SPEZIELLE VORLESUNGEN UND SEMINARE FÜR STUDIERENDE IM ALTER

  • Informationen und Regeln zum Anmeldeverfahren

    Für die speziellen Veranstaltungen ist neben der Anmeldung als Gasthörer*in eine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Speicherung Ihrer Daten gemäß unten stehender Datenschutzerklärung einverstanden.
    Die Anmeldefrist zu den speziellen Veranstaltungen im Wintersemester 2021/22 beginnt am 17. September 2021, 9 Uhr. Sie erfolgt elektronisch. Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind nicht möglich.

    Zur Anmeldung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

    1. Suchen Sie auf diesen Seiten die Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.
    2. Klicken Sie auf den Anmeldebutton unter dem Kommentar zur gewünschten Veranstaltung.
    3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein (Name, Vorname, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse) und schicken Sie die Anmeldung ab. Bitte achten Sie auf ein korrekte Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bei einer fehlerhaften Eingabe kann Ihnen keine Bestätigung der Anmeldung (siehe 5.) zugeschickt werden.
    4. Das System meldet, ob Sie einen Platz in der Veranstaltung oder auf der Nachrückerliste bekommen haben.
    5. Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem Link, mit dem Sie Ihre Anmeldung bestätigen müssen. Sollten Sie diese Mail nicht bekommen, melden Sie sich bitte unbedingt in der Kontakstelle Studium im Alter.
    6. Verbindlich ist die Anmeldung erst nach fristgerechter Zahlung der Gasthörergebühr. Sollte die Gasthörergebühr nicht rechtzeitig bei der Universität eingehen, werden Sie automatisch aus der Teilnehmerliste gelöscht.
    7. Wenn Sie auf der Nachrückerliste stehen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald ein Platz als Teilnehmer*in für Sie frei wird. Bitte rufen Sie daher regelmäßig Ihre E-Mails ab. Ohne Anmeldebestätigung (siehe 5.) werden Sie im Nachrückverfahren nicht berücksichtigt.
    8. Für die Anmeldung nutzen Sie am besten Ihre E-Mail-Adresse, die die Universität Ihnen zur Verfügung gestellt hat (Ihre Nutzerkennung@uni-muenster.de). Sie dürfen auch eine andere E-Mail-Adresse angeben, müssen allerdings beachten, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal pro Veranstaltung genutzt werden kann, d.h. Sie können nicht mehrere Personen mit derselben E-Mail-Adresse anmelden.

      Im Interesse der Gasthörer/innen, die nur einen Platz auf der Nachrückerliste bekommen haben, bitten wir dringend darum, dass Sie sich abmelden, wenn Sie eine gebuchte Veranstaltung wider Erwarten nicht besuchen können.

      Wenn Sie den ersten Termin einer zulassungsbeschränkten Veranstaltung nicht wahrnehmen können, melden Sie sich bitte in der Kontaktstelle ab.


      Test des elektronischen Anmeldesystems
      Personen, die das elektronische Anmeldesystem vor der eigentlichen Anmeldung kennenlernen möchten, können das Anmeldesystem mit einer fiktiven Testveranstaltung ausprobieren (s.u.).

  • Bitte unbedingt beachten: Coronabedingte Massnahmen bei der Anmeldung zu Präsenzveranstaltungen

    Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

  • Datenschutzerklärung zur Anmeldung von speziellen Veranstaltungen im Rahmen des "Studium im Alter"

    Neben der allgemeinen Datenschutzerklärung der WWU gelten für die Datenverarbeitung bei der Anmeldung zu Veranstaltungen im Rahmen des „Studium im Alter“ folgende Besonderheiten:

    Umfang der Datenverarbeitung
    Bei der Anmeldung werden folgende personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet:
    (1)    Name, Vorname
    (2)    Matrikelnummer
    (3)    Bei elektronischer Anmeldung: E-Mail-Adresse
    (4)    Bei telefonischer Anmeldung: Telefonnummer

    Zweck der Verarbeitung
    Die Verarbeitung der oben genannten personenbezogenen Daten dient zur Organisation der Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl. Diese Daten werden an die für die jeweilige Veranstaltung Verantwortlichen weitergegeben.

    Rechtsgrundlage der Verarbeitung
    Da die Datenverarbeitung auf Ihrer Einwilligung beruht, ist Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DSGVO.

    Dauer der Speicherung personenbezogener Daten
    Ihre personenbezogenen Daten werden von uns nur solange gespeichert, wie wir sie für die Verwaltung Ihrer Teilnahme an den Veranstaltungen benötigen, in der Regel ein Semester. Ihre Daten werden auch dann gelöscht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur weiteren Datenverarbeitung gegenüber der Kontaktstelle „Studium im Alter“ widerrufen.

  • Testveranstaltung: Hier können Sie das elektronische Anmeldesystem ausprobieren

    Hier können Sie das Anmeldesystem vor dem Anmeldetermin für die Veranstaltungen ausprobieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button. Das System führt Sie danach durch das Programm. Vergessen Sie nicht, Ihre Anmeldung mit dem Link, der Ihnen in einer E-Mail geschickt wird, zu bestätigen.
    Bei Problemen wenden Sie sich gerne an die Kontaktstelle Studium im Alter (0251-8324004).

  • Ringvorlesung Nachhaltgkeit

    Termine und Themen

    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr   

    Personen, die nicht als Gasthörer*in angemeldet sind, geben im Anmeldeformular unter Matrikelnummer bitte eine beliebige sechsstellige Zahl ein, die mit 9 beginnt. Sollte die Zahl nicht vom System akzeptiert werden, hat bereits eine andere Person diese Zahl gewählt und Sie müssen eine neue wählen.

  • Rechtswissenschaft

    Dr. Rainer Kemper
    Ehe und Familie im gesellschaftlichen Wandel – Rückblick und Ausblick
    Seminar (Online über Zoom)
    Die Familie unterliegt seit dem Inkrafttreten des Grundgesetzes nicht nur we-gen der gesellschaftlichen Veränderungen stetem Wandel, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich immer wieder verändert. Daher ist heute im Familienrecht heute kaum noch etwas so, wie es war, als die Bun-desrepublik entstand. Seither gab es immer wieder echte Zäsuren – 1957 das Inkrafttreten des Gleichberechtigungsgesetzes, 1969 das Nichtehelichenge-setz, 1977 das neue verschuldensunabhängige Scheidungsrecht, 1980 die neue elterliche Sorge, 1992 das Betreuungsrecht, 1998 die Reformen im Ehe-recht und dem Recht der nichtehelichen Kinder, 2001 die Einführung der ein-getragenen Lebenspartnerschaft. Im Jahr 2009 kam es dann erneut zu massi-ven Veränderungen im Unterhalts-, Güter- und Versorgungsausgleichsrecht sowie im Verfahrensrecht. Auch diese Reformen bildeten keinen Endpunkt. Zu erwähnen sind nur aus dem Jahr 2017 die Öffnung der Ehe für Partner eines Geschlechts und das Verbot von Minderjährigenehen und die vielfältigen Ent-wicklungen im Bereich des Europäischen Rechts. 2020 ist nicht verheirateten Paaren die gemeinschaftliche Adoption ermöglicht worden. Von 2023 an soll ein ganz neues Vormundschafts- und Betreuungsrecht gelten.
    Ziel des Seminars ist es, den steten Wandel im Familienrecht bewusst zu ma-chen und zu reflektieren, wie sehr sich gesellschaftliche und rechtliche Ent-wicklungen gegenseitig bedingen. Die Veranstaltung soll aber kein rechtshis-torisches oder rechtssoziologisches Seminar sein. Wesentlicher Teil des Semi-nars ist es deswegen auch, die aktuell geltenden Rechtsinstitute vorzustellen und mit den Teilnehmern zu diskutieren, um auch eine gute Vorstellung vom geltenden Recht zu vermitteln. Zudem wird ein Blick auf die derzeitigen ge-sellschafts- und rechtspolitischen Diskussionen geworfen (nichteheliche Le-bensgemeinschaft, Leihmutterschaft, Abstammungs- und Adoptionsrecht, In-ternationales Privatrecht).
    Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
    Die Zugangsdaten werden Ihnen rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn geschickt.

    Zeit: dienstags, 16-18 Uhr
    Beginn: 12.10.2021
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

  • Medizin

    wissen.gesundheit – Eine akademisch-medizinische Vortragsreihe
    Online-Vorträge (Zoom)
    In Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der WWU Münster organisiert die Kontaktstelle Studium im Alter die akademisch-medizinische Vor-tragsreihe „wissen.gesundheit“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen der Medizinischen Fakultät und des UKM werden von ihren Forschungen und praktischen Betätigungsfeldern berichten und so einen Beitrag zum Wissenschaftstransfer im Rahmen des „Studium im Alter“ leisten. Unterstützt wird das Angebot durch das Dekanat der Medizinischen Fakultät, insbesondere von Herrn Prof. Dr. Marschall, dem Studiendekan und Geschäftsführer des Instituts für Ausbildung und Studienangelegenheiten der Medizinischen Fakultät.
    Im Wintersemester 2021/22 wird diese Vortragsreihe wegen der Unwägbarkeiten der Coronalage noch einmal online angeboten. Die Zugangsdaten werden Ihnen kurz vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail zugeschickt.

    19.10.2021   
    Diagnostik des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls – was bedeutet „Hirntod“?
    Priv.-Doz. Dr. med. Markus Holling, Klinik für Neurochirurgie

    26.10.2021   
    Schmerz im Überblick: Von den Ursachen bis zu Behandlungsoptionen
    Prof. Dr. med. Daniel Pöpping, Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie

    02.11.2021   
    Medizin und Nationalsozialismus: Historische Kenntnisse, ethische Implikationen   
    Prof. Dr. Hans-Georg Hofer, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin   

    09.11.2021   
    Willensfreiheit als theoretisches und praktisches Problem
    PD Dr. Marco Stier, M.A., Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin

    16.11.2021   
    Personalisierte Onkologie
    Univ.-Prof.‘in Dr. med. Annalen Bleckmann, Medizinische Klinik A

    23.11.2021   
    Moderne Diagnostik und Therapie der Parkinsonkrankheit
    Prof. Dr. med. Tobias Warnecke, Klinik für Neurologie mit Institut für Translationale Neurologie

    30.11.2021   
    Keine Angst vor Strahlen – Moderne Radioonkologie
    Univ. Prof. Dr. med. Hans Theodor Eich, Klinik für Strahlentherapie – Radioonkologie

    07.12.2021   
    Wie viel Gesundheit können wir uns leisten und wohin gehen die Trends in der Arzneimitteltherapie?
    Dr. rer. nat. Christoph Klaas, Geschäftsbereich Apotheke des UKM

    18.01.2022   
    Medikamentöse Therapie der Herzschwäche
    Prof. Dr. med. Jürgen Sindermann, Klinik für Kardiologie I: Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und Angiologie

    25.01.2022   
    Müde Beine, schwere Beine, offene Beine – Möglichkeiten und Grenzen der Venenheilkunde
    Prof. Dr. med. Tobias Görge, Klinik für Hautkrankheiten (mit Venen Kompetenz-Zentrum)

    01.02.2022   
    Der alternde Mann – was sich im Körper ändert
    Prof. Dr. med. Michael Zitzmann, Centrum für Reproduktionsme-dizin und Andrologie, Abteilung für Klinische und Operative Andrologie

    Zeit:    Di 16-18 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 11.10.2021 


    Prof. Dr. Dr. Rolf Dierichs
    Zur funktionellen Anatomie des Menschen, Teil 4
    Vorlesung
    In dieser Vorlesung werden die Sinnesorgane und das Zentralnervensystem behandelt. Neben der Anatomie der Sinnesorgane wird es um den Aufbau des Rückenmarks und des Gehirns gehen, es sollen die wesentlichen Bahnen (Sehbahn, Hörbahn, sensorische und motorische Bahnen) sowie die Steuerung der Sprache besprochen werden.

    Zeit: Do 16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 4
    Beginn: 14.10.2021
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Prof. Dr. Klaus Völker
    Was kann die „Maschine“ Mensch leisten?
    Vorträgeg
    • Verfahren zur Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung
    • Transfer in die sportliche Praxis
    • Leistung und Leitungsbeurteilung von Organsystemen
    • Gesundheitliche Relevanz

    Termine: Donnerstag, 20. und 27.01.2022, 14-18 Uhr
    Ort: Schloss, S 9
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 10.01.2022

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

  • Erziehungs- und Sozialwissenschaft

    Karin Gövert, MSc
    Älterwerden – Ältersein
    Basisseminar I für das Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung im Alter“
    Das statistische Bundesamt macht auf seiner Homepage folgende Angaben „Jede zweite Person in Deutschland ist heute älter als 45 und jede fünfte Person älter als 66 Jahre.“ Und „Die Anzahl der Personen im Alter ab 70 Jahren ist zwischen 1990 und 2019 von 8 auf 13 Millionen gestiegen. Bei den höheren Altersklassen wird deutlich, dass mittlerweile nicht nur Frauen, sondern auch Männer ein höheres Lebensalter erreichen.“  Diese aktuellen Angaben fordern uns Fragen heraus. Was bedeutet es in heutiger Zeit „älter“ zu sein? Wie werden ältere Menschen von außen wahrgenommen, wie ist ihr Selbstbild? Ist es so, dass das heutige 60 das frühere 40 ist? Und wenn ja, was ergibt sich dar-aus – für jede*n Einzelne*n, für das Zusammenleben, für das gesellschaftliche Miteinander?
    In diesem Seminar möchte ich mich gemeinsam mit den Studierenden in einem (selbst-) reflektierenden Prozess auf die Suche danach begeben, wie das persönliche Älterwerden und Ältersein erlebt wird. Biografische Einflussfaktoren werden dabei genauso Berücksichtigung finden wie gesellschaftliche Zu-schreibungen und Erwartungen und die wissenschaftliche Sicht auf das Alter(n).
    Da das Seminar teilnehmer*innenbeschränkt ist, bitte ich darum, sich nur anzumelden, wenn alle Termine zuverlässig wahrgenommen werden können.

    Zeit: Mo 14-16 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Orlèans-Ring 12, SRZ 19
    Beginn: 11.10.2021
    Anmerkung: In diesem Seminar haben Teilnehmer*innen des Fokusstudiums Vorrang. Sollten noch Plätze frei bleiben, sind auch andere Interessierte willkommen. Bei der Anmeldung stehen zunächst alle auf der Warteliste. Die Platzvergabe erfolgt nach dem 01.10.2021.
    Anmeldung: Vom 17.09.2021, 9 Uhr bis 01.10.2021 

    Karin Gövert, M.Sc.
    Begleitseminar „Praxis“ – Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung im Alter“
    Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende, die das Fokusstudium „Persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Verantwortung“ mit dem Ziel absolvieren, ein Zertifikat zu erhalten. Gegenstand ist die Reflexion des eigenen praktischen Tuns im Rahmen eines bürgerschaftlichen Engagements. Das Seminar ist prozess- und teilnehmer*innenorientiert angelegt und verlangt eine Bereitschaft zur aktiven Mitgestaltung. Neben der Beschreibung und Vorstellung unterschiedlicher Tätigkeitsfelder stehen vor allem die Reflexion als bürgerschaftlich Handelnde*r und der Austausch untereinander im Vordergrund. Berücksichtigung sollen dabei die kritische Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen des eigenen Handelns und die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle erfahren. Persönliche Fragestellungen und Probleme im Hinblick auf das Bürgerschaftliche Engagement spielen dabei eine ebensolche Rolle wie strukturelle und organisationsbezogene Fragen. Genaue Inhalte und Schwerpunktsetzungen werden zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam festgelegt.

