
Vorlesungen u. Seminare nur für ältere Studierende

Dringende Empfehlung: Nutzen Sie Ihre Uni-E-Mailadresse zur Anmeldung
Bei der Anmeldung können Sie jede E-Mailadresse angeben. Wir empfehlen jedoch dringend, Ihre Uni-E-Mail-Adresse zu nutzen, da in den vergangenen Semestern E-Mails an verschiedene Nicht-Uni-Adressen als unzustellbar zurückgeschickt wurden. Die betroffenen Personen haben so keine Anmeldebestätigung oder Nachricht, dass sie auf einen frei gewordenen Platz nachgerückt sind, erhalten. Hilfen zur Nutzung Ihrer Uni-E-Mailadresse finden Sie hier.
Wie funktioniert das Anmeldeverfahren ?
Für die Zusatzveranstaltungen für ältere Studierende ist neben der Anmeldung als Gasthörer:in eine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Speicherung Ihrer Daten gemäß unten stehender Datenschutzerklärung einverstanden.
Die Anmeldefrist zu den speziellen Veranstaltungen im Sommersemester 2026 beginnt am 13. März, 9 Uhr. Sie erfolgt elektronisch. Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind nicht möglich.
Zur Anmeldung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:- Suchen Sie auf diesen Seiten die Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.
- Klicken Sie auf den Anmeldebutton unter dem Kommentar zur gewünschten Veranstaltung.
- Geben Sie die erforderlichen Daten ein (Name, Vorname, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse) und schicken Sie die Anmeldung ab. Bitte achten Sie auf ein korrekte Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bei einer fehlerhaften Eingabe kann Ihnen keine Bestätigung der Anmeldung (siehe 5.) zugeschickt werden.
- Das System meldet, ob Sie einen Platz in der Veranstaltung oder auf der Nachrückerliste bekommen haben.
- Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem Link, mit dem Sie Ihre Anmeldung bestätigen müssen. Sollten Sie diese Mail nicht bekommen, melden Sie sich bitte unbedingt in der Kontakstelle Studium im Alter.
- Verbindlich ist die Anmeldung erst nach fristgerechter Zahlung der Gasthörergebühr. Sollte die Gasthörergebühr nicht rechtzeitig bei der Universität eingehen, werden Sie automatisch aus der Teilnehmerliste gelöscht.
- Wenn Sie auf der Nachrückerliste stehen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald ein Platz als Teilnehmer:in für Sie frei wird. Bitte rufen Sie daher regelmäßig Ihre E-Mails ab. Ohne Anmeldebestätigung (siehe 5.) werden Sie im Nachrückverfahren nicht berücksichtigt.
- Für die Anmeldung nutzen Sie am besten Ihre E-Mail-Adresse, die die Universität Ihnen zur Verfügung gestellt hat (Ihre Nutzerkennung@uni-muenster.de). Sie dürfen auch eine andere E-Mail-Adresse angeben, müssen allerdings beachten, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal pro Veranstaltung genutzt werden kann, d.h. Sie können nicht mehrere Personen mit derselben E-Mail-Adresse anmelden.
Test des elektronischen Anmeldesystems
Personen, die das elektronische Anmeldesystem vor der eigentlichen Anmeldung kennenlernen möchten, können das Anmeldesystem mit dem Testdurchlauf ausprobieren (s.u.). Dies funktioniert ab sofort.
Regeln beim Besuch der Veranstaltungen für ältere Studierende
- Sollten Sie beim ersten Termin einer teilnehmerbeschränkten Veranstaltung verhindert sein, ist eine Abmeldung bei der Kontaktstelle zwingend erforderlich, sonst wird Ihr Platz umgehend und ohne weitere Benachrichtigung an die nächste Person auf der Warteliste weitergegeben.
- Im Interesse der Gasthörer:innen, die nur einen Platz auf der Nachrückerliste bekommen haben, melden Sie sich bitte rechtzeitig ab, wenn Sie eine gebuchte Veranstaltung wider Erwarten nicht besuchen können.
- Sollten Sie nur einen Platz auf der Nachrückerliste erhalten haben, erscheinen Sie bitte nicht beim ersten Veranstaltungstermin in der Hoffnung unmittelbar nachrücken zu können. Das erschwert es den Lehrenden und der Kontaktstelle Studium im Alter, das Nachrückverfahren gerecht und transparent durchführen zu können.
Testdurchlauf: Hier können Sie das elektronische Anmeldesystem ausprobieren
Hier können Sie das Anmeldesystem vor dem Anmeldetermin für die Veranstaltungen ausprobieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button. Das System führt Sie danach durch das Programm. Vergessen Sie nicht, Ihre Anmeldung mit dem Link, der Ihnen in einer E-Mail geschickt wird, zu bestätigen.
Bei Problemen wenden Sie sich gerne an die Kontaktstelle Studium im Alter (0251-8324004).Veranstaltungen aus dem vorherigen Semester in den Semesterferien
Erziehungs- und Sozialwissenschaften:
Dr. Jutta Hollander
Gerontopsychiatrische Erkrankungen
SeminarMenschen im höheren Alter sind häufig von Demenzen, Depressionen, Angststörungen u.a. psychischen Erkrankungen betroffen. Im Seminar werden ausgewählte Erkrankungsbilder, deren Frühsymptome, Diagnostik und Behandlung vorgestellt. Die Grundlage dazu bieten die aktuellen Leitlinien der jeweiligen Fachgesellschaften. Ein weiterer - geragogischer - Fokus des Seminars liegt darauf, zu verstehen, wie mit Menschen mit gerontopsychiatrischen Erkrankungen kommuniziert und wie Interaktion unter diesen Bedingungen im Alltag gelingen kann. Die Grundlage hierzu bieten „die Sprache des Lebens“ nach M. Rosenberg und „der personzentrierte Ansatz“ nach C. Rogers und T. Kitwood.
Zeit: Fr. 9:00 - 12.30 Uhr
Termine: 13.02. - 13.03.2026
Ort: Bispinghof 2, BB 103
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzung!)Kunst- und Kunstgeschichte:
Dr. Barbara Hofmann
Einführung in die großen Themen der Malerei
Online-Seminar
Der Kurs führt in die Hauptthemen der europäischen Malerei ein und macht an ausgewählten Werken mit dem großen Motivschatz von Historie, Akt, Porträt, Genre, Stillleben und Landschaft bekannt. Im gemeinsamen Diskurs wird der Frage nachgegangen, welche spezifischen Anforderungen die künstlerische Bewältigung dieser Themen an die Maler stellten und welche Lösungen hierfür in der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts gefunden wurden. Auch gilt es der Entwicklungsgeschichte der einzelnen Themen nachzuspüren, die, sich erst allmählich aus größeren Zusammenhängen emanzipiert haben.
Termin: Fr.. 10:00 - 13:00 Uhr
Beginn: 13.02.2026
Ende: 27.03.2026
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt) Dr. Barbara Hofmann
Traumwelten. Schlaf und Traum im Spiegel der Bildenden Kunst
Online-Vortrag
Die Zeit um 1800 markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der künstlerischen Auseinandersetzung mit Traum und Schlaf: Während in der Kunst des Mittelalters, der Renaissance und des Barocks das Traumhafte vornehmlich theologisch, allegorisch oder moralisch kodiert war, wird es in der Romantik erstmals zu einem psychologisch und subjektiv motivierten Erfahrungsraum. An die Stelle von Engeln, verklärten Heiligen oder mythologischen Gestalten treten damit jetzt individuelle Schlafwandler, einsame Träumer oder ganze Nachtlandschaften, in denen die Erfahrung von Dunkelheit zum ersten Mal auch positiv besetzt wird. Doch so unterschiedlich sich die bildlichen Entwürfe im Einzelnen auch darbieten: Verstanden als ästhetischer Spiegel des träumenden Ichs erlauben sie stets einen Zugang zu tieferen Bewusstseinsschichten. Offenbar werden so nun auch innere Konflikte, Ängste und Wünsche, die Künstler wie Francesco Goya, Johann Heinrich Füssli oder Caspar David Friedrich zu Bildwerken mit einer völlig neuen psychologischen Tiefe inspiriert haben.Termin: Mo, 23.03.2026, 15.00-17.15 Uhr
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 UhrSzameitat, Beatrice
Tafelkultur zwischen Mittelalter und Rokoko. Von Tischsitten und der richtigen Benutzung von Glas, Porzellan und Besteck
Vorlesung mit Livestream
Die korrekte Beherrschung der guten Tafelsitten war in früherer Zeit eine gute Möglichkeit der Oberschicht, sich sozial abzugrenzen. Wie benutzt man die Serviette, wann darf man trinken, wie wird das Fleisch geschnitten und von wem? Nur wer dies wusste, gehörte dazu. Zum Tafelzeremoniell wurden viele edle Gegenstände benötigt, deren Benutzung heute erklärungsbedürftig ist. Wie benutzte man Gläserkühler, wo stand das Surtout, was macht man mit dem spitzen Messer mit Bernsteingriff? Kunsthandwerker stellten exklusive Gerätschaften für die Tafeln her, darunter geschliffene Gläser, bunt bemalte Teller, fantastische Besteckgriffe und nicht zuletzt teures Porzellan. Interessant sind außerdem die Speisefolgen und Rezepte der servierten Gerichte. Die Vorlesung setzt die Tafelkultur in Mittelalter, Renaissance und Barock in Kontext mit Mode, Architektur und Musik.
Termin: Mo, Di 9. - 10.03.2026, 9.30-14.00 Uhr
Ort: Schlossplatz 46, H3
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 Uhr
Szameitat, Beatrice
Architekturstilkunde Teil 3: 19. - 21. Jahrhundert
Volesung mit Livestream aus dem Hörsaal
Mit dieser Vorlesung endet der dreiteilige Überblick über die Architektur Europas. Ziel der Veranstaltung ist es, Architekturstile zu erkennen und Bauten einordnen zu können sowie die wichtigen Fachbegriffe der Architekturterminologie zu definieren. Für jede Epoche werden wichtige Bauwerke im Detail vorgestellt. Die Baukunst des Klassizismus geht im 19. Jahrhundert in den Historismus über, der alle früheren Stile wiederholt. Im Jugendstil entstehen fantastische neue Formen. In den USA wird der Stahlskelettbau entwickelt, der Hochhäuser technisch ermöglicht. Doch erst mit dem Bauhaus beginnt die Moderne, die auf jedes Ornament verzichtet. Im 20. Jahrhundert gibt es vielfältige individuelle Entwicklungen und viele neue Fragestellungen an gute Architektur.
Termine: Mi - Fr, 11. - 13.03.2026, Mi/ Do: 9.30 -14.00 Uhr, Fr: 11:00 - 16:00 Uhr
Ort: Schlossplatz 46, H3
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 UhrDr. Matthias Vollmer
Melancholie - faustisches Suchen und weltabgewandtes Grübeln
Vorlesung
Die Melancholie als Zustand der Verzweiflung zählt zu den christlichen Hauptsünden, in der Kunst kann die Melancholie als schöpferischen Schwermut zum Ursprungselement aller bedeutenden Meisterwerke von der Antike bis zur Gegenwart werden, gilt sie doch als bestimmendes Gemütsmerkmal des kreativen Geistes und ist zu jeder Zeit treibende Kraft großer künstlerischer Schöpfungen gewesen. Ein Zusammenhang von Melancholie und Intelligenz, erstmals im Umfeld des Aristoteles erwähnt und in der italienischen Philosophie der Renaissance durch Marsilio Ficino herausgestellt, bleibt bis heute nachweisbar. In der europäischen Kunst ist die Melancholie zu einem Generalthema geworden, dessen Weg von der Antike bis in die Moderne im Kurs nachvollzogen und an Hauptwerken der Kunstgeschichte erläutert werden soll.
Termine: Mo, 9.2.2026, 14:00 - 17:00 Uhr und Di, 10.02., 10:00 - 17:15 Uhr
Ort: Schloss, S8
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 Uhr
Dr. Matthias Vollmer
Bronzino - Hofmaler der Medici
Vorlesung
In der kanonischen Kunstgeschichte stehen die beiden großen norditalienischen Künstler Correggio und Parmigianino wie Kreide und Kohle nebeneinander. Correggio, der ältere Meister, war der begehrteste Maler in Parma, und der junge Parmigianino studierte seine Werke aufmerksam. Beide waren sie maßgeblich am plötzlichen künstlerischen Aufstieg Parmas beteiligt, einer Stadt in der Poebene ohne Hof und mit einer bis dahin eher bescheidenen Bildtradition. Giorgio Vasari lobt Correggio sehr zwiespältig „Wenn man sieht, was er geschaffen hat, ohne jemals eine Antiquität oder ein gutes modernes Werk zu Gesicht bekommen zu haben, dann folgt daraus unweigerlich, dass sein Stil unermesslich aufgewertet worden wäre und er schließlich die absolute Vollkommenheit erreicht hätte.“ Auch Parmigianinos Kunst wird von Vasari beurteilt; er stellt fest, dass niemand jemals so gut mit Farben umgehen konnte wie jener. Der Kurs möchte die beiden Künstler im Kontext von Zeichnung und Malerei näherbringen und Vasaris Behauptungen überprüfen.
Termine: Mi, 11.02.2026, 10:00 - 17:00 Uhr
Ort: Schloss, S1
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 Uhr
Dr. Matthias Vollmer
Joan Miró - ein verspielter Künstler in seriösem Anzug
Online-Vorlesung über "Zoom"
"Das Unbewegliche beeindruckt mich. Diese Flasche, dieses Glas, ein großer Stein an einem verlassenen Strand, diese Dinge bewegen sich nicht, aber meine Phantasie bewegen sie sehr." (Miró)
Bezeichnend für Joan Mirós Werke sind Bilder mit überaus rätselhaften und teils ironischen Zügen und Elementen. Er verwendet Tiergestalten (z.B. Vogelmensch) und verdrehte, organische und geometrische Formen. In der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Kunstrichtungen seiner Zeit schuf er, zunächst ausgehend vom Gegenständlichen, einen eignen, ganz unverkennbaren Stil, eine eigene, höchst abstrakte und zugleich naiv-verspielt anmutenden Bildsprache, die u.a. auf Linien, den Grundfarben und Zeichen und Symbolen beruht. Der Kurs möchte diese Entwicklung nachzeichnen und versuchen, die visuelle Sprache Mirós zu entziffern.
