Basiskompetenzen und Bildungsziele

Basiskompetenzen

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Erwerb folgender Basiskompetenzen Kindern zwischen 3 und 6 Jahren eine solide Grundlage für ihre weitere soziale und geistige Entwicklung gibt und somit auch für ihre zukünftigen Lernerfolge in der Grundschulzeit. Dazu zählen

  • grundlegende kognitive Kompetenzen wie z.B. die willentliche Steuerung der Aufmerksamkeit sowie der Speicherung und des Abrufs von Informationen, die Grundlage des selbstregulierten Lernens bilden. 
  • sprachgebundene meta-kognitive Kompetenzen. Sie ermöglichen Kindern,

    • über das eigene Handeln und das anderer nachzudenken,

    • sich vor dem geistigen Auge etwas vorzustellen,

    • sich einen Plan für zukünftiges Handeln zu machen und

    • ihr Handeln an solchen mentalen Vorstellungen und Plänen auszurichten.

Diese Kompetenzen ermöglichen eine willentliche Selbstregulation, die für ein soziales Miteinander und ein selbstreguliertes Lernen in der Schule erforderlich ist.

  • bereichsspezifische Kompetenzen in den einzelnen Bildungsbereichen wie Mathematik, Sprache, Motorik und Sozio-Emotionalität.

Werden die genannten Basiskompetenzen nur unzureichend erworbenen, kann das den Erwerb vertiefter Kompetenzen beeinträchtigen und im späteren Bildungsverlauf nur unter zusätzlichen Anstrengungen aufgeholt werden.

Bildungsziele

Aufgrund der hohen Bedeutung des vorschulischen Erwerbs der genannten Basiskompetenzen haben sich die Jugend- und Kultusminister*innen aller Länder (JMK & KMK, 2004) darauf verständigt, dass Kinder Kompetenzen in folgenden Bildungsbereichen erwerben, die an das schulische Lernen anschlussfähig sind:

  1. Sprache, Schrift, Kommunikation
  2. Personale und soziale Entwicklung, Werteerziehung/religiöse Bildung
  3. Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-)Technik
  4. Musische Bildung/Umgang mit Medien
  5. Körper, Bewegung, Gesundheit
  6. Natur und kulturelle Umwelten

In der BIKO-Konzeption werden die Ziele für die ersten vier Bildungsbereiche beschrieben, die in wissenschaftlichen Studien als wesentliche Voraussetzungen für den weiteren Bildungserfolg benannt wurden. Diese Beschreibungen mit bebilderten Beispielen finden Sie unter dem jeweiligen Reiter der einzelnen Bildungsbereiche.

Spielerisches Lernen

Nach den Bildungsvereinbarungen der Jugend -und Kultusministerien sollen ausdrücklich nicht schulische Lehrformate in den Elementarbereich vorgezogen werden. Vielmehr sollen Basiskompetenzen den Kindern vornehmlich in spielerischer Form und in alltagsnahen Kontexten vermittelt und dazu anregendes Material verwendet werden. Denn die unterschiedlichen Spielformen wie Rollen-, Regel- und Konstruktionsspiele enthalten altersangemessene Anforderungen, die sowohl grundlegende meta-kognitive als auch bereichsspezifische Basiskompetenzen von Drei- bis Sechsjährigen in besonderer Weise fördern.