    Zeit:  Mo 14-16 Uhr (14-tgl.)
    Ort: Orlèans-Ring 12, SRZ 19
    Beginn: 18.10.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 11.10.2021


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Auf der Sinnspur des Lebens - Logotherapeutische Reflexionen (Teil 3)
    Vortragsreihe
    Die sinnorientierte Psychologie nach Viktor E. Frankl (Logotherapie) ist auch eine Psychologie und Philosophie für die Alltagsbewältigung. Sie zeichnet sich durch ihre positive und ermutigende Sichtweise aus und arbeitet insbesondere mit den heilen Kräften der Persönlichkeit. Sie sensibilisiert die Antennen für die Sinnwahrnehmung und lässt Sinnmöglichkeiten aufleuchten. Dabei lässt sie das Schwierige und Negative im Leben nicht aus, sondern versucht, es in eine Sinnantwort zu transzendieren. Das Leben ist immer eine einmalige Gelegenheit zur sinnvollen Gestaltung desselben. In diesem dritten Teil dieser Veranstaltungsserie werden aus dem reichen Wissensfundus der Logotherapie wieder verschiedene Themen präsentiert, die sich z. B. auf die Themen Sinn, Wert, Lebensfülle, Lebensfreude und Heilungsgeschichten beziehen.

    Zeit: Fr 13-16 Uhr (Sollte die Veranstaltung digital angeboten werden müssen, findet sie freitags 10-13 Uhr statt.)
    Termine: 15.10.2021, 05.11.2021, 26.11.2021, 10.12.2021, 14.01.2022, 04.02.2022
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.2   
    Anmeldung:    Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 08.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Trauer und Leben - Trauer und Abschiede im Lebensalltag
    Blockseminar
    In diesem Seminar geht es um das Phänomen Trauer und Abschiede. Es soll das Phänomen der Trauer und die Bedeutung des Grundgefühls der Trauer bewusst gemacht werden. Verschiedene dazugehörige Themen werden besprochen, überschaubare Texte gelesen, Fragen der Teilnehmer/innen beantwortet. Gemeinsam suchen wir einen Weg durch das weitläufige Thema „Trauer und Abschiede“, so dass uns am Ende der Seminarreihe der Themenkreis vertraut und verstehbarer geworden ist und wir uns ganz gerne mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Für diejenigen, welche dieses Seminar schon einmal besucht haben, ist dieses Angebot durchaus eine Ergänzung.

    Zeit: Do 10-13 Uhr
    Termine: 14.10.2021, 04.11.2021, 25.11.2021, 09.12.2021, 13.01.2022, 03.02.2022
    Ort: Orléansring 12, SRZ 17
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 08.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Persönlichkeit im Alltag – Vom denkenden Ich und dem fühlenden Selbst
    Blockseminar
    Dieses Seminar ist eine Einführung in die Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen (PSI-Theorie) nach Julius Kuhl. Hier wird eine neue Betrach-tungsweise des Verstehens von Persönlichkeit angeboten, die sich allgemein als die Interaktion zwischen dem denkenden Ich und dem fühlenden Selbst beschreiben lässt. Konkreter geht es um das Zusammenspiel von Denken, Fühlen, Handeln und Wahrnehmen und um die Stimmungs- und Gefühlszustände, durch welche die Systeme beeinflusst werden: negative und positive Affektlage, Anspannung und Gelassenheit. Daraus lassen sich die Voraussetzungen für Selbstmotivierung und Selbstwachstum ableiten. In der PSI-Theorie geht es wesentlich um die Beschreibung der Funktionsweise der Persönlichkeitssysteme. Hat man sich diese Betrachtungsweise zu eigen gemacht, wird dadurch ein ganz neues Verstehen und ein anderer Umgang mit sich selbst ermöglicht. Es wird einfacher zu erkennen, wie wir aus der Unlust ins Handeln kommt oder aus der Enge in die Weite. Mit Hilfe der „PSI-Brille“ können wir etwas objektiver auf uns selbst schauen und dadurch etwas besser und auch persönlichkeitsgerechter, d. h. liebevoller mit uns selbst umgehen. Systematisch und anschaulich erarbeiten wir uns einen Zugang zu der Persönlichkeitstheorie: 1. Einführung, 2. Die vier Systeme, 3. Selbstwachstum, 4. Selbstmotivation, 5. Lernen durch Beziehung, 6. Zusammenfassung.

    Zeit: Do 13-16 Uhr
    Termine: 14.10.2021, 04.11.2021, 25.11.2021, 09.12.2021, 13.01.2022, 03.02.2022
    Ort: Orléansring 12, SRZ 17
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 08.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Jutta Hollander
    Ausgewählte geriatrische Erkrankungen und Problemlagen und ihre Bedeutung für die Pflege und Betreuung
    Blockseminar
    Manchmal tut hier etwas weh und am anderen Tag da. Manchmal verzerrt sich der Körper den ganzen Tag lang an wie ein einziger Schmerz und die Seele ist voller nicht enden wollender Traurigkeit.  Manchmal sind die Muskeln schwer wie Blei, die Knochen knacken und schon eine einzige Bewegung wie das Aufstehen von einem Stuhl macht unendliche Mühe… und diese Müdigkeit! Diese Aussagen kennt jeder, der Menschen im höheren und höchsten Lebensalter begleitet und/oder pflegt. Jeder Tag bringt eine andere Tagesform mit sich und jeder Tag macht eine neue Anpassung an die aktuellen Erforder-nisse notwendig. Im Seminar werden alterstypische Beeinträchtigungen wie bspw. Schmerz, Angst, Schlafstörungen, Schwindel, plötzliche Verwirrtheit u.a. fallbezogen besprochen und mögliche damit verbundene geriatrische/gerontopsychiatrische Erkrankungsbilder vorgestellt. Darüber hinaus werden grundlegende Fragen wie „Wie und womit kann es gelingen, die Le-benssituation der Betroffenen und der An- und Zugehörigen zu stärken?“ und „Welche Möglichkeiten gibt es, die pflegerische und psycho-soziale Situation zu verbessern?“ diskutiert.

    Zeit: Fr 9.00-12.30 Uhr
    Termine: 15.10., 22.10., 29.10., 5.11., 12.11. 2021
    Ort: Domplatz 20, F 153
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 08.10.2021  

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Jutta Hollander
    Basiswissen Gerontopsychologie
    Blockseminar
    Die Psychologie ist die Wissenschaft des Erlebens und Verhaltens von Menschen. In der Fachwissenschaft „Gerontologie“ nimmt sie eine wichtige Stellung ein. Sie befasst sich u.a. mit den vielen verschiedenen psycho-sozialen Aspekten rund um das Alter(n): so beispielsweise mit der intergenerativen Kommunikation, mit dem Erleben und Empfinden des Älterwerdens und der Bewältigung von typischen Veränderungen des Alters sowie mit den Erwartungen von anderen und an sich selbst, mit der adäquaten Anpassung an stetig neue Lebenslagen … so bspw. auch mit dem Auftreten von Pflegebedürftigkeit in der Familie.  Im Seminar werden typische Lebenssituationen und -anforderungen des Alters und vielfach auftretende Phänomene und Fragestellungen des Alterns besprochen. Anhand von ausgewählten Modellen wird der Frage nachgegangen, wie es gelingen kann, die Lebenszufriedenheit im Alter zu erhalten, stärken oder zu verbessern, um die Aufgaben im Alter kompetent bewältigen zu können.

    Zeit: Fr 9.00-12.30 Uhr
    Termine: 14.1., 21.1., 28.1., 4.2., 11.2. 2022
    Ort: Domplatz 20, F 153
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.01.2022

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Poguntke-Rauer, Markus
    Ältere Menschen und Digitalisierung
    Seminar
    Die Digitalisierung beeinflusst immer stärker alle Bereiche des Lebens. Sie birgt Chancen und Risiken, auch für ältere Menschen – von der privaten Kom-munikation, in der Teilhabe von Bildung und Kultur über die Einsatzmöglichkeiten im Alltag bis hin zur Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit.
    Ausgangspunkt des Seminars ist der achte Altenbericht der Bundesregierung, der im Sommer 2020 erschienen ist.
    Das Seminar führt systematisch und grundlegend in die Begrifflichkeit und Dimensionen der Digitalisierung ein. Es nimmt dabei einen soziologischen und zugleich pädagogischen Blick ein. Was heißt Digitalisierung? Welche Dimensionen sind für das gesellschaftliche Leben relevant? Welche Auswirkungen auf die globale wie persönliche Lebenswelt hat die Digitalisierung? Was sind die Kompetenzen und Fertigkeiten, die für eine Anwendung und Teilhabe in einer zunehmend digitalen Welt erforderlich sind? Das Seminar stellt hier-bei weniger die technischen Aspekte als vielmehr den lebenspraktischen und unmittelbaren Kontext in den Vordergrund.
    Das Seminar ist kein medienpädagogisches Seminar, Sie erlernen demnach keine Internet-, Handy, oder PC-Kompetenzen. Vielmehr setzt sich die Veranstaltung anhand von (all-)täglichen Beispielen in verschiedenen alter(n)srelevanten Bereichen Älterer mit der Digitalisierung der Lebenswelten auseinander. Hierbei kommt dem Internet und den zunehmend immer häufiger verbreiteten Lösungen der sog. „Internet der Dinge“ eine große Bedeutung zu. Künstliche Intelligenz, Vernetzung des Lebens mit Apps, Online-Shops in zunehmend allen Bereichen, Kommunikations- und Zusammenarbeitsformen seien hier nur exemplarisch genannt. Die Reflexion der Anwendungsmöglichkeiten und dessen ethische Dimension schließt das Seminar ab.
    Die Seminarteilnehmer sollen sich daher während des Seminars selbst aktiv mit dem Thema Digitalisierung einbringen und ihr bisheriges Wissen vertiefen, weitergeben und dabei die Probleme, Hindernisse, Chancen und Risiken diskutieren. Eine aktive Mitarbeit, Vorbereitung der Themen in Form von Grup-penarbeiten und Kurzvorträgen mit anschließender Diskussion wird vorausgesetzt.
    Abgerundet wird das Seminar durch einen Besuch zum Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn, dem weltgrößten Computermuseum der Welt. Treu dem Motto von Homer Simpson: „Traue keinem Computer, den du nicht aus dem Fenster werfen kannst.“
    Verpflichtende Literatur: Der 8. Altenbericht, der online verfügbar ist unter https://www.achter-altersbericht.de/ oder dort per Formular als kostenlose Druckversion bestellt werden kann.
    Termine:    
    20.12.2021, 14-16 Uhr (Vorbesprechung)
    10.1.2022, 14-18 Uhr
    17.1.2022, 14-18 Uhr
    24.1.2022, 14-18 Uhr
    31.1.2022, 14-18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 102 CIP
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 01.12.2021

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

  • Psychologie

    Dr. Ludger Kotthoff; Monika Kotthoff, KiJu Psych.Ther.
    Wie unser Selbstbild das Alter beeinflusst
    Seminar
    Abhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie wird dieses Seminar in Präsenz stattfinden oder ausfallen.
    Sich an verändernde Lebensbedingungen anzupassen ist ein wichtiges evolutionsbiologisches Prinzip, das nicht nur in der Tierwelt, sondern auch bei uns Menschen Gültigkeit hat. Persönliche und gesellschaftliche Veränderungen und Umbrüche verlangen immer wieder, sich mit Gewohnheiten und Lebensmustern auseinanderzusetzen. Das fällt aber nicht so leicht, weil das Neue und Unbekannte oft verunsichernd und angstmachend ist. Besonders gilt das im Alter, wenn der Blick eher auf Mängel und Defizite fällt, mit denen man konfrontiert wird. Eine bekannte Lebensweisheit sagt: „Man ist so alt, wie man sich fühlt!“. Das bedeutet: Unsere subjektive Einstellung und unsere Haltung uns selbst gegenüber beeinflussen unser Denken und Handeln, was sich wiederum auf unsere Lebenswirklichkeit im Alter auswirkt. Eine positive Selbstwahrnehmung und ein ausgeglichenes Selbstbild erleichtern es, die Chancen und Möglichkeiten des Alters für ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben anzunehmen und zu gestalten. Im Seminar sollen die Themen in Form von Vorträgen und Gruppendiskussionen bearbeitet werden.    

    Zeit: Mo 10-14 Uhr
    Termine:    
    Gruppe 1: 11.10., 25.10., 15.11., 29.11., 13.12.2021, 10.01., 24.01.2022

    Gruppe 2: 18.10., 08.11., 22.11., 06.12., 20.12.2021, 17.01., 31.01.2022
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021. Bitte melden Sie sich oben für die gewünschte Gruppe an.

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

  • Geschichte

    "Es ist mit einem Schlag alles so restlos vernichtet."
     Jüdische Studierende der Medizin in Münster im Nationalsozialismus

    Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Reihe „Jüdisches Leben in Münster und im Münsterland“
    Henriette Son, Rolf Bischofswerder und Erich Kahn starteten hoffnungsvoll in das Jahr 1933. Sie genossen ihr Studentenleben und vertrauten in ihre Zukunft als Arzt bzw. Zahnärztin.
    Angelika Pries, Bernd Hammerschmidt und Otto Gertzen, drei Teilneh-mer*innen des Studiums im Alter an der WWU haben im Rahmen des Projekts "flurgespräche" erforscht, wie sich diese Hoffnungen der drei jüdischen Studierenden nach und nach zerschlugen. In ihrem Vortrag werden sie vom Mobbing innerhalb der Medizinischen Fakultät der WWU berichten, von Schwierigkeiten und Unmöglichkeiten, das Studium abzuschließen, und – im Fall Rolf Bischofswerders – von seiner Ermordung durch die Nazis. Aber auch von Emigration und geglückten Neuanfängen im Ausland. Sie widmen sich damit dem dunkelsten Kapitel der 1700jährigen jüdischen Geschichte in Deutschland, an dem auch die WWU mitgeschrieben hat.
    Der Vortrag ist Teil der Reihe „Jüdisches Leben in Münster und im Münster-land“, mit dem sich die WWU am Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ beteiligt. Der Vortrag ist nicht nur für Teilnehmer*innen am Studium im Alter gedacht, sondern öffentlich und kostenfrei. Hinweise auf die am Vortragstag gültigen, pandemiebedingten Teilnahmebedingungen werden hier rechtzeitig veröffentlicht.

