SPEZIELLE VORLESUNGEN UND SEMINARE FÜR STUDIERENDE IM ALTER

  • Informationen und Regeln zum Anmeldeverfahren

    Für die speziellen Veranstaltungen ist neben der Anmeldung als Gasthörer/in eine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Speicherung Ihrer Daten gemäß unten stehender Datenschutzerklärung einverstanden.
    Die Anmeldefrist zu den speziellen Veranstaltungen im Wintersemester 2018/19 beginnt am 7. September 2018, 9 Uhr. Sie erfolgt elektronisch. Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind nicht möglich. (Telefonische Anmeldung für Personen ohne PC-Kenntnisse siehe unten.)

    Zur Anmeldung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

    1. Suchen Sie auf diesen Seiten oder unter den studieneinführenden Veranstaltungen, die Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.
    2. Klicken Sie auf den Anmeldebutton, den Sie unter dem Kommentar zur gewünschten Veranstaltung finden.
    3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein (Name, Vorname, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse) und schicken Sie die Anmeldung ab. Bitte achten Sie auf ein korrekte Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bei einer fehlerhaften Eingabe kann Ihnen keine Bestätigung der Anmeldung (siehe 5.) zugeschickt werden.
    4. Das System meldet, ob Sie einen Platz in der Veranstaltung oder auf der Nachrückerliste bekommen haben.
    5. Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem Link, mit dem Sie Ihre Anmeldung umgehend bestätigen müssen.
    6. Verbindlich ist die Anmeldung erst nach fristgerechter Zahlung der Gasthörergebühr. Sollte die Gasthörergebühr nicht rechtzeitig bei der Universität eingehen, werden Sie automatisch aus der Teilnehmerliste gelöscht.
    7. Wenn Sie auf der Nachrückerliste stehen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald ein Platz als Teilnehmer/in für Sie frei wird. Bitte rufen Sie daher regelmäßig Ihre E-Mails ab. Ohne Anmeldebestätigung (siehe 5.) werden Sie im Nachrückverfahren nicht berücksichtigt.
    8. Für die Anmeldung nutzen Sie am besten Ihre E-Mail-Adresse, die die Universität Ihnen zur Verfügung gestellt hat (Ihre Nutzerkennung@uni-muenster.de). Sie dürfen auch eine andere E-Mail-Adresse angeben, müssen allerdings beachten, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal pro Veranstaltung genutzt werden kann, d.h. Sie können nicht mehrere Personen mit derselben E-Mail-Adresse anmelden.


    Im Interesse der Gasthörer/innen, die nur einen Platz auf der Nachrückerliste bekommen haben, bitten wir dringend darum, dass Sie sich abmelden, wenn Sie eine gebuchte Veranstaltung wider Erwarten nicht besuchen können.

    Wenn Sie den ersten Termin einer zulassungsbeschränkten Veranstaltung nicht wahrnehmen können, melden Sie sich bitte in der Kontaktstelle ab.


    Test des elektronischen Anmeldesystems
    Personen, die das elektronische Anmeldesystem vor der eigentlichen Anmeldung kennenlernen möchten, können das Anmeldesystem mit einer fiktiven Testveranstaltung ausprobieren (s.u.).


    Für Personen ohne PC-Kenntnisse
    Personen ohne PC-Kenntnisse können sich ab dem 7. September 2018, 9 Uhr telefonisch in der Kontaktstelle zu den Veranstaltungen anmelden (Tel. 0251-8324241 oder Tel. 0251-8321320). An diesem Freitag (7. September 2018) finden zu diesem Zweck von 9-12.30 Uhr und von 13.30-15 Uhr telefonische Sprechzeiten statt. Eine persönliche Anmeldung ist an diesem Tag nicht möglich.
    Für Personen ohne PC-Kenntnisse halten wir bei zulassungsbeschränkten Veranstaltungen 20% der Plätze frei. Von der telefonischen Anmeldung sollten nur diejenigen Gebrauch machen, die keine Möglichkeit zur elektronischen Anmeldung haben. Eine Nachrückerliste wird für telefonische Anmeldungen nicht geführt.
    Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Speicherung Ihrer Daten gemäß unten stehender Datenschutzerklärung einverstanden.
    Personen, die sich doppelt anmelden (elektronisch und telefonisch), werden aus den Teilnehmerlisten gestrichen.

  • Datenschutzerklärung zur Anmeldung von speziellen Veranstaltungen im Rahmen des "Studium im Alter"

    Neben der allgemeinen Datenschutzerklärung der WWU gelten für die Datenverarbeitung bei der Anmeldung zu Veranstaltungen im Rahmen des „Studium im Alter“ folgende Besonderheiten:

    Umfang der Datenverarbeitung
    Bei der Anmeldung werden folgende personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet:
    (1)    Name, Vorname
    (2)    Matrikelnummer
    (3)    Bei elektronischer Anmeldung: E-Mail-Adresse
    (4)    Bei telefonischer Anmeldung: Telefonnummer

    Zweck der Verarbeitung
    Die Verarbeitung der oben genannten personenbezogenen Daten dient zur Organisation der Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl. Diese Daten werden an die für die jeweilige Veranstaltung Verantwortlichen weitergegeben.

    Rechtsgrundlage der Verarbeitung
    Da die Datenverarbeitung auf Ihrer Einwilligung beruht, ist Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DSGVO.

    Dauer der Speicherung personenbezogener Daten
    Ihre personenbezogenen Daten werden von uns nur solange gespeichert, wie wir sie für die Verwaltung Ihrer Teilnahme an den Veranstaltungen benötigen, in der Regel ein Semester. Ihre Daten werden auch dann gelöscht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur weiteren Datenverarbeitung gegenüber der Kontaktstelle „Studium im Alter“ widerrufen.

  • Testveranstaltung: Hier können Sie das elektronische Anmeldesystem ausprobieren

    Hier können Sie das Anmeldesystem vor dem Anmeldetermin für die Veranstaltungen ausprobieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button. Das System führt Sie danach durch das Programm. Vergessen Sie nicht, Ihre Anmeldung mit dem Link, der Ihnen in einer E-Mail geschickt wird, zu bestätigen.
    Bei Problemen wenden Sie sich gerne an die Kontaktstelle Studium im Alter (0251-8324241).

  • Studieneinführende Veranstaltungen

    Einführung in wissenschaftliches Arbeiten
    Übung
    In dieser semesterbegleitenden Übung sollen die Teilnehmenden Kriterien und Formen wissenschaftlichen Arbeitens kennenlernen, die im Studium eine wichtige Rolle spielen. Dazu werden zum einen „Spielregeln“ der Wissenschaft vorgestellt, zum anderen Techniken eingeübt, die den Umgang mit wissenschaftlichem Material erleichtern.
    U.a. werden folgende Themen behandelt: Unterscheidung von Alltagswissen und Wissenschaft, Lesen und Bearbeiten von Fachliteratur, Referieren und Präsentieren von Arbeitsergebnissen, Formen und Erstellen schriftlicher wis-senschaftlicher Arbeiten. Die theoretische Einführung wird jeweils durch praktische Übungen vertieft.

    Zeit: mittwochs, 10-12 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 17.10.2018
    Leitung: Dr. Mechthild Kaiser
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl! Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Learnweb-Nutzerschulung

    Viele Lehrende stellen Materialien zu ihren Veranstaltungen ins Internet und nutzen dazu die Lernplattform Learnweb. Diese Schulung richtet sich an Personen, die eine Einführung in die Nutzung der Lernplattform Learnweb aus Sicht der Studentenseite bekommen möchten.
    In der Schulung werden die grundlegenden Schritte von der Anmeldung und Einschreibung in einen Kurs über das Hochladen von Materi-l/Dateien/Aufgabenbearbeitung bis hin zur Nutzung der Foren und anderer üblicherweise in einem Learnweb Kurs angebotenen Aktivitäten vermittelt. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum, Probleme und Schwierigkeiten im Umgang mit der Plattform anzusprechen.
    Schulungsinhalte: Kurze Einführung in das Thema E Learning; Praxisbeispiele; Kurssuche und Einschreibung; Eigenes Profil; Material hochladen, Aufgaben bearbeiten; Aktivitäten wie Forum, Datenbank, Abstimmung, Feedback.
    Hinweis: Für die Schulung benötigen Sie Ihre EDV-Nutzerkennung und Ihr Passwort. Vor Nutzung des Learnweb müssen Sie das Anfangskennwort der EDV-Nutzerkennung geändert haben. Nutzerkennung und Anfangskennwort wurden Ihnen mit den Zulassungsunterlagen zugeschickt.

    Termin: Freitag, 12.10.2018, 10-12 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 121, SCH 121.501
    Leitung: Dr. Markus Marek
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl! Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Rechtswissenschaft

    Dr. Rainer Kemper
    Behinderung und Krankheit im Familien- und Erbrecht
    Seminar
    Gegenstand des Seminars sollen die familien- und erbrechtlichen Fragen sein, welche in direktem Zusammenhang mit Behinderung und Kranksein bzw. -werden zusammenhängen. Dabei werden sowohl die Problematik des von Geburt an kranken oder behinderten Menschen als auch diejenige der Menschen angesprochen, welche erst in fortgeschrittenem Alter krank oder behindert werden – man denke nur an die durch die Demenz des Partners oder der Eltern aufgeworfenen Fragen. Ergänzt werden diese Erörterungen durch Ausblicke auf die einschlägigen sozialrechtlichen Fragen.
    Diskutiert werden sollen unter anderem:
    ─    Fragen der rechtlichen Betreuung (Notwendigkeit, Betreuerauswahl, Vergü-tung, Aufgaben usw.),
    ─    ein Überblick über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht,
    ─    Hilfestellungen bei häuslicher Pflege,
    ─    Heimvertrag, Unterbringung, Zwangsbehandlung,
    ─    Fragen der Finanzierung von Pflege und Heimaufenthalt (Leistungen nach SGB, Pflegewohngeld, Elternunterhalt),
    ─    die Hilfe für Schwerbehinderte nach dem SGB IX in ihrem familienrechtlichen Kontext,
    ─    die Vorsorge für behinderte Partner und Kinder durch Erstellung eines Behindertentestaments.

    Zeit:     dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.2
    Beginn: 09.10.2018

  • Medizin

    wissen. gesundheit  – Eine akademisch-medizinische Vortragsreihe
    Was haben Fliegen, Erste-Hilfe, Trinkwasser und Depression gemeinsam?  -  Zu allen Themen und noch vielen weiteren wird an der WWU Münster in der Medi-zin geforscht und gelehrt:  Nach dem gelungenen Start im vergangenen Se-mester setzt die Kontaktstelle Studium im Alter die akademisch-medizinische Vortragsreihe „wissen.gesundheit“ fort. Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftler unterschiedlicher Disziplinen der Medizinischen Fakultät und des UKM werden von ihren Forschungen und praktischen Betätigungsfeldern be-richten und so einen Beitrag zum Wissenschaftstransfer im Rahmen des „Stu-dium im Alter“ leisten. Unterstützt wird das Angebot durch das Dekanat der Medizinischen Fakultät, insbesondere von Herrn Prof. Dr. Marschall, dem Stu-diendekan und Geschäftsführer des Instituts für Ausbildung und Studienan-gelegenheiten der Medizinischen Fakultät.

