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Schwarze Kultur und Identitäten in Europa

Internationales „Afroeuropean Studies“-Netzwerk tagt vom 16. bis 19. September an der Universität Münster / Öffentliche Programmpunkte
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Tagungsflyer
© Englisches Seminar WWU

Die deutsche und die europäische Gesellschaft wurden allzu lange und allzu oft als ausschließlich „weiß“ verstanden - obwohl die Geschichte von Menschen afrikanischer Herkunft in Europa mindestens bis zu den alten Römern zurückreicht. Seit einiger Zeit gibt es immer mehr Versuche, dieses Geschichts- und Gesellschaftsbild zu korrigieren. Dies passiert in Debatten über Straßennamen, Museen, Schulbücher und Medien, aber auch in der Wissenschaft. Das interdisziplinär besetzte Forschungsfeld der „African European Studies“ sucht dabei ganz bewusst den Dialog mit einer breiten Öffentlichkeit. Vom 16. bis zum 19. September 2015 tagt das internationale „Afroeuropean Studies“-Netzwerk erstmals an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Die Konferenz „Afroeuropeans: Black Cultures and Identities in Europe“, die vom Lehrstuhl für English, Postcolonial and Media Studies des Englischen Seminars der WWU organisiert wird, wartet mit einem umfangreichen öffentlichen Programm auf.

Zu den Höhepunkten der Konferenz gehören zwei öffentliche Diskussionsveranstaltungen. Am Donnerstag, 17. September, beschäftigt sich eine Podiumsdiskussion unter der Frage „Why is my professor not black?“ mit strukturellem und institutionellem Rassismus im deutschen Bildungssystem. Gemeinsam soll diskutiert werden, wie „weiße“ Strukturen in Bildungssysteme und Bildungspraktiken eingeschrieben werden, auch wenn versucht wird, deren normativen Einfluss zu durchbrechen. Beginn der Veranstaltung ist um 16 Uhr.
Am Samstag, 19. September, findet eine „Fishbowl“-Diskussion zum Thema „Was sind ‚African European Studies‘?“ statt. Die Veranstalter erhoffen sich eine lebhafte Diskussion über Ziele,  Anwendungsbereiche, Alltagsrelevanz und mögliche Probleme der „African European Studies“. Während der gesamten Diskussion, bei der das Publikum im Kreis um die Sprecher sitzt, gibt es stets fünf aktive Redner. Drei von ihnen bleiben dauerhaft in der Diskussion, die beiden anderen Plätze werden im Rotationsprinzip von Teilnehmern aus dem Publikum eingenommen, die einwechseln und sich spontan beteiligen können, wann immer sie möchten. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr. Beide Diskussionsveranstaltungen finden in Hörsaal JO 01, Johannisstraße 4, statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei. 

Weitere Informationen zu der Konferenz und ihren öffentlichen Programmpunkten bietet die Tagungshomepage.
Anmeldungen zur regulären Tagungsteilnahme sind ebenfalls noch möglich. Die Tagungssprachen sind Englisch, Deutsch, Spanisch und Französisch.

Tagungshomepage

Tagungsprogramm

Lehrstuhl „English, Postcolonial and Media Studies“ am Englischen Seminar (Prof. Dr. Mark Stein)