    Termin: Donnerstag, 07.10.2021
    Zeit: 18-20 Uhr
    Ort:  Domplatz 20-22, F1
    Anmeldung: per E-Mail an 2021jimsl@uni-muenster.de

    
    


    Prof. Dr. Peter Burg
    Wendepunkte und neue Entwicklungen in der modernen Geschichte
    Vorlesung
    In dieser Vorlesung sollen Ereignisse und Entwicklungen beschrieben werden, die im zurückliegenden Jahrhundert von herausragender Bedeutung waren: Die Demokratisierung des Wahlrechts, die im Deutschen Reich in der Weimarer Republik erfolgte, ist an erster Stelle zu nennen. Ein revolutionärer Wandel lag zum einen in dem auch Frauen gewährten Stimmrecht, zum anderen in der Abschaffung eines Klassenwahlrechts.  In dieser Epoche begann die Entwick-lung, die die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Gesellschaft be-traf. Die Emanzipation der Frauen erfolgte in vielen kleinen Schritten und ist bis zur letzten Konsequenz auch heute noch nicht abgeschlossen, vor allem nicht bei einer globalen Betrachtung. Das Thema „Menschenrechte“ besitzt nach den Schrecken der Weltkriege und in der sozialen Realität einen hohen Stellenwert. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 legte einen Grundstein für den internationalen Menschenrechtsschutz. Zuvor war der Schutz fast ausschließlich eine Angelegenheit der nationalen Verfassungen. Es handelt sich um moralisch begründete, individuelle Freiheits- und Autono-mierechte, die jedem Menschen allein aufgrund seines Menschseins gleich-ermaßen zustehen. Um ein wichtiges Thema handelt es sich viertens bei der Liberalisierung von ideologischen Positionen, die eine Grundlage für die Wahrung weltanschaulicher Toleranz gegenüber Andersdenkenden darstellt. Einen tiefgreifenden Einfluss auf die Lebensbedingungen der Menschheit besitzt die Globalisierung von Wirtschaft und Verkehr, die die wechselseitige Abhängigkeit der menschlichen Gesellschaft auch in materieller Weise sichtbar macht. Flankiert und gefördert werden die globalen Verflechtungen von der digitalen Revolution, die die zeitliche und räumliche Kommunikation in einem nie da gewesenen Maße beschleunigt. Aktuell sind Klimawandel und Umweltbelastung als negative Faktoren der Menschheitsgeschichte und große Herausforderung in den Fokus des Bewusstseins gerückt. Bemühungen zur Änderung eingefahrener Verhaltensweisen sollen Trendwenden einleiten.
    Literatur: Kurt Schreiner: Wendepunkte der Geschichte. Bedeutende Ereignis-se aus Politik, Kultur und Wissenschaft, Köln 2011; Heinrich August Winkler: Werte und Mächte: Eine Geschichte der westlichen Welt, München 2019.

    Zeit: Mo und Mi 10-12 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 104/105
    Beginn: 11.10.2021        
    Ende: 22.12.2021  
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Prof. Dr. Horst Gründer
    Europa und China – eine wechselvolle Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart
    Online-Vorlesung über Zoom
    Kontakt, Kulturbegegnung und Konflikt zwischen Europa und China im Laufe der Jahrhunderte bilden das Thema der Vorlesung, wobei einleitend die histo-rische Besonderheit der „Chinesischen Welt“ (Jacques Gernet) vorgesellt werden soll. Es folgen Themen wie die erste Phase der Globalisierung durch die „Seidenstraße“, die „Gelenkstelle“ zwischen der materiell-szientifischen „Differenzierung“ zwischen China und Europa seit dem Zeitalter der Entdeckungen („Warum haben nicht die Chinesen, sondern die Europäer die Welt ent-deckt“), die Jesuiten-Mission des 17./18. Jahrhunderts in China und ihr Reflex in Europa (Stichwort „Chinoiserien“), der „Wettlauf um China“ und der deut-sche Anteil an ihm („Tsingtao“) sowie das Verhältnis zwischen Europa und China seit dem 1. Weltkrieg. Literatur: Kai Vogelsang, Geschichte Chinas, (Reclam) 3. Aufl. Stuttgart 2013.

    Zeit: Fr 10-12 Uhr
    Beginn: 15.10.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 


    Dr. Veronika Jüttemann
    „Demokratiewunder“ BRD? Die Geschichte eines Lernprozesses 1967-1973
    Online-Seminar (über Zoom und Learnweb)
    Als „Demokratiewunder“ haben die Historiker Arnd Bauerkämper, Konrad Jarausch und Markus Payk die Entwicklung in der Bundesrepublik nach 1945 in ihrem gleichnamigen Sammelband bezeichnet. Und tatsächlich ist der Unterschied riesig zwischen der von Krieg und Niederlage traumatisierten, tief vom Nationalsozialismus geprägten und politisch orientierungslosen deutschen Gesellschaft 1945 und ihrer Situation einer stabilen, sich weiter liberalisierenden Demokratie nur zwei Jahrzehnte später. Doch handelt es sich bei dieser Entwicklung tatsächlich um ein „Wunder“? Oder lassen sich hierfür Erklärungen finden?
    Während wir uns in den ersten beiden Teilen dieser Seminarreihe mit der Gründung der Demokratie in der Bundesrepublik und ersten demokratischen Lernprozessen bis 1967 beschäftigt haben, geht es in diesem Semester um die grundlegende Debatte über die weitere Ausgestaltung der Demokratie, die die Westdeutschen rund um „1968“ geführt haben: Revolte, Reform(en) oder weiter so? Und wenn Reform(en): welche und wie? Die 68er-Bewegung neh-men wir hierbei genauso in den Blick wie zentrale politische Debatten etwa über den Radikalenerlass, das Militär und die betriebliche Mitbestimmung. Doch die Demokratie geriet in diesen Jahren nicht nur als Staats-, sondern vermehrt auch als Lebensform in die Diskussion. Im Seminar thematisiert wer-den daher auch Entwicklungen wie die Entstehung der Frauenbewegung oder alternativer Milieus, die versucht haben, Demokratie nicht nur neu zu denken, sondern auch zu leben. Bei der gemeinsamen Lektüre von Quellen und wis-senschaftlichen Texten wollen wir so gemeinsam überlegen, was Demokratie gelingen lässt.
    Eine Teilnahme an den ersten beiden Teilen der Seminarreihe ist keine Voraussetzung, um sich für dieses Seminar anzumelden.

    Zeit: Di 14-16 Uhr
    Beginn: 19.10.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 11.10.2021 


    Prof. Dr. Franz-Werner Kersting
    Psychiatrie und Gesellschaft im 20. Jahrhundert

    Vorlesung (Online über Zoom und Learnweb)
    „Wir leben im Zeitalter der Psyche.“ (J. Gründer/H.-W. Schmuhl/M. Thießen) Schon seit einigen Jahren wird weltweit ein drastischer Anstieg der Belastung von Gesellschaften durch geistig-seelische Erkrankungen diagnostiziert. Gleichzeitig werden psychische Befindlichkeiten und Handicaps immer öfter offen und medial diskutiert. Sie sind – auch im Zeichen des Inklusions-Gedankens – kein wirkliches Tabuthema mehr. Die Corona-Pandemie hat die-se Tendenzen noch verstärkt.
    Dagegen war die Psychiatrie bis in die jüngere Zeitgeschichte hinein vom Ge-danken der Exklusion geprägt. Mehrheitlich hinter Anstaltsmauern „wegge-sperrt“, wurde ihre Klientel als „unnormal“ und „verrückt“ abgestempelt. Im deutschen Fall gipfelte die Diskriminierung der psychisch Kranken und geistig Behinderten in der NS-Politik massenhafter Zwangsterilisationen und „Euthanasie“-Morde. Die NS-Psychiatrieverbrechen wurden nach 1945 lange be-schwiegen und verdrängt. Heute sind sie Teil unserer Erinnerungskultur.
    Die Vorlesung geht der Frage nach, wie sich dieser Verlauf der Psychiatriege-schichte im 20. Jahrhundert erklären lässt. Dabei wird die nationale und auch international vergleichende Perspektive immer wieder mit Beispielen aus der Region Westfalen/Nordrhein-Westfalen kombiniert. In jeder Sitzung soll der thematische Überblick zudem durch die gemeinsame Lektüre und Diskussion eines ausgewählten Quellentextes vertieft werden. Ferner wird regelmäßig auch Film- und Fotomaterial zur Analyse und Veranschaulichung der Ein-zelthemen eingesetzt.
    Empfohlene Literatur zur Einführung:
    Brückner, Burkhart: Geschichte der Psychiatrie, 2. Aufl., Bonn 2014; Faulstich, Heinz: Hungersterben in der Psychiatrie 1914-1949. Mit einer Topografie der NS-Psychiatrie, Freiburg i. Br. 1998; Gründler, Jens/Schmuhl, Hans-Walter/Thießen, Malte (Hrsg.): Psychiatriegeschichte als Beitrag zur regionalen Zeitgeschichte. Themenheft von Westfälische Forschungen 70 (2020); Kersting, Franz-Werner (Hg.): Psychiatriereform als Gesellschaftsreform. Die Hypothek des Nationalsozialismus und der Aufbruch der sechziger Jahre, Paderborn u.a. 2003; ders./Schmuhl, Hans-Walter (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der Anstaltspsychiatrie in Westfalen. Bd. 2: 1914-1955, Paderborn u.a. 2004; Kumbier, Ekkehardt (Hrsg.): Psychiatrie in der DDR II. Weitere Beiträge zur Geschichte, Berlin-Brandenburg 2020; Matern, Waltraud: Sozialarbeit in der Psychiatrie. Erinnerungen an den Reformaufbruch in Westfalen (1960-1980), Münster 2016; Schneider, Frank/Lutz, Petra, unter Mitarb. von Sophie Plagemann u.a.: erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus/registered, persecuted, annihilated. The Sick and the Disabled under National Socialism. Ausstellungskatalog, Berlin 2014.

    Zeit: Mi 10-12 Uhr
    Beginn: 13.10. 2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 


    PD Dr. Ernst Laubach
    Revolutionen in der Neuzeit
    Vorlesung
    Historiker im 19. und 20. Jahrhundert haben den Begriff “Revolution” auf mehrere – durchaus verschiedene – historische Phänomene angewendet oder wollten es tun. Geläufig geworden ist uns die Benennung als Revolution für die politischen Konflikte in England im 17. Jahrhundert, für die Loslösung der dreizehn englischen Kolonien an der Ostküste Nordamerikas von der briti-schen Krone, für die politisch-sozialen Umbrüche in Frankreich am Ende des 18. Jahrhunderts, für politische Eskalationen in Europa während des 19. Jahrhunderts, so in Frankreich 1830 und 1848 und in Deutschland 1848/49, sodann in Russland 1905 und 1917 und in Deutschland im November 1918, endlich für bestimmte Phasen der politischen Entwicklung in China. Sie (und einige andere) sind Gegenstand dieser Vorlesung. Leitfragen sind die nach den Ursachen, was die Betrachtung der vorherigen Verhältnisse erfordert, nach den Trägern, dem Verlauf und den Ergebnissen. Es können nur problem-orientierte und an einigen Stellen durch einzelne Quellen vertiefte Überblicke geboten werden.

    Zeit: Mo 10-12 Uhr
    Ort: Schloss, S 2 (neu!)
    Beginn: 11.10.2021
    Anmeldung:   Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Prof. Dr. Paul Leidinger
    Von der karolingischen Mission 772 bis zur Stauferzeit – Grundlagen und Grundzüge der Geschichte Westfalens vom 8.-13. Jahrhundert
    Vorlesung
    Die Vorlesung behandelt Grundzüge der Geschichte des Raumes zwischen Rhein und Weser seit der karolingischen Eroberung im 8. Jahrhundert bis zur Territorialisierung in der Stauferzeit im 13. Jahrhundert, für den sich in diesen fünf Jahrhunderten der Name „Westfalen” ausprägte. Schwerpunkte der Vor-lesung bilden dabei 1. die kulturelle, politische und militärische Durchdrin-gung des Raumes in der Karolingerzeit mit der Christianisierung, den Pfarrei-, Bistums- und Klostergründungen; 2. die strukturelle und politische Bedeutung des Raumes im Rahmen des sächsischen Herzogtums in der Ottonenzeit (919-1024); 3. die Ausprägung Westfalens zu einer politischen Landschaft in der Salierzeit (1024-1125) und insbesondere in den Jahrzehnten des Investi-turstreits (1070-1122), die mit dem Aufstieg der Grafen von Werl und Werl-Arnsberg, engen Verwandten der sächsischen und salischen Könige und Kaiser, als dominantem Herrschaftsgeschlecht der Region verbunden ist; 4. die konkurrierenden Auseinandersetzungen der sächsischen Herzöge und der Kölner Erzbischöfe, nach dem Aussterben des Werl-Arnsberger Grafenhauses 1124 den westfälisch-engrischen Raum ihrer Herrschaft zu unterwerfen, die 1180 mit dem politischen Sturz des Sachsen- und Bayernherzogs Heinrich des Löwen und der urkundliche Ernennung des Kölner Erzbischofs zum Herzog von Westfalen und Engern auf einem Reichstag zu Gelnhausen enden; 5. die mit den genannten Vorgängen zusammenhängenden territorialpolitischen Entwicklungen bis 1288, der Niederlage der Kölner Erzbischöfe als Herzöge von Westfalen und Rückstufung auf ihren Territorialbesitz, ferner die wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen insbesondere der Stadt- und Dorfbildung, der Klostergründungen, der Baugeschichte, der Modernisierun-gen von Landwirtschaft, Handwerk, Handel und Verkehr sowie der Bevölkerungszunahme in Westfalen, die im 12. und 13. Jahrhundert zur Abwanderung fast eines Drittels des Adels wie der Einwohner in die Siedlungsgebiete Ost-mitteleuropas führte und diese mit ausprägte.
    Der Vorlesung schließt sich eine Exkursion zur Thematik an.
    Literatur: Wilhelm Kohl (Hg.), Westfälische Geschichte, 3 Bände, 1 Bildband, Düsseldorf 1983; H.J. Häsler (Hg.), Sachsen und Franken in Westfalen. Zur Komplexität der ethnischen Deutung und Abgrenzung zweier frühmittelalterlichen Stämme, Oldenburg 1999; Christoph Grünewald Westfalen zwischen Franken und Sachsen. Funde und Bevölkerungssituationen zwischen Rhein und Weser vom 5. – 9. Jahrhundert, in: Münsterland – Jahrbuch des Kreises Warendorf 2005, S. 11-25; Matthias Springer, Die Sachsen, Stuttgart 2004; Babette Ludowici (Hg.), Saxones – Katalog Niedersächsische Landesausstellung 2019, Darmstadt 2019; 799 – Kunst und Kultur der Karolingerzeit. Karl der Große und Papst Leo III. in Paderborn, Ausstellungskatalog Paderborn, 3 Bände, Mainz 1999; Karl der Große – Orte der Macht, Ausstellungskatalog Aachen, 3 Bände, Dresden 2014; Credo – Christianisierung Europas im Mittelalter, Ausstellungskatalog Paderborn, 2 Bände, Petersberg 2013; Jochen Luckhardt, Franz Niehoff (Hg.), Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Präsentation der Welfen 1125-1235, 3 Bände, München 1995; Paul Leidinger, Von der karolingischen Mission zur Stauferzeit. Beiträge zur früh- und hochmittelalterlichen Geschichte Westfalens vom 8.-13. Jahrhundert, Warendorf 2012, 702 S. (mit Literaturhinweisen). Das Buch ist vergriffen und befindet sich in einer erweiterten Neuauflage.

