SPEZIELLE VORLESUNGEN UND SEMINARE FÜR STUDIERENDE IM ALTER

  • Informationen und Regeln zum Anmeldeverfahren

    Für die speziellen Veranstaltungen ist neben der Anmeldung als Gasthörer*in eine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Speicherung Ihrer Daten gemäß unten stehender Datenschutzerklärung einverstanden.
    Die Anmeldefrist zu den speziellen Veranstaltungen im Wintersemester 2022/23 beginnt am 23. September 2022, 9 Uhr. Sie erfolgt elektronisch. Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind nicht möglich.

    Zur Anmeldung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

    1. Suchen Sie auf diesen Seiten die Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.
    2. Klicken Sie auf den Anmeldebutton unter dem Kommentar zur gewünschten Veranstaltung.
    3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein (Name, Vorname, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse) und schicken Sie die Anmeldung ab. Bitte achten Sie auf ein korrekte Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bei einer fehlerhaften Eingabe kann Ihnen keine Bestätigung der Anmeldung (siehe 5.) zugeschickt werden.
    4. Das System meldet, ob Sie einen Platz in der Veranstaltung oder auf der Nachrückerliste bekommen haben.
    5. Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem Link, mit dem Sie Ihre Anmeldung bestätigen müssen. Sollten Sie diese Mail nicht bekommen, melden Sie sich bitte unbedingt in der Kontakstelle Studium im Alter.
    6. Verbindlich ist die Anmeldung erst nach fristgerechter Zahlung der Gasthörergebühr. Sollte die Gasthörergebühr nicht rechtzeitig bei der Universität eingehen, werden Sie automatisch aus der Teilnehmerliste gelöscht.
    7. Wenn Sie auf der Nachrückerliste stehen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald ein Platz als Teilnehmer*in für Sie frei wird. Bitte rufen Sie daher regelmäßig Ihre E-Mails ab. Ohne Anmeldebestätigung (siehe 5.) werden Sie im Nachrückverfahren nicht berücksichtigt.
    8. Für die Anmeldung nutzen Sie am besten Ihre E-Mail-Adresse, die die Universität Ihnen zur Verfügung gestellt hat (Ihre Nutzerkennung@uni-muenster.de). Sie dürfen auch eine andere E-Mail-Adresse angeben, müssen allerdings beachten, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal pro Veranstaltung genutzt werden kann, d.h. Sie können nicht mehrere Personen mit derselben E-Mail-Adresse anmelden.

      Im Interesse der Gasthörer/innen, die nur einen Platz auf der Nachrückerliste bekommen haben, bitten wir dringend darum, dass Sie sich abmelden, wenn Sie eine gebuchte Veranstaltung wider Erwarten nicht besuchen können.

      Wenn Sie den ersten Termin einer zulassungsbeschränkten Veranstaltung nicht wahrnehmen können, melden Sie sich bitte in der Kontaktstelle ab.


      Test des elektronischen Anmeldesystems
      Personen, die das elektronische Anmeldesystem vor der eigentlichen Anmeldung kennenlernen möchten, können das Anmeldesystem mit einer fiktiven Testveranstaltung ausprobieren (s.u.).

     

  • Datenschutzerklärung zur Anmeldung von speziellen Veranstaltungen im Rahmen des "Studium im Alter"

    Neben der allgemeinen Datenschutzerklärung der WWU gelten für die Datenverarbeitung bei der Anmeldung zu Veranstaltungen im Rahmen des „Studium im Alter“ folgende Besonderheiten:

    Umfang der Datenverarbeitung
    Bei der Anmeldung werden folgende personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet:
    (1)    Name, Vorname
    (2)    Matrikelnummer
    (3)    Bei elektronischer Anmeldung: E-Mail-Adresse
    (4)    Bei telefonischer Anmeldung: Telefonnummer

    Zweck der Verarbeitung
    Die Verarbeitung der oben genannten personenbezogenen Daten dient zur Organisation der Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl. Diese Daten werden an die für die jeweilige Veranstaltung Verantwortlichen weitergegeben.

    Rechtsgrundlage der Verarbeitung
    Da die Datenverarbeitung auf Ihrer Einwilligung beruht, ist Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DSGVO.

    Dauer der Speicherung personenbezogener Daten
    Ihre personenbezogenen Daten werden von uns nur solange gespeichert, wie wir sie für die Verwaltung Ihrer Teilnahme an den Veranstaltungen benötigen, in der Regel ein Semester. Ihre Daten werden auch dann gelöscht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur weiteren Datenverarbeitung gegenüber der Kontaktstelle „Studium im Alter“ widerrufen.

     

  • Testveranstaltung: Hier können Sie das elektronische Anmeldesystem ausprobieren

    Hier können Sie das Anmeldesystem vor dem Anmeldetermin für die Veranstaltungen ausprobieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button. Das System führt Sie danach durch das Programm. Vergessen Sie nicht, Ihre Anmeldung mit dem Link, der Ihnen in einer E-Mail geschickt wird, zu bestätigen.
    Bei Problemen wenden Sie sich gerne an die Kontaktstelle Studium im Alter (0251-8324004).

     

  • Semester-Eröffnung Studium im Alter

    Dienstag, 27. September 2022
    Fürstenberghaus, Domplatz 20-22

    10.00–10.45 Uhr, Hörsaal F 2:
    Informationsveranstaltung für Studienanfänger*innen und Interessierte
    Karin Gövert MSc., Kontaktstelle Studium im Alter

    11.15–12.45 Uhr, Hörsaal F 1:
    Semester-Eröffnungs-Vortrag:
    Vom Unkraut zur Nutzpflanze – Löwenzahn mal anders!

    Prof. Dr. Dirk Prüfer, Institut für Biologie und Biotechnologie der Pflanzen

    Die Semester-Eröffnung ist als Präsenzveranstaltung geplant. Sie ist öffentlich, d.h. alle interessierten Personen sind herzlich dazu eingeladen.
    Für den Fall, dass die Veranstaltung wider Erwarten online durchgeführt werden muss, sollten Sie sich vorher anmelden. Dann können wir Sie benachrichtigen und Ihnen die Zugangsdaten zur Veranstaltung schicken. Eine Teilnahmebegrenzung gibt es nicht. Die Anmeldung gilt für beide Veranstaltungsteile (Informationsveranstaltung und Semester-Eröffnungs-Vortrag). Selbstverständlich können
    Sie aber auch nur einen Teil der Veranstaltung besuchen

    Personen, die nicht als Gasthörer*in angemeldet sind, geben im Anmeldeformular unter Matrikelnummer bitte eine beliebige sechsstellige Zahl ein, die mit 9 beginnt. Sollte die Zahl nicht vom System akzeptiert werden, hat bereits eine andere Person diese Zahl gewählt und Sie müssen sich eine neue ausdenken.

    Anmeldung ab sofort bis zum 22. September 2022 

     

  • Öffentliche Ringvorlesung: Recht_schaffen?! Interdisziplinäre Fragen an die Gerechtigkeit

    Termine und Themen

    Als Nicht-Gasthörer*in beachten Sie bitte die Information unterhalb des Anmeldebuttons.

    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   

    Wichtige Informationen für Personen, die keine Gasthörer*innen sind:
    1) Personen, die nicht als Gasthörer*in angemeldet sind, geben im Anmeldeformular unter Matrikelnummer bitte eine beliebige sechsstellige Zahl ein, die mit 9 beginnt. Sollte die Zahl nicht vom System akzeptiert werden, hat bereits eine andere Person diese Zahl gewählt und Sie müssen eine neue wählen.
    2) Die Teilnahmebestätigung, die Sie unmittelbar nach der Anmeldung erhalten, wird vom System automatisch generiert und enthält den Satz, dass die Anmeldung nur nach Zahlung der Teilnehmergebühr gültig ist. Dies gilt für die Ringvorlesung ausdrücklich nicht.

  • Rechtswissenschaft

    Dr. Rainer Kemper
    Seniorenrecht - von Rente, Arztbesuch, Seniorenheim, Betreuung, vorweggenommener Erbfolge und anderen bewegenden Fragen
    Seminar (Online über Zoom)
    Das Seminar soll einen Überblick über die mit dem Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand verbundenen und die typischerweise im Alter auftretenden Rechtsfragen bieten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Behandelt werden sollen unter anderem:

    I. Der Übergang vom Berufs- ins Rentnerleben
    Gesetzliche Rentenversicherung
    Betriebliche Altersversorgung
    Kranken- und Pflegeversicherungspflicht im Rentenalter
    Steuerfragen in Bezug auf die Einkünfte im Rentenalter

    II. Der Senior als Patient
    1. Der Behandlungsvertrag
    2. Patientenrechte
    3. Fragen rund um die Krankenversicherung
    a) Gesetzliche Krankenversicherung (Zuzahlungen, Chronische Erkrankungen. Leistungen usw)
    b) Private Krankenversicherung (Beitragslast, Basistarif usw)

    III. Der Senior in der häuslichen Pflege
    1. Pflegeverpflichtungen der Angehörigen
    2. Hilfen für häuslich Pflegende
    a) Berufliche Freistellungen für häuslich Pflegende
    b) Rentenversicherungsrechtliche Fragen
    c) Unfallversicherungsrechtliche Fragen
    3. Der Vertrag mit einem Pflegedienst
    a) Inhalt
    b) Mängelhaftung
    4. Die Leistungen der Pflegeversicherung
    5. Die Leistungen der Krankenversicherung

    IV. Der Senior im Heim
    1. Der Heimvertrag
    2. Leistungen der Pflegeversicherung

    V. Die Finanzierung der Pflege und Heimunterbringung
    1. Einkommen aus Renten usw.
    2. Leistungen der Pflegeversicherung
    3. Elternunterhalt
    4. Rückforderungsrechte in Bezug auf Schenkungen
    5. Grundsicherung im Alter

    VI. Der Senior in der rechtlichen Betreuung
    1. Notwendigkeit und Anordnungsvoraussetzungen einer rechtlichen Betreuung
    2. Die Person des Betreuers
    3. Rechte und Pflichten des Betreuers
    4. Unterbringung und Wohnungsauflösung
    5. Zwangsbehandlung
    6. Verfahrensfragen

    VII. Kurzübersicht zu Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht Patientenverfügung und Sterbehilfe (detailliert im Sommersemester)

    VIII. Vorweggenommene Erbfolge
    1. Übertragung von Vermögensgegenständen auf die nächste Generation
    2. Leibrentenversprechen
    3. Pflegeverpflichtungen und ihre Auswirkungen
    4. Der landwirtschaftliche Altenteilsvertrag
    5. Steuerliche Fragen rund um die vorweggenommene Erbfolge
    6. Sozialrechtliche Fragen der vorweggenommenen Erbfolge

    IX. Besondere Rechtsprobleme bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften von Senioren

    X. Rechtsfragen rund um die Bestattung
    1. Vorsorge für die Bestattung
    2. Der Bestattungsvertrag
    a) Der Vertrag mit dem Bestatter
    b) Das Rechtsverhältnis zwischen Friedhofsbetreiber und Erben
    3. Friedhofszwang und besondere Bestattungswünsche
    4. Die Finanzierung der Bestattung
    a) Bestattungsverantwortlichkeit der Angehörigen

    XI. Die Wirkungen des Todes außerhalb des Erbrechts
    1. Mietrecht
    2. Sozialrecht
    3. Witwenrente
    4. Rückforderungsrecht bei Grundsicherung im Alter
    5. Wirkung des Todes auf Unterhaltsansprüche

    Zeit: Di 16-18 Uhr
    Beginn: 11.10.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   

     

    Anmeldepflichtige reguläre Veranstaltung:

    Prof. Dr. Nils Jansen
    Privatrechtsgeschichte
    Vorlesung
    FÄLLT AUS
     

     

  • Medizin

    Prof. Dr. Dr. Rolf Dierichs
    Zur funktionellen Anatomie des Menschen, Teil 1: Der Bewegungsapparat
    Vorlesung

    Zeit: Do 16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F4
    Beginn: 13.10.2022
    Anmerkung: Die Vorlesung fällt am 20.10. und 10.11.2022 aus.
    Anmeldung:    Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr

    Prof. Dr. Klaus Völker
    Vorträge zur Sportmedizin
    •    Krebs und Sport
    •    Demenz und Sport
    •    Sport im Alter
    •    Hypertonie und Sport

    Termine: Donnerstag, 12. und 19.01.2023, 14-18 Uhr
    Ort: Schloss, S1
    Anmeldung:    Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr 

     

  • Erziehungs- und Sozialwissenschaft

    Prof. Dr. Bernhard Frevel
    Forschendes Lernen: Altengerechte Quartiere
    Seminar
    Ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Wohnquartier führen zu können – auch im Alter, bei Pflegebedürftigkeit oder bei anderen Unterstützungsbedarfen – ist der Wunsch des Großteils der Bevölkerung und bestimmt ein lokales Handlungsfeld, das für die Kommune, Wohnungswirtschaft, zivilgesellschaftliche Organisationen und selbstverständlich die (nicht nur älteren) Bürgerinnen und Bürger relevant ist. Es betrifft viele Lebensbereiche wie Versorgung, Wohnen, Freizeit/Gemeinschaft. Zugehörige altengerechte und inklusive Quartiersentwicklung unterscheidet sich von klassischer sozialer Infrastrukturplanung vor allem darin, dass sie alle Aspekte des Lebensalltags in den Blick zu nehmen versucht, sich an den Bedingungen und Möglichkeiten von Sozialräumen orientiert und auf den Grundlagen von Diskurs und Partizipation konkretisiert und umgesetzt wird.
    In dem Seminar soll es darum gehen, sich der komplexen Thematik der alten- und ggf. altersgerechten Quartiersentwicklung zu widmen, sozialwissenschaftlich-theoretische Erkenntnisse zum Leben im Alter, zur Quartiersforschung und Sozialplanung aufzubereiten, und dabei Grundlagen für eine eigene empirische Analyse von Wohnquartieren in Hinblick auf die altengerechte Gestaltung zu schaffen und diese exemplarisch anzuwenden.
    Für die empirische Bearbeitung sind insbesondere folgende Methoden geeig-net:
    a)    „Desk research“ zur Erfassung der örtlichen sozialen Infrastruktur (Anbieter, Formate für soziale, medizinische Dienste, Lebensmittelversorgung u.v.a.m.),
    b)    Sekundärdatenanalysen von Daten und Statistiken, die von Kommunen oder anderen Akteuren erhoben und aufbereitet werden,
    c)    standardisierte Bevölkerungsbefragung zur Erfassung der Bedürfnisse im Bereich Wohnen, Versorgung, Mobilität, zur Quartiers- und Nachbarschaftsbewertung, zum bürgerschaftlichen Engagement u.a.,
    d)    Experteninterviews im Rahmen der Stakeholderanalyse (örtliche Verwaltungseinheiten, Wohlfahrtsverbände, lokale Freizeitvereine, u.a.)
    e)    Inhaltsanalysen z.B. von Tageszeitungen, die auf Probleme und Handlungsbedarfe in Quartieren hinweisen,
    f)    eine Raumbegehung mit Aspekten der teilnehmenden Beobachtung zur Erfassung der Infrastrukturqualität,
    deren Anwendung und Auswertung im Seminar vorbereitet und begleitet wird.
    Das Angebot richtet sich ausschließlich an Studierende im Alter. Das Seminar kann auch im Rahmen des Fokusstudiums belegt und mit einem Arbeitsnachweis abgeschlossen werden.

