SPEZIELLE VORLESUNGEN UND SEMINARE FÜR STUDIERENDE IM ALTER

  • Informationen und Regeln zum Anmeldeverfahren

    Für die speziellen Veranstaltungen ist neben der Anmeldung als Gasthörer/in eine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Die Anmeldefrist zu den speziellen Veranstaltungen im Sommersemester 2018 beginnt am 9. März 2018, 9 Uhr. Sie erfolgt elektronisch. Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind nicht möglich. (Telefonische Anmeldung für Personen ohne PC-Kenntnisse siehe unten.)

    Zur Anmeldung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

    1. Suchen Sie auf diesen Seiten oder unter den studieneinführenden Veranstaltungen, die Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.
    2. Klicken Sie auf den Anmeldebutton, den Sie unter dem Kommentar zur gewünschten Veranstaltung finden.
    3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein (Name, Vorname, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse) und schicken Sie die Anmeldung ab. Bitte achten Sie auf ein korrekte Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bei einer fehlerhaften Eingabe kann Ihnen keine Bestätigung der Anmeldung (siehe 5.) zugeschickt werden.
    4. Das System meldet, ob Sie einen Platz in der Veranstaltung oder auf der Nachrückerliste bekommen haben.
    5. Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem Link, mit dem Sie Ihre Anmeldung umgehend bestätigen müssen.
    6. Verbindlich ist die Anmeldung erst nach fristgerechter Zahlung der Gasthörergebühr. Sollte die Gasthörergebühr nicht rechtzeitig bei der Universität eingehen, werden Sie automatisch aus der Teilnehmerliste gelöscht.
    7. Wenn Sie auf der Nachrückerliste stehen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald ein Platz als Teilnehmer/in für Sie frei wird. Bitte rufen Sie daher regelmäßig Ihre E-Mails ab. Ohne Anmeldebestätigung (siehe 5.) werden Sie im Nachrückverfahren nicht berücksichtigt.
    8. Für die Anmeldung nutzen Sie am besten Ihre E-Mail-Adresse, die die Universität Ihnen zur Verfügung gestellt hat (Ihre Nutzerkennung@uni-muenster.de). Sie dürfen auch eine andere E-Mail-Adresse angeben, müssen allerdings beachten, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal pro Veranstaltung genutzt werden kann, d.h. Sie können nicht mehrere Personen mit derselben E-Mail-Adresse anmelden.


    Im Interesse der Gasthörer/innen, die nur einen Platz auf der Nachrückerliste bekommen haben, bitten wir dringend darum, dass Sie sich abmelden, wenn Sie eine gebuchte Veranstaltung wider Erwarten nicht besuchen können.

    Wenn Sie den ersten Termin einer zulassungsbeschränkten Veranstaltung nicht wahrnehmen können, melden Sie sich bitte in der Kontaktstelle ab.


    Test des elektronischen Anmeldesystems
    Personen, die das elektronische Anmeldesystem vor der eigentlichen Anmeldung kennenlernen möchten, können das Anmeldesystem mit einer fiktiven Testveranstaltung ausprobieren (s.u.).


    Für Personen ohne PC-Kenntnisse
    Personen ohne PC-Kenntnisse können sich ab dem 9. März 2018, 9 Uhr telefonisch in der Kontaktstelle zu den Veranstaltungen anmelden (Tel. 0251-8324241 oder Tel. 0251-8321309). An diesem Freitag (9. März 2018) finden zu diesem Zweck von 9-12.30 Uhr und von 13.30-15 Uhr telefonische Sprechzeiten statt. Eine persönliche Anmeldung ist an diesem Tag nicht möglich.
    Für Personen ohne PC-Kenntnisse halten wir bei zulassungsbeschränkten Veranstaltungen 20% der Plätze frei. Von der telefonischen Anmeldung sollten nur diejenigen Gebrauch machen, die keine Möglichkeit zur elektronischen Anmeldung haben. Eine Nachrückerliste wird für telefonische Anmeldungen nicht geführt.
    Personen, die sich doppelt anmelden (elektronisch und telefonisch), werden aus den Teilnehmerlisten gestrichen.

  • Testveranstaltung: Hier können Sie das elektronische Anmeldesystem ausprobieren

    Hier können Sie das Anmeldesystem vor dem Anmeldetermin für die Veranstaltungen ausprobieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button. Das System führt Sie danach durch das Programm. Vergessen Sie nicht, Ihre Anmeldung mit dem Link, der Ihnen in einer E-Mail geschickt wird, zu bestätigen.
    Bei Problemen wenden Sie sich gerne an die Kontaktstelle Studium im Alter (0251-8324241).

  • Studieneinführende Veranstaltungen

    „Es lernt der Mensch, so lang er lebt“ – Lernen im Erwachsenenalter
    Ältere Studierende stellen täglich unter Beweis, dass lebenslanges Lernen möglich und sinnvoll ist und zudem Freude macht. Allerdings lernen Menschen im Alter anders als in der Jugend. Lernfähigkeit, Lernverhalten, Lernmotivation können sich ändern, sowohl nachlassen als auch zunehmen.
    Im Seminar sollen theoretische Grundlagen über die Funktionsweise des Ge-dächtnisses, Aufbau und Struktur des Gehirns sowie die Entwicklung der geis-tigen Leistungsfähigkeit im Alter erarbeitet werden. Dabei wird jeweils gefragt, welche praktischen Konsequenzen sich aus den theoretischen Erkenntnissen für das Lernen im Erwachsenenalter ableiten lassen. Gleichzeitig können die Teilnehmer/innen Lernstrategien kennen lernen und erproben, die dazu bei-tragen, das Lernen effektiver zu gestalten. Das Seminar gibt Anregungen sowohl für das Lernen im Alltag als auch für ein Studium im Alter.

    Zeit: mittwochs, 10-12 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 18.04.2018
    Leitung: Dr. Mechthild Kaiser
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl! Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Learnweb-Nutzerschulung

    Viele Lehrende stellen Materialien zu ihren Veranstaltungen ins Internet und nutzen dazu die Lernplattform Learnweb. Diese Schulung richtet sich an Personen, die eine Einführung in die Nutzung der Lernplattform Learnweb aus Sicht der Studentenseite bekommen möchten.
    In der Schulung werden die grundlegenden Schritte von der Anmeldung und Einschreibung in einen Kurs über das Hochladen von Materi-l/Dateien/Aufgabenbearbeitung bis hin zur Nutzung der Foren und anderer üblicherweise in einem Learnweb Kurs angebotenen Aktivitäten vermittelt. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum, Probleme und Schwierigkeiten im Umgang mit der Plattform anzusprechen.
    Schulungsinhalte: Kurze Einführung in das Thema E Learning; Praxisbeispiele; Kurssuche und Einschreibung; Eigenes Profil; Material hochladen, Aufgaben bearbeiten; Aktivitäten wie Forum, Datenbank, Abstimmung, Feedback.
    Hinweis: Für die Schulung benötigen Sie Ihre EDV-Nutzerkennung und Ihr Passwort. Vor Nutzung des Learnweb müssen Sie das Anfangskennwort der EDV-Nutzerkennung geändert haben. Nutzerkennung und Anfangskennwort wurden Ihnen mit den Zulassungsunterlagen zugeschickt.

    Termin: Freitag, 13.04.2018, 10-12 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 121, SCH 121.501
    Leitung: Dr. Markus Marek
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl! Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Rechtswissenschaft

    Dr. Rainer Kemper
    Verfügungen für die letzte Lebensphase und den Tod – aktuelle Fragen rund um Sterbehilfe, Patientenverfügung, Vorsorgevollmache und Testament
    Seminar
    Seitdem das Dritte Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts in Kraft getreten und erstmalig Regelungen über die Patientenverfügung gebracht hat, hat sich die Rechtslage in diesem Bereich erheblich weiterentwickelt. Vor allem die neuere Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Sterbehilfe hat wichtige Ergänzungen gebracht. Auch der Gesetzgeber ist erneut tätig geworden und hat mit dem Gesetz zum Verbot der gewerblichen Sterbehilfe Einschränkungen für die Autonomie am Lebensende geschaffen. Dadurch werden Aktivitäten kriminalisiert, welche bislang straflos waren. Das bringt für viele Betroffene ein gesteigertes Maß an Rechtsunsicherheit. Weitere Probleme in Bezug auf das am Lebensende zu Erwartende hat die Diskussion um die Organspende geschaffen – nicht nur wegen der aus den Organspendeskandalen folgenden Unsicherheiten, sondern auch wegen der grundsätzlichen Überlegung, inwieweit Organspendeverfügungen und Patientenverfügungen mitei-nander kompatibel sind.
    Ziel des Seminars ist es, die vielen Begriffe und Fehlvorstellungen zu klären, die im Zusammenhang mit Patientenverfügungen und der damit eng zusam-menhängenden Sterbehilfeproblematik vorkommen, zu skizzieren, welche Anforderungen der Gesetzgeber an Patientenverfügungen stellt, wie sie systematisch einzuordnen sind und was im „Ernstfall“ zu geschehen hat, wenn eine als Patientenverfügung gedachte Anordnung den gesetzlichen Anforderungen nicht genügt.
    Daneben wird auf alle anderen genannten Verfügungen zur Vorsorge für die letzte Lebensphase (vor allem Betreuungsverfügungen und Vorsorgevollmachten) bis hin zur Gestaltung der vermögensrechtlichen Fragen und der Erbfolge eingegangen. Ein Akzent wird insoweit bei der lebzeitigen Vermögensgestaltung gesetzt. Die letzte Lebensphase ist heute oft mit Pflegebedürftigkeit und Heimaufenthalten verbunden, welche die Betroffenen allein nicht finanzieren können. Deswegen soll auch auf die Problematik des Elternunterhalts und der Forderungen gegen Dritte eingegangen werden, die geltend gemacht werden (müssen), um entsprechende Pflegemaßnahmen finanzieren zu können. Wie kann vorab gesichert werden, dass Kinder nicht über Gebühr in Anspruch genommen werden, um die Pflege zu finanzieren? Dazu sollen anhand vieler Beispiele sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt und mögliche Gefahren durch unklare Regelungen (oder ein Fehlen jeder Regelung) erklärt werden.

