Juniorprofessorin Dr. Iris Dzudzek
© Dzudzek
Juniorprofessorin Dr. Iris Dzudzek
Kritische Stadtgeographie in der
AG Stadt- und Regionalforschung/Wirtschafts- und Verkehrsgeographie
Raum 313
Heisenbergstr. 2
48149 Münster
Tel: +49 251 83-33903
Fax: +49 251 83-30076
iris.dzudzek@uni-muenster.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung per Mail
  • Forschung

    Meine Forschungsinteressen liegen im Schnittfeld von Stadt, Globalisierung und Gesundheit. Dort untersuche ich die Zirkulation von Praktiken, policies und Wissenssystemen. Mit dem worlding-Ansatz folge ich globalen Veränderungen an die Orte ihrer lokalen Aushandlung und stelle diese – im Sinne eines komparativen Urbanismus – zurück in einen globalen Zusammenhang.

    Im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes „Worlding Medicine“ erforsche ich, wie Krankheit und Gesundheit in global-lokalen Strukturen hervorgebracht werden und wie medizinische Wissenssysteme entgegen hegemonialer Routen reisen. Am Beispiel der traditionellen Medizin in Thailand frage ich, wie sich traditionelles Heilwissen wieder in den biomedizinischen Mainstream einschreibt und so neue Relevanz und Wege der Verbreitung erfährt.

    Unter dem Stichwort „Verkörperte städtische Ungleichheiten“ untersuche ich städtische Gesundheitszentren global vergleichend als Orte, an denen Krankheit nicht nur erlitten, sondern gesund- und krankmachende Faktoren gesellschaftspolitisch neu verhandelt werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Frage, was die Humangeographie dafür von Ansätzen aus dem Globalen Süden lernen kann.

    Diese Arbeiten knüpfen an meine Forschung zur Kreativen Stadt sowie zur Neoliberalisierung und Postdemokratisierung des Städtischen an. Hier stand die Frage im Vordergrund, welche Machteffekte das global zirkulierende Politikmodell der „Kreativen Stadt“ auf der städtischen Ebene zeitigt, wenn es dort als Rationalität des Regierens hervorgebracht wird.

    Damit stehe ich für eine Stadtgeographie, die global-urbane Prozesse kritisch begleitet und an eine emanzipatorische und aktivistische Praxis anschlussfähig ist.

  • Forschungsprojekte


    Worlding Medicine – Zur Neuverhandlung von Wissensordnungen und Körperpraktiken zwischen alternativen Heilmethoden und biomedizinischem Mainstream

    Laufzeit
    03/2016 – 01/2021

    Finanzierung

    • DFG – Eigene Stelle / Sachbeihilfe (02/2018 – 01/2021)
    • Freunde und Förderer der Goethe-Universität (03/2017 – 04/2017)
    • Förderprogramm „Nachwuchswissenschaftler/innen im Fokus“ der Goethe Universität Frankfurt (03/2016 – 10/2017)

    Beschreibung
    Ob Viren und Mikroben, Patient*innen, Organe, neue therapeutische Technologien, Pharmazeutika oder Pflegedienstleistungen - Gesundheit ist ein Feld, in dem sich globale Zirkulationen und Vernetzungen besonders eindringlich zeigen. Ziel des angestrebten Projektes ist es, die neuen Formen und Räume von Medizin zu erforschen, die im Zuge transnationaler Vernetzung und regional ungleicher Entwicklung in der gemeinsamen Artikulation von globalem Norden und globalem Süden, von Tradition und Moderne, analytischem und ganzheitlichem Denken hervorgebracht werden. Am Beispiel der Traditionellen Thailändischen Medizin (TTM) wird gefragt, wie als traditionell, komplementär oder alternativ bezeichnete medizinische Wissensordnungen und Körperpraktiken (re-)konstituiert und in biomedizinische Kontexte übersetzt werden, wie sie mobil werden und wie sie global zirkulieren. Mit der theoretischen Perspektive des worlding wird es möglich, die Emergenz dieser neuen Räume und Formen der Medizin als Knotenpunkte global zirkulierender Wissens- und Praxisregime verstehbar zu machen und die Geopolitik eurozentrischer Wissensproduktion zu analysieren. Auf diese Weise werden die spezifischen Topologien der Macht offengelegt, die die Rekonfiguration der traditionellen Medizin im Zeichen biomedizinischer Hegemonie kennzeichnen.

    Link

    Output
    Dzudzek, I. et al. (2019): Geographien der Gesundheit. In: Gebhardt, H. et al. (Hg.): Geographie. Physische Geographie und Humangeographie. 3. überarbeitete Auflage. Heidelberg. Im Erscheinen

    Dzudzek, I. und H. Füller (2016): Forschungsnetzwerk Bios - Technologien - Gesundheit. In: Schurr, C. und H. Kaspar (Hg.): Themenheft Health Mobilities. In: Feministische GeoRundMail, Oktober 2016, Jg. 69., 21-24.

    Dzudzek, I. und B. Rouland (2016): Global inequalities in the context of biopolitics, bioeconomy and security – towards a didactics of health mobilities. In: Schurr, C. und H. Kaspar (Hg.): Themenheft Health Mobilities. In: Feministische GeoRundMail, Oktober 2016, Jg. 69., 25-28.

    Dzudzek, I. (2015): Zur Aufmerksamkeitspolitik medizingeographischer Forschung. In: Geographische Zeitschrift 103 (4), S. 245–251.


    Forschungsnetzwerk Bios – Technologien – Gesundheit

    Laufzeit
    2016 – 2021

    Finanzierung

    • DFG – Projektspezifische Workshops (2018 – 2021)
    • Förderprogramm „Nachwuchswissenschaftler/innen im Fokus“ der Goethe Universität Frankfurt (2016 – 2017)

    Beschreibung
    Die Teilnehmer*innen des Netzwerks eint ein gemeinsames Forschungsinteresse an Fragen im Schnittfeld von Biopolitik und Steuerung, globaler Zirkulation vitaler Dienstleistungen und Objekte, sowie den Auswirkungen von Technologien und Diskursen auf das Verständnis von Gesundheit. Das Netzwerk versteht sich als ein Forum, das einen geschützten Raum für den Austausch, die Diskussion von Forschungsarbeiten, die Erörterung neuer theoretischer Konzepte und Findung gemeinsamer Ideen mit Fachkolleg*innen bietet. Im Kontrast zu einer meist punktuellen Tagung bzw. Workshop bietet das Netzwerk einen längerfristigen Rahmen und damit die Chance auf eine sukzessive Fokussierung der Schwerpunkte. Die halbjährlich stattfindenden, mehrtägigen Treffen erlauben es, Debatten vertiefend zu führen und individuelle Forschung zu reflektieren. Im Netzwerk arbeiten derzeit mehr als 20 Geograph*innen, Anthropolog*innen und Ethnolog*innen aus dem deutschsprachigen Raum interdisziplinär zusammen.

