Aktuelles

  • Anmeldungen für die Lehrveranstaltungen des Wintersemesters 2020/2021

    Das Anmeldeverfahren für die Lehrveranstaltungen des WS 20/21 hat begonnen. Einzelheiten hierzu auf der Seite Studieren.

    • Hinweis zum Coronavirus

    Aufgrund der Covid-19-Pandemie (Corona) wurde der Beginn des Sommersemesters auf den 20.04.2020 verschoben.

    Tagesaktuelle Informationen des Rektorats finden Sie unter folgenden Links:
    https://www.uni-muenster.de/de/coronavirus-information.html
    https://www.facebook.com/wwumuenster/

  • Verlängerte Bewerbungsfrist für Masterstudiengänge

    Bitte beachten Sie, dass die Bewerbungsfrist für Masterstudiengänge für das Wintersemester 2020/21 auf den 20.08.2020 verlängert wurde.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Studierendensekretariats.

  • Öffnungszeiten des Institutsgebäudes ab dem 27.7.2020

    Ab dem 27.7.2020 ist das Institutsgebäude von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr geöffnet. Dabei gelten besondere Bedingungen, die die Einhaltung der Corona-Schutz-Vorschriften sicherstellen sollen (z.B. Registrierung über einen Anmeldezettel). Zur Reduzierung der Infektionsrisiken bitten wir außerdem darum, das Institut nur in dringenden Fällen zu besuchen und Anfragen nach Möglichkeit telefonisch oder per E-Mail zu stellen.

    Hilfskräfte des Instituts können in der Öffnungszeit das Gebäude betreten und dadurch ihren Arbeitsplatz erreichen. Ihre Anwesenheitszeiten werden dort erfasst und festgehalten, so dass eine Registrierung über das Anmeldeformular nicht nötig ist.

    In der Bibliothek wird ab dem 24.7.2020 die Möglichkeit einer erweiterten Literaturrecherche an drei Wochentagen (Montag, Mittwoch und Freitag) angeboten. Eine Voranmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen dazu finden sich hier. Bibliotheksbenutzer*innen betreten das Haus über den Zugang auf der rechten Seite des Hofes. Ihre Anwesenheitszeiten werden in der Bibliothek erfasst.

    In der Aula des vom-Stein-Hauses stehen seit dem 21.7.2020 spezielle Prüfungsplätze für alle Studierenden der WWU zur Verfügung. Diese Plätze wurden durch die Hochschulleitung eingerichtet. Sie sind durch Laptops mit integrierter Webcam und stabiler Internetverbindung ausgestattet. Auch hier ist eine Voranmeldung erforderlich. Weitere Informationen dazu finden sich hier.

  • © Kai Sina

    Transatlantische Literaturforschung: Kai Sina tritt Lichtenberg-Professur am Germanistischen Institut an

    Johann Wolfgang Goethe war fasziniert vom Innovationsreichtum des damals noch jungen Amerika, bevor er im 19. und 20. Jahrhundert selbst zu einer Art Nationaldichter der Vereinigten Staaten wurde. Er ist damit einer der herausragenden Repräsentanten der Transatlantischen Literaturgeschichte, die zu den wissenschaftlichen Schwerpunktgebieten von Kai Sina gehört. In seiner Arbeit befasst sich der Literaturwissenschaftler insbesondere mit den weitverzweigten, wechselseitigen Literatur- und Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und den USA. Für seine Forschung und Lehre am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat er nun eine Lichtenberg-Professur für Neuere deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft erhalten.

    „Bei der Transatlantischen Literaturgeschichte handelt es sich um ein sehr reiches, bislang aber nur sporadisch erschlossenes Forschungsfeld. Mich reizt dabei vor allem, dass es ganz neue Blicke auf vermeintlich bekannte Phänomene eröffnet“, erklärt Kai Sina. „Darin besteht auch ein großes Potenzial für die Lehre: Wer etwa Thomas Manns Epochenroman ‚Der Zauberberg‘ aus der Perspektive der jungen amerikanischen Leserin und späteren Starintellektuellen Susan Sontag betrachtet, wird überraschende Erkenntnisse machen, die sich mit den gewohnten Sichtweisen der sogenannten Nationalphilologie kaum vertragen.“ Die Transatlantische Literaturforschung setze sich über kulturelle, sprachliche und vor alle disziplinäre Grenzen hinweg – darin, betont Sina, bestehe zugleich eine Herausforderung und eine Chance.

    Die Lichtenberg-Professur ist ein Förderprogramm der VolkswagenStiftung. Es soll jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen, innovative, interdisziplinäre und oftmals unkonventionelle Arbeitsbereiche in der Wissenschaft zu etablieren. Die Professuren wurden nach dem Mathematiker und ersten deutschen Professor für Experimentalphysik Georg Christoph Lichtenberg benannt.

    Kai Sina wurde 2010 an der Georg-August-Universität Göttingen promoviert. Seitdem war er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft tätig. 2015/16 forschte er im Rahmen eines Stipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung an der University of Chicago. 2017 veröffentlichte er ein Buch über Susan Sontag und Thomas Mann. Ein Jahr später schloss er sein Habilitationsverfahren mit der Schrift „Kollektivpoetik. Zu einer Literatur der offenen Gesellschaft in der Moderne mit Studien zu Goethe, Emerson, Whitman und Thomas Mann“ ab.

