Vorlesungen u. Seminare nur für ältere Studierende

© Nike Gais

Dringende Empfehlung: Nutzen Sie Ihre Uni-E-Mailadresse zur Anmeldung

Bei der Anmeldung können Sie jede E-Mailadresse angeben. Wir empfehlen jedoch dringend, Ihre Uni-E-Mail-Adresse zu nutzen, da in den vergangenen Semestern E-Mails an verschiedene Nicht-Uni-Adressen als unzustellbar zurückgeschickt wurden. Die betroffenen Personen haben so keine Anmeldebestätigung oder Nachricht, dass sie auf einen frei gewordenen Platz nachgerückt sind, erhalten.  Hilfen zur Nutzung Ihrer Uni-E-Mailadresse finden Sie hier.

  • Wie funktioniert das Anmeldeverfahren ?

    Für die Zusatzveranstaltungen für ältere Studierende ist neben der Anmeldung als Gasthörer:in eine zusätzliche Anmeldung erforderlich. Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Verarbeitung Ihrer Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.

    Die Anmeldefrist zu den speziellen Veranstaltungen im Wintersemester 2026/27 beginnt am 18. September, 9 Uhr. Sie erfolgt elektronisch. Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind nicht möglich.

    Zur Anmeldung gehen Sie bitte folgendermaßen vor:

    1. Suchen Sie auf diesen Seiten die Veranstaltung, die Sie besuchen möchten.
    2. Klicken Sie auf den Anmeldebutton unter dem Kommentar zur gewünschten Veranstaltung.
    3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein (Name, Vorname, Matrikelnummer und E-Mail-Adresse) und schicken Sie die Anmeldung ab. Bitte achten Sie auf ein korrekte Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse. Bei einer fehlerhaften Eingabe kann Ihnen keine Bestätigung der Anmeldung (siehe 5.) zugeschickt werden.
    4. Das System meldet, ob Sie einen Platz in der Veranstaltung oder auf der Nachrückerliste bekommen haben.
    5. Sie erhalten zusätzlich eine E-Mail mit einem Link, mit dem Sie Ihre Anmeldung bestätigen müssen. Sollten Sie diese Mail nicht bekommen, melden Sie sich bitte unbedingt in der Kontakstelle Studium im Alter.
    6. Verbindlich ist die Anmeldung erst nach fristgerechter Zahlung der Gasthörergebühr. Sollte die Gasthörergebühr nicht rechtzeitig bei der Universität eingehen, werden Sie automatisch aus der Teilnehmerliste gelöscht.
    7. Wenn Sie auf der Nachrückerliste stehen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald ein Platz als Teilnehmer:in für Sie frei wird. Bitte rufen Sie daher regelmäßig Ihre E-Mails ab. Ohne Anmeldebestätigung (siehe 5.) werden Sie im Nachrückverfahren nicht berücksichtigt.
    8. Für die Anmeldung nutzen Sie am besten Ihre E-Mail-Adresse, die die Universität Ihnen zur Verfügung gestellt hat (Ihre Nutzerkennung@uni-muenster.de). Sie dürfen auch eine andere E-Mail-Adresse angeben, müssen allerdings beachten, dass jede E-Mail-Adresse nur einmal pro Veranstaltung genutzt werden kann, d.h. Sie können nicht mehrere Personen mit derselben E-Mail-Adresse anmelden.

      Test des elektronischen Anmeldesystems
      Personen, die das elektronische Anmeldesystem vor der eigentlichen Anmeldung kennenlernen möchten, können das Anmeldesystem mit dem Testdurchlauf ausprobieren (s.u.). Dies funktioniert ab sofort.

     

  • Regeln beim Besuch der Veranstaltungen  für ältere Studierende

    1. Sollten Sie beim ersten Termin einer teilnehmerbeschränkten Veranstaltung verhindert sein, ist eine Abmeldung bei der Kontaktstelle zwingend erforderlich, sonst wird Ihr Platz umgehend und ohne weitere Benachrichtigung an die nächste Person auf der Warteliste weitergegeben.
    2. Im Interesse der Gasthörer:innen, die nur einen Platz auf der Nachrückerliste bekommen haben, melden Sie sich bitte rechtzeitig ab, wenn Sie eine gebuchte Veranstaltung wider Erwarten nicht besuchen können.
    3. Sollten Sie nur einen Platz auf der Nachrückerliste erhalten haben, erscheinen Sie bitte nicht beim ersten Veranstaltungstermin in der Hoffnung unmittelbar nachrücken zu können. Das erschwert es den Lehrenden und der Kontaktstelle Studium im Alter, das Nachrückverfahren gerecht und transparent durchführen zu können.
  • Testdurchlauf: Hier können Sie das elektronische Anmeldesystem ausprobieren

    Hier können Sie das Anmeldesystem vor dem Anmeldetermin für die Veranstaltungen ausprobieren. Klicken Sie dazu auf den folgenden Button. Das System führt Sie danach durch das Programm. Vergessen Sie nicht, Ihre Anmeldung mit dem Link, der Ihnen in einer E-Mail geschickt wird, zu bestätigen.
    Bei Problemen wenden Sie sich gerne an die Kontaktstelle Studium im Alter (0251-8324004).

    Anmeldung: Ab sofort

     

  • Veranstaltungen aus dem Sommersemester 2026 in den Semesterferien

    Philosophie:

    Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
    "Weltbürgerlichkeit, Toleranz und 'Piratinnen-Philosophie' als minimalethische Konzepte für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt?"
    Tagesseminar
    Derzeit wird dringend nach Konzepten gesucht, die ein gesellschaftliches Einvernehmen und Zusammenhalt untereinander stärken können. Könnten Weltbürgerlichkeit und Toleranz aus philosophischer Sicht Angebote dafür sein? Sind sie befähigt, uns gute Weisen, wie mit unseren diversen Herausforderungen und Chancen in modernen pluralen, säkularen Gesellschaften umgegangen werden könnte, nahe zu legen? Diesen und weiteren Fragen möchte die Veranstaltung in gemeinsamen Lektüren und Diskussionen kritisch prüfend und reflektierend nachgehen; was es dabei mit der ‚Piratinnen-Philosophie‘ auf sich hat, bleibt einstweilen noch Überraschung. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzudenken und zu diskutieren! Ausführliche Literaturliste im HIS LSF. Die Textstellen werden Gegenstand des Seminars sein und als Scan oder Kopie in Auszügen für die Veranstaltung bereitgestellt.

    Termin: Freitag, 11.09.2026, 10.00-16.00 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 107
    Anmeldung:  Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerberenzt)

     

    Kunstgeschichte:

    Dr. Barbara Hofmann
    Avantgarden in der Kunst. Themen und Tendenzen zwischen 1910 und 1945
    Online-Seminar
    Wohl kaum eine Epoche erfreut sich beim Kunstpublikum so großer Beliebtheit wie die Klassische Moderne. Doch das, was uns heute anspricht, vermochte zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur Wenige zu begeistern. Zu ungewohnt und neuartig waren die Ausdrucksformen, die das Kunstschaffen dieser Zeit prägten. Was aber macht die Innovation dieser Werke tatsächlich aus, und was motivierte die Künstler*innen dazu, gegen den Strom zu schwimmen? Das sind nur einige der zentralen Fragen, auf die es im Rahmen des Seminars eine Antwort zu finden gilt. Dazu werden die im Einzelnen doch recht unterschiedlichen Tendenzen vorgestellt und die historischen und geistesgeschichtlichen Faktoren beleuchtet, die dem Aufkommen avantgardistischer Ideen in der Kunst Vorschub leisteten.

    Zeit:  Mi und Fr. 10-13 Uhr
    Termine: 12.08., 14.08., 19.08., 21.08., 26.08., 28.08., 02.09., 04.09.2026
    Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Szameitat, Beatrice
    Die Museumslandschaft in Berlin
    Vorlesung mit Livestream
    Es gibt rund 170 Museen in Berlin! Zu fast allen Themen findet man Museen: Geschichte, Politik, Kunst aus allen Epochen und Regionen der Welt, Postwesen, jüdische Geschichte, Technik, Fotografie, Naturgeschichte und vieles mehr. Zusätzlich gibt es Privatsammlungen jedweden Interesses. Wie sind diese Sammlungen Zustande gekommen, welche Schwerpunkte setzen die einzelnen Häuser, wie lässt sich die Architektur der Museen charakterisieren, welche Hauptwerke sind ausgestellt? Die wichtigsten und spannendsten Museen in Berlin werden in dieser Vorlesung porträtiert. Das sind einige der 21 Häuser der Staatlichen Museen, aber auch städtische Sammlungen wie das Märkische Museum und die Berlinische Galerie. Auch kleine Initiativen wie das Museum der Dinge oder das Gründerzeitmuseum sollen nicht zu kurz kommen. Der Fokus liegt hierbei auf Sammlungen von Kunst und Kulturgeschichte.

    Termin:  Mo, Di  31.08-01.09.2026, 10.00-14.30  Uhr
    Ort: Schlossplatz 46, H3
    Anmeldung:  Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr


    Szameitat, Beatrice
    Die Geschichte von Kleidung und Mode vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert
    Volesung mit Livestream aus dem Hörsaal
    Täglich von Neuem überlegen wir vor dem Kleiderschrank, was wir heute anziehen. Unsere Entscheidung hängt davon ab, wem wir begegnen werden, was wir darstellen möchten und in welche soziale Gruppe wir uns einordnen. Das war früher nicht anders. Im 15. Jahrhundert wählte man zwischen Schecke und Giornea, im Deutschland des 16. Jahrhunderts galt es zu klären, ob die Schaube zu den Kuhmaulschuhen passt, im Barock war die Anzahl der Schleifen an einer Rheingrafenhosen ausschlaggebend. Im Zeitalter des Rokokos musste die Lyoner Luxusseide zu den Rüschen am Ausschnitt passen und im 19. Jahrhundert fragte man sich, wie eng das Korsett geschnürt werden sollte, um die Krinolinen-Silhouette perfekt aussehen zu lassen. Diese und viele weitere Details aus der Geschichte von Kleidung und Mode werden mit dieser Vorlesung in kompaktem Überblick dargestellt.

    Termine: Mi - Fr, 02.-04.09.2026, Mi-Fr: 10.00 -14.30 Uhr
    Ort: Schlossplatz 46, H3
    Anmeldung:   Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr

     

    Szameitat, Beatrice
    Peggy Guggenheim - Porträt einer Sammlerin
    Online-Vorlesung 
    Peggy Guggenheim (1898–1979) – Sammlerin, Mäzenin, Rebellin: Die Vorlesung widmet sich einer der schillerndsten Figuren der Kunst des 20. Jahrhunderts. 21-jährig erbte sie einen Teil des New Yorker Guggenheim-Vermögens und nutzte fortan ihren Reichtum, um moderne Kunst zu fördern und zu prägen. Zwischen Paris, London, New York und Venedig entdeckte und unterstützte sie Künstler wie Jackson Pollock, Max Ernst, mit dem sie zeitweise verheiratet war, Marcel Duchamp, Constantin Brâncusi und Wassily Kandinsky. Ihre legendäre Sammlung moderner Kunst, heute im Palazzo Venier dei Leoni in Venedig beheimatet, zeugt von visionärem Mut und unkonventionellem Geschmack. Die Vorlesung beleuchtet Guggenheims Leben zwischen Exzentrik, Leidenschaft und künstlerischer Weitsicht und fragt, wie sich eine Frau in einer von Männern dominierten Kunstwelt behauptete.

    Termin:  Mi, 23.09.2026, 09.30 - 14.00  Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Klimt, Schiele und Kokoschka - oder die Anstößigkeit des Emotionalen
    Vorlesung
    Kunst und Wissenschaft, Sinnlichkeit, Traum und die Suche nach künstlerischer Wahrheit: Wie keine andere Stadt in Europa ist Wien um 1900 Zentrum intellektueller Experimentierfreudigkeit. Die vielschichtigen Portraits Gustav Klimts, die verstörende, vibrierende Unmittelbarkeit Egon Schieles und die aufwühlenden expressiven Arbeiten Oskar Kokoschkas bestimmen in dieser Zeit das künstlerische Leben in der Donaustadt. Alle drei Künstler entwickeln ein so noch nicht gesehenes Frauen- und Menschenbild, dass nicht vordringlich durch Mythologie oder die Einbindung in ein Genre gerechtfertigt wird, sondern durchaus auch im Kontext der Freud´schen Theorien zu sehen ist.

    Termine: Mo, 7.9.2026, 14:00 - 17:00 Uhr und Di, 8.9.2026., 10:00 - 17:15 Uhr
    Ort: Schloss, S1
    Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr


    Dr. Matthias Vollmer
    Die Welt Venedigs - Giovanni und Gentile Bellini und Vittore Carpaccio
    Vorlesung
    Venedig um 1500 – eine Lagunenstadt und ihre Märkte, verschlungene Diplomatie und tiefe Devotion. Die Veranstaltung führt in das Werk der Brüder Giovanni und Gentile Bellini sowie ihres jüngeren Zeitgenossen Vittore Carpaccio ein und zeigt, wie sie das Bild der Serenissima prägten. Von Gentiles monumentalen Prozessions- und Wunderbildern für die Scuole, seiner Rolle als offizieller Maler der Republik und die berühmten Reise an den Hof Mehmeds II. über Giovanni als Erneuerer der Andachtsbilder und Porträtkunst, der Licht, Farbe und sakrale Intimität zu einer venezianischen Antwort auf die Florentiner Zeichnungskultur formte, schließlich zu Vittore Carpaccios Erzählzyklen – von der heiligen Ursula bis zu den Bildern für San Giorgio degli Schiavoni – mit einer geradezu kinematischen Imaginationskraft, die Stadt, Heilige und Weltbegegnungen in leuchtende Szenen übersetzt, soll der Weg führen.

    Termine:  Mi, 09.09.2026, 10:00 - 17:15 Uhr
    Ort:  Schloss, S1 
    Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr


    Dr. Matthias Vollmer
    Alberto Giacometti - Zweifel als Methode
    Online-Vorlesung über "Zoom"
    Für Giacometti rückte ab 1945 die menschliche Figur als Thema zunehmend in den Vordergrund, es entstehen fragile, fast körperlose Bronzefiguren, deren Zerbrechlichkeit noch verstärkt wird durch einen relativ massiven Sockel, auf dem die Figuren gestellt sind. Das Verhältnis zwischen Figur und Raum wird zum Hauptthema: Schreitend oder stehend vermitteln die Figuren eine reduzierte Vereinzelung. Eine existentielle Ausgesetztheit und Angst scheint in dieser eindringlich-subjektiven und auch verstörenden Darstellungsweise auf. Im Kurs soll Giacomettis Weg zu diesen Figuren nachvollzogen werden und auf ihre Beziehung zum Existenzialismus befragt werden.

    Termine: Di und Fr,  15. und 18.09.2026, jeweils 10:00 - 13:00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr 


    Dr. Matthias Vollmer
    Dante und Botticelli - Höllisch kompliziert und paradiesisch schön
    Vorlesung
    Im ausgehenden 15. Jahrhundert illustrierte Sandro Botticelli eines der bedeutendsten Werke der Weltliteratur. Zu Dante Alighieris zweihundert Jahre zuvor entstandener Göttlichen Komödie schuf der Künstler einen Bilderzyklus von bis dahin kaum gesehener Komplexität und Erzählfreude. Die wichtigsten der 92 erhaltenen Blätter sollen in diesem Kurs zusammen mit dem Text gesehen und gelesen werden. Es soll gezeigt werden, dass Botticelli es meisterhaft verstand, den dichten und komplexen spätmittelalterlichen Text nicht nur zu illustrieren, sondern mit den Augen des Renaissance-Malers zu kommentieren und kongenial in eine eigene Bildhaftigkeit zu übertragen.