Termine: Mi 4.3. und 11.3.2026, jeweils 10:00 - 13:00 Uhr
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 Uhr
Dr. Matthias Vollmer
Einführung in den Postimpressionismus - "ach, so viele -ismen"
Vorlesung
Die Begriffe Postimpressionismus, Nachimpressionismus, Spätimpressionismus und Neoimpressionismus werden häufig synonym verwendet, beschreiben sie doch sämtlich die auf den Impressionismus folgende Epoche, die einerseits dessen Errungenschaften fortführt, sich aber andererseits von dessen Prinzipien abgrenzt.
In Frankreich, dem Mutterland des Postimpressionismus (der Begriff wurde erstmals 1910 von Roger Fry anlässlich einer Ausstellung in London verwendet), begann die Epoche mit Georges Seurats "Erfindung" des Pointillismus um 1883/84 beziehungsweise mit der letzten Impressionisten-Ausstellung 1886. Sie währte bis 1905, als der Fauvismus auf den Plan trat. In Frankreich wurde die Entwicklung maßgeblich von den Wegbereitern der Moderne - Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Georges Seurat - getragen und in der Folge kam es zu Überschneidungen mit Symbolismus, Cloisonismus und Synthetismus - der französische Postimpressionismus als ein Phänomen, das eine Reihe von -ismen einschließt, stößt das Tor zum 20. Jahrhundert auf.
Termine: Mo 16.03.2026, 14.00-17.00 Uhr und Di 17.03.2026, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
Ort: Johannisstraße 12-20, Audi Max
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 UhrDr. Matthias Vollmer
Lorenzo Lotto - die Entdeckung eines Rastlosen
Vorlesung
Lorenzo Lotto (um 1480–1556/7) stand am Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit unter dem Einfluss von Giovanni Bellini. Lotto zählt zu den faszinierendsten Renaissancemalern des frühen 16. Jahrhunderts und ist vor allem für seine Porträts und religiösen Gemälde bekannt die auch mit überraschende Bildfindungen aufwarten. Seine Werke zeichnen sich durch eine starke Empfindsamkeit und Unmittelbarkeit aus und sind an ihren tief gesättigten Farben und dem markanten Einsatz von Schatten erkennbar. Objekte spielen eine maßgebliche Rolle in Lottos Porträts und verweisen auf den gesellschaftlichen Stand, die Interessen und das Streben der Dargestellten. Lorenzo Lottos Malerei verbindet venezianische und Florentiner Tendenzen der Hochrenaissance: die Linie (disegno) der Florentiner verbindet sich in seinem Werk mit der Komplexität des Kolorits (colore). Da sich Lotto in Venedig gegen Tizian, Tintoretto und Veronese nicht durchsetzen konnte, wurde er nach seinem Tod rasch vergessen.
Termin: Mi, 18.03.2026, 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
Ort: Johannisstraße 12-20, Audi Max
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 UhrEthnologie
Dr. Ursula Bertels
Dialog der Kulturen Teil I - ein Training zur Vermittlung von interkultureller Kompetenz
Tagesseminar
Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden. Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der interkulturellen Begegnung zu erfassen.Termin: Fr 27.02.2026, 9.00-16.00 Uhr
Ort: Georgskommende 14, G1
Anmeldung: Ab dem 19.09.2025, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Neue Wege, neue Ziele - Einführungsseminar in das Studium im Alter
Dieses Seminar richtet sich insbesondere an Interessierte, die das Studium im Alter erstmalig beginnen und sich für das Ankommen an der Universität Münster Orientierung und Begleitung wünschen. Aber auch Studierende höherer Semester sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Die einzelnen Seminarinhalte zielen darauf ab, erfolgreich ins Studium zu starten und hilfreiche Werkzeuge und Vorgehensweisen zu erlangen, um das Studium mit Freude und Gewinn zu gestalten. Praktische Hilfestellungen sind dabei genauso vorgesehen wie Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens.
Wir beginnen mit einer Tagesveranstaltung, die Gelegenheit bietet, das Studium im Alter und seine Angebote, andere Neu-Studierende und die Institutionen der Universität genauer kennenzulernen. Ebenso werden wir Ihre Wünsche und Hoffnungen aufgreifen, die Sie mit dem Studium verbinden. In den folgenden Einheiten geht es um grundsätzliche Fragen, die Sie an das Studium im Alter haben, z.B. Was erwarte ich und was erwartet mich vom/im Studium im Alter? Was bedeutet lebenslanges Lernen für mich? Was ist Wissenschaftliches Arbeiten? Wie wähle ich die für mich passenden Veranstaltungen aus? Wieviel Zeit muss ich aufwenden und wie verbinde ich mein Studium mit meinen sonstigen Lebensbereichen? Welche technologischen und digitalen Voraussetzungen sind sinnvoll und wie kann ich sie umsetzen? Darüber hinaus sind die Teilnehmenden eingeladen, eigene Fragen zu stellen und sich aktiv in den Ablauf des Seminars einzubringen.Termine: Fr. 10.04.26, 10.00-16.00 Uhr; danach Di 12-14 Uhr (entfällt am 12.05.; 19.05.; 26.05.; 16.06.26)
Ort: Fr: Bispinghof 2, BB 102; Di: Johannisstraße 8-10, KTh II
Leitung: Karin Gövert
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzt!)Schulungsangebote
Online-Anmeldung ohne Stress - Studium im Alter
Auch in diesem Semester helfen wir dabei, sich im digitalen Studienalltag zurechtzufinden. In diesem Seminar geht es um die Registrierung an der Universität Münster über das Onlineportal. Hierzu erforderlich ist die Einrichtung einer Zwei Faktor Identifizierung mit Hilfe eines Einmalpasswortes (One Time Password, abgekürzt: OTP). Nur durch Registrierung eines OTP - Generators für den Account an der Universität lassen sich wichtige studienrelevante Internetseiten öffnen, einschließlich des Zugriffs auf das IT-Portal und das Intranet. Das Angebot richtet sich primär an Erstsemester, aber auch an Wiedereinsteiger, die zum Zeitpunkt Ihres aktiven Studiums noch ohne OTP auskamen, es jetzt aber nachträglich installieren müssen. Wir unterstützen Sie bei der Einrichtung der Zugänge und helfen bei Installierungsfragen. Was sollten sie unbedingt mitbringen?
- Das Anschreiben der Universität mit ihrer Uni-Kennung und ihrem Initialpasswort.
- Laptop oder Tablet sowie ihr Smartphone.
- Informiert haben sollten sie sich über den Google - Authenticator und diesen möglichst bereits auf ihr Smartphone heruntergeladen haben (optional).
- Notieren sie sich bitte zwei Passwörter mit mindestens 12, höchstens 16 Zeichen, dabei eine Mischung von Groß-und Kleinbuchstaben, zwei bis drei Sonderzeichen sowie zwei bis drei Zahlen.
Leitung: Frank-Josef Albers, Grady Dawson, Martin Humpohl, Dietmar Meesen, Ulrike von der Burg, Gerald von der Gathen
Zeit: Mi 10-12 UhrGruppe 1: 11.03.2026, Orléansring 12 - SRZ 18
Anmeldung: Ab sofort (Teilnahmebegrenzt!)Gruppe 2: 18.03.2026, Orléansring 12 - SRZ 105
Anmeldung: Ab sofort (Teilnahmebegrenzt!)Digitale Anwendungen im Studium im Alter nutzen
Dieses zweite Angebot der Digi-Coaches richtet sich sowohl an Studienanfänger wie auch an fortgeschrittene Studierende. Vermittelt werden Grundlagen für die Arbeit mit digitalen Hilfsmitteln und digitalen Studienangeboten. Unter anderem erlernen Sie den Zugriff auf Onlinevorlesungen, einschließlich E-Lectures, das Arbeiten mit dem Learnweb, das Einrichten eines privaten virtuellen Netzwerkes (VPN) zum externen Zugriff die ULB sowie die Installation eines E-Mail Accounts auf Ihrem persönlichen Smartphone. Was sollten Sie mitbringen:- Laptop oder Tablet
- Smartphone, möglichst mit bereits installiertem Authenticator
Leitung: Frank-Josef Albers, Grady Dawson, Martin Humpohl, Dietmar Meesen, Ulrike von der Burg, Gerald von der Gathen
Zeit: Mi 10-12 Uhr
Ort: Orléansring 12, SRZ 105Gruppe 1: 25.03.2026:
Anmeldung: Ab dem 13.3.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzt)Gruppe 2, 01.04.2026:
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzt)Markus Marek
Learnweb-Nutzer-SchulungViele Lehrende stellen Materialien zu ihren Veranstaltungen ins Internet und nutzen dazu die Lernplattform Learnweb. Diese Schulung richtet sich an Personen, die eine Einführung in die Nutzung der Lernplattform Learnweb aus Sicht der Studierendenseite bekommen möchten. In der Schulung werden die grundlegenden Schritte von der Anmeldung und Einschreibung in einen Kurs über das Hochladen von Dateien/Aufgabenbearbeitung bis hin zur Nutzung der Foren und anderer üblicherweise angebotener Aktivitäten vermittelt. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum, Probleme und Schwierigkeiten im Umgang mit der Plattform anzusprechen. Schulungsinhalte: Kurze Einführung in das Thema E-Learning; Praxisbeispiele; Kurssuche und Einschreibung; Eigenes Profil; Material hochladen, Aufgaben bearbeiten; Aktivitäten wie Forum, Datenbank, Abstimmung, Feedback.
Hinweis: Für die Schulung benötigen Sie Ihre Uni-Kennung und Ihr Passwort. Das Initialpasswort aus dem Anmeldeformular müssen Sie bereits geändert haben. Die Uni-Kennung wurde Ihnen mit den Zulassungsunterlagen gemailt.Zeit: Do, 9.4.2026, 10-12 Uhr
Ort: Scharnhorststr. 121 SCH 121.501
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026 (Teilnahmebegrenzt!)Doris Scheer, Willi Grewe
Wege zur Literatur - Einführung in die ULB„Das Einzige, was Sie wirklich kennen müssen, ist der Standort der Bibliothek.” (Albert Einstein) Damit hat Einstein uns den entscheidenden Hinweis auf die Bibliothek gegeben – aber das Wissen um den Standort der Bibliothek allein reicht oft nicht. Wenn wir uns den Wissensschatz der Universitätsbibliothek erschließen wollen, müssen wir uns mit ihrem System bekannt machen: wie ist die ULB organisiert, wie finde ich mein Buch, wo kann ich arbeiten, wen kann ich fragen? Als Studierende im Alter richten wir unser Angebot an andere Studierende im Alter, seien sie neu oder schon länger dabei. Wir möchten Sie mit der ULB Münster bekannt machen, vermitteln, wie und wo Sie Literatur finden, die ULB als Wissens-, Arbeits- und Lernort vorstellen und mit Ihnen gemeinsam die ULB erkunden. Die Kooperation mit der ULB Münster ermöglicht es uns, das Auditorium mit seiner technischen Ausstattung inklusive PCs zu nutzen.
Zeit: Di, 10 - 13 Uhr
Treffpunkt: Foyer der ULB, Krummer Timpen 3Gruppe 1: 12.05.2026:
Anmeldung: Ab dem 13.3.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzt)Gruppe 2, 16.06.2026:
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzt)Studia-Tutor*innengruppe
Sind auch Sie begeistert vom Studium im Alter? Dann ist dieses Seminarangebot genau das Richtige für Sie: Unter der Leitung der Kontaktstelle Studium im Alter bereichern Studierende bereits seit einigen Semestern mit ihren Ideen und durch ihr ehrenamtliches Engagement das Angebot des Studium im Alter in unterschiedlichsten Bereichen. Im Rahmen des Seminars identifizieren wir Betätigungsfelder, die älteren Studierenden in ihrem Studium zugutekommen. So erarbeiten wir z.B. Konzepte, nach denen erfahrene Studierende Neueinsteiger:innen Unterstützung anbieten, sei es durch Orientierungsführungen an der Universität, Einführung in digitale Studienangebote, Unterstützung bei der Organisation des Studiums oder einfach zum Erfahrungsaustausch. Auch die Frage, wie das Studium im Alter bekannter werden kann, die Übernahme von Informationsvorträgen oder die Schaffung zusätzlicher Seminarangebote werden gemeinsam besprochen und soweit möglich von den Studierenden umgesetzt. Alle Überlegungen, Konzepte und inhaltlichen Fragestellungen werden gemeinsam in der Gruppe besprochen und in Abstimmung mit der Kontaktstelle Studium im Alter (weiter-)entwickelt. Wer Interesse an dieser spannenden und anspruchsvollen Aufgabe besitzt und verlässlich mitarbeiten möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu dem Tutor*innen-Seminar anzumelden. In diesem Semester können zwei neue Studierende aufgenommen werden.
Zeit: Mittwoch 10.00-13.00 Uhr
Termine und Orte: 22.04. und 15.07.2026, Schlossplatz 4-SP4 201; 10.06.2026: Schlossplatz 5, Festsaal
Leitung: Karin Gövert, MSc.
Anmeldung ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (Teilnehmerbegrenzt!):Expedition Wissenschaft
In der Veranstaltung sollen die Teilnehmer:innen Wissenschaft und Forschung außerhalb von Hörsälen und Seminarräumen erleben. Gemeinsam werden insbesondere Sammlungen, Museen und Wissenschaftsverbünde der Universität Münster besucht, die in Führungen vorgestellt und vermittelt werden. Auf dem Programm stehen u.a.: Limette (ein Lernzentrum der Medizinischen Fakultät), Archäologisches Museum, Arzneipflanzengarten, LWL-Museum für Naturkunde und das Bibelmuseum.
So wird ein spannender Einblick in verschiedene Forschungsgebiete gewährt: Von Geschichte über Religionswissenschaften bis hin zu den Naturwissenschaften.
Durch die Führungen entsteht ein kleiner Unkostenbeitrag, der zum ersten Veranstaltungstermin von der Seminarleiterin eingesammelt wird. Bitte beachten Sie: Alle Teilnehmer:innen zahlen den gleichen Betrag, unabhängig davon, ob Sie an allen Veranstaltungsterminen teilnehmen. Der konkrete Betrag wird den Teilnehmer:innen ca. zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail mitgeteilt. In der Nachricht wird auch der erste Treffpunkt benannt, die weiteren Treffpunkte werden per E-Mail und im Seminar kommuniziert.Leitung: Katrin Kreilinger, MSc.
