Archiv für den Tag: 29. Mai 2017

Umfrage zu Anatomie-Tools: 1. Teilnehmer und Nutzung

Tools zum Lernen der Anatomie

In einem Beitrag für das Bibliotheksmagazin med Anatomie lernen leicht gemacht: Von Draw it to know it zu Visible Body wurden zahlreiche Werkzeuge dargestellt, die das Lernen der Anatomie unterstützen, und die von der Bibliothek angeboten werden. In einer Umfrage wurde nun die Nützlichkeit und Zufriedenheit der Studierenden mit diesen (und zwei weiteren, kostenpflichtigen) Tools abgefragt. Umfrageteilnehmer konnten an der Auslosung von 10 iTunes-Gutscheinen bzw. Basic-Lehrbüchern teilnehmen.

UMFRAGE

In einer Umfrage vom 24.-27. Mai 2017 wurden über die Semesterverteiler allen Studierenden der Vorklinik ein Fragebogen zugänglich gemacht. Dieser enthielt sechs Fragen zur Nutzung von Anatomie-Tools plus drei zusätzliche Fragen für Nutzer des Tools Draw it to Know it (DITKI). Die Umfrage wurde 232-mal beantwortet. Nach Abzug von 17 unvollständigen Antworten konnten 215 Fragebögen in die Auswertung einbezogen werden. 209 Studierende gaben ihre Kohortenzugehörigkeit an, darunter 169 Humanmediziner (80,9%) und 40 Zahnmediziner (19,1%), nach Semestern: Wernicke 28, Yamanaka 49, Zenker 49, Apgar 43, Evans 6, Fränkel 12, Gottlieb 15 und Hunter 7. Geht man von einer Semestergröße von 150 in der Humanmedizin und 55 in der Zahnmedizin aus, betrug der Rücklauf 11-23% in der Zahnmedizin und 19-33% in der Humanmedizin. Insgesamt der Rücklauf – die unvollständigen Fragebögen eingerechnet, 28%.


Gedruckte Anatomie-Bücher sind zwar weiterhin der Gold-Standard für das Anatomie-Lernen, aber bis zu 80% nutzen mittlerweile auch digitale Tools wie das eRef-Portal, Visible Body oder den Sobotta als App.

Frage 2: Wie oft haben Sie die folgenden Anatomie-Tools benutzt?

In der zweiten Frage wurden die Teilnehmer nach ihrer Nutzungshäufigkeit gefragt. Zur Auswahl standen zehn Tools (DITKI wurde separat in Frage 4 abgefragt). Die Nutzung konnte auf einer fünfteiligen Skala angegeben werden (immer – oft – teils/teils – selten – nie), die Antworten wurden nach Nutzungsintensität gerankt (dabei wurden die Prozentzahlen für immer und oft addiert).

Ergebnis: Gedruckte Anatomie-Bücher sind weiterhin der Gold-Standard für das Anatomie-Lernen. Sie wurden von 91% der Antwortenden immer bzw. oft genutzt. Lediglich 4% (8 Personen) nutzen gedruckte Bücher nie zum Anatomie-Lernen. Mit weitem Abstand (54% immer/oft) folgen auf Platz 2 die digitalen Lehrbücher des Thieme-Verlags, die in der eRef zugänglich sind (Kurzlehrbücher, Duale Reihe). Trotzdem haben 21%, also jeder Fünfte, dieses Angebot noch nie benutzt (im Umkehrschluß bedeutet dies, das knapp 80% mindestens einmal in das eRef-Portal hineingeschaut haben – ein guter Wert!). Mit 43% intensiver Nutzung ist der Sobotta-Atlas die beliebteste App für das Anatomie-Lernen (insgesamt nutzen 75% den Sobotta als App). Visible Body wird sogar von 78% benutzt, allerdings nur von 31% immer oder oft, so dass es hier nur auf Platz 4 rutscht. Den Prometheus als E-Book in der eRef wird nur von 27% immer/oft benutzt, gefolgt von der IMAIOS-App mit 24% (im Bildgebungskurs).

Auf dem 7. Platz folgt das erste kostenpflichtige Tool: Der Lernteil von Thieme via medici ist in Münster nur benutzbar, wenn man es für 9,99€ – 14,99€ selber abonniert, da die Bibliothek nur den Kreuzteil anbietet. Thieme via medici kommt zwar nur auf 13% Nutzung, wenn man aber noch die 7% teils/teils-Nutzer hinzuzählt, sind dies immerhin 20%, also jeder fünfte Münsteraner Studierende der Vorklinik, der – zusätzlich zu all den Lerntools, welche die ZB Med anbietet – Geld in die Hand nimmt, um mit via medici lernen zu können.

Amboss wird von 13% immer/oft zum Lernen der Anatomie benutzt, und Kenhub.com – ein weiteres kostenpflichtiges Tool – von immerhin 12%. Auch hier gilt das für via medici gesagte: Es erstaunt, dass doch jeder Siebte extra dafür bezahlte. Draw to Know it, ein englischsprachiges Video/Grafik-Tool zum Lernen von Anatomie, Zellbiologie und Biochemie, wurde nicht „immer“ und lediglich von 1% der Antwortenden „oft“ benutzt, führt also ein echtes Nischendasein.


Bei sechs der zehn Ressourcen hatten die Humanmediziner gegenüber den Zahnmedizinern einen Informationsvorsprung, der bei der Nutzungsintensität deutlich zum Ausdruck kam.

Frage 2: Human- vs. Zahnmediziner

Differenziert man die oben erhobene immer/oft-Nutzung nach Fachstudium, so ergeben sich teils deutliche Unterschiede zwischen einerseits den humanmedizinischen Kohorten Wernicke bis Apgar und andererseits den zahnmedizinischen Kohorten Evans bis Hunter. Während die Human- und Zahnmediziner die gedruckten Lehrbücher sowie die kostenpflichtigen Tools Thieme via medici und Kenhub.com nahezu identisch zum Anatomie-Lernen nutzten, so zeigten sich erhebliche Unterschiede bei den übrigen Ressourcen. Alle von der Bibliothek angebotenen Tools wurden von den Humanmedizinern deutlich stärker genutzt als von den Zahnmediziner, zum Teil doppelt so stark. Thieme eRef (61% Humanmediziner vs. 28% Zahnmediziner), Sobotta (48% vs. 25%), Visible Body (34% vs. 18%), Prometheus (29% vs. 20%), IMAIOS (24% vs. 3%), Amboss (15% vs. 5%), Draw it to Know it (2% vs. 0%).

Woher kommen diese krassen Differenzen? Einen Hinweis mag geben, dass die Unterschiede nur bei denjenigen Ressourcen auftraten, die im easystudium-Projekt verteilt wurden. Da die Zahnmediziner erst Anfang Mai zu easystudium hinzu gestoßen waren, hatten sie noch nicht genügend Zeit gehabt, diese Tools auszuprobieren. Für die gedruckten Bücher, Thieme via medici und Kenhub.com galt dies nicht: Hier hatten beide Studiengänge gleiche Startbedingungen. Bei allen anderen Ressourcen hingegen hatten die Humanmediziner gegenüber den Zahnmedizinern einen Informationsvorsprung, der sich hier im Diagramm deutlich zum Ausdruck kam. Der riesige Unterschied bei IMAIOS liegt vermutlich in der Tatsache begründet, dass der Bildgebungskurs (auf dem IMAIOS eingeführt wurde) nur den Humanmediziner angeboten wurde.


Sie finden alle Ergebnisse der Anatomie-Umfrage unter https://www.uni-muenster.de/ZBMed/aktuelles/tag/anatomie-umfrage2017.

Verbesserte Ausleihkonditionen und erhöhte Sicherheit von Kennwörtern

ulb-logoDie ULB meldet heute:

„Ab Donnerstag, 29.9.2016, können Sie entliehene Medien bis zu fünfmal (statt bisher höchstens dreimal) verlängern und damit maximal für etwa ein halbes Jahr entleihen. Mit dieser Neuregelung kommt die ULB dem vielfach geäußerten Wunsch nach, Medien für die komplette Dauer einer größeren schriftlichen Arbeit (wie etwa Bachelor- oder Masterarbeit) entleihen zu können.“

„Zum gleichen Termin werden wir zur Verbesserung der Sicherheit die Anforderungen an das Konto-Kennwort erhöhen. Ab diesem Zeitpunkt muss Ihr Kennwort mindestens sechs Zeichen lang sein und dabei mindestens einen Kleinbuchstaben, einen Großbuchstaben und eine Ziffer enthalten. Sollte Ihr bisheriges Kennwort dieser Anforderung nicht entsprechen, werden Sie beim Einloggen in Ihr ULB-Konto zur Änderung des Kennworts aufgefordert.“

Zur kompletten ULB-Nachricht.

Neues E-Buch : Das Essener Interview zur schulzeitbezogenen Biographie bei adulter ADHS

978-3-658-14176-9

Das Essener Interview zur schulzeitbezogenen Biographie bei adulter ADHS

Grabemann, Marco
Das Essener Interview zur schulzeitbezogenen Biographie bei adulter ADHS
Springer
2016
XIII, 122 Seiten
ISBN 978-3-662-49849-1

Marco Grabemann beschreibt die Testkonstruktion von EIS-B (Essener Interviews zur
schulzeitbezogenen Biographie bei adulter ADHS) und stellt die ersten Ergebnisse zur
Reliabilität und Validität des Test-Verfahrens vor. EIS-B ist ein neuer Ansatz, um den
retrospektiven Nachweis einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
in der Kindheit zu erbringen, der bei der Diagnostik der ADHS im Erwachsenenalter
erforderlich ist. Der Autor zeigt, dass es sich bei EIS-B um ein vielversprechendes neues
Test.Verfahren handelt, welches weiterhin wissenschaftlich evaluiert wird und für die
psychiatrische und psychotherapeutische Praxis einen großen Nutzen bringen kann.

Foto und Text: Springer


Alle in der Universität Münster zugänglichen medizinischen Springer e-Books finden Sie in dieser Liste.
Im Buchkatalog der Universitätsbibliothek, kann man ebenfalls nach Online-Büchern suchen.
Zugänglich sind diese Bücher nur im Hochschulnetz der Universität.

Spektrum der Wissenschaft – Spezial

Spektrum der Wissenschaft Spezial (c) Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH

Die seit 1978 erscheinende Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft ist die deutschsprachige Ausgabe der amerikanischen populärwissenschaftlichen Zeitschrift Scientific American.  Im Gegensatz zu den meisten anderen Zeitschriften dieser Kategorie veröffentlichen in Spektrum der Wissenschaft zumeist Forscher über ihr eigenes Forschungsgebiet.

Über die Jahre wurden neben Sonder- und Spezialheften mehrere Unterreihen auf dem Markt etabliert wie Spezial Physik, Mathematik, Technik (seit 2012) oder auch Spezial Biologie, Medizin, Hirnforschung (seit 2013).

Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft / Spezial Biologie, Medizin, Hirnforschung hat die Zweigbibliothek Medizin mit Beginn des Jahres in ihren Bestand aufgenommen. Die aktuellste Ausgabe finden Sie neben der Münsterschen Zeitung, der FAZ, der ZEIT und dem SPIEGEL im Wintergarten. Die älteren Ausgaben des Jahres finden Sie an der Information.

Die aktuelle Ausgabe mit dem Titel Die Zukunft der Medizin beschäftigt sich mit molekularen Techniken gegen Krebs & Co.,  die Beiträge reichen von Designermoleküle für intelligente Medikamente über Nanofähren in der Krebstherapie bis hin zu Organersatz aus der Retorte.

Wir wünschen angenehme und interessante Lektüre.

Cover-Abbildung © Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft mbH

Hilfe im Präp-Kurs: Virtuelle Anatomie

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Seit Mitte Mai steht dem 2. vorklinischen Semester (rechtzeitig zum Präpkurs) eine Plattform mit makroskopischen anatomischen Bildern samt Annotationen zur Verfügung. Die Medizinstudenten können so parallel zu ihrem Präparierkurs begleitend mit Fotos von Präparaten, Präparationen von Regionen, Situs, Organen und Einzelstrukturen lernen. Es handelt sich um eine weltweit einzigartige Sammlung, die bislang nur eine andere Universität in Deutschland lizenziert hat.

Virtuelle Anatomie ist ein Produkt der Kölner Firma smart in media, die auch schon für die erfolgreichen Apps SmartHistology und SmartHematology verantwortlich zeichnete.

Jeder Studierende der Medizinischen Fakultät kann diese Ressource kostenfrei nutzen. Die Anmeldung erfolgt automatisch durch die Eingabe einer gültigen Emailadresse der Universität Muenster (uni-muenster.de oder @ukmuenster.de) in die Registrierungsmaske. Man erhält dann per Email ein vorläufiges Passwort, das dann geändert werden kann.

Virtuelle Anatomie kann auch auf dem Smartphone oder Tablet benutzt werden, die Webseiten passen sich automatisch an (s.u.). Eine Internetverbidnung ist allerdings Voraussetzung, es ist keine Offlinenutzung möglich.

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Nach der Anmeldung kann man eine Region auswählen und in die Detailaufnahmen hineinzoomen.

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Pins mit Annotationen liefern eine Erläuterung zu den Strukturen.

Ein Klick – schon ist man infiziert: Was kann man gegen Erpressungs-Trojaner tun?

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Screenshot des besprochenen c’t-Artikels

Teuflisch gut gemachte Spam-Mails, kompromittierte Webseiten: Ein Klick, ein unbedachtes Öffnen oder Vorbeisurfen – schon ist man infiziert. Nicht nur Privatpersonen, auch Kliniken sind betroffen bzw. werden gezielt angegriffen.

Statt sich in Sicherheit zu wiegen (denn Klicken und Surfen tut jeder) sollte man vorbeugen. Das aktuelle Heft der c’t sagt gegen 1,49 Euro wie. Im Grunde sind es recht einfache Tipps:

  • Backups ausserhalb der Reichweite des Trojaners
  • – auf eine externe USB-Festplatte, die nur für das Backup angeschlossen wird
  • – Backup auf CD, DVD
  • – Backup in der Cloud (z.B. DropBox, Sciebo)
  • – Backups auf Netzwerkfreigaben sind kritisch (ausser bei FTP-gemounteten)
  • alle Ordner, auf die man per Windows Explorer zugreifen kann, kann auch der Trojaner erreichen
  • keine Attachments unbekannten Hersprungs öffnen, lieber beim Absender nochmal nachfragen
  • Office Makros mit Benachrichtigung deaktivieren (Datei/Optionen/Sicherheitscenter/Einstellungen, s.u.)
  • Alle Programme auf dem aktuellen Stand halten, Updates immer einspielen, insb. zum Browser, zu Adobe Reader, Flash und Java.
  • Es gibt wohl funktionsfähige Anti-Ransomware im beta-Stadium, z.B. von Malwarebytes, die das Ausführen von Erpressungs-Trojanern verhindert.

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Office Makros mit Benachrichtigung deaktivieren

Bibliotheksdienstleistungen für Forscher: Wichtigkeit

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In einer Umfrage vom 22.–28. Januar 2016 wurden den Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät acht Fragen zu 36 gewünschten oder bereits existierenden Bibliotheksdienstleistungen gestellt. Die bei Surveymonkey gehostete Online-Umfrage wurde an alle Rapidoc-Kunden der Bibliothek verteilt (ca. 800) und zusätzlich über den Verteiler des Dekanats an alle wissenschaftlichen Beschäftigten (ca. 2000). Die Umfrage wurde von 218-mal beantwortet, 217 Fragebögen konnten in die Auswertung einbezogen werden.

Der erste Teil der Auswertung beschäftigte sich mit der Zufriedenheit der Forscher mit der Bibliothek.

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How important are the following services to you and did you use them?
Als Antwortmöglichkeiten für die Wichtigkeit der 36 Dienstleistungen war vorgegeben: „important“, „less important“ und „not important“. Zudem konnte mit folgenden Optionen der Benutzungsgrad und Wissensstand mit dem jeweiligen Service angegeben werden: „I have rarely or never used it“ und „I know almost nothing about it“.