    Zeit: Mi 12.00-13.30 Uhr
    Ort: Domplatz 20-22, F 5
    Beginn:  13.10. 2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Wolfgang Schulte
    Geschichte der deutschen Polizei – Überblick und ausgewählte Aspekte
    Seminar
    Die Polizei ist der wesentliche Garant der Inneren Sicherheit in unserem Staat. Als Exekutivorgan ist sie am unmittelbarsten für die Umsetzung des Gewalt-monopols des Staates zuständig und kann direkt in unser aller Grundrechte eingreifen. Über ihre Entstehungsgeschichte wissen allerdings selbst heutige Polizeibeamte oftmals nur sehr wenig.
    In den letzten 150 Jahren hat die Polizei in Deutschland fünf sehr unterschied-lichen politischen Systemen gedient. Mit der vorliegenden Veranstaltung sollen die wesentlichen Entwicklungsprozesse der Polizei in diesen Phasen deut-scher Geschichte dargestellt werden:
    1.    Von der Entstehung der (Wohlfahrts-)Polizey im ausgehenden 18. Jahr-hundert bis zur Polizei des Kaiserreichs
    2.    Polizei in der Weimarer Republik – zwischen militärischen Wurzeln und An-forderungen an eine moderne, republikanische Polizei
    3.    Die Polizei des NS-Staats – vom „Freund und Helfer“ der Weimarer Zeit zum willfährigen Terrorinstrument des NS-Regimes
    4.    Die Polizei(en) der Bundesrepublik – von der Nachkriegspolizei zum heuti-gen föderalen Polizeisystem
    5.    Die Volkspolizei der DDR 1949 – 1989
    Je nach Interesse und Bedarf lassen sich für jeden Block weitere Themenfelder identifizieren, die dann in weiteren Stunden näher beleuchtet werden kön-nen. So z. B. die Frage nach der Kriminalität im Nationalsozialismus („das hat es bei Hitler nicht gegeben“ – doch hat es!!); die Beteiligung der NS-Polizei am Holocaust; die „68er“- Bewegung als Herausforderung für die Polizei; die Transformation der Volkspolizei in die fünf neuen Länderpolizeien ab 1990; „Alte Kameraden und neue Kollegen“ – über die personellen Kontinuitäten in der Polizei nach 1945; „Weiße Mäuse“ – die Verkehrspolizei entsteht etc., etc.

    Zeit: Do 10-12 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 14.10.2021
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Armin Schulz
    Technik der Antike
    Vorträge mit Diskussion
    Mit großer Freude muss Großkönig Dareios die Brücke über den Bosporos be-trachtet haben, die Mandrokles aus Samos für ihn erbaut hatte. Für sein Werk erhielt er einen Ehrenkranz und Ruhm für seine Heimatstadt. (nach: Hdt. IV,88,1) Am Ende des 6. Jh. v. Chr. waren Brücken bestimmt kein Novum mehr, aber gehörten zu den technischen Meisterleistungen ihrer Zeit. In dieser Vor-lesung sollen einige zentrale Stationen antiker Technikentwicklung aufgezeigt werden. Dabei reicht der Bogen von den Anfängen in Landwirtschaft und Viehzucht, der Entdeckung der Transportmittel, den wasserbautechnischen Anlagen, den Tempelbaustellen bis zur Militärtechnik. Ein Exkurs soll u.a. dem Mechanismus von Antikythera gelten. Ein astronomisches Gerät, mit sich drehenden Zahnrädern, das so gar nicht die Zeit passen wollte, ein sogenanntes „out-of-place artefact“ und von manchen Wissenschaftlern sogar als der erste analoge Computer angesehen wird.
    Literaturauswahl: H. Diels, Antike Technik 1920; J. G. Landels, Die Technik in der antiken Welt, 1979; H. Schneider, Einführung in die antike Technikge-schichte, 1992; O. A. W. Dilke, Mathematik, Maße und Gewichte in der Antike, 1991; E. Buchner, Die Sonnenuhr des Augustus, 1982; H. J. Kienast, Die Was-serleitung des Eupalinos auf Samos, Samos, Bd. 19, 1995; H.-O. Lamprecht, Opus caementitium. Bautechnik der Römer, 21985; O. Höckmann, Antike See-fahrt. München 1985; W. Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Anti-ke, 1988.

    Zeit: Mi 14-16 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.03
    Beginn: 20.10.2021
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 11.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Hildegard Wiegel
    Einführung in die analoge und digitale Ahnenforschung
    Online-Seminar (über Zoom)
    Fast jeder möchte irgendwann mehr über die eigene Familie wissen und nicht zuletzt durch zumeist kommerzielle Anbieter im Internet scheint ein DNS(englisch DNA)-Abgleich schnell und unkompliziert zu einer Vielzahl von Anverwandten zu führen, die mit einem die Vorfahren gemeinsam haben. Doch wohin gelangen die Daten dieser genealogischen Plattformen und ist ein solches Vorgehen wirklich zielführend? Der Kurs möchte den Teilnehmern eine grundlegende Recherche in staatlichen, kommunalen, kirchlichen und sonstigen Archiven näherbringen und welche digitalen Forschungsstrategien er-gebnisbringend sind. Hierzu sollen grundlegende schriftliche Kompetenzen vermittelt werden und auf digitale Recherchemöglichkeiten hingewiesen werden.

    Termine: 07.-11.02.2022, jeweils 10.00-11.30 Uhr und 12.30-14.00 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 24.01.2022  

  • Philosophie

    Dr. Melanie Bender
    Heimatlos
    Seminar
    Der Mensch ist auf der einen Seite ein Wesen, das ein Zuhause sucht und braucht. Heimat ist daher ein Sehnsuchtswort: Sie wird zu einem Ort, an dem wir noch nie waren oder den wir verloren haben. Heimat ist, was man vermisst. Sie ist dort, wo man hingehört, wo Geborgenheit, Gemeinschaft, Vertrautheit, Zuwendung und Authentizität zusammenfallen, wie Hans-Joachim Höhn sagt. Sie wirkt als eine Quelle der Identitätsbestimmung des Menschen. Auf der an-deren Seite ist dieser ein Wanderer, der seine Freiheit ausleben will und Grenzenlosigkeit spüren muss. Als solcher wird der Mensch neben seiner wesen-haften Sehnsucht nach Heimat ein Rebell ihr gegenüber. Dieser Trieb in die Ferne und Unabhängigkeit lässt ihn sogar gegen seine metaphysische Ver-wurzelung revoltieren, wie Albert Camus beobachtet. Der einhergehende Wertezerfall gefolgt von Nihilismus und Verzweiflung lassen schließlich wieder den Gedanken einer Heimat aufkommen, selbst wenn es sich dabei um eine Utopie handelt. Die Heimatlosigkeit hält der Mensch einfach nur bedingt aus. Dieses Seminar möchte sich Eigenschaften des Heimatbegriffes anschauen, die der Mensch sich erträumt, und die Frage stellen, woher dieser Traum kommt. Vor allem wird dies zu einer eingehenden Analyse des Menschen als Heimatlosen führen. Hierfür werden neben philosophischen Texten auch literarische herangezogen. (Das Seminar richtet sich nur an Menschen, die regelmäßig teilnehmen möchten.)

    Zeit: Di 16-18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 5
    Beginn: 12.10.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Birger Brinkmeier
    Willensfreiheit. – Willensfreiheit?
    Seminar
    Es war eine lebhafte, stellenweise polemische Debatte, die in den Jahren 2003/2004 auf den einschlägigen Seiten vor allem der Frankfurter Allgemei-nen Zeitung geführt wurde. Hirnforscher, Historiker, Juristen, Literaturwissen-schaftler, Philosophen und Theologen stritten über die Frage, ob der von uns in praktischer Selbstverständlichkeit unterstellte freie Wille nicht viel mehr als eine Illusion sei.
    Das dahinterstehende Problem ist eigentlich sehr alt, erste Zeugnisse finden sich bereits in der griechischen Antike, doch aufgrund von neueren Experi-menten in der Hirnphysiologie schien sich der Streit zu verschärfen und das Pendel zugunsten der Deterministen, diesmal im naturalistischen Gewand der Hirnforschung, auszuschlagen. Am Ende sahen die Hirnforscher sogar ein neues Menschenbild am Horizont heraufziehen.
    Nun stellt man ein neues Menschenbild nicht einfach irgendwo aus und alle Welt erkennt sich darin sogleich wieder. Charles Darwin wüsste davon ein Lied zu singen. In diesem Seminar möchte ich vor allem die Frage klären: Worin besteht eigentlich das Problem? Dazu gehört zu klären, was mit Willensfreiheit gemeint sein könnte, und was im angezeigten Fall die Hirnforschung leistet bzw. was sie glaubt, leisten zu können. Und dazu gehört natürlich auch, sich darüber klar zu werden, was hier auf dem Spiel steht, nämlich eine Jahrtausende alte Lebensform, in der wir es gewohnt sind zu loben, zu tadeln, Ver-antwortung und Schuld auf uns zu nehmen oder von uns zu weisen, Verantwortung und Schuld zuzuschreiben, Vergeltung zu üben, für Gerechtigkeit zu sorgen und Ähnliches mehr.
    Mit den Teilnehmern möchte ich Texte von Philosophen, Hirnforschern, Juristen und nochmals Philosophen diskutieren, so dass wenigstens in Umrissen deutlich wird, worum es hier genau geht.
    Unabhängig davon, ob dieses Seminar als Präsenzveranstaltung oder wieder nur in digitaler Form via Learnweb stattfinden kann, wird zu Beginn des Se-mesters ein Learnweb-Kurs eingerichtet, der den Teilnehmern die zu bespre-chenden Texte zur Verfügung stellt.

    Zeit: Mi 12-14 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB208
    Beginn: 13.10.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Norbert Herold, Sigird Mathia-Noreikat
    Wofür bin ich eigentlich verantwortlich?

    Seminar
    Wofür sind wir eigentlich alles verantwortlich? Der Begriff der Verantwortung erlebt eine wahre Inflation und die Aufforderung, Verantwortung zu übernehmen, ist allenthalben zu vernehmen.
    Der inflationäre Gebrauch des Begriffs führt dazu, dass immer weniger klar ist, was genau eigentlich mit welchem Recht verlangt oder auch zugemutet wird. Es liegt daher nahe, die philosophischen Stimmen zu hören, die sich in den letzten Jahren um eine Klärung der Grundlagen von Verantwortung bemüht haben.
    Verantwortung setzt persönliche Freiheit und Schuldfähigkeit voraus. Was sagen dazu neurobiologische und juristische Untersuchungen und wie lassen sich ihre Ergebnisse philosophisch einordnen und mit unserer persönlichen und gesellschaftlichen Praxis in Einklang bringen?
    Bezog sich Verantwortung im Recht und in der Moral bisher auf vergangene Handlungen, für dessen Folgen der Handelnde geradezustehen hatte, so richtet sich der Aufruf zur Verantwortung zunehmend auch auf die Zukunft und auf zukünftig auftretende Folgen. Kam es bisher eher darauf an, in bester Absicht seine Pflicht zu tun, also auf die Gesinnung, so rücken jetzt zunehmend die Folgen in den Blick und damit die Verantwortung für sie, die - ob wir wollen oder nicht - auf unseren Schultern lastet. Die Behauptung, dass es auf das Handeln jedes einzelnen ankomme, kollidiert dabei mit dem Gefühl der Ohnmacht, das jeden Einzelnen befällt, der seine schwachen Kräfte in Relation zur Größe der Aufgaben und der Vielzahl von Akteuren setzt.
    Gleichwohl lassen sich persönliche Verantwortung gegenüber sich selbst und die soziale Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft nicht einfach beisei-teschieben. Aber es stellt sich die Frage, wie die Ansprüche auf persönliche Freiheit und Selbstbestimmung wieder mit den Erfordernissen einer stabilen öffentlichen Ordnung und Wohlfahrt in Einklang gebracht werden können. Wie lassen sich globale Herausforderungen wie z.B. Corona-Krise oder Klimakrise in Einklang bringen mit dem Ruf nach „kleinen Gruppen, in denen jeder fühlt, dass von seinen Handlungen viel abhängt und in denen jeder lernt, ei-genverantwortlich zu handeln“ (Karl Mannheim).
    Es soll versucht werden, im Verlauf des Wintersemesters anhand der Lektüre einschlägiger Texte in diesen Fragen größere Klarheit zu gewinnen.
    Literaturhinweise: Julian Nida-Rümelin: Verantwortung, Stuttgart 2003; Michael Pauen, Gerhardt Roth: Freiheit, Schuld und Verantwortung, Frankfurt 2008; Ina Schmidt: Die Kraft der Verantwortung, Hamburg 2021; Amitai Etzioni: Die Verantwortungsgesellschaft. Individualismus und Moral in der heutigen Demokratie. Frankfurt 1997.

    Zeit: Mi 16-18 Uhr
    Ort: Orléans-Ring 12, SRZ 19
    Beginn: 20.10.2021             
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 11.10.2021t 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Bodo Kensmann
    Philosophische Ästhetik
    Seminar
    In Brechts 1939 veröffentlichtem Gedicht An die Nachgeborenen finden sich diese berühmten Zeilen:
    Was sind das für Zeiten, wo
    Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
    Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!

    In heutigen Zeiten mögen manche Menschen, auf den ersten Blick nicht ganz ohne Plausibilität, sagen, dass es „fast ein Verbrechen“ sei nicht über Bäume zu sprechen. Aber wohl auch nur „fast“. Es kann auch zu viel über die sozialen wie politischen Untaten im Zusammenhang der Regenwaldzerstörung gesprochen werden, gibt es doch nicht nur diesbezüglich Untaten. Alle Gespräche über etwas müssen anderes, über das zu sprechen ebenso wichtig oder sogar wichtiger sein kann, ignorieren oder zurückstellen. Diese drei Zeilen Brechts gehören zu einem Gedicht. Ein Gedicht ist ein ästhetisches Phänomen mit Kunstanspruch. Brechts Gedicht zu lesen, kann Freude machen und kann zu diesen Überlegungen provozieren. Über Gedichte oder andere Kunstwerke bzw. über ästhetische Fragen zu sprechen, gilt öfters ebenfalls als nicht zielführend, nebensächlich, unnötig, ablenkend, überflüssig oder gar als Luxus. In der Kunst gibt es die verschiedensten Themen, auch Bilder von Bäumen (z. B. bei Casper David Friedrich, Goya u. a.). Worin könnten deren persönliche, soziale und politische Bedeutungen liegen? Über die mehr oder weniger interessierenden Themen in Kunstwerken kann man in gute Gespräche kommen. Dabei können sich auch diese philosophischen Fragen stellen: Was ist Kunst? Was ist das Besondere an der Kunst? Was ist Ästhetik? Was unterscheidet ästhetische Wahrnehmungen oder künstlerische Thematisierungen von Bäumen z. B. von naturwissenschaftlichen, holzwirtschaftlichen und alltäglichen Be-trachtungsweisen bzw. Erkenntnissen? Was könnte an ästhetischen Wahrnehmungen bzw. an der Kunst unverzichtbar oder eigenwertig sein? Die selbstzweckhafte Freude an den „schönen Künsten“? Es gibt aber auch Hässliches in der Kunst. Diesen und ähnlichen Fragen will sich dieses Seminar widmen.
    Es soll vornehmlich über Bildende Künste an Hand einiger ausgewählter Werke der Malerei, der Fotografie und des Films philosophiert werden. Philosophi-sche Ästhetik umfasst mehr als Philosophie der Kunst: Philosophische Ästhetik kann weitere Phänomene der sinnlichen Wahrnehmung thematisieren, wenn ästhetische bzw. ästhetisierte Alltagsphänomen in den Blick genommen werden. Auch das kann philosophisch zu denken geben: Richtet sich im ge-wöhnlichen Leben die ästhetische Aufmerksamkeit auf Alltagsphänomene, so kann das zur gedanklichen Vertiefung motivieren, aber ebenso zu Täuschungen verführen, etwa durch die Werbung. Was hat es damit auf sich?

