicher Haus-, Seminar- und Abschlussarbeiten beschäftigen.
    Das Seminar ist ausschließlich für Studierende geöffnet, die sich für das zertifikatsorientierte Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung im Alter“ angemeldet haben. Es findet im Wechsel mit den Selbstlerneinheiten statt. Melden Sie sich bitte nur an, wenn Sie verlässlich an allen Terminen teilnehmen können.

    Zeit: Mo 12-14 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgskommende 14, G120
    Beginn: 22.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr


    Karin Gövert, M.Sc.
    Wissenschaftliches Arbeiten – Selbstlerngruppe
    (nur für zertifikatsorientierte Studierende)
    Die Selbstlerngruppe „Wissenschaftliches Arbeiten“ im Rahmen des Fokus-studiums dient dem vertiefenden, selbstorganisierten Austausch und der Reflexion der aktuellen Fokusstudierenden. Die Selbstlerngruppe ist ein verpflichtendes Angebot für alle Studierende des Fokusstudiums, die zertifikats-orientiert studieren. Sie dient vornehmlich der Vertiefung und Übung der Lern-inhalte aus dem wissenschaftlichen Arbeiten, kann aber auch für den gegen-seitigen Austausch und die Unterstützung innerhalb des Fokusstudiums ge-nutzt werden. Die Selbstorganisation der Gruppe setzt eine hohe Verbindlichkeit und eine Bereitschaft, sich aktiv einzubringen, voraus. Neben inhaltlichen Aspekten lernen Sie so strukturiertes Arbeiten, das Arbeiten in einer Gruppe, Schwerpunktsetzungen nach Relevanz der Themen sowie Diskursfä-higkeit und Toleranz. Während des ersten Termins werde ich eine kurze Ein-führung zur Arbeitsweise in Selbstlerngruppen geben. Danach liegen Organisation und inhaltliche Vereinbarungen in Ihrer Hand, nur bei Bedarf und Zuruf werde ich dazu kommen.
    Melden Sie sich bitte nur an, wenn Sie verlässlich an allen Terminen teilnehmen können.

    Zeit: Mo 10-12 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgkkommende 14, G120
    Beginn: 22.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr

     

    Karin Gövert, MSc.
    Semesterabschluss für zertifikatsorientierte Fokusstudierende
    Diese Veranstaltung bietet allen zertifikatsorientiert Studierenden die Mög-lichkeit, das zurückliegende Semester gemeinsam zu reflektieren, sich über den Stand Ihres Studiums auszutauschen, Planungen vorzunehmen und falls nötig Absprachen zu treffen. Weitere Themenvorschläge oder Besprechungs-punkte können bis zum 05.07.2023 bei der Koordinatorin des Fokusstudiums eingereicht werden. Die Dauer der Veranstaltung richtet sich nach dem Bedarf, endet aber spätestens um 13.00 Uhr

    Termin: 19:07.2024, 9:00-13:00 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 32
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr


    Stammtisch: Mittwochs im MarktCafe
    Als Studierende des Fokusstudiums haben wir festgestellt, dass ein Aus-tausch untereinander auch außerhalb der Veranstaltungen informativ und in-spirierend ist. Sei es, um sich besser kennenzulernen, sich über die Fortschrit-te des eigenen Studiums auszutauschen, sich gegenseitig Tipps und Anregungen zu geben, thematisch zu diskutieren oder einfach persönlich zu klö-nen. Deshalb wird es ab dem Sommersemester erstmals einen Stammtisch für Studierende des Fokusstudiums „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung im Alter“ geben. Wir hoffen, dass dieses Angebot auf große Resonanz auch gruppenübergreifend stößt und freuen uns auf Eure/Ihre Teilnahme.

    Termine:  Do, 07.03.2024; Mi, 10.04.2024; Mi, 08.05.2024, Mi, 05.06.2024; Mi 03.07.2024, jeweils ab 18:00 Uhr
    Ort:  MarktCafe Münster, Dompl. 6-7, 48143 Münster
    Ansprechpartnerinnen:  Doris Scheer, dscheer@uni-muenster.de und Doris Vollmer, dvollmer@uni-muenster.de

     

     

  • Anmeldepflichtige studentische Arbeitskreise

    Sozialwissenschaftlicher Diskurs: In welchen Zeiten leben wir?
    Hierzu befassen wir uns mit dem Buch: „20.1. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“ von Andreas Rödder, C.H. Beck, 2023. Die genaue Vorplanung für 14 Veranstaltungen im Semester erfolgt in der vorlesungsfreien Zeit. Interessen-ten können sich an Herrn Udo Herrmann wenden: u.a.herrmann@t-online.de

    Zeit: Di 10-12 Uhr
    Ort: Johannisstr. 8-10, KTh IV
    Beginn: 09.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr  


    Arbeitskreis: Lyrik
    Der Arbeitskreis Lyrik beschäftigt sich mit der Deutung von Gedichten. Auch in diesem Semester geht es um die Interpretation von Gedichten, die von den Au-toren selbst und gleichzeitig von einer anderen kompetenten Person interpretiert werden. Grundlage ist das Buch „Doppelinterpretationen - Das zeitgenössische deutsche Gedicht zwischen Leser und Autor. Herausgegeben und eingeleitet von Hilde Domin, Fischer Verlag, 1. Februar 1990.

