Forschungsprogramm
© Reinold Schmücker

Die Kolleg-Forschungsgruppe analysiert den durch die Digitalisierung bedingten Wandel des Zugangs zu kulturellen Gütern primär – jedoch nicht ausschließlich – im Hinblick auf Kunst. Sie nimmt sowohl die Chancen und Entwicklungsperspektiven als auch die Problemkonstellationen und Konflikte, die sich daraus ergeben, unter kunstwissenschaftlichen, kuratorischen und ethischen Gesichtspunkten in den Blick. Die Kolleg-Forschungsgruppe will so

  1. den kunstwissenschaftlichen Forschungsstand erheblich verbreitern durch die Analyse der Bedeutung des Zugangs zu digitalen Technologien für die Kunstproduktion und -rezeption, die Untersuchung der Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten, die der digitale Wandel für den Zugang zu zeitgenössischer, aber auch zu älterer Kunst eröffnet, und die Reflexion kunstspezifischer Probleme der Zugänglichkeit über die bisher vornehmlich analysierten zeitbasierten und ephemeren Kunstformen hinaus. Sie will darüber hinaus
  2. Konsequenzen der durch den digitalen Wandel veränderten Möglichkeiten des Zugangs und der Beschränkung des Zugangs zu Kunst und anderen Sammlungsgütern für das kuratorische Handeln aufzeigen. Und sie zielt
  3. darauf ab, die urheberrechtspolitische und rechtswissenschaftliche Debatte um eine ethische Perspektive auf Konflikte zu bereichern, die den Zugang zu Kunst und anderen kulturellen Gütern betreffen, und konkrete ethische Prinzipien auszuarbeiten, die rechtspolitische Anstöße geben und als Grundlage für die ethische Bewertung rechtlicher Regelungen des Zugangs zu kulturellen Gütern dienen können.