    Zeit: Di 16-18 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 209
    Beginn: 26.10.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 12.10.2021

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

    Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
    Haltung - und nun? – Gedanken zur Ästhetik der Freiheit
    Tagesseminar
    Entgegen der derzeitigen Virulenz des Haltungsbegriffs in verschiedenen öf-fentlichen Diskursen, die einiges auf ihn zu setzen scheinen, lässt sich zu-gleich ganz nüchtern konstatieren, dass viele unserer gegenwärtigen Proble-me nicht darin liegen, daß es an Haltung fehle. Im Gegenteil, in vielen Fällen liegt offenkundig eine Haltung vor – im Guten wie im Problematischen. So mangelt es etwa den Aktiven im Umfeld der „Fridays for Future“ nicht an Hal-tung. Und bei anderen Bewegungen im Land, die deutlich nach rechts abdrif-ten z.B., wird hingegen eine Haltung an den Tag gelegt, die häufig nicht nur den Klimawandel leugnet, sondern begründete Zweifel aufkommen lässt, ob sie überhaupt noch mit demokratischer Rechtstaatlichkeit vereinbar ist. Gleichzeitig wird an einer anderen aktuellen Erscheinung deutlich, den soge-nannten „Fake news“, dass es hier offenbar weniger an Einsicht, als vielmehr an Willen mangelt. – Mit Haltung allein ist also, wenn überhaupt, nur bedingt etwas gewonnen. In welchem Verhältnis steht sie zum Willen und zur Freiheit? Könnte eine Betrachtung beider weniger häufig beleuchteter Philosopheme etwas Licht auf diese Fragen werfen?
    Auf Basis bisheriger Erforschungen zur Haltung sei insbesondere auf Hans Jo-nas, dessen Prinzip Verantwortung vierzigjähriges Jubiläum feiert, und Han-nah Arendt geschaut, die sich beide in ihrem Frühwerk mit Paulus‘ und Au-gustinus‘ Willensproblematik beschäftigen und in ihrem jeweiligen Spätwerk wieder darauf zurückkommen.
    Ausführliche Literaturangaben finden Sie unter „Philosophie“ im Online-Verzeichnis: http://www.uni-muenster.de/ Studium-im-Alter/zusatzangebot.html..

    Termin: Freitag, 10.12.2021, 10-16 Uhr
    Ort: Schloss, S 055
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 26.11.2021

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

  • Kunst und Kunstgeschichte

    Prof. Dr. Erich Franz
    Von Monet bis Yves Klein. Werke der Moderne im Ruhrgebiet
    Vorlesung
    Die Vorlesung geht auf etwa 25 ausgewählte Kunstwerke der Moderne ein, die sich in Hagen, Essen, Bottrop, Gelsenkirchen und Bochum befinden. Wir kon-zentrieren uns auf das einzelne Werk, informieren uns über seine Entstehungsumstände, recherchieren die kunsthistorischen Fakten und konzentrieren uns auf die anschauliche Intensität dieses Werks, die gestalterische Dramatik und besondere Ausdruckskraft. Dabei nehmen wir uns Zeit, verschiedenen Sichtweisen, Wirkungsmitteln und Erklärungsansätzen nachzugehen.
    Wir beginnen mit dem Museumsbau und der Villa, die der Architekt Henry van de Velde 1902 und 1908 für Karl Ernst Osthaus in Hagen errichtete. Von dort ging ein kultureller Impuls für das Industriegebiet aus. Im Essener Museum Folkwang betrachten wir Werke von Monet, van Gogh, Cézanne, Signac, Matisse, Delaunay, Marc, Kirchner und Moholy-Nagy und – für die Zeit nach 1945 – Wols, Dubuffet, Newman, Reinhardt, Rothko und Stella.
    Weitere Kunst-Stationen sind das Josef Albers Museum Quadrat Bottrop und das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen mit den Wandreliefs von Yves Klein. In Bochum konzentrieren wir uns auf Richard Serras „Terminal“ vor dem Hauptbahnhof und auf Werke der 1960er bis 1980er Jahre in den Sammlungen der Ruhr Universität (Fruhtrunk, Kricke, Graubner, Nordman, Rabinowitch, Schoonhoven, Ufan).

    Zeit: Do 16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Beginn: 14.10.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Barbara Hofmann
    Einführung in die großen Themen der Malerei
    Online-Seminar
    Der Kurs führt in die Hauptthemen der europäischen Malerei ein und macht an ausgewählten Werken mit dem großen Motivschatz von Historie, Akt, Porträt, Genre, Stillleben und Landschaft bekannt. Im gemeinsamen Diskurs wird der Frage nachgegangen, welche spezifischen Anforderungen die künstlerische Bewältigung dieser Themen an die Maler stellten und welche Lösungen hierfür in der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts gefunden wurden. Auch gilt es der Entwicklungsgeschichte der einzelnen Themen nachzuspü-ren, die, sich erst allmählich aus größeren Zusammenhängen emanzipiert ha-ben.

    Zeit: Fr 10.00-13.00 Uhr (s.t.)
    Beginn: 15.10.2021      
    Ende: 26.11.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 01.10.2021


    Dr. Barbara Hofmann
    Die Weihnachtsgeschichte im Spiegel der bildenden Kunst
    Online-Vortrag
    Das Mysterium der Geburt Christi hat die Bildende Kunst nachhaltig inspiriert. Schon im 4 Jh. n. Chr. findet es Eingang in die christliche Kunst, doch sind die frühen Formulierungen weit davon entfernt, das Geschehen in der uns heute so vertrauten Art und Weise zu schildern: von Josef fehlt hier jede Spur, ebenso von Ochs und Esel, die bis heute feste Bestandteile einer jeden Weih-nachtskrippe sind.
    Die Vorlesung möchte auf das Weihnachtsfest einstimmen und am Beispiel ausgewählter Werke der europäischen Malerei des 15. bis 18. Jahrhunderts aufzeigen, wie die Geschichte in der bildenden Kunst umgesetzt wurde. Beginnend mit der Verkündigung an Maria sollen dazu die wichtigsten Stationen des biblischen Geschehens bis hin zur Flucht nach Ägypten betrachtet und so der Wandel dieser Bildmotive über die Jahrhunderte hinweg verfolgt werden. Mit ins Auge zu fassen sind dabei auch die schriftlichen Quellen. Auf diese Weise läßt sich klären, worin die bildliche Tradition dem geschriebenen Wort folgt und was der Erzählfreude erfindungsreicher Künstler geschuldet ist.

    Termin: Fr 03.12.2021, 10.00-13.00 Uhr (s.t.)
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 18.11.2021 



    Dr. Barbara Hofmann
    "Entartete Kunst": Kunst und Propaganda im Dritten Reich
    Online-Vortrag
    Der Feldzug des NS-Regimes gegen die moderne Kunst gehört fraglos zu den dunkelsten Kapiteln der deutschen (Kunst-)Geschichte.  Unter dem Schlagwort „entartete Kunst“ stigmatisierte man das zeitgenössische Kunstschaffen als üble Machwerke von Geisteskranken, Dilettanten, Juden und Kommunisten und schreckte auch vor dessen Zerstörung nicht zurück. Ihren ersten Höhepunkt fand diese Diffamierungskampagne 1937 mit der Eröffnung der gleichnamigen Propaganda-Ausstellung in München. Sie umfasste 650 Arbei-ten vornehmlich deutscher Künstler, die zuvor aus öffentlichen Sammlungen konfisziert worden waren und nun unter perfiden propagandistischen Aspekten zur Schau gestellt den vermeintlichen Niedergang der deutschen Kunst sichtbar dokumentieren sollten. Tatsächlich aber ging es darum, das national-sozialistische Kunstverständnis und Schönheitsideal mit Hilfe eines Negativbeispiels zu festigen und den illegitimen Abverkauf staatlichen und privaten Kunstbesitzes zu verschleiern. So gilt es, die Komplexität und die Widersprüchlichkeit der Aktion „entartete Kunst“ aufzuzeigen und am Beispiel eines konkreten Ereignisses zu verdeutlichen, welche Strategien der Propaganda im Dritten Reiches zu Grunde lagen.

    Termin: Fr 28.01.2022, 10.00-13.00 Uhr (s.t.)
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 13.01.2021 


    Dr. Norbert Humburg
    Das enzyklopädische Museum – Kunstvermittlung im digitalen Zeitalter
    Vorträge
    Zum Thema Kunstvermittlung wurden bereits mehrere Kompaktseminare im LWL-Museum durchgeführt und damit die Möglichkeit geboten, vor Ort Kunst-geschichte vom 11. bis ins 21. Jahrhundert vor Originalen zu studieren.  Das digitale Zeitalter erleichtert den Zugang zur Kunst zumindest im quantitativen Bereich. In der coronabedingten Zeit der Museumsschließungen wurde diese Entwicklung in weiterem Sinne erprobt. In sechs Vorlesungen soll versucht werden, ihre Möglichkeiten kritisch darzustellen.  Dazu werden Beispiele aus den Sammlungen des LWL-Museums zitiert, in Erinnerung gebracht und mit Objekten anderer Museen in Beziehung gesetzt.  Ein Bezug ist die 1936 von Walter Benjamin publizierte Abhandlung über „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“.

    Zeit: Mi 10-12 Uhr
    Ort: Schloss, S 10
    Beginn: 20.10.2021   
    Ende: 24.11.2021   
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021  

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dipl. Päd. Rupert König; Angela Borgmann
    Last Exit Kunst III. Künstler reden über ihre Kunst
    Vorträge

    20.10.2021   
    Wandel durch Kultur – Fotografie trifft Musik
    Matthias Keidel, Jazz-Saxophonist

    27.10.2021   
    Kunst im öffentlichen Raum – Das Skulpturenufer Remagen
    Judith Graefe, Kunsthistorikerin

    03.11.2021   
    Underground Gestalt road. Malerei. Skulptur, Photographie
    Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann, Arzt, Neurophysiologe, Künstler

    10.11.2021   
    Embodiment
     Jonas Monka, Bildhauer

    17.11.2021   
    Kunst und Metaphorologie
     Dr. Till Julian Huss, Maler, Philosoph

    24.11.2021    
    Über Kunst und Fotografie
    Dr. Martin Feltes, Kunsthistoriker

    01.12.2021   
    Es ist nicht alles Plastik, was glänzt   
    Stefan Rosendahl, Bildhauer
         
    08.12.2021   
    Stadtensemble - Theater/Kunst und Kooperation
    Carola von Seckendorff, Cornelia Kupferschmid, Performance-Künstlerinnen

    15.12.2021   
    Cityadvent Münster – Lux hoch 3  (nach Möglichkeit Exkursion)
    Rupert König, Konzeptkünstler, Pastoralreferent

    12.01.2022   
    Der gemeinsame Patient: Moses di Michelangelo. Eine kunsthistorische und ärztliche Betrachtung
    Prof. Dr. Gerd Blum, Kunsthistoriker
    Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann, Arzt, Neurophysiologe, Künstler


    19.01.2022   
    Erkenntniskritische Datenvisualisierung: Vom Suprematismus zur Big Data Net Art
    Prof. Dr. Nina Gerlach, Rektorin der Kunstakademie

    26.01.2022   
    Die Muse in der Maschine. Von Rhythmen und Algorithmen
    Ulla Hahn, Lyrikerin

    Zeit: Mi 14-16 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 4
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Ira Oppermann
    Rembrandt, seine Kollegen und ihr Orient (Rembrandt – Zweiter Teil)
    Online-Seminar
    Ausgangspunkt dieses Seminars ist die umfassende Ausstellung „Rembrandts Orient. Westöstliche Begegnung in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts“, die kürzlich im Museum Barberini Potsdam und zuvor in Basel gezeigt wurde. Die zentrale Fragestellung umkreist den Eurozentrismus in der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts: Meist ohne Kenntnis der Länder des Nahen, Mittleren und Fernen Ostens und ihrer Kulturen entwickelten die Maler ihre eigenen „Orient“-Vorstellungen. Diese speisten sich vornehmlich aus Reiseberichten und importierten Waren – ausnahmsweise sogar aus Miniaturen des Osmanischen oder des Mogul-Reiches. Rembrandt van Rijn und seine Kollegen (Pieter Lastman, Ferdinand Bol, Bartholomeus van der Helst u.a.) übersetzten jene östlichen Importe als Konstrukte in ihre Bilder. Biblische Themen mit Figuren in orientalischen Gewändern, „der Orientale“ in den Tronies (Charakterstudien eines Kopfes) oder dargestellte fernöstliche Produkte spiegeln ihre eigenen Vorstellungen wider. Die „orientalischen“ Objekte dienten der Selbstinszenierung der Wohlhabenden (auch der Künstler) und vermehrten das Prestige des Dargestellten. Einen anderen Fokus bildet darüber hinaus der Handel mit Exotika und dessen Schattenseiten, die Sammelleidenschaft und die Faszination des Fremden.
    Ergänzend zur Thematik werden auch andere Werke Rembrandts berücksichtigt.
    Der Besuch der vorangegangenen Rembrandt-Exkursion (Teil eins) ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

    Zeit: Di 10.30-13.00 Uhr
    Beginn: 30.11.2021   
    Ende: 21.12.2021
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 15.11.2021
     

    Dr. Ira Oppermann
    Fauvismus
    Online-Seminar
    Im Pariser Salon d’Automne konnte 1905 eine Gruppe von Künstlern erlebt werden, deren Gemälde durch grelle, leuchtende und antinaturalistisch gesetzte Farben auffielen. Als der Kritiker Louis Vauxcelles sie als „wilde Bestien“ bezeichnete, erhielt die neue Stilrichtung ihren Namen: „Fauves“. Im losen Kreis von Malern wie André Derain, Maurice de Vlaminck, Raoul Dufy, Albert Marquet, Othon Friesz, Kees van Dongen u.a. bildete Henri Matisse den Mittelpunkt. Seine Leidenschaft für die reine Farbe war insbesondere von den Neoimpressionisten, allen voran Paul Signac genährt worden. Genau solche Schnittstellen im Hinblick auf die Ausformulierung der Klassischen Moderne sollen erläutert werden, etwa auch Anregungen durch Gauguin, van Gogh oder die Kunst aus Ozeanien und Afrika. Im Anschluss an das vorangegangene Seminar „Impressionismus. Neoimpressionismus. Postimpressionismus“ (keine Voraussetzung für die Teilnahme) werden auch die Gemälde der Fauvisten im Museum Barberini Potsdam besprochen.

