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Religionsfreiheit und Religionspolitik

Das Projekt „Das Recht auf Religionsfreiheit und das Ethos der Religionsfreiheit. Rechtsethische und theologisch-sozialethische Annäherungen“ ist innerhalb des Exzellenzclusters angesiedelt. Es geht darum, (1.) die Provokationen des Menschenrechts auf Religionsfreiheit für Gesellschaft, Staat und Religionsgemeinschaften in sozialethischer Hinsicht zu identifizieren und auf ihre ethischen Problemkerne hin zu reflektieren, um (2.) Konturen eines Ethos der Religionsfreiheit für den Kontext weltanschaulich und religiös pluraler (europäischer) Gesellschaften zu erarbeiten.

Der Zusammenhang von Religionsfreiheit als Recht und als sozialethische Herausforderung wird zweigleisig bearbeitet: Von der „Innenseite“ der Religion aus wird untersucht, wie sich die Anerkennung des Rechtes auf Religionsfreiheit durch die Kirche(n) selbst als Provokation an Kohärenz und Konsistenz von religiöser Lehre und (institutioneller) Praxis auswirkt und welche Anforderungen an das Ethos der individuellen und kollektiven Religionsausübung daraus im Kontext religiös und weltanschaulich pluraler moderner Gesellschaften erwachsen. Von der „Außenseite“ der Religion aus wird – vor allem anhand einschlägiger Urteile des BVerfG – untersucht, mit welchen Vorverständnissen im Recht als institutionellem Regulativ freier Religionsausübung auf Religion rekurriert wird, welche Eigenschaften, Dynamiken etc. dabei den Religionen bzw. religiösen Akteuren zugeschrieben werden und wie sich dies mit einem theologischen Verständnis von Religion (aus christlicher Perspektive) verträgt. Dieses Vorhaben wird federführend von Dr. Daniel Bogner bearbeitet.



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