    Termine:  Mo 21.09.2026, 14.00-17.15 Uhr und Di 22.09.2026, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort:  Schloss, S1 
    Anmeldung:  Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr  

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Abstrakter Expressionismus und Informel - Wie malt man das Unfassbare?
    Vorlesung
    Der Kurs führt in zwei wichtige Kunstbewegungen der Nachkriegsmoderne ein: den Abstrakten Expressionismus in den USA (Pollock, Rothko, de Kooning) mit den großen Formaten, den unmittelbaren Gesten und der Visualisierung subjektiver Erfahrung sowie das europäische Informel (Wols, Hartung, Soulages, Fautrier) mit der spontanen Setzung, den Materialexperimenten, Kratzungen, pastosen Schichten und dem „Tachismus“ (Fleckmalerei). Zentral sind Authentizität, Freiheit der Form und der Akt des Malens als existenzielles Ereignis. Oft schwingt eine gleichsam existenzialistische Grundhaltung an: Verletzlichkeit, Fragment, das Vorläufige.

    Termin: Mi, 23.09.2026, 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort:  Schloss, S2 NEU: Schloss S1
    Anmeldung:  Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr 

  • Orientierungsseminar: Erfolgreich ins Studium im Alter

    Das Studium im Alter bietet Teilnehmer*innen viele Möglichkeiten. Ein umfassendes Veranstaltungsprogramm, aus dem Studierende frei nach persönlichen Interessen auswählen können. Den Zugang zu digitalen Diensten, die heutzutage im Studienalltag zwar sehr präsent, vielen älteren Studierenden aber nicht geläufig sind. Weil es diese zu Zeiten des eigenen Studiums noch nicht gab, oder weil sie selbst gar kein Regelstudium absolviert haben. Diese Vielfalt macht das Studium im Alter zu einem auch langfristig spannenden, abwechslungsreichen Angebot.

    Mancheine*r wünscht sich jedoch zunächst eine Orientierungshilfe, um gut im Studium im Alter anzukommen. An sie richtet sich diese Veranstaltung. In Ruhe werden wir uns zum einen mit verschiedenen Aspekten eines Studiums im Alter befassen: Wie lernt man im höheren Erwachsenenalter effektiv? Was bieten die Lernplattformen und wie funktioniert deren Anwendung? Wie recherchiere ich online nach Literatur? (…) Die Kursinhalte werden dabei nicht einfach vorgetragen – es gibt Raum zum Fragen, Üben und Ausprobieren. Und zur Reflexion: Über Kompetenzen, die sich die Kursteilnehmenden im Laufe Ihres Lebens angeeignet haben und darüber, wie man sich diese im Studium sinnvoll zu Nutze machen kann, sowie über die Erfahrungen, die die Teilnehmenden im Laufe Ihres ersten Semesters sammeln. Die Veranstaltung bietet Teilnehmer*innen darüber hinaus Gelegenheit, sich mit anderen „neuen“ älteren Studierenden zu vernetzen und auszutauschen.

    Termine: Fr. 16.10..26, 10.00-16.00 Uhr; danach Do 12-14 Uhr  (entfällt am 12.05.; 19.05.; 26.05.; 16.06.26)
    Ort: Fr: Bispinghof 2, BB 104; Di: Orléansring 12 SRZ 17
    Leitung: Katrin Kreilinger
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzt!)

  • Schulungsangebote

    Online-Anmeldung ohne Stress - Studium im Alter

    In diesem Seminar geht es um die Registrierung an der Universität Münster über das Onlineportal. Hierzu erforderlich ist die Einrichtung einer Zwei Faktor Identifizierung mit Hilfe eines Einmalpasswortes (One Time Password, abgekürzt: OTP). Nur durch Registrierung eines OTP - Generators für den Account an der Universität lassen sich wichtige studienrelevante Internetseiten öffnen, einschließlich des Zugriffs auf das IT-Portal und das Intranet. Das Angebot richtet sich primär an Erstsemester, aber auch an Wiedereinsteiger, die zum Zeitpunkt Ihres aktiven Studiums noch ohne OTP auskamen, es jetzt aber nachträglich installieren müssen. Wir unterstützen Sie bei der Einrichtung der Zugänge und helfen bei Installierungsfragen. Was sollten sie unbedingt mitbringen? 

    • Das Anschreiben der Universität mit ihrer Uni-Kennung und ihrem Initialpasswort.   
    • Laptop oder Tablet sowie ihr Smartphone.   
    • Informiert haben sollten sie sich über den Google - Authenticator und diesen möglichst bereits auf ihr Smartphone heruntergeladen haben (optional).  
    • Notieren sie sich bitte zwei Passwörter mit mindestens 12, höchstens 16 Zeichen, dabei eine Mischung von Groß-und Kleinbuchstaben, zwei bis drei Sonderzeichen sowie zwei bis drei Zahlen.Leitung:

    Leitung : Frank-Josef Albers,  Martin Humpohl, Dietmar Meesen, Ulrike von der Burg,  und Gerald von der Gathen

    Termin: Do, 08.10.2026, 10-12 Uhr
    Ort: Orléansring 12 - SRZ 102
    Anmeldung: Ab sofort (Teilnahmebegrenzt!)

     

    Digitale Anwendungen im Studium im Alter nutzen

    Dieses zweite Angebot der Digi-Coaches richtet sich sowohl an Studienanfänger wie auch an fortgeschrittene Studierende. Vermittelt werden Grundlagen für die Arbeit mit digitalen Hilfsmitteln und digitalen Studienangeboten. Unter anderem erlernen Sie den Zugriff auf Onlinevorlesungen, einschließlich E-Lectures, das Arbeiten mit dem Learnweb, das Einrichten eines privaten virtuellen Netzwerkes (VPN) zum externen Zugriff die ULB sowie die Installation eines E-Mail Accounts auf Ihrem persönlichen Smartphone. Was sollten Sie mitbringen:

    • Laptop oder Tablet
    •  Smartphone, möglichst mit bereits installiertem Authenticator

    Leitung: Frank-Josef Albers,  Martin Humpohl, Dietmar Meesen, Ulrike von der Burg und  Gerald von der Gathen

    Zeit: Do, 5.11.2026, 10-12 Uhr
    Ort: Orléansring 12, SRZ 102

    Anmeldung: Ab dem 18.09. 2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzt) 

     

    Markus Marek
    Learnweb-Nutzer-Schulung

    Viele Lehrende stellen Materialien zu ihren Veranstaltungen ins Internet und nutzen dazu die Lernplattform Learnweb. Diese Schulung richtet sich an Personen, die eine Einführung in die Nutzung der Lernplattform Learnweb aus Sicht der Studierendenseite bekommen möchten. In der Schulung werden die grundlegenden Schritte von der Anmeldung und Einschreibung in einen Kurs über das Hochladen von Dateien/Aufgabenbearbeitung bis hin zur Nutzung der Foren und anderer üblicherweise angebotener Aktivitäten vermittelt. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum, Probleme und Schwierigkeiten im Umgang mit der Plattform anzusprechen. Schulungsinhalte: Kurze Einführung in das Thema E-Learning; Praxisbeispiele; Kurssuche und Einschreibung; Eigenes Profil; Material hochladen, Aufgaben bearbeiten; Aktivitäten wie Forum, Datenbank, Abstimmung, Feedback.

    Hinweis: Für die Schulung benötigen Sie Ihre Uni-Kennung und Ihr Passwort. Das Initialpasswort aus dem Anmeldeformular müssen Sie bereits geändert haben.  Die Uni-Kennung wurde Ihnen mit den Zulassungsunterlagen gemailt.

    Zeit: Di, 6.10.2026, 10-12 Uhr
    Ort: Scharnhorststr. 121 SCH 121.501

    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026 (Teilnahmebegrenzt!)

     

    Astrid Pott, Doris Scheer, Willi Grewe
    Wege zur Literatur - Einführung in die ULB
    „Das Einzige, was Sie wirklich kennen müssen, ist der Standort der Bibliothek.” (Albert Einstein) Damit hat Einstein uns den entscheidenden Hinweis auf die Bibliothek gegeben – aber das Wissen um den Standort der Bibliothek allein reicht oft nicht. Wenn wir uns den Wissensschatz der Universitätsbibliothek erschließen wollen, müssen wir uns mit ihrem System bekannt machen: wie ist die ULB organisiert, wie finde ich mein Buch, wo kann ich arbeiten, wen kann ich fragen? Als Studierende im Alter richten wir unser Angebot an andere Studierende im Alter, seien sie neu oder schon länger dabei. Wir möchten Sie mit der ULB Münster bekannt machen, vermitteln, wie und wo Sie Literatur finden, die ULB als Wissens-, Arbeits- und Lernort vorstellen und mit Ihnen gemeinsam die ULB erkunden. Die Kooperation mit der ULB Münster ermöglicht es uns, das Auditorium mit seiner technischen Ausstattung inklusive PCs zu nutzen.

    Zeit: Di, 09 - 13 Uhr
    Treffpunkt: Foyer der ULB, Krummer Timpen 3

    Gruppe 1: 10.11.2026:
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzt) 

    Gruppe 2, 12.01.2027:
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzt)

     

     

  • Studia-Tutor*innengruppe

    Das Studium im Alter von einer anderen Seite kennenzulernen, diese Chance bietet sich Ihnen, wenn Sie als Tutorin oder Tutor ehrenamtlich tätig sind. Sie lernen unterschiedlichste Menschen kennen, sind immer am Puls der Zeit, was das Studium im Alter an der Universität Münster angeht und Sie können Ihre Fähigkeiten und Interessen einbringen. Wenn Sie sich für das Studium im Alter begeistern, ist dieses Seminarangebot genau das Richtige für Sie: Unter der Leitung der Kontaktstelle Studium im Alter identifizieren wir Betätigungsfelder, die älteren Studierenden in ihrem Studium zugutekommen. So erarbeiten wir z.B. Konzepte, nach denen erfahrene Studierende Neueinsteiger*innen Unterstützung anbieten, sei es durch Orientierungsführungen an der Universität, Einführung in digitale Studienangebote, Unterstützung bei der Organisation des Studiums oder einfach zum Erfahrungsaustausch. Auch die Frage, wie das Studium im Alter bekannter werden kann, die Übernahme von Informationsvorträgen oder die Schaffung zusätzlicher Seminarangebote werden gemeinsam besprochen und soweit möglich von den Studierenden umgesetzt. Alle Überlegungen, Konzepte und inhaltlichen Fragestellungen werden gemeinsam in der Gruppe besprochen und in Abstimmung mit der Kontaktstelle Studium im Alter (weiter-)entwickelt. Wer Interesse an dieser spannenden und anspruchsvollen Aufgabe besitzt und verlässlich mitarbeiten möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu dem Tutor*innen-Seminar anzumelden. Nach Ihrer Anmeldung werden Sie von der verantwortlichen Dozentin kontaktiert und erhalten weitere Informationen. Dieses Vorab-Gespräch ist obligatorisch und entscheidet über die endgültige Teilnahme. In diesem Semester können zwei neue Studierende aufgenommen werden.

    Termine und Orte:
    Mi, 14.10.2026, 10-12 Uhr, Bispinghof 2 - BB 105
    Fr, 04.12.2026, 10-15 Uhr,  Bispinghof 2, BB 204; 
    Mi, 03.02.2027,  Schloss, S062

    Leitung:  Karin Gövert, MSc.

    Anmeldung ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (Teilnehmerbegrenzt!):

     

  • expedition.wissenschaft

    „Forschung, Lehre und Transfer findet an der Universität Münster nicht nur in Hörsälen, Bibliotheken oder Laboren statt. Viele Institute verfügen über wissenschaftliche Lehr- und Forschungssammlungen, von zum Teil internationalem Rang.“ Mit diesem Hinweis stellt die Zentrale Kustodie der Universität Münster die zur Universität gehörenden Sammlungen und Ausstellungsräume auf ihrer Website vor. Eine Auswahl hiervon kennenzulernen, darum geht es in dieser Veranstaltung. Lehre und Forschung werden so ganz anders erfahrbar gemacht, als es in üblichen Lehrveranstaltungen der Fall ist. Gemeinsam werden wir Ausstellungen und Einrichtungen der Universität Münster besuchen und dabei fachkundig durch Mitarbeitende informiert und begleitet. Der endgültige Verlaufsplan inkl. der Auswahl der Ausstellungsorte lag bei Drucklegung des Verzeichnisses noch nicht fest, wird aber sobald wie möglich bekannt gegeben. In jedem Fall erwartet Sie ein Streifzug durch unterschiedliche Angebote naturwissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Fakultäten. Bitte beachten Sie folgende Hinweise.

    • Durch die Führungen entsteht ein Unkostenbeitrag, der zum ersten Veranstaltungstermin von der Seminarleitung eingesammelt wird. Alle Teilnehmenden zahlen den gleichen Betrag, unabhängig davon, ob Sie an allen Veranstaltungsterminen teilnehmen. 
    • Für die Teilnehmenden wird ein Learnwebkurs eingerichtet. Alle relevanten Informationen zu den einzelnen Terminen werden über diesen Kurs kommuniziert. Etwa 14 Tage vor dem ersten Termin teilen wir Ihnen den Einschreibschlüssel sowie die Höhe des Kostenbeitrages (max. 20 Euro) mit.
    • Interessierte, die bereits im vergangenen Semester an der Veranstaltungsreihe teilgenommen haben, können leider nicht mehr berücksichtigt werden.


    Leitung: Karin Gövert, MSc.; Dagmar Grefer; Dietmar Meessen
    Zeit: Di, 14-16 Uhr
    Termine: 27.10., 3.11., 10.11.2026; 12.01., 19.01., 26.01., 02.02.2027
    Orte/Treffpunkte: Werden den Teilnehmern jeweils vorher per Mail bekannt gegeben.

    Anmeldung  ab dem 18.09.2026, 9 Uhr

     

  • Öffentliche Online-Ringvorlesung: Der Westen. Eine interdisziplinäre Standortbestimmung

    Zeit: Mo, 16-18 Uhr

    Termine und Themen

    Als Nicht-Gasthörer:in beachten Sie bitte die Information unterhalb des Anmeldebuttons.

    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr   

    Wichtige Informationen für Personen, die keine Gasthörer*innen sind:
    1) Personen, die nicht als Gasthörer:in angemeldet sind, geben im Anmeldeformular unter Matrikelnummer bitte eine beliebige sechsstellige Zahl ein, die mit 9 beginnt. Sollte die Zahl nicht vom System akzeptiert werden, hat bereits eine andere Person diese Zahl gewählt und Sie müssen eine neue wählen.
    2) Die Teilnahmebestätigung, die Sie unmittelbar nach der Anmeldung erhalten, wird vom System automatisch generiert und enthält den Satz, dass die Anmeldung nur nach Zahlung der Teilnehmergebühr gültig ist. Dies gilt für die Ringvorlesung ausdrücklich nicht.

  • Rechtswissenschaft

    Dr. Rainer Kemper
    Seniorenrecht – mit besonderem Fokus auf den aktuellen Änderungen im Sozialversicherungsrecht und im Steuerrecht
    Online-Vorlesung 

    Die Veranstaltung soll einen Überblick über die mit dem Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand verbundenen und die typischerweise im Alter auftretenden Rechtsfragen bieten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Behandelt werden sollen unter anderem:

    I. Der Übergang vom Berufs- ins Rentnerleben

    II. Der Senior als Patient

    III. Der Senior in der häuslichen Pflege

    IV. Der Senior im Heim

    V. Die Finanzierung der Pflege und Heimunterbringung

    VI. Der Senior in der rechtlichen Betreuung

    VII. Kurzübersicht zu Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht Patientenverfügung und Sterbehilfe

    VIII. Vorweggenommene Erbfolge

    IX. Besondere Rechtsprobleme bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften von Senioren

    X. Rechtsfragen rund um die Bestattung

    XI. Die Wirkungen des Todes außerhalb des Erbrechts


    Zeit: Di, 16-18 Uhr
    Beginn: 13.10.2026
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr   

     

  • Medizin

    wissen.gesundheit – Eine medizinisch-akademische Vortragsreihe
    Eine Vielzahl der Studierenden im Alter ist an medizinischen Themen und Fragestellungen sowie neuen Erkenntnissen und Forschungsergebnissen interessiert. Mit dieser Vortragsreihe möchten wir dieses Interesse aufgreifen. Zu jedem Termin erwarten wir jeweils ein*e Dozent*in der Universität Münster und des UKM, die/der uns einen Einblick in das jeweilige klinische Betätigungsfeld gibt sowie aktuelle Erkenntnisse der fachbezogenen Medizinforschung vorstellt. Dank der Unterstützung durch das Dekanat der Medizinischen Fakultät an der Universität Münster und den beteiligten Instituten und Personen wird dieses Angebot möglich. Da die Plätze beschränkt sind, ist eine Anmeldung über die Homepage der Kontaktstelle unbedingt nötig und gilt für alle Veranstaltungen. 

