Kontext: Partneruniversitäten in Thailand
Das National Institute of Development Administration (NIDA) in Bangkok zählt zu den führenden Hochschulen Südostasiens im Bereich Management, Verwaltung und Entwicklungsstudien. Das internationale Studienangebot verbindet fachliche Ausbildung mit Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und interkultureller Kommunikation. Die Studierendenschaft ist international geprägt und stammt vor allem aus Südostasien, China und Europa. Die Assumption University of Thailand ist eine der ältesten internationalen Privatuniversitäten Thailands und wird von den Brüdern des katholischen Ordens St. Gabriel getragen. Sie versteht sich als internationale akademische Gemeinschaft, die wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Besonders prägend sind ihre internationale Ausrichtung, interdisziplinäre Lehransätze und der Fokus auf die Verbindung von Technologie, Innovation und ethischen Fragestellungen.
Im Gespräch mit: Prof. Dr. Frank Altemöller und Prof. Dr. Sid Suntrayuth
Über welche Kooperationen reden wir heute? Prof. Dr. Frank Altemöller: Wenn ich von Kooperationen in Thailand spreche, dann meine ich derzeit vor allem die Zusammenarbeit mit dem National Institute of Development Administration (NIDA) und der Assumption University in Bangkok. Beide Hochschulen beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit Fragen internationaler Wirtschaftsbeziehungen, gesellschaftlicher Transformation und Governance sowie Führung – Themen, die auch für meine eigene Arbeit von zentraler Bedeutung sind.
Im Kern geht es dabei um die Frage, wie Staaten, Unternehmen und Gesellschaften auf die neuen geopolitischen Herausforderungen reagieren. Der Konflikt zwischen den USA und China verändert die internationalen Rahmenbedingungen grundlegend, und die Länder Südostasiens stehen dabei in einer besonderen Position. Einerseits sind sie wirtschaftlich eng mit China verflochten, andererseits gewinnen sie für Europa als Partner*innen im Rahmen von Diversifizierungs- und De-Risking-Strategien zunehmend an Bedeutung. Gemeinsam versuchen wir besser zu verstehen, wie unterschiedliche Länder mit den neuen geopolitischen und geo-ökonomischen Zwängen umgehen, welchen Restriktionen sie unterliegen, aber vor allem auch, welche Handlungsspielräume sich dabei eröffnen. Gerade der Blick aus Südostasien eröffnet dabei Perspektiven, die in Europa häufig zu wenig wahrgenommen werden.
Wie kam die Kooperation mit dem National Institute of Development Administration zustande? Prof. Dr. Sid Suntrayuth: Interessanterweise ging der erste Kontakt vor drei oder vier Jahren von Professor Altemöller aus. Er schrieb mich an, nachdem er bereits Kontakte nach Thailand hatte und auf NIDA aufmerksam geworden war. Von Anfang an verlief die Kommunikation sehr unkompliziert. Es gab keine langen Abstimmungsprozesse oder formale Hürden, wir hatten schnell das Gefühl, dass wir ähnliche Interessen teilen und voneinander lernen können. Wir hatten damals bereits viele deutsche Studierende bei uns, da wir mit mehreren deutschen Universitäten und Hochschulen im Rahmen von Double-Degree- und Austauschprogrammen bereits kooperierten. Für uns war besonders spannend, dass Frank nicht nur über Europa sprechen wollte, sondern sich wirklich für die Perspektiven Südostasiens interessierte.
Was war Ihre Motivation, die Kooperation zu initiieren? Prof. Dr. Frank Altemöller: Mich hat die Region schon lange fasziniert. Südostasien ist wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich eine der dynamischsten Regionen der Welt, und trotzdem schauen wir in Europa oft nur sehr oberflächlich darauf. Gerade die Frage, wie die Staaten der Region mit den aktuellen geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China umgehen, finde ich außerordentlich spannend. Die Länder dort müssen täglich mit diesen Spannungsfeldern umgehen und haben oft sehr pragmatische Antworten darauf gefunden. Mich interessiert deshalb nicht nur die theoretische Analyse dieser Entwicklungen, sondern auch die praktische Perspektive vor Ort. Wie denken Führungskräfte, Studierende oder politische Entscheidungsträger*innen über diese Fragen? Welche Strategien verfolgen sie? Genau darüber möchte ich ins Gespräch kommen.
