Netzwerk Jungenförderung im Sport

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Jungenförderung im Sport

Die Probleme von Jungen und jungen Männern rücken in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Auffällig sind nicht nur ihre schlechten Bildungsabschlüsse, sondern vermehrt auch ihre politische Radikalisierung. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der aktuelle Podacast "Tauziehen" zu Politik und Sport der Deutschen Sportjugend mit diesem Thema. In dem Gespräch disktuiert Prof. Dr. Nils Neuber mit den Moderator*innen Nina Reip und Nico Mikulic über die Potenziale der Jungenförderung im Sport

© Andrea Bowinkelmann (LSB NRW)

Ungleiche Bildungschancen nach Herkunft und Geschlecht

Der aktuelle Chancenmonitor des ifo Instituts zeigt, dass die Bildungschancen in Deutschland weiterhin stark von der sozialen Herkunft und dem Geschlecht abhängen. So variiert die Wahrscheinlichkeit eines Gymnasialbesuchs je nach familiärem Hintergrund zwischen 16,9 und 80,3 Prozent, während Jungen deutlich seltener ein Gymnasium besuchen als Mädchen (36,9 gegenüber 43,5 Prozent). Bildungsungleichheiten sind somit sowohl strukturell als auch geschlechterspezifisch bedingt und erfordern gezielte, geschlechtersensible Förderansätze.

Abbildung KI-generiert
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Wie Social Media das Weltbild von Jungen prägt

Die Studienreihe "Soziale Medien, Geschlechterbilder und Werte" des  Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI), die in Kooperation mit der MaLisa Stiftung durchgeführt wurde, untersucht den Einfluss sozialer Medien auf Geschlechterbilder und Werte junger Menschen. Demnach prägen Plattformen wie TikTok und Instagram bei 9 von 10 Jugendlichen das Weltbild und dienen als Orientierung. Besonders bei Jungen zeigen sich problematische Tendenzen: Ein Teil vertritt Geschlechterbilder, die von Dominanz, Ablehnung von Vielfalt und politischer Rechtsorientierung geprägt sind.

© LBS NRW Andrea Bowinkelmann

Gründe der "Jungenkrise"

Ein Beitrag in der ZEIT beleuchtet die aktuelle Debatte um eine mögliche „Jungenkrise“. Jungen erzielen im Durchschnitt schlechtere schulische Leistungen, brechen häufiger die Schule ab und weisen deutlich höhere Suizidraten auf als junge Frauen. Der Artikel zeigt jedoch, dass einfache kulturelle Erklärungen, etwa eine vermeintliche „Feminisierung“ von Schule und Gesellschaft, empirisch kaum haltbar sind. Studien verweisen vielmehr auf soziale Herkunft, strukturelle Veränderungen der Arbeitswelt und traditionelle Männlichkeitsnormen als zentrale Faktoren für Bildungsungleichheiten.

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Wie wird man ein "guter Mann"?

Wegen der Netflix-Serie „Adolescence“ müssen Jungen an britischen Schulen nun Workshops über Frauenhass besuchen. Der ZEIT-Artikel zeigt, wie Lehrkräfte und Pädagogen darin versuchen, mit Jugendlichen über Männlichkeitsbilder, Gewaltfantasien und Online-Einflüsse ins Gespräch zu kommen. Deutlich wird, dass viele Jungen Orientierung suchen und pädagogische Räume für Reflexion und Verantwortung benötigen.

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Männlichkeitsbilder und Rechtsruck

Willkommen in der Mannosphäre

Im ARD-Beitrag „Männlichkeitsbilder und Rechtsruck. Willkommen in der Mannosphäre“ berichten Maryam Bonakdar, Stefanie Delfs und Antonia Märzhäuser über rigide Männlichkeitsideale im Internet, die an Einfluss gewinnen und rechtspopulistische Parteien, die diese Strömung aufgreifen und für ihre politischen Kampagnen und Wahlkämpfe nutzen.