    Zeit: Mo 14-16 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 303
    Beginn: 10.10.2022
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022 


    Karin Gövert, MSc
    Älterwerden – Ältersein
    Basisseminar I für das Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung im Alter“
    Wir werden immer älter – das gilt individuell und auch gesamtgesellschaftlich. Das letztveröffentlichte statistische Jahrbuch 2019 der Bundesregierung weist aus, dass 27,9 % der in Deutschland lebenden Bevölkerung 60 Jahre und älter ist. Diese aktuellen Angaben fordern uns Fragen heraus. Was bedeutet es in heutiger Zeit „älter“ zu sein? Wie werden ältere Menschen von außen wahrgenommen, wie ist ihr Selbstbild? Ist es so, dass das heutige 60 das frühere 40 ist? Und wenn ja, was ergibt sich daraus – für jede*n Einzelne*n, für das Zu-sammenleben, für das gesellschaftliche Miteinander? In diesem Seminar möchte ich mich gemeinsam mit den Studierenden in einem (selbst-) reflektierenden Prozess auf die Suche danach begeben, wie das persönliche Älterwerden und Ältersein erlebt wird. Biografische Einflussfaktoren werden dabei genauso Berücksichtigung finden wie gesellschaftliche Zuschreibungen und Erwartungen und die wissenschaftliche Sicht auf das Alter(n).
    Da das Seminar teilnehmer*innenbeschränkt ist, bitte ich darum, sich nur anzumelden, wenn alle Termine zuverlässig wahrgenommen werden können. In diesem Seminar haben Teilnehmer*innen des Fokusstudiums Vorrang. Sollten noch Plätze frei bleiben, sind auch andere Interessierte herzlich willkommen.

    Zeit: Mo 10-12 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Beginn: 10.10.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
    Kommunikation
    – Wie Menschen sich genseitig das Leben leichter machen können –
    Vortragsreihe
    Loriot hat es in seinen Sketchen gezeigt, dass Kommunikation zwar das Alltäglichste ist, aber auch das, was oft nicht gut gelingt. Die zerbröselte Kommunikation, das Nicht-Zuhören, das Aneinander-vorbei-Reden und das Nicht-Verstehen stehen dann im Vordergrund. Vieles ist gut gemeint und doch nicht passend umgesetzt. In dieser Vortragsreihe wollen wir uns dem Thema Kommunikation unter verschiedenen Aspekten annähern: Was ist eigentlich das Ziel der Kommunikation?
    Was tröstet? Was ermutigt und was entmutigt? Wie kann ich den andern ansprechen, sodass er sich persönlich angesprochen fühlt? Was ist der Unterschied zwischen meiner Erfahrungswelt und der des anderen? Welche Rolle spielt das Sich-Abgrenzen-Können? Welche Bedeutung hat das Selbstwertgefühl? Warum ist in der zwischenmenschlichen Kommunikation der Humor so wichtig? Darüber hinaus werden auch praktische Übungen angeboten.

    Zeit:  Fr 13-16 Uhr
    Termine: 07.10., 21.10., 18.11., 25.11., 09.12.2022, 13.01., 27.01.2023
    Ort: Domplatz 20, F 2    
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Persönlichkeit im Alltag – Vom denkenden Ich und dem fühlenden Selbst
    Einführungseminar (Online über Zoom)
    Dieses Seminar ist eine Einführung in die Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen (PSI-Theorie) nach Julius Kuhl. Es geht um die Unterscheidung von Ich- und Selbstsystemen, die eine Zuordnung zur linken und rechten Hirnhälfte haben und um das Bewusstmachen von vier Teil-Systemen der Per-sönlichkeit: Denken - Fühlen - Handeln - Wahrnehmen (von Einzelheiten). Je-des System stellt spezielle Kompetenzen für die Alltags- und Lebensbewälti-gung zur Verfügung. Angesteuert werden die Systeme durch die Fähigkeit, Gefühle verändern zu können. Dabei geht es um die Beruhigung von negativen Gefühlen, das Herstellen von positiven Gefühlen, das Aushalten von Frustrationen und die Aufrechterhaltung von Gelassenheit. Mithilfe der „PSI-Brille“ können wir die Wirklichkeit sowohl detailliert als auch ganzheitlich erfassen. Wir können objektiver auf uns selbst schauen und auch gerechter und liebe-voller mit uns selbst und anderen Menschen umgehen. Systematisch und an-schaulich erarbeiten wir uns einen Zugang zu der Persönlichkeitstheorie: 1. Einführung, 2. Die vier Systeme, 3. Selbstwachstum, 4. Selbstmotivation, 5. Selbstkompetenzen durch Beziehung lernen, 6. Anwendungsbeispiele, 7. Verschiedenes

    Zeit: Do 10-13 Uhr
    Termine: 13.10., 20.10., 10.11., 24.11., 08.12.2022, 12.01., 26.01.2023
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
    Persönlichkeit im Alltag – PSI-Theorie für Fortgeschrittene
    Aufbaukurs für Fortgeschrittene (Online über Zoom)
    Dieses Seminar eignet sich für alle, die an dem Basisseminar „Persönlichkeit im Alltag“ schon einmal teilgenommen haben oder für Teilnehmer/innen, die sich in die Grundlagen der PSI-Theorie eingelesen haben. Ausgehend von dem Basiswissen der Persönlichkeitstheorie werden wir Themen vertiefen und ergänzen. Inhaltlich stehen die sieben Funktionsmerkmale des Selbst im Mittelpunkt: Innere Sicherheit, Körper- und Gefühlseinbindung, Parallelverarbeitung, Feedbackverwertung, unbewusste Steuerung, Wachsamkeit, Affektregulation. Diese sollen so veranschaulicht werden, dass ihre Bedeutung für den praktischen Lebensalltag dem psychologischen Laien verständlich wird. Buchempfehlung: Maja Storch/Julius Kuhl: Die Kraft aus dem Selbst. Huber-Verlag.

    Zeit: Do 13-16 Uhr
    Termine: 13.10., 20.10., 10.11., 24.11., 08.12.2022, 12.01., 26.01.2023
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   


    Dr. Jutta Hollander
    Demenzielle Erkrankungen und ihre Anforderungen an Pflege und Betreuung
    Blockseminar
    FÄLLT AUS


    Dr. Jutta Hollander
    Resilienz: Die Kraft der eigenen Stärke
    Blockseminar
    Viel ist passiert in den letzten zwei Jahren: in der Gesellschaft, in den sozialen Gefügen und auch in den ganz persönlichen Situationen. Corona und die damit verbundenen Diskussionen, Einschränkungen, Regeln – der Krieg in der Ukraine und die Ängste um die Zukunft, die wir in uns tragen… und auch unser eigenes Leben in der Familie und im Alltag hat Veränderungen - sogar Krisen - erfahren. Wir müssen mit all diesen Anforderungen, die tief in unser Le-ben eindringen, umgehen. Manche Menschen verzweifeln daran und werden krank - andere finden machbare, passable - sogar gute Lösungen und weisen Stärken auf, von denen sie vielleicht selbst gar nichts wussten. Resilienz1 ist die Stärke, die Menschen auch in schwierigen Lebenslagen, auf ihre eigene Kraft vertrauen lässt. In diesem Seminar geht es nicht um unsere Fragen, Sorgen und Nöte und um die enorm starke Kraft der Resilienz: Woher kommt diese starke Kraft und wie können wir diese Ressource erkennen, nutzen und stärken?
    1 Leipold, Bernhard (2015): Resilienz im Erwachsenenalter. München, Basel: UTB. Fröhlich-Gildhoff; Rönnau-Böse (2019): Resilienz. München, Basel: UTB, 5. Auflage.

    Zeit: Fr 9.00-12.30 Uhr
    Termine: 13.1., 20.1., 27.1., 3.2., 10.2.2023
    Ort: Domplatz 20, F 042
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr

     

    Dipl.Päd. Markus Poguntke-Rauer
    Ältere Menschen und Digitalisierung
    Seminar
    FÄLLT AUS
     

    Dipl.Päd. Markus Poguntke-Rauer
    Alter(n) im digitalen Zeitalter – Chance oder Ausgrenzung?
    Abschlussvorträge zu dem Seminar „Ältere Menschen und Digitalisierung“

    Die Digitalisierung beeinflusst immer stärker alle Bereiche des Lebens. Sie birgt Chancen und Risiken, auch für ältere Menschen - von der privaten Kommunikation, in der Teilhabe von Bildung und Kultur über die Einsatzmöglichkeiten im Alltag bis hin zur Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit.
    Die Vorlesung stellt die Ergebnisse des gleichnamigen Seminars aus dem WS 2022/2023 vor. Die Teilnehmer:innen haben sich dort intensiv mit der Digitalisierung und dessen Auswirkungen auf die Lebenslage Älterer auseinandergesetzt: Was heißt Digitalisierung? Welche Dimensionen sind für das gesellschaftliche Leben relevant? Welche Auswirkungen auf die globale wie persönliche Lebenswelt hat die Digitalisierung? Was sind die Kompetenzen und Fertigkeiten, die für eine Anwendung und Teilhabe in einer zunehmend digitalen Welt erforderlich sind?
    In der Veranstaltung werden die zentralen Seminarergebnisse anschaulich an zwei halben Tagen vorgestellt und mit den Zuhörer:innen diskutiert. Es werden die folgenden Schwerpunktthemen behandelt: Digitale Souveränität, Wohnen, Mobilität, Soziale Integration und Einsamkeit, Gesundheit und Pflege sowie Ethik.
    Die Vorlesung wird als hybride Veranstaltung geplant, sodass man sowohl persönlich in dem Hörsaal als auch online per ZOOM Konferenz teilnehmen kann. Eine vorherige Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erforderlich.

    Termine: Mo, 06.02.2023 und 13.02.2022, jeweils 14 bis 18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr

     

     

  • Psychologie

    Dr. Ludger Kotthoff; Monika Kotthoff, KiJu Psych. Ther.  
    Familie und Partnerschaft: „Man kann das Gegenwärtige nicht ohne das Vergangene erkennen“, J. W. von Goethe, 1786.
    Seminar
    Familie ist eine Lebensgemeinschaft in der wichtige Bindungs- und Beziehungserfahrungen gemacht werden. Wesentliche Grundlagen der Persönlichkeitsentwicklung und des eigenen Wertsystems werden im Kontakt und in der Beziehung zu den Personen der Herkunftsfamilie und des weiteren sozialen Umfeldes erworben. Einstellungen, Erwartungen und Familiengeheimnisse prägen und steuern uns unbewusst ein Leben lang. Daraus entstehen prä-gende Muster, die unsere Selbstwahrnehmung und unser Wertgefühl formen, aber auch immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Bewältigung unserer Lebensaufgaben führen können. Selbst im Alter ist es notwendig, sich mit seinen frühen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Im Seminar soll mit Hilfe von einführenden Vorträgen, Fallbeispielen und den Erfahrungen und Erinnerun-gen der Teilnehmer diskutiert und bearbeitet werden.

    Zeit:    Mo 10-14 Uhr (14-tgl.)
    Termine:     
    Gruppe 1: 17.10., 31.10., 14.11., 28.11., 12.12.2022, 09.01., 23.01.2023 

    Gruppe 2: 24.10., 07.11., 21.11., 05.12., 19.12.2022, 16.01., 30.01.2023

    Ort: Johannisstr. 8-10, KTh II
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr. Bitte wählen Sie bei der Anmeldung die Gruppe aus, die Sie besuchen möchten.


    Dipl. Psych. Heike Winke
    Gelingendes Alter(n) selbst gestalten – Auseinandersetzung mit Elementen aus dem Coaching, der psychologischen Beratung und Therapie
    Seminar
    Wie können Ältere ihr Wohlbefinden erhalten und fördern, wie ihr Alter(n) gelingend gestalten?
    Welche Elemente aus dem Coaching und der psychologischen Beratung und Therapie lassen sich dafür nutzen?
    Um die Fülle der Methoden zu ordnen, möchte ich mit den Seminarteilneh-mer*innen einen Überblick über die Grundkonzepte der Psycholo-gie/Psychotherapie – den psychodynamischen, den kognitiv-verhaltenstherapeutischen, den humanistischen und den systemischen Ansatz – erarbeiten.
    Auf dieser Grundlage setzen sich die Teilnehmer*innen mit Übungen aus dem aktuellen person-, ressourcen-, lösungs- und achtsamkeits-orientierten Spektrum auseinander.
    Zur Reflexion der Relevanz für (das eigene) Wohlbefinden und gelingendes Alter(n) werden auch aktuelle Forschungsergebnisse herangezogen.

    Zeit: Mi 10-12 Uhr (14-tgl.)
    Termine: 26.10., 9.11., 23.11., 7.12., 21.12.2022, 18.1.2023
    Ort:  Aegidiistr. 5, AE 11
    Anmeldung:     Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr    


    Dipl. Psych. Heike Winke
    Psychisch gesund älter werden – Stress bewältigen und psychosoziale Ressourcen fördern
    Seminar
    Was ist Stress? Was stresst insbesondere ältere Menschen?
    Wie kann Stress im Alter bewältigt werden und welche Rolle spielen dabei die eigenen psychosozialen Ressourcen?
    Aktuelle Ansätze der psychosozialen Gesundheitsförderung betonen die Stärkung des individuellen Stress- und Ressourcenmanagements auf verschiedenen Ebenen.
    Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen lernen die Seminarteilneh-mer*innen verschiedene Konzepte der Stress-Bewältigung und der Förderung von Resilienz und psychosozialen Ressourcen in Theorie und Praxis kennen.
    Dabei wird besonders auf altersrelevante Stressoren (z. B. Verluste) und zu fördernde Ressourcen (z. B. Sinnorientierung) eingegangen

    Zeit:  Mi 10-12 Uhr (14-tgl.)
    Termine:  02.11., 16.11., 30.11., 14.12.2022, 11.01., 25.01.2023
    Ort: Aegidiistr. 5, AE 11
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   


    Dipl. Psych. Heike Winke
    Psychisch gesund älter werden? Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Anwendung
    Blockseminar
    Was ist und was kennzeichnet (psychische) Gesundheit, was Krankheit – ins-besondere im Alter?
    Auch in der Gerontopsychologie, der Psychologie des Alter(n)s, spielen ge-sundheitswissenschaftliche Konzepte und Erkenntnisse eine immer größere Rolle.
    In diesem Seminar möchte ich mit den Teilnehmer*innen zunächst Grundlagen aktueller Ansätze (z. B. Salutogenese, Resilienz und Ressourcenorientie-rung) erarbeiten. Die individuellen Erfahrungen und Reflexionen der Teilneh-mer*innen bilden dabei die Basis für den Theorie-Praxis-Bezug.
    In einem 2. Schritt geht es um die Anwendung, um die Auseinandersetzung mit einer ressourcenorientierten (psychosozialen) Gesundheitsförderung.
    Was stärkt im Prozess des (psychisch) gesund Älterwerdens? Was fördert Lebenszufriedenheit, subjektives Wohlbefinden, subjektive Gesundheit und Lebensqualität – trotz der Herausforderungen?
    Neben den wichtigsten Aspekten der ressourcenorientierten Gesundheitsförderung lernen die Teilnehmer*innen in kleinen Übungen Elemente aus der Ressourcen- und Resilienzförderung u. a. kennen und reflektieren.
    Dieses Seminar ist inhaltsgleich mit der Veranstaltung aus dem SoSe 2022.

    Termine: Sa, 29.10.2022 und Sa. 05.11.2022, jeweils 10.00 (s.t.)-16.00 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Dipl. Psych. Heike Winke
    Den eigenen Alternsprozess steuern? Aktuelle Sichtweisen des Alter(n)s
    Blockseminar
    Was ist und was kennzeichnet das (eigene) Alter(n)? Ist der eigene Alternsprozess steuerbar? Wie und mit welchen Zielen?
    Ausgehend von den eigenen Erfahrungen und Sichtweisen der Seminarteilnehmer*innen möchte ich mit ihnen erarbeiten, was die aktuelle Gerontopsychologie mit ihrer person-, ressourcen- und kontextorientierten Perspektive dazu an theoretischen Antworten anbietet.
    Die Frage der Steuer- oder Gestaltungsmöglichkeit des eigenen Alter(n)sprozesses wird genauer betrachtet: Was tun Ältere, um ihr (subjektives) Wohlbefinden – auch bei Verlusten – zu erhalten? Wie regulieren sie ihre sozioemotionale Entwicklung?
    Die Auseinandersetzung mit Fall-Beispielen, mit den eigenen Erfahrungen – auch in kleinen Übungen – soll den Teilnehmer*innen ermöglichen, Theorie und (Lebens-)Praxis reflektiert aufeinander zu beziehen.
    Dieses Seminar ist inhaltsgleich mit der Veranstaltung aus dem SoSe 2022.