    Zeit:     dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.3
    Beginn: 10.04.2018

  • Medizin

    wissen. gesundheit  – Eine akademisch-medizinische Vortragsreihe
    Unter dem Titel „wissen.gesundheit“ eröffnet die Kontaktstelle Studium im Alter eine neue Vortragsreihe. Quer durch unterschiedlichste Fachdisziplinen stellen in diesem Semester Lehrende der Medizinischen Fakultät der WWU neue wissenschaftliche Erkenntnisse vor und berichten aus Ihren Forschungs- und Praxisfeldern. Ermöglicht wurde dieses Angebot durch die Beteiligung aktiver und emeritierter Mediziner sowie durch die tatkräftige Unterstützung von Herrn Prof. Dr. Marschall in seiner Funktion als Studiendekan und Geschäftsführer des Instituts für Ausbildung und Studienangelegenheiten der Medizinischen Fakultät.

    17.04.2018 Herr Doktor, ich bin immer so müde. Was kann ich tun?
    Prof. Dr. med. Peter Maisel, Centrum für Allgemeinmedizin
    24.04.2018 Von Aneurysmen, Hirntumoren und Wirbelsäulen – ein Ausflug in die Neurochirurgie
    PD Dr. med. Markus Holling, Klinik für Neurochirurgie
    08.05.2018  Volkskrankheiten in der Augenheilkunde
    Univ.-Prof. Dr. med. Nicole Eter, Klinik für Augenheilkunde
    15.05.2018 Von Aderlass bis Zellularpathologie: Eine kleine Geschichte der Medizin
    Prof. Dr. phil. Hans-Georg Hofer, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin
    29.05.2018 Keine Angst vor Strahlen – Moderne Radioonkologie
    Univ.-Prof. Dr. med. Hans-Th. Eich, Klinik für Strahlentherapie
    05.06.2018 Psychosomatische Symptome bei Älteren und ihre guten Behandlungschancen
    Univ.-Prof. Dr. med. Dr. theol. Gereon Heuft, Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
    12.06.2018 Medizinstudium heute
    Prof. Dr. med. Bernhard Marschall, Studiendekan und Geschäftsführer IfAS (Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten)
    19.06.2018 Zwischen Wahrheit und Fiktion – ein Einblick in die Arbeit der Rechtsmedizin
    PD Dr. med. Daniel Wittschieber, Institut für Rechtsmedizin
    26.06.2018 Prostataerkrankungen und ihre Therapien
    Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Jan Schrader, Klinik für Urologie und Kinderurologie
    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A6, Hörsaal L 10 (Lageplan)
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Prof. Dr. Dr.h.c. Rolf B. Dierichs
    "Wie's drinnen aussieht". Teil 2
    Vorlesung
    Die Veranstaltung ist eine Fortsetzung der im Wintersemester 2017/18 behandelten Thematik und befasst sich mit dem inneren Aufbau des menschlichen Körpers, Besonderheiten der Blutversorgung und Innervation sowie des mikroskopischen Feinbaus.

    Zeit: donnerstags, 16-18 Uhr
    Ort: Mikroskopiersaal des PAN-Zentrums (Pathologie, Anatomie und Neuropathologie), Vesaliusweg 2-4
    Beginn: 19.04.2018
    Anmerkung: Die Veranstaltung fällt am 21.06 und 28.06.2018 aus.


    Prof. Dr. Klaus Völker
    Sportmedizinische Aspekte verschiedener Sportarten
    Vorträge zu folgenden Themen:

    26.04.2018
    ─    Sport als Therapie - Ist Sport besser als Knoblauch?
    ─    Wirkmechanismen des "Allheilmittel" Bewegung und Sport

    03.05.2018
    ─    Sport bei verschiedenen inneren Erkrankungen (Diabetes, AVK; Blut-hochdruck etc.)

    Zeit: donnerstags, 14-18 Uhr
    Termine: 26.04.2018 und 03.05.2018
    Ort: Schloss, S 8

  • Erziehungs- und Sozialwissenschaft

    Prof. Dr. Gerhard Breloer, Dipl.-Päd. Anni Breloer
    Begegnungen und Beziehungen – eine autobiographische Spurensuche
    Blockseminar
    Im Laufe des Lebens begegnen wir Menschen, Orten, Gegenständen, der Natur oder Kultur und Kunst, nebenbei oder bewusst. Bedeutungsvolle Begegnungen sind prägend, wirken möglicher Weise ein ganzes Leben lang, nicht selten entstehen daraus Beziehungen, vor allem zu Personen, die unseren Lebensweg bestimmen.
    Sich im Älterwerden des Geschenks oder der Last von Begegnungen und Beziehungen im Lebenslauf reflektierend (auch wertend) bewusst zu werden und dadurch sich selbst besser zu verstehen und mögliche Potentiale zu aktivieren, ist das Ziel des autobiographischen Seminars.  Aufgrund der Zielsetzung ist eine theoretisch fundierte und thematisch aufbauende Arbeitsweise mit entsprechend angeleiteten Übungen erforderlich, die in zeitlich umfänglicheren Einheiten in der Form von drei Tagesblöcken geplant sind. Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft, sich auf diese Zielsetzung persönlich einzulassen.

    Zeit: samstags, 9-16 Uhr
    Termine: 14.4.; 21.4.; 28.4.2018
    Ort: Bispinghof 2, BB204
    Anmeldung: Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie an allen drei Terminen verbindlich teilnehmen können!
    Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Karin Gövert, MSc.
    Resilienz – Was uns gesund erhält
    Blockseminar
    Spätestens seit der Diskussion um den salutogenetischen Ansatzes von Aaron Antonovsky (1997) erhält der Begriff „Resilienz“ zunehmend Bedeutung. Im Deutschen wird er synonym zu „Widerstandsfähigkeit“ „Belastbarkeit“ oder auch „Flexibilität“ verwendet. Gemeint ist die Fähigkeit des Menschen, auch mit belastenden Situationen und Erfahrungen konstruktiv umzugehen und sie ohne tiefgreifende Störungen gut zu bestehen. Wir werden in diesem Seminar das salutogenetische Konzept Antonovskys kennen- sowie den Begriff „Resilienz“ verstehen lernen. Darüber hinaus werden Faktoren vorgestellt, die für eine Gesunderhaltung in Krisen sorgen sowie Ansätze und Methoden besprochen und angewendet, die eine resiliente Haltung stärken. Erfahrungen der Teilnehmenden werden hierbei miteinbezogen.
    Da die Zahl der Teilnehmer/innen beschränkt ist, melden Sie sich zu diesem Seminar bitte nur an, wenn Sie an allen drei Tagen verbindlich teilnehmen können.

    Termine: 23.-25.07.2018, jeweils 10-16.30 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G32
    Beginn: 17.10.2017
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
    Als Trauernder auf dem Weg sein. Nachdenken über den Umgang mit Trauererfahrungen
    Blockseminar
    Trauer ist eine Emotion, die die ganze Person angeht. Sie berührt unzählige persönliche Bereiche, wie z.B. Bedürfnisse, Erinnerungen, Zukunftserwartungen, das Identitätserleben. Deshalb ist die Trauer auch eine höchst individuelle Erfahrung, auf die jeder in seiner je eigenen Weise reagiert und darauf antwortet.
    In der Seminarreihe werden auf dem Hintergrund der Persönlichkeitstheorie nach Prof. Julius Kuhl (PSI-Theorie) vier Varianten der Trauerbewältigung vorgestellt. Daraus folgend ergeben sich eine Reihe wichtiger Fragen, z.B., welche Voraussetzungen eine Auseinandersetzung mit der Trauer braucht. Welchen Einfluss andere Menschen auf den Verarbeitungsprozess haben oder was überhaupt Trauerverarbeitung bedeutet. Psychologisch relevant in dem Bewältigungs- und Neuorientierungsprozess ist die Unterscheidung zwischen dem, was das denkende Ich und das fühlende Selbst genannt wird und wie die Kommunikation zwischen diesen beiden Persönlichkeitssystemen gut gelingen kann.
    Das Ziel des Seminars ist es, das Phänomen von Trauer und Abschied und die persönliche Auseinandersetzung damit besser verstehen zu lernen.
    Weitere Informationen: www.hillmann-logotherapie.de

    Zeit: mittwochs 10-13 Uhr
    Termine: 18.04.; 16.05. und 20.06.2018
    Ort: Schloss, S 8


    Dr. Jutta Hollander
    Demenzielle und depressive Erkrankungen im Alter
    Seminar
    Das Wissen um gerontopsychiatrische Erkrankungen hat sich stark erweitert. So können beispielsweise eine Reihe neuer Formen, Untergruppen und Ausprägungen demenzieller Erkrankungen beschrieben und diagnostiziert werden. Diese Differenzierung ist für den betroffenen Menschen selbst und die Angehörigen sowie im professionellen Pflege- und Betreuungsalltag von hoher Bedeutung. Im Seminar werden grundlegende Informationen zu demenziellen und der depressiven Erkrankungen sowie zu möglichen Ko-Morbiditäten vermittelt und die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den jeweiligen therapeutischen Behandlungsansätzen und deren Relevanz für den Umgang mit erkrankten Menschen im Alltag.