    23.10.2018 Welche Rolle spielen Fliegen (Diptera) bei der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen?
    Prof. Dr. med. Frieder Schaumburg, Institut für Medizinische Mikrobiologie
    30.10.2018 Die Alzheimer Krankheit: Spielt das Immunsystem eine Rolle?
    PD Dr. med. Judith Alferink, Klinik für Psychiatrie und  Psychotherapie
    06.11.2018 Ethische Fragen der Sterbehilfe: Worum geht es und was ist  strittig?
    PD Dr. Marco Stier, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin
    20.11.2018 Gesunde Gene, gesunde Kinder? Was dürfen wir tun, und was sollten wir lassen?
    Univ.-Prof. Dr. med. Frank Tüttelmann, Institut für Humangenetik
    27.11.2018 Mit Hand, Herz und Hightech – die Chirurgie als Garant für Innovation mit Menschlichkeit
    Univ.-Prof. em. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Senninger, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
    04.12.2018 Mythen und Fakten der Notfallmedizin – Anregungen für Ersthelfer
    PD Dr. med. Roman-Patrick Lukas, Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie
    (ausnahmsweise Hörsaal L 30)
    08.01.2019 Wie bleibt man gesund - Was macht uns krank?
    Vorstellung der NAKO Gesundheitsstudie
    Univ.-Prof. Dr. med. Klaus Berger, Institut für Epidemiologie
    15.01.2019 Trinkwasser & Hygiene: vom Privathaushalt bis in die Klinik
    Prof. Dr. rer. nat. Thorsten Kuczius, Institut für Hygiene
    22.01.2019 Mechanismen der Gelenkzerstörung bei Arthrose - warum Knor-peldegeneration nichts mit ‘Abnutzung’ zu tun hat
    Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Pap, Institut für Muskuloskelettale Medizin
    29.01.2019 Neurobiologische Erforschung von Depression und Angst oder – wie man dem Gehirn bei der Arbeit zusieht
    Dr. rer. nat. Lisa Leehr, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A6, Hörsaal L 10 (Lageplan)
    am 04.12.2018: Hörsaal L 30


    Prof. Dr. Dr.h.c. Rolf B. Dierichs
    "Wie's drinnen aussieht". Teil 3: Sinnesorgane und Zentralnervensytem
    Vorlesung

    Zeit: donnerstags, 16-18 Uhr
    Ort: Mikroskopiersaal des PAN-Zentrums (Pathologie, Anatomie und Neuropathologie), Vesaliusweg 2-4
    Beginn: 18.10.2018


    Prof. Dr. Klaus Völker
    Ernährung und Stoffwechsel beim Sport
    Vorträge zu folgenden Themen:

    17.01.2019
    ─    Sportgerechte Ernährung
    ─    Trinken beim Sport
    ─    Supplementation - Substitution - Doping

    24.01.2019
    ─    Zucker - Supertreibstoff für die Leistung
    ─    Zucker - krankmachender Risikofaktor
    ─    Fettstoffwechsel und Sport

    Zeit: donnerstags, 14-18 Uhr
    Termine: 17.01.2019 und 24.01.2019
    Ort: Schloss, S 8

  • Erziehungs- und Sozialwissenschaft

    Prof. Dr. Gerhard Breloer, Dipl.-Päd. Anni Breloer
    Herausforderungen im Älterwerden angesichts rasanter gesellschaftlicher Wandlungsprozesse
    Seminar
    Die klassisch gewordene Formulierung zum Bildungsverständnis lebenslanger Weiterbildung spricht von drei inhaltlichen Aspekten des ständigen Weiterlernens: Es gälte, in ständigem Bemühen sich selbst, die Welt und die Gesell-schaft zu verstehen und diesem Verständnis gemäß zu handeln. Das bedeutet im Hinblick auf das Älterwerden zumindest eine grundsätzlich doppelte Herausforderung des Lernens: sich mit den im Älterwerden erlebten eigenen Ver-änderungen auseinanderzusetzen - und zweitens dies in einer heute dazu sich rasant verändernden Gesellschaft. Während in unseren früheren Semina-ren das Älterwerden thematisiert wurde, sollen nunmehr einzelne gesell-schaftliche Entwicklungsbereiche (wie z. B. Digitalisierung, Kommunikation, Migration, Weltanschauungen und Werte, Institutionen, Medizin, Pflege, Gender und Sexualität......) in ihren Gewinnen einerseits sowie in ihren Verun-sicherung auslösenden Dimensionen andererseits analysiert und im Hinblick auf Entscheidungen für eine Lebensqualität im Alter erörtert werden. Der in unseren Seminaren bearbeitete Themenkreis „Leben lernen“ findet damit seinen Abschluss.

    Zeit: montags, 10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Beginn: 15.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Karin Gövert, MSc.
    Resilienz – Was uns gesund erhält
    Blockseminar
    Spätestens seit der Diskussion um den salutogenetischen Ansatzes von Aaron Antonovsky (1997) erhält der Begriff „Resilienz“ zunehmend Bedeutung. Im Deutschen wird er synonym zu „Widerstandsfähigkeit“ „Belastbarkeit“ oder auch „Flexibilität“ verwendet. Gemeint ist die Fähigkeit des Menschen, auch mit belastenden Situationen und Erfahrungen konstruktiv umzugehen und sie ohne tiefgreifende Störungen gut zu bestehen. Wir werden in diesem Seminar das salutogenetische Konzept Antonovskys kennen- sowie den Begriff „Resilienz“ verstehen lernen. Darüber hinaus werden Faktoren vorgestellt, die für eine Gesunderhaltung in Krisen sorgen sowie Ansätze und Methoden besprochen und angewendet, die eine resiliente Haltung stärken. Erfahrungen der Teilnehmenden werden hierbei miteinbezogen.
    Da die Zahl der Teilnehmer/innen beschränkt ist, melden Sie sich zu diesem Seminar bitte nur an, wenn Sie an allen drei Tagen verbindlich teilnehmen können. Teilnehmende, die das Seminar im letzten Semester besucht haben, werden dieses Mal nicht berücksichtigt.

    Termine: 04.-06.02.2019, jeweils 10-16.30 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G32
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
    Das Leben ist sinnvoll
    -- Drei Wege zum Sinn: Handeln - Freude erleben - Haltung erringen –

    Blockseminar
    Alles Sein und Leben birgt einen bedingungslosen Sinn in sich, den es unter keinen Umständen verliert, sagt Viktor Frankl, der Begründer der Logothera-pie, der sinnorientierten Psychotherapie. Das ist eine herausfordernde Aussage. Denn das Leben bietet Hindernisse und Leiderfahrungen an, die genau das in Frage stellen. Frankl formuliert seine These in den drei Wegen zum Sinn aus: Sinnverwirklichung über die Verwirklichung von schöpferischen Werten, Erlebniswerten und Einstellungswerten. Darin beschreibt er Sinnverwirkli-chung als schöpferisches Tun, als Erleben von Freude und als Gewinnung einer Haltung. Die Bewusstmachung dieser Sinnwege erweitert die Sichtweise auf das Leben und fördert die Handlungsfähigkeit, das Erleben von Freude und die Resilienz. Es ist ein Konzept, das sofortige Praxisbezüge zum Leben herstellt, die im Seminar veranschaulicht werden.
    Weitere Informationen: www.hillmann-logotherapie.de

    Zeit: mittwochs 10-13 Uhr
    Termine: 24.10.2018, 28.11.2018, 09.01.2019
    Ort: Leonardo Campus 17, Leo 17.21


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
    Trauer und Leben - Die Erfahrung der Trauer im Lebensalltag
    Blockseminar
    Jeder Mensch macht Trauererfahrungen und erlebt, wie durch den Verlust das eigene Leben in existenzieller Weise betroffen ist. Und es ist auf vielfältige Weise
    betroffen. Trauer hat mehr Implikationen als man denkt, und jeder wird den Weg  mit und durch die Trauer auf seine je eigene Weise gehen. In dieser Seminarreihe wollen wir das Phänomen Trauer von verschiedenen Seiten betrachten.
    Impulsreferate, Texte, Austausch im Gespräch und das gemeinsame Suchen nach hilfreichen Antworten sind die formalen Inhalte des Seminars.

    Zeit: dienstags, 10-13 Uhr
    Termine: 23.10., 06.11., 11.12.2018, 08.01., 29.01.2019
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 214
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Jutta Hollander
    Gerontopsychiatrische Erkrankungen und Störungen, therapeutische Ansät-ze und Alltagsstrategien für den Umgang mit erkrankten Menschen
    Seminar
    Neben einer alterstypischen Erkrankung können weitere Störungen und / oder Ko-Morbiditäten entstehen, die häufig wenig Beachtung finden und so häufig gar nicht oder nur sekundär mit in die Behandlung einbezogen werden. Eine komplexe ganzheitlich-integrative Behandlung bestenfalls unter Einbeziehung der Bezugspersonen bleibt so in vielen Fällen aus.
    Im Seminar werden zunächst grundlegende gerontopsychiatrische Erkrankun-gen auf der Basis des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnissstandes vorge-stellt. Besondere Beachtung finden dabei entstehende Ko-Morbiditäten wie Angst, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Suchtneigungen u.a. Die Darstellung von Verbindungen (differential)diagnostischer Erkenntnisse, ge-eigneter therapeutisch integrativer Ansätze mit dem Alltag der betroffenen Menschen und ihren An- und Zugehörigen wird im Mittelpunkt des Seminars stehen. Es werden gerontopsychiatrische Methoden, Behandlungsansätze und Strategien vorgestellt, die den Alltag der Betroffenen erleichtern und das Verständnis und den Umgang mit erkrankten Menschen für die An-und Zugehörigen verbessern.

    Zeit: freitags, 9.00-12.30 Uhr
    Termine: 16.11., 23.11., 30.11., 7.12., 14.12. 2018
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 114
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Joachim Westerbarkey
    Varianten der Werbung: Flirt, Reklame, Public Relations, Propaganda
    Seminar
    Was hat Flirt mit Public Relations zu tun, was verbindet Atlanta in Georgia mit dem Vatikan und wozu brauchen Werbeagenturen AIDA? Nun, allenthalben geht es um Bemühungen, andere anzulocken, zu überreden, zu überzeugen oder zu bekehren, sei es durch Betörung, Reklame, Imagepflege oder Propa-ganda. Jürgen Habermas zählt persuasive Kommunikation zum strategischen Handeln, weil hier nicht Verständigung gefragt ist, sondern Erfolg. Viele Kom-munikationsexperten verdienen damit ihren Lebensunterhalt und betreiben planmäßig und professionell, was jeder von uns täglich tut, bewusst oder un-bewusst, offen oder verdeckt, auch wenn uns die Allgegenwart idealisierender Selbstdarstellungen kaum noch auffällt. Außerdem ist Werbung für Kontakte, Produkte, Dienstleistungen, Institutionen und Ideen eines der wirtschaftli-chen Fundamente unserer Medien, auf das sie kaum verzichten können.
    Im Seminar soll ein Überblick über die wichtigsten Typen, Formen und Strate-gien der Werbung gewonnen werden, über ihre Ziele und Mittel, Funktionen und Folgen. In der ersten Sitzung wird ein detaillierter Verlaufsplan verteilt und erläutert. Zum Erwerb eines Leistungsnachweises ist es erforderlich, sich regelmäßig an der Veranstaltung zu beteiligen und ein mündliches Referat zu halten.
    Literatur zur Einführung: Joachim Westerbarkey (2001): Propaganda – Public Relations – Reklame. Ein typologischer Entwurf. In: Communicatio Socialis, Jg.34, S.438-447.