    Termine: Sa, 12.11.2022 und Sa. 19.11.2022, jeweils 10.00 (s.t.)-16.00 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

  • Geschichte

    Prof. Dr. Horst Gründer
    Zwischen Münster und Papua-Neuguinea – 15 Kapitel zur Lokal-, National- und Globalgeschichte
    Vorlesung
    Meine Abschluss-Vorlesung im Rahmen des „Studiums im Alter“ beabsichtigt auf der Basis ausgewählter, historisch relevanter und methodisch innovativer Vorträge und Aufsätze ein vernetztes Gesamt-Tableau zu entwerfen, das auf drei zentralen Komplexen beruht. Im ersten Bereich geht es um die Stadt Münster („Grabe, wo du stehst“) mit Themen wie Armenwesen, Kulturkampf, Rechtskatholizismus sowie der Frage nach der Rolle des Münsteraner Reichskanzlers Heinrich Brüning im Übergang von der Republik zur Diktatur. Der zweite Bereich umfasst weniger bekannte Aspekte der Integration Deutschlands in die koloniale Ausbreitung Europas seit der portugiesisch-spanischen Conquista im 15./16. Jahrhundert. Themen sind u. a. Karl V. und die Neue Welt, Völkerschauen, der „Kolonialismus der Bilder“ sowie verspätete Kreuz-zugspläne. Schwerpunkt wird – der dritte Komplex – die Behandlung des kurz-lebigen deutschen „Kolonial-Abenteuers“ (1884 bis 1914/19) in Afrika, Ozeanien und Ostasien sein. Dabei sollen die lange Vorgeschichte deutscher Kolonialbestrebungen seit dem 16. Jahrhundert und der kurzlebige „Kolonialis-mus ohne Kolonien“ in Weimarer Republik und Drittem Reich ebenso behan-delt wie der Frage nach dem Stellenwert des Rassismus im Spektrum der deut-schen Kolonial-Ideologie und kolonialen Praxis nachgegangen werden. Abschließend geht es um den Mord an zehn Hiltuper Missionaren auf Papua-Neuguinea (1904) und dem Versuch seiner ethnographisch-filmischen „Auf-klärung“. Bildmaterial sowie neuere Dokumentar-Filme seit Ralph Giordanos erster revisionistischen Produktion („Heia Safari“, 1966) sollen das Thema veranschaulichen.
    Literatur: H. Gründer, Geschichte der deutschen Kolonien, 7. Auflage Pader-born 2018 (die 8. Aufl. erscheint im Herbst 2022); H. Gründer - H. Hiery (Hg.), Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick, 3. Aufl. Berlin 2022.
    Homepage: www.horst-gruender.de

    Zeit: Fr 10-12 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 14.10.2022
    Anmeldung:     Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Dr. Veronika Jüttemann
    „Demokratiewunder“ BRD? Die Geschichte eines Lernprozesses 1973-88
    Online-Seminar
    Als „Demokratiewunder“ haben die Historiker Arnd Bauerkämper, Konrad Jarausch und Markus Payk die Entwicklung in der Bundesrepublik nach 1945 in ihrem gleichnamigen Sammelband bezeichnet. Und tatsächlich ist der Unterschied riesig zwischen der von Krieg und Niederlage traumatisierten, tief vom Nationalsozialismus geprägten und politisch orientierungslosen deutschen Gesellschaft 1945 und ihrer Situation einer stabilen, sich weiter liberalisierenden Demokratie am Anfang der 1970er Jahre. Doch handelt es sich bei dieser Entwicklung tatsächlich um ein „Wunder“? Oder lassen sich hierfür Erklärungen finden?
    Während wir uns in den ersten drei Teilen dieser Seminarreihe mit der Gründung der Bundesrepublik, ihrer allmählichen Liberalisierung und Demokratisierung befasst haben, beschäftigen wir uns in diesem Semester mit den Jahren nach der ersten Ölkrise 1973. Verschwunden waren die Aufbruchstimmung, der Glaube an die Planbarkeit einer stetig besser werdenden Zukunft und die Demokratie-Euphorie, die noch den Bundestagswahlkampf von 1972 geprägt hatten. Stattdessen machte sich Krisenstimmung breit, Schlagwörter wie „Unregierbarkeit“ und „Staatsversagen“ prägten die politischen Feuilletons verschiedener Richtungen. Und tatsächlich konfrontierten nun zahlreiche neuartige Phänomene Regierung und Gesellschaft der BRD:  Terrorismus, gesellschaftlicher Strukturwandel, Arbeitslosigkeit und der Ausbruch von AIDS machten vielen Angst, lange bestehende Gefahren wie die Umweltzerstörung und drohende Atomkriege wurden neu wahrgenommen. Gleichzeitig entwickelten sich mit den Neuen Sozialen Bewegungen, der Gründung der GRÜNEN, aber auch mit der Neu-Erfindung der CDU als Massenpartei neue demokratische Antworten, während immer mehr Deutsche in den Urlaub flogen und dem Konsumrausch fröhnten. Anhand der Lektüre von Quellen und wissenschaftlichen Texten wollen wir im Seminar überlegen, wie die Krisen-Diagnosen von „Unregierbarkeit“ und „Staatsversagen“ historisch einzuordnen sind, und was das für die Demokratiegeschichte der 1970er und 80er Jahre bedeutet.
    Eine Teilnahme an den ersten drei Teilen der Seminarreihe ist keine Voraussetzung, um sich für dieses Seminar anzumelden, wohl aber die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme und wöchentlichen Lektüre von 20-25 Seiten Text.

    Zeit: Di 14-16 Uhr
    Ort: online über Zoom
    Beginn: 18.10.2022
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr 


    Dr. Veronika Jüttemann 
    Forschendes Lernen: Protest-Geschichte(n) in Westfalen im 20. Jahrhundert
    Übung
    Demonstrationen mit mehreren 1.000 Menschen von Fridays for Future, Mahnwachen von Maria 2.0, Flash-Mobs gegen Gewalt gegen Frauen, die Gründung einer Bürgerinitiative gegen den Ausbau eines LKW-Parkplatzes an der Autobahnraststätte, aber auch Kundgebungen von Reichsbürgern, Querdenkern oder Neonazis – der Blick in eine beliebige Tageszeitung heute zeigt: Die Gründe, warum Menschen öffentlich protestieren, sind genauso vielfältig, wie sie selbst und wie die Art und Weisen, in denen sie das tun. Das war in der Geschichte nicht anders. Eines haben die unterschiedlichen Proteste jedoch gemeinsam: Die Menschen, die protestieren, sind mit dem Status quo unzufrieden und fordern Politik und Gesellschaft heraus. Und häufig verändern sie sie so.
    Im vergangenen Semester haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konkrete Projekte entwickelt, um anhand lokaler und regionaler Beispiele aus ihren Heimatorten unterschiedliche Protestgeschichte(n) zu erforschen. Das Projekt wird über mindestens drei Semester durchgeführt, die Ergebnisse sollen abschließend in Form einer Veröffentlichung, Ausstellung etc. der Öffentlichkeit präsentiert werden. Auf Grund des fortgeschrittenen Stadiums des Projekts können keine neuen Personen mehr zugelassen werden.

    Zeit: Do 14-16 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 120
    Beginn: 20.10.2022
    Anmeldung; nicht mehr möglich


    Prof. Dr. Franz-Werner Kersting
    Von Nürnberg nach Den Haag: Kriegsverbrechen, Völkermord und Völkerstrafrecht im 20. Jahrhundert
    Online-Vorlesung (über Zoom und Learnweb)
    Mit Blick auf die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts haben Ortsnamen wie Babij Jar, Katyn, Dresden, Hiroshima, My Lai oder Srebrenica eine bedrücken-de faktische wie symbolische Relevanz. Sie stehen – ähnlich wie in jüngster Zeit vor allem Butscha – für Verbrechen im Kriege, die gegen das Kriegsrecht bzw. das humanitäre Völkerrecht verstoßen haben. Dagegen verweisen gleichermaßen bekannte Namen wie Nürnberg oder Den Haag auf rechtlich-kulturelle Errungenschaften zur Verhinderung (oder wenigstens Eindämmung) und Ahndung solcher Taten. Sie haben in der Diskussion über den Umgang mit Kriegsverbrechen durch den Ukraine-Konflikt ebenfalls in erschreckender Weise an Aktualität gewonnen.
    Ausgehend von definitorischen/begriffsgeschichtlichen Vorüberlegungen und Abgrenzungen („Kriegsrecht“, „Völkerrecht“, „Völkerstrafrecht“, „Kriegsverbrechen“, „Völkermord“/„Genozid“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“) möchte die Vorlesung in einem international vergleichenden Überblick anhand ausgewählter Beispiele drei Dimensionen des Themas beleuchten: 1. die konkreten Entstehungsbedingungen, Praktiken, Täter und Opfer von Kriegsverbrechen, 2. die ersten Jahrzehnte des diskursiven und strafrechtli-chen Umgangs von Staatengemeinschaft, Politik, Justiz und Gesellschaft mit diesem Phänomen, und 3. die Rolle von Kriegsverbrechen und Völkermord in der nationalen wie internationalen Erinnerungskultur.
    In jeder Sitzung soll der thematische Überblick durch die gemeinsame Lektüre und Diskussion eines ausgewählten Quellentextes vertieft werden. Ferner wird regelmäßig auch Film- und Fotomaterial zur Analyse und Veranschaulichung der Einzelthemen eingesetzt (Stichwort „Visual History“).
    Einführende Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung genannt.

    Zeit: Mi 10-12 Uhr
    Beginn: 12.10.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    PD Dr. Ernst Laubach
    Zur Geschichte der Weimarer Demokratie  
    (Ihre Entstehung, ihre Stärken und Schwächen und ihre Zerstörung)

    Vorlesung
    Die Geschichte der Weimarer Republik wird stets von der Frage nach den Gründen für ihren Untergang überschattet. Waren es die Belastungen, die sie als Erbe der Niederlage des kaiserlichen Deutschlands im Ersten Weltkrieg zu tragen hatte? Waren es Unterlassungen in der Umbruchszeit, waren es „Konstruktionsfehler“ im Verfassungsgebäude, war es Versagen derer, die die politische Verantwortung trugen?  War die „Machtergreifung“ Hitlers ein zwangsläufiges Ergebnis ihrer Entwicklung? Es ist Anliegen der Vorlesung, neben den Problemen und Belastungen auch Leistungen und Vorzüge der ersten deutschen Demokratie zu erörtern und zu zeigen, dass sie von ihren Gegnern zerstört worden ist. Die Schwerpunkte werden daher bei der innenpolitischen Entwicklung und der internationalen Positionsgewinnung liegen.

    Zeit: Mo 10-12 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 4
    Beginn: 10.10.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   

     

    Dr. Wolfgang Schulte
    Wessen Freund und wessen Helfer? – Ein Überblick zur Geschichte der deutschen Polizei im 20. Jahrhundert
    Seminar
    „Wessen Freund und wessen Helfer?“ so lautete vor gut 20 Jahren der Titel einer Ausstellung zur Kölner Polizei im NS-Staat. Diese erkenntnisleitende Fragestellung soll auf alle Epochen deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert übertragen werden. Dabei wird es darum gehen, das Verhältnis der Polizei zur Politik aber auch die Frage nach ihrem Selbstverständnis näher zu beleuchten. Diese Untersuchung kann nur und muss im Kontext der allgemeinen geschichtlichen Entwicklung im Deutschland des 20. Jahrhunderts erfolgen.  
    Im 20. Jahrhundert hat die Polizei in Deutschland fünf sehr unterschiedlichen politischen Systemen gedient. Mit der vorliegenden Veranstaltung sollen die wesentlichen Entwicklungsprozesse der Polizei in vier dieser Epochen deutscher Geschichte vorgestellt werden:
    1.    Polizei in der Weimarer Republik – zwischen militärischen Wurzeln und Anforderungen an eine moderne, republikanische Polizei
    2.    Die Polizei des NS-Staats – vom „Freund und Helfer“ der Weimarer Zeit zum willfährigen Terrorinstrument des NS-Regimes
    3.    Die Polizei(en) der Bundesrepublik – von der Nachkriegspolizei zum heutigen föderalen Polizeisystem
    4.    Die Volkspolizei der DDR von 1949 – 1989 als Schild und Schwert des SED-Staates
    Je nach Interesse und Bedarf ist es möglich auch die vormodernen Ursprünge der deutschen Polizei im ausgehenden 18. und vor allem im 19. Jahrhundert bis zum Ende des Kaiserreichs zu betrachten. Darüber hinaus lassen sich nach einem allgemeinen Überblick über die oben genannten vier Epochen weitere Themenfelder aus diesen Bereichen identifizieren, die dann näher untersucht werden können. So z. B. die Frage nach der Kriminalität im Nationalsozialismus („das hat es bei Hitler nicht gegeben“ – doch hat es!!); die Beteiligung der NS-Polizei am Holocaust; die „68er“- Bewegung als Herausforderung für die Polizei; die Transformation der Volkspolizei in die fünf neuen Länderpolizeien ab 1990; „Alte Kameraden und neue Kollegen“ – über die personellen Kontinuitäten in der Polizei nach 1945; „Weiße Mäuse“ – die Verkehrs-polizei entsteht etc., etc..
    Es ist geplant, für interessierte Teilnehmer gemeinsame Besuche und Exkursionen zu polizeigeschichtlich relevanten Orten und Ausstellungen in der näheren Umgebung anzubieten; Näheres dazu in der Veranstaltung, die hybrid (also sowohl Online als auch in Präsenz) angeboten wird.

    Zeit: Do 10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 115
    Beginn: 13.10.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Dr. Wolfgang Schulte
    Geschichte im Dienst der Politik? – Zwischen konstruktivem Geschichtsbewusstsein und Geschichtsklitterung
    Seminar
    Nicht erst Wladimir Putin hat mit seinen nationalistisch aufmunitionierten Geschichtsklitterungen die Annexion der Krim und seinen Angriffskrieg auf die Ukraine gerechtfertigt. Für die politische Instrumentalisierung von Geschichte gibt es eine Fülle von Beispielen. Sowohl Hitler als auch Mussolini rechtfertigten ihre aggressiven militärischen Expansionsziele unter Rückgriff auf vermeintliche historische Traditionen. Bis heute instrumentalisieren Diktaturen Geschichte einseitig, unliebsame Fakten und Interpretationen werden per Gesetz verboten. Demgegenüber wird in parlamentarischen Demokratien, in denen die Freiheit der Wissenschaft garantiert ist, Geschichtspolitik (so ein von Edgar Wolfrum eingeführter Begriff) genutzt, um zu einem differenzierten Blick auf die Vergangenheit beizutragen.  
    Allerdings ist dies in Deutschland ein schwieriger und langwieriger Prozess. Nach der „Schlussstrichmentalität“ der 1950er und 1960er Jahre setzte eine wissenschaftlich redliche Bearbeitung der Zeit des Nationalsozialismus erst sehr zaghaft in den 1980er Jahren und dann verstärkt nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten ein. Mit der Rede des damaligen Bundespräsidenten v. Weizsäcker zum vierzigsten Jahrestag des Kriegsendes 1985 (Tenor: Befreiung statt Kapitulation) setzten zum Teil sehr heftige Auseinandersetzungen ein. Der Historikerstreit ab Mitte der 1980er Jahre oder auch die Wehrmachtausstellungen der 1990er Jahre führten die Kontroversen um eine angemessene Sichtweise auf die Zeit des Nationalsozialismus fort.
    Aber auch im bundesdeutschen Alltag auf lokaler Ebene führt der Umgang mit Geschichte immer wieder zu emotional heftigen politischen Debatten und Auseinandersetzungen, wie z. B. vor gut 10 Jahren in Münster die Diskussion um die Umbenennung des damaligen Hindenburgplatzes in Schlossplatz. Auch aktuell gibt es in der Stadt derartige Diskussionen um die Namensgebung diverser Straßen oder auch der Westfälischen-Wilhelms-Universität.
    In der vorliegenden Veranstaltung wird es darum gehen, sich z. B. mit der Vergangenheitspolitik bezogen auf den Nationalsozialismus in den unterschiedlichen Epochen der bundesrepublikanischen Geschichte zu beschäftigen. Je nach Bedarf und Interesse können und sollen auch die aktuellen geschichts-politischen Ereignisse (von den „Putin-Texten“ bis zur Debatte um den Hindenburg-/Schlossplatz) angesprochen werden.
    Die Veranstaltung wird hybrid (online und in Präsenz) angeboten.