    Zeit: freitags, 9.00-12.30 Uhr
    Termine: 22.6., 29.6., 6.7., 13.7., 20.7.2018
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 115
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Joachim Westerbarkey
    Varianten der Werbung: Flirt, Reklame, Public Relations, Propaganda - Fällt aus!
    Seminar

  • Psychologie

    Prof. Dr. Norbert Erlemeier
    Altersbilder – Formen und Wirkungen im kulturell-gesellschaftlichen Wandel
    Seminar
    Altersbilder sind Vorstellungen, Sichtweisen und Beurteilungen fremden und eigenen Alters und Alterns. Sie verändern sich unter dem Einfluss historischer und soziokultureller Rahmenbedingungen sowie persönlicher Lebenserfahrungen. Altersbilder beeinflussen die Stellung, Wertschätzung und Behandlung alter Menschen in Gesellschaften und Kulturen sowie das Zusammenleben mit ihnen. Sie beeinflussen auch die eigenen, oft gemischten Erwartungen und Gefühle (Hoffnungen wie Befürchtungen), die mit Alter und Altern verbunden werden. Altersbilder haben eine lange Tradition. Ihre Entstehungsbedingungen und Auswirkungen sind seit vielen Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Forschung, auch verbunden mit der Frage, welchen Einfluss sie auf Lebensqualität und Lebensgestaltung im Alter haben und wie sie positiv zu verändern sind. Im Seminar werden zunächst grundlegende Aspekte von Altersbildern im Zusammenhang mit ihren Ausdrucks-und Wandlungsformen behandelt, um dann die oben angeschnittenen lebenspraktischen Fragen aufzugreifen und zu bearbeiten.
    Literaturempfehlung: Wahl, Hans-Werner (2017). Die neue Psychologie des Alterns. München: Kösel Verlag (besonders Kap. 2, „Altern beginnt im Kopf“)

    Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr (14-tgl.)
    Termine: 12.04., 19.04., 03.05., 17.05., 07.06., 21.06., 05.07., 19.07.2018
    Ort:    Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ludger Kotthoff , Monika Kotthoff, KiJu Psych. Ther.
    Biographie und Märchen
    Seminar
    Märchen haben viel mit unserer Wirklichkeit zu tun. Sie greifen das auf, was uns Menschen bewegt: Wünsche, Hoffnungen, Mut und Stärke, aber auch Ängste, Unvollkommenheit, Eifersucht und Neid. Sie sind Ausdruck unbewusster, innerseelischer Vorgänge. Die Themen und Botschaften im Märchen bieten Lösungsmöglichkeiten für zwischenmenschliche Probleme, indem sie Schwierigkeiten des Lebens vereinfachen, anschaulich machen und Möglichkeiten zur Identifizierung erlauben. Mit Hilfe von unterschiedlichen Methoden (Schreiben, Malen, Rollenspiel) soll eine Auseinandersetzung mit Märchen und der eigenen Biographie angeregt werden, um persönliche Lösungen für Lebensfragen zu finden. Voraussetzung für eine Teilnahme ist die aktive Bereitschaft, sich auf diesen Prozess einzulassen.

    Zeit: samstags, 10-16 Uhr
    Termine: 28.04., 05.05., 12.05.2018
    Ort: Bispinghof 2, BB 102
    Anmeldung: Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie an allen drei Terminen verbindlich teilnehmen können!
    Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Dipl. Psych. Hiltrud Luthe
    Ehe und Familie im Wandel
    Blockseminar
    Im Prozess des Wandels in allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens hat sich auch der Bereich der privaten Lebensführung – in Ehe und Familie – grundlegend verändert. Ehe und Elternschaft werden heute nicht mehr als selbstverständliche Lebensperspektiven angestrebt, sondern sind Optionen unter vielen. Es gibt ganz unterschiedliche Lebenssituationen und Lebensformen, aus denen neben einem Zuwachs an Freiheit und Chancen auch Verunsicherungen und Konflikte entstehen.
    In diesem Seminar geht es um die Veränderung von Ehe und Familie, um die Familie im sozialen Umbruch, um eine Darstellung verschiedener Lebens- und Beziehungsformen mit ihren jeweiligen Auswirkungen und Folgen für alle Beteiligten. Ebenso werden wir uns beschäftigen mit kritischen Phasen und Ereignissen im Leben einer Familie und ihren jeweiligen Bedeutungen. Übungen und Reflexionen verknüpfen das Gelernte mit eigenen Erfahrungen der Teilnehmenden.

    Termine: Freitag, 25.05.2018, 14-18 Uhr
    Samstag, 26.05.2018, 10-16 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 1
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dipl. Psych. Hiltrud Luthe
    Auswirkungen von Trennung und Scheidung der Eltern auf das Familiensystem
    Tagesseminar
    Trennen sich Eltern, dann stehen das ganze System „Familie" und alle Familienmitglieder vor einer besonderen Entwicklungsaufgabe: sie müssen die Trennung realisieren, sich damit auseinandersetzen und schließlich neue Formen familiärer Beziehungen finden. Dieser Prozess ist für alle Beteiligten schmerzhaft und benötigt Zeit.
    Das Trennungsgeschehen ist kein punktuelles Ereignis, sondern beginnt lange vor der Trennung und wirkt weit in die Zeit nach Trennung und Scheidung hinein. In diesem Seminar werden unterschiedliche Trennungsphasen vorgestellt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Erleben der Kinder bei der Trennung ihrer Eltern. Es wird erarbeitet, was in den verschiedenen Phasen für Kinder und Eltern hilfreich sein kann.
    Übungen und Reflexionen verknüpfen das Gelernte mit eigenen Erfahrungen der Teilnehmenden.

    Termin: Freitag, 04.05.2018, 13-18 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 3
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dipl. Psych. Hiltrud Luthe; Dipl. Soz.Päd Silke Röhrs
    Mediation – Ein konstruktiver Weg, Konflikte zu lösen
    Blockseminar
    In sozialen Gruppen, in Familien, in Teams ist es normal, dass auch Konflikte auftreten. Diese führen, wenn sie bewältigt werden, oft zur Klärung und Weiterentwicklung. Manchmal jedoch scheinen die Diskussionen festgefahren, die Konflikte unlösbar mit den bislang vertrauten Strategien.
    Hier kann Mediation ein sinnvolles Verfahren sein. Mit Hilfe und Moderation einer neutralen dritten Person erarbeiten die Konfliktparteien freiwillig und selbstverantwortlich faire und verbindliche Lösungen. Über den Weg des Verhandelns können sie zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren jeweiligen Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator unterstützt die Parteien auf der Suche nach gerechten und zufriedenstellenden Lösungen für alle Beteiligten.
    Mediation ist eine Alternative zu einem gerichtlichen Verfahren. Sie kann sinnvoll sein bei unterschiedlichen Themen und in unterschiedlichen Bereichen: wie z.B. bei der Erarbeitung von eigenverantwortlichen Regelungen nach einer Trennung oder Scheidung, bei Problemen in der Familie und zwischen den Generationen, bei einer Erbschaft, bei einer Nachfolgeregelung, in Schule, Freizeitgruppen, Nachbarschaften. Dabei geht es weniger um die Entstehungsgeschichte von Problemen und Konflikten als vielmehr um zukünftige Lösungsmöglichkeiten.
    Neben theoretischen Inputs lernen die Teilnehmenden in diesem Seminar das Verfahren der Familienmediation an einem vorgegebenen Fallbeispiel konkret und praxisbezogen kennen.

    Zeit: samstags, 10-16 Uhr
    Termine: 21.04. und 28.04.2018
    Ort: Bispinghof 2, BB 107
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Geschichte

    Prof. Dr. Peter Burg
    Renaissance und Humanismus
    Vorlesung
    Die Renaissance war eine europäische Kulturepoche im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit im 15. und 16. Jahrhundert. Der Begriff bezeichnet die Wiederbelebung der kulturellen Leistungen der griechischen und römischen Antike. Ausgehend von Norditalien beeinflussten Künstler und Gelehrte der Renaissance mit ihrer Malerei, Architektur, Skulptur, Literatur und Philosophie die Länder nördlich der Alpen. Charakteristisch waren ferner die Erfindungen und Entdeckungen als Folgen eines allgemeinen geistigen Erwachens. Der mit der Renaissance aufkommende Humanismus war eine breite Bildungsbewegung, die auf antike oder als antik angesehene Vorstellungen zurückgriff. Sie erhoffte sich eine optimale Entfaltung der menschlichen Fähigkeiten durch die Verbindung von Wissen und Tugend. Der humanistische Lebensentwurf trat als Alternative neben das aus dem Mittelalter überkommene Menschenbild, das stark auf Gott und das Jenseits ausgerichtet war.
    Literaturhinweise: Peter Burke: Die europäische Renaissance. Zentren und Peripherien. Beck, München 2005; Jacob Burckhardt, Die Kultur der Renaissance in Italien (1860) (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)

    Zeit: dienstags und mittwochs,  10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 17
    Beginn: 10.04.2018
    Ende: 27.06.2018
    Anmerkung: In der Woche nach den Pfingstferien (29./30.05.2018) fällt die Veranstaltung aus.