    Output

    • Februar 2016: Gründungstreffen an der Universität Frankfurt
    • Juni 2016: Workshop „Zukunft und Emergenz; Zirkulation und Regulation” an der Universität Frankfurt
    • Januar 2017: Workshop „Methodologies of Circulation and Market Coming Closer” an der Universität Frankfurt
    • Januar 2018: „Bioökonomie, Gouvernementale Praktiken und die Produktion von Räumen“ gemeinsamer Workshop mit dem Projekt “ Grenzüberschreitende assemblages medizinischer Praktiken” des SFB 1199 „Processes of Spatialization under the Global Condition“
    • November 2018: Planungsworkshop „Vorbereitung einer BIOS Tagung Anfang 2020“

    Dzudzek, I. und H. Füller (2016): Forschungsnetzwerk Bios - Technologien - Gesundheit. In: Schurr, C. und H. Kaspar (Hg.): Themenheft Health Mobilities. In: Feministische GeoRundMail, Oktober 2016, Jg. 69., 21-24.


    Voice or Noise? The London Riots and the Articulation of Political Subjectivities

    Laufzeit
    2011 – 2015, abgeschlossen

    Finanzierung

    • Freunde und Förderer der Goethe-Universität

    Beschreibung
    August 2011 − London’s burning. Vier Tage lang kommt es zunächst in verschiedenen Stadtteilen Londons und später auch in anderen britischen Städten zu den größten Aufständen und Plünderungen der Nachkriegsgeschichte. Konservative Medien und Politik sind sich schnell einig: Der Abschaum, der sich für die Verwüstungen und Plünderungen verantwortlich zeigt, gehört mit aller Härte aus den Straßen gefegt. Die Aufständischen stellen keine politischen Forderungen. Entgegen hegemonialer Deutungen, die den riots eine politische Dimension absprechen, fragt das Forschungsprojekt, inwiefern sich hier eine neue Qualität des Politischen und politischer Subjektivität zeigt, die wir mit den vertrauten repräsentationspolitischen Deutungsmustern nicht verstehen können.

    Output
    Dzudzek, I. (2018): Voice or Noise? Spaces of Appearance and Political Subjectivity in the London Riots 2011. In: Enright, T. und U. Rossi (Hg.): The Urban Political. Ambivalent Spaces of Late Neoliberalism. Basingstoke, Hampshire, S. 211–227.

    Dzudzek, I. und M. Müller (2013): Der Lärm des Politischen Die Londoner riots 2011 und ihre politischen Subjekte. In: sub\urban - Zeitschrift für kritische Stadtforschung (2), S. 17–40.


    Kreativpolitik – Zur Entstehung und Ausdifferenzierung eines politischen Gestaltungsfeldes unter neoliberalen Vorzeichen im Forschungsverbund Neuordnungen des Städtischen im neoliberalen Zeitalter

    Laufzeit
    2010 – 2014, abgeschlossen

    Finanzierung

    • DFG – Sachbeihilfe (Antragsteller Christian Berndt, Pascal Goeke und Peter Lindner, Bearbeitung Iris Dzudzek)

    Beschreibung
    In der Diskussion um die zukünftige Entwicklung von Städten zeichnet sich seit mehreren Jahren ein Leitbild ab, das auf Kreativität als eine der wichtigsten zu mobilisierenden Ressourcen abzielt. Beflügelt von den Arbeiten des US-amerikanischen Stadtplaners Richard Florida zur „Kreativen Klasse“ und der Betonung des Wertetriplets „Talent, Tolerance and Technology“ kommt es auch in Deutschland zu einer Neuausrichtung der städtischen Förderprogrammatik. Das gegenwärtig sichtbarste Zeichen dieser Neuorientierung sind die zahlreichen Kultur- oder Kreativwirtschaftsberichte, die im Auftrag von Städten entstehen und eine wichtige Legitimation für politisches Handeln bieten. Das zentrale Argument lautet, dass wirtschaftlicher Erfolg immer stärker von Kreativität abhängt. Diese These bezieht sich nicht auf ökonomische Innovationsfähigkeit im engeren Sinn, sondern stellt auf die Stadtgesellschaft als Ganzes ab und betont vor allem die Bedeutung einer lebendigen Kunst- und (Sub-)Kulturszene für wirtschaftliche Prosperität. In der Konsequenz geraten bislang relativ autonome Teilbereiche der Gesellschaft (z.B. Künste, Literatur) in einen neuerlichen Verwertungssog. Diese Dynamik wird von verschiedenen Seiten normativ kritisiert und als neoliberal qualifiziert. Gleichzeitig ist zu erkennen, dass zentrale Entwicklungen zwar noch weitgehend unverstanden sind, dennoch aber reflexhaft aufgegriffen und in Planungsprozessen adressiert werden. Diesem Defizit widmet sich das Forschungsprojekt zur Emergenz, Funktionsweise, Ausdifferenzierung und Wirkung eines neuen politischen Feldes, das wir als „Kreativpolitik“ bezeichnen.

    Output
    Dzudzek, I. (2016): Kreativpolitik. Über die Machteffekte einer neuen Regierungsform des Städtischen. Bielefeld.

    Dzudzek, I. (2018): Kreative Stadt. In: Belina, B.; Naumann, M. und A. Strüver (Hg.): Handbuch kritische Stadtgeographie. 3. korrigierte und stark erweiterte Auflage. Münster, S. 184–189.

    Rosol, M. und I. Dzudzek (2018): Partizipative Planung. In: Belina, B.; Naumann, M. und A. Strüver (Hg.): Handbuch kritische Stadtgeographie. 3. korrigierte und stark erweiterte Auflage. Münster, S. 329–334.

    Lindner, Peter (2018): Creativity policy: Conserving neoliberalism’s Other in a market assemblage? In: Economic Geography 94/2, S. 97-117.

    Dzudzek, I. (2017): Wem gehört die Planung? Recht auf Stadt jenseits des Kolumbus-Syndroms. Kommentar zu Lucius Burckhardts „Wer plant die Planung?“. In: sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung 5 (1/2), S. 163–172.

    Dzudzek, I. und P. Lindner (2015): Performing the creative-economy script: Contradicting urban rationalities at work. In: Regional Studies 49 (3), S. 388–403.
    Rosol, M. und I. Dzudzek (2014): Partizipative Planung. In: Belina, B.; Naumann, M. und A. Strüver (Hg.): Handbuch kritische Stadtgeographie. Münster, S. 212–217.

    Dzudzek, I. (2013): Unternehmen oder Unvernehmen? – Über die Krise des Kreativsubjekts und darüber hinaus. In: Geographica Helvetica 68 (3), S. 181–189.

    Dzudzek, I. (2012): Wem gehören Kreativität und Vielfalt in Frankfurt am Main? In: AK Kritische Geographie (Hg.): Wem gehört Frankfurt? Dokumentation des aktionistischen Kongresses vom März 2012, organisiert aus dem " Wem gehört die Stadt?"-Netzwerk. Frankfurt am Main, S. 65–74.

    Dzudzek, I. (2012): Coworking Space. In: Marquardt, N. und V. Schreiber (Hg.): Ortsregister. Ein Glossar zu Räumen der Gegenwart. Bielefeld, S. 70–75.


  • AG-Team

    Bůžek, Richard (wissenschaftlicher Mitarbeiter)

    Hübl, Susanne (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

  • Publikationen

    Monographien

    2016
    Kreativpolitik. Über die Machteffekte einer neuen Regierungsform des Städtischen. Bielefeld: transcript.

    2013
    Hegemonie kultureller Vielfalt. Eine Genealogie kultur-räumlicher Repräsentationen der UNESCO. Forum Politische Geographie, Bd. 5. Münster: LIT-Verlag.

    Herausgeberschaft

    2013
    Themenheft – Subjectivities in crisis (gemeinsam mit Anke Strüver). In: Geographica Helvetica, Jg. 68, Nr. 3.

    2012
    Diskurs und Hegemonie. Gesellschaftskritische Perspektiven (gemeinsam mit Caren Kunze und Joscha Wullweber). Bielefeld: transcript.

    2011
    Die Politik räumlicher Repräsentationen. Beispiele aus der empirischen Forschung (gemeinsam mit Paul Reuber und Anke Strüver). Forum Politische Geographie, Bd. 6. Münster: LIT-Verlag.

    Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften und Sammelbänden

    2018
    Kreative Stadt. In: Bernd Belina, Matthias Naumann und Anke Strüver (Hg.): Handbuch kritische Stadtgeographie. 3. korrigierte und stark erweiterte Auflage. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 184–189.

    Partizipative Planung (gemeinsam mit Marit Rosol). In: Bernd Belina, Matthias Naumann und Anke Strüver (Hg.): Handbuch kritische Stadtgeographie. 3. korrigierte und stark erweiterte Auflage. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 329–334.

    2017
    Voice or Noise? Spaces of Appearance and Political Subjectivity in the London Riots 2011. In: Theresa Enright und Ugo Rossi (Hg.): The Urban Political. Ambivalent Spaces of Late Neoliberalism. Basingstoke, Hampshire: Palgrave Macmillan. S. 211–227.
    Wem gehört die Planung? Recht auf Stadt jenseits des Kolumbus-Syndroms. In: sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung 5 (1/2), S. 163–172. pdf 245kb

    2016
    Forschungsnetzwerk Bios - Technologien - Gesundheit (gemeinsam Mit Henning Füller). In: Carolin Schurr und Heidi Kaspar (Hg.): Themenheft Health Mobilities. In: Feministische GeoRund-Mail, Oktober 2016, Jg. 69., 21-24.

    Global inequalities in the context of biopolitics, bioeconomy and security – towards a didactics of health mobilities (gemeinsam mit Betty Rouland). In: Carolin Schurr und Heidi Kaspar (Hg.): Themenheft Health Mobilities. In: Feministische GeoRundMail, Oktober 2016, Jg. 69., 25-28.

    2015
    Zur Aufmerksamkeitspolitik medizingeographischer Forschung. In: Geographische Zeitschrift 103 (4), S. 245–251.

    Performing the creative-economy script: Contradicting urban rationalities at work (gemeinsam mit Peter Lindner). In: Regional Studies. Jg. 49, Nr. 3, S. 388–403.

    2014
    Vergesst Kreativität! In: Bildpunkt - Zeitschrift der IG Bildende Kunst. Jg. 2014, Nr. 3, S. 28-29.

    Partizipative Planung (gemeinsam mit Marit Rosol). In: Bernd Belina (Hg.): Handbuch kritische Stadtgeographie. Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 212–217.

    2013
    Der Lärm des Politischen. Die Londoner riots 2011 und ihre politischen Subjekte (gemeinsam mit Michael Müller). In: sub\urban. Zeitschrift für kritische Stadtforschung (2), S. 17–40. pdf 699kb

    Unternehmen oder Unvernehmen? – Über die Krise des Kreativsubjekts und darüber hinaus. In: Geographica Helvetica, Jg. 68, Nr. 3, S. 181–189. pdf 245 kb

    Editorial – Subjectivities in crisis (gemeinsam mit Anke Strüver). In: Geographica Helvetica, Jg. 68, Nr. 3, S. 145–152. pdf 248 kb

    Nationalstaat und Identität mit Laclau und Mouffe gedacht – ein Beitrag zur Politischen Geographie aus diskurs- und hegemonietheoretischer Perspektive (gemeinsam mit Georg Glasze und Annika Mattissek). In: Bernd Belina (Hg.): Staat und Raum. Aktuelle Positionen der Politischen Geographie. Stuttgart: Franz Steiner Verlag, S. 129–146.

    2012
    Poststrukturalistische Hegemonietheorien als Gesellschaftskritik (gemeinsam mit Caren Kunze und Joscha Wullweber). In: Iris Dzudzek, Caren Kunze und Joscha Wullweber (Hg.): Diskurs und Hegemonie. Gesellschaftskritische Perspektiven. Bielefeld: transcript, S. 7–28.