    13.10.2026   
    Polyneuropathie: eine Krankheit, viele Ursachen
    Univ.-Prof. Dr. med. Gerd Meyer zu Hörste,  Klinik für Neurologie 

    20.10.2026   
    Mitochondrien – faszinierende Kraftwerke der Zelle
    Univ.-Prof‘in Dr. rer. nat. Karin Busch, Institut für Integrative Zellbiologie und Physiologie Mitochondrial Dynamics and Bioenergetics   
     
    17.11.2026   
    Aktuelle und zukünftige Therapieansätze in der Parkinson Behandlung
    Priv.-Doz.‘in Dr. med. Inga Claus, Klinik für Neurologie 
       
    24.11.2026   
    Fraktale Muster im Genom: Wie Künstliche Intelligenz Viren analysiert und klassifiziert 
    Dr. rer. nat. Hannah Franziska Löchel, Institut für Medizinische Informatik            

    08.12.2026   
    Auch Nervenzellen können resilient sein: Wie können wir die Widerstandskraft unseres Gehirns stärken?
    Prof. Dr. rer. nat. Albrecht Stroh, Institut für Physiologie I    

    15.12.2026   
    Wissenschaft lernt von der Natur – Evidenzbasierte Phytotherapie
    Prof. Dr. rer. nat. Andreas Hensel,  Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie

    Di 16 – 18 Uhr
    Raum 2.001, Albert-Schweitzer Campus 1, Gebäude D3 (Domagkstraße 3)

    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr.,

     

    Erwin-Josef Speckmann
    Der physiologisch-ärztliche Nachmittag
    In diesem Semester setzt Prof. Speckmann seine medizinische Vorlesung in der kondensierten Form eines physiologisch-ärztlichen Nachmittags fort. Hormone der Nebennierenrinde (Glukocorticoide Cortisol, Androgene) sowie synergistische Hormonsysteme zur Regelung der Glukose-Konzentration im menschlichen Körper. Besondere Berücksichtigung erfahren dabei die Freisetzung und Wirkung der Hormone sowie die Symtomatik ausgelöst durch Über- und Unterproduktion sowie die möglichen Therapien bei den entsprechenden Erkrankungen.
    Als Literatur zur Vor- und Nachbereitung wird empfohlen:
    E.-J. Speckmann, Grenzflächen - Prinzip der Lebendigkeit im Lebenden, Daedalus 2013; E.-J. Speckmann, Grenzflächen II - Von der ersten Umwelt zu weiteren Umwelten, Daedalus 2021

    Termin: Do, 15.10.2026, 14-18 Uhr
    Ort: Schlossplatz 46, H3
    Anmeldung: Ab dem 15.10.2026, 9 Uhr.,

     

    Prof. Dr. Dr. Rolf Dierichs
    Zur funktionellen Anatomie des Menschen, Teil 4
    Vorlesung
    Die Vorlesung umfasst die funktionelle Anatomie des Menschen in vier Teilen und vier Semestern. Nachdem in den ersten drei Semestern der Bewegunsapparat, das Herz-Kreislaufsystem, Atmung, Verdauungsorgane, Drüsen, Harn- und Geschlechtsorgane behandelt wurden, geht es in diesem abschließenden vierten Semester um das Zentrale Nervensystem und Gehirn, die Sinnesorgane und ihre Leitungsbahnen, sowie die Anatomien des Schmerzes, des Gedächtnisses und der Sprache. Ein Besuch der ersten drei Teile der Reihe ist keine Voraussetzung, um dem vierten Teil folgen zu können.

    Zeit: Do, 16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F5
    Beginn: 22.10.2026
    Anmeldung:    Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr

     

    Prof. Dr. Klaus Völker
    Longevity und Sport - Leben Sportler länger oder nur gesünder?
    Vorlesung

    • Sport und Knochengesundheit
    • Sport und Osteoporose
    • Sport bei Rheuma und Arthrose

    Termine: Do, 21. und 29.01.2027, jeweils 14-18 Uhr
    Ort: Schloss, S2
    Anmeldung:  Ab dem 13.03.2026, 9 Uhr

     

  • Erziehungs- und Sozialwissenschaft

    PD Dr. Henning Wasmus, Andreas Terhart, Nikolaus Bley M.A.
    Marx heute (Kritische Einführung in die marxsche Theorie)
    Seminar
    Die Geschichtsträchtigkeit der mit dem Namen Marx verknüpften Weltanschauungen wurde 1989/90 mit dem Zusammenbruch der sog. realsozialistischen Staaten endgültig desavouiert. Da Marx beansprucht, im “Kapital” den wissenschaftlichen Beweis der zuvor entwickelten Geschichtsauffassung geliefert zu haben, ist in einem ersten Schritt zu untersuchen, ob immanente Mängel im Bildungsprozess dieser Kategorien einen solchen Nachweis in Frage stellen. In einem zweiten Schritt soll 
    gefragt werden, ob es stattdessen Veränderungen des Kapitalismus sind, die Marx nicht voraussehen konnte, aber zu einem anderen geschichtlichen Verlauf geführt haben könnten, wie z.B. Umwälzungen der Betriebsweise (Digitalisierung) und/oder der Staatsapparate (Interventions- und Sozialstaat). Und in einem dritten Schritt sollen Hauptströmungen der Kritiken an Marx zur Disposition gestellt werden.
    Die für zwei Semester angedachte Veranstaltung wird sich an den Interessen der Teilnehmer*innen orientieren. Erwartet wird die Bereitschaft, kurze Texte von Veranstaltung zu Veranstaltung vorbereitend zu lesen.

    Zeit: Do, 10-12 Uhr
    Beginn: 15.10.2026
    Ort: Orléansring 12, SRZ 104
    Anmeldung:    Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzung!)  

     

    Nikolaus Bley
    “Wie geht (es) eigentlich (der) Demokratie“ – ein Lektüre- und Diskussionskurs, von Aristoteles bis Zizek
    Seminar
    Das Seminar befasst sich mit (Vergangenheit) Gegenwart und Zukunft unserer - repräsentativen – Demokratie. Die Thematik ist aktuell sehr diskutiert, die Veranstaltung orientiert sich aber – zunächst – mit eher „klassischen“ Texten. Dabei soll es (vorläufig) drei Leitfragen geben: 1. Was ist? (u.a. mit Eva Illouz, Hannah Arendt, Alexis de Toqueville); 2. (Warum) Ist die Demokratie in Gefahr? (u.a. mit Jürgen Habermas, Hans Jonas, Carl Schmitt); 3. Was tun? (u.a. mit Colin Crouch, Max Weber und Theodor Geiger). Es werden ausgewählte, kurze Texte als Hausaufgabe gelesen, im Seminar dann analysiert und diskutiert. Die genannten Autoren und Autorinnen sind hier ein Angebot. Es können während der Veranstaltung Vorschläge gemacht werden, insbesondere dann zu aktuellen Veröffentlichungen (z. B. von Anne Appelbaum oder Levitsky/Ziblatt)

    Zeit: Mo, 10-12 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F 029
    Beginn: 26.10.2026
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (Teilnahmebegrenzung!)  

     


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann, Logotherapeut
    Kommunikation - Miteinander das Leben gestalten
    Vortragsreihe
    Loriot hat es in seinen Sketchen gezeigt, dass Kommunikation zwar das Alltäglichste ist, aber auch das, was oft nicht gut gelingt. Die zerbröselte Kommunikation, das Nicht-Zuhören, das Aneinander-vorbei-Reden und das Nicht-Verstehen stehen dann im Vordergrund. Vieles ist gut gemeint und doch nicht passend umgesetzt. In dieser Vortragsreihe wollen wir uns verschiedenen Themen der Kommunikation annähern: Was ist eigentlich das Ziel der Kommunikation? Was ermutigt und was entmutigt? 
    Würde, Beschämung und Selbstschutz. Sich persönlich angesprochen fühlen. Wie unterscheidet sich meine Erfahrungswelt von der des anderen? Welche Rolle spielt das Sich-Abgrenzen-Können? Was tröstet? Welche Bedeutung hat das Selbstwertgefühl? Warum ist Humor in der zwischenmenschlichen Kommunikation hilfreich? Neben diesen und noch weiteren Themen werden auch praktische Übungen angeboten.

    Zeit: Fr, 13-16 Uhr
    Termine: 23.10., 6.11., 20.11., 4.12.2026; 08.01., 22.01.2027
    Ort:  Scharnhorststr. 100, Aula am Aasee
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr 

     


    Dipl.Soz.-Päd. Manfred Hillmann
    Persönlichkeit im Alltag – Vom denkenden Ich und dem fühlenden Selbst – PSI-Grundkurs
    Online-Einführungseminar 
    Dieses Seminar ist eine Einführung in die Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen (PSI-Theorie) nach Julius Kuhl. Es geht um die Unterscheidung von Ich- und Selbstsystemen, die eine Zuordnung zur linken und rechten Hirnhälfte haben und um das Bewusstmachen von vier Teil-Systemen der Persönlichkeit: Denken - Fühlen - Handeln - Wahrnehmen (von Einzelheiten). Jedes System stellt spezielle Kompetenzen für die Alltags- und Lebensbewältigung zur Verfügung. Angesteuert werden die Systeme durch die Fähigkeit, Gefühle verändern zu können (Selbststeuerung). Dabei geht es um die Beruhigung von negativen Gefühlen, das Herstellen von positiven Gefühlen, das Aushalten von Frustrationen und die Aufrechterhaltung von Gelassenheit. Mithilfe der „PSI-Brille“ können wir die Wirklichkeit sowohl detailliert als auch ganzheitlich erfassen. Wir können objektiver auf uns selbst schauen und auch gerechter und liebevoller mit uns selbst und anderen Menschen umgehen. Systematisch und anschaulich erarbeiten wir uns einen Zugang zu der Persönlichkeitstheorie: 1. Einführung, 2. Vier Systeme der Persönlichkeit, 3. Selbstwachstum, 4. Selbstmotivation, 5. Selbstkompetenzen durch Beziehung lernen, 6-7. Anwendungsbeispiele und Ergänzungen

    Zeit: Mi 10-13 Uhr
    Termine: 21.10., 4.11., 18.11., 2.12.,9.12.2026; 06.01. und 20.01.2027
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)  

     

    Jutta Hollander
    Fokus Alter: Pflege

    Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken und möglicherweise pflegebedürftig zu werden, nimmt im höheren Alter zu. In der Folge führt diese Situation häufig zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen und ihrer An- und Zugehörigen…bis hin zur Isolation. 
    Wie kann damit umgegangen werden? Und welche Hilfen und Angebote erweisen sich tatsächlich als wirksam? Nachdem wir in diesem Seminar grundlegende Themen zum Alter(n), zu möglichen Erkrankungen und ggf. daraus entstandenen Einschränkungen besprochen haben, wenden wir uns den Möglichkeiten zu, die verschiedene Versorgungsformen und Hilfen bieten können. Dazu ist an einem Seminartag eine Exkursion geplant. Lit:  Zeyfang et al.  (2018): Basiswissen Medizin des Alterns und des alten Menschen. Berlin: Springer, 3. Auflage. 

    Zeit: Fr., 9-12.30 Uhr
    Termine: 19.2., 26.2.,5.3., 12.3., 19.3.2027
    Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, F 042
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr 

     


    Sigrid Mathia-Noreikat
    Toleranz am Limit? Vielfalt und Zusammenhalt im Konflikt
    Seminar
    „Alles ist möglich, aber nichts mehr sicher“ – so ließe sich das Lebensgefühl in einer Gesellschaft beschreiben, die so heterogen ist wie nie zuvor. Doch wie viel Andersartigkeit hält unser Miteinander aus? 
    Wir leben in einer Ära, in der Vielfalt als zentraler gesellschaftlcher Wert gilt. Doch die soziale Praxis zeigt: Vielfalt und Toleranz stehen in einem dynamischen Spannungsfeld: Je größer die Pluralität, desto höher der Anspruch an die individuelle Toleranzleistung. Können wir die Vielfalt, die wir uns wünschen, mit der Toleranz, die wir aufbringen, in Einklang bringen? Wenn unterschiedliche Lebensentwürfe, religiöse Überzeugungen und politische Grundwerte kollidieren, wird Toleranz vom abstrakten Ideal zur persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderung. Reicht es heute noch aus, das andere bloß „zu dulden“, oder braucht eine demokratische Ordnung ein solideres Fundament? Gibt es Grenzen von Belastbarkeit und dem, was in einer „offenen Gesellschaft“ toleriert werden muss, bzw. nicht mehr toleriert werden darf?
    In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit dem Spannungsverhältnis zwischen Vielfalt und Gemeinschaft und untersuchen die Bedeutung der Toleranz als Mittler zwischen diesen Polen. Gemeinsam analysieren wir aktuelle Konfliktfelder – von Identitätsdebatten bis hin zu neuen Gerechtigkeitsfragen – und suchen nach Wegen, wie Gemeinschaft trotz (oder gerade wegen) hoher Diversität gelingen kann. Der Austausch in Kleingruppen über zu bearbeitende Texte und das Einbringen eigener Erfahrungen sind wichtige Bausteine des Seminars.

    Zeit: Mi 10-12 Uhr
    Ort:  Bispinghof 2, BB3
    Beginn: 21.10.2026
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr  (teilnehmerbegrenzt)

     

  • Psychologie

    Dipl. Psych. Heike Winke
    Psychologie der Bedürfnisse und Motive im Alter
    Seminar
    Motive und Bedürfnisse bieten Antrieb und Orientierung für eine stimmige Lebensgestaltung (im Alter). Aber es ist nicht leicht zu erkennen, was mich wirklich motiviert, was ich für ein gutes Leben oder auch nur jetzt in diesem Moment wirklich brauche und wie ich dies angemessen verwirkliche.
    Die Seminarteilnehmer*innen lernen (kennen),
    •    welche zentralen psychologischen Bedürfnisse und Motive es (im Alter) gibt, 
    •    was Motive und Bedürfnisse (und Werte) voneinander unterscheidet und wie motiviertes Handeln zustande kommt und
    •    wie die eigenen Bedürfnisse und Motive zu erkennen sind und wie entsprechend gehandelt werden kann.
    Dazu werden Erkenntnisse und (Handlungs-)Ansätze aus der Motivationspsychologie, der Gerontopsychologie und der psychologischen Beratung/Therapie herangezogen - insbesondere die Konzepte von Grawe, von Deci/Ryan und der Gewaltfreien Kommunikation (GFK, z.B. Sheldon). 
    Der Austausch in Kleingruppen und die gemeinsame Reflexion von Theorie und (Lebens-) Praxis sind ein zentraler Bestandteil des Seminars.

    Zeit:    Mo 10-13 Uhr (14täglich)
    Ort (für beide Gruppen): Bispinghof 2, BB 208

    Termine (beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt):

    Gruppe 1: 19.10.26, 2.11.26, 16.11.26, 30.11.26,  14.12.26, 18.1.27
    Anmeldung ab dem 18.09.2026, 9 Uhr

     

    Gruppe 2: 26.10.26, 9.11.26,23.11.26,7.12.26, 11.01.27, 25.01.27
    Anmeldung: ab dem 18.09.2026, 9 Uhr

     

  • Geschichte

    Kontaktstelle Studium im Alter /Wissenschaftsbüro der Stadt Münster
    Historisches zur Kaffeezeit: Skandalgeschichte(n) in Westfalen im 20. Jahrhundert
    Öffentliche Gesprächsreihe

    Bei Kaffee und Kuchen über Geschichte ins Gespräch kommen – darum geht es bei der Veranstaltung Historisches zur Kaffeezeit. Das Thema dieses Mal: Skandale. Über vier Semester hinweg hat eine Gruppe älterer Studierende Skandale untersucht, die sich in ihren Wohn- und Heimatorten in Westfalen im 20. Jahrhundert zugetragen haben:  Vom Bau von Wohnhäusern auf einer ehemaligen Giftmülldeponie über die Skandalisierung der Skulptur-Projekte 77 bis hin zu Konflikten im und um das  Münsteraner Rotlichtmilieu. Mit ihren oft schlüpfrigen, peinlichen oder unglaublichen Details schaffen alle hier vorgestellten Skandale Gesprächsstoff, sie provozieren heftige Emotionen und umfangreiche Berichterstattung in den Medien. Vor allem aber machen sie Konflikte sichtbar und lösen öffentliche Diskussionen aus über Moralvorstellungen, Normen und Ziele in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Sie werfen so einen neuen Blick auf die westfälische Geschichte im 20. Jahrhundert.

