Archiv 2026

Kleine partikel ändern ihre Form nach Einstrahlung von Licht.Kleine partikel ändern ihre Form nach Einstrahlung von Licht.
Nanopartikel lassen sich mit polarisiertem Licht präzise verformen.
© CCBY4.0

Polarisiertes Licht formt Nanopartikel – und setzt Flüssigkeiten in Bewegung

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Arbeitsgruppe von Jun.-Prof. Marcel Rey (Institut für Physikalische Chemie) der Universität Münster zeigt, wie sich kolloidale Polymerpartikel durch polarisiertes Licht gezielt verformen lassen. Die daraus resultierenden Formänderungen erzeugen mikroskopische Strömungen an Wasser-Luft-Grenzflächen – ganz ohne Pumpen oder feste Kanäle. Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht.

Zur Originalveröffentlichung in Nature Communications

 

Poster für die Evonik Award 2026Poster für die Evonik Award 2026
Die Preise werden jährlich vom JungesChemieForum Münster gemeinsam mit Evonik vergeben.
© JCF Münster

Besondere Forschungsleistungen mit Evonik-Preis geehrt

Das JungesChemieForum Münster e.V. (JCF) hat gemeinsam mit Evonik die Evonik Preise 2026 verliehen. Marie-Christin Leusmann (AK Glorius) erhielt den Preis für Master-Studierende für ihre Forschung zur Diversifikation von Aldehyden mit anomeren Amiden. Dr. Christoph Humberg (AK Mootz) wurde mit dem Preis für Promovierende für eine computerbasierte Methode zur Vorhersage von Proteinaggregation von cysteinfreien, getrennten Inteinen ausgezeichnet. Den begleitenden Festvortrag mit dem Titel "The Future Unfolded Foresight and the Paradigm Shifts Redefining our World" hielt Maria Nero (Evonik Industries AG).

Gruppenbild der Schüler*innenGruppenbild der Schüler*innen
Zwei Wochen lang hatten die Schüler*innen die Gelegenheit, den Fachbereich Chemie und Pharmazie zu erkunden.
© Uni MS - Mara Hobbold

Schüler*innen entdecken in der „Chemie-Rallye“ die Vielfalt der Chemie

Fünf Schüler*innen erkundeten in der „Chemie-Rallye“ des MExLab Chemie die verschiedenen Bereiche der Chemie, Lebensmittelchemie und Pharmazie. In dem zweiwöchigen Praktikum an der Universität Münster forschten sie in den Laboren und besuchten eine Vorlesung. Die Schüler*innen lernten die Vielfalt des Fachbereichs Chemie und Pharmazie kennen und erhielten einen direkten Einblick in den Studienalltag.
 

Gruppenfoto der PromoviertenGruppenfoto der Promovierten
45 junge Wissenschaftler*innen erhielten bei der Promotionsfeier den Doktorgrad.
© Uni MS – Simone Krause

Promotionsfeier des Fachbereichs: 45 Personen erlangen Doktorwürde

Am Freitag, dem 13. Februar fand im Schloss die erste Promotionsfeier des Fachbereichs Chemie und Pharmazie des Jahres 2026 statt. Dabei erhielten 45 junge Wissenschaftler*innen den Doktorgrad. Die Bandbreite der Forschungsgebiete erstreckte sich von der Chemiedidaktik über die Lebensmittelchemie bis hin zu den verschiedenen Fachgebieten der Chemie und Pharmazie. Der Fachbereich gratuliert allen Promovierten zu diesem wichtigen Meilenstein und wünscht Ihnen für ihre Zukunft weiterhin viel Erfolg.

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Präparatglas mit hochwertige kleine Ringmoleküle namens HausanePräparatglas mit hochwertige kleine Ringmoleküle namens Hausane
Neue Methode zur einfachen und effizienten Herstellung von Hausan.
© AK Glorius

Neue Methode zur Herstellung von Hausan

Gespannte Ringmoleküle sind Schlüsselelemente wichtiger Medikamente, aber meist schwer zu erzeugen. Der Arbeitsgruppe von Prof. Frank Glorius (Organisch-Chemisches Institut) von der Universität Münster ist es gelungen eine effiziente Methode zu entwickeln, um neue hochwertige kleine Ringmoleküle namens Hausane herzustellen. Durch den Einsatz eines Photokatalysators gelingt die komplexe Synthese unter milden Bedingungen, was neue Wege für die Arzneimittelherstellung und Materialentwicklung eröffnet.
 