Zeit: Do, 14-16 Uhr
Beginn: 16.04.2026
Ende: 09.07.2026
Anmeldung ab dem 13.03.2026, 9 UhrÖffentliche Ringvorlesung: Was macht Gesundheit aus? Interdisziplinäre Perspektiven
Zeit: Mo, 16-18 Uhr
Ort: Scharnhorststr. 100, Aula am Aasee und online live über eLecturesAls Nicht-Gasthörer:in beachten Sie bitte die Information unterhalb des Anmeldebuttons.
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Wichtige Informationen für Personen, die keine Gasthörer*innen sind:
1) Personen, die nicht als Gasthörer:in angemeldet sind, geben im Anmeldeformular unter Matrikelnummer bitte eine beliebige sechsstellige Zahl ein, die mit 9 beginnt. Sollte die Zahl nicht vom System akzeptiert werden, hat bereits eine andere Person diese Zahl gewählt und Sie müssen eine neue wählen.
2) Die Teilnahmebestätigung, die Sie unmittelbar nach der Anmeldung erhalten, wird vom System automatisch generiert und enthält den Satz, dass die Anmeldung nur nach Zahlung der Teilnehmergebühr gültig ist. Dies gilt für die Ringvorlesung ausdrücklich nicht.Rechtswissenschaft
Dr. Rainer Kemper
Autonomie am Lebensende - Verfügungen für die letzte Lebensphase
Vorlesung mit Online-Übertragung aus dem HörsaalDas Seminar umfasst zwei große Themenkomplexe: Zum einen die Autonomie, über das Ende des eigenen Lebens zu bestimmen, zum anderen die Autonomie, die eigenen Vermögensverhältnisse für die Zeit nach dem Tod zu regeln. Im Einzelnen:
1. Autonomie, über das Ende des eigenen Lebens zu bestimmen- Patientenverfügung (Zustandekommen, Form, Bestimmtheitsgrundsatz, Bindungswirkung)
- Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung (Zustandekommen, Form, Bestimmtheitsgrundsatz, Verhältnis zur Patientenverfügung),
- Betreuungsnotwendigkeit neben Vorsorgevollmacht,
- Betreuungsverfügung,
- Organspendeverfügung,
- Bestattungsverfügung,
- Freiheitsentzug, freiheitsbeschränkende Maßnahmen und Zwangsbehandlungen bei Betreuten,
- Sterbehilfe zwischen Verbot und Rechtsanspruch auf staatliche Unterstützung bei der Medikamentenbeschaffung,
- Finanzierungsaspekte bei Betreuung und Pflege.
2. Regelungen für die Vermögensnachfolge setzen voraus, dass Kenntnisse über
- die gesetzliche Erbfolge,
- den Zusammenhang zwischen Güterrecht und Erbrecht,
- das Pflichtteilsrecht,
- die Arten und die Anforderungen an Verfügungen von Todes wegen,
- die Unterschiede zwischen Erbeinsetzung und Vermächtnis und
- die Ausschlagung
bestehen. Derartige Grundkenntnisse sollen im zweiten Teil des Seminars vermittelt werden.
Zeit: Di, 16-18 Uhr
Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.2
Beginn: 14.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrMedizin
Erwin-Josef Speckmann
Der physiologisch-ärztliche NachmittagIn diesem Semester setzt Prof. Speckmann seine medizinische Vorlesung in der kondensierten Form eines physiologisch-ärztlichen Nachmittags fort. Hormone der Nebennierenrinde (Glukocorticoide Cortisol, Androgene) sowie synergistische Hormonsysteme zur Regelung der Glukose-Konzentration im menschlichen Körper. Besondere Berücksichtigung erfahren dabei die Freisetzung und Wirkung der Hormone sowie die Symtomatik ausgelöst durch Über- und Unterproduktion sowie die möglichen Therapien bei den entsprechenden Erkrankungen.
Als Literatur zur Vor- und Nachbereitung wird empfohlen:
E.-J. Speckmann, Grenzflächen - Prinzip der Lebendigkeit im Lebenden, Daedalus 2013; E.-J. Speckmann, Grenzflächen II - Von der ersten Umwelt zu weiteren Umwelten, Daedalus 2021Termin: Do, 16.04.2026, 14-18 Uhr
Ort: Schloss, S8
Anmeldung: Ab dem 19.09.205, 9 Uhr.,Prof. Dr. Dr. Rolf Dierichs
Zur funktionellen Anatomie des Menschen, Teil 4
VorlesungDie Vorlesung umfasst die funktionelle Anatomie des Menschen in vier Teilen und vier Semestern. Nachdem in den ersten drei Semestern der Bewegunsapparat, das Herz-Kreislaufsystem, Atmung, Verdauungsorgane, Drüsen, Harn- und Geschlechtsorgane behandelt wurden, geht es in diesem abschließenden vierten Semester um das Zentrale Nervensystem und Gehirn, die Sinnesorgane und ihre Leitungsbahnen, sowie die Anatomien des Schmerzes, des Gedächtnisses und der Sprache. Ein Besuch der ersten drei Teile der Reihe ist keine Voraussetzung, um dem vierten Teil folgen zu können.
Zeit: Di, 16-18 Uhr
Ort: Domplatz 20, F4
Beginn: 14.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrProf. Dr. Klaus Völker
Sport zur Prävention/Theraphie ausgewählter Zivilisationserkrankungen
Vorlesung- Prävention von Zivilisationserkrankungen
- Sport ist Mord - Kann es auch zu viel sein?
- Sport und Depressionen
- Sport und Demenz
Termine: Do, 02.07. un 09.07.2026, jeweils 14-18 Uhr
Orte: Schloss, S8
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrErziehungs- und Sozialwissenschaft
PD Dr. Henning Wasmus, Andreas Terhart, Nikolaus Bley M.A.
Marx heute (Kritische Einführung in die marxsche Theorie)
SeminarDie Geschichtsträchtigkeit der mit dem Namen Marx verknüpften Weltanschauungen wurde mit dem Zusammenbruch der sog. realsozialistischen Staaten endgültig desavouiert. Bedeutet das zugleich aber auch das Aus der von Marx im “KAPITAL” hinterlassenen Wissenschaft? Anhand ausgewählter Texte wird insofern eine kritische Reflexion des Verhältnisses von Philosophie, Geschichte, Ökonomie und Rechtsstaatlichkeit bei Marx in den Mittelpunkt rücken.
Die Veranstaltung wird sich insbesondere aber auch an Interessen der Teilnehmer:innen orientieren. Erwartet wird die Bereitschaft, kurze Texte von Marx von Veranstaltung zu Veranstaltung vorbereitend zu lesen.
Zeit: Do, 10-12 Uhr
Beginn: 16.04.2026
Ort: Domplatz 6, Raum 303
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzung!)
Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
Sinnfindung und Lebensfreude
VortragsreiheIn dieser Vortragsreihe geht es um das Thema Sinn, Lebenszufriedenheit und Freude. Grundlage ist die Logotherapie (sinnzentrierte Psychologie) nach Viktor E. Frankl, der Sinn als die zentrale Motivationsquelle des Menschen und als tragende Säule für Resilienz beschrieben hat. Wir werden wichtige Aspekte der Logotherapie in den Blick nehmen. Dazu gehört z. B. die Beschreibung des Menschen als geistige Person mit den Fähigkeiten der Selbstdistanzierung und der Selbsttranszendenz, die Orientierung an Sinn und Werten, die Frage, auf welchen Wegen Sinn gefunden werden kann und was überhaupt ein sinnorientiertes Leben ist. Wer in die Logotherapie nach Viktor E. Frankl eintaucht, findet ein optimistisches Menschen- und Lebensbild vor, das auch die Schattenseiten des Lebens integrieren kann. Ergänzend werden wir auch andere Autoren aus Psychologie und Literatur befragen, um das Thema Sinn und Lebensfreude zu veranschaulichen.
Zeit: Fr, 13-16 Uhr
Termine: 24.04., 08.05., 22.05., 12.06. und 03.07.2026
Ort: Johannisstraße 12-20, AudiMax
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
Persönlichkeit im Alltag – Vom denkenden Ich und dem fühlenden Selbst – PSI-Grundkurs
Einführungseminar
Dieses Seminar ist eine Einführung in die Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen (PSI-Theorie) nach Julius Kuhl. Es geht um die Unterscheidung von Ich- und Selbstsystemen, die eine Zuordnung zur linken und rechten Hirnhälfte haben und um das Bewusstmachen von vier Teil-Systemen der Persönlichkeit: Denken - Fühlen - Handeln - Wahrnehmen (von Einzelheiten). Jedes System stellt spezielle Kompetenzen für die Alltags- und Lebensbewältigung zur Verfügung. Angesteuert werden die Systeme durch die Fähigkeit, Gefühle verändern zu können (Selbststeuerung). Dabei geht es um die Beruhigung von negativen Gefühlen, das Herstellen von positiven Gefühlen, das Aushalten von Frustrationen und die Aufrechterhaltung von Gelassenheit. Mithilfe der „PSI-Brille“ können wir die Wirklichkeit sowohl detailliert als auch ganzheitlich erfassen. Wir können objektiver auf uns selbst schauen und auch gerechter und liebevoller mit uns selbst und anderen Menschen umgehen. Systematisch und anschaulich erarbeiten wir uns einen Zugang zu der Persönlichkeitstheorie: 1. Einführung, 2. Vier Systeme der Persönlichkeit, 3. Selbstwachstum, 4. Selbstmotivation, 5. Selbstkompetenzen durch Beziehung lernen, 6-7. Anwendungsbeispiele und ErgänzungenZeit: Mo 10-13 Uhr
Termine: 13.04., 27.04., 11.05., 01.06., 08.06., 29.06., 13.07.2026
Ort: Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, F 042
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
Auf der Spur der Freude
SeminarAngeregt durch die Anmerkung Friedrich Nietzsches „Seit es Menschen gibt, hat der Mensch sich zu wenig gefreut“ und Paul Gerhardts Empfehlung „Geh aus mein Herz und suche Freud“, wollen wir uns in dieser Seminarreihe dem Thema Freude widmen. Was ist eigentlich Freude? Wie tritt sie in Erscheinung? Kann man die Wahrnehmung für Freude lernen? Wie kann man die Freude weitergeben? Freude ist ein Grundgefühl, das uns hilft, dem Leben offen gegenüberzustehen und offener für die eigene Selbstentwicklung zu sein. Außerdem spielt Freude als ein positives Gefühl eine wichtige Rolle in der Selbstmotivierung. Das Seminar bietet einen Rahmen, um die Vielschichtigkeit und Bedeutung der Freude zu reflektieren.
Zeit: Mo, 14-17 Uhr
Termine: 13.04., 27.04., 11.05., 01.06., 08.06., 29.06., 13.07.2026
Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, F 040
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrSigrid Mathia-Noreikat
"Überfordert und gestresst?" Erschöpfungssymptome und Überlebenstrategien in einer beschleunigten Gesellschaft
SeminarLaut einer aktuellen Umfrage fühlen sich zwei Drittel der Menschen in Deutschland häufig oder manchmal gestresst. Mehr als die Hälfte empfinden das Leben heute belastender als vor 15 oder 20 Jahren. Beschleunigung, Zeitdruck, digitale Dauerpräsenz und wachsende Leistungsanforderungen kennzeichnen unseren Alltag. Sie prägen nicht nur das Berufsleben, sondern wirken bis ins hohe Alter fort. Auch ältere Menschen sind heute zunehmend mit Anpassungsdruck, sozialem Wandel, technischer Beschleunigung und Vereinzelung konfrontiert. Erschöpfung, Burnout und depressive Erkrankungen nehmen deutlich zu. Wo liegen die Wurzeln dieser Phänomene? Sind sie Anzeichen übersteigerter gesellschaftlicher Anforderungen? Sind sie ein Symptom der Überforderung des Individuums? Das Seminar beleuchtet die gesellschaftlichen und kulturellen Hintergründe dieser Entwicklung. Es fragt nach individuellen wie kollektiven Bewältigungsstrategien jüngerer Menschen, aber auch der älteren Generation. Grundlage des Seminars sind Aufsätze aus dem interdisziplinären Sammelband Das überforderte Subjekt, herausgegeben von Thomas Fuchs, Psychiater, ehemaliger Klinikleiter und Philosoph. Als eine wesentliche Ursache für die psychische Vulnerabilität des Subjektes in der spätmodernen Gesellschaft identifiziert er den Prozess der Beschleunigung, den Hartmut Rosa in seinem gleichnamigen Buch beschreibt. Deshalb wird uns auch der Umgang mit Zeit in diesem Seminar beschäftigen. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit Texten, eigenen Erfahrungen und Fallbeispielen soll das Verständnis für Chancen und Probleme der heutigen Gesellschaft fördern.
Zeit: Mi 10-12 Uhr
Ort: Orléansring 12, SRZ 117
Beginn: 15.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Psychologie
Dipl. Psych. Heike Winke
Psychologie des Selbst: Guter Umgang mit mir selbst im Alter
SeminarOft sprechen wir davon, dass wir uns selbst treu bleiben oder wir selbst sein wollen. Doch was ist dieses SELBST? Woraus besteht es und wie entwickelt es sich mit dem Älterwerden? Wie kommt es, dass wir uns(er) SELBST als kontinuierlich und kohärent erleben – wo wir uns doch bis ins hohe Alter flexibel an Herausforderungen anpassen (müssen)? Wie ist eine Veränderung des Selbst (im Alter) überhaupt möglich? Und wie sieht ein guter Umgang mit mir selbst bzw. mit meinem Selbst im Alter aus?
Zur Klärung dieser Fragen werden Erkenntnisse und Ansätze aus der Psychologie des Selbst, der Gerontopsychologie sowie der ressourcenorientierten Klinischen Psychologie/Psychotherapie herangezogen. Die Seminarteilnehmer*innen lernen Möglichkeiten kennen, wie- Selbstkonzept und Selbstwertgefühl
- Selbstaktualisierung / Selbstverwirklichung
- Selbstregulation
- Selbstmitgefühl / Selbstfürsorge
weiter entwickelt und gestärkt werden können.
Der Austausch in Kleingruppen und die gemeinsame Reflexion von Theorie und (Lebens-) Praxis sind ein zentraler Bestandteil des Seminars.
