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Germanistisches Institut
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Aktuelle Informationen rund ums Studium: Rubrik Studieren


Aktuelles

Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen des WS 2014/2015

Von Hexenverhör-Protokollen bis zur BILD-Zeitung. Germanistik-Studierende präsentieren erste eigene Forschungsergebnisse
TutorInnen gesucht
Last-minute-Hausarbeitenwoche vom 11.-15. August
Universitätsgesellschaft Münster vergibt Förderpreis an Philipp Pabst
Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf ist neues Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
„Winter is coming“ – und mit ihm der neustrukturierte Master Kulturpoetik der Literatur und Medien (ab WiSe 2014/15). Jetzt bewerben!

 



Von Hexenverhör-Protokollen bis zur BILD-Zeitung. Germanistik-Studierende präsentieren erste eigene Forschungsergebnisse

Spannende und teilweise auch überraschende Ergebnisse präsentierten rund 100  Studentinnen und Studenten der Sprachwissenschaft zum Abschluss des Sommersemesters am Germanistischen Institut der Universität Münster ihren Kommilitonen, Freunden und Familien. Untersucht wurde zum Beispiel „Die Macht des Wortes auf dem Weg zur Wahrheitsfindung“ anhand von Verhörprotokollen aus verschiedenen Jahrhunderten. So verglichen zwei Studierende die original überlieferte Protokollmitschrift eines Osnabrücker Hexenverhöres aus dem 17. Jahrhundert mit der vom Protokollanten für das Gerichtsverfahren überarbeiteten Reinschrift. „Interessanterweise ist die Reinschrift fast vier Seiten kürzer und lässt etliche Aussagen der Verhörten unter den Tisch fallen“, fasst Sebastian Schön ein wichtiges Ergebnis zusammen. Auch seien zahlreiche Aussagen der vermeintlichen Hexe in anderen Worten wiedergegeben und ganze Sätze umformuliert worden, ergänzt seine Kommilitonin Sarah-Maria Müller. 

Andere Studenten hatten sich mit jüngeren Vernehmungsprotokollen aus dem 20. und 21. Jahrhundert beschäftigt und dazu Verhöre aus den sogenannten „Nazi-Prozessen“ zur Ermittlung von NS-Verbrechen, Stasi-Verhöre sowie spektakuläre Mordprozesse wie den Münsteraner Rohrbach-Fall sprachlich unter die Lupe genommen. Zudem hatten sich zwei Studentinnen mehrere Münsteraner Tatort-Folgen genauer angesehen und die sprachliche Gestaltung der dargebotenen Verhörmethoden analysiert. Hierbei konnten sie eine hohe Anzahl von Suggestivfragen nachweisen, die in einem „echten“ Verhör keinen Platz finden sollten.

Doch waren nicht nur Protokolle sprachlich untersucht worden, sondern auch andere Textsorten wie historische Flugblätter und moderne Party-Flyer, Grabinschriften vergangener Jahrhunderte im Vergleich zu aktuellen Todesanzeigen und  virtuellen Gedenkseiten auf Facebook sowie Zeitungen und Zeitschriften. Hier standen aus aktuellem Anlass die Berichterstattungen zur WM besonders im Vordergrund. So gewann auch ein wissenschaftliches Poster zum Thema „WM der Superlative“ den ersten Preis für das beste studentische Plakat. Sophia Steiof hatte auf diesem den Adjektivgebrauch und seine Steigerungsformen untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass nicht etwa die BILD-Zeitung in ihren Berichten über die WM am häufigsten zu „reißerischen“ Superlativformen griff, sondern die sonst eher als nüchtern geltende FAZ.

Besondere Beachtung fanden auch die Arbeiten einiger niederländischer und italienischer Austausch-Studentinnen, die sich dem Aspekt „Deutsch als Fremdsprache“ gewidmet hatten. Die niederländische Studentin Jette Thönissen hatte dazu in ihrer Heimatstadt Aufsätze von Schülern gesammelt, die seit einigen Jahren Deutsch lernten. Für ihr Poster untersuchte sie die unterschiedlichen Fortschritte im Wortschatz und Wortartengebrauch. Zwei italienische Studentinnen hingegen nahmen die Wortbildung im Deutschen und Italienischen in den Blick. So konnten die deutschen Kommilitonen erfahren, dass die einfache Komposition „Apfelschorle“ im Italienischen umfangreich umschrieben werden muss als „succo di mela con acqua minerale gassata“.

Am Ende der gut besuchten Posterpräsentation staunten die Angehörigen und Freunde der Studenten über die Vielzahl der verschiedenen Untersuchungen und so manchen Eltern war nun klarer geworden, womit sich ihre Kinder im Germanistik-Studium beschäftigen. Vor allem aber waren die Studenten untereinander über ihre sprachwissenschaftlichen Forschungsarbeiten ins Gespräch gekommen, an einigen Plakaten gab es gar lebhafte Diskussionen über die gewonnenen Erkenntnisse und es wurden schon Pläne für weiterführende Untersuchungen und Bachelorarbeiten geschmiedet. So ernteten die Dozentinnen Dr. Anna-Maria Balbach und Corinna Lucan, aus deren Seminaren die studentischen Arbeiten hervorgegangen waren und die die Posterpräsentation organisiert hatten, viel Lob und Dank ihrer Studierenden. „Eine Veranstaltung mit Mehrwert“ war das Fazit vieler Studenten, die gleichzeitig anregten, solche Posterpräsentationen doch häufiger zu initiieren.


TutorInnen gesucht

Für die Vorlesung „Einführung in die germanistische Sprachwissenschaft“, die im kommenden Semester von Prof. Dr. Eckard Rolf gehalten wird, werden neue TutorInnen gesucht.