Potrait von Jun.-Prof. Robert HeinPotrait von Jun.-Prof. Robert Hein
Juniorprofessor Robert Hein wurde mit dem Research Career Development Award ausgezeichnet.
© Uni MS - Fabian Winter

Hector Fellow Academy zeichnet Robert Hein aus

Die Hector Fellow Academy hat unter anderem Juniorprofessor Robert Hein (Organisch-Chemisches Institut) vom Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster mit dem Research Career Development Award ausgezeichnet. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen und unterstützt Nachwuchsforschende dabei, ihre Forschung langfristig weiterzuentwickeln. Er enthält außer einem einmaligen finanziellen Zuschuss für die Forschung auch die Finanzierung einer Promotionsstelle. Robert Hein erforscht Redoxschalter, die unter elektrischer Stimulation reversibel ihre Farbe, Fluoreszenz und Geometrie verändern.

Übersicht aller Preisträger

 

Aneinandergereihte Batterien Aneinandergereihte Batterien
Etablierte Unternehmen verfügen bei neuen Natrium-Ionen-Batterie-Technologien über strukturelle Vorteile.
© PublicDomainPictures auf Pixabay

Lithium- und Natrium-Ionen-Technologien sind enger verknüpft als angenommen

Neue Batterietechnologie stehen im Zentrum der globalen Energie- und Mobilitätswende. Eine in Nature Energy veröffentlichte Studie eines internationalen Forschungsteams der Universität Münster (Institut für Wirtschaftschemie), der ETH Zürich, der Stanford University und der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle zeigt, dass Entwicklung und Produktion von Natrium-Ionen Batterien stark auf bestehendem Lithium-Ionen-Wissen aufbauen. Etablierte Unternehmen sichern sich dadurch strukturelle Vorteile, während Markteintrittsbarrieren für Neueinsteiger höher sind als häufig angenommen. Grundlage ist die Analyse von über 15.000 Patenten mittels KI-gestützter Klassifikation.

Zur Originalveröffentlichung in Nature Energy
 

Preisübergabe an Prof. Dr. Martin WinterPreisübergabe an Prof. Dr. Martin Winter
© International Battery Seminar

Shep Wolsky Award für Münsteraner Batterieforscher

Prof. Dr. Martin Winter (MEET Batterieforschungszentrum) von der Universität Münster wurde am 24. März 2026 auf dem International Battery Seminar in Orlando mit dem Shep Wolsky Battery Award ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt seine über 35-jährige Forschung zur elektrochemischen Energiespeicherung sowie sein prägendes Engagement für die internationale Batterie-Community. Der Preis wird jährlich an Persönlichkeiten verliehen, welche die Entwicklung von Energiespeichertechnologien weltweit maßgeblich vorantreiben und vernetzen.
 

Ein Begrüßungsfeuerwerk zu Beginn der Experimentalvorlesung.Ein Begrüßungsfeuerwerk zu Beginn der Experimentalvorlesung.
Die zweite Runde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ fand am Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster statt.
© Uni MS – Mara Hobbold

Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“: 12 Teilnehmende erreichen nächste Runde

Die zweite Landesrunde des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ brachte 53 Schüler*innen aus NRW der Jahrgangsstufe 9 und 10 nach Münster, wo sie anspruchsvolle Klausuraufgaben bearbeiteten. In einer Experimentalvorlesung zum Thema „Es werde Licht!“ veranschaulichte Prof. Uwe Karst chemische Aspekte von Licht. Höhepunkt war die Siegerehrung, bei der sich die jeweils sechs Besten pro Jahrgangsstufe für die nächste Runde qualifizierten.
 

Nahaufnahme von Jens Münchow (links) und Prof. Armido Studer (rechts)Nahaufnahme von Jens Münchow (links) und Prof. Armido Studer (rechts)
Jens Münchow (links) und Prof. Armido Studer (rechts)
© Nike Gais

Zwölf Monate, zwölf Menschen – zwei Porträts aus der Chemie

Die Reihe „Zwölf Monate, zwölf Menschen – Porträts 2025“ gibt Einblicke in Persönlichkeiten, die das vergangene Jahr an der Universität Münster besonders geprägt haben. Aus dem Fachbereich Chemie und Pharmazie ist Prof. Armido Studer vertreten, der für seine wegweisende Forschung zur Radikalchemie unter anderem mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet wurde. Ebenfalls vorgestellt wird Jens Münchow, der mit seinem Promotionsthema zur Entwicklung einer Pille für den Mann im November westdeutscher Science Slam-Meister wurde.
 

Porträt Aufnahme von Professor Armido StuderPorträt Aufnahme von Professor Armido Studer
Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Armido Studer.
© Uni MS - Linus Peikenkamp

Armido Studer in Berlin mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet

Der Chemiker Prof. Armido Studer (Organisch-Chemisches Institut) von der Universität Münster wurde mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet, der mit rund 2,5 Millionen Euro zu den höchstdotierten Forschungspreisen zählt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) würdigt damit seine wegweisenden Arbeiten zur Radikalchemie, mit denen er unter anderem ein photokatalytisches Verfahren zur Wasserspaltung sowie neue Ansätze für nachhaltige Syntheseverfahren entwickelt hat. Das Preisgeld ermöglicht ihm und seinem Arbeitskreis große wissenschaftliche Freiheit und eröffnet Spielraum, auch ungewöhnliche Forschungsansätze weiterzuverfolgen.
 