    Zeit: mittwochs, 9-13 Uhr
    Termine/Orte:  24.10.2018, Johannistr. 8-10, KTh V
    14.11. 2018, Orléans-Ring 12, SRZ 214
     05.12.2018, Johannistr. 8-10, KTh V
     09.01.2019, Schloss, S 055
     30.01.2019, Orléans-Ring 12, SRZ 204
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Psychologie

    Dr. Ludger Kotthoff , Monika Kotthoff, KiJu Psych. Ther.
    Jungen und Männer: Wie fühlen, denken, handeln sie?
    Seminar
    Das Verhalten und Erleben von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern ist das Zusammenspiel und Ergebnis von biologischen, psychologischen und ge-sellschaftlichen Bedingungen, unter denen Kinder und Jugendliche aufwachsen. Schon früh werden die Weichen gestellt für ein geschlechtsspezifisches Fühlen, Denken und Handeln: Familiäre und schulische Einflüsse, Erwartun-gen an ein Rollenverhalten, Selbstverständnis und Selbstwirksamkeit des Kindes beeinflussen und steuern diese Entwicklung. Daraus entstehen Grundmuster der Persönlichkeit, die bis ins Erwachsenenalter Einfluss haben und das Verhalten steuern.
    Im vergangen Wintersemester ist unter einer ähnlichen Fragestellung, die Entwicklung und Selbstwahrnehmung von Mädchen und Frauen untersucht worden. In diesem Semester soll versucht werden, mit Hilfe von Vorträgen und Gruppengesprächen die Entwicklung und das Rollenverhalten von Jungen und Männern zu beschreiben, zu verstehen und zu deuten: Wie nehmen Jungen und Männer sich selbst und die dingliche und soziale Realität wahr? Wie gehen sie mit Gefühlen um? Was brauchen Jungen, was brauchen Männer? Welche Verhaltensmuster entstehen in der Kindheit und wie beeinflussen sie das Denken und Handeln des Mannes z.B. in Beruf, Partnerschaft und Familie? Welchen Rollenwandel gibt es in der Gegenwart?

    Zeit: montags, 9-13 Uhr
    Termine: Gruppe 1: 15.10., 29.10., 12.11. 26.11., 10.12.2018; 7.1., 21.1.2019
    Gruppe 2: 22.10., 05.11., 19.11., 3.12., 17.12.2018; 14.1., 28.1.2019
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1

    Anmeldung
    Gruppe 1:

    Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Anmeldung Gruppe 2: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dipl. Psych. Hiltrud Luthe; Dipl. Soz.Päd Silke Röhrs
    Mediation – Ein konstruktiver Weg, Konflikte zu lösen
    Blockseminar
    In sozialen Gruppen, in Familien, in Teams ist es normal, dass auch Konflikte auftreten. Diese führen, wenn sie bewältigt werden, oft zur Klärung und Weiterentwicklung. Manchmal jedoch scheinen die Diskussionen festgefahren, die Konflikte unlösbar mit den bislang vertrauten Strategien.
    Hier kann Mediation ein sinnvolles Verfahren sein. Mit Hilfe und Moderation einer neutralen dritten Person erarbeiten die Konfliktparteien freiwillig und selbstverantwortlich faire und verbindliche Lösungen. Über den Weg des Verhandelns können sie zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren jeweiligen Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator unterstützt die Parteien auf der Suche nach gerechten und zufriedenstellenden Lösungen für alle Beteiligten.
    Mediation ist eine Alternative zu einem gerichtlichen Verfahren. Sie kann sinnvoll sein bei unterschiedlichen Themen und in unterschiedlichen Bereichen: wie z.B. bei der Erarbeitung von eigenverantwortlichen Regelungen nach einer Trennung oder Scheidung, bei Problemen in der Familie und zwischen den Generationen, bei einer Erbschaft, bei einer Nachfolgeregelung, in Schule, Freizeitgruppen, Nachbarschaften. Dabei geht es weniger um die Entstehungsgeschichte von Problemen und Konflikten als vielmehr um zukünftige Lösungsmöglichkeiten.
    Neben theoretischen Inputs lernen die Teilnehmenden in diesem Seminar das Verfahren der Familienmediation an einem vorgegebenen Fallbeispiel konkret und praxisbezogen kennen.

    Zeit: samstags, 10-16 Uhr
    Termine: 20.10.2018 und 27.10.2018
    Ort: Bispinghof 2, BB 107
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Geschichte

    Historisches zur Kaffeezeit: Geschichte des Nationalsozialismus in Westfalen nach 1945
    Bei Kaffee und Kuchen über Geschichte ins Gespräch kommen – darum geht es bei der Veranstaltung Historisches zur Kaffeezeit.   Zentrales Thema der Ge-spräche ist die sogenannte „zweite Geschichte des Nationalsozialismus“ in Westfalen nach 1945. Nicht nur zerstörte Städte und Straßen mussten wieder aufgebaut werden, auch Politik und Gesellschaft benötigten ein neues Fun-dament. Die Deutschen mussten die Demokratie erst lernen.  Doch wie taten sie das und welche Rolle spielte die Suche nach einem angemessenen Um-gang mit dem Nationalsozialismus hierbei? Wie ging die Gesellschaft nach 1945 mit den Personen um, die im Dritten Reich zum Helden erklärt oder als Systemfeinde ausgegrenzt worden waren?
    Diese Fragen hat eine Gruppe älterer Studierender über vier Semester hinweg an ausgewählten Beispielen aus ihren Heimatorten untersucht und unter http://tinyurl.com/helden-und-aussenseiter veröffentlicht.  Bei der Veranstal-tung Historisches zur Kaffeezeit stellen die Studierenden zunächst in einem kurzen Vortrag zentrale Ergebnisse ihrer Forschung vor, über die sie dann mit den Anwesenden ins Gespräch kommen möchten. Bei jedem Termin steht da-bei ein neuer Aspekt im Mittelpunkt.
    Eingeladen zu dieser Kooperationsveranstaltung von Studium im Alter und Münster Marketing sind nicht nur Gasthörer/innen, sondern alle Interessierten. Bringen Sie also gerne Verwandte, Freunde und Bekannte mit! Der Eintritt ist frei, Kaffee und Kuchen können vor Ort erworben werden.

    Ort: Freiraum im Restaurant Aposto, Alter Steinweg 21, 48143 Münster
    Zeit:  jeweils mittwochs, 16-18 Uhr
    Termine:
    16.01.2019 Der Arztschreiber von Buchenwald und der zurückgekehrte Jude: Wie kämpften zwei Überlebende in der Bundesrepublik um Gerechtigkeit?
    Hartmut Bringmann, Peter Schäfer
    23.01.2019 Opportunisten und Überzeugungstäter: Wie trugen führende Lokalpolitiker in Kleinstädten zum demokratischen Neuanfang bei?
    Bernd Hammerschmidt, Heinz Kleene, Heribert Schwarzenberg
    30.01.2019 Veteranen, Schützen, Eisenbahner: Wie gehen gesellschaftliche Gruppen mit ihrem Erbe aus der NS-Zeit um?
    Sabeth Goldemann, Bruno Weißschnur, Martin Wolf
    06.02.2019 Ein Kriegerdenkmal, Gedenkstätten und eine verschwundene Skulptur: Wie erinnert sich Münster an die NS-Zeit?   
    Paul Boß, Klaus-Dieter Franke, Norbert Schäfers


    Lesung: Helden und Außenseiter. Wie die Deutschen nach 1945 zu Demokraten wurden

    „Die Menschheit steht am Scheideweg. … Entweder wir werden ein Volk der Demokratie und des Friedens oder wir werden endgültig zermalmt“, schrieb Walter Poller am 20. März 1946 in der ersten Ausgabe der neuen „Westfäli-schen Rundschau“. Poller, ein sozialdemokratischer Journalist, hatte das KZ Buchenwald überlebt und kämpfte nach 1945 für die Demokratie und eine Aufarbeitung des NS-Unrechts, bis er an der Last seiner Erinnerungen zer-brach.
    Doch wie ging die bundesrepublikanische Gesellschaft mit ihm und anderen Menschen um, die im Dritten Reich als Systemfeinde inhaftiert und ermordet oder aber -  ganz im Gegenteil -  als Helden gefeiert worden waren? Und was kann man daraus über die Entstehung der Demokratie lernen? Diese Fragen hat eine Gruppe älterer Studierender über vier Semester hinweg an ausge-wählten Beispielen aus ihren Heimatorten untersucht und die Ergebnisse un-ter http://tinyurl.com/helden-und-aussenseiter veröffentlicht.
    Für diesen Theaterabend hat die Gruppe besonders markante Ausschnitte aus den Quellen ihrer Arbeiten zusammengestellt, die von Studierenden des Cent-rums für Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis in einer Lesung vorge-tragen werden. Aus vielen kleinen Mosaiksteinchen entsteht so ein anschauli-ches, dichtes und facettenreiches Bild der Nachkriegszeit in Westfalen.
    Eingeladen zu der Lesung sind nicht nur Gasthörer/innen, sondern alle Inte-ressierten. Bringen Sie also gerne Verwandte, Freunde und Bekannte mit! Der Eintritt ist frei.

    Ort: Studiobühne der Universität, Domplatz 23
    Termin: Dienstag, den 27. November 2018, 20.00 Uhr


    Prof. Dr. Peter Burg
    Islam und Christentum in der Frühen Neuzeit
    Vorlesung
    Die Vorlesung handelt von der frühneuzeitlichen Expansion des Islam in bis dahin christliche Territorien. Ein zentrales Thema sind die Lebens- und Exis-tenzbedingungen von Christen und Mohammedanern im Kontext des sich ausdehnenden Osmanischen Reiches.  Es geht um Unterwerfung, Anpassung, Eigenständigkeit, Binnen- und Auswanderung der christlichen Bevölke-rungsminderheit sowie um Mentalität und soziale Stellung der sich zum Islam bekennenden Majorität. Ein weiteres Thema ist die Verschränkung von Innen- und Außenpolitik. Als apokalyptische Zeitenwende wurde die Eroberung Kon-stantinopels im Jahre 1453 empfunden. Sultan Mehmed II. strebte darüber hinaus nach der römischen Kaiserkrone, wollte aber auch einen kulturellen Austausch mit Europa. Bei Katholiken wie bei Protestanten galten die Türken als Erzfeinde des Christentums, die es zu bekämpfen galt. Nach der erfolgrei-chen Abwehr einer Eroberung Wiens durch die Osmanen (1683) schwand in Europa das Gefühl einer existentiellen Bedrohung. Fortan intensivierten sich diplomatische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zwischen Orient und Okzident. In der Vorlesung soll deutlich werden, dass das Verhältnis von Islam und Christentum damals wie heute eine weltgeschichtliche Bedeutung besaß.
    Literaturhinweise: Bat Ye‘or, Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam: Vom Dschihad zum Schutzvertrag - 7. bis 20. Jahrhundert, Gräfelfing 2002, 2. Aufl. 2005; Patrick Franke, Der Islam: Staat und Religion im Europa der Neuzeit (Europäische Geschichte Online, hrsg. vom Institut für Eu-ropäische Geschichte Mainz), 2012.