Außerdem bin ich überzeugt, dass wir gerade in einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen den akademischen Austausch nicht reduzieren, sondern ausbauen sollten. Universitäten haben hier einen besonderen Wert: Wir sollten sie verstehen als Orte des Gesprächs, an denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und wo wir voneinander lernen können.
An wen richtet sich die Kooperation? Prof. Dr. Frank Altemöller: Die Zusammenarbeit richtet sich zunächst an die Studierenden des Masterstudiengangs Master of Customs and International Trade Law (MCL) sowie an Lehrende und Forschende im Bereich internationaler Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. Gerade für diese Zielgruppe sind die Entwicklungen in Südostasien von besonderer Bedeutung. Ein wichtiger Bestandteil sind Gastvorträge und Diskussionsveranstaltungen, bei denen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, internationalen Organisationen und diplomatischen Kreisen ihre Perspektiven einbringen. Dadurch erhalten die Studierenden Einblicke, die weit über klassische Lehrbuchinhalte hinausgehen.
Prof. Dr. Sid Suntrayuth: Die Kooperation richtet sich aus unserer Sicht an Studierende, Lehrende und Forschende gleichermaßen. Besonders wichtig sind für uns Studierende, die sich auf Führungsaufgaben in Wirtschaft, Verwaltung oder internationalen Organisationen vorbereiten. Viele unserer Programme sind darauf ausgerichtet, Fachwissen mit interkultureller Kompetenz, strategischem Denken und einem Verständnis globaler Zusammenhänge zu verbinden.
Unsere Studierenden kommen nicht nur aus Thailand, sondern aus vielen Ländern Südostasiens sowie aus China und anderen Weltregionen. Der Austausch mit Partner*innen aus Europa eröffnet ihnen zusätzliche Perspektiven auf internationale Politik, Handel und wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig profitieren auch Lehrende und Forschende von der Zusammenarbeit. Internationale Kooperationen ermöglichen es, unterschiedliche Erfahrungen und wissenschaftliche Ansätze zusammenzubringen und gemeinsam über die Herausforderungen einer zunehmend vernetzten Welt nachzudenken.
Wie sieht die Zusammenarbeit konkret aus? Prof. Dr. Frank Altemöller: Die Zusammenarbeit besteht derzeit vor allem aus Gastvorträgen, Lehrveranstaltungen und dem regelmäßigen Austausch zwischen Lehrenden und Forschenden. Dabei geht es weniger um ein formales Kooperationsprogramm als um die Entwicklung gemeinsamer Themen und Perspektiven.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Einbindung internationaler Expertinnen und Experten in die Lehre des Masterstudiengangs Master of Customs and International Trade Law. In den vergangenen Jahren konnten wir hierfür Vertreterinnen und Vertreter internationaler Organisationen, Unternehmen, Think Tanks, Universitäten und diplomatischer Einrichtungen gewinnen. Die Studierenden erhalten dadurch unmittelbare Einblicke in aktuelle Debatten des internationalen Handels und der internationalen Politik. Darüber hinaus organisieren wir Studienfahrten, beispielsweise zu internationalen Organisationen nach Genf und zu europäischen Institutionen nach Brüssel. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Studierenden nicht nur standardisierte Führungen erhalten, sondern mit Personen ins Gespräch kommen, die unmittelbar an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen beteiligt sind. Viele dieser Begegnungen beruhen auf persönlichen Kontakten, die über Jahre gewachsen sind.