    Bei der Veranstaltung Historisches zur Kaffeezeit stellen die Studierenden zunächst in einem kurzen Vortrag zentrale Ergebnisse ihrer Arbeiten vor, über die sie dann mit den Anwesenden ins Gespräch kommen möchten. Bei jedem Termin steht dabei ein neuer Aspekt im Mittelpunkt.

    Eingeladen zu dieser Kooperationsveranstaltung von Studium im Alter und dem Wissenschaftsbüro der Stadt Münster sind nicht nur Gasthörer*innen, sondern alle Interessierten. Bringen Sie also gerne Verwandte, Freunde und Bekannte mit! Der Eintritt ist frei, Kaffee und Kuchen können bereits vor Veranstaltungsbeginn vor Ort erworben werden.

    Ort:  SpecOps, Aegidiimarkt 5, 48143 Münster
    Termine: jeweils dienstags von 15-17 Uhr
    Keine Anmeldung erforderlich

    19. Januar 2027:  Münsters andere Seite

    • Messerstecher, Dirnen und verwahrloste Kinder in den 1920er Jahren
    • Vom Straßenstrich zum Sperrbezirk 1939-1970

    Michael Bieber und Sabeth Goldemann

     

    26. Januar 2027: Frühe Skandale

    • Kulturkampf in Lüdinghausen um 1900
    • Großer Wirtschaftsbetrug bei einer kleinen Bank in der NS-Diktatur

    Heribert Schwarzenberg und Rudolf Hollenhorst  

     

    2. Februar 2027: Münsteraner Kommunalpolitik 

    • Wie der Traum vom Eigenheim zum Alptraum wurde (1981-91)
    • Wie das Klarastift den Oberstadtdirektor 1988 zu Fall brachte

    Gabriele Markerth und Klaus Dieter Franke

     

    09. Februar 2027: Ohne Medien kein Skandal?

    • Der Giftmüll- und Baulandskandal in Bielefeld-Brake 1983/84
    • Kohlekraftwerksbau in Bergkamen 1974-79

    Christine Crne und Peter Schäfer

     

    16. Februar 2027: Tradition und Kultur im Wandel

    • Skulptur 77 – Von der Verbannung zur Umarmung
    • Kaufhauskonzern gegen Traditionsgaststätte 1972-80
    • Schwarze Kassen bei Preußen Münster 1978

    Norbert Schäfers, Otto Gertzen und Michael Schetter

     

    »Massenmord am Ostseestrand« von Eva Nagler – 82 Jahre nach dem Massaker von Palmnicken
    Lesung mit Anna Menzel und einer Einführung von Uwe Neumärker

    Öffentliche Lesung mit historischer Einführung

    In Kooperation mit dem Geschichtsort Villa ten Hompel und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.

    Eva Nagler: Eine jüdische Überlebende berichtet vom Massaker im ostpreußischen Palmnicken Ende Januar 1945.
    Sie ist eine der nur 30 Überlebenden des sogenannten Todesmarsches von Königsberg nach Palmnicken und der Erschießung von mehr als 3.000 Jüdinnen*Juden am Ostseestrand in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1945. Tags zuvor wurden im örtlichen Bernsteinwerk zudem 3.000 Zwangsarbeitende ermordet.
    Eva Nagler (1926–2006) stammt aus einer jüdischen Familie im polnischen Lodz. Nach dem deutschen Einmarsch muss sie Anfang 1940 in das Ghetto Litzmannstadt umziehen. Im August 1944 verschleppt die SS sie nach Auschwitz-Birkenau, in das KZ Stutthof und in ein Arbeitslager im ostpreußischen Schippenbeil. Sie überlebt das Massaker am Ostseestrand von Palmnicken. Nach ihrer Befreiung wandert sie 1946 über Italien nach Palästina aus und zieht 1952 weiter nach Australien. 
    Nagelers Bericht „Massacre on the Baltic“ erschien 1995 in englischer Sprache und 2025 erstmalig in Deutsch in der Zeitzeugenreihe der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, herausgegeben von Uwe Neumärker.

    Historische Einführung: Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas 
    Lesung: Anna  Menzel, Schauspielerin


    Termin: Di, 26.01.2027, 19-21 Uhr
    Ort: Schloss, Aula
    Anmeldung: Keine Anmeldung erforderlich

     

    Prof. Dr. Horst Gründer
    Von den "Gelben Kaisern" zu den "Roten Kaisern". China, Europa und die Welt: Eine wechselvolle Beziehung von der Antike bis zur Gegenwart
    Vorlesung

    Kontakt, Kulturbegegnung und Konflikt zwischen Europa und China im Laufe der Jahrhunderte bilden das Thema der Abschluss-Vorlesung, wobei einleitend die historische Besonderheit der „Chinesischen Welt“ (Jacques Gernet) vorgesellt werden soll. Es folgen Schwerpunkte wie die erste Phase der Globalisierung durch die „Seidenstraße“, die materiell-szientifische  Differenzierung („Great Divergence“, K. Pomeranz ) zwischen China und Europa seit dem Zeitalter der Entdeckungen („Warum haben die Europäer, nicht die Chinesen die Welt entdeckt“), die Jesuiten-Mission des 17./18. Jahrhunderts in China und ihr Reflex in Europa (Stichwort „Chinoiserien“), der imperialistische „Wettlauf um China“ und der deutsche Anteil an ihm („Tsingtao“) im 19. Jahrhundert  sowie das Verhältnis zwischen Europa und China seit dem 1. Weltkrieg.
    Literatur:     Kai Vogelsang, Geschichte Chinas, 8. Aufl. (Reclam) Stuttgart 2023.

    Zeit:  Fr. 10-12 Uhr (online und/oder Präsenz, wird Mitte September entschieden) 
    Ort: Domplatz 20, F5
    Beginn: 16. 10. 2026

    Anmeldung: Ab dem 18.9.2026, 9 Uhr   


    Dr. Lukas Grawe
    Das deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg. Kriegsführung, Gesellschaft und Politik
    Online-Vorlesung
    Der Zweite Weltkrieg gilt als grausamster, verbrecherischster und verlustreichster Krieg der Menschheitsgeschichte, der darüber hinaus mit Jahrhundertverbrechen wie der Shoa verbunden wird. Vor allem in Deutschland stellt die Geschichte des Konflikts alle anderen Kriege in den Schatten, war es doch das nationalsozialistische Regime, das den Krieg von langer Hand als „Eroberungs- und Vernichtungskrieg“ geplant und begonnen hatte. Die Forschungsliteratur über Ursachen, Verlauf, Verbrechen und die europäischen Gesellschaften während des Kriegs füllt ganze Bibliotheken. Trotz der schieren Masse an Studien will es die Vorlesung wagen, einen ersten Überblick über die Geschichte des Deutschen Reichs während des Zweiten Weltkriegs zu geben und dabei die Aspekte Kriegführung/Verbrechen, Gesellschaft und Politik miteinbeziehen. Beleuchtet werden neben den Ursachen und Voraussetzungen des Konflikts auch die Bereiche Vernichtungskrieg, Zwangsarbeit, Holocaust, Alltag, Wirtschaft und „Heimatfront“, Kriegsverlauf sowie die Folgen des Krieges und die Erinnerung an den Konflikt.  Ausführliche Literaturliste im HIS LSF.

    Zeit: Di, 18-20 Uhr
    Beginn: 13.10.2026
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr


    Prof. Dr. Franz-Werner Kersting
    Zwischen Exklusion, Verbrechen und Reform: Geschichte der deutschen Psychiatrie 1900 - 1980
    Online-Vorlesung

    Sowohl die Situation der psychisch Kranken und geistig Behinderten selbst wie auch der medizinische und öffentliche Umgang mit ihnen können zu den grundlegenden Indikatoren des Sozial- und Wertegefüges einer Gesellschaft gerechnet werden. Infolge der langanhaltenden Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen erlaubt die Analyse psychiatrischer Institutionen, Praktiken und Debatten gleichzeitig Rückschlüsse auf den Umgang mit sozialen Minderheiten und Randgruppen. Sie kann somit auch als ein Gradmesser für die Durchsetzung und Achtung von Menschen- und Bürgerrechten dienen.
    In diesem Sinne bietet die Vorlesung einen Überblick über die deutsche Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts aus psychiatriehistorischer Sicht: vom Anstalts-„Boom“ im Kaiserreich über das erste massenhafte "Hungersterben" hinter Anstaltsmauern 1914-18 und die Reformtendenzen der Weimarer Zeit ("aktivere Krankenbehandlung", "offene Fürsorge") sowie die Praxis und Langzeitwirkung der NS-Psychiatrieverbrechen (Zwangssterilisation, "Euthanasie", "Nachkrieg" in den Anstalten, Verdrängung und verweigerte Entschädigung) bis hin zu dem grundlegenden Reformaufbruch seit den "68er"-Jahren im Zeichen von radikaler Psychiatriekritik, „Enquete“-Kommission (1971/75), Deinstitutionalisierung und erinnerungskulturellem Wandel.
    Der Überblick berücksichtigt die Perspektiven der Akteure - und Täter - aus Verwaltung, Ärzteschaft und Pflegepersonal, trägt aber auch den Lebensgeschichten von Patienten, Opfern und betroffenen Familien Rechnung. Zur (optionalen) Vertiefung des thematischen Überblicks wird für jede Sitzung vorab eine ausgewählte Quellenlektüre bereitgestellt. Ferner wird regelmäßig auch Film- und Fotomaterial zur Analyse und Veranschaulichung der Einzelthemen eingesetzt (Stichwort „Visual History“). Einführende Literatur wird im Laufe der Veranstaltung genannt.

    Zeit: Mittwoch 10-12 Uhr, 14tägl.
    Beginn: 14.10.2026
    Anmeldung ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbeschränkt) 

     

    Dr. Wolfgang Schulte
    Wessen Freund und wessen Helfer? – Die deutsche(n) Polizeie(n) zwischen Demokratie und Diktatur
    Hybrid-Seminar
    „Wessen Freund und wessen Helfer?“ so lautete der Titel einer Kölner Ausstellung zur Polizei im NS-Staat. Unter dieser Fragestellung soll das Selbstverständnis der deutschen Polizei(en) im 20. Jahrhundert näher untersucht werden. 
    Nach Ende des Ersten Weltkrieges wird in der Weimarer Republik erstmals der Versuch unternommen, eine republikanische Polizei aufzubauen. Während der Zeit des Nationalsozialismus entwickelt sich die Polizei zum willfährigen Instrument eines Terrorregimes. Am Extrembeispiel der Polizei des NS-Staates lässt sich zeigen, wie schnell die Polizei eines Staates bei totalitären Umbrüchen vereinnahmt werden kann. Insofern wird die Geschichte der Weimarer Polizei immer auch als Vorgeschichte zur NS-Polizei betrachtet. 
    Die alliierten Reformen der Polizei nach 1945 sind ein organisatorischer Neuanfang, in personeller Hinsicht aber keinesfalls. Bis weit in die 1970er Jahre hinein belasten personelle NS-Kontinuitäten den Aufbau demokratischer Polizeien beim Bund und in den Ländern.  
    Das Seminar startet mit einem allgemeinen Überblick über die genannten Bereiche. Anschließend werden weitere Themenfelder näher untersucht. So z. B. die Frage nach der Kriminalität im Nationalsozialismus; die Beteiligung der NS-Polizei am Holocaust; die „68er“- Bewegung als Herausforderung für die Polizei; Frauen in der Polizei; personelle Kontinuitäten nach 1945 usw... 
    Für interessierte Teilnehmer sind Besuche und Exkursionen zu polizeigeschichtlich relevanten Orten/Ausstellungen geplant; näheres dazu in der Veranstaltung, die hybrid (Online und in Präsenz) angeboten wird.

    Zeit: Do, 10-12 Uhr
    Ort:  Bispinghof 2, BB107
    Beginn: 15.10.2026
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegenzt)


    Dr. Wolfgang Schulte
    Geschichte im Dienst der Politik? – Zwischen konstruktivem Geschichtsbewusstsein und Geschichtsklitterung
    Hybrid-Seminar
    Nicht erst Wladimir Putin hat mit seinen nationalistisch aufmunitionierten Geschichtsklitterungen die Annexion der Krim und seinen Angriffskrieg auf die Ukraine gerechtfertigt. Für die politische Instrumentalisierung von Geschichte gibt es eine Fülle von Beispielen. Sowohl Hitler als auch Mussolini rechtfertigten ihre aggressiven Ziele unter Rückgriff auf vermeintliche historische Traditionen. Bis heute instrumentalisieren Diktaturen Geschichte einseitig, unliebsame Fakten und Interpretationen werden per Gesetz verboten. Demgegenüber wird in parlamentarischen Demokratien, in denen die Freiheit der Wissenschaft garantiert ist, Geschichtspolitik (so ein von Edgar Wolfrum eingeführter Begriff) genutzt, um zu einem differenzierten Blick auf die Vergangenheit beizutragen. Folgende geschichtspolitische Kontroversen in der Geschichte der Bundesrepublik und darüber hinaus, sollen angesprochen werden:

    1. Ausbruch des Ersten Weltkrieges – Fischer Kontroverse
    2. Dolchstoßlegende
    3. Weizsäcker-Rede, Historikerstreit und Walser-Rede
    4. Wehrmachtsausstellungen
    5. Umbenennung von Straßen, Plätzen etc.
    6. Historische Begründung des Ukraine-Krieges

    Es ist geplant, für interessierte Teilnehmer gemeinsame Besuche und Exkursionen zu polizeigeschichtlich relevanten Orten und Ausstellungen in der näheren Umgebung anzubieten; näheres dazu in der Veranstaltung, die hybrid (also sowohl Online als auch in Präsenz) angeboten wird.

    Zeit:  Do, 12-14 Uhr
    Ort:  Bispinghof 2, BB301
    Beginn: 15.10.2026
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)


    Dr. Armin Schulz
    Kolonien in der Antike
    Hybrid-Vorlesung

    Phönizier und Griechen waren maßgeblich an Kolonisationsbewegungen im Mittelmeerraum und am Schwarzen Meer beteiligt. Landmangel und Ausweitung des Handels waren die primären Gründe, die fast fünf Jahrhunderte die Menschen in Bewegung hielt. Diese Kolonien waren gegenüber ihren Mutterstädten rechtlich und politisch unabhängig. Sie verblieben jedoch im engen Kontakt und pflegten religiöse, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen zu ihrer Heimat. Es kam sogar vor, dass Kolonien hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Macht, ihre Mutterstadt übertrafen. 
    So auch im Fall der Mutterstadt Tyros und deren Kolonie Karthago. Diese wurde einst als strategischer Hafen zur Kontrolle der Handelswege im westlichen Mittelmeer gegründet. Es dauerte jedoch nicht lange, bis Karthago seine Mutterstadt wirtschaftlich überflügelte und in der Folge selbst Kolonien gründete. 
    Die Kontaktpflege vieler Kolonien zur Heimat zeigt sich am deutlichsten bei den alle vier Jahre stattfindenden olympischen Spielen. Hier trafen sich Bürger vieler Kolonien zum Austausch beim geselligen Miteinander. Weitläufige Zeltstädte wurden im Umfeld der Altis für die Unterkunft der griechischen Kolonisten angelegt. Zum Zeichen der Verbundenheit errichteten einige Kolonien Prachtbauten und Schatzhäuser in den Mutterstädten.
    Die Vorlesung soll neben einem Überblick zum Wesen antiker Koloniegründungen auch die Unterschiede zum Kolonialismus der Neuzeit aufzeigen. Literatur: Ausführliche Literaturliste im HIS-LSF.

