Scharfe Bilder aus der Röhre – Wie Medizinphysik hilft, klinische Bilder zu optimieren

Cells in Motion – der Audiopodcast | Folge 9

Fotos

Tomographie noch effizienter und zeitsparender zu machen, das ist das Ziel von Nuklearmediziner Dr. Thomas Vehren (links) und Medizinphysiker Dr. Florian Büther.
© SFB 656 - Peter Grewer
  • Durch ihre Zusammenarbeit können Arzt und Physiker Methoden wie „Gating“ direkt im klinischen Alltag ausprobieren und zwar bei Untersuchungen mit dem PET/CT-Scanner im Universitätsklinikum Münster.
    © SFB 656 - Peter Grewer
  • Diese PET-Bilder zeigen den Oberkörper eines Patienten von den Schultern bis unter den Bauchnabel, links ohne und rechts mit Gating. Vor allem Details im Bauchraum weisen beim linken Bild eine deutliche Atemverschmierung auf.
    © UKM - Florian Büther, Thomas Vehren, Michael Schäfers
  • Die leuchtenden Knubbel zeigen einen Lungentumor (oben), eine Lymphknotenmetastase (Mitte) sowie Metastasen in den Nebennieren (unten). Dank Gating zeigt das rechte Bild ihre Größe und Aktivität präziser an.
    © UKM - Florian Büther, Thomas Vehren, Michael Schäfers

Um Metastasen im Körper zu orten oder Herzkrankheiten zu diagnostizieren, schicken Ärzte einen Patienten in der Regel in die Röhre. Gerade die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist ein Untersuchungsverfahren, das mehrere Minuten dauert. Da der Patient während dieser Zeit atmet, kommt es auf den PET-Bildern zu Bewegungsverschmierungen – wie auf einem verwackelten Urlaubsfoto. Ärzte haben zwar gelernt, damit umzugehen, dennoch gilt natürlich in Grenzfällen: Je besser die Bilder, desto leichter fällt Ärzten die Diagnose.

Medizinphysiker Dr. Florian Büther (European Institute for Molecular Imaging, Universität Münster) und Nuklearmediziner Dr. Thomas Vehren (Klinik für Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Münster) arbeiten darum gemeinsam an Methoden für schärfere PET- Bilder. Sie nutzen dafür Verfahren namens Gating und Bewegungskorrektur. Diese sollen die Bewegungen eines Patienten erfassen und dann Bilder ganz ohne Bewegungen rekonstruieren. Büther und Vehren möchten dabei auf externe Hardware wie einen Atemgürtel verzichten und allein mit Computerprogrammen arbeiten. Dadurch bekommen sie bessere Daten und sparen Zeit bei der Behandlung.