Lehrgebiet:

Praktische Theologie

Schwerpunkte, Wissenschaftliche Arbeits- und Interessensgebiete:

Religionspädagogik, Praxeologie, Wissenschaftstheorie

Akademische Funktion:

Professorin für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Religionspädagogik

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen:

Wissenschaftliche Gesellschaft für Theologie
ISREV
European Academy of Religion
Gesellschaft für Wissenschaftliche Religionspädagogik
Sprecherin des Arbeitskreises für historische Religionspädagogik
Arbeitsgemeinschaft für Kirchliche Zeitgeschichte (EKD)
Association des Amis d'Andrè Gide
Arbeitskreis für empirische Religionsforschung

 

FOLLOW US ON INSTAGRAM 
Was machen wir eigentlich in der evangelischen Religionspädagogik an der Uni Münster? Das zeigen wir euch und Ihnen ab jetzt auf Instagram. 
Dort geben wir Einblicke in unseren Alltag zwischen Forschung und Lehre, in Tagungen, aktuelle Publikationen, Kooperationen mit Schulen und vieles mehr. Wer Lust hat auf Einblicke in aktuelle Debatten rund um religiöse Bildung heute, findet uns unter dem Namen @ev_rp_uni_muenster. 

© Wellems

Schulministerin Dorothee Feller besucht Fachtagung zum islamischen Religionsunterricht, an der auch der FB 01 beteiligt ist

„Der islamische Religionsunterricht in NRW – Chancen und Herausforderungen“ am 13. April 2026 in Münster

Großes Interesse, hochrangige Beteiligung und intensive Diskussionen: Am 13. April 2026 fand in der Professional School der Universität Münster eine Fachtagung zum islamischen Religionsunterricht statt. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Evaluation des islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen gemäß § 133 Abs. 3 SchulG NRW realisiert, die im Auftrag des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen von Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Leiter des Zentrums für Islamische Theologie), Abdulkerim Şenel (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Islamische Theologie) sowie Luisa Wellems (Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Evangelisch-Theologischen Fakultät) durchgeführt wurde, die auch für die Konzeption und Organisation der Fachtagung verantwortlich waren.

v. l. n. r.: Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Schulministerin Dorothee Feller, Prorektor Prof. Dr. Michael Quante, Luisa Wellems und Abdulkerim Şenel
© Julian Meyer

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll die anhaltende Relevanz des Themas. Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, schulischer Praxis sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen kamen zusammen, um über Gegenwart und Zukunft des Faches zu diskutieren. Auch die nordrhein-westfälische Schulministerin Dorothee Feller nahm an der Veranstaltung teil und unterstrich die hohe bildungspolitische Bedeutung sowohl der Evaluationsstudie als auch des islamischen Religionsunterrichts für das Land Nordrhein-Westfalen.

Nach der Eröffnung der Tagung durch Prof. Dr. Mouhanad Khorchide betonte der Prorektor der Universität Münster, Prof. Dr. Michael Quante, in seinem Grußwort die zentrale Rolle des islamischen Religionsunterrichts für die religiöse Bildung in Deutschland und hob zugleich die besondere Stellung der Universität Münster als Ausbildungsstandort hervor. Dabei verwies er auf die Etablierung der Islamischen Theologie als 16. Fakultät sowie auf den im Aufbau befindlichen „Campus der Theologien und Religionswissenschaften“ als Ausdruck aktueller institutioneller Weiterentwicklungen. Schulministerin Dorothee Feller unterstrich, dass die Ergebnisse der Evaluation eine wichtige Grundlage für die bildungspolitische Weiterentwicklung des islamischen Religionsunterrichts darstellen, und würdigte die Studie als Beitrag zu einer evidenzbasierten Gestaltung des Faches.