    Zeit: Mi 14-16 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F4
    Beginn: 04.11.2026
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr

  • Philosophie

    Dr. Norbert Herold
    Rätsel Zeit
    Seminar

    Manchmal möchten wir die Zeit anhalten, manchmal kann es uns nicht schnell genug gehen. – „Keine Zeit zu verlieren!“  oder: „Alle Zeit der Welt!“ – welche Devise soll gelten? -  Mit der Zeit ist es so eine Sache. Wir alle kennen tausend Sprüche über die Zeit, aber sie wird zum Rätsel, sobald wir sagen sollen, was sie eigentlich sei, wie schon Augustinus am Ende der Antike in seinen „Bekenntnissen“ feststellte. Die Hektik der Moderne lässt keinem mehr Zeit, auch wenn wir dank der steten Beschleunigung der gesellschaftlichen Handlungsprozesse ständig Zeit sparen und eigentlich mehr Zeit zur Verfügung haben müssten. – Die Widersprüche im Erleben der Zeit und im Umgang mit ihr sind offensichtlich. Es erscheint daher lohnend, auf den Spuren unterschiedlicher Philosophen und Kulturhistoriker dem Phänomen ‚Zeit‘ nachzugehen, um mehr Licht in die Begrifflichkeit und in unsere Vorstelllungen zu bringen. – Was ist z.B. gemeint mit ‚erlebter Zeit‘, ‚gemessener Zeit‘, wieweit ist Zeit gebunden an gesellschaftliche Prozesse und ihre Organisation? Wie lässt sich die Diskrepanz zwischen kurzer Lebenszeit und unendlicher Weltzeit aushalten oder auch überbrücken? Was bedeutet es, wenn mit jedem Individuum Leben neu anfängt, sich aber auch als Leben zum Tod erweist?
    Auf der Basis klassischer Autoren soll derartigen philosophischen und gesellschaftlichen Fragen nachgegangen werden, als Leitfaden wird ein gut lesbares Buch dienen: Rüdiger Safranski: Zeit. Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen (Frankfurt 2015).

    Zeit: Do 14-16 Uhr
    Orléansring 12, SRZ 5
    Beginn: 22.10.2026
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Dr. Birger Brinkmeier
    Freiheit, Individualität, Glück - John Stuart Mills 'Über die Freiheit'
    Seminar
    In der Reihe „Klassiker lesen“ möchte ich in diesem Wintersemester ein Buch behandeln, das sich seit seinem Erscheinen im Jahre 1859 zu einem Klassiker der politischen Philosophie entwickelt hat: John Stuart Mills On Liberty, oder: Über die Freiheit.
    Entgegen der bisherigen Zuschreibungspraxis hat dieses Buch jedoch nicht mehr nur einen, sondern seit kurzem offiziell zwei Autoren: John Stuart Mill sowie seine Ehefrau Harriet Taylor Mill. Das allein jedoch lieferte noch keinen guten Grund, sich mit ihm intensiver zu beschäftigen. Es sind natürlich die Themen, die von dem Autorenpaar in der Hochzeit des Viktorianischen Zeitalters, aber bereits zu Beginn eines fortschreitenden politischen Demokratisierungsprozesses erörtert werden – Themen, die heute wieder brandaktuell sind: die Freiheit des Einzelnen, ob Mann oder Frau, zu denken, zu sagen und zu tun, was ihm richtig dünkt; die freie Entfaltung seiner unverwechselbaren Persönlichkeit, die ihrerseits als Teil seines persönlichen Glücks zu betrachten ist; und schließlich, wie alles drei ineinander verwoben und gegen die „Tyrannei der Mehrheit“ zu verteidigen ist. 
    Über die Freiheit gilt als einer der wegweisenden Texte des politischen Liberalismus. Platitüden, wie sie in gegenwärtigen Debatten um den Erhalt einer „liberalen“ Gesellschaftsordnung gang und gäbe sind, muss man hier jedoch nicht befürchten. Wie es sich für einen Klassiker gehört, handelt diese Schrift, die philosophische Analyse, leidenschaftliches Plädoyer und Zeitkritik in sich vereint, auf gedanklich und sprachlich hohem Niveau von existentiell bedeutsamen Dingen. 
    Zwei preiswerte Ausgaben des Buches, eine deutsche und eine deutsch-englische Version, sind bei Reclam erhältlich. Es wird ein Learnwebkurs eingerichtet, so dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf kurzem Wege per Newsletter aktuelle Informationen erhalten sowie eventuell weitere zu besprechende Texte herunterladen können. 

    Zeit: Mi 12-14 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 2
    Beginn:  14.10.2026
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr  (teilnehmerbegrenzt)

     

    Dr. Melanie  Bender
    Ästhetische Begegnungen II
    Seminar
    Philosophie ist ein Befreundetsein mit der Weisheit in ihrer Abwesenheit. Das bedeutet, dass ein philosophischer Mensch sich auf eine ewige Jagd nach seinem geliebten Gegenstand begeben muss. Zentral für diese Jagd ist normalerweise die Vernunft. Das hat zur Folge, dass diese Jagd Außenstehenden oft als zu theoretisch erscheint. Die philosophische Ästhetik tritt dem entgegen, indem sie den Wert sinnlicher Erkenntnis hervorhebt. Vor allem in der Antike war das Schöne und die Wahrnehmung des Schönen Dreh- und Angelpunkt des philosophischen Lebens. Aber was versteht man eigentlich darunter? Ahmad Milad Karimi definiert das Schöne als „die Begegnung mit etwas, was sich nicht erklären lässt, oder wenn die Welt kurz den Atem anhält“. Dieses Entweder-Oder deutet bereits an, dass wir es bei dem Schönen und der Erfahrung desselben mit einem unfassbaren Rätsel zu tun haben. Aber es ist gerade dieses Rätsel, das den Menschen antiker Philosophie zufolge zu tiefster Wahrheitserkenntnis öffnet. Eine große Frage, die sich daran anschließt, ist, welche Bedeutung Kunst und das Kunstschöne haben. Hier scheiden sich die Geister ebenso. Während Platon Kunst gegenüber eher ablehnend eingestellt war, preist Hegel das Kunstschöne vor dem Naturschönen. Auch nach dem 2. Weltkrieg wurde man nachdenklich. Ist es nunmehr barbarisch, ein Gedicht zu schreiben, wie Adorno meint? Oder können Kunst und Schönheit gerade in politisch herausfordernden Zeiten rettende Anker sein? (Die Teilnahme an diesem Seminar setzt den Besuch des ersten Seminarteils nicht voraus.)

    Zeit:  Di 16-18 Uhr
    Ort: Krummer Timpen 5, ULB 1
    Beginn: 13.10.2026
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)


    Prof. Dr. Frauke Annegret Kurbacher
    "Gedanken zu Bernhard Waldenfels 'deutsch-französischen Grenzgängen'"
    Tagesseminar
    Zu Beginn dieses Jahres verstarb der Philosoph Bernhard Waldenfels. Während seine Studien zum Fremden, die sein internationales Renommée begründeten, schon häufiger Gegenstand der philosophischen Erkundungen waren, setzt diese Veranstaltung an einer anderen Stelle des Denkers an, der u.a. in Paris bei Maurice Merleau-Ponty studierte, nämlich bei seinen „deutsch-französischen Grenzgängen“.
    Das Seminar, zu dem – wie immer – alle Interessierten herzlich eingeladen sind, wird sich damit in kritischer Reflexion und gemeinsamen Diskussion auseinandersetzen und ist dem Angedenken dieses wichtigen, zeitgenössischen Philosophen gewidmet.

    Litertaturgrundlage: Bernhard Waldenfels: Deutsch-französische Grenzgänge. Frankfurt a. M. 1995. (Auszüge der Literaturgrundlage werden auch noch als Scan oder Kopie zur Verfügung gestellt.)

    Termin: Freitag, 26.02.2026, 10.00-16.00 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 103
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerberenzt)


    Dr. Ulrich Sonderfeld
    Die "Unsterblichkeit der Seele" als Thema der Philosophie
    Seminar
    Dies klassische Thema steht in Zeiten naturalistischen und nachmetaphysischen Denkens gewiss nicht im Zentrum philosophischer Diskussionen. Zweifellos verbirgt sich aber in ihm ein zentrales menschliches Anliegen, das einer rationalen Reflexion würdig und bedürftig ist: Gibt es nach dem biologischen Tod des organischen Körpers für das Individuum noch ein Weiterleben in einer anderen Daseinsform? Plato lässt in einem Dialog seinen Lehrer Sokrates kurz vor dem Sterben Argumente für eine Existenz nach dem Tode entwickeln, die sogleich von seinen Schülern im Dialog in Frage gestellt werden. Der Aufklärungsphilosoph Moses Mendelssohn versucht rationale, intersubjektiv diskutierbare Argumente für ein individuelles Weiterexistieren nach dem biologischen Tod vorzutragen. Ihm antwortet Immanuel Kant mit einer epochalen Kritik des tradierten Seelenbegriffes und seiner Begründung, man könne ein „Leben“ nach dem Tod theoretisch weder beweisen noch widerlegen, die praktische Vernunft könne/solle es aber postulieren. Die Philosophie des 20. Jahrhunderts folgt dem Mainstream der Gehirnwissenschaften darin, Bewusstsein, Psyche und Geist als Funktionen eines lebenden Organismus aufzufassen und die „Seele“ auf biologische Evolution zurückzuführen. - Die prinzipielle Alternative, ob Seele, Geist, Bewusstsein, Personalität als naturhafte Phänomene erklärt werden können oder für eine über die organische vergängliche Funktion hinausgehende Dimension stehen, bleibt also kontrovers diskutierbar (auch in der Nah-Tod-Forschung) - mit all ihren Konsequenzen für das Menschenbild und die Auffassung vom Leben. Philosophische Argumente für die Infragestellung wie auch für die Plausibilität eines postmortalen Weiterexistierens sollen ohne religiöse Vorannahmen oder materialistische Vorurteile abgewogen werden.

    Zeit:  Mo 16-18 Uhr
    Beginn: 11.01.2027
    Ende: 22.02.2027
    Ort: Domplatz 23 - DPL 23.426
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr  (teilnehmerbegrenzt)

     

    Bodo Kensmann / Matthias Haselier-Bartlett
    Tiere wie wir
    Seminar
    Dieser einer moralphilosophischen Studie von Christine M. Korsgaard entnommene Seminar-Titel soll irritieren. Bei einem Verständnis des Menschen als „Krone der Schöpfung“ steht üblicherweise der Unterschied Mensch – Tier ganz im Vordergrund und wird selbstherrlich betont: Tiere (‚höhere‘ Organismen) können keine Gedichte schreiben, keine Mathematik verstehen, keine moralischen Subjekte sein, können nicht sprechen usw. Ein solcherart menschenzentriertes Verständnis ist aber zu vereinfachend. Es blendet aus, worüber nachzudenken sich lohnt: In diesem Seminar sollen erkenntnistheoretische, anthropologische, kulturelle und wissenschaftstheoretische Überlegungen im Vordergrund stehen, tierethische aber auch angesprochen werden. Und nicht zuletzt wird das Verhältnis Mensch – Tier in der Kunst besonders thematisiert werden. Wir sind auch Tiere und das macht uns manchmal sehr zu schaffen: Wir wollen Tiere verstehen, stoßen dabei an Grenzen – und verstehen uns in Folge dessen bisweilen selbst nicht mehr so gut. „Warum sehen wir Tiere an?“ (John Berger). Und Tiere schauen bisweilen uns an. Halten sie uns einen Spiegel vor?
    Zwei Köpfe können mehr anregen und vier Augen aufmerksamer sein: Dieses Seminar wird im Team-Teaching durchgeführt - zusammen mit den Seminar-Teilnehmer*innen.
    Es ist als Präsenz-Seminar konzipiert, bietet aber denjenigen Teilnehmer*innen, die nicht vor Ort sein können, eine Zoom-Teilnahme an.

    Zeit: Di, 16-18 Uhr
    Bispinghof 2, BB 301
    Beginn: 27.10.2026
    Ende: 23.02.2027
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

  • Kunst und Kunstgeschichte

    Angela Borgmann, Dipl. Päd. Rupert König
    Last Exit Kunst III. Künstler reden über ihre Kunst
    Vorträge

    14.10.26
    Martin Kippenberger und die „Paris Bar“ –Kunst, Szene und Selbstinszenierung
    Prof. Dr. Thomas Hoeren, Professor für Informations-,Telekommunikations- und Medienrecht, Universität Münster

    21.10.26
    Originale, Masse und Haltbarkeit
    Simon Mehling, Künstler

    28.10.26
    Realität des Kunst-Ding III
    Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann, Neurophysiologe/ Künstler

    04.11.26
    SpurenSuche - Die Kunst der Annäherung an Wirklichkeit in fremden Kulturen
    Ruth Bisping, Bildende Künstlerin

    11.11.26
    Prosodie (Vortrag in Englisch)
    Prof. Nicoline van Harskamp, Professorin an der Kunstakademie Münster

    18.11.26
    Feux d‘artifice/Burnout (Vortrag in Englisch)
    Prof. Juliette Blightman, Professur für Erweiterte Malerei

    25.11.26 Realität des Kunst-Ding IV
    Prof. Dr. Erwin-Josef Speckmann, Neurophysiologe/Künstler

    02.12.26
    Braucht Kunst Politik? Über die Rolle von Kulturpolitik für Kunst und Gesellschaft
    Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kultur-Dezernentin

    09.12.26
    Cityadvent 2026 – Vortrag und anschließende Exkursion
    Rupert König, Pastoralreferent, Konzeptkünstler
    Klaus Herold, Theologe


    13.01.27
    Einblicke in die Erfassung und Sicherung von Kunst- und Kulturgut im Bistum Münster
    Prof. Dr. Thomas Flammer, Diözesankonservator

    20.01.27
    „Böckstiegel / Stenner - Zwei westfälische Künstler, ihr Leben und Werk im Ersten Weltkrieg“
    David Riedel, Künstlerischer Leiter

    27.01.27
    Fotografie - Magie des Lichts
    Wilhelm Wahner, IT-Kundenbetreuung

    Zeit:    Mi 14-16 Uhr
    Ort:     Schloss, S10
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr

     

    Prof. Dr. Erich Franz
    Hauptwerke der Kunstgeschichte 5: Gotik in Mitteleuropa (13./14. Jh), Mittelalter in Italien (11.-13. Jh)
    Vorlesung mit Livestream aus dem Hörsaal
    In Fortsetzung der Vorlesungsreihe zu ausgewählten Werken der Kunstgeschichte in Europa, die sich in ihrem originalen Aussehen weitgehend erhalten haben, beginnen wir mit dem Kölner Dom. Unter den Werken aus dieser Zeit beeindrucken besonders die Kirchenbauten der Backsteingotik in Lübeck und Bad Doberan. In Süddeutschland ragen zwei bürgerliche Stadtpfarrkirchen heraus: das Freiburger Münster mit seinem gewagten Kirchturm und die Hallenkirche von Schwäbisch Gmünd – beide aus dem 14. Jahrhundert. Hier liegen die Anfänge des Baumeisters Peter Parler. In Prag – im Chor des Veitsdoms und in der Wenzelskapelle – eröffnete er sowohl für die Architektur wie für die Skulptur neue Wege. Gleichzeitig sind in Prag auch in der Malerei neue Ansätze zu beobachten. Ihre Weiterführung finden sie etwa in Salzburg und Landshut (Architekturen des Hans von Burghausen und Skulpturen der sogenannten Schönen Madonnen). Parallele Ansätze zeigen sich in herausragenden Werken in Münster (Überwasserfiguren), Soest (Wiesenkirche) und Bad Wildungen (Conrad von Soest).
    In einem zweiten Teil der Vorlesung wenden wir uns nach Italien und betrachten Werke des frühen und hohen Mittelalters. Einzeln ragen sie an ihrem Ort und in ihrer Zeit heraus – scheinbar ohne vorbereitende und nachfolgende Entwicklungen. Unter anderem betrachten wir ausführlich das monumentale Dom-Ensemble in Pisa (11./12. Jh.), zwei Marmorbauten in Florenz (11. Jh.), in Capua die byzantinischen Wandmalereien von Sant’Angelo in Formis (1072–1087) und ein kaiserliches Brückenkastell (1134-1139), in Apulien das Castel del Monte (1240). Den Abschluss bilden zwei unfassbar reiche Mosaik-Zyklen in Sizilien – Palermo und Monreale (1130-1180).  