    Coworking Space. In: Nadine Marquardt und Verena Schreiber (Hg.): Ortsregister. Ein Glossar zu Räumen der Gegenwart. Bielefeld: transcript, S. 70–75. pdf 628 kb

    Wem gehören Kreativität und Vielfalt in Frankfurt am Main? In: AK Kritische Geographie (Hg.): Wem gehört Frankfurt? Dokumentation des aktionistischen Kongresses vom März 2012, organisiert aus dem "Wem gehört die Stadt?"-Netzwerk. (Forum Humangeographie, 9) Frankfurt a.M., S. 65–74. pdf 5.101 kB

    2011
    Widersprüche kultureller Vielfalt – eine Genealogie der Dezentrierung kultur-räumlicher Repräsentationen in der UNESCO. In: Dzudzek, Iris; Reuber, Paul; Strüver, Anke (Hg.): Die Politik räumlicher Repräsentationen. Beispiele aus der empirischen Forschung. Forum Politische Geographie, Bd. 6. Münster, S. 109–150.

    Räumliche Repräsentationen als Elemente des Politischen. Konzeptionelle Grundlagen und Untersuchungsperspektiven der Humangeographie (gemeinsam mit Paul Reuber und Anke Strüver). In: Dzudzek, Iris; Reuber, Paul; Strüver, Anke (Hg.): Die Politik räumlicher Repräsentationen. Beispiele aus der empirischen Forschung. Forum Politische Geographie, Bd. 6. Münster, S. 3–23.

    Diskursanalyse als Methode der Humangeographie (gemeinsam mit Georg Glasze und Annika Mattissek). In: Hans Gebhardt, Rüdiger Glaser, Ulrich Radtke und Paul Reuber (Hrsg.): Geographie. Physische Geographie und Humangeographie. 2. überarbeitete Auflage. Heidelberg, München, S. 175–185.

    Kritische studentische Initiativen an der Bologna-reformierten Universität – Möglichkeiten und Grenzen (gemeinsam mit der Schreibwerkstatt Kritische Geographie). In: ACME – An International E-Journal for Critical Geographies 10 (2), S. 254–268. pdf 167 kB

    2009
    Diskursforschung als Gesellschaftsforschung – Ideologiekritik und Kritische Diskursanalyse (gemeinsam mit Bernd Belina). In: Georg Glasze und Annika Mattissek (Hrsg.; 2009): Handbuch Diskurs und Raum. Theorien und Methoden für die Humangeographie sowie die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung. Bielefeld: Transcript-Verlag. S. 129–152. pdf 136 kB

    Verfahren der lexikometrischen Analyse von Textkorpora (gemeinsam mit Georg Glasze; Annika Mattissek und Henning Schirmel). In: Georg Glasze und Annika Mattissek (Hrsg.; 2009): Handbuch Diskurs und Raum. Theorien und Methoden für die Humangeographie sowie die sozial- und kulturwissenschaftliche Raumforschung. Bielefeld: Transcript-Verlag. S. 233–260. pdf 687 kB

    2008
    Zwischen den Fronten?! Junge Kritische Geographie im 21. Jahrhundert (gemeinsam mit der Schreibwerkstatt Kritische Geographie). In: Geographische Revue. Jg. 10, 2008, H. 2. S. 51–65. pdf 838 kB

    Gesellschaft, Macht und Raum (gemeinsam mit Michael Keizers und Sebastian Schipper; Hrsg.). Working Papers Politische Geographie | Sozialgeographie. 2008, H. 3. Münster. pdf 750 kB

    Interviews und Radiobeiträge

    2015
    Vortrag zum Thema „Die Widersprüche der kreativen Stadt“. Ausgestrahlt von Deutschland-Radio Wissen in der Sendung "Hörsaal" am 05. September 2015, online unter: https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/new-entry-2

    2013
    Interview zum Thema „‘Kreative Stadt‘ Frankfurt?“. Erschienen im Journal Frankfurt vom 19. Juni 2013, online unter: http://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Panorama-2/Auf-dem-Radar-Kreative-Stadt-Frankfurt-18978.html

    Interview zum Thema „Coworking Space“. Ausgestrahlt im auf WDR 5 „Politikum“ am 9. Januar 2013, online unter: http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/s/d/09.01.2013-19.05/b/serie-zwischen-spa-und-coworking-space-130109.html


    Link in die Forschungsdatenbank (im Aufbau)

     

    Publikationen

    • Dzudzek Iris, Everts Jonathan, Füller Henning, Miggelbrink Judith. . „Geographien der Gesundheit.“ In Geographie. Physische Geographie und Humangeographie, herausgegeben von Gebhardt Hans, Glaser Rüdiger, Radtke Ulrich, Reuber Paul, Vött Andreas, 1033-1044. 3. Aufl. Berlin: Springer (Lehrbuch).

    • Dzudzek I. . „Kreative Stadt.“ In Handbuch Kritische Stadtgeographie, herausgegeben von Belina B, Naumann M, Strüver A, 184–189. Münster.
  • Vorträge

    2018
    “Reading for Greater Difference in the Diverse Economies Debate – Diffractions of Traditional Herbal Medicines in Thailand”. Vortrag auf der “Fifth Global Conference on Economic Geography“ and der Universität Köln.

    „Wenn das Soziale krank macht – Kritische Perspektiven auf Gesundheit und Ungleichheit in der Stadt“ (gemeinsam mit Richard Bůžek, Alex Firus, Susanne Hübl, Lisa Maschke, Max Söllner und Vertreter*innen der studentischen Poliklinik Frankfurt). Workshop im Rahmen der 10. Forschungswerkstatt Kritische Geographie in Frankfurt.

    „Figurationen des Materiellen – Den Neuen Materialismus mit Donna Haraway repolitisieren“ (gemeinsam mit Nina Fräser, Jan Hutta, Cata Matos, und Carolin Schurr). Performance und Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Tagung Neue Kulturgeographie 16 an der Universität Freiburg.

    „Worlding Medicine – Grenzgänge traditioneller und Biomedizin in Thailand“. Vortrag auf der Tagung „Bioökonomie, Gouvernementale Praktiken und die Produktion von Räumen“ Bios-Netzwerktreffen organisiert vom BIOS-Netzwerk und dem SFB 1199 „Processes of Spatialization under the Global Condition“ an der Universität Leipzig.