Zeit: Mo 10-13 Uhr (14täglich)
Ort (für beide Gruppen): Scharnhorststr. 100, SCH 100.05
Termine (beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt):
Gruppe 1: 20.0., 0.05., 18.05., 08.0.,22.06., 06.07.2026
Anmeldung ab dem 13.03.2026, 9 UhrGruppe 2: 27.04., 11.05.,01.06., 15.06., 29.06., 13.07.2026
Anmeldung: ab dem 13.03.2026, 9 UhrGeschichte
Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer
Zweite Karrieren: NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland
Öffentlicher Abendvortrag (Hybrid)
In Kooperation mit: Geschichtsort Villa ten Hompel Münster; Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Westfalen-LippeDie meisten Jurist*innen, Wissenschaftler*innen, Unternehmer*innen, Publizist*innen, Ärzt*innen und Offiziere, die bis 1945 dem Naziregime treu ergeben waren, konnten in der Nachkriegszeit ihre Karrieren fortsetzen. Immer wieder entfachten Skandale um ehemalige NS-Funktionäre in wichtigen Positionen die Debatte um das braune Erbe in Wirtschaft, Politik und Kultur. Der Historiker Hans-Ulrich Thamer legt mit seinem Buch „Zweite Karrieren: NS-Eliten im Nachkriegsdeutschland“ erstmals eine vergleichende Überblicksdarstellung vor und beschreibt die Strategien und Netzwerke, mit deren Hilfe weite Teile der NS-Elite in der Bundesrepublik und in der DDR ihren Platz behaupten konnten. In einem Vortrag stellt er wesentliche Aspekte dieser Forschungen vor. Dem Vortrag schließ sich eine Diskussion an, die von Andreas Determann moderiert wird. Prof. em. Dr. Hans-Ulrich Thamer lehrte bis zu seiner Emeritierung als Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Münster. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören der Nationalsozialismus und der europäische Faschismus. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin kuratierte er 2011 zusammen mit Susanne Erpel und Klaus-Jürgen Sembach die Sonderausstellung „Hitler und die Deutschen“. Zuletzt erschienen von ihm eine Biografie Adolf Hitlers sowie eine Geschichte der NSDAP (beide C. H. Beck Verlag). 2024 veröffentlichte er sein Buch „Zweite Karrieren“ im BeBra-Verlag. Thamer war viele Jahre Mitglied des Fachbeirats der Villa ten Hompel.
Termin: Mi, 18.03.2026, 19.00 - 21.30 Uhr
Ort: Johannisstraße 12-20, Audi MaxDer Vortrag wird live aus dem Hörsaal gestreamt. Wenn Sie online teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte an, damit wir Ihnen den Zugangslink schicken können.
Wichtige Informationen für Personen, die keine Gasthörer*innen sind:
1) Personen, die nicht als Gasthörer:in angemeldet sind, geben im Anmeldeformular unter Matrikelnummer bitte eine beliebige sechsstellige Zahl ein, die mit 9 beginnt. Sollte die Zahl nicht vom System akzeptiert werden, hat bereits eine andere Person diese Zahl gewählt und Sie müssen eine neue wählen.
2) Die Teilnahmebestätigung, die Sie unmittelbar nach der Anmeldung erhalten, wird vom System automatisch generiert und enthält den Satz, dass die Anmeldung nur nach Zahlung der Teilnehmergebühr gültig ist. Dies gilt für die Ringvorlesung ausdrücklich nicht.Dr. Veronika Jüttemann
Forschendes Lernen: Skandalgeschichte(n) vor Ort im 20. Jahrhundert
Seminar
Die Spiegel-Affäre, Dieselgate oder Boris-Beckers Besenkammer-Baby – politische, ökonomische oder Human Interest Skandale und Skandälchen finden nicht nur auf der großen (inter)nationalen Bühne statt. Sie ereignen sich genauso in Städten und Dörfern und elektrisieren die jeweiligen Stadt- und Dorfgemeinschaften. Mit ihren oft schlüpfrigen, peinlichen oder unglaublichen Details schaffen sie Gesprächsstoff, sie provozieren heftige Emotionen und umfangreiche Berichterstattung in den Medien. Vor allem aber machen sie Konflikte sichtbar und lösen öffentliche Diskussionen aus über Moralvorstellungen, Normen und Ziele in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Skandale können daher wie eine Sonde genutzt werden, mit deren Hilfe sich gesellschaftlicher Wandel untersuchen lässt.
Es ist Ziel dieses Seminars, anhand konkreter lokaler oder regionaler Skandalgeschichten gesellschaftlichen Wandel im Westfalen im 20. Jahrhundert zu untersuchen. Was wurde wann, von wem und warum skandalisiert? Wie verlief der Skandal? Welche Auswirkungen und Folgen hatte er? Und wäre das gleiche Vorkommnis auch einige Jahre oder Jahrzehnte später noch ein Skandal gewesen? Nachdem in den vergangenen drei Semestern die Forschungsprojekte entwickelt, Literatur gesichtet, Quellen recherchiert und erste Ergebnisse zu Papier gebracht wurden, werden die Projekte in diesem Semester fertig gestellt. Ein Neueinstieg in das Seminar ist darum nicht mehr möglich.Zeit: Do, 14-16 Uhr
Ort: Bispinghof 2, BB 1
Beginn: 16.04.2026
Dr. Veronika Jüttemann, Dr. Antonio Roselli
Ost-West-Dialog
Seminar
35 Jahre sind seit der Wiedervereinigung vergangen. Die damaligen Ereignisse stellen nicht nur eine politische, sondern für viele auch eine biographische Zäsur dar, genauso wie die 40 Jahre zuvor in zwei getrennten deutschen Staaten. Darüber zu sprechen heißt auch, über die eigenen Erfahrungen, Erwartungen, erfüllten und enttäuschten Hoffnungen zu sprechen. Unser Seminar, eine Kooperation zwischen Studium im Alter (Universität Münster), Studieren ab 50 (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg) und Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. will einen Raum schaffen, um über die eigenen Geschichten innerhalb der „großen“ Geschichte zu sprechen. Es geht um persönliche und historische Wendepunkte, um zukunftsträchtige Erfahrungen und um das Verhältnis von Wahrnehmung und Erinnerung.
In verschiedenen Formaten wollen wir gemeinsam in den Dialog treten, um zu entdecken, wo es Parallelen und wo es Divergenzen zwischen unseren Erlebnissen der Vor- und Nachwendezeit und deren Interpretationen gibt. Als Gäste werden die Ministerpräsidentin a.D. des Freistaats Thüringen Christine Lieberknecht, Stefan Querl (Mitglied im geschäftsführenden Vorstand von „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“) sowie der Historiker PD Dr. Christoph Lorke (wiss. Referent am „LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte“) ebenfalls zeitweise am Seminar teilnehmen, um Diskussionsimpulse anzubieten.
Organisatorisches und Anmeldung- Bei den Treffen in Präsenz übernachten die Teilnehmer*innen aus der einen Stadt bei den Teilnehmer*innen der jeweils anderen Stadt. Die Bereitschaft, einen Gast bei sich aufzunehmen, ist somit Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar.
- Auf Grund der besonderen organisatorischen Bedingungen ist eine Anmeldung für dieses Seminar ausschließlich über folgenden Link Link in der Zeit vom 4. - 22. März möglich. Am 24. März erhalten Sie eine Rückmeldung, ob Ihre Anmeldung Erfolg hatte. Bei einer Zusage bitten wir um eine umgehende Bestätigung Ihrer Teilnahme. Eine Auswahl der Teilnehmer*innen durch die Seminarleitung erfolgt auf Grundlage folgender Kriterien: a) Gleiche Teilnehmendenzahlen aus Münster und Magdeburg, b) Berücksichtigung der Übernachtungswünsche und -kapazitäten.
- Die Reisen finden mit der Bahn statt. Vorgesehen ist der Kauf von günstigen Gruppentickets. Weitere Kosten für die Teilnehmenden entstehen für Mittag- und Abendessen.
Onlinetreffen: Di, 21.04. und 30.06, 10 - 11.30 Uhr
Treffen in Münster: Di, 28.04. - Do, 30.04.2026
Treffen in Magdeburg: Mo, 15.06. - Mi, 17.06.2026
Anmeldung: In der Zeit vom 4. - 22. März ausschließlich über folgenden Link: Link Am 24. März erhalten Sie eine eine Rückmeldung, ob Ihre Anmeldung Erfolg hatte.Dr. Lukas Grawe
Der lange Weg in die Katastrophe. Vorgeschichte und Ursachen des Ersten Weltkriegs
Online-Vorlesung
Über die Ursachen kaum eines anderen Konflikts ist derart viel geforscht und geschrieben worden wie über die des Ersten Weltkriegs. Obwohl sich der Beginn dieser „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (George F. Kennan) im Jahr 2014 bereits zum 100. Mal jährte, herrscht nach wie vor keine Einigkeit über Schuld und Verantwortung hinsichtlich der Auslösung des bis dahin verlustreichsten Konflikts der Geschichte. Dabei sind die Ursachen des Krieges überaus vielfältig und nicht erst im Jahr 1914, sondern bereits ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu suchen. Antagonistische Bündnissysteme, außenpolitische Krisen, imperialistische Streitigkeiten, wirtschaftliche Konkurrenz, ideologische Differenzen und innenpolitische Querelen innerhalb der europäischen Großmächte führten zu einem explosiven Gemisch, das letztlich durch den Mord am österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 entzündet wurde. Ziel der Vorlesung ist es, diesen vielfältigen Ursachen auf den Grund zu gehen, die Hintergründe der zahlreichen Spannungen innerhalb Europas aufzuzeigen und zugleich nach alternativen Lösungsmöglichkeiten zu fragen. Ausführliche Literaturliste im HIS LSF.Zeit: Di, 18-20 Uhr
Beginn: 14.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Prof. Dr. Franz-Werner Kersting
Von Nürnberg nach Den Haag: Kriegsverbrechen, Völkermord und Völkerstrafrecht im 20. Jahrhundert
Online-Vorlesung
Mit Blick auf die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts haben Ortsnamen wie Babyn Jar, Katyn, Dresden, Hiroshima, My Lai oder Srebrenica eine bedrückende faktische wie symbolische Relevanz. Sie stehen für Verbrechen, die gegen das Kriegsrecht bzw. das humanitäre Völkerrecht verstoßen haben. Dagegen verweisen gleichermaßen bekannte Namen wie Nürnberg oder Den Haag auf rechtlich-kulturelle Errungenschaften zur Verhinderung (oder wenigstens Eindämmung) und Ahndung solcher Taten. Das Problemfeld hat vor allem im Zeichen des Ukraine-Krieges und des Gaza-Konflikts in erschreckender Weise an Aktualität gewonnen – wie nicht zuletzt die Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) gegen Wladimir Putin und Benjamin Netanjahu zeigen.
Die Vorlesung möchte in einem international vergleichenden Überblick anhand ausgewählter Beispiele drei Dimensionen des Themas beleuchten: 1. die konkreten Entstehungsbedingungen, Praktiken, Täter und Opfer von Kriegsverbrechen, 2. die ersten Jahrzehnte des diskursiven und strafrechtlichen Umgangs von Staatengemeinschaft, Politik, Justiz und Gesellschaft mit diesem Phänomen, und 3. die Rolle von Kriegsverbrechen und Völkermord in der nationalen wie internationalen Erinnerungskultur.
In jeder Sitzung soll der thematische Überblick durch die gemeinsame Lektüre und Diskussion eines ausgewählten Quellentextes vertieft werden. Ferner wird regelmäßig auch Film- und Fotomaterial zur Analyse und Veranschaulichung der Einzelthemen eingesetzt (Stichwort „Visual History“) – zumal gerade die ‚Macht von Bildern‘ im fraglichen Problemfeld eine stetig wachsende Rolle spielte und spielt.Zeit: Mittwoch 10-12 Uhr, 14tägl.
Beginn: 15.04.2026
Anmeldung ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbeschränkt)Dr. Wolfgang Schulte
Wessen Freund und wessen Helfer? – Ein Überblick zur Geschichte der deutschen Polizei im 20. Jahrhundert
Hybrid-Seminar
Diese erkenntnisleitende Fragestellung soll auf alle Epochen deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert übertragen werden. Im 20. Jahrhundert hat die Polizei in Deutschland fünf sehr unterschiedlichen politischen Systemen gedient. Mit der vorliegenden Veranstaltung sollen die wesentlichen Entwicklungsprozesse der Polizei in vier dieser Epochen deutscher Geschichte vorgestellt werden:- Polizei in der Weimarer Republik
- Die Polizei des NS-Staats
- Die Polizei(en) der Bundesrepublik
- Die Volkspolizei der DDR von 1949 – 1989
Je nach Interesse und Bedarf ist es möglich auch die vormodernen Ursprünge der deutschen Polizei im ausgehenden 18. und vor allem im 19. Jahrhundert bis zum Ende des Kaiserreichs zu betrachten. Weitere Themenfelder wären dann anschließend z. B. die Frage nach der Kriminalität im Nationalsozialismus („das hat es bei Hitler nicht gegeben“ – doch hat es!!); die Beteiligung der NS-Polizei am Holocaust; die „68er“- Bewegung als Herausforderung für die Polizei; die Transformation der Volkspolizei in die fünf neuen Länderpolizeien ab 1990; „Alte Kameraden und neue Kollegen“ – über die personellen Kontinuitäten in der Polizei nach 1945; „Weiße Mäuse“ – die Verkehrspolizei entsteht etc., etc..
Es ist geplant, für interessierte Teilnehmer gemeinsame Besuche und Exkursionen zu polizeigeschichtlich relevanten Orten und Ausstellungen in der näheren Umgebung anzubieten; näheres dazu in der Veranstaltung, die hybrid (also sowohl Online als auch in Präsenz) angeboten wird.Zeit: Mi, 10-12 Uhr
Ort: Bispinghof 2, BB3
Beginn: 15.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegenzt)
Dr. Wolfgang Schulte
Geschichte im Dienst der Politik? – Zwischen konstruktivem Geschichtsbewusstsein und Geschichtsklitterung
Hybrid-Seminar
Nicht erst Wladimir Putin hat mit seinen nationalistisch aufmunitionierten Geschichtsklitterungen die Annexion der Krim und seinen Angriffskrieg auf die Ukraine gerechtfertigt. Für die politische Instrumentalisierung von Geschichte gibt es eine Fülle von Beispielen. Sowohl Hitler als auch Mussolini rechtfertigten ihre aggressiven Ziele unter Rückgriff auf vermeintliche historische Traditionen. Bis heute instrumentalisieren Diktaturen Geschichte einseitig, unliebsame Fakten und Interpretationen werden per Gesetz verboten. Demgegenüber wird in parlamentarischen Demokratien, in denen die Freiheit der Wissenschaft garantiert ist, Geschichtspolitik (so ein von Edgar Wolfrum eingeführter Begriff) genutzt, um zu einem differenzierten Blick auf die Vergangenheit beizutragen. Folgende geschichtspolitische Kontroversen in der Geschichte der Bundesrepublik und darüber hinaus, sollen angesprochen werden:- Ausbruch des Ersten Weltkrieges – Fischer Kontroverse
- Dolchstoßlegende
- Weizsäcker-Rede, Historikerstreit und Walser-Rede
- Wehrmachtsausstellungen
- Umbenennung von Straßen, Plätzen etc.