    Zeit: Di 10.30-12.00 Uhr
    Beginn: 26.10.2021    
    Ende: 23.11.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 14.10.2021  


    Dr. Ira Oppermann
    Fotografie und Impressionismus – eine neue Kunst im Wechselbad von Konkurrenz und Kooperation
    Online-Seminar
    Die Metropole Paris, der Wald von Fontainebleau oder die Steilküste von Étretat waren die Orte der Impressionisten – und der Fotografen. Letztere inte-ressierten sich ebenso für die Licht- und Wettersituationen bzw. die unterschiedlichen Jahreszeiten wie die Maler. Auch sie erprobten neue Kompositi-onstypen, Ausschnitte und Perspektiven, um aus einer rein technischen Reproduktion Kunst werden zu lassen. Bei dieser direkten Tuchfühlung von Malern und Fotografen entstand allerdings nicht nur ein Konkurrenzverhältnis, sondern auch eine gegenseitige Impulsgebung. Das Museum Barberini Potsdam will diese Wechselseitigkeit und die Anfänge des neuen Mediums in seiner Ausstellung „Eine neue Kunst. Photographie und Impressionismus“ erhellen. Zu den gezeigten Fotografen, die mit rund 130 Arbeiten präsentiert wer-den, zählen u.a. Gustave Le Gray, Louise Deglane, Alfred Stieglitz und Heinrich Kühn.

    Zeit: Di 10.00-11.30 Uhr
    Beginn: 22.02.2022    
    Ende: 15.03.2022
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 08.02.2022  


    Dr. Ira Oppermann
    Künstlerinnen V: Berthe Morisot – kühn-virtuos ausformulierter Impressionismus und weit mehr
    Blockseminar
    Eine einzige Frau gehört dem engeren Impressionistenkreis an: die großartige Künstlerpersönlichkeit Berthe Morisot (1841-1896). Ab 1873 steht sie im regen Austausch mit dieser Gruppe und nimmt – mit einer Ausnahme – an jeder Ausstellung der Impressionisten teil. Morisot bildet ihre ganz eigene Welt ab, insbesondere durch die Lieblingsmodelle: ihre Schwester Edma und später ihre Tochter Julie. Auch mit Darstellungen professioneller Modelle oder Freun-dinnen bleibt sie meist im Privaten. Neben Porträts zählen Frauen bei der Toilette oder Arbeit zu ihren zentralen Themen in der Figurenmalerei, während sie sonst mit maritimen Darstellungen, Park- oder Gartenbildern brilliert. Morisot entwickelt dabei kontinuierlich ihre einzigartig-skizzenhafte Pinselhandschrift, die eher suggeriert als beschreibt. Damit bringt sie die von ihr bevorzugten Schwellenräume am Fenster oder auf dem Balkon zum Vibrieren. In Morisots Streben nach Unmittelbarkeit manifestiert sich eine Entschlossenheit und Modernität, die von den Kritikern ihrer Zeit nicht erkannt werden konnte. Alle Phasen ihres Schaffens sollen vorgestellt sowie der Austausch mit ihren Kolleginnen und Kollegen wie Mary Cassatt, Eduard Manet, Pierre-Auguste Renoir oder Claude Monet thematisiert werden.
    Termine:   
    Gruppe 1: 14.-16.02.2022, jeweils 10.30-12.45 Uhr  

    Gruppe 2: 16.-18.02.2022, jeweils 14.15-16.30 Uhr   
    Ort: Schloss, S 055
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 01.02.2022. Bitte melden Sie sich oben für die gewünschte Gruppe an.

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Ira Oppermann
    Künstlerinnen VI: Natalija Gontscharowa und Olga Rosanowa – zwei Repräsentantinnen der vielgesichtigen Avantgarde in Russland
    Blockseminar
    Anders als im sonstigen Europa überrascht in Russland zu Beginn der Moderne ein hoher Frauenanteil im Kunstbetrieb. Dieses faszinierende Phänomen soll mithilfe zweier großer Avantgardistinnen, Natalja Gontscharowa (1881-1962) und Olga Rosanowa (1886-1918), näher betrachtet werden. Schon seit der Jahrhundertwende wurden russische Künstlerinnen als eigene Gruppe wahrgenommen und gesondert in Publikationen und Ausstellungen gewürdigt. Und bereits seit 1910 bestimmten Künstlerinnen, aber auch Mäzeninnen die russische Kunstszene entscheidend mit. Gontscharowa, Rosanowa und andere brillierten nicht nur in der Malerei, sondern ebenso in Buch-, Textil-, und Theatergestaltung, in der Aktionskunst und Dichtung sowie in Keramik und Modedesign. Ihr erklärtes Ziel war nichts weniger als die kulturelle Erneu-erung Russlands.
    Im Seminar steht die rasante Entwicklung der Malerei von Gontscharowa und Rosanowa mit ihren unterschiedlichen Stilprägungen (Rayonismus, Kubo-Futurismus, Suprematismus) im Vordergrund sowie der (kunst)historische Kontext in der Zeit vor der russischen Oktober-Revolution. Andere Bereiche ihres jeweils breit angelegten Œuvres werden ebenso exemplarisch beleuch-tet wie die Beziehungen zu ihren Kollegen.

    Termine:   
    Gruppe 1: 14.-15.02.2022, jeweils 14.15-16.30 Uhr   

    Gruppe 2: 17.-18.02.2022, jeweils 10.30-12.45 Uhr   
    Ort: Schlossplatz 46, H 3
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 01.02.2022. Bitte ,elden Sie sih oben für die gewünschte Gruppe an.

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Dr. Rolf Quednau
    BLIND DATE: Betrachtung und Kommentierung bilderreicher Streifzüge durch Museen und Orte mit herausragenden Werken der Kunst
    Online-Vortragsreihe (über Zoom)
    Das Wesen des Veranstaltungstitels "BLIND DATE - ...", der nach einer Befragung meines Auditoriums im SoSe 2021 auf großes und einhelliges Interesse stieß, verbietet eine eingehendere Kommentierung des Inhalts der Veranstaltung, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt (30.06.2021) sogar selbst mir noch völlig unbekannt ist. Es gibt bislang nur einen großen Steinbruch verschiedener Ideen und ein viele hunderttausend Fotos umfassendes eigenes Bildarchiv mit meist guten bis sehr scharfen und hoch auflösenden Digitalaufnahmen aus dem Zeitraum 2009-2021. Gewiss ist allein, dass wie immer bei meinen Veranstaltungen Sie und mich viele scharfe Fotos mit extrem vielen Details als Augenweide für unser aller Augen (Ihre wie meine) erwarten und damit zumindest für mich eine mich herausfordernde Freude an Werken der Kunst und den damit zusammenhängenden Fragen.
    Lektüreempfehlung zur Einführung:
    "In looking at a work of art we will always project some additional significance that is not actually given. Indeed we must do so if the work is to come to life for us. The penumbra of vagueness, the 'openness' of the symbol is an important constituent of any real work of art.... But the historian should also retain his humility in the face of evidence. He should realize the impossibility of ever drawing an exact line between the elements which signify and those which do not. Art is always open to afterthoughts, and if they happen to fit we can never tell how far they were part of its original intention."
    (Ernst H[ans Josef]. Gombrich [Wien 30.03.1909-03.11.2021 London]: Symbolic Images. Studies in the Art of the Renaissance, London 1972, Introduction: Aims and Limits of Iconology, zit. nach http://pre-gebelin.blogspot.com/2011/11/gombrich-on-genre.html)
    Es ist SEHR ZU EMPFEHLEN, den zit. blogspot insgesamt zu lesen als wichtige, mustergültige und unüberbietbar klare Einführung in die Probleme guter Kunstgeschichtswissenschaft von einem der bedeutendsten und einflussreichsten Kunsthistoriker des 20. Jahrhunderts.

    Zeit: Fr 16.00-18.00 Uhr (s.t.)
    Beginn: 03.12.2021 (neu!)
    Ende: 25.02.2022
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 08.10.2021t  


    Prof. Dr. Karin-Sophie Richter-Reichenbach
    Natur-/Landschaftsmalerei – Naturlyrik – Ästhetische Naturerfahrung
    Seminar und Arbeit im Atelier
    „Landschaftsmalerei spiegelt die Sicht des Malers aber auch der jeweiligen Zeit auf die Natur. Dem dort ausgedrückten Naturverständnis wollen wir bei den Hintergrunds-Landschaften von Leonardo da Vinci über Claude Lorrain bis hin zum künstlerischen Schaffen in und mit der Natur bei Andy Goldworthy u.a. nachspüren.
    Zugleich wollen wir Landschaftsmalerei mit Naturlyrik in Verbindung bringen. Hier vor allem Rainer Maria Rilke.
    Da das eigene Naturverständnis reflektiert und immer wieder zur Sprache kommt, soll der Versuch gemacht werden, im Rahmen „ästhetischer Naturer-fahrung“ die Wirkung von Natur ‚auf uns‘ durch kreative Arbeit erlebbar und erfahrbar zu machen.
    Da es Winter ist, können wir nicht draußen „vor Ort“ in der Natur sein. Um dennoch ästhetische Selbsterfahrungen zu machen, sollen die Teilnehmer  im Atelier der Kursleiterin und unter ihrer unterstützenden Begleitung ein „Panorama-Bild“ aus Ihrer eigenen Bildersammlung malen.

    Seminar:
    Zeit: Fr 18-20 Uhr
    Beginn: 15.10.2021   
    Ende: 03.12.2021
    Ort: Domplatz 20, F 5; am 22.10.2021 ausnahmsweise im H 3, Schlossplatz 46

    Atelierarbeit:
    Gruppe 1: Samstag, 11.12.2021, 10-14 Uhr; Samstag, 08.01.2022, 10-16 Uhr
    Gruppe 2: Samstag, 18.12.2021, 10-14 Uhr; Samstag, 15.01.2022, 10-16 Uhr
    Die Gruppen werden im Seminar aufgeteilt.
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 01.10.2021 



    Szameitat, Beatrice  
    Produktgestaltung 1870 bis 1930: Arts and Crafts, Jugendstil, Bauhaus, Art Déco und Streamline (Angebot des Sommersemesters 2021)
    Online-Seminar
    Das Seminar zeichnet die Entwicklung der Gestaltung von Gegenständen aller Art zwischen dem ausgehenden 19. Jahrhundert und der Moderne nach. Aus-gangspunkt ist die industrielle Fertigung in historisierenden Formen, die von Künstlern wie William Morris kritisiert wird. Manuelle Fertigung, kombiniert mit dem Ideal der Künstlergemeinschaft, wird an vielen Orten in Europa prakti-ziert. Neue florale Formen setzen sich im Jugendstil durch, sie werden als Auf-bruch wahrgenommen. Von den Gestaltern des Bauhauses wird schließlich jede Art des Dekors abgelehnt und der Weg in die Funktionalität geebnet. Gleichzeitig wird in Frankreich mit dem Art Déco der gute Geschmack einer wohlhabenden Käuferschaft angesprochen, eine Gestaltung, die in Streamline der USA der 1930er Jahre mündet.

    Termine: 30.08.-02.09.2021, jeweils 9.30-13.15 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 19.03.2021, 9 Uhr


    Szameitat, Beatrice
    Künstlerpersönlichkeiten am Aufbruch in die Moderne: Klinger, Brancusi, Munch, Modersohn-Becker
    Online-Vorträge
    Der Aufbruch in die Moderne wird um 1900 auf vielen Ebenen vorbereitet. Einzelne Künstlerpersönlichkeiten tragen dazu jeweils ganz verschiedene Aspekte bei. Max Klinger interessiert sich für das Gesamtkunstwerk, verbindet Skulptur, Literatur und Musik und kann in seinen Grafiken als Vorläufer des Surrealismus angesehen werden. Der Bildhauer Constantin Brancusi reduziert seine Motive derart auf das Wesentliche, dass beinahe die Abstraktion erreicht ist. Edvard Munch lotet die Abgründe menschlicher Existenz mit einzigartigen Bilderfindungen aus. Paula Modersohn-Becker ist die kompromissloseste Malerin der Worpsweder Künstlerkolonie und geht unbeirrbar ihren eigenen Weg in die Moderne.

    Zeit: Mi 10.00-13.30 Uhr (mit Pause)
    Termine: 02.02., 09.02., 16.02., 23.02.2022
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 18.01.2022 


    Szameitat, Beatrice
    Einführung in die Kunst der Renaissance
    Vorträge
    In dieser groß angelegten Einführung wird die Kunst der Renaissance systematisch dargestellt. Beginnend mit der Erfindung der Zentralperspektive in Florenz wird die italienische Renaissance mit Brunelleschi, Leonardo, Michelangelo und Raffael und vielen weiteren Künstlerpersönlichkeiten gezeigt. Nördlich der Alpen ist die deutsche Renaissance mit Dürer, Holbein und Cranach Thema. Außer den drei klassischen Kunst-Gattungen Malerei, Skulp-tur und Architektur ist auch Tafel- und Wohnkultur, die Ornamentik sowie die Kostümkunde von Interesse. Den Abschluss bildet ein Ausblick in die Kunst des Manierismus.

    Termine: 14.-18.03.2022, jeweils 9.30-14.00 Uhr (mit 45 min Pause)
    Ort: Domplatz 20, F 5
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 25.02.2022 
    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

    Dr. Matthias Vollmer
    Paul Cézanne: „Ich denke an nichts, wenn ich male, ich sehe Farben."

    Online-Seminar über „Zoom“
    Paul Cézannes einzigartige Behandlung der Farbe weist einen Weg aus dem Impressionismus Vorgaben zu ganz neuen Formen. Von den Impressionisten stammen Cézanne helle Farben und die Art des Farbauftrags und natürlich der Fokus auf die gesehene und empfundene Natur, die vor dem Motiv, draußen in der Landschaft eingefangen werden soll. Cézanne will jedoch die Natur auf der Leinwand nicht einfach reproduzieren, sondern sie soll durch farbige Äquivalente, durch die Modulierung der Farben repräsentieren. Es geht ihm in seinen Bildern nicht um die impressionistische Erfassung der Zufälligkeiten der momentanen, wechselnden Oberflächenerscheinungen, sondern um ein festes, gültiges Bild parallel zur Natur. In unterschiedlichen Genres wie Land-schaftsbildern, Stillleben, Bildnissen und dem Motiv des Aktes im Freien, den Badenden versucht Cezanne seine „Natursicht“ zu formulieren – und bereitet am Ende den Kubismus vor.

