SELBSTORGANISIERTE STUDENTISCHE ARBEITSKREISE

Arbeitskreis: Literatur
Thema dieses Semesters: America 'second', Literatur aus Nordamerika (Fort-setzung vom WS 2018/19).
Wir wollen folgende Romane miteinander besprechen:
─    Paul Beatty: „Der Verräter“, Luchterhand Literaturverlag (Okt. 2018)
─    Jeanette Walls: „Schloss aus Glas“, Diana TB (2006)
─    T. C. Boyle: „América“, dtv TB (Nov. 2006)
Weitere Texte des Sommersemesters werden im Arbeitskreis noch festgelegt.

Zeit:  dienstags, 14-16 Uhr (in der Regel 14-tgl.)
Termine: 02.04., 09.04., 30.04., 14.05., 28.05., 18.06., 02.07.2019
Raum: Georgskommende 14, G 32


Arbeitskreis: Lyrik
Gedichte gemeinsam lesen, besprechen und deuten. Thema des Semesters ist die „Frankfurter Anthologie, vierzigster Band, Gedichte und Interpretationen, begründet von Marcel Reich-Ranicki, herausgegeben von Hubert Spiegel, erschienen 2017 bei S. Fischer

Zeit:  mittwochs, 10-12 Uhr
Raum: Johannisstr.8-10, KTh IV
Beginn: 03.04.2019


Philosophischer Diskurs: Offene Gesellschaft
Gemeinsame Lektüre und Diskussion des Buches „Ein Jahrhundertdenker: Karl Popper und die offene Gesellschaft“ von Kurt Salamun, erschienen im Februar 2018 im Verlag Molden.
Über den Inhalt des Buches heißt es „Er ist unbestritten einer der großen Denker des 20. Jahrhunderts: Der Österreicher Karl R. Popper (1902 1994) hat auf verschiedenen Gebieten (Erkenntnislehre, Wissenschaftstheorie, Sozialphilosophie) richtungsweisende Gedanken entwickelt, die noch in der Gegenwart die gesellschaftspolitische Diskussion beeinflussen. Poppers Philosophie ist angesichts der steigenden Nachfrage nach weltanschaulicher Orientierung aktueller denn je: Sie entwirft das Bild eines rationalen Menschen, der von kritischer Vernunft und der Wertschätzung für eine offene demokratische Gesellschaft geleitet wird eine Zielvorstellung, die aufgrund der Krisen der Gegenwart neue Aktualität gewinnt“

Zeit: donnerstags, 14-16 Uhr
Raum: Johannisstr. 12-20, ES 24
Beginn: 04.04.2019


Arbeitskreis Psychologie: Sein eigener Coach sein - wie geht das?

Möglichkeiten und Grenzen des Selbstmanagements mithilfe methodischer Tools aus dem Coaching
Zielgruppe: Der Arbeitskreis wendet sich an TeilnehmerInnen, die das Studi-um im Alter nutzen möchten, um ihre vielfältigen Lebenserfahrungen und ihr persönliches Interesse am Thema mit einem intensiven, lebendigen Austausch sowie gemeinsamer Arbeit zu verbinden. Die Veranstaltung ist einerseits als Fortführung der Arbeit der vergangenen Semester gedacht, andererseits eröffnet sie Möglichkeiten für Seiteneinsteiger, die idealerweise über Grundkenntnisse (in systemischer Beratung oder Coaching bzw. Mediation) verfügen, und sich auch persönlich einbringen wollen.
Thema und Zielsetzung: Den Themenschwerpunkt in diesem Semester bildet das systemische Coaching unter dem Gesichtspunkt der Verwendbarkeit für ein gelungenes Selbstmanagement. Coaching verstehen wir als Verände-rungsarbeit. Das systemische Coaching berücksichtigt in besonderer Weise, dass Menschen in permanenter Wechselwirkung mit ihrem Umfeld stehen und so komplexe sich gegenseitig beeinflussende Wirkungsgefüge entstehen. Ziel ist es, die Arbeitsweisen im Coaching im Hinblick auf das Thema eingehender zu betrachten, zu strukturieren, sie anzuwenden und zu modifizieren. Zu Beginn werden wir die persönlichen Zielsetzungen klären, die die Anwendung und Nutzung bereits erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten betreffen.
Organisation/Arbeitsweise: Der Arbeitskreis organisiert sich eigenverantwortlich in Gestaltung und Durchführung der Semesterveranstaltungen. Jede/r Teilnehmer*in bringt sich mit Wissen, Erfahrungen und Potenzialen ein. Das bezieht sich auf die Mitwirkung an den Themen und Inhalten sowie auf die ar-beitsteilige Gestaltung der Arbeitskreissitzungen. Methodisch bieten die Inputs / Impulsreferate die Möglichkeit, mit Übungen das Gelernte unmittelbar anzuwenden. In einem vertrauten Rahmen bieten sich Möglichkeiten für kol-legiale Beratungen. Neben der Vermittlung von neuen Inhalten greift der Ar-beitskreis auch auf Wissen und Materialien vorausgegangener Semesterveranstaltungen zurück.