    Zeit:  Do 14-16 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 115
    Beginn: 13.10.2022
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr


    Dr. Armin Schulz
    Reisen in der Antike
    Vorträge mit Diskussion
    Seit den ersten olympischen Spielen pilgerten die Menschen aus den Kolo-nien zu dem Spektakel nach Olympia. Zehntausende und mehr versammelten sich zwischen Kladeos und Alphaios um Wettkämpfe zu verfolgen und Neuigkeiten auszutauschen.
    Wirtschaftliche Interessen waren es, welche die Karthager veranlassten Hanno um 500 v.Chr. mit 30.000 Mann entlang der Westküste Afrikas bis nach Kamerun zu schicken.  
    Und Alexander der Große eröffnete den Menschen seiner Zeit einen neuen Blick auf andere Kulturen und Dimensionen der Welt. Neugier und die Bereitschaft zum Risiko lockten die Menschen, trotz aller Risiken, um neue Wege, neue Regionen und neue Märkte zu erschließen.
    Forschungs -, Studien -, Urlaubs -, Pilger - und Dienstreisen sind keine Erfindung der Neuzeit. Es gab sie seitdem die Menschen die Vorzüge der Mobilität erkannten und waren damals so spannend wie heute. Wie konnte man sich auf eine Reise vorbreiten? Gab es Wege, Wagen, Fähren? Welche Risiken lauerten? Welches war die richtige Reisezeit?
    Ganz besonders schätzten die römischen Kaiser die machtpolitischen Vorzüge des Reisens.  Doch es war Vorsicht geboten, denn eine entscheidende Überle-gung galt dabei immer dem Funktionieren der römischen Macht. Das Zusam-menspiel von Gesandtschaftsverkehr und Reisebegleitung mussten es ermög-lichen, die Entscheidungen des Kaisers von jedem Punkt seines Reiches zu treffen und umzusetzen. Doch wo war der Nabel der Welt, wenn der Kaiser ei-ne Reise tat?
    Literaturauswahl: Casson, L., Travel in the Ancient World, London 1974; Heinz, W., Reisewege der Antike, Stuttgart 2003; Giebel, M., Reisen in der An-tike, Darmstadt 1999; Heinz, W., Reisewege in der Antike, Darmstadt 2003; Malitz, J., Rom, Athen und Jerusalem, Heidelberg 2006; Millar, F., The Emperor in the Roman World, London 1977; Halfmann, H., Itinera principum, Wiesba-den 1986

    Zeit: Mi 14-16 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.03
    Beginn: 19.10.2022
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   

     

     

     

  • Philosophie

    Dr. Melanie Bender
    Glaube, Hoffnung und Liebe nach Josef Pieper
    Seminar
    „Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter. Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer. Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht“, hat Lothar Zenetti einmal gesagt. Dieses Seminar möchte die Trias anhand von Texten des Philosophen Josef Pieper näher un-tersuchen. In welchem Verhältnis steht Glauben zu Meinen, Wissen und Zwei-fel? Warum lieben wir eigentlich, wenn wir jemandem glauben? Wie kommt es zu einem bekümmerten Atheismus? Steht der Hoffnung nicht das Faktum der Selbstzerstörung des Menschen entgegen? Oder wird sie durch einen Fort-schrittsglauben genährt? Wie verhalten sich die Möglichkeiten des Menschen zu Evolution und Geschichte? Verbirgt sich hinter der Hoffnung letztlich nicht Jenseitsvertröstung? Gibt es eine legitime Geschichtsprophetie? Inwiefern ist Liebe der Ur-Akt der Wirklichkeit? Ist schenkende Liebe höher zu bewerten als begehrende Liebe? In welchem Verhältnis steht die Liebe zum Glücklichsein des Menschen? (Regelmäßige Teilnahme wird vorausgesetzt.)

    Zeit:  Di 16-18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Beginn: 11.10.2022
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Birger Brinkmeier
    Die Würde des Menschen
    Seminar
    Würdenträger erkennt man in der Regel an ihrem Äußeren: einer Amtskette, einem Talar, einer eigenartigen, in einer besonderen Farbe gehaltenen Kopfbedeckung, einer Krone oder anderen so genannten Insignien. Ihre Würde ist etwas ihnen Äußerliches. Sie wurde ihnen verliehen, weil sie beispielsweise bestimmte Eigenschaften besitzen, bestimmte Leistungen erbracht haben oder bestimmten Anforderungen genügen. Ihre Würde kann zeitlich befristet sein oder ihnen unter bestimmten Umständen wieder entzogen werden. Ihre Würde beruht letztlich auf der Geltung bestimmter gesellschaftlicher Konven-tionen.
    Wer andererseits eine schwere Krankheit, den eigenen unmittelbar bevorste-henden Tod oder den Verlust eines geliebten Menschen mit Würde zu tragen weiß, auch dem wird diese Art, sich unter solchen Umständen so zu verhalten, nicht in die Wiege gelegt. Vielleicht wurde sie ihm anerzogen, vielleicht hat er sie im Laufe seines weiteren Lebens gelernt oder lernen müssen. Auch diese Art von Würde ist letztlich etwas der betreffenden Person Äußerliches; schließlich kann man auch einmal die Fassung verlieren.
    Ganz anders – so scheint es zumindest, wenn man der Mehrzahl der Juristen und Moralphilosophen Glauben schenken darf – verhält es sich mit der Würde des Menschen. Sie gilt, je nach Quelle, als etwas Absolutes, Unbedingtes, Unantastbares, der Verfügung des Menschen Entzogenes. Und sie kommt allen Menschen, unabhängig von Gruppen- oder Staatsangehörigkeit, von Rasse oder Geschlecht, allein aufgrund ihres Menschseins gleichermaßen zu; sie gilt geographisch ebenso wie historisch uneingeschränkt und ist unverlierbar. Diese Form der Würde taucht an prominenter Stelle erstmals 1945 in der Prä-ambel der Charta der Vereinten Nationen, dann 1948 in der Allgemeinen Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und wenig später im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland auf.
    In vielen gesamtgesellschaftlich relevanten Debatten, wie etwa über die emb-ryonale Stammzellenforschung, über gentechnische Eingriffe in den Men-schen, über Abtreibung oder die Sterbehilfe, spielt die „Würde des Menschen“ als „oberster Wert“, „höchstes Rechtsgut“ und Wert von höchster moralischer Bedeutung eine herausragende Rolle. Fragt man sich jedoch, worin diese „Würde des Menschen“ über ihren Status als höchster Wert in Recht und Moral hinaus genau besteht, stellt man verblüfft fest, dass das alles an-dere als klar ist. Die inhaltliche Bestimmung des Begriffs der „Menschenwürde“, und damit auch sein Anwendungsbereich, ist, bis hin zu der Auffassung, der Begriff sei unbrauchbar, weil in sich widersprüchlich oder inhaltlich leer, sowohl in der Rechtswissenschaft als auch in der Philosophie umstritten. Das scheint mir Grund genug zu sein, sich einmal seine Geschichte und seine ge-genwärtige Deutung in Rechtswissenschaft und Moralphilosophie genauer anzusehen.
    Literatur: Texte zur Menschenwürde, hrsg. v. Franz Josef Wetz, Ditzingen: Rec-lams Universal-Bibliothek 22019.

    Zeit: Mi 12-14 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 303
    Beginn: 12.10.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Bodo Kensmann
    Philosophieren mit Filmen
    Seminar
    Die Formulierung Philosophieren mit Filmen soll verdeutlichen, dass Spiel-Filme, um die es in diesem Seminar geht, bildlich wie sprachlich gestaltete Aussagen anbieten, die von den Rezipient*innen unterschiedlich verstanden werden können und sollen. Die für dieses Seminar ausgewählten anspruchsvollen Filme bieten ‚von sich aus‘ an, philosophisch verstanden zu werden: Bei ihnen lassen sich philosophische Fragestellungen, Thesen und nahe lie-gende Konzepte erkennen, die bei exemplarischem Rückgriff auf passende philosophische Texte vertieft und erörtert werden sollen.
    Die spezifische Freude am Film soll nicht zu kurz kommen. Nicht wenige Spielfilme wollen sehr viel mehr als bloße Unterhaltung im Sinne einer Ablenkung von (alltäglichen) Sorgen anbieten. Im Gegenteil. Von daher wird auch der Film als Kunst-Gattung, im Unterschied zu anderen Künsten wie Malerei, Fotografie etc., thematisiert werden.

    Zeit: Di 16-18 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 209
    Beginn: 11.10.2022
    Anmerkung: Das Seminar findet am 18.10., 25.10. und 22.11.2022 nicht statt. Die Sitzungen werden an Ende des Semesters im Februar 2023 nachgeholt.
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
    Klaus Heinrich: "Versuch über die Schwierigkeit, nein zu sagen"
    Tagesseminar
    Klaus Heinrich (1927–2020) war ein Philosoph und Professor für Religionswissenschaften mit dem Schwerpunkt Religionsphilosophie an der Freien Universität Berlin, die er selbst mitbegründet hat.
    Seine legendären Vorlesungen, in denen er nicht nur frei sprach, sondern vor allem in einer heute kaum noch vorstellbaren Freiheit über unterschiedlichste Denkgegenstände interdisziplinär philosophierte, setzte Theorie in so ständige wie kritische und produktive Reibung mit den verschiedenen Künsten und er verstand es überdies, scheinbar Abwegiges oder Entlegenes in das Zentrum des Denkens zu bringen und auf diese Weise immer wieder zu überraschen, zum Nachdenken anzuregen, herauszufordern.
    Die Veranstaltung widmet sich der Habilitationsschrift dieses feinsinnigen, kritischen und freundlichen Geistes, der dachte, malte, schrieb und zeichnete. In seinem Buch Versuch über die Schwierigkeit, nein zu sagen, reflektiert Heinrich das Neinsagen als eine „Formel des Protests“ und in „einer Welt, die zu Protesten Anlaß bietet, scheint es nicht überflüssig, diese Formel zu untersuchen“. Dazu sind alle Interessierten – wie immer – herzlich eingeladen.
    Literatur: Klaus Heinrich: Versuch über die Schwierigkeit nein zu sagen. 5. Aufl. Freiburg/Wien 2020 (Verlag: ça ira).

    Termin: Freitag, 28.10.2022, 10-16 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 040
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

  • Kunst und Kunstgeschichte

    Angela Borgmann, Dipl. Päd. Rupert König
    Last Exit Kunst III. Künstler reden über ihre Kunst
    Vorträge

    19.10.2022: VORTRAG FÄLLT AUS  
    Wieso brauchen wir Kunst?
    Fré Ilgen, Künstler, Autor

    26.10.2022    
    Die Muse in der Maschine. Von Rhythmen und Algorithmen
    Ulla Hahn, Lyrikerin

    02.11.2022    
    PANTA RHEI -alles fließt-
     Ruth Bisping, Bildende Künstlerin

    09.11.2022 
    Landschaftsmalerei – Ästhetische Naturerfahrung
     Prof. Dr. Sophie Richter-Reichenbach, Künstlerin

    16.11.2022    
    Körpersprache! Wahrnehmung! Subjektivität! Erfahrungen als Bildhauer...
     Andreas Laugesen, Bildhauer

    23.11.2022     
    Die Skulptur im Raum und der Raum in der Skulptur. Bericht aus meinem Atelier
    Kiki Schöpper, Künstlerin

    30.11.2022    
    Fraternitas Dei. Malerei und Skulptur
    Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann, Neurophysiologe, Künstler    

    07.12.2022    
    Was will uns der Künstler damit sagen? – Vermittlungspraxis als Herausforderung
    Dr. Annette Georgi, Kunsthistorikerin

    14.12.2022    
    Exkursion zum Cityadvent, Überwasser-Liebfrauenkirche Münster
    Rupert König, Konzeptkünstler, Pastoralreferent

    11.01.2023    
    Gelenkte Frömmigkeit. Die Macht der Bilder in der Wallfahrtskultur Westfalens
    Dr. Elisabeth Hemfort, Kunsthistorikerin  
       
    18.01.2023    
    Spiel mir den Jona
     Jürgen Neumann, Künstler

    25.01.2023    
    Kunst ist im Kopf und kommt auch aus dem Bauch. Neuro-Splitter
    Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann, Neurophysiologe, Künstler

    Zeit: Mi 14-16 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr 

     

    Prof. Dr. Erich Franz
    Bildliche Dramen – Von der „Alexanderschlacht“ bis „Guernica“
    Vorlesung
    Wir betrachten herausragende Werke der bildenden Kunst, die eine besondere Dramatik entwickeln. Sie stellen nicht nur dramatische Handlungen dar, sondern erzeugen Spannung und Anteilnahme durch bildnerische Mittel, die uns in das Geschehen des Kunstwerks hineinziehen. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf Werke, in denen einander entgegengesetzte und sogar unvereinbar erscheinende Vorgänge und Wahrnehmungen aufeinandertreffen. In Werken der Bildenden Kunst fordern diese Gegensätze unsere Anteilnahme auf einmal – in unteilbarer Gleichzeitigkeit – heraus. In jeder Doppelstunde konzentrieren wir uns auf ein einziges Kunstwerk, etwa auf das Mosaik der Alexanderschlacht, die Laokoongruppe, ein Fresko von Giotto, eine Skulptur von Michelangelo, Gemälde von Tizian, Artemisia Gentileschi, Velazquez, Manet, Marc, Klee, Beckmann, Freundlich, Picasso, Newman, Fruhtrunk, eine Skulptur von Eva Hesse.

    Zeit: Do 16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 2
    Beginn: 13.10.2022
    Anmerkung: Am 20.10.2022 fällt die Vorlesung aus.
    Anmeldung:     Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Annette Georgi
    Henri Matisse: Farbe, Form und Linie
    Seminar
    Der Anwaltsgehilfe Henri Matisse kam im Alter von 20 Jahren vergleichsweise zufällig zur Kunst. Während eines Krankenhausaufenthaltes vertrieb er sich, angeregt durch einen Zimmergenossen, die Zeit mit dem Kopieren von Farb-lithografien. Nach einer kurzen Rückkehr in die Juristerei beschloss er, Künst-ler zu werden. Das in den darauffolgenden rund 60 Jahren entstandene Oeuv-re umspannt viele Gattungen und Stile. Es werden im Seminar sowohl Malerei, Zeichnung, Plastik und Collage besprochen, wie auch die Charakteristika bestimmter Schaffensphasen herausgearbeitet werden. So zeichnet sich das Frühwerk durch Anlehnung an den Impressionismus aus, bevor fauvistische Tendenzen den Beginn des 20. Jahrhunderts bestimmen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Ornamentik gewidmet, die sich, ausgehend von orientalischen Einflüssen, schließlich zu den berühmten Scherenschnitten entwickelt. Bedeutende Zeitgenossen aus dem Kreis der Fauvisten, aber auch Picasso und Cezanne werden in ihrer persönlichen wir künstlerischen Beziehung zu Matisse untersucht.