    Zeit: Mi 10-12 Uhr
    Ort:  Georgskommende 14, G 120
    Beginn:  10.04.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr  

     

    Philosophischer Diskurs: Humanität
    Was bedeutet Humanität? Der philosophische Diskurs will sich darüber durch gemeinsame Lektüre und Diskussion des Buches „Humanität. Über den Geist der Menschheit" Einsicht verschaffen. Der Autor heißt Volker Gerhardt und es ist im Jahr 2019 im Verlag C.H. Beck erschienen.

    Zeit: Do 14-16 Uhr
    Ort:  Orléansring 12, SRZ 18
    Beginn: 11.04.2024
    Anmeldung:  Ab dem 15.03.2024, 9 Uhr  


    Arbeitskreis: Literatur - Krimis mit Niveau
    In diesem Semester beschäftigen wir uns mit einer häufig unterschätzten Gattung der Literatur. Wir diskutieren folgende ausgewählte literarische Kriminalromane und -erzählungen.
    •    Hubertus Temme (1798 Lette/Westfalen – 1881 Zürich):„Drei Kriminalge-schichten: Der Unheimliche / Der Richter / Er betet“ Herausgeber: Michael Holzinger, TB, (2018)
    •    Graham Norton (1963 Dublin, Irland): „Ein irischer Dorfpolizist“, Rowohlt TB, (9. Ed. November 2018)
    •    Hákan Nesser (1950 Kumula, Schweden): „Der unglücklicher Mörder“ btb Taschenbuch (1. Ed. Oktober 2012)

    Zeit:  Di 14-16 Uhr
    Termine: 16.04.,30.04.,14.05.,28.05.,11.06.,25.06.2024
    Ort:  Orléans-Ring 12, SRZ 17
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt) 

     

    Bundesrepublik Deutschland - Vom "Demokratie-Wunder" im "Westen" zur "Demokratie-Katastrophe" im Osten?
    Demokratiewunder 1957 – 1988“ – in mehreren Folgen wurde in dieser Seminarreihe von Frau Dr. Jüttemann die Entwicklung der (West-)Bundesrepublik Deutschland zu einer stabilen und von ihrer Bevölkerung weitgehend akzep-tierten, ja geschätzten Staatsform nachgezeichnet und lebendig gemacht. 1988/89 war dabei in mehrerlei Hinsicht eine Zäsur: Die durch Historiker und Quellenarbeit umfassend aufgearbeitete Geschichte endet (zur Zeit noch) hier. - Die deutsche Vereinigung änderte ganz wesentlich die Bedingungen. - Die „Demokratie-Bevölkerung“ wuchs um einen bedeutsamen Teil mit ganz anders gelagerten politischen, historischen, Alltagserfahrungen. Wer die Pro-zesse „innerer Demokratisierung“ und „Etablierung eines liberalen Verfas-sungs-Staates“ im Jüttemann-Seminar erarbeitet oder auch auf anderen We-gen intensiv wahrgenommen hat, dem könnte, angesichts aktueller Entwick-lungen, durchaus die plakative Formulierung von der „Demokratie-Katastrophe“ im „Osten“ einfallen. Was ist da los? - Wie nehmen „Ostdeutsche“ „die Demokratie“ wahr? - Was ist „Politik“, was ist „Demokratie“ für sie? Welche Erfahrungen in Sachen „regiert werden“, aber auch „politisch mitbe-stimmen“, haben sie gemacht? Welche Differenzierungen in der Wahrneh-mung der Demokratie gibt es innerhalb der ostdeutschen Bevölkerung? Stimmt die These von den „fast 60 Jahre in zwei aufeinanderfolgenden Diktaturen“? - Was hat das mit den Menschen gemacht? Stimmt die These vom „über 20 Jahre unterdrückten ‚DDR-Rassismus‘“?
    Entlang solcher Fragen soll in diesem Arbeitskreis „geforscht“ und diskutiert werden – wobei das „Forschen“ wohl eher weniger in solider Quellen-Arbeit bestehen kann (die sind in der Breite wie im „Westen“ bis 1989 noch kaum aufgearbeitet), als vielmehr in der Beschäftigung mit den ersten ernstzuneh-menden, auf dem Markt der historisch-politischen Literatur verfügbaren For-schungsergebnissen im Rahmen dieser Fragestellungen, und in der Diskussi-on dieser ersten „Schlaglichter“ einer „Demokratieforschung im Osten“ der Republik.  Das allfällige Thema „Ostalgie“ wird dabei durchaus gestreift wer-den, soll aber gerade nicht im Zentrum der Betrachtung stehen.

    Zeit: Di 14-16 Uhr
    Ort:  Scharnhorststraße 100, SCH 100.125
    Beginn: 09.04.2024
    Anmeldung: Ab dem 15.03.24, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)