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Germanistisches Institut
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Aktuelle Informationen rund ums Studium: Rubrik Studieren


Aktuelles

Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen des WS 2014/2015

Freie Plätze in Blockseminaren des WS 14-15 am Centrum für Rhetorik (BOK)
4.-6. September: „Die Hölle, das sind die Anderen“ – Komparatistisches Symposium zur deutschen und arabischen Literatur am Germanistischen Institut
Hinweise für Studienanfängerinnen und Studienanfänger
Literaturwissenschaft meets Game Studies - Vortrag: Kevin Mentz (Narrative Designer, Daedalic Enterainment): Story breaking and breaking stories – Gedanken zum Spieler-Autoren-Verhältnis in Daedalic‘s ,The Devil's Men‘ (04. September, 18 Uhr)
Von Hexenverhör-Protokollen bis zur BILD-Zeitung. Germanistik-Studierende präsentieren erste eigene Forschungsergebnisse
Universitätsgesellschaft Münster vergibt Förderpreis an Philipp Pabst

 



Freie Plätze in Blockseminaren des WS 14-15 am Centrum für Rhetorik (BOK)

In den Blockseminaren des Centrums für Rhetorik, die nach Vorlesungsende, also ab Februar 2015 beginnen, sind noch 50 % der Plätze frei. Vom 15. Oktober bis zum 5. November 2014 werden diese Plätze über HIS online vergeben. Bitte bewerben Sie sich bei Bedarf. Die Ergebnisse sind etwa ab dem 10. November online einsehbar.


4.-6. September: „Die Hölle, das sind die Anderen“ – Komparatistisches Symposium zur deutschen und arabischen Literatur am Germanistischen Institut

Die H ölle, das sind die Anderen

Im Rahmen der vom DAAD geförderten Gastdozentur des syrischen Komparatisten Prof. Dr. Abdo Abboud findet vom 4. bis 6. September 2014 am Germanistischen Institut das Symposium „Die Hölle, das sind die Anderen“ – Repräsentationen und Konnotationen des Anderen in der zeitgenössischen deutschen und arabischen Literatur statt.

Nach wie vor produzieren und transferieren literarische Texte Images, Repräsentationen und Konnotationen von anderen Nationen und deren Kulturen und beeinflussen diesbezüglich das Bewusstsein der Rezipient_innen von Literatur. Auch im Zeitalter der Dominanz von audiovisuellen Medien übt Literatur diese interkulturelle Funktion aus, was sie zu einem zentralen Bereich des internationalen Dialogs der Kulturen macht. Diese Images, Repräsentationen und Konnotationen zu analysieren, gehört zu den lohnenswerten Aufgaben der komparatistisch und interkulturell orientierten Literaturwissenschaft.

Unser Symposium versteht sich als Baustein dieser komparatistischen Bemühungen, die, ausgehend von der bilateralen Ebene der deutschen und arabischen Gegenwartsliteratur, dem Dialog der Kulturen und letztendlich dem Frieden dienen.

Getagt wird im Vom Stein Haus, in Raum 118. Das Symposium beginnt am Donnerstag, 4. September um 16 Uhr.

Das Tagungsprogramm als PDF zum Download

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Abdo Abboud
Antje Heide, Sekretariat Lehrstuhl Prof. Dr. Moritz Baßler


Hinweise für Studienanfängerinnen und Studienanfänger

Die Fachschaft Germanistik hat für Studienanfängerinnen und -anfänger einige wichtige Informationen zusammengestellt. Diese Informationen finden sich auf der Homepage der Fachschaft Germanistik (http://www.uni-muenster.de/Germanistik/Fachschaft/erstis.html)


Literaturwissenschaft meets Game Studies

Vortrag: Kevin Mentz (Narrative Designer, Daedalic Enterainment): Story breaking and breaking stories – Gedanken zum Spieler-Autoren-Verhältnis in Daedalic‘s ,The Devil's Men‘

