Archiv des Autors: Medizin-Bibliothek

Apple Higher Education Leadership Conference mit Münsteraner Beteiligung

Apple Inc. veranstaltet regelmässig Konferenzen, um innovative und zukunftsweisende Projekte in Schule und Studium einer breiteren Fachöffentlichkeit vorzustellen. Dr. Oliver Obst, Leiter der Zweigbibliothek Medizin, wurde nun eingeladen, auf Apple Higher Education Leadership Conference einen Workshop über Digitale Medien im Studium zu geben. Die Konferenz findet unter dem Thema „Digitalisierung in Universitäten und Hochschulen“ am 27. März in München am Firmensitz von Apple Deutschland statt, die Teilnahme ist kostenlos und auf 80 Personen begrenzt.

Auf dem Programm der Fachkonferenz stehen Vorträge und Workshops namhafter Experten aus dem Hochschulbereich, die über Strategien, Konzepte und Projekte der Digitalisierung berichten werden. Zielsetzung ist der Know-how-Transfer sowie die Vernetzung der Teilnehmer und Akteure. Die Veranstaltung richtet sich an Entscheider und Gestalter in Rechenzentren, Forschung und Lehre aller Fachbereiche sowie auch an Verantwortliche in den Themenfeldern eLearning, eAssessment und Distance Learning.

Infos und Anmeldung unter ebc_munich@apple.com.

Fotos: privat

Donnerstag, 28.2.19, 11:11: Die Bibliothek sagt Danke!

Am morgigen Donnerstag, 28. Februar, gibt es um 11:11 Uhr in der Zweigbibliothek Medizin Berliner bis zum Abwinken. Die Bibliothek bedankt sich mit dieser Aktion bei ihren Benutzern für die Einhaltung der Bibliotheksregeln:

365 Tage waren Sie still und leise.
Sie haben Ihre Kommilitoninnen nicht gestört.
Sie haben keinen Kaffee in Computer-Tastaturen geschüttet.
Sie haben keine Pizza bestellt und keine Bücher mit Käsehänden angefaßt.
Sie haben keine laute Musik gehört sondern Ohrstöpsel getragen.
Das war großartig! So soll es sein.
Sie waren ein angenehmer Gast.
Sie dürfen gerne wiederkommen.
Wir freuen uns auf Sie.
Und mehr noch: Wir möchten uns bei Ihnen bedanken.
Auch im Namen Ihrer Kommilitoninnen.
Mit Berlinern. An Weiberfastnacht.
Solange der Vorrat reicht.

 

Bitte denken Sie auch daran, dass die ZB Medizin Rosenmontag, 4.3. geschlossen hat.

Studierfähigkeitstest an der Medizinischen Fakultät

Donnerstag und Freitag diese Woche findet wieder das Auswahlverfahren für die Studierenden des Sommersemesters 2019 statt. Die Schlußbewertung des Studierfähigkeitstests (s.u.) wird in der Zweigbibliothek Medizin durchgeführt. Der Multimedia-Raum im 1.OG bietet durch seine 40 PCs ideale Möglichkeiten für diese computergestützte Evaluierung. Bitte haben Sie Verständnis für die Schließung des Raumes von 8:00 – 16:30 Uhr am 21. Februar 2019 und von 8:00 – 13:00 Uhr am 22. Februar 2019. Bitte beachten Sie, dass der kleine Gruppenarbeitsraum (im 1.OG) und insbesondere die Schließfächer im 1.OG in der angegebenen Zeit nicht benutzt werden können.


Gemäß den Erkenntnissen aus nationalen wie internationalen Studien wird in Münster ein eigener, dreigliedriger Studierfähigkeitstest angewendet, der insbesondere auch non-kognitive Merkmale in einem reliablen Setting in die Bewertung einbezieht. Dieser wurde gemäß der vom Fachbereichsrat hierzu verabschiedeten Satzung zum Wintersemester 2012/13 eingeführt und besteht aus folgenden drei Komponenten:

Nähere Informationen über die konkrete Umsetzung, sowie Tipps und Hinweise sind hier zu finden.

Grafik: pixabay

 

Umfrage zu Lern-Apps: 6. Zufriedenheit nach Semester

In der Umfrage vom Januar 2019 wurden alle Teilnehmer des easystudium-Projekts über die Lern-Apps befragt (Fragebogen), welche die Bibliothek anbietet. Die Antworten von 470 Studierenden konnten in die Auswertung einbezogen werden. Es wurde nach folgenden sieben Apps gefragt: Amboss Kreuzen, Amboss Wissen, iPublishCentral Reader (für die Elsevier-Bücher), Sobotta Anatomie Atlas, Thieme eRef, UpTodate und Visible Body (Human Anatomy Atlas).

Zufriedenheit
Die Zufriedenheit mit den Lern-Apps konnte auf der fünfteiligen Skala sehr zufrieden – zufrieden – teils/teils – unzufrieden – sehr unzufrieden angegeben werden. Für die Auswertung (s. Abbildung oben) wurden die Prozentzahlen für sehr zufrieden sowie zufrieden zusammengefasst und die Apps nach diesen Zahlen gerankt. Nur die Antworten derjenigen Teilnehmer flossen in die Auswertung ein, elche die Apps auch benutzt hatten.

Die Studierenden waren am zufriedensten mit den beiden Amboss Apps. 93% resp. 88% gaben an, sehr zufrieden bzw. zufrieden mit der Amboss Wissen bzw. Amboss Kreuzen App zu sein – das war der absolute Spitzenwert. Mit den beiden Anatomie-Apps und UpToDate waren die Antwortenden ebenfalls sehr zufrieden, 79% für Visible Body, 77% für Sobotta Atlas (wieder die beiden Anatomie-Apps nahezu gleichauf) und 69% für UpToDate waren sehr gute Werte. Abgeschlagen – wiederum – der Elsevier Reader mit 48% und überraschenderweise die Thieme eRef mit 43% auf dem letzten Platz (trotz – oder vielleicht gerade wegen – der sehr hohen Wichtigkeit).

Zufriedenheit nach Semester
Eine Auswertung für ein jeweiliges Semester erfolgte nur dann, wenn die App in diesem Semester von mehr als 3 Personen benutzt worden war.


Die Studierenden jeden Semesters waren mit den beiden Amboss-Apps hochzufrieden

Die Zufriedenheit der Studierenden mit den beiden Amboss-Apps lag nie unter 75% sehr zufrieden oder zufrieden – ein Spitzenwert. In den höheren Semestern nach dem Physikum pendelte die Zufriedenheit sogar stetig zwischen 90 und 100% hin und her. Vor dem Physikum war sie durchschnittlich 5-10% niedriger.


Die Zufriedenheit mit den Anatomie-Apps sank im Laufe des Studiums langsam ab

Die Zufriedenheit mit den Anatomie-Apps startete im 1.Semester mit dem Maximalwert von 93% (Visible Body) bzw. 78% (Sobotta Atlas), um dann nach einem hohen Plateau von um die 80% in den klinischen Semestern auf Werte um 70% abzufallen.


Die Zufriedenheit mit den „Lehrbuch-Apps“ Elsevier Reader und Thieme eRef sank entweder im Verlaufe des Studiums oder schwankte hin und her.

Die Zufriedenheit mit der Thieme eRef-App sank im Verlaufe des Studiums kontinuierlich von einem hohen Anfangswerten von 72% auf Werte um 20% ab (wenn man den Ausreisser im 10.Semester aussen vor lässt). Die Zufriedenheit mit dem Elsevier Reader schwankte über das ganze Studium um den Mittelwert von 48% mit einem Ausreisser im 2.Semester.


Die Zufriedenheit mit UpToDate schwankt zwischen 50% im 11.Semester und knapp 90% im 8.Semester.

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Fachhochschule für Finanzen (FHF) NRW informiert sich über digitale Lehre

 

 

 

 

 

 

Die Poliklinik für Kieferorthopädie folgte am 17. Januar einer Einladung der Fachhochschule für Finanzen NRW und des Ministeriums NRW (Einkauf und IT) nach Nordkirchen. Am Beispiel des digitalen Lehr-Konzepts der Kieferorthopädie wurden Implementierungsstrategien für die Fachhochschule Nordkirchen diskutiert. Obwohl die Art der Daten einer Zahnklinik nicht mit denen einer Finanzverwaltung vergleichbar sind, stellten sich doch ähnliche Fragen in der Lehre: Ab wann lohnt sich ein MDM mit einheitlicher Verwaltung? Macht eine Trennung von privater und institutioneller Nutzung Sinn? Private Apple ID oder Managed Apple ID? Wie lassen sich Leistungsnachweise über iPads abbilden? Weiterverkauf der iPads an Studierende am Ende des Studiums? Derzeit werden 3000 iPads an der Fachhochschule für Finanzen in der Lehre eingesetzt, weitere 1500 werden dieses Jahr folgen. Wir sind gespannt auf das Feedback der FHF.

Umfrage zu Lern-Apps: 5. Wichtigkeit nach Semester

In der Umfrage vom Januar 2019 wurden alle Teilnehmer des easystudium-Projekts über die Lern-Apps befragt (Fragebogen), welche die Bibliothek anbietet. Die Antworten von 470 Studierenden konnten in die Auswertung einbezogen werden. Es wurde nach folgenden sieben Apps gefragt: Amboss Kreuzen, Amboss Wissen, iPublishCentral Reader (für die Elsevier-Bücher), Sobotta Anatomie Atlas, Thieme eRef, UpTodate und Visible Body (Human Anatomy Atlas).


6/7 aller Nutzer schätzen die Amboss Wissen-App als sehr wichtig oder wichtig ein – ein Spitzenwert.

Wichtigkeit
Die Teilnehmer der Studie konnten die Wichtigkeit der Lern-Apps auf der fünfteiligen Skala sehr wichtig – wichtig – teils/teils – unwichtig – sehr unwichtig angeben. Die Frage lautete: „Wie wichtig waren für Sie die Apps?“ Für die Auswertung (s. Abbildung oben) wurden die Prozentzahlen für sehr wichtig und wichtig zusammengefasst und die Apps nach diesen Zahlen gerankt. Ausgewertet wurden nur die Bewertungen derjenigen Teilnehmer, welche die App auch wirklich benutzt hatten. Das 12. Semester wurde aufgrund der zu geringen Fallzahlen ausgespart.

Wie die obige Abbildung zeigt, stand bei den Studierenden die App Amboss Wissen ganz oben in der Wichtigkeit mit 86% sehr wichtig- oder wichtig-Bewertungen. Amboss Kreuzen und Thieme eRef folgten mit 73% bzw. 71%, bevor mit je 61% die beiden Anatomie-Apps Visible Body und Sobotta Atlas kamen. UpToDate wurde von 54% der antwortenden UpToDate-Nutzer als sehr wichtig bzw. wichtig wahrgenommen, während der nicht proprietäre (was in diesem Fall ein deutlicher Nachteil ist) Elsevier Reader wieder einmal abgeschlagen war und mit 43% auf dem letzten Platz landete.

Wichtigkeit nach Semester
Eine Auswertung für ein jeweiliges Semester erfolgte nur dann, wenn die App in diesem Semester von mehr als 3 Personen benutzt worden war.


Die Wichtigkeit von Anatomie-Apps nahm in höheren Semestern tendenziell ab.

Die obige Abbildung zeigt die Wichtigkeit der Anatomie-Anwendungen Sobotta Atlas (dunkelblau) und Visible Body (hellblau) nach Semester. Während die Wichtigkeit der App Visible Body kontinuierlich weniger bewertet wird, je höher das Semester ist (r2=0,79), ist der Trend bei dem Sobotta Atlas uneindeutiger, da die Wichtigkeit im 8-11. Semester noch einmal zulegte. Man sollte sich wohl klar machen, dass es hier nicht um die Nutzung oder Wichtigkeit im aktuellen Semester gehen muss, sondern eine reminiszente Bewertung einer früher empfundenen Wichtigkeit darstellen kann.


Amboss Kreuzen wurde erst im 3. Semester wirklich wichtig für die Studierenden, während Amboss Wissen diesen Peak bereits im 2.Semester erreicht.

Die obige Abbildung zeigt die Wichtigkeit von Amboss Kreuzen (dunkelblau) und Amboss Wissen (hellblau) nach Semester. Auffällig sind zwei Dinge: Zum einen stieg die Wichtigkeit beider Amboss-Apps kontinuierlich mit der Semesterhöhe an und fiel zu keinem Zeitpunkt deutlich ab. Zum anderen war der Kurvenverlauf für beide Apps annähernd identisch mit einer signifikanten und typischen Verschiebung von einem Semester für die Kreuz-App.


Die eRef-App von Thieme wurde über 2,5 Jahre hinweg von rund 80% der Nutzer als sehr wichtig oder wichtig eingeschätzt.

Die obige Abbildung zeigt die Wichtigkeit der Anwendungen Elsevier IPC Reader (dunkelblau) und Thieme eRef (hellblau) nach Semester. Die Wichtigkeit beider Apps stieg schnell an, erreichte ein maximales Plateau (das für den Elsevier Reader zwei Semester länger dauerte) und fiel dann (mit Ausnahme des eRef-Ausreissers im 11. Semester) wieder kontinuierlich ab.


Unterstützung bei Entscheidungen in der Klinik brauchte man erst in klinischen Semestern.

Die obige Abbildung zeigt die Wichtigkeit von UpToDate (dunkelblau) nach Semester. Wie oben schon gesagt, war die App bzw. das zugrunde liegende Clinical Decision System nur für klinische Semester interessant.

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Umfrage zu Lern-Apps: 4. Nutzung nach Häufigkeit und Semester

In der Umfrage vom Januar 2019 wurden alle Teilnehmer des easystudium-Projekts über die Lern-Apps befragt (Fragebogen), welche die Bibliothek anbietet. Die Antworten von 470 Studierenden konnten in die Auswertung einbezogen werden. Es wurde nach folgenden sieben Apps gefragt: Amboss Kreuzen, Amboss Wissen, iPublishCentral Reader (für die Elsevier-Bücher), Sobotta Anatomie Atlas, Thieme eRef, UpTodate und Visible Body (Human Anatomy Atlas).


Amboss Wissen ist die mit Abstand am häufigsten benutzt App für’s Lernen.

Nutzungshäufigkeit
Während in der zweiten Frage der Umfrage die Nutzung nach Betriebssystemen angegeben werden konnte, führte die nachfolgende Frage „Wie oft haben Sie die folgenden Apps in den letzten 12 Monaten benutzt?“ zu einer detaillierten Sichtweise auf die Nutzungsintensität. Dabei konnte auf einer fünfteiligen Skala (sehr of – oft – teils/teils – selten – nie) der Grad der Nutzungshäufigkeit angegeben werden. Ausgewertet wurden nur die Bewertungen derjenigen Teilnehmer, welche die App auch wirklich benutzt hatten. Das 12. Semester wurde aufgrund der zu geringen Fallzahlen ausgespart. Die obige Abbildung summiert die Prozentzahlen für sehr oft und oft und rankt die Ergebnisse nach der Nutzung. Sie zeigt, dass Amboss Wissen mit 65% auf Platz 1 der Nutzung liegt, mit deutlichem Abstand gefolgt von Thieme eRef (46%) und Amboss Kreuzen (44%). Wiederum mit Abstand folgen mit jeweils 31% der Sobotta Anatomie Atlas und Visible Body. Die Elsevier Bücher und UpToDate folgen abgeschlagen mit 15% bzw. 6%.

Mit 31% hatten die Anatomie-Anwendungen eine relativ geringe Nutzung. Man darf aber nicht vergessen, dass alle Semester befragt worden waren und nicht nur diejenigen, die Anatomie lernen müssen. Eben gleiches gilt für UpToDate, dass nur in der Klinik Benutzung finden dürfte. Die geringe Nutzung des Elsevier Reader könnte mit der geringen Verbreitung der dort angebotenen Lehrbücher (hauptsächlich Anatomie und Neuroanatomie) aber auch der schlechten Umsetzung zu tun haben. Im Weiteren wurde die Nutzung nach Semester untersucht, um diesen Hypothesen auf den Grund zu gehen.

Nutzungshäufigkeit nach Semester
Eine Auswertung für ein jeweiliges Semester erfolgte nur dann, wenn die App in diesem Semester von mehr als 3 Personen benutzt worden war.


Die beiden Anatomie-Apps Visible Body und Sobotta Anatomie Atlas zeigen einen Nutzungshöhepunkt im 2. bzw. 3.Semester

Die obige Abbildung zeigt die Nutzungshäufigkeit der Anatomie-Anwendungen Sobotta Atlas (dunkelblau) und Visible Body (hellblau) nach Semester. Und wie vermutet, war die Nutzung in den „Lernsemestern“ mit knapp unter 80% deutlich höher als die oben erhobenen 31%. Wie nicht anders zu erwarten, hatten beide Apps also ihren Peak in der Vorklinik, Visible Body im 2. Semester, Sobotta im 3. Dies könnte auf eine Arbeitsteilung hindeuten: Während Visible Body als grafisch orientiertes Programm eine gute räumliche Vorstellung über die menschliche Anatomie liefert, eignet sich Sobotta Atlas (auch aufgrund des Trainingsmodus) aufgrund seiner übersichtlichen Struktur und seines didaktischen Inhalts wohl besser zum Lernen. Nach dem 5.Semester sank die Nutzungshäufigkeit zwar schnell ab und pendelte in der Folge zwischen 0 und 10%, jeder Fünfte benutzte die Apps aber zumindest teilweise auch noch in der Klinik.


Die Amboss-Lernkarten haben die höchste semesterbezogene Nutzung unter allen Lern-Apps.

Die obige Abbildung zeigt die Nutzungshäufigkeit der Amboss-Anwendungen Wissen (dunkelblau) und Kreuzen (hellblau) nach Semester. Die Nutzung der Amboss-Apps stieg mit zwei Ausnahmen kontinuierlich mit Semesterhöhe an und erreichte ein Maximum zwichen dem 9. und 11. Semester – parallel zum Hammerexamen und Praktischen Jahr (in dem Amboss stark genutzt wird, wie schon berichtet wurde). Die eine Ausnahme: Es wurde lediglich nicht mehr so viel gekreuzt in der Examens-losen Zeit zwischen dem 6. und 8.Semester. Die andere: Ein Daten-Ausreisser im 8. Semester. Die Lernkarten hatten mit über 90% die höchste semesterbezogene Nutzung überhaupt unter den Lern-Apps.


Die Thieme eRef-App war die einzige App ausser Amboss, die in höheren Semestern noch nennenswert genutzt wurde.

Die obige Abbildung zeigt die Nutzungshäufigkeit der Anwendungen Elsevier IPC Reader (dunkelblau) und Thieme eRef (hellblau) nach Semester. Während die Elsevier-App nur im 2.Semester in hinreichender Zahl benutzt wurde und danach nicht mehr, stieg die Nutzung der Thieme eRef weiter an (bzw. bleibt auf dem hohen Niveau von knapp unter 70%) und fiel erst nach dem 5.Semester (also dem Physikum) signifikant ab – auf Nutzungswerte um 20%.

Die App UpToDate war nur für das 8.Semester von mehr als 3 Personen sehr oft oder oft benutzt worden, so dass keine Auswertung erfolgte.

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Umfrage zu Lern-Apps: 3. Nutzung App vs. Laptop/PC

In der Umfrage vom Januar 2019 wurden alle Teilnehmer des easystudium-Projekts über die Lern-Apps befragt (Fragebogen), welche die Bibliothek anbietet. Die Antworten von 470 Studierenden konnten in die Auswertung einbezogen werden. Es wurde nach folgenden sieben Apps gefragt: Amboss Kreuzen, Amboss Wissen, iPublishCentral Reader (für die Elsevier-Bücher), Sobotta Anatomie Atlas, Thieme eRef, UpTodate und Visible Body (Human Anatomy Atlas). Alle Inhalte konnten auch – ohne App – mit dem Browser (zB auf dem Laptop) genutzt werden.

Nutzung App vs. Laptop/PC
Da auf alle Verlagsangebote sowohl der App als auch per Laptop/PC zugegriffen werden konnte, war die Frage interessant, ob bestimmte Bücher und Anwendungen häufiger per App genutzt wurden als andere. Die obige Abbildung stellt die App-Nutzung der Laptop/PC-Nutzung gegenüber. Dargestellt wurde der Anteil der jeweiligen Nutzungsart an der Gesamtnutzung. Die Apps wurden dabei nach ihrem Anteil gerankt, der sich von 93% ausschliessliche App-Nutzung (Visible Body) bis zu 63% belief (UpToDate).

Um den Grad der unterschiedlichen Nutzung noch einmal zu verdeutlichen, wurde in der folgenden Abbildung bestimmt, wie hoch die Rate zwischen App- und Laptop-Nutzung war, d.h. wieviel mal mehr die App als die Laptop-(Browser)Version benutzt wurde.

Die obige Abbildung zeigt, dass die Visible Body-App fast 16-mal häufiger benutzt wurde als die Browser-Version auf dem Laptop/PC. Dies deckt sich auch mit den vom Anbieter gelieferten Nutzungsstatistiken. Für den Sobotta Atlas ist es ebenfalls deutlich, dass die App sehr viel häufiger benutzt wurde als die Browser-Version.

Dieses Ergebnis läßt sich wie folgt interpretieren: Während die Browserversion von Visible Body etwas umständlich und langsam funktioniert, und daher nicht zur Nutzung einlädt, sieht es beim Sobotta Atlas genau umgekehrt aus: Hier ist die App nicht nur technisch schneller als die Browser-Version, sondern besitzt auch deutlich mehr Funktionen.

Die übrigen fünf Apps haben deutlich höhere Browser-Nutzungen von 18% – 32%. Dies spricht analog zum oben gesagten für eine gute Browser-Version, aber u.U. auch für die schlechtere Nutzbarkeit der Apps. Den genauen Grund können die Bewertungen der Zufriedenheit und die Kommentare liefern.

Nutzung Tablet vs. Smartphone

Um den Grad der unterschiedlichen Nutzung noch einmal zu verdeutlichen, wurde in der folgenden Abbildung bestimmt, wie hoch die Rate zwischen der Tablet- und der Smartphone-Nutzung war, d.h. wieviel mal mehr die App auf dem Tablet als auf dem Smartphone benutzt wurde.

Die obige Abbildung zeigt, dass die Elsevier Reader-App auf dem Tablet fast 9-mal häufiger benutzt wurde als auf dem Smartphone. Das war der Tablet-Spitzenplatz unter allen Apps. Thieme eRef, Visible Body und Sobotta Atlas zeigen mit Raten von 5,4-6,6 ebenfalls eine starke Tablet-Präferenz, während UpToDate (2,4) und die beiden Amboss-Programme (2,0 bzw. 1,8) auch gerne auf dem Smartphone benutzt wurden. Der Grund für eine hohe Tablet-Nutzung könnte sein, dass die App besonders gut auf einem größeren Bildschirm funktioniert. Vielleicht ist es darum auch kein Zufall, dass die beiden Spitzenreiter Elsevier und Thieme „Lese-Apps“ sind. Die Elsevier Reader App mit ihrem 1:1 Buchlayout ist auf einem kleinen Bildschirm nicht so gut lesbar. Die Thieme eRef-Bücher hingegen sollten – da mit einem responsive Design ausgestattet – eigentlich auch auf einem Smartphones gut funktionieren. Dass man generell nicht gerne lange Texte auf den kleinen Bildschirmen liest, zeigen auch die anderen Apps, bei denen nicht das Lesen sondern das Nachschlagen bzw. Ankreuzen im Vordergrund steht – dies gilt offensichtlich auch für die Amboss Lernkarten.

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Ehemaliger Leiter der Bibliothekskommission, Prof. Toellner, verstorben


Prof. Richard Toellner signiert sein Buch „Medizingeschichte als Aufklärungswissenschaft“ (LIT-Verlag 2016), in der Zweigbibliothek Medizin im Monografiebreich unter der Signatur WZ 40 16/1 zu finden.

Unter dem Titel „Profunder Kenner der Geschichte, Ethik und Theorie der Medizin: Prof. Richard Toellner verstorben“ veröffentlichte die Westfälische Wilhelms-Universität Münster einen Nachruf auf den emeritierten Universitätsprofessor für Geschichte der Medizin, der am 2. Januar 2019 verstorben ist.

Mit Wirkung vom 14. April 1974 wurde Richard Toellner zum ordentlichen Professor für das Fach Geschichte und Theorie der Medizin und zum Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin an der Universität Münster ernannt, das er bis zu seiner Emeritierung 1995 leitete. Vom 1. Oktober 1977 bis zum 30. September 1978 war er Dekan des damaligen Fachbereiches 5 – Vorklinische und theoretische Medizin. Richard Toellner war Mitglied zahlreicher Fachgesellschaften und seit 1987 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Seine breitgefächerten Forschungsschwerpunkte in der Medizingeschichte reichen von der Antike bis zur Medizin im Nationalsozialismus. Zudem arbeitete er intensiv zu Fragen der Medizintheorie und -ethik. Nicht zuletzt war er Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender der gemeinsamen Ethikkommission der WWU und der Ärztekammer Westfalen-Lippe, die eine Vorreiterrolle in Deutschland spielte.

Den MitarbeiterInnen der Zweigbibliothek Medizin ist Toellner in bester Erinnerung, da er als Vorsitzender der Bibliothekskommission in den Gründungsjahren der Zweigbibliothek maßgeblichen Anteil an der Verwirklichung einer zentralen Medizinbibliothek auf dem Campus hatte. Später sorgte die Kommission durch die Entscheidung, den Literaturetat der Klinik- und Institutsbibliotheken zur Hälfte in die ZB Med umzuleiten, für die wichtige finanzielle Starthilfe. In den Anfangsjahren war er (zusammen mit Prof. Nieschlag) entscheidend daran beteiligt, das Schiff „Zweigbibliothek“ durch die aufkommenden Stürme zu steuern. Seine Verbundenheit mit der Bibliothek drückte sich auch dadruch aus, dass er zum 10jährigen Jubiläum der Bibliothek einen bemerkenswerten Vortrag zum Thema Der Arzt, das Buch und das Bild hielt.

So schrieb er kurz vor Eröffnung der Bibliothek an die Direktorinnen und Direktoren der Kliniken und Institute der Medizinischen Fakultät einen Brief. In diesem wies er auf drei Bedingungen hin, damit eine Medizinischen Bibliothek ihre Leistungsfähigkeit optimal erfüllen könnte:

Am Ende dieses Jahres soll die Zweigbibliothek für die Medizinische Fakultät eröffnet werden. Damit wird nach 18jährigen Bemühungen ein für die Forschung und Lehre an unserer Fakultät gravierender Mangel behoben und Münster endlich gegenüber vergleichbaren Fakultäten nicht mehr im Hintertreffen sein. Die vom Fachbereichsrat des Fachbereichs 5 – Medizinische Fakultät – eingesetzte Kommission „Zweigbibliothek“ versucht in enger Zusammenarbeit mit der Leitung der Universitätsbibliothek die Bedingungen für eine leistungsfähige Medizinische Bibliothek zu schaffen, die den Erwartungen der Forscher, Dozenten und Studenten entspricht und von den Benutzern gleich voll angenommen wird. Dazu sind noch einige Anstrengungen von uns allen notwendig. Vor Vielen von Ihnen hatte ich schon einmal, am 16. Dezember 1992 im Humboldt-Haus, Gelegenheit davon zu sprechen. Drei Bedingungen sind es vornehmlich, von deren optimaler Erfüllung die Leistungsfähigkeit einer Medizinischen Bibliothek abhängt: 1. Eine schnelle, zuverlässige und gezielte Literaturrecherche. Dazu bedarf es qualifizierter, kompetenter Bibliothekare, eines guten bibliographischen Apperates und moderner EDV-Technik. 2. Eine möglichst vollständige Präsentation der Forschungsliteratur vor Ort. Das bedeutet in erster Linie einen hervorragenden Zeitschriftenbestand. Die neueste Handbuchliteratur und die aktuellen Monographien müssen ebenfalls greifbar sein. 3. Günstige, den Erfordernissen an einer Medizinischen Fakultät angepaßte Öffnungszeiten. Das Ideal wäre Offnung an sieben Tagen der Woche 24 Stunden, wie in Amerika an einigen Stellen realisiert.

Im Rückblick hat die Zweigbibliothek in diesem Sinne viele, wenn nicht alle Erwartungen der Fakultät erfüllen können. Lediglich bei den Öffnungszeiten musste die Bibliothek erst einmal klein anfangen. Statt 24/7 (wie u.a. die Profs. Dierichs und Schmitz gewünscht hatten) wurde Mo-Fr 8-22 Uhr, Sa 9-18 Uhr und So 10-18 Uhr geöffnet. Die steigende Attraktivität der Bibliothek führte dann über die Jahre zu steigenden Öffnungszeiten (oder war es andersrum? 😉 ) von aktuell 8-24 Uhr durchgehend.

Foto: © LIT Verlag

Umfrage zu Lern-Apps: 2. Nutzung nach Betriebssystem

In der Umfrage vom Januar 2019 wurden alle Teilnehmer des easystudium-Projekts über die Lern-Apps befragt (Fragebogen), welche die Bibliothek anbietet. Die Antworten von 470 Studierenden konnten in die Auswertung einbezogen werden. Es wurde nach folgenden sieben Apps gefragt: Amboss Kreuzen, Amboss Wissen, iPublishCentral Reader (für die Elsevier-Bücher), Sobotta Anatomie Atlas, Thieme eRef, UpTodate und Visible Body (Human Anatomy Atlas). Nach weiteren Apps wie Muscle & Motion (zu geringe Verbreitung) und allgemeinen Apps wie PDF-Programmen (zu viele) wurden nicht gefragt. Alle Inhalte konnten auch – ohne App – mit dem Browser (zB auf dem Laptop) genutzt werden.

Nutzung nach Betriebssystem
Bei der ersten Nutzungsfrage „Mit welchen Geräten haben Sie die folgenden elektronischen Ressourcen hauptsächlich benutzt?“ konnte angekreuzt werden, mit welchen Geräten bzw. Betriebssystemen auf die Apps zugegriffen wurde. Als Antworten war vorgegeben: Android-Handy, Android-Tablet, iPhone, iPad, Laptop/PC, anderes Gerät. Mehrere Antworten waren möglich.

Die obige Abbildung zeigt die Nutzung der Lern-Apps nach Betriebssystemen, gerankt nach der Nutzung durch iPhone und iPads (rote Säulen). Da es mehrere Nutzungsmöglichkeiten gab, konnte die summierte Nutzung 100% übersteigen. Die meiste Nutzung nach diesem Bewertungsschema entfiel mit 135% auf die App Amboss Kreuzen, gefolgt von Thieme eRef (109%), Amboss Wissen (108%), Visible Body (84%), Sobotta Atlas (82%), Elsevier Reader (79%) und UpToDate (32%).

Die 135% auf Amboss Kreuzen verteilen sich auf folgende Betriebssysteme: iPad 59% (dunkelrote Säule), iPhone 20% (hellrot), Laptop/PC 36% (dunkelgrün), Android-Handy 13% (grün), Android-Tablet 6% (hellgrün) und anderes Gerät 1% (gelb).

Nutzung Apple vs. Android
Die obige Abbildung zeigt die Nutzung durch Apple- (rot) bzw. Android-Geräte (grün). Dargestellt wurde der Anteil der jeweiligen Geräte an der Gesamtnutzung von mobilen Geräten. Die Apps wurden dabei nach ihrem Anteil gerankt, der sich von 90% Apple-Nutzung (Elsevier Reader) bis zu 79% belief (Amboss wissen). Summa summarum nutzen rund 85% der Studierenden, die mobil unterwegs waren, demnach iPhones oder iPads, um auf die Anwendungen zuzugreifen, 15% Android-Geräte. Die (relativ geringen) unterschiedlichen Prozentsätze bei den verschiedenen Apps widersprechen der Erwartungshaltung, dass das Verhältnis zwischen Apple- und Android-Nutzer gleich ist und somit auch für alle Apps gleich ist. Aber entweder gibt es Apple-affine und Android-affine Apps oder Apple- bzw. Android-Nutzer haben sich je nach App die Frage entweder beantwortet oder nicht.