    Zeit:  Di 10-12 Uhr
    Ort:  Scharnhorststr. 100, SCH 100.2
    Beginn: 11.10.2022
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Dr. Annette Georgi
    Bedeutende Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts
    Seminar
    Erst seit ca. einhundert Jahren ist es auch Frauen erlaubt, an den Kunstaka-demien Europas zu studieren. Der Beruf der Künstlerin war daher zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch etwas sehr Ungewöhnliches. Er wurde von besonders unabhängigen, selbstbewussten und emanzipierten Frauen gewählt. Ihre Energie, Kompromisslosigkeit und Leidenschaft, ihr Engagement und Durchhaltevermögen führte oft zu einem hohen bildnerischen Niveau in unterschiedlichen Gattungen. Diese Pionierinnen rebellierten gegen die gewohnten Geschlechterrollen in der Gesellschaft wie auch im Kunstbetrieb und trugen eindeutig zu einem ästhetischen Erneuerungsprozess bei. Ihre Namen sind bislang wenig geläufig. Daher will dieses Seminar europäische Malerinnen wie z.B. Sonia Delaunay, Sophie Tauber-Arp und Lotte Laserstein vorstellen, aber auch Künstlerinnen aus dem Bereich der Collage, wie Hanna Höch oder Foto-grafinnen wie Dora Maar oder Claude Cahun. Die Gattung der Bildhauerei wird unter anderem vertreten von Katarzyna Kobro und Renée Sintenis. Auch werden Einblicke in Leben und Werk der frühen Architektin Margarete Schütte-Lihotzky und der Regisseurin Germaine Dulac gewährt. In unterschiedlichem Umfang, je nach Werk und Quellenlage, wird eine Auswahl wichtiger Künstle-rinnen vorgestellt.

    Zeit: Di 12-14 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.2
    Beginn: 11.10.2022
    Anmeldung:     Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Dr. Barbara Hofmann
    Das Fremde so nah. Deutschland als terra incognita in illustrierten Reiseberichten des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts
    Online-Vortrag
    „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ Mit diesen ebenso knappen wie treffenden Worten legitimierte nicht nur ein Johann Wolfgang von Goethe sein Verlangen, nach Italien aufzubrechen. Doch in weite Fernen zu ziehen, um sich neue Horizonte zu erschließen, war um 1800 nur Wenigen gegönnt. Der Großteil der reisefreudigen Menschen begnügte sich aus zeitlichen und ökonomischen Gründen damit, die eigene Heimat zu erwandern. Dem Erkenntnisgewinn tat das keinen Abbruch; wurde dabei doch der gleiche Eifer an den Tag gelegt, wenn es galt, Land und Leute zu erforschen. Worauf aber ruhte der Blick der Reisenden im Einzelnen? Und wie wurden die gemachten Beobachtungen dokumentiert und kommentiert? Das sind nur zwei der Fragen, die es am Beispiel illustrierter Reisebeschreibungen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts aufzuzeigen gilt. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht dabei das 1791 entstandene Reisetagebuch des späteren Landschaftsmalers Joseph Anton Koch, das die Eindrücke und Erlebnisse ei-ner siebentägigen Fußreise an den Bodensee in Wort und Bild festhält.

    Termin: Do, 17.11.2022, 15.00–17.15 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Barbara Hofmann
    Wolkenbilder. Die Entdeckung des Himmels in der Bildenden Kunst
    Online-Vortrag
    Das Motiv des Himmels als atmosphärisches Phänomen hat erst verhältnismä-ßig spät Eingang in die Bildende Kunst gefunden. Zwar waren Wolken insbe-sondere bei der Darstellung christlicher oder mythologischer Themen seit dem 15. Jahrhundert fester Bestandteil der Bilder, doch kam ihnen dabei kaum mehr Beachtung zu, als der eines illustrierenden Beiwerks. Erst das gesteiger-te Interesse an der Natur und ihren kausalen Zusammenhängen sowie die Entwicklung neuer Techniken wie die Camera obscura erlaubten mit Beginn des 17. Jahrhundert eine differenziertere Sicht auf ein Phänomen, das in sei-ner Flüchtigkeit ohnehin nur schwer zu fassen ist. Welche künstlerischen Resultate das im Laufe der Jahrhunderte hervorbrachte und welche konkreten Aussagen sich damit verbinden, das soll im Rahmen der Vorlesung dargelegt und dabei zugleich eine kleine Geschichte der bildlichen Entdeckung des Himmels nachgezeichnet werden.

    Termin: Mo, 19.12.2022, 15.00-17.15 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Barbara Hofmann
    Von Tugenden und Lastern. Werte und menschliches Miteinander im Laufe der Jahrhunderte
    Online-Vortrag
    Konkrete Vorstellungen davon, was die verbindliche Grundlage eines guten Miteinanders sein sollte, gibt es in jeder Gesellschaft. Als kollektive Setzungen bestimmen sie die Ausrichtung menschlichen Handelns, das entweder als vorbildlich, oder aber als moralisch verwerflich und damit als tadelnswert begriffen wird. Doch sind diese kollektiven Setzungen nicht überall die gleichen, und auch ihre Verbindlichkeit gestaltet sich in den verschiedenen Gesellschaften divergent. Das offenbart nicht zuletzt unsere heutige Wertedebatte, die den zunehmenden Verlust verbindlicher Normen beklagt und darum ringt, neue Maßstäbe für ein friedvolles Miteinander zu etablieren. Die bildende Kunst spielt dabei kaum eine Rolle.  Das war nicht immer so: über viele Jahrhunderte hinweg fiel auch der Malerei die Aufgabe zu, vorbildhaftes Verhalten zu propagieren und tadelswertes Tun anzuklagen.

    Termin: Di, 22.11.2022, 10.00-12.15 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   

     

    Dr. Barbara Hofmann
    Die Tunesienreise.
    Paul Klee, August Macke und Louis Moillie unterwegs in Nordafrika

    Online-Vortrag
    Als Paul Klee und August Macke gemeinsam mit Louis Moilliet im April 1914 zu einer knapp zweiwöchigen Studienreise nach Tunesien aufbrachen ahnten sie nicht, dass damit ein Wendepunkt in ihrem künstlerischen Schaffen bevorstand. Nie zuvor hatten die Impulse einer neuen Umgebung einen derart starken und nachhaltigen Eindruck auf die Künstler ausgeübt, wie zu dieser Zeit. Und obwohl sie keineswegs die Ersten und Einzigen waren, die sich von der Atmosphäre des Orients verzaubern ließen – auch Gabriele Münter und Was-sily Kandinsky weilten zwischen dem Dezember 1904 und April 1905 in Tunesien - so wies die Begegnung mit der exotischen Fremde doch besonders Paul Klee und August Macke neue künstlerische Wege und inspirierte sie zu zau-berhaften Aquarellen von beeindruckender Klarheit und Leuchtkraft.

    Termin: Mo, 06.02.2023, 15.00-17.15 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Dr. Barbara Hofmann
    Künstler entdecken. Antonello da Messina. Leben und Werk  
    Online-Seminar
    Während Jan van Eyck und Rogier van der Weyden als unangefochtene Stars der altniederländischen Malerei jedermann ein Begriff sind, ist das Wirken des von ihnen beeinflussten Malers Antonello da Messina nur wenigen be-kannt. Gleichwohl steht seine Kunst in ihrer detailsicheren Malweise und ihrer präzisen Stofflichkeit ihren Arbeiten in nichts nach und vermag auch heute noch in den Bann zu ziehen.

    Termin: Di, 25.10.2022, 10.00-13.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr

     

    Dr. Barbara Hofmann
    Einführung in die Welt der Symbole. Sinn und Zeichen in der Bildenden Kunst
    Online-Seminar
    Wie so manch andere Disziplin hat die europäische Malerei im Verlaufe der Jahrhunderte eine ihr eigene Zeichensprache ausgebildet. Sie dient dazu, komplexe und nicht selten auch abstrakte Sachverhalte anschaulich darzustellen und offenbart sich nur demjenigen, der ihren Sinngehalt kennt. Doch selbst dann, wenn wir um die Bedeutung des einzelnen Sym-bols wissen, läßt sich das nicht immer eins zu eins auf die im Bild wiedergegebenen Dinge übertragen: Warum weist der Apfel im einen Fall auf den Sündenfall hin, und ist im anderen doch nur ganz simpel als ein Stück Obst zu lesen? Wann überhaupt sind die im Bild erfassten Dinge als Symbol zu deuten? Auf diese und andere Fragen gilt es gemeinsam eine Antwort zu finden. Ziel soll es dabei sein, ein Basiswissen zu erarbeiten, anhand dessen sich die Bildaussagen der europäischen Malerei besser verstehen lassen.
    (Wiederholung der Veranstaltung aus dem Sommersemester 2022.)

    Zeit:  Mi 10.00-13.00 Uhr
    Termine: 18.01., 25.01., 01.02., 15.02., 22.02., 01.03., 08.03.2023
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Barbara Hofmann
    Bilder vom Menschen.  Von der Steinzeit bis heute
    Online-Seminar
    Wohl kein Thema hat die abendländische Kunst so nachhaltig inspiriert wie die Beschäftigung des Menschen mit sich selbst. Dabei ging es keineswegs nur um die mehr oder weniger naturgetreue Erfassung des Äußeren. Auch unser Tun und Denken standen seit antiker Zeit im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung. Im Verlaufe der Jahrhunderte entstanden so eine Vielzahl von Darstellungsmustern und Bildmotiven, die gerade auch im Hinblick auf das Selbstverständnis des Menschen von Bedeutung sind.  Denn wie wir uns sehen und vor allem, was wir an uns selbst wahrnehmen, ist abhängig vom jeweils vorherrschenden Zeitgeist und unserer Sicht der Welt. Im Rahmen des Kurses gilt es zu ergründen, welche Aufgaben der Kunst im Zuge dieses Prozesses zugefallen sind und welche Strategien dabei von Seiten einzelner Künstler angewandt wurden.

    Zeit: Fr 10-13 Uhr
    Termine: 13.01., 20.01., 27.01., 10.02., 17.02., 24.02., 03.03.2023
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Dr. Barbara Hofmann
    Einführung in die großen Themen der Malerei
    Online-Seminar
    Der Kurs führt in die Hauptthemen der europäischen Malerei ein und macht an ausgewählten Werken mit dem großen Motivschatz von Historie, Akt, Porträt, Genre, Stillleben und Landschaft bekannt. Im gemeinsamen Diskurs wird der Frage nachgegangen, welche spezifischen Anforderungen die künstlerische Bewältigung dieser Themen an die Maler stellten und welche Lösungen hierfür in der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts gefunden wurden. Auch gilt es der Entwicklungsgeschichte der einzelnen Themen nachzuspü-ren, die, sich erst allmählich aus größeren Zusammenhängen emanzipiert ha-ben.
    (Wiederholung der Veranstaltung aus dem Sommersemester 2022.)

    Termine: 17.03.; 21.03.; 22.03.; 24.03.; 28.03.; 29.03.; 31.03.2023;
    Zeit: jeweils 10.00-13.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr 


    Dr. Norbert Humburg
    Kunst entdecken: Menschen und Räume
    Vorträge
    FÄLLT AUS


    Dr. Ira Oppermann
    Der historische Surrealismus (um 1920 – 1950/60er J.) in der Zeit der Klassischen Moderne
    Exkursion nach Berlin und Potsdam
    Der Surrealismus formierte sich zu Beginn der 1920er Jahre in Paris um André Breton. Dieser zunächst rein männlichen Literatengruppe, die dem Dadaismus nahestand, schlossen sich auch Künstler aus anderen Dada-Szene (Max Ernst u.a.) an. Beide Kunst-Bewegungen zeichnen sich durch einen Zug zu provokativer und radikaler Darstellung aus und richten sich gegen gängige Normen. Die Surrealisten nutzten automatische, semi-kontrollierte Verfahren (écriture automatique), um das Verborgene und Unbewusste per Schrift, Zeichnung oder Malerei hervorzulocken. Mit freien metaphorischen Spielen und Assoziationsformen suchten sie die Erkenntnis einer höheren Wirklichkeit. Ihr Interesse an Freuds Psychoanalyse oder der Medizin allgemein war genauso groß wie am Okkultismus, an der „modernen Mythologie“ und Magie. Dieser Bezug bildet das zentrale Thema in der Barberini-Ausstellung „Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne“ mit Künstler:innen wie Ernst, Dalí, Remedios Varo, Leonor Fini oder Carrington: Hier veranschaulichen surrealistische Künstlerinnen in ihren Werken auch eine deutlich andere Haltung zum Thema des Weiblichen als ihre männlichen Kollegen. Weitere wichtige surrealistische Positionen werden in der Sammlung Scharf-Gerstenberg betrachtet (Hans Bellmer, Jean Dubuffet) oder vertieft. In der Neuen Nationalgalerie, die mit ihrer aktuellen Sammlungspräsentation speziell die Verflechtung von Kunst und Gesellschaft beleuchtet, soll der surrealistische –neben anderen – Standpunkten aus der Zeit der Klassischen Moderne reflektiert werden. Die Surrealist:innen Ernst, Carrington, Tanguy u.a. sowie die dortige Sonderausstellung zu Sascha Wiederholt (1904-62) und seiner psychodelischen Seh-Variante bilden den Exkursionsauftakt.

    Die separaten Veranstaltungen zu den Künstlerinnen Carrington, Varo, Fini und Tanning werden empfohlen, sind aber keine Voraussetzung.

    Bitte buchen Sie unabhängig eine Unterkunft und achten auf mögliche (terminliche) Änderungen wegen der Pandemie auf der Website der WWU. Auf der Exkursion sind Sie nicht durch die WWU Münster versichert. Es gelten die privaten Versicherungen.

    Termine:     
    Gruppe 1: 17.-19.11.2022 Berlin/Potsdam  

    Gruppe 2: 24.-26.11.2022 Berlin/Potsdam  

    Programm:     
    Tag 1: Neue Nationalgalerie 14.00-15.30 Uhr und 16.15-17.45 Uhr
    Tag 2: Museum Barberini Potsdam 14.00-15.30 Uhr und 16.15-17.45 Uhr
    Tag 3: Museum Scharf-Gerstenberg 11.00-13.15 Uhr

    Anmeldung:      Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr

     

    Dr. Ira Oppermann
    Leonora Carrington und Remedios Varo
    Online Seminar
    Termine: 
    Gruppe 1: 08.11.2022, 17.00-18.30 Uhr  

    Gruppe 2: 09.11.2022, 17.00-18.30 Uhr  

    Leonor Fini und Dorothea Tanning
    Online-Seminar
    Termine:         
    Gruppe 1: 10.11.2022, 17.00-18.30 Uhr  

    Gruppe 2: 11.11.2022, 17.00-18.30 Uhr  

    Die englische Malerin und Schriftstellerin Leonora Carrington (1917-2011) und die spanische Künstlerin Remedios Varo (1908-1963) verband in ihrer Mexiko-Zeit ab den 1940er Jahren eine enge Freundschaft. Die Surrealistinnen teilten nicht nur das Interesse an okkultem Wissen und Magie, sondern auch an den in Mexiko praktizierten Ritualen und Glaubenspraktiken. In ihren Selbstdarstellungen zeigen sie sich als machtvolle Frauen, sie schlüpfen in die Rolle einer Hexe, Göttin oder eines Zwitterwesens, was auch die italie-nisch-argentinische Künstlerin Leonor Fini (1907-96) in der Rolle der Sphinx eindrücklich zelebrierte. Fini, eine weitere Freundin von Carrington, lebte nach dem Krieg wieder in Paris. Sie stellte mit den Surrealist:innen zusammen aus, teilte deren Ideen, agierte aber von der Gruppe unabhängig. Die von der Go-thic Novel (Schauerliteratur) begeisterte nordamerikanische Malerin und Schriftstellerin Dorothea Tanning (1910-2012) fand im Surrealismus ein künstlerisches Äquivalent jener Stimmung lockender Versuchung. Den Be-such der Surrealistenausstellung im New Yorker Museum of Modern Art erlebte sie wie eine Offenbarung. In ihren Bildern mit Fluren voller Türen fokussiert Tanning die Perspektive von Kindern, meist die femme-enfant, die der fantas-tischen Welt unaufhörlichen Staunens nahe sind. Alle vier Protagonistinnen, die der zweiten Surrealistengeneration angehören, werden mit ihrem Lebens-weg und bedeutenden Werken vorgestellt.