- Historische Begründung des Ukraine-Krieges
Es ist geplant, für interessierte Teilnehmer gemeinsame Besuche und Exkursionen zu polizeigeschichtlich relevanten Orten und Ausstellungen in der näheren Umgebung anzubieten; näheres dazu in der Veranstaltung, die hybrid (also sowohl Online als auch in Präsenz) angeboten wird.
Zeit: Mi, 12-14 Uhr
Ort: Bispinghof 3, BB3
Beginn: 15.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)
Dr. Armin Schulz
Von der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen
Hybrid-Vorlesung
Im Fokus steht das Nebeneinander, eine Parallelgeschichte der Menschheit, die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Der Begriff, den Ernst Bloch als Existenz verschiedener Zeitstufen nebeneinander innerhalb derselben Gesellschaft oder Zeit beschreibt, soll hier für die Frühe Menschheitsgeschichte besprochen werden. Die gleichzeitige Ungleichheit steht in der Geschichte als gleichzeitige Präsenz von Artefakten und Praktiken aus verschiedenen Epochen unserer Vergangenheit. Komplexe, nicht-linearen Zeitverläufe in der Vergangenheit werden aufgezeigt. Besonders aufschlussreich sind dabei archäologische Funde. Die Frage stellt sich, warum entwickelte sich an der peruanischen Pazifikküste die Knotenschrift, gleichzeitig in Ägypten die Hieroglyphen- und in Mesopotamien die Keilschrift? In Ägypten und Peru werden Mitte des 3.Jtsd.v.Chr. die ersten Pyramiden gebaut, in anderen Regionen der Welt aber erst viel später? Die Maya widmeten ihre Bauwerke den Göttern und entwickeln sich dabei zu den fortschrittlichsten Astronomen und Mathematikern ihrer Zeit. Verschiedene technische Entwicklungen sind Zeugen einer bestimmten Zeit. Sie überlagern und widersprechen sich zuweilen. In der Vorlesung werden den Ursachen dieser Phänomene nachgehen und versuchen diese zu erklären. Literatur: Ausführliche Literaturliste im HIS-LSF.Zeit: Mi 14-16 Uhr
Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.03
Beginn: 15.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrPhilosophie
Dr. Norbert Herold
Die Weisheit der Stoiker
Seminar
Wenn wir heute von ‚Weisen‘ sprechen, so denken wir entweder an Vorzeigepersonen wie den Dalai Lama, Papst Franziskus und Mutter Theresa oder an fachkundige Mitglieder eines Beratungsgremiums wie die Wirtschaftsweisen. Der gelebte Altruismus und das theoretische Wissen darum, wie gehandelt werden müsste, lösen aber für den Einzelnen nicht die Frage, wie er sich in unruhigen Zeiten und unter kaum kalkulierbaren gesellschaftlichen Bedingungen behaupten, geschweige denn frei entfalten kann. Genau das aber verspricht in der Antike der stoische Weise zu leisten, der die Weisheit der Philosophenschule der Stoiker verkörpert. Er ist auf sich selbst konzentriert, bewahrt trotz aller Widrigkeiten des Lebens seine Eigenständigkeit und Freiheit, setzt sich gleichwohl pflichtbewusst für seine Mitmenschen ein und erträgt im Übrigen in Gelassenheit und Heiterkeit das, was nicht zu ändern ist. Nichts kann ihn erschüttern. Dieses antike Ideal eines Weisen, der sich frei von Gefühlen nur von seiner Vernunft leiten lässt, befremdet einerseits, weil es unrealistisch und in seiner Emotionslosigkeit geradezu unmenschlich wirkt. Andererseits erweist sich die Vorstellung eines autonomen und sich souverän behauptenden Subjektes gerade unter den Bedingungen der Spätmoderne als besonders anziehend, wie zahlreiche Ratgeber für Manager und die Entstehung eines neuen Stoizismus im angelsächsischen Sprachraum belegen. Der amerikanische Philosoph Massimo Pigliucci bietet unter dem Titel ‚Die Weisheit der Stoiker‘ (2017) einen inzwischen in der 5. Auflage erschienenen ‚philosophischer Leitfaden für stürmische Zeiten‘ an und bewegt sich dabei auf den Spuren des Sklaven Epiktet, der nach seiner Freilassung einer der berühmtesten philosophischen Lehrer der Spätantike wurde. In Auseinandersetzung mit diesen beiden Autoren soll versucht werden, selbst ein wenig weiser zu werden.Zeit: Do 14-16 Uhr
Ort: Bispinghof 2, BB2
Beginn: 16.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Dr. Birger Brinkmeier
Scham... und andere moralische Gefühle
Seminar
Scham, Wut, Zorn oder Schuld; Neid, Eifersucht, Hass und Verachtung; Groll oder Empörung; auch Sympathie, Mitleid, Stolz oder Bewunderung und anderes mehr gehören zu unserem Leben wie das tägliche Brot. So manches davon schmeckt uns gar nicht, anderes macht Lust auf mehr. Ohne solche Gefühle wären wir nicht das, was wir sind – oder zumindest zu sein glauben, nämlich Menschen. Warum das so ist, erschließt sich einem dann, wenn man versucht, sich darüber klar zu werden, was moralische Gefühle eigentlich sind. Das Hauptaugenmerk dieser Veranstaltung wird auf dem Begriff der Scham liegen. Da jedoch das Gefühl der Scham, so scheint es zumindest, selten allein auftritt, wird seine philosophische Betrachtung unweigerlich auch andere moralische Gefühle in den Blick geraten lassen, die dazu einladen, sich mit ihnen etwas genauer zu beschäftigen. Es wird ein Learnwebkurs eingerichtet, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf kurzem Wege per Newsletter aktuelle Informationen erhalten sowie die zu besprechenden Texte sich herunterladen können.Zeit: Mi 12-14 Uhr
Ort: Bispinghof 2, BB 103
Beginn: 15.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Dr. Melanie Bender
Ästhetische Begegnungen I
Seminar
Philosophie ist ein Befreundetsein mit der Weisheit in ihrer Abwesenheit. Das bedeutet, dass ein philosophischer Mensch sich auf eine ewige Jagd nach seinem geliebten Gegenstand begeben muss. Zentral für diese Jagd ist normalerweise die Vernunft. Das hat zur Folge, dass diese Jagd Außenstehenden oft als zu theoretisch erscheint. Die philosophische Ästhetik tritt dem entgegen, indem sie den Wert sinnlicher Erkenntnis hervorhebt. Wie begegnet mir die Wirklichkeit in diesem Moment und in ihrer je einzigartigen Besonderheit? Was sagen meine Wahrnehmungen von Natur oder Kunst über die Wahrheit der Wirklichkeit aus? Erfahrungen von Erhabenheit sind hier ebenso relevant wie Erfahrungen von Hässlichkeiten. Welches Geheimnis ist in der Tiefe musikalischer Begegnungen zu finden? Stecken hinter all diesen ästhetischen Erfahrungen nur subjektive Reize oder haben sie einen objektiven Charakter? Was folgt daraus für die reichhaltigen ästhetischen Elemente von Religionen? Gerade im Islam ist die ästhetische Qualität zentraler Glaubensgrund. Können Religionen daher überhaupt ernst genommen werden? Oder ist es vielmehr so, dass Menschen als sinnliche Wesen gerade den ästhetischen Zugang zur Wirklichkeit brauchen, um ihr auf den Grund zu kommen?Zeit: Di 16-18 Uhr
Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
Beginn: 14.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)
Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
"Weltbürgerlichkeit, Toleranz und 'Piratinnen-Philosophie' als minimalethische Konzepte für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt?"
Tagesseminar
Derzeit wird dringend nach Konzepten gesucht, die ein gesellschaftliches Einvernehmen und Zusammenhalt untereinander stärken können. Könnten Weltbürgerlichkeit und Toleranz aus philosophischer Sicht Angebote dafür sein? Sind sie befähigt, uns gute Weisen, wie mit unseren diversen Herausforderungen und Chancen in modernen pluralen, säkularen Gesellschaften umgegangen werden könnte, nahe zu legen? Diesen und weiteren Fragen möchte die Veranstaltung in gemeinsamen Lektüren und Diskussionen kritisch prüfend und reflektierend nachgehen; was es dabei mit der ‚Piratinnen-Philosophie‘ auf sich hat, bleibt einstweilen noch Überraschung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzudenken und zu diskutieren! Ausführliche Literaturliste im HIS LSF. Die Textstellen werden Gegenstand des Seminars sein und als Scan oder Kopie in Auszügen für die Veranstaltung bereitgestellt.Termin: Freitag, 11.09.2026, 10.00-16.00 Uhr
Ort: Bispinghof 2, BB 107
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerberenzt)Dr. Ulrich Sonderfeld
Sterben und Tod in der Philosophie
Seminar
Als Lebe-Wesen gehört der Mensch in die Ordnung der sterblichen Daseinsgestalten. Das Enden seines Da-Seins im Nicht-mehr-da-sein, im Totsein entspricht dem fundamentalen Grundgesetz des Lebens wie überhaupt des uns zugänglichen Werdeseins. Dennoch ist diese so einfache wie gewichtige Tatsache für uns alles andere als trivial. Denn als einziges Lebewesen sind wir uns der eigenen Sterblichkeit bewusst und gehen sehenden oder blinden Auges auf unser Nichtmehrsein zu, - und erleben und erleiden zuvor das Verschwinden unserer Mitmenschen aus der gemeinsamen Welt. Dieses Wissen um die eigene Endlichkeit und das emotionale Berührtsein von der Sterblichkeit bringen kulturelle Verarbeitungen hervor - Religionen, Kunstwerke und nicht zuletzt die philosophische Reflexion. Schon Plato definiert: „Philosophieren - das heißt sterben lernen.“ Warum aber soll das schlichte biologische Faktum der Befristetheit unseres Daseins der eingehenden Reflexion bedürfen? Welche Rolle sollen wir diesem Faktum für unsere Lebensführung zumessen? Was gibt es hier zu erkennen und zu verstehen? Führt das Bedenken des „Fraglichen, Unbezüglichen und Uneinholbaren des Todes“ (Heidegger) zu mehr als aporetischer Dunkelheit? Gehört dieses Nachdenken zum menschlichen Dasein dazu, stellt es gar einen integralen Bestandteil der Personwerdung dar, wie manche Philosophen meinen, weil ein Bild des eigenen Lebens ohne die Antizipation des eigenen Endens und Nicht-mehr-Lebens unvollständig bleibe. Verspricht die philosophische Rede von der - der Kunst des Lebens - entsprechenden „Kunst des Sterbens“ mehr, als sie halten kann? In Auseinandersetzung mit Philosophen der Antike, der Lebens- und Existenzphilosophie soll in dem Lektüre- und Gesprächsseminar diesen Fragen nachgegangen werden.
Zeit: Mo 16-18 Uhr
Beginn: 13.04.2026
Ende: 18.05.2026
Ort: Bispinghof 3, BA 006
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Kunst und Kunstgeschichte
Angela Borgmann, Dipl. Päd. Rupert König
Last Exit Kunst III. Künstler reden über ihre Kunst
Vorträge
15.04.26
Any new images
Prof. Julia Schmidt, Bildende Künstlerin, Professorin für Malerei an der Kunstakademie Münster
22.04.26
Die Gefährlichkeit des Sehens - Zur Frage der Kunsthaftigkeit der Philosophie
Prof. Dr. Jürgen Manemann Philosoph
29.04.26
Das Turiner-Grabtuch - Heiligste Reliquie oder kunstvolle Fälschung?
Rupert König, Pastoralreferent/Konzeptkünstler
06.05.26
Striche und Schnitte
Martina Lückener, Bildende Künstlerin
13.05.26
WORKAROUND (Der Krug geht solange zum Wasser bis er bricht)
Prof. Andreas Köpnick, Professur Kunstakademie Münster
20.05.26
Realität des Kunst-Ding I
Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann,Neurophysiologe/Künstler
03.06.26
Farbe, Form, Fühlen
Prof. Dr. Guiscard Seebohm, Biochemiker und Maler
10.06.26
Kollaborative Praktiken in den Künsten und deren Bedeutung für die Kunstdidaktik
Prof. Dr. Gesa Krebber, Professorin für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung
17.06.26
Realität des Kunst-Ding II
Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann, Neurophysiologe/Künstler
24.06.26
Kunst ohne Geschichte? Gedanken über ein (nicht nur zeitgenössisches) Phänomen in der Bildenden Kunst vor dem Hintergrund meiner aktuellen Arbeiten
Jan Homeyer, Bildender Künstler
01.07.26
Lackkunst!