    Zeit: dienstags und mittwochs,  10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 204
    Beginn: 23.10.2018
    Ende: 16.01.2019


    Prof. Dr. Horst Gründer
    Der Fremde - Die Fremde - Das Fremde – Die außereuropäische Frem-de/Fremdheit im Bild Europas von der Antike bis zur Gegenwart
    Vorlesung
    „Wir sehen nicht, sondern wir schaffen uns Bilder". - Dieser Ausspruch Johann Gottfried Herders aus dem Jahre 1787 soll als Leitmotiv über der Vorlesung stehen, in der es um die Begegnung Europas mit dem außereuropäischen Fremden geht (aber auch umgekehrt!). In erster Linie bestimmten Klischees, Stereotypen, Ressentiments dieses Bild des „Anderen“. Nach Entstehung, Ausbreitung, Wirkung, Nachleben bestimmter Topoi soll daher gefragt, also die „innere" Entdeckungsgeschichte nachgezeichnet werden.
    Ein Standardwerk zu dem gesamten behandelten Zeitraum existiert nicht. Am ehesten zu empfehlen: Urs Bitterli, Die „Wilden" und die „Zivilisierten". Grundzüge einer Geistes- und Kulturgeschichte der europäisch-überseeischen Begegnung, 3. Aufl. München 2004 (TB 26,90 €).

    Zeit: freitags, 10-12 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 12.10.2018


    Prof. Dr. Peter Johanek
    Die Stadt im Film
    Blockseminar

    Termine: Freitag, 19. 10. 2018, 14-16 Uhr
    Samstag, 20. 10. 2018, 10-13 Uhr
    Freitag, 26. 10. 2018, 14-18 Uhr
    Samstag, 27. 10.2018, 10-13 Uhr
    Freitag, 02. 11. 2018, 14-18 Uhr
    Samstag, 03. 11. 2018, 10-13 Uhr
    Freitag, 09. 11. 2018, 14-16 Uhr
    Samstag, 10. 11. 2018, 10-13 Uhr
    Freitag, 16. 11. 2018, 14-18 Uhr
    Samstag, 17.11.2018, 10-13 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 33
    Anmerkung: Bei den Freitagsterminen können sich jeweils Änderungen in der Dauer ergeben.
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Peter Johanek
    Die Großstadt in der Geschichte
    Blockseminar mit Exkursion

    Termine: Freitag, 21.12. 2018, 14-16 Uhr
    Freitag,11.01.2019, 14-18 Uhr
    Samstag, 12.01.2019, 10-13 Uhr
    Freitag, 18.01.2019, 14-18 Uhr
    Samstag, 19.01.2019, 10-13 Uhr
    Freitag, 25.01.2019, 14-16 Uhr
    Samstag, 26.01.2019, 10-13 Uhr
    Freitag, 01.02.2019, 14-16 Uhr
    Samstag, 02.02.2019: Ganztagsexkursion nach Köln
    Ort: Domplatz 20, F 33
    Anmerkung: Bei den Freitagsterminen können sich jeweils Änderungen in der Dauer ergeben
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!



    Dr. Veronika Jüttemann
    „Angst und Schrecken zu verbreiten”.  Zur Geschichte des Terrorismus in der Moderne
    Semiar
    Die Bilder der in Flammen stehenden Türme des World Trade Centers haben sich in das kollektive Gedächtnis gebrannt. Seit 9/11 stehen der Terrorismus beziehungsweise seine Bekämpfung wieder weit oben auf der politischen Agenda der westlichen Welt. „Unsicherheit und Schrecken zu verbreiten“ – laut dem Politologen Peter Waldmann eines der Hauptziele aller Terroristen –  hat al-Quaida sicherlich erreicht. Doch warum gelingt dies Terroristen so viel besser als politischen Attentätern, Guerilla-Kämpfern oder Putschisten? Was unterscheidet Terrorismus von anderen Formen politischer Gewalt? Und ist der Terrorismus wirklich innerhalb der acht Jahre von 1858 bis 1866 erfunden worden, wie die Historikerin Carola Dietze in ihrer kürzlich aufgestellten, viel beachteten These argumentiert hat?
    Bei der gemeinsamen Lektüre von Quellen und wissenschaftlichen Texten su-chen wir im Seminar nach Antworten auf diese Fragen.  Anhand verschiedener Fallbeispiele aus der deutschen Geschichte der letzten 160 Jahre wollen wir versuchen, das Phänomen „Terrorismus“ und seine historische Entwicklung besser zu verstehen. Dahinter steht die offene Frage, ob sich aus der Ge-schichte des Terrorismus Lehren für unseren Umgang mit Terrorismus heute ziehen lassen.

    Zeit: dienstags, 14-16 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 114
    Beginn: 16.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Veronika Jüttemann
    Forschendes Lernen – Geschlechtergeschichte(n) in Westfalen 1800 bis 2000
    Forschungsseminar
    Der geschlechtergeschichtliche Wandel hat das Leben aller Frauen und Män-ner in den vergangenen 200 Jahren tiefgreifend verändert: Wie Männer und Frauen sich die anfallenden Aufgaben in Familie, Beruf und Gesellschaft ge-teilt haben, wie sehr Frauen an Entscheidungen in Politik und Wirtschaft betei-ligt waren, was sie für typisch männlich oder für eine Frau nicht schicklich hiel-ten, ob ein Mann „gedient haben“ musste, um anerkannt zu sein, und ob die Fähigkeit, Windeln zu wechseln, mit echter Männlichkeit vereinbar war, wie Mädchen und Jungen erzogen wurden, welche Bildung sie genießen und wel-chen Beruf sie ergreifen sollten, ob Frauen Fußball spielen dürfen, und was überhaupt als angemessene Freizeitbeschäftigungen für Männer und für Frauen galt – all diese Fragen haben unsere Großeltern noch ganz anders be-antwortet als unsere Eltern und erst recht als wir selbst.
    Vor zwei Semestern haben Studierende begonnen, selbstständig Forschungs-projekte zu einzelnen Aspekten des geschlechtergeschichtlichen Wandels zu konzipieren und durchzuführen.  In diesem Semester soll es nun darum gehen, die Ergebnisse zu verschriftlichen. Ein Einstieg in das Seminar ist daher nicht mehr möglich.

    Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 18.10.2018


    PD Dr. Ernst Laubach
    Versuch einer Weltgeschichte der Neuzeit
    Vorlesung
    Seit dem “Aufbruch des Westens”, als vor ungefähr 550 Jahren europäische Menschen sukzessive zu den anderen Kontinenten, den dort lebenden Men-schen und ihren Kulturen   gelangten, sind die Teile unserer Erde immer enger miteinander verflochten. Die heutzutage gegebenen Möglichkeiten von Reisen erlauben viel mehr als noch vor einigen Jahrzehnten die direkte Begegnung mit anderen Völkern und Kulturen - europa- und weltweit.  Das legt auch die Beschäftigung mit ihrer Geschichte nahe.
    Mit den zahlreichen mehrbändigen Darstellungen der Weltgeschichte im “Zeitalter der Globalisierung” kann die Vorlesung nicht konkurrieren. Die Schwerpunkte dieses Versuchs einer Annäherung sollen auf den folgenden Fragen und Überlegungen liegen. Wie sah die Welt in der Anfangsphase dieser Berührungen aus? Welche Folgen hat dieser “Aufbruch” für die Menschen damals und später gehabt? Wie wuchs das Wissen über die anderen an? In welcher Weise strahlten die fremden Kulturen auf die europäischen zurück? Welche länger anhaltenden Entwicklungen wurden durch diese neuen Berüh-rungen ausgelöst, welche von ihnen sowie welche kurzfristigen Geschehen hatten langfristige, vielleicht bis heute nachwirkende Folgen?

    Zeit: montags, 10-12 Uhr
    Ort: Schloss, S 9 (Zugang zum S 9 über den Seiteneingang am rech-ten (Nord-)Flügel des Schlosses, rechts halten, dann Treppe zum 1. OG)
    Beginn: 08.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Paul Leidinger
    Westfälische Geschichte in der Ottonen-, Salier- und Stauferzeit (9.-13. Jahrhundert)
    Vorlesung
    Die Vorlesung behandelt Grundzüge der Geschichte des Raumes zwischen Rhein und Weser, für die sich in den vier Jahrhunderten zwischen karolingi-scher Mission und Stauferzeit (8.-13. Jahrhundert) der ursprünglich nur den Westen Sachsens bezeichnende Begriff „Westfalen“ ausprägte. Dies war im 9. und 10. Jahrhundert Ausgangspunkt der Liudolfinger als Herzöge von Sachsen und seit 919 als deutsche Könige und Kaiser, die in Ostsachsen ihre Herrschaft ausbauten, während in Westfalen die seit etwa 950 am Hellweg in Werl ansässigen und mit den Liudolfingern verwandten Grafen von Werl eine den Raum zwischen Rhein und Weser erfassende und bis nach Friesland reichen-de regionale Machtausbreitung anstrebten. Sie tritt in der Zeit der Salierherrscher 1024-1125, mit denen das Werler Grafenhaus durch die Heirat des Gra-fen Hermann I. um 980 mit der burgundischen Königstochter Gerberga eng verwandt war, zunehmend entgegen und hatte in der Zeit des Investiturstreits (ca. 1070-1122) ihren raumausprägenden Höhepunkt. Mit dem Aussterben des Hauses im Mannesstamm 1124 geriet der westfälische Raum in die kon-kurrierenden Herrschaftsansprüche des Kölner Erzbischofs im Westen und des sächsischen Herzogs im Osten, die 1177-1182 zu einem in den zeitge-nössischen Kölner Annalen so bezeichneten „Sächsischen Krieg“ führten, in dessen Verlauf der Sachsen- und Bayernherzog Heinrich der Löwe auf dem Hoftag des Stauferkaisers Friedrich Barbarossa 1180 in Gelnhausen politisch entmachtet und der Kölner Erzbischof zum Herzog von „Westfalen und En-gern“ erhoben wurde. Die regionale Oberherrschaft, die er damit für den Raum zwischen Rhein und Weser errang, konnte er aber im 13. Jahrhundert gegen-über den territorialen Kräften Westfalens und des Rheinlands nicht durchset-zen, vielmehr unterlag er diesen 1288 in einer Schlacht von Worringen, so dass Westfalen seit dieser Zeit von einer Reihe kleiner und mittlerer weltlicher  Territorien, vor allem aber durch die in der Karolingerzeit entstandenen Bistümer Paderborn, Minden, Osnabrück und Münster neben dem auf den Raum südlich der Lippe beschränkten erzbischöflich-kölnischen Herzogtum Westfalen geprägt wurde.
    Neben dieser politischen Entwicklung des Raumes wurde er aber auch seit dem 9. Jahrhundert durch die Entwicklung des Pfarrsystems, seit dem 12. Jahrhundert durch das entstehende Städtewesen und die sich gleichzeitig entwickelnden Reformorden der Prämonstratenser und Zisterzienser, seit dem 13. Jahrhundert auch durch die Bettelorden geprägt, so dass Westfalen im 13. Jahrhundert eine durchaus hoch entwickelte Region war, die zwar keine regionale politische Macht darstellte, aber mit dem Hellweg als transkontinentaler Handelsstraße durchaus mit der damals bekannten Welt verbunden war und aus dieser Verbundenheit auch Impulse zu ihrer wirtschaftlichen und geisti-gen Weiterentwicklung bezog. Literaturhinweise werden in der Vorlesung und im Internet mitgeteilt.
    Literatur: Wilhelm Kohl (Hg.), Westfälische Geschichte, Band 1: Von den Anfängen bis zum Ende des Alten Reichs, Düsseldorf 1983; Harm Klueting (Hg.), Das Herzogtum Westfalen, Band 1: Das kurkölnische Herzogtum Westfalen von den Anfängen im südlichen Westfalen bis zur Säkularisation 1803, Münster 2009; Jochen Luckhardt und Franz Niehoff (Hg.), Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125-1235, Katalog Braunschweig, Bd. 1 u. 2, München 1995; Paul Leidinger, Von der karolingischen Mission zur Stauferzeit. Beiträge zur früh- und hochmittelalterlichen Geschichte Westfalens vom 8.-13. Jh., Warendorf 2012, 702 S.; Carl Haase, Die Entstehung der westfälischen Städte, Münster 3. Aufl. 1976; Géza Jászai (Hg.), Monastisches Westfalen. Klöster und Stifte 800-1800, Münster 1982; Vergessene Zeiten. Mittelalter im Ruhrgebiet, hg. von Ferdinand Seibt u.a., Katalog zur Ausstellung im Ruhrlandmuseum Essen, Band 1 und 2, Essen 1990; Ritter, Burgen Intrigen: Aufruhr an der Ruhr 1225! Das Mittelalter an Rhein und Ruhr, hg. vom LWL-Museum für Archäologie – Westfälisches Landesmuseum Herne, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 2010