    E-Mail: Prof. Dr. Kai Sina

Veranstaltungen

  • Weiterbildung „DaZ-Schule“ - ab September 2020 (6 LP)

    Ab September 2020 bietet das Centrum für Mehrsprachigkeit und Spracherwerb (CEMES) der WWU Münster zum achten Mal das berufsbegleitende Fortbildungsprogramm „DaZ-Schule“ an. Im Rahmen der qualifizierenden Weiterbildung können die Teilnehmer/innen ein Zertifikat (6 LP) erwerben.
    Das Angebot richtet sich primär an Lehrer/innen und Lehramtsanwärter/innen, die aktuell an Grundschulen oder weiterführenden (auch berufsbildenden) Schulen (neu) zugewanderte Schüler/innen unterrichten. Zudem ist bei freien Kapazitäten auch eine Teilnahme von Lehramtsstudierenden aller Fächer (mind. Bachelor-Abschluss) möglich, die das Praxissemester parallel zur Weiterbildung abschließen oder bereits abgeschlossen haben oder wenn sie eine einschlägige praktische Tätigkeit vorweisen können. Als Nachweis ist ein Auszug aus dem Transkript of Records ausreichend.

    In der Weiterbildung werden linguistische, (spracherwerbs-)theoretische und unterrichtspraktische Grundlagen des Lehrens und Lernens von Deutsch als Zweitsprache vermittelt und in den berufspraktischen Kontext gestellt. Die Inhalte sind auf die Sprachlernbedarfe von (neu) zugewanderten Kindern und Jugendlichen ausgerichtet, die in Vorbereitungs- und Regelklassen oder Kleingruppen Deutsch lernen. Es besteht die Möglichkeit zur Spezialisierung auf die Sprachförderung im Primar- und/oder Sekundarbereich.

    Ein Teil der Seminare wird voraussichtlich anstelle von Präsenzveranstaltungen als zeitlich flexiblere E-Learning-Einheiten stattfinden. Derzeit ist noch nicht bekannt, für wie viele und für welche Seminare dies gilt. Insgesamt beinhaltet die Weiterbildung ursprünglich 60 Stunden Präsenzzeit und umfasst die Dauer eines Schulhalbjahres. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite (siehe unten).
    Das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW geförderte Angebot ist für alle Teilnehmer/innen kostenfrei.

    Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Anmeldefrist endet am 23.08.2020.
    Weitere Informationen – auch zu den Terminen, Inhalten und Themen sowie zur Anmeldung – finden Sie auf unserer Webseite.

  • © Germanistisches Institut

    Digitale Kommunikation erforschen - im digitalen Semester

    Im Seminar "Digitale Kommunikation" wird aus der Not eine Tugend gemacht

    Der Austausch über mobile Messenger-Dienste wie beispielsweise WhatsApp ist nicht mehr aus unserem kommunikativen Alltag wegzudenken. Die Angebote werden kontinuierlich erweitert und an die Bedarfe der Nutzer angepasst; zugleich entwickeln die Anwender neue sprachliche Praktiken, mit denen sie das Funktionsspektrum für ihre Zwecke ausdeuten. Emojis, Sprachnachrichten und Bild-Postings sind bereits fest im Repertoire digitaler Kommunikation verankert und weisen zahlreiche Muster auf, die im Rahmen des Seminars "Digitale Kommunikation" unter der Leitung von Dr. Katharina König vom Germanistischen Institut der WWU untersucht werden.

    In dem Seminar entwickeln Studierende in Projektteams Forschungsfragen zur linguistischen Analyse digitaler Kommunikation und führen auf Basis der "Mobile Communication Database" (MoCoDa), einer frei zugänglichen Online-Datenbank mit gespendeten WhatsApp-Chats, eigenständig eine empirische Studie durch. "Die Ergebnisse sollten eigentlich in einem Abschlussworkshop mit Studierenden eines parallel an der Universität Duisburg-Essen stattfindenden Seminars präsentiert werden", berichtet Katharina König. Doch die Corona-Pandemie hatte in diesem Fall zur Folge, dass die digitale Kommunikation nicht mehr nur Seminargegenstand war, sondern ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation in Seminarsitzungen, Methoden-Sprechstunden und Teamsitzungen wurde.

    Aus der Not soll eine Tugend gemacht werden: Die Abschlusstagung wird nun als digitale Videokonferenz stattfinden, an der Studierende aus beiden Projektstandorten teilnehmen, ihre Projekte vorstellen und intensiv diskutieren. Anstelle von Projektpräsentationen im klassischen Vortragsformat erstellen die Studierenden Video-Aufzeichnungen, sogenannte Screencasts, in denen sie ihre Forschungsfrage entwickeln sowie beschreiben, wie sie die Phänomene anhand der MoCoDa untersucht haben und zu welchen Ergebnissen sie gekommen sind.