Dr. Patricia Frick, Kuratorin für Lackkunst
08.07.26
Der verschlossene Raum
Stefan Mensching,Künstler/MusikerZeit: Mi 14-16 Uhr
Ort: Domplatz 20, F 1
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrProf. Dr. Erich Franz
Hauptwerke der Kunstgeschichte 4: Gotik in Frankreich und Deutschland
Vorlesung mit Livestream aus dem Hörsaal
In diesem Abschnitt der Vorlesungsreihe betrachten wir ausgewählte Kunstwerke aus dem 12. und 13. Jahrhundert, die sich in Frankreich und Deutschland in ihrem originalen Aussehen weitgehend erhalten haben. Zunächst wenden wir uns den herausragenden Kathedralbauten und einer Palastkapelle zu, die im französischen Kronland (Ile de France) und in der Champagne in den hundert Jahren zwischen 1140 und 1240 begonnen wurden und die man später „gotisch“ nannte: St-Denis, Chartres, Laon, Paris, Senlis, Reims, Amiens. Mit Hunderten von Fotoaufnahmen nähern wir uns diesen unermesslichen Bauwerken mit ihrem Zusammenwirken von dynamischen Architektur- und Raumbildungen, bewegender skulpturaler Figurengestaltung und unfasslicher farbiger Glasfensterkunst. In einem zweiten Teil verfolgen wir die Auswirkungen und Umdeutungen dieser Kunst am Straßburger Münster und bei Kirchenbauten in Bamberg, Halberstadt, Freiberg, Wechselburg, Magdeburg und Naumburg. Danach sind geplant: der Kölner Dom, die ehemalige Zisterzienserkirche in Altenberg und die gotischen Kirchenbauten in Marburg, Lübeck und Bad Doberan. Sie erfahren, was über die Entstehung bekannt ist und auch, was man im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Vor allem gehen wir auf die Merkmale und Zusammenhänge künstlerischer Gestaltung ein, die diese Bauten, Skulpturen und Malereien zu etwas Besonderem machen. Die Vorlesung ist Teil einer Folge, in der es nicht um kunsthistorische Entwicklungen und Gruppierungen geht, sondern um genaue Betrachtungen einzelner Werke in Europa - stets auf der Grundlage kunsthistorischer Forschung.Zeit: Do 16-18 Uhr
Ort: Schlossplatz 46, H3
Beginn: 16.04.2026
Anmeldung: Ab dem 16.04.2026, 9 UhrDr. Norbert Humburg
Führung durch das LWL-Museum für Kunst und Kultur: Mittelalter - Renaisscance - Barock - 19./20. Jahrhundert
Führung
Neben der Semestergebühr ist das Eintrittsgeld zu entrichten. Es wird empfohlen, die Museums-Card zu erwerben; sie gilt für zwei Personen und erlaubt bei einjähriger Gültigkeit, das Landesmuseum so oft zu besuchen, wie gewünscht. Die Card-Inhaber müssen sich vor jeder Führung an der Kasse melden und erhalten eine Tageskarte. Bei den Besuchen muss strikt darauf geachtet werden, dass der gebuchte Termin (Wochentag) eingehalten wird. Ein Wechsel zwischen den Gruppen ist nicht möglich. Beim ersten Museumsbesuch erhalten Sie einen Beleg für die gebuchte Gruppe, der zu jeder Veranstaltung mitgebracht werden muss. Ohne diesen Beleg ist eine Teilnahme nicht möglich. Sollten Sie beim ersten Termin verhindert sein, ist eine Abmeldung bei der Kontaktstelle zwingend erforderlich, sonst wird Ihr Platz umgehend und ohne weitere Benachrichtigung an die nächste Person auf der Warteliste weitergegeben.
Zeit: 10.00 -11.30 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt. Achtung! Personen, die bereits in den letzten vier Semestern an den Führungen teilgenommen haben, können sich nicht erneut anmelden!Termine:
Gruppe 1: Di, 21.04., 28.04., 05.05., 12.05., 19.05.2026
Gruppe 2: Mi, 22.04., 29.04., 06.05., 13.05., 20.05.2026
Dr. Barbara Hofmann
Avantgarden in der Kunst. Themen und Tendenzen zwischen 1910 und 1945
Online-Seminar
Wohl kaum eine Epoche erfreut sich beim Kunstpublikum so großer Beliebtheit wie die Klassische Moderne. Doch das, was uns heute anspricht, vermochte zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur Wenige zu begeistern. Zu ungewohnt und neuartig waren die Ausdrucksformen, die das Kunstschaffen dieser Zeit prägten. Was aber macht die Innovation dieser Werke tatsächlich aus, und was motivierte die Künstler*innen dazu, gegen den Strom zu schwimmen? Das sind nur einige der zentralen Fragen, auf die es im Rahmen des Seminars eine Antwort zu finden gilt. Dazu werden die im Einzelnen doch recht unterschiedlichen Tendenzen vorgestellt und die historischen und geistesgeschichtlichen Faktoren beleuchtet, die dem Aufkommen avantgardistischer Ideen in der Kunst Vorschub leisteten.
Zeit: Mi und Fr. 10-13 Uhr
Termine: 12.08., 14.08., 19.08., 21.08., 26.08., 28.08., 02.09., 04.09.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Dr. Barbara Hofmann
Von der Höhlenmalerei zum Graffiti. Monumentale Bildkunst und ihre Besonderheit
Online-Vortrag
Bildliche Darstellungen in monumentalen Ausmaßen sind der Kunst seit jeher eigen. Schon die prähistorischen Höhlenmalereien in Nordspanien belegen, wie früh sich kreative Menschen auf große Formate verlegten, wenn es galt, wirkmächtige Bilder zu kultischen Zwecken zu erschaffen. Damit einher ging die Entdeckung der Wand als potenziellem Bildträger. Sie hat auch in den nachfolgenden Jahrhunderten zu künstlerischen Höchstleistungen animiert und selbst für die heutige Zeit nichts an Faszination verloren, wie zahlreiche Wandbilder im öffentlichen Raum dokumentieren. Doch was macht den Reiz aus, eine künstlerische Idee in großen Dimensionen umzusetzen? Welche spezifischen technischen Kenntnisse sind dazu notwendig? Wer veranlasst die Entstehung solch großformatiger Bilder und welche Motive bieten sich an, um gleich ganze Wände zu bemalen? Anhand dieser und andere Fragen soll das Charakteristische und Besondere monumentaler Bildkunst vorgestellt werden.Termin: Mi, 15.04.2026, 10-13 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Dr. Barbara Hofmann
Einführung in die Welt der Symbole. Sinn und Zeichen in der Bildenden Kunst
Seminar
Wie so manch andere Disziplin hat die europäische Malerei im Verlaufe der Jahrhunderte eine ihre eigene Zeichensprache ausgebildet. Sie dient dazu, komplexe und nicht selten auch abstrakte Sachverhalte anschaulich darzustellen und offenbart sich nur demjenigen, der ihren Sinngehalt kennt. Doch selbst dann, wenn wir um die Bedeutung des einzelnen Symbols wissen, lässt sich das nicht immer eins zu eins auf die im Bild wiedergegebenen Dinge übertragen: Warum weist der Apfel in einem Fall auf den Sündenfall hin, und ist im anderen doch nur ganz simpel als ein Stück Obst zu lesen? Wann überhaupt sind die im Bild erfassten Dinge als Symbol zu deuten? Auf diese und andere Fragen gilt es gemeinsam eine Antwort zu finden. Ziel soll es dabei sein, ein Basiswissen zu erarbeiten, anhand dessen sich die Bildaussagen der europäischen Malerei besser verstehen lassen.
Termine: Di - Fr. 26. - 29.05.2026; 10-13 und 14.-30 -17.30 Uhr; Do nur nachmittags.
Ort: Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, F 030
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)
Dr. Barbara Hofmann
Einführung in die großen Themen der Malerei
Online-Seminar
Der Kurs führt in die Hauptthemen der europäischen Malerei ein und macht an ausgewählten Werken mit dem großen Motivschatz von Historie, Akt, Porträt, Genre, Stillleben und Landschaft bekannt. Im gemeinsamen Diskurs wird der Frage nachgegangen, welche spezifischen Anforderungen die künstlerische Bewältigung dieser Themen an die Maler stellten und welche Lösungen hierfür in der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts gefunden wurden. Auch gilt es der Entwicklungsgeschichte der einzelnen Themen nachzuspüren, die, sich erst allmählich aus größeren Zusammenhängen emanzipiert haben.
Termin: Mo, Mi, Fr.. 10:00 - 13:00 Uhr
Beginn: 05.06.2026
Ende: 19.06.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Dr. Barbara Hofmann
Vom Lorscher Evangeliar zum Codex Manesse. Meisterwerke mittelalterlicher Buchmalerei und ihre Herstellung
Online-Vortrag
Durch das gesamte europäische Mittelalter hindurch gehörte die Malerei in Büchern zu den wichtigsten Formen der Kunst. Auch die deutsche Buchmalerei hat beginnend mit der Hofschule Karls des Großen über die ottonischen Malerschulen bis hin ins späte Mittelalter hochbedeutende Kunstwerke hervorgebracht. Sie sind heute die zahlreichsten und oft sogar die einzigen Zeugnisse der Bildkünste ihrer Zeit. Während das Studium dieser reichen und enorm vielseitigen Bildwelten lange vor allem einer kleinen Schar von Spezialisten vorbehalten war, machen reich illustrierte Bildbände, Faksimileausgaben, Ausstellungen und neuerdings sogar das Internet die verborgenen Schätze der Buchmalerei auch einem interessierten Laienpublikum zugänglich. Anhand ausgewählter Hauptwerke der deutschen Buchkunst soll der Herstellungsprozess einer illuminierten Handschrift erläutert und für die Besonderheiten der Miniaturmalerei empfänglich gemacht werden.Termin: Di, 02.06.2026, 10.00-12.15 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2025, 9 Uhr
Dr. Ira Oppermann
Max Liebermann. Impressionismus und Aufbruch der Moderne in Deutschland
Exkursion nach Potsdam und Berlin
Die Exkursion beginnt im Museum Barberini mit einer der umfangreichsten Ausstellungen zum deutschen Impressionismus überhaupt. Max Liebermann, dessen zentrale Persönlichkeit, wird als Künstler, Sammler, und Ausstellungsmacher gezeigt. Als Präsident der Berliner Secession stand der Berliner für eine internationale, fortschrittliche Ausrichtung und förderte den Austausch mit Frankreich. Ihm werden in unterschiedlich thematischen Räumen zahlreiche Künstlerinnen und Künstler der impressionistischen Bewegung an die Seite gestellt. Dazu zählen bekannte Künstlerpersönlichkeiten wie Corinth oder Slevogt und unbekanntere, die unbedingt zu entdecken sind: Lesser Ury, Sabine Lepsius, Maria Slavona oder Friedrich Kallmorgen. Der zweite Tag konzentriert sich ganz auf Liebermann in seiner Villa am Wannsee, wo neben der Bedeutung des Ortes auch der Aspekt seiner kulturpolitischen Strategie beleuchtet wird. Am dritten Tag werden sowohl verschiedene (post)impressionistische Standpunkte (Liebermann, Franz Skarbina, Walter Leistikow, Julie Wolfthorn, der frühe Max Beckmann) untersucht, als auch nachfolgende Positionen der Moderne (z. B. der Expressionismus von Ernst L. Kirchner, Jacoba van Heemskerck o. Ludwig Meidner). Hierbei bilden die aktuellen, besonderen Leihgaben des Städtischen Museums in der Berlinischen Galerie einen Fokus. Vor der Exkursion findet eine verbindliche Online-Einführung statt, in der auch organisatorische Fragen geklärt werden. Für die Ausstellungsbesuche fallen Führungsgebühren und Eintrittsgelder an. Anreise und Unterkunft müssen selbst organisiert werden.
Programm:
Tag 1: Museum Barberini Potsdam, 14.00-18.30 Uhr
Tag 2: Liebermann-Villa Berlin, 10.00 - 12.15 Uhr
Tag 3: Berlinische Galerie Berlin, 11.00 - 13.15 UhrGruppe 1:
Online-Einführung: 14.04.2026, 16 - 18.15 Uhr
Exkursion: 23. -25.04.2026;
Anmeldung ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!)
Gruppe 2:
Online-Einführung: 28.04.2026, 16:00 - 18:15 Uhr
Exkursion: 07.-09-05.2026
Anmeldung ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!)Gruppe 3:
Online-Einführung: 05.05.2026, 16.00 - 18.15 Uhr
Exkursion: 14. - 16.05.2026
Anmeldung ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!)
Dr. Ira Oppermann
Künstlerinnen XI: "Esprit gibt es hier in ungeheuerlichen Qualitäten..." Paula Modersohn-Becker
Online-Seminare
Paula Modersohn-Beckers (1876-1907) diesjähriger 150. Geburtstag ist ein guter Grund, der deutschen Ausnahmekünstlerin und faszinierenden Künstlerpersönlichkeit zwei Seminare zu widmen. Modersohn-Beckers Gemälde sind für ihre einfache, damals radikal reduzierte und zugleich monumentale Formsprache bekannt. Ihr OEuvre umfasst Figurenbilder – darunter zahlreiche Selbstbildnisse und Portraits –, Landschaften und Stillleben. Mit ihren Bildwelten machte sie die niedersächsische Moorlandschaft bei Worpswede und ihre Bewohner:innen berühmt. Obschon die Künstlerin ab 1900 viermal in Paris lebte, arbeitete und sich von der französischen Avantgarde anregen ließ, blieb sie ihrem Bildpersonal größtenteils treu. Modersohn-Beckers Kompositionen gelten als expressiv, modern und gleichfalls als überzeitlich. Die Seminare sollen alle Phasen von Modersohn-Beckers Werken untersuchen und die aktuellen Statements überprüfen. Im Online-Aktiv-Seminar werden Sie auch in Chat-Gruppen zu viert diskutieren und sich mit kleinen Aufgaben tiefer in das Thema einarbeiten.Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr. Beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt.
Gruppe 1: Gängiges Online-Seminar
Termine: Mo, 8.6. - 29.6.2026, 16 - 18.15 UhrGruppe 2: Aktiv- Online-Seminar
Termine: Di, 09.06. - 07-07.2026, 16:00 -18.15 UhrSzameitat, Beatrice
Die Museumslandschaft in Berlin
Vorlesung mit Livestream
Es gibt rund 170 Museen in Berlin! Zu fast allen Themen findet man Museen: Geschichte, Politik, Kunst aus allen Epochen und Regionen der Welt, Postwesen, jüdische Geschichte, Technik, Fotografie, Naturgeschichte und vieles mehr. Zusätzlich gibt es Privatsammlungen jedweden Interesses. Wie sind diese Sammlungen Zustande gekommen, welche Schwerpunkte setzen die einzelnen Häuser, wie lässt sich die Architektur der Museen charakterisieren, welche Hauptwerke sind ausgestellt? Die wichtigsten und spannendsten Museen in Berlin werden in dieser Vorlesung porträtiert. Das sind einige der 21 Häuser der Staatlichen Museen, aber auch städtische Sammlungen wie das Märkische Museum und die Berlinische Galerie. Auch kleine Initiativen wie das Museum der Dinge oder das Gründerzeitmuseum sollen nicht zu kurz kommen. Der Fokus liegt hierbei auf Sammlungen von Kunst und Kulturgeschichte.
