

Zugang zu kulturellen Gütern im digitalen Wandel
Der Zugang zu kulturellen Gütern ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass das Menschenrecht auf kulturelle Teilhabe (Art. 27 AEMR) in Anspruch genommen werden kann. Zu den relevanten kulturellen Gütern gehören alle Artefakte, die der Informationsvermittlung oder der Artikulation und Weiterentwicklung des Welt- und Selbstverständnisses einer Kultur dienen: Werke der Kunst, Bestände von Archiven, Sammlungen und Museen, Publikationen der Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung und vieles mehr.
Der digitale Wandel hat die Möglichkeiten und Bedingungen dieses Zugangs grundlegend verändert. Er eröffnet neue, unterschiedlichen Bedürfnissen entgegenkommende Zugänge, die vielen Menschen kulturelle Teilhabe erleichtern. Zugleich bringt er neue Formen der Zugangsbeschränkung, der Kontrolle und der Abhängigkeit hervor – bis hin dazu, dass bislang frei zugängliche Inhalte angesichts des massenhaften Datenabgriffs für das Training generativer Künstlicher Intelligenz wieder hinter Zugangsschranken verschwinden. Und er bindet die Produktion und Rezeption kultureller Güter an technologische Voraussetzungen, die sich als Zugangsbedingungen zweiter Ordnung beschreiben lassen.
Die Kolleg-Forschungsgruppe untersucht diese ambivalente Entwicklung primär, aber nicht ausschließlich am Beispiel der Kunst – aus kunstwissenschaftlicher, kuratorischer und ethischer Perspektive. Seit 2023 haben daran neben den Mitgliedern in Münster Fellows und Gastvortragende aus 27 Ländern mitgewirkt.
Das Forschungsprogramm stellt die leitenden Fragen und das Vorgehen der Kolleg-Forschungsgruppe vor. Diese Fragen werden unter vierzehn Analyseaspekten interdisziplinär bearbeitet. Die Rubriken Publikationen und Vorträge dokumentieren die Erträge dieser Arbeit.


Forschungsprogramm


Analyseaspekte


Publikationen