Prof. Dr. Sid Suntrayuth: Die Kooperation befindet sich außerdem derzeit noch in einer informellen Phase. Es gibt zum Beispiel noch kein offizielles Memorandum of Understanding, aber wir führen regelmäßig gemeinsame Lehr- und Austauschformate durch und diskutieren Möglichkeiten für eine stärkere institutionelle Verankerung.
Für die Zukunft können wir uns verschiedene Formen des Austauschs vorstellen, etwa Gastaufenthalte von Lehrenden, gemeinsame Forschungsprojekte oder die Möglichkeit für Studierende aus Münster, Zeit an der NIDA zu verbringen. Auch ohne formale Vereinbarung stehen unsere Türen grundsätzlich offen. Ich durfte bereits mehrere digitale Vorträge an der Universität Münster halten, die mir immer großen Spaß gemacht haben. Perspektivisch würde ich mich aber sehr freuen, mal wirklich vor Ort zu sein.
Was unterscheidet die NIDA von europäischen Universitäten? Prof. Dr. Sid Suntrayuth: NIDA wurde mit einem klaren Auftrag gegründet: Forschung und Lehre sollen einen direkten Beitrag zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung Thailands leisten. Dieser Entwicklungsbezug prägt die Universität bis heute. Das zeigt sich sogar in den Namen vieler Fakultäten, die häufig Begriffe wie „Development“ enthalten. Jede Fakultät verfolgt dabei ihren eigenen Schwerpunkt und leistet auf unterschiedliche Weise einen Beitrag zur nationalen Entwicklung.
Gleichzeitig verstehen wir uns als internationale Hochschule. Anders als viele Universitäten bieten wir keine Bachelorprogramme an und konzentrieren uns vollständig auf die Ausbildung auf Master- und Promotionsebene. Auch unsere Lehrsprache ist konsequent international ausgerichtet: Die Programme werden auf Englisch oder Chinesisch angeboten. Die Förderung internationaler Bildung gehört zu unserem Kernauftrag.
Ein weiterer Unterschied liegt in der Rolle von Kultur. An der NIDA wird Kultur nicht als isoliertes Fach verstanden, sondern mit Themen wie Management, Governance, Entwicklung oder Wirtschaft verknüpft. Viele unserer Programme verbinden fachliche Kompetenzen bewusst mit kulturellem Verständnis und interkultureller Kommunikation. Das hängt auch mit der besonderen Geschichte Thailands zusammen: Anders als viele Nachbarländer wurde Thailand nie kolonialisiert und hat dadurch eine sehr eigenständige kulturelle Entwicklung durchlaufen. Diese kulturelle Perspektive spielt in unserer Lehre eine wichtige Rolle.
Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern in gesellschaftliche Zusammenhänge einzuordnen. Wir möchten unsere Studierenden dazu befähigen, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und kulturübergreifend zu handeln.
Was waren bislang wichtige Meilensteine in der Zusammenarbeit? Prof. Dr. Frank Altemöller: Da die Kooperation bislang nicht formal institutionalisiert ist, würde ich weniger von einzelnen Meilensteinen sprechen als von einer Reihe wichtiger Entwicklungen. Ein bedeutender Schritt war sicherlich, dass aus den ersten Gesprächen sehr schnell ein regelmäßiger Austausch entstanden ist. Daraus haben sich Gastvorträge, gemeinsame Lehrveranstaltungen und neue Kontakte entwickelt, die weit über die ursprünglichen Anknüpfungspunkte hinausgehen. Besonders wertvoll war dabei der Aufbau eines internationalen Netzwerks von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und internationalen Organisationen. Über die Zusammenarbeit ergaben sich immer wieder neue Kontakte und Gesprächspartner*innen, die wiederum weitere Perspektiven in die Lehre eingebracht haben.
Prof. Dr. Sid Suntrayuth: Für uns ist Internationalität nicht nur eine Frage der Herkunft unserer Studierenden, sondern ein zentraler Bestandteil des Lernprozesses. Viele Lehrbücher, Managementkonzepte und theoretische Modelle, die weltweit verwendet werden, wurden in Europa oder Nordamerika entwickelt. Sie sind wichtig, bilden aber nicht alle Erfahrungen und Perspektiven ab, die für das Verständnis globaler Entwicklungen relevant sind. Deshalb ist es für uns so wertvoll, Studierende und Lehrende aus unterschiedlichen Weltregionen zusammenzubringen. Gerade asiatische Perspektiven werden in vielen internationalen Curricula noch immer zu wenig berücksichtigt, obwohl ein großer Teil der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamik des 21. Jahrhunderts in Asien stattfindet. Im direkten Austausch wird sichtbar, dass Probleme nicht überall gleich wahrgenommen oder gelöst werden und dass unterschiedliche kulturelle, historische und politische Erfahrungen zu anderen Antworten führen können. Unser Ziel ist es deshalb nicht nur, Wissen zu vermitteln, sondern Studierende dafür zu sensibilisieren, dass es verschiedene Wege gibt, die Welt zu verstehen und zu gestalten.
Wie gehen Sie an NIDA mit politisch schwierigen Zeiten um? Prof. Dr. Sid Suntrayuth: Aus thailändischer Perspektive sollten Universitäten Räume für Dialog und Austausch bleiben. Thailand versucht traditionell, in internationalen Konflikten eine ausgewogene Position einzunehmen. Diese Haltung spiegelt sich auch an den Hochschulen wider.
Gerade wenn politische Spannungen zunehmen, ist es wichtig, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und Diskussionen auf einer sachlichen und akademischen Grundlage zu führen. Universitäten können Menschen aus verschiedenen Ländern und politischen Kontexten an einen Tisch bringen und so dazu beitragen, gegenseitiges Verständnis zu fördern.
Welche Herausforderungen haben sich in der Zusammenarbeit ergeben – z. B. interkulturell, organisatorisch oder institutionell? Prof. Dr. Frank Altemöller: Die größte Herausforderung ist bislang sicherlich, die notwendigen Ressourcen für persönliche Begegnungen bereitzustellen. Der Austausch lebt von direkten Gesprächen und gegenseitigen Besuchen, doch gerade dafür fehlen häufig die finanziellen Mittel. Es wäre beispielsweise eine große Bereicherung, wenn Kolleginnen und Kollegen aus Thailand häufiger nach Münster kommen könnten. Andere Länder investieren deutlich stärker in solche Mobilitätsprogramme, während unsere Möglichkeiten oft begrenzter sind. Gleichzeitig zeigt sich gerade hier, wie wichtig persönliche Begegnungen sind. Wer nur über ein Land spricht, lernt viel weniger, als wenn man Menschen aus diesem Land tatsächlich kennenlernt und mit ihnen zusammenarbeitet. Gerade für Studierende wäre es sehr wertvoll, Einblicke aus erster Hand zu erhalten und nicht nur aus Büchern oder Medien.
Interkulturell habe ich die Zusammenarbeit hingegen als ausgesprochen unkompliziert erlebt. Die Offenheit und Neugier auf beiden Seiten sind groß. Natürlich unterscheiden sich Hochschulsysteme, Kommunikationsformen und institutionelle Strukturen, aber genau solche Unterschiede machen den Austausch letztlich interessant und produktiv.
Eine weitere Herausforderung besteht darin, neue Kooperationen langfristig zu verankern. Viele Initiativen beginnen durch das Engagement einzelner Personen. Damit daraus nachhaltige Strukturen entstehen, müssen sie irgendwann von den beteiligten Institutionen mitgetragen und weiterentwickelt werden.
Welche Perspektiven oder Weiterentwicklungen sehen Sie in der Zukunft? Prof. Dr. Frank Altemöller: Langfristig wäre es wünschenswert, die Zusammenarbeit stärker zu institutionalisieren. Der Austausch ist bislang vor allem aus persönlichem Engagement entstanden und lebt von den Beziehungen, die sich in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Gleichzeitig sollte eine Institutionalisierung kein Selbstzweck sein. Entscheidend ist zunächst, dass die beteiligten Fakultäten und Hochschulen die Kooperation als Bereicherung wahrnehmen und bereit sind, sie aktiv weiterzuentwickeln. Nur dann kann daraus eine langfristig tragfähige Partnerschaft entstehen.