    Anmeldung:      Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr


    Dr. Ira Oppermann
    Gustave Caillebotte
    Online-Seminar
    Gustave Caillebotte, der 1876 als letzter in den inneren Kreis der Impressionisten trat, schuf ein bedeutendes Œuvre mit ganz eigener Radikalität: Er befeuerte die Stadtansichten mit exzentrischen Perspektivführungen oder die Stilllebenmalerei mit Nahsicht und Ausschnitthaftigkeit. Seine Interieurs veranschaulichen eine Vereinzelung der Individuen – eine bemerkenswert „moderne“ Sicht. Der Wassersportler und Bootsbauer Caillebotte widmete sich mit Regatten-, Kanu- und Ruder-Darstellungen auch malerisch dieser Leidenschaft. Dasselbe gilt für seine Gartenpassion: Blütenwunder, das Gärtnern an sich oder weitläufige Anlagen interessierten den Künstler, der sich mit Claude Monet intensiv über Neuigkeiten aus der Pflanzenwelt austauschte. Auch Caillebottes Beziehungen zu den anderen Impressionist:innen sollen erörtert werden.

    Termine: 09.01., 11.01., 13.01.2022, jeweils 17.00-18.30 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr 

     

    Dr. Rolf Quednau
    Herausragende Kunstwerke von Weltrang 2020–1520: von Gerhard Richter bis zur Sala di Costantino im Vatikanischen Palast
    VERANSTALTUNG FÄLLT AUS
     

    Beatrice Szameitat
    Der Aachener Dom. Baugeschichte, Ausstattung, Bedeutung.
    Vortrag
    Der Aachener Dom ist eine der bedeutendsten Kirchen Deutschlands. Erbaut als oktogonale Pfalzkapelle Karls des Großen um 800, diente der Bau später als Krönungsort deutscher Könige, wovon der erhaltene Thron bis heute Zeugnis ablegt. Über viele Jahrhunderte wurde der Dom mit kostbaren Heiligtümern ausgestattet und baulich erweitert. Einkünfte durch die Heiligtumsfahrten zu den wichtigen hier aufbewahrten Reliquien ermöglichten den Bau der großen gotischen Chorhalle, in der der Karlsschrein aufgestellt ist, eine der großar-tigsten Goldschmiedearbeiten des 12. Jahrhunderts. Die Domschatzkammer beherbergt wichtige Preziosen, wie zum Beispiel das prachtvolle edelsteinbesetzte Lotharkreuz aus der Zeit um 1000.

    Termin: 06.03.2023, 14.30-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 2
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr.  

     

    Beatrice Szameitat
    Die Kunst von Klassizimus, Empire, Biedermeier und Romantik
    Vorträge
    Diese Veranstaltung gibt einen Überblick über die Kunstgeschichte von etwa 1770 bis 1850. Die Formensprache des Klassizismus setzt sich mit geradlini-gen, an der Antike orientierten Formen gegen das als irrational empfundene Rokoko ab. Ihm folgt mit dem Empire rings um Napoleon eine Wendung ins Pompöse. Der Wiener Kongress 1815 leitet eine restaurative, aber eher ruhige Phase ein, deren Ausdruck die bürgerliche Kultur des Biedermeier ist. Gleich-zeitig entstehen romantische Bildwelten, die Gefühle zwischen Schauer und Erhabenheit bedienen. Diese Entwicklung wird anhand von Architektur, Male-rei und Bildhauerei dargestellt, ebenso wichtig sind auch Mode, Möbel, Ein-richtung, Tafelkultur und alltägliche Lebenswelten.

    Termine: 07.-10.03.2023, jeweils 9.30-13 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 2
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr


    Dr. Matthias Vollmer
    Kathedralen und ihre Geschichte: Notre Dame de Paris und Notre Dame de Reims 
    Online-Seminar über „Zoom“
    (Wiederholung des Kurses aus dem SoSe 2022)
    Kathedralen sind nicht nur religiöse und geschichtliche Monumente, sondern sie sind auch Gegenstand ganz individueller Veränderungen und politischer Inbesitznahme. Das wechselvolle Schicksal zweier Kathedralen - Notre Dame de Paris und Notre Dame de Reims - Wahrzeichen von Paris die eine, und wichtiger Teil der französischen National-Identität die andere, soll hier vorgestellt werden. Unglücksfälle, Umbauten, Revolution, Feuer und Granatenbeschuss haben das Schicksal dieser beiden gotischen Ka-thedralen als Träger historischer und kultureller Identitäten begleitet.
    Der Vortrag will die vielschichtige Wirkmacht dieser Kathedrale zeigen und damit erhellen, wie kulturelle Monumente politische Bedeutungsebenen und Entwicklungen verdichten können. Auch Kathedralen haben ihre aufregenden Schicksale.

    Termine: 17. und 24.11 2022, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Der „kühle“ Blick der Neuen Sachlichkeit
    Online-Seminar über „Zoom“
    Der Begriff Neue Sachlichkeit vermittelt den Eindruck, dass der künstlerische Blick sachlich, ja kühl ist. Betrachtet man die Kunst der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen jedoch genauer, wird deutlich, dass sie selten nüchtern oder neutral ist.
    Das Erscheinungsbild der Neuen Sachlichkeit ist so vielfältig wie ihre Protago-nisten. So reicht das Spektrum der Neuen Sachlichkeit von einer unterkühl-ten, nüchternen Bildsprache von klassizistischer Strenge (Christian Schad, Alexander Kanoldt) über den magischen Realismus (Franz Radziwill, Georg Schrimpf) bis hin zu einer karikierend überzeichneten Malweise, welche die soziale Misere der Weimarer Republik anprangert (Otto Dix, Jeanne Mammen, Elfriede Lohse-Wächtler, George Grosz). Parallel zur Neuen Sachlichkeit entwi-ckelte sich in der Fotografie eine objektiv-dokumentierende Haltung mit un-gewohnten Perspektiven, „Neues Sehen“ genannt. Der Kurs will einen Über-blick über diese faszinierende Kunstrichtung geben.

    Termine: 09. und 12.12.2022, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Dr. Matthias Vollmer
    Der Petersdom in Rom – Triumph und Verlust der Architekturgeschichte
    Online-Seminar über „Zoom“
    Bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts ließ Papst Nikolaus V. die Baufällig-keit der altehrwürdigen konstantinischen Basilika feststellen und Fundamen-te für den Ausbau eines Chorraumes legen. Wichtiger als die angegriffene Substanz war möglicherweise der Umstand, dass Gräber und Altäre bereits jeden Winkel der Kirche ausfüllten. Dennoch war das Vorhaben eines Neubaus von Anfang an umstritten. Nicht nur die immensen Kosten des Projekts riefen zahlreiche Kritiker auf den Plan, sondern auch die Bestürzung über den Verlust der konstantinischen Gründung auf dem Grab Petri mit ihrem einzigartigen historischen Erbe.
    Allein, es nützte nichts. 1506 erteilte Julius II. den Auftrag zum Umbau an Bramante. Ihm folgten u.a. Michelangelo, Raffael, Baldassare Peruzzi und Antonio di Sangallo. Die Vorlesung möchte die Entwicklung des monströsen Projektes, das nach über 100 Jahren Bauzeit vollendet wurde, in den Grundzügen vorstellen.

    Termine: 16.01.2023, 10-13 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Die Kathedrale von Chartres und das „an- und abschwellen“ des Lichtes
    Online-Seminar über „Zoom“
    1194 ging die alte Kathedrale von Chartres in Flammen auf. Ihr Wiederaufbau führte zu einigen architektonischen und bautechnischen Neuerungen. Aus der alten Kirche kann das Marienfenster und die Marienreliquie gerettet wer-den. Beide finden ihren Platz im Neubau. Die neue Kathedrale ist einerseits schlicht und formvollendet, andererseits zeichnet sie ein virtuoses Zusammenspiel der Proportionen aus; hinzu kommen eine überwältigende Räumlichkeit und eine bislang ungeahnte Lichtwirkung, bei der der Glasmalerei eine entscheidende Rolle zukommt – die allerdings durch die Restaurierungen unserer Zeit stark beeinträchtigt werden. Allein an den Portalen findet Figürliches seinen Platz – und das wieder in höchster Qualität. Mystisches und Ro-mantisches werden mit Chartres verbunden und die Vorlesung will einiges da-von vorstellen.

    Termine: 23.01.2023, 10-13 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Matthias Vollmer
    „...die Jungfrau Maria, diese schönste Blume der Poesie“ – Maria in der Kunst
    Online-Seminar über „Zoom“
    Wohl kein Heiligenbild ist so facettenreich wie das der Jungfrau und Gottes-mutter Maria. Die Tochter Sion, die Himmelskönigin, die Magd des Herrn war immer auch eine Verkörperung der unterschiedlichsten Erwartungen und Herausforderungen, gewissermaßen ein Spiegel für zeitgebundene Sehnsüchte und Ängste. Der Kurs will die Entwicklung und die Komplexität des vielfältigen Marienbildes im Zusammenspiel von Volksfrömmigkeit und dogmatischer Entwicklung aufzeigen und anhand von Bildwerken aus den unterschiedlichs-ten Epochen visuell nachvollziehen.

    Termine: 23. und 24.02.2023, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Das transzendentale Leuchten der Steine – Italiens Mosaike zwischen 300– 1300
    Seminar
    Mosaike faszinierten zu allen Zeiten durch ihren eigenen ästhetischen Reiz. Zusammengesetzt aus farbigen Steinwürfeln oder Glasstiften entfalten sie eine ungeheure Fernwirkung. Im Zusammenspiel mit dem Licht vermitteln sie einerseits den Eindruck von großer Lebendigkeit, andererseits vermitteln sie mit ihrem Glanz und Schimmer eine überzeitliche Wirkung, gerade das Licht wurde doch als die Manifestation des Göttlichen angesehen. Mit den früh-christlichen Apsismosaiken und Mosaikzyklen nahm zugleich die christliche Bildkunst monumentalen Maßstabs ihren Anfang. Die frühchristlichen und mittelalterlichen Mosaiken in Italien gehören zu den bedeutendsten künstlerischen Schöpfungen ihrer Zeit. Im 6. Jh. sind Rom und Ravenna die frühen Zentren der Mosaikkunst und später dann ab dem 8. bis 13. folgen wieder Rom und dann auch Cefalù, Palermo, Florenz und Venedig. Der Kurs möchte einen Überblick über diese strahlende Kunst in Italien geben.

    Termine/Orte:
    13.03.2023; 14.15-17.15 Uhr, Schlossplatz 46, H 3
    14.03.2022; 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr, Schlossplatz 46, H 2
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr 


    Dr. Matthias Vollmer
    Salvador Dali und die paranoisch-kritische Methode
    Seminar
    Der spanische Maler Salvador Dalí ist der Kunstrichtung des Surrealismus zu-zurechnen; ab Ende der 1920er Jahre vermochte er mit stuppender, an den Alten Meistern geschulter Technik und visionären Themen Künstler wie Publi-kum zu überzeugen. Bereits Mitte der 1930er Jahre zählte er zu den berühm-testen Künstlern der Welt. Die Surrealisten wollten sich gegen Rationalität, Bourgeoisie und eine erstarrte Sexualmoral positionieren, Teil der Strategie war die positive Bewertung von Wahn und Paranoia. Vor allem Salvador Dalí entwickelte eine Methode des Zusammenführens wahnhafter Bilder, die auf kritisch interpretierenden Assoziationen beruhten und so irrationale Erkennt-nis auslösen sollten: die so genannte „phänomenologisch paranoisch-kritische Methode“. Für sich selbst reklamierte er medienwirksam ein großartiges paranoides Gehirn. Im Kurs soll betrachtet werden, was dieses Hirn denn so hervorgebracht hat.

    Termine: 15.03.2023; 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schlossplatz 46, H 2
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr


    Dr. Matthias Vollmer
    Einführung in die frühchristliche und byzantinische Kunst
    Seminar
    Das Christentum begann als eine bilderlose und mitunter sogar bilderfeindli-che Religion und folgte zunächst dem Bilderverbot, das es mit dem Judentum und dem Islam teilt. Wie und unter welchen Umständen sich ab dem 3. Jahr-hundert dennoch eine christliche Kunst ausbildete und wie die beiden zu-nächst wichtigsten Bilder der Christenheit, das Bild Christi und das der Mut-tergottes, ihren Aufstieg nahmen, soll in diesem Kurs betrachtet werden. Die Zentren der frühchristlichen und byzantinischen Kunst waren Rom, Ravenna und Konstantinopel, hier wirkte einerseits die Antike mächtig fort und ande-rerseits strahlte besonders die byzantinische Kunst weit über Byzanz hinaus und wirkte fort in der Kunst des europäischen Mittelalters der Neuzeit.

    Termine: 27.03.2023: 14.15-17.15 Uhr und 28.03.2022; 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr


    Dr. Matthias Vollmer
    Fra Angelico
    Seminar
    Fra Angelico zählt zu den berühmtesten Malern der Florentiner Frührenais-sance und ist einer der zentralen Künstler für die Neudefinition der Kunst in Florenz. Er ist ab 1423 als Bruder des Dominikanerordens dokumentiert. Die lyrische Bildsprache des Mönchs erscheint geradezu lyrisch, die Figuren erscheinen feingliedrig und zart, während sein Generationsgenosse Fra Filipp Lippi mit einer monumentaleren Figurenbildung arbeitete. Die stilistische Ent-wicklung Fra Angelicos ist nicht einfach nachzuzeichnen. Ende der 1420er und in den 1430er Jahren ist der Einfluss von Masolino deutlich zu spüren. Zeit seines Lebens malte Fra Angelico nur religiöse Themen, was ihm seinen „Künstlernamen“ eintrug. Der Kurs möchte die lyrische Kunst dieses malendes Mönches ein wenig näher bringen.

    Termin: 29.03.2023; 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr


    Dr. Hildegard Wiegel
    Der „Neue Apelles“: Albrecht Dürers Leben, Werk und Wirkung
    Online-Seminar (über Zoom)
    Kein deutscher Künstler hat bis heute solch einen überragenden Ruf gehabt wie Albrecht Dürer (1471-1528), dass allein der berühmteste Maler der Antike, nämlich Apelles, bereits zu Lebzeiten als Vergleich herangezogen wurde. Wir blicken in diesem monographischen Kurs auf Dürers Leben, das von nachhaltigen Umbrüchen in Kultur, Politik und Religion dies- und jenseits der Alpen geprägt wurde, und auf sein Œuvre, das von diesen Veränderungen beein-flußt wurde. Darüber hinaus verfolgen wir Dürers Wirkung auf zeitgenössische und jüngere Künstlerkollegen im europäischen Kontext.

    Termine: 17.-21.10.2022, jeweils 10.00-11.30 Uhr und 12.30-14.00 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

    Dr. Hildegard Wiegel
    Die klassische griechische Kunst: die Grundlagen (Hellenismus)
    Online-Seminar
    Das Zeitalter des Hellenismus (336-30 v.Chr.) wird geprägt von dem Wirken der überragenden Gestalt Alexanders des Großen (356-323 v. Chr.), der 336 v.Chr. die Regierung von seinem heimatlichen Makedonien antritt, sein Ein-flußgebiet maßgeblich erweitert, das Perserreich und Ägypten unterwirft und sogar bis zum indischen Subkontinent vordringt. Nach seinem Tod erkämpfen sich seine Generäle die Teilung des so gebildeten Reiches in einzelne Dynas-tien wie den Attaliden in Pergamon und den Ptolemäern in Ägypten, die an ih-rem Herrschersitzen monumentale Architekturen und Staatsdenkmäler errichten. Im griechisch geprägten Mittelmeerraum bilden sich in verschiedenen Gattungen der Kunst neue Formen der Selbstdarstellung heraus, von denen etliche nach dem Fall von Alexandria (30 v.Chr.) von den Römern übernommen werden sollen.