Grußwort von Schulministerin Dorothee Feller
© Julian Meyer

Im Zentrum der Tagung stand die Vorstellung der Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation durch Mouhanad Khorchide, Abdulkerim Şenel und Luisa Wellems. Präsentiert wurden zentrale empirische Befunde, die Einblicke in strukturelle Rahmenbedingungen, die unterrichtliche Praxis sowie in die Perspektiven der beteiligten Akteur*innen geben und zugleich im Hinblick auf zukünftige Entwicklungsperspektiven des islamischen Religionsunterrichts eingeordnet wurden. Dabei traten neben erkennbaren Fortschritten auch weiterhin bestehende Herausforderungen zutage, insbesondere in Bezug auf institutionelle Strukturen, die Professionalisierung von Lehrkräften sowie die curriculare und didaktische Weiterentwicklung des Faches.

Im weiteren Verlauf der Tagung rückten Fragen nach der zukünftigen Ausgestaltung religiöser Bildung in den Mittelpunkt. Unter dem Titel „Die Zukunft des Religionsunterrichts in der pluralen Gesellschaft“ brachten Prof. Dr. Clauß Peter Sajak (Katholisch-Theologische Fakultät), Prof.in Dr. Antje Roggenkamp (Evangelisch-Theologische Fakultät) und Jun-Prof.in Dr. Naciye Kamçılı-Yıldız (Paderborner Institut für Islamische Theologie) Perspektiven aus katholischer, evangelischer und islamischer Religionspädagogik ein. In den Beiträgen wurde deutlich, dass religiöse Bildung durch das Zusammenspiel schulischer Praxis, bildungspolitischer Rahmenbedingungen und vielfältiger religiöser Orientierungen geprägt ist. Die anschließende Diskussion sowie die Fragerunde aus dem Plenum griffen zentrale Aspekte der Vorträge auf und zeigten das große Interesse der Teilnehmenden, unterschiedliche Positionen miteinander ins Gespräch zu bringen und weiterzudenken.

Evangelische, katholische und islamische Religionspädagogik im Gespräch über die Frage nach der Zukunft des Religionsunterrichts in der pluralen Gesellschaft, v. l. n. r.: Jun.-Prof.in Dr. Naciye Kamçılı-Yıldız, Prof.in Dr. Antje Roggenkamp, Prof. Dr. Clauß Peter Sajak und Prof. Dr. Mouhanad Khorchide
© Julian Meyer

Den Abschluss der Tagung bildete eine Podiumsdiskussion, in der Perspektiven aus Politik, Wissenschaft und Praxis zusammengeführt wurden. Es diskutierten Jakim Essen (Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Dr. Mouhanad Khorchide (Universität Münster), Reyhan Yıldız (Lehrkraft und Fachleiterin für den islamischen Religionsunterricht), Thomas Schlüter (Bildungsdezernent und Leiter des Pädagogischen Instituts der Evangelische Kirche von Westfalen) sowie Reinhard Schulte (Schulleiter des Gymnasiums zum Altenforst in Troisdorf). Im Austausch wurden insbesondere Fragen der strukturellen Verankerung des Faches, der Qualifizierung von Lehrkräften, der konkreten unterrichtlichen Umsetzung sowie der Weiterentwicklung im Kontext religiöser Vielfalt thematisiert.

Die Tagung endete mit einem anschließenden Empfang, der den Teilnehmenden Raum bot, Gespräche in informeller Atmosphäre fortzuführen und den fachlichen Austausch zu vertiefen.

Abschlussbericht zur wissenschaftlichen Evaluierung des islamischen Religionsunterrichts

Rita Burrichter / Antje Roggenkamp / Sonja Keller / Sarah Justus (Eds.)

Religion im Museum

Dinge arrangieren, Artefakte präsentieren, Räume inszenieren
Wie wird Religion im öffentlichen Raum dargestellt? Und wie können religiöse Dinge, Artefakte und Objekte präsentiert und inszeniert werden? Die Beiträger*innen aus den Bereichen Museum, Religionswissenschaft, Soziologie, Religionspädagogik und Praktischer Theologie blicken dazu unter anderem auf die jeweilige Sammlungsgeschichte der Objekte sowie auf entsprechende Rauminszenierungen. Darüber hinaus analysieren sie den Umgang mit Artefakten, die ursprünglich einem religiösen Gebrauch entstammen, und diskutieren ihre heutige Verwendung im Museum. Aus den interdisziplinären Ansätzen ergeben sich vielseitige Einblicke, die für Theorie und Praxis fruchtbare Erkenntnisse bereithalten.