Ich sehe großes Potenzial darin, die Mobilität von Lehrenden und perspektivisch auch von Studierenden auszubauen. Gerade in einer Region wie Südostasien, die wirtschaftlich und geopolitisch immer wichtiger wird, können solche Kontakte einen wichtigen Beitrag dazu leisten, gegenseitiges Verständnis zu fördern und neue Perspektiven zu eröffnen.
Welchen Rat würden Sie Studierenden geben, die nach Thailand kommen wollen? Prof. Dr. Sid Suntrayuth: Mein wichtigster Rat wäre: Seien Sie offen. Wer nach Thailand kommt, sollte nicht erwarten, dass alles genauso funktioniert wie zu Hause. Internationale Erfahrungen sind besonders wertvoll, wenn man bereit ist, andere Perspektiven kennenzulernen und Unterschiede nicht als Problem, sondern als Lernchance zu verstehen. Gerade an einer internationalen Hochschule wie der NIDA begegnet man Menschen mit sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Wer sich darauf einlässt, entwickelt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch kulturelles Verständnis und die Fähigkeit, in unterschiedlichen Kontexten erfolgreich zu arbeiten.
Welche Empfehlungen würden Sie anderen geben, die eine ähnliche Kooperation aufbauen möchten? Prof. Dr. Frank Altemöller: Man sollte sich zunächst ehrlich für die Region und ihre Entwicklungen interessieren. Nachhaltige Kooperationen entstehen nicht, weil man ein Projekt oder Fördermittel benötigt, sondern weil man verstehen möchte, wie andere Gesellschaften auf aktuelle Herausforderungen reagieren.
Gerade Studierenden würde ich ausdrücklich empfehlen, Zeit in Südostasien und möglichst auch in China zu verbringen. Ein Auslandssemester oder Praktikum eröffnet Perspektiven, die man aus Europa kaum gewinnen kann. Idealerweise sollte man sich dabei nicht auf einen einzigen Ort beschränken, sondern verschiedene Länder kennenlernen. Erst dann wird sichtbar, wie unterschiedlich die wirtschaftlichen und politischen Dynamiken innerhalb der Region tatsächlich sind. Oft sehen wir nur die Ergebnisse wirtschaftlicher Entwicklung – etwa neue Fabriken oder moderne Infrastruktur. Spannend wird es aber erst, wenn man versteht, welche politischen Entscheidungen, wirtschaftlichen Strategien und gesellschaftlichen Prozesse dahinterstehen. Genau dafür sind internationale Erfahrungen so wertvoll.
Ich bedanke mich herzlich für die tollen Gespräche!
Asst. Prof. Dr. Sid Suntrayuth ist Dean des International College am National Institute of Development Administration (NIDA) und lehrt dort im Bereich internationales Management und Entwicklung. Seine Arbeit konzentriert sich auf internationale Hochschulkooperationen, interkulturelle Bildung sowie die Ausbildung zukünftiger Führungskräfte in einem globalen Umfeld. Als Vertreter einer der internationalsten Universitäten Thailands setzt er sich besonders für den Austausch zwischen Studierenden und Forschenden aus unterschiedlichen Weltregionen ein. Kontakt
Prof. Dr. Frank Altemöller ist Senior Research Fellow des Institute of Customs and International Trade Law (ICTL) an der Universität Münster. Seine Forschung beschäftigt sich mit Zukunftsfragen des internationalen Handels sowie den geopolitischen und geo-ökonomischen Herausforderungen einer sich wandelnden Weltordnung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen globaler Konflikte und Transformationsprozesse auf Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Zuvor war er Professor und Leiter von Europastudien an der Hochschule Harz. Kontakt