
Dr.*in Carolin Bohn
Geschäftsführerin des Zentrums für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) & Wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZIN
carolin.bohnt[at]uni-muenster[DOT]de

Dr.*in Carolin Bohn
Geschäftsführerin des Zentrums für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) & Wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZIN
carolin.bohnt[at]uni-muenster[DOT]de
Am 18. und 19. Juni richten das ZIN und die Akademie Franz Hitze Haus die interdisziplinäre Fachtagung "Tugenden als Motoren zukunftsfähiger Demokratien. Zwischen Tradition und Innovation" aus.
Wir haben die Tagung über viele Monate geplant und ich freue mich sehr darauf, mit Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen Potenziale und Grenzen von Tugenden, ihre kontextsensible Neubestimmung und ihren möglichen Beitrag zur Stärkung der Demokratie in vier Panels und einer (öffentlichen) Abenddiskussion zu diskutieren.
Nähere Infos zur Tagung gibt es hier. Ich selbst werde nicht nur einige Panels moderieren, sondern habe die Gelegenheit mit einem Einführungsvortrag und meinem Kurzvortrag über "Ökologische Tugenden als Bürger*innentugenden" auch eigene Ideen zur Diskussion zu stellen.
Transformation durch Tugend? "Grüne politische Urteilsbildung" als Schlüssel zu nachhaltigkeitsförderlichen Deliberationsverfahren“
Meine Doktorarbeit mit dem Titel „Transformation durch Tugend? 'Grüne politische Urteilsbildung' als Schlüssel zu nachhaltigkeitsförderlichen Beteiligungsverfahren“ wurde kürzlich in der Schriftenreihe der ULB Münster veröffentlicht und ist für alle Interessierten hier frei zugänglich.
Ich argumentiere in dieser Arbeit, dass Bürger*innen in dialogischen Beteiligungsverfahren mit Nachhaltigkeitsbezug ihre Positionen kritisch hinterfragen müssen, um dann gemeinsam zu Entscheidungen im Sinne des nachhaltigen Gemeinwohls zu kommen. Schlüsselelement für diese "gemeinwohlorientierte Präferenztransformation" sind Bürger*innentugenden, insbesondere die politische Urteilsbildung (phronesis). Neben umfassender Begriffsarbeit zu dieser Tugend führe ich in meiner Arbeit eine empirische Studie zu Beteiligungsverfahren durch. Sie zeigt, dass einige Verfahrenselemente der Verwirklichung dieser Tugend aktuell entgegenwirken und ihre Umgestaltung notwendig ist, wenn Beteiligungsverfahren die "gemeinwohlorientierte Präferenztransformation" ermöglichen und damit Nachhaltigkeit fördern sollen.
Ich freue mich sehr darüber, dass meine Forschungsergebnisse nun einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sowie darüber, dass mir für meine Arbeit der Dissertationspreis der Universität Münster für die beste Doktorarbeit im Fachbereich 6 Erziehungs- und Sozialwissenschaften im Jahr 2024 verliehen wurde.
Wenn Sie Interesse an meinen Forschungsergebnissen haben oder Fragen dazu stellen möchten, treten Sie gern per Mail mit mir in Kontakt!