    Termine: 05.-09.12.2022, jeweils 10.00-11.30 Uhr und 12.30-14.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022 9 Uhr   



    Dr. Hildegard Wiegel
    Anmerkungen zur “Beschreibung Griechenlands” des Pausanias
    Online-Seminar
    Das Zeitalter des Hellenismus (336-30 v.Chr.) wird geprägt von dem Wirken der überragenden Gestalt Alexanders des Großen (356-323 v. Chr.), der 336 v.Chr. die Regierung von seinem heimatlichen Makedonien antritt, sein Ein-flußgebiet maßgeblich erweitert, das Perserreich und Ägypten unterwirft und sogar bis zum indischen Subkontinent vordringt. Nach seinem Tod erkämpfen sich seine Generäle die Teilung des so gebildeten Reiches in einzelne Dynas-tien wie den Attaliden in Pergamon und den Ptolemäern in Ägypten, die an ih-rem Herrschersitzen monumentale Architekturen und Staatsdenkmäler errichten. Im griechisch geprägten Mittelmeerraum bilden sich in verschiedenen Gattungen der Kunst neue Formen der Selbstdarstellung heraus, von denen etliche nach dem Fall von Alexandria (30 v.Chr.) von den Römern übernommen werden sollen.

    Termine: 06.-10.02.2023, jeweils 10.00-11.30 Uhr und 12.30-14.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr


    Matthias Zölle, Anke Gollub, Werner Rückemann
    ART AFFAIRS – Kunstschaffende sprechen über ihr Werk
    Vorträge 

    03.11.2022    
    Zwischenstand – Eine Werkschau von Matthias Zölle
    Matthias Zölle; Photographie

    10.11.2022    
    Do. Billig – meine größten Erfolge!
    Dietmar Schmale (Do.Billig); Performance, Installation, Photographie

    17.11.2022    
    Die Magie des Hörens – Hörspiele und Radiofeatures
    Christoph Tiemann; Sprache, Literatur

    24.11.2022    
    300 Millionen…
    Sandra Silbernagel; Skulptur

    01.12.2022    
    Situationen ändern sich!
    Thomas Gerhards/Werner Rückemann; Skulptur, Installation, Photographie

    08.12.2022    
    PSYCHBOTANICAL – eine Auswahl aktueller Arbeiten    
    Helmut Dick; Skulptur, Installation, Photographie

    15.12.2022    
    Sandra Pulina. Malerin Münster
    Sandra Pulina; Malerei

    12.01.2023    
    Tiere, Töne, Texte
    Markus Paßlick; Musik – Literatur – Zoologie

    19.01.2023    
    Form und Farbe
    Lena Skaya; Malerei, Illustration

    26.01.2023  
    Im Fokus – Von Madrid bis Mexiko
    Anja Jensen; Photographie

    02.02.2023    
    Meine Arbeiten im Dialog zu dem Werk meines Vaters Rudolph Schöpper
    Christiane Schöpper; Skulptur, Malerei, Zeichnung

    Zeit: Do 14-16 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr

  • Musikgeschichte

    Beatrice Szameitat
    Zwei Mal gehört: Große Werke der Musikgeschichte unter die Lupe genommen
    Online-Seminar
    Wir wollen es genau wissen: Warum sind manche Musikstücke so berühmt, wie sind sie aufgebaut, was macht ihre Wirkung aus? Um dies herauszufin-den, werden wir vier Werke quer durch die Musikgeschichte aus Klassik, Romantik und der Moderne des 20. Jahrhunderts genau studieren. Dafür hören wir das Stück ein erstes Mal unvoreingenommen und sprechen über unsere Ein-drücke. Es folgt eine Analyse des Werkes: wie ist seine Architektur, wo gibt es Wiederholungen, welche Dramaturgie verfolgt es, welche Instrumente spielen, was zeichnet den Komponisten aus? Ausgestattet mit diesen Kenntnissen werden wir das Werk ein zweites Mal hören –hoffentlich mit anderen Ohren. Diese Werke werden unter die Lupe genommen: Ludwig van Beethoven, 3. Sinfonie, 2. Satz; Franz Schubert, Die Unvollendete, 1. Satz; Paul Dukas, Der Zauberlehrling und Béla Bartók, Konzert für Orchester, 2. Satz.

    Zeit: Di 10.00-12.30 Uhr
    Termine: 08.-29.11.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   

  • Ethnologie

    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen - ein Training zur Vermittlung von Interkultureller Kompetenz
    Tagesseminar
    Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden.
    Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?
    Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der inter-kulturellen Begegnung zu erfassen.

    Termin: 25.11.2022, 9.00-16.00 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 120
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr 


    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen – Teil 2: Kommunikation und Konflikt im interkulturellen Kontext
    Tagesseminar
    Unterschiedliche Vorstellungen von Kommunikation sowie von angemessenen Konfliktlösungsstrategien führen in interkulturellen Begegnungen immer wieder zu Missverständnissen.
    Aufbauend auf der interkulturellen Sensibilisierung im ersten Teil des Semi-nars Dialog der Kulturen haben die Teilnehmenden im zweiten Teil die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichen Arten zu kommunizieren und Konflikte zu lösen auseinanderzusetzen und Lösungsansätze für ihren multikulturellen Alltag kennen zu lernen.                                                                                                                                                    

    Termin:  20.01.2023, 9.00-16.00 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 120
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

  • Germanistik/Literaturwissenschaft

    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Literatur im Film: Thomas Mann – Der Zauberberg
    Blockseminar
    Im Jahre 1912 verbrachte Thomas Manns Frau mehrere Monate in einem Davo-ser Lungensanatorium: Die Eindrücke, die der Autor bei seinen Besuchen empfing, bewogen ihn zu einer „Art humoristischem Gegenstück“ zu seiner Erzählung „Der Tod in Venedig“ (1912). Anstelle des etablierten Künstlers Gustav von Aschenbach sollte nun ein unbekannter Bürgersohn – Hans Cas-torp – stehen; als Pendant zum Verführer Tadzio erscheint die Russin Clawdia Chauchat; Symbol für den Niedergang ist statt der Cholera nunmehr die Tu-berkulose.
    Der Erste Weltkrieg führte im Sommer 1915 zur Unterbrechung an der Arbeit, die erst 1919 wiederaufgenommen wurde. War der Krieg von Thomas Mann zunächst als Läuterung einer verfallenden Zeit angesehen worden, so ist ihm am Ende jedes positive Moment genommen. Das auf zwei Bände angewach-sene Werk weiterte sich zum Zeitroman, zur Kritik an spätbürgerlichen Lebens- und Denkformen der Vorkriegszeit, deren Repräsentanten auf dem „Zauberberg“ versammelt sind. Zugleich aber treibt Thomas Mann seine leitmotivische Erzähltechnik, sein ironisches Spiel mit Bildungszitaten und Weltanschauun-gen in diesem Buch so weit voran, dass die Forschung für das Werk den Begriff des „intellektuellen“ oder „metaphyischen“ Romans prägte.
    Das Seminar widmet sich einer eingehenden Analyse des Werks und stellt die Verfilmung von Hans W. Geißendörfer in der Originalfassung (1982) vor. Text-ausgabe: Mann, Thomas: Der Zauberberg. Frankfurt/ M. 2020. Einführung und Zusammenfassung: Heißerer, Dirk: Thomas Manns Zauberberg. Einstieg, Etappen, Ausblick. Würzburg 2018.   

    Termine:     
    Dienstag, 18.10.2022, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung); VSH 05
     Freitag, 04.11.2022, 14.00-20.00 Uhr; VSH 19
     Samstag, 05.11.2022, 10.00-18.00 Uhr; VSH 19
     Freitag, 02.12.2022, 14.00-20.00 Uhr; VSH 06
    Samstag, 03.12.2022, 10.00-18.00 Uhr; VSH 116

    Ort:  Alle Veranstaltungen finden im vom-Stein-Haus, Schlossplatz 34 statt. Räume sind bei den einzelnen Terminen angegeben.
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr     


    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Molières Charakterkomödien
    Der Menschenfeind, Der Geizige, Der eingebildete Kranke
    Blockseminar mit Aufführungsbesuch
    Der Misanthrop Alceste (1666), der Geizhals Harpagon (1668) und der Hypo-chonder Argan (1673): in dem breit gefächerten dramatischen Werk des fran-zösischen Lustspieldichters Molière (1622–1673) ragen besonders seine Cha-rakterkomödien hervor, in denen er menschliche Schwächen und Torheiten psychologisch differenzierte und zeitlos auf die Bühne brachte. Offensichtlich waren dabei die satirischen Bezüge auf Hof und Kirche, durch die Molière viel-fach in den Fokus der zeitgenössischen Zensur geriet: Bigottes Verhalten, ge-heuchelte Religiosität, sinnentleerte Etikette und die Willkür staatstragender Institutionen wurden immer wieder zur Zielscheibe seines Spotts. Molières spitze Feder geißelte die politische und sittliche Ordnung und bezeugte einen unangepassten Geist, der sich den Forderungen der kulturpolitischen „Gleichschaltung“ („mise au pas“) komödiantisch zu widersetzen wusste.
    Die Lehrveranstaltung widmet sich den Komödien „Der Menschenfeind oder Der griesgrämige Verliebte“ (Stuttgart 1986, Reclam RUB 394), „Der Geizige“ (Stuttgart 1986, Reclam RUB 338) und „Der eingebildete Kranke“ (Stuttgart 1986, Reclam RUB 1177) sowie anhand ausgewählter Inszenierungen ihrer vielgestaltigen Rezeptionsgeschichte auf der Bühne. Ein Vorstellungsbesuch der Inszenierung „Geizige“ am Theater Münster und ein Gespräch mit dem Produktionsteam runden die Lehrveranstaltung ab.

    Termine:    
    Dienstag, 25.10.2022, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung); VSH 19
    Freitag, 16.12.2022, 14.00-20.00 Uhr; VSH 118
    Samstag, 17.12.2022, 10.00-18.00 Uhr; VSH 116
    Freitag, 20.01.2023, 14.00-20.00 Uhr; VSH 07
    Samstag, 21.01.2023, 10.00-18.00 Uhr; VSH 116

    Ort:  Alle Veranstaltungen finden im vom-Stein-Haus, Schlossplatz 34 statt. Räume sind bei den einzelnen Terminen angegeben.
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   

     

    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Berlin – Hauptstadt der Moderne (3)
    Ein kulturhistorischer Rundgang durch die Metropole der Weimarer Republik
    Von Franz Hessel über Vicki Baum bis Christopher Isherwood

    Blockseminar
    Das Lebensgefühl der Zwanziger Jahre: Die spezifisch urbane Mischung aus Studenten und Professoren, aus Schauspielern, verarmten Adeligen, Varieté-Künstlerinnen und reichen Lebemännern, Kunsthändlern und Jungkommunis-tinnen kennzeichnet die „Transit-Stadt“ Berlin, in der statt festgefügter Mili-eus dynamische Szenen die Geselligkeitsformen prägen. Salons, Hotels, Bars, Pensionszimmer und billige Absteigen sind Schauplätze eines virulenten Handlungsgeschehens; überbordend ist die Stimmung, die von ungezügelter Lebenslust unvermittelt in abgrundtiefe Melancholie und Weltschmerz ab-stürzen kann.
    Franz Hessel, Vater von Stéphane Hessel („Empört euch“), führt in seinem Kurzroman „Heimliches Berlin“ (1927) in einem wild-melancholischen Reigen durch das graue wie schillernde Berlin jener Zeit. Es geht um Irrungen und Wir-rungen der Gefühle, um Geldprobleme, Familienangelegenheiten und natür-lich um Paare, die sich trennen und (beinahe) wiederfinden. Mit leichter Hand, Poesie und subtilem Witz führt Vicki Baum 1929 eine Handvoll Menschen in einem Grand Hotel zusammen, zeigt sie in ihren Krisen, Träumen und Enttäu-schungen und liefert ein atmosphärisch dichtes Bild vom mondänen Berlin der 20er-Jahre. Christopher Isherwoods Roman „Leb wohl, Berlin“ (1939), Vor-lage für das Musical „Cabaret“ (1966), liest sich als ein melancholischer Abgesang auf eine verlorene Welt: Kosmopolitisch, libertin, glamourös und de-kadent –  mit fotografischer Präzision erfasst Isherwood die letzten Tage der Weimarer Republik in einem mitreißend arrangierten Gesellschaftsbild um die „göttliche dekadente“ Sally Bowles. Im Hintergrund der Szenerie marschieren bereits die Nazis auf, doch Isherwoods Figuren verschließen die Augen vor der drohenden Katastrophe und feiern sich um den Verstand.
    Das Seminar stellt die drei Romane vor und präsentiert die Verfilmungen von Vicki Baums „Menschen im Hotel“ mit Greta Garbo (1932) sowie „Cabaret“ (1972) mit Liza Minelli nach Christopher Isherwoods Bestseller. Textausgaben: Hessel, Franz: Heimliches Berlin. Berlin 2016. Baum, Vicki: Menschen im Ho-tel. Köln 2007. Isherwood, Christopher: Leb wohl, Berlin. Hamburg 2015.

    Termine:     
    Dienstag, 10.01.2023, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung); VSH 19
    Freitag, 27.01.2023, 14.00-20.00 Uhr; VSH 05
    Samstag, 28.01.2023, 10.00-18.00 Uhr; VSH 19
    Freitag, 24.02.2023, 14.00-20.00 Uhr; VSH 05
    Samstag, 25.02.2023, 10.00-18.00 Uhr; Raum wird noch bekanntgegeben

    Ort: Alle Veranstaltungen finden im vom-Stein-Haus, Schlossplatz 34 statt. Räume sind bei den einzelnen Terminen angegeben.
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr 

     

    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Der literarische Faust-Mythos im Wandel der Jahrhunderte (5)
    Von Nikolaus Lenau über Heinrich Heine zu Friedrich Theodor
    Blockseminar
    Während die Frühromantik in Faust eine spezifisch mitteleuropäische Mythologie verwirklicht sah und ihn zum säkularen, gleichwohl mit religiöser Aura umgebenen Zentraldokument für eine deutsche Mentalität erhoben hatte, kommt es im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einer Ausweitung ins Europäische und zu einer deutlichen Abwendung vom traditionellen Faust-Bild, ja zu vielfältigen Versuchen, die überlieferten Bilder des Wissens- und Sinnsuchers zu konterkarieren. Nikolaus Lenau verfasst 1836 einen Gegenentwurf zu Goethe, zeichnet Faust als „vaterlandslosen Gesellen“, der zum Schluss den Wissenschaften abschwört und sich der Kunst verschreibt. Mit Ida Gräfin von Hahn-Hahn wird der Versuch unternommen, eine weibliche Figur („Gräfin Faustine“, 1841) dem Teufelsbündler Faust nachzubilden und in ihr den Wunsch nach Selbstbestimmung, Bildung und Sinnengenuss zu artikulieren. Bei Heinrich Heines Poem von 1846 erscheint Faust die weibliche Teufelsgestalt Mephistophela, die den Gelehrten durch fünf Akte tanzen lässt und deutlich die erotischen Zweideutigkeiten benennt, auf die Goethe seinerzeit wohlweislich verzichtet hatte. Friedrich Theodor Vischer schwingt sich gar dazu auf, 1862 einen dritten Teil der Tragödie zu verfassen, der die Schuldfrage in der Tatenarmut des Gelehrten sieht und – die unterstellte Manieriertheit in „Faust II“ parodierend –  eine Literatursatire als Antwort auf die Mythisierung des Stoffs formuliert.
    Texte: Lenau, Nikolaus: Faust. Ein Gedicht. Berlin 2014. Hahn-Hahn, Ida Gräfin von: Gräfin Faustine. Ein Roman aus der Biedermeierzeit. Berlin 2022. Vischer, Friedrich Theodor: Faust III. Der Tragödie dritter Teil. Berlin 2015. Heine, Heinrich: Der Doktor Faust. Ein Tanzpoem, nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dichtkunst Stuttgart 1991 (= Reclam RUB 3605).  rend – eine Literatursatire als Antwort auf die Mythisierung des Stoffs formuliert.