    Termine: 16. und 19.11 2021, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 02.11.2021


    Dr. Matthias Vollmer
    El Greco 1– Vom Ikonenmaler in Kreta zum visionären Manieristen in Toledo
    Online-Seminar über „Zoom“
    Der 1541 auf Kreta geborene El (Dominikos Theotokopulos) Greco erlernte in seiner Heimat das Ikonenmalen in byzantinischer Tradition, sein Ausbil-dungsweg führet ihn dann nach Venedig und Rom. In Spanien entwickelte er dann ab den 1570er Jahren eine ganz eigene Malerei. Tizians Kolorit, Tintoret-tos kühne Kompositionen und die plastischen Formen Michelangelos verbanden sich bei ihm zu einzigartiger Expressivität. Heute gilt El Greco als der letzte der großen Meister des Renaissance-Manierismus der zugleich als erster gro-ßer Maler das Goldenen Jahrhundert einleitet. Nachdem er lange Zeit in Ver-gessenheit geraten war, wurde seine Kunst dann im späten 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Die Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts sah in ihm ein Vorbild und übernahm sowohl seine gestreckten Proportionen, als auch seine extreme Farbgebung. Der Kurs möchte sowohl das Werk El Grecos vorstellen als auch seinen Einfluss auf die Moderne um 1900 zeigen.

    Termine: 13. und 14.12.2021, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 01.12.2021 


    Dr. Matthias Vollmer
    Einführung in die Altniederländische Malerei: Vom Meister von Flémalle zu Hieronymus Bosch
    Online-Seminar über „Zoom“
    Die altniederländische, bzw. die flämische Malerei zwischen etwa 1420 und dem Jahrhundertwechsel markiert sicherlich einen besonderen Höhepunkt der nordalpinen Renaissance. Ausgehend von der franko-flämischen Schule des „Weichen Stils“ entwickelte sich, nun innerhalb des eigenen Kulturkreises, ein Kunststil, der mitunter von einem geradezu fotografischen Realismus geprägt ist: Jedes Element der Wirklichkeit wird mit feinmalerischer Akkuratheit auf der Leinwand erfasst. Diese Naturnähe zeigt sich z.B. in der Ersetzung des Goldgrundes durch ausgreifende Landschaftshintergründe und auch die atemberaubende Entwicklung der Portraitmalerei bezeugt die Naturnähe die-ser "Ars Nova". Die Stofflichkeiten der Materialien, ihre Oberflächenbehandlung, ihre Struktur wurden mit Hilfe von Lupen, feinsten Pinseln und vor allem der neu entwickelten Ölmalerei in verblüffendem Naturalismus gezeigt. Der Kurs möchte in die Kunst der "Maniera Fiamminga" wie der „Exportschlager“ aus dem Norden in Italien genannt wurde, einführen und den oftmals tiefen Symbolgehalt dieser naturalistisch anmutenden Malerei (hier besonders bei Jan van Eyck) erläutern.

    Termine: 17., 18. und 19.01.2022, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 07.01.2022  


    Dr. Matthias Vollmer
    Buchillustrationen und Künstlerbücher der Neuzeit
    Online-Seminar über „Zoom“
    Von William Blake bis Pablo Picasso, von Anselm Kiefer bis Louise Bourgeois befassen sich seit Jahrhunderten Künstler mit der Frage, was ein Buch vermitteln soll – über das reine Angebot von Textinhalten hinaus. Sie illustrieren, schreiben, binden, kolorieren, collagieren, fotografieren oder beschreiten gänzlich experimentelle Wege, um ihre Idee vom Buch und ihre Ideen ins Buch zu transportieren, wobei von rein ästhetischen Ansprüchen bis hin zu gesellschaftspolitischen Zielsetzungen ganz unterschiedliche Intentionen Form und Inhalt prägen. brechen mit traditionellen Formen der Gestaltung, er-öffnen neue Räume, sind programmatisch, narrativ, spielerisch oder auch abgründig. Durch die Konzeptkunst und Fluxus-Bewegung als offenes und vielseitiges Medium entdeckt, haben sich die Künstlerbücher seit den 1960er Jahren als eigenständige Kunstgattung etabliert. Der Kurs möchte ausgehend von den Buchillustrationen des 16. Jahrhunderts die Entwicklung zum Künstlerbuch nachzeichnen.

    Termine: 01. und 02.02.2022, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 18.01.2022  

    Dr. Matthias Vollmer
    Die Laokoon-Gruppe – „expressive“ Klassik in der Kunst von 1506 bis ins 19. Jahrhundert
    Online-Seminar über „Zoom“
    Die Laokoon-Gruppe hat wie wohl kaum ein anderes Kunstwerk der Antike die Entwicklung der europäischen Kunst geprägt. Unzählige Künstler haben sie durch die Jahrhunderte kopiert und sich mit ihr in Malerei, Skulptur und Zeichnung auseinandergesetzt. Nur wenige Kunstwerke sind zum Anlass so vieler tiefschürfender, unterschiedlichster Gedanken über Schönheit und Ausdruck der Kunst geworden wie die antike Skulpturengruppe. An den Akademien der Frühen Neuzeit verkörpert die Gruppe das Muster des Affektausdrucks, sodass dem sterbenden Priester Laokoon auch jene Schmerzensschreie zugeschrieben werden, die Vergil in der Aeneis erwähnt und die im 18. Jahrhundert gegenteilig von Winckelmann und Lessing als Ausdruck gemilderten Leidens begriffen werden. Der Kurs möchte die Einflüsse dieser Skulpturengruppe als Exemplum der Kunstwerkrezeption von Michelangelo bis in das 19. Jahrhundert verfolgen und nachzeichnen.

    Termine: 14. und 15.02.2022, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 01.02.2022 


    Dr. Matthias Vollmer
    Die Sprache der Farben: „Alles so schön bunt hier“
    Online-Seminar über Zoom
    Farbe ist ein grundlegendes Element der Wahrnehmung; Farbe umgibt, be-gegnet und beeinflusst; sie ist ein wesentlicher Bestandteil in der Organisati-on von Kunstwerken und Bildern. Farbe lenkt den Blick des Betrachters und beeinflusst das Verständnis und die Interpretation des Gesehenen. Farbe als eines der wichtigsten Instrumente künstlerischen Ausdrucks vermag den Prozess des künstlerischen Schaffens selbst zu beeinflussen. Was mit der überlegten Wahl eines bestimmten Farbtones beginnt, kann sich zu einer dynamischen und vielleicht sogar „zufälligen“ Komposition von Farben und Formen fügen, die ganz besonderen Gesetzmäßigkeiten folgt.
    Die Geschichte und Sprache der Farben, die Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten des Farbensehens und das mannigfaltige Interpretationsspektrum des Kolorits besonders in Werken der Kunst sind Gegenstand des Kurses.

    Termine: 21., 22. und 28.03.2022, jeweils 10-13 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 07.03.2022 


    Dr. Hildegard Wiegel
    Albrecht Dürer, der neue Apelles
    Online-Seminar (über Zoom)
    Kein Geringerer als der wohl berühmteste Maler der Antike wurde herangezogen, um den Albrecht Dürer (1471- 1528) zu beschreiben. Was aber macht das Werk des „Apelles des Nordens“ aus, warum galt er schon zu Lebzeiten, die er in der Freien Reichsstadt Nürnberg verbrachte und von der Reformation geprägt war, als Ausnahmekünstler? In diesem Kurs blicken wir nicht nur auf sein Leben und Werk, sondern nehmen auch die großen Umbrüche in Kultur, Politik und Religion dies- und jenseits der Alpen in den Fokus.

    Termine: 10.- 14.01.2022, jeweils 10-11.30 Uhr und 12.30-14 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 20.12.2021  


    Dr. Hildegard Wiegel
    Die klassische griechische Kunst: die Grundlagen (Archaik)
    Online-Seminar über Zoom
    Die Akropolis, das Orakel von Delphi und die olympischen Spiele: mit dem Begriff der klassischen griechischen Kunst treten einem unwillkürlich die mit un-zähligen Kunstwerken bestückten Kultstätten des klassischen Griechenland vor Augen. In diesem Kurs sollen die Grundlagen dieser für die Ausbildung der europäischen Kultur so bedeutenden Kunst vermittelt  werden, ein Prozess, der sich durch Kontakte mit den Hochkulturen des erweiterten Mittelmeerraumes vollzog und durch Kulturaustausch und Konflikte gekennzeichnet war.

    Termine: 6.- 10.12.2021, jeweils 10.00-11.30 Uhr und 12.30-14.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 22.11.2021  


    Matthias Zölle, Anke Gollub, Werner Rückemann
    ART AFFAIRS – Kunstschaffende sprechen über ihr Werk
    Vorträge

    04.11.2021  
    Jazz – Fantastische Vielfalt
    Christian Kappe; Musik

    11.11.2021    
    Als der Fisch an Land gekrochen kam…  Ein Theatermacher im Coronalockdown
    Zeha Schröder; Schauspiel

    18.11.2021    
    STIMMT’s? Aus dem Leben einer Sprecherin
    Sarah Giese; Stimmkunst

    25.11.2021    
    Meine Malerei
    Chiemi Nakagawa; Malerei

    02.12.2021    
    Baumerzählungen – Gezeichnete Filme/ grafical Recordings
    Susanne von Bülow; Malerei, Video, Installation, Performance

    09.12.2021    
    Künstlerische Vielfalt – kein Problem
    Gabi Sutter; Gesang und Literatur

    16.12.2021    
    disConnected
    Anne Kückelhaus; Skulptur und Installation

    13.01.2022    
    Verworfenes. Oder: Warum Steine nicht blühen
    Anke Gollub; Installation und Skulptur

    20.01.2022    
    Poetry Slam & Lesebühne. Faszination Bühnenliteratur
    Andreas Weber; Literatur

    27.01.2022    
    Relief und Transparenz
    Kirsten Mühlbach; Malerei und Skulptur

    03.02.2022    
    Kunstpräsentation in besonderen Zeiten
    Candia Neumann, Thomas Prautsch; Installation, Objektkunst, Zeichnung, Schauraumbetrieb, Malerei und Video    

    Zeit: Do 14-16 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 2
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 20.10.2021 
    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

  • Musikgeschichte

    Beatrice Szameitat
    Musik der Barockzeit
    Online-Seminar
    Das Seminar gibt einen Überblick über die Musik des 17. und 18. Jh. Drei Fragen stehen dabei als Leitfaden im Fokus: Welche waren die wichtigsten Kom-ponisten dieser Zeit und welches sind ihre Merkmale? Wie entwickelten sich die Musikinstrumente und welche Musikrichtungen wurden durch sie vertreten? Für welchen Anlass erklang überhaupt Musik, wer konnte sie hören? Unterstützt durch Bilder von Musikern erklingen zahlreiche Hörbeispiele der Ba-rockmusik. Ziel ist es, die Musik als akustische sinnliche Erfahrung der Kunstgeschichte der Barockzeit hinzuzufügen und nach Querverbindungen zwischen Kunst und Musik zu suchen. Es sind keine Notenkenntnisse erforderlich.

    Termine: 28.-31.03.2022, jeweils 10.00-13.30 Uhr (mit Pause)
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 14.03.2022  

  • Ethnologie

    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen - ein Training zur Vermittlung von Interkultureller Kompetenz
    Tagesseminar (Online)
    Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden.
    Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?
    Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der inter-kulturellen Begegnung zu erfassen.

    Termin: 05.11.2021, 9.00-16.00 Uhr
    Ort: Schloss, S 055
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 18.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

  • Germanistik/Literaturwissenschaft

    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Literatur im Film: Heinrich Mann – Der Untertan, Professor Unrat
    (aus Anlass des 150. Geburtstags 2021)
    Seminar
    Sein Bruder Thomas beschrieb ihn als „vornehm und einsam, dabei ein der Demokratie leidenschaftlich ergebener Geist, voller Schönheitsdrang und ge-sellschaftlicher Vision“: Heinrich Mann (1871–1950) widerstrebte dem Berufswunsch seines Vaters, wurde Schriftsteller, kritisierte das Deutsche Kaiserreich und avancierte zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten der Wei-marer Repubik, bis ihn die Machtergreifung 1933 zu Flucht und Exil zwang und zu einem unruhig Reisenden zwischen Ländern und Kontinenten werden ließ. Aus seinem überreichen Werk ragen die satirischen Romane „Professor Unrat“ (1905) und „Der Untertan“ (1918) heraus – zwei zeitdiagnostische Stimmungsbilder, die eine radikale Abrechnung mit deutscher Autoritätsgläubgkeit, Spießermentalität und verlogener Doppelmoral darstellen.
    Aus Anlass von Heinrich Manns 150. Geburtstag 2021 widmet sich das Seminar diesen beiden Werken des Jubilars und ihrer cineastischen Umsetzung auf der Leinwand: Josef von Sternbergs „Der blaue Engel“ (1930), der Marlene Dietrich zur Weltkarriere verhalf, und Wolfgang Staudtes DEFA-Produktion „Der Untertan“ (1951), eine der überzeugendsten Regie-Arbeiten der jungen DDR. (Texte: Heinrich Mann: Professor Unrat oder das Ende eines Tyrannen. Frankfurt: Fischer 2011. Heinrich Mann: Der Untertan. Frankfurt: Fischer 2004.)
    Termine:    
    Dienstag, 19.10.2021, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung); VSH 05
    Freitag, 05.11.2021, 16.00-20.00 Uhr; VSH 19
    Samstag, 06.11.2021, 10.00-18.00 Uhr; VSH 17
    Freitag, 03.12.2021, 16.00-20.00 Uhr; VSH 19
    Samstag, 04.12.2021, 10.00-18.00 Uhr; VSH 116
    Ort: Alle veranstaltungen finden im vom Stein Haus, Schlossplatz 34 statt.
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Berlin – Hauptstadt der Moderne (1)
    Ein kulturhistorischer Rundgang durch die Metropole der Weimarer Republik
    Blockseminar
    Das Erleben von Erstem Weltkrieg und Revolution, der Durchbruch der Demokratie, aber auch der technische Fortschritt und nicht zuletzt starke amerika-nische Impulse machten die zwanziger Jahre in ihrer Ambivalenz und Viel-schichtigkeit zu einer der schillerndsten Epochen der deutschen Kulturge-schichte. In Malerei, Literatur, Architektur, Theater, Musik und Film tat sich ein Spannungsfeld auf, das von der Sozialkritik bis zur verabsolutierten Lust am Vergnügen reichte. Besonders prägend waren die führenden Kunstrichtungen des Expressionismus, Dadaismus und Surrealismus. Das Bauhaus setzte Maßstäbe in Architektur und Design; Theater, Musik und Tanz entwickelten in ihren Avantgarden neue Stilformen; das Spektrum der Literatur umfasste die dichterische Aufarbeitung der Weltkriegserfahrungen aber auch den moder-nen Großstadtroman im Zeichen der Neuen Sachlichkeit.
    Durch die Reform der Stadtgrenzen und die starke Zuwanderung wurde Berlin in den 1920ern zur drittgrößten Stadt der Welt. Kriegsversehrte, schwerreiche Vertreter der Oberklasse, proletarische Industriearbeiter und Künstler mach-ten die Stadt an der Spree zu einem Ort der starken Kontraste und prägten ih-ren Ruf als pulsierende Metropole.
    Das auf mehrere Semester konzipierte Seminar lädt zu einem literarischen Spaziergang durch Berlin als Hauptstadt der Moderne und Begegnungen mit u.a. Alfred Döblin, Erich Kästner, Irmgard Keun, Gottfried Benn und Kurt Tuch-olsky ein. (Texte: Erich Kästner: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten. Hamburg: Atrium 2017. Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen. Berlin: Ullstein 2001)