Termin: Mo, Di 31.08-01.09.2026, 10.00-14.30 Uhr
Ort: Schlossplatz 46, H3
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Szameitat, Beatrice
Die Geschichte von Kleidung und Mode vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert
Volesung mit Livestream aus dem Hörsaal
Täglich von Neuem überlegen wir vor dem Kleiderschrank, was wir heute anziehen. Unsere Entscheidung hängt davon ab, wem wir begegnen werden, was wir darstellen möchten und in welche soziale Gruppe wir uns einordnen. Das war früher nicht anders. Im 15. Jahrhundert wählte man zwischen Schecke und Giornea, im Deutschland des 16. Jahrhunderts galt es zu klären, ob die Schaube zu den Kuhmaulschuhen passt, im Barock war die Anzahl der Schleifen an einer Rheingrafenhosen ausschlaggebend. Im Zeitalter des Rokokos musste die Lyoner Luxusseide zu den Rüschen am Ausschnitt passen und im 19. Jahrhundert fragte man sich, wie eng das Korsett geschnürt werden sollte, um die Krinolinen-Silhouette perfekt aussehen zu lassen. Diese und viele weitere Details aus der Geschichte von Kleidung und Mode werden mit dieser Vorlesung in kompaktem Überblick dargestellt.
Termine: Mi - Fr, 02.-04.09.2026, Mi-Fr: 10.00 -14.30 Uhr
Ort: Schlossplatz 46, H3
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrSzameitat, Beatrice
Peggy Guggenheim - Porträt einer Sammlerin
Online-Vorlesung
Peggy Guggenheim (1898–1979) – Sammlerin, Mäzenin, Rebellin: Die Vorlesung widmet sich einer der schillerndsten Figuren der Kunst des 20. Jahrhunderts. 21-jährig erbte sie einen Teil des New Yorker Guggenheim-Vermögens und nutzte fortan ihren Reichtum, um moderne Kunst zu fördern und zu prägen. Zwischen Paris, London, New York und Venedig entdeckte und unterstützte sie Künstler wie Jackson Pollock, Max Ernst, mit dem sie zeitweise verheiratet war, Marcel Duchamp, Constantin Brâncusi und Wassily Kandinsky. Ihre legendäre Sammlung moderner Kunst, heute im Palazzo Venier dei Leoni in Venedig beheimatet, zeugt von visionärem Mut und unkonventionellem Geschmack. Die Vorlesung beleuchtet Guggenheims Leben zwischen Exzentrik, Leidenschaft und künstlerischer Weitsicht und fragt, wie sich eine Frau in einer von Männern dominierten Kunstwelt behauptete.
Termin: Mi, 23.09.2026, 09.30 - 14.00 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Dr. Matthias Vollmer
Jacopo da Pontormo - Farbe und Form im Ausnahmezustand
Online-Vorlesung über „Zoom“
Jacopo Carucci (1494–1557), nach seinem Geburtsort Il Pontormo genannt, gilt als der Hauptvertreter des „primo manierismo fiorentino“. Sein Werk ist, abgesehen von seiner virtuosen Beherrschung der Zeichnung und seinem eigenwilligen Einsatz von kühlen Farbtönen, von einer Vielseitigkeit und Originalität geprägt, die ihn heute einzigartig erscheinen lassen, interessanterweise sah Giorgio Vasari, der Pontormo persönlich kannte, das etwas anders. Er warf Pontormo nicht vor, dass er Albrecht Dürers Erfindungen nachgeahmt habe - das täten schließlich viele Künstler - wohl aber, dass er die naive deutsche Manier (maniera stietta tedesca) in den Gewändern, im Ausdruck der Köpfe und in den Haltungen imitiert hätte. Der Kurs möchte nicht nur in die Kunst Pontormo einführen, sondern auch den Einfluss der Dürerschen Druckgrafik auf unseren Künstler anschaulich machen.
Termine: Mo und Mi, 08. und 10.06.2026, jeweils 10-13 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Dr. Matthias Vollmer
Filippo Brunelleschi und die Folgen
Online-Vorlesung über „Zoom“
Ausgehend von dem aufsehenerregenden Experiment Brunelleschis (1377-1446) vor dem Florentiner Baptisterium zur Zentralperspektive, will der Kurs die unmittelbar folgenden theoretischen und künstlerischen Versuche mit der perspektivischen Darstellung nachzeichnen. Lorenzo Ghiberti (dolce prospettiva), Leon Battista Alberti (costruzione legittima) und nicht zuletzt Piero della Francesca (De prospettiva pingendi) markieren hier wichtige Entwicklungsstufen, die das Verständnis vom künstlerischen Sehen grundlegend verändert haben. Mit der Perspektivkonstruktion erhielten die Maler ein Instrument, das es ihnen ermöglichte, den Bildraum als ein zwar fiktives, aber konstruktiv berechenbares Spiegelbild der Wirklichkeit zu konzipieren, was im Kurs durch unterschiedlichste Beispiele verdeutlicht werden soll.
Termine: Mi und Fr., 08. und 10.07.2026, jeweils 10-13 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrDr. Matthias Vollmer
Guido Reni - Klassische Anmut im Zeitalter des Barock
Online-Vorlesung über „Zoom“
Guido Reni (1575–1642) gehört zu den prägenden Vertretern der Bologneser Schule: Ausgebildet in der Akademie der Carracci verbindet er barocke Bildkraft mit einer klassizistischen Suche nach Harmonie. Reni war zu seiner Zeit einer der erfolgreichsten und gefeiertsten Maler Europas, begehrt bei den bedeutendsten Auftraggebern, zu denen etwa der Borghese-Papst Paul V., der Herzog von Mantua oder die englische Königin zählten. In seiner Kunst übertrug Reni wie kein anderer die Schönheit des Göttlichen in Malerei – gleich, ob es sich um den christlichen Himmel oder die antike Götterwelt handelte. Der Kurs führt in Leben, Werk und Wirkung Renis ein – von den frühen Bologna-Jahren über die römische Blütezeit bis zur späten, zunehmend vergeistigten Malerei.
Termin: Mi und Fr., 15. und 17.07.2026, jeweils von 10.00 - 13.00 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrDr. Matthias Vollmer
Klimt, Schiele und Kokoschka - oder die Anstößigkeit des Emotionalen
Vorlesung
Kunst und Wissenschaft, Sinnlichkeit, Traum und die Suche nach künstlerischer Wahrheit: Wie keine andere Stadt in Europa ist Wien um 1900 Zentrum intellektueller Experimentierfreudigkeit. Die vielschichtigen Portraits Gustav Klimts, die verstörende, vibrierende Unmittelbarkeit Egon Schieles und die aufwühlenden expressiven Arbeiten Oskar Kokoschkas bestimmen in dieser Zeit das künstlerische Leben in der Donaustadt. Alle drei Künstler entwickeln ein so noch nicht gesehenes Frauen- und Menschenbild, dass nicht vordringlich durch Mythologie oder die Einbindung in ein Genre gerechtfertigt wird, sondern durchaus auch im Kontext der Freud´schen Theorien zu sehen ist.
Termine: Mo, 7.9.2026, 14:00 - 17:00 Uhr und Di, 8.9.2026., 10:00 - 17:15 Uhr
Ort: Schloss, S1
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Dr. Matthias Vollmer
Die Welt Venedigs - Giovanni und Gentile Bellini und Vittore Carpaccio
Vorlesung
Venedig um 1500 – eine Lagunenstadt und ihre Märkte, verschlungene Diplomatie und tiefe Devotion. Die Veranstaltung führt in das Werk der Brüder Giovanni und Gentile Bellini sowie ihres jüngeren Zeitgenossen Vittore Carpaccio ein und zeigt, wie sie das Bild der Serenissima prägten. Von Gentiles monumentalen Prozessions- und Wunderbildern für die Scuole, seiner Rolle als offizieller Maler der Republik und die berühmten Reise an den Hof Mehmeds II. über Giovanni als Erneuerer der Andachtsbilder und Porträtkunst, der Licht, Farbe und sakrale Intimität zu einer venezianischen Antwort auf die Florentiner Zeichnungskultur formte, schließlich zu Vittore Carpaccios Erzählzyklen – von der heiligen Ursula bis zu den Bildern für San Giorgio degli Schiavoni – mit einer geradezu kinematischen Imaginationskraft, die Stadt, Heilige und Weltbegegnungen in leuchtende Szenen übersetzt, soll der Weg führen.
Termine: Mi, 09.09.2026, 10:00 - 17:15 Uhr
Ort: Schloss, S1
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Dr. Matthias Vollmer
Alberto Giacometti - Zweifel als Methode
Online-Vorlesung über "Zoom"
Für Giacometti rückte ab 1945 die menschliche Figur als Thema zunehmend in den Vordergrund, es entstehen fragile, fast körperlose Bronzefiguren, deren Zerbrechlichkeit noch verstärkt wird durch einen relativ massiven Sockel, auf dem die Figuren gestellt sind. Das Verhältnis zwischen Figur und Raum wird zum Hauptthema: Schreitend oder stehend vermitteln die Figuren eine reduzierte Vereinzelung. Eine existentielle Ausgesetztheit und Angst scheint in dieser eindringlich-subjektiven und auch verstörenden Darstellungsweise auf. Im Kurs soll Giacomettis Weg zu diesen Figuren nachvollzogen werden und auf ihre Beziehung zum Existenzialismus befragt werden.
Termine: Di und Fr, 15. und 18.09.2026, jeweils 10:00 - 13:00 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr
Dr. Matthias Vollmer
Dante und Botticelli - Höllisch kompliziert und paradiesisch schön
Vorlesung
Im ausgehenden 15. Jahrhundert illustrierte Sandro Botticelli eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur. Zu Dante Alighieris zweihundert Jahre zuvor entstandener Göttlichen Komödie schuf der Künstler einen Bilderzyklus von bis dahin kaum gesehener Komplexität und Erzählfreude. Die wichtigsten der 92 erhaltenen Blätter sollen in diesem Kurs zusammen mit dem Text gesehen und gelesen werden. Es soll gezeigt werden, dass Botticelli es meisterhaft verstand, den dichten und komplexen spätmittelalterlichen Text nicht nur zu illustrieren, sondern mit den Augen des Renaissance-Malers zu kommentieren und kongenial in eine eigene Bildhaftigkeit zu übertragen.
Termine: Mo 21.09.2026, 14.00-17.15 Uhr und Di 22.09.2026, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
Ort: Schloss, S1
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrDr. Matthias Vollmer
Abstrakter Expressionismus und Informel - Wie malt man das Unfassbare?
Vorlesung
Der Kurs führt in zwei wichtige Kunstbewegungen der Nachkriegsmoderne ein: den Abstrakten Expressionismus in den USA (Pollock, Rothko, de Kooning) mit den großen Formaten, den unmittelbaren Gesten und der Visualisierung subjektiver Erfahrung sowie das europäische Informel (Wols, Hartung, Soulages, Fautrier) mit der spontanen Setzung, den Materialexperimenten, Kratzungen, pastosen Schichten und dem „Tachismus“ (Fleckmalerei). Zentral sind Authentizität, Freiheit der Form und der Akt des Malens als existenzielles Ereignis. Oft schwingt eine gleichsam existenzialistische Grundhaltung an: Verletzlichkeit, Fragment, das Vorläufige.
Termin: Mi, 23.09.2026, 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
Ort: Schloss, S 2
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrMusikgeschichte
Szameitat, Beatrice
Musik der Spätromantik
Online-Vorlesung
Die zweite Hälfte des 19. Jh. ist eine fulminante Epoche der Musik. Musikalisches Erleben ist eine bürgerliche Kunstform geworden und nimmt im Veranstaltungsprogramm der Städte breiten Raum ein. Die Oper wird beherrscht von den beiden Antipoden Giuseppe Verdi und Richard Wagner. Große Konzerthäuser entstehen. In ihnen werden wichtige Symphonien uraufgeführt. In Wien kämpfen Johannes Brahms und Anton Bruckner um Aufmerksamkeit. Gleichzeitig erklingen andere Töne aus Russland - Peter I. Tschaikowski, Modest Mussorgsky und Nikolai Rimsky-Korsakoff liefern prachtvolle Klangepen. Zur Jahrhundertwende kündigt sich mit Gustav Mahler und Richard Strauss bereits die Moderne in der Musik an.Termine: Mi, 9.6., 16.6. und 23.06.2026, jeweils 9.30-14 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrEthnologie
Dr. Ursula Bertels
Dialog der Kulturen Teil I - ein Training zur Vermittlung von interkultureller Kompetenz
Tagesseminar
Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden.
Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?
Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der interkulturellen Begegnung zu erfassen.Termin: Fr. 31.07.2026, 9.00-16.00 Uhr
Ort: Bispinghof 2, BB 103
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Arabistik und Islamwissenschaft
Dr. Monika Springberg
Führungen durch die Sammlung des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft
Führungen
Das Institut für Arabistik und Islamwissenschaft verfügt über eine kleine Sammlung historischer Handschriften, Grabsteine und Metallobjekte von musealem Rang – die Objekte repräsentieren einen großen Teil der islamisch geprägten Welt vom Maghreb bis nach Indien. Darunter sind einige vollständige, sehr schön gestaltete Korancodices, aber auch einzelne Koranblätter – die ältesten entstanden vermutlich im 9. oder 10. Jahrhundert.
Bei dieser Vorstellung der Sammlung wird es zunächst kurz darum gehen, auf welchen Wegen die Objekte ins Münsteraner Institut gelangt sind. Anschließend werden wir uns einige ausgewählte Exponate genauer anschauen und dabei folgende Fragen thematisieren: Wie kann man arabische und persische Manuskripte und Inschriften anhand ihrer Materialien, Schriftarten und Dekorelemente datieren und einem bestimmten geographischen Raum zuordnen? Von wem und wie wurden sie angefertigt? Und wer benutzte sie zu welchem Zweck?
Bitte beachten Sie, dass Sie nur an einer Gruppe teilnehmen können. Sämtliche Nachrückerplätze verfallen, sobald Sie einen Teilnehmerplatz erhalten haben.Ort:
Foyer des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft, Schlaunstraße 2, 2. Etage. Die Sammlungsräume liegen im Gebäudeteil Rosenstr.9 in der 3. Etage und sind über den Aufzug in der Rosenstr. 9 barrierefrei zugänglich. Wer Hilfe beim Zugang benötigt, möge sich bitte im Sekretariat des Instituts yasar@uni-Muenster.de / Tel. 83 24571 melden.