20. Dezember 2025, ca. 236 Seiten
ISBN: 978-3-8394-1299-2

© transcript
Die Teilnehmenden der Abschlusstagung im Franz-Hitze-Haus, Münster
© Roggenkamp

Abschlusstagung des Netzwerkes: Gegenstände religiöser Bildung und Praxis

Funktion und Gebrauch von materiellen Objekten und Artefakten in exemplarischen Räumen

Vom 27. bis 29. Oktober 2025 fand in der Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster die Abschlusstagung des Netzwerkes „Gegenstände religiöser Bildung und Praxis – Funktion und Gebrauch von materiellen Objekten und Artefakten in exemplarischen Räumen“ statt. Im Zentrum der Tagung standen die Rolle von Dingen und Artefakten für religiöse Bildungsprozesse und Praktiken sowie die Frage, wie diese in unterschiedlichen Kontexten wahrgenommen, gedeutet und für Bildungs- und Vermittlungsprozesse erschlossen werden können.

In vier thematisch aufeinander bezogenen Panels wurden Herausforderungen und Methoden zur Beschreibung und Wahrnehmung materieller Objekte diskutiert, Formen der Präsentation von Religion und religiösen Dingen in kirchlichen, musealen und anderen Ausstellungs- und Erfahrungsräumen in den Blick genommen und individuelle wie institutionelle Praktiken der artefaktbezogenen Vermittlung von Religion aus religions- und gemeindepädagogischer Perspektive analysiert.

Ergänzt wurden diese Perspektiven außerdem durch den öffentlichen Abendvortrag des Ethnologen Prof. Dr. Hans Peter Hahn, der sich unter dem Titel „Umstrittene Dinge – Zur konstitutiven Ambivalenz bedeutungsvoller Objekte?“ der Deutung und Bedeutung materieller Dinge aus einer kulturwissenschaftlichen Perspektive widmete. Eine Besichtigung der Kirche St. Theresia in Münster mit fachkundigen Erläuterungen von Prof. Dr. Norbert Köster eröffnete darüber hinaus die Möglichkeit, materielle Objekte und ihr Arrangement im Raum unmittelbar im konkreten Kirchraum zu erkunden und mit theoretischen Überlegungen des Netzwerkes zu verknüpfen.

Von Seiten des Seminars für Praktische Theologie und Religionspädagogik waren Prof. Dr. Antje Roggenkamp sowie Sarah Justus maßgeblich an der Konzeption und Organisation der Tagung beteiligt und bereicherten diese durch eigene Impulse. Die Tagung bot insgesamt einen Rahmen für intensiven interdisziplinären Austausch und gab wichtige Anregungen für die weitere Auseinandersetzung mit Gegenständen religiöser Bildung und Praxis.

Die Speaker im Panel „Cooperation in Religious Education: Opportunities and Challenges“
© Wellems
Unser wissenschaftlicher Nachwuchs im imposanten Treppenhaus der Universität (v. l. n. r. Abdulkerim Şenel, Karla Werner, Emily Bulat, Luisa Wellems)
© Wellems
Die Speaker im Panel „Sacred Spaces and Community Heritage: Bridging the Tangible and Intangible“
© Wellems

Teilnahme an der European Academy of Religion 2025 in Wien

Vom 8. Bis zum 12. Juli 2025 war das Seminar für Religionspädagogik mit mehreren Beiträgen auf der 8. Jahreskonferenz der European Academy of Religion (EuARe) in Wien vertreten. Im Rahmen drei thematischer Panels wurden aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert.