    2017
    „Worlding als Perspektive der geographischen Globalisierungsforschung?“. Gemeinsamer Vortrag mit Shadia Husseini de Araújo im Rahmen des Deutschen Kongress für Geographie in Tübingen.

    „Neue Räume der Gesundheit – Zur Praxis der Übersetzung zwischen traditioneller und Biomedizin“. Vortrag im Rahmen des Deutschen Kongress für Geographie in Tübingen.

    “Worlding Thai Traditional Medicine – Rethinking Power Relations in Medical Knowledge Production”. Vortrag im Rahmen des 9th International Congress on Traditional Asian Medicines an der Universität Kiel.

    „Kreativpolitik – Machteffekte einer neuen Regierungsform des Städtischen“. Vortrag im Kolloquims des Geographischen Instituts der TU Dresden.

    2016
    „Räume erforschen – Räume verändern. Kritisches Forschen und performative Raumintervention“. Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe des AK Kritische Geographie Heidelberg am Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg

    „Das Labor für Raumstrategien“. Vortrag im Rahmen der Konferenz "Wissensräume. Der Campus und seine Architektur“ der Studiengruppe „Architektonischer Affekt und gebaute Imagination“ des FZHG Frankfurt und des „Atelier de Recherche“ an der Fachrichtung Kunst- und Kulturwissenschaft der Universität des Saarlandes an der Goethe-Universität Frankfurt

    „Thesen zur kreativen Stadt zwischen Unternehmen und Unvernehmen“ Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung zum Neubau an der Hochschule für Gestaltung Offenbach

    “Dis-/articulating global mobile policies” Vortrag auf der Tagung „Neue Kulturgeographie“ in Graz

    2015
    „Zur Aufmerksamkeitspolitik medizingeographischer Forschung“ Kommentar zu Matt Hannahs Paper „Aufmerksamkeit und geographische Praxis“ im Rahmen der Journal Lecture der Geographischen Zeitschrift auf dem Deutschen Kongresses für Geographie in Berlin

    „Ästhetisches Forschen – Erfahrungen aus dem Labor für ‚Raumstrategien‘“ Vortrag im Rahmen der Fachsitzung „Aus Erfahrung. Geographie verstehen lernen“ auf dem Deutschen Kongresses für Geographie in Berlin

    „Die Widersprüche der kreativen Stadt“. Vortrag im Rahmen des Kongresses des Cityleaks urban art Festivals Köln. Ausgestrahlt von Deutschland-Radio Wissen in der Sendung „Hörsaal“

    "Voice or Noise? The London Riots – or the Articulation of Political Subjectivities that Matter!” Vortrag auf dem Annual Meeting der Association of American Geographers in Chicago

    „Kreativpolitik zwischen Unternehmen und Unvernehmen“ Vortrag im Rahmen der Freien Universität in Bamberg

    2014
    „Zwischen Marktlogik, Stadtplanung und Kulturpolitik: die ‚Kreative Stadt‘ und ihre Fallstricke“ Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stadt, Wohnen und Soziale Frage“ organisiert vom DGB-Bildungswerk Thüringen in Erfurt

    2013
    „Regieren von Vielfalt“ (gemeinsam mit M. Rodatz). Vortrag im Rahmen der Leitthemensitzung „Kultur(en) - Vom Umgang mit Differenz und Wandel“ auf dem Deutschen Geographentag in Passau

    „Zwischen Marktlogik, Stadtplanung und Kulturpolitik – Das Konzept der ‚kreativen Stadt‘ und seine Performationen“ (gemeinsam mit P. Lindner). Vortrag im Rahmen der Fachsitzung „Neuordnung des Städtischen im neoliberalen Zeitalter“ auf dem Deutschen Geographentag in Passau

    2012
    „Theoretisch-konzeptionelle Zugriffe auf die ‚Neuordnungen‘ des Städtischen – eine Problematisierung“ (gemeinsam mit N. Marquardt). Vortrag im Rahmen des Workshops „Widersprüchlichkeiten in der Neoliberalisierung des Städtischen“ des DFG-Verbundprojekts „Neuordnungen des Städtischen im neoliberalen Zeitalter“ am Institut für Humangeographie der Universität Frankfurt

    „Contesting the rules of the game!? New forms of disagreement in urban development conflicts“ Vortrag im Rahmen der Session “Conceptual approaches and theoretical debates within Political Geography: the relationship of representation and practice” im Rahmen des 32. International Geographical Congress in Köln

    „Unternehmen oder Unvernehmen? Zur Krise des Kreativsubjekts und neuer Formen politischer Subjektivität in Frankfurt“ Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums Wirtschaftsgeographie an der Universität Zürich

    „Kreative Stadt Frankfurt am Main?“ Vortrag im Rahmen des Kongresses „Wem gehört Frankfurt?“, organisiert aus dem Netzwerk „Wem gehört die Stadt?“ im Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim, Frankfurt am Main

    „Governing vacancy in the name of creativity? – Conflicting urban policies at work“ (gemeinsam mit P. Lindner) Vortrag auf dem Annual Meeting der Association of American Geographers in New York

    „‚Kreativpolitik‘? Logiken städtischen Regierens im Konflikt“ (gemeinsam mit P. Lindner) Vortrag im Rahmen der Tagung Neue Kulturgeographie IX „Zum gesellschaftspolitischen Gehalt der Neuen Kulturgeographie“ am Institut für Geographie Hamburg

    „Performing the Creative City - Artikulation, Iteration und Subversion eines urbanen Skripts in Frankfurt“ Vortrag im Rahmen des Institutskolloquiums des Instituts für Geographie der Universität Heidelberg

    2011
    „Welcome to DiverCity! Difference and Diversity as urban mode of governance and accumulation“. Vortrag im Rahmen der "Third World Conference on Economic Geography" in Seoul, Südkorea

    “Performing Politics and Articulating Dissent?” Vortrag im Rahmen des 5. Diskurs- und Hegemonieworkshops an der Universität Kassel