    Prof. Dr. Horst Gründer
    Christliche Mission, europäischer Expansionismus und die Globalisierung der Welt – Von der Konstantinischen Wende (4. Jh.) zum imperialistischen Zeital-ter (19./20. Jh.)
    Vorlesung
    "Es fuhr wohl kaum ein Forscher oder Eroberer aus ohne Priester, welche das Kreuz errichteten und das Christentum verkündeten, sobald sie den Fuß an das Land gesetzt hatten". So hat es ein englischer Forschungsreisender, Kolonialbeamter und Expansionspublizist zum Ende des 19. Jahrhunderts formuliert. In der Tat lässt sich die enge Verbindung von christlicher Missionsausbreitung und europäischer Machtausweitung historisch kaum leugnen. Verfolgt man sowohl die Expansion der europäischen Kolonialmächte seit den Entdeckungsfahrten der Portugiesen und Spanier im 15. Jahrhundert als auch die Ausbreitung des Christentums seit dieser Zeit in ihrem jeweiligen zeitlichen Ablauf und in ihrem historischen Prozesscharakter, muss man zwangsläufig eine erstaunliche Deckungsgleichheit konstatieren.
    „Europäisierung der Erde“ meint mithin nicht nur die koloniale Unterwerfung nicht-europäischer Völker, sondern gleichzeitig eine religiös-geistige „Erobe-rung“, die die gesamte Welt bis heute prägt. Diesen Aspekt stellt die Vorlesung in den Mittelpunkt. Es geht zum einen um die Beteiligung der christlichen Mission am westlichen Kolonialismus und Imperialismus, zum anderen um die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Konsequenzen, die die koloniale Missionsausbreitung für die betroffenen Gesellschaften besessen hat.
    Empfohlene Literatur: H. Gründer, Christliche Heilsbotschaft und weltliche Macht. Studien zum Verhältnis von Mission und Kolonialismus. Gesammelte Aufsätze, hg. v. F.-J. Post u. a., Münster (LIT-Verlag) 2004.

    Zeit: freitags, 10-12 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 13.04.2018


    Prof. Dr. Hein Hoebink
    Studienfahrt zur EU nach Brüssel
    Seminar und Studienfahrt
    Für das Sommersemester 2018, konkret in der zweiten Hälfte des Oktobers 2018, plane ich eine zweitägige Studienfahrt zum Europäischen Parlament, zum im Mai 2017 neu eröffneten Haus der Europäischen Geschichte, zur Europäischen Kommission und zu einem in Brüssel arbeitenden Korrespondenten.
    Dieser Studienfahrt möchte ich gern zwei vorbereitende Seminarsitzungen vorausschicken. Sie sind für den 5. und 12. Juli 2018, jeweils 14-16 Uhr vorge-sehen. Das Thema dieser Seminarsitzungen wird eine kurze Einführung in den Prozess der europäischen Integration, eine Darstellung der Organisation europäischer Instanzen, aber im Wesentlichen eine Auseinandersetzung mit der europäischen Energiepolitik sein, die uns dann in Brüssel vertiefend beschäftigen soll.
    Die Studienfahrt erfordert von den im "Studium im Alter" angemeldeten Personen voraussichtlich einen Fahrtbeitrag von 230 € im EZ und von 180 € im DZ. Bei diesem Beitrag sind die Kosten für die Fahrt, das Hotel, ein Abendessen und das Frühstück einbezogen.
    Näheres wird allen Interessenten noch im März angegeben, wenn Sie mir Ihr Interesse an einer Teilnahme unter dem Stichwort "Studienfahrt Brüssel Oktober 2018" über meine Mailadresse hoebink@phil.hhu.de bis zum 15.3.2018 mitgeteilt haben.

    Seminar: donnerstags, 05.07 und 12.07.2018, jeweils 14-16 Uhr
    Ort: Orléansring 12, SRZ 214
    Fahrt: voraussichtlich Mitte Oktober, wird im März bekannt gegeben (nach Eingang Ihrer E-Mail)
    Anmeldung: bis zum 15.03.2018 unter: hoebink@phil.hhu.de


    Dr. Veronika Jüttemann
    Geschlechtergeschichte(n) des 20. Jahrhunderts
    Semiar
    „Hatten Frauen eine Renaissance?“, fragt 1977 die amerikanische Historikerin Joan Kelly und fordert damit die sogenannte „allgemeine Geschichtsschreibung“ heraus: Können die bisherigen Thesen, Erzählungen und Periodisierungen der Geschichtswissenschaft wirklich die behauptete allgemeine Gültigkeit beanspruchen oder beziehen sie sich nur auf die männliche Hälfte der Menschheit? Wie ändert sich der Blick auf die Geschichte, wenn nicht nur Unterschiede und Beziehungen zwischen Ständen und Klassen, sondern auch zwischen Männern und Frauen in der Analyse berücksichtigt werden? Und wie beeinflussen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit die Art und Weise, wie Menschen vergangener Jahrhunderte die Welt sahen und in ihr handelten?
    Am Beispiel der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts haben wir im vergangenen Sommersemester begonnen, mit diesem historischen Ansatz zu arbeiten. Bei der gemeinsamen Lektüre von Quellen und wissenschaftlichen Texten setzt das Seminar diesen Ansatz mit Blick auf die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts fort: Was bedeutet es jeweils in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus, in der DDR und BRD ein Mann oder eine Frau zu sein? Und wirft dieser geschlechtergeschichtliche Blick vielleicht auch ein anderes Licht auf die vier deutschen Staaten, die es im 20. Jahrhundert gegeben hat? Auch Neueinsteiger sind herzlich willkommen!

    Zeit: dienstags, 14-16 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 215
    Beginn: 17.04.2018
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Veronika Jüttemann
    Forschendes Lernen – Geschlechtergeschichte(n) in Westfalen 1800 bis 2000
    Forschungsseminar
    Der geschlechtergeschichtliche Wandel hat das Leben aller Frauen und Männer in den vergangenen 200 Jahren tiefgreifend verändert: Wie Männer und Frauen sich die anfallenden Aufgaben in Familie, Beruf und Gesellschaft geteilt haben, wie sehr Frauen an Entscheidungen und Macht in Politik und Wirtschaft beteiligt waren, was die Menschen für typisch männlich oder für eine Frau nicht schicklich hielten, ob ein Mann „gedient haben“ musste, um anerkannt zu sein, und ob die Fähigkeit, Windeln zu wechseln, mit echter Männlichkeit vereinbar war, wie Mädchen und Jungen erzogen wurden, welche Bildung sie genießen und welchen Beruf sie ergreifen sollten, ob Frauen Fußball spielen dürfen, und was überhaupt als angemessene Freizeitbeschäftigungen für Männer und für Frauen galt – all diese Fragen haben unsere Großeltern noch ganz anders beantwortet als unsere Eltern und erst recht als wir selbst.
    Im vergangenen Semester haben Studierende begonnen, selbstständig Forschungsprojekte zu einzelnen Aspekten des geschlechtergeschichtlichen Wandels zu konzipieren und durchzuführen. Ein verspäteter Einstieg ins Seminar ist daher auch nur nach Rücksprache mit der Seminarleiterin vor Beginn des Semesters möglich.

    Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 19.04.2018


    Prof. Dr. Paul Leidinger
    Die karolingische Mission Westfalens und Sachsens im 8. und 9. Jahrhundert n. Chr. im Zusammenhang mit der Christianisierung Europas im Mittelalter
    Vorlesung
    Die christliche Missionierung Europas wurde in nachrömischer Zeit vom 05.-13. Jahrhundert nach Chr. zu einer bis heute wesentlichen geistig-religiösen Grundlage des Kontinents. Sie hatte ihre wichtigsten Impulse im lateinischen Christentum in dem politischen Aufstieg des Frankenreiches seit der Taufe Chlodwigs 495 und geistig-religiös in der Konsolidierung des Papsttums vor allem durch die Päpste Leo I. der Große (440-461) und Gregor den Großen (590-604) sowie durch die Begründung des benediktinischen Klosterwesens (ca. 480-560), mit denen die Missionsidee verbunden war, ferner in der von Byzanz ausgehenden Orthodoxie vor allem durch die Mission der Slavenapostel Kyrill (826/8-869) und Methodios (ca. 815-885). Eine entscheidende Phase war dabei die Christianisierung Sachsens und vor allem seiner westlichen Region Westfalen durch Karl den Großen (768-814) seit 772, in der an die Stelle der Überzeugungsmission die Schwertmission trat, die danach auch im nordöstlichen Mitteleuropa wirksam wurde und im Gegensatz zu der friedlichen Mission der Slavenapostel stand.
    Die Vorlesung behandelt die genannten Grundlagen und Missionsphasen der Christianisierung Europas in den etwa acht Jahrhunderten zwischen 400 und 1300 mit einem besonderen Schwerpunkt auf der karolingischen Mission in Sachsen und vor allem in Westfalen 772-814, wo neuere archäologische Forschungen und Perspektiven der Bistums- und Pfarrgründungen vorgetragen werden. Sie verdeutlichen, dass insbesondere der westfälische Raum schon seit der Merowingerzeit im christlichen Einflussbereich lag und die Christianisierung sich hier weniger kriegerisch als vielmehr durch eine zielgerichtete militärische und missionarische Strategie mit nur vereinzelten örtlichen Kämpfen durchgesetzt hat.
    Literatur:
    Lutz E. von Padberg, Christianisierung im Mittelalter, Darmstadt 1998; 2006; Klaus Fitschen, Wie die Deutschen Christen wurden. Geschichte der Mission, Berlin 2016; CREDO - Christianisierung Europas im Mittelalter, hg. von Christoph Stiegemann, Martin Kroker und Wolfgang Walter, Band I und II, Ausstellungskatalog Paderborn, Petersberg 2013; Christoph Stiegemann, Matthias Wemhoff (Hg.), 799 - Kunst und Kultur der Karolingerzeit. Karl der Große und Papst Leo III. in Paderborn, Katalog der Ausstellung in Paderborn 1999, Band I-III, Mainz 1999; Arnold Angenendt, Mission bis Millenium 313-1000 (Geschichte des Bistums Münster, hg. von Arnold Angenendt, Bd. 1), Münster 1998; Arnold Angenendt, Liudger. Missionar - Abt - Bischof im frühen Mittelalter, Münster 2005; Gabriele Isenberg, Barbara Rommé (Hg.), 805: Liudger wird Bischof. Spuren eines Heiligen zwischen York, Rom und Münster, Mainz 2005; Werdendes Ruhrgebiet. Spätantike und Frühmittelalter an Rhein und Rhur.´, Ausstellungs-Katalog Essen, hg. von Heinrich Theodor Grütter, Patrick Jung, Reinhild Stephan-Maaser, Essen 2015; Paul Leidinger, Von der karolingischen Mission zur Stauferzeit - Beiträge zur früh- und hochmittelalterlichen Geschichte Westfalens vom 8. - 13. Jahrhundert, Warendorf 2012, 702 S. (mit Literatur); Archäologie in Westfalen-Lippe, Bände 2010-2016, Langenweißbach 2011-2017.

