Multiscale Imaging Centre

Bildgebungsexpertinnen und -experten verschiedener Fakultäten unter einem Dach

Fotos

September 2019: Die Idee wird Wirklichkeit! Links der Architekturentwurf für unser Forschungsgebäude und rechts ein aktueller Blick auf die Baustelle.
© Gerber Architekten / Erk Wibberg
  • Juni 2019: Inzwischen ist die Außenfassade des Multiscale Imaging Centres nahezu vollständig verklinkert – hier der Blick auf die Westfassade aus Südwesten ….
    © WWU/Erk Wibberg
  • … und aus Nordwesten.
    © WWU/Erk Wibberg
  • Januar 2019: Anhand eines Musterlabors stimmt das Planungsteam die letzten Fragen zur Einrichtung der Labore ab. Dabei geht es insbesondere um Funktionalität und Sicherheit.
    © WWU / Foto: E. Wibberg
  • Auch die Entscheidungen zur Optik sind bereits gefallen: Der Boden erhält einen anthrazitfarbenen Belag, und eine Glasfront grenzt später die Dokumentationszone mit Computerarbeitsplätzen (vorne) vom Laborbereich ab.
    © WWU / Foto: E. Wibberg
  • Auch das Äußere des Gebäudes hat sein Erscheinungsbild weiter verändert. Hier die Ansicht von der Röntgenstraße, an der sich später der Haupteingang befinden wird (Blick aus Südwesten).
    © WWU / Foto: E. Wibberg
  • Die Fassade wird regionaltypisch mit Klinker gestaltet (Ansicht von der Röntgenstraße aus Südosten).
    © WWU / Foto: E. Wibberg
  • September 2018: An den Fassaden des Multiscale Imaging Centres setzen die Bauarbeiter die ersten Fenster ein.
    © CiM / Foto: E. Wibberg
  • Bauarbeiten in einem der Lichthöfe im Inneren des Gebäudes
    © CiM / Foto: E. Wibberg
  • Dieser Lichthof unter freiem Himmel spendet den angrenzenden Räumen Tageslicht.
    © CiM / Foto: E. Wibberg
  • Ein weiterer Lichthof erhält später ein Glasdach.
    © CiM / Foto: E. Wibberg
  • Hier ein Blick aus dem zweiten Obergeschoss mit den beiden Lichthöfen rechts und links im Bild
    © CiM / Foto: E. Wibberg
  • Der zukünftige Laborbereich
    © CiM / Foto: E. Wibberg
  • Das Auditorium, in dem später wissenschaftliche Vorträge und Symposien stattfinden werden
    © CiM / Foto: E. Wibberg
  • Juni 2018: Die Baustelle aus der Vogelperspektive
    © Gerber Architekten
  • April 2018: Mit dem zweiten Kran wächst der Rohbau schnell in die Höhe. Aktuell stellen die Bauarbeiter das erste Obergeschoss fertig. Es folgen noch drei weitere Stockwerke.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • Der Lichthof im Inneren des Gebäudes nimmt Gestalt an. Er bietet derzeit Platz für den Fuß des zweiten Krans.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • Mit fertigen Teilen bauen die Bauarbeiter die Schalung für die vielen Technik- und Aufzug-Schächte.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • Der Rohbau des Auditoriums ist bereits fertiggestellt. Dort werden künftig fast 200 Zuhörer Platz finden.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • Februar 2018: Das Untergeschoss an der Westseite ist fertiggestellt. In diesen Räumen wird später die Feinmechanik-Werkstatt sein.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • Auch das Erdgeschoss nimmt Formen an. Dort erstellen die Bauarbeiter derzeit eine stabile Bodenplatte.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • Viele Stahlstreben erhöhen die Zugfestigkeit des Betons und stabilisieren dadurch das Gebäude. Der freie Raum in der Mitte bildet später den Lichthof.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • Mittlerweile haben auch zwei Kräne den Betrieb aufgenommen.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • November 2017: Das Kellergeschoss an der Nordseite des Multiscale Imaging Centres hat ein besonders dickes Betonfundament erhalten, …
    © CiM/S. Marschalkowski
  • … denn hier wird später ein Teilchenbeschleuniger stehen, mit dem radioaktive Substanzen für nuklearmedizinische Bildgebungsverfahren hergestellt werden. Der zwei Meter dicke Beton schirmt die Räume nach unten hin ab. Auch Decken und Wände werden später durch Barytbeton und Bleiplatten verstärkt.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • An der Südseite wird bereits das Fundament für den Bürotrakt und die Seminarräume im Erdgeschoss aufgebaut.
    © CiM/S. Marschalkowski
  • August 2017: Inzwischen sind die Unterkellerung sowie der Aufzugschacht vorbereitet, …
    © CiM - Friedemann Kiefer
  • … und die Grundleitungen für die Wasser- und Stromversorgung des Gebäudes werden gelegt.
    © CiM - Manfred Thomas
  • Juli 2017: Der Grundstein zum Multiscale Imaging Centre ist gelegt! Darüber freuen sich die Koordinatoren des Exzellenzclusters „Cells in Motion“ gemeinsam mit einigen Gruppenleitern, die im neuen Gebäude forschen werden, und den Dekanen der beteiligten Fakultäten.
    © WWU - Christina Heimken
  • Vertreter des Wissenschaftsministeriums NRW, der Stadt Münster, der WWU, des BLB NRW und des Architekturbüros Gerber befüllten eine Zeitkapsel mit Tageszeitungen, Münzen und Bauplänen …
    © WWU - Christina Heimken
  • … und versenkten sie in den Grundmauern des Neubaus.
    © WWU - Christina Heimken
  • Das Multiscale Imaging Centre (MIC) entsteht im Herzen des natur- und lebenswissenschaftlichen Zentrums der Universität Münster an der Röntgenstraße.
    © CiM
  • Mai 2017: Jetzt kann es richtig losgehen! Die Baugenehmigung ist erteilt und die Grundsteinlegung für den 7. Juli 2017 geplant.
    © CiM - Sylwia Marschalkowski
  • Die Baustelle wurde zuvor systematisch nach Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg abgesucht – glücklicherweise wurden keine gefunden.
    © CiM - Sylwia Marschalkowski
  • Das Baustellenschild steht bereits seit einiger Zeit.
    © CiM - Sylwia Marschalkowski
  • Februar 2017: Ein Hauch von Schnee auf der frisch eingerichteten Baustelle
    © CiM - Doris Niederhoff
  • So wird das Multiscale Imaging Centre aussehen, wenn es fertig ist. Auf einer Hauptnutzfläche von 5700 qm mit hochmodernen Laboren werden etwa 260 Mitarbeiter unter einem Dach gemeinsam forschen. Die Baukosten, rund 63 Millionen Euro, übernehmen der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen sowie die Universität Münster.
    © Gerber Architekten