    2010
    „Benchma(r)king Europe - Gouvernementale Führung und Raumproduktionen in der EU aufgezeigt am European Innovation Scoreboard“ (gemeinsam mit S. Kubiak). Vortrag im Rahmen der Tagung „Neue Geographien des Politischen!? - Politische Aushandlungsformen und ihre Raumproduktionen im Wandel“ des Arbeitskreises Politische Geographie am Institut für Geographie der Universität Münster

    „Governing (through) Diversity - Politics of Diversity as New Mode of Urban Governmentality“. Vortrag im Rahmen der Kolloquiumsreihe „Communicating, Managing & Researching Diversity“ an der Zeppelin University Friedrichshafen

    „Diversity Management as Process of Subjectivation - The Production of Culturally Diverse Identities in Cities“. Vortrag im Rahmen der „Tenth International Conference on Diversity in Organisations, Communities and Nations“ an der Queen's University in Belfast, Nord Irland

    „Kreativität und Vielfalt regieren - Kreativitätspolitik und Diversity Management als gouvernementale Führungspraxis“. Vortrag im Rahmen der Tagung „Kreative Stadt und kreatives Selbst. Plurale Urbanität zwischen Autonomie und Gouvernementalität“ am Institut für Soziologie der Universität Göttingen

    „Governing (through) Diversity - Diversity Management als gouvernementale Führungspraxis in Communities“. Vortrag im Rahmen der Tagung Neue Kulturgeographie VII „Mind the Gap - Von Brüchen und Differenzen“ in Mainz

    2009
    „Geländeprojekt Südostasien“ (gemeinsam mit K. Wöltje). Vortrag im Rahmen des Hochschultags an der Universität Münster

    „Governing (through) diversity - a discourse analytical approach to diversity management practices in the post-fordist enterprise“. Vortrag im Rahmen des europäischen Workshops „Doing Discourse Analysis in Political Sciences: Applications, Strategies, Methods and Techniques“ des „Danish Political Science Research Program“ an der Universität Roskilde

    „Kulturelle Vielfalt und kulturelle Hegemonie - Anmerkungen zur Operationalisierung der Diskurs- und Hegemonietheorie von Laclau und Mouffe“. Vortrag auf dem Workshop Diskurs- und Hegemonietheorie am Institut für Geographie in Münster

    „Diskursanalyse als Strukturen entdeckender Prozess - Potentiale multivariater Verfahren zur Analyse machtvoller kultur-räumlicher Repräsentationen“. Vortrag in der Fachsitzung „Diskursforschung in der Humangeographie: empirische Ergebnisse und theoretische Perspektiven“ des 57. Deutschen Geographentags in Wien

    „Studierende machen kritische Lehre“ (gemeinsam mit dem AK Kritische Geographie). Vortrag in der Fachsitzung „Geography teaching between the 'Bologna process', neoliberalisation of the universities and critical approaches“ des 57. Deutschen Geographentags in Wien

    „Hegemony and Difference in the Geo-Politics of Culture. The way UNESCO articulates cultural identities“. Vortrag auf der vierten internationalen Konferenz „Interpretive Policy Analysis - Discourse and Power in Critical Policy Studies“ an der Universität Kassel

    „Die Politik kultur-räumlicher Repräsentation im Übergang von der Moderne zur Postmoderne. Eine genealogische Analyse des UNESCO-Diskurses“. Vortrag auf der Tagung „Neue Kulturgeographie“ in Osnabrück

    2008
    „Cultural diversity versus cultural hegemony - a document-based discourse analysis of geo-cultural representations and identity struggles within UNESCO“. Vortrag auf dem europäischen Workshop “Doing discourse analysis des Danish Political Science Research Programme“ in Kopenhagen

    „Kulturelle Vielfalt als Thema der politischen Geographie“. Vortrag im Rahmen des Hochschultages der Universität Münster

    „Kulturelle Vielfalt oder Alliance of Civilizations!? - Zur Politik kultur-räumlicher Repräsentationen durch supranationale Organisationen“ (gemeinsam mit P. Reuber). Vortrag auf der Tagung „Neue Kulturgeographie“ in Jena


    Link in die Forschungsdatenbank (im Aufbau)

     

    Vorträge

    • Dzudzek, Iris (): „Die Entstehung wissenschaftlicher Tatsachen als topologische Praxis des ‚Welt-Machens‘ – Grenzüberschreitungen zwischen ‚traditioneller thailändischer Medizin‘ und biomedizinischem Mainstream“. Tagung neue Kulturgeographie, Universität Bonn, .

    • Dzudzek, Iris (): „Urban Scripts and their Performances“. Workshop für die Graduate Research Group “Scripts for Postindustrial Urban Futures: American Models, Transatlantic Interventions”, Universität Essen und Universität Bochum, .
    • Dzudzek, Iris (): „Gesundheitsgerechtigkeit in der Stadt. Perspektiven Kritischer Stadtforschung“. Kolloquium „Stadt im Wandel – Neue geographische Perspektiven“, Universität Bonn, .
    • Dzudzek, Iris (): „Vergesst Kreativität – ‚Recht auf Stadt‘ kollektiv erforschen“. Kongress der Geographie, Universität Kiel, .

    • Dzudzek, Iris (): ‘Reading for Greater Difference in the Diverse Economies Debate – Diffractions of Traditional Herbal Medicines in Thailand’. Fifth Global Conference on Economic Geography, Universität Köln, .
  • Curriculum Vitae

    Lebenslauf

    Derzeit in Mutterschutz und Elternzeit
    seit 2018 Juniorprofessorin am Institut für Geographie an der Universität Münster
    seit 2018 DfG-Forschungsprojekt „Worlding Medicine – Zur Neuverhandlung von Wissensordnungen und Körperpraktiken zwischen alternativen Heilmethoden und biomedizinischem Mainstream“ (Eigene Stelle / Leitung)
    2010 – 2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Wirtschaftsgeographie des Instituts für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main
    2014 Promotion zum Dr. phil. mit der Arbeit „Kreativpolitik – Artikulationen und Machteffekte einer neuen Regierungsform des Städtischen“
    2010 – 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DfG-Forschungsprojekt „Kreativpolitik – Zur Entstehung und Ausdifferenzierung eines politischen Gestaltungsfeldes unter neoliberalen Vorzeichen“ im Rahmen des Projektverbunds „Neuordnung des Städtischen im neoliberalen Zeitalter“
    2008 – 2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Politische Geographie und Sozialgeographie am Institut für Geographie der Universität Münster
    2003 – 2008 Studium der Geographie an der Universität Münster mit den Nebenfächern Soziologie und Öffentliches Recht
    2002 – 2003 studium generale am Leibniz Kolleg Tübingen