Mit grossem Abstand wird der Zugang zu Fachzeitschriften als wichtigste Dienstleistung der Bibliothek angesehen. 99% gaben an, dass dieser Service wichtig ist. Mit 90% folgt der Zugang zu Literaturdatenbanken wie Web of Science, Scopus usw. auf dem zweiten Platz. Diese beiden Ressourcen ragen aus allen im weiteren aufgeführten Services deutlich heraus – der nächste in der Rangliste ist „Hilfe beim Plagiatcheck für Fachzeitschriften“ (79%), was bereits einen Abstand von über 10% zum zweiten Platz aufweist. Zu den zehn wichtigsten Dienstleistungen für Forscher zählt ausserdem die Unterstützung von Open Access-Publikationen (78%), Literaturverwaltung (78%), der Expresslieferdienst Rapidoc (75%), Impact Faktoren (70%), bibliometrische Analysen (67%), Support für Promovenden (66%) sowie die Schulung wissenschaftlichen Schreibens und Zitierens (62%).

Zugang zu E-Books (61%) und Hilfe in Urheberrechtsfragen (60%) sind ebenfalls noch in den 60%-Rängen, bevor es dann in die 50er geht mit Literatursuche für Doktoranden (59%), Sichtbarkeit von Forschung (57%), Unterstützung durch Helpdesk (55%), Einführung in PubMed (54%) und Fernleihe (52%). Weniger als die Hälfte finden Lizenznachnutzungen und Datenarchivierung (Forschungsdaten) wichtig (49%, 46%), das E-Repository Miami (46%), Open Journal System (44%) und Hilfe bei systematischen Reviews (42%).

Weniger als 40% finden wichtig: Hilfe bei der Digitalisierung (38%), DOI-Vergabe (36%), Researcher-IDs (35%), Bücherwünsche (35%), Virtuelle Forschungsumgebungen (35%), Artikelalerts (34%), Collaborative Writings Tools (34%), Data Management Proposals (32%) und Veröffentlichung von Fachbücher (30%).

Weniger als 30% finden wichtig: Metadaten (29%), Autorenverträge (28%), gedruckte Bücher (28%), Schulungen vor Ort (Hausbesuche) (25%) oder iPad-Ausleihe (18%).

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Importance of Library Services according to Service Category

Wenn man sich die fünf übergeordneten Kategorien anschaut, zu denen die oben evaluierten 36 Dienstleistungen gehören (Abb. oben), dann fällt Folgendes auf: Die Services der Kategorie „Access to Information“ waren mit 64% am wichtigsten, gefolgt von denen der Kategorie „Scientific Writing“ (59%). 10% „unwichtiger“ waren die Services der Kategorie Publishing, die genau jeder Zweite als wichtig erachtete (50%). Mit weitem Abstand folgte „Teaching and Instruction“ (41%) und – wieder mit Abstand – Research Data Management (38%), das offensichtlich viele Forscher noch nicht „auf dem Schirm“ haben, wie auch die Auswertung nach Kenntnisstand ergab (Abb. s.u.).

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Unfamiliarity of Library Services according to Service Category

Die Dienstleistungen zu Research Data Management sind am unbekanntesten. Mit 32,5% kennen fast ein Drittel aller Antwortenden diese so gut wie überhaupt nicht („I know almost nothing about it“). Gut ein Fünftel kennt die Publishing-related Services nicht (22,2%) und mit 18,6% fast genau so viele nicht die Dienstleistungen zu Writing & Citing. Schulungen (9,2% Unbekanntheit) und Angebot von Zeitschriften und Datenbanken (5,4%) sind dagegen bei 90-95% der Befragten bekannt.

Zusammenfassung
Die Umfrage kam auf einen Recall von 10-25%. Es ist unklar, ob die Englisch-Sprachigkeit ein Hinderungsgrund war die Umfrage auszufüllen. Ein Arzt beklagte sich über die Sprache. Die Zurverfügungstellung von Zeitschriften, Datenbanken und (mit weitem Abstand auch) Büchern wird immer noch als wichtigste Aufgabe der Bibliothek wahrgenommen, dicht gefolgt von bibliometrischen Dienstleistungen und Schulungen für Doktoranden. Eine Mehrheit von 60% sieht Schulungen generell sowie Research Data Management als nicht so wichtig an.

Weitere Umfrage-Ergebnisse