Preisübergabe: Innovationspreis für Jun.-Prof. Dr. Marcel BermúdezPreisübergabe: Innovationspreis für Jun.-Prof. Dr. Marcel Bermúdez
v.l.n.r. : Prof. Dr. Chistian Ducho (GDCh), Jun.-Prof. Marcel Bermúdez, Dr. Chistian Kuttruff (GDCh)
© Uni MS – Peter Dziemba

Innovationspreis Medizinische/Pharmazeutische Chemie 2026 für Jun.-Prof. Dr. Marcel Bermúdez

Im Rahmen der Tagung „Frontiers in Medicinal Chemistry 2026“ in Münster wurde Juniorprofessor Dr. Marcel Bermúdez für seine herausragenden Forschungsarbeiten, unter anderem für seine Forschung zur innovativen dynamischen Betrachtung von Arzneistoff-Targets, in der theoretischen Medizinischen Chemie mit dem Innovationspreis Medizinische/Pharmazeutische Chemie ausgezeichnet. Die jährlich von der GDCh und DPhG vergebene Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.
 

Urkunden-ÜbergabeUrkunden-Übergabe
V.l.n.r: Helma Wennemers, Hans-Joachim Knölker, Frank Glorius, Annette Beck-Sickinger
© SAW - Jens Schlueter

Wilhelm-Ostwald-Medaille für Prof. Frank Glorius

Prof. Frank Glorius (Organisch-Chemisches Institut) ist am 10. April 2026 im Rahmen der Öffentlichen Frühjahrssitzung in Leipzig mit der Wilhelm-Ostwald-Medaille der Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigt unter anderem seine herausragenden Beiträge zur Katalyseforschung. Sie ist die höchste Auszeichnung, die von der Akademie vergeben wird.
 

 Schülerinnen arbeiten an einem Experiment-Stationslauf. Schülerinnen arbeiten an einem Experiment-Stationslauf.
Am Girls'day hatten Schülerinnen in die Welt der Wissenschaft zu schnuppern.
© Uni MS – Maximilian Fleige

Schülerinnen werden zu Forscherinnen beim Girls‘Day 2026

Zum Girls‘Day am 23. April 2026 erhielten 36 Schülerinnen am Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster Einblicke in Forschung und Wissenschaft. Am MEET Batterieforschungszentrum und dem Helmholtz-Institut Münster erkundeten sie die Welt moderner Batterien, während sie im Institut für Didaktik der Chemie zu dem Thema Waschen experimentierten und die chemischen Prozesse des Alltags untersuchten. So konnten sie den Wissenschaftsbetrieb einer Universität hautnah erleben und erste Einblicke in mögliche Karrierewege gewinnen.
 

Porträt von Professor Peter 't hartPorträt von Professor Peter 't hart
© Uni MS – Fabian Winter
© Uni MS - Fabian Winter

Antrittsvorlesung von Professor Peter 't hart

Im Rahmen des GDCh-Kolloquiums stellte sich Professor Dr. Peter ˈt Hart mit seiner Antrittsvorlesung zum Thema „Correcting the Message – Using Chemistry to Modulate RNA Biology“ offiziell den Fachbereich vor. Peter ˈt Hart forscht bereits seit einem Jahr am Institut für Biochemie im Bereich der Molekularen Biochemie. Sein Interesse gilt dabei insbesondere der Untersuchung von RNA-Protein-Wechselwirkungen. Dabei untersucht seine Forschungsgruppe die zugrundeliegenden Mechanismen, identifiziert und entwickelt aber auch Liganden für RNA-bindende Proteine, unter anderem im Hinblick auf eine mögliche therapeutische Anwendung.
 

Porträtbild von Prof. Armido StuderPorträtbild von Prof. Armido Studer
Prof. Armido Studer wurde mit der Carl Friedrich Gauß-Medaille ausgezeichnet.
© Uni MS - Linus Peikenkamp

Carl Friedrich Gauß-Medaille für Armido Studer

Prof. Armido Studer (Organisch-Chemisches Institut) wurde am 24. April 2026 in Braunschweig mit der Carl Friedrich Gauß-Medaille von der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt seine prägenden Beiträge zur modernen organischen Chemie, insbesondere zur Radikalchemie und zu nachhaltigen Synthesemethoden. Die Verleihung fand im Rahmen der Jahresversammlung im Altstadtrathaus (Braunschweig) statt. 

Pressemitteilung der Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft