Hector Fellow Academy zeichnet Robert Hein aus

Die Hector Fellow Academy hat Juniorprofessor Robert Hein (Organisch-Chemisches Institut) vom Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster mit dem Research Career Development Award ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung ist eine fünfjährige Mitgliedschaft in der Akademie verbunden. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen und unterstützt Nachwuchsforschende dabei, ihre Forschung langfristig weiterzuentwickeln. Er enthält außer einem einmaligen finanziellen Zuschuss für die Forschung auch die Finanzierung einer Promotionsstelle.
„Die Auszeichnung mit dem Hector Research Career Development Award ist für mich eine große Ehre – nicht nur wegen des hohen Renommees der HFA, sondern auch, weil ich mich sehr mit ihren Zielen identifiziere, insbesondere mit dem interdisziplinären Forschungsansatz“, erklärt Preisträger Robert Hein.
Seit 2025 ist Robert Hein Juniorprofessor an der Universität Münster, wo er im Rahmen eines Liebig- sowie eines NRW-Rückkehrstipendiums eine eigene Arbeitsgruppe leitet. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die Synthese und Analyse neuartiger Moleküle, die auf elektrische Stimulation reagieren. Dabei können sie ihre Farbe, ihre Fluoreszenz oder sogar ihre räumliche Form verändern. Der Prozess verläuft reversibel, sodass die Moleküle danach wieder ihren ursprünglichen Zustand einnehmen können. Solche Systeme werden als Redoxschalter bezeichnet. Seine Gruppe untersucht sie sowohl im Hinblick auf ihre grundlegenden Eigenschaften als auch mit Blick auf mögliche Anwendungen.
Die potenziellen Einsatzgebiete reichen von Sensorik über molekulare Maschinen und Ansätze zur Energiespeicherung bis hin zu responsiven Oberflächen und Materialien, also Stoffen, die gezielt auf äußere Reize reagieren können. Mit seiner Aufnahme in die Hector Fellow Academy erhält Robert Hein nun zusätzliche Möglichkeiten, diese Arbeiten in den kommenden Jahren weiter auszubauen.
Die Hector Fellow Academy ist ein Netzwerk exzellenter Wissenschaftler*innen verschiedener Disziplinen. Die Akademie fördert herausragende Nachwuchsforschende, stärkt interdisziplinäre Kooperationen und ermöglicht bereits frühzeitig innovative Projekte. Aus den mehr als 120 Bewerbungen setzten sich dieses Jahr außer Robert Hein auch Viola Introini (Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts / Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin, Erlangen) und mit Maximilian Dax (ELLIS-Institut Tübingen / Max-Planck-Institut für intelligente Systeme) ein ehemaliger Nachwuchswissenschaftler der Hector Fellow Academy durch.