    Zeit: mittwochs, 12.00-13.30 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.2
    Beginn: 11.04.2018


    Dr. Heike Petermann
    Romantik. Das Leben und die Gesellschaft zwischen zwei Revolutionen um 1800.
    Seminar
    Die Französische Revolution (1789 bis 1799) war eines der Ereignisse in der neueren Geschichte, das Auswirkungen auf ganz Europa hatte. Das damit verbundene Streben nach Modernisierung und Liberalisierung erreichte verschiedene Herrschaftsbereiche jedoch erst 1848/49 (Deutschland, Italien). Dies führte zu politischen Veränderungen.
    In Deutschland hatte die Französische Revolution Auswirkungen auf das Geistesleben; denn die Künstler und Dichter waren sich nicht einig in ihrer Beurteilung.
    Bestimmend für die Zeit Ende des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhundert ist die ‚Romantik‘, die als Geistesströmung alle Bereiche des Lebens beeinflusste. Besondere Bedeutung erlangte dies in der bildenden Kunst (CD Friedrich), der Literatur (Gebrüder Schlegel, ETA Hoffmann, C. Brentano, Bettina von Arnim) und der Musik (L. Beethoven, F. Schubert, R. Strauss). Dabei sind jedoch teil-weise die Übergänge vom ‚Sturm und Drang‘ zur Romantik fließend (JW Goethe, F Schiller). Sie war eine Gegenbewegung zur vernunftbestimmten ‚Aufklärung‘.
    Gleichzeitig begann die Etablierung der Naturwissenschaften, die neue Ansätze in der Medizin begünstigte. Die Bedeutung des Unbewussten und der Seele in der Romantik begünstigte die Etablierung der Psychiatrie wie auch alternativer Heilmethoden (Mesmerismus u.a.).
    Im Mittelpunkt des Seminars steht Deutschland, vergleichend wird auf andere Länder eingegangen.

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 202
    Beginn: 08.05.2018
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Armin Schulz
    Die athenische Demokratie - Fällt aus!
    Seminar

  • Philosophie

    Dr. Melanie Bender
    Göttlicher Wahnsinn und andere Entrückungen
    Seminar
    Philosophie ist geprägt durch einen rationalen Zugang zur Wirklichkeit. Doch schon seit der Antike stellt sich die Frage, ob sich dem Menschen das Wesentliche nicht auf anderem Weg eröffnet. Platon spricht hier von einem göttlichen Wahnsinn, der den Menschen treffen und erschüttern kann und durch den er sich hin zu einer gesteigerten Wirklichkeit bewegt. Kunst, Musik und Religion haben diesen Zustand aufgenommen und für sich interpretiert. Ob Inspiration, Enthusiasmus, Begeisterung oder Mystik, sie alle reden von einer Befreiung des Menschen hin zu einem erlösenden Einheitserlebnis, das dem Alltagsmenschen vielleicht in der Erfahrung der Liebe bekannt ist. Dieses Seminar möchte sich der Thematik fächerübergreifend nähern. Es werden sowohl philosophische Darstellungen, literarische Verarbeitungen als auch Stimmen von Künstlern sowie Kunst selbst untersucht. Das Seminar möchte außerdem nach der krankhaften Entartung des Wahnsinns und nach dem Umgang der Gesellschaft damit fragen. (Das Seminar richtet sich ausschließlich an Studenten, die regelmäßig teilnehmen möchten. Der Seminarreader kann verbindlich bis zum 22.03.2018 in der Kontaktstelle bestellt werden.

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Beginn: 10.04.2018
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Norbert Herold
    Kann der Mensch sich selbst erfinden? Die Entdeckung der Individualität und die Folgen
    Seminar
    Ein wesentliches Kennzeichen der Moderne ist die zunehmende Bedeutung der Individualität. Im Verlauf des Seminars sollen einerseits wichtige historische Stationen - von Sokrates über die Renaissance und Aufklärung bis zur Gegenwart - auf dem Weg der Entdeckung und Ausprägung von Individualität behandelt werden. Andererseits werden auf dieser Basis systematisch die Konsequenzen eines zunehmenden Individualismus in unseren modernen Gesellschaften erörtert. Die Diskussion ist kontrovers: Sehen die einen in der Ausbildung der eigenen Individualität geradezu eine moralische Verpflichtung, warnen andere eindringlich vor dem zunehmenden Individualismus, der in ihren Augen den Zusammenhalt der Gesellschaft ernsthaft gefährdet.  
    Literaturhinweise: Gerhardt, Volker: Selbstbestimmung. Das Prinzip der Individualität, Stuttgart 1999. Pauen, Michael: Ohne Ich kein Wir, Berlin 2012. Serres, Michael, Erfindet euch neu!, Berlin 2013.

    Zeit: dienstags, 14-16 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Beginn: 10.04.2018
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Bodo Kensmann
    Philosophieren über Sexualität und Liebe
    Seminar
    Vor allem beeinflusst das Medium Internet direkt wie indirekt unsere Vorstellungen von Sexualität und Liebe – man denke nur an verschiedenartige Partnerschaftsportale und die in Reichweite eines Klicks zu findenden pornografischen Bilder. Wie kann anlässlich eines solchen Befundes über Sexualität und das Verhältnis von Sexualität und Liebe philosophisch angemessen und differenziert gesprochen und geurteilt werden?
    Im Zentrum des Seminars steht insbesondere die Beschäftigung mit thematisch passenden philosophischen Texten u. a. von Kant, Montaigne, Schopenhauer, H.-G. Frankfurt, Nussbaum.  Ausgehend von philosophischen Argumentationsgängen soll neben dem Medium Literatur ebenso das Medium Spielfilm (Philosophieren mit Filmen) in die philosophischen Auseinandersetzungen mit dieser Thematik einbezogen werden.
    Zur Einführung und als Basislektüre für das Seminar: A. Comte-Sponville, Sex. Eine kleine Philosophie. Zürich: Diogenes 2017; A.  Comte-Sponville, Liebe. Eine kleine Philosophie. Zürich: Diogenes 2017.

    Zeit: montags, 16-18 Uhr
    Ort:    Georgskommende 14, G 32
    Beginn:    09.04.2018
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
    Verletzlichkeit und Fremdheit als Prüfsteine von Autonomie? Eine philosophische Schnupperrunde
    Tagesseminar
    Autonomie gilt spätestens seit der Aufklärung als eine unserer vornehmlichen Errungenschaften und bezeichnet einen persönlichen wie gesellschaftlichen Wert. Gleichwohl sind und bleiben wir immer Existenzen, die verletzlich und auch durch Passivität ausgezeichnet sind. An kaum etwas wird dies so deutlich wie an philosophischen Autobiographien, an Reflexionen im Gewand von Selbstzeugnissen und Auseinandersetzungen mit diesem einmal mehr, ein-mal weniger selbständigen, fragilen, aber letztlich nicht einholbaren Selbst. Zentriert um den Urvater dieser philosophischen Form: Augustinus mit seinen berühmten Bekenntnissen, den Confessiones, aber auch mit Blick auf andere: Montaigne, Pascal, Rousseau, Derrida und Flusser widmet sich der Studientag den existentiellen Fragen von Eigenständigkeit, Passivität und Verletzlichkeit und taugt für Einsteiger ebenso wie für Versierte: Alle Interessierten sind herz-lich zur philosophischen Reflexion eingeladen.
    Literaturgrundlage: Augustinus, Aurelius: Bekenntnisse. Lat. u. dt. Aus dem Lateinischen v. Joseph Bernhart, Vorwort v. Ernst Ludwig Grasmück. Frankf. a.M. 1987.

    Termin: Donnerstag, 24.05.2018, 10-16 Uhr
    Ort: Schlossplatz 4, SP4 106
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beschten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Dr. Ulrike Sallandt
    Die Hermeneutik des Selbst – Paul Ricœur - Fällt aus!
    Seminar

  • Kunst und Kunstgeschichte

    Prof. Dr. Erich Franz
    Moderne Kunst und aktives Sehen. Sensomotorik vom Jugendstil bis zur Minimal Art     
    Vorlesung
    Beim traditionellen Gemälde richtete sich der Betrachter frontal auf eine optische Erscheinung. Sie wurde durch einen Rahmen vom realen Raum abgetrennt. In der Moderne wird die starre Frontalität durch vielfältig bewegte Einstellungen des Betrachters ersetzt, die sich auch mit Impulsen körperlicher Aktivität verbinden.
    Die Vorlesung bietet eine Einführung in Prozesse „aktiven“ Sehens, die von modernen Werken hervorgerufen werden. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts spricht man von einem „tastenden Sehen“. In den geschwungenen Linien des Jugendstils verfolgt man „dynamogene“ und „inhibitorische“ Kräfte, die der Betrachter durch „Einfühlung“ mitvollzieht. Im Expressionismus, Kubismus und Futurismus „wandert“ und stürzt der Blick durch polyfokale Räume. August Macke und Paul Klee beschäftigten sich mit Bewegungen des Augapfels und der wandernden Aufmerksamkeit und griffen Anregungen der damaligen Wahrnehmungspsychologie auf. Die Grenzen zu Tanz, Film und Musik wurden fließend.
    Auch im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts wirken in der bildenden Kunst visuelle Eindrücke mit körperlich-motorischen Impulsen zusammen – etwa bei Matisse, Duchamp, Hans Hofmann („push and pull“), Jackson Pollock oder Frank Stella. Die Formen „steigen“ aus dem flachen Bild in den realen Raum „aus“. Der Betrachter bewegt sich zwischen Objekten und Installationen. Minimal und Concept Art gehen bruchlos in die Kunst der Performance über. Entsprechend bestätigen Neurologie und Psychologie die engen Verbindungen zwischen Sehen und körperlicher Motorik.

