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Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe der Lehrkräftebildung

DAAD fördert deutsch-indonesische Kooperation "DEEP" des Germanistischen Instituts
Im Oktober 2025 kamen Studierende und Lehrende der Universität Münster und der Universitas Negeri Yogyakarta zu einer zweiwöchigen Intensivphase des DEEP-Projekts zusammen.
© Stude/Schulze

Weltweit stehen Demokratien angesichts gesellschaftlicher Polarisierung vor wachsenden Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat ein internationales Projekt der Sprachdidaktik am Germanistischen Institut der Universität Münster zum Ziel, angehende Lehrkräfte in Deutschland und Indonesien systematisch auf die Vermittlung von Demokratie-, Nachhaltigkeits- und Diskurskompetenzen vorzubereiten. Im Projekt "DEEP" ("Democracy, Environmental Education and discursive Participation") wird Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe der Lehrkräftebildung verankert und mit Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und sprachlicher Teilhabe verzahnt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Juliane Stude und der didaktischen Leitung von Kordula Schulze verbindet DEEP konzeptionelle Arbeit mit empirischer Erprobung und schafft so Schnittstellen zwischen universitärer Lehre und schulischer Praxis an den Projektstandorten Münster und Yogyakarta. Projektpartnerin ist Dr. Widyastuti Purbani von der Universitas Negeri Yogyakarta (UNY). Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert das Projekt im Rahmen des Programms "Hochschuldialog mit der islamischen Welt" bis Dezember 2026 mit rund 147.000 €.

Ein bisheriger Höhepunkt im DEEP-Projekt war die zweiwöchige Intensivphase in Yogyakarta im Oktober 2025 mit Praxisworkshops an Partnerschulen, Exkursionen zu außerschulischen Lernorten und einem öffentlichen Roundtable an der UNY unter Beteiligung der Deutschen Botschaft in Jakarta und der königlichen Familie des Sultanats Yogyakarta. Ein ausführlicher Bericht über die Intensivphase in Yogyakarta ist im Newsletter "The Larger Picture" erschienen (Ausgabe 57, 12.11.2025). Im Juni 2026 wird eine Delegation der UNY und Schulpartnern zu einer weiteren intensiven Projektphase nach Münster reisen. Geplant sind unter anderem gemeinsame Workshops an Schulen der Region, die Fortsetzung der Roundtable-Gespräche sowie empirische Feldstudien zu Demokratie- und Nachhaltigkeitspraxen im deutschen Schulkontext.

Weitere Informationen / Links:

DEEP-Kurzbeschreibung auf der DAAD-Homepage

Prof. Dr. Juliane Stude am Germanistischen Institut