Das „Multiscale Imaging Centre“, kurz MIC, ist das zentrale Forschungsgebäude des Cells in Motion Interfaculty Centres und wird aktuell an der Röntgenstraße 16 in Münster erbaut. In dem Gebäude haben Arbeitsgruppen aus verschiedenen Fachbereichen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) zukünftig einen gemeinsamen Sitz. Sie bündeln einen Kern unserer breitgefächerten Expertise in der biomedizinischen Bildgebung sowie die entsprechenden Technologien und nutzen diese, um das Verhalten von Zellen in Organismen zu erforschen. Unser Forschungsgebäude ist zukünftig auch Treffpunkt für alle im Themengebiet „Zelldynamik und Bildgebung“ aktiven Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unserer Universität sowie des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster. Wir kommen hier zu Vorträgen, Symposien oder zur Mitgliederversammlung von „Cells in Motion“ zusammen.

Das Multiscale Imaging Centre entsteht mitten im lebens- und naturwissenschaftlichen Zentrum der WWU. Direkter Nachbar ist das Max-Planck-Institut. Nur einen guten Steinwurf entfernt befinden sich außerdem das Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung (ZMBE), das Center for Soft Nanoscience (SoN) und das Center for NanoTechnology (CeNTech) sowie viele weitere Institute und Kliniken, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Themen der Zelldynamik und Bildgebung beforschen.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW realisiert das Bauprojekt für die WWU. Die Übergabe vom Bauherren an die Universität ist für das Jahr 2020 geplant. Die Kosten für Bau und Ersteinrichtung in Höhe von rund 71 Millionen Euro übernehmen der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die WWU. Im Juni 2014 hatten Bund und Länder nach einer entsprechenden Empfehlung des Wissenschaftsrats die Förderung des Forschungsbaus beschlossen. Sprecher des Multiscale Imaging Centres ist der Nuklearmediziner Prof. Michael Schäfers.

  • Was steckt hinter dem Namen des Gebäudes?

    Bildgebung – auf Englisch „imaging“ – ist ein zentrales Element in unserem wissenschaftlichen Gebiet, das wir systematisch einsetzen, um zelluläre Vorgänge in Organismen zu erforschen. Mit unterschiedlichen Technologien der Bildgebung lassen sich verschiedene Aspekte betrachten: Hochauflösende mikroskopische Verfahren vergrößern beispielsweise winzige Strukturen und erlauben detailgenaue Untersuchungen von einzelnen Zellen und ihren Bausteinen. Verfahren der Ganzkörperbildgebung wie die Positronen-Emissions-Tomografie haben eine geringere Auflösung als Mikroskope – dafür ermöglichen sie es aber, den Gesamtorganismus mit seinen Geweben und Organen darzustellen.

    Um die gleiche Zelle in unterschiedlichen Größendimensionen und im zeitlichen Verlauf untersuchen zu können – und dadurch das „große Ganze“ zu verstehen – verfolgen wir in unserem Wissenschaftsverbund eine einzigartige Strategie: Wir entwickeln chemische und mathematische Methoden, die mit verschiedenen bildgebenden Verfahren kompatibel sind. Diese Strategie, Bilder von Strukturen und Vorgängen in verschiedenen Größenordnungen zu erzeugen – auf Englisch „multiscale imaging“ – gibt unserem Forschungsgebäude seinen Namen: Multiscale Imaging Centre.

  • Wer arbeitet in dem Gebäude?

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Medizin, den Naturwissenschaften sowie der Mathematik und Informatik forschen im Gebiet „Zelldynamik und Bildgebung“ inhaltlich eng vernetzt und rücken im Multiscale Imaging Centre auch räumlich zusammen. Rund 260 Personen aus den Fachbereichen Medizin, Biologie, Chemie und Pharmazie sowie Mathematik und Informatik werden in dem Gebäude arbeiten. Dazu gehören unter anderem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zur Stärkung unseres Forschungsschwerpunktes neu rekrutiert wurden und die ihre Arbeitsgruppe an der WWU aufgebaut haben.

    Die folgenden Arbeitsgruppen ziehen voraussichtlich in das Multiscale Imaging Centre ein:

    Medizinische Fakultät

    Fachbereich Biologie

    Fachbereich Chemie und Pharmazie

    Fachbereich Mathematik und Informatik

  • Architektur und bauliche Besonderheiten des Gebäudes

    Unser Forschungsgebäude hat eine Hauptnutzfläche von rund 5800 m². Davon werden 4300 m² für Labore sowie 1500 m² für Büros, Seminarräume und einen Vortragssaal genutzt. Die bildgebenden Technologien erfordern zum Teil besondere bauliche Vorkehrungen: Im Keller werden beispielsweise ein Teilchenbeschleuniger und radiochemische Labore untergebracht, die besonderer Abschirmungsmaßnahmen bedürfen, damit hier radioaktive Substanzen für nuklearmedizinische Bildgebungsverfahren hergestellt werden können.

    Das Gebäude ist rechteckig und hat im nördlichen Gebäudeteil fünf Stockwerke sowie im südlichen drei. Die unterschiedliche Anzahl an Stockwerken ergibt sich aus der abfallenden Topographie und nimmt Bezug auf die angrenzende Bebauung. Der äußere Eindruck des kompakten, abgestuften Baukörpers ist durch einen hervorkragenden Eingangsbereich, breite Fensterbänder und eine regionaltypische Klinkerfassade geprägt. Der Entwurf für das Gebäude stammt von „Gerber Architekten“ aus Dortmund.