    Termine:    
    Dienstag, 17.01.2023, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung); VSH 19
    Freitag, 03.03.2023, 14.00-20.00 Uhr; VSH 011
    Samstag, 05.03.2022, 10.00-18.00 Uhr; Raum wird noch bekanntgegeben
    Freitag, 31.03.2023, 14.00-20.00 Uhr; VSH 011
    Samstag, 01.04.2023, 10.00-18.00 Uhr; Raum wird noch bekanntgegeben

    Ort: Alle Veranstaltungen finden im vom-Stein-Haus, Schlossplatz 34 statt. Räume sind bei den einzelnen Terminen angegeben.    
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr     

  • Romanistik

    Prof. Dr. Karlheinrich Biermann
    Paris im 20 Jahrhundert – Literatur und Kunst im Wandel einer Metropole I
    Online-Vorlesung
    Die Veranstaltung findet weitestgehend in französischer Sprache statt. Solide Sprachkenntnisse sind daher wünschenswert.     
    Wegen der Fülle des Materials muss diese Vorlesung in zwei Teilen stattfin-den.
      I    La Belle Époque (1900 – 1914)
        a) La situation socio-politique de la France
        b) Le Paris d’Anatole France (M. Bergeret à Paris; Crainquebille, 1901)
        c) Le Paris de Colette (Claudine à Paris, 1902)
        d) Le Paris de Romain Rolland (Jean-Christophe, 1904-1912)
        e) Le Paris de Guillaume Apollinaire (Alcool, 1913)
        f) La peinture: néo-impressionnisme – fauvisme – cubisme
        g) Le dessin satirique: L’assiette au beurre

    II    La Grande Guerre (1914-1918)
        Témoignages romanesques de la guerre:
    a)    Henri Barbusse: Le feu (1916)
    b)    R. Dorgelès: Les croix de bois  (1919)
    c)    R. Radiguet: Le diable au corps (1923)
    d)    Jean Cocteau: Thomas l’imposteur (1923)

    III    L’entre-deux-guerres (1919-1939)
        Entre fascisme et front populaire
    a)    Le Paris de Marcel Proust
    b)    Le Paris des surréalistes:
    c)    Louis Aragon: Le paysan de Paris (1926)
    d)    André Breton: Nadja (1928)
    e)    La peinture surréaliste (Magritte, Ernst e.a.)
    f)    „Paris nègre“ et la naissance de la négritude
    g)    Le roman parisien populaire: Eugène Dabit, Hôtel du Nord (1930)
    h)    Le roman parisien „mis en abyme“ André Gide, Les Faux – Monnayeurs (1926)
    i)    Paris en fête: Les jeux olympiques 1924; l’exposition coloniale 1931; l’exposition internationale 1937
    Im zweiten Teil der Vorlesung (in einem späteren Semester) sind u.a. folgende Themen zu behandeln: Paris occupé – Paris résistant, le Paris des existentia-listes, le Paris des chansons, le dessin satirique de la Vème République, la Révolte de 1968.

    Zeit: Fr 12-14 Uhr
    Beginn: 14.10.2022
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr


    Prof. Dr. Christoph Miething
    Französische Gegenwartsliteratur
    Lektürekurs auf Französisch
    Im Wintersemester sollen die beiden folgenden Texte gelesen und besprochen werden: 1. J.M.G. Le Clézio: Chanson bretonne, Paris: Gallimard 2020 und 2. Amélie Nothomb: Premier sang, Paris: Albin Michel 2021. Bei beiden Texten handelt es sich um biographisch-autobiographische Schriften. Le Clézio nennt seine Kindheitserinnerungen "deux contes": es geht zum einen um früheste Erinnerungen an das Leben in Nizza (wo er geboren wurde) im Krieg, zum andern um Ferien in der Bretagne in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Nothombs Buch spricht auf dem Titelblatt von "roman". Es handelt sich aber um eine fiktive Autobiographie ihres im Jahre 2020 verstorbenen Vaters. Sie läßt ihn in dem Buch in der ersten Person die Erinnerung an die ersten 25 Jahre seines Lebens erzählen. Nothomb erhielt für dieses Buch im Herbst 2021 den prix Renaudot.

    Zeit: Mi 12-14 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 19.10.2022
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr    

     

  • Fokusstudium

    Karin Gövert, M.Sc.
    Auftaktseminar für zertifikatsorientiert Studierende
    Das Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und Gesellschaftliche Verantwortung“ ist als semesteroffenes Angebot für Studierende konzipiert. Das bedeutet, dass in jedem Semester neue Teilnehmende begrüßt werden. Um das gegenseitige Kennenlernen zu Beginn zu vereinfachen und eine gute Grundlage für die gemeinsame Arbeit in verschiedenen Seminaren zu schaffen, wird dieses Seminar angeboten. Selbstverständlich können hier ebenfalls aktuell auftretende Fragen zum Fokusstudium geklärt werden.
    Nach der Anmeldung stehen Sie zunächst auf der Warteliste, am 04.10.2022 erhalten Sie die Nachricht, ob Sie einen Platz bekommen haben.

    Termin: Fr 07.10.2022, 09-12.30 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 209
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Karin Gövert, M.Sc.
    Älterwerden – Ältersein
    Basisseminar I
    Wir werden immer älter – das gilt individuell und auch gesamtgesellschaftlich. Das letztveröffentlichte statistische Jahrbuch 2019 der Bundesregierung weist aus, dass 27,9 % der in Deutschland lebenden Bevölkerung 60 Jahre und älter ist. Diese aktuellen Angaben fordern uns Fragen heraus. Was bedeutet es in heutiger Zeit „älter“ zu sein? Wie werden ältere Menschen von außen wahrgenommen, wie ist ihr Selbstbild? Ist es so, dass das heutige 60 das frühere 40 ist? Und wenn ja, was ergibt sich daraus – für jede*n Einzelne*n, für das Zusammenleben, für das gesellschaftliche Miteinander? In diesem Seminar möchte ich mich gemeinsam mit den Studierenden in einem (selbst-) reflektierenden Prozess auf die Suche danach begeben, wie das persönliche Älterwerden und Ältersein erlebt wird. Biografische Einflussfaktoren werden dabei ge-nauso Berücksichtigung finden wie gesellschaftliche Zuschreibungen und Erwartungen und die wissenschaftliche Sicht auf das Alter(n).
    Da das Seminar teilnehmer*innenbeschränkt ist, bitte ich darum, sich nur anzumelden, wenn alle Termine zuverlässig wahrgenommen werden können. In diesem Seminar haben Teilnehmer*innen des Fokusstudiums Vorrang. Sollten noch Plätze frei bleiben, sind auch andere Interessierte herzlich willkommen. Nach der Anmeldung stehen Sie zunächst auf der Warteliste, am 04.10.2022 erhalten Sie die Nachricht, ob Sie einen Platz bekommen haben.

    Zeit: Mo 10-12 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Beginn: 10.10.2022
    Anmeldung:    Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

    Karin Gövert, M.Sc.
    Praxis – Begleitseminar
    (nur für zertifikatsorientierte Studierende)
    Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende, die das Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung“ mit dem Ziel absolvieren, ein Zertifikat zu erhalten. Vorrang besitzen dabei die Fokusstudierenden, die bisher kein vergleichbares Seminar belegt haben. Gegenstand ist die Reflexion des eigenen praktischen Tuns im Rahmen eines bürgerschaftlichen Engagements. Neben der Beschreibung und Vorstellung unterschiedlicher Tätigkeitsfelder stehen vor allem die Reflexion als bürgerschaftlich Handelnde*r und der Austausch untereinander im Vordergrund. Berücksichtigung sollen dabei die kritische Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen des eigenen Handelns und die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als ehrenamtlich tätiger Mensch erfahren. Persönliche Fragestellungen und Probleme im Hinblick auf das Bürgerschaftliche Engagement spielen dabei eine ebensolche Rolle wie strukturelle und organisationsbezogene Fragen. Das Seminar ist prozess- und teilnehmer*innenorientiert angelegt, und verlangt eine Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung. Genaue Inhalte und Schwerpunktsetzungen werden zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam festgelegt. Nach der Anmeldung stehen Sie zunächst auf der Warteliste, am 04.10.2022 erhalten Sie die Nachricht, ob Sie einen Platz bekommen haben.

    Zeit: Mo 10-12 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgskommende 14, G 120
    Beginn: 17.10.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Karin Gövert, M.Sc.
    Selbstlerngruppe – Praxis (Fokusstudium)
    (nur für zertifikatsorientierte Studierende)
    Die Selbstlerngruppe stellt im Rahmen des Fokusstudiums eine von Student*innen des Fokusstudiums selbstorganisierte Form des gemeinsamen Arbeitens dar. Während die semesterbezogene gegenseitige Unterstützung bei Fragen und Problemen mit dem Studium sowie die Vertiefung von Themenstellungen aus dem Fokusstudiums im Vordergrund stehen, erfolgt die Auswahl der Themen und Schwerpunkt und die Form der gemeinsamen Arbeit selbstgesteuert und an den Bedürfnissen der Teilnehmenden orientiert. In der ersten Lerneinheit werden Ansätze und Strukturierungshilfen für ein selbstgesteuer-tes Lernen gemeinsam mit der Dozentin erarbeitet. Nach der Anmeldung stehen Sie zunächst auf der Warteliste, am 04.10.2022 erhalten Sie die Nachricht, ob Sie einen Platz bekommen haben.

    Zeit: Mo 12-14 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgskommende 14, G 120
    Beginn: 17.10.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  

     

  • Anmeldepflichtige studentische Arbeitskreise

    Sozialwissenschaftlicher Diskurs: Friedens-und Konfliktforschung
    Hierzu Wikipedia: "Die Internationale Friedens- und Konfliktforschung ist eine politikwissenschaftliche Teildisziplin der Internationalen Beziehungen. Zent-raler Forschungsgegenstand ist die quantitative und qualitative Analyse von innerstaatlichen, zwischenstaatlichen und transnationalen bewaffneten Kon-flikten und Kriegen. Deskription und Empirie sind dabei zwei wissenschaftli-che Methoden, derer sich die Internationale Friedens- und Konfliktforschung zur Analyse und Auswertung internationaler, politischer Konflikte bedient. Das interdisziplinär ausgerichtete Forschungsfeld kombiniert wissenschaftliche Erkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen, wie beispielsweise dem Völker-recht, den Internationalen Beziehungen, den Sicherheitsstudien, der politi-schen Theorie und der Philosophie.“
    Nach der Erarbeitung der theoretischen Grundlagen wollen wir aktuelle praktische Themen behandeln. Die genaue Vorplanung für 14 Veranstaltungen im Semester erfolgt in der vorlesungungsfreien Zeit. Interessenten können sich an Herrn Udo Herrmann wenden: u.a.herrmann@t-online.de
    Grundlagentext: „Friedens-und Konfliktforschung- Eine Einführung“ von Ines Jacqueline Werkner, utb., 2020.

    Zeit: Di 10-12 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.301
    Beginn: 11.10.2021
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr  


    Arbeitskreis: Lyrik
    Gedichte gemeinsam lesen, besprechen und deuten, und zwar aus „Frankfur-ter Anthologie, Band 38, Gedichte und Interpretationen, begründet von Marcel Reich Ranicki, gebundene Ausgabe - 23. April 2015.

    Zeit: Mi 10-12 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 120
    Beginn: 12.10.2022
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr    



    Philosophischer Diskurs: Bedeutung der Aufklärung in unserer modernen Gesellschaft
    Gemeinsame Lektüre und Diskussion des Buches „Das Zeitalter des Lebendi-gen – Eine neue Philosophie der Aufklärung“ von Corine Pelluchon, wbg., 2021
    Im Zentrum des Buches werden zwei Fragen behandelt: "Hat die Aufklärung für unsere moderne Gesellschaft noch eine Bedeutung?" und „Können wir Freiheiten und ökologische Zwänge in Einklang bringen“

    Zeit: Do 14-16 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Beginn: 13.10.2022
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr    


    Arbeitskreis: Literatur
    Aktuelle Romane deutschsprachiger Autorinnen
    Wir wollen folgende Romane und Texte miteinander besprechen:

    • Juli Zeh: „Über Menschen“, Luchterhand-Verlag (März 2021)
    • Isabel Bogdan: „Laufen“, KiWi-TB, 2. Ed. (Februar 2021)
    • Marion Brasch: „Ab jetzt ist Ruhe“, Fischer TB (Mai 2015)

    Weitere Texte des Wintersemesters werden im Arbeitskreis noch festgelegt.

    Zeit: Di 14-16 Uhr
    Termine: 18.10., 08.11., 22.11., 06.12.2022, 10.01., 24.01.2023
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 5
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   



    Arbeitskreis Psychologie: Das "Lebensskript" in der Transaktionsanalyse als ein methodischer Ansatz zur Auseinandersetzung mit der Persönlichkeitsentwicklung und Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen
    Folgende Literatur liegt zu Grunde:
    Almut Schmale-Riedel: Der unbewusste Lebensplan. Das Skript in der Trans-aktionsanalyse. Kösel Verlag, 4. Auflage 2016.
    Thomas A. Harris: Ich bin o.k. Du bist o.k. Rowohlt Taschenbuchverlag, Rein-bek bei Hamburg, 44. Auflage, 2010.

    Zeit:  Di 14-17 Uhr (14-tgl.)
    Termine: 11.10.; 25.10.; 8.11.; 22.11.; 6.12.2022; 10.01.; 31.01.2023
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 113
    Anmeldung:  Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr   


    Alterspädagogischer Arbeitskreis: Lebenswissen von und für Lebenserfahrene
    Der Arbeitskreis findet in Präsenz statt. Sollte dies nicht möglich sein, fällt er aus.
    Der Arbeitskreis wendet sich an Teilnehmer/innen, die das Studium im Alter nutzen möchten, um individuelle Erfahrungen in den krisenhaften vergange-nen Jahren zu reflektieren und sich mit anderen Studierenden darüber auszu-tauschen.
    Wir möchten im WS 2022/23 an das WS 2021/22 mit dem Thema „Vertrauen“ anknüpfen, welches pandemiebedingt vorzeitig endete.
    Wie gehen wir mit verlorenem Vertrauen um? Können wir Lebensmut zurück-gewinnen?
    Das Seminar soll mit Hilfe der unten angegebenen Literatur die an Bedeutung gewonnene Vertrauensfrage sowohl auf gesellschaftlicher als auch auf per-sönlicher Ebene diskutieren und kritisch beleuchten. Während Hartmann von verschiedenen Ansätzen aus die soziale Dimension von Vertrauen analysiert, betrachten Wertheimer und Birbaumer die psychologische Seite unter Bezug auf konkrete literarische Beispiele.
    Anhand von dieser Lektüre und einiger selbst recherchierter Begleittexte diskutieren wir in Kleingruppen und im Plenum bestimmte Fragestellungen zum Thema
    `Vertrauen – ein riskantes Gefühl`.
    Empfohlene Lektüre: Martin Hartmann: Vertrauen – Die unsichtbare Macht. Frankfurt 2020; Jürgen Wertheimer, Niels Birbaumer: Vertrauen – Ein riskantes Gefühl. Salzburg 2016.

    Zeit: Di 10-12 Uhr
    Termine: 25.10.; 8.11.; 22.11.; 6.12.2022; 10.01.; 31.01.2023
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 113
    Anmeldung: Ab dem 23.09.2022, 9 Uhr