    Zeit:  Do 16-18 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F4
    Beginn:  15.10.2026
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr  

     

    Dr. Norbert Humburg
    Führung durch das LWL-Museum für Kunst und Kultur: Mittelalter - Renaisscance - Barock - 19./20. Jahrhundert
    Führung
    Neben der Semestergebühr ist das Eintrittsgeld zu entrichten. Es wird empfohlen, die Museums-Card zu erwerben; sie gilt für zwei Personen und erlaubt bei einjähriger Gültigkeit, das Landesmuseum so oft zu besuchen, wie gewünscht. Die Card-Inhaber müssen sich vor jeder Führung an der Kasse melden und erhalten eine Tageskarte. Bei den Besuchen muss strikt darauf geachtet werden, dass der gebuchte Termin (Wochentag) eingehalten wird. Ein Wechsel zwischen den Gruppen ist nicht möglich. Beim ersten Museumsbesuch erhalten Sie einen Beleg für die gebuchte Gruppe, der zu jeder Veranstaltung mitgebracht werden muss. Ohne diesen Beleg ist eine Teilnahme nicht möglich. Sollten Sie beim ersten Termin verhindert sein, ist eine Abmeldung bei der Kontaktstelle zwingend erforderlich, sonst wird Ihr Platz umgehend und ohne weitere Benachrichtigung an die nächste Person auf der Warteliste weitergegeben.

    Zeit: 10.00 -11.30 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt. Achtung! Personen, die bereits in den letzten vier Semestern an den Führungen teilgenommen haben, können sich nicht erneut anmelden!

    Termine:
    Gruppe 1: Di, 20.10., 27.10., 03.11., 10.11., 17.11.2026 

    Gruppe 2: Mi, 21.10., 28.10., 04.11.,11.11., 18.11.2026


    Dr. Barbara Hofmann
    Vom Lauf der Zeit. Werden, Sein und Vergehen im Spiegel der Bildenden Kunst
    Online-Vorlesung
    Die Erfahrung von Zeit prägt unser Leben in gravierender und vielfältiger Weise: vom Beginn des Lebens über Phasen des Wachsens und Reifens bis hin zum Tod. Es verwundert daher nicht, dass diese Erkenntnis auch in der Bildenden Kunst ihre Spuren hinterlassen hat. Doch wie läßt sich Zeit überhaupt bildlich fassen? Ab wann taucht das Motiv in der europäischen Malerei auf und welche Rolle spielte dabei der jeweilige Zeitgeist? Bei einem Gang durch die Kunstgeschichte soll diesen Fragen nachgespürt und so die möglichen Aspekte und künstlerischen Strategien beleuchtet werden, die mit der Darstellung und Deutung von Zeit im Verlaufe der Jahrhunderte verbunden waren. Die Themen reichen dabei von der symbolischen Bildsprache der Vanitas-Motive, über den Wandel von Tages- und Jahreszeiten, den Darstellungsmustern der Lebensalter bis hin zur Konstruktion von Vergangenheit im Rahmen des Historienbildes. Ein Blick auf die Gegenwartskunst veranschaulicht zudem, in welchem Maße Vergänglichkeit noch heute thematisiert und bisweilen bewusst in die Gestaltung des Kunstwerkes mit einbezogen wird.

    Termin: Mo, 09.11.2026, 15.00 - 17.15 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr 

     

    Dr. Barbara Hofmann
    Vanitas. Vergänglichkeit als Motiv der europäischen Malerei des 15. bis 20. Jahrhunderts
    Online-Vorlesung
    Ikonische Symbole wie Totenschädel, verwelkte Blumen, Sanduhren oder verlöschende Kerzen zählen zu den geläufigsten Bildmotiven, mit denen die Begrenztheit des menschlichen Lebens veranschaulicht und zugleich die Fragwürdigkeit materieller Wertmaßstäbe reflektiert wird. Sie stellen jedoch nur einen Ausschnitt aus dem vielfältigen Repertoire visueller Metaphern dar, das die Kunst im Kontext der Vanitas-Thematik hervorgebracht hat. Doch nicht nur die ikonographischen Formen, auch die ihnen zugeschriebenen Bedeutungen sind verschieden: Während in der religiös geprägten Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts vornehmlich moralisch-mahnende Aspekte dominieren, entwickeln spätere Epochen zunehmend individualisierte sowie gesellschaftskritische Perspektiven auf Zeitlichkeit und Endlichkeit.  Der Vortrag möchte mit den unterschiedlichen Aspekten der Vanitas-Darstellungen bekannt machen und zeichnet deren philosophische Tragweite im historischen Wandel nach. Offenbar wird so zugleich, wie vielseitig und ästhetisch anspruchsvoll sich die künstlerische Auseinandersetzung mit einem so existenziellen Thema manifestieren kann.

    Termin: M0, 18.01.2027, 15.00 - 17.15 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr 


    Dr. Barbara Hofmann
    Einführung in die Welt der Symbole. Sinn und Zeichen in der Bildenden Kunst
    Online-Seminar
    Wie so manch andere Disziplin hat die europäische Malerei im Verlaufe der Jahrhunderte eine ihre eigene Zeichensprache ausgebildet. Sie dient dazu, komplexe und nicht selten auch abstrakte Sachverhalte anschaulich darzustellen und offenbart sich nur demjenigen, der ihren Sinngehalt kennt. Doch selbst dann, wenn wir um die Bedeutung des einzelnen Symbols wissen, lässt sich das nicht immer eins zu eins auf die im Bild wiedergegebenen Dinge übertragen: Warum weist der Apfel in einem Fall auf den Sündenfall hin, und ist im anderen doch nur ganz simpel als ein Stück Obst zu lesen? Wann überhaupt sind die im Bild erfassten Dinge als Symbol zu deuten? Auf diese und andere Fragen gilt es gemeinsam eine Antwort zu finden. Ziel soll es dabei sein, ein Basiswissen zu erarbeiten, anhand dessen sich die Bildaussagen der europäischen Malerei besser verstehen lassen.

    Termine: Do u. Di, 14.00-17.00 Uhr
    Beginn: 14.01.2027
    Ende: 09.02.2027
    fällt aus am 04.02.2027
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)


    Dr. Barbara Hofmann
    Einführung in die großen Themen der Malerei
    Online-Seminar
    Der Kurs führt in die Hauptthemen der europäischen Malerei ein und macht an ausgewählten Werken mit dem großen Motivschatz von Historie, Akt, Porträt, Genre, Stillleben und Landschaft bekannt. Im gemeinsamen Diskurs wird der Frage nachgegangen, welche spezifischen Anforderungen die künstlerische Bewältigung dieser Themen an die Maler stellten und welche Lösungen hierfür in der europäischen Kunst des 14. bis 20. Jahrhunderts gefunden wurden. Auch gilt es der Entwicklungsgeschichte der einzelnen Themen nachzuspüren, die, sich erst allmählich aus größeren Zusammenhängen emanzipiert haben.

    Termin: Do und Di,  10:00 - 13:00 Uhr
    Beginn: 04.02.2027
    Ende: 30.03.2027
    fällt aus: 09.03.2027
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Dr. Barbara Hofmann
    Von Göttinnen bis Gattinnen. Das Bild der Frau in der europäischen Kunst
    Online-Seminar
    Ikonische Symbole wie Totenschädel, verwelkte Blumen, Sanduhren oder verlöschende Kerzen zählen zu den geläufigsten Bildmotiven, mit denen die Begrenztheit des menschlichen Lebens veranschaulicht und zugleich die Fragwürdigkeit materieller Wertmaßstäbe reflektiert wird. Sie stellen jedoch nur einen Ausschnitt aus dem vielfältigen Repertoire visueller Metaphern dar, das die Kunst im Kontext der Vanitas-Thematik hervorgebracht hat. Doch nicht nur die ikonographischen Formen, auch die ihnen zugeschriebenen Bedeutungen sind verschieden: Während in der religiös geprägten Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts vornehmlich moralisch-mahnende Aspekte dominieren, entwickeln spätere Epochen zunehmend individualisierte sowie gesellschaftskritische Perspektiven auf Zeitlichkeit und Endlichkeit.  Der Vortrag möchte mit den unterschiedlichen Aspekten der Vanitas-Darstellungen bekannt machen und zeichnet deren philosophische Tragweite im historischen Wandel nach. Offenbar wird so zugleich, wie vielseitig und ästhetisch anspruchsvoll sich die künstlerische Auseinandersetzung mit einem so existenziellen Thema manifestieren kann.

    Termin:  Fr, 10.00 - 13.00 Uhr
    Beginn: 08.01.2027
    Ende:05.03.2027
    fällt aus am 12.02.2027
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.03.2025, 9 Uhr, (teilnehmerbegrenzt)  


    Dr. Ira Oppermann
    Der Neoimpressionist Paul Signac und sein Kreis
    Online-Seminar
    Die Ausstellung im Museum Barberini stellt den Maler und Kunst-Theoretiker Paul Signac (1863-1935) in seiner gesamten Entwicklung vor: von den ersten, von Monet inspirierten Landschaften bis hin zu seinen neoimpressionistischen Werken. Zusammen mit Georges Seurat erarbeitete er diese neue Maltechnik in der Mitte der 1880er Jahre. Dabei wird die reine Farbe in separaten Pinselstrichen (Punkten, Balken) aufgetragen, um die Leuchtkraft der Farbe zu steigern. Gleichzeitig untermauerten sie ihr Vorgehen mit Farbtheorien sowie optischen und psychologischen Theorien. Thematisiert werden Signacs Interieurdarstellungen, Porträts und sozialutopischen Arbeiten. Last but not least sind Signacs Arbeiten im Kreis zahlreicher Neoimpressionisten zu diskutieren – wie Seurat, Cross, Pissarro, Anna Boch, Théo van Rysselberghe, Jan Toorop oder Lucie Cousturier, die seine Schülerin war.

    Zeit. Di, 16.00 - 18.15 Uhr
    Beginn: 03.11.2026
    Ende: 17.11.2026
    Anmeldung ab dem 18.09.2026, 9 Uhr 


    Dr. Ira Oppermann
    Die Impressionisten und ihre Netzwerke
    Online-Seminare
    Mit dieser Ausstellung feiert das Museum Barberini sein 10-jähriges Jubiläum: Die Netzwerke der Impressionistinnen und Impressionisten stehen im Fokus. Zu den für sie wichtigen Persönlichkeiten gehören beispielsweise bekannte Autoren wie Émile Zola und Octave Mirbeau oder der gefeierte Opernsänger und Sammler Jean-Baptiste Faure. Die Resonanz bei den Pariser Weltausstellungen und den Ausstellungen in New York über ihren Galeristen Paul Durand Ruel zeigt darüber hinaus ihre internationale Bedeutung und Präsenz – auch heute noch, was zahlreiche Leihgaben aus der ganzen Welt verdeutlichen.
    Beim Aktiv-Seminar übernehmen Sie kleine Aufgaben und tauschen sich in kleinen Gruppen (Chatrooms) aus. Für die aktive Beteiligung ist ein funktionierendes Mikrofon bei Zoom notwendig.

    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr. Beide Gruppen sind teilnehmerbegrenzt.

    Gruppe 1: Gängiges Online-Seminar
    Termine:   Mo, 23.11. - 7.12.2026, 16.30 - 18.00 Uhr

    Gruppe 2: Aktiv- Online-Seminar
    Termine: Di, 24.11. - 08.12.2026, 16:00 -18.15 Uhr


    Dr. Ira Oppermann
    Künstlerinnen XII: Gabriele Münter
    Online-Seminar
    Gabriele Münter (1877-1962) zählt zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten des deutschen Expressionismus. Sie war Mitglied der fortschrittlichen Neuen Künstlervereinigung München und Mitbegründerin des Blauen Reiters. Die Lebens- und Künstlerbeziehung mit Wassily Kandinsky von 1901 bis 1914 prägte beider Werke. Das Künstlerpaar reiste von 1904 bis 1908 durch Europa, bevor es sich in Murnau niederließ, wo Münter ein Haus kaufte. Ihr farbintensives, abstrahierendes Œuvre entsteht – mit Landschaften, Interieurs, Stillleben und besonders ausdruckstarken Portraits. In der Zeit des Ersten Weltkriegs löst sich Kandinsky aus der Beziehung, wodurch Münter in den frühen 1920er Jahren eine Schaffenskrise durchlebte, trotz ihrer Ausstellungserfolge im skandinavischen Exil Ende der 1910er Jahre. Münter lebte in Köln, München und Murnau und lernte 1927 den Philosophen und Kunsthistoriker Johannes Eichner kennen, der ihr neuer Lebenspartner wurde. Ihr Schaffen erhielt 1929 in Paris erneuten Auftrieb: Sie kombinierte expressive und neusachliche Elemente und optimierte an der Akademie ihren konturreichen Zeichenstil. Münter soll mit ihrem gesamten Werk von Gemälden, Zeichnungen und Grafiken reflektiert werden.

    Zeit. Di, 17.00-18.30 Uhr
    Beginn: 12.01.2027
    Ende: 02.02.2027
    Anmeldung ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teinehmerbegrenzt) 

     

    Szameitat, Beatrice
    Die Erfindung des Porzellans und die Kultur der Heißgetränke: Tee, Kaffee und Schokolade
    Vorlesung mit Livestream
    Eine kulturelle und eine wirtschaftliche Errungenschaft des Menschen treffen im 18. Jahrhundert aufeinander und verhelfen sich gegenseitig zu größtem Erfolg. Die Rede ist zum einen von der Erfindung des Porzellans im Jahr 1709 in Meißen. Dieser Werkstoff eignet sich hervorragend für heiße Getränke. Die neu entstehenden Manufakturen überbieten sich in den herrlichsten neuen Gefäßformen und Porzellandekoren. Zum anderen liefern die Handelskompagnien die Rohstoffe Tee, Kakao und Kaffee aus fernen Ländern und sorgen für schwungvollen kolonialen Handel. Das Trinken heißer, schwarzer Getränke war jedoch vollkommen neu und musste erst erlernt werden. 

    Termin:  Mo, 15.03.2027, 10.00-14.30  Uhr
    Ort: Schlossplatz 46, H3
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr


    Szameitat, Beatrice
    Barockmusik in der Malerei
    Volesung mit Livestream aus dem Hörsaal
    Viele Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts thematisieren die Musik. Das Spektrum reicht von Musikunterricht an der Laute, Frauen am Virginal, Bauernfesten mit Dudelsack bis hin zu Stillleben mit Notenblättern und dekorativ ausgebreiteten Instrumenten. Doch welche Musik haben wir uns hier eigentlich vorzustellen? Was für einen Klang hatten die Maler im Kopf, wenn sie musizierende Menschen darstellten? Wie heißen die seltsamen Instrumente und wie klingen sie? Mit diesen Fragen begeben wir uns an die Schnittstelle zwischen Malerei und Musik und versuchen mittels Musikbeispielen, die Bilder zum Klingen zu bringen.

    Termine: Di+Mi, 16. und 17.03.2027, 10.00 -14.30 Uhr
    Ort: Schlossplatz 46, H3
    Anmeldung:   Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr


    Szameitat, Beatrice
    Stunde, Minute, Sekunde. Die Geschichte der Zeit und der Uhren seit dem Mittelalter
    Vorlesung mit Livestream aus dem Hörsaal
    Können Sie sich ein Leben ohne Armbanduhr vorstellen? Wie würden Sie sich mit Menschen verabreden, wenn Ihnen keine Uhr zur Verfügung stünde? Diese Probleme hatten die Menschen im Mittelalter. Sonnenuhren waren schließlich nur bei Sonnenschein zu lesen. Die Erfindung der Räderuhr - Turmuhren konnten nun die Zeit akustisch vermitteln - und im 15. Jahrhundert sogar von transportablen Uhren waren bahnbrechend. Rund um das Phänomen „Zeit“ gibt es viele Fragestellungen: Ist das Verfließen der Zeit eine subjektive Empfindung oder wirklich akkurat messbar? Welche Rolle spielt der Kosmos für die Zeitmessung? Die komplexen Prozesse des Exakt-Werdens der Zeitmessung von der Erfindung des Pendels bis zur Atomuhr sind im Kontext der Moderne spannend, ebenso wie die technischen Uhren-Meisterwerke, die heute in Museen aufbewahrt werden.