Zeit: dienstags, 14-17 Uhr
Termine: 02.04., 09.04., 16.04., 14.05., 28.05., 04.06., 25.06., 02.07.2019
Ort: Georgskommende 14, G 120
Anmeldung: Ab dem 08.03.2019, 9 Uhr. Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Regeln zur Anmeldung (s.o.)!


Sozialwissenschaftlicher Diskurs: Schöne neue Welt!?
Jede Sekunde werden 2,6 Menschen geboren, die Lebenserwartung steigt, die Erde ächzt unter ihren Kindern, weil diese immer mehr Ressourcen verbrau-chen und Gase freisetzen, die in geologisch-biologischen Prozessen von der Erde schon einmal beiseitegeschafft wurden. Erst dadurch wurden Lebensbe-dingungen geschaffen, die das Emporkommen des homo sapiens ermöglich-ten. Die Atmosphäre und die Lebensräume ändern sich derartig schnell, dass die Evolution nicht mehr mitkommt. Spezies sterben rasant aus, die Biosphäre verarmt. Das bekannte Gleichgewicht von ariden und humiden Zonen ver-schiebt sich, das Gemäßigte wird abgelöst von Extremen zwischen Starkregen und Trockenheiten. Die meisten Gletscher verschwinden, die Vereisung der Pole geht dramatisch zurück und die Meeresströmungen könnten ihren Ver-lauf ändern, wie auch die Jetstream in der Atmosphäre.
Nun ist homo sapiens aber dabei, den großen Sprung nach vorn zu machen. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Waffentechnik gestatten eine Ergän-zung der menschlichen Fähigkeiten in bisher nicht dagewesenem Umfang. Maschinen und Algorithmen können die Arbeitswelt und die allgemeine Le-benswelt der Menschen dramatisch verändern, so dass die Gefahr einer Um-polung von Entscheidungskompetenzen zwischen Mensch und Maschine sichtbar wird. Kann aus Hilfe Beherrschung werden? Oder sind gerade diese Möglichkeiten Rettungsanker? Führt genetisches Design zu einer neuen Ma-schinenart, dem homo sapiens sapiens geneticus? Nehmen wir die eigene Evolution in die Hand und schaffen einen neuen Menschen? Wird die Zukunft große Massen von Menschen kennen, die keine Arbeit mehr finden können? Werden diese Massen durch wenige sehr fein beherrscht werden können, weil Algorithmen aus Datenanalysen vorher erschließen können, was die Massen denken? Was wird aus der Demokratie? Ist sie die einzige Hoffnung für die Zu-kunft oder wird sie mit ihr aussterben?
Steht die Menschheit an einem Scheideweg oder setzt sich die Erkenntnis nur weiter fort, dass die Änderung die Änderung bedingt? Oder ist das „Busi-nessas usual“ am Ende? Was läßt sich erkennen, was läßt sich beeinflussen, was muss verhindert werden, dass die Menschheit den sog. „Flaschenhals“ der Entwicklung übersteht und eine dauerhafte Überlebensperspektive hat.
Die genaue Vorplanung und die Auswahl von Grundlagentexten erfolgt in der vorlesungsfreien Zeit. Interessenten zur Vorplanung können sich an Udo Herrmann wenden: ua.herrmann@t-online.de.
Zur Einführung wird eine Dokumentation der bisherigen Themen und Arbeiten des Sozialwissenschaftlichen Diskurses empfohlen:
Kuß, Franz-Josef; Werner, Peter (Hrsg.): Sozialwissenschaftlicher Diskurs. „Diskussionsergebnisse“ eines selbstorganisierten Arbeitskreises im „Studium im Alter“ an der WWU. Wintersemester 2007/2008 bis Wintersemester 2017/2018. Münster 2019.

Zeit:     dienstags, 10–12 Uhr
Raum: Georgskommende 14, G 32
Beginn: 02.04.2019