LUI: Das Lastenrad für urbane Interventionen

Ausgestattet mit einem mobilen Stadtlabor erlaubt es aktuelle Aushandlungsprozesse von Gesellschaft, Stadt und Raum vor Ort analytisch und reflexiv zu begleiten.

Raum ist ein gesellschaftliches Konstrukt und wird in alltäglichen Handlungen, demokratischen Prozessen und Konflikten immer wieder aufs Neue ausgehandelt und gestaltet. Ob die Herausforderungen von Klimawandel oder Pandemien, steigender Mieten oder menschenwürdigen Arbeitsverhältnissen, ob Zugang zu öffentlichem Raum, Gesundheitsversorgung, die Frage wie Verkehr nachhaltig durch die Stadt fließen kann oder wie politische, gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen erreicht werden kann, die großen gesellschaftlichen Herausforderungen werden stets an ganz konkreten Orten ausgetragen: Ob B-Side oder Rathaus, ob Fahrradbrücke oder die Nachnutzung von Geflüchtetenunterkünften, ob Shopping-Center oder kulturelle Begegnungsstätten, ob urbane Ökologien oder Ludgerikreisel: mit LUI wird es möglich an konkrete Orte zu radeln, um städtische Aushandlungsprozesse in situ analytisch zu erforschen sowie diese gemeinsam mit Beteiligten kritisch-reflexiv zu begleiten und zu gestalten.
LUI amplifiziert urbane Transformationen, begleitet reale Utopien auf die Straße und entfaltet einen Raum der Reflexion über das eigene Handeln. LUI eröffnet einen mobilen Experimentierraum für transformatives Lernen, Forschungsmethoden der Kritischen Stadtgeographie sowie der ästhetischen Forschung. LUI ermöglicht die Intervention in alltägliche Stadtsituationen, kann damit Potentiale für Gestaltung, Offenheit, Irritation sichtbar machen, Sozialraum verändern und so Formen alternativer Raumnutzung schaffen. Es experimentiert mit ko-kreativen Lernformen, die geeignet sind, städtische Verhältnisse nicht nur zu verstehen, erklären und kritisieren, sondern sie im Sinne eines eingreifenden Denkens auch zu gestalten. Auf diese Weise trägt das Projekt dazu bei, die Kernaufgabe Kritischer Stadtforschung zu erfüllen, nämlich Stadt „als historisch geworden und politisch veränderbar“ zu begreifen und „in städtische Entwicklungen mit emanzipatorischer Absicht“ einzugreifen (Belina et al. 2014: 11).

Ausstattung des Stadtlabors:
Mobil:

  • E-Lastenrad, Babboe Pro Bike-E Flightcase Mittelmotor (315L Box & 80kg Zuladung)
  • Lastenanhänger, Hinterher Transporter 3 (188x67cm Ladefläche & 76,5kg Zuladung)

Audio-Technik:

  • 46x Silent Disco Kopfhörer (3 Kanäle) + 3 Sender (Reichweite 150m)
  • 1x Bose S1 Soundbox Akkubox (bis 11h)+ Boxenständer
  • 2x Sennheiser Funkmikrofone

Weiteres:

  • E-Generator mit 1260 Wattstunden, EcoFlow DELTA Power Station
  • Diverse Verlängerungskabel, diverse Audiokabel
  • 35 UL-Campingstühle, Helinox ChairOne (Gewicht 0,89kg)