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Große Mathenacht am 13. November 2020

von 15 Uhr bis Mitternacht - via Zoom - aus Bonn und Münster

Wir laden Sie ein zu einem Nachmittag, einem Abend und einer Nacht voller Mathematik!

Wissenschaftler*innen der Mathematik-Exzellenzcluster Hausdorff Center for Mathematics der Uni Bonn und Mathematik Münster der Uni Münster zeigen in anschaulichen Workshops und Vorträgen, wie vielfältig und faszinierend Mathematik ist.

Wann? 13. November 2020, von 15 Uhr bis Mitternacht

Wo? in Ihrem Wohnzimmer – oder wo immer Sie wollen!

Wie? virtuell, per Zoom-Videokonferenz

Für wen? Workshops für Kinder und Jugendliche, Vorträge für alle

Die Links zu den Zoom-Videokonferenzen finden Sie demnächst auf dieser Webseite.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Programm - Übersicht

Workshops und Vorträge für Kinder und Jugendliche

15 Uhr Der Taktikblick – Wie uns mathematisches Modellieren im Sport hilft
Lena Frenken und David Krellmann (Münster)
empfohlenes Alter: ca. 10 - 16 Jahre
16 Uhr So erkennt man einen Lügner
Prof. Dr. Matthias Löwe (Münster)
empfohlenes Alter: Oberstufenschüler*innen und interessierte "Alte"
17 Uhr Enigma (knacken)
Fabien Niessen und Johanna Rätz (Bonn)
empfohlenes Alter: ca. 13 -16 Jahre
18 Uhr Intransitive Würfel
Jessica Schmidt, Fabian Weidt und Julia Rötten (Bonn)
empfohlenes Alter: ca. 12 - 15 Jahre

Talkrunde

19 Uhr Viel mehr als Rechnen - Die faszinierende Welt der Mathematik
Gespräch mit den Cluster-Sprechern Prof. Dr. Wolfgang Lück (Bonn) und Prof. Dr. Christopher Deninger (Münster), moderiert von Dr. Thoralf Räsch

Vorträge für alle

Durch das Programm begleiten Sie den ganzen Abend Victoria Liesche (Münster) und Stefan Hartmann (Bonn).

Workshops und Vorträge für Kinder und Jugendliche

  • 15 Uhr: Der Taktikblick – Wie uns mathematisches Modellieren im Sport hilft

    Lena Frenken und David Krellmann (Münster)

    empfohlenes Alter: ca. 10 - 16 Jahre

    In diesem Workshop zeigen wir euch, dass Mathematik auch im Sport eine entscheidende Rolle spielen kann. Ihr habt die Wahl: Möchtet ihr herausfinden, wie sich ein Torhüter beim Fußball am besten positionieren sollte? Oder wollt ihr euch mit der perfekten Aufstellung eines Volleyballteams bei der Ballannahme beschäftigen? In Kleingruppen werden wir mithilfe der Geometrie-Software GeoGebra an diesen Aufgaben tüfteln – denn auch die meisten Anwendungen von Mathematik sind heute nicht mehr ohne digitale Medien und Werkzeuge denkbar. Wir freuen uns auf eure kreativen mathematischen Lösungen!

  • 16 Uhr: So erkennt man einen Lügner

    Prof. Dr. Matthias Löwe (Münster)

    empfohlenes Alter: Oberstufenschüler*innen und interessierte "Alte"

    Wie kann man mit Mathematik schummeln? Und wie kann man das erkennen? Kann man sehen, ob eine Statistik richtig oder falsch ist? Oder eine Steuererklärung? Kann man ein Spiel gewinnen, bei dem der Gegner mogeln darf? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich der Vortrag.