    Termin:  Do/Fr, 18. und 19.03.2027, 10.00 - 14.30  Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr


    Dr. Matthias Vollmer
    Das Schöne und das Häßliche in der Kunst
    Online-Vorlesung über „Zoom“
    „Dich will ich loben, Hässliches. Du hast so was Verlässliches. Das Schöne schwindet, scheidet, flieht, ..." (Robert Gernhardt). Regeln des Schönen, Proportions- und Harmonielehren gibt es viele, aber wenn von Hässlichkeit die Rede ist, fehlen oft einlässliche und plausible Definitionen. Das Häßliche wird gerne mit Hilfe des Schönen erklärt, so wie das Böse gerne in Bezug auf das Gute bestimmt wird. Zudem kann ein wahrhaftig unschöner Gegenstand durchaus schön abgebildet werden – und umgekehrt. Der Kurs möchte das komplizierte Verhältnis von Schönheit und Häßlichkeit in der Kunst verfolgen und die kulturell bedingten Brüche und Verschiebungen zeigen.

    Termine:  Mo und Mi,  25. und 27.11.2026, jeweils 10.00-13.00 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr 


    Dr. Matthias Vollmer
    Als die Bilder fühlen lernten - Einführung in gegenwärtige kunsthistorische Bildtheorien
    Online-Vorlesung über „Zoom“
    Was ist ein Bild? Ist es bloß Darstellung, Zeichen und Objekt – oder besitzt es eine eigene Wirkmacht? Wie kommt es, daß ein Bild mehr sagt als 1000 Worte? Bilder sind keine passiven Träger von Bedeutung. Sie fordern, verführen, erinnern – und sie wirken auf den Körper, bevor der Verstand sie begreift. Maurice Merleau-Pontys Phänomenologie des leiblichen Sehens, Hans Beltings Anthropologie des Bildes als Medium zwischen Körper und Tod, sowie Horst Bredekamps Konzept des Bildakts, das Bildern eine genuine Handlungsmacht zuspricht sollen unter anderem vorgestellt werden. Der Kurs will diese interessanten Positionen mit konkreten Bildanalysen von der Vormoderne bis zur Gegenwart vor den Originalen erproben und zeigen, was Bilder alles leisten können und wie wichtig die Frage nach Körper, Affekt und Medium sind.

    Termine: Di und Fr., 08.12., 15.12. und 18.12.2026, jeweils 10.00-13.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr 

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Die Verführungskraft der Farben: Paolo Veronese und Giambattista Tiepolo
    Online-Vorlesung über „Zoom“
    Der Kurs verbindet zwei venezianische Maler zwischen Renaissance und Rokoko. Im Zentrum steht die Frage, wie Farbe in Venedig Raum, Licht, Bewegung und sinnliche Präsenz erzeugt. Bei Veronese wird die Farbe zum Medium festlicher Architektur: prachtvolle Gewänder, offene Bühnenräume und perspektivische Tiefen entfalten eine Malerei höfischer Eleganz und religiöser Inszenierung. Tiepolo führt diese Tradition im 18. Jahrhundert zu einer virtuosen Leichtigkeit: Deckenbilder öffnen sich in illusionistische Himmelsräume, Figuren schweben in atmosphärischem Licht, Perspektive wird zum Instrument theatralischer Erweiterung. Der Kurs will auch der Frage nachgehen, warum gerade in der venezianischen Kunst das Kolorit eine solche verführerische Qualität erreicht hat.

    Termine: Mo und Mi., 26.01. und 28.01.2027, jeweils von 10.00 - 13.00 Uhr
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr 

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Einführung in die Architektur: Von der Gotik zum Barock
    Vorlesung
    Der Kurs bietet einen grundlegenden Überblick über zentrale Entwicklungen der europäischen Architektur vom Hoch- und Spätmittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Im Mittelpunkt steht zunächst die Gotik mit ihrem neuen Fokus auf Höhe und Licht und die damit einhergehenden konstruktiven Neuheuten. Die Renaissance formuliert ein neues Verständnis von Architektur als rational geordnetem und auf den Menschen bezogenem Raum. Antikisches, Proportion, Zentralbauidee und perspektivische Raumauffassung prägen diese Baukunst, Architektur wird zu einem Medium humanistischer Weltordnung. Der Barock schließlich setzt Architektur in Bewegung, Raum wird inszeniert: durch dynamische Grundrisse, gekrümmte Fassaden, dramatische Lichtführung, illusionistische Deckenmalerei und die enge Verbindung von Architektur, Skulptur und Malerei. Der Kurs richtet sich an alle, die verstehen möchten, wie sich zwischen Gotik, Renaissance und Barock grundlegende europäische Raumvorstellungen verändern.

    Termine: Mo, 15.02.2027, 14:00 - 17:00 Uhr und Di, 16.02.2027., 10:00 - 17:15 Uhr
    Ort: Schlossgarten 3, SG3
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr


    Dr. Matthias Vollmer
    Wilhelm Leibl - zwischen altniederländischer Malerei und französischem Impressionismus
    Vorlesung
    Wilhelm Leibl gehört zu den zentralen Gestalten des deutschen Realismus im 19. Jahrhundert. Der Kurs stellt seine Kunst im Spannungsfeld von präziser Naturbeobachtung, altmeisterlicher Bildtradition und moderner malerischer Autonomie vor. Im Mittelpunkt steht Leibls Vorstellung des „rein Malerischen“: Nicht erzählerische Historienmalerei, literarisches Pathos oder idealisierte Schönheit bestimmen seine Bilder, sondern die konzentrierte Sichtbarkeit von Körper, Stoff, Licht, Farbe und Oberfläche. Dabei wird Leibls Rückgriff auf die alten Meister besonders wichtig. Jan van Eycks mikroskopische Genauigkeit, Hans Holbeins nüchterne Bildschärfe bilden entscheidende Bezugspunkte. Zugleich grenzt sich Leibl von der akademischen Historienmalerei seiner Zeit ab: Seine Bauern, Frauen, Bildnisse und Interieurs vermitteln Präsenz gerade ohne große geschichtliche Handlung. Der Kurs will zeigen, wie Leibl den Realismus nicht als bloße Wirklichkeitskopie, sondern als anspruchsvolle Kunst des Sehens, Malens und Verdichtens entwickelte.

    Termine:  Mi, 17.02.2027, 10:00 - 17:15 Uhr
    Ort:  Schlossgarten 3, SG3
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr


    Dr. Matthias Vollmer
    Vermeer und die kurze Blüte der "Delfter Malschule"
    Online-Vorlesung über "Zoom"
    Die „Delfter Malerschule“ kann als eine Gruppe von nur locker miteinander verbundenen Künstlern verstanden werden, die in Delft in der kurzen Zeit von 1650 bis 1670 malten. Johannes Vermeer, Pieter de Hooch, Carel Fabritius, Gerard Houckgeest, Paulus Potter und Emmanuel de Witte waren die bekanntesten Vertreter dieser Schule, doch jeder der eben erwähnten Maler gehört zu den wichtigen Künstlern des Holländischen Goldenen Zeitalters. Ihre Malerei ist geprägt durch eine tiefe innere Ruhe, durch genaueste Beobachtung des Lichtes, perspektivische Kompositionen und eine gewisse lässige Darstellung der Details. In einem Zeitraum von etwa 20 Jahren wurden einzigartige Meisterwerke geschaffen, von denen die Kompositionen Vermeers heute sicherlich die berühmtesten sind. Der Kurs möchte, mit einem besonderen Focus auf das Schaffen Vermeers, diese kurze Blütezeit vorstellen, nach derem Ende Delft zurück in die künstlerische Provinz fiel.

    Termine: Di und Fr,  23. und 26.02.2027, jeweils 10:00 - 13:00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr 


    Dr. Matthias Vollmer
    Einführung in die Kunst der Moderne bis 1937 - Dada, Surrealismus und Neue Sachlichkeit
    Vorlesung
    Der Kurs widmet sich drei zentralen Strömungen der europäischen Kunst zwischen Erstem Weltkrieg, Weimarer Republik und den 1930er Jahren. Dada reagiert auf Krieg, Nationalismus und bürgerliche Kultur mit radikaler Verweigerung: Collage, Fotomontage, Lautgedicht, Zufall und Provokation werden zu künstlerischen Mitteln der Kritik. Der Surrealismus erweitert diese Revolte ins Psychische: Traum, Unbewusstes, Automatismus und irritierende Bildlogik öffnen neue Räume jenseits rationaler Ordnung. Die Neue Sachlichkeit hingegen richtet den Blick scharf auf die Gegenwart: nüchterne Beobachtung, soziale Analyse, Großstadt, Technik und politische Desillusion prägen ihre Bildsprache. Der Kurs will zeigen, wie unterschiedlich moderne Kunst auf Krise, Erfahrung und gesellschaftlichen Wandel antwortet.

    Termine:  Mo, 22.03.2027, 14.00-17.15 Uhr und Di 23.03.2027, 10.00-13.00 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort:  Domplatz 20, F2
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr  

     

    Dr. Matthias Vollmer
    Emil Nolde - "Ungemalte Bilder" eines "politisch Ahnungslosen"
    Vorlesung
    Leuchtende Marschen, aufgewühlte Meerlandschaften prangende, mitunter dräuende Sturmhimmel, zerquälte, entstellte biblischen Szenen und nicht unbedingt abwechslungsreiche Blumenaquarelle verbindet man mit der Malerei Emil Noldes. Er wird zu den Avantgardisten der Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezählt und seine vitalen und farbintensiven Farbaufträge erinnern manchen an van Gogh. Von den Nationalsozialisten wurde seine Kunst als „entartet“ diffamiert – und das, obgleich Nolde ein überzeugter Anhänger des NS-Regimes gewesen ist. Der Kurs möchte einerseits die Kunst Noldes vorstellen und würdigen und andererseits zeigen, wie die rigide „Kulturpolitik“ jener Zeit auch eindeutige Anhänger diffamieren konnte.

    Termin: Mi, 24.03.2027, 10-13 Uhr und 14.15-17.15 Uhr
    Ort: Domplatz 20, F2
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2027, 9 Uhr 

  • Musikgeschichte

    Szameitat, Beatrice
    Musik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
    Online-Vorlesung
    Die Musik geht den Weg in die Moderne im selben Zeitraum wie die Kunst. Bahnbrechende neue Kompositionsmethoden wie atonale Musik und Zwölftonmusik sind mit der abstrakten Malerei vergleichbar. Protagonisten dieser beispiellosen Entwicklung sind Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden darüber hinaus weitere Ideen entwickelt: Igor Strawinsky findet zum Neoklassizismus; Bela Bartok erforscht die Volkslieder seiner ungarischen Heimat und verarbeitet diese Inspiration in der Kunstmusik auf neuartige Weise. Aus den USA meldet sich als ultra-modernes Genie Charles Ives zu Wort. Musik und Politik sind in den 1930er und 1940er Jahren eng miteinander verflochten. Kann Musik politisch sein? Das Seminar gibt mit Bildern und Musikbeispielen einen Überblick über diese Entwicklungen. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich.

    Termine: Mo, 11., 18., und 25.01.2027,  jeweils 9.30-14.00 Uhr
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr

  • Ethnologie

    Dr. Ursula Bertels
    Dialog der Kulturen Teil I - ein Training zur Vermittlung von interkultureller Kompetenz
    Tagesseminar
    Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung sind interkulturelle Begegnungen nicht selten von Unsicherheit und Missverständnissen geprägt. Interkulturelle Kompetenz ist daher zu einer Schlüsselkompetenz geworden.
    Doch was versteht man unter Interkultureller Kompetenz? Was sind die Ursachen für interkulturelle Missverständnisse? Welche Handlungsstrategien sind für interkulturelle Begegnungen wichtig?
    Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Es werden keine Patentrezepte geliefert. Vielmehr gilt es grundsätzliche Probleme der interkulturellen Begegnung zu erfassen.

    Termin: Fr. 26.02.2027, 9.00-16.00 Uhr
    Ort: Bispinghof 2, BB 1
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

  • Arabistik und Islamwissenschaft

    Dr. Monika Springberg  
    Führungen durch die Sammlung des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft
    Führungen
    Das Institut für Arabistik und Islamwissenschaft verfügt über eine kleine Sammlung historischer Handschriften, Grabsteine und Metallobjekte von musealem Rang – die Objekte repräsentieren einen großen Teil der islamisch geprägten Welt vom Maghreb bis nach Indien. Darunter sind einige vollständige, sehr schön gestaltete Korancodices, aber auch einzelne Koranblätter – die ältesten entstanden vermutlich im 9. oder 10. Jahrhundert.
    Bei dieser Vorstellung der Sammlung wird es zunächst kurz darum gehen, auf welchen Wegen die Objekte ins Münsteraner Institut gelangt sind. Anschließend werden wir uns einige ausgewählte Exponate genauer anschauen und dabei folgende Fragen thematisieren: Wie kann man arabische und persische Manuskripte und Inschriften anhand ihrer Materialien, Schriftarten und Dekorelemente datieren und einem bestimmten geographischen Raum zuordnen? Von wem und wie wurden sie angefertigt? Und wer benutzte sie zu welchem Zweck?
    Bitte beachten Sie, dass Sie nur an einer Gruppe teilnehmen können. Sämtliche Nachrückerplätze verfallen, sobald Sie einen Teilnehmerplatz erhalten haben.

    Ort:    
    Foyer des Instituts für Arabistik und Islamwissenschaft, Schlaunstraße 2, 2. Etage. Die Sammlungsräume liegen im Gebäudeteil Rosenstr.9 in der 3. Etage und sind über den Aufzug in der Rosenstr. 9 barrierefrei zugänglich. Wer Hilfe beim Zugang benötigt, möge sich bitte im Sekretariat des Instituts yasar@uni-Muenster.de / Tel. 83 24571 melden.

    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr. Alle Gruppen sind teilnehmerbegrenzt.

    Termine:
    Gruppe 1: Di, 20.10.2026, 14.00 - 15.30 Uhr 


    Gruppe 2: Di, 24.11.2026, 10.30 - 12.00 Uhr 


    Gruppe 3: Di, 19.01.2027, 14.00-15.30 Uhr 
     

  • Germanistik/Literaturwissenschaft

    Wolfgang Türk
    Hans-Jürgen Syberberg: Die deutsche Trilogie (1)
    Blockseminar 
    Mit der „Deutschen Trilogie“ schuf der Regisseur Hans-Jürgen Syberberg Anfang der 1970er Jahre – deutschen Mythen und Traumata nachspürend –   ein monumentales Werk des bundesrepublikanischen Autorenfilms. An Schlüsselfiguren wie Ludwig II., Karl May, und Adolf Hitler versuchte Syberberg drei Kulminationspunkte der deutschen Geschichte auszuloten und „das emotionale und sentimentale Geröll dieser Zeit“ (Thomas Elsaesser) in bildgewaltigen Szenarien zu fassen.
    Das Seminar widmet sich – ergänzt um Essays des Regisseurs sowie zeitgenössischen Kritiken und Rezensionen – im Wintersemester den Filmen „Ludwig – Requiem für einen jungfräulichen König“ (1972) und „Karl May“ (1974), im kommenden Sommersemester dann dem mehrstündigen Filmepos "Hitler, ein Film aus Deutschland" (1977) und dem Dokumentarfilm „Winifred Wagner und die Geschichte des Hauses Wahnfried 1914–1975“ (1975).
    Syberbergs Auseinandersetzung mit Bayerns Märchenkönig zeigt Ludwig als einen Monarchen alten Stils, der sein traumverlorenes Königreich in vergoldeten Prunkräumen, auf nächtlichen Schlittenfahrten und im Rausch Wagnerscher Musik theatralisch zu inszenieren versteht – und sich in tragischer Realitätsverweigerung dem gemütfeindlichen Beginn des industriellen Zeitalters widersetzt. Der Mittelteil von Hans-Jürgen Syberbergs „Deutscher Trilogie“ entwirft dann in atmosphärisch bestechenden, sorgfältig stilisierten Tableaus, die zwischen mythischer Überhöhung und ironischer Brechung wechseln, das Schicksalsdrama um den Erfolgsschriftsteller Karl May, der trotz seiner umstrittenen Vergangenheit um Anerkennung als Botschafter seiner Ideale ringt und dabei zum Spiegel des Selbstverständnisses einer ganzen Nation wird. 