    Zeit: donnerstags,  16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 12.04.2018


    Dr. Norbert Humburg
    Was ist ein Denkmal?
    Vorträge
    Die Ausstellung Skulptur Projekte 2017 Münster hat sich selbstverständlich auf die aktuell von Juni bis Oktober gezeigten Kunstwerke konzentriert.  Ein Rückblick auf Fünf Dekaden Skulptur Projekte war kaum möglich, noch weniger war es möglich, mehr als nur ansatzweise noch ältere Objekte – Denkmäler – zu zitieren. Die Frage, was denn eigentlich ein Denkmal ist, ein Denk-Mal, wurde weitgehend vernachlässigt.
    Eine auch nur annähernd verbindliche Definition des Begriffes Denkmal steht nicht zur Verfügung, auch die Institution Denkmalpflege verweist auf die unfassbare Vielseitigkeit des Phänomens:  Handelt es sich um Zeugnisse persönlicher Erinnerungskultur auf den Friedhöfen, um einzelne Arbeiten, die mehr oder minder bekannten Persönlichkeiten  gewidmet sind, um Hinweise auf geschichtliche Ereignisse, oft nur  im lokalen oder nur noch im historischen Kontext zu verstehen sind –  oder handelt es sich um Dokumente der Kunstgeschichte?  In drei Vorlesungen wird eine mögliche Systematik angeboten.

    Zeit: dienstags, 14-16 Uhr
    Termine: 10.04., 17.04. und 24.04.2018
    Ort: Domplatz 20, F 2
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beschten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!



    Dr. Norbert Humburg
    Die Stadt als Freilichtmuseum
    Stadtrundgänge zu ausgewählten Skulpturen
    Von 1977 bis 2017 wurde Münster alle zehn Jahre zum Ort der Kunstschau Skulptur Projekte Münster.  In fünfzig Jahren ist durch Ankäufe und Stiftungen aus dem reichen Angebot der aktuell ausgestellten Arbeiten ein beachtlicher Bestand an Kunst im öffentlichen Raum entstanden, mitunter noch im Bewusstsein, mitunter vergessen. In jeweils fünf Führungen geht es darum, eine kritische Übersicht über Altbestände und Neuzugänge zu erleben.
    Die Teilnehmerzahl ist pro Gruppe auf 20 beschränkt.
    Bei den Besuchen muss strikt darauf geachtet werden, dass der gebuchte Termin (Wochentag) eingehalten wird! Ein Wechsel zwischen den Gruppen ist nicht möglich! Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Beleg für die gebuchte Gruppe, der zur Veranstaltung mitgebracht werden muss. Ohne diesen Beleg ist eine Teilnahme nicht möglich.

    Zeit: jeweils ab 10.15 Uhr
    Treffpunkt: Das erste Treffen jeder Gruppe findet im LWL-Landesmuseum statt.  Die nächsten Treffen werden rechtzeitig abgesprochen.
    Gruppe A: dienstags 08.05., 15.05., 29.05., 05.06., 12.06.2018
    Gruppe B: mittwochs 09.05., 16.05. 30.05., 06.06., 13.06.2018
    Gruppe C: dienstags 19.06., 26.06., 03.07., 10.07., 17.07.1028  
    Gruppe D:  mittwochs 20.06., 27.06., 04.07., 11.07., 18.07.2018
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Klicken Sie bitte den Anmeldebutton der Gruppe, an der Sie teilnehmen möchten.


    Johannes Vincent Knecht, M.A.
    Grenzen des Gegenständlichen – Meisterwerke der Klassischen Moderne im Essener Museum Folkwang
    Tagesseminar
    Das Essener Museum Folkwang besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen moderner Malerei, mit herausragenden Gemälden etwa von Manet, Cézanne oder van Gogh. In einem intensiven Tageskurs wollen wir wesentliche Werke der Sammlung in gemeinsamen Bildbetrachtungen beschreibend und deutend erarbeiten. Im Mittelpunkt stehen diesmal solche Werke, die auf unterschiedliche Weise die Grenzen des Gegenständlichen ausloten und erforschen, von den auflösenden Tendenzen des Impressionismus über die Formzerlegungen im Expressionismus, bei Klee oder Picasso, bis hin zu Konzepten des Ungegenständlichen im russischen Formalismus und der reinen Farbmalerei. Dabei stellen sich auch kunstphilosophische Fragen: Wie kann ein Bild Bedeutung tragen, wenn es nichts mehr darstellt? Und welche Rolle spielt dabei das aktive Sehen des Betrachters?

    Termin: Sonntag, 06.05.2018
    Zeit: 10.30-13.00 Uhr und 14.30-16.30 Uhr
    Ort: Museum Folkwang, Museumsplatz 1, 45128 Essen
    (Navigationsinformation: Bismarckstraße 60)
    Treffpunkt: 10.15 Uhr, Foyer des Museums
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Johannes Vincent Knecht, M.A.
    Kunst und Macht
    Blockseminar
    Selten ist Kunst als Selbstzweck entstanden. Herrscher aller Epochen haben vielmehr versucht, sie in ihre Dienste zu stellen und Form und Symbolik der Kunst zur Darstellung eigener Größe, Legitimation und Herrlichkeit zu nutzen. Pracht, Faszination und Sinnlichkeit künstlerischer Werke sollten die Betrachter beeinflussen und von Macht und Ruhm künden. Dabei verrät die Betrachtung der Bilder, Bauten und Objekte viel über das Selbstbild der Herrschenden und den Zeitgeist ihrer Epochen. Wir wollen anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Kunstgattungen und in einem weiten historischen Bogen vom Ägypten der Pharaonen bis zur Bundesrepublik der Bildsprache der »politischen Ikonographie« auf die Spur kommen. Dabei zeigt sich, dass Bilder und Architekturen die weltliche oder geistliche Führung nicht nur feierlich präsentieren, sondern an ihrer Rechtfertigung und Verbreitung aktiv beteiligt sind: Die Kunst dient nicht nur der Darstellung der Politik, sondern ist wesentliches Mittel ihrer Durchsetzung. Zudem offenbaren die Strategien der Machtausübung durch Kunst- und Bildwerke über lange Zeiträume hinweg erstaunliche Kontinuität, die auch den Wandel von Ideologien und Staatsystemen überdauert. Somit soll der Kurs nicht nur das historische Interesse an vergangenen Funktionen von Kunst im Dienste der Macht herausstellen, sondern auch zum Verständnis aktueller visueller und materieller Praktiken in der Politik beitragen.

    Termine: Freitag, 13.07.2018, 13.00-16.00 Uhr und 17.00-18.30 Uhr
    Samstag, 14.07.2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.00-15.30 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 204
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ira Oppermann
    Michelangelo Buonarroti
    Seminar
    Bei kaum einem Künstler vor der Moderne des 20. Jahrhunderts bildet das Unvollendete, das non-finito, einen derart präsenten Werkanteil wie bei Michelangelo Buonarroti (1475-1564). Dieses Fragmentarische steht im starken Kontrast zum allgemeinen Kanon seiner „Göttlichkeit“, universellen Genialität und Vorbildlichkeit, die ihm Vasari schon zu seinen Lebzeiten attestierte.  
    Innerhalb dieses Spannungsbogens soll Michelangelo in allen seinen Facetten beleuchtet werden: Über exemplarische sowie enigmatische Arbeiten aus Skulptur, Architektur, Malerei und Zeichnung – also dem die drei ersten Küns-te umfassenden disegno – wird versucht diesem Ausnahmekünstler nahezu-kommen.
    Vorbereitend sollte Vasaris „Michelangelo“ gelesen worden sein: Giorgio Vasari, Das Leben des Michelangelo, hg. v. Alessandro Nova, bearb. von Caroline Gabbert, neu ins Deutsche übers. von Victoria Lorini, Berlin: Wagenbach, 2009 (ISBN 978-3-8031-5045-5)

    Termine und Orte: 06.07.2018: Bispinghof 2, BB 303
    07.07.2018: Bispinghof 2, BB 102
    11.07.2018: Orléans-Ring 12, SRZ 17
    12.07.2018: Orléans-Ring 12, SRZ 115
    13.07.2018: Bispinghof 2, BB 302
    Zeit: 10.30-12.45 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ira Oppermann
    Amerikas Ursprünge der Moderne
    Seminar
    Action Painting eines Jackson Pollock oder die Farbfeldmalerei eines Marc Rothko werden dem sogenannten Abstrakten Expressionismus zugeordnet. Weithin bekannt ist, dass diese Form der Malerei sich ab zirka 1940 auch in Auseinandersetzung mit der europäischen Moderne entwickelte, was insbesondere durch den Zuzug von Kriegsimmigranten gefördert wurde. Weniger bekannt sind die sich seit dem 20. Jahrhundert deutlich entfaltenden Kunstrichtungen in den Vereinigten Staaten, die bewusst ein eigenes amerikanisches Potential zu generieren suchten, was besonders im American Scene (Amerikanischen Realismus) deutlich wird, wie ihn Charles Sheeler, Charles Demuth, Georgia O’Keeffe oder Ralston Crawford (Präzisionismus) vertreten. Alfred Stieglitz, Fotograf und Galerist, war ihr größter Promotor, der sich (und sie) auch immer stärker von der europäischen Avantgarde abgrenzte. Auf den tieferliegenden Spuren dieser eigen-amerikanischen Richtung stößt man mit Vehemenz auf die Landschaft, die in ihrer Urgewalt für die junge Nation identitätsstiftend wurde (Winslow Homer, Rockwell Kent) und so von Beginn an einen bedeutenden Stellenwert innehat (Albert Pikham Ryder).

