Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Arbeitsgruppe von Jun.-Prof. Marcel Rey (Institut für Physikalische Chemie) der Universität Münster zeigt, wie sich kolloidale Polymerpartikel durch polarisiertes Licht gezielt verformen lassen. Die daraus resultierenden Formänderungen erzeugen mikroskopische Strömungen an Wasser-Luft-Grenzflächen – ganz ohne Pumpen oder feste Kanäle. Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht.
Das JungesChemieForum Münster e.V. (JCF) hat gemeinsam mit Evonik die Evonik Preise 2026 verliehen. Marie-Christin Leusmann (AK Glorius) erhielt den Preis für Master-Studierende für ihre Forschung zur Diversifikation von Aldehyden mit anomeren Amiden. Dr. Christoph Humberg (AK Mootz) wurde mit dem Preis für Promovierende für eine computerbasierte Methode zur Vorhersage von Proteinaggregation von cysteinfreien, getrennten Inteinen ausgezeichnet. Den begleitenden Festvortrag mit dem Titel "The Future Unfolded Foresight and the Paradigm Shifts Redefining our World" hielt Maria Nero (Evonik Industries AG).
Fünf Schüler*innen erkundeten in der „Chemie-Rallye“ des MExLab Chemie die verschiedenen Bereiche der Chemie, Lebensmittelchemie und Pharmazie. In dem zweiwöchigen Praktikum an der Universität Münster forschten sie in den Laboren und besuchten eine Vorlesung. Die Schüler*innen lernten die Vielfalt des Fachbereichs Chemie und Pharmazie kennen und erhielten einen direkten Einblick in den Studienalltag.
Am Freitag, dem 13. Februar fand im Schloss die erste Promotionsfeier des Fachbereichs Chemie und Pharmazie des Jahres 2026 statt. Dabei erhielten 45 junge Wissenschaftler*innen den Doktorgrad. Die Bandbreite der Forschungsgebiete erstreckte sich von der Chemiedidaktik über die Lebensmittelchemie bis hin zu den verschiedenen Fachgebieten der Chemie und Pharmazie. Der Fachbereich gratuliert allen Promovierten zu diesem wichtigen Meilenstein und wünscht Ihnen für ihre Zukunft weiterhin viel Erfolg.
Gespannte Ringmoleküle sind Schlüsselelemente wichtiger Medikamente, aber meist schwer zu erzeugen. Der Arbeitsgruppe von Prof. Frank Glorius (Organisch-Chemisches Institut) von der Universität Münster ist es gelungen eine effiziente Methode zu entwickeln, um neue hochwertige kleine Ringmoleküle namens Hausane herzustellen. Durch den Einsatz eines Photokatalysators gelingt die komplexe Synthese unter milden Bedingungen, was neue Wege für die Arzneimittelherstellung und Materialentwicklung eröffnet.
Die Hector Fellow Academy hat unter anderem Juniorprofessor Robert Hein (Organisch-Chemisches Institut) vom Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster mit dem Research Career Development Award ausgezeichnet. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen und unterstützt Nachwuchsforschende dabei, ihre Forschung langfristig weiterzuentwickeln. Er enthält außer einem einmaligen finanziellen Zuschuss für die Forschung auch die Finanzierung einer Promotionsstelle. Robert Hein erforscht Redoxschalter, die unter elektrischer Stimulation reversibel ihre Farbe, Fluoreszenz und Geometrie verändern.
Neue Batterietechnologie stehen im Zentrum der globalen Energie- und Mobilitätswende. Eine in Nature Energy veröffentlichte Studie eines internationalen Forschungsteams der Universität Münster (Institut für Wirtschaftschemie), der ETH Zürich, der Stanford University und der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle zeigt, dass Entwicklung und Produktion von Natrium-Ionen Batterien stark auf bestehendem Lithium-Ionen-Wissen aufbauen. Etablierte Unternehmen sichern sich dadurch strukturelle Vorteile, während Markteintrittsbarrieren für Neueinsteiger höher sind als häufig angenommen. Grundlage ist die Analyse von über 15.000 Patenten mittels KI-gestützter Klassifikation.
Die zweite Landesrunde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ brachte 53 Schüler*innen aus NRW der Jahrgangsstufe 9 und 10 nach Münster, wo sie anspruchsvolle Klausuraufgaben bearbeiteten. In einer Experimentalvorlesung zum Thema „Es werde Licht!“ veranschaulichte Prof. Uwe Karst chemische Aspekte von Licht. Höhepunkt war die Siegerehrung, bei der sich die jeweils sechs Besten pro Jahrgangsstufe für die nächste Runde qualifizierten.
Die Reihe „Zwölf Monate, zwölf Menschen – Porträts 2025“ gibt Einblicke in Persönlichkeiten, die das vergangene Jahr an der Universität Münster besonders geprägt haben. Aus dem Fachbereich Chemie und Pharmazie ist Prof. Armido Studer vertreten, der für seine wegweisende Forschung zur Radikalchemie unter anderem mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet wurde. Ebenfalls vorgestellt wird Jens Münchow, der mit seinem Promotionsthema zur Entwicklung einer Pille für den Mann im November westdeutscher Science Slam-Meister wurde.
Der Chemiker Prof. Armido Studer (Organisch-Chemisches Institut) von der Universität Münster wurde mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet, der mit rund 2,5 Millionen Euro zu den höchstdotierten Forschungspreisen zählt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) würdigt damit seine wegweisenden Arbeiten zur Radikalchemie, mit denen er unter anderem ein photokatalytisches Verfahren zur Wasserspaltung sowie neue Ansätze für nachhaltige Syntheseverfahren entwickelt hat. Das Preisgeld ermöglicht ihm und seinem Arbeitskreis große wissenschaftliche Freiheit und eröffnet Spielraum, auch ungewöhnliche Forschungsansätze weiterzuverfolgen.
Im Rahmen der Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry 2026“ in Münster wurde Juniorprofessor Dr. Marcel Bermúdez für seine herausragenden Forschungsarbeiten, unter anderem für seine Forschung zur innovativen dynamischen Betrachtung von Arzneistoff-Targets, in der theoretischen Medizinischen Chemie mit dem Innovationspreis Medizinische/Pharmazeutische Chemie ausgezeichnet. Die jährlich von der GDCh und DPhG vergebene Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.