Weitere Beiträge und Ergebnisse

Foto: BillionPhotos at fotolia.de

„Paper of the Month“ Dezember 2018 geht an 2 Publikationen aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Die Medizinische Fakultät der WWU vergibt eine Auszeichnung für das Paper of the Month.

Für den Monat Dezember 2018 wurden gleichberechtigt 2 Publikationen  aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ausgezeichnet.

Zum einen PD Dr. Karl Peter Schlingmann für die Publikation: Germline de novo mutations in ATP1A1 cause renal hypomagnesemia, refractory seizures, and intellectual disability in der Zeitschrift American Journal of Human Genetics 103(5): 808-816 [Abstract]:

Berichtet wird von drei Patienten, die trotz adäquater Magnesiumsubstitution prolongierte Krampfanfälle zeigten und eine schwere geistige Behinderung entwickelten. Bei diesen Patienten konnten heterozygote de novo Mutationen in ATP1A1 identifiziert werden, das für die Alpha1-Untereinheit der Na-K-ATPase kodiert. Die Na-K-ATPase generiert das zelluläre Membranpotential als Grundlage essentieller Zellfunktionen wie neuronale Aktivität, Muskelkontraktion oder epithelialen Ionentransport. Alpha1 stellt die dominierende Isoform in der Niere dar und ist in allen Zellen des zentralen Nervensystems exprimiert. Funktionelle Studien konnten zeigen, dass die hier identifizierten Mutationen zu einer deutlich gestörten Funktion der Na-K-ATPase führen.

Beschrieben wird ein neues Krankheitsbild, das einen Magnesiummangel, zerebrale Krampfanfälle und eine geistige Behinderung umfasst, verursacht durch de novo ATP1A1-Mutationen. Diese Beobachtungen unterstreichen die essentielle Rolle der Na-K-ATPase für die renale Magnesiumkonservierung und die physiologische neuronale Aktivität im ZNS.

Zum anderen Dr. Niki Tomas Loges für die Publikation: Recessive DNAH9 Loss-of-Function Mutations Cause Laterality Defects and Subtle Respiratory Ciliary-Beating Defects ebenfalls in der Zeitschrift American Journal of Human Genetics 103(6): 995-1008 [Volltext].

In dieser Arbeit wurde ein neues Gen für Herzdefekte identifiziert. Hierbei wurden Mutationen in dem Gen DNAH9 in fünf Patienten gefunden. Alle fünf Patienten haben eine seitenverkehrte Anlage der inneren Organe. Zwei Patienten wiesen zusätzlich schwere Herzdefekte auf. Zudem konnte gezeigt werden, dass DNAH9 ein Motorprotein ist, welches im oberen Teil der Flimmerhärchen lokalisiert ist. Ein Fehlen von DNAH9 führt zu einem Verlust weiterer Motorproteine im oberen Teil der Flimmerhärchen. DNAH9 ist demnach essentiell für den korrekten Zusammenbau des oberen Teils der Flimmerhärchen.

Die Ergebnisse stellen einen wichtigen Beitrag für das Verständnis des Aufbaus des oberen Teils von Flimmerhärchen im Menschen und für die Ursachen von Herzdefekten und Herzfehlbildungen dar.

Eine Liste aller bisherigen Gewinner der Paper of the Month–Auszeichnung finden Sie hier.

Der Paper of the Month–Aufsteller in der Zweigbibliothek Medizin bietet den Besuchern die Lektüre der Studie vor Ort an.

Foto: MFM/Christian Albiker

Suche nach Impact-Faktor umgestellt


Impact Faktoren der Kategorie „Allergy“

Seit einigen Tagen ist Suche nach Impact-Faktor umgestellt, da der Service auf einen neuen Server umgezogen ist. Das IT-Zentrum Forschung und Lehre der Medizinischen Fakultät hat bei dieser Gelegenheit dankenswerterweise auch die PHP-Skripte auf die neue PHP-Version 7.2 umgeschrieben und das Layout modernisiert. Wie Sie vielleicht an einigen kleineren Service-Unterbrechungen gemerkt haben, ist auch der Rapidoc-Server umgezogen. In beiden Fällen sollten Sie aber – außer beim Layout – von der erfolgreichen Umstellung nichts mitbekommen haben, da die Webadressen in beiden Fällen die gleiche geblieben ist und nur „unter der Haube“ etwas geändert wurde, um beide Services ein Stück weit zukunftssicherer zu machen.


Anzeige des zeitlichen Verlaufs des Impact Faktors