    Termine:    
    Dienstag, 26.10.2021, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung); VSH 19
    Freitag, 17.12.2021, 16.00-20.00 Uhr; VSH 19
    Samstag, 18.12.2021, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 14.01.2022, 16.00-20.00 Uhr; VSH 19
    Samstag, 15.01.2022, 10.00-18.00 Uhr; VSH 06
    Ort: Alle Veranstaltungen finden im vom Stein Haus, Schlossplatz 34 statt.
    Anmeldung:     Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 12.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Der moderne Prometheus. Der Frankenstein-Mythos in Literatur, im Film und auf der Theaterbühne
    Blockseminar mit Aufführungsbesuch
    Als im Jahr 1816 im fernen Indoesien der Vulkan Tambora ausbrach, waren die klimatischen Folgen noch in Mitteleuropa zu spüren. Das „Jahr ohne Sommer“ verbrachte die 18-jährige Mary Godwin mit ihrem späteren Ehemann Percy Shelley bei dem Dichter Lord Byron in der Villa Diodati am Genfer See. Während des nie enden wollenden Regens erzählte man sich zum Zeitvertreib düstere Schauergeschichten und veranstaltete einen Schreibwettbewerb.
    Mary Godwin schuf dabei mit "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" einen wahren Klassiker der Horrorliteratur: die Geschichte eines künstlichen Menschen, der die Mitwelt aufgrund seines Aussehens in Angst und Schrecken versetzt, aber letztlich ein Gewissen und eine Seele herausbildet und zur Mitleid erregenden Kreatur wird. Sein Schicksal stellt die überzeitliche Frage nach den moralischen Grenzen wissenschaftlichen Forscherdrangs und der Verantwortung des Menschen für seine Schöpfung. Das Seminar widmet sich einer Analyse des Romans sowie ausgewählter Bühnenadaptionen (2011 und 2021) und Verfilmungen (1931, 1957, 1974, 1994 und 2015). Ein Besuch der Aufführung „Frankenstein“ am Theater Münster und ein Gespräch mit dem Produktionsteam über die Umsetzung der Stoffvorlage runden das Seminar ab. (Text: Mary Shelley: Frankenstein. Frankfurt: Fischer 2009)

    Termine:   
    Dienstag, 11.01.2022, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung); VSH 19
    Freitag, 28.01.2022, 16.00-20.00 Uhr: VSH 19
    Samstag, 29.01.2022, 10.00-18.00 Uhr; VSH 116
    Freitag, 25.02.2022, 16.00-20.00 Uhr; VSH 19
    Samstag, 26.02.2022, 10.00-18.00 Uhr
    Ort:  Alle Veranstaltungen finden im vom Stein Haus, Schlosplatz 34 statt.
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 20.21.2021 
    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Wolfgang Türk (Theater Münster)
    Der literarische Faust-Mythos im Wandel der Jahrhunderte (3)
    Goethes Faust II
    Blockseminar
    Am endgültigen Text von „Faust II“ hat Goethe noch buchstäblich bis zum Vorabend seines Todes gefeilt. Wenige Tage nachdem er das Manuskript im März 1832 mit dem Hinweis versiegelt, es erst nach seinem Tode zu veröffentlichen, stirbt Goethe. Sechs Jahre hatte er an der Fortsetzung des weltberühmten Klassikers aus dem Jahr 1805 geschrieben und der Nachwelt ein Werk hinter-lassen, das aufgrund der Personenfülle und assoziativen Bildsprache lange als unaufführbar galt. Goethe verhandelte im zweiten Teil seines Menschheitsdramas anhand der Figur des intellektuellen Dr. Faust das rücksichtslose Streben des Menschen nach Wissen, Einfluss und Vollkommenheit. Dabei entfaltet er einen hochkomplexen thematischen Kosmos und verknüpft Figuren der griechischen Mythologie (Helena-Motivik) mit konkreten Zeitereignissen (Einführung des Papiergeldes) und phantastischen Visionen (Erschaffung des Homunculus).
    Das Seminar widmet sich einer eingehenden Interpretation des Dramas und folgt seiner vielgestaltigen Rezeptionsgeschichte auf der Bühne. (Text: Johann Wolfgang Goethe. Faust. Der Tragödie zweiter Teil. Stuttgart: Reclam 2001)

    Termine:   
    Dienstag, 18.01.2022, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung); VSH 19
    Freitag, 04.03.2022, 16.00-20.00 Uhr; VSH 19
    Samstag, 05.03.2022, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 01.04.2022, 16.00-20.00 Uhr; VSH 19
    Samstag, 02.04.2022, 10.00-18.00 Uhr
    Ort: Alle Veranstaltungen finden im vom Stein Haus, Schlossplatz 34 statt.
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 03.01.2022 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

  • Romanistik

    Prof. Dr. Karlheinrich Biermann
    Paris - die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts – Literatur und Kunst im Wandel einer Metropole II
    Vorlesung – Solide Französisch-Kenntnisse werden vorausgesetzt.
    Der zweite Teil der Vorlesung kann auch ohne Teilnahme am ersten besucht werden. Die Vorlesung umfasst die Zeitspanne von 1851 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Am Beginn steht der Staatsstreich Napoleons III und die Etablierung des Second Empire (1852-1870) sowie die literarische Reaktion darauf: Hugo, Napoléon-le-petit und Les châtiments (1854). Darauf folgt die „Haussmannisation“ und die Entstehung des „Nouveau Paris“, die sich sowohl im poetischen Werk Baudelaires (Les tableaux parisiens und Le spleen de Paris) als auch im Romanwerk Emile Zolas (Le ventre de Paris, Au bonheur des Dames und Paris) niederschlägt. Gegen den Geist der Zeit insistiert Victor Hugo auf der Aktualisierung der revolutionären Tradition (Les Misérables). Der deutsch-französische Krieg und die Commune von 1871 bringen eine eigene Dichtung hervor.
    Parallele Entwicklungen finden in der Malerei (impressionnisme, divisionnis-me, Caillebotte, art nouveau), in der satirischen Zeichnung (Steinlen u.a.) und in der Plakatkunst (Toulouse-Lautrec, Mucha u.a.) statt. Die Weltausstellun-gen (1855, 1867,1889), die Monumentalbauten (Sacré-Cœur und Tour Eiffel) stehen exemplarisch für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung mit ihren Widersprüchen und Konflikten, die sich im Leben der Hauptstadt in besonderer Weise konzentrieren.

    Zeit: Fr 12-14 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 4
    Beginn: 15.10.2021
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

    Prof. Dr. Christoph Miething
    Französische Gegenwartsliteratur
    Lektürekurs auf Französisch
    Im Wintersemester sollen verschiedene Werke von Sylvain Tesson gelesen werden. Eine Auswahl werde ich in der ersten Sitzung, am 27.10., vorstellen. Beginnen möchte ich mit: Sylvain Tesson: Petit traité sur l'immensité du mon-de (éditions des Équateurs, Paris 2005).

    Zeit: Mi 12-14 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 27.10.2021
    Anmeldung:     Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 13.10.2021   

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

  • Anmeldepflichtige studentische Arbeitskreise

    Sozialwissenschaftlicher Diskurs: Pierre Bourdieu und aktuelle politische Ereignisse
    Pierre Bourdieu (1930-2002) gehört zu den einflussreichsten Soziologen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (Wikipedia). Zu seinen Hauptschriften gehören „Die feinen Unterschiede“ und „Sozialer Sinn“. Wir wollen uns gemeinsam durch Lektüre geeigneter Schriften, Diskussion und Vorträge die Grundzüge seiner Theorie erschließen. Ob seine Gedanken auch heute noch erklärungskräftig sind, wollen wir anhand aktueller politischer Ereignisse prüfen.
    Die genaue Vorplanung und die Auswahl geeigneter Schriften erfolgen in der vorlesungsfreien Zeit. Interessenten können sich an Herrn Udo Herrmann wenden: ua.herrmann@t-online.de

    Zeit: Di 10-12 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.107
    Beginn: 12.10.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021  

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.

    Philosophischer Diskurs: Moral
    Gemeinsame Lektüre und Diskussion des Buches „Die Macht der Moral im 21.Jahrhundert – Annäherung an eine zeitgemäße Moral“ von Otfried Höffe, Beck- Verlag, 2014.
    Otfried Höffe zeigt, dass Fragen zu Ethik und moralischem Handeln immer wieder neu gestellt werden müssen: Steht der Mensch wirklich über allen Le-bewesen? Können Tiere denken? Sind hohe Managergehälter vertretbar? Wozu dürfen technische und medizinische Errungenschaften eingesetzt werden und wozu nicht?
    Höffe macht deutlich, dass die Kenntnis von Aristoteles, Kant und Bacon nicht ausreicht – man muss ihre Gedanken auch auf das 21. Jahrhundert anwenden können. Für ihn ist Philosophie kein verstaubtes Gedankenkonstrukt, sondern der Leitfaden für moralisches Handeln, und Ethik kein „Fortschrittskilller“, sondern im Gegenteil die Reflexionsinstanz, durch die wir die Probleme einer globalisierten und technisierten Welt erst lösen können: „Eine prinzipienstar-ke Ethik widersetzt sich nicht bloß der Windfahnenhaltung. Sie verhält sich sogar noch unerschütterlicher als ein Fels in der Brandung.“

    Zeit: Do 14-16 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 14.10.2021
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021  
    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Arbeitskreis: Literatur

    Thema dieses Semesters: „Fremd bin ich eingezogen……Aktuelle Literatur zur Migration“
    Online über Zoom
    Wir wollen folgende Romane und Texte miteinander besprechen:

    • Die Bibel: 2. Buch Mose „Exodus“, Kapitel 1-34, alle zu Hause vorliegen-den Textausgaben können benutzt werden
    • Erich Maria Remarque: „Die Nacht von Lissabon“, KIWI-TB, 3. Edition, (Nov. 2017)
    • Sasa Stanisic: „Herkunft“, btb Verlag, TB, (Sept. 2020)

    Weitere Texte des Wintersemesters werden im Arbeitskreis noch festgelegt.

    Zeit: Di 14-16 Uhr
    Termine: 26.10., 09.11., 23.11., 07.12.2021, 11.01., 25.01.2022
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 14.10.2021  

    Arbeitskreis: Lyrik
    Gedichte gemeinsam lesen, besprechen und deuten, und zwar aus „Frankfur-ter Anthologie, achtunddreißigster Band, Gedichte und Interpretationen, be-gründet von Marcel Reich Ranicki, gebundene Ausgabe - 23. April 2015.

    Zeit:  Mi 10-12 Uhr
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Beginn: 14.04.2021
    Anmeldung:  Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Alterspädagogischer Arbeitskreis: Lebenswissen von und für Lebenserfahrene
    Der Arbeitskreis findet nur in Präsenz statt. Sollte das nicht möglich sein, fällt er aus.
    Zielgruppe: Der Arbeitskreis wendet sich an Teilnehmer/innen, die das Studi-um im Alter nutzen möchten, um individuelle Erfahrungen während der Corona Pandemie zu reflektieren und sich mit anderen Studierenden darüber auszu-tauschen.
    Wir möchten im Wintersemester 2021/22 das Thema „Zuversicht – Vertrauen“ behandeln. Gemeinsam werden wir über die zurückliegende Zeit reflektieren und uns über mögliche Ressourcen und Bewältigungsstrategien austauschen.  Wie haben wir unseren Lebensmut bewahren können?  Was war hilfreich? Was hat die persönliche Widerstandskraft gestärkt?
    Das Seminar soll Hilfestellung geben, die vergangenen Monate / Jahre aufzu-arbeiten und uns zuversichtlich und vertrauensvoll in die Zukunft mit neuen Herausforderungen zu führen. Anhand von Quellennachweisen und selbst re-cherchierten Begleittexten diskutieren wir über die Inhalte, Thesen und Mög-lichkeiten, der Umsetzung im Alltag. Die Diskussionen werden in Kleingruppen und im Plenum erfolgen. Dafür bieten wir einen vertrauensvollen und ge-schützten Rahmen.
    Wir empfehlen zur Einführung in die Thematik die Lektüre von
    - Ulrich Schnabel: Zuversicht. München 2018 (ISBN  978-3-89667-513-2)
    - Martin Hartmann:  Vertrauen – Die unsichtbare Macht. Frankfurt 2020. (ISBN 978-3-10-000068-2)

    Zeit: Di 10-12 Uhr
    Termine: 19.10 2020, 2.11, 16.11, 30.11, 14.12., 18.1.2022, 1.2.2022
    Ort: Georgskommende 14, G 1
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 09.10.2021 
    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.


    Arbeitskreis Psychologie
    „Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Die Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick
    „Wir sind wie eingesponnen in Kommunikation… und sind doch – oder gerade deshalb – fast unfähig, über Kommunikation zu kommunizieren.“ (Paul Watz-lawick).
    Kommunikation ist allgegenwärtig und alltäglich und doch, auch unter psychologischen Aspekten, ein höchst komplexer Vorgang.
    Anhand der Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick wird der Arbeitskreis in diesem Semester sich dem Thema "Kommunikation" nähern. Dabei sollen die von Watzlawick entworfenen fünf Axiome ebenso im Vordergrund stehen wie das kontextuelle Verstehen von Kommunikation, Watzlawicks konstrukti-vistische und systemische Sichtweise sowie, soweit machbar, Ausflüge in benachbarte Felder, wie etwa Kommunikation unter soziologischen Aspekten.
    Zielgruppe: Der Arbeitskreis richtet sich an TeilnehmerInnen, die ihre vielfältigen Lebens- und Berufserfahrungen sowie ihre persönlichen Interessen mit einem lebendigen und gemeinsamen Austausch am Thema verbinden möchten. Dazu bringen sie sich mit ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Potenzia-en aktiv, z.B. durch Referate, ein.

    Zeit:    Di 14-16 Uhr
    Termine: 19.10 2020, 2.11, 16.11, 30.11, 14.12., 18.1.2022, 1.2.2022
    Ort: Georgskommende 14, G 120
    Anmeldung: Ab dem 17.09.2021, 9 Uhr bis 04.10.2021 

    Bitte beachten: Damit die coronabedingten Abstandsregeln in den Präsenzveranstaltungen eingehalten werden können, ist zurzeit nur eine begrenzte Zahl von Plätzen freigeschaltet. Wenn die Corona-Lage es zulässt oder die Veranstaltungen auf ein digitales Format umgestellt werden sollten, wird die Platzzahl nachträglich erhöht. Melden Sie sich also auch dann an, wenn Sie zunächst auf der Nachrückerliste stehen. Sobald eine Platz für Sie frei wird, werden Sie automatisch per E-Mail informiert.