    Termine und Orte: 06.07.2018: Bispinghof 2, BB 2
    07.07.2018: Bispinghof 2, BB 102
    12.07. und 13.07.2018: Bispinghof 2, BB 208
    Zeit: jeweils 14.30-16.15 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ira Oppermann
    SchwarzWeiß – Die Faszination monochromer Malerei
    Seminar mit Exkursion nach Düsseldorf zur Ausstellung „Black & White. Von Dürer bis Eliasson“
    Das Ausschließen jeglicher Farbwerte aus einem Kunstwerk basiert auf unterschiedlichen Motivationen: vom Fokussieren (der Grundprinzipien) bis hin zu moralischen Aspekten oder dem Wettkampf der Kunstgattungen. Nicht selten steht wie bei Raphael und Michelangelo die Virtuosität im Vordergrund; auch Étienne Moulinneuf weiß sie mit dem Trompe l’œile einer imaginierten Glasplatte zu steigern, die er über dem eigentlichen Sujet zersplittern lässt. Die Düsseldorfer Ausstellung „Black & White. Von Dürer bis Eliasson“, eine Koproduktion mit der Londoner National Gallery, widmet sich erstmals einer geschichtlichen Aufarbeitung dieses Phänomens mittels prägnanter Werke sowohl von weniger bekannten Künstlern wie Moulinneuf als auch von berühmten Kollegen (van Eyck, Rembrandt, Ingres, Degas, Picasso etc.) – und mündet in zwei große zeitgenössische Installationen.
    Der vorbereitende Seminarteil zielt stärker auf den thematischen und geschichtlichen Überblick ab, während in der Ausstellung das Einzelwerk und die Technik im Fokus stehen.

    Seminar: 09.07.2018, 10.30-12.45 Uhr: Domplatz 20, F 041 und 14.30-16.00 Uhr: Bispinghof 2, BB 102
    Exkursion: Düsseldorf, Kunstpalast
    Termin: 10.07.2018
    Abfahrt: 9.10 Uhr Hbf. Münster, Ankunft in Düsseldorf: ca. 11 Uhr
    Museum: 11.30-17.30 Uhr (incl. 1 Stunde Pause)
    danach Rückfahrt nach Münster
    Anmerkung: Es besteht kein Versicherungsschutz durch die Universität.
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Rolf Quednau
    Die Genialität des Raphael von Urbino - Paragone: gleichkommen und über-treffen – Beobachtungen und Anmerkungen zu Raphaels wettstreitender Kreativität
    Vortrag
    Der Maler, Zeichner und Baumeister Raphael von Urbino (Urbino 1483-1520 Rom) gehört neben Dürer, Michelangelo, Leonardo da Vinci, Rubens, Bernini oder Picasso sowie einigen anderen zu den überragenden und vielseitigsten Schöpfern der abendländischen Kunst. Trotz seines kurzen, kaum zwei künstlerische Schaffensjahrzehnte umfassenden Lebens hatte er größten Erfolg und übte durch seine Werke einen noch größeren, unvergleichlichen Einfluss aus. Ausgehend von der durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart nahezu ungebrochen hohe Wertschätzung Raphaels als Zeichner und Maler wird der Vortrag an zahlreichen besonders anschaulichen Beispielen darlegen, worauf diese Wertschätzung beruht. Dabei offenbaren sich im Spannungsfeld von Nachahmung und Erfindung Raphaels außerordentliche visuelle Intelligenz, seine räumliche Vorstellungskraft, kompositorische Genialität, schöpferische Verknüpfungsphantasie und scheinbare Zwanglosigkeit, Entlehntes als sinn-fälliges, oft sogar potenziertes, überbietendes Neuerschaffenes aussehen zu lassen.

    Termin: Freitag, 13.04.2018
    Zeit: 14-16 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5


    Dr. Matthias Vollmer
    Vermeer und die Delfter Malerschule
    Blockseminar
    Die Delfter Malerschule (auch wenn der Begriff nicht ganz unumstritten ist) kann als eine Gruppe von nur locker miteinander verbundenen Künstlern ver-standen werden, die in Delft in der kurzen Zeit von 1650 bis 1670 malten. Johannes Vermeer, Pieter de Hooch, Carel Fabritius, Gerard Houckgeest, Paulus Potter und Emmanuel de Witte waren die bekanntesten Vertreter dieser Schule, doch jeder der eben erwähnten Maler gehört zu den wichtigen Künstlern des Holländischen Goldenen Zeitalters. Ihre Malerei ist geprägt durch eine tiefe innere Ruhe, durch genaueste Beobachtung des Lichtes, perspektivische Kompositionen und eine gewisse lässige Darstellung der Details. In einem Zeitraum von etwa 20 Jahren wurden einzigartige Meisterwerke geschaffen, von denen die Kompositionen Vermeers heute sicherlich die berühmtesten sind. Der Kurs möchte, mit einem besonderen Focus auf das Schaffen Vermeers, diese kurze Blütezeit vorstellen, nach der Delft zurück in die künstleri-sche Provinz fiel.

    Termine/Orte: Montag, 16.04.2018, 14.15-17.15 Uhr, Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Dienstag, 17.04.2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr, Orléans-Ring 12, SRZ 203
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Matthias Vollmer
    Modigliani - Der letzte Bohémien
    Tagesseminar
    Amedeo Modiglianis rauschhaftes und kurzes Leben ist von Skandalen und Armut geprägt; heute allerdings wird für eines seiner Bilder eine Summe von 170 Millionen Dollar gezahlt. Er interpretierte das Porträt und den Akt auf eine unnachahmliche Weise neu, seine Handschrift ist unverwechselbar. Eine gewisse Melancholie durchzieht seine Menschenbilder, die mit ihren gelängten Proportionen und etwas maskenhaften Gesichtszügen den Einfluss afrikanischer Bildwerke und auch den Constantin Brancusis zeigen. Der Kurs möchte einen Überblick über das malerische und bildhauerische Werk dieses ungewöhnlichen Künstlers geben, der trotz aller Stilisierung der Ausdrucksform es auch immer vermochte, das Innenleben seiner porträtierten Personen zu thematisieren.

    Termin: Mittwoch, 18.04.2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schlossplatz 34, vom Stein Haus, Aula


    Dr. Matthias Vollmer
    Hieronymus Bosch und Pieter Brueghel: Der Teufel steckt im Detail
    Blockseminar
    Die faszinierende Bildwelt der niederländischen Maler Hieronymus Bosch und Pieter Brueghel ist geprägt von seltsamen Einfällen und ungewöhnlichen Kompositionen. Wo Bosch die phantastisch traumhafte Seite der Malerei verkörpert, da erscheint Brueghel durch seine detaillierten Landschaften und seine lebensnahe Erfassung bäuerlicher Lebensräume als Meister des Gewöhnlichen und Alltäglichen. Brueghel begann mit Bildern im Stile Boschs, davor allerdings hatte Bosch bereits die Themen der späteren Genremalerei umrissen. Doch Bosch versteht die alltägliche Welt als eine gefahrenreiche Verführungsmaschinerie der Mächte des Bösen, für Brueghel hingegen sind die dunklen Mächte nur von Menschenhand gefertigte Masken, Ausdruck ihrer Unzulänglichkeit. Beide Maler schufen vor dem kulturellen Hintergrund von Humanismus, Reformation und Täuferbewegung eine einzigartige visuelle Welt, die den Begriff und die Aufgabe des Bildes ganz eigenwillig bestimmte – es demaskiert und bringt den Betrachter ob der Bizarrheiten so manches Mal zum Lachen.

    Termine/Orte: Montag, 18.06.2018, 14.15-17.15 Uhr, Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Dienstag, 19.06.2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr, Orléans-Ring 12, SRZ 203
    Anmeldung: Ab dem 009.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Matthias Vollmer
    Bildermacht
    Tagesseminar
    Wodurch werden in der modernen „Medienwelt“ Bilder zu „Ikonen“?  Fotografien des Zeppelin-Unglücks in Lakehurst, die Aufnahmen von „9/11“ in New York, das Mao-Porträt oder auch Aufnahmen aus dem Vietnam-Krieg repräsentieren nicht nur Momente oder Personen der Geschichte, sondern sie werden durch ihre Verwendung in unterschiedlichen Zusammenhängen gewissermaßen mit vielfältigen Bedeutungen aufgeladen, sie werden manchmal zu Kunstwerken oder werden in Kunstwerken verwendet, sie erhalten „ikonische“ Qualitäten. Aber was heißt das, was passiert hier eigentlich, was für Prozesse finden hier statt? Warum werden einige dieser Fotografien künstlerisch bearbeitet? Im Kurs soll diesen Fragen, die sich auch auf die Macht der Bilder beziehen, nachgegangen werden.