    Ort: wird noch bekannt gegeben
    Termine:    
    Dienstag, 27.10.2026, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
    Freitag,06.11.2026, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 07.11.2026, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 27.11.2026, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 28.11.2026, 10.00-18.00 Uhr
     
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)  


    Wolfgang Türk
    Robert Musil - Der Mann ohne Eigenschaften (1)
    Blockseminar
    „Der Mann ohne Eigenschaften“, Musils unvollendetes Opus magnum, ist eines der wirkungsmächtigsten Werke der modernen Literatur, „ein letztes Prunkstück österreichischen Barocks, strotzend von Überfülle, Fleisch und Kostüm, Vorhang und Hintergrund, Sinnlichkeit und Reflexion“ (Ernst Fischer).
    Man schreibt das Jahr 1913, und die Wiener Gesellschaft ist entschlossen, das siebzigjährige Jubiläum der Thronbesteigung von Kaiser Franz Josef angemessen zu feiern. Doch während die Aristokratie versucht, aus dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie einen letzten Glanz zu retten, gibt es in der gewöhnlichen Wiener Welt erste Anzeichen einer ernsthaften Rebellion. Inmitten dieses sozialen Labyrinths befindet sich Ulrich: jung, reich, Ex-Soldat, Verführer und Wissenschaftler. Unfähig, sich vorzumachen, dass das Sammelsurium an Eigenschaften und Werten, die ihm anerzogen wurden, so etwas wie einen angeborenen „Charakter“ darstellt, ist er tatsächlich ein Mann „ohne Eigenschaften“, ein brillanter, distanzierter Beobachter der sich immer schneller drehenden, rasenden Gesellschaft um ihn herum. Die letzten Jahre der k.u.k.-Monarchie verdichten sich dabei zu einem wahren Panoptikum aus Mit- und Gegenspielern, Akteuren der Diplomatie und des Großkapitals, Schwärmern, Revolutionären, einem Sexualmörder wie einer esoterischen Salonkönigin. Der Leser aber blickt gebannt und zugleich fasziniert in das unbestechliche Bild eines Zerrspiegels der österreichischen Gemütsverfassung vor dem Ersten Weltkrieg. 
    Aufgrund des Seitenumfangs wird Musils Roman in zwei Semestern behandelt. Um die Lesepause dabei kurz zu halten, beginnt das Anschlussseminar direkt nach den Semesterferien im April 2027. Textausgabe: Musil, Robert. Der Mann ohne Eigenschaften. Erstes und Zweites Buch. Hamburg: Rowohlt 2014. 

    Ort: wird noch bekannt gegeben
    Termine:    
    Dienstag, 12.01.2027, 18.00-20.00 Uhr (Vorbesprechung)
    Freitag, 15.10.2027, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 16.01.2027, 10.00-18.00 Uhr
    Freitag, 29.012027, 16.00-22.00 Uhr
    Samstag, 30.01.2027, 10.00-18.00 Uhr

    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)  

  • Romanistik

    Prof. Dr. Christoph Miething
    Französische Gegenwartsliteratur
    Lektürekurs auf Französisch
    Im kommenden Semester werden wir Kolkhoze von Emmanuel Carrère lesen (P.O.L. éditeur: Paris 2025). Das Buch hat fast 550 Seiten, so dass wir möglicherweise Teile davon nur kurz besprechen werden. Wie Yoga, das wir im Kurs bereits gelesen haben, handelt es sich auch bei Kolkhose um einen autobiographischen Text. Diesmal ist der Rahmen allerdings nicht das persönliche Psychodrama des Autors, sondern der gesellschaftliche, politische und kulturelle Rahmen, der seine Existenz aufgrund der Herkunft aus seiner russisch-georgisch-französischen Familie geprägt hat. Besondere Bedeutung kommt dabei der schwierigen Beziehung zu seiner Mutter zu, die als Schriftstellerin und Rußland-Expertin  in die Académie Francaise aufgenommen wurde und dort eine führende Rolle gespielt hat. Kolkhose bietet zugleich, ausgehend von den persönlichen Kontakten und Lektüreerfahrungen des Autors, ein literarisches Panorama Frankreichs.
    Es sei darauf hingewiesen, dass im Kurs ausschließlich französisch gesprochen wird und dementsprechende Französischkenntnisse Voraussetzung für die Teilnahme sind. 

    Zeit:  Mi 12-14 Uhr
    Ort:  Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, F153
    Beginn: 21.10.2026
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

  • Selbstorganisierte studentische Arbeitskreise

    Philosophischer Diskurs: Geschichte des anthropologischen Denkens
    Wir besprechen das Buch „Der aufrechte Gang-Eine Geschichte des anthropologischen Denkens“ von Kurt Bayertz, Beck Verlag, 2013
    Im Klappentext heisst es: "Dass wir auf zwei Beinen gehen, halten wir für selbstverständlich, und doch ist der Mensch eines der ganz wenigen Lebewesen, die dazu in der Lage sind. In seinem glänzend geschriebenen Opus Magnum führt Kurt Bayertz den Leser zu nichts weniger als der Frage, was Menschsein bedeutet. Was macht den Menschen zum Menschen? Was erhebt ihn - im wahrsten Sinne des Wortes - über alle anderen Lebewesen? Was beschert ihm seine Sonderstellung, Hochmut und Rückenprobleme inklusive? Bayertz hat das Denkmotiv des "aufrechten Ganges" durch zweieinhalbtausend Jahre Geistesgeschichte verfolgt, von Ovid, in dessen Schöpfungsgeschichte der "rohe, ausdruckslose Erdenkloß" durch seine Aufrichtung erst menschlich wird, über die "aufrecht kriechenden Maschinen" bei La Mettrie, die trotz all ihrer Bemühungen stets "nur Tiere" bleiben, bis hin zum Appell an den "aufrechten Gang" im November 1989 in der DDR. Die Körperhaltung bestimmt stark das menschliche Selbstbild und findet in der Politik bis heute ihren Ausdruck im "aufrechten" Menschen als Metapher und Symbol für ein würdiges Leben“

    Zeit: Do, 14-16 Uhr
    Ort: Bispinghof 2 - BB3
    Beginn: 15.10.2026
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!)


    Arbeitskreis Lyrik: Gedichte der "Frankfurter Anthologie"
    Wir besprechen aktuelle Gedichte der „Frankfurter Anthologie“, die in der„Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erscheinen. Sie ist ist eine traditionsreiche Lyrik-Reihe, die 1974 von Marcel-Reich-Ranicki ins Leben gerufen wurde. Wöchentlich erscheint in der „FAZ“ ein Gedicht, das von namhaften Schriftstellern, Kritikern oder Literaturwissenschaftlern in einem kurzen Essay interpretiert wird. Mittlerweile umfasst die Sammlung weit über 2050 Gedichte aus allen Epochen und Regionen der Welt.

    Zeit: Mi 10-12 Uhr
    Ort:  Fürstenberghaus - F040
    Beginn:  14.10.2026
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr     


    Sozialwissenschaftlicher Diskurs: Verlust
    Es ist der Titel eines Buches von Andreas Reckwitz, Suhrkamp Verlag, 2024.
    Im Klappentext heisst es: "Ein Grundproblem der Moderne. Gletscher schmelzen, Arbeitswelten verschwinden, Ordnungen zerfallen. Verluste bedrängen die westlichen Gegenwartsgesellschaften in großer Zahl und Vielfalt. Sie treiben die Menschen auf die Straße, in die Praxen der Therapeuten und in die Arme von Populisten. Sie setzen den Ton unserer Zeit. Während sich die Formen ihrer Bearbeitung tiefgreifend verändern, scheinen Verlusterfahrungen und Verlustängste immer weiter zu eskalieren. Wie ist das zu erklären? Und was bedeutet es für die Zukunft?
    Andreas Reckwitz leistet Pionierarbeit und präsentiert die erste umfassende Analyse der sozialen und kulturellen Strukturen, die unser Verhältnis zum Verlust prägen. Unter dem Banner des Fortschritts, so legt er dar, wird die westliche Moderne schon immer von einer Verlustparadoxie angetrieben: Sie will (und kann) Verlusterfahrungen reduzieren – und potenziert sie zugleich. Dieses fragile Arrangement hatte lange Bestand, doch in der verletzlichen Spätmoderne kollabiert es. Das Fortschrittsnarrativ büßt massiv an Glaubwürdigkeit ein, Verluste lassen sich nicht mehr unsichtbar machen. Das führt zu einer der existenziellen Fragen des 21. Jahrhunderts: Können Gesellschaften modern bleiben und sich zugleich produktiv mit Verlusten auseinandersetzen? Ein wegweisendes Buch.“
    Die genaue Vorplanung für 14 Veranstaltungen im Semester ist in der vorlesungsfreien Zeit im August und September. Interessenten können sich an Herrn Udo Herrmann wenden: ua.herrmann@t-online.de.

    Zeit: Di, 10-12 Uhr
    Ort:  Leonardo-Campus 10 - LE 10.2
    Beginn: 13.10.2026
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!)
     

    Arbeitskreis Literatur: Unter Druck - Was Menschen verschiedener Kulturen prägt
    Unsere Literaturauswahl für das Sommersemester stellen wir unter das Motto „Unter Druck - Was Menschen verschiedener Kulturen prägt“.

    13.10.2026
    Yishai Sarid, Chamäleon, Übersetzung: Ruth Achlama, (Gebundene Ausgabe 25,00 €)
             
    03.11.2026
    Zsuzsa Bánk, Der Schwimmer (Taschenbuch 12,00 €)
                                      
    17.11.2026
    Birgit Vanderbeke, Das Muschelessen (Taschenbuch 12,00 €)           

    01.12.2026   
    Fang Fang, Glänzende Aussicht, Übersetzung: Michael Kahn-Ackermann, (Gebundene Ausgabe 24,00 €)

    12.01.2027
    Yukio Mishima, Der goldene Pavillon, (Taschenbuch 15,00 €)   
                             
    26.01.2027
    Highlight-Lecture: Rückschau auf das Thema und die ausgewählten Buchtitel


    Zeit:  Di 14-16 Uhr
    Ort:  Orléansring 12 - SRZ19
    Anmeldung:  Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnahmerbegrenzt)

     

    Alterspädagogischer Arbeitskreis: Neue Horizonte für Best Ager plus
    Neugierde kennt kein Alter!  In diesem Arbeitskreis öffnen wir gemeinsam neue Horizonte für das Leben im Alter jenseits gewohnter Pfade.  Wie kann es dieser Lebensphase Sinnhaftigkeit, Perspektiven und Gelingen geben ?
    Dies soll zunächst auf der Basis der Betrachtung der Veränderungen im Alter geschehen, die oft von Verlust und Abschied geprägt sind.  Gehören zu einer Rückschau auch Elemente wie Vergebung – mir selbst und anderen gegenüber - und vielleicht auch Versöhnung ?  Wie lässt sich diese Lebensphase dann mit Neuem anreichern?
    Die Möglichkeiten eines gelingenden Alterns, die sich für den Einzelnen im Rahmen der Gesellschaft ergeben, sollen im Mittelpunkt des Arbeitskreises stehen. Auch wenn nachlassende körperliche Kräfte uns Grenzen im Handeln aufzeigen, sollen auch im Alter Lebenssouveränität und persönliche Freiheit Ziel bleiben, sowohl als gestärkte Individualität als auch im Miteinander der Gesellschaft. Als einführende Literatur sind hilfreich : Ulrich Schnabel:  Zusammen (2022) und Gabriele von Arnim: Der Trost der Schönheit – Eine Suche .
    In dem Arbeitskreis erwarten wir neben einer insgesamt intensiven Mitarbeit auch die Ausgestaltung einzelner Sitzungstermine von verschiedenen KursteilnehmerInnen. Wir bieten dazu einen geschützten persönlichen Rahmen. So sollten persönliche Einlassungen immer wertgeschätzter und veranstaltungsinterner Beitrag gesehen und behandelt werden.

    Zeit: Di, 10-12 Uhr: 27.10., 10.11., 24.11., 8.12.2026; 12.01., 26.01.2027
    Ort: Domplatz 20, F041
    Beginn: 27.10.2026
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!)

  • Anmeldepflichtige Veranstaltungen der Fachbereiche
     

    Kommunikationswissenschaft

    Prof. Dr. Armin Scholl
    Journalismus und Sprache
    Seminar  
    Es hat lange gedauert, bis sich in der DGPuK eine Fachgruppe für Sprache in den Medien organisiert hat. Damit wird der Bedeutung von Sprache auch im Journalismus Rechnung getragen. Dabei geht es sowohl um professionelle Regeln im Journalismus als auch um die Wirkung von Sprache (diskriminierend, verharmlosend, ästhetisierend usw.).
    Im Seminar sollen Aspekte der Sprache grundlegend sowie anhand von Beispielen diskutiert werden. Dabei geht es auch um aktuelle Phänomene wie gendergerechte Sprache oder Hasskommunikation.

    Zeit: Di 14-16 Uhr
    Ort: Orléansring 12, SRZ 18
    Beginn: 13.10.2026

    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt)

     

    Erziehungswissenschaft

    Prof'in Dr. Christina Huf
    Betreute Kindheit
    Was kann man sich von der Kindertagesbetreuung versprechen? Dieser Frage geht Michael Honig in seinem neuen Buch „Betreute Kindheit“ nach. In kritischer Auseinandersetzung mit dem Ideal der Kindzentrierung untersucht das Buch, wie organisierte Kleinkinderziehung dazu beiträgt, der Kindheit in unserer Gesellschaft eine soziale Form zu geben und wie das Kindsein in einer zukünftigen Gesellschaft ganz anders sein könnte, als wir es uns heute vorzustellen vermögen.
    Das Seminar ist ein Lektüreseminar, das auf die intensive Auseinandersetzung mit der Pädagogik und Politik der Kindertagesbetreuung zielt.

    Zeit: Do, 10-12 Uhr
    Ort: wird noch bekannt gegeben
    Beginn: 22.10.2026
    Anmeldung: Ab dem 18.09.2026, 9 Uhr (teilnehmerbegrenzt!) 

     

  • Datenschutzerklärung zur Anmeldung von speziellen Veranstaltungen im Rahmen des "Studium im Alter"

    Neben der allgemeinen Datenschutzerklärung  der Universität Münster gelten für die Datenverarbeitung bei der Anmeldung zu Veranstaltungen im Rahmen des „Studium im Alter“ folgende Besonderheiten:

    Umfang der Datenverarbeitung
    Bei der Anmeldung werden folgende personenbezogene Daten gespeichert und verarbeitet:

    Wenn Sie Gasthörer*in sind und sich zu einer Veranstaltung anmelden wollen:
    (1)    Name, Vorname
    (2)    Matrikelnummer
    (3)    Bei elektronischer Anmeldung: E-Mail-Adresse
    (4)    Bei telefonischer Anmeldung: Telefonnummer

    Wenn Sie keine Gasthörer*in sind und sich zu unserer Ringvorlesung anmelden wollen:
    (1) Name, Vorname
    (2) E-Mail-Adresse

    Zweck der Verarbeitung
    Die Verarbeitung der oben genannten personenbezogenen Daten dient zur Organisation der Veranstaltungen mit begrenzter Teilnehmerzahl. Diese Daten werden an die für die jeweilige Veranstaltung Verantwortlichen weitergegeben.

    Rechtsgrundlage der Verarbeitung
    Da die Datenverarbeitung auf Ihrer Einwilligung beruht, ist Rechtsgrundlage Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DSGVO.

    Dauer der Speicherung personenbezogener Daten
    Ihre personenbezogenen Daten werden von uns nur solange gespeichert, wie wir sie für die Verwaltung Ihrer Teilnahme an den Veranstaltungen benötigen, in der Regel ein Semester. Ihre Daten werden auch dann gelöscht, wenn Sie Ihre Einwilligung zur weiteren Datenverarbeitung gegenüber der Kontaktstelle „Studium im Alter“ widerrufen.