Aufgaben

  • Teilnahme an der Einführungsvorlesung
  • Teilnahme an der Teambesprechung
  • wöchentliche Durchführung eines Tutoriums
  • Korrektur benoteter Übungen und der Abschlussklausur

Voraussetzungen

  • Interesse an sprachwissenschaftlichen Fragestellungen
  • Bereitschaft zur Teamarbeit
  • sehr gute Studienleistungen
  • abgeschlossenes Aufbaumodul Sprache

Ihre Bewerbung (Anschreiben sowie Qispos-Ausdruck) richten Sie bitte bis zum 31.07.2014 per Email an Herrn Gregor Walczak (g_walc01@uni-muenster.de).


Last-minute-Hausarbeitenwoche vom 11.-15. August

Die Zeit der Hausarbeiten rückt näher. Den Studierenden bietet die Schreibberatungsstelle co[n]TEXT am Germanistischen Institut nicht nur die gewohnte individuelle Hilfe in Form der Tutoriellen Schreibberatung (Anmeldungen unter: schreiben@uni-muenster.de), sondern – wie schon in den vergangenen Semestern –  eine qualifizierte Unterstützung im Rahmen der sogenannten Last-minute-Haus-arbeitenwoche. Sie findet vom 11.-15. August (Raum 118) statt und wird in Kooperation mit der Schreibwerkstatt am Philosophischen Seminar sowie der Universitäts- und Landesbibliothek veranstaltet.

Das Ziel der Schreibberatungswoche ist es, Studierenden einen strukturierten und förderlichen  Rahmen für ihre Schreibarbeit zu bieten und die Schreibenden durch zusätzliche flexible Angebote (wie z.B. non-direktive tutorielle Schreibberatungen, Textkonferenzen oder Mini-Workshops u.a. zu Schreibstrategien oder zur Strukturierung von Themen) zu unterstützen. Anmeldungen (schreiben@uni-muenster.de) sind erwünscht, aber nicht erforderlich.


"Prädestiniert für die universitäre Laufbahn". Universitätsgesellschaft Münster vergibt Förderpreis an Philipp Pabst

Gastgeber und Preisträger (v.l.n.r.): Markus Schabel, Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang, Philipp Pabst, Prof. Dr. Ursula Nelles, Dr. Niki Tomas Loges, Dr. Paul-Josef Patt
Gastgeber und Preisträger (v.l.n.r.): Markus Schabel, Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang, Philipp Pabst, Prof. Dr. Ursula Nelles, Dr. Niki Tomas Loges, Dr. Paul-Josef Patt
Foto: WWU - Peter Grewer

Die Universitätsgesellschaft Münster hat zwei Forscher der Westfälischen Wilhelms-Universität für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet: Der Biologe Dr. Niki Tomas Loges und der Germanist Philipp Pabst haben den Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses 2014 erhalten. Beide nahmen die mit je 5000 Euro dotierte Auszeichnung am Donnerstag, 5. Juni, bei einer Feierstunde im Haus der Sparkasse

Vollständige Pressemitteilung


Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf ist neues Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

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Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf

Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf, Professorin für Neuere deutsche Literaturgeschichte am Germanistischen Institut der Universität Münster, ist zum ordentlichen Mitglied der Klasse für Geisteswissenschaften der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt worden.

Zu den Forschungsschwerpunkten der Germanistin gehören Literaturtheorie, Allgemeine Literaturwissenschaft, Neuere Deutsche Literatur unter besonderer Berücksichtigung der Moderne und der Gegenwartsliteratur, Autobiographie- und Autofiktionsforschung sowie Rhetorik. Neben zahlreichen weiteren Funktionen ist Martina Wagner-Egelhaaf Mitglied im Vorstand der Literaturkommission für Westfalen und Vorstandsmitglied im münsterschen Exzellenzcluster "Religion und Politik", zu dessen Hauptantragsstellern sie gehört.

Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste ist in drei wissenschaftliche Klassen und eine Klasse der Künste gegliedert. Sie berät die Landesregierung bei der Förderung von Wissenschaft und Kunst. Außerdem bietet sie eine Plattform für den Wissenstransfer sowie den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit und äußert sich in Stellungnahmen zu relevanten Themen unserer Zeit. Alle Mitglieder werden von der jeweiligen Klasse auf Lebenszeit gewählt. Aktuell gehören etwa 230 ordentliche und 140 korrespondierende Mitglieder der Akademie an.

Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf
NRW-Akademie der Wissenschaften und der Künste


„Winter is coming“ – und mit ihm der neustrukturierte Master Kulturpoetik der Literatur und Medien (ab WiSe 2014/15). Jetzt bewerben!

Aus dem Profilmasterstudiengang Komparatistik/Kulturpoetik wird der neu strukturierte Studiengang Kulturpoetik der Literatur und Medien. Im Zuge des Reakkreditierungsverfahrens erfährt das Masterprogramm eine Erneuerung, die mit einer Schwerpunktverschiebung einhergeht. Aufgrund der Neuberufungen von Prof. Dr. Britta Herrmann und Prof. Dr. Andreas Blödorn erhält der Masterstudiengang ein stärker medienwissenschaftliches Profil.
Der neu ausgerichtete Studiengang wird erstmals ab dem Wintersemester 2014/2015 angeboten. Interessierte Studierende finden hier weitere Informationen zum neuen Masterstudiengang Kulturpoetik der Literatur und Medien, für den die Bewerbungsphase bereits begonnen hat. Bewerbungen können noch bis zum 15. Juli eingereicht werden.

Homepage des Masterstudiengangs


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