    Termin: Mittwoch, 20.06.2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schlossplatz 34, vom Stein Haus, Aula


    Matthias Zölle, Anke Gollup
    Last Exit Kunst II. Künstler reden über ihre Kunst
    Vorträge

    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr.  Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Zeit: mittwochs, 14-16 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.2
    Themen und Vortragende
    11.04.2018 Traumwelt komponieren. Kinderoper - Tondichtung - Gedichtsvertonung
    Matthias Bonitz, Musik
    18.04.2018 Abenteuer Kunst
    Luzia-Maria Derks; Installation, Objekte, Kunstvermittlung
    25.04.2018 Ortsbezogene Kunst
    Martina Lückener; Installation, Zeichnung, Druckgrafik
    02.05.2018 Keine Sahne
    Candia Neumann; Installation, Objektkunst, Zeichnung, Schauraumbetrieb
    09.05.2018 Frank Hoppmann - Prinzip Oskar
    Frank Hoppmann; Malerei, Karrikatur, Illustration
    16.05.2018 Genius Loci: Wenn der Spielort zum Hauptdarsteller wird.
    Zeha Schröder/Freuynde + Gaesdte; Schauspiel
    30.05.2018 Malst du nur oder bist du schon Künstler? - Kreatives Leben heute
    Sebastian Osterhaus; Malerei, Zeichnung, Photographie
    06.06.2018 In die Kunst gerutscht oder Niemals was mit Medien
    Christoph Tiemann; Kabarett, Schauspiel, Literatur
    13.06.2018 Last Exit Musik – Karriere oder Kleinkunst?
    Hanna Meyerholz; Musik
    20.06.2018 Kontemplation und Alltag
    Susanne von Bülow; Malerei
    27.06.2018 Flamenco - ein Leben lang
    Carmen Lopez; Tanz, Choreographie
    04.07.2018 Color Code
    Sandra Pulina, Malerei
    11.07.2018 Extrakte Kunst. Paragone der Muster in China
    EJ. Speckmann; Malerei, Photographie
    18.07.2018 Hauptsache Erzählen - Leben mit der Vielseitigkeit
    Sandra Lüpkes; Literatur, Musik

  • Musikpädagogik

    Prof. Dr. Jürgen Dorfmüller
    Jubiläen: Von Schubert und Grieg über Debussy bis Bernstein und Karlsen
    Die Vorlesungsreihe wird diesmal den Bogen vom frühen 19. Jahrhundert bis fast in die Gegenwart schlagen. Im Mittelpunkt steht zunächst die frühe Romantik, repräsentiert durch den in Wien geborenen und hier 1828 ein Jahr nach Beethoven viel zu früh verstorbenen Franz Schubert. Er schuf während nicht einmal zweier Jahrzehnte ein gewaltiges, selbst für Experten kaum fassbares Œuvre, aus dem das Klavier- und das Liedschaffen (Impromptus etc. sowie „Winterreise“ etc.) herausgehoben seien. 34 Jahre nach Schubert geboren und 1918 verstorben ist Claude Debussy, in der Musikgeschichte der eigentliche Impressionist. Gezeigt werden soll u. a. an seinen „Préludes“, wie er sich über die traditionelle Dur-Moll-Harmonik geradezu revolutionär hinweggesetzt hat. Auf den Tag fünf Monate nach seinem Tod und nunmehr vor genau einem Jahrhundert wurde der phänomenale amerikanische Komponist, Dirigent, Pianist und Musikschriftsteller Leonard Bernstein geboren, dessen Name spätestens durch die „West Side Story“ und durch seine Konzerte mit dem New York Philharmonic Orchestra weltweit bekannt wurde. Last, but not least: Parallel zum 23. Edvard-Grieg-Festival an unserer Universität wird Norwegen romantisch und gemäßigt modern repräsentiert. Zunächst mit Edvard Grieg, der, vor 175 Jahren geboren, „seinem Heimatland einen festen Platz auf der musikalischen Weltkarte verschafft hat“, wie es die Münsteraner Ehrendoktoren Finn Benestad und Dag Schjelderup-Ebbe von der Universität Oslo auf den Punkt brachten. Sodann mit dem inzwischen 70 Jahre alten, längst als einer der bedeutendsten Gegenwartskomponisten Skandinaviens anerkannten Kjell Mørk Karlsen, dessen über 200 zumeist gedruckte Opusnummern fast alle Gattungen von der Klavier-, Kammer- und Orgelmusik bis zum Oratorium und zur Sinfonie umfassen. Exemplarisch für seine pluralistisch verortete Stilistik wird der 24-teilige Klavierzyklus „Vom Volkston zum Zwölfton“ op. 133 im Fokus stehen.

    Zeit: mittwochs, 14-16 Uhr
    Termine: 11.4., 25.4., 9.5., 23.5., 30.05., 4.7., 18.7. und 25.7.2018
    Ort: Hör- und Konzertsaal "Musikkapelle" des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik, Philippistr. 2
  • Ethnologie

    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen - ein Training zur Vermittlung von Interkultureller Kompetenz
    Tagesseminar
    Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden.
    Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?
    Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der inter-kulturellen Begegnung zu erfassen.

    Termin: Freitag, 15.06.2018, 9-16 Uhr
    Ort:    Orléans-Ring 12, SRZ 114
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ursula Bertels
    Leben in einer multikulturellen Gesellschaft
    Tagesseminar
    Als Einwanderungsland steht Deutschland vor vielen Herausforderungen. Nicht nur jede Einzelne/jeder Einzelne erlebt im Alltag kulturelle Diversität, auch alle Institutionen (Behörden, Wohlfahrtsverbände, Schulen etc.) erfahren, wie interkulturelle Begegnungen den Berufsalltag verändern. Eine Möglichkeit, auf diese veränderte Situation zu reagieren, ist die Interkulturelle Öffnung.
    Das Seminar beschäftigt sich mit wichtigen Aspekten eines Einwanderungslandes und gibt Einblicke in die Chancen und Herausforderungen einer multi-kulturellen Gesellschaft.

    Termin: Freitag, 13.07.2018, 9-16 Uhr
    Ort:    Orléans-Ring 12, SRZ 114
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Germanistik/Literaturwissenschaft

    Prof. Dr. Karl Heinrich Hucke
    Lyrik der Romantik      -     Fällt aus!
    Vorlesung/Seminar


    Prof. Dr. Karl Heinrich Hucke
    Gedichte von Goethe    -   Fällt aus!
    Vorlesung/Seminar


    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Zurück in die Zukunft: George Orwell, 1984.
    Der Roman – Der Film – Das Theaterstück
    Blockseminar mit Aufführungsbesuch
    Nur wenige Monate, nachdem Donald Trump den Eid auf die amerikanische Verfassung geschworen hatte, kletterte ein mehr als 60 Jahre alter Roman auf die internationalen Bestsellerlisten: George Orwells 1949 veröffentlichter Roman „1984“, die beklemmende Utopie eines totalen Überwachungsstaats. In den sozialen Medien verwiesen zahlreiche Nutzer auf deutliche Parallelen im Auftreten Donald Trumps und seiner Berater und der düsteren Zukunftswelt des englischen Schriftstellers.  Der Personenkult um den „Großen Bruder“, „Neusprech“ als die vom Regime propagierte vereinfachte Sprache, die kritisches Denken der Bürger unterbinden soll, oder „Doppeldenk“, das Akzeptieren zweier widersprüchlicher Überzeugungen – das alles schien sich frappierend auf die aktuelle politische Situation des Jahres 2017 beziehen zu lassen. Das Seminar lädt zu eingehender Analyse des Romans, der Verfilmung (1984) und einem Vorstellungsbesuch seiner dramatisierten Fassung ins Theater Münster ein. (Textausgabe: George Orwell, Ullstein Tb)

    Termine und Räume: Dienstag, 24.04.2018, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung), VSH 17

    Seminar 1:
    Freitag, 04.05.2018, 16.00-20.00 Uhr, VSH 05
    Samstag, 05.05.2018, 10.00-18.00 Uhr, VSH 07
    Freitag, 15.06.2018, 16.00-20.00 Uhr, VSH 05
    Samstag, 16.06.2018, 10.00-18.00 Uhr, VSH 07

    Seminar 2:
    Freitag, 25. Mai, 16.00–20.00 Uhr, VSH 05
    Samstag, 26. Mai, 10.00–18.00 Uhr, VSH 19
    Freitag, 29. Juni, 16.00–20.00 Uhr, VSH 05
    Samstag, 30. Juni , 10.00–18.00 Uhr, VSH 05
    Ort: Stein Haus, Schlossplatz 34

    Anmeldung:

    Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Romanistik

    Prof. Dr. Christoph Miething
    Französische Gegenwartsliteratur
    Lektürekurs auf Französisch
    Es werden gemeinsam die Romane Chanson douce von Leila Slimani und L'ordre du jour von Eric Vuillard gelesen. Es handelt sich bei diesen Werken um die beiden Romane, die 2016 und 2017 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurden.

    Zeit: mittwochs, 12-14 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 11.04.2018
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
  • Anmeldepflichtige Studentische Arbeitskreise

    Arbeitskreise, für die Sie sich nicht anmelden müssen, finden Sie hier.

    Arbeitskreis: Sütterlin lesen
    Für die Ahnen- und Familienforschung ist es unabdingbar, unsere alte deutsche Schreibschrift lesen zu können. Wir staunen, was sich uns offenbaren kann: zum Beispiel Familiengeheimnisse in alten Tagebüchern. Verwandte tauchen auf, von denen wir nichts wussten. Jemand erfuhr sogar, dass ihm ein Grundstück gehört. Und Feldpostbriefe als letztes Lebenszeichen von Soldaten der Weltkriege sind wichtige Dokumente.
    Mit Vergleichen und etwas Sprachgefühl können wie uns bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts in alte Texte einlesen. Wenn gewünscht, bietet sich ein Kursus an, selbst die Sütterlinschrift schreiben zu können.

    Zeit: mittwochs, 10-12 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 32
    Beginn: 11.04.2018
    Leitung: Sigrid Alexandra Hagen
    Anmeldung: Ab dem 09.03.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!