Am 9. Juli eröffnete das Panel „Cooperation in Religious Education: Opportunities and Challenges“, geleitet von Prof.in Dr. Antje Roggenkamp und Dr. Michael Kramer (Universität Wien), die Konferenzbeteiligung unseres Seminars. In diesem Rahmen hielt Prof.in Roggenkamp einen Vortrag zum Thema „Dealing with Sterotypes and Prejudices in Religious Co-operative Teaching“. Anschließens präsentierte Luisa Wellems mit Abdulkerim Şenel (Zentrum für Islamische Theologie, Universität Münster) ausgewählte Ergebnisse aus der vom Ministerium für Schule und Bildung NRW in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Evaluation des islamischen Religionsunterrichts unter dem Titel „The Role of Identity Conflicts and Discrimination in the Context of (Islamic) Religious Education“. Darüber hinaus stellte Emily Bulat, studentische Hilfskraft am Seminar, unter dem Titel „Joseph Meets Yūsuf. Two Narratives, One Dialogue in Religious Education: Potentials and Challenges of Interfaith Learning“ zentrale Befunde ihrer Bachelorarbeit vor. Beteiligt hat sich zudem Karla Werner, ebenfalls studentische Hilfskraft im Evaluationsprojekt.

Am 10. Juli folgte das Panel „Work in Transformation: Religious Imprints“, geleitet von Prof.in Roggenkamp gemeinsam mit Prof.in Talitha Cooreman-Guittin (Université de Fribourg, Schweiz), das sich mit religiösen Deutungsangeboten in sich wandelnden Arbeitskontexten befasste.

Den Abschluss bildete am 11. Juli der Vortrag von Prof.in Roggenkamp im Panel „Sacred Spaces and Community Heritage: Bridging the Tangible and Intangible“. Unter dem Titel „Relicts and the Sacred in Altarpieces – Approaches to Changing Spatial Environments“ wurden neue Perspektiven auf die religiöse Dimension sakraler Räume und Objekte diskutiert.

Neben dem intensiven wissenschaftlichen Austausch bot die Konferenz auch Gelegenheit zum kollegialen Dialog mit Forscher:innen aus ganz Europa sowie zur kulturellen Erkundung Wiens – inklusive eines kulinarischen Zwischenstopps bei Kaiserschmarren und Museumsbesuchen. Besonders anregend waren für uns die vielfältigen Perspektiven auf religiöse Kooperation in schulischen wie gesellschaftlichen Kontexten sowie die Diskussion um positionalitätsbewusste Ansätze in der (inter-)religiösen Bildung, die durch Beiträge aus anderen europäischen Ländern bereichert wurden. Aus diesen Impulsen ergeben sich spannende Anknüpfungspunkte für die zukünftige Arbeit und mögliche Kooperationen unseres Seminars. Die Vorfreude auf die EuARe 2026 ist bereits geweckt!

 

Ausgewählte Publikationen, Podcasts, Vorträge und Berichte

Videobeitrag zur Tagung ENSEIGNEMENT DES FAITS RELIGIEUX & ÉDUCATION À LA LAÏCITÉ DES PRINCIPES AUX PRATIQUES
Tagungsprogramm zur Tagung ENSEIGNEMENT DES FAITS RELIGIEUX & ÉDUCATION À LA LAÏCITÉ DES PRINCIPES AUX PRATIQUES

Im Rahmen der Tagung ENSEIGNEMENT DES FAITS RELIGIEUX & ÉDUCATION À LA LAÏCITÉ DES PRINCIPES AUX PRATIQUES vom 10. Januar 2019, die von der Universität Caen-Normandie in Verbindung mit der ESPE Académie Normandie Caen organisiert wurde, kamen der "enseignement des faits religieux", der sich verändernde Umgang mit religiöser Bildung in der laizistischen Schule zur Sprache. Diskutiert wurden vergleichende internationale Beziehungen u.a. zum deutschen und griechischen Religionsunterricht.