    Die Studierenden befassen sich unter anderem mit den Fragen, ob Emojis in der WhatsApp-Kommunikation eine feste Bedeutung haben, welche medienspezifischen Formen der Höflichkeit sich in WhatsApp-Chats nachweisen lassen, welche Rolle die Satzstellung und die Zeichensetzung in der informellen Schriftlichkeit digitaler Kommunikation spielen oder wie sich die Antwortpartikel ja von einem joa in getippten Messenger-Dialogen funktional unterscheidet. Die studentischen Videos werden im Vorfeld der Tagung online bereitgestellt und gemeinsam digital kommentiert.

    In einem Abschlussworkshop diskutieren die Studierenden ihre Ergebnisse und tauschen sich mit den Entwicklern der MoCoDa aus – sie wollen dabei unter anderem den Bedarf für technische Erweiterungen der Datenbankabfrage diskutieren. Die studentischen Forschungsprojekte tragen dazu bei, die Datenbank künftig noch besser für linguistische Untersuchungen zur digitalen Kommunikation zu nutzen. Die Erweiterungen sollen anschließend aus Mitteln des Projekts in Auftrag gegeben werden und nach Abschluss der Entwicklungsarbeiten für den Einsatz in der Lehre an anderen Hochschulen frei zur Verfügung stehen.

    Weitere Informationen

Neue Veröffentlichungen aus dem Institut

  • Wolfgang F. Bender: Hauptweg und Nebenwege. Studien zu Lessings „Hamburgischer Dramaturgie“, De Gruyter, 2020

    Die vorliegenden Studien eröffnen den Blick auf ein vom ,Spaziergänger‘ Lessing akribisch angelegtes Netz von ,Haupt- und Nebenwegen‘, auf die Verflechtung sozialhistorischer, poetologischer und anthropologischer Aspekte seines europäisch orientierten Theaterpanoramas. Er avanciert zum Gewährsmann, dessen Fallanalysen zum theatralen Spiel deutliche Spuren im späteren Diskurs über den Aufgabenbereich des Theaters hinterlassen.

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  • Martina Wagner-Egelhaaf: Sich entscheiden. Momente der Autobiographie bei Goethe, Göttingen: Wallstein Verlag 2020

    Eine Untersuchung von Goethes entscheidenden Wegpunkten und ihrer Literarisierung in seinen autobiographischen Schriften.

    Dass sich der Mensch in der Moderne sehr viel häufiger entscheiden muss als die Menschen früherer Zeiten und dass er größere Entscheidungsspielräume hat, ist eine oft aufgestellte Behauptung. Aber was sind überhaupt die zentralen Lebensentscheidungen des modernen Menschen? Und wie trifft er seine Entscheidungen? Wie souverän oder in sich schlüssig ist sein Entscheiden? Auf der Grundlage philosophischer und soziologischer Entscheidungstheorien geht Martina Wagner-Egelhaaf in ihrer Studie Entscheidenskonstellationen in Goethes autobiographischen Schriften, insbesondere in »Dichtung und Wahrheit«, nach, die zentral in Goethes Lebenslauf waren. Dabei treten vielfältige Situationen und Lebensstationen in den Blick, die eine Entscheidung erforderten: Entscheidungen zum Beruf ebenso wie zur Partnerwahl, Entscheidungen in Religionsfragen, zu Reiseunternehmungen wie auch zum eigenen Werk. Es wird detailliert gezeigt, in welcher Weise diese Entscheidensfelder ineinandergreifen und wie Goethe Entscheidenssituationen in seinen autobiographischen Schriften literarisch gestaltet hat.

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    • Kai Sina, David E. Wellbery: Goethes Spätwerk / On Late Goethe. De Gruyter, 2020

    So selbstverständlich uns der Begriff des ‚Spätwerks‘ in der allgemeinen Kommunikation über Literatur erscheint, so erstaunlich ist seine weitgehend unreflektierte, zumeist nur intuitive Verwendung im Bereich der Literaturwissenschaft. Dieses Buch fragt nach den Möglichkeiten einer möglichst trennscharfen Konturierung des Phänomens ‚Spätwerk‘. Dabei wird die verbreitete Verwendung des Begriffes als eine von außen herangetragene biographische oder epochale Orientierungsgröße überschritten, um so die ästhetischen Eigengesetzlichkeiten des Phänomens von innen zu erhellen. Als Erkundungsfeld bietet sich das Werk desjenigen Schriftstellers an, das für den im frühen 20. Jahrhundert aufkommenden Spätwerkdiskurs von richtungsweisender Bedeutung ist: das Werk Goethes. Hierfür spricht zudem ein charakteristisches Desiderat: Denn obwohl die Forschung der letzten sechzig Jahre das Goethe'sche Spätwerk in seinen komplexen Schreibweisen bereits weitgehend erschlossen hat, ist die Frage nach seiner Spätzeitlichkeit als einer poetischen Qualität bislang nur gestreift worden. Damit liefert dieses Buch einen problemorientierten Beitrag sowohl zur Goethe-Philologie wie auch zur Literaturwissenschaft im Allgemeinen.

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