    Auszeichnungen

    07/2018 1822-Universitätspreis für exzellente Lehre der Goethe-Universität Frankfurt (erster Preis mit 15.000 Euro dotiert)
    12/2015 Auszeichnung für die mit dem Prädikat summa cum laude abgeschlossene Promotion der Rektorin der Universität Münster
    10/2015 Dissertationspreis für Humangeographie des Verbandes der Geographen an deutschen Hochschulen
    02/2009 Auszeichnung des Fachbereichs Geowissenschaften der Universität Münster für die beste Diplomarbeit im Fach Geographie
    11/2003 – 07/2008 Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes

    Angliederungen und Mitgliedschaften

     seit 03/2017 Mitglied der „International Association for the Study of Traditional Asian Medicine”
    seit 09/2016 Mitglied des Arbeitskreises „Medizinische Geographie“
    seit 04/2016 Mitglied des DFG-geförderten wissenschaftlichen Netzwerks „Feministische Geographien des new materalism“ (beantragt durch Frau Dr. Anne Vogel¬pohl und Frau Dr. Nadine Marquardt)
    seit 03/2016 Gründungsmitglied des Forschungsnetzwerks: „Bios – Technologien – Gesundheit“
    seit 10/2015 Mitglied des Arbeitskreises „Geographie und Geschlecht“
    seit 10/2015 Fördermitglied der Zeitschrift „sub\urban – Zeitschrift für kritische Stadtforschung“
    seit 10/2008 Mitglied des Arbeitskreises „Geographie und Gesellschaftstheorie“
    seit 10/2008 Mitglied des Arbeitskreises „Politische Geographie“
    seit 10/2008 Mitglied des „Verbandes der Geographen an deutschen Hochschulen“
    seit 08/2005 Mitglied des Arbeitskreises „Kritische Geographie“

  • Lehrforschung


    Gesundheit und Globalisierung – zur Neuverhandlung des Lebens in Technologie, Ökonomie und Politik

    Laufzeit
    2016 – 2017

    Finanzierung

    • Mittel zur Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen (QSL) der Goethe-Universität

    Beschreibung
    Die Globalisierung beschleunigt die Zirkulation von therapeutischen Technologien, Patient*innen, Pharmazeutika, Gesundheitsdienstleistungen, Viren und Mikroben und erzeugt neue Geographien und Topologien des Lebens und der Macht. Wer verfügt über Körper, Organe, Zellen in Form von Eigentums- und Schutzrechten oder in Form von Produkten und Märkten? Wer erhält Zugang zu neuen Medikamenten, Therapien und Impfstoffen (Curtis 2004, Horner 2016)? Sie gehen auf die spektakulären Revolutionen in der Biologie und den Lebenswissenschaften zurück, die – beginnend mit den Entdeckungen von Bakteriologie und Virologie bis zu ihrem vorläufigen symbolischen Höhepunkt der Dechiffrierung des humanen Genoms im Jahr 2001 haben – zu nichts geringerem geführt als der Neuverhandlung des Lebens selbst (Rose 2001). Sie haben eine Welle ökonomischer Inwertsetzung in Gang gesetzt und erfordern eine Neuverhandlung ethischer Maßstäbe (Collier und Lakoff 2005) und biopolitischer Steuerung.
    Im Seminar werden wir die technologischen Neuerungen, die Ökonomien und Politiken untersuchen, die die Neuverhandlung des Lebens und ihre Geographien konstituieren. Dabei werden wir auf theoretische Perspektiven aus der Geographie, science and technology studies und der Medizinanthropologie zurückgreifen. Der erste Teil im Wintersemester 2016/17 bereitet auf die Durchführung eines eigenen kleinen Forschungsprojektes im nächsten Sommersemester vor. Das Seminar ist inhaltlich bewusst breit angelegt, behandelt die Implikationen der Neuverhandlung des Lebens in den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und dient dazu, allgemeine Grundlagen zum Thema der Veranstaltung zu vermitteln.

    Output
    Die Studierenden führten ihre Forschungsprojekte in Rumänien, Griechenland, in Bonn, via Skype und im Rhein-Main-Gebiet durch.

    Workshop
    Richard Bůžek, Ibo Bakari, Iris Dzudzek, Alex Firus, Susanne Hübl, Lisa Maschke, Max Söllner und Vertreter*innen der studentischen Poliklinik Frankfurt „Wenn das Soziale krank macht – Kritische Perspektiven auf Gesundheit und Ungleichheit in der Stadt“. Workshop im Rahmen der 10. Forschungswerkstatt Kritische Geographie in Frankfurt.

    Veröffentlichungen
    Bůžek, Richard; Firus, Alexandru (2017): »Care europäisch denken« – Wie die Fürsorge mit den Menschen auswandert – das Beispiel Rumänien. In: express Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit. 09/10 2017. S. 11-12

    Bůžek, Richard; Firus, Alexandru; Mankivska, Olena (2017): What happens after care drain? A nexus between external migration, peripheralization, institutional (dis)involvement and NGO action on elderly care in the EU's Nord-Est Romanian region. (Gemeinsam mit Alexandru Firus und). In: Duygu Bräuer (Hg.): Themenheft Migration. In: Feministische Geo-RundMail (73), September 2017. S. 9-17


    Labor für Raumstrategien – Kollaboratives Projekt zur ästhetischen Erforschung neuer Arbeits- und Sozialformen

    Laufzeit
    2013 – 2015, abgeschlossen

    Finanzierung

    • Mittel zur Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen (QSL) der Goethe-Universität
    • Institut für Humangeographie der Goethe-Universität

