• Vita

    Beruflicher Werdegang

    seit 12/2016
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungskolleg "Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region" (RePliR)

    10/2013 - 11/2016
    Studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft von Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer am Exzellenzcluster 'Religion und Politik'/Lehrstuhl Neuere und Neueste Geschichte II, WWU Münster

    09/2015 - 03/2016
    Stutentische Hilfskraft von PD Dr. Rudolf B. Hein am Seminar für Moraltheologie, Katholisch-Theologische Fakultät, WWU Münster

    11/2014 - 01/2015
    Tutor/Studentische Hilfskraft bei der Zentralen Studienberatung, WWU Münster

    10/2013 - 02/2014
    Tutor/Studentische Hilfskraft am Seminar für Dogmatik und Dogmengeschichte, Katholisch-Theologische Fakultät, WWU Münster

    03/2013 - 10/2016
    Honorarkraft im Bereich historisch-politischer Bildung am Geschichtsort Villa ten Hompel und in der Akademie Franz-Hitze-Haus, Münster

    Akademische Bildung

    08/2016
    Zertifikat/Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Katholische Religionslehre)

    03/2016
    Master of Education/Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Geschichte, Sozialwissenschaften)

    03/2014
    Bachelor of Arts (Geschichte, Ökonomik)

    10/2010 - 08/2016
    Studium der Geschichte, Ökonomik, Sozialwissenschaften, Katholischen Religionslehre und Erziehungswissenschaft an der WWU Münster

  • Projekt

    Eine verschränkte Wahrnehmungs- und Begegnungsgeschichte von Christen und Muslimen seit 1973 in Nordrhein-Westfalen

    Während öffentliche, politische und mediale Debatten um "den Islam" nicht abreißen wollen, gerät bisweilen aus dem Blick, dass Muslime schon seit langer Zeit in Deutschland leben und in ihren alltäglichen Lebensvollzügen Menschen christlichen Glaubens begegnen – ob in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz oder in der Schule. Insofern teilen sich Angehörige beider religiöser Traditionen die Geschichte der christlich-muslimischen Begegnung, die dann als interreligiöse verstanden werden kann, wenn die Zugehörigkeit der Akteure zur jeweiligen Religion und ihr religiöses Selbstverständnis direkt oder indirekt im Begegnungsgeschehen bedeutsam sind.

    Als besondere und verdichtete Form dieser Begegnung von Christen und Muslimen, deren Präsenz infolge der Arbeitsmigration zunahm, konstituierte sich seit den 1970er Jahren der Dialog zwischen Gläubigen beider Traditionen in Gestalt von Arbeitskreisen, Gesellschaften und anderen Initiativen, um das wechselseitige Verhältnis von Angehörigen der beiden Religionen zivilgesellschaftlich auszugestalten. Dabei vollzog sich dieses Begegnungsgeschehen nicht im luftleeren Raum. Ob missliche Lebensbedingungen von muslimischen "Gastarbeitern" oder Fragen nach deren Religionsausübung, Streit um Ezanruf, Moschee- oder Minarettbauten, Ausländer- und Islamfeindlichkeit, Kriege im Nahen Osten oder islamistischer Terrorismus: Die sozialen, politischen, diskursiven und ereignisgeschichtlichen Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich der Dialog konstituierte, wirkten auf diese zurück. Die Dialoginitiativen versuchten ihrerseits, auf ihre Umgebung, auf das Miteinander von Christen und Muslimen insgesamt sowie auf gesamtgesellschaftliche Bilder "vom Islam" Einfluss zu nehmen.

    Anhand der Genese und Entwicklung dieser Dialoginitiativen soll in dem Promotionsprojekt der Versuch unternommen werden, eine relationale Geschichte von Christen und Muslimen seit 1973 zu schreiben, Akteure und Konstellationen zu erfassen sowie Annäherungs- und Distanzierungsprozesse zwischen den Beteiligten nachzuvollziehen. Der räumliche Fokus liegt auf Nordrhein-Westfalen, dessen Bevölkerung vor allem entlang von Rhein und Ruhr von Migration geprägt ist und in hohem Maße soziale, kulturelle und religiöse Pluralität aufweist.

    Einer Gegenwartsgeschichte der Religionen in Deutschland wird mit einem solchen Forschungsvorhaben ein Kapitel hinzugefügt, welches die konkreten Relationen und Begegnungen von Christen und Muslimen erschließt und so über die diskursive Ebene von Bildern, Narrativen und Stereotypen von "dem Islam" und "den Muslimen" hinauszugehen vermag.

  • Forschung

    Arbeitsschwerpunkte

    • Religions- und Kirchengeschichte des 20. Jahrhunderts
    • Intellectual history und Ideengeschichte
    • Geschichte der Bundesrepublik
  • Publikationen

    Aufsätze

    • "Kurzbiografie von José Endres OSB", in: Sabine Happ/Veronika Jüttemann (Hg.), "Es ist mit einem Schlag alles so restlos vernichtet". Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Münster (Veröffentlichungen des Universitätsarchivs Münster 12), Münster 2018, 119-126.
    • "Zum Gedenken an Anton Eitel", in: Sabine Happ/Veronika Jüttemann (Hg.), "Es ist mit einem Schlag alles so restlos vernichtet". Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Münster (Veröffentlichungen des Universitätsarchivs Münster 12), Münster 2018, 674-686.
    • "Amerikanismus, Modernismus und Antimodernismus um 1900 - transnationale Perspektiven auf die katholische Ideengeschichte", in: Olaf Blaschke/Javier Ramón Solans (Hg.), Weltreligion im Umbruch. Transnationale Perspektiven auf das Christentum in der Globalisierung (Religion und Moderne 11), Frankfurt/New York (im Erscheinen).
    • "Fritz Bauer (1903 – 1968)", in: Manfred Blänkner/Axel Bernd Kunze (Hg.), Rote Fahnen, bunte Bänder. Korporierte Sozialdemokraten von Lassalle bis heute. Mit einem Vorwort von Erhard Eppler, Bonn 2016, 65-73.
    • "Das Erbe der Vormärzphilosophen Ludwig und Friedrich Feuerbach aus bildungstheoretischer Perspektive", online über https://www.uni-muenster.de/EW/forschung/forschungsstellen/ feuerbach/publikationen/download.html (18.01.2017).

    Interview