  • 17 Uhr: Enigma (knacken)

    Fabien Niessen und Johanna Rätz (Bonn)

    empfohlenes Alter: ca. 13 - 16 Jahre

    In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit einer komplexeren Verschlüsselungsmethode. Dabei handelt es sich um die ENIGMA, das weltweit erste maschinelle Verschlüsselungsverfahren. Neben ihrer Funktionsweise werden wir uns auch damit auseinandersetzen, wie sie im zweiten Weltkrieg geknackt wurde.

  • 18 Uhr: Intransitive Würfel

    Jessica Schmidt, Fabian Weidt und Julia Rötten (Bonn)

    empfohlenes Alter: ca. 12-15 Jahre

    Dieser Workshop verknüpft die Spieltheorie mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Dafür werden spezielle Spielwürfel untersucht und verglichen. Welcher Würfel ist der Beste? Die Antwort ist überraschend. Und man kann es sogar mit zwei Gegner*innen aufnehmen!

Talkrunde

19 Uhr: Viel mehr als Rechnen - Die faszinierende Welt der Mathematik

Prof. Dr. Wolfgang Lück
© HCM
Prof. Dr. Christopher Deninger
© MM/vl

Gespräch mit den Cluster-Sprechern Prof. Dr. Wolfgang Lück (Bonn) und Prof. Dr. Christopher Deninger (Münster), moderiert von Dr. Thoralf Räsch

Vorträge für alle

  • © Martina Pfeifer

    20 Uhr: Unentscheidbare Probleme in der Mathematik – von Polynomen zu Gödel und zurück

    Prof. Dr. Dr. Katrin Tent (Münster)

    Können Computer die Nullstellen eines Polynoms finden? Das klingt erst einmal wie eine relativ einfache Aufgabe. Aber kann man ein Programm schreiben, das bei Eingabe eines Polynoms entscheidet, ob dieses Polynom Nullstellen in den natürlichen oder ganzen Zahlen hat? Und was hat diese Frage mit den berühmten Gödelschen Sätzen zu tun? Wir werden diese Fragen im Vortrag beantworten und die Zusammenhänge erklären.

  • 21 Uhr: Origami-Geometrie und -Dynamik mit Schere und Klebstoff

    Prof. Dr. Ursula Hamenstädt (Bonn)

    Ein Origami im mathematischen Sinne entsteht durch das Verkleben einer Menge von Quadraten. Solche Origamis können zerschnitten und neu zusammengeklebt werden. Diese einfache Konstruktion kann als Modell für das Verständnis von Bahnen von Billardkugeln auf polygonalen Billardtischen benutzt werden. Es gibt aber auch viele andere tiefe und weitreichende Anwendungen, die beispielhaft vorgestellt werden.

  • 22 Uhr: Geometrische Abstraktion setzt digitale Charaktere in Bewegung

    Prof. Dr. Martin Rumpf (Bonn)

    In digitalen Filmen oder in Computerspielen müssen komplexe Bewegungsmuster realistisch nachgebildet und in Echtzeit animiert werden. Dies stellt die Computergraphik vor große Herausforderungen. Der Vortrag zeigt, wie geometrische Abstraktion und effiziente numerische Modellierung dabei entscheidend weiterhelfen können. 

    © Martin Rumpf

  • © Sasse

    23 Uhr: Wie sich Tumorzellen ausbreiten – ein mathematischer Blick

    Ramona Sasse (Münster)

    Wie wächst ein Tumor? Dies zu verstehen, ist eine grundlegende Voraussetzung, um Medikamente entwickeln zu können, die eine Ausbreitung der Tumorzellen verhindern. Der Vortrag zeigt, wie Mathematiker*innen mithilfe Mathematischer Modellierung einen Beitrag zu dieser Grundlagenforschung leisten. Mit welchen Eigenschaften können wir diese Wachstumsphänomene beschreiben? Um diese Informationen zu gewinnen, schauen wir uns Mikroskopiebilder von Zellkolonien an. Schritt für Schritt wird gezeigt, wie daraus ein mathematisches Modell für den Ausbreitungsprozess entwickelt wird.