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr. Alle Gruppen sind teilnehmerbegrenzt.Termine:
Gruppe 1: Do, 16.04., 15.30 - 17 UhrGermanistik/Literaturwissenschaft
Wolfgang Türk
Literatur im Film: Joseph Roth, Die Kapuzinergruf
Blockseminar
„Ich habe die Tugenden und Vorzüge dieses Vaterlandes geliebt, und ich liebe heute, da es verstorben und verloren ist, auch noch seine Fehler und Schwächen.“ – Joseph Roth schrieb „Die Kapuzinergruft“ 1938 als Fortsetzung des sechs Jahre zuvor erschienenen Romans „Radetzkymarsch“. Hatte der Autor zunächst am Beispiel der Familie Trotta über vier Generationen hinweg die Epoche des Kaisers Franz Joseph bis zu seinem Tod 1916 nachgezeichnet, so folgte er nun deren Spuren in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg und der Republik bis zum sogenannten „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland 1938. Immer wieder klingt leitmotivisch die Trauer um eine dahingegangene Lebensordnung an, die an Tradition und das feste Gefüge einer monarchischen Staatsform gebunden war. Zweifelhafte Geschäfte und erotische Abweichungen von der gesellschaftlichen Norm indizieren dabei eine zerrüttete, in Auflösung begriffene Welt, deren Niedergang der Adel und die Anhänger der k.u.k. Monarchie mit Trauer, Verzweiflung und einer schwermütigen Resignation begegnen. Die Kapuzinergruft, Grabstätte der österreichischen Kaiser, wird zum bedeutungsschweren Symbol der untergegangenen Donaumonarchie. Das Seminar widmet sich der Interpretation des Romans und seiner Verfilmung aus dem Jahr 1971. Textausgabe: Roth, Joseph: Die Kapuzinergruft. München: dtv 2003.Ort: werden noch bekannt gegeben
Termine:
Dienstag, 28.04.2026, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
Freitag, 08.05.2026, 16.00-22.00 Uhr
Samstag, 09.05.2026, 10.00-18.00 Uhr
Freitag, 12.06.2026, 16.00-22.00 Uhr
Samstag, 13.06.2026, 10.00-18.00 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)
Wolfgang Türk
Eleonora Duse - Schauspielerin, Legende, Mythos
Blockseminar
„Die Duse wäre eine naturalistische Schauspielerin, denn ihre Individualität nimmt jede Form an; aber die Individualität, als Form unterdrückt, kehrt als Geist wieder, und so spielt die Duse nicht bloß die realistische Wirklichkeit, sondern sie spielt auch die Philosophie ihrer Rolle.“ (Hugo von Hofmannsthal) Neben Sarah Bernhardt zählte Eleonora Duse (1858–1924) zu den großen Schauspielerinnen der Jahrhundertwende: Lange vor Greta Garbo bereits als „die Göttliche“ verehrt, galt die Duse als Vorläufer des modernen „Method Acting“, der – im Rückgriff auf persönliche Erinnerungen und Emotionen – psychologisierenden Identifikation mit der angenommenen Rolle. Ihre internationale Karriere, die sie an die großen Bühnen Europas und der USA führte, begleiteten und illustrierten Maler wie Franz von Lenbach und John Singer Sargent; Dichter wie George Bernhard Shaw, Rainer Maria Rilke und Hugo von Hofmannsthal rangen mit der Ausdruckskraft der Worte, um die Einzigartigkeit ihrer Schauspielkunst in Sprache zu fassen. Das Seminar zeichnet anhand ausgewählter Texte und Kritiken das Künstlerleben der Duse nach und widmet sich einer einlässlichen Interpretation des skandalträchtigen Romans „Das Feuer“ (1900) von Gabriele D’Annunzio, in dem der italienische Schriftsteller, Dandy und Vertreter des Symbolismus seiner fünfjährigen Liebesbeziehung mit der großen Schauspielerin ein zweifelhaftes Denkmal setzte. Textausgabe: D’Annunzio, Gabriele: Das Feuer. Köln: Hofenberg 2016.Ort: wird noch bekannt gegeben
Termine:
Dienstag, 30.06.2026, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
Freitag, 03.07.2026, 16.00-22.00 Uhr
Samstag, 04.07.2026, 10.00-18.00 Uhr
Freitag, 17.07.2026, 16.00-22.00 Uhr
Samstag, 18.07.2026, 10.00-18.00 Uhr
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Romanistik
Prof. Dr. Christoph Miething
Französische Gegenwartsliteratur
Lektürekurs auf Französisch
Im Sommersemester 2026 werden wir den Roman Finistère von Anne Berest lesen. Die Autorin, die Regisseurin, Schauspielerin und Schriftstellerin ist, veröffentlichte 2021 La carte postale, in der sie die Geschichte ihrer mütterlichen Familie rekonstruiert. Sie bezeichnete dieses Werk, wie auch Finistère, das Mitte 2025 erschienen ist, als “Roman”. Bei der Mutter handelt es sich um eine jüdische Familie, die polnisch-russischen Ursprungs ist. Finistère ist der Name eines Départements in der Bretagne. Sie hat ihn als Titel ihres neuesten Werks gewählt, da ihr Vater und seine Vorfahren von dort stammen. Sie geht in ihrer Darstellung vom Urgroßvater aus, der sich politisch für die Bauern der Region engagierte. Sein Sohn, ihr Großvater väterlicherseits, wird Gymnasiallehrer für Griechisch und Bürgermeister von Brest. Ihr Vater war Mathematiker. Sein Tod ist das auslösende Moment für die Aufzeichnung der Erinnerungen. Die Figuren werden in ihrem kulturellen, sozialen und politischen Kontext dargestellt. Im Mittelpunkt steht die Beziehung der Tochter zu ihrem geliebten, aber immer auch rätselhaft bleibenden Vater. Der Roman ist in vier Bücher eingeteilt, die ihrerseits kurze, durchnumerierte Kapitel enthalten. Da möglicherweise nicht alle 425 Seiten des Buchs im Sommersemester gelesen werden können, wird zu erwägen sein, ob die gemeinsame Lektüre über das Semester hinaus fortgesetzt wird. Anne Berest: Finistère. Paris: Albin Michel. 2025. 425 S.
Zeit: Mi 12-14 Uhr
Ort: Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, F153
Beginn: 15.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)Anmeldepflichtige studentische Arbeitskreise
Sozialwissenschaftlicher Diskurs: Unsere Welt neu denken.
Dies ist der Titel eines Buches von Maja Göpel, erschienen im Ullstein Verlag, München 2020.
Im Klappentext heisst es:„Unsere Welt steht an einem Kipp-Punkt, und wir spüren es. Einerseits geht es uns so gut wie nie, andererseits zeigen sich Verwerfungen, Zerstörung und Krise, wohin wir sehen. Ob Umwelt oder Gesellschaft – scheinbar gleichzeitig sind unsere Systeme unter Stress geraten. Wir ahnen: So wie es ist, wird und kann es nicht bleiben. Wie finden wir zu einer Lebensweise, die das Wohlergehen des Planeten mit dem der Menschheit versöhnt? Wo liegt der Weg zwischen Verbotsregime und Schuldfragen auf der einen und Wachstumswahn und Technikversprechen auf der anderen Seite? Diese Zukunft neu und ganz anders in den Blick zu nehmen – darin besteht die Einladung, die die Autorin ausspricht.“ Die genaue Vorplanung für 14 Veranstaltungen im Semesters ist in der vorlesungsfreien Zeit im Februar und März. Interessenten können sich an Herrn Udo Herrmann wenden: ua.herrmann@t-online.de.Zeit: Di 10-12 Uhr
Ort: Leonardo Campus 1, LEO 1.8
Beginn: 14.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!)Arbeitskreis Lyrik: Wörterleuchten
So lautet der Titel einen Buches von Peter von Matt: „Wörterleuchten- Kleine Deutung deutscher Gedichte, Hanser-Verlag. Hierzu schreibt der Verlag: "Mit Lust und Liebe, mit List und Tücke bringt Peter von Matt Gedichte und Leser zusammen. Einer der intelligentesten und witzigsten Interpreten der kleinen Form erschließt uns in diesem Buch sechzig lyrische Fundstücke oder Klassiker. Elegant nähert er sich der Lyrik, und jedes Mal lockt er den Leser auf eine Fährte für eigene Gedanken: zu den Schönheiten der Natur, zu Politik und Gesellschaft, zu Vergänglichkeit und Tod, zur Liebe in ihren tausend Formen. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart reicht die Liste der vorgestellten Gedichte: ein Konzentrat deutscher Dichtung, voller Wertschätzung für Berühmtes und mit offenen Augen für Entdeckungen auf den Seitenwegen.“ Die Besprechung der sechzig Gedichte, die wir im vorvergangenen Semester begonnen haben, wollen wir in diesem Semester fortsetzen. Neue Personen sind herzlich willkommen.Zeit: Mi 10-12 Uhr
Ort: Orléanring 12, SRZ 104
Beginn: 15.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 UhrPhilosophischer Diskurs: Denken
Wir besprechen gemeinsam das Buch „Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens“ von Michael Tomasello, Suhrkamp-Verlag, erschienen 14.10.2020. Der Verlag schreibt:“Spätestens seit Darwin steht die Frage im Raum, was den Menschen von anderen Tieren unterscheidet. Michael Tomasello präsentiert eine faszinierende Antwort: Es ist das auf Kooperation ausgerichtete soziale Verhalten, das den Sonderweg des Menschen in der Evolution ebnete. In seinem Buch zeichnet er nach, wie veränderte Umweltbedingungen die frühen Menschen zwangen, die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, ihr Verhalten stärker aufeinander abzustimmen und ihr Denken und Handeln im Lichte der normativen Standards der Gruppe zu prüfen. Wie aus kollaborativer Interaktion und Kommunikation völlig neue und einzigartige Formen des Denkens und dann auch Sprache und Kultur entstanden, zeigt dieses Buch.“Zeit: Do 14-16 Uhr
Ort: Domplatz 6, Raum 303
Beginn: 16.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!)
Arbeitskreis Literatur: Jede Familie hat eine Geschichte
Unsere Literaturauswahl für das Sommersemester stellen wir unter das Motto „Jede Familie hat eine Geschichte“.
21.04.2026:
Dmitrij Kapitelman, Russische Spezialitäten (Gebundenes Buch: 23,00 €)
05.05.2026:
Bodo Kirchhoff, Seit er sein Leben mit einem Tier teilt (Taschenbuch: 14,00 €)
19.05.2026:
Milena Michiko Flasar, Oben Erde, unten Himmel (Taschenbuch: 15,00 €)
02.06.2026: Sara Mesa,
Die Familie (Gebundenes Buch: 24,00 €)
16.06.2026:
Gebrand Bakker, Tage im Juni (Taschenbuch: 9,99 €)
07.07.2026:
Rückschau auf das Thema und die ausgewählten Buchtitel (Highlight Lecture)Zeit: Di 14-16 Uhr
Ort: Orléansring 12 - SRZ5
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnahmerbegrenzt)Anmeldepflichtige Veranstaltungen der Fachbereiche
Prof. Dr. Armin Scholl
Pionierjournalismus
Seminar
Möglicherweise ist Web 2.0 nicht nur in Konkurrenz zum professionellen Journalismus getreten, sondern hat der Entwicklung des Journalismus auch einen Innovationsschub gegeben. Ausgehend von der Krise des (bestehenden) Journalismus wollen wir uns im Seminar mit neuen journalistischen Konzeptionen und Formaten beschäftigen, die in ihrem Anfang zu den Pionieren zählen, sich aber vielleicht etablieren und zum Mainstream werden.Zeit: Mi 14-16 Uhr
Ort: Orléansring 12, SRZ 18
Beginn: 15.04.2026Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)
Prof.'in Dr. Ulrike Krause
Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung
Was bedeutet Krieg, Konflikt und Frieden? Wie können gewaltsame Konflikte bearbeitet und Frieden gefördert werden? Welche Rollen spielen Geschlechterverhältnisse? Entlang dieser und weiterer Fragen bietet das Standardseminar eine grundlegende Einführung in Theorien, Konzepte und Fragestellungen der Friedens- und Konfliktforschung. Wir beschäftigen uns zunächst mit zentralen Begriffen wie Frieden, Konflikt, Gewalt und Sicherheit und wenden uns anschließend konkreten Anwendungsfeldern wie Transitional Justice, Friedensförderung, -schaffung und -erhaltung zu. Darauf aufbauend vertiefen wir Diskussionen, indem wir aktuelle Phänomene wie Klimakonflikte, konfliktbedingte Flucht und Cybersicherheit behandeln. Im Seminar gehen wir über eurozentrische und androzentrische Schwerpunktsetzungen hinaus und nehmen postkoloniale wie auch vergeschlechtlichte Perspektiven in den Blick.
Triggerwarnung:
Im Standardseminar konzentrieren wir uns auf sensible Themen wie sexualisierter Kriegsgewalt und Menschenrechtsverletzungen. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen kann für Seminarteilnehmende belastend, herausfordernd oder triggernd sein. Bitte zögern Sie nicht, bei Bedarf das Gespräch mit der Dozentin zu suchen.
Zeit: Mi, 12- 14 Uhr
Ort: Scharnhorststr. 100, SCH 100.124
Beginn: 15.04.2026
Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!)Datenschutzerklärung zur Anmeldung von speziellen Veranstaltungen im Rahmen des "Studium im Alter"
Neben der allgemeinen Datenschutzerklärung der Universität Münster gelten für die Datenverarbeitung bei der Anmeldung zu Veranstaltungen im Rahmen des „Studium im Alter“ folgende Besonderheiten:
Umfang der Datenverarbeitung
Bei der Anmeldung werden folgende personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet:
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Die Verarbeitung der oben genannten personenbezogenen Daten dient zur Organisation der Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl. Diese Daten werden an die für die jeweilige Veranstaltung Verantwortlichen weitergegeben.
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Da die Datenverarbeitung auf Ihrer Einwilligung beruht, ist Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DSGVO.
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Ihre personenbezogenen Daten werden von uns nur solange gespeichert, wie wir sie für die Verwaltung Ihrer Teilnahme an den Veranstaltungen benötigen, in der Regel ein Semester. Ihre Daten werden auch dann gelöscht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur weiteren Datenverarbeitung gegenüber der Kontaktstelle „Studium im Alter“ widerrufen.