    Beschreibung
    Das Lehrforschungsprojekt verband Diskussionen um fehlende Freiräume auf dem Westend-Campus der Goethe-Universität Frankfurt mit akademischen Debatten und praktischen, künstlerischen Arbeiten zu räumlichen Interventionsformen.
    In einem ersten theoretischen Abschnitt setzte sich das Projekt mit architektonischen Leitbildern und damit einhergehenden Konfigurationen von historischen sowie zeitgenössischen Arbeitswelten und Räumen des Studierens auseinander – und beleuchtet diese kritisch. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung beschäftigten es sich mit dem Einzug der Kybernetik in die Organisation von Arbeitswelten, verglich die Architekturen der Headquarters von gegenwärtigen multinationalen Firmen und diskutierte über das Leitbild der neoliberalen Uni.
    Der zweite Teil des Seminars lud ein, in einem kreativen und kollaborativen Prozess über alternative Raumkonzepte nachzudenken, die vor Ort – erst im Institut für Humangeographie, dann auf dem gesamten Campus – erprobt wurden. Als Gegenstück zum verkopften akademischen Arbeiten bestand hier der Reiz im Verstehen theoretischer Konzepte, dem Übertragen der Inhalte in einen lokalen Kontext und dem Anwenden des neuen Wissens, um es in eine eigene interventionistische Formsprache zu übersetzen.
    Das offene, experimentelle Format des Seminars ermöglichte es den Studierenden sich je nach eigenen Interessen und individuellen Fähigkeiten in verschiedenen Bereich zu engagieren. Das Seminar förderte das kreative, assoziative Arbeiten jenseits von Disziplingrenzen, ermöglichte die Auseinandersetzung mit Themenfeldern der Architektursoziologie und Kunst, weckte Experimentierlust mit (Bau-)Materialien, beinhaltete die Erstellung (digitaler) Skizzen, Zeichnungen und Messungen, sowie die organisatorischen und konzeptionellen Herausforderungen der Planung einer Vernissage.

    Link

    Output


  • Lehre

    WiSe 2017/2018
    Einführung in das Studium der Geographie |
    Vorlesung für Bachelorstudierende |
    gemeinsam mit Rainer Dambeck

    Basiskonzepte der Wirtschaftsgeographie |
    Seminar für Masterstudierende

    SoSe 2017
    Gesundheit und Globalisierung – zur Neuverhandlung des Lebens in Technologie, Ökonomie und Politik |
    Projektseminar für Masterstudierende Teil II

    WiSe 2016/2017
    Gesundheit und Globalisierung – zur Neuverhandlung des Lebens in Technologie, Ökonomie und Politik |
    Projektseminar für Masterstudierende Teil I

    Basiskonzepte der Wirtschaftsgeographie |
    Seminar für Masterstudierende

    SoSe 2016
    Global Geographies of Health |
    Seminar für Masterstudierende |
    Gemeinsam mit Betty Rouland

    Markt – Macht – Raum |
    Vertiefungsseminar Wirtschaftsgeographie für Bachelorstudierende

    WiSe 2015/2016
    Einführung in das Studium der Geographie |
    Vorlesung für Bachelorstudierende |
    gemeinsam mit Rainer Dambeck

    Basiskonzepte der Wirtschaftsgeographie |
    Seminar für Masterstudierende

    SoSe 2015
    Labor für Raumstrategien III |
    Kollaboratives Projekt zur Erforschung neuer Arbeits- und Sozialformen |
    gemeinsam mit Jakob Sturm, online hier

    WiSe 2014/2015
    Basiskonzepte der Wirtschaftsgeographie |
    Seminar für Masterstudierende

    Geographien der Ökonomisierung |
    Vertiefungsseminar Wirtschaftsgeographie für Bachelorstudierende

    SoSe 2014
    Labor für Raumstrategien II |
    Kollaboratives Projekt zur Erforschung neuer Arbeits- und Sozialformen |
    gemeinsam mit Jakob Sturm, online hier

    WiSe 2013/2014
    Labor für Raumstrategien I |
    Kollaboratives Projekt zur Erforschung neuer Arbeits- und Sozialformen gemeinsam mit Jakob Sturm, online hier

    Zwischen Enteignung und Aneignung – Kämpfe an den Grenzen von Vermarktlichung |
    Vertiefungsseminar Wirtschaftsgeographie für Bachelorstudierende |
    gemeinsam mit Alexander Vorbrugg

    SoSe 2013
    Forschungsfragen der Sozialgeographie |
    Vertiefungsseminar Sozialgeographie für Bachelorstudierende

    Mitgestaltung der Sommerschule Stadtgeographie in Frankfurt

    WiSe 2012/2013
    Kultur – Ökonomie – Raum |
    Vertiefungsseminar Wirtschaftsgeographie für Bachelorstudierende

    SoSe 2012
    Geographien der Arbeit |
    Seminar für Bachelorstudierende

    Ruhrgebiet - Geographien der Arbeit |
    Exkursion für Bachelorstudierende

    Mitgestaltung der Sommerschule Politische Geographie in Münster

    SoSe 2011
    Kulturelle Geographien der Ökonomie |
    Seminar für Bachelorstudierende

    Die Frankfurter Kreativwirtschaft: Entwicklung - Förderung - Vereinnahmung |
    Projektseminar für Bachelorstudierende |
    gemeinsam mit Peter Lindner

    WiSe 2010/2011
    Wirtschaftsgeographie: Emerging Fields in Economic Geography |
    Lektürekurs für Bachelorstudierende

    SoSe 2010
    Bevölkerungs- und Sozialgeographie |
    Seminar für Bachelorstudierende

    Ruhrgebiet |
    Exkursion für Bachelorstudierende

    Mitgestaltung der Sommerschule Diskurs und Raum in Erlangen

    WiSe 2009/2010
    Umkämpfte Räume |
    Seminar für Masterstudierende

    SoSe 2009
    Bevölkerungs- und Sozialgeographie |
    Seminar für Bachelorstudierende

    Ruhrgebiet |
    Exkursion für Bachelorstudierende

    WiSe 2008/2009
    Methoden der empirischen Humangeographie |
    Seminar und E-Learning-Einheit für Bachelorstudierende

    Laos/Thailand |
    Projektbezogenes Geländehauptseminar für Bachelorstudierende

    Berufsfelder der Geographie |
    Übung für Bachelorstudierende

    SoSe 2008
    Gesellschaft, Macht und Raum |
    Tutorium für Bachelorstudierende |
    gemeinsam mit Michael Keizers und Sebastian Schipper

    WiSe 2007/2008
    Paradigmen poststrukturalistischer und kritischer Geographie |
    Tutorium für Bachelorstudierende
    gemeinsam mit Michael Keizers und Sebastian Schipper

  • Abschlussarbeiten

    Erstbetreuung von Master- und Bachelorarbeiten in Auswahl