  • 4. September, 18 Uhr
  • Festsaal (Schlossplatz 5) der Universität Münster

Vortrag Kevin Mentz WebLiteraturwissenschaft und Game Studies, wie passt das zusammen? Sowohl bei Büchern als auch bei Videospielen setzt wirksames Erzählen vorrangig eine geschickt strukturierte Dramaturgie voraus, in der eine Autorin/ein Autor die Informationsvergabe an die Rezipienten regelt und gezielt Expositionen, Höhepunkte und Wendungen einbaut. Das Medium des Computerspiels ermöglicht es der Spielerin/dem Spieler nun ebenfalls Einfluss auf den Verlauf der Handlung und damit auf die Dramaturgie zu nehmen. Doch inwiefern ist dies wirklich realisierbar bzw. wo liegen die Grenzen aber auch Möglichkeiten des Mediums? Sind solche Freiräume überhaupt sinnvoll oder vielleicht sogar eher kontraproduktiv für den Aufbau und die Vermittlung einer kohärenten Erzählung? Welche Anforderungen stellen sich unter Berücksichtigung dieser Überlegungen an die Arbeit der Autorin/des Autors? Diese und andere Fragen werden im Rahmen des von der Graduate School Practices of Literature organisierten Vortrags von Kevin Mentz beispielhaft anhand des neuen Steampunk-Krimi-Adventures The Devil's Men erläutert. Mentz ist Narrative Designer bei dem preisgekrönten deutschen Computerspiele-Entwickler Daedalic Entertainment (Deponia-Serie, Edna bricht aus, Das Schwarze Auge: Satinatvs Ketten sowie Memoria u.a.). The Devil’s Men ist sein neuestes Projekt und erscheint 2015. Der Vortrag findet am 4. September um 18 Uhr im Festsaal (Schlossplatz 5) der Universität Münster statt.

Ansprechpartner: Martin Stobbe (martin.stobbe@uni-muenster.de) / Tristan Weigang (tristan.weigang@uni-muenster.de)


Von Hexenverhör-Protokollen bis zur BILD-Zeitung. Germanistik-Studierende präsentieren erste eigene Forschungsergebnisse

Spannende und teilweise auch überraschende Ergebnisse präsentierten rund 100  Studentinnen und Studenten der Sprachwissenschaft zum Abschluss des Sommersemesters am Germanistischen Institut der Universität Münster ihren Kommilitonen, Freunden und Familien. Untersucht wurde zum Beispiel „Die Macht des Wortes auf dem Weg zur Wahrheitsfindung“ anhand von Verhörprotokollen aus verschiedenen Jahrhunderten. So verglichen zwei Studierende die original überlieferte Protokollmitschrift eines Osnabrücker Hexenverhöres aus dem 17. Jahrhundert mit der vom Protokollanten für das Gerichtsverfahren überarbeiteten Reinschrift. „Interessanterweise ist die Reinschrift fast vier Seiten kürzer und lässt etliche Aussagen der Verhörten unter den Tisch fallen“, fasst Sebastian Schön ein wichtiges Ergebnis zusammen. Auch seien zahlreiche Aussagen der vermeintlichen Hexe in anderen Worten wiedergegeben und ganze Sätze umformuliert worden, ergänzt seine Kommilitonin Sarah-Maria Müller. 

Andere Studenten hatten sich mit jüngeren Vernehmungsprotokollen aus dem 20. und 21. Jahrhundert beschäftigt und dazu Verhöre aus den sogenannten „Nazi-Prozessen“ zur Ermittlung von NS-Verbrechen, Stasi-Verhöre sowie spektakuläre Mordprozesse wie den Münsteraner Rohrbach-Fall sprachlich unter die Lupe genommen. Zudem hatten sich zwei Studentinnen mehrere Münsteraner Tatort-Folgen genauer angesehen und die sprachliche Gestaltung der dargebotenen Verhörmethoden analysiert. Hierbei konnten sie eine hohe Anzahl von Suggestivfragen nachweisen, die in einem „echten“ Verhör keinen Platz finden sollten.

Doch waren nicht nur Protokolle sprachlich untersucht worden, sondern auch andere Textsorten wie historische Flugblätter und moderne Party-Flyer, Grabinschriften vergangener Jahrhunderte im Vergleich zu aktuellen Todesanzeigen und  virtuellen Gedenkseiten auf Facebook sowie Zeitungen und Zeitschriften. Hier standen aus aktuellem Anlass die Berichterstattungen zur WM besonders im Vordergrund. So gewann auch ein wissenschaftliches Poster zum Thema „WM der Superlative“ den ersten Preis für das beste studentische Plakat. Sophia Steiof hatte auf diesem den Adjektivgebrauch und seine Steigerungsformen untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass nicht etwa die BILD-Zeitung in ihren Berichten über die WM am häufigsten zu „reißerischen“ Superlativformen griff, sondern die sonst eher als nüchtern geltende FAZ.

Besondere Beachtung fanden auch die Arbeiten einiger niederländischer und italienischer Austausch-Studentinnen, die sich dem Aspekt „Deutsch als Fremdsprache“ gewidmet hatten. Die niederländische Studentin Jette Thönissen hatte dazu in ihrer Heimatstadt Aufsätze von Schülern gesammelt, die seit einigen Jahren Deutsch lernten. Für ihr Poster untersuchte sie die unterschiedlichen Fortschritte im Wortschatz und Wortartengebrauch. Zwei italienische Studentinnen hingegen nahmen die Wortbildung im Deutschen und Italienischen in den Blick. So konnten die deutschen Kommilitonen erfahren, dass die einfache Komposition „Apfelschorle“ im Italienischen umfangreich umschrieben werden muss als „succo di mela con acqua minerale gassata“.

Am Ende der gut besuchten Posterpräsentation staunten die Angehörigen und Freunde der Studenten über die Vielzahl der verschiedenen Untersuchungen und so manchen Eltern war nun klarer geworden, womit sich ihre Kinder im Germanistik-Studium beschäftigen. Vor allem aber waren die Studenten untereinander über ihre sprachwissenschaftlichen Forschungsarbeiten ins Gespräch gekommen, an einigen Plakaten gab es gar lebhafte Diskussionen über die gewonnenen Erkenntnisse und es wurden schon Pläne für weiterführende Untersuchungen und Bachelorarbeiten geschmiedet. So ernteten die Dozentinnen Dr. Anna-Maria Balbach und Corinna Lucan, aus deren Seminaren die studentischen Arbeiten hervorgegangen waren und die die Posterpräsentation organisiert hatten, viel Lob und Dank ihrer Studierenden. „Eine Veranstaltung mit Mehrwert“ war das Fazit vieler Studenten, die gleichzeitig anregten, solche Posterpräsentationen doch häufiger zu initiieren.


"Prädestiniert für die universitäre Laufbahn". Universitätsgesellschaft Münster vergibt Förderpreis an Philipp Pabst

Gastgeber und Preisträger (v.l.n.r.): Markus Schabel, Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang, Philipp Pabst, Prof. Dr. Ursula Nelles, Dr. Niki Tomas Loges, Dr. Paul-Josef Patt
Gastgeber und Preisträger (v.l.n.r.): Markus Schabel, Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang, Philipp Pabst, Prof. Dr. Ursula Nelles, Dr. Niki Tomas Loges, Dr. Paul-Josef Patt
Foto: WWU - Peter Grewer

Die Universitätsgesellschaft Münster hat zwei Forscher der Westfälischen Wilhelms-Universität für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet: Der Biologe Dr. Niki Tomas Loges und der Germanist Philipp Pabst haben den Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses 2014 erhalten. Beide nahmen die mit je 5000 Euro dotierte Auszeichnung am Donnerstag, 5. Juni, bei einer Feierstunde im Haus der Sparkasse

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