    Zeit: mittwochs, 12.00-13.30 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 2
    Beginn: 10.10.2018


    Dr. Heike Petermann
    Ein Streifzug durch die Geschichte der Medizin von der Antike bis zum 20. Jahrhundert
    Seminar
    Ziel des Seminars ist es, die Entwicklung der Medizin von ihren Anfängen bis heute nachzuzeichnen. Die Unterschiede und Ähnlichkeiten vermitteln inte-ressante Einblicke. Bekannt sind die Schriften des Arztes Hippokrates von Kos und der darin enthaltene Hippokratische Eid. Im Mittelalter waren die Mönchsärzte prägend, bevor im 16. Jahrhundert die Medizin sich maßgeblich weiterentwickelte. Im 19. Jahrhundert wurden die Grundlagen der naturwis-senschaftlichen Medizin gelegt. In der weiteren Entwicklung etablierten sich neben der Inneren Medizin und Chirurgie sowie Geburtshilfe weitere Fachge-biete bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wie die Psychiatrie und Anästhesie.
    Neben der Schulmedizin soll auch auf alternative Entwicklungen eingegangen werden.
    Grundlage des Seminars sind Texte aus den verschiedenen Epochen, die stellvertretend für eine Entwicklung stehen.

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 204
    Beginn: 30.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Armin Schulz
    Die Perserkriege
    Seminar
    Das Aufeinandertreffen von Persern und Griechen ist bis heute im kulturellen Gedächtnis des Westens verankert.
    Herodot berichtet vom gewaltsamen Versuch der achaimenidischen Großköni-ge Dareios I. und Xerxes I., ihren Machtbereich nach Westen zu erweitern. Un-ter der Führung von Athen und Sparta gelang es den griechischen Poleis je-doch der zahlenmäßigen Übermacht der Perser zu trotzen und sich so ihre Freiheit zu bewahren.
    Im dem Seminar sollen der Beginn der Auseinandersetzungen wie auch die beidseitigen Verstrickungen der Kontrahenten analysiert werden. Anhand der Überlieferung soll eine Rekonstruktion der zentralen Schlachten (Marathon, Thermopylen, Salamis, Plataiai...) vorgenommen werden.
    Abschließend gilt ein Blick den Auswirkungen auf die Folgezeit für die griechi-schen Bündner bis hin zur Gründung des Athenisch-Delischen Seebundes.
    Literatur: Herodot. Historien (griechisch-deutsch) Hrsg. und übers. Feix, J. (Darmstadt 41988); Fischer, J., Die Perserkriege (Darmstadt 2012); Murray, O., Das frühe Griechenland (München 51998); Will, W., Die Perserkriege (München 2010).

    Zeit: mittwochs, 14-16 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 203
    Beginn: 17.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Philosophie

    Dr. Melanie Bender
    Wider das Schweigen I
    Seminar
    “Nacht. Niemand betete darum, dass die Nacht rasch verstreichen möge. Die Sterne waren nur Funken des großen Brandes, der uns verzehrte. Wenn dieses Feuer eines Tages erlöschen sollte, würde der Himmel leer sein, es würde nur noch erloschene Sterne und tote Augen geben... Nie werde ich diese Nacht vergessen, die erste Nacht im Lager, die aus meinem Leben eine siebenmal verriegelte lange Nacht gemacht hat... Nie werde ich das nächtliche Schweigen vergessen”, schreibt Elie Wiesel. Er schreibt, auch wenn Reden schwer ist – doch Schweigen ist unmöglich. Schweigen ist auch heute noch der sicherste Weg auf die Abwege der Menschheit, die mit dem Nationalsozialismus began-gen wurden. Darum möchte dieses Seminar trotz der Löcher, die das Schwei-gen schon in die Sprache gehöhlt hat, die Ursachen der damaligen Abwege zu verstehen lernen. Das mag angesichts der “vollendeten Sinnlosigkeit” des Geschehens, wie Hannah Arendt es ausdrückt, schwierig sein. Doch Zeitzeu-gen wie sie, Elie Wiesel, Ruth Klüger, Hans Erich Nossack, George Orwell und Heinrich Böll haben mit philosophischem und literarischem Blick auf das Geschehen immer gültige Erkenntnisse über den Totalitarismus, organisierte Schuld, Zivilcourage, die Banalität des Bösen und die lähmende Tiefe des Entsetzens gewonnen. Das Seminar wird im Sommer weitergeführt mit dem Schwerpunkt auf die sogenannte “Vergangenheitsbewältigung” und den Um-gang mit gegenwärtigem Hass im Lichte einer notwendigen Erinnerungskultur. (Das Seminar richtet sich nur an Studenten, die regelmäßig teilnehmen wollen. Der Seminarreader kann bis zum 15.09.2018 in der Kontaktstelle bestellt werden.)

    Zeit:

    dienstags, 16-18 Uhr

    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Beginn: 09.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Norbert Herold
    Anerkennung, Freundschaft, Liebe. Grundbegriffe der Sozialphilosophie
    Seminar
    In unserer individualistischen Gesellschaft spielt das Problem der (oft fehlenden) Anerkennung eine zentrale Rolle. Was verschafft dem Individuum, das für seine persönliche Integrität und sein Selbstbewusstsein die Zustimmung der anderen braucht, in einer Welt abnehmender Sicherheiten und schwindender sozialer Bindungen die notwendige Anerkennung? Schon die einfache Frage, wie unbezahlte Arbeit zu Hause (Haushalt, Erziehung, Pflege) Anerkennung findet und welche Formen der Anerkennung (Lob, Ehre, Geld) zur Verfü-gung stehen, zeigt die Komplexität der sich auftuenden Fragen. Verbietet sich nicht eine Bezahlung, wenn die Beteiligten aus Liebe und Freundschaft han-deln? Wo fangen Missachtung, Ausbeutung oder Entwürdigung an in der Fami-lie, unter Freunden, in der Gesellschaft? Gibt es ein allgemeines Recht auf An-erkennung?
    Die juristische Anerkennung jeder Person konnte zumindest in der westlichen Welt weitgehend durchgesetzt werden. Allerdings zeigen die andauernden Konflikte der Gegenwart, dass egalitäre juristische Strukturen nicht ausrei-chend sind für ein friedliches soziales Miteinander. Offensichtlich ist es nicht weniger entscheidend, dass die Mitglieder einer Gesellschaft Solidarität, ge-genseitige Achtung und gesellschaftliche Anerkennung erfahren, sei es in den Dimensionen von Wohlwollen und Fürsorge, bei der Wertschätzung unter-schiedlicher Arbeit sowie bei der Respektierung kultureller Unterschiede.
    Im Verlauf des Seminars soll anhand einschlägiger sozialphilosophischer Texte versucht werden, die Formen des Respekts und der Anerkennung im Kontext von Liebe, Freundschaft, Arbeit und Herrschaft in ihrer Eigenart und wechselseitigen Abhängigkeit zu erfassen. Die Bereitschaft der Teilnehmer, sich auch mit anspruchsvollen Texten auseinanderzusetzen, wird vorausgesetzt.
    Literaturhinweise: Honneth, Axel: Das Ich im Wir. Studien zur Anerkennungstheorie, Berlin 2010; Krebs, Angelika: Arbeit und Liebe, Frankfurt am Main 2002; Vedder, Björn: Neue Freunde. Über Freundschaft in Zeiten von Facebook, Bielefeld 2017.

    Zeit: dienstags, 14-16 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Beginn: 09.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Bodo Kensmann
    Philosophieren mit Filmen
    Seminar
    Einerseits kann der Film selbst Gegenstand des Philosophierens sein. Dann geht es darum zu bestimmen, was das Wesen des Films (auch im Unterschied zu anderen Künsten) ausmacht. Andererseits werden in Spielfilmen mehr oder weniger deutlich auch philosophische Fragestellungen aufgeworfen und phi-losophische Ansätze und Thesen (wieder-) erkennbar – wenn mit entspre-chend philosophischem Blick die „bewegten Bilder“ betrachtet werden. Pas-sende philosophische Texte sollen mit geeigneten Spielfilmen in Verbindung gebracht und beide Medien in ihrem Wechselbezug analysiert und diskutiert werden. Dabei kommen ethische, sozialphilosophische und politisch-philosophische Themen in den Blick. Und die Frage nach Glück und Lebens-sinn soll nicht vergessen werden.
    Mit Rückblick auf das Film-Seminar im SoSe 2017 sei angemerkt, dass in der kommenden Veranstaltung andere Filme thematisiert und andere philosophi-sche Akzente gesetzt werden sollen.

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Ort:    Bispinghof 2, BB 102
    Beginn:    09.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
    Michel de Montaigne: 'Essais'
    Tagesseminar
    Michel de Montaigne hat mit seinen Essais nicht nur eine literarische Form be-gründet, sondern Einblicke in sein bis heute faszinierendes und zu weiterem Reflektieren anregendes Denken gegeben. In bewegter Zeit zeigt sich dieser humanistische Geist in seinen „Versuchen“ häufig so lebensnah und zuge-wandt wie skeptisch, immer aber charmant und voller Humor. Neben den be-rühmten Essais „Über die Freundschaft“ und „Philosophieren heißt sterben lernen“ werden auch weniger bekannte an diesem Studientag Gegenstand gemeinsamer Reflexion und Diskussion.
    Die Thematik knüpft mit diesen „Selbstversuchen“ – als die Montaignes Be-trachtungen ebenfalls gelten können – einerseits an die Thematik des Som-mersemesters an, die Veranstaltung kann andererseits aber auch ganz unab-hängig davon besucht werden und läßt sich in jedem Fall als eine erneute „philosophische Schnupperrunde“ verstehen.
    Literatur: Als maßgebliche und meisterlich übersetzte Ausgabe gilt die von Hans Stilett, die es auch in einer von dem Schauspieler Otto Sander gespro-chenen Hörfassung gibt. Wer diese schöne Ausgabe nicht zur Verfügung hat, kann aber auch gerne auf eine andere zurückgreifen. (Die Übersetzungen un-terscheiden sich durchaus erheblich, aber auch das birgt Erkenntnisgewinn.) Es gibt z.B. eine wohlfeile mit ausgewählten Stücken im Reclam-Verlag. In je-dem Fall werden wir – wie oben angegeben – den Essay „Über die Freund-schaft“ und „Philosophieren heißt sterben lernen“ lesen. Andere Lesestücke bringe ich zur Veranstaltung mit.
    Michel de Montaigne: Essais. (In einer verfügbaren Ausgabe) – z.B.: Ders.: Essais. Erste moderne Gesamtübersetzung v. Hans Stilett. 9. korr. Aufl. Berlin 2016 (Die Andere Bibliothek); Ders.: Essais. Ausgewählt, übertragen u. einge-leitet v. Arthur Franz. Stuttgart 2014 (Reclam); Otto Sander liest Montaigne. Übersetzt u. ausgewählt v. Hans Stilett. Frankfurt a. M. 2005 (Eichborn Lido).

    Termin: Freitag, 12.10.2018, 10-16 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 102
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beschten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

    Dr. Ulrike Sallandt
    Die Philosophie der Befreiung am Beispiel von Enrique Dussel
    Seminar
    Enrique Dussel gilt als Hauptvertreter der Philosophie der Befreiung in den 70er Jahren in Argentinien. Nach seiner philosophischen Grundausbildung folgte Ende der 50er Jahre ein 10jähriger Aufenthalt in Europa. Er promovierte Philosophie in Madrid. Theologische Studien und die Promotion in Geschichte in Paris folgten. Im europäischen Kontext wurde ihm bewusst, dass seine lateinamerikanischen Wurzeln ihn und sein Denken prägen und mehr noch, dass sie ihn von europäischen Denkern unterscheiden. So entwickelte er eine kritische Haltung des vorherrschenden europäisch-geprägten Blickwinkels der Welt gegenüber („Eurozentrismus“) und warf die Frage auf, was es bedeute, in Lateinamerika zu philosophieren.
    Leben und Werk sind bei Dussel eng miteinander verbunden. Das Besondere ist, dass er diese Verstrickung permanent selbstkritisch reflektiert. Auf inter-disziplinärem Weg gelangt Dussel von seinen anfänglichen vor allem herme-neutischen Untersuchungen zu seinem befreiungsphilosophischen und ethi-schen Ansatz, der „vom Anderen“ – dem Armen, dem Unterdrückten – ausgeht.
    Im Seminar wollen wir nach einer Einführung in Leben und Werk Dussels seiner Philosophie der Befreiung auf die Spur kommen. Anhand von ausgewähl-ten Primärtexten lernen wir einen Denker kennen, der trotz seiner Kritik am Eu-rozentrismus nicht in radikale Ablehnung verfällt, sondern ein ethisches Projekt verfolgt, das von einem Standpunkt außerhalb des vorherrschenden Systems ausgeht. Auch fragen wir nach Aktualität und Relevanz seines ethischen Ansatzes für uns (Europäer).
    Literatur: Enrique Dussel, Philosophie der Befreiung, Hamburg 1989; Enrique Dussel, Herrschaft und Befreiung. Ansatz, Stationen und Themen einer latein-amerikanischen Theologie der Befreiung, Fribourg 1985; Anton Peter, Enrique Dussel. Offenbarung Gottes im Anderen, Mainz 1997.

    Zeit: montags, 14-16 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 116
    Beginn: 15.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beschten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Kunst und Kunstgeschichte

    Prof. Dr. Erich Franz
    Konstruktion und Intuition. Von Piet Mondrian bis Agnes Martin      
    Vorlesung
    Im Kubismus wurden die Bilder aus so offenen und fragmenthaften Formen komponiert wie niemals zuvor. Mehr als bisher fordern sie den Betrachter heraus, das Sichtbare zu ergänzen und die Zusammenhänge über die gegebenen Ansätze und Zwischenräume hinaus weiterzuführen. Seit etwa 1915 abstra-hierten und verstärkten ganz unterschiedliche Künstler an verschiedenen Orten die weiterleitenden formalen Impulse. Meist leiten klar erfassbare „geometrische“ Formen diese „konstruktiven“ Verbindungen, zu denen der Be-trachter vom Bild herausgefordert wird.
    In Russland und Osteuropa fanden einige Künstler sehr früh zu solchen mar-kanten Bindegliedern des Sehens (Malewitch, Lissitzky, Popova, Mohly-Nagy). Aber auch in Holland (Mondrian) und Deutschland (Klee, Schlemmer, Bau-meister, Taeuber-Arp, Freundlich) befassten sich Künstlerinnen und Künstler mit der Aktivierung des Sehens. Es geht also weniger um geometrische Kon-struktionen als eher um einen selbstbewussten und aktiven Umgang des Be-trachters mit dem Werk.
    Wir lernen herausragende künstlerische Leistungen von den 1920er bis in die 1950er Jahre kennen – Suprematismus, Bauhaus, „konkrete“ Kunst – und gehen vergleichbaren „konstruktiven“ Ansätzen bis in die Gegenwart nach (Fruhtrunk, Morellet, A. Martin, Mangold, Rabinowitch, Ruthenbeck, Federle). Dabei beziehen wir uns auch auf Exponate der gleichzeitig stattfindenden Ausstellung „Bauhaus und Amerika“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur.

    Zeit: donnerstags,  16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 11.10.2018


    Dr. Norbert Humburg
    Bilder lesen: Licht und Farbe in der Kunst
    Themenführungen im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kultur
    Die Teilnehmerzahl ist pro Gruppe auf 20 beschränkt.
    Neben den Semestergebühren ist das Eintrittsgeld zu entrichten. Es wird empfohlen, eine Museums-Card zu 35 Euro zu erwerben; sie gilt für zwei Personen und erlaubt bei einjähriger Gültigkeit, das münstersche Museum so oft wie gewünscht zu besuchen. Die Card-Inhaber müssen sich vor jeder Führung an der Kasse melden und bekommen eine Tageskarte (keine zusätzlichen Kosten).
    Bei den Besuchen muss strikt darauf geachtet werden, dass der gebuchte Termin (Wochentag) eingehalten wird! Ein Wechsel zwischen den Gruppen ist nicht möglich! Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Beleg für die gebuchte Gruppe, der zur Veranstaltung mitgebracht werden muss. Ohne diesen Beleg ist eine Teilnahme nicht möglich.

    Zeit: 10-12 Uhr
    Treffpunkt: Foyer des Landesmuseums
    Gruppe A: dienstags, 23.10., 30.10., 06.11., 13.11., 20.11.2018
    Gruppe B: mittwochs, 24.10., 31.10., 07.11., 14.11., 21.11.2018
    Gruppe C:  dienstags. 04.12., 11.12., 18.12.2018, 08.01., 15.01.2019 
    Gruppe D:  mittwochs, 05.12., 12.12., 19.12.2018. 09.01., 16.01.2019
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Klicken Sie bitte auf den Anmeldebutton der Gruppe, an der Sie teilnehmen möchten.


    Dr. Ira Oppermann
    Hinter dem Vorhang & zwischen den Stühlen – Künstlerinnen und Künstler in der DDR
    Blockseminar
    Von 1945 bis 1989 entstand in der DDR eine vielfältige Kunstszene, die in ih-rer Breite allgemein eher unbekannt ist. Das Seminar widmet sich sowohl der sogenannten freien Kunst (z.B. von Hermann Glöckner, Karin Wieckhorst) als auch den vom Staat beauftragten Arbeiten (Galerie für den Palast der Republik) sowie den Zwischenpositionen. Dabei steht nicht eine lückenlose Übersicht der damaligen Zeit im Vordergrund, sondern Einsichten zu bestimmten Gruppierungen oder Einzelpositionen, die sich exemplarisch etwa an diversen Darstellungen zum Ikarus-Thema veranschaulichen.
    Mit dem Blickwinkel auf die jeweilige Künstlergeneration (z.B. Wolfgang Matt-heuer, Arno Rink, Cornelia Schleime, Sabine Herrmann) wird zugleich die zeit-spezifische Problematik erörtert. Während sich die Künstlerstandpunkte insbesondere bei inszenierten Selbstbildnissen, Porträts oder Gruppenporträts untersuchen lassen, sollen offizielle Aufträge anhand der großformatigen Wandgestaltungen (z.B. Bernhard Heisig, Werner Tübke, Walter Womacka, Ronald Paris) für die sogenannte Palastgalerie betrachtet werden. Hier kristallisieren sich bei gleichen Voraussetzungen die unterschiedlichen Haltungen der Künstler deutlich heraus.

    Termine: 01.-06.10.2018, jeweils 10.30-12.45 Uhr (außer 03.10.2018)
    Ort: Bispinghof 2, BB 102
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ira Oppermann
    Francisco de Goya und das Zeitalter der Aufklärung
    Blockseminar
    Derzeitige Ausstellungen und Publikationen stellen Francisco de Goya (1746-1824) meist als den „Maler der Moderne“ in den Fokus. Das Seminar will ihn dagegen vor allem als einen „Maler (in) seiner Zeit“ veranschaulichen, der tief in den kritisch-satirischen und didaktischen Traditionen der spanischen Aufklärung verwurzelt war. Deshalb werden auch die Schriften bekannter – meist mit Goya befreundeter – Aufklärer wie Feijóo, Jovellanos, Quintana oder Meléndez Valdés exemplarisch ausgewertet und im Hinblick auf Goyas Bildwelt in unterschiedlichen Medien analysiert. Der Wissensdurst der Aufklärer forder-te mehr Bildung und soziale Gerechtigkeit; sie kritisierten Adel, Gewalt, Krieg und auch bereits die Unterdrückung der Frauen, die Goya als Opfer und Hero-innen zeigt. Mit dem Einfall der Franzosen in Spanien brach allerdings das teilweise Erreichte ein, und Goyas Skeptizismus verdunkelte sich durch die kriegerischen Ereignisse zunehmend.

    Termine: 01.-06.10.2018, jeweils 14.30-16.45 Uhr (außer 03.10.2018)
    Ort: Bispinghof 2, BB 102
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ira Oppermann
    „Au Temps d‘Anarchie. Au Temps d’Harmonie“
    Positionen der Moderne: Paris 1899, Berlin 1918, London 1938

    Exkursion nach Berlin und Potsdam
    Die ausgewählten fünf Sonderausstellungen thematisieren teilweise die poli-tische Haltung von Künstlerinnen und Künstlern der Klassischen Moderne und ihre jeweilige Gruppierung (Expressionismus, Futurismus, Dada, Informell etc.). Eine immense Rolle spielt dabei der Rückblick auf ihre damaligen Aus-stellungen. Zentrale Drehscheibe, durch die alle fünf Präsentationen verbun-den werden sollen, ist die Farbtheorie bzw. das Faszinosum „Farbe“, das in der abstrakten Malerei eine epochale Bedeutung erlangte.
    Zu den wichtigen Farbexperten gehört Henri-Edmond Cross (1856-1910), der ebenso bedeutend wie Seurat und Signac für den Divisionismus steht. „Farbe und Licht. Der Neoimpressionist Henri-Edmond Cross“ im Museum Barberini widmet dem Anarchisten Cross erstmals eine Einzelpräsentation in Deutsch-land. Die Ausstellung „Novembergruppe“ (Berlinische Galerie) umfasst dage-gen revolutionäre bis demokratische Positionen der Weimarer Republik. Die Novembergruppe vereinte in ihren Ausstellungen (1918-32) diverse Kunst-strömungen wie Kubismus, DADA oder Neue Sachlichkeit, worauf die aktuelle Präsentation mit 120 Exponaten (Otto Dix, L. Mies van der Rohe, Emy Roeder u.a.) zurückgreift. Die Schau „Otto Müller“ im Hamburger Bahnhof fokussiert abermals einen unangepassten, Freiheitsideen nahestehenden Künstler: Auf-gearbeitet wird vor allem die Wirkung seiner Kunst und Lehre an der Akademie Breslau, eine der fortschrittlichsten Kunstschulen in den 1920er Jahren. Die Liebermann-Villa rekonstruiert die Londoner Ausstellung „Twentieth Century German Art“ von 1938 mittels zahlreicher Exponate, die deutsch-jüdische Un-ternehmer, Linkspolitiker und bereits im Exil lebende Künstler wie Max Beck-mann oder Paul Klee beigesteuert hatten. Sie verstand sich als Gegenposition zur nationalsozialistischen Propagandaschau „Entartete Kunst“. Schließlich werden mit „Nolde, Feininger, Nay. Vom Expressionismus zum Informell“ (Bar-berini) sowohl die im Titel benannten Strömungen als auch die Standpunkte der Bauhauslehrer (Kandinsky, Feininger) diskutiert.

    Vorbesprechung: (beide Gruppen): 02.10.2018, 17.15-18 Uhr, Bispinghof 2, BB102

    Exkursion
    Gruppe 1:

    08.01.2019, 15.30-17.45 Uhr Hamburger Bahnhof
    09.01.2019, 11.00-12.30 Uhr Liebermann-Villa, Wannensee, Ortswechsel und Pause, 14.00-18.30 Uhr Museum Barberini, Potsdam (mit Pause)
    10.01.2019, 10.15-11.45 Uhr (Pause) und 12.30-14.00 Uhr Berlinische Galerie
    Anmeldung Gruppe 1: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Exkursion
    Gruppe 2:
    10.01.2019, 15.30-17.45 Uhr Hamburger Bahnhof
    11.01.2019, 11.00-12.30 Uhr Liebermann-Villa, Wannensee,
    Ortswechsel und Pause, 14.00-18.30 Uhr Museum Barberini, Potsdam (mit Pause)
    12.01.2019, 10.15-11.45 Uhr (Pause) 12.30-14.00 Uhr Berlinische Galerie
    Anmeldung
    Gruppe 2:
    Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Anmerkung:  Es besteht kein Versicherungsschutz durch die WWU Münster.


    Dr. Rolf Quednau
    Raphael von Urbino – Einführung in Leben und Werk (mit gelegentlichen
    Exkursen zu anderem)

    Vorträge
    Der für die Reichsten und Mächtigsten seiner Zeit zunächst in Umbrien und Florenz, dann aber in der durch das Erbe der Antike geprägten Kunsthochburg Rom unter den Päpsten Julius II. della Rovere und Leo X. Medici tätige Maler, Zeichner und Baumeister Raphael von Urbino (Urbino 1483-1520 Rom) gehört zu den überragenden und vielseitigsten Schöpfern der abendländischen Kunst. In seinem kurzen, kaum zwei künstlerische Schaffensjahrzehnte um-fassenden Leben wandelten und erweiterten sich seine Fähigkeiten mit enor-mer Rasanz und brachten ihm größten Erfolg, der auch nach seinem frühen Tod nicht abbrach, sondern sich in Form höchster Wertschätzung bei Künst-lern und Sammlern sowie unvergleichlicher Maßstabsetzung für das künstleri-sche Schaffen durch die Jahrhunderte kontinuierlich fortsetzte.

    Zeit: mittwochs, 16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 31.10.2018
    Ende: 20.02.2019
    Anmerkung: Die Veranstaltung fällt am 05.12.2018 aus. Wegen des späten Beginns wird die Veranstaltung über das offizielle Ende der Vorlesungszeit Anfang Februar hinaus weitergeführt.


    Dr. Matthias Vollmer
    Italienische Freskenmalerei: Die Erneuerung und Blüte der Wandmalereien in Italien
    Blockseminar
    In zunehmenden Maße hatten bereits seit dem frühen 14. Jahrhundert Ordensgemeinschaften und Privatpersonen Kapellen gestiftet, deren wichtigster Schmuck Wandmalereien sein sollten. Diese Ausstattungen beeinflussten den Weg der Malerei in Italien auf das nachhaltigste. Nach Vasari sollte der Fres-kenmaler das disegno perfekt beherrschen und die Schwierigkeiten des Freskomalens ließen sich ihm zufolge durchaus mit den Mühen des Bildhauers vergleichen, auch wenn die Herausforderung des Malers intellektuell höher zu bewerten sei. Anhand ausgewählter Beispiele von Giotto, Piero della Francesca, Benozzo Gozzoli und Luca Signorelli sollen die Besonderheiten dieser Malerei in Praxis und Technik sowie die Entwicklung der Bilderzählung und der Stilentwicklung im Rahmen ihrer Freskenzyklen umrissen werden.

    Termine/Orte: Montag, 15.10.2018, 14.15-17.15 Uhr, Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Dienstag, 16.10.2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr, Schlossplatz 5, Festsaal   
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Matthias Vollmer
    Klimt, Schiele und Kokoschka – oder die Anstößigkeit des Emotionalen
    Tagesseminar
    Sinnlichkeit, Traum und die Suche nach künstlerischer Wahrheit: Wie keine andere Stadt in Europa ist Wien um 1900 Zentrum intellektueller Experimen-tierfreudigkeit. Die vibrierenden Portraits Gustav Klimts, die verstörende Unmittelbarkeit Egon Schieles und die expressiven Arbeiten Oskar Kokoschkas bestimmen in dieser Zeit das künstlerische Leben in der Donaustadt. Alle drei Künstler entwickeln ein so noch nicht gesehenes Frauen- und Menschenbild, dass nicht im Wesentlichen durch Mythologie oder die Einbindung in ein Gen-re gerechtfertigt wird, sondern durchaus auch im Kontext der Freud´schen Theorien zu sehen ist. Im Kurs möchte die drei Künstler im Kontext dieser fruchtbaren intellektuellen Atmosphäre betrachten.

    Termin: Mittwoch, 17.10.2018, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schloss, S 055
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Matthias Vollmer
    Das sinnliche Leuchten der Farben – zur Entwicklung der venezianischen Malerei von Bellini bis Tizian
    Blockseminar
    Noch Ende des 15. Jahrhunderts schien es, als könne Venedig im Vergleich mit den anderen Stadtstaaten auf der italienischen Halbinsel wirtschaftlich, poli-tisch aber auch künstlerisch nicht mithalten. Doch um 1500/1510 formulier-ten venezianische Maler und Architekten neue Ausdrucksmöglichkeiten, die gewissermaßen zu ihrem Kennzeichen wurde: sinnlicher Farbenreichtum, Be-tonung von Mustern und Oberflächen, Beschäftigung mit den Qualitäten des Lichts im Zusammenhang mit den Farben gehören nun zu den unverkennba-ren Charakteristika der venezianischen Malerei. Von den Bellinis über An-tonello da Messina und Giorgione zu Tizian soll dieser besondere Zugang nachgezeichnet werden.

    Termine/Orte: Montag, 21.01.2019, 14.15-17.15 Uhr, Schloss, S 055
    Dienstag, 22.01.2019, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr, Schlossplatz 5, Festsaal
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Matthias Vollmer
    Sünde – süßes Laster oder ewige Verdammnis?
    Tagesseminar
    Hochmut, Geiz, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit des Herzens – diese sieben Hauptsünden – gerne auch als „Todsünden“ bezeichnet, sind nach christlicher Vorstellung die Wurzeln allen Übels. Seit Jahrhunderten sind sie in der christlich geprägten Kultur äußerst präsent, was sich anhand zahlloser Kunstwerke belegen lässt. Abschreckung durch drastische Bestrafungen, höl-lische Visionen hierarchisch strukturierter Verdammnis dienten auch dazu, das eigentlich Unschickliche wunderbar detailliert vor Augen zu führen. Ein Streifzug durch die Jahrhunderte möchte die Darstellung der Sünde auch als ein Ausloten künstlerischer Freiräume vorstellen.

    Termin: Mittwoch, 23.01.2019, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Schloss, S 055
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Hildegard Wiegel
    Winckelmann Jubiläen 2017 und 2018
    Blockseminar   
    Johann Joachim Winckelmann (1717–68) wird vor allem von der Klassischen Archäologie für sich reklamiert: kein Institut an deutschen Universitäten, das ihm nicht einmal im Jahr im Rahmen einer "Winckelmann-Vorlesung" als Be-gründer ihres Faches huldigt. Dabei haben seine zahlreichen Schriften auch die Grundlage für die Kunstgeschichte als Disziplin gelegt; insbesondere sei-ne „Geschichte der Kunst des Altertums“ war hierfür nachhaltig prägend. Die Jahre 2017 und 2018 boten gleich zwei Winckelmann-Jahrestage: seinen 300. Geburtstag und seinen 250. Todestag. Was haben die Veranstaltungen und Publikationen zu seinem Gedenken Neues gebracht? Werden sie der komple-xen Gestalt des sinnlichen Wissenschaftlers gerecht, der innerhalb der Struk-turen der katholischen Kirche Karriere machte? Der Kurs soll sowohl Winckel-manns schillerndes Leben und vielschichtiges Werk in den Blick nehmen als auch seine unmittelbare Wirkung auf die Zeitgenossen. Daran kann auch die Genese der Disziplinen Archäologie und Kunstwissenschaft in den akademi-schen und universitären Institutionen aufgezeigt werden.

    Termine: 05.02.-07.02.2019, jeweils 9-16 Uhr (mit Pausen)
    Ort: Bispinghof 2, BB 204
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!



    Matthias Zölle, Anke Gollup
    Last Exit Kunst II. Künstler reden über ihre Kunst
    Vorträge

    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr.  Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!
    Zeit: mittwochs, 14-16 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.3
    Themen und Vortragende
    31.10.2018 Auch Du bist Film- der live-soundtrack als künstlerische Strategie
    Anja Kreysing; Musik/Bildene Kunst
    07.11.2018 Dichter dran! Poetry Slam und Lesebühnenkultur
     Andreas Weber; Literatur
    14.11.2018 Falsche Wimpern - Echte Musik
    Zucchini Sistaz / Werzinger, Schnittker, Balandat; Musik
    21.11.2018 Jazz - fantastische Vielfalt
    Christian Kappe; Musik
    28.11.2018 blaugarn und feld – poetische Räume im Alltäglichen
    Julia Siegmund; Installation, Malerei, Grafik
    05.12.2018 So seh' ich das ....
    Elke Seppmann; Malerei, Druckgrafik, Objekte und Projektarbeiten
    12.12.2018 Wenn ich groß bin, schreibe ich Kinderbücher! – Vom Traum zum Traumberuf und wie der dann so aussieht.
    Alexandra Fischer-Hunold; Literatur
    19.12.2018 Bewusstsein durch Irritation 
    Thomas Nufer; Aktionskunst
    09.01.2018 Tanz und Sprache
    Günther Rebel; Tanz
    16.01.2019 Extrakte Kunst: Tusche und Papier - Neues aus Ostasien
    Erwin Josef Speckmann; Malerei
    23.01.2019 Mein Leben ist ein Witz! Einblick in den Alltag eines Karikaturisten   
    Stephan Rürup; Karikatur
    30.01.2019 Um die Ecke gedacht
    Anne Fellenberg; Installationen, Objekte

  • Ethnologie

    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen - ein Training zur Vermittlung von Interkultureller Kompetenz
    Tagesseminar
    Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden.
    Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?
    Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der inter-kulturellen Begegnung zu erfassen.

    Termin: Freitag, 30.11.2018, 9-16 Uhr
    Ort:    Orléans-Ring 12, SRZ 115
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen –  Teil 2: Kommunikation und Konflikt im interkulturellen Kontext
    Tagesseminar
    Unterschiedliche Vorstellungen von Kommunikation sowie von angemessenen Konfliktlösungsstrategien führen in interkulturellen Begegnungen immer wie-der zu Missverständnissen.
    Aufbauend auf der interkulturellen Sensibilisierung im ersten Teil des Semi-nars Dialog der Kulturen haben die Teilnehmenden im zweiten Teil die Mög-lichkeit, sich mit den unterschiedlichen Arten zu kommunizieren und Konflik-te zu lösen auseinanderzusetzen und Lösungsansätze für ihren multikulturellen Alltag kennen zu lernen.
    An diesem Seminar können nur Personen teilnehmen, die in diesem oder ei-nem früheren Semester Teil 1 der Veranstaltung besucht haben.

    Termin: Freitag, 01.02.2019, 9-16 Uhr
    Ort:  Orléans-Ring 12, SRZ 115
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!



    Dr. Ursula Bertels
    Leben in einer multikulturellen Gesellschaft
    Tagesseminar
    Als Einwanderungsland steht Deutschland vor vielen Herausforderungen. Nicht nur jede Einzelne/jeder Einzelne erlebt im Alltag kulturelle Diversität, auch alle Institutionen (Behörden, Wohlfahrtsverbände, Schulen etc.) erfahren, wie interkulturelle Begegnungen den Berufsalltag verändern. Eine Möglichkeit, auf diese veränderte Situation zu reagieren, ist die Interkulturelle Öffnung.
    Das Seminar beschäftigt sich mit wichtigen Aspekten eines Einwanderungslandes und gibt Einblicke in die Chancen und Herausforderungen einer multi-kulturellen Gesellschaft.

    Termin: Freitag, 18.01.2019, 9-16 Uhr
    Ort:    Orléans-Ring 12, SRZ 115
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr (Begrenzte Teilnehmerzahl). Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Germanistik/Literaturwissenschaft

    Lesung:
    Helden und Außenseiter. Wie die Deutschen nach 1945 zu Demokraten wur-den
    „Die Menschheit steht am Scheideweg. … Entweder wir werden ein Volk der Demokratie und des Friedens oder wir werden endgültig zermalmt“, schrieb Walter Poller am 20. März 1946 in der ersten Ausgabe der neuen „Westfäli-schen Rundschau“. Poller, ein sozialdemokratischer Journalist, hatte das KZ Buchenwald überlebt und kämpfte nach 1945 für die Demokratie und eine Aufarbeitung des NS-Unrechts, bis er an der Last seiner Erinnerungen zer-brach.
    Doch wie ging die bundesrepublikanische Gesellschaft mit ihm und anderen Menschen um, die im Dritten Reich als Systemfeinde inhaftiert und ermordet oder aber -  ganz im Gegenteil -  als Helden gefeiert worden waren? Und was kann man daraus über die Entstehung der Demokratie lernen? Diese Fragen hat eine Gruppe älterer Studierender über vier Semester hinweg an ausge-wählten Beispielen aus ihren Heimatorten untersucht und die Ergebnisse un-ter http://tinyurl.com/helden-und-aussenseiter veröffentlicht.
    Für diesen Theaterabend hat die Gruppe besonders markante Ausschnitte aus den Quellen ihrer Arbeiten zusammengestellt, die von Studierenden des Centrums für Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis in einer Lesung vorge-tragen werden. Aus vielen kleinen Mosaiksteinchen entsteht so ein anschauli-ches, dichtes und facettenreiches Bild der Nachkriegszeit in Westfalen.
    Eingeladen zu der Lesung sind nicht nur Gasthörer/innen, sondern alle Inte-ressierten. Bringen Sie also gerne Verwandte, Freunde und Bekannte mit! Der Eintritt ist frei.

    Ort: Studiobühne der Universität, Domplatz 23
    Termin: Dienstag, den 27. November 2018, 20.00 Uhr


    PD Dr. Oliver Sill
    Von Effi Briest bis Mathilde Möhring: Fontanes Frauenfiguren
    Vorlesung
    Mir ist kein Schriftsteller bekannt, der so oft wie Theodor Fontane Frauenna-men als Titel seiner Romane wählte. Cécile, Stine, Jenny Treibel, Effi Briest, Mathilde Möhring: das sind eben nicht nur die Namen der Protagonistinnen, sondern auch Titel. Und darüber hinaus sind es gerade die mit diesen Namen verknüpften Romane, die zu Fontanes populärsten Werken gehören und bis heute seinen Nachruhm begründen.
    Was Fontane in all diesen Romanen in Form meist tragisch verlaufender Kon-flikte thematisiert, ist die Welt der Frauen, die unter den patriarchalen Gege-benheiten der wilhelminischen Gesellschaft noch weitgehend getrennt war von der Welt der Männer. Während die Männer die öffentlichen Sphären be-herrschten, blieb die enge Welt der Frauen weitestgehend beschränkt auf den häuslichen Bereich. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass in den Frauenromanen Theodor Fontanes das Thema Liebe in all seinen Facetten im Vordergrund steht. Dabei reicht das Spektrum von der Neigungsheirat bis zur kaschierten Zwangsverheiratung, von der außerehelichen Liebesbeziehung bis zu Verhältnissen, die von Frauen unter dem Aspekt der Versorgungssi-cherheit eingegangen wurden.
    Besprochen werden, gemäß der Chronologie ihrer Erstveröffentlichung, die folgenden Romane: "L'Adultera" (1882); "Cécile" (1887); "Irrungen, Wirrun-gen" (1888); "Stine" (1890); "Frau Jenny Treibel" (1892); "Effi Briest" (1895) und "Mathilde Möhring" (1907).

    Zeit: montags 14-16 Uhr
    Ort: Johannisstr. 1, JO 1
    Beginn: 05.11.2018


    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Tod den Tyrannen! Gewaltherrscher in der europäischen Dramenliteratur.
    Texte von William Shakespeare, Friedrich Schiller und Albert Camus
    Blockseminar mit Aufführungsbesuch
    Dass das Gute notfalls mit Gewalt über das Böse triumphieren darf und der unverbesserliche Tyrann zu Recht getötet wird, ist ein archaisches Hand-lungsmotiv, das tief im kollektiven Unterbewusstsein verankert ist. Der Tyran-nenmord galt seit der Antike als ein legitimes Mittel gegen Despoten – und war immer auch zugleich ein ethisches und moralisches Problem: Darf man die Schuld eines Mordes auf sich laden, wenn dadurch weitere Unterdrückung oder Gewalt in einem Gemeinwesen verhindert werden? Das Theater hat über Jahrhunderte immer wieder das Attentat auf den Gewaltherrscher dramatisiert und die Frage nach seiner Rechtfertigung gestellt. Anhand von drei Bühnen-werken – William Shakespeares „Julius Cäsar“ (1599), Friedrich Schillers „Wilhelm Tell“ (1804) und Albert Camus „Caligula“ (1939) – reflektiert das Seminar das Recht auf Widerstand in diktatorischen Staatsformen. Die Lehrveranstaltung umfasst Aufführungsbesuche der Inszenierungen „Caligula“ und „Wilhelm Tell“ am Theater Münster und Gespräche mit dem jeweiligen Produktionsteam.
    Textausgaben: William Shakespeare, Julius Cäsar (Reclams Universalbiblio-thek 9), Friedrich Schiller, Wilhelm Tell (Reclams Universalbibliothek 12). Der Text „Caligula“ von Albert Camus wird den Teilnehmern als pdf-Datei zur Verfügung gestellt.

    Termine: Dienstag, 23.10.2018, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
    Freitag, 02.11.2018, 16.00-20.00 Uhr
    Samstag, 03.11.2018, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 30.11.2018, 16.00-20.00 Uhr
    Samstag, 01.12.2018, 10.00-18.00 Uhr
    Ort: Stein Haus, Schlossplatz 34

    Anmeldung:

    Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!

  • Romanistik

    Prof. Dr. Christoph Miething
    Französische Gegenwartsliteratur
    Lektürekurs auf Französisch
    In diesem Semester wird der Roman Pas pleurer von Lydie Salvayre behandelt. Das Werk, welches eine engagierte Auseinandersetzung mit dem Spanischen Bürgerkrieg zum Inhalt hat, wurde im Jahre 2014 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet.

    Zeit: mittwochs, 12-14 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 10.10.2018